Erstes Blatt. 155. Jahrgang Samstag 13. MailNOg Nr. 112 •rlttiet tlgü* außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMschrn Landwirt die Gießener Kamillen- Hätte? viermal in der Woche betgelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch-n, Steindrucke«!. 8L Longe. Kedattion. Trvedttion and Druckerei: Echnlstraße 7. resse für Devescheur Nn'etger Gießen. Knnsp^chanschluß Nr. 51. ® A ve»»s»p,al»r jgSsiSler ▼ Mff monatuch75Pf^otettel- GietzenerAnzeiaer w ®mra!.3n)eiger » -* 5~S«; Amts- Md Anzeigeblatt ftr den Kreis Metzen WW ___________________-... ...__ zeigenteil: LanS Deck. Die Heutige Wummer umfaßt 14 Seiten. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung von Viehmärkten. Wir machen ausdrücklich auf die nachstehenden Bestimmungen der Viehmarktordnung aufmerksam unter Hinweis darauf, daß Zuwiderhandlungen zur Anzeige gebracht und bestraft werden. § 4. Das Handeln mit Vieh,»ausschließlich der Pferde, außerhalb des Marktplatzes ist im Stadtbezirk Gießen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen an den Markttagen und während der vier vorhergehenden Tage verboten. Unter Handeln wird jede auf Kauf, Verkauf, Tausch, Besitzübertragung, oder anderweite Festsetzung eines bereits vereinbarten Kaufpreises gerichtete Tätigkeit verstanden. § 6. Das Durchtreiben der Tiere durch die Stadt nach den Stallungen und dem Marktplatze hat auf dem kürzesten Wege und ohne Aufenthalt unterwegs zu erfolgen. Auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen innerhalb der Stadt das Ausstellen und Stehenlassen von Vieh, sowie jede ^rkehrsstörung verboten. Gießen, den 12. Mai 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung der Viehmärkte. Vom 16. Mai l. Js. ab bis auf weiteres beginnt der Auftrieb von Vieh auf dem Viehmarktplatz am jeweiligen ersten Viehmarkttage um 6 Uhr vormittags, am jeweiligen zweiten Viehmarkttage um 7 Uhr vormittags. Gießen, den 12. Mai 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. -......- - ■■■■ ............. 3>er Kaiser in Wetz. Der Kaiser traf am 12. d. Mts. kurz nach 8 Uhr auf <)em Exerzierplätze Frescati ein, stieg zu Pferde und besichtigte zunächst das Königs-Jnfanterie-Regiment Nr. 145. Es folgte eine Gefechtsübung des Negiments im Feuer, zu welcher Artillerie herangezogen wurde. Um 11 Uhr begann dann ein zweimaliger Vorbeimarsch der Truppen der Garnison Metz. Die Infanterie defilierte das erste Mal in Kompagniefront, das zweite Mal in Regimentskolonne. Die Kavallerie ritt das zweite Mal im Trabe vorüber, beide Male führte der Kaiser das Regiment Nr. 145, der Statthalter die 9. Dragoner. An der Spitze der Fahnenkompagnie vom 145. Regiment ritt der Kaiser nach der Kritik zum Kasernement des Königs-Regimentes, wo er im Offiz ierskasin o das Frühstück einnahm; an diesem nahmen außer den Offizieren des Regiments und den Herren des militärischen Gefolges der Statthalter, der kommandierende General, der Gouverneur und die Divisions- und Brigade-Generale statt. Die Parade hatte bei schönem Wetter trotz strenger Absperrungsmaßregeln "ine große Menschenmenge zusammengeführt. Von dem Offizierkasino des 145. Infanterieregiments aus unternahm der Kaiser am Nachmittag die Besichtigung mehrerer Forts und besuchte den Kaiser Wilhelms- Stein bei Gravelotte. Die Strecke wurde vom Kaiser und den Herren des Gefolges in Automobilen zurückgelegt. Der kommandierende General v. Stötzer begleitete den Kaiser. Abends folgte der Kaiser einer Einladung des Bezirkspräsidenten Graf Zeppelin und Gemahlin zum Diner. Zu diesem waren außerdem geladen: der Staatssekretär, der kommandierende General v. Stötzer, Bischof Benzler, Bürgermeister Ströver, der Kreisdirektor, der Polizeipräsident, der Präsident des Landesausschusses v. Jaunez, Oberregierungsrat Freudenfels und andere, sowie das Gefolge des Kaisers und die Herren der Umgebung des Statthalters. Die Militärpensionsgeseire. Berlin, 12. Mai. Die Budgetkommission des Reichstages begann die Beratung der MiUtärpensionsgesetze. Die Paragraphen 1—4 nennen die. Voraussetzungen für die Pensionierung § 1 bestimmt, daß aktive Offiziere lebenslänglich Pen ion erhalten, wenn sie nach mindestens zehnjähriger Dienstzeit m Fortsetzung des aktiven Militärdienstes säh?g geworden sind.' Der Berichterstatter Abg Erzch er ger Ztr ) beantragt bei § 1 „dauernde" Dienstunfahrgkeit zu verlangen. Erzberger beantragt ferner bet § 4, daß zum Nachweise der Dienstunfähigkeit eme mit Gründen versehene Erklärung der Mündigen Vorgesetzten und ein Gutachten der zuständigen Aerzte gefordert werde; ferner, daß zur Befreiung von dem Nachweise der Dwnscunsahrgreit das 65., nicht das 60. Lebensjahr notwendig sein solle. Der Korreferent Graf Oriola (ntl.) meint, cs werde heute schon so verfahren, wie der Referent verlange. Kriegsminister v. Einem erklärt, willkürlich werde kem Untergebener auf die Straße gesetzt. Die Kommandogewalt des Kaisers werde beschränkt durch das P-enstonvgcsetz. Daran ändere auch nichts die souveräne Gewalt, in gewissen galten Offiziere, z. B. politisierende, zur Disposition zu stellen. Der Offizier müsse anders beurteilt werden, als andere Beamte Er tör.ne körperlich und geistig frisch und doch »um Offizier muaugtitf) sein. Es sei ein Unterschied zwischen einer bürgerlichen und einer militärischen Krankheit. — Nach weiterer Debatte wird der Mtrag Erzberger zu § 1 angenommen, sodann auch § 1 mit einer weiteren kleinen von Gröber (Ztr.) beantragten Menderungs. W § 4 werden die Zusätze Erzbergrrs mit einem ferneren Zusatz ange- genommen, wonach das Gutachten der zuständigen Aerzte nur erforderlich ist, falls die Pensionierung auf 0^rund eines körperlichen Leidens nachgcsncht wird. Dann wird mit diesen Aenderungen § 4 angenommen. Auch § 9 wurde angenommen; er bestimmt, ivaS als pensionsfähiges Dicnst- einkommeu angerechnet' wird. Man strich jedoch gemäß dem Anträge des Referenten den zweiten Absatz, nach welchem bei einem Diensteinkommeu über 12 000 Mk. nur die Hälfte des Mehrbetrages pensionsfähig sein sollte. Bei dem fünften Absatz, nach welchem als vensionsfähiges Diensteinkommen an^unehinen ist: Bei Offizieren in Brigadekommandeur- und höheren Stellen die im Etat auSgeworfenen Dienstzulagen, wird auf Antrag Gröber hinter „ausgeworsenen" eingefügt: „als pensionSfäyig berechneten". Nach längerer Debatte über den § 6 wird die Sitzung geschlossen. Nächsten Dienstag erfolgt die Verhandlung über die Kamerun- b a hn.' Das österreichische Abgeordnetenhaus und die Eisen- zölle. In der Spezialdebatte üb r die Zolltarifgrnppen Eisen und Maschinen führte gestern, am 12. d. M., Handels- Minister v. Gall aus: Die günstige Entwicklung nnserer^Noheisen-und Hütten-Industrie müßte vom allgemein wirtschaftlichen Standpunkte zweifellos fteudig begrüßt we den, wenn auch vom Standpunkte der modernen Organisationsform betrachtet das Verhältnis der Hüt- ten-Industrie zu ihren Abnehmern in vereinzelten Fällen eine gewiß beklagenswerte Spannung zeige. Außer im Eisenzoll und Eisenkartell liege der Hauptgrund der Klage hauptsächlich in den bisher zu niedrigen Zöllen auf oie Endprodukt«. Dieser Disparität trage der Zolltarif ausgiebig Rechnung, er bewerkstellige einen Ausgleich zwischen Pen Interessen der Großindustrie und der Kleinbetriebe, sowie der Hüttenwerke und Werkstätten. Bei der aus dem Hause b-eantragten Herabsetzung des Roheisenzolles müsse berücksichtigt werden, daß Oesterreich-Ungarn nicht unabhängig von anderen Staaten Eisenzölle aufstellen könne, mindestens aber den deutschen E i s e n z o l l berücksichtigen müsse. Eine Reduktion der Zölle auf Roheisen, Stab- eisen, Bleche und Drähte würde dahin führen, daß die inländische Industrie, welche unter ungünstigeren Bedingungen arbeitet als die deutsche, eines geringeren Zollschutzes teilhaftig würde als die deutsche Eisenprvouktion. Der Zolltarif gewähre den eisenvcrbrauchenden Industrien saft durchgängig wesentliche Erhöhungen, während die Hüttenwerke mit dem status quo sich begnügen müßten. Die Negierung werde nach Beobachtung der Wirkung des neuen Regimes nötigenfalls gewiß nicht zögern, dasselbe einer Revision zu unterziehen. Der Minister bittet schließlich um Annahme der Regierungsvorlage. (Beifall.) Nack der Rede dos Handelsministers wurde die Spezial- deba te brdenZv'ltaris fortge'e t rinR g e un svertre'er erörterte zunächst die Gründe, welche für die Festsetzung der EisenzöNe maßgebend gewesen seien, und bebt hervor, daß die Erhaltung der Roheisenzvlle auf dem Status quo vornehmlich deshalb geboten erscheine, weil als Folge der Abänderung dieser Zölle eine Masseneinfuhr deutschen Roheisens zu befürchten sein würde. Ms dem gleichen Grunde erfolgte die Erhöhung der Zollpvsitionen für andere Fabrikate. Nicht im Interesse der großen Eisenindustrie, sondern vornehmlich zum Schutze und im Interesse der Eisen verarbeitenden Industrien sind die Ansätze des Tarifes bei der gegenwärtigen Konstellation der Eisenproduktion notwendig. Der Negierungsvertreter erklärt weiter, das Handelsministerium sei sehr glücklich, daß das' Parlament ihm den wichtigsten Rückhalt für die bevorstehenden Handelsvertragsverbandlungen durch die parlamentarische Erledigung des Zolltarifes zu geben im Begriffe stehe. Der Redner verweist darauf, daß die EisenMle ein1 schwer errungene Konzession von Ungarn und das Rückgrat des österreichischen Tarifes in dem .Handelsverträge mit Deutschland bilden, und bittet schließlich das Haus, die Regierung von der Sorge zu befreien, daß das ganze, mühsam aufgerichtete Gebäude des Zolltarifes in Trümmer gehe. (Lebhafter Beifall.) Nach kurzen weiteren Bemerkungen werden die zur!Ber- handlnng stehenden Tarifklaffen unter Ablehnung sämtlicher Abänderimgsanträge nach dem Vorschläge des "Ausschusses angenommen. Das HauS beginnt hierauf die Beratung der fünften Gruppe d-s Zolltarifes: L e d e r . Keramik. Italiens auSwSrtige Politik. Bei der Beratung über das Budget des Auswärtigen führte der Minister des Aeußern, Tittoni, aus: Die Kosten für die Landesverteidigung dürfen uns n ich t b eu n ru hi g e n, da sie auf das unbedingt n o t- wer:dige Maß beschränkt worden sind. Sie sind keine Anzeichen dafür ,daß sich die friedlichen Absichten der italienischen Politik geändert h-aben oder die internationale Lage für Italien weniger zufriedenstellei'.b ist als im Jahre 1901. Tie Vermehrung der Ausgaben für die Landesverteidigung ist nicht das Zeichen irgend einer Änderung in unserer auswärtigen Politik und darf keine Ben^lruhigungen oder Befürchtungen erwecken, die nicht gerechtfertigt waren. Ich habe das Bewußtsein, im Parlament immer aufrichtig und tlar gesprochen zu haben, da ich es flir notwendig halte, das Vertrauen des Parlamentes und der öffentlichen Meinung zu verdienen und auch das Vertrauen anderer Staaten zu erwerben. Der Minister erklärt, er werde Grünbücher über Macedonien, Somaliland und Bonadir veröffentlichen, bestätigt die Erklärungen, die er im Senat über die Tripolisfrage abgegeben hat und weist ferner auf die Schwierigkeiten der Kolonisation hin. Der Lösung des Wirtschaftlichei: Problems in Tripolitanien muffe t ernste Studien voran gehen. Die Lösung muß aber versucht werden. Die Regierung muß dieser Ausgabe besondere Sorgfalt zuwenden, weil, wenn Tripolitcmren auch nur beschränktes wirtschaftliches Interesse für uns haben kann, man doch nicht vergessen darf, daß das wirtschaftliche Vordringen ein politisches Interesse hat, das für uns von erstem Range ist. Der Minister kommt auf Kreta zu sprechen und führt ans, die Vereinigung Kretas mit r i e ch e n l a n d s e i u n m v g l i ck , besonders wegen der Rückwirkung, die sie auf den Balkan ausüben würde. Tie Kretenser vergessen zu leicht die Dankbarkeit, die sie den Mächten schulden, die ihnen Freiheit und ^Autonomie gegeben haben, und schaffen ihnen jetzt Ungelegenheiten. Tas ist von Gricchenlarrd in loyaler Weise anerkannt worden, Seit langer Zeit glaube Kreta, die Schutzmächte und Prinz Georg mußten ihnen eine ernsthafte Finanzreform sichern. Italien entsandte zwei Kriegsschiffe in die ftctensischen Ge- wäsier zum Schutze des italienischen Kontingentes und dev italienischen Gendarmerieoffhziere. AMM- Tarusschan. Ein origineller Parlamentarier. Der Reichstag hat in dem Abg. Pauli (Rp.), deffett Mandat am 11. ds. Mts. für ungiltig erklärt wurde, ein Original verloren. Man wird den Herrn Professor "der Mathematik, . der lange Jahre als der Fleißigsten einer im Schriftführeramt tätig war, ungern vermissen. Er sprach selten, aber was er sagte, war durchaus eigenartig. ES spiegelte die Bedürfnislosigkeit dieses modernen Diogenes wieder. Zwei seiner Aeußerungen aus neuerer Zeit seien in Erinnerung gebracht. Während von anderen Abgeordneten die Qualität der im Reichstggsrestaurant verabfolgten Speisen bemängelt wurde, erklärte sich allein Herr Pauli für beftie- digt. Er verriet zum nicht geringen Ergötzen der Versammlung, daß er täglich nur einmal zu speisen und hierfür im Reichstagsrestaurant 1 Mark auszugeben pflege, was zu seiner Ernährung vollkommen genüge. Gelegentlich einer Eisenbahnreformdebatte konnte Herr Pauli nicht genug Worte finden zum Lob der 4. Wagenklasse. Die Mitglieder des Reichstags haben bekanntlich das Anrecht auf freie Fahrt in der 1. Wagenklasse. Herr Pauli aber bevorzugt die 4. Klaffe, denn „die Mitreisenden sinb dort viel freundlicher". Derart trug der Vertreter des schönen märkischen Kreises Oberbarnim Strahlen sonnigsten Humors in die mitunter gar eintönigen Reichstagsdebatten._____________________ _ per Krreq. Japanische Meldungen aus der Mandschurei. General L i n e w i t s ch telegraphiert vom 11. Mai: Eine Urt* serer Abteilungen wurde in einem Engpaß 10 Werst südwestlich vom Dorfe S ch i m i a o t s e am 5. Mai vom Feinde angegriffen und gezwungen, sich nach Schimiaolse zurückzuzielM, Am 6. Mai zwang eine andere russische Abteilung 10 Werst von Asan goz die Japaner zurückzugehen. Am Abcmd ging der Feind wieder zum Angriff über und es kam -um Bajonettkampf. Der Angriff wurde fedoch znrückge.wiesen. Die erstgenannte Llbteilung hatta am 7. Mai während des ganzen Tages und während der ganzen! Nacht bei Schimiaotse zu Mmpfenj. Das> Gefecht blieb unentschieden. Tie unserer zweiten Meitung gegenüberstebenden! japanischen Truppen erhielten Verstärkung. Am 7. Mai begann! diese Llbtcilung deshalb sich zunückMziehen. Eine, dritte Ab^ teilung, welche bis zu dem Engp-iß von Tawangulin vorrucktci wurde von den Feinden angegriffen und operierte so glücklich gegen ihn, daß es ihr gelang, von dem Engpaß Besitz z-u greifen. Am 7. Mai unternahm der Feind einen entschiedenes Angriff gegen unsere rechte Flanke, wurde aber zurückgeschlagen. Weiter wird aus Tokio amtlich 'gemeldet: Am Morgert des 9. Mai griffen uns die Russen in Stärke von zwei Regimenter:: Infanterie, fünf Sotnien und einer Batterie, die aus Nauskanhchengtzu, 15 Meilen von Hengcheng feint eit, in der Nähe von Jengcheng an. Um 2 Uhr nachmittags begann der Feind unter dem Schutz von Artilleriefeuer einen energischen Angriff, wobei die Infanterie bis auf 100 Meter an unsere Stellung heran- kam. ifttfere Truppen gingen dann zur Offensive über und Verjagten den Feind, der 60 Tote und 160 Verwundete auf dem Platze ließ. Außer solchen, die Uniform trugen, waren unter den Toten und Verwundeten auch viele, die chinesische Kleidung trugen. Der Verlust des Feindes wird auf 300 Mann geschätzt; der Unsrige ist ein Maun tot und 50 verwundet. Eisenbahn von Tokio nach Kobe. In aller Heimlichkeit, wie sie daS so vorttefflsch verstehen» bauen die Japaner eine neue innere Eisenbahnlinie von Tokto nach Kpbe. Die jetzige Tokaidolinie läuft vielfach am Meere entlang und gilt bei einem etwaigen Angriff von der Seesette für stark gefährdet. Bon dem Neubau ist bisher noch kein Wort an die Oeffentlichkeit gekommen. Der Orden Pour le m Stile für General No ist in Tokio angekommen. Oberleutnant P o t e n vom Frankfurter Artillerie-Regiment bringt ihn nach Mulden -ur feierlichen Ueber- gabe. Das vierte russische Geschwader. „Daily Mail" meldet aus ^Petersburg: Tie Abfahrt KS vierten russische Geschwaders fei von. der Admiralität üet«< tagt worden, bis man über das Schicksal der übrigen russischen Geschwader in Ostasien Informationen erhalten habe. Zur Ab-« fahrt bereit liegen das Panzerschiff Slawa, drei Kreuzer 1. Kl. und 8 Torpedoboote. Bon Hamburg gingen am 12. b. M. mit dem Dampfer Poseidon der Hamburg-Amerika-Linie 220 angeworbene Mannschaften nach Libau ab, um auf den dort liegenden 5 Dampfern, die nach Rußland verkauft worden sind, Dienst zu nehmen. Die Transport-Dampfer, die für ein vietteS russisches Geschwader bestimmt sind, verlassen Libau Mitte nachfter Woche. JUch'and in Sturm und Prang. Der^„Peterßburger Regieruiegsbote" schreibt: D^ß tue Zahl der Opfer bei den Unruhen in S chi tomir verhältnismäßig gpr-ng ist, ist den energischen Maßnabmeu zuzuschroiben, die bic Regierung zur Un >drückung und Verhütung der Unruhen ergriffen hat. Seit dem 21. April haben die Juden in SchitU' mir eine herausfordernde Haltung au den Tag gelegt; sie ge- spektefraj wie bas ,B. Tgbl." niclbct, in das Regiment Garde dort zunächst als Ritt- — Der Kronprinz wird, nach seiner Verheiratung du Corps versetzt werden, um meister aktiven Dienst zu tun. Veuthen (Oberschlesien), Meldung ber „Oberschl. Ztg." sind im Landkreis Beutben vom 4. Mai bis 10. Mai 35 Personen an Genickstarre erkrankt, von denen 9 starben. Die Gesamtzahl der Erkrankungen 'oom 19. November 1904 bis 10. Mai 1905 ist 378, der Todesfälle 167, der Genesungen 51. Die übrigen Erkrankten sind noch in Behandlung. Stuttgart, 12. Mai. Die Kaiserin ist als Stiftermitglied dem Schwäbischen Schillerverein beigetreten 3^entsl1res iHetdu Berlin, 12. Mai. In das Herrenhaus berufen (ft der Regierungspräsident a. D. Wirkt. Geh. Ober- Regierungsrat Jesco von Puttka m er-Nip pog lense, wohnhaft zu Charlottenburg, durch allerhöchsten Erlas; vom 24. April 1905 auf Präsentation der Familie von Puttkammer, an Stelle des am 20. Dezember 1904 verstorbenen Generalmajors a. D. Rittergutsbesitzer v. Puttkammer-Ripkan. — Rach dem Bericht des „Rcichsanzeigcrs" wurden in der gestrigen Sitzung des Bundesrats die Entwürfe von Vorschriften zur Ausführung gesundheitlicher Vestinmuingen der SeemannSordnung und die Vorlage betreffend die allgemeine Rechnung über den Reich sh aus halt für 1901 den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Ferner erfolgte die Beschlußfassung über die Beschlüffe des Reichstags zu den in den Reichstagssitzungen vorn 5. und 6. April verhandelten Petitionen, sowie zu den bei der Beratung des Reichshaushaltsetats für 1905 miterörterten Petitionen, außerdem auch über die Resolutionen des Reichstags zu den Gesetzentwürfen betreffend bte Feststellung bes Reichshau s- haltsetats unb de§ Haushaltsetats bcr Schutzgebiete für 190 5. Der Vorlage betr. die Erweiterung der Erlaubnis für den Norddeutschen Lloyd - Bremen zur Beförderung von nichtdeutschen Auswanderern nach Cuba und Mexiko wurde die Zustimmung erteilt. Genehmigung fand ferner die Aenderung des Statuts der Preußischen Zentral-Bodenkreditbank und der Antrag auf Verleihung von KorporationSrcchten an die mit dem Sitze in Düffeldors gegründete Sisal-Agaven-Gesellschaft. Außerdem erfolgte die Ernennung von Konimiffaren für die Beratungen im Reichstag und die Beschlußfaffung über mehrere Eingaben. 12. Mai. Laut amtlicher RnÄlsnd. London, 12. Mai. Amtlich wird bekanntgegeben, daß bie französische Flotte am 7. August in Pourtsmouth eintrifft, wo sie bis zum 13. August verbleibt. London, 12. Mai. Der hiesige koreanische Geschäftsträger, S)i Han Eung, hat sich heute morgen in der koreanischen Gesandtschaft erhängt. Er hatte in der letzten Zeit Zeichen von Geistesstörung gezeigt. Madrid, 12. Mai. Nach einer aus Lissabon eingegangenen Meldung wird dort infolge der Meinungsverschiedenheiten, welche zwischen dem I u st i z m i n i st e r und dem Finanzminister in der Frage der Verpachtung der Einnahmen aus Tabak herrschen, eine Ministerkrisis für unvermeidlich gehalten. Die Zensur halte alle aus die politische Loge bezüglichen Depeschen zurück. Paris, 12. Mai. Nach einer Meldung des „Tcmps" beabsichtigt der König von Spanien im Herbst eine zweite Reise nach Frankreich zu machen, hauptsächlich, um an Fasonenjagden teilzunchmen. — Alle Blätter bringen längere oder kürzere Schilderungen der Feierlichkeiten von Gravelotte und lassen ihrem friedlichen Charakter Gerechtigkeit widerfahren. Bern, 12. Mai. Die von der Internationalen Arbeiter- )l. Kreuzkirche am 3. Mat, bei dem vier Personen von den Kosaken niedergeschossen wurden, ries unter der Bevölkerung eine ungeheure Erregung hervor, 8. d. M., am St. StanislauS-Feiertage, wurde ein Racheakt verübt, dem ein Detektiv znm Opfer fiel. OMrand des Frühgottesdienstes in der hl. Kreuzkirche entdeckten die. Andächtigen den dort anwesenten Geheimagenten Rndrzei Mati as- ze k. Er flüchtete in das nächstliegende Hau-. Hier wurde er mit Wagenrungen, Steinen une Knütteln derart bearbeitet, daß er besinnungslos Msammenbrach. Ein herbeigeeilter Rettungswagen wurde an den Sterbenden nicht heran gelassen. Schließlich raste eine Kosakenpatrouille heran und ein zweiter Rettungswagen, der nur noch einen entsetzlich verstümmelten Körp-w vorfand, der kaum Lebenszeichen von sich gab. Der Detektiv wurde nach dem Hospital geschafft, wo er bereits nach 15 Minuten verstarb. — In sämtlichen Bäckereien rubt die Arbeit, sodaß sich ein Mangel an Brot in ter ~ Aus Stad! und AruS. Gießen, 13. Mai 1905. •• Personalien. Dem Pfarrer Hamm zu Ober- Saulheim wurde die evangelische Psarrstclle zu Flomborn übertragen. — Das Promenadenkonzert fällt morgen, Sonntag, aus. Kirche unb Schule. Münch en, 7. Mai. In Da Vern testeten 7411 S chul en, von denen nach der offiziellen Slatisstk 523* katholische, 1925 1 52 ü'te. •• Die hiesige Militarkap elle konzertiert morgen, Sonntag, von 5 Uhr ab, im neuen Saalbau. Am Montag rückt sie mit auf den Truppen-Uebungsplatz bei Darmstadt und bleibt dort bis 27. Mai. •* Der Verein Contentia veranstaltet am morgigen Sonntag auf der „Schönen Aussicht" ein großes Sommerfest mit Preisschießen. (Siehe Inserat.) " Tyroler-Konzert. Die z. gt. im -Einhorn* konzertierende Tyroler-Gesellschaft gibt heute, morgen und Montag dort ihre letzten Vorstellungen. ** Wettbewerb zur Erlangung mustergiltiger Baupläne für Arbeiterwohn Hauser. Man schreibt rns aus Darmstadt: Da» VreiSanicht, welches fiter die Kur Erlangung musiergiltiger Baupläne für Arbeittrtoohnbärster au» ganz Deutschland eingeganaenen 287 Pläne zu entscheiden hatte, tet aestern mittag nach "mehrtägiger Beratung seine.Entscheidung, die tei ter großen der teil» ausgezeichneten, teil» minderwertigen eingelieferten Arbeiten nicht leicht totrr, folgendermaßen getroffen: 1. Prei», 1000 Mk., Vr'hur Win koov, Letzcer der Bau- aewerkschule, Darmstadt: ♦ Preis, 600 Mk., Joseph Rings, r uh. arch. auS Honnef a. Rh., Darmstadt: bcr dritte Preis, ^00 Mark, hm mit Rücksicht auf die Gleichheit der Arbeiten folaender- maßen zur Verteilung: 200 M?. Herrn. Bausch, Architekt, Her- tem: ic 100 Mk.: Jos. Winter, Architekt, Bensheim und Wilh. Greim, Kastel. Dngekaust wurden ferner die Arbeiten der Herren Wilb. Kahm in Eltville und M. Müller, Kai- serslauhru. Teilweise angekauft wurden ferner Arbeiten, die aus Worms, Breslau, München Ulm, Trier und Darmstadt eingeliefert worden waren. sd. Darmstadt, 13. Mai. (Eigener Draht- berrcht.1 Der Soldat Klöst ans. Vilbel von der 11. Komv. des Inf.-^stegtS. Nr. 115 glitt gestern früh in der Mexanterür«?^- beim Ausmarsch Kum Exerzieren auS, fiel und verletzte sich schwer. O ffen b a ch, 12. Mai. Die Gesellschaft für Wohl- fahrtSeinricbtnng in Frankfurt et. M. hat nm unentgeltliche Uebcrlussung eines Platzes auf bcr Waldstrahe ersucht zum Zwecke der Errichtung eines Arbeiterspeise- hauses. Tie Stadtverordnetenversammlung stellt als Bedingung, daß keinerlei Alkohol verschänkt werden dürfe. Wiesbaden, 12. Mai. Der Kaiser trifft, wie nunmehr feststeht. am 16. Mai hier ein, um abends einer Generalprobe im Hoftheater beizmvohnen. Außer der Kaiserin, die am 18. Mai hier eintrifft, wird auch Prinz Adalbert kommen. — Durch den Genuß verdorbener Wurst zoa sich der 6 Jahre alte Sohn Alfrcb des siut'chcrs Seelbeck eine schwere Vergiftung zu. Das siinb mußte nach dem städtischen Krankenhause, gebracht werden, wo es jetzt gestorben ist. — Die Polizei verhaftete eine Einbrecher- bande aus Frankfurt. Es sind teils schon mit Zuchthaus bestrafte schwere Verbrecher und eine Prostituierte. Beim Verkauf der gestohlenen Sachen wurde die Gesellschaft verhaftet. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen unb den Nachbarstaaten. Die stellenlose 24 Iphre alte Kellnerin Anna WillcnwcTO ent5 Walst-n trenk in ihrer Wohnung inFra nk- f u r t eine Flasche Lvsol aus. Sie kam ins Krankenhaus, wo sie infolge schwerer innerer Verletzungen gestorbm ist. — Auf tem Robinsohn'schen Neubau an brr Katl-arinenkirchr in Frankfurt stürzte bcr 24 Jahre alte Bildhauer Wilhelm Kurz aus Fechenheim ca. 15 Meter hoch hereb und erlitt einen schweren orn ynirb ff"zweifelt. Cin Aerztekongretz. Düsseldorf, 12. M-»i. Aus dem heute hier statt gehabten von ca. 1000 Aerrten besuchtkn Abgeordnetentag des Aerzte- vertendes im Regierungsbezirk Düsseldorf wurde folgender Beschluß gefaßt: Der Mgeordnetent'rg sieht in ter Errichtung der Akademien für vrakti sche M ed iz in kine nennenswerte Unterstützung des aus eigener Kraft ter Aer-tc bisher in genügender Weise gehandhabten Fortbilte ungSwefens ter praktischen Aerzte, wohl aber eine für den Zusammenhang des ganzen är?-tlichen Standes und für das bestehende UnivcrfitätSwesen gefährliche Einrichtung. Das bisher bekannt gewordene Programm ter Kölner und bcr geplaulen Düsseldar'er Akademie veranlassen den Abgeordncten- tag, vor Weiterführung und Neugrüntemg weiterer Akademien 5ii warnen. Die Mitglieder tes Lehrkörpers der Akademien find auskömmlich zu besolden, und es ist denselben nur konsultative Praxis zu gestatten. Es soll tem Ermessen teS Praktikanten überlassen bleiben, das praktische Jahr an der Akademie eher an einem Krankenhause abzuleisten. Die Ast'istenz- arztstellen sollen mit Zivilärzten besetzt werten, die auskömmlich zu besolden sind. Die Verleihung eines Diploms fü einen Spezialisten ist nicht grstattet. Die Abhaltungen von Polikliniken sind an ter Akademie verboten. Diese bnyaf(f^ werden. «Sinnft hu» Zbihcnschaft R. 23. Darmstadt, 13. Mai. D«? Hvftü-nt-r hat mit der Neueinstudierung der komischen Oper von DeliteS „Der K'önig b a t'K gesagt", eirrn sehr glücklichen Griff getan. Die Oper ist vor 30 Jahren über eine Anzahl deutscher Opernbühnen gegangen, aber dann merkwürdig schnell wieder in Vergessenheit gesunken. Heute erzielte sic, nachdem ter französische Kompon'st jüngst durch seine La km 6 wieder die alloemeine Aufmerksamkeit erregt h^t, einen ganz außerordentlichen Bühnenerfolg. Das herzlich alberne Libretto von Edmond Gondinet hat allerdings keinen Anteil daran, aber desto durchschlagender erwies sich der fortgesetzt in üppigster Weise hervorguellende Melodien- reichttkm, dessen originelle Jdeenfülle häufig bei offener Szene ju lebhaftem Beifall animierte. Die Oper war auch vom Kapell- meist-r .Mittel mit großer Umsicht einstudiert imd brachte fast durchweg vorzüchich-e Leistungen. Die Oper wird nach ihrer hiesigen erfolgreichen Wieterauffrischung zweifellos auch auf andern deutschen Bühnen noch Triumphe erringen. fe. Kafsel, 12. Mai. Leoncavallo ist gestern abend von Berlin hier eingetrossen um am 14. Mai ter Aufführung seiner Oper „Der Roland von Berlin" im hiesigen Hoftheater und der 30. Ausführung „Der Boheme" b-eizuwohnen. Wien, 12. Mai. Die ehemalige Hofopernsängerin Mrla Km v f e r b e r a e r ist a e 9 a r b n. Aniversttäts-Nachrilliten. Darmstadt, 12. Mai. Der a. o. Professor für Elektrotechnik an der Technischen Hochschule in Darmstadt, Feldmann, hat lt. „F. Z." einen Ruf an die Technische Hochschule in Delft erbosten. IrSeitervewesirrnq. Frankfurt a. M., 12. Mai. Zu dem Streit der rheinisch-westfälischen Brauereien mit ihren Arbeitern erfährt die „F. Z.", daß der Vorsitzende des deutschen Brauerbundes, Kommerzienrat Henrich, sich an den rheinisch-westfältschen Brauereiverband mit dem Vorschlag gewandt hat, den ganzen Streit einem Schiedsgericht vorzulegen, das aus je zwei Brauereibesitzern und Arbeitervertretem zusammengesetzt sein würde, die jedoch nicht auS den beteiligten Provinzen genvm- men werden sollten. Diesen Vorschlag haben die rheinisch-westfälischen Branereiverbänte aber ablehnen zu müssen geglaubt, da fie diesen Streit durchkämpfen wollen. Göttingen, 12. Mai. Der Streik der Maurer und Zimmerleute ist nach fünfwöchiger Dauer zu Gunsten ter Arbeiter beendet worden. Bern, 12. Mai. Der schweizerische Baumeister- Verband tourte auf den nächsten Sonntag nach Zürick ein* Dcrmiid)Us» Teheran, 12. Mai. (Pet. Tel.-Ag.) Hier wurden amtlich Cholera-Fälle fest gestellt, welche sämtlich tödlich, verlaufen sind. -RS ui*, S' ca» r. S^en Alieestr Stall^g i Rohere ****^7v Die bi§b ecbwalm allem Z> leihiW' 1. Cftnbcr 2209 Kandel und Verkehr. Uolkswirlschafl. K l e i n e F i n a n z ch r o n i k. An der Spitze des Danken- konsortiumS, mit welchem dec rumänische Staat über die Verpachtung seines Petroleumterrains unterhantelt, steht die Deutsche Dank. — DaS neue Rohrwalzwerk ter Vereinigten .Königs- und Laurabütte ist nun soweit sertiggestellt, daß die Inbetriebsetzung anfangs Oktober erfolgen kann. — Die Deutsche Cisenbahngesell- schaft Akt-Ges. Frankfurt «. M. wird 5 Proz. Dividende wie i. D. Vorschlägen. London, 12. Mai. Die Wollauktion war stramm und lebhaft zu höchsten Preisen. 5 Proz. höher feit Eröffnung Markte. (Alchen, 13. Mai. Marktb eri elit. Aul bentigem Woebenmarkt kosteten: Butter vr. TO. 1.05—1.20 Hühnereier 1 St. 5—6 Big. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfa., Enteneier 6—7 Plg., Käse vr. Stck. 6—8 Pi., .stäsematte 2Stck. 5—6 Pig. Erbten vr.Liter 21Piq., ßinfen vr. Liter32 Bla.. Taubenvr.Paar0,80- 0,90Mk., Hühnerpr.Sd 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gö'ufe nr. Ptd. 55—65 Pfg., Ocbfensteifch vr. Pinnd 70—80 Pig., sinh- m'd Oiindstei^ch vr. Pfund 6,2—68 Pfg., Schmeine- steifcb pr. Pfund 60—76 Pfg., Sebweinesteifch, gefalzen, pr. Pfund 80 Pfa., Hv alb st ei fcb vr. Pfd. 70—74 Pfa., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 TO. Carlos eln pr. 100 Kg. 6,50—7,00 Alk., Zwiebelnvr. Ztr 8,00—10,00 All., Milch per Liter 20 Pfa., Aevfel per Zentner 0 bis 0 Alk., in Körben 00—00 Pfa. Rüste 100 St. 00-00 Pfg. Zwetfchen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Alk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 7—1 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 12. Mai. Heu- n n d Strohmarkt. Heu kostete beute Mk. 3.10-3.50, Stroh Mk. 2.20 bis > verm nnfflfle 21 24161 allem fli ®arien'p Drei k KU vernii eventl. |d Hfifle 2Li ^re, *i?6iüSi 4’3ünmei 11 W m hofieret L'wmer ßünniern Avlkstral ^'nmq b tiUli o.iv.rn v< 1883| Eli nunq in zimmer 1 großem über früh Nähere MO Mädchenkc alles bcr emqerichke! X Atzba No 5-ZimmcrI 7881 Näk». Gteinftrn 6 flimmer, i nebst allem > anteil, yer mieten. Anbr 1 Wegen mobmmq 1. Juli ev 2223 5pi lpsan des CZroffherzoglichen Kurtheaters Bad-Nauheim. Direktion Hermann S t e i n a 0 e t t e r. Montag den 15. TOi: Prolog zum Sprudelfest. Darauf: „Der eingebildete kranke." Dienstag den 16. Mai: Gastspiel des Oberbayerischen Bauerntheaters: „Die Kreuzelfchreiber." Donnerstag den 18. Mai: „Der Kilometerfresser." Samstag den 20. Mai: „Ebarlens Tante." Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. BoranHffchtliche Witterung in Heffen für Sonntag ben 14. Mai 1905: Heiter, nach kälterer Nacht am Tage etwas wärmer. Stellenweise Nachtfrost. Näheres durch die k^iestener Wetterkarte. ^ri^inal-DraijiMtiöungen. Meß, 13. Mai. Bei dec gestern abend stattgehabten Tafel im Bezirkspräsidinm hatte der Kaiser die Gräfin Zeppelin-Aschhausen zur Rechten, den Statthalter Fürst zu Hohenlohe zur Linken. Neben der Gräfin Zeppelin saß Exzellenz v. Lukanus. Um 11 Uhr abends verließ der Monarch das Bezirkspräsidium. Anläßlich der gestrigen Parade hat der Kaiser eine große Reihe von Atis- zeichnrtNgen verliehen. Heute morgen 8 Uhr unternahm der Kaiser eine Automobilfahrt. Hamburg, 13. Mai. Der Hamburger Dampfer „M art' eil le", ter am 16. Mürz von Cartagena nach Hamburg abging, ist verschollen; vermutlich ist er mit der Besatzung unter- gegangen. München, 13. Mai. Das Mörder paar Huber legte gegen die Verurteilung Revision beim Reichsgericht ein. Rom, 12. Mai. In der Kamnier führte Minister Tittoni noch folgendes au§: Der Dreibund, fährt der Rediwr fort, bewahrt itn9 vor übertriebenen Militärausgaben, nie könnte aber jemand behaupten, daß er uns davon entbinde, Heer und Flotte zu unterhalten, und e§ ist verlorene Mühe, genau seststellen zu wollen, für wen er ein wenig mehr oder weniger im Vorteil sei, denn er hat sich als ein kostbares Element für die Erhaltung deS europäischen Friedens erwiesen. Der Besuch deS deutschen Kaisers hatte nicht den Zweck, die Bande deS Dreibundes zu stärken, denn diese hatten sich nicht gelockert, noch hatte die Zusammen- fünft in Venedig den Zweck, unsere Beziehungen zu Oesterreich-Ungam, die ausgezeichnet sind, zu bessern. Wien, 13. Mai. Ein Ausschuß der S tudi erenbett an bcr Wiener Hochschule verössentticht einen Aufruf zur Gründung einer akademischen Änti-Duell-Lig a. Wien, 12. Mai. Das Abgeordnetenhaus erledigte die letzten Gnlppen des Zolltarifs unb nahm schließlich auch in dritter Lesung den Zolltarif unb das Zolltarifgesetz an. Budapest, 13. Mai. Der neu ernannte Professor bet ungarischen Sprache an der Agramer Universität, Dr. Grecsa, wollte gestern seine Antritts-Vorlesung halten. Daraufhin versanunelten sich hunderte von kroatischen Stu beuten in der Aula und zwangen den Professor, sich zurückzuziehen. Die Vorlesung unterblieb mit Rücksicht auf die • große Erregung der Stlldentenschaft. Die kroatischen oppositionellen Blätter legen dem Professor nahe,^ im zweiten Semester keine Vorlesung zu halten. Ne wtiorr, 13. Mai. In Chicago streiken 500 Schuljungen, weil die Kohle für die Schulgebäude von Streikbrechern geliefert wurde!! Die Fuhrleute wurden mit Steinen beworfen, sodaß die Poliz-ei elnschretten mußte. Die Sache ter Streiker gilt als verloren. N e w y 0 r k, 12. Mai. Die Schauspielerin Nan Pad* terson, die tem Buchmacher Jouny in einer Droschke er-, schossen bat, wurde, obne Di'irgschaft su leistem__entlasten. . Lilterarlsches. (Selbstanzeige.) Der bekannte Spezialarzt für Herzleiden vr. moa. Smith meist in seinem Buch „H e rz stö ru n g en und Neurasthenie"' (Berlin, HanS Baake Nachf., Preis 50 Pfq.) darauf hm, daß eine große Reihe von allgemeinnervösen Erseheuuingen ihre Ursache in einer Veränderung der Herztätigkeit hat. Derartige Störungen werden nun in gcmz auffallender Weise durch Wechselstrombader gebeffert. Nur der Arzt, der diese Behandlungsart genau studiert hat, ist bei funktioneller Prüfung deS Herzens in der Lage, die für diese Behandlungsmethode geeigneten Falle zu erfennen. Jedenfalls wird die Lektüre dieser Schrift zu einer sorgfältigen Selbstbeobachtung und einer rechtzeitigen Inanspruchnahlne ärztlicher Hilfe führen. Dr. M. Schnlre-Kahleyss. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. - . #11- Kranke. (Geisteskranke ausge- Sommerkur TUr schlossen). Behaglich eingerichtete kleine Anstalt (bis 30 Patienten). LiMWO Kohler ßchattigerPark. Vorzügliche WVMB* W U2> «(» (jsftinc Verpflcjrnnp- bei M ZM M gg W M engstem Familiennnschluss. (Ddpen- B 'S Ei ö dance für Minderbemittelte.) Pro- tterdienst. für Sonntag der tge etwas wärmer. rftirte. ^ad-Nauheim. 'Her. Tarauf: ^Der Gastspiel des Dber- Tonnerstaa tag den 20. Mai? I JJ^en amtlich *d) tödlich it H äl SuJ fr . L«ith«K . n|e° * tthcrt'6 e 11 r ö bnfi eine touf Kw'L I« ^iW,eetö«< rfltttd; (f7töinbd^ K.Ks des m * 5. "ber Nt diel^r- Utz •ss§ & M , lt ^ffnrnia 'er 6^'^ K Sii ”■ Amd ' ^wiebelnvr. Aer Se PM^fntnfr 0 Ctn°O-00 % '^Beutner 6 bi» »"d Strof|. "h Mk. 2.20 bis qen. end Wgehabiek der Kaiser bie , den Stat^alier eben der Gräfin 11 Ufyc abends . MWich der Reihe von ?ln§* )t unten* der Dampfer „Mar« Hamburg abging, Besatzung unter- tat Huber legte föa*rii>t ein. r fM MM« blind, fährt dkl i MUmiSüabm, ( un® i66on ent« ) ts ist «erlotene 1(n er ein wenig ' hat sch ol§ ?“ luropäW1' > taiferS W ”* flirten, denn dch te die 3*" Hingen zu D(ite' ^ruldierend" Wim ®«r> ArKt fi'fe -,SÄ ;r*«s inierbl'eb"" $i, *)-$5 i e 5 ^.^hrieuts el"» tntÄ- 0324? Uebereinfttnft. Westfalen. 2610 sogleich Lohn. 2576 H. Schaffstaedt. 2560 TLrbeit bei Eupen Kauffmann, Lampenfabrik. nung im Hanse. 2646 C. Röhr L Co. 03251 Lkrtrneisßeliiz köchln sucht Stell., womdgl. bef Fran Pros. Zimmermann^ frankfurter Str. 12, pt. Züuaer, chrl. KauslmMc per bald oder 1. Juni gesucht. ^risetirlehrliitß ßMcht. 03140s Ferd. Aff, Nenenbäne 21. Lehrmädchen I für Dairr eufchneidcrei gesucht. Eberstraße 2, Ecke Nordanlago. Glanzbügeln kann man binnen 4 Wochen gründlich erlernen. Aus Wunsch nachmittag-. 03593 Walltor strafte 16, IT. 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