Kinder 7 fOrreise1'^ *5^ Lande gchch. \P« l.9Ctt?ber"efl 9S e~--•sgMei ähobeomädcbeD “■feSÄE- dereLüufsrail ob. yiäbini 111. PfOHhAH.-.- n, . U)nI &;Ue ßeiudjt. iconco ,,l,nmI K; lötzUM/ Den an. M Sa(nljofffrff»t bl. I \t btiwitexbt 1 ä^li^WR nm Wale iWMWB pachten oder käuflich zu ufo Etl. Meldungen unter 4G. den Gieß, An;, erbeten. ! J4;u 10000 KL auiri ft W sichende L HyPM Zchristtiche Meldmgen m iM ®, iüK**h- ^ses j k ' 7* I a»v V1 gehende Bcrläuferm L k per 1. Oktober am liebte me ßonbitotti Offert uw K. 326 postlagernd, (0&.r M ilta Fräulein ches alle Hausarbeit (n. • >t Ltelluug bei lob. 221»- it. bei einem ölt Ehevaei rchrisll. SBIelbungen unter 46s den Gießener Än;eiqer e^ 155, Jahrgang euer Anze Mittwoch 13. September 1905 8totohon6bnid und Verlag de» Brühl Ich« Uninerfuätst)ruderet ÖL Laag«, OttBafc Redaktton, Expedition a. Druckerei i Schulst».R. Tet Nr. 6L Tel eg r^-Adr. r SUy«tfl« Nr. 215 Zweites Blatt. Brschewt Sßttch mtt Ausnahme befl Sonntag». »te ^Wtttzenrr Familienblätter* werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der Ehrlichs CaHöeUf erscheint monatlich einmal General-Anzeiger, Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. Der wirtschafttiche Yuhen des Krieges für Japan lieber die 'Absichten der Japaner in Korea und in 6er Mandschurei teilt der „Ostasiat. Lloyd" aus einem soeben erschienenen Auflatz des Grafen Okuma, des bekannten lapanischen Staatsmannes, folgendes mit: Tie japanische Bevölkerung nimmt in außergewöhnlichem Maße zu. Zu der Zeit, als das Land dem fremden Handel erschlossen wurde, betrug sie etwa 30 Millionen; jetzt ist sie auf mehr als 50 Millionen gestiegen. Im Hinblick aus den Umstand, daß die Zunahme lediglich auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung zurückzufüh-ren ist, darf eine schnellere -Steigerung der Einwohnerzahl als je erwartet werden. Der Zuivachs der Bevölkerung bat die wirtschaftlichen Bedingungen des Landes wesentlich geändert. Bor dem chinesisch-japanischen Krieg führte Japan mit 'Ausnahme der Jahre schlechter Ernten nur selten Reis aus andern Ländern ein. Nach dem Krieg war das Land genötigt, nicht nur in schlechten Jghren, sondern auch selbst bei den reichsten Ernten Reis einzuführen, und es ist der Zunahme der Landwirtschaft beinahe unmöglich, mit dem Bedürfnis der zunehmenden Bevölkerung gleichen Schritt zu halten. Da der'Ackerbau unser Volknicht ernähren kann, müssen wir uns nach dem Handel als einer Quelle des Unterhaltes für'das Volk um sehen. Für Japan ist keine Gegend zur Betätigung des Handels geeigneter, als Korea und die Mandschurei, wo unser Einfluß schnell wächst. Der Flächeninhalt der beiden Länder ist dreimal so groß, wie der Japans, während die Bevölker- nngszahl nur die Halste der japanischen erreicht. Tie beiden Länder bringen so große Mengen von Nahrungsmitteln hervor, daß wir unseren Bedarf an Bohnen und Gerste und anderen Cerealien hauptsächlich durch ihre Erzeugnisse decken könnten. Durch die Einführung moderner Maschinen, japanischer 'Arbeiter und die Anlage moderner Verkehrswege kann die Prodnktionsfähiokeit dieser Gebiete aber noch erheblich gesteigert werden. Nicht nur Cerealien, sondern auch Fleisch und Früchte können von dort bezogen werden- Ein aussichtsreicher Handel kann dadurch auf geb aut werden, daß Japan das Rohmaterial aus jenen Gegenden einführt und den Kontingent dafür mit Manufakturwaren versieht- Sollte auch der Handel für einzelne Kaufleute nicht gewinnbringend sein, der Nutzen, den das Volk daraus ziehen wird, ist groß und notwendig. Korea ist zwar ein gebirgiges Land und für Ackerbau wenig geeignet, aber in der Mandschurei sind die weiten Ebenen des Liao und Sungari außerordentlich fruchtbar. Der dort wachsende Weizen soll den von Kanada an Güte übertreffen. Das meistversprechende Unternehmen in der Mandschurei wird der Bau der Zuckerrüben sein, die jetzt in Deutschland gepflanzt werden. Das Klima der Mandschurei ist dem in Deutschland ungefähr gleich, der Bau der Zuckerrübe ist demnach möglich. Japan verbraucht jährlich 250 000 Tonnen Zucker, und diese Menge nimmt zusehends zu. Im Falle eines rationellen Zuckerrübenanbaues in der Mandschurei werden wir unseren Bezug an Zucker aius Deutschland und den Tropengegenden aufgeben (!) und sogar raffinierten Zucker wieder nach der Mandschurei ausfuhren können. 'Außerdem ist die Bevölkerung der nördlichen Mandschurei ein großer Konsument von alkoholischen Getränken, sodaß die Japaner für ihre großen Brauereien einen guten Markt dort finden werden. Die großen Ebenen der nördlichen Mandschurei und der Mongolei sind durch ihre Weideplätze bekannt. Die Bewohner treiben Viehzucht. Da ihnen aber die Kenntnis zu einem gewinnbringenden Betriebe abgeht, haben sie bisher einen Erfolg nicht erzielen können. Auch auf diesem Gebiete eröffnet sich den Japaner:: ein Wirkungsfeld. Japan führt jährlich für ungefähr zehn Millionen Den Wolle em; der Nutzen, den unser Land aus der Viehzucht ziehen würde, wäre demnach recht bedeutend. Außer den obengenannten wirtschaftlichen Quellen gibt es in Korea und in der Mandschurei an den Ufern des Yalu und Sungart ausgedehnte Wälder und auch Kohlen- und andere Bergwerke. Um diese Schätze ausbeuten zu können, müssen wir ein ausgedehntes Eisenbahnnetz haben, was wohl am besten auf staatliche Kasten erbaut wird. Es ist die Pflicht der Behörden, Kaufleute, die aus dem Kontinent Geschäfte eröffnen wollen, ungehindert zuznlassen; sie mögen ihren Handel mit Ausländern oder Eingeborenen treiben. Der Grundsatz der offenen Tür muß immer und überall aufrechterhalten werden. Tie offene Tür ist der Zweck des Krieges, nicht eine Gebietseroberung^ Die Oberhoheit über die Mandschurei muß China unter gewissen Bedingungen zurückgegeben werden, jedoch nicht eher, als bis volle Ordnung hergestellt und die künftige Sicherheit gewährleistet ist. Wenn Friede und Ordnung in der Mandschurei eingekehrt sind, können wir auf einen großen industriellen Aufschwung hoffen. Der wirtschaftliche Verlust infolge des Krieges wird durch den Nutzen, den wir aus der Ausbeutung der Mandschurei ziehen, mehr als ausgeglichen werden. Oberst a. D. Gaedke und das preußische Kriegsministerium. Dem Obersten a. D. Gaedke, dem Mitarbeiter des „Berl. Tagebl.", der sich auch längere Zeit auf dem oft» asiatischen Kriegsschauplätze als Kriegsberichterstatter aufhielt, ist infolge eines ehrengerichtlichen Spruches der Offizierstitel und die Berechtigung zum Tragen der Uniform aberkannt worden. Den Grund der Anklage bildete ein Artikel Gaedkes über den Belgrader Königsmord. Gaedke hat dem Ehrengerichtshof die Befugnis bestritten, ihn vor sein Forum zu ziehen. Jetzt teilt der Berliner „Lok.-Anz." zu dieser Angelegenheit folgendes mit: Gaedkes wiederholten Versuchen, diese Rechtsauffassung dein Kriegs- Ministerium gegenüber zur Geltung zu bringen, hat dieses sich versagt; eine Verfügung, daß Gaedke die Pension nicht auszuhändigen sei, sofern er unter Beifügung seines Ofsizierstitel quittiere, wurde jedoch wieder zurückgenommen. Dies wurde ihm durch ein Schreiben der Regierung zu Potsdam mitgeteilt, das die Aufschrift trug: ,Herrn Gaedke in Steglitz." Diese Form der Adreste zum Ausgangspunkt seiner Beschwerde nehmend, hat nun Gaedke unter dem 7. d. Mts. ein längeres Schreiben an denKriegsminister gerichtet, worin es nach einer längeren Einleitung wörtlich heißt: „Wie würden Euer Erzelleuz eS bezeichnen, wenn ich daraufhin diesen Bries an,Herrn v. E i n e m i n B e r l i n" adressierte? Ich lege aus leere Titel an sich nicht den mindesten Wert. Insbesondere können die Behörden durch Zubilligung oder Aberkennung des Titels mir Ehre weder geben noch nehmen. Aber hier handelt eß sich für mich um den Kamps um? Recht und um die Abwehr einer beabsichtigten Unhöflichkeit. Ich gestatte mir daher, Euer Exzellenz ganz ergebenft darauf aufmerksam zu machen, daß mein Verzicht aus die Uniform pon den Militärbehörden nicht anerkannt worden ist, während ich wieder die Rechtsgültigkeit des ehrengerichtlichen Spruches nicht anerkenne. Ich werde unter allen Umständen zu dem Mittel greifen, durch bie Berliner Straßen in Uniform zu fahren, und diese Tatsache alsbald veröffentlichen lassen. Erzwinge ich dadurch keine 91 n- klage, so wird die Ohnmacht und Hilflosigkeit der Militärbehörden vor aller Augen in unverhüllter Nacktheit daliegen, und jeder Verabschiedete wird fortan die Beteiligung au einem Ehrengeri ch t e, die zur Farce geworden wäre, kühl lächelnd ablehnen. Ich will gern anerkennen, daß die Behörden in einer schwierigen Lage sind, nachdem man einmal bedauerlicherweise die Kgl.'Autorität engagiert hat, die ich achte. Was ich verlange, ist darum nicht viel. Euer Exzellenz wollen mich entweder unter 9lnfloge stellen oder in aller Stille veranlaßen, daß nach wie vor sämtliche Behörden mir im amtlichen Verkehr, wie in Preußen ohne alle Ausnahme üblich, den ehrlich erworbenen Titel weitergeben. Euer Exzellenz werden eS auch begreiflich finden, wenn ich eine an „Herrn Gaedke in Steglitz" adressierte Antwort auf dieses Schreiben nicht entgegennehme, und daß ich mir seine Veröffentlichung vorbehalte, sobald eine Behörde mir die gebührenden Titel nicht gibt, ohne daß zugleich eine Anklage gegen mich erfolgt. Mit der vorzüglichsten Hochachtung habe ich die Ehre zu zeichnen Euer Exzellenz ganz ergebenster R. Gaedke, Oberst a. D." Hierzu bemerkt das Kriegsministerium: „Durch vorstehenden Brief wird das Verhalten der Heeresverwaltung in dieser Sache in keiner Weise beeinflußt." Es sei noch bemerkt, daß Gaedke seine Beiträge für das „Berliner Tageblatt" nach wie vor mit seinem Titel Oberst a. D. zeichnet.____________________ Aus pwdt unö Land. Gießen, 13. September 1905. ** Eisenbahnfahrt zur landwirtschaftlichen 'Ausstellung in Mainz. Man schreibt uns: Der vom Landwirtschaftsrat bei der Eisenbahnverwaltung gestellte Antrag auf allgemeine Fahrpreisermäßigung zum Besuche her Mainzer Landes- und Jubiläums-Ausstellung, sowie die Einstellung von Extrazügen mit Fahrpreisermäßigung wurde, trohbem die Ausstellungsleituna bereit war, die Einstellung der Extrazüge aus eigenes Risiko zu übernehmen, abgelehnt Dagegen hat die Eisenbahnverwaltnng genehmigt, daß für Gesell- schasten von mindstens 30 Person e n d. h. sog. GcscllschaftS- fahrten die übliche Ermäßigung eintritt, insofern, daß auf einfache Fahrkarte freie Rückfahrt, außerdem aber noch die aufgelöste (Einzel-)Rückfchrt gewährt wird. Wir bemerken ausdrücklich, daß diese Gesellschaftsfahrten nur an den Tagen des 16., 17. und 18. September und zwar nur für den Besuch der Mainzer Ausstellung genehmigt werden. Gesellschaftsfahrten mit Fahrpreisermäßigung gewährt die Eisenbahnverwaltung zur Zeit überhaupt nicht, ba sie durch die Truppenbeförderung zu dieser Zeit zu sehr in Anspruch genommen ist. ES empfiehlt sich daher, daß laiürwirtsckwftliche Vereine vvn dieser Vergünstigung Gebrauch machen imb eine gemeinsame Fahrt (inf einen bestimmten Taa und Zug nach Mainz vereinbaren. Dazu ist notwendig, daß eine Person am Tage vor der Mfahrt die beabsichtigte Gesell- schaftsfnhrt bei der betreffenden Eisenbahnstation anmeldet und dabei den Antrag auf aufgelöste Rückfahrt ausdrücklich nochmals stellt. Diese betreffende Person würde auch die Fahrkarten, mindestens 30, zu lösen haben und an die Teilnehmer der Gesellschaftsfahrt käuflich einige Zeit vor 9Cbgang des Zuges ab geben. Sofern bei einer Beteiligung von über 30 Personen Fahrkarten zuviel gelöst wuvden, ist die Eisenbahnverwaltung bereit, diese zurück zu nehmen oder zurück zu vergüten.. Doch soll darauf hingewiesen werden, daß auch Nichtmitglieder deS Vereins an solchen Gesellschaftsfahrten teilnehmen können. Zur gefl. Orientierung sei bemerkt, daß de». Eintrittspreis zur Ausstellung am 16. September 1 Mark und am 17. und 18. September 70 Pf. pro Person beträgt. In benienigen Orten, wo Vereine solche Gesellschcktsfalwten nicht organisieren, wäre es im Interesse eines guten Besuches der Ausstellung gelegen, wenn die Bürgermeistereien solche gemeinschaftlichen ffalyrten selbst veranlassen würdm, di"se in der Gemeinde bekannt machen und einen Tag vor der Fahrt anmelden, sowie durch eine bestimmte Person die F->hrkarten lösen und an der Station zum Verkauf bringen würden. •* Das Parteisekretariat der sozialdemokr. Partei für das Großherzogtum Hessen ist nunmehr m3 Leben getreten. Mit der Führung der Geschäfte ist nach dem ,Dffcnb. Abendbl." „Genosse* Dr. David betraut worden. Vom 1. Oktober ab wird der Parteisekretär nach Offenbach übersiedeln. -Zigeunerkolonie Kröge. Man schreibt uns: Der wegen Mordes in Grüningen verhaftete Arbeiter Klein stammt, wie Sie mitteilen, aus Kröge bei Battenberg. Kröge ist eine alte hessische Zigeunerkolonie, der Arbeiter Klein somit ein Zigeuner-Abkömmling. Kolonisten von Kröge arbeiteten früher auch hier in der Schulstraße als Korb»- flechter und Schirmflicker, natürlich auf offener Straße. '"Ein hessischer Alpenwanderer schreibt un® aus Neustift im Stubaital (Tirol), 11. September: Die von der Sektion ©terfenburg (Sitz in Darmstadt) gebaute Starkenburger Hütte an dem eine herrliche Aussicht bietenden hohen Burgstall hat sich nach dem Bau der Stubaital- babn als zu klein erwiesen, so daß sie in diesem Jahr erweitert werden mußte. Hellte fand die E i n w e i h u n g des geräumigen Neubaues statt, zu der sich zahlreiche Sllpenfreunbe aus der hessischen Heimat eingefunben hatten. Eingeleitet wurde die schlichte Feier drirch einen Kommers am gestrigen Abend, bei dem es Münchener Bier vorn Faß gab. Bei Musik- und Gefangsvorträgen verlief der Abend in schönster Weise. Bergfeuer von der Hütte und von der Adolf Pichlerhütte kündeten weithin bas frohe Ereignis. Tie Weiherebe hielt heute mittag Oberamtsrichter Wünzer von Waldmichelbach. Ein Festmahl schloß die einfach-schöne Feier. *• Der Kaninchenzuchtverein von Gießen und Umgegend hielt am 9. und 10. September in den Lokalitäten „Zur Schönen Aussicht* die 1. Lokalausstellung ab. Trotz deS schlechten WetterS konnte man mit dem Besuche zufrieden sein. Es waren zirka 65—70 Nummern Kaninchen ausgestellt. Diese waren eingeteilt in Alttier-, Jungtier-, Kreuzungs- und Verkaussklaffe. Nach Aussage der Preisrichter waren die Kaninchen für eine Lokalausstellung in ganz ausnahmsweise guter Qualität vertreten, und hauptsächlich muß die Jungtierklaffe hervorgehoben werden. — An Preisen wurden verteilt: 1. Ehrenpreise: Karl Jung (Freienseen) für Belg. Riese, Ad. Noll (Gießen) für Silber und Japaner, Frdr. Petter (Gießen) für Holländer, Hrch. Stein (Gießen) für Belg. Riese und Kreuzung und Karl Wiedmeye» (Gießen) für Belg. Riese. Aorstheater. Woran vor ein paar Jahrzehnten noch niemand gemacht, das beginnt jetzt urkräftig zu wachsen. Dem deutschen Dorfe wird die Bühne erobert, richtiger zurückerobert. Jedenfalls ist es Tatsache, daß in vielen Gegenden unseres Vaterlandes Lust und Begabung für die schauspielerische Darstellung menschlichen Lebens und Handelns unter den Landbewohnern vorhanden ist. Und dieser Trieb bricht sich Bahn. Wir sind auf dem besten Wege dazu, daß in Deutschlands Dörfern, wenn auch in sehr verschiedener Form, jedenfalls natürlich und selbstgewachsen, wiederersteht, was offenbar einst im Mittelalter war: daß jedes Dorf seine Schauspiele hatte am festlichen Tag. Diese Entwicklung ist höchst erfteulich und verheißungsvoll. Aber eine sehr schlimme und gefährliche Klippe ist dabei zu umsegeln. Eine Unmasse von minderwertigen, geschmackverderbenden Theaterstücken überschwemmt den Markt. Es ist ein Jammer, mit ansehen zu müssen, wie auf diese Weise der ästhetischen Kultur ungeheuer geschadet und der natürliche, gesunde Geschmack unserer Dorfbewohner, soweit er noch vorhanden ist, durch seichte und sentimentale ,Kimst"-Produkte verdorben wird. Wer das deutsche Dorf lieb hat, wird die Wichtigkeit der Aufgabe, die sich daraus wgibt, begreifen. Für das Torftheater ist das Beste nicht |U schlecht — muß die Losung sein, und nur die Einschränk- mgen dürfen gelten, die stch aus dem geringeren Äus- ,assungsvermögen der im Anhören von Theaterstücken wenig geübten Dorfbewohner ergeben. Aber woher geeignete Stücke nehmen? Die Mehrzahl ;e3 für die städtischen Bühnen Geschriebenen ist wegen einer Kompliziertheit unbrauchbar. Ein Wegweiser fürs Torftheater ist das Ziel, das in möglichster Vollständigkeit alles Brauchbare, das bis retzt vorhanden ist, umfaßt und allen Suchenden Stoff zu Ausführungen bietet. Vorläufig aber gilt's, tote gesagt, das Vorhandene zusammenzufassen. Es handelt sich wesentlich um zweierlei: 1) werden alle ländlichen „Theaterdirektoren", d. h. alle diejenigen, die Aufführungen von Theaterstücken veranlaßt oder geleitet haben, gebeten, an die Geschäftsstelle des deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts- und HeimatSpfleoe (Berlin SW. 110) ein Verzeichnis der von ihnen aufgeführten Stücke zu senden, womöglich mit einigen regen Angaben über Jnhack, Art und Erfolg; auch historische Volksstücke mit Lokalcharakter sollen dabei nicht übersehen werden; 2) werden alle diejenigen, die brauchbare Sachen kennen, oder sonst irgendwie mithelfen können und wollen, gebeten, sich mit uns in Verbindung zu setzen. • Budapest, 12. Sept. Der Antialkoh olkon greß wurde mit einer Rede von Pros. Delbrück-Bremen eröffnet. Minister Lukacs begrüßte den Kongreß im Namen der Regierung, Bürgermeister Rozsavoelgyi im Namen der Hauptstadt. Professor Gruber-München hielt einen Festvortrag über „Hygiene des Jchs", worauf eiwe Besichtigung der mit dem Kongreß verbundenen 'Ausstellung erfolgte. In der Nachmittagssitzung erstattete Professor Laitinen-Hel- singfors ein Referat über den Einfluß des Alkohols auf die Widerstandsfähigkeit deS menschlichen und tierischen Organismus mit besonderer Berücksichtigung der Vererbung. Ter Referent schildert die verheerenden Folgen des Alkohols auf die Nachkommen . Tie 'Alkoholiker sind unfruchtbar oder haben schwache, degenerierte Kinder, lieber das gleiche Thema sprach Professor Weyaandt-Würzburg, der auch den Genuß der kleinsten Quantitäten Alkohols als schädlich erklärt. Professor Forel-Chigny wendet sich gegen die Annahme der Aerzte, als ob der 'Alkohol bei Fieber mit Nutzen angewendet werden könnte. Tr. Wlanak-Wien spricht über das Unvermögen alkoholistischer Frauen, ihre Kinder zu stillen. Professor Liebermann erörterte die hygienische Bedeutung des Kunstweines, zu welchem Thema auch Milliet* Zürich das Wort ergriff. Hamburg, 12. Sept. Heute fand die EröffnungS» sitzung der Versammlung der Internationalen Kriminalistischen Vereienigung statt, der Vertreter des Senats, der Bürgerschaft, des Richter» und des Anwaltstandes beiwohnten. Senator Dr. Lappenberg hielt eine längere Begrüßungsansprache, in der er betonte, es sei das erstemal, daß die Internationale Kriminalistische Vereinigung in Deutschland tage. Er wünsche, daß die Beratungen dazu beitragen möchten, die der Lösung harrenden Fragen weiter zu klären. Hierauf folgten die Begrüßungen durch die Vertreter des Reichsmarineamts und oes preuß. Justizministeriums. Sodann wurde zur Wahl des Bureaus geschritten. Zum Präsidenten wurde Professor Dr. Prinz- Brüssel gewählt. Hiernach wurde in die Beratungen eingetreten. — Zur Veranstaltung einer Feier anläßlich der Eröffnung des neuen Stadttheaters zu Halberstadt am 30. d. M. bewilligten die Stadtverordneten 800 Mark Zu/ Aufführung wird Lessings „Minna von Barnbelm" gelangen. 2. Erste Preise: Hrch. Baffer (Gießen) für Engl. Widder, Karl Jung (Freienseen) für Belg. Niese, Hrch. Kraft (Gießen) für Nüsse, Hrch. Schmidt (Gießen) für Silber und Hrch. Stein (Gießen) für Belg. Riese. 3. Zweite Preise: Karl Jung (Frcicnsecn) für Belg. Riese, Ad. Roll (Gießen) für Angora, Hrch. Peter (Gießen) für Holländer, Frdr. Petter (Gießen) für Silber und Hrch. Schmidt (Gießen) für Silber. 4. Dritte Preise: Karl Jung (Freienseen), für Belg. Niesen, Alb. Knhnd (Gießen) für Krengung, Adolf Roll (Gießens für Silber, Hrch. Peter (®icfoen) für Holländer und Frdrch. Petter (Gießen) für Belg. Riese und Russe und Alb. Ncihneseld (Gießen) für Javaner. 5, Lobende Anerkennunge : Karl Heil (Gießen) für Franzos. Widder. L. Hoos jun. (Gießen) für Belg. Riese, Karl Jung (Freienseen) für Belg. Riesen, Alb. Knbnd (Gießen) für Kreuzung, Hcinr. Peter (Gießen) für Belg. Riese, Friedr. Petter (Gießen) für Japaner, Black an tau und Nüssen, Alb. Nahneield (Gießen) für Belg. Niese und Hrch. Weber (Gießen) für Belg. Riese. 6. da§ Ehrendiplorn für die beste Gesamtleistung wurde dem Karl Jung (Freiensccn) zu Teil. DaS Kaninchenfleisch soll VolkSnahrungSmittel werden! macht sich wieder einmal geltend, da Sonntag nachmittag 40 Pfd. Kaninchenfleisch von dem Pttbliktnn verzehrt wurden. •• DaS Doktorjubiläum eines Schauspielers. Die „Frkf. Ztg." schreibt: Alte Frankfurter werden sich des miß Wien gebürtigen Schauspielers Adolf Schwarz erinnern, der in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Frankfurt als Darsteller feiner Charakterrollen und zugleich als Oberregissetir am Schauspielhaus verdienstlich wirkte. Er hat damals bei der Gießener philosophischen Fakultät die Doktorwürde erworben und feierte am 11. Septbr., sein goldenes Doktorjubiläum, 311 dem ihm die Fakultät das Diplom mit einem ehrenden Elogium erneuerte. Der Doktortitel war für Schwarz mehr als eine empfehlende Dekoration; sein Leben lang hat er wissenschaftliche Bestrebungen mit seinen künstlerischen zu vereinigen verstanden. Verhältnismäßig früh von der Bühnenpraxis zurück- getreten, war er in Berlin viele Jahre lang mit großem Erfolg als dramatischer Lehrer tätig, so war z. B. Frau Elsa Lehmann seine Schülerin; auch leitete er mehrere Jahre die dramatische Abteilung der Kgl. Hochschule für Musik. Eine vielseitige und eigenartige Wirksamkeit entfaltete er als Schriftsteller. Er schrieb für die früheren Auflagen von Mepers Konversationslexikon die dramaturgischen Artikel, war eifriger Mitarbeiter von Bühnenzeitschriften, in denen er besonders für die Schaffung von Schauspielschulen eintrat, und verfaßte eine Reihe geschmackvoller und gediegener „Breviere" (der Kunst, der Weltliteratur u. a.), die im Spamerschen Verlag erschienen. Von ihm rührte die erste deutsche Uebersetzung der Mvriineeschen „Carmen" und der „Suites d’une ve“ von Maur. Block her. Auch als dramatischer Dichter trat er auf; seine „Maria Theresia" wurde am Meininger Hof- theater aufgeführt. Dr. Schwarz lebt jetzt, 82 Jahre alt, in Berlin-Schöneberg der wohlverdienten Muße. 0. Bad-Nauheim, 11. Sept. Eine anschauliche Statistik über die'Zunahme des Bades liefert der Versandt der Mineralwässer der Nauheimer Trinkquellen. Während vor 2 Jahren im Mai nur 2000 Flaschen versandt wurden, kamen im Mai dieses Jahres 30500, im Juni 60000 und im Juli 80000 Flaschen zum Versandt. Von den Trinkqucllen ist das Wasser des KarlSbrunnenS nach den letzten amtlichen Untersuchungen stark kaliumhaltig. Die vom Staate im vorigen Jahre erbohrte und jetzt technisch sehr kunstvoll gefaßte Löwen-Qnellr liefert ein sehr lithien- reicheS vorzügliches Trinkwaffer. Dieses wird in reinem Naturzustände, wie die Quelle deut Kiesgestein entspringt, mit seiner Natur-Kohlensäure von 5 Proz. versandt. Die Frequenz deS BadcS war bisher die denkbar günstigste. Arn 1. September d. I. waren, waS die Gesamtfrequenz anlangt, 2127 Kurgäste mehr anwesend als am gleichen Tage deS vorigen Jahres. Anwesend sind in diesem Jahre sehr viel Russen, jeglichen Standes, wie in allen deutschen Bädern, und sehr viel vornehme Engländer und Amerikaner. Von Amerika ist noch zur Kur anwesend Frau Cornelius Vanderbilt, bei welcher der Erbprinz und die Erb- prinzessin von Meiningen zum 5 Uhr-Tee von Schloß Fried- richSkron kürzlich im Automobil eintrafen. AuS Holland traf ein der Vorsitzende der Friedenskonferenz, Minister Harde van Tecklenburg. Die Kurverwaltung bietet in diesem Jahre ein sehr abwechslungsreiches auSgewählteS Unter- Haltungs-Programm. Am 4. Sept, gastierten u. a. Ernst v. Wolzogen und Gemahlin im Kurtheater vor anSverkauftern Hause. Büdingen, 12. Sept. Heute abend um 8 Uhr spielte sich in unserem sonst so ruhigen Städtchen eine Tragödie ab, die die Eimvohnerschaft in eine furchtbare Aufregung ver- setzte. Ein in den 20er Jahren stehender Mensch, narnenS Gottlieb Bauer, der bei der hiesigen Kanalisation beschäftigt gewesen war, hat vor einer Wirtschaft in der Schloß- gasse den Landwirt und Fuhrmann Wilhelm Bieber durch zwei Revolver sch ässe getötet. Der Vorfall trug sich nach der „K. P." folgendermaßen zu: Der Kanalarbeiter traf heute nachmittag um halb 6 Uhr mit der Bahn hier ein und ging zunächst in die Wirtschaft zu Metzger Jeckel, wo er erzählte, er werde steckbrieflich verfolgt und c§ liege ihm nichts daran, wenn er noch heute verhaftet würde. Er hat ferner Aeußerungen getan, die jetzt erst, nach vollbrachter Tat, verständlich sind. Von hier aus ging er in eine Wirtschaft in der Schloßgaffe und traf dort mit Wilhelm Bieber zusammen. Die beiden saßen zusammen an einem Tisch und unterhielten sich, und hatten nicht im Geringsten irgend welchen Streit. Als Bieber und noch ein Gast sich aus der Wirtschaft entfernten, folgte ihnen Bauer und schoß vor der Türe ohne weiteres mit einem Revolver auS nächster Nähe zwei Schliffe auf Bieber ab, der sofort zusarnrnenbrach. Leblos wurde er nach Hause getragen und dort konnte der Arzt nur den bereits eingetretenen Tod konstatieren. Der eine Schuß war in die Lunge, der andere in den Hals gedrungen. Wahrscheinlich waren beide tätlich. Inzwischen fahndete die Polizei eifrig nach dem Mörder, der sich aus dem Staube gemacht hatte und mit dem nächsten Zug fort wollte. Er wurde in der Bahnhofstraße dingfest gemacht. Energisch widersetzte er sich feiner Verhaftung und wollte von seinem Revolver Gebrauch machen. Die zwei abgeschosfenen Patronen hatte er inzwischen durch zwei neue ersetzt — doch wurde ihm noch rechtzeitig der Arm gehalten und die Waffe entrifien. Auf dem Dnnsport zum Gefängniffe mußte die Polizei den Täter mit blankgezogener Waffe vor der aufgeregten Volksmenge schützen, die ihn zu lynchen drohte. Auf dem Wege durch die Altstadt war aber inzwischen die Volksmenge immer größer geworden, und die Polizei mußte den Mörder vorerst im Haftlokale deS Schulhauses unterbringen. Dies gelang ihr noch rechtzeitig, denn inzwischen hatte sich der nach hunderten zählenden Menge eine furchtbare Aufregung bemächtigt. Sie belagerte das SchulhauS und wankte und wich nicht vom Platze. Die Polizei benutzte deshalb eine Hintertüre und führte den Mörder durch den Wester- nachfchen Garten auf Umwegen zum Gefängnis. Heber die Motive zu der schrecklichen Tat ist man völlig im unklaren. Es wird erzählt, Bieber habe einmal vor einem halben Jahre in einem Wirtshause Streit mit ihm gehabt. Der Ermordete war 50 Jahre alt, verheiratet und hatte drei erwachsene Kinder. Aßmann s hausen, 12. Sept. Das bekannte Künstler- und Dichterheim „Zur Krone" hat auch in diesem Jahre wieder viel bedeutende Männer in seinen gemütlichen Räumen beherbergt, die interessante Widmungen für das Kunstler- zimmer zurückließen. Besonders sind da heroorzuheben die Maler Prof. Knaus, Prof. Achenbach, Prof. Schaper, ferner Otto Ernst, Heinr. Vierordt und andere mehr. Auch der bekannte Kompomst Prof. Humperdinck komponierte noch vor einigen Tagen in froher Zecherrunde auf der Kronen- terraffe bei Mondenschein und RheineSrauschen ein herrliches Rhein- und Weinlied, das er dem Kronenwirt widmete. Es wird demnächst zur Veröffentlichung gelangen. 46. Oenosserschtlftstafl des Assg. Vervandes dcr deutschen Hrweibs- und Wirlschafts-Kenossenschajlen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) IL Verhandelt wurde dann noch über den Wechselprotest. Nach längerer Debatte wurde gemäß dem Dresdener Antrag beschlossen, daß der Wechselprotest be i 5 u b e ha l t en , aber we- entlich zu vereinfachen und tunlichst zu verbilligen ist. Dazu wurde noch eine Reihe von Vorschlägen für diese Vereinfachung und Verbilligung angenommen. Hervorzuheben ist, daß auch die Briefträger für Aufnahme von Wechselprotesten zuständig sein sollen, daß der Rcichspostfiskus die Haftung für die Beibringung eines giftigen Protestes übernimmt, und daß eine einheitliche Regelung der Proteststunden im Reich borgenommen wird. Endlich wurde die Frage der Umwandlung von Krcditgcnoffcrrfchaften in Aktiengesellschaften besprochen. Angenommen wurde eine Reihe von Leitsätzen, die ich gegen eine solche Umwandlung wenden und weiter folgendes aussprechen: Je weitere Fortschritte der Zusammenschluß auf dem Gebiete )es Bankwesens macht, um so größer ist das Bedürfnis nach leistungsfähigen Kreditgenossenschaften. Die Eigenart der genossen- ckmstlichen Organisation gewährleistet, daß eine Kreditgenossen- ffiaft auf die Dauer diese Aufgabe erfüllt. Der Genossen- chastStag erklärtet von den Schulze-Delitzschen Genossenschaften, daß sie in Anpassung an die wirtschaftliche Entwicklung VolkS- banken im wahren Sinne des Wortes werden, aber auch treu bleiben der Erfilllung jener Aufgaben, die in der S a m m lung der Kreditbedürftigen liegt, um deren wirtschaftliche Straft auf dem Wege der Selbsthilfe zn beleben, zu heben und zu festigen. 5>te ßüolera. Vom 11. bis 12. September mittags sind im preuß. Staate 8 choleraverdächtige Erkrankungen und 3 Todesfälle an Cholera amtlich gemeldet worden. Von den Erkrankungen betreffen die Kreise Marienburg 4, Grandenz 1, Tuchel 1, Friedeberg 1 und Wirsitz 1. Von den bisher gemeldeten Erkrankungen haben sich drei, darunter die eines Pioniers im westpr. Manövergelände, nicht als Cholera herausgestellt. Die Gesamtzahl der Choterafälle beträgt bis jetzt 166 E r f r a n E u n g e n, von denen 61 töt! ifth gendet haben. Zur Verhütung der Einschleppung der Cholera in Schlesien sind an der Oder drei Stromüberwachungen neu eingerichtet worden. Nach einer Verfügung deS Eisenbahnministeriums werden, abgesehen von dem Direktionsbezirk Stettin, für sämtliche Eisenbahn- Direktionen, innerhalb deren Gebiete Cholera-Erkrankungen vorgekommen sind, eine Anzahl Magen 4. Klasse für den Transport choleraverdächtiger Personen oder in Quarantäne zu bringender bereit gehalten.' Diese Wagen dürfen bis auf weiteres unter feinen Umständen fahrplanmäßigen Personenzügen angehängt werden. Choleraverdächtige Erscheinungen sind bei bem in das KreiS- krankenhaus in Britz (Mark) eingelieferten Tischler August Feist festgestellt worden, der an einem Rixdorfer Neubau beschäftigt gewesen ist. Der unter choleraoerdächtigen Erscheinungen in das Krankenhaus Moabit zu Berlin eiugelieferte Arbeiter Albrecht aus Lichteuberg ist, wie die Untersuchung ergeben hat, nicht an Cholera erkrankt. In ©raubens ist der Ulan M a n b r e h vom 4. Ulanen- Regiment an Cholera geworben. lieber den Stand der Cholera im Regierungsbezirk Bromberg meldet man: Gestorben sind in Echwedenhöhe ein Arbeiter, in Dratzig ein Kind, in Rakel ein Arbeiter, eine Ortsarme in Usch und ein Tischler in Labischin. Ferner sind in Rakel ein Arbeiter aus Carlsdors (Mühle) und eine Schiffseignerssrau, die cholera- verdächtig waren, gestorben. Bei einem Arbeiter, der als cholera- verdächtig in die Ueberwachungsstation Czamikau gebracht wurde, konnte Cholera nicht festgestellt werden. Rach amtlichen Berichten kamen im August in Indien und Birma 7818 Todesfälle an Cholera vor, wovon 5592 auf die Residentschaft entfallen. • Selbstmord wegen Vermöge nSver falls. Aus Dresden wird gemeldet: „Wegen mißlicher VermögenSver- hältniffe erschoß sich in der Johann-Stadt ein Kaufmann." In diesen wenigen, dürftigen Worten, die der Polizeibericht brachte, ist der letzte Aktschluß einer Aufsehen erregenden LebenStragödie enthalten. Dieser Todesschuß fiel in der Villa, die die verw. Rentiere Pfcut bis zu ihrem vor kurzem erfolgten Ableben bewohnte; er beendete bas Leben ihres einzigen, erst 38 Jabre alten Sohnes, deS in Schriftsteller-, Musiker- und Buchhändlerkreisen sehr bekannten Mitinhabers der Seern annsch en Verlagsbuchhandlung zu Berlin (früher Leipzig) R. Pfau. Er war früher Kritiker an der .„Leipz. Ztg." und namentlich in dem Theaterstreite unter StägemanuS Direktion ein aktiver Kämpfer, später übernahm er die Seemannsche Verlagsbuchhandlung nnb hat in etroaS kühnem Unternehmergeiste durch Herausgabe kostspieliger Prachtwerke („Tristan" re.) etwa eine Viertelmillion seiner Mutter verbraucht. Als nach dem Ableben seiner Mutter Vermögen nicht mehr vorhanden war, ja sogar der Konkurs über ihren Nachlaß eröffnet wurde, brach auch über ihn das Verhängnis herein, auch über fein Vermögen wurde Konkurs verhängt. Die Lage untergrub bei dem mit großem Wagemute veranlagten Manne alle Hoffnung auf eine bessere Zukunft, so daß er vor einigen Tagen zum Giftbecher griff, der aber feiner Hand noch im letzten Augenblicke entwunden werden konnte. Jetzt hat er nun mit dem Revolver sein Vorhaben auS- gefübrt. * Kleine T a g e s ch r 0 u i k. Bei der H ü h n e r i a g d in Finkenstein (Westpr.^ ging bent Grafen Alfred zu Dohna- Vrunau ans Potsdam, Flügel?ldjntcint des Kaisers, bas Gewehr zu früh los und die Schrotladung traf den Oberförster Fchlklam in. Der Arzt entfernte etwa 50 Sckrotkörner. Die Verletzung soll nicht lebensgefährlich sein. Außerdem wurden zwei Treiber leicht verletzt. — In Berlin warf die von ihrem Manne getrennt lebende Arbeiterfrau Sädler ihren 5 Jahre alten Sohn ans dem Fenster ihrer im 5. Stock bclegenen Wohnung auf den Hof hinab und spranq ihm nach. Mutter und Kind waren auf der Stelle t 0 t. Die Frau hatte vorher noch Lhfol getrunken. Die Leichen wurden von der Polizei beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. — In Zwickau st a hl der Schul-mann Kießling einem Polizei- Wachtmeister zwei Spark'ssenbüchcr. Bei dem Versuch, das Geld durch einen Dritten abhcbcn zu lassen, wurde der Diebstahl entdeckt. — In Prenzlau feuerte der von seiner Frau getrennt lebende Arbeiter Wolter auf diese zwei Rcvolvcrschüfse ab und verletzte sie lebensgefährlich. Dann richtete er die Waffe gegen sich selbst und verletzte sich tödlich. — Bei Eltmann (Bayerns im Steigerwald wurde bei einer Hühnerjagd der Techniker Wilhelm Marschalk aus München von einem Bahnbeamten aus Unvorsichtigkeit erschossen. — In Annen bei Witten erschlug in einem Streit der Bergmann Oetzcl seine 50 jährige Frau, die einen sehr lüdcrlichen Lebenswandel trieb, nachdem beide den Wittener Jahrmarkt bestickst batten. — Die Situation in Ealabrien ist unbeschreiblich. Der Handel ist vollständig lahm gelegt. Man schätzt die Zahl der durch 'das Erdbeben minierten Personen auf 2000. Unter der Bevölkerung machen sich Anzeichen von Erregung bemerkbar wegen der Langsamkeit der Hilfsaktion. — In Newtiork ereignete sich auf der H 0 ch b a h n ein Unglücksfall, bei dem etwa zehn Personen getötet und 25 bis 30 verletzt wurden. Ein vollbesetzter Zug kam an der Kreuzung der 53. Straße in der 9. Avenue an eine offene Weiche. Ein Wagen fiel auf die Straße, wobei er sich überschlug. Der Weichensteller, der durch falsches Stellen der Weichen die Katastrophe herbeigeftihrt haben soll, behauptete bei seiner Vernehmung, daß er die Weiche rechtzeitig dem Signal entsprechend gestellt habe. — In Baltim ore st ü r z t e, während eine gewaltige Menge den Uebungen zusckmute, der Trapezkünstler August aus einem Fesselballon aus einer Höhe von 300 Metern herab. Der Zuschauer bemächtigte sich eine Panik. Der Unglückliche schlug laut aufjanb war zu einer formlosen Masse zerschmettert. — Am 12. Sept, wurde in dem bewaldeten Teile der Hasenheide bei Berlin die Leiche einer etwa 30jährigen unbekannten F r a n e n K- Person gestmden mit Eindrücken am Halse, die als Würge- spuren erscheinen. Die äußere ärztliche Untcrfuef.ung ergab nicksts Sicheres über die Todesart. Das Polizeipräsidium setzte 1000 Mark Belohnung aus, sofern ein Verbrechen vorliegt, für Mitteilungen, die auf die Spur des Täters führen. — Das ,.Memeler Dampfboot" meldet: In der letzten Nacht wütete in Pola n g en, dem nächstgelegeneu russischen Städtchen und Seebade, eine große Feuersbrunst, bei der über 50 Häuser ein Raub der Flammen ivnrbcn. Gerettet wurden zum Teil infolge der Mithilfe der Memeler Feuerwehr, die nachts 11hg Uhr telegraphisch zu Hilfe gerufen nnirbe, das Schloß des Grafen Tyszkiewiez, die Post, das Gerickstsgcbäude, die neuerbaute Kirche, und einige andere öffentliche Gebäude. Das Kurhaus, die Badeanlagen und das Bootshaus an der Grenze Ernannten ebenfalls nieder. — Am 11. Sept, wurde von dem Zuge Nr. 942 am Balmhof Grä fental (Thür.) eine Fran durch eigenes Verschulden überfahren, eine zweite Frau leicht verletzt. — Die Ortschaft NagvSzalok (Szepeser Komitat) ist n i cber- gebrannt. Ue6cr 100 Häuser und zahlreiche Nebengebäude wurden ein Raub der Flamrncn. — In Meseritz wurde das Ehepaar Jozwiak aus Groß-Leuschelz, welches ben Dutz zügler Volkmann ermordet hatte, hingerichtet. — Ju Schönlanke hat man den Auszügler Busse tot mit blauen Flecken in seinem Bette aufgefunden. Er scheint das Opfer cmes Totschlages zu sein. — Gegenüber der Loreley auf der linksrheinischen Chaussee ist eine Fvan von einem Automobil überfahren worden. Die Insassen des Automobils bat man in St. Goar festgehalten. — Der ehemalige Oberregisseur des Breslauer Stadttheaters und später des „Deutschen Theaters" in Milwaukee, Jnluis Niedt, hat sich in seiner Prager Wohnung in einem Anfalle von Sinnverwirrung erschossen. Kniversitäts-Kachrichten. — Die „kommandierenden Generäle" scheinen nun auch in Deutschland zu Ehren kommen zu sollen. Gutem Vernehmen nach ist es nicht unwahrscheinlich, daß ein den ts cher Journalist, der lange Zeit im Auslande gewirkt hat, demnächst auf einen an der Berliner Universität neu zu gründenden Lehrstuhl berufen wird. Schon die Tat- sackw, daß er überhaupt mit zwei AnUxirtern „von der 3unft" im engeren Wettbelverb steht, erscheint — für deutsche Verhältnisse — bemerkenswert. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 11.—12. September + 17,30 C. Niedrigste „ ,, 11.-12. „ + 12,3° „ September 1905. 11 1 auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung __ Windstärke Wetter 12. 2« 753,0 15,3 9.8 76 N 4 Bed. Himmel 12. 9’4 754,5 12,4 10,2 95 N 2 Bew. Himme 13. 7" 725,2 10,7 9,0 94 NNW 9 Bew. Himme Leichter Nebel Zur Fleischteneruug. „Wohin soll das noch führen?" fragt sich besorgt jede deutsch: Hausfrau, ohne auf diese Frage eine Antwort zu finden. Wer unter den gegenwärtigen Verhältnissen mit weniger Fleisch auszukommen genötigt ist, sei jedoch dahin belehrt, daß der verminderte Fleischgenuß durchaus nicht mit einem unersetzlichen Verlust an Nährwert gleichbedeutend zu sein braucht, denn es ist wissenschaftlick erwiesen, daß cS viele Nahrungsmittel giebt, die billiger und habet doch bester sind als Fleisch, so zcmr Beispiel Haferprävarate. Das wird viele überraschen, die sich des bitteren Haferschleime; ihrer Kinberjahre als ber einzigen Hafenrahrung erinnern, aber mit uns haben sich bie Zeiten geänbert nnb es ist inzwischen ein neues Haferpräparat geschaffen, bas heute in jebcm Kolonialwaren- Geschäfte in x/i und V, Psund-Packeren zu bekommen ist. Diese) Produkt kostet nur ungefähr ein Drittel von dem, was Fleisch koste! und ist dem Fleisch zudem an Nährwert bedeutend überlegen. Du HauStratc möge bas wohl berücksichtigen, bevor sie ihre Einkällse macht. Nebett ber größeren Wohlseijheit ist auch nocl) in Betracht zu ziehen, baß bieses Probukt — es finb bie bekannten Quaker Oats — infolge seines vorzüglichett Geschmackes von fllllen gern gegesten wird.' Quacker Oats finb überall in geschlossenen, mit der Quaker Schutzmarke vergebenen Paketen erhältlich. Es gibt billige Nachahmungett von Quaker Oats, die lose aus' gewogen verkauft werben, aber diese 'volle man meiden, da sie von vedeuteud geringerer Qualität finb und auch nicht dieselbe Ergiebigkeit wie Quaker Oats besitzen. ssll/e 50 E;rsz lein. % «ätyiite 4* «S.bWi ©eilet A eobaifjtimgen sießen. _____ inw 2 \^9ü , 17 30 C. Icplember + ^y nötigen, > Generäle" nen zu sollen. Gutem cinlich, dotz em heutig Auslande Miyj, .-^Seinute np e ?»kuns t0M d ‘«6 ' hs Mzeipräsidium srtzil n Verbrechen vorliegt, sü. I - Täters rühren. — Daj bet letzten Nacht wütete i? russischen LtädtSen int1 u n st, bei der über A teueruW' *» * w BW Ändert»". 6etn (lolop10 flUÄ ,w£Ö, n UllD ttUU/ den. Gerettet wurden ziw ■der Feuerwehr, die na&i misen wurde, das Schl?! s Gerichtsaebäude, die n& mtliche Gebäude. Das Sil- Ms an der Grenze btt* erbe ton bem Zuge Nr. eine Frau burch eigene’ zweite Frau leicht W eveser Kvmitats ist itiW ib zahlreiche WeE' 5n $eferi& ntidi ’iftMi, nxtfy-3 M W hingcrilü/er. — <>•’ in HuFe tot w\t w tzr W r Lorelei, auf der lfliE= von einem Automobil >n des Automobils bat ir.c- hemalige Oberregisseui er des „Deutschen Theatei- t sich in seiner Prager nnverwirrung erichogeii r°» <*=> 1Ä © © u X» 8 5- c# tz) £ «n o XD E =a N E ED E >EL e E «Ä S^ Q c . nr> . io mE O E E t= o >b E E C S 5» XD -O OD E E — o cn ° xo E- - CD o VD ~ See E —1 V •• 1 -Ä M O O 25 2 Q - w XD E P E L) N -Lt S F <3 o -2i

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Tapezier (für dauernde Arbeit), 8 Schreiner, Schneider, 2 Friseure, 1 Schuhmacher, 1 Weibbinder, 1 Buchbinder, 1 Arbeiter, b Hausburschen, Laussrauen, Lausnlädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Schreiber. ES suchen Arbeit: _ B13/9 2 Schmiede, 2 Spengler, 1 Maschinist, 1 Strickerin, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Weißbinder, Maurer oder Taglöhner, 1 Fahr- bursche, 1 Taglöhner für leichtere Arbeit, Lausfrauen und Lausmädchen, Ausläufer, Haus- oder Bureaudiener, Biireaiigehilfen und Kassierer.__________________ Vergebung von Bauacbeiten. Folgende zum 'Anbau einer neuen Aula an das Auditoriengebäude der Landes-Universität zu Gießen nötigen Rohbau-Arbeiten und Lieferungen nämlich: Los I: Erd- u. Maurerarbeiten, darunter 1100 cbm Grundaushub, 245 cbm Bruchsteinmauerwerk, 180 cbm Klinker-- steinmauerwerk, 285 qm Zementverputz, 550 cbm Ringofensteinmauerwerk, 20000 kg Träger zu verlegen, 120 cbm Steinmetzarbeit zu versetzen. Los II: Stcinhauerarbeiten, ca. 36 cbm Basaltlava (Längstem). Los III: Betonarbeiten, ca. 188 cbm Betonfundamente, 600 qm Fußboden, 40 qm Decken, werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Verdingung ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen können auf unserem Amte, Stcphanstraße No. 18, eingesehen, Angebotsformulare und Bedingungen (keine Zeichnungen) dorther gegen Selbstkostenpreis, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffniingstermin Samstag, den 23. September 1905, vorm. 10 Uhr einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, am 12. September 1905. Grotzh. Hochbauamt Gießen Becker. Bersteigernng. Donnerstag den 14. d. 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Lindner, Dresden A. 16. 65 99 922 94170----------------------...... 95199 351 69 458 618 52 737 50 61 78 805 59 926 33 57 65 _ 63 97 602 82 38 719 46 861 64 84 932 5 8008 181 89 289 309 84 621 34 710 83 87 823 951 59007 91 100 66 [400] 232 64 [250] Rud. Sack’s neueste Saemaschinen mit feststehendem Saatkasten, säen bergauf und bergab ohne Radwechsel alle Fruchtarten. Rud. Sack’s ein- und mehrscharige Pflüge für alle Bodenarten mit öl- und staubfreien Radnaben Neueste Wendepflttge mit Holz- und Stahlgründel, Kartoffelerntemaschinen Kartoffelsortiermaschinen Ackereggen, Düngerstreumaschinen, Putzmühlen, Trieure sowie alle Maschinen für die Landwirtschaft stets in grosser Auswahl vorrätig. 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J. jr 123 36 69 351 62 73 563 1300] 649 71 84 726 877 79 90012 41 88 24 139 79 231 32 49 52 302 66 68 494 553 54 73 606 12 23 89 73 55 70 87 805 26 58 86 915 65 9 8003 104 97 220 43 64 402 69 574 93 (b 668 85 729 71 907 43 57 99067 70 158 68 251 309 41 50 467 79 551 93 39014 180 267 824 57 64 65 405 511 31 605 22 79 [250] 761 94 877 949 52 67 71 40085 87 97 113 85 91 221 28 53 57 68 71 806 56 408 16 26 501 15 49 665 724 871 85 902 18 19 91 [250] 41027 58 [250] 62 74 117 18 24 298 320 41 52 496 531 77 97 600 13 798 814 916 23 4 2030 99 181 215 17 21 24 33 [300] 57 93 301 13 26 408 39 56 88 92 563 609 13 711 71 822 49 904 55 43055 126 45 67 855 69 76 84 430 540 80 711 19 58 822 85 901 2 6 52 44049 81 132 66 69 74 832 433 549 69 699 764 86 924 70 45021 41 153 218 311 446 526 29 61 63 66 614 15 88 842 77 915 65 78 82 85 98 99 46028 47 165 286 305 40 87 425 69 81 501 44 62 96 600 56 82 721 85 806 18 87 920 [250] 77 4 7014 86 117 210 380 469 523 57 74 88 632 68 98 735 67 84 886 917 31 67 88 98 48085 61 113 30 322 54 56 426 31 63 530 67 69 670 755 879 87 49018 45 163 240 50 62 58 717 [250] 83 852 976 76016 32 83 81 86 179 89 233 309 558 92 96 620 [250] 76 723 838 966 87 -76014 55 1250] 197 366 71 80 448 95 506 16 21 76 92 653 712 881 999 7 7167 269 98 322 535 606 86 94 783 879 920 76 7 8062 67 109 26 258 67 84 91 318 51 418 [250] 84 658 66 612 53 59 64 91 [250] 706 56 86 829 32 50 932 36 94 79025 109 269 79 84 326 52 [250] 68 85 437 Wer? erhielt noch keine sichere Hilfe gegen hvab/7 „WttkmklMt" Fernsprecher 218 K3. 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Kesftsch-Hylrnngische Staatslotterie Ziehung V. Klaffe. 12. September 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, find mit 200 Mark gejogtit (Ohne Gewähr.) 37 91 149 282 76 328 31 98 426 513 744 69 64 74 79 844 909 78 86 1002 12 22 76 126 77 256 63 415 80 504 17 34 617 61 66 701 8L> 2032 39 45 172 [250] 210 30 90 395 454 59 60 93 500 19 71 604 43 7C3 935 42 3350 82 83 510 82 [250] 615 18 735 48 826 87 95 976 96 4034 118 14 51 60 78 216 549 75 602 43 77 709 973 75 5010 (300] 26 91 113 [250] 264 356 409 35 88 61 87 97 652 733 878 981 35 74 6028 49 (250] 90 109 96] 250] 214 60 821 449 536 37 643 719 44 821 38 76 921 7094 131 60 243 312 21 98 [250] 404 [10000] 30 50 80 571 603 750 55 840 48 8024 [250] 50 113 19 82 85 96 97 301 5 18 70 85 413 585 96 644 [250] 45 753 996 9004 93 248 77 374 455 83 505 13 [ 2000] 50 69 659 749 52 99 816 27 10018 50 126 73 93 [2501 244 71 321 48 59 93 99 404 27 597 661 [250] 97 761 64 92 94 888 915 85 99 11090 97 110 39 68 427 53 91 572 94 632 66 91 705 44 64 91 805 920 62 1 2042 144 64 78 206 [250] 31 44 77 80 329 56 72 99 503 35 697 99 708 39 40 66 84 91 920 97 1 3051 113 220 47 [300] 347 [250] 429 91 [250] 93 515 48 749 72 831 74 932 92 14150 79 87 812 35 410 56 504 [250] 41 633 705 [250] 13 88 800 76 97 [300] 906 13 15033 161 304 474 506 18 27 [1000] 55 716 66 [300] 81 819 64 76 912 16021 36 131 76 265 [25000 u. e. Pr. v. 75000] 48 93 330 66 474 75 570 662 704 5 81 800 3 60 76 97 975 1 7003 106 246 357 487 538 72 Am 11. September verschied zu Frankfurt a. 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