Erstes Blatt Montag L6. Jannar 1905? 155. Jahrgang Nr. 13 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siehener Famtlien- hlätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univeri.-Buch-u.Stein- druckerei. 9L Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. ÄW M JÄRK MM vezugsprei»: VM W monatlich75Pf.,viertel- Gießener Anzeiger w «cneral.llnjciger " :~S Amts- *» Anzeigebla« für den Kreis Sich« WU __ ___ __________________________ zeigenteil: Hans Beck. KelranntmachMg. Betr.: Den Ausbau der Verbindunqsstraße von der Frankfurterstraße nach dem Wetzlarer Weg, entlang dem veterinärmedizinischen Institut in Gießen; hier: Enteignung von Gelände. Die Gemeinde Gießen hat gemäß Art. 22 des Enteignungsgesetzes vom 26. Juli 1884 (in der durch Art. 279 des Ausführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch gegebenen Fassung) Antrag auf Enteignung der zum Ausbau der obengenannten Straße benötigten, nachstehend näher bezeichneten Grundstücke der Gemarkung Gießen gestellt: Flächen- Bezeichnung des gehalt Grundbuchmäßiger Grundstückes der ganzen Eigentümer Parzelle 1) Flur 8 Nr. 63/10 375 qm Spies, Joh. Louis, und Ehefrau, geb. Zinnkann, Gießen, 2) Flur 8 Nr. 20,1 1983 qm 1) Gail, Minna, Ehefrau des Dr. Otto Prinz in Nidda. 2) Gail, Marie, Ehefrau des Friedr. v. Röder in Gießen, 3) Gail, Auguste, Ehefrau des Ed. Haberkorn in Alsfeld, 4) Gail, Georg Ferdinand, in Chicago, 5) Bücking, Erika und Fritz, Carl, Kinder der verstorbenen Ehefrau des Friedrich Bücking, geborene Gail, in Büdingen. Der Plan, aus dem die Lage der zu enteignenden Grundstücke ersehen werden kann, sowie der Antrag und die übrigen nach Artikel 23 des Enteignungsgesetzes erforderlichen Nachweisungen liegen in der Zeit vom 13.—27. Februar incl. l. Fs auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Gießen während der üblichen Geschäftsstunden zu jedermanns Einsicht offen. Zur Verhandlung über den Plan und die Entschädigung wird Tagfahrt vor der Lokalkommission ans Dienstag den 14. März 1905, nachmittags 4% Uhr, auf Zimmer Nr. 10 des Negierungsgebäudes zu Gießen anberaumt. Vorher, und zwar um 4 Uhr beginnend, findet eine Besihstigung des zu enteignenden Geländes durch die Lokalkommission statt. Tie Beteiligten, insbesondere die Eigentümer, Pächter, Mieter oder sonstigen ait den zu enteignenden Grundstücken Berechtigten 'werden hiermit aufgefordert a) Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, b) Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c) Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d) Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Artikel 19 des Enteignungsgesetzes) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e) Anträge auf Einrichtung oder Unterhaltung von Anlagen, die für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Gefahren notwendig sind oder notwendig werden, bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, f) etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an dre zu enteignenden Grundstücke bei Meidung des Ausschlusses mit solchen m dem genannten Termin vorzubringen. Zugleich werden die Eigentümer, öezw. deren Rechts- nachsolger oder gesetzliche Vertreter aufgefordert, die Namen dritter Personen, welche als dinglich berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, jofort nach Zustellung der Bekanntmachung dem Unterzeichneten mitzuteilen, widrigenfalls sie für deren Ansprüche gemäß Artikel 27 Abs. 2 des Enteignungsgesetzes verantwortlich werden. Die Unternehmerin wird zu dem Dermin unter dem Rechtsnachteil vorgeladen, daß im Falle ihres Ausbleibens Verzichtleistung auf Fortsetzung des Enteignungsversahrens unterstellt, und sie mit den bis dahin entstandenen Kosten belastet wird. Die Eigentümer der abzutretenden Grundstücke müssen von der Zustellung dieser Bekanntmachung an zu netten Anlagen oder zu einer von der bisherigen bezw. der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirtschaftung die Genehmigung der Unternehmerin einholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den öffentlichen Ziveck, für welchen die Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. Räumt ein Eigentümer einem anderen von dem Zeit punkt der Zustellung an ein dingliches Recht an den zu enteignenden Grundstücken oder ein persönliches Recht auf dessen Benutzung ohne Genehmigung der Unternehmerin ein, so steht jenem anderen eine besondere Entschädigung nicht zu. Gießen, den 13. Januar 1905. Grohyerzogliches Kreisamt Gießen. I. D.: Hechler. SelrlinntmachlUlg. Die unterm 5. November 1904 angeordnete Sperre der Bleichstraße, zwischen Löber- und Ludwigstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Januar 1905. Großyerzoqli - 'Boliv’iamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 5. November 1904 angeordnete Sperre der Löber st raße, zwischen Goethe- und Bleichstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Januar 1905. Großherzoglie «1 ohr-'iamt Gießen. Herberg. Ans dem preußiichen Landtaa. Im Berliner Abgeordnetenhause gab am Samstag der Reichskanzler bei der Etatsberatung eine Erklärung ab, in der es u. a. heißt: mit Oesterreich-Ungarn seien die Handelsverträge so weit gefördert worden, daß es sich in den allernächsten Tagen entscheiden müsse, ob wir auch mit diesem Lande zu dem gewünschten Abschluß kommen werden. Wären die Handelsverträge dem Reichstage zugegangen, bevor die Situation mit Oesterreich-Ungarn in der einen oder anderen Richtung vollständig geklärt worden sei, so würden die Verhandlungen mit diesem Lande in hobem Grade erschwert worden seien. Wenn man Handelsverträge zustande bringen wolle, mit denen unsere Landwirtschaft und unsere Exportindustrie leben können, so müsse das Terrain Schritt für Schritt erobert werden. Der erhöhte Schutz für die Landwirtschaft solle nach der Ansicht der Staatsregierung die Signatur der neuen Handelsverträge pin. Ueber den Streik im Ruhrrevier gab der Handelsminister eingehende Erklärungen ab. Nach seiner Ansicht haben die Behörden bei Streiks eine doppelte Pflicht. Vor allein haben sie dafür einzustehen, daß unter allen Umständen die Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten sei, sie haben aber auch alles zu tun, was in ihren Kräften steht, um eine Einigung anzustreben zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Interesse des sozialen Friedens, im Interesse der Industrie und im Jntereffe des Wohles der Arbeiter. Deshalb sei er gern bereit gewesen, die Behörden zu einer vermittelnden Tätigkeit zu veranlassen und er hoffe, daß alle Beamten dieser seiner Weisung mit Eifer und Unparteilichkeit nachkommen werden. Er erwarte von den Arbeitgebern, daß sie den Beschwerden und Wünschen der Arbeiter Verständnis entgegenbringen. Ein allgemeiner Ausstand würde für unsere deutsche Kohlenindustrie von schweren Nachtetlen begleitet sein. Auch Justizminister Schönstedt und Kultusminister Dr. Studt ergriffen hierzu das Wort. Der Kochtopf im Parlament. Herrn Eombes Ende. (Ein französischer Kammerskandal.) Tas Ministerium Eombes hat am Samstag noch einmal einen Sieg errungen. Mer es war kaum ein Pyrrhussieg. Der Sozialistenführer J'aurös lieh ihm Krücken, auf die es sich stützen konnte, aber diese Krücken werden wohl schon in den allernächsten Taget: von Herrn Eombes sortgeworfen werden nnd er wird sich mit seinen Kollegen ins Privatleben zttrückziehen müssen. Als am Samstag Jaurös die Tribüne des Parlaments bestieg, begann die Rechte zu heulen und mit Pultdeckeln zu klappen und die Sozialisten verließen ihre Plätze auf der Linken, um nach rechts zu stürzen. Der Präsident bedeckte sich und es trat eine neue Pause ein, nach welcher Jaures endlich zu Wort kam. Er erledigte die Regierung nicht ganz ohne Wärme. Nach kurzer weiterer Debatte wurde die von der Regierung verworfene einfache Tagesordnung mit 291 gegen 277 Stimmen ab gelehnt. Die Regierung hat also 14 Stimmen Mehrheit. Während einer nun folgenden Rede des Dissidenten Klotz schwingt der Monarchist Baudry d'Assou einen Kochtopf über seinem Haupt und stürzt damit plötzlich auf den Platz des Ministerpräsidenten Eombes in der Mitte des Saales zu. Man bezeichnet im Französischen mit dem Wort „casserole" einen Polizeispitzel. Baudry d'Assou scheint seinen Topf auf den Kolpf des Ministerpräsidenten st ü l p c m z u wollen, jedock erreicht er sein Ziel nicht; die Hussiers, gefolgt von htmoert Abgeordneten der Linken, eilen herbei und drängen Baudry d'Ässon nach der rechten Seite. (Großer Lärm.) Eombes steigt langsam durch das Spalier der Sozialisten nach der Tribüne und erklärt: Weitn die Gewalttaten fortgesetzt werden, ohne daß die Mitglieder der Regiertmg Schutz dagegen finden, so müsse er das Haus verlassen. Die einfache Zensur wird gegeit Baudry d'Assou beschlossen. Tie Kammer nimmt alsdann mit 289 gegen 281 Stimmen die Priorität für die Tagesordnung Äienvnm-Martin an. Man stimmt nunntel-r über die Tagesordnung Bien- venu-Martin selbst ab, welche lautet: Die Kammer billigt die Erklärungen und das Programm der Regierung und weist jede O b st r u k t i o n z tt r ü ck. Ter erste Satz der Tagesordnung Bienvenu Martin wird mit 287^ gegen 281 Stimmen angenommen. Der Satz, welcher das Proaramm der Regierung billigt, wird mit 380 gegen 55 Stimmen angenommen. Das Zentrum enthält sich der Abstimmung. Der Rest der Tagesordnung! Bienvenu-Martin wird mit Händeaufheben angenommen und schließlich die gesamte Tagesordnung mit 289 gegen 279 Stimmen ange-^ noinnten. UMische Tagesschau. Nach rechts oder nach links? Eine äußerst wichtige Entdeckung glaubt das „Bayk: Vaterland" gemacht zu haben. Es berichtet nämlich, daß auf den deutschen Reichs.münFen bis zum Jabre 1888 sowohl!d»er alte Kaiser Wilhelm, wie auch wohl die meisten deutschen Bundesfürsteu von links nach rechts schauten, speziell König Ludwig II., während auf den Münzen in und nach 1888 nur derKaiser nach rechts blickt, die übrigen deutschen Fürsten aber ihn anzuschaueuj haben! Jetzt erst sei wieder eine Aenderung insofern ein getreten, als auf ganz neuen Zweimarkstücken mit Prägung 1904 König Otto von Bayern" immer noch nach links blickt, während der Großherzog von Baden seinen früheren Standpunkt — von links nach rechts — wieder einzunehmen geruht hat. Der Gewährsmann des „Vaterland" ist aber vollständig auf d^ em Holzwege, wenn er meint, feit 1888 schaue nur Kaiser Wilhelm II. nach rechts, während die Bundesfürsten ihn anpublicken hätten, und daß in letzter Zeit einzig der Großherzog von Baden gegen diese Vorschrift rebelliert habe. Auf den Zwei- und FünfmarkstückeN des Deutschen Reiches blicken alle drei Kaiser nach rechts. Außer ihnen aber bis zu den letzten Prägungen die Könige Albert und Georg von Sachsen, Ludwig von Bayern und Karl und Wilhelm II. von Württemberg. Außer ihnen schauen die Großherzöge von Hessen bis 1891 nach rechts, erst der Gr o ß herzo g Ern st Ludwig wandte sein Haupt nach links ; während der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin nach 1901 nach rechts zu blicken' wagte, sah der von Strehlitz schon 1877 nach links, welche Kopfstellung auch, vielleicht um die Verwandten in Berlin besser sehen zu können, Großherzog Friedrich von Baden bis; 1902 innehielt, tun sich dann von ihnen ab und nncht rechts' zu wenden. Großherzog Peter von Oldenburg blickt nach rechts, sein Sohn dagegen nach links, und die Beherrscher von Weimar blicken beide nach der linken Seite. Unter den Herzögen blickte Friedrich von Anhalt 1876 und 1896 nach rechts: sein Nachfolger muß wohl, nach Meinung des „Vaterland", einen Wink ans Berlin erhalten haben, denn er hält es für besser, nach der linken Seite zu schauen. Dieselbe Kopfstellung nimmt neuerdings auch Georg II. von! Meiningen ein, der noch im Jahre 1901 mutig nach rechts zu blicken wagte, gerade so, wie seine Kollegen Alfred von Koburg-Gotha 1895 und Ernst von Menburg 1901 und 1903. Unter den Beherrschern der deutschen Fürstentümer- sehen nach links Georg von Schaumburg-Lippe, Friedrich von Waldeck, Günther von Schwarzburg-Rudolstadt und Heinrichs XIV. rvon Reuß jüngerer Linie; daß Heinrich XXII. von Reuß älterer Linie noch 1901 konsequent nach rechtsi blickte, kann bei der Gesinnung des alten Frondeurs niemanden wundertt. Von der weltbewegenden Entdeckung des „Vaterland"/ die unter den gekrönten Häuptern gewiß die größte Beunruhigung Hervorrufen dürfte, bleibt nur übrig, daß König Otto von Bayern stets nach links blickt. Weshalb er das tut, müßte man in Bayern eigentlich wohl wissen, denn die „bayerischen" Reichsmünzen werden in München geprägt. Oder sollte vielleicht der dortige Münzmeister gar so em verflixter „Malefizpreuße" sein? Der Kri-a. Reue Niederlagen der Rusten in der Mandschurei. Tokio, 14. Jan. (Reuter.) Von der Garnison von Liau- tung wird gemeldet, daß am Donnerstag die Russen in der Nähe von Jinkau gescklagen wurden und sich tit Unordnung nach Nord-Tataokan südlich von Niutschwang zurück- -ogen unter Zurücklassung von 62 Toten rtnd 6 Verwundeten^ Man glaulck, daß ihre Verluste über 20 0 Mann betragen. Am Freitag w u r d e n die Russen v o n d c u Japanern bei Niutschwang geschlagen. — Die Verluste der Japaner in der Nähe von Niutschwang belaufen sich auf einen Toten und 15 Verwundete. Die Verluste der Russen werden auf über 300 Mann geschätzt. Das japanische Munitionslager ist nicht beschädigt. Ein Tagesbefehl des Zaren an Armee und Flotte. Folgender Tagesbefehl erging an die Armee und die Flotte: „Port Arthttr ging in die Hände des Feindes über. ■ Elf Monate währte der Verteidigungskampf: über sieben Monats !var die ruhmreiche Garirison von der Außenwelr abgeschnitten,^ der Hilfe beraubt. Ohne Murren wurden die Gutbffcriutpen der Belagerung und moralischen Qualen während der Erttwickelung der Erfolge des Gegners ertragen; Lehen und Blut nickst schonend, hielt eine Hand voll russischer Leute in der festen Hofmung auf Entsatz die wütenden Angriffe des Gegners aus. Mit Stolzverfolgte Rußland ihre Heldentaten, die ^anze Welt beugte s i ch vor ihrem heldenhaften S r n n. Die Kampfmittel gingen ,'lynru unter deut Andringen stets neuer feindlicher Kräfte aus: sie mußten, ihre Heldentat twllendend, der Nebermacht erliegen. Friede der Asche, enüges Andenken den unvergeßlichen Russen, welche ivi der Verteidigung von Port Arthur umkamen. Fern von Rußland, starbt Ihr für Rußlands Sackte, erfüllt von Liebe zu M[er und Vaterland. Euch Lebenden sei Ruhm! Gott heile Eure Wunden! Er schenke Euch Kraft und Geduld, die neue fdrwrc Prüfung zu ertragen! Unser Gegner ist kühn und stark. U n s ä g 1 i ch s ch w e r ist der Kampf mit ihm, zehntausend Werst fern von bat Quellen unserer Kraft. A b e r 9? uß 1 and i ft m a ch t v o l l. Ist feinem tausendjährigen Leihen gab es noch schwerere Prüfungen, noch drohendere Gefahren, aber ie de sm al ging cs ans den, Kampfe gestärkt und m i t neuer Machther - vor. Unsere Mißerfolge sind schwer. Jnpcm wir ’Utfcvc Slerluste tgtn, wollen wir uns u^cht 6er«* als unvermeidlich. mit der Rautenkrone. den 6 au § erben Ausland 3m Dq stehender sehr beruhigender Meldung eingetroffen: „Liebe ‘Slutter! Die Zeitunaen schreiben, die Europäer müßten Fez verlassen. Beunruhige Dich deshalb nicht. Bis jetzt ist noch niemand abaereist und eine G e i a b r ist hir uns nicht vorhanden. Der Sultan roidjetne iranzosischen Angestellten, um Geld zu sparen, entlassen, die Franzosen wollen es nicht zu- geben. Daher der ganze Lärm. ** Bestimmungen über Fuhrwerke. Das Großh. mutigen. •* Sitzung des Provinzialau 8 schusse §. Mittwoch, den 18. d. M., vormittags V? 9 Uhr beginnend, I Dom Januar aus Fez datierte Antwortkarte mit nach, findet eine Sitzung des Provinzial-Aus'chusses der Provinz' Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch der Elise Kleiß zu Gießen uni Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft in dem Hause Bahnhofstraße Nr. 48 zu Gießen. 2. Gesuch des Heinrich Damm IL zu Reiskirchen Montelimar, 15. Ian. Die Mutterdes Präsi- denten Loubetist heute nachmittags 3 Uhr gestorben. Brüssel, 14. Jan. Prinz V i kt o r R a p o l e o n wurde heute in einer halbstündigen offiziellen Audienz beim I /Grafen und der Gräfin von Flandern, dem Bruder und der Schwägerin König Leopolds, empfangen. Diese Begegnung wird hier sehr beachtet, in Verbindung mit früheren, allerdings öfter widersprochenen Gerüchten von einer ehelichen Verbiß duing der Tochter des Königs, der Prinzessin Clementine, mit dem Prinzen, die aber den beharrlichen Widerstand des Königs angetrofsen haben soll. Wien, 15. Jan. Im neuen Handelsvertrag mit Deutschland bleiben der „Zeit" zufolge die öster- reichisch-mngarischen Roheisenzölte unverändert auf! «Vs Goldgulden bemessen. Auch für H a l b k a b r i k a t e aus Eisen findet nur eine belanglose Umtarifierung statt, um Verhältnis zwischen Rohloff-, Halbfabrikat-'und Ganzer odukt-Tarifen zu regeln. Dem galizischen Petroe le um soll die seit Jahren erstrebte Gleichstellung mit dem russischen Petroleum m den preußischen Eisenbahntarifen zugestanden werden. B u d a p e st, 15. Ian. Der Ministerpräsident besprach heute ut einer Ansprache an eine Deputation aus Mikolcz, die um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 3. Beschwerde des Karl Henzel zu Obbornhosen gegen einen Gemeinderatsbeschluß. •• Hessischer Handelskammertag. Am 3. Februar findet in Mainz ein hessischer Handelskammertag statt. Zur Beratung kommen der Gesetzentwurf, betr. Gemeiudeum- ladungcn und die Tagesordnung der am 15. und 16. Februar in Berlin stattfindenden Vollversammlung des deutschen Handelstages und zwar der staatliche Schteppbetrieb auf Wasserstraßen, der gerichtliche Zwangsvergleich außerhalb des Konkurses, das Vereinszollgesetz, die Handelsverträge und die Bevorzugung der landwirtschaftlichen Genossenschaften durch i die Gesetzgebung und der Landwirte durch die Proviant-1 ämter. ** Der Einzug des Raubmörders Hudde am Samstag nachmittag hatte viele Neugierige unserer Stadt in Bewegung gebracht. Zwar ivar es nicht allgemein bekannt, daß der mit so großem Interesse Erwartete nachmittags 2.40 Uhr im hiesigen Bahnhöfe eintresfen würde, allein das hatte eine große Menschenmenge nicht abgehalten, sich dem I guten Zufall anzuvertrauen und schon bei der Ankunft der frühen Züge von Aachen am Bahnhose und am Gerichtsgebäude sich einzustnden. Als um 2.40 Uhr der Zug in die hiesige Station einsuhr, waren sowohl das Perron der Oberhessischen Bahn, wie der Bahnhofsplatz dicht von Menschen besetzt, die den Vielgenannten einmal mit eigenen Augen sehen wollten. Der Kriminalkommissar Daniel von der Staatsanwaltschaft Darmstadt leitete den Transport des Verbrechers. !Er war auf Antrag der hiesigen Staatsanwaltschaft veranlaßt worden, bei dem von den beiden hiesigen Gensdarmen Scharmann und Eichenauer geführten Transport des Hudde als stiller Beobachter zugegen zu sein, um dessen etwaige Aeußer- Teutsches Reich. Berlin, 14. Ian. Der Kaiser wohnte gestern mit dem Reichskanzler, den Ministern o. Hammerstein, v. Podbiclski und V. Rbeinbaben dem Diner bei, das der Handelsmini st r zur Einweihung seines neuen Dienstgebäudes gab. Heute morgen unternahm der Kaiser einen Spaziergang, sprach beim Reichskanzler vor und hörte im Schlöffe die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamt? und des Chefs des Marinekabinetts. — Zum Besuche des Königs von Spanien in Berlin, der Ende Februar oder Anfang März erwartet wird, wird der „Voss. Ztg." aus Magdeburg gemeldet, es verlaute dort mit Bestimmtheit, daß König Alfons von Spanien seine Fahrt | nach der Reichs Hauptstadt in Magdeburg unterbrechen wird, um hier das 3. Magdeb. Inf.-Regt. Rr. 66 zu besichtigen. Es gilt auch als sicher, daß der König vom Kronprinzen begrüßt und dann von diesem nach Berlin geleitet werden wird. Dresden, 15. Jan. An seinem Heuti" m zwölften Geburtstage wurde der Kronprinz Georg als Offizier im Leibgrenadier-Regiment Rr. 100 eingestellt. Der König hielt eine Ansprache an das Regiment, in der er seiner Freude Ausdruck gab, den Sohn in dem Regiment einstellen zu können, dem er selbst angehöre. Der Kronprinz bewerte mit der Ehrenkompagnie an dem König vorüber. Ter König verlieh dem Kronprinzen Ministerium hat eine Verfügung erlassen, wonach die Fortbildungsschüler über die gesetzlichen Bestimmungen zu belehren sind, wslche bezüglich der Leiter von Fuhrwerken erlassen sind. Besonders seien folgende Bestimmungen einzuschärfen: 1) Jeder Leiter eines Fuhrwerkes muß sich so verhalten, daß er seine Zugtiere jederzeit in seiner Gewalt bat. 2) Ueberrnäßig schnelles Fahren und Reiten innerhalb der Ortschaften ist verboten. In engen Ortsstraßen und beim Bergabfahren auf steilen Ortsstraßen muß Schritt gefahren oder geritten werden. 3) Bespanntes Fuhrwerk darf nur unter Beobachtung bestimmter Sicherheitsmaßregeln auf Straßen und Plätzen stehen gelassen werden. 4) Mit Eintritt der Dunkelheit müssen sämtliche Fuhrwerke beleuchtet werden. Ausgespannte Fuhrwerke müssen mit Eintritt der Dunkelheit von der Straße entfernt werden. 5) Fuhrwerke müssen bei der Begegnung mit anderen Fuhrwerken, Automobilen oder anderen Fuhr- werken rechts ausweichen. Sie haben Fuhrwerken, Auto- : mobilen oder Radfahrern, welche von hinten an ihnen vorbei- | fahren wollen und dies durch ein Signal anzeigen, genügend nach rechts auszuweichen und überhaupt die rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten. 6) Reitpfade und Fußwege der Llrcisstraßen dürfen von Fuhrwerken regelmäßig nicht benutzt werden. ** Die nächste Prüfung der An wä r terin nen Alis ptndt und £«’’&. Gießen, den 16. Januar 1905. -^Auszeichnung. S. K. H. der Großherzog verlieh dem Bürgermeister Joh. H. Schrrm p f in Schlcchtenwege das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß- ' Ein Mi gegen 11 Ubr AoblknpNoitl Nr. 6189 mit enter mögen bestehenden mit einem Schaffner routbi zwei andere letzte telegraphische $er; um in jener — , Mm Der ehrt, bt: hebend' nQfotte in’\fT‘ andkin 1 ..." der " 1 begen 15. ohne bwfi inr/i 9ab ihn e'L * ^iefi, n>o « w ’ Das 0^*. y ^efonq1;;,5^ Werte 'VOitprar^n^;^ ■’ .^/ibelbr Mtat toQhu v ’ wirren lassen. Mit ganz Rußland vertraue ich, daß "bic 1 Stunde des Sieges -bald anbricht. Ich bitte zu Gott, daß er mir d" teuren Truppen und Flotten segne, damit sie Deren*; vnt Feind niederwerfen und die Ehre und den Ruhm Rußlands stützen!" Vom japanischen Heer. Im Beisein des japanischen Kaisers fand am 28. November die Entlassung der Kadetten aus der Hauptkadettenanstalt statt. 264 Abiturienten erhielten die Reifezeugnisse. Sie verteilen sich auf die Armee wie folgt: Infanterie 154, Kavallerie 18, Festungsartillerie 48, Küstenartillerie 8 und Pioniere 37. Trainaspiranten sind diesmal sonderbarerweise nicht dabei, -öiel» leicht sind dort keine starken Verluste. Die Kadetten machten ihr Examen ein halbes früher als sonst. Sie überspringen weiter du erste Ausbildung in der Front, indem sie sogleich in die Kriegsschule übertreten. Im ganzen gelvinnen die iungen Leute alp rin Jahr. Die drei besten Kadetten erhielten wie gewöhnlich vom | Kaiser eine silberne Uhr. Japanische Schiffahrt. In ihrem Jahresbericht teilt die N i p v o n Busen K a i s h a 'mit, daß sie seit Ausbruch des Sieges 11 S ch i f f e von zusammen 32 372 Tons im Dienste des Staates verloren habe davon allein 6 am 3. Mai bei der dritten Absperrung Port Arthurs. Von Angestellten der Kompanie ertranken der Kapitän und 102 Mann von der „Hitachi Maru", 10 Mann von der „Jzumi Maru" und 20 Mann von der „Sada Manw. L,er Kapitan der „Kiushu Maru" mit der ganzen Besatzung von 72 Mann, der Kapitän der „Izumi Mcn'u" mit .75 Leuten der Besatzung sowie der Kapitän der ,,Sado Maru" mit 1- Mann der Beiatzung gerieten in russische Gefangenschaft. Eine Revision russischer Finanzen. Wie aus Petersburg gemeldet wird, wurde auf Grund der bestehenden Vorschriften am 2., 3. und 4. ds. eine Revision des Geldbestandes der Staatsbank durch eine besondere Kommission vorgenommen, welche aus den Mitgliedern des Verwaltungsrates der Staatsbank, aus den der Bankadministration nickst angehörigen Vertretern des Petersburger und Moskauer Adelsstandes, einem Vertrster der Petersburger Börsenkaufmannschaft und Beamten der kaiserlichen Kontrolle zusammengesetzt war. Die Kommission revidierte die Assignationen der Bergwerksverwaltung, den Meta'lfonds und die Trattenporte- seuilles, welche laut Bilanz vorn 29. Dezember zusammen 667,3 Millionen Rubel ausmachten. Am Revisionstage beliefen sich die Vorräte an Goldbarren und Münzen auf 627 835 147 Rubel, an Gold im Münzhof auf 22 963 5-11 Rubel, an Assignationen der Bergwerksverwaltung auf 11581 120 Rubel, an Tratten auf 4 187 620 Rubel, im ganzen auf 666 527 429 Rubel. Durch Abzählen und Wägen der Barren und Münzen bat die Kommission die völlige Uebereinstimmung des Barbestandes mit den Revisionsziffern festgestellt. Weimar, 15. Jan. Das heute morgen über das Befinden der Groß Herzogin ausgegebene Bulletin lautet: Nacht sehr unruhig infolge Wiederauftretens von Delirien und heftigen Seiten- I stechens. Weiterer Fortschritt der Entzündung, aber im rechten unteren Lungentappen beginnende Lösung. Puls 124, Temperatur I 38,4 Atmung 40. Bewußtsein getrübt. Kräfte zu stand verhältnismäßig günstig. Dürkheim, 15. Ian. Ein beute inNenstadta. d. Haardt I tagender weiterer Ausschuß des Nationalliberalen Vereins der Pfalz beschloß einstimmig den Anschluß an das Land-! tagswahlprogramm des rechtsrheinisch^ Bayerns unter Berücksichtigung speziell pfälzischer Verhältnisse gegen das Zentrum und I die Sozialdemokratie. München, 15. Jan. Der bay eris che Bauernbund! für Franken und Schwaben, der Bund der Landwirte für das Königreich .Bayern, der mittelfrankifche Bauernverein und der Pau ernt) erein Windsheim-Rothenherg veröffentlichen jetzt in der bundlerischen Vresse gemeinsam ihr Pro ara mm. Dieses bringt runächst die Unzufriedenheit der Bauembündler mit den Reichstagsbeschlüssen über den Zolltarif zum Ausdruck, dann wiederholt es die bekannten agrar-, steuer- und kommunalvolitischen For-! herungen und die Versicherung der Bündler, Mitarbeiten zu wollen an der Erhaltung und HebiMg des Mittelstandes. Die Kanalprojekte werden abgelehut, ebenso die Einführung eines Lcmdtaaswahl- gesetzes, durch das die Zahl der ländlickum Abgeordneten zu Giinsten der Städte vermindert würde, und schließlich betont es nochmals, daß der Mittelstand nur mit Hilfe einer starken ländlichen Bundes- genossensck'^ft in der Volksvertretung sich "behaupten und vorwärts kommen könne. Hamburg, 14. Jan. Auf den Schienen der Verbin- vungsbahn wurde die Leiche eines 12jährigen Knaben ge'unden, welche regelrecht geköpft war. Aus Furcht vor Strafe wegen eines schlechten Schulzeugnisses hatte sich das Kind das Leben genommen. Wulff-Stuttgart. *’ Aus Fez, der Hauptstadt des nordweitamkamschen Staates Marocco, das den europäischen Mächten z. Zt. viel Kopfzerbrechen macht, weil sich der Sultan jenes Landes nicht gutmütig von seinen französischen Beamten beaufsichtigen lassen will und, wohl mit Recht, französische Annektionsgelüste befürchtet, war gemeldet worden, daß das Leben der Europäer dort arg gefährdet sei. Diese Nachricht batte natürlich die Angehörigen aller der in Fez iveilenden Europäer in Llngft versetzt, und eine Gießener Dame hatte an ihren Sohn, der seit 6 Jahren als Vorsteher der deutschen Post in Fez wirkt, eine Postkarte mit bezahlter Rückantwort gesandt und 'Djilin nm Auskunft über sein Ergeben gebeten. Soeben ist nun Dres-tv, 1. frefifctrveyn::: Tiebäai'. unb a<6t Tlotu*! Stibjig, 15. 3 M Geheimen xm verworfen, der m 13 wegen Unttrfäl^ w vier Tootben Mr. 13 Gaijean, rin.:'.v Lebens hinter rages, kiig naifter einem Kläger- gab fick alz -V. in Colmar au- ■ *, daß bei dev 6 . 6tt B» " ft*:.»* UKK ®et 1. ■ • SZS ■ - - fanb d'-^, x» btt «-M W' ntelf®,ixtfl im ‘ meinen ... jlibbinfl'” Siitl ll. -" vorher die Tu ivorden. geuet. Se* bereits in ■f,-:, ’j.. batgebäube w. den Daihstibl L- raden zu schaffen. ** D er Verband der Kunstfreunde tu den Ländern am Rhein, dem neuerdings auch der König von Württemberg als Stifter beigetreten ist, hat für das Jahr 1905 fünf Ehrengehälter bewilligt und^ zwar an dte Maler JodokuS Schmitz-Trisseldorf, I. B. f I a r v Darmstadt, Leo Schnug-Straßburg, Brauer-Stuttgart, ** „Hassia". Das Prästdtum der „Ha,fia yar ouren Beschluß vom 4. Januar b. 3. Oberstleutnant Srnmottnt -u seinem Ehrenmitglied ernannt. Ans Anlaß seines Rücktritts sind Oberstleutnant n. 'S. üramolim. schreiben 5uncqanqcn Nom Staatsminister Rotffe und dem -Bor» sitzenden des Kyffhäuscrbnndes der Deutschen Landes- kriegcrverbünde, General der Infanterie z. T1. 9. S pr tz. Tas Präsidium der „Hassia^ hat beschlossen, aus An la tz der Vermählung des Gr o ß h e r z o g s durch Sammlung in der „Hassia" eine Verbandshochzieitsstiftung zum Besten jüngerer, dem Arbeitersta-.de angehöriger Kame- für das Lehramt an höheren Mädchenschulen beginnd am 20. Februar, vormittags 8 Uhr in Darmstadt, Hochstraße 44. Die Bewerberinnen müssen am 30. September 1904 das 19. Lebensjahr zurück gelegt haben. Butzbach, 15. Jan. Das Mitglied des hiesigen Stadt- rates Dachdeckermeister Konr. Sammerlad ist an den ungen genau festzustellen. Pünktlich langte der Zug hier an, 15D^cn ^uer schweren Operation »in Meßen gestorben, und der Verbrecher wurde, von den beiden (Sengbarmen qe- Miialieb bes bseilÄ, PUnb tottr feit E führt, auf dem kürzesten Wege über die Geleise hinweg nach I .^s^htes^geu St°btbvrstandes. dem am Bahnhofsplatze wartenden Transportwagen gebracht. Im Jahre 1904 sind auf Kosten der Verpflcaunqss atiou Ter an oen Händen Gefesselte war, als er die große Menschen- 80 7 2 mittellose durchreisende Personen auf d^ ^erbeE menge, die ihn lautlos anstarrte, gewahrte, sichtlich betroffen zur Heimat verwiesen und verpflegt worden und 85 armen! und blickte 'cheu vor sich weder, als er den kurzen Weg vom Personen wurden Ge'ldunterstützungen Mr Weiterreise ge- Eisenbahnwagen bis zum Gefängniswagen zu Fuß zurücklegen tvährt. mußte. Er war ziemlich gut gekleidet und trug einen dünnen, f*L Bureau des Stadttheaters, schwarzen Ueberzieber und Hellen Hut. Dem Bilde, das früher Stunde sei nochmals eindringlich auf das heutige lein Frankfurter Blatt von ihm brachte, entsprach fein Aus° viuaem^^^^ Gastspiel des japanischen Theaters sehen in keiner Weise; sein von Sommersprossen gezeichnetes, Geuve? Darbietung ganz außerordentlichen sehr blasses Gesicht hat einen ziemlich gewöhnlichen Aus- überall mit der Gäste. wurden bisher! druck; er ist von mittlerer Größe, breitschulterig, und gina lichem Beifall uusn^^^' Teilnahme, mit außergewöhn- mit festen, aber etwas schwerfälligen Schritten. Der Gelüna- Marburg ^vo K^e °n Een s CrJÄ iu niswagen,. worm außer ihm auch die beiden Gensdarmen stellung kuudgab. Ite ®äfl' rommen bo“ ffaiM nnb neben Vlatz nehmen mußten, fuhr in raschem Tempo durch die nach Darmstadt und spät'er nach Frankfurt * äuS mrt ebrnfan» oon Menschen besetzte Bahnhofstraße und um bic Sr,t,t de? „Kasseler Tagebl." sei folgenbea erwähnt Anlage nach dem Provinzialarrefthaus. Dort hat Hudde in uns von den Japanern geboten wurde, das war ein Natu- emer Zelle, worm sich nur eine Matratze befindet, mit einem I vom reinsten Wasser, der sich sowohl auf die Bein an eine lange Kette gefesselt, einstweilen Quartier beJS ll?95fQr! auch auf die aufgeführten Stücke er- «zogen. Die Vernehmungen haben, wie wir hören, h-ut.j.wch R°llkU«ü°^°bL; a3 f ■ ö f ftt ?l moracn durch Oberstaatsanwalt Theobald und Staatsanwalt ihm ein Sll^evi^et«imand-ü^bot, die N at 1 on^aI begonnen und werden voraussichtlich den ganzen1 Tag Kpfrcffc. so werde der^Migatorische Unter- dauern. Als Untersuchungsrichter fungiert spater Land- Wehner. Da die sehr zahlreichen Straftaten Eckrnung der ungarischen Spr-rche werde weder der sämtlich hierher znr Aburteilung übernommen wor , noch der 3iiunä«e feiner ‘‘qL^atoätcn^in kr Kirche, „„h sehr umfangreiche Ermittelungen bei den Uiitersuchungen in MÄ» Ci"e '1 °ngestellt werden muffen, wird vor Juli ds. I .kaum>d» ivcüncbcnbc Autonomie besitzcu, luic in Ungarn Gerichtsverhandlung gegen den des Raubmorde^ Schwe "N°skau, 14 3nn. Tic in Saratow ««««Dcrbäd)tifle„ beginnen können, wenn ber Verbrecher nicht vorher i-rvisten brachen Mern m das „Wntki" Geständnis ablegen sollte. Beweis,natmal liegt allerdings «r'verobreiS^n^Da die anwesenden Polizisten iiichb aiisreMen, ß^n oor; u. a. erfahren wir, daß Hudde nach dem Ver- wurde eine Kosäkenabteilniig zur Hilfe 4n» 6^^, da? er in Heppenheim verübt hat, m Gemein- von den Pferden UEtergenffen und^ bllittg n mit feincm Komplicen Walter vonibergehenb auch m &nff Um ^SatÄntt m^«3«6 fWb« einem >ber ersten hiesigen Hotels unter falschem Namen sich tommanbeur veranlaßt, Feuer geben "" Die Rädels-- kinlogiert hatte. 60 Reservisten schwer verwundet auf der Straße, ^i ** S an i t ü t s ko lo u n c. An dem kürzlich beendeten führer der Exzesse wurden »««astn-Philadelphia verhaftete Jr- Kursus der Gießener freiwilligen Sanitätstoloune haben Ce ta ffli” jiwltat Tr. Haber körn am Freitag der versammelten bk °Ru s Fen u n e hr enha ft verfahren hätten, Schutzmaunschaft einen lehrreichen Vortrag über das af«di?ri^ea^sschiffe im Hafen von Port Arthur zer- halten bei vorkommenden Verletzungen uud die Auweu- störteu Die Gesamtzahl der in Port Arthur tiorgcTunbeucu <)urtg Von Rotverbänden. iapanMien Gefangenen beläuft sich nur auf 76 Mann Ma »» „Hassia". Dos Präsidium der „Hassia hat durch lü hierüber in Japan bestürzt, well man entnimmt, daß Die Ji u \ l en Hunderte vchn Japanern, die nach den Kami'fm m den ruftifchen Linien zurückblicben, um kommen ließen. Runen und Chinesen versuchten in Port Arthur zu^plündern, wurien aber vou den Japanern daran gehindert. Die rtpsischen ^fftznre geben ihr Eigentum an die Japaner zur Aufbewahrung hurüch 9C W-; n 14 ^au Marschall Oha m a verständigte die Re- gierung do^ er sofort nach Erhalt von 60000 Manu Ver- sttärkunaeu die Offensive ergreifen und die Ruffeu aus der Mandschurei zu vertreiben suchen werde. . Turin, 14. Jan. J»t Pl,ivoea jr ur.zte wahrend bev Gottesdienstes der Kirchturm ein uud durmichlug den Plafond ber Kirche. Tas l.erabMrz-eude Mauerwerk tötete drei Personen auf der Stelle, während vier tödlich und viele andere leickster verletzt wurden. Paris, 14. Jan. Der radikale Deputierte Bnisson erklärte, er habe von zuverlässiger Seite erfahren, daß der I Ahnifterpräsident Eombes 5um Rücktritt entschlösse 11 Hei. Die dissidenden Radikalen behaupten, daß dies eine I^alle sei, die Combes den Republikanern lege. Die oppositionelle Presie bezeichnet den Sturz des Kabinets Combes recht 18.50—00.00, La Plata Zlniversttäts-Machrichten 3. Qual. 214.00 236.50 142.25 236.40 208.37 der hiesigen Hochschule fordert. Ferner soN eilte Mn g ave an Den Reichskanzler wegen Verbotes des Ingenienrt itels für Abiturienten eines Technikums gerichtet werden. — In Jena ist am 14. Januar Professor Ern st Abbe, der Begründer der Karl Zeißssiftnng. im 65. Lebensjahr ge - st o r b en. Mit Abbe verliert Deutschland- einen bedeutenden Gelehrten und einen warmherzigen Sozialpvlitiker, einen wahren Freund des arbeitenden Volkes. Abbes Leben und Wirken ist mit Jena eng verknüpft; im Alter von 23 Jahren ließ sich der zu Eisenach 1840 geboreire PrivatdoKent der Physik dort nieder, 1878 wurde er Direktor der dortigen Sternwarte, 1891 ließ er sich 'von seinen Lehramtspflichten entbinden, um sich ganz der Zeiß-Stiftung zu widmen. Bereits 1866 war Abbe mit der optischen Werkstätte von Karl Zeiß in Verbindung getreten, 1875 wurde er Mitinhaber; nach Karl Zeiß' Tode übernahm er in Gemeinschaft mit dessen Sohn Roderich die Leitung und stellte nach dessen Austritt das Unternehmen in den Besitz der von ihm 1889 begründeten Karl Zeiß-Stiftung. Dieses Institut war eins der ersten in Deutschland, das auf dem Grundsätze der Gewinnbeteiligung der Arbeiter errichtet wurde. Ferner richtete Abbe als erster Arbeiterausschüsse ein, die als gleichberechtigte Faktoren in der Verwaltung mitwirken; er führte eine Arbeitsordnung im Einvernehmen mit den Arbeitern und den achtstündigen Arbeitstag ein. Die Zeiß-Stiftung beschäftigt 30 Beamte und 500 Arbeiter und fertigt jährlich für mehr als li/2 Millionen Mark optische Instrumente. Als wissenschaftlicher und technischer Leiter der Werkstätten hat Abbe Hervorragendes geschaffen. Bei den Versuchen zur Herstellung neuer optischer Gläser, mit denen man praktisch ausführen wollte, was theoretisch in der Optik als noch erreichbar angesehen werden mußte, wurden neue Glassorten gefunden, die in der Tat dies erreichen ließen. Für die Herstellung von Mikrm'koplinsen, astronomischen Linsen und photographischen Objekten wies Abbe ganz neue Wege; er konstruierte eine Reihe wichtiger neuer astronomffcher Apparate. 62 Mk., 2. Qual. 56—58 Mk.; Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 59-61 Mk., 3. Qual. 49—51 Mk, 4. Qual. 39—41 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 81—83 Pfg., Lebendgewicht 72—76 Pf., fc. Frankfurt a. M., 16. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gießen. ui o r-.xrxj.-cn-*: -----— *4— Fruchtmarktpreise. Oe st. Kredit .... —.— Deutsche Bank . ♦ . 236.80 Darmstädter Bank . . 142.00 Bochumer Guß . . . 236.50 Harpener Bergbau . . 208.30 Tendenz: Schwächer. Markte. allen Gebien Wochenrealisierungen vorgenommen wurden, fest, besonders wieder für elektrische Sachen, Privat-Diskont 25/e Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Mark 14.50—14.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.25, Franken- selber Mk. 18,25—18,50, Hafer Mk. 14.50—15.00, Mais Mk. 12.50—00.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25. 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—23.25,1. Qualität Mk. 19.50—20.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.25, Roggenkleie Mk. 11.50—00.00,. Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 16. Jan. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 586 Ochsen, 235 aus Oestreich, 65 Bullen, 3 aus Oestreich, 873 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 264 Kälber, 414 Schafe und Hämmel, 1636 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht • Ochsen 1. Qualität 70—74Mk., 2. Qual. 65—08 Mk., 3. Qual. 58—60Mk.; Bullen l.Qual. 60 bis Dcrtmicbtes- * Ein Eisenbahnunfall. Am Samstag abend gegen 11 Uhr stieß bei der Einfahrt in den Gütrrbahnhof Koblenz-Mosel der von Karthaus kommende Güterzug Nr. 6489 mit einer aus einer Lokomotive und einem Packwagen bestehenden Abteilung zusainmen; der Packwagen war mit einem Schaffner und vier Bremsern beseht. Der Schaffner wurde getötet, ein Bremser lebensgefährlich, zwei andere leichter verletzt. Die Ursache ist unterbliebene telegraphische Verständigung; der Betrieb ist nicht gestört. aus Der japanischen Schicksals trag obre „Fatum" sehen. Wegen einer Geisha kommt es zwischen einetn Marineoffizier und einem reichen Kaufmann zu einem' Kampf, bei welchem der Offizier getötet wird. Insbesondere die Kampf-Szene und die Hcnwkari-Szene waren Mei st er stricke natur alistischer Darstellun gskunst. ** Die Eisbahn war aut gestrigen Sonntag von morgens bis abends überaus gut besucht. Wenn das Frostwetter anhält, soll nächsten Mittwoche nachmittag auf der Bahn die Regimentskapelle konzertieren. ** Der Lokomotivbeamtenverein Gießen feierte am Samstag sein 9. Stiftungsfest in der Turnhalle. Die Beteiligung war eine recht rege, sodaß der Saal vis auf den letzten Platz besetzt war. Nachdem ein passender Prolog gesprochen und vom Bereinsvorsitzenden eine die Gestaltung des Vereins betreffende Ansprache gehalten worden war, wickelte sich das Programm ordnungsmäßig ab. Unter den vielfachen Abwechslungen, welche dieses brachte, sind besonders hervorzuheben zwei heitere Duette und ein von einem Vereinsmitgliede vorgetragenes Eouplet. Der einaktige Schwank „Tie, Denkmalsenthüllung" wurde in vollendeter Weise dargestellt. Außerordentlichen Beifall fand die Serie lebender Bilder „Iw bunten Rock". Nach der Beendigung des Programms folgte der übliche Tanz, welcher die Festversammlung bis in die frühen Morgenstunden zusammenhielt. Am Sonntag Nachmittag versammelten sich die Festteilnehmer in überaus großer Zahl im Lokale des Herrn Kruse in Heuchelheim, wo wiederum ein Vereinsmitglied durch gesanglichie Vorträge zur allgemeinen Unterhaltung beitrug. Kleine M i 11 e ; 1 u n n e n aus Hessen und den Nachbarstaaten. Am 13. d§. Mts. erhängte sich zu Köddingen bei Ulrichstein der 44 jährige Landwirt Heinrich Göbel II. an der Tennleiter seiner Scheuer, nachdem er vorher die Türen fest verriegelt hatte. Sein Schwiegervater schnitt ihn noch lebend ab: er starb aber noch am Abend. Ueber das Motiv des Selbstmords ist nichts bekannt ge- worden. —In Offenbach entstand am Freitag nachmittag gegen 5 Uhr im Dachstock des Hauses Kleiner Biergrund 17 Feuer. Bei Ankunft der Feuerwehr stand der ganze Dachstuhl bereits in hellen Flammen. Bei dem Winde waren die Nachbargebäude stark gefährdet, doch gelang es, den Brand auf den Dachstuhl des Gebäudes zu beschränken. Kerichtslaal. Dresden, 15. Jan. Ter frühere angesehene Fabrikbesitzer Hermann aus Chenmitz wurde von der Strafkammer wegen Diebstahls und Zechbetrugs zu einem Jahre und acht Monaten Zuchthaus verurteilt. Leipzig, 15. Jan. Das Reichsgericht hat die Revision oes Geheimen Kommerzienrats Viktor Hahn-Dresden verworfen, der am 13. September v. I. vom Landgericht Dresden wegen Unterschlagung und Vergehens gegen das Depotgesetz zu vier Jahren Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe verurteilt worden war. Kol mar, 13. Jan. .Der 50jährige frühere Schreiner Gaijean, ein alter Zuchthäusler, der 24 Jahre seines Lebens hinter Schloß und Riegel zugebracht hat, erschien eines Tages, kurz nachdem er aus dem Gefängnis entlassen war, bei einem Bürgermeister der hiesigen Gegend in guter Kleidung und gab sich als Geheimrat v. Herbach vom Landgericht in Kolm ar aus; von einem Mitgefangenen hatte er im Gefängnis gehört, daß bei dem Bürgermeister verschiedene Sachbeschädigungen verübt worden seien und diese Sache beutete er jetzt aus. Er gab an, vom Ersten Staatsanwalt in Kolmar geschickt zu sein, um in jener Sachbeschädigungsgeschichte Nachforschungen anzustellen. Der Bürgermeister fühlte sich ob des Besuches sehr geehrt, der Geheimrat wurde zum Essen gebeten und übernachtete in der Gaststube des Bürgermeisters. Am anderen Morgen nahm der Gast eine Ortsbesichtigung am Ort der Tat vor und begab sich dann weiter, wie er sagte, zum Kreisdirektor nach Gebweiler. Einige Stunden später, während der Bürgermeister auf dem Feld war, erschien der Gauner wieder bei der Frau Bürgermeister in großer Aufregung, erzählte, er ver- missesein Portemonnaie, vielleickfl habe er es im Zimmer liegen lassen, es seien. 300 Mark darin. Man suchte, natürlich ohne Erfolg. Jetzt bat der „Geheimrat", man möge ihm dann doch wenigstens 300 Franks leihen und die arglose Frau gab ihm auch das Geld, mit dem er verschwand. Später klärte sich dann der Schwindel auf und man faßte den Angeklagten in Frankreich, wo er mit dem Geld sich einige gute Tage gemacht hatte. Das Gericht verurteilte den „Geheimrat" zu drei Jahren Gefängnis. Auz."> Amtliche Notierungen der heutigen F Weizen Mk. 18.50—00.00, Kurhessischer Mk. 18 Mk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.60, Roggen (hiesiger) Arbeiterbewegung. Venedig, 14. Jan. Ein Hafenarbeiter streik nimmt ernste Dimensionen an. Es ist zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, welche von der blanken Waffe Gebrauch machte. Da die Streikenden ansingen, Gewalttätigkeiten zu. begehen, wurden die wichtigsten Punkte der Stadt militärisch besetzt. Kandel und DerKelir. Molkswirrschast. Kohle narbeiteraus st and und die Börse. Wenn auch am Samstag eine etwas schäriere Abschwächung auf dem Kohlenaktienmarkt eintrat, so stand dieselbe doch in keinem Verhältnis zu der fast unzweifelhaft in Aussicht stehenden Arbeitseinstellung in den Rhein-Ruhrgebieten. Es haben z. B. verloren: Concordia 1 Proz., Eschweiler l^/« Proz., Gelsenkirchener 1V< Proz., Harpener 1,30 Proz., Hörder */? Proz., Massener Bergbau 1,10 Proz., Mühlheimer Bergwerke 2,10 Proz., Rheinische Bergbaugesellschaft 1 Proz.; hingegen sind Schalter Gruben von 532 bis 535 gestiegen. Die Börse beharrt eben bei ihrer Meinung, daß ein Ausstand im Winter schon an sich nicht von langer Tauer sein kann, bann, weil auch die Arbeiterführer selbst nicht mit der nötigen Begeisterung dabei sind. Und weiter bleibt man auch noch immer dabei bestehen, daß durch das Feiern die großen Kohlenvorräte eine Verringerung erfahren und daß jedenfalls für das Kohlensyndikat sich ein Nutzen ergeben wird. Anders dürfte aber unseres Erachtens die Lage werden, wenn die gegenwärtige Kalte auch 8 bis 10 Tage anhält. Berliner Börse vom 14. Januar 1905. (Mibreteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Wider Erwarten war die Tendenz der heutigen Börse nicht so fest, wie an den vorhergehenden Tagen, und zwar wurde der Rückgang durch die weiteren Ausdehnungen des Kohlenarbeiterstreiks herbeigesührt, von dem vor allen Dingen Kohlenaktien und von Eisenwerten Bochumer und die übrigen rheinisch-westfälischen Werte betroffen wurden. In Bankaktien war das Geschäft nur ein sehr geringes, und die Kurse ziemlich gut behauptet. Oesterreich ische Werte waren auf Wiener Änregung hin besser; Amerikaner folgten der Steigerung an der gestrigen New--Porter Börse. Für fremde Renten herrschte weiter gute Tendenz, besonders waren heute türkische Werte und Spanier auf Pariser Käufe hin wesentlich beffer, und auch Russen erfuhren eine leichte Steigerung. Gegen Börsenschluß trat der Hamburger Platz wieder als Käufer für Schiffahrts-Aktien auf, welche um ca. 1 Proz. gewinnen konnten. Der Kaffa-Jndustriemarkt war, trotzdem au' Marburg, 14. Jan. Der hiesige Privatdozent und charakterisierte Professor Dr. Karl Wenck wurde zum ordentlichen Honorarprofessor in der philosophischen Fakultät ernannt. Heidelberg, 14. Jan. Der große Senat unserer Nni- versität wählte heute den Chemiker Geh. Rat Theodor Curt ins sunt Prorektor für das Studienjahr 1905/06. Braunschweig, 13. Jan. Eine Student env er-» fammlnng beschloß eine Eingabe katarrhen. Außerdem wird der (behalt der Milch an Nährstoffen durch den Zusatz von Kufeke's Kindermehl nicht unmefentließ erhöht) ----------------------------------21-----i Haarausfall Herba-Seife. Roßdorf, 28. Juli 1902.^ \ Ich teile Ihnen höflichst mit, daß ich Oberweyers Herba-Seife! bei einem Haarausfall mit vorzüglichem Erfolge angewandt habe> und faim dieselbe bei Haarausfall nur sehr empiehlein Achtilngsvoll PH. Prinz I., Schu^rchermstr. Z. h. L a. Apoth, Drog. u. Parf. p. St. 50 Pfg. u. 1 Mk. ' ssl’/n Obermeher & Co. G. m. b. H. Hanau. } in zwangloser Reihenfolge D16/1 heft 3: Neue Steuerreformen in Staat und Gememde. Jm Verlage von Emil Roth in Gießen ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, franko nach auswärts gegen Einsendung des Betrages (heft 1: Das Problem der ländlichen Grundentfchuldung' und die ©raanifation des Realkredits. 3 Ba. 0.60 Danksaqunq. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahine während des lanaen Leidens und bei der Beerdigung unfered unvergeßlichen Gasten, Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen Herrn Karl Trechsler sagen innigsten Dank 321 Die tiefirauerndeir Hiuierblicbcnen. Gießen, den 16. Januar 1905. TtinfißfllUtfl. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer geliebten Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Fra» Katharive Nuporrt Wivr., flfü. M sowie für die trostreichen Worte beß Herrn Pfarrer Glück sagen ihren tiefgefühltesten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Friedberg, den 15. Jainrar 1905.________ Brennholz - Versteigerung der Oräfkichen Hbersöisterei Arnsknrg. Mittwoch den 25. Januar, nach Znsaminenkunst wt* mittags 10 Uhr im Kloster, werden auk den Distrikten Hardt, Hain, Mnckenwäldchen und Seif versteigert: Scheiter Rm.: 317 Buche, 16 Eiche, \ Prügel Rm.: 318 „ 124 , 18 Nadel- u. Akrchholz, Stöcke Rm.: 96 „ 113 , 8 , Astrciser Rm.' ^95 w 243 „ 18 , Stammreiscr Rm.: 395 Buche, 405 Eiche. W SAUGGASMOTORE! Billigste Kg-aft! ca. •/« bis 1*/, Pfennige pro Pferdekraft und Stande. Motorenfabrik Oberursel E „?ei —___ Frankfurt a. M. noch da; $ wifilifbififfl' kn önjutrrffni «Utrn.Rfm» c tekrgiW.V , tofcri».. x ’ff. «ii ?. „ him -u, ......"j; ne r iffir 1 gaSunM:- in’1” fceLe bO 6 ,h,; i(i( 41 »fit jN^ n rtÄt e|3.': .yt . ^knC'.st aen 6fi<. pMä58 M'vtet ist - ■"• ^eilkn^ ?Cr N Unfl3?’ b fall. §ethn*:' Asches lvefche >:?Rn ::: ilk'llk i/L '■; bis',. >nb£’aii*» fe & kr Hh SS s^^'- ■ .'o.S. bft S hö 7™,,,. M dir Sfontircmmfl bfli noAften L jrtn hffjntfrt’- firäSNnt *'3 W' 7 x Hvravf tnrv Tas vavs (f=' hitnairt • Jbfl. Subl« lullubnmflti M' Zrnmaim ptftfr Sebrloira, brr 64 önrrfi. 2^« c" bas, M 8raf ? Iwr. Jt ter d»o Mrn ShnuH frn Mr babfi. beft ftxmn so btLWT bann. Siefcb tofil nt inSqrim .Renbrnzbotrn' < bann lönntt man hm dfbt f9 ßht Mit Üi .M > Mribipiw. Id (int MtfripWriS frit fpüttr ist ff V Mit. Shm 6 3 nun fifijjt ft * HerrSnrfoy - 6m a wirt, > »- fand im b i ’• — Wir bieten diese Woche als besonders billig zum Kauf an: 80 cm breites hv1. Hochfein parfüinirt. 4) Wagner. 292 die Expedition d. Bl. 1 1 Gäste sind willkommen. v16/1 Delmtmsmlek- und UchdwngkM I _ Gust. Belitz, Butatijler -! V16/1 Der Borstand. 5 Zimmer 2) 3) Beide Qrialitäten sind und besonders preiswert. Marktplatz 9—10. Ist die beste fiirden Teint SHitkZS Pfg. Mvrzen (Iienstng Abenö) Mrelrsppr. Pulvermühie. 0260 Mahagoni-Salon mit Umbau, eichenes Speisezimmer, kompl. Schlafzimmer mit Ankleiüeschrank aus Ahornholz, Herrenzimmer in Eichen, Kücheueiurtchtnug. Die Zusammenkunft ist auf dem Wartweg in der Nähe der Schäferschneise. Reiskirchen, 13. Januar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. 5 Kiefer-Stämme von 2,03 Fm. 439 Fichten-Stämme von 13—34 Ctm. Durchmesser und 10—20 Mtr. Länge = 167,76 Fm. 193 Fichten Derbstangen von 10—12 Ctm. Durchmesserund 10—20 Mtr. Länge ----- 24,51 Fm. Mim Logis Sonnenstr. 6. Zwei allere Leute suchen ein kleines Logis, am liebsten Grünbergerstraße oder in dessen Nähe. Näheres Weserstrabe 13. 251 als änderst solide Fabrikate bekannt a14/1 Gebrüder Imhenser Firma: August Montanas Nachfolger, Tüchtige Waschfrau gesucht. 820 Bahnhofstraße 59. vekanntmachung. Auf Antrag der Erben der am 8. Dezember 1904 zu Gießen gestorbenen Iohännette Herbert geb. Bierau wird die Nachlaßverwaltung bezüglich des Nachlasses derselben ange. ordnet. Zum Nachlaßoerwalter wird der Kaufmann J.Löber- mann in Gießen bestellt. Gießen, den 9. Ian. 1905. Großherzogliches Amtsgericht. B’% Wirtschaft und Ärri ir gutgehend, in einer sehr Verkehrs- L reichen Stadt Hessen-Nassaus zu verkaufen. Offerten unter 217 an Lehrmädchen aus achtbarer Familie gesucht. Robert Haas Nachf., Seltersweg 16. 0268 Noch nie dageweseuer NWhMms! Nachstehende Einrichtung blieb mir durch Wiederauflösung einer Verlobung stehen und soll zu bedeutend herabgesetzten Preisen wegen Raummangel sofort verkauft werden. Möbl. Zimmer au vermieten. 040 Bletchstratze 81, 111. Geübte Weiljiiüilttiii n^T Kunden an Ederstratze 14, 11L 0169 Besichtigung ohne Kaufzwang gerne gestaltet. Ferner verkaufe ich eine Anzahl Korridor-Toiletten in verschiedenenAussührungen, Größen und Holzarten von Mk. 21.50 ab. PeterKronenberg Gießen Kaplansgasse 18 Teleph. 399 Möbelfabrik' n. AllsSattaugsgeschaft. Eigene Polster- und Schreiner-Werkstätten. Liefertmg durch eigenes Fuhrwerk franko. Stcirchratze 65. liegen. ' Ltciustrntze 65. Itifijnio M ins Auch ckschlngentzen Arbeiten. PronwtL Bedieurmg Gediegene Ausführung. Civlle Preise Auf Wunsch Original-sktzzen und Kostenanschläae Holzversteigerung. Donnerstag den IS. d» Mts., von S Uhr beginnend, soll im Reiskirchener Gemeindewald, Distrikt Walbersberg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) 72 Eichen-Stämme von 13—34 Ctm. Durchmesser und 8—12 Mtr. Länge = 28,88 Fm. toM ti'ss 14 Vz 1 uNutzgeflügelzucht. Ausführl. belehr. Katalog gratis. Geflügelpark t. Auerbach, Hess. hv"/1’ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Allendorf F'schmartt 20, ’ 0256 '^u erbalHTT^Ä °Uf 0U^V SQci V des Eich- u. gr. StemwegL hiesiges «nf , nullc sur em 'st noch der Älansardenstöch aesuch ^^geschäst äu SÖ& ff® «NHL «Ma Plockstraße IS. I fofort gefud)t ^7 11 ^riftovhersen, GoechestrapeLil Ei» Fräulein, welches in der Küche besonders erfahren ist, zu^ Stütze der Hausfrau baldigst nach Darmstadt gesucht. Dienstboten rverden gehalt. Off, unter 0208 an die Exp. d. Bl. sin reinliches IienslMchen welches kochen kann, gesucht. Zu erfragen unter Nr. 252 in der Exped. b. Bl. j 2 Zimmer O271| Kl. Familienlog. 2 Zunm., Ztabm., Küche, Kell. u. Boderrr. p. I sofort zu vernl. Aloltkestraße 20. Schöne 2-Zunneerwohnullg zu venniet. Grünbergerstr. 50. [oaM || Verschiedene Öll | Große Wohnung, 9—10 Zunmer im 2. Stockwerk, eoent. wettere 5 Zimmer im 3. Stock, pr. 1. Juli zu vermieten. Wilh. Rudolph, SelterSw. 91. Per sofort zu vermieten: Llebigstr. 31 5 Zunmer imb Bab Franksurterstraße 127 3 Zunmer 224 und Küche Hillebrandstr. 8 4-Zimmerrvohn., Per 1. April zu vermieten: Llebigstr. 29 4-Zunnleriv. „ 31 3-4- w u. Bad M 33 o- „ u. Bad. Näheres Frankfurterstr. 02, II. 4—5-ZlNlmerivohu. lororl bill. zu oei’imetem Alarktplatz 18. s!92 Wohnullg imb möbl. Zllttnrer zu venn. Wallthorstr. 13. P" Zunnrer mit Kabliret (unnröbl.) zu veriniet. llleustadt 75. 0257 | Möbl. Zimmer | Frdl. möbl. Zunm. m ruylgeul Hallse per 1. Februar zu vermiet. 314_Franksurterstraße 03, p. 2 einfach möblierte Zimmer sofort zu vermieten- 0264 ____________Marktstraße 11. Zwei inemanderg. jchöli möbl. solv. ein emz. möbl. Zimmer zu vermiet. Aloltkestraße 20. 0272 Schönes Zimmer zum schlafen Grünbergerfiraße 48, part. kOL28 0202] Schön möbl., gr., ireundl. Schreibmaschinen- üßterricni 226 erteilt Damen u. Herren zu jeder Tageszeit G. E. Seng, Alicestr.28- Änstttignngschrisll.Arlieitkn aller Art, -Hand- und Maschinenschrift, Bervielfältiguugen prompt unb öistret. 227] G. E. Seng, Alicestr. 88. Die Contentianer, die am gestrigen Frühschoppen zusammen waren, werden behuis einer wichtigen Besprechung gebeten, heute Abend daselbst nochmals zu erscheinen. 317 OOOOOOOQQ Das junge, ungefähr mit mir gleichaltrige Mädchen, das in Itiefeltreiem Kleide den letzten Clubball am vergangenen Samstag besuchte, und dem ich mich leider nicht vorstellen lassen konnte, da uns Quartanern immer noch das Tanzen im Clubsaal verboten ist, wird höfl. gebeten, behufs näherer Bekanntschaft ihre Adresse gelangen zu lassen an Karlcheu Mtebnik, Quartaner. Ein Portemouuaie m. Inhalt und 1 paar Herrn-Gtacehaud» schuhe b. dem Winters. d.Schützen- oereins in der Garber, gef. worb. Abzuh. Schottstr. 11, Guldau.s°"« Nachstehendes Holz in den Waldungen der Gemeinde Nonneuroth soll in engerer Submission vergeben werden: 1. 120 Stück Fichten-Stämme von 17 bis 24 Mtr. Länge und 18 bis 39 Ctm. Durchmesser, 2. 20 bi§ 30 Fstm. Kiefern-Bauholz von 6 bis 13 Mtr. Länge und 15 bis 26 Ctm. Durchmesser, 3. 25 Fstm. Kiefern-Grrtbenholz. Offerten sind bis zum 21. Januar 1905 mit der Aus- schrist ,Holzsubmission" an Großh. Bürgermeisterei Nonnen- roth einzureichen. Nähere Auskunft erteilt Forslwart Jacob. Nonnenroth, den 14. Januar 1905. 215 Jacob, Bürgermeister. 1. ea. 120 Rmtr. Weißbucheuholz, gesund, grade gewachsen, astfrei und nicht stockig, in Lärrgen von 1,00 Meter und m Stärken von 18 Ctm. Durchmesser aufwärts, zu Bickelstielen zc. geeignet, 2. ca. 2000 Stück Fichteu-Derbstaugeu von 2,70 Mtr. Länge am unteren Ende 45 Millimeter Durchmesser und am oberen Ende 30 Millimeter Durchmesser, gesund und grade gewachsen gegen Kaffe zu kaufen gesucht. Älngebote mit Aufschrift bis Montag bO. Januar ö. I. an unterfertigte Stelle erbeten. Die Preise frei Waggon Bahnhof Butzbach ober frei Anstalt. Butzbach, den 14. Januar 1905. Di«;i 5 Großh. Direktion der Zelleustrafaustalt. ‘ erkaufsstellen durch Plakate Zimmer, cd. 2 Zimmer, sofort zu _______erkenntlich,________b14/, permietcn. Ebel!lraße 28, II. www.1.1, —■ ■■ । 2 O1ö9| Schon mobl. Zimmer I zu Perm. Seltersweg 57, III. Lauffrau oder -Mädchen sofort gesucht. 0262 Licherstraße 21, pari. Für kl. kmberl. Haushalt eine lnlhtiüchlinshältttingksniht, bie alle häuslichen Arbeiten verrichtet. Angenehme banembe Stellung. FrauRobertJmheuser Aiarktplatz 10.________________310 SmMWe Wii auf sofort ober später bei hohem Gehalt gesucht. Schloß Sicken- dorf b. Lauterbach, Hessen, sv"'/4' Bessere Laufiran auf bauembe Stellurig gesucht von 1,9—V,12. Alonallich 12 Mart 313 Ludwigstraße 1, 111. SiinstrtS snnbms MVchcn ivelches etwas Hattsarbeit versteht, tagsüber gesucht. 319 Kanzleiberg 7, II. I 7 Zimmer | BahnhoHta*. 42 ist der III. Stock (7 Zi «mer, Mübenutzung be§ Gartstis re. für 1. April anberweit zu ver- mieten. Rechtsanwalt Raab. [18 förHjt 7 ist Beletage mit 7 Zimment, Bad und allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen per April zu vermieten. 188 Näheres Frankfurterstratze 29. 6 Zimmer 20 Mif iagl. können Personen ü AU. ied. Standes verdien. Nebenerwerb d. Schreibart)., Häusl. Tätigkeit, Vertretung re. Näheres Erwerbszentrale in München 23. _______ss6/1_________ Sichere Existenz «^»iUchtigeu Wagner in einer ^^sstadt mit lebhafter Jn° i2ltr^Cc^ ^usragen unter Rr. 185 befördert die Expeditione JugendfriSElie Ä V l l.. :.: Guthiiiaiin’s VOSViVOS Lterschiedenec» M i et ge suche 3n nevmirtcii (Offene Strllni