5>ie veutige Kummer umfaßt 10 Seite«. Aer Krieg. Mbrefle für Depejchem Anzeiger Gießen. Fernwrrchanschluß Nr. kl. atz eine standhafte Fortrussische Reich immer noch Wird der Zar nun Frieden mit Japan schließen, und wird er "en? Wird der äußere Friede den inne# " wertvolle Reformen bringen? Im als Meuchelmord bezeichnete, sei nichts als ein Akt der Notwehr, zu dem das Volk gedrängt wurde, dessen Frauen und Kinder man hinmordete. Abg. Hirschel beklagt ebenfalls, daß man in der hessischen Kammer wieder einmal die Ausländer als Muster hingestellt und die deutschen Studenten dagegen herabgesetzt habe. Dagegen müsse entschieden protestiert werden. Die russischen Juden seien ein ganz anders geartetes Element, und bezüglich der moralischen Eigenschaften erinnere er an das schamlose Treiben in Betreff der Anarchistin Bährson. Abg. Ulrich ist inzwischen sehr in Extase geraten und wendet sich schroff gegen Abg. Hirschel. Die polnische Jüdin ohne Kleider im Bett sei lange nicht so schlimm wie andere Dinge, die hier vorkämen mit nackten Weibern . . . (Der Redner braucht hier Ausdrücke, die wir aus Gründen des Anstandes nicht wiedergeben können. D. Nef.) Auf weitere persönliche Bemerkungen des Redners ruft Abg. Bähr „Quatsch", worauf Ulrich erwidert: Na, wenn wir all den Quatsch, den Sie schon verzapft haben, hier verantworten sollten . . . Präs. HaaS unterbricht den Redner und bezeichnet sein Verhalten als unkollegial und unparlamentarisch. Nach einem kurzen Schlußwort des Ausschußreferenten Abg. Köhler wird die Generaldebatte geschloffen. Bei der Einzelberatung werden die Art. 1 bis 11 des Gesetzentwurfs mit geringen, vom Ausschuß vorgeschlagenen Aenderungen angenommen. Als Art. 11a wird in lieber- einstimmung mit dem Antrag Dr. Buff-Müller oöm Ausschuß beantragt: „Auf Grund eines von einer technischen Privatunterrichtsanstalt ausgestellten Prüfungszeugnisses ist es nicht gestattet, sich als Diplom- oder diplomierter Ingenieur zu bezeichnen oder sich einen ähnlichen Titel beizulegen, durch den der Glaube erweckt wird, der Inhaber desselben sei ein auf einer deutschen technischen Hochschule vorgebildeter oder geprüfter Ingenieur. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 300 Mk. und im Unvermögensfalle mit Haft bestraft." Dieser Artikel, sowie die Restartikel 12 bis 16 gelangten ohne Debatte zur Annahme. Von weiterem Interesse ist nur der Zusatzantrag zu Art. 3 und 13, daß bei Versagung der Genehmigung oder gegen die Verfügung der Aufsichtsbehörde innerhalb vier Wochen die Entscheidung des Staatsministe- riumS angerufen werden kann. Die Vorstellungen des Direktors der Gewerbeakademie und der Bürgermeisterei zu Friedberg, wie der Antrag Buff- Müller wurden für erledigt erklärt. < Schluß der Sitzung i/,2 Uhr. Nächste Sitzung morgen । früh 9 Uhr. Präsident HaaS schwingt die Glocke und erklärt: Abg. Dr. David hat sich in unzulässiger Weise über die Person eines fremden Souveräns geäußert, der zudem unserm hessischen Fürstenhause verwandt ist; ich rufe den Abgeordneten dafür zur Ordnung! (Beifall und Bewegung.) Dbg. v. Brentano wirft dem Abg. Dr. David vor, daß derselbe seine vorbin geäußerten Bemerkungen im Stenogramm völlig korrigiert habe. Seine unkorrigierten Reden würden ein vorzügliches AgiLationsmittel gegen ihn bilden. Unerhört sei die große Schwärmerei Dr. Davids für das Ausländertum, die so weit gehe, daß sie selbst den erbärmlichsten und verwerflichsten Meuchelmord verherrliche. Abg. Dr. David verteidigt unter allgemeiner Unruhe des Hauses seine Ausführungen über Rußland und bemerkt, er verstehe den Meuchelmord im Sinne Cavaignac, der doch ein katholischer Priester war und Heinrich IV. ermordete. Präsident Haag ersucht den Redner wiederholt, zur Sache zu sprechen. Redner bemerkt weiter, was v. Brentano Nr. 138 eil4«tet Ueti» außer SonntagT. Dem Gießener Anzeiger Verden tm Wechsel mit dem Kefstlchen Landwirt die Gießener Familien' Witt« viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h I schen Vniver^Buch-u. Stein» druckest. K. Lang«. Skandinavien Stockholm, 14. Juni. Der König ließ aus Anlaß der vielen ihm zugegangenen Huldigungstelegramme folgendes Schreiben veröffentlichen: „Die Revolution, welche der Staatsrat und daß Storthlna Norwegens gegen den König und da? Brudervolk dadurch gemacht haben, daß sie die beschworenen heiligen Gesetze brachen, fügte meinem Herzen eine tiefe, unheilbare Wunde zu. Unter den Sorgen, welche das gesetzwidrige Auftreten mir bereitet bat, ist es in Wahrheit ein unbeschreiblicher Trost gewesen, die tausendfältigen Beweise der Treue und Liebe zu erhalten, welche mir von nah und fern von Männern und Frauen jeden Alters und aller Gesellschaftsklassen im schwedischen Reich sowohl mündlich, wie schriftlich und telegraphisch zuteil geworden sind. Nehmt hierfür alle und jeder Eure- vwu-j w*. yiuvt, vuim in luiguHvi/mcn, ihn zunächst als eine Erlösung, als eine .< -------- schweren Alp begrüßen wird, obwohl die vielen Opfer an Gut und Blut umsomehr schmerzen, weil sie nutzlos gebracht sind. Indessen, nachdem diele Befriedigung verraucht ist, wird man sich im Volk sicherlich sehr genau alt an die während der Leidenszeit empfangenen Versprechungen eine- freieren Regiments erinnern. Dann kommt der Augenblick, wo ein Zögern, diese Wechsel einzulösen, verhängnisvoll werden könnte. Es gibt Pessimisten, die der Ansicht sind, das Drängen des Volkes nach Frieden habe in der „Kriegspartei" am russischen Hofe die stärkste Mißstimmung hervorgerufen, und diese „KriegS- partei" werde, wenn wirklich jetzt unterlegen, späterhin ihren ganzen Einfluß, einsetzen, um die Reformen hintanzuhalten. Nur auf diese Möglichkeit sei für jetzt hingewiesen, um zu zeigen, wie selbst dann, wenn die FriedenSverhandümgen Erfolg haben, das düstere Schicksalsbuch Rußlands noch keineswegs geschlossen ist. Ein neues Kapitel hebt an — und wer weiß, wies endet! In amtlichen Greifen Washingtons sowie auch Wiens, werden jedenfalls berechtigte Zweifel laut, ob die Antwort Rußlands Japan genügen werde. Das „Neue Wiener 9lbendblatt" schreibt: Die Form, in welcher sich das russische Ministerium des Aeußem in „einer Art amtlichen Communigu6 über die Intervention des Präsidenten Roosevelt äußert, muß die ernstesten Bedenken wach- rufen, ob es im Anschluß an die Bemühungen des Union-Präfix benten. überhaupt zu Friedensverhandlungen kommen wird. Ein bedeutender russischer Staatsmann äußerte sich dahin, die Friedensaktion des Präsidenten Roosevelt werde ein Ende mit Schrecken nehmen. Sobald der Zar erst die japanischen Bedinge ungen kennen gelernt hat, dürfte auf Friedensschluß absolut nicht zu rechnen sein. Inzwischen nehmen die Washingtoner Verhandlungen ihren Fortgang. In Tokio ist der Bericht des japanischen Gesandten in Washington, Takahira, eingegangen, in welchem dieser davon Mitteilung macht, daß die russische Regierung ihren Botschafter. in Paris, Nelidow, zum Bevollmächtigten! für die Einleitung von Friedensverhandlungen ernannt habe und als Zusammenkunftsort für die beiderseitigen Bevollmächtigten Paris in Vorschlag brachte. Die japanische Regierung wird ihre Zustimmung nicht bat zu geben, daß die Bevollmächtigten in Paris zusammentreffen, einerseits weil Paris die Hauptstadt eines mit Rußland verbündeten Reiches Ist, andererseits wegen der großen Entfernung und der damit verbundenen Verzögerung. Man erwartet, daß Japan einen Ort in derNähe desK'riegSschauM Platzes Vorschlägen wird. Der japanische Bevollmächtigt« ist noch nicht bestimmt. In Tokio dauert die Erregung der Bevölkerung über di« Fortführung des Krieges an. Amtlicherseits dagegen bewahrt man vollständige Ruhe. Allgemein wird angenommen, daß die von Japan .vorgeschlagenen Friedensbedingungen sehr maKiolb» seien und die Zustimmung der ganzen Welt finden werden. Nach Londoner (!) Meldungen aus Tokio sollen dortige maßgebende Persönlichkeiten befürchten, daß es in Japan zur Revolution kommen werde, falls der Mikado Rußland günstige Friedensbedingungen zugestehen sollte!! Ein höchst dumm-- englischer Witz. AuS der Mandschurei. Petersburg, 14. Juni. (Petersb. Tel.-Ag.) General Line witsch telegraphiert dem Kaiser unter dem 13. Juni: Am 11. Juni besetzten die Russen nach einem Gefecht die Dörfer Syfongbay, Halbwegs zwischen Symiaochen und Tschanttifu, sowie T sch ilipu urtd Tscha kidz i. Am 11. Juni rückte eine andere Abteilung gegen die Bergwerke bei Tschakhedzi vor. Die Kompagnie Japaner, welche die Bergwerke besetzt hielt, räumten dieselben und zog sich nach Südwesten zurück: sie wurde dann durch ein Bataillon Japaner mit Revolverkanonen verstärkt. Der Feind hat sich an bet Man-- darinenftraße südlich von Minhuagap verschanzt. Unser« Vorposten gingen am 11. Juni von neuem durch den Engpaß vo» Jandililin in der Richtung aus Minhuagay zu vor. Ein neuer englisch-russischer Konflikt? London, 14. Juni. Die Vernichtung des eitgli- chen Dampfers „St. Kilda" durch den russ. Hilfskreuzer „Dniepr" in der Malaccastraße dürfte nach den Anschauungen der Blätter Anlaß zu neuen diplomatischen Differenzen zwischen England und Rußland geben. Eine Llohddepesche aus Singapore meldet: Es verlautet, daß die Ladung des Dampfers hauptsächlich aus Jute, Reis und Baumwolle bestand. Elf Errropäer, darunter der Kapitän, ein chinesischer Komprador, und das Labungsverzeichnis werden an Bord des ..Dnievr" xurÜckaebalten. Hessischer Landtag. R. B. Darmstadt, 14. Jüni. Die zweite Kammer nahm heute vormittag IOV2 Uhr ihre Beratungen wieder auf. Nach Eröffnung der Sitzung durch Präsident Haas überweist das Haus eine Anzahl zur vorläufigen Beratung aus die Tagesordnung gesetzre Vorstellungen, ebenso, einen Antrag Müller inbetrefs der Revision der allgemeinen Bauordnung an die zuständigen Ausschüsse. Ueber die Regierungsvorlage, betr. die Nachweisun- gen über die Einnahmen und Ausgaben an Domanial- und Staatsvermögen und die Verwendung der bewilligten Staatsgelder für die Finanzperiode 1900/01 und die Rechnungen zur Ergänzung des Familieneigentums des Großh. HauseS für 1900/01 liegt ein schriftlicher Bericht des Ausschusses auf Genehmigung der Nachweisungen und Rechnungen vor. Das Haus beschließt demgemäß, genehmigt auch ohne Debatte die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Staatsschuldenverwaltung für 1897/98 1898/99, 1899/1900 und 1900/01. Inbetrefs der Regierungsvorlage über den Text der Gesetze, 1. die Geha lt e d e r V 0 l ks sch ulle hr e r, 2. die Pensionierung der Volksschullehrer, 3. die Witwen- unb, Waisenkasse der Volksschullehrer führt die Begründung aus, daß sich eine geordnete Uebersicht und amtliche Zusammenfassung zu einer Handausgabe notwendig gemacht habe. Das Haus stimmt dem Anträge des Ausschusses auf Genehmigung dieser Vorlage ohne Debatte zu. Dre Regierungsvorlage, betr. den Neubau eines Ghm- nasiumS, einer Turnhalle und Direktorwohnung in Mainz wird ohne Debatte angenommen. Bei Beratung des Gesetzentwurfs, betr. die Errich- tirng und Leitung von technischen Privat- unterrichtSan st alten in Verbindung mit einer Vor-1 stellung der Bürgermeisterei Friedberg und des Direktors der Gewerbeakademie daselbst, sowie eines Antrags Dr. Buff und Müller in gleichem Betreff entspinnt sich eine längere Debatte. amtlichen Rußland wirb wahrscheinlich die über alles Erwarten eilige Annahme bes Roosevelt'fchen Vorschlags als ein „edle- Opfer" bargestellt werben, das der Herrscher dem Volk bringt ycut um bas Volk zu beruhigen, lasse sich Rußland auf Verhandlungen mit dem Feinde ein. , Wir werden jetzt vielleicht bald von Petersburg hören, durch em auf Wirkung nach innen und außen berechnetes Manifest, daß Rußlands Hilfsquellen unerschöpflich sind, daß es Truppen und Feldherren jederzeit genug zur Verfügung haben kann, inn, und sei es auch in Jahren, den Gegner zu Boden zu werfen, . b aber der Ruf des Volkes, diesem grausamen, blutigen Krieg eur Ziel zu setzen, zum Thron gedrungen sei, und daß die innere Wohlfahrt die erste und heilige Aufgabe bilde usw. Vielleicht aber hören wir demnächst au< ' ' * 'J ' setzung des Krieges für v™, . treit vorteilhafter sei, als ein Friedensschluß in diesen Tagen iust nach den schwersten Niederlagen. Denn eine H in schlepp- u n g des Krieges auf sibirischen Boden würde schließlich zu emer Versumpfung deS Krieges führen und dann ziehe doch Japan den Kürzeren dabei. Kommt aber jetzt doch der Friede, bann ist anzrmehmest, daß das russische Volk ihn zunächst als eine Erlösung, als eine Befreiung von einem schweren Alp begrüßen wird, obwohl die Abg. Köhler legt bar, daß die Zahl der Ausländer an den technischen Unterrichtsanstalten in Deutschland immer größer werde und verlangt, daß die Regierung energisch gegen das Ueberhandnehmen des unangenehmen Ausländertums einschreite, besonders sollte gegen das Studentenspielen der jungen Leute und gegen die ausländischen Jüden Front gemacht werden. Geheimrat Braun bespricht die Einzelheiten der Regierungsvorlage, die sehr wesentlich zur weiteren Förderung deS gewerblichen Unterrichtswesens in Hessen beitragen werde. Das weitere Aufbll'hen der technischen Privatunterrichtsanstalten mit selbständigem Lehrprogramm und besonderen Zielen sei besonders im Interesse der Industrie freudig zu begrüßen. Abg. Wolf bemerkt, es solle vor allem darauf mehr Gewicht gelegt werden, daß die an den Hochschulen zugelassenen Ausländer eine bessere Schulbildung besäßen; sorge man dafür, dann werde die Ueberflutung mit Ausländern von selber nachlassen. Am besten empfehle sich die Anstellung eines besonderen Kommissars zur Regelung des, Ausländertums. Abg. Damm hat zwar gegen die Vorlage im allgemeinen nichts einzuwenden, beklagt aber die vielen Machinationen, die namentlich gegen das Friedberger Institut gerichtet worden seien. Der Entwurf müsse darauf Bedacht nehmen, daß solche technische Privatanstalten auch in den | anderen Bundesstaaten vorhanden seien. Es komme bei dem Gesetz vor allem darauf an, wie es zur Anwendung gebracht werde. Redner beantragt einen Zusatzartikel dahin, daß die an den Anstalten tätigen Fachlehrer volle Hochschulbildung haben müssen und zu den einzelnen Kursen nicht mehr als 45 Schüler zugelassen werden. Geheimrat Braun geht auf die Ausführungen der Vorredner ein und betont, baß eine höhere Schulbildung und genaue Prüfung derselben bei den ausländischen Besuchern das beste Mittel zur Regelung der Frage des Ausländertums an den technischen Hochschulen sein würde. Abg. Dr. David wendet sich gegen die Behauptung z)e§ Abg. Köhler, daß durch das unangenehme Ausländertum an den technischen Unterrichtsanstalten eine materielle und moralische Schädigung für unsere Jugend herbeigeführt werde. Gerade das Gegenteil sei der Fall, die Ausländer seien fleißig und solide, sie könnten also den heimischen Besuchern zum Vorbild dienen. Wenn man das studentische Verbindungsleben lächerlich finde, wie Abg. Köhler, so müsse man sich auch gegen das Korpswesen an den Universitäten wenden. Beim Mensurwesen der Studenten würden aber von den Behörden alle beide Angen zugedrückt. Nur wenn ein Bauernbursche einmal seinem Nachbarn mit dem Stock eine Hochquart schlage, sei der Gendarm gleich da. Gegen die Inden in Bad-Nauheim, das doch dicht bei Friedberg liege, hätte noch niemand etwas eingewendet, das sei ja auch eine andere Art in Nauheim. Deutschland erfülle eine Kulturmission, wenn es auch den Ausländern eine Ausbildung gebe, die sie anderwärts nicht erlangen könnten. I Die Vorlage betrachte er im allgemeinen als einen Fortschritt, obgleich er anstatt der Privatanstalten lieber Staats- anstalten sehen würde. Abg. Pennrich bemerkt, er halte den Grundgedanken des Gesetzentwurfs für einen guten und man dürfe erwarten, 1 daß die Negierung die einzelnen Bestimmungen in gerechter ■ Weise handhaben werde. Abg. Müller stimmt der Regierungsvorlage ebenfalls Barrin0t^r,no^ verschiedene Einzelwünsche vor, I auch Frick^"im Volke "nach^ Abg. Köhler wendet sich besonders gegen die Aus?-> reu zur Folge haben und sührungen des Abg. Dr. David und ist verwundert darüber, daß dieser sich gerade gegen die Privatunterrichtsanstalten ausgesprochen habe. Die Behauptung, daß das Ausländertum auch eine materielle Schädigung für uns bedeute, halte er aufrecht; wie die Japaner dusich die deutschen Offiziere ausgebildet und befähigt wurden, die weiße Rasse zu besiegen, so werde einst auch die deutsche Industrie durch die in Deutschland ausgebildeten Ausländer besiegt werden. Abg. v. Brentano polemisiert darauf scharf gegen Dr. David. Die Mehrheit des Hauses habe es unangenehm empfunden, daß hier in einem deutschen Parlament wieder das Ausland gegen die deutschen Studenten verherrlicht Iwerde. Er habe den Aufruhr in Rußland als Weltgericht bezeichnet und den Meuchelmord verherrlicht. Man müsse tief beklagen, daß Dr. David dem „Rauf- und Saufwesen" der deutschen Studenten die Ausländer als die moralischen und sittlichen Vorbilder gegenüberstelle. Dbg. Dr. D a v i b erwiderte in erregter Weise. Es müsse lächerlich anmuten, wenn das rationale Gewissen des Abg. Köhler sich gegen junge ausländische Studenten wende. Wenn man von einem „unangenehmen Ausländertum" spreche, Jo könne man das auch mit allem Recht auf den Zaren beziehe, wenn derselbe zum Besuch in Hessen weile IN einem vom zaristischen Despotismus befreiten Rußland würden auch die jüdischen Studierenden gewiß die Gelegenheit wahrnehmen, sich ihre akademische Bildung im eigenen Lande zu erwerben und auf den Besuch des Auslandes verzichten . . . Erstes Blatt. 155. Jahrgang Donnerstag 15.Jnni 1900 Gietzener Anzeiger W General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW zelaentett: Han« Beck 1 2(1) v ™ ----------- s . Grund Streit begann. Der Lärm, der nach außen dräng', Instituts 5 Veitraqskarten geschaffen werden. Jeder Ltaal alarmierte die Gesängnisaufseher. Rasch wurde die Zelle das Laubacher Aus schliß fest in patriotischer Weise gefeiert. Von Nab liild Fern waren viele Gaste erschienen. Der Hammel und die Hanlwelsgabe, welche vom Gräflichen Hause zu Solms-Laubach gestiftet lvaren, fielen den Herren Karl Hofmann und Karl Desch von bier zu. Im ^.chützen- hof spielten die Marburger Jäger, die sehr zur Verschönerung der Feier beitrugen. Abends wurde in den L>älen des Ball abgehalten, untersuchte, ist heute erschienen. Im Juni 1902 waren gewaltige Armeevorräte, genügend, über 300 000 Mann und 200 000 Pferde vier Monate zu ernähren, in Transvaal, Oranje, der Kapkolonie und Natal verteilt. Kitchener ordnete die Errichtung einer besonderen Verkaufsabteilung in Pretoria an, deren Offizieren höhere Bezahlung gewährt wurde, weil es sich um Werte von 6—7 Millionen Sterling handelte. Einige wenige Unternehmer kauften nun sämtliche Vorräte zu lächerlich geringen Preisen auf, darunter namentlich ein gewißer Meyer. Dieser Meyer nahin Frank Morgan, einen Bruder des Jntendanturdirektors, öffentlich als bezahlten Agenten in seinen Dienst. Was Meyer gekauft hatte, verkaufte er stets zurück an die Intendantur mit 60 bis 70 Prozent Aufschlag. Rotterdam, 14. Juni. Auf der Insel Eelebes wurde die Festung Pareh-Pareh von Aufständischen angegriffen. Der Angriff wurde mit Gewehr- und Geschützfeuer zurückgewiesen. Der Feind hatte 500 Tote, die Holländer nur zwei Verwundete. Paris, 14. Juni. Der Anarchist Valina erklärte, im Augenblick der Verhaftung habe er nicht gewußt, das; ein Anschlag verübt werden würde; er sei aber entschlossen aewesen alles auf sich zu nehmen, um seine Kameraden zu entlasten und allein die Verantwortung zu tragen. Valina Summa: 47 (15) 42 (14) 2 3 (1) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an,, wie mei der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. . , c (=fn;rdV n 11 ii i d u vauuipuiun ......... 'y- alarmwrre utc vdv।uhi;iiis;uu;।l 1,-1 l. uiuju; iuuvuv uw Berlin, 14. Ium. Heute unternahm oer Kayer «sine dieser Karten freiwillig einschreiben. Das geöffnet. Den Eintretenden bot sich ein entsetzlicher Aw einen Spazierritt und hörte die Borträge des Militär-1- .. — • 1 r.nn Qtvnl ... —i kabinetts und des Chefs des Zivilkabinetts. Später empfing er den holländischen Gesandten Jonkheer van Tets van Goudriaan, welcher ihm das Großkreuz^des Hausordens von Oranien überreichte. Zur Frnhstilckstasel waren Fürst zu Eulenburg-Herlefeld und Maler Octken Vermachtes. * Eine Vergeßlichkeit des Kaisers, die einen heiteren Zwischenfall anr Tage der Einholung der Kronprinzessin im königl. Schlosse zur Folge hatte, wird in auswärtigen Blättern wie folgt erzählt: Der Königsivaaen mit der Kaiserin und der Herzogin Ceeilie war in den Schloß huf gefahren. Der Kronprinz kommandierte die Fahnenkompagnie des 1. Garderegiments zu Fuß, die als Ehrenwache zur Stelle war. Nach dem Programm des Tages sollte er der Herzogin, nachdem diese ausgestiegen war, die Truppe vorsühren. Da ereignete sich etwas Unvorhergesehenes: Der Kaiser vergaß in seiner freudigen Erregung den in Aussicht genommenen militärischen Akt, reichte der Prinzessin, nachdem die erste Begrüßung vorüber war, den Arm und verschwand mit ihr und den übrigen Fürstlichkeiten im Innern des Schlosses. — „Na, das ist ja noch schöner!" rief der Kronprinz einigen Offizieren in seiner Nähe zu, „jetzt entführt Majestät meine Braut. Und wo bleibe ich?" — Als einige Minuten vergangen waren, ohne daß der Kaiser und die Herzogin zurüakehrten, wurde der Kronprinz darauf aufmerksam gemacht, daß er gut täte, den Verschwundenen zu folgen, er werde „oben" wahrscheinlich schon vermißt. „Nein, das geht nicht", antwortete der Kronprinz, „erstens kann dort oben Wichtiges ohne mich nicht vorgehen, denn schließlich soll doch ich hier heiraten, und zweitens: Befehl ist Befehl. Ich soll die Kompagnie vor- 3nni. Wir alljährlich wurde heute Schwimmbassin. * Kleine Tageschronik. Nach dem „B. T. soll der frühere Direktor dw Nommernbank in Berlin,^ Kommerzienrat Sanden, der seinerzeit zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen worden fern. — Wslluwnd des letzten Unwetters in der Gegend von K onstan- t i:> o p e l wurden nach ixn bisherigen Meldungen 3 Personen getötet und 160 verwundet. Unter den Toten.und Verwundeten soll sich kein Europäer befinden. — Der Direktor der serbischen Hypothekenbank in Belgrad Popow,tsch verwundete den Sohn des Groß-Industriellen Vayloni durch zwei Revolver- schjisse irfirorr. weil dieser mit der Fran Popowitsch sträfliche Be- zicbungen unte hielt. WonaMe l(rbrrfid)t der Todksfällr in Gießen. Mottat März 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 20,14 nach Abzug von 15 Ortsfremden: 13,7 °/m. Kinder vom 2.—16. Jahr geladen. . ... — Der Kronprinz und die Kronprinzessin trafen gestern abend hier ein und fuhren, nachdem sie dem durchreisenden Großfürsten Michael von Rußland einen Besuch abgestattet hatten, nach Hubertusstock weiter. ^Das Kronprinzenpaar wird am nächsten Dienstag vom Jagd schloß Hubertusstock zurückkehren und an diesem Tage seinen Einzug in Potsdam halten. — Die Nachricht, daß die marokkanische Negierung Arbeiten am Hafen von Tanger ßn eine deutsche Gesellschaft vergeben habe, wird bestätigt.! Es handelt sich dabei um umfangreiche Reparaturen an Gebäuden und den dortigen Docks und Hasenanlagen. Lübeck, 14. Juni. Auf dem z. Z. hier stattsindcndcn 19. Berufs genoss enschaftstag referierte Justizrat Lachmann über die Frage der Abänderung der Schiedsgerichte. Die hierzu von dem Ausschüsse verfaßte Denkschrift, die den gesetzgebenden Körperschaften unterbreitet werden soll, wurde gutgeheißen. Direktor Wenzel-Berlin berichtete über die Reservefonds frage und beantragte, beim Reichstage in der nächsten Session in dieser Frage von neuem vorstellig zu werden. Essen a. Ruhr, 14. Juni. Heute eröffnete Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg die Vorstandssitzung der Deutschen Kolonialgesellschaft mit einem Nachruf auf die verstorbenen Mitglieder Dr. Friedrich Hammacher •* Die Beerdigung des Oberzahlm c i •----- -.... , und Geb. Regierunasrat Dr. Ritter in Waldenburg Schramm fand gestern nachmittag unter großer Beteiligung Miluonen Mark ronet. Q. mnrSp fr.fthnre (Schlesien). Konsul a. D. Vossen gab den Finanzbericht von Leidtragenden um 5 Uhr von der Kapelle des neuen wigs XI . Dur ern -™Vrc 8 ~ aebradht* und bezeichnete die Vermögenslage der Gesellschaft als Friedhofs aus statt. Die RegimentSmusik spielte Trauer- Decke eines französischen Lchlosse^ über Ozean gech, günstig. In Anbetracht der werbenden Kraft des Kolonial- weisen. Dem Trauergcsolge schlossen sich das hiesige Offizier- die ineisten der 14 9^™? yu \n\eng ' museums wurde für dessen Unterstützung auf drei Jahre korps, Zahlmeister und Zahlmeister-Nspirante» des Negnnents Im Erdge>ch°ß befindet sich der, grob^m^angssalon die Summe von je 8000 Mk. bewilligt. In dem weiteren sowie Deputationen von je 4 Unteroffizieren von jeder Koni- ersten Stockwerk liegen emc t g 1 Verlaufeder Vorstandssitzung der Kolonialgcsellschaft wurde panie des Regiments an. . Wal. Der Spe.sesaal rst so angelegt .daß er m.tdenan- ein von dem Gouverneur von Togo Grafen Zech und dem "Furcht vor der Genickstarre. In ein stark stobenden Nm-men m cme ' bet eine Sange Herzog Johann Albrecht befürworteter Antrag der Abteilung besuchtes Warengeschäft in Mainz kam cme Bauersfrau aus kann. Er liegt neben ci gr b n fea , f S?0 eÄÄ angenommen, Mk. 6000 ,u? Veranstaltnng dem Rheingau und erzählte mit roeinenden Augen, dasi ihre von 46 und e,n<30 3u6 einer landwirtschaftlichen Ausstellung in Palime zur Ver- Tochter, die noch vor einigen Tagen m Mainz war, sch,ver Geschob liegen neben klemercn * „ , süauna zu stellen Für den ostafrikanischen Besiedlungs- erkrankt sei und wahrscheinlich mit dem Leben nicht mehr Spielzimmer. ~a^ Musi zimmer i m . onds werden 20000 Mark aus dem Gesellschaftsvermögen davon komme. Auf die Frage, was dem Mädchen fehle, geitattet. Die Bildergalerie kann in einen klagte die Frau, cs hätte die - Genickstarre. Kaum hatte wandelt werden, denn sie hat eme Buhne, d,e durch elektrsiche Breslau 14. Juni. Der Verband der evangelischen sie das Wort ausgesprochen, als, wie von einer Panik er- «rast gehoben und gesenkt werden kann Inr Kellergeschoi Ä“""*.....9,1 * ** “ll®! ’ÄSStftäÄ ™ des Reisens ein, welche die Arbeiterbevölkerung am | z. Laubach, schwersten belaste und im sozialen Sinne erbitternd und schädigend wirke. Karlsruhe, 14. Juni. Der frühere badische Finanzminister Dr. Moritz Ellstätter, der 1893 von seinem Amte zurücktrat, ist heute hochbetagt nach mehr- wöchentlicher Krankheit gestorben. Ellstätter war Israelit. । Sigmaringen, 14. Juni. Die Leiche des Fürsten „Schützenhof" und des „Solmser Hof" Leopold von Hohenzollern traf heute hier ein und womit die Feier ihren Abschluß sand, wurde nach der Gruftkirche übergeführt. Die Bahrtuchenden w. Marburg, 14. Juni. Heute vormittag begann trugen Regierungspräsident Graf Brühl, Hoskammerpräsident hier unter dem Vorsitz von Freib. F. Schenck-Marburg die v. Brandis und Bürgermeister Dr. Reiser. zweite Tagung der Deutschen Physiologischen ' . ' — Gesellschaft, zu der namhafte Physiologen des In- und und 5diutt. Auslandes erschienen sind, u. a. Geb.-Rat Hansen-Kiel, Fn dem jüngsten Bericht des Großh. Progymnasiums Hofrat Eyner-Wien, Geh.-Rat Ebstein-Göttingen Keh.-Rat in Singen wird über die vielen blutarmen, schwächlichen von Knies-Freiburg i. Baden Pros. Merstadt-Selsingkors, und nervösen Kinder geklagt. Besonders wird auf die Prof. Her,ng-Prag, Pros. Ewald-Straßburg, von ^reg- geistige Erschlaffung vieler Schüler zu gewissen Wurzburg, Verworn-Gottmgen, ^schermak-Halle. Der Kongreß Zeiten hingewiesen. Als Grund wird angegeben, daß sehr dauert bis zum 16. Ium. imX hpt1 viele Schüler durch ^ühä^tigen oder...übermäßiger' N^chb^/staat'en^Wi'e die FZtg.^mstteilt,^ steht dieEröffmmg Weingenuß ihrer Gesundheit und der für die Lernarbeit ^„^lektrifcheuAutomolül-Omnibus-VerkehrsDarimtadt-Eberstodt nötigen Frische des Geistes erheblich schaden. in aller Kürze bevor. — Wie das „M. I." erfährt, sind die Herren । ■!!■ । Dr. Bamberger von der ZentrllNispartei, den Nationalliberalen uiu Freisinnigen, Komerzienrat Atartin Moritz, Mayer von den Demo- t TL ea xa. m s x.. . p traten und Sozialdemokraten als Kandidaten für den erlediaten London, 14. Juni. Ein Bericht -Lir Boutlers für aa^ I unbefolbeten Beigeordneten der Stadt Mainz tn Aus- Kriegsministerial-Komitee, das die Verschwendung von sicht genommen. Armeeproviant in Südafrika nach Schliiß des Krieges - .......... 11......... """ ' bejahrten « he,besten Dank entgegen. Ans ttewewegtemi erklärte weiter er habe Bomben von Spanien k°m"ten l°^en I führen, ^tutz^also^w^ Herzen ipredie ich die Worte: „Gott segne mein schwedtsche» Volk I weigerte sich aber, den Absender zu nennen. De Bomben an eis Schwierigkeit die entstanden war, benachrichtigt Die« wird da- heißeste m.d mmg -: Gebet sen, das .ch für den ^en nicht in Paris, sondern tn San Sebastian bei derM^ver ^^nd erschienen er, die Kaiserin, die junge Braut ' D-7Nr/sident^d'e?Storthinas Berne! verlas in der Rückreise des Königs zur Verwendung kommen. Lnb die übrigen Festteilnehmer an den Fenstern über dem « D» de. ^thmgS, Bernes Etas m ° l Barcelona, 14. Jimi. Der Urheber de? Atten- der Kompagnie und von dieser höheren Warte aus gestrigen Sitzung des Lt°UH>ngs m.te g st . f ks k ^atS, welches in Paris gegen den König von Spanien uct- £urybe ber Parademarsch der Potsdamer Kompagnie bann de« Hauses da« von uns gestern erwähnte ÜI)t ^„xde, heißt nicht, wie anfänglich berichtet wurde, entgegengenommen. Königs Oskar. Auf Antrag Berners beschloß das Hau- em fo„bc„ xx hat die Standesamtspapiere eines »Ein Doppelmorb im Gefängnis Iw einer stimmig debattelos, das Schreiben einem S ond era usschiitz 1 oU ber ^rraz, der am 2. Juli 1904 Untersnchungszelle des Korneuburger Kreisgerichts spielte zu überweisen; hierauf setzte da? Storthmg sc-ne Verhand- M°nn«-! namens Uexander^r^z,^^^ der Anarchist sich eine furchtbare Szene ab. Der 23jährige Franz Soucha langen aus, um den Zusammentritt des Sonderausschusses zu sies o I , 9 t,r(' ..'.„.n wurde wegen Diebstahls und öffentlicher Gewalttätigkeit ermöglichen Ja,ne San R oman festgenommen. dem Gerichte eingeliefert und in eine Zelle gebracht, in Rom, 14. Ium. Wie verlautet, sollen behuf-i^^ Htiftlinge befanden, mit welchen er ohne Deutsches Reich. Finanzierung des mternationalen Jnn routf " I ®tuni> Streit begann. Der Lärm, der nach außen drang. Schisssnachrichlen. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Earl LooS, Kirchenplatz. Bremen, 13. Juni. (Per transatlantischen Teleqraph). Der Doppelschrauben-Postdampser „Großer Kurfurlt , Kapttan F. Mentz„ vom Norddelllfchen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr morgens lvohlbehalteil in Nemyork angekommen. Ned Star Linie Vertreter Carl Retter, Gießen, Eichweg 7, Ecke grosier Stemweg. Der Postdarnpier „Vaderland der Red etar Lnne tn Antwerpen, ist laut Telegramm am 12. Ium wohlbehalten m Newyor k aitgekommen. n Giefieucr landwirtschaftlicher Wetterdienst. BoranHsichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 16 °timi 1905: Zeitweise, etwas aufheiternd, ziemlich warm. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Beitraas-Maxnnnm soll 40 000, das Minimum 1500 Lire h^ck dar. Zwei der Häftlinge la§en in einer Blutlache bctraacn Man hofft, daß die meisten Staaten in die erste sterbend am Boden, der dritte, selbst arg verletzt, ber* Klasse werden einschreiben lassen. teidigte sich nur mit Mühe gegen den tote wütend auf Bern, 14. Juni. Laut amtlicher Mitteilung ber fron- ihn einbringenben Soucha Treser hatte 'eurer Raserer zösischen Polizeibehörde an ben Bundesrat ist. m das Kruzchrx^on .^^ümmerte ihm Anarchist Frigerio alias Snelhofer, tmchellcher Soh st.^l Schgdeldecke, und mit einem zweiten Schlage zerschmet- einer Schwetzerm, unter dein Verdacht der Beteiligung an l er 1)em ^veiten Häftling Zeschitz den Kopf; der drttte dem Attentat gegen den König von Spanien v.er- I^Mng kam mit leichteren Berlehungsm davon. Diebeiden haftet worden. Schwerverletzten liegen tm Sterben. Wien, 14. Iiini. Das Ab geordnet en Hails ver- »Durch das Verschwinden des Brautigams bandelt über die Vorlage betreffend die Gehaltserhöhung t;at auf dem Standesamt in Lichtenberg bei Berlin ein für niedere Geistliche. Während der Rede des Grafen Stern- Tranungsakt eine peinliche Störung erfahren. Etn ;unges stürm,schcn Szencn da Stcrnlwrg d u Q,,« nie jm Bcgriffc, di- nötigen Formalitäten zu erfüllen, Pcrnerstorfcr vorwirst, cr sc, vor Jahren Fechten 8^ dcr Bräutigam angeblich von einem heftigen Unwohl- gegangen. Der Sozialilt Schuhlneier crftait, Sternberg ge- . Gefallen wurde uud für wenige Minuten das Amts- । höre ins Jrrenhails, er sei ein verlotterter, ver-1 verließ. Vergeblich harrten die Braut und die Traw- komm en er Graf. Perner'torfer ruft Sternberg SsiNs zeugen auf die Rückkehr des zukünftigen Gatten. Verjünge „Elender Verleumder!" Der Deiitschfortschrittliche Größl Mann,, der ohne L»ut und Ueberzieher sich von dem Standes- vuft: Wir müssen den Lan 8bu ben Sternberg hin ans- amt entfernt halte, ist weder nach seiner Wohnung noch werfen!" Tie Abgeordneten geraten schließlich an- nach seiner Arbeitsstätte zurückgekehrt. Sem Aufenthalt Ä71 ’k r s'”b"8 ”• “ÄE- tnfit den Saal, rotnemr 221 - ------ mißten, in dem dieser die Absicht ausspricht, nach dem «Ä Itnh 4T.nt^ Auslande zu fahren, weil ihm im letzten Augenblick vor (^115 §lUlH ’IuV XlulU- ver Eheschließung Bedenken ausgestregen waren, ob er m Gießen, 15. Juni 1905. der Lage sei, eine Familie ernähren zu können ** 91 u §x ei chuuna DerBahnstreckeuarbeiterB ran den- * Ein Haus für 60 Millionen Mark. Der Iburg er aus Klein-Linden erhielt von Sr. Maj. dem Scuaior Clark, ein mehrfacher M,ll,°när aus Montana hat Kaiser die Medaille nebst Diplom für 2ö jährige treue fetzt m Nemyork, gegenüber dcm Zentra park m der fünften Dienste bei der Eisenbahn. Avenue, ein Haus erbaut, das em,chl,eßl,ch des Grund und isters Bodens, der inneren Einrichtung und der Möbel rund sechzig Es ist ein Bauwerk im Stile Lud- Es starben an: Zusammen: 6 Erwachsene: 1. L< im wenSjahr: Kindbettsieber 2(1) 2(1) — Typhus 1 1 — Lungentuberkulose 5(2) 5 (2) Tuberkulose anderer Organe 2 .— 1 Lungenentzündung 3(1) 3(1) anderen Lungenkrankheiten 6(2) 3(1) 1 Schlagfluß 3(1) 3 (1) — Herzleiden 6(2) 6 (2) — Altersschwäche 2 2 — anderen Krankheiten 15 (5) 15 (5) — Selbstmord 1 1 —' Verunglückung 1(1) 1 (1) ’— Handel und Verkehr. Dolkswirlschafl. Erz-Kuxe. F e r n i e. Ange bot 93.25 Nachfrage 00. Zinsfuß 4 pCt. Rückzahlbar zu 105. Märkte. te. Frankfurt a. M., 15. Juni. (Telegr. Orig.-Bericht deS ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e b Marktpreise. Zum Verkaufe standen: 30 Ochsen, 4 aus Oesterreich 0 Bullen, 00 aus Oesterreich, 50 Kühe, Ferfen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 000 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 0 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd.Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 72 biß 74 Mk., 2. Qual. 66—68 Mk., 3. Qual. 60—64 Mk.; Bullen 1. Qual. 63—65, 2. Qual. 00—00: Kühe 1. Qualität 68—70 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 50—52 Mk., 4. Qual. 42—44 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 83—85 Pfg., Lebendgewicht 49—51 Pfg., 2. Qualität 77—82 Pfg., Lebendgewicht 46- 48 Pfg., Schlachtgew. 60—60Pfg.; Schafe: 1. Qual. 72—75 Pfg., 2. Qual. 66—70 Pfg. Geschäft mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend. Nachrichten. Israelitische Religiorrsgemeinde. Hottesdientt in der Synagoge (Südankage). Samstag, den 17. Juni 1905: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens 8.30 uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. SchrifterNäruug. Sabbathausgang 9.35 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbathieier am 17. Juni 1905. Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 0.40 Uhr, Wochengottesdienst: morgens 6.00, abends 8.00 Uhr. Famitien-Nalyrilhten. Gestorben. Herr Davtd Duchardt, Alsield. — Frau Elias Simon Ww., Sara geb. Frank, Darmstadt. — Frl. Johanna Schwarz Büdingen. Kriginal-AratUmeldungen. Essen a. d. Ruhr, 15. Juni. Der Bergmann Stockmann erstach auf offener Straße den Bergmann Dreier. Der Mörder wurde verhaftet. München, 15. Juni. Zum Rücktritt Possarts wird gernewct: Das Verhältnis Possarts zu test Haupts« ktoren der Hofbühne habe sich derart zugespiht, dvß ein ersprießliches Zusammenwirken, wenn nicht ausgeschlossen, so doch bedeirtend erschwert erscheint. Von Leuten, die cs wissen können, werde übrigens behauptet, der Intendant trage sich mit Plänen, die außerhalb seines Münchener Wirkungskreises liegen. Nach einer Darstellung ist der Grund des Entlassungsgesuches außer älteren Differenzen mit der Hof-Fincmz Kommission, die alle Befugnisse Possarts immer mehr einschränkte, der, daß nach Anordnung dieser Kommission in der künftigen Saison Schauspiel-Vorstellungen im Prinz Regenten-Theater nicht mehr gegeben werden sollen, weil die Einnahmen die Aufgaben nickt decken. Brüssel, 15. Juni. In den Geschäftsräumen der Auer-Gesellschaft ereignete sich eine furchtbare Explosion, welche durch Entzündung des Collodiums im Benzin-Keller hervorgerufen wurde. Hauptmann Blindenberg blieb sofort tot, mehrere Arbeiter sind schwer verwundet. London, 14. Juni. König Oskar vonSckwedcn wurde, einer amtlichen Bekanntgabe zufolge, zum Ehren - admiral der britischen Flotte ernannt. Ferner verlieh König Eduard dem Kronprinzen von Schweden den Garterorden, dein Prinzen Gustav Adolf den Bathorden, dem Erbgroßherzog von Baden das Großkreuz des Viktoria- ordens. Windsor, 14. Juni. Hier sind zahlreiche Gäste zu der morgen stattfindenden Vermählung des Prinzen Gustav Adolf von Schweden mit der Prinzessin Margarete eingetroffen. Der König und die Königin gaben am Nachmittag bei herrlichem Wetter im Schlosse ein Gartenfest, an welchem 6000 Gäste teilnahmen. Der König führte die Kronprinzessin von Schweden, der Kronprinz die Königin, der Prinz von Wales die Erbgroßherzogin von Baden, der Erbgroßherzog die Herzogin von Connaught. Prinzessin Margarete wurde von: Prinzen Gustav Adolf geführt. Gibraltar, 14. Juni. Während einer Schießübung explodierte an Bord des Linienschiffes „Magni- ficent" ein sechszölliges Geschoß im Rohre des Geschützes; hierbei wurden 18 Personen, darunter ein Leutnant, verwundet. 11 Schwerverwundete wurden hier gelandet. Washington, 14. Juni. Nach einer Besprechung mit dem Präsidenten Roosevelt stellte Graf Cassini heute in Abrede, daß eine Stockung in den auf den Frieden abzielenden Verhandlungen eingetreten sei. Tokio, 15. Juni. Man meint hier allgemein, daß Jova^ als der siegreiche Teil berechtigt wäre, die russischen Unterhändler zum Hierberkommen auf zu fordern, doch wird man die Entscheidung wohl Roosevelt anheimstelftn, der vermutlich Washington für die Zusammenkunft Vorschlägen wird. Daneben wird auck v h n r-fs wieder aeuanut. Honbens Aachener Gasbadeöfen stnd unverwüstlich, wie vorliegende Zeugnisse, von Apparaten die über 15 Jahre im Betrieb i sind, beweisen. W4]< Erbauung eines Zellenflügels bei dem Landesmchtbaus M-irienschloss (Bahnstation Griedel der Butzbach-Licher Eisenbahn). Unter Hinweis aus den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 werden nachstehende Arbeiten und Lieferungen zur Vergebung öffentlich ausgeschrieben: Los I. Maurerarbeit von Terrainhöhe ab. 1850 cbm Bruchsteinmanerwerk, 3310 cbm Backsteinmauerweck, 250 cbm Hausteine zu versetzen, 1560 qm Backsteinflachschicht, 880 qm Plattenboden, 4220 qm Bestich von Kellermauern re. Los III. Steinhauerarbeiten. 34 cbm Hausteine in Basaltlava für Treppenstufen, 42 cbm rote Hausteine für Türumrahmunqen, 200 cbm rote, weiße oder- gelbe Hausteine für Quader, Fensterumrahmungen und Portale re., teils profilierte, teils glatte Arbeit. Los IV. Betonarbeiten. 2900 qm Betondecken eines bewährten Systems, 1200 qm desgleichen zwischen I-Trägern. Los V. Eisenlieferung und Montage. 46000 kg- I-Träger und s-Eisen zu den Gallerien zu liefern und zu montieren, 2000 kg Gußeisen als Unterlagsplatten, 4500 kg desgleichen als Sänken Los VI. Grobschlosserarbeit. 17060 kg Gitter für die Zellenfenster zu liefern und zu befestigen, 6500 kg Kleineisenzeug desgleichen. Zeichnungen, Bedingungen nnd Angebotsunterlagen liegen z)om 15. l. Mts. ab bei unterzeichneter Behörde, Zimmer 2, zur Einsichtnahme offen und werden die Angebotsunterlagen gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind verschloßen, portofrei und mit entsprechenden Aufschriften versehen bis Samstag, den 1. Juli l. Js., vormittags 10V2 Nhr einzureichen, zu welckern Zeitpunkt die Eröffnung derselben in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Friedberg, 10. Juni 1905. hv“/6 Großherzogliches Hochbauamt. Haag. Be’t 3187 Marklstraße 10. 1864 zu vermieten. 8087 einen 6 meint bi kurzer J -araus unb all Reisende Urteil Q gliede Rolon gierung sitzen, l Hierbei jahraus schriften aus Gr Kolonia ausmerk lichkeit. befl Re unierzie gering sind, l wenigst auf ein Aufent) unerläß einzeln« Rolonrn bensche Juden, korps Taufen Stimm erschient die M ter Handel? Aussich alten C Kaiser jetzt m benachi Reskrip der Ka erhaltet Ausflih prüsen. De, ana ein jeder Ost . > eine 61 bekannt weil sik Krieg "6ei s( mente ) schäftc der Str, unter ss doz d'c Po, »nd (i)u. iicr @t °°«ern n l Ä Grosser» Inventur-Ausverkauf In sämtlichen Abteilungen grosse Partien zu Ausnahme-Preisen 5-ZiiWtt-WohnilMll Dtckmilch und SchmterkaS. ekr. ttLubüQN l., Hintd.Westanlage. Fahnen Av4/,] Reinecke, Hannover Prof. Kud. JDenhitrdl’s Heilanstalt für Stotterer Eisenach L/Th. Einzige Anst. Deutsch!., die mehrf. staatl. ausgezeichnet, wiederholt durch 8. M. Kaiser Wilhelm II. Prosp. gratis. 31 «5 Im-frkuL Die peugraZ-Ernte von l1/. 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