Nr. 12 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Samstag 14. Jannar 1905 vrschetnt täglich jtNWRmgy cg»\ Ve-ngspreisr außer Sonntags. /Mr rW Wr monatlich 7bPs., viertel» gEEini^KPii^r |^tabern® r^M’fdien ■ D W* I ▼ W' V I ▼ ■ ▼ ▼ V *ftrmtttagTÄ Unwer,.-Buch-u.Stein- E*. M* ™ < • MM ^6^-7 Ze 'envreiS: ok-u12A, »ruderet. R. Lange. •>*' Ä>tA I - jl IttOt AOI* ***^ ar-swärt- Ä'z. Nedattion, Exvedition V/VHUUl,4lljViyvl ^erantrooxtl’cä fitt unb Druckerei' den polit und tJ ;enx. Amts- und Anzeiaeblatt für den Kreis Gehen MW Fernsprechanschluß Nr. 51. zeigenteil: Hans Beck. Die Heutige Zlummer umfaßt 14 Seiten. Hleöer die weitere Ausdehnung des Mergaröeiter- Ausstandes Wird aus Essen gemeldet: Auf dem Schacht 45 der Zeche „Konstantin der Moße" find keine Bergleute ungefähren, die Belegschaft beträgt 515 Mann unter Tage und 50 Mann über Tage. Auf Schacht 1 !uind 6 derselben Zeche sind von 143 Arbeitern unter Tage und 11 'Mbeitern über Tage ebenfalls keine, angefahren. Auf der der Harpener Bergbaugesellschaft gehörigen Zeche „Amalia" sind von 299 Arbeitern unter Tage nur 55 und von 33 Mer Tage nur 29 Mairn ein gefahren. Auf der Zeche „König Wilhelm" und auf dem Schacht „Neu-Köln" sind von 260 Bergleuten nur 188 angefahren, auf der Zeche „Präsident 1" von 270 Arbeitern nur 4. Ferner haben sich großenteils noch- die Belegschaften folgender Zechen an geschlossen: „Bergmann" bei Witten, „Roland", „Viktor" bei Kupferdreh, ,Herkules" und „Käthu- Tina". Die Zahl der Ausständigen in der Nachmittagsschicht beträgt 15 865, in der Morgenschicht 49 993 Mann. Die Gesamtzahl der Ausständigen beläuft sich mithin auf 65858 Mann (nach anderen Angaben 69000 Mannst die sich auf 90 Zechen bezw. Schachtanlagen verteilen. Auf den Zechen „Preußen 2", „Saelzer und Neuack" sind sämtliche Arbeiter wieder eingefahren. Die Folgen des Streiks mache:: sich in der Eisenindustrie bereits sehr fühlbar. Nach- Phönix, Hörder Verein und Höfch werden setzt auch Betriebseinschränkungen für die Eisenindustrie Menden und Schwerte als bevorstehend und für die Maschinenfabrik Baum in Herne als erfolgt gemeldet. Der „Rhein.-Westf. Ztg." zufolge versendet der Stahlwerksverband folgendes Rundschreiben Wir bedauern, mitteilen zu müssen daß auf einer Anzahl Zechen des rheinisch-westfälischen Kohlengebietes Streiks ausge- brochen sind. Wir können heute noch nicht übersehen, ob und inwieweit wir dadurch in unseren Lieferungen beeinträchtigt werden, möchten aber nicht verfehlen, daß, wenn ein Teil unserer Werke infolge des Streiks ihre Betriebe einstellen oder einschränken muß, wir gezwungen sind die für unsere Lieferungen vereinbarten Fristen dcmrentsprechend hinauszuschieben." Die Zeche „Bommerbenker Tiefbau", macht bekannt, daß, wenn die Arbeiter bis Montag nicht wieder einfahren, die Zeche endgültig still gelegt werden würde. Inzwischen treffen die ersten Nachrichten über größere Ausschreitungen ein, die aus Zusammenstößen zwischen Arbeitswilligen und Streikenden hervorgingen. Auf Zeche „Nordstern" in Horstermark wurden Gendarmen und Polizisten, welche die Arbeitswilligen schützen wollten, mit Steinen geworfen. Sie gingen mit blanker Waffe vor. Angeblich wurden einige Schutzleute verletzt. Eine ähnliche Szene wird von der Zeche „Mathias Stinnes" bei Earnap gemeldet, wo mehrere Bergleute verletzt sein sollen. Arge Szenen spielten sich vor dem Schachte 2 der Zeche „Konkordia" in Oberhausen ab. Hier drangen etwa 1500 Aus ständige auf den Zechenplatz, brachen die Zäune ab und mißhandelten die Arbeitswilligen. Man sieht, der Ausstand ist nicht Merall gleich voll- ständig durchgefiihrt, auf einigen Zechen wird überhaupt nicht gearbeitet, auf anderen von der halben Belegschaft, auf.manchen hat die Werksleitung die Schichten zu einer einzigen zusammengelegt; hier und da hat sich die Zahl der Ein gefahrenen bereits wieder gehoben, so bei Hoesch in Dortmund verdoppelt. — Jin Prinzip ist der Generalstreik angenommen und dies ist entscheidend für die ganze Situation. Es handelt sich nicht mehr um die speziellen Fragen der Seilfahrtsverlängerung und des Wagennullens, sondern um eilten spontanen Ausbruch lange aufgespeicherter Kampflust in der Arbeiterschaft. Der Zweck des Ausstands, die allgemeine Verbesserung der Bergarbeiterverhältnisse, erfordert eine gewaltige De - m o n st ra t i o n, diese kann aber nicht von Dauer sein, weil keine Geldmittel zur Unterstützung vorhanden. Mit den 7000 Webern in Crimmitschau lassen sich die 200 000 Bergarbeiter nicht vergleichen. Die Hauptsache ist, daß binnen kurzer Zeit es den Hochöfen und Stahlwerken an Brennmaterial fehlen wird und die große Zahl der Hüttenarbeiter, die. soweit organisiert, obendrein dem schon so finanziell überlasteten alten Bergarbeiter-Verband angehören, die Zahl der Arbeitslosen und Unter st ützungsempfänger ungeheuer vermehren werden; von den Hütt en zechen sahen sich die, welche ihre Kohlen am Ort aus eigenen Gruben beziehen, so Hoesch und der Hörder Verein bereits zu Betriebseinschränkungen gezwungen, auch eine Maschinenfabrik im Bezirk hat wegen Kohlenmangels den Betrieb eingestellt. Diese Ausdehnung des Streiks muß seine Dauer und Wirkung vereiteln. Immer noch aber hat man nicht gehört, daß die preuß. Regierung mit ihrer ganzen Autorität eingreift. Man vermißt die kräftige Initiative der Negierung, nicht etwa die Herbeischaffung von .Hilfsmannschaften zur Aufrechterhaltung der Ordnung, sondern vielmehr int Sinne der Frieden svermittluug. Einstweilen fehlt hierüber jegliche Ankündigung in den amtlichen und halbamtlichen Organen, obwohl schon das Jnaussichtstellen einer Vermittlungsaktion zweifellos beruhigend wirken würde. Der „Neichs- att frei gen" berichtet trockenen Tones über den Stand der Bewegung. Nicht minder kühl schreibt die „Nordd. Allg. Zta.": Ter Beschluß, in den Generalstreik einzutreten, könne leider nur als aufgeschoben betrachtet werden, da an eine Annahme der Forderungen, von denen die Delegiertenver- samtnlung die Beilegung des Streiks abhängig gemacht hat, schwerlich zu denken sei. Kein Wort über Beschlüsse und Maßregeln der Regierung. Welche Szenen bei einem allgemeinen Ausstand sich ereignen können, wenn die Leidenschaft der Massen aufs höchste gestiegen ist, daran, läßt sich nur mit äußersterBesorgnis denken. Die Führer haben, wie sie selbst zugeben, die Leitung nicht mehr in der Hand, sie schieben nicht, sie werden geschoben. In kurzer Zeit wird die harte Notwendigkeit die Arbeiter dazu treiben, den Streik zu beendigen. Mit dieser Schlußfolgerung darf man sich aber nicht beruhigen, wie dies die Spekulation und noch einige andere Kreise tun. Denn cs ist mit der äußerlichen Beendigung des Ausstandes durchaus nicht alles wieder in Ordnung. Das Feuer wird weiterschwelen, die Erbitterung wird anwachsen, und ein ruhiges Arbeiten zahlreicher von der Kohlenlieferung abhängiger Industrien kann auf lange hinaus in Frage gestellt werden. Meuselwitz (S.-Altenburg), 13. Jan. Auf dem hiesigen Braunkohlenwerk „Ramsdorf" ist die ganze Belegschaft wegen Herabsetzung der Löhne a u s st an d i g. Im übrigen Revier herrscht völlige Ruhe. ^atlamentatiftflf’S aus Hessen. R. B. Darmstadt, 13. Jan. In seiner heutigen Sitzung hat der F i n a n z a u s s ck> u ß der zweiten Kammer noch den Rest der schriftlichen Berichte über den ersten Teil b»es Staatsvoranschlags, des Verwaltungsetats, genehmigt, der somit jetzt vollständig fertiggestellt ist. Aus dem heute genehmigten schriftlichen Bericht des Abq. Dr. G u t f l e i s ch 'über den I u st i z e t a t ist zu ersehen, daß über die lange diskutierte Frage, ob durch Bewilligung zweier toei- terer Oherlandesgerichtsräte die viel beklagte Ver-» zögerung der Prozesse beim Oberlandesgericht beseitigt werdenwürde, eine Vereinbarung zwischen Regiertmg und Ausschuß nicht erreicht Worten ist. Die Ausschußmehrheit bleibt dabei, daß nur durch die Erric^unA eines neuen Senats eine wirkliche Beschleunigung der Geschäfte erzielt werden könnte und beantragt daher, die beiden neuen Stellen beim Oberlandesgerichtabzulehnen. — Im weiteren Verlauf der heutigen Sitzung wurde auch noch der zweite Teil des Voranschlags, der Vermögensterl durckcheraten; wesentliche Differenzen bestehen hier nickt. Nur über die Notwendigkeit der angeforderten Summe von 93000 Mk. für die Vergrößerung der Aula an der Landesuniversität zu Gießen war man sich noch n i ch t e i n. i g und beschloß daher die Beschlußfassung darüber auszufetzen und eine gemeinsame Fahrt nach Gießen zu unternehmen, um sick an Ort und Stelle über die Sachlage näher zu ittforntieren. Weiter wurde noch beanstandet eine Forderung non 16 800 Mk. für den Ankauf von Gelände in Offenbach zwecks Errichtung von Gendarme n-Wo h- n u n g e n daselbst. Der Ausschuß war sich darüber nicht im Zweifel, daß sich die Kammer durch Genehmigung des Landankaufs auch gewissermaßen für die Erbauung der Wohnungen selbst verpflichten würde. Es frage sich aber sehr, ob sick die Kammer prinzipiell für die Schaffung von Gendarmen-Woh- nungen überhaupt aussprechen solle. Die Erstellung von Dienst- wohntingen sei notwendig für diejenigen Beamtenkategorien, die genötigt seien, ein Amtslokal zu halten. Es sei sehr zu überlegen, ob man dem OZendarmen, der doch ein solches nicht nötig habe, nicht besser anbeimstellen solle, sich nach freiem Ermessen seine Wohnung zu wählen. Abgelehnt wurde vom Ausschuß noch beim Kapitel „Domänen des Großherzoglichen Hauses^ der Antrag der Regierung, die auf dem Hofgut Mönchhof vom Pächter desselben errichteten Baulichkeiten fein fließ auf die Domanialver- waltung zu übernehmen. Der dafür geforderte und vom. Hof- bauamt als angemessen beftmdene Preis von 47 800 Mk. sei zwar nicht zu hoch, aber da das jetzt bestehende Packstverhältnis am 1. Januar 1905 mit demselben Pächter erneuert tourte, so liege momentan kein Anlaß zur Aentertmg des Desitztitels vor. Der Ausschuß hat sich heute mittag bis nächsten Donnerstag vertagt, um bis dahin die Berichte der Referenten über den Vermögensteil des Voranschlags fertig zu stellen. Nach Drucklegung desselben ftndet dann die gemeinsame Berattmg mit dem Finanzausschuß der Ersten Kammer statt. Der Sonderausschuß für die Landwirtschaftskammer trat gestern wieder zu einer Beratung über die Regierungsvorlage tetr, die berufliche Organisation der Landwirtschaft zusammen, ohne jedoch datei etwas Positives zu err'eichen. Abg. Dr. Frenay hatte die namentlich von den oberbesftschen Vertretern in ter ersten Ausschuß-Sitzung geäußerten Wünsche entsprechend formuliert, doch wurde eine Verständigung darüber -N i cht erreicht. Mitte nächster Woche soll nochmals in einer Sitzung ein Versuch zu einer Einigung unternommen werden, doch fragt sichs dann sehr, ob die Regierung, die bisher noch nicht um ihre Meinung beftagt wurde, sich damit einverstanten erklären nrirrte. Es muß einigermaßen eigentümlich berühren, daß die Interessenten der Landwirtschaft, temt Wünsche nach stattgehabter gründlicher Umftage in weitgehendster Weise in ter Vorlage berücksichtigt wurden, jetzt anscheinend plötzlich anderer ^Jieinitng geworden sind und der Vorlage die schärfste Opposition machen. Ater au.ch das ist, wie Ben Akiba sagt alles schon dagewesen und in unserer Zweiten Kammer nichts neues mehr? ValiMiö Tagesschau. Fürst Alexander von Lippe ch. In Sankt Gilgenberg bei Bavrenth ist ter Für st Karl Alexander zur Lippe am Freitag nactinr. in der Dr. Greitherschen Anstalt für Nervenleid eilte an einer HerH- lährnung gestorben. Vor drei Tagen hatte sich eine leichte .Herzschwäche mit Luftröhrenkatarrh eingestellt, der indes zu keiner Besorgnis Anlaß bot. Der Fürst aß iuib trank heute noch -mit großem Appetit tuie sonst und laS seine gewohnte Zeitung. Plötzlich überfiel ihn eine Herzschwäche und der Mrst elltschlief alsbald sanft ititb schmerz? los. Er tü-ar seit 33 Jahren in der Nervenheilanstalt von Dr. Greither und erfreute sich stets der besten körperlichen Gesllndheit, sodaß der Tod ganz überraschend kam. Der Fall des Todes des regterenben Fürsten von Lippe-- Detmold vor der Ei'ledignng des Thronflckgestreites in Lippe durch das ^Schiedsgericht ist in dem ^chiedsvertrage vorgesehen, der int November 1904 zwischen dem Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe und dem Regenten vow Lippe, Grafen Leopold von Lippe-Biefterseld, abge- chlossen wurde. Es heißt in Artikel VI dieses Vertrages: Tie Vertragschließenden sind einig darüber, daß, falls das Ableben des Fürsten Alexander vor dem Erlasse des Schieds- pruches ein treten sollte, die gegenwärtig bestehende Regentschaft, unbeschadet der verfassungsmäßigen Be- timmungen des lippischen Landesrechsts, von tent Grafen Leopold fortgeführt werden soll. Heber die Feststellung der landesacsetzlichen Bestimmungen ist es jedoch im letzten Detmolter Landtag zu einer Einigung zwischen der Regierung und dem Landtage nicht gekommen. Es erfolgte daraufhin die Auflösung und Neuwahl des Landtages. Nach den damals vom Regenten abgegebenen Erklärungen ist es aber unzweifelhaft, daß er die Abmachungen des Schiedsvertrages als für fein Verhalten bindend ansehen wird. Er bleibt also zunächst in seiner gegenwärtigen Stellung als Regent des Fürstentums. Fürst Alexander V. war am 16. Januar 1831 als Sohn des Fürsten Leopold in Detmold geboren; er folgte seinem 1895 verstorbenen Bruder Woldemar. Da er jedoch infolge geistiger Umnachtung regierungsunfähig war, mußte für ihn die Regentschaft eintreten, die bekanntlich zunächst Prinz Adolf von Schaumburg, und dann auf Grund schiedsgerichtlicher Entscheidung Graf Ernst von Lippe-Biesterseld führte, dem im September 1904 ter jetzige Regent Graf Ernst folgte. Deutsches Reich. Berlin, 13. Jan. Der Witwe des in Hannover dahingeschiedenen Generalleutnants Grafen v. Moltke ist von dem Kaiser ein Beileidstelegramm zugegangen, das folgenden Wortlaut hat: Ich fvreche Ihnen Meine herzlichste Teilnahme aus bei dem schweren Verlust, welcher Mich auf das tiefste betrübt. Der Verstorbene besaß Mein vollstes Vertrauen. Ich wußte, welche hohe Tüchtigkeit, welcher Wert als Mensch ihn auszeichnete ! Er hat seinem Namen Ehre gemacht und schien berufen, dem Vaterlande noch große Dienste zu leisten! (Stott, hat es zu Meinem aufrichtigen Kummer anders gefügt! Er stärke Sie in Ihrer Trauer. Wilhelm I. B. — Die „Natl. Korresp." schreibt, Reichstagsabg. Dr. Paasche habe in der am 10. Januar in Quedlinburg abgehaltenen öffentlichen Wählerversammlung die von Kreuznach verbreitete Meldung richtig gestellt, daß er in der dortigen Versammlung behauptet habe, es seien in aller- jüngster Zeit ernste Verwickelungen zwischen England und Deutschland nur durch die Geschicklichkeit ter deutschen Diplomatie hintangehalten worden. Dr. Paasche stellt fest es sei ihm nicht eingefallen, eine derartige Behauptung aufzustellen, vielmehr habe er sich dahin geäußert, es liege für uns eine größere Gefahr in dem englischen Brotneide als darin, mit dem Nachbar die Klingen kreuzen zu müffen. — Zur Erleichterung des Schlachtviehverkehrs innerhalb des deutschen Reiches sind unter Vermittlung des Staatssekretärs des Innern seitens derjenigen Bundesstaaten, in denen staatliche obligatorische Schlachtviehver- sichenmgsanstalten bestehen, allgemeine Grundsätze über deren Betrieb und über deren gegenseitige Anerkennung vereinbart worden. Alle hiernach zur Zeit beteiligten Regierungen haben den im Reichsanzeiger gestern abgedruckten ^allgemeinen Grundsätzen, betreffend die Wirksamkeit der in einzelnen Bundesstaaten bestehenden und künftig etwa entstehenden öffentlichen Schlachtviehversicherungsanstalten", zugestnnmt, während den übrigen Regierungen der derzeitige etwaige Beitritt zu den bezeichneten „Grundsätzen" offengestellt worden ist. Von dieser Befugnis ist bereits mehrfach Gebrauch gemacht worden. Ferner ist vorgesehen, daß je nach den einzel- staatlich getroffenen ober etwa noch zu treffenden Einrichtungen auch provinzielle, kommunal oder sonstige öffentliche Schlachtviehoersicherungsanstalten die auf sie anwendbaren Bestimmungen der „Grundsätze" als für sich verbindlich anerkennen und dadurch auch ihrerseits zur Erleichterung deS Schlacht- viehverkebrS beitragen können. Jlusland. London, 13. Jan. In der gestrigen Sitzung desStadt- rates wurde ein Schreiben des deutschen Botschaftsrats, Graf v. Bernstorfs, verlesen, in welchem imt Erlaubnis! nachgesucht wird, daß das der Korporation gehörende, in der Bibliothek der Guildhall aufgehängte Gemälde Pop lehs „Die Belagerung von Gibraltar", für den- deutschen Kaiser durch Mr. Sephton kopiert werde. Tie Korporation erteilte die Erlaubnis und sprach dabei ihre große Freude aus, dem Kaiser dienen zu können. Madrid, 13. Jan. Die Abreise ter außerorden t- l i ch en Gesandtschaft, welche sich nach Berlin begibt, um dem Kaiser die Uniformen für die vom König verliehenen Ctoate in der spanischen Armee zu über^ bringen, ist endgilsig auf den 23. Januar festgesetzt. te i c n, 13. Jan. Uebereinstimmende Blättermeidungen aus Budapest konstatieren, daß auf- der geftrigen gemein samelt Ministerkonferenz ein v o l l k o nt mene s E i n v e r nehmen bezüglich derjenigen Instruktionen erzielt wurde, mit denen die beiderseitigen Vertragsunterhändler sich heute zum Mschluß der Vertraasverhandltmaen, nach Berlin begeben. Tie endgiltige Entscheidung dürfte in den nächsteil Tagen fallen. Dem Z u st a n d e f o mm e n de s HandeLSvertrags könne nun afler Wahrschefltlichkeit nach entgegengefeben werden. Par"iS, 13. Jan. In der I epntierten kammer beschuldigte heute L'Hop leau (rad. Republ.) den Minister- Ans MM und Kapd. Gießen, den 14. Januar 1905 in vielen Der Redner aus starken f e st e n Heile In der vergangenen Nacht wurde lüderlicheS Frauenzimmer betroffen Ebenso wurde ein junger öauS* Konzerts kommen. 4. A.-M. Nr. 9. •* Verhaftungen, am hiesigen Bahnhof ein und zur Haft gebracht. des Vaterlandes benötigen. •• GießenerKonzertverein. die heutige Bekanntmachung des Vereins im Zusammenschlusses aller Bürger zum 2. Mein Traum, Walzer von „Lohengrin", von Wagner. trank auf das Wohl und die Zukunft des deutschen Vaterlandes. (Bangemachen gilt nicht, Herr General! Majestät dürfte sich über diese ganz und gar unzeitgemäße und unbegründete Kriegsprophetie nicht sonderlich freuen, und noch weniger wird der ängstliche Großfriedensbewobrer Bülow diese Exzellenzworte billiaen. D. Red. d. Gieß. Auz.) Gelegenheit zum Bestritt gegeben werden. Die Mitgliederliste enthält Namen aus den verschiedensten Ständen und Berufskreisen, von Gewerbetreibenden in leitender und dienender Stellung, Großindustriellen, Universitatsprofefforen, Lehrern, Juristen, Kaufleuten, Beamten, eine Zusammensetzung, die eir? sichere Gewähr bieten dürfte für die Erreichung des Vereinszweekes: „unter feinen Mitgliedern Interesse und Verständnis für städtische Angelegenheiten zu wecken und zu pflegen und dadurch die städtischen Interessen im allgemeinen zu fördern^. Wenn, wie der günstige Anfang erhoffen läßt, alle Kreise der Stadt ihre Pllicht erkennen und tun, dann kann cs nicht ausbleiben, daß der «Vürgerverem Gießen* an seinem Teil segensreich mitwirkt an einer der großen Aufgaben der Gegenwart: das konnmmalpolitische Denken zu schulen und auf eine höhere Warte zu stellen als auf die Zinnen klein- icher Jntereffenvertretung. ** Ein Besuch der Stadtvertreter Marburgs in Gießen. Der Be.geord. Sardemann von Marburg, mehrere Stadtverordnete und technische Beamten von dort besichtigten gestern sehr eingehend unser städtisches Elektrizitätswerk und besuchten bann folgende Gewerbebetriebe, welche an bas Werk angeschloffen sinb: Bruhl'sche Druckerei, Bäckerei Keil, Bäckerei Löber, Möbelfabrik Reiber, Wurstfabrik Fritz Schreiner, Faßfabrik Wellhöfer und Schlosserei Wiegand. Zum Schluß kehrte man noch in unserem Volksbab ein. Die! Fräulein Bertha Krupp, bie Tochter bes verstorbenen .Kommerzienrats Alfreb Krupp unb Erbin der Krupps schen Werke, hat sich mit bem praktischen Arzte Dr. W. Heck in Rheydt verlobt. Heer un?T~$10ffc. Breslau, 13. Jan. Bei der Einweihung des netten Zrmungshauses der Fleischerinnung in Anwesenheit des Kommandeurs des 6. Armeekorps, Generals v. Woyrsch, feierte der Stadtkommandant Generalleutnant v. Trotha die Autorität und sagte dabei: Wer aufmerksam die Vorgänge in Ostasi en betrachte und tiefer in bie Karten blicke, müsse sich sagen, daß vielleicht recht bald die Zeit komme, wo wir in Breslau der Autorität und des trräfibenten der Spionage gegen bie Deputierten und Tagte, der Rücktritt des Kabinetts sei notwendig, denn es stabe die Majorität desorganisiert «Beifall im Zentrum). ES kam jedoch heute zu keinem Beschlüsse, vielmehr wurde nach längerer Debatte jede Entscheidung vertagt. Petersburg, 13. Jan. Das Ministrrkomitee hat heute die Beratung über die Ausbesserung b-fft Lage der Presse abgeschlossen und bann die Grabing über- die Kompetenzen und die Zusammensetzung 6er landschaftlichen und der städtischen Sc lb stv e r wa lt - ungsorgaue begonnen. (Wic sich bas Ministerium entschieden hat, wird diskret verschwiegen. D. Red.) — Infolge einer Petition des Schauspielers Fischsohn -aat der Zar ungeordnet, daß von nun ab. den Inhabern von jüdischen Theatern keinerlei Schwierig- *eiten mehr in den Weg gelegt werden. I bursche in einem in der Rodheimerstraße befindlichen Garten- ! Haus obdachlos betroffen und verhaftet. ** Suchet Eure Schlittschuhe hervor, so rüst uns der heutige schöne Wintertag zu, und tummelt Euch auf dem Eise. Die Eisbahn an der Moltkestraße wurde heute eröffnet. Darmstadt, 13. Jan. Profeffor Dr. Harnack, bet am 1. April d. Js. nach Stuttgart übersiedelt, hat nunmehr seinen Sih in der Stadtverordnetenversammlung eingenommen, so daß die Frage, ob in diesem Falle der nächsthöchstbestimmte Nichtgewählte für ihn in bie Versammlung einzutreten ober der Sitz während der ganzen drei Jahre bis zu der nächsten allgemeinen Wahl frei zu bleiben habe, nicht zur Entscheidung kam. kleine Mitteilungen n u § Hessen und den Nachbarstaaten. Hauptlehrer Weil und Frau in Krofdorf feierten am 11. ds. M. ihre goldene Hochzeit (nicht die silberne). Das ihnen au§ diesem Anlaß überreichte kunstvolle Ehrendiplom der Gemeinde Krofdorf war in der Brühl- schen Universitätsdruckerei in Gießen hergestellt worden. — In Hungen verkaufte Hr. Reinhard Leschhom, z. Zt. in Frankfurt a. M. wohnhaft, seine in der Kaiserstraße gelegene Hofraite an Hrn. Ludwig Stein für 20 000 Mk. — Das in der Heege in Grün berg gelegene, noch nicht lange erbaute Wohnhaus des Eisenbahnsekretärs a. D. Heisler ist zum Preise von 16 500 Mk. an Herrn August Will in Gießen veräußert worden. — Die vereinigten Kolonialwarenhändler in Marburg haben fast einstimmig die Durchführung des 8 .Uhr Ladenschlusses beschlossen. — Die Stadtverordneten in Hanau beschlossen bie Einrichtung einer Untersuchungsstation für Tuberkulose. Marburger Herren erhärten sich von bem, was sie in Gießen gesehen hatten, sehr befriedigt. , ** Gesellschaft für Erb- unb Völkerkunde. Kriegerisch bewegte Zeiten bieten dem Ethnographen eine ganz besonders günstige Gelegenheit, Einblicke in bas Seelenleben der beteiligten Völker zu gewinnen. Der Gewinn wirb um so reicher ausfallen, wenn es sich um Kulturvölker handelt, die es bisher verstanden haben, bem Beobachter mit größter Zurückhaltung erfolgreich solche Einblicke zu versagen. Diese Erwägung veranlaßte ben Redner )es gesttigen 4. Vor ttagS abends, ter nm Rnb. Zabet-Dres- >ep, im Februar des verflossenen Jahres sich in Begleitung einer Gemahlin nach Japan ein zuschiffen, um dort zu versuchen, als Kriegskorrespondent Eingang zu gewinnen in das zurzeit heiß umstrittene Land Korea. Seine bitteren Erfahrungen in dieser Eigenschaft veranlassen ben Reisenden, über das Verhalten ber Javaner Be- chwerde zu führen. Diese hielten nämlich zurzeit seiner Landung in Jokohama nicht nur 80 Kriegskorrespondenten mit leeren Redensarten im Lande zurück, sondern gestatteten auch den im Felde tätigen Kollegen nur insoweit einen Einblick in ben Gawz der kriegerischen Ereignisse als es dem zu ihrer Begleitung beigegebenen Generalstabs- ofsizier gerade angebracht erschien, sodaß der Wert ber Berichterstattung von japanischer Seite außerordentlich gering anzuschlagen sei. Der Redner nimmt Gelegenheit ich eingehender über das Eindringen euroüäifdjer°Mtur m Japan auszusprechen und bestreitet ganz entschieden daß dieses Land nun als kulttviert in unserem Sinne aufzu- ,affen sei Dem widerspreche nicht nur die historische Ernt- : Wicklung sondern auch die Mottve durchaus selbstsüchttger j veranlaßt hätten, bei Europa in bie Wc zu gehen. Der Redner glaubte es bedauern zu müssen daß namentlich Deutschland dem gelben Schüler alle Er-1 Der Hrpa. Tie Neutralität Chinas Bat während des gegenwärtigen Krieges von vornherein einen schweren Stand gehabt. Klagen in dieser Hinsicht sind wiederholt Don beiden Kriegführenden erhoben worden. Heute wird von einer formellen Erklärung Rußlands zu dieser Frage im folgenden Telegramm berichtet: Petersburg, 13. Jan. Die russische Regierung hat ein Rundschreiben an die Mächte gerichtet wegen der Verletzung der ^Neutralität während des verflogenen Zeitabschnittes des russisch-japanischen Krieges durch China, In dem Schreiben wird China für unfähig erklärt, seinen Verpflichtungen nachzukommen: sodann wird eine Reihe bekannt gewordener. Neutralitätsverletzungen anfgeführt und es für wahrscheinlich erklärt, daß diese Handlungsweise in derselben Weise sottgesetzt werde. Dies könne das Land in gefährliche Bahnen bringen. Die von den europäischen Mächten gleich zu Beginn des .Krieges gemachten Versuche, die Neutralität Chinas zu sichern, hätten keinen Erfolg gehabt; aber die Aufreizung gegen die Europäer hätten eine ernfte Lage geschaffen, die Rußland bewogen habe^ die .allgemeine Aufmerksamkeit darauf zu i^ken Zum Schluß des Schreibens nimmt Rußland das Recht für sich in Anspruch, sich in der Angelegenheit der Neutralität Chinas von seinen eigenen Interessen leiten zu lassen. Vorwürfe gegen General Stöffel wegen angeblich verfrühter Uebergabc von Pott Arthur werben in Rußland vielfach erhoben. Nun äußett sich auch der ruffffche Generalmajor Geißmann in der „Birshewija Wiedomosti" dahin, die Gerechtigkeit hatte wenigstens Bedingungen erfordert, die äußerlich der militärischen Ehre mehr Genüge getan hätten. Von der Gerechtigkeit könne man im Kriege aller- bing3 nicht reden, wenn sie nicht von der nötigen Kraft unterstützt werbe, jm gegebenen Falle aber sei die Lage der Festung noch io gewesen, daß die Feinde bei ihrer Erstürmung ungeheure Verluste erlitten hätten. Offenbar hätten die Japaner anfangs selbst To_ gebaerrf und günstigere Bedingungen zugestehen wollen als spater Hiermit erkläre sich auch die in alle Welt posaunte Nachricht, mb die Bedingungen „ehrenvoll" seien. General Geiß- mann g l a u b t nicht, daß die Presse diese Bedingungen auch letzt noch Tür e hrenvol V* halten roerbc. „schließlich ist nur die Minorität der Offiziere darauf eingegangen, oas geforderte Ehrenwort zu geben, nur die Minorität F™ Kunden, die übrigen aber haben es vorgezogen, Mx> edntM ber Soldaten zu teilen. Sie haben das Ver- Ivrechen, an den weiteren Operationen nicht teilzunehmen, nicht gegeben und werben^als Knegsgesangene nach Japan geschickt . . . . In der Prepe ist mitgeteilt worden, daß der Beschluß zu .abitulieren einstimmig gefaßt wurde, ja, daß General Smirnow, in Anbetracht der Krankheit General Stössels den ^apuulatwnsantrag aufgesetzt und General Nogi zugeschlckt habe Dr^es letztere ichemt jetzt mehr als zweifelhaft" Heimreise Stössels läßt sich 'der „Petit --Petersburg telegraphieren: Es wird behauptet, Deswegen General Stöffel die Freiheit auf Ehren- wvtt angmommen habe, hege tn der Notwendigkeit, dem Zaren bie ©reigntffe von Pott Arthur zu übPr r in Marseille landen und dann Rußland teilen, um unterwegs vom Deut- ^rden Pour le meritc entgegenzunehmen. An- mum Opfer fallen dürfte. 9111 d) Schmelzhüttew Au4sübruna eines iür Kiesi-n ü-w-chtigsten Te,l« nen-n m?PrmMlk»X Ich offeriere zu Tagespreisen., von 80 Ztr. an: grw. Nnftkohlen „ Anthrazitkohle« Bratturolil.Briketts Gas 5kokS Iliiiiirnhck htbr troitcH). Gg. Unverzagt löOl Httmbergcrslraße 18, Aufruf. Der blutige Krieg in Ostgsien fordert ununterbrochen neue Opfer. Dw sanitären Maßregeln beider Armeen werden von der unter dem Roten Kreuz organisrerten freiwilligen Liebestätigkeit beider Nationen unterstützt. Auch die Schwesterorganffattonen von neutralen Staaten haben ihre Hilfe im Sinne und Geist der Genfer Konventton zur Verfügung gestellt. DaS Deutsche Rote Kreuz, welches seit seinem Bestehen auf keinem Kriegsschauplatz untätig geblieben ist, hat seine Hilfsbereitschaft zunächst durch Materialsendungen nach Rußland und Japan betätigt. Vermehrte Hilfe wird aber nunmehr von beiden Setten erbeten und für Rrrßland durch die Gestellung eines deutschen Feldlazaretts mit Personal und Material, für Japan durch^ umfangreiche Beschaffungen von Verband- und Desinfektionsmitteln und loarmen Sachen, sowie durch Ergänzung des zur Verfügung gestellten deutschen Marinelazaretts in Pokohama zur Ausführung gebracht. Diese Leistungen entsprechen beidersettigen Vereinbmumgen. Um, sie auf die Dauer in ausreichender Weise durchführen zu können, bedarf es erheblrcher Mittel, umsomehr, als die Vereinsorganisation gleichzeitig und in erster Linie durch den Ausstand in Südwesiafrika in Anspruch genommen ist. Das unterzeichnete Zentral-Komitee wendet sich daher an alle diejenigen Kreise m Deutschland, welche zu der Linderung der großen Kriegsnot beizutragen wünschen, mtt der Bitte, durch gütige Spenden die Hilfstätigkeit des Roten Kreuzes auf dem ostasiatischen Kriegs- schauplatz imterstützen zu wollen. Berlin, 22. November 1904. 73 Withelmstraße. DaS Zkiitral-Ksmtee her Teiitschca Vereiae vam Roten Kreuz. Vorstehenden Ausruf bringen roic zur Kentnis der Einwohnerschaft unserer Stadt nnt der herzlichen Bttte, durch zahlreiche Gaben das Liebeswerk des Vereins vom Roten Kreuz' fördern zu wollen. Zur Annahme von Geldbeiträgen erklären sich die Unterzeichneten sowie waggp Würze maggi5 Sippen Kreuzstern tel»en»strllung bei sehr gutem Verdienste kann sick intellig., energischer Herr durch den provifionswen'en Vertrieb unserer weltberühmten Futterkalke u. and. Spezialitäten erwerben. Auch als Nebenerwerb passend. Bedingung ist laufender Besuch der Landwirte dortiger Gegend. Nur sehr tätige, gut beleumundete Herren wallen sich mit uns in Verbindung sehen. E. Graickcn & Co., chemische Fabrik, Leipzig Eniritzs.i». Todes-Anzeige Verwandten, Freunden imb Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante zr« Katharina Rippert Wwe. geb. Kröck im 85. Lebensjahre heute mittag um 1 Uhr zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Friedberg, den 13. Januar 1905. M°« ach.- genau auf ben Namen „MAGGI«. C14/1 S5tun neuen Saalbau früher Steins Garten. Sonntag, den 15. Januar: Grosses Konzert ' im festlich geschmückten Sale des Schützenvereins ausgeführt von der ganzen Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C- Kransse. Spielplan: 1. Die Ehrenkompagnie, Marsch. Karins. 2. Ctavertnre „Maritana“. Wallace. 3. Zug der Frauen (Lohengrln) Wagner. 4. Fantasie militaire. Leonard. Solo f. Violine (Herr <31681.) 5. Fest-Ouvertüre. Klughard. 6. Die beiden kleinen yInken, Solo f. 2 Pikkoloflöten. Kling. (Herren Jonas und Hoffmann.) 7. Lenz und Liebe. Walzer. Fz. v. Blon. 8. Fantasie eu d. Op. Der Geigenmacher von Cremona. Hubay. 9. Dans Macabre. Saint-Saöns. 10. Lola. Italienische Serenade. Friede- inann. 11. Nauheimer Sprudel. Galopp. Krausse. 12. Aus vor- gangenen Zeiten. Historische Albumblätter nach Originalen a. d. $18.—19. Jahrhundert zusammengesetzt von Böttge. *"/» (Antang 5 Uhr.Eintritt 40 Pfg, Giessener Konzert-Verein Für das am L6. Februar 1905, nachmittags 5*/4 Uhr. dahier ^in der Turnhalle stattflndende II. Orchester-Konzert unter Mit- Mrkung der Violinistin Fräul. Helene Ferchland aus Berlin sind IfcJgpqd* Werke in Aussicht genommen: L Vorspiel zum I. und Schluss des HI. Aufzugs aus Richard Wagner’s ParsifaL 2. Es-dnr-Violin-KoDzert von VF. A. Mozart. < 8. Allegro con gracia aus der Symphonie pathdtique No. VI, Petar Tschaikowsky. 4. Violineoli. 5. Tod und Verklärung, Sinfonische Dichtung voi Richard Strauss. / Da das Konzert mit diesem Programm mit ganz ausserordent- fichen Unkosten verknüpft wäre, so ist die Ausführung davon abhängig, dass der Verein auf eine sichere erhebliche Tageseinnahme eeben dem Abonnement rechnen kann. Um nun festzustellen, ob genügendes Interesse an dem Zustandekommen des Konzertabends mit diesem Programm vorhanden ist, ersuchen wir alle Musikfreunde, bis spätestens zum 20. Januar abends ihren Bedarf an Tageskarten in die bei Herrn Ernst Challier aufgelegte Liste einzuzeichnen. Die Preise für diesen Vorverkauf sind 2.50 Mk. (Sperrsitz 3.50 Mk.). während später die Preise auf 3 oezw. 4 Mk. festgesetzt sind. Bei unseren Mitgliedern wird eine Liste umgehen. t“/1 Der Vorstand. i.—. — —....------- — . ------— ...--------------— ---------- Edelweiss. Sonntag den 15. Januar auf Lonys ZLierketter: Große Kappenfitzung mit Tanz. Freunde und Görurer des Vereins willkommen 1 Anfang 4 Uhr. Zutritt frei. 0232 Der Borstaub. Grosze Aula der Universität Mittwoch den 25. Januar 1905, abeubS 8 Uhr: Vortrag des Herrn Marti» Maier, Missionar der Basler Missions- geselljchajl in China, über: Die gelbe Gefahr. Eintritt frei. — Freiwillige Beiträge werden beim Ausgang dankend angenommen. D14/1 D. Drews. Dr. Sievers. D. Schlosser. Tanz-Unterricht Mein neuer Kursus beginnt wieder 0280 Montag den 6. Februar. ®efL Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung Souueustraße 5. Privatunterricht zu jeder Tageszeit. Joseph. Möhl, Tanzlehrer. Statt besonderer Anzeige. 271 Verlobte. Wetzlar. Giessen. Januar 1905. Anna Tross Willy höher Holzversteigerung. /Donnerstag den 19. d. Mts., von 9 Uhr beginnend, soll im Reiskirchener Gemeiudewald, Distrikt Walbersberg, nach- ' verzeichnetes Holz versteigert werden: 1) 72 Eichen-Stämme von 13—34 CLm. Durchmesser und ; 8-12 Mir. Länge = 28,88 Im, /2) 6 Kiefer-Stämme von 2,03 Fm. 439 Fichton-Stämme von 13—34 CLm. Durchmesser und / 10—20 Mtr. Länge = 167,76 Fm. (4) 193 Fichten Derbstangen von 10—12 Ctm. Durchmesserund 10—20 Mtr. Lange — 24,51 Fm. / Die Zusarnlnenkunft ist auf dem Wariweg in der Nähe sder Schäfsrschnotse. S Reiskirchen, 13. Januar 1905. z ^roßherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Warner. 292. ■ MM Musik Instrumente allerneuesten und verdefferten SrzstemS, geeignet für Wirte, Hoteliers, Private usw. kaust man am vorteilhaftesten, billigsten und mit langjähriger Garantie bei Heinr. Schäfer, Kmmstr. 10. woselbst stets solche zum Anhören ausgestellt sind. Erstklassige elektrische Klaviere, sowie Tau-- und Konzert - Justrumeute neuesten Systems können in genügender Auswahl hier am Platze angehört werden. Für Wirte, bei welchen keine elektrische Anlage vorhanden, empfehle Instrumente mit Ge- wichtsauizug in jeder Preislage. 099 Günstige Ratenzahlungen. —— Vertreter überall gesucht. Heschäfts-Kmpfeh lung. Bringe hiesigem und auswärtigen: Publikum zur gefälligen Kenntnis, daß ich unterm Heutigen am hiesigen Platze eine Ws.mHmillkMtzerei errichtet habe. Indem ich mich bestens empfohlen halte, bitte ich um geneigten Zuspruch. Hermann Euler IL 57 Ludwigstraße 57. sse Labmtmnnl «.technisches Bvrean f. die JudHrie Dr. Alfred fötaub, Cassel, Chemiker und Ingenieur. Untersuchung und Begutachtung von Ton, Lehm, Kalk, Sand usw. Erteilung von Ratschlägen zwecks gewinnbringendster Verwertung derselben. Entwürfe von Ziegelelanlagen, Chamotte-, Tonwaren- u. Kunststein'abnken. Rat m allen technischen Fragen. Beseitigung von Fabrikationsschwierigkeiten. Lieferung sämtlicher Maschinen u. Bedarfsartikel für (Lmrichlung u. Betrieb genannter Fabriken. — Untersuchungen jeder Art, Bestimmung des Heizwertes der Brennmaterialien« Untersuchungen von Kesselspeisewasjer uiw. werden zu ___________________billigsten Preisen ausgeiührt.__hv”/10 GeaegVerde KiterM Samstag den 14. Januar, abends 9 Uhr: ordmtticheHeneralversammlung Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Maskenball. 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der TageS-Ordnung bitten wir die Mitglieder um zahlreiches Erscheinen. v11/, Der Borstand. Bekanntmachung. In das Handels - Register Abt. A wurde heute eingetragen die Firma „Georg Todt* zu Gießen; Inhaber Kaufmann Georg Todt das. Angegebener Geschäftszweig: Zigarren-Ver- sandtgejchäst. BH/t Gießen, den 13. Jan. 1905. Großherzogliches Amtsgericht, ßchmrsteigerung im Gictzener Stadtwald. Donnerstag den 19. Januar 1905, vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen nn Gießener^tadt- wald in den Distrikten Oberhag, Unterhag, Heegstrauch uns Waldshut versteigert werden: 3894 Fichtenstangen nut 104,86 lrn, 26 Rmtr. Nadel-Scheitholz 68 „ NadeLKuüppelholz 1 „ Erlen-Knüppelholz 84 „ Nadel-Stockholz 2780 Wellen lltadel-Reisig. Die Zusamnwnkunft ist aus dem alten Steinbacher Weg am Waldeingang. B14/1 Gießen, den 12. Ja>luar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Lurschmann. Versteigerung. Montag den 16. d. MtS., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Marktplatz 20 im Adler 1) Haus- und Küchengeräte aller Art, 2) eine große Partie Zigarren, 8) mehrere Stämme Werkholz, 4) eine Partie Schuhwaren u. v. A. gegen bar versteinert werden. Gießen, den 34. Januar 1905. 295| Setpel, Gerichtsvollzieher, Versteigerung. Montag, den 23. b. MtS., vormittags von 9 Uhr au, soll das zum Nachlasse des verstorbenen LU)rmad)er Reit dahier gehörige Ul>rmacher-Handwerks- zeug, Werkbank mit sämmtlichem Zubehör, Theke, Drehbank, versch. Schraubstocke und eme große Anzahl Uhrenteile pp. öffentlich mefflbieterrd gegen bare Zahlung versteigert werden. 304 Grosten-Bujecham 13. Jan.1905. SchwüLV» Ortsgerichtsvorfteher. Montag den 16. Januar d. I., nachmittags 4 Uhr, soll ein der Gemeinde Lang- Göns gehöriger fetter Faselochs beim Gemeinde-Faselstall daselbst versteigert werden. Lang-Göns, 13. Jan. 1905. Gr.BürgermeistereiLang.Göns. R 0 mpf. 273 Beachten । Sie und fragen bei Bedarf an Z. Balth.Häuser, Sarbeulrich t empfiehlt D7/i = Zuttn-u Maschmaschikkil Milchzentrifugen | ferner: sämtliche laubwirt- =r schaftlichen Maschinen und Geräte nur anerkannt best- 2. bewährte Fabrikate._____ llMhltze AneckiMM» aus aller Welt bestätigen, daß es bet Husten, Heiserkeit, Hals-u. Kruft, leiden, Kerschleimung (Katarrh), Keuchhusten kein dergleich. Mittel flieht, welches sich auch nur an- nähernd mit den sege»rsreichen Ergeitschasten des Rheinischen Trauben-Brust-HonigS vergleichen könnte. Vorrätig ä Fl. 0,60, l,l'/,u.3Mark bei' E. G. Kleinheuu,Delic.°u.C.olonialw. in Hieße«, Bahnhosstr. 59. 282 Wer daran leidet, gebrauche die allem bewährten hustenstillenden und wohlschmeckenden Kaiser BruÄamdlen (Atalzextrakt in fester Form). 2740 not. beglaubigte Zeugn. be- weissn den sich. Erfolg bei yusten Hesterkeil, Katarrh und Verschlei' 11111119. Paket 25 Psg. Niederlage in Gießen bei H. E. Jughardt, Inh. Aug. Wallenfels, Marktplatz 15 Georg Wallenfels, Marktplatz 21' Christian Wallenfels, Inh. Albert Wallenfels, Marktplatz 17, E. Dort Walltorstraße 45, L. Steinhäuser- m Wieseck bei Aug. Seibert. D2/’ Kreppeln täglich frisch bei 128 Hofbacker Moll, Mä'uSburg 12. ______ Täglich frische BCreppeSn. 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