Nr. 241 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Freitag 13. Oktober 1805 •tretet tS-NH mit Ausnahme bei Sonntag». V AÄ . . . - . . . Rotationsdruck unb Verlag der Vrühllch« -------- UntoerfUfitflbmderd. 3L Sange, ®Ufc«. Dte w«t8tnet ZamlNenblStter- werben bem K fa ÄZ RZ K 8 ftZ W J gl & § flZ ß | iAZ E ------ ,Nnzetger viermal wöchentlich beigelegt. Der B Kj W] irk Q E.’äkH» ^vvLl El ä, ® H VV ®L. Redaktion Expedition u. Druckerei: SchulNr.A. ^effilchl taebelrt* erjchetnt monatlich eimnal. v V ti ▼ V ▼ M v V Lei. Nr. 6L Xdegi^ßlbx. t SUi^ctflR Girheo. Seneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen. Die AevKfchrist her yeffischen Aegierung zur Hemtindesteuerreform. n Daß, so führt die Denkschrift nach dem „M. I." Weiter m3, die Oberbürgermeister und die im Gclverbeverein vertretenen Handwerker bei ihren erwähnten Aeußerungen ausschließlich städtische Verhältnisse im Auge gehabt haben ollen, Wie in dem Nusschußbericht vermutet 'wird, ist aus bereit Berichten nicht -u entnehmen; im Gegenteil wird tn beiden Berichten ganz allgemein von der ^Grundsteuer gesprochen und es ist überdies eine bekannte Tatsache, daß ivf den Generalversammlungen des Landesgewerbevereins, *)er damals in einer kleinen oberhessischen Stadt tagte, die kleinen Gewerbetreibenden vom Lande regelmäßig stark vertreten sind. — Wenn sodann in dem Nusschußbericht der Meinung SnSdruck gegeben wird, trotz der Autonomie der preußischen Gemeinden habe nicht eine einzige, rein ländliche Gemeinde ton ihrer Befugnis Gebrauch gemacht, die Besteuerung >eS Grund und Badens und der Oekonomiegebäude nach bem gemeinen Wert oder aber auch gar die Besteuerung je3 landwirtschaftlichen Betriebsbcrpitals in Vorschlag zu bringen, so darf dazu auf die erwähnte Uebersicht verwiesen rerden, nach der auch Landgemeinden in Preußen die Beteuerung nach dem gemeinen Wert eingeführt haben; daß vabei Oekonomiegebäude freigelassen worden seien, läßt sich bei der Kürze der Zeit nicht feststellen; daß das Betriebskapital in diesen Gemeinden nicht zur Grundsteuer zugezogen ist, ist wohl selbstverständlich, da Vieh und Inventar nicht unbewegliche Güter darstellen und ja auch in Hessen nicht zur Grundsteuer, sondern wie dies ihrer Natur ent- Ipricht, zur Gewerbe (Betrieb s-)steuer Zugezogen werden 'ollen. Die landwirtschaftlichen Oekonomiegebäude sind übrigens von der Grundsteuer außer in Hessen zurzeit nur noch in Preußen steuerftei, während sie in Bayern, Württem- jerg und Baden besteuert werden. — Zur Gewerbesteuer bemängelt der Ausschußbericht Wächst allgemein, daß sie eine völlig ungleichmäßige rmd ingerechte Belastung der verschiedenen Gattungen der Ge- verbebetriebe herbeifiihren würde- insbesondere die Beteuerung der Schulden der Gewerbetreibenden sei eine un- mnchmbare Maßregel. Nun ist es allerdings richtig, daß fie Gewerbesteuer nach dem Entwurf eine nach dem Ertrag rngleiche Belastung der verschiedenen Gattungen der Ge- vecbebetriebe bringt; sie soll dies aber gerade nach der Wicht der Negierung und der zweften Kammer und es -oll diese Besteuerung ungleich auch insofern sein, als die finzelnen Gewerbe nicht in ein Schema und einen diesem kchema entsprechenden Tarif eingepreßt, sondern indivi- blalisiert behandelt und besteuert werden sollen. Eine un- aerechte Belastung kann die Besteuerung, wie sie sich nach dem Entwurf ergibt, indes doch nur unter der Voraussetzung genannt werden, oaß man an die Gewerbesteuer m den Gemeinden die Anforderung stellt, sie müsse nach dem Ertrag bemessen werden. Daß diese Anforderung mit Recht on die Gemeindegewerü^steuer nicht erhoben werden kann, ist bereits erörtert worden. Schtver verständlich ist es, wenn im Ausschußbericht behauptet wird, die Gewerbesteuer verzichte auf jede Individualisierung. Es xsibt wohl keine schärfere Individualisierung, als wenn ein Gesetz wie der Entwurf bestimmt, die Besteuerung jedes einzelnen Betriebes sei ohne muzwängung in ein Klassensystem ober der gl. nach dessen ies anderen Verhältnissen zu bemessen, und wenn es über- )ies noch in Bestimmungen, wie denen der Artikel 11 und ' 15 die Möglichkeit gibt, für besondere Fälle steuerliche Maß- icchmen zu treffen'. „Tas; in der Mehrzahl der Fälle nach dem System des Entwurfs der reine Handel vor der Industrie in ungerechtfertigter Weise bevorzugt werde, wie in dem Ausschußbericht gesagt ist, ntöchte zunächst noch zu beweisen sein. Daß die Handelskammern der stark industriellen Städte Offenbach, Mainz und Gießen dem System des Entwurfs vorbehaltlos zugestimmt haben, spricht gerade nicht für die Richtigkeit dieser Darstellung. Daß aber eine Entlastung des Kleingewerbes nötig ist und durch bett Entwurf eintritt, Wirb auch in dem Bericht nicht bestritten. Eine Entlastung, wie sie ber Bericht vorschlägt, nämlich die Freigabe aller Gewerbebetriebe mit Betriebskapital bis zu 3000 Mk. und bis $n Einkommen von 1200 Mk. aber geht entschieden zu weit, Denn man bedenkt, daß dann in den Landgemeinden fast die sämtlichen Gewerbetreibenden steuerfrei blieben und die «anze Steuerlast somit auf den Landwirt, Arbeiter usw. ielen, alles Personen, die in kleinen Gemeinden doch auch rum mehr, vielfach sogar noch weniger als 1200 Mk. Ein- onimen besitzen. Was aber die Berufung auf die badische Gesetzgebung tiit insbesondere die dortige Gewerbesteuer anlangt, so bat man dabei nicht den Torso des bis jetzt in der Steuer- ufonn Erreichten gemeint, sondern das badische Gewerbe- sieuergesetz vom Jahre 1885/86. das nunmehr zwei Jahrzehnte in Kraft ist. Ist der ganzen badischen Reform- lttmegung hat wohl niemand daran gedacht, für die Gewerbe- bcfteuerung eine Ertragssteuer anstatt der zurzeit bestehen- beui B e t r i e b § k a p i t a l st e u e r vorzuschlagen, sodaß trotz des Steckenbleibens der Steuerreform die Lluffassung, daß silü auch bei uns eine Gewerbebetriebskapitalsteuer bewähren Imrb, durch den Hinweis auf d.ffes" badische Gewerbesteuer- Gesetz gestützt werden kann. ...Wäre das preußische Gewerbesteuergesetz für ßemieindesieuerzwecke so vorzüglich, wie es nach da und dort gemachten Ausführungen den Anschein haben könnte, dann iwne es unverständlich, wenn die preußische Regierung tk-ei! Gemeinden Anregung gäbe, sich nicht an dieses „vor- z^liche" Gewerbesteuergesetz zu halten, sondern bessere Eevrerbesteuern auf dem Wege der Autonomie (Selbstverwaltung) zu suchen." Die Denkschrift zitiert dann jiLuzu aus einer der hessffchen Regierung vom preußischen Fnsauzministerium geworbenen Auskunft: . Hätte zurzeit der Vorbereitung jenes Gesetzes die demnächsnge lieber- Weisung der Steuer an die Gemeinden bereits festgestanden, so wurden nicht unwlchrscheinlicherweise in mehrfacher Beziehung, insbesondere auch hinsichtlich derstärkerenBe- rücksichtigung des Anlagekapitals den Bedürfnissen ber Gemeindebesteuerung mehr entsprechende Grundsätze aufgestellt worden sein . . „Nach der lleberzeugung der Mehrheit des berichtenden Ausschusses kann, wie der Ausschußbericht sagt, die Reform der Gewerbesteuer nur in der Richtung einer verbesserten Ertragsbesteuerung, die der wirklichen .Leistungsfähigkeit nachgeht, gebucht werden. Nun kann allerdings, wenn man der in Theorie und Praxis mit wenigen Ausnahmen nur von ganz links stehenden Parteien und Politikern vertretenen Auffassung ist, daß auch die Gemeindegewerbesteuer ebenso wie die Staatssteuer lediglich nach dem Maße der Leiftunosfühigkeit bemessen werden soll, über die Unangemessenheit des in dem Entwurf vor- geschlagenen Gewerbesteuersystems kein Zweifel fein. Teilt man aber die Auf fass ung Miguels und Küchle r s, daß die Gemeinderealsteuern nach dem Grundsatz von Leistung und Gegenleistung aufgebaut werden müssen, dann ist die Besteuerung nach dem Er- trag zu verwerfen." _ Nolitische Tagesschau. Die Gewerkschaften und der sozialdemokratische Parteitag. Sollte sich die sozialdemokratische Partei mit der Hoffnung geschmeichelt Traben, daß die „freien" Gewerkschaften das Ergebnis des Jenaer Parteitages mit lebhafter Zustimmung begrüßt würden, so würde sie durch die Ge- werkschaftspresse darüber belehrt werden, auf wie schwachen Füßen jene Hoffnung steht. Denn selbst eine Zustellung gewerkschaftlicher Preßstimmen im „Vorwärts" beweist, daß nur der „T a b a f a r b e i t e r", die „Ameise" (Organ der Porzellanarbeiter), der „Proletarier (Organ des Verbandes der Fabrikhilfsarbeiter usw.) und der „Dtein- arbeiter" mit den Parteftagsbeschlüssen über Maifeier und Massenstreik zufrieden ftnd. Farblos-unbestimmt äußert sich die „Metcutarbeiterztg. , die „Holzarbeiterztg.", die „Fachztg. für Schneider und der „Vereinsanzeiger" (Organ der Maler). Unzufrieden mit den Partet- tagsbeschlüssen sind die „Einigkeit (Organ der lokalorganisierten Gewerkschafter), den „Töpfer'" und die „Sattlerztg." Unter diesen Umständen weiß der „Borw." über die Haltung der Gewerkschaftspresse nur zu sagen, daß die Diskussion sich in sachlichen Grenzen halte und das Bestreben verrate, die Sozialdemokratie zu fördern. Bezeichnenderweise gewinnt das sozialdemokratische Zentralorgan den Abdruck dessen, was ber „Korrespondent für Deutsch lan ds Buch drucke r zum Parteitage gesagt hat, nicht über sich. Warum - Weil die Kritik des Buchdruckerorgans keine Kritik mehr fei, sondern ein ,Her- unterreißen"! Im Munde oes ,/Vorwärts", dessen Kritik feit je zu 99 Proz. im skrupellosen Herunterreißen besteht, nimmt sich diese Empfindlichkeit drollig genug aus. Das Komischste ist aber habet, daß der „Vorwärts" schließlich von der Kritik des Vuchdruckerorganh schreibt: „Da läßt sich nicht mehr zitieren, man kann mich nicht polemisieren, sondern man hängt eine solche Kritik nichtiger." Bisher hat man unter „Niedriger hängen" die W i e d e r- gabe der Auslassung verstanden, welche niedriger gehängt werden sollte. Kann sich der „Vorwärts" trotz seiner Absicht, die Kritik des Buchdruckerblattes niedriger zu hängen, zur Wiedergabe jener Kritik nicht auffchwingen, so verrät er, wie schwer oie Sozialdemokratie tn ber Kritik des Buch- druckerorgans getroffen wird.____________________________ Russische Reuigkeiten. Ter mit Vorsicht zu genießende Berichterstatter des Londoner „Standard" meldet: Der russische Botschafter in London, Gras Benckendorss, werde demnächst nach Petersburg reisen. In Petersburg werden die Einzelheiten der vorgeschilagenen Verständigung zwischen England imd Rußland mit den maßgebenden russischen Persönlichkeiten besprochen. Der Gedanken- Austausch zwischen London und Petersburg über eine englisch- russische Annäherung sing bereits an, als der englische Botschafter in Petersburg, .Hardinge, dem Grafen Lambsdorff eine Abschrift des neuen Abkommens zwischen England und Japan übergab. Damals begrüßte Graf Lambsdorff die engl. Avancen mit herzlicher Freundschaft und der Gedanke einer Annäherung gefiel dem Zaren ebensogut. Später änderte der Zar seine Haltung infolge von Vorstellungen, welche die deutsche Regierung in Petersburg machte. Doch ist diese Phase der Angelegenheit wieder vorbei. Jetzt ist die russische Regierung mehr als je geneigt, eine Annäherung mit England herbeizuführen. Jrrfolge Jndwoention des Direktors des Polytechnikums in Riga wurden die wegen Beteiligung an den Bauern-Unruhen dort internierten Studenten in Freiheit gefetzt. — In St. Mathae versuchten Revolutionäre einen verhafteten Genossen gewaltsam zu befreien. Es kam hierbei zu heftigen Sttaßenkämpfeu, in deren Verlauf eine Anzahl Personen getötet und viele verwundet wurden. In der Stadt Tiflis herrscht eine gedruckte Stimmung. In den Kosarcnkasernen ehsrscht infolge der letzten gegen die Kosaken verübten Bombenanschläge Panik. Deutsch-Oftafrika. Berlin, 12. Oktober. lW. B.) Der älteste Offizier der in Ostafrika versammelten Seestreitkräfte, Fre- gatten-KaPitän Glatzel, meldet aus Dar-es-Sa- l a a m vom 10. d. M.: Am 6. Oktober hat der „Seeadler" das Thetisbetachement, Leutnant zur See KÄHier und 20 Mann, in Kissi dju gegenüber der Insel Kwale zum Schutze der zeitweise zerstörten Telegraphenleitungen ausgeschifft. Der „Bussard" bat das S-üdoetachement ausgetauscht tmb in Sansibar seine Kohlen ergänzt: er wird heute abend nach Kondutschi und Bueni geben, weil dort Unruhen find. Der Gesundheitszustand ist durchweg gut Vom Grafen Götzen liegen seit dem bereits veröffentlichten Telegramm vom 5. Oktober weitere Meldungen nicht vor. Deutscbes Heädh Glücksburg, 12. Okt. Der Kaiser und Prinz Adalbert unternahmen heute vormittag eine Fahtt auf dem Turbinendampfer „Kaiser" der Hamburg-Amerika-Linie. Der Kaiser äußerte sich über den Verlauf der Fahrt außerordentlich zufrieden. Heute nachmittag begaben sich ber Kaiser und die Kaiserin ■_________ 1 ■ ' J . 1 ■.■■■ nach dem Schloß Glücksburg, wo sie aus Tlnlaß des Geburtstages des Herzogs Friedrich Ferdinand den Tee einnahmen. Der Kaiser gedenkt sich morgen an Bord der .Hohenzollern" nach Kiel zu begeben. Berlin, 12. Okt. Aus Anlaß deS Verlobung des Prinzen Eitel Friedrich mit der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg gingen bei der hiesigen oldenburgischen Gesandtschaft zahlreiche Glückwünsche ein. AlS erster gratulierte der Staatssekretär des auswärtigen Amtes, Freih. v. Nichthofen. Wie auS Oldenburg mitgeteilt wird, verlautet dort, daß die Vermählung deS Paares nicht vor demFrüh- jahr des nächsten Jahres stattsinden wird. — Der Handelsminister Möller stellte sein Portefeuille dem Kaiser zur Verfügung. Eine Entscheidung des Kaisers ist noch nicht erfolgt. Als Nachfolger nennt die Nai.-Ztg. den Oberpräsidenten von Westpreußen, Delbrück. — Geh. Oberregierungsrat Wendel st ad t, Vortragender Nat im Ministerium für Handel und Gewerbe, ist gestorben. Breslau, 12. Okt. Der ProvinzialauSschuß schloß als Vorstand der schlesischen lau dw irtschaftl. Berufsgenossenschaft für deren neu errichtete Haftpflichtversicherungsanstalt vorbehaltlich der Genehmigung der Genossenschaftsversammlung einen Nückversicherungsver- trag über daS gemeinsame Tragen einzelner Risiken mit ebensolchen Anstalten in Ostpreußen und Hessen-Nassau ab. Ka11owitz, 12. Okt. Nach der amtlichen Zusammenstellung erhielten bei der heutigen Reichstagsersatzwahl Korfanty (rad. Pole) 23 208, Kapitza (Zentrum) 8100, Boltz (lib.) 7682 und Moraivski (Soz.) 4780 Stimmen. Korfanty ist somit gewählt. (Bekanntlich war die Wahl KorfantyS vom Reichstag für ungültig erklärt worden. Korfanty, der 1903 nur 11 670 Stimmen erhielt, hat diesmal beinahe so viele Stimmen, als er 1903 bei der Stichwahl von Polen und Sozialdemokraten zusalnmen erhielt, während die für das Zentrum abgegebenen Stimmen von 19 992 auf 8100 Stimmen gesunken sind. DaSZentrum hat also in diesem Wahlkreis auSgespielt; es hat ihm nichts genutzt, daß eS einen Polen, den Pfarrer Kapitza, als Kandidaten aufstellte.) Koburg, 12. Okt. Herzog Karl Eduard stiftete auS Anlaß seiner Vermählung eine Reihe von Zuwendungen für Wohlfahrtsstiftungen beider Herzogtümer. Die Gesamthöhe der Zuwendungen wird auf 100 000 Mk. angegeben. Friedrichshafen, 12. Okt. Der Gouverneur von Südwestafrika, von Lindequist, traf heute auS Baden- Baden, wo er den Reichskanzler besucht hatte, hier ein und wurde vom König in Audienz empfangen. Von hier begibt sich der Gouverneur nach Neapel, um sich von dort nach Südwestafrika einzuschiffen. München, 12. Okt. (Abgeordneten-Kammer.) Dr. Müller-Meiningen tadelt das Ministerium, daß eS anstatt selbst ein Wahlrecht mit der Proportionswahl vorzu- fchlagen, dem Zentrum die Jnittative tiberlaffen habe. Auch eine Reform des ReichSrateS (1. Kammer) fei notwendig; die Städte, der Handel und die Industrie müßten vertreten fein. Die Liberalen müßten unbedingt an der geforderten absoluten Mehrheit an Stelle der relativen festhalten. Redner schließt mit einem warmen Apell, daß noch ein Kompromiß zustande kommen möge, dem auch der Reichsrat beistimmen könnte, v. Vollmar (Soz.) verteidigt das Wahlbündnis mit bem Zentrum. Ministererklärungen bewiesen, daß die Regierung bei der Wahlkreiseinteilung nicht objektiv vorgegangen sei. Um so dringender sei die gesetzliche Festlegung der Wahlkreiseinteilung. Das bayrische Volk erwarte baldigste Schaffung eines neuen Wahlgesetzes und dann sofortige Neuwahlen. — Nachdem bereits am 28. September die Wahl zweier Reichsräte im Gemeindekollegium wegen Fernbleibens der Mitglieder der Zentrumspartei ergebnislos verlaufen ist, blieb auch die heutige Wahl wiederum erfolglos, da der größte Teil der Zentrumsmitglieder fehlte und deshalb die notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erreicht wurde. Nach lebhafter Debatte beschloß die liberale Mehrheit, die fehlenden Mitglieder in eine Strafe von 30 Mark zu nehmen. Ausland. Christiania, 12. Okt. Die Eröffnung deS Storthings fand heute mittag statt. Staatsminister Michelsen verlas eine Eröffnungsrede, in der eS heißt: Das Storthing wird in erster Linie seine Aufmerksamkeit auf die Arbeit zur Errichtung und Konsolidierung des neuen Norwegens zu lenken haben. So werden die Repräsentanten der Nation nun das Unabhängigkeitswerk zu vollziehen haben, indem sie die Beschlüsse faffen, welche dasselbe voraussetzt und notwendig macht. Norwegen wird jetzt offiziell in die Reihe der absolut unabhängigen Staaten eintreten und seine diplomatische und konsularische Vertretung zu ordnen haben. In Uebcreinftimmung hiermit wird dem Storthing ein Gesetzentwurf zur endgiltigen Regelung deS Konsularwesens vorgelegt werden. — Von neuen Gesetzentwürfen, welche dem Storthing vorgelegt werden sollen, werden genannt ein Steuergesetz, ein Handelsgesetz und ein Gesetz betreffend eine neue Heeresorganisation. Mailand, 12. Okt. Alle Tagesblätter beschäftigen sich mit der zunehmenden Unordnung auf den Staat,s- b ahn en, die verschärft wird durch den schweren Konflikt zwischen dem Generaldirektor der Staatsbahnen, Bianchi, und dem Ministerium. Mehrere große Fabriken Mailands telegraphierten an den Minister, daß sie morgen ihre Betriebe schließen müßten, drei Glasfabriken, daß sie die Oefen auSblafen müßten, falls nicht sofort die in Genua lagernde Kohle eintrifft. Belgrad, 12. Oft. Der Leiter beS hiesigen revo- luti onären serbisch-mazedonischen Komitees, Oberleut- ein Frühstück gab. Rvßkands „obere" Zehntausend. 35926 (nach Mainz) Mainz), ein Gewinn 2000 Mk. aus o n aus 23310 45371 66223 87750 von je 21255 42559 65139 85049 28492 46273 66430 89351 Der Berliner Elektrizitätskarnpf zeitigte nm Donnerstag eine Anzahl Konferenzen. Es handelte! sich um Aussprachen über die in den heutigen entscheidenden Versammlungen zu Evfehleuden Beschlüsse. Der Wunsch vieler Arbeiter und auch einiger Arbeitgeber der großen Eisen-Industrie gebt dahin. ein Abkommen zu treffen, das ein dauerndes gutes Verlstiltnis garantiert, um Streik und Aussperrung nach Mgölichkeit zu verhüten. Der Fri ed en § s ch l u ß wird wahrscheinlich Ende der Woche perfekt werden. Wenn die heutigen Versammlungen das Ulti- matum der Unternehmer annehmen, dann wird die Arbeit am j Montag in allen Betrieben wieder aufgcnommen werden, lieber den Inhalt der Vereiubarimgen, die die C^tunblctgc des Friedens bilden, soll noch Stillschweigen bewahrt werden, doch verlautet, dast sich die Arbeitgeber damit einverstanden erklärt haben, den beiden streikenden Gruppen der Schraubendreher und Lagerarbeiter, die den Anstost zur Aussperrung gaben, soweit als möglich entgegen zu kommen. Die Stimmung der Arbeite rkrei sc ist nach vereinzelten Darstellungen scheinbar nicht g ü nstig. Dennoch ist zu hoffen, dast es der Organisation gelingt, die. Arbeiter zur Aufnahme der Arbeit zu bewegen. Am Donnerstag haben noch die Elektrotechniker, die bei dem Neubau der Komischen Oper an der Weidcndammcr Brücke beschäftigt sind, die Arbeit niedergelegt. Die Veran- lassung hierzu soll eine Massnahme der Bauleitung gegeben mben. die a '< schwedische Elektrotechniker cinstellte. Kunst unk» Wissenschaft — Das Berliner Theater wurde am 2wnnerstag unter der neuen Direktion von Ferdinand Bonn mit einem fünfaktigen dramatischen Gedicht „Andalosia" eröffnet, das angeblich ecnen Schweizer Lehrer, Florian Endli, zum Verfasser haben soll. Dnestr angebliche Lehrer hat in seinem angeblichen Gedccht das Volks- buch von Fortunas „Dünsckchütlein und Wundersäckel grausam mißhandelt. Unfreiwillige Shmiii allein vermochte scmc Grausamkeit zu mildern. Das Stück nmrde unter Zischen und Klatschen ausgclacht. Die Aufführung war belanglos. Frkf—Ztg.^n ^Zwischenspiel", der dreiaktigen Kvmödie von Arthur Schnitzler, wurden bei der gestrigen Urpreprerncere im Wiener Hof-Burgtheater der beiden ersten Akte freundlich ausgenommen, der Schlußakt demonstrativ abg el e hn t. Die ,,Komödie", die mehr tragische als komische Motive enthalt, wckl dartun, daß sog. Zwischenspiele bei aufrichtigen und vornehmen Menschen die Ehe zerstören müssen. Da hier der Ehemann der schuldige Teil ist, demonstrierte das Publikum durch Zischen zur Aussöhnung und Erhaltung der Familie Aber nicht an der der Mehrheit unwillkommenen Tendenz scheitert das Stück, sondern an der Blutleere der Gestalten und Weitschweifigkeit des Dialogs, der weder ganz realistisch noch besonders fein pointiert ist 'prff. 3tg.)______________________________,- Gesicht und vändeii. — Vioel) toeneiimtgung outen Aas me mspon- amt bleibt die auf dem Feldberg wahrend der Sommermona e stationierte P o st a g e n t u r in diesem Jahre zum erften Male r.-cilv enb des aan-'eu Wuiters de sieben. — eÄK6 Stadl und Land. Gießen, 13. Oktober 1905. • • Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den HilsSdiener bei dem Amtsgericht Mainz Johann Heinrich Karl Hünergarth, mit Wirkung vom 1. November 1905, zum Kreisdiener bei dem KreiSamt Büdingen ernannt. — Ernannt wurde der GerichtSvollziehcr-Asvirant und Vize- feldivebel im Infanterie-Regiment Nr. 118 Eduard Frohme zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Beerfelden. * * Empfangen wurde am 11. Oktober von I. Kgl. Hoheit der Großherzogin die Prinzessin zu Solms- Bro iin fels. • * Oeffentliche Anerkennung einer edlen Tat. Se.Kgl.Hoh. der Großherzog haben dem 12jährigen Karl * Jiu-jitsu gegen Boxen. Man berrchtet au§ Paris: Um zu erproben, ob Jiu-jrtsu oder das franzosllche Boxen, das auch Fußtritte erlaubt, wirksamer ist, wird zwischen einem Manne, der sich Pö Nre nennt, und dem Ebampion G. Dubois in wenigen Tagen privatim em Duett mit Sekundanten ausgefochten werden, -tie Kampfregeln klingen sehr beunruhigend; jede Angrrsismethode soll erlaubt sein mit Ausnahme von „Beißen und Misquetschen der Augen des Gegners". Ter Ring wird 37 ^naoratfutz messen. Der Schiedsrichter wird von den vier Sekundanten gewählt. Nagelschuhe sind verboten, sonst ist aber sede Freiheit inbczug auf Kleidung erlaubt. Rs Nis, der Im- iitfu-Ehampion, ist ein geborener Franzose, der m London gelebt hat und dort von dem japanischen Boxer die schwere Kunst lernte, außerdem aber von dem französischen Boxer Francois le Vordelais ausgebildet wurde. Dubois ist em berufsmäßiger französischer Faustkämpfer und Schlager, der alle den Boxern und „2lpachen" bekannte Stoße gebrauchen will. Zu diesen gewöhnlich verbotenen Tricks, die man aber gegen Jiu-jitsu für erlaubt hält, gehört Stoßen Mit dem Kopf, Beinstellen oder .Handgriffe, Ringen und Stoße nach allen Teilen des Körpers. Seine Taktik wird sein, sich so weit als möglich aus Re Niös Bereich zu halten, ihn aber mit Stößen zu traktieren; denn wenn er emmal ge- vackt ist, würde er wahrscheinlich durch das lebensgefährliche Jiu-jitsu überwältigt werden. Die Sekundanten und der Schiedsrichter werden dein Kampfe Einhalt gebieten, wenn er „brutal" wird. Wie das aber vermieden werden soll, läßt sich bei den gestellten Bedingungen nicht recht ersehen. * In der A r t i l l e r i e - K a s e r n e zu A l l e n st e i n (Ostpr.) sind 9 Soldaten km Tvphus erkrankt. Die peuche ist wahrscheinlich aus dem Manöver eingeschleppt worden — In Ser- bien wütet ein heftiger S ch n e e st u r m Einzelne Landesteile sind verschneit. Die Verbindung ist vielfach unterbrochen. Dis dem Gebirge kommen Rudel von Wölfen in die Ortschaften. 3fn Ra tiborowitz an der galizisch-russischen Grenze soll der Gutsbesitzer Matejko, ein Sohn des polnischen Malers gleichen Na. mens, auf den Prinzen Ludwig Windischgratz fünf Revolverschüsse abgegeben haben, weck dieser über sein, des Matejko, Feld geritten sei. Der Prinz blieb unverletzt nur seine Mütze wurde von einer Kugel durchbohrt. Zwischen Brandenburg (Altstadt) und Brielow am Uebergang des Fohrderweges wurde eine mit 5 Personen > besetzte Droschke des Geschirrführers Schlüter von einem Zuge der Kreisbahn überfahren. Schlü'ter wurde getötet, die übrigen Insassen »vurden schwer verletzt; auch ein Pferd wurde getötet. — Zn Mannheim vmide wegen bedeutender Unterschlagungen der Kassierer des Maler- und Tünchereiverbandes verhaftet — In Uffenheim (Franken) wurde die 70infolge Pri^tiero Stolz im Bett ermordet und beraubt. Der Täter ist unbekannt. — In der vergangenen Nacht zeigte der Ve uv wieder lebhafte Tätigkeit. Es sanden zahlreiche und heftige Eruptionen statt Die Erschütterung war in den umliegenden Ortschaften zu verspüren. Ein starker Lavastrom ergießt sich m der Richtung der Zahnradbahn. Von Neapel aus bietet der Vesuv erneu ick^lndcn 9frbtief Gilbert zu Dortelweil, in Anerkennung der von ihm am 3. Juli l. Js. mit Mut und Entschlossenheit unter eigener Lebensgefahr vollzogenen Rettung des Georg Fnhc daselbst vom Tode des Ertrinkens, die Rettungsmedaille verliehen. Ordenssache. Se. Maj. der König vsn Preußen hat dem kgl. Stallmeister Haellmigk zu Potsdam die Erlaubnis zur Anlegung des diesem verliehenen Ritterkreuzes 1. Klaffe de§ Verdienstordens Philipps des Großmu.igen 50 Jahre alt und hat grauen Vollbart. "Diebstähle. In der letzten Zeit wurde von der Baustelle der chirurgischen Kliniks bauten ein kupferner Keffel, 15 Meter Bleirohr und sonstiges Eisenzeug gestohlen. — Gestern abend wurde einem Arbeiter das Fahrrad, das er im Flur einer Wirtschaft untergestellt hatte, gestohlen. Das Rad fand sich später im Chaussee- graben an der Straße nach Wieseck wieder vor, es fehlte aber die Werkzeugtasche mit Inhalt. "Ein bekannter Rowdy belästigte gestern abend die Passanten auf dem Seltersweg. Als er im Begriffe war, eine Dame auf die unverschämteste Weise zu beleidigen, j erfolgte seine Verhaftung, bei der er sich ebenfalls äußerst rabiat benahm. Man wird ihm nun Zeit laffen, hinter Schloß und Riegel über diese 9(ffäre nachzudenken. " Auch eine Verwandtschaft. Bei einer Schöffen- gerichtssitzunq in einem Odenwälder Amtsgerichtsstädtchen wurde ein Bauer aus einem GebirgSdörschen als Zeuge vernommen. Auf die übliche Frage des Vorsitzenden, ob er mit dem Angeschuldigten verwandt oder verschwägert sei, erklärte der Landmann: „Ei freilich! Deß wisse jo alle Leit, daß ich mit dem seiner erschte Fraa, wie er noch lerrich (ledig) war, c paar Woche Bekanntschaft gehakt hob!" Bad-Nau heim, 12. Okt. Die Badehäuser ITT und V, sowie das Inhalatorium sind vom 15. Oktober ob geschlossen. Die Bäderabgabe erfolgt bis Ende dieses Monats nur noch in den Badehäusern VI und VII. (B.-N. Ztg.) Aus Rheinhessen, 11. Okt. Kaum ist die Zeit des Weinkeltcrns herangekommcn, als man auch scbon wieder von Unglücksfällen durch giftige Kellergase berichten muß. In Nierstein wären ihnen gestern um ein Sbaar drei Menschenleben zum Opfer gefallen. Der Schuhwarenhändler Georg .Heil I. war in seinen Keller gestiegen, wo er neuen Wein lagern batte. Ms er nicht wiederkam, forschte seine Fr tu nach ihm, blieb aber ebenfalls verschwunden. Nichts Gutes ahnend, eilte ihnen der Winzer Anton 8?amp nach, aber auch er kam nicht wieder. Jetzt drang ein" Anzahl Leute unter sorgfältiger Beachtung der Vorsichtsmaßregeln in den Keller, und ihnen gelang es, die drei von den giftigen Gasen Betäubten herauszuschaffen. Sofort angestellte Wiederbelebungsversuche hatten glücklicherweise nach einiger Zeit Erfolg. (Rh. Sour.) ** Kleine Mitteilungen aus Äesse n und den Nachbarstaaten. In Billertshausen schüttete sich da« sechsjährige Kmd des Lehrers einen Tops kochenden Zwelschenhomq Iüber den Kops und erlitt schwere Brandwunden an Kopf, «ant GjordjekovicS, wurde infolge einer Vorstellung des hiesigen türkischen Gesandten aus der Armee entlassen Er soll, wie es heißt, bei dem Attentat m Nildiz Palast seine Hand im Sprele gehabt haben. Er Zird nun ein Blatt herausgeben, das für die Autonomie ”*«!...<«•• •>— Herard Noel ist mit seinem Stabe und tausend Mann heute morgen hier angekommen und von der Bevölkerung begeistert begrüßt worden. Die Stadt ist beflaggt wie nach großen Siegen; es ist allgemeiner Feiertag. Die Minister und die Admiralität empfingen die englffchen Gaste am Bahnhofe. Der Admiral fuhr in einer kaiserlichen Equipage nach dem Hibcha-Park, wo der Bürgermeister von Tokio Handel und Verkehr. Volkswirtschaft Die Äessen-Nassauische Gruppe des Vereins deutscher Eisengießereien beschloß für sämtliche Fabrikate eine Preiserhöhung cintreten zu lassen. Die einzelnen Werkt treten sofort zu Verhandlungen zusammen, um die Aufschlag« festzulegen.. Die Abteilung für Bauguß, Maschinenguß und Guf für Chemische Fabriken beschloß einen Aufscfoag von 1 Mack pro 100 Kilogramm. Aure in der Berliner Börse. Ob nun Kuxe aud an der Berliner Börse zum Handel und zur Notierung gebracht werden sollen, darin ist in einer am letzten Dienstag statt« gelnbten Versammlung des Börsenvorstandcs beraten, aber kein definitiver Beschluß gefaßt worden. Man will so ungefähr einen Kompromiß schließen, indem man die Entscheidung der Zv ** Zur Landtagswahl. Im Wahlkreis Vilbel, deffen seitheriger Abgeordneter Ullmann (natl. u. -3. t>. ~.) wieder kandidiert, ist, n. d. B.-Nauh. Anz., von den Soztal- demokraten Hch. Bus old zu Friedberg auwMkt worben ** Erledigt ist eine mit einem evangeluchen Zehrer zu besetzende 2 e h r e r st e l l e an der Gemeindeschule zu Y a m m, Str. Worms, sowie die Stelle eines £a not ft euerem täten baut en bei dem Gtoßh. Hauptsteueramt Mainz. isiußiunu? „uutrt e-v.....r..... , " Hessisch-Thüringische Staatslo tene In Vor hmem ist vor dem Kriegsgericht in Petersburg em bcr heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel cm Gewmu Oberst de/ Leibgarde-Kürassier-Regiments der Kaiserin- ^n 40 000 Mk. auf Nr. 95037 (nach Darmstadt, em Ge- Witwe zu mehreren Monaten Arrest auf der Haupt- ^nn von 20 000 Mk. auf Nr. 17602 (nach^Jlenburg), Gemache und Nebenstrafen verurteilt worden, weil er einen roinne von je 10 000 Mk. auf Nr. Soldaten mit der Faust in dasGesicht geschlagen 54390 (nach Altenburg) 79399 (nach batte Der Mann war am selben Tage gestorben. Vor ^on 5000 Mk. auf Nr. 9627, Gewinne schwerer Strafe rettete den Obersten nur ein ärztliches Gut- Nr. 8631 8936 14763 15584 18731 Een daß das Gehirn des Geschlagenen durch ein inneres 28558 34239 38293 39337 40310 L/iden geschwächt war und die Schläge nicht als unmittel- 50065 51054 55525 60039 61459 bare Todesursache anzusehen seien. Der Vorgang ruft die 77795 78012 81891 84052 84960 Frage wach, ob derartige Mißhandlungen der Mann- 922I6. (Ohne Gewähr.) schäften durch die Vorgesetzten in der russischen »» Die Leiche des Oberlehrers Colltsch Armee häufiger vorkommen, und wenn man den Nach- Frankfurt u. M. soll dem Vernehmen nach tm Heftrichet richten der russischen Blätter Glauben schenkt, muß man sie Walde bei Idstein i. T. aufgefunden worden fern. Wir bejahen. Die Deutsche St. PeterSb. Ztg., die sich von jeder zweifeln indeß auch an dieser Meldung. ES wird uns mel- Sensationsmacherei und Gehässigkeit fernhält, Hut kürzlich die wehr aus Frankfurt gemeldet, daß Herr E., em unverhel- fraurigen Worte schreiben müssen, daß das russ ische foateter Sonderling, der bereits früher ernmal, ohne jemanden Offizierkorps mit rein bureaukratischer Pflichterfüllung davon zu benachrichtigen, nach Italien reiste und damals und mit entsetzlicherRoheit behaftet sei. Das Blatt cmc Zeitlang als verschollen galt, möglicherweise spricht von rohen Prügelszenen, dem üblichen unflätigen Amerika sich zu einer neuen Heimat erkoren hat. Gr Hal Schimpfen, der Versündigung an Verpflegungs- wenigstens Kollegen gegenüber viel von dem Eldorado jenseits und Furagegeldern, von mangelhafter sittlicher des großen Wassers geschwärmt. Daß er freilich eine alte und sozialer Bildung der Limenoffiziere. DaS Bild Mutter, an der er mit zärtlichster Liebe hing und die^nahezu der Zustände, daS sich entrollt, ist schwarz in schwarz ge- tiefsinnig geworden ist durch das Verschwinden ihres Sohnes, malt. So wird es erklärlich, daß ein Roman von A. Kuprin, h0 ganz im Ungewissen gelassen hat, spricht nicht sonderlich dessen von Dr. A. Heß besorgte Uebersetzung unter dem diese Vermutung. Tatsache aber ist, daß er sein Ver- Titel: .DaS Duell" in Stuttgart erschienen ist, in Rußland wögen stets derartig verwaltet hat, daß selbst die ihm Ver- Zustimmung gefunden hat. Der Roman behandelt das Schick- trautesten nicht den geringsten Einblick hierin besaßen, sal eines jungen Infanterie-Leutnants in einer kleinen Nach alledem ist es immerhin nicht ausgeschlossen, daß man Garnison an der preußischen Grenze, der in dem Sumpf, tiger kurz oder lang doch noch von ihm günstige Nachrichten der ihn umgibt, durch die Herzlosigkeit der Frau eines erhält. Kameraden zugrunde geht. Er fällt im Zweikalupf. Man J ** Ter Vorstand des L ah n ?a n a l-V^e r e i n s kann nicht sagen, daß et eine irgendwie sympathische Persön- hielt am Mittwoch nachmittag zu L i m b u r g eine Si tz u n g lichkeit ist, eigemlich besteht er aus schönen Redensarten und ab, in der nach dem W. Anz. beschlossen imcrde, un An- hat feine Spur van Willenskraft, aber die übrigen Offiziere Muß an die Eingabe des Vereens an den p-eM Mimstet sind fast sümtkich nach .ideriichere Menschen St.cklnst weht £ einem aus diesen Schilderungen entgegen, und nirgends steht bic Pläne für die Kanalisierung der Mosel man die Wege zu einer Besserung. und Saar hat entwerfen lassen, jetzt auch die Au s a r b e i t- Der durchschnittliche russische Student besitztsi^^ bc§ Lahn kan al-Pr oj e ktes auf Staats- keine genügende wissenschaftliche V orb i l d u n g, f 0 st en zu übernehmen. Der Großh. h e s si s che n R e g ie r- da die höheren Lehranstalten nicht im entferntesten ihrer?luf- ung sollen die vom Verein beider kgl. preußischen Regiergabe genügen. Um so leichter werden die jugendlichen Geister ung gestellten Anträge m.t der Bitte vorgele^t werden, der Svielball unverstandener philosophischer und sozial- dieselben-bei der preußischen Regierung zu unterstuhem politischer Systeme und Weltbeglückungsgedanken für die der Dktob^r m!rbc" er^G-richts^assor"Tr. Bernhard Katz Russe von Hause au5 überaus empfänglich pt, und suchen für Rechtsanwaltsck'aft bei der Kammer für sie Propaganda unter Arbeitern und Bauern zu machen, ^widelssachen mit dem Sitz zu Offenbach und dem Amts- Diele von ihnen sind Söhne von Geistlichen. gericht Osienbach zugelassen. Mit Recht haben ernste russische Beobachter ihren Lands- ^Betrüger. Ein Unbekannter versucht in der Stadt Leuten vorgehalten daß eine Gesundung nCer 0 . 3U cr()cben. I» einem Falle nur dann emtreten fönne, wenn «Ugemem größere Selbst- e§ $m gestern einen Betrag zu bekommen, obgleich zücht geübt werde, wenn das Volk selbst an sich emc- Re- V CniH 1 niä)t besaß. Er gab an, die Quittung formation an Haupt und Gliedern vornehme Sie erklären {n ben Ochsten Tagen. Der Betrüger ist ca. es für eckles Pharisäertum, daS Beamtentum und das Offizier-1 korps immer wieder als vollkommen verrottet hinzustellen, während alle übrigen Kreise rein und unverdorben seien. Für die friedliche Entwicklung Riißlands ist es von entscheidender Bedeutung, ob diese Stimmen ungehört verhallen ober nachhaltigen Eindruck machen. Die innere Krise läßt sich nicht mit Schlagworten lösen, sondern nur durch ernste, lange Arbeit aller Schichten und Benrfe. Nniversttäts-Hlachrichten. — Der Kaiser und bie katholischen Studenten» kvrporationen. Fürst Karl zu Löwenstein hat auf erneut Kommerse der kathol. Ferienverbindung Moenania eine Ansprache gehalten, in der er über seine Audienz beim Kaiser in Koblenr u. a. folgendes erzählte: „Ich hatte dem Kaiser Wilhelm warm gedankt für ine Beweise des Vertrauens und Wohlwollens und sagte dann, daß wohl mehr als aU dies mich mit Dank erfülle seine klare, energische Stellungnahme zugunsten der konfessionellen Studentenkorporationen. Die Folgen seien von weittragender B'deutung, da die konfessionellen Korporationen den Schutz des Ossanbens und der Sitte für die jungen Leute bildeten; auch sei es Tatsache, daß in diesen Korporationen auf ernstes Studium hingewirkt und den exzessiven Kneipereien cntqegengetreten werde. Während meiner Ansprache gab Seine Majestät wiederholt freundlich« Zeichen der Zustimmung und bejahte die große Wichtigkeit der Erhaltung des Glaubens und der Sittlichkeit bei der studieren« den Jugend." /lrbrUerbcwequnq. Berlin, 12. Okt. Ein Streik der Etui-Arbeiter und -Arbeiterinneil Berlins ist heute morgen ausgebrochen. Die Etui-Tischler erklärten sich mit den Streikenden solidarisch und legten gleichfalls die Arbeit nieber. Bielefeld, 12. Okt. Der Streik, der in der Bielefelder Maschinenfabrik Dürko pp u. E 0. ausbrach, hat sich jetzt vei> schärst, nachdem gestern auch die Anschläger alisständig wurden, weil sie keine Streikarbeit verrichten wollten. Der Verein Bielefelder Fabrikanten beschloß, am 21. Oktober den Betrieb in den Nähmaschinenabteilungen sämtlicher Bielefelder Fabriken zu schließen, wenn die Arbeit nicht bedinglingslos wieder ausgenommen wird. Hierdurch wurden gegen 7 0 0 0 A r b e i t e r a usgesperrt. MM 1 Ms ■ I Bitte Beten 13. 12. 13 2“ 9” 7511 749.9 74'1 I Oktober 53s 190o. «ö« Ifi ZA- rauien- ? inje - Verte n Varburci - ®.n5 ks kostete" Preise-.^ ’ und crorere ^u ss’r* inM eiiig^—■ • böchste Temp Mriatte , Gietzener l Voi-anSsiititliii 14. Oktober 1905: schauer, kühler als Näbei Berlin, »erketern, Au- streikenden El sammlunq rouri Versammlungen matums des2 nähme auf bie i pfefjlen. — In Oft. Aus Kapstadt wird gemeldet: des Oberschles. Eisen-Industrie 140.00 114.80 . 97.80 Berliner Börse, 13. Okt., Anfanß'skurse. Marktplatz 11 am Kriegerdenkmal Telephon 407. 4605 7 r zu 20, 25 und 30 Mk. Hochelegante Dä-WSW für Herren Mk. Der billige Verkauf beginnt heute, den 13. Oktober Carl Frensdorf Ecke Neustadt und Bahnhofstrasse Giessen Ecke Neustadt und Bahnhofstrasse », - '•-■■■ ■-l.-. ■ - ' . 7 Gelsenkirchen Bersrwerk . 244.10 Hamburg- Amerik. Paketf. 169.00 . 173.50 . 150.60 . 242.10 . 104.00 . 167.30 146.00 135.80 275.50 Kiel kommende Güterzug im Bahn- Prellbock. Personen wurden nicht ver- unb vier Wagen sind erheblich be- Harpener Bergwerk Laurahütte . . Nordd i.loyd . . Berliner Handels^es. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-K ommandit. Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . Prince-Henri-Eisenbahn 9,9 6 C. 6.0° „ Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk . • Höchste Temperatur Niedriaste überfuhr der von Hof Flensburg einen letzt. Die Maschine schädigt. London, 13. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen 3°/e Mexikaner . . 4H°/o Chinesen . . Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fester. Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest 3 *7< 3% 3*7- 3% 3*7- 3*7, wurde der sozialistische Antrag auf Unterstützung der streikenden Elektrizitätsarbeiter mit 500 000 Mk. von den Antragstellern zurückgezogen. Hannover, 13. Okt. Nach dem Wasserstraßengesctze soll der Bau deS Rhein-HannoverkanalZ nebst Zubehör nur in Angriff genommen werden, wenn bis zum 1. Juli 1906 von den beteiligten Körperschaften die in dem Gesetze vorgesehenen Interessenten bei träge in rechtsverbindlicher Weise übernommen worden sind. Braunschweig, 13. Okt. Die Regierung lehnte das Ersuchen des Magistrats ab um Beseitigung der Fleischteuerung. Flensburg, 13. Okt. Am 12. Oktober abends 11 Uhr Bitte meine Ausstellung zu beachten. Bitte meine Ausstellung zu beachten. Auf dein Erzkuren markte waren Wildberg nach anfänglich größerer Steigerung zum Schluß der Börse nneder um 75 Mk. nied'i Fester waren Bauten berg. Märkte. [] Marburg, 12. Okt. Bei dem heute abgebaltenen ^chweinemarkte merkte man nichts von einem Fallen der Preise. Es kosteten Saug'erkel 35 bis 40 Mk., Länder 60 bi? 80 Mk. und arößere Mastschweine 140 bis 160 Mk. per Paar je nach Gröhe unb Qualität. Der Handel war recht flott, lremde Händler kauften ans, was sie nur haben konnten. Die Zufuhr belief sich auf rund ln00 Stück. . 255.10 . 140.00 ( Verte waren nicht besonders fest, dagegen war größere ' Nachfrage nach leichteren Werten, wie Großherzogin Sophie, Hattorf und Immenrode. Bedeutende Umsätze wurden ge- ifitigt in Justus I., die ansehnlich stiegen und Adler-Aktien. Beträchtlicher wurden noch umoesctzt Hohenfels, Schiefer- lciute. Earlsglück und Hedwigsburg. Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt. Mülheim a. d. Ruhr, 12. Oktober 1905. Auf dem Kohlenkuxenmarkt war das Geschäft ", lebhafter. Größere Umsätze zu steigenden Preisen wurden getätigt in Er stantin der Große, Deutschland, Haßlinghausen, Gottcssegcn, Altendorf. Ferner gingen nm Her- ! niles. Alte Haase, Blankenburg, Tahlhauser Tiefbau, Pör- lingssiepen und Siebenplancten. Ter Kali kur en markt lag nicht einheitlich. Schwere Meteoroloaisllfie Beobachtungen der Station Gießen. . 220.25 . 268.25 . 133.00 zu SO- 12 und 85 100.70 89.15 100.90 88 90 99.85 Besonders aufmerksam mache ich auf meine Weil n für schlanke wie korpulente Herren. . 174.00 . 150.30 . 242.50 . 185.00 . 192.50 . 167.30 . 212.10 101 35 101.20 96.70 105.55 68.65 68.10 97.00 94.85 90 50 137.60 53.85 90.80 68.50 Konstanz, 12. Okt. Tas Schwurgericht verurteilte den 30 Jahre alten Hausburschen Josef BrückenSl aus Baden-Baden wegen eines Lustmordes, begangen in der Nacht zum 27. Februar an der 17 Jahre alten Fabrikarbeiterin Karoline R i n b o l d au? Horgen, Kanton Zürich, zum Tode und lebenslänglichem Zuchthaus und wegen Mordversuchs a^qen ein Dienstmädchen in Esch- loch zu 5 Jahren Zuchtbau?. Warschau, 13. Okt. Ter beliebte Kanzelredner Pater Gralewski, ein hervorragende? Mitglied der national-demokratischen Partei, ist zu einjähriger Verbannung nach dem Karmeliterktoster Oborh verurteilt worden. — Der Jraelit O r i m wurde wegen Ermordung eine? Kosaken, nachdem er kriegsgerichtlich zum Tode verurteilt worden war. gehänat. Kiszinew (Rnßl.), 13. Oktober. In der verfloffenen Nacht wurde hier der Polizeikommissar AsonSki ermordet. In Nodow wurde ein Bombenattentat gegen einen Offizier versucht. Rejitza (Gouv. Witebsko), 12. Oktober. In dem Reisekoffer einer lithanischen Frau, die aus Kreuzburg stammt und unter dem Verdachte deS Diebstahls verhaftet worden war, wurden 48 Bomben gefunden. Das Ziel ihrer Reise war Dünaburg. Nach einem offiziellen Telegramm aus Upington an die Kap- Regierung haben dieHäuptlingeMorenga und Morris das Jerusalemlager zwischen Warmbad und Schuidrift nach heftigem Kampf erobert. Leutnant Turmand, 5 Mann und ein Farmer wurden getötet, 8 verwundet. Die Hottentotten hatten keine Verluste und eroberten alle Vorräte. Mehrere Deusche, die g e - fangen und entwaffnet wurden, kehrten zu General v. Trotha mit einem Briefe vonMorenga zurück, worin er erklärt, die Hottentotten könnten jetzt die Offensive übernehmen und würden bis aufs äußerste kämpfen. Zwei Ladenbesitzer wurden gefangen genommen und ihre Waren weggenommen. Die Garnison von 15 Mann zu Kliplaats verbrannte, als sie hörte, daß Morenga in der Nähe sei, ihre Vorräte und ging nach Descondesdam zurück. 80 Transvaaler kamen durch Klipam auf bent Wege nach Haasur, um bewaffnet zu werden. Pater To lope n sky wurde verhaftet und mit Handschellen nach Keetmannshop gebracht, weil er mit Morenga nicht unterhandeln wollte. Die Garnison zu UkazS wurde durch 600 Mann und Artillerie verstärkt. London, 13. Okt. „Morning Post" meldet aus Shanghai vom 12. d. M.: Die Kaufleute und Versicherungsgesellschaften sind durch die Verzögerung der Ratifikation des Friedensvertrags beunruhigt. Zahlreiche für Wladiwostok bestimmte Tampfer bleiben hier, wodurch große Verluste entstehen. Tower, 12. Okt. Der neue Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie „Amerika" lief auf seiner ersten Reise nach Amerika heute den hiesigen Hafen an. Eine große Menschenmenge erwartete das Schiff am Pier. Ter Bürgermeister und andere Amtspersonen begaben sich an Bord des Schiffes. Nach IV2 stündigem Aufenthalte fuhr der Dampfer wieder ab, nachdem er 143 Passagiere ausgenommen hatte. Bern, 13. Okt. In Lenk (Berner Oberland) wurden durch starken Schneefall und Sturm zahlreiche elektrische Leitungen zerstört. Wiederholt entstanden Kurzschlüffe. Dazu donnerten Lawinen nieder. In St. Gallen liegt der Schnee anderthalb Meter hoch. Es herrscht zehn Grad Kälte. 23.50 145.50 127.75 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitsreteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 13. Okt., 1.15 Uhr. 4 °6 Oesterr. Goldrente. . 475 °.i Oesterr. Silberrente 4 % Unerar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 4 % Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4*70 russ.Staatsanl. 1905 4*° „ japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 0. Kaminlka ..... Uhren, Gold- und Silberwaren - fanbU3 Jteicnjj mrbe am Donnerstag inte 'amt mit einem fünfattyy. röffnet, ba$ angebtid) eins Erfasser fafett soll. M stichm Gedicht boS Md tb gt* m vermochte seine W- c unter Zischen m lvstuhrung im teW- itt breiastigen M bet geskrigm UrfwWtr rita rfen M- ft-m« istrativ abgelehnt. A omische Motive enthalt, v. anstichtigen und vorneh^ Da bier der Wmam de Publikum durch 'AlM si Aber mäst -m b n; scheitert das StüL " unb WeitschweistM J besonders fein W** ' . ■ • - • '_____________________________• "• nennt, briböfin.' • dgx 11 rverden LZKrr öSs ’ääSÄ , ^eninbonten uri y Einhalt gtbieta °b°r »ermiebeitfeS ** nichts ^?!lensteinVstpi L beuche ist roch, M worden. — In Ser. ®Wtne Landcsteill ^Elfach unterbrochen. K- ^fÄchaften. - l*g?(StcnK soll der M '^.Malers gleichen 1 Windischgrätz füvi en, well dieser über fest er Prinz blieb unverletzt Z.el durchbohrt. - Zmische celow am Uebergang dü Tioncn besetzte Droschd inm Zuge, der Kreisbah -tötet, die übrigen K, in Pferd wurde getötet. - deutender Unterschlagung^ lereiverbandes verhaftet.- die 70 jährige Privatim eraubt. Der Täter iß w. st zeigte der Vesuv M iche und heftige Eruchner. umliegenden Ortschohen ze rgiestt sich in der Rchtzm. bietet der Vesuv einer. für Herren, Burschen und Knaben biete ich jetzt uswahl unter 1000 Piecen in den elegantesten und neuesten Stoffen und Macharten. Hochelegante für Herren Harpener Bergwerk . . 219.75 Lanrahhtte..... 268.70 Lombarden E. B. ... 23.50 Nordd Lloyd.....133.20 Türkenlose......137.00 am 11.—12. Oktober 4- H.-12. 4- W8 ^^^^bkkoMonell^ “gtubium Äw lalsungsstelle der Berliner Börse überläßt. Auch wird noch neben- ■ bei darauf gehofft, daß die Regierung ein entscheidendes Wort spricht. Letzteres geht aber nicht, denn in dieser Sache haben nur die Gerichte das letzte Wort zu sprechen und dies wird erst Vnn geschehen, wenn eine Klane vorlieaf. - gg&S >»--O rSsSs- MM WA Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voransstchtliche Witterung in Hellen für Samstag, den 14. Oktober 1905: Trüb, Regenfälle, auf den Höhen auch Schneeschauer, kühler als heute. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Ärikiinas-Draülmeldunsien. Berlin, 13. Okt. In einer von Organisations- oertretern, Ausschußmitgliedern und Vertrauensleuten der streikenden Elektrizitätsarbeiter abgehaltenen Versammlung wurde beschlossen, den am 13. Oktober tagenden Versammlungen der Streikenden die Annahme des Ultimatums des Verbandes der Metallindustriellen unter Bezugnahme auf die in demselben gemachten Zugeständniffe zu cm- pskhlen. — In der gestrigen Stadtverordnetensitzung Selten günstige Einkaufs-Gelegenheit Paletots lind Capes Wa H :■! MM Oktober 1905. Barometer auf 0° reduziert e 2 x & der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 12. 2“ 751,1 9,7 6,9 76 N. 9 Bed. Himmel 12. 9’6 749,9 7,4 6.9 90 WSW. 2 13. 7-^ 746,1 8,0 7,8 98 SW. 2 Regen 5333 »u*gefnhrt von der Anfang 81/, Uhr. 10 k”*\ri)entlict)c Lauffrau gesucht. V 06829i Ludwiqstr. 22, L em- gesucht. 06854] 06884, schöne 2°ZtmnieriP0hng. sofort zu Perm, Ebelstraße 2. 06905 arbeitet der Firma 06919 Prima gibt feine ckschre, bessere nnb Stellenvermittlung == Seltersweg 56, I. = | verlegt habe. 5838 06907] Jung. Laufmädchcn aes. Landgras Philipp-Platz 7, 1 Tr. v.silbeme 5tnafsmedpiille 4. Äanf Gesuche MDilMjnch Ilerschiedenev Neve ine N ev I: ä u f e. Lllüiißschil. letzte Senöung hochfeine französische Schmidt, Weißbmdermeister. Mbl. ZiMcr mit Ptitzn zu verm. MäuSburg 3. [06911 Leichter Rollwagen für Einspänner zu kaufen gesucht. 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I., borm. 11 Uhr deutlich oergeben werden. _ t Zeichnung, Arbeitsbeschreibung imb Bedingungen liegen während der Tienststunden bei uns aui Zimmer Nr. 1 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bajclbu erhältlich, sind spätestens bis zum porgenannten Zeitpunkt an uns einzurerchen. ^uKblagS- frlst 14 Tage. „ 10/10 Gießen, den 12. Oktober 190o. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. ___________ Ein schön, möbl. Zimm. zu Perm. -—| J.H. Fuhr, Sonnenstr. 2b, lll. 07001] Diödl.Zimm.^art. m. sep. 6mg. zu verm. Kirchenplatz 3. Werlehrlinz u. Feinbäckerei gesucht. [06892 Backer Müller, Bahnhoistr. 63. 07002] Sauberes Laufmädchcn für oormittags zur Aushilfe gegen guten Lohn gesucht. SelterSweg 38. Em jüngeres Lausmödchen wird Stephanstr.38,1. oormittag« für einige Stunden gesucht. [5326 Lauffrau oder Laufmädcheu gesucht. Goethestr. 46, I. [5330 Ein jun). Mädchen and guter Familie wird als Lehrmädchen für ein bess. Schuhgcscl-äft gesucht. Schriftl. Meld, unter 5327 an den Gießener Anzeiger erbeten. , . M E &'*« die« Ar beau^9f' sr-s «Seüimmungen $ $ Lieserllilg m VerBrWHsbtbüchU«. Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Kartoffeln, Hemüie, Eier, Läse und Milch, sowie die Abfuhr des Gespüls für das nuterzetchnetc Bataillon soll für tue Zeit o. 1. Nooember 190o bis 31. Oktober 1906 pergeben werden. Bertragsbedlngungen rc. liegen ans dem Zahlmeistcr-Geschafts- limmer (Zeughauskaserne) zur Einsicht aus. Versiegelte Angebote, ganz oder teilweise, mit der Ausschrm ^Angebot sur ^^/ferung des Bedarfs an Verpslegungsbedürmissen" lind bis 20. Oktober 1905, vormittags 8 Uhr an die Küchenperwallung der Zeughaliskaserne einzu reich en, l^ 'io I. Bataillon Jufauterte-Negimeuts Kaiser Wilhelm Nr. 116. Für jung. Alaun aus gut. Fam. Lehrlingdst. iir hies. Kansnianns- I geschäst gesucht. — Schristl. Angeb. u. 06893 an den Gieß. Anz. erb. Mehrere bess. 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