Nr. 87 Zweites Blatt. Srjchewr «glich mit Ausnahme bei Sonntags. Die „Hieben« Kamlllenblätter" werden dem bAnzetger viermal wöchentlich betgelegr. Der ^helstiche Lavdwttt- erjchetnl monatlich einmal. 155. Jahrgang Mittwoch 12. April 1905 Gießener Anzeiger Rotationsdruck xmb Berlag btt Brü hllchtt UnwersttätSdruckerei. tft Lange, Gießen, Redaktion. Expedition u. Druckerei Gchulstr.A. Lei. Nr. 6L Leleg^Ldr. . An-eig« Gieß«, General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen. Aompropst Malzi. Woran nach dem Ergebnis der Zeugenaussagen in dem Prozeß gegen den Domprop't Malzi aus Worins nicht mehr zu zweifeln war, das ist, wie gemeldet, eingetroffen: Malz: ist des ihm zur Last gelegten Sittlichkeitsverbrechens, der Körperverletzung in idealer Konkurrenz mit Nötigung für schuldig befunden worden. Er ist mit einem Jahr Gefängnis bestraft worden. Schulmädchen, die seiner Obhut, seiner seelsorgerischen Einwirkung zum Guten, seinem Schutze anvertraut waren, hat er zuerst durcy unanständige Redensarten ver- däcytigt, als wenn sie mit Knaben ihres Alters in unerlaubtem Verkehr gestanden hätten. Scyon dadurch hat er die Kindesseele, statt sie zu läutern und zu veredeln, vergiftet. Als die Mädchen mit gutem Gewissen in Abrede stellten, das ihnen von dem Domvropst Angedichtete mit den Knaben verübt zu haben, hat er die Knaben und Mädchen zu schriftlichen „Bekenntnissen" ihrer nicht vorhandenen Schuld gepreßt. Er mißhandelte die armen Knaben und Mädchen, als sie sich dagegen wehrten, daß sie ein ihnen abgepreßtes verlogenes Protokoll als Msdruck Lauterer Wahrheit gelten lassen sollten. Bei einem der Opfer wurden so brutale Mißhandlungen festgestellt, daß das Mädchen sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Ter Tompropst, der seine Zöglinge prügelte, war auf der anderen Seite die Liebe selber. Daß er die fünfzehnjährigen Mädchen küßte, daß er sie in unangemessener Weise berührte, das war noch ein Kinderspiel dagegen, daß er . ihnen die unanständigsten Dinge zumutete. Was aber am widerwärtigsten dabei war, das war der Mißbrauch der amtlichen Autorität als Geistlicher, mit dem er die Mädchen irre zu führen versuchte, als er ihnen mit Bezug auf die ihnen angedicbteten unsittlichen Dinge sagte: „Wenn ihr das mit den Jungen tut, ist es Sünde; wenn ihr es mit mir tut, ist es keine Sünde . . ." Man möchte über dieses empörende Lebensbild am liebsten den Schleier ziehen, so traurig ist die Geschichte von der Vergiftung kindlicher Seelen unter dem Deckmantel äußerer Frömmigkeit. Mer es ist unmöglich, an dem Wormser Drama schweigend vorbeizugehen. Der Herr hätte sein schmähliches Treiben noch längere Zeit ungestört fortsetzen können, wenn nicht eines der Mädchen den Mut gefunden hätte, dem Vater die eigenartigen Erlebnisse in der Amtswohnung zu erzählen, und wenn nicht der Vater zum Schutze seiner Tochter ihre Umschulung beantragt hätte. Erst hierdurch- form es dahin, daß sich die Behörden für die Besonderheiten des dompropstlichen Religionsunterrichtes interessierten, sodaß schließlich der Staatsanwalt die öffentlichen Interessen gegen den gefährlichen Diener der Kirche Lnhrnehmen mußte. Es gibt selbst streng-katholische Schriftsteller, die es «ichtleugnen, daß dieerzwungeneEhelosigkeitder Priester für sie besondere Gefahren in sich schließe. Es gehören ganz besonders starke, gefestigte, an die strengste Selbstzucht gewöhnte Charaktere dazu, um den Gefahren des Eölibats wieder und wieder zu trotzen und gegenüber der überwältigenden Macht der Natur andauernd Sieger zu bleiben. Wenn in diesem Riesenkampfe der einzelne Priester unterliegt, wenn er schwach genug ist, zu straucheln, so ist die erzwungene Ehelosigkeit, unter der er lebt, derjenige mildernde Umstand, der bei objektiver Beurteilung seiner Tat nicht außer Acht bleiben darf. Die katholische Kirche denkt trotz der Bewegung eines Teiles der italienischen Geistlichkeit gegen das Cölibatgesetz vorläufig nicht daran, auf die Zwangsehelosigkeit der Priester zu verzichten. Es muß deshalb aus Gründen der Humanität darauf hingearbeitet werden, daß die Priester selbst wie die ihnen anvertrauten Schulkinder gegen die schweren, aus dem Cölibat erwachsenden Gefahren in denkbar fürsorglichster Weise geschützt werden. Die „Berl. Volksztg." glaubt u. a. mit Recht, aus dem Prozeß gegen den Dompropst Malzi entnehmen zu sollen, daß dieser Prieüer der Versuchung zu schwerer Sünde weniger leicht unterlegen wäre, wenn es ihm nicht erlaubt gewesen wäre, den jungen Mädchen den Religionsunterricht in seiner Wohnung zu erteilen. Man tut den Geistlichen insgesamt wie den Schulkindern und den Eltern einen großen Dienst, wenn den Geistlicher: durchweg zur Pflicht gemacht wird, den Religionsunterricht grundsätzlich im Schulhause zu erteilen. In Worms hat übrigens, nach der dortigen Presse, Malzi ttr seiner Eigenschaft als Zentrumsführeruno spiritus rector des dortigen klerikalen Blattes innerhalb der Wormser Bevölkerung keinen Frieden, wohl aber eitel Zwiespalt gesäet. Der rapide Zuwachs des Wormser des Wormser Zweigvereins des evangelischen Bundes während der letztverflossenen Monate ist, so behauptet man dort, nicht zirm geringsten Teile auf die politische Wirksamkeit Malzis >öurüd^ zuführen. Voliüsche Tagesschau. Um Milderung der Bestimmungen für das Duell -m Strafgesetzbuch hatten, wie wir bereits meldeten. Alte Herren studentischer Korporationen in zwanzig Petitionen den Reichstag ersucht. In der einen Petition wird der Nachweis zu führen gesucht, daß geschliffene Studentenschläger nicht als tätliche Waffen anzusehen seien, weitste weder die Bestimmung hätten, noch geeignet seien, tätliche Verletzungen beizubringen. Die Verletzungen bei Schlägermensuren seien vielmehr selten schwer. Das Reichsgericht hat die Frage, ob studentische Schlägermensuren Zweikämpfe im Sinne des Strafgesetzbuches seien, im Urteil von: 6. März 1883 bejaht. In der Petition wird darauf hingewiesen, daß Gerichte verschiedentlich dieser Auffassung des Reichsgerichts nicht beigetreten seien, so zuletzt das Hildesheimer Landgericht. In der Petition wird deshalb der Reichstag ersucht, dem § 201 des Strafgesetzbuches folgenden Zusatz hinzuzufügen: „Auf Zweikämpfe mit genügenden Schutzvorrichtungen gegen gefährliche Verwundungen finden die §§ 201—206, 208, 209 keine Anwendung". Die neunzehn anderen Petitionen beantragen gleichlautend nur die Aenderung des § 209 des Strafgesetzbuches in folgender Fassung: „Kartellträger, welche ernstlich bemüht gewesen, stnd, den Zweikampf zu verhindern, Mitglieder eines Ehrengerichts, sofern dasselbe nicht zur Verschärfung einer Forderung beigetragen hat, Sekundanten, sowie zum Zweikampf zugezogene Zeugen, Aerzte und Wundärzte sind straflos." Diese Petitionen werden damit begründet, daß in Karlsruhe Mitglieder von Ehrengerichten wegen Beihilfe zum Zweikampfe zu Festungshaft verurteilt seien. Im März 1903 hat der Reichstag folgende Resolution beschlossen: »Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, mit allen disziplinarischen und gesetzlichen Mitteln dahin zu wirken, daß das, auch in den Kreisen der Offiziere des stehenden Heeres und der Reserve weiter um sich greifende, mit der Religion, der Moral und den Strafgesetzen in Widerspruch stehende Duellunwesen beseitigt werdet Bei Verhandlung der neuen Petitionen in der Petitwnskommission erklärte ein Regierungs- kommiffar mit Bezug auf eine bei der Etatsberatung am 2. März 1904 abgegebene Erklärung des Staatssekretärs des Reichsjustizamts, daß die verbündeten Negierungen nicht die Absicht hätten, eine Abänderung der Vorschriften über die Bestrafung des Zweikampfes schon vor der allgemeinen Revision des Strafgesetzbuches in die Wege zu leiten. Die Petition beschloß hierauf, ohne auf die Sache selbst ein- zugehen^ den Uebergcmg zur Tagesordnung über zwanzig Petitionen. parlamentarisches aus Kesseu. Eine Vorstellung des Sümtzverbandes Mainzer Hauseigentümer an die 2. Hess. Kammer betrifft die Unterstützung der Baugenossenschaften aus öffentlichen Mitteln. Der genannte Verband überreichte der Kummer eine Resolution, welche der Zentralverband der städtischen Haus- nmd Grundbesitzer-Vereine Deutschlands auf seinem Verbandstage gefaßt hat. Die Mainzer Hauseigentümer sprechen von einer „allgemeinen Unzufriedenheit und Entrüstung der Haus- und Grnndbesitzer- kreise über die Haltung der Staats- und Gemeindebehörden :n dieser Angelegenheit". Eine neue Regierungsvorlage betrifft den Entwurf eines Gesetzes über den Handel mit Giften. Artikel 1 besagt, dcvß zum Handel mit Giften, soweit derselbe nicht in Verbindung mit dem Apothekergewerbe betrieben wird, eine besondere Genehmigung erforderlich ist. Tie Genehmigung ist zu versagen, wenn ein Bedürfnis zur Zulassung des beabsichtigten Handels nicht nachgewiesen wird, oder wenn Tatsachen üorltegen, welche die Unzulässigkeit des Nachßnchenden in bezug auf den beabsichtigten Gewerbebetrieb dartun. Nach Arttk.el 2 kann die Genehmigung unbedingt oder bedingungsweise, insbesondere auch in Beschränkung auf bestimmte giftige Farben erteilt luerden. Das Gesetz soll con 1. Jnli in Kraft treten. Die Regierung legte ferner der Kammer den Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Gesetzes über den Urkundenstempel vom 12. August 1899 vor. Die Erteilung der in dem Entwurf eines Gesetzes über den Hand e l mit Giften vorgesehenen Genehmigung zum Handel mit Giften verlangt eingehende Erhebungen und ein geordnetes Genehmigungsverfahren, die es nach 'Ainsicht der Negierung angemessen erscheinen lassen, hierfür eine Stempelge- bühr von 5—50 Mk. zu erheben. ' I "W ■- ■ ■ .....■"—!■ Keer und Motte. — In Darnr stadt ist der Generalmajor z. D. Julius v. Westernhagen im Alter von 76 Jahren gestorben. Er hat dem 2&. Infanterieregiment in Magdeburg über 33 Jahre durch alle Dienstgrade bis zum Obersten hinauf angehört. 1879 wurde er Kommandeur des Infanterie- Regiments Nr. 117 in Mainz und im Juni 1884 auf sein Abschiedsgesuch als Generalmajor pensioniert. Deutsches Reich. Berlin, 11. April. Der Kaiser wird am 5. August in Posen einweffen. Der Monarch wird sich sofort nach seiner Ankunst nach dem Truppenübungsplätze Weißenburg begeben und nach der Rückkehr von dort das Terrain besichtigen, auf dem das Posener Schloß erbaut werden wird. Das neue Kaiserschloß wird 100 Meter lang und 70 Meter tief werden und über 200 Zimmer und Säle enthalten. __ Beim Reichskanzler Grafen Bülow fand gestern, abend ein Diner statt. Unter den Gästen bemerkte man u. a. den amerikanischen und französischen Botschafter. Nach der Ta'el unterhielt sich der Reichskanzler auf das lebhafteste mit dew französischen Botschafter. — Ein Meisterstück der Bureaukratie hat sich das unterfränkische Rentamt in Gemünden geleistet. Einem Bürger in Riecreck wurde folgende Quittung vom 3. April 1905 präsentiert: 1 Psg. für Flurbereinigung 20 ^Zfg. Debeaebübren Zl^tzfg. Summa. Chemnitz, 11. April. Drei sozialdemokratische Gemeindevertreter in Einsiedel, die für die Bewilligung von Gemeindemitteln zum Empfange des Königs von Sachsen gestimiut hatten, werden nach einer von der Verstümmlung des zuständigen sozialdemokratischen Bezirksvercins beschlossenen Resolution nicht mehr als sozialdemokratische Vertreter betrachtet. Straßburg, H. April. Der Landesausschuß nahm das von der Regierung eingebrachte Gesetz, betreffend das Vereins- und Versammlungsrecht, in dritter Lesung an. Es heißt darin u. a., daß für öffentliche Kundgebungen der Vereine für das französische Sprachgebiet der Mitgebrauch der französischen Sprache gestattet ist. Aus Stadt und Land. Gießen, 12. April 1905. '* Das Großh. Hess. Regierungsblatt enthält in Nr. 11 eine Bekanntmachung, die Erteilung der Rheinschifferpatente betreffend, ferner eine Bekanntmachung, die Abänderung der Telegraphenordung für daS deutsche Reich vorn 16. Juni 1904 betreffend. Nr. 12 des Blattes veröffentlicht das Finanzgesetz für das Etatsjahr 19 05, und Nr. 13 eine Verordnung, den Verkehr mit Arzneimitteln außerhalb der Apotheken und deffen Beaufsichtigung betreffend, ferner u. a. eine Verordnung, die Ausführung des Gesetzes über die Ausübung des Huf - b e s ch l a g s betreffend. ** Der Jahresbericht der höheren und er» weiterten Mädchenschule, der soeben im Druck erschienen ist, erwähnt, daß im Höchstbestand mit 657 Schülerinnen die Schule gegen das Vorjahr (626) um 31 gewachsen ist. Von den 657 Schülerinnen waren 548 evangelischer, 52 katholischer, 54 israelitischer Konfession, drei, konfessionslos. „Unser Neubau", so wird u. o. berichtet, „ist nun endlich in Angriff genommen, die Arbeiten schreiten aber, da der Baugrund sehr zu wünschen übrig läßt, nup langsam fort." ** Gastwirte-Versammlunq. Im Einvernehmen mit dem Gastwirte-Verein Gießen finket Donnerstag, den 13. April, nachmittags 4 1/2 Uhr, eine allgemeine Gastwirteversammlung im Hotel Schütz hier statt, in welcher Direktor und Stadtverordneter C. Reinemer-Darmstadt einen Vortrag über die Bestrebungen der Gastwirte-Vereine und -Verbände, wirtschaftlichen Einrichtungen des Bundes Deutscher Gastwirte, sowie über die Bundessterbekasse und die Haftpflicht der Gastwirte nach dem bürgerlichen Gesetzbuch halten wird. ** Der Hassia-Bezirk Gießen hält am Sonntaß dem 16. April, nachmittags 3 Uhr, im Saale deS Lenz'schen Felsenkellers zu Gießen seinen 1. Bezirkstag für 1905 mit folgender Tagesordnung statt: 1. Ueberreichung von Ehrentafeln, 2. Beratung der Tagesordnung der Mitglieder-Ver- sammlung der Hassia am Sonntag dem 4. Juni 1905 in Laubach, 4. Wahl des Bezirksvertreters zur Mitglieder-Versammlung und eines Stellvertreters, 4. Verbandsverträge^ 5. Erhebung der Beiträge zum Bezirkssest in Oppenrods 6. Verschiedenes. ** Den dritten Preis erhielt beim Wettbewerb m ein größeres Kreis-Krankenhaus (Bausumme ca. s/4 Million)^ wie uns mitgeteilt wird, der Gießener Architekt L. Müller^, z. Zt. mit der Ausführung eines Krankenhauses in Rheydt! beschäftigt. Hanau, 11. April. Ein aufregender Vorgangs trug sich heute vormittag auf der Fahrt zwischen Dettingen und Kahl in dem Personenzuge, der hier am Ostbahnhof um 9 Uhr eintrifft, zu. Ein Gendarm aus Aschaffenburg hatte zwei schwere Einbrecher, den August Machers aus Düsseldorf und den Joh. Posch aus München, die in München abgeurteilt waren und über Aschaffenburg—Hanau—Frank-, fnrt nach dem Zuchthause Siegburg zurücktransportiert werdeni sollten, in Aschaffenburg übernommen, um sie in Frankfurt zum Weitertransport abzuliefern. Die beiden Kerle waren von starkem Körperbau und mit je einer Hand aneinander* gefesselt und benutzten zwischen Dettingen und Kahl eine sich ihnen bietende, jedenfalls günstige Gelegenheit, um sich auf den Gendarmen zu stürzen und diesen mit den beiden freigelassenen Armen, wie auch mit den Füßen in bestialischer Weise zu bearbeiten, namentlich versuchten sie, den Gendarmen zu erwürgen und nur der Kragen bot hiergegen Schutz. Der Angriff war jedenfalls so urplötzlich und heftig erfolgt, daß der Gendarm nicht in der Lage war, erfolgreich Widerstand leisten zu können. In Kahl versuchten die Verbrecher auf der anderen Seite herauszuspringen und zu ent-i weichen, der -Gendarm hatte aber noch so viel Kraft, nach- zukugeln, wodurch das Zugpersonal und Passagiere auf* merksam wurden und das Vorhaben der Verbrecher verhinderten. Die Station benachrichtigte telegraphisch die hiesige^ Polizeidirektion, die bei Ankunft des Zuges am Ostbahnhof durch zwei Kriminalbeamte die Verbrecher übernahm und vorläufig ins hiesige Polizeigesängnis bringen ließ. Der ' Hiesige Kreisarzt war gleichfalls benachrichtigt worden und am Ostbahnhofe erschienen, um dem überfallenen Gendarm ärztliche Hilfe angedeihen zu lassen. Glücklicherweise haben sich die Verletzungen des Beamten als nicht gefährlich heraus-- gestellt. Er konnte bereits wieder nach Aschaffenburg zurückfahren. (H. A.) NeVinischte». 'Hannover, 11. April. Die Kriminalpolizei Der* haftete hier den 36 Jahre alten, dem Trünke ergebenen Postschaffner Büther, der die fünfjährige Tochter Anna der Eheleute Tischler Schär gestern abend cm sich lockte, unsittlich vergewaltigte, nachher buchstäblich zerstückelte und Teile von ihr im Keller des von ihm bewohnten Hauses versteckte, andere Teile auf die Bahnrampe eingepackt warf. Mit diesem Verbrechen dürfte auch die Aufklärung über das vielbesprochene spurlose Verschwinden der Else Kassel gegeben sein; denn Else Kaffel wohntei im gleichen Hause, in dem das jetzt ermordete Kind wohnte. Der verhaftete Mörder hat bereits ein Geständnis abgelegt bezüglich des Mordes an der fünfjährigen Schär. Unter dem Verdacht der Täterschaft wurde der Schuster Paul gleichfalls verhaftet. * Die Ausstattung der künftigen deutschen Kronprinzessin wird zum größten Teile in Paris her- gestellt. Die Großherzogin-Mutter Anastasia von Meckleu- Über 504 Jahre im deutschen Haushalt eingeführt und beliebt ist Werner Zreim'r (affe-Surrogat als feinster und billigster Caffe-Zusatz. fort und täglich herrschte in der der ärgste Unfrieden. Vorgestern, war, packte Lünemann die Verhafte Weid ihr Betragen Lünemannschen Wohnung als wieder einmal Streit kamen 3000 sch en Vom Erdbeben in Indien. Schätzungen zufolge bei dem Erdbeben im Bezirke Palampur ungefähr und im Bezirke Kangra ungefähr 10000 Men- um. Epidemien. In Rosenberg O.-Schl. sind die dvrg-Schwerm, die als russische Prinzessin zu den besten Kunden der Pariser Modemagazine gehört, trifft selbst alle Anordmingen. Nur ein kleiner Teil der Aussteuer wird in Berlin hergestellt. Für die Dauer der Hochzeitsfeierlichkeiten in Berlin haben alle in Betracht kommenden Hotels ihre Zimmer an Fürstlichkeiten, den landständigen und auswärtigen Adel vergeben, sodaß wenigstens auf diese Art bei der Hochzeit Geld unter die Leute kommen wird, abgesehen selbstverständlich von den beträchtlichen Ausgaben des Hofes. * Das Opfer des Duells. Der Fann er Zippkitt, der von dem russischen Ingenieur v. Kobylinsky im Duell erschossen wurde, ist gestern Nachmittag auf dem Matthäikirchhofe in der Großgörschenstraße beerdigt worden. Zu der Trauerfeier hatten sich neben den Verwandten des Verstorbenen noch zahlreiche Leidtragende eingefunden. Unter den vielen dargebrnchten Kranz- und Blumenspenden befand sich ein prachtvolles Palmenarrangcment des Korps Salingia, dem der Verstorbene angehört hatte. Die Gedächtnisrede hielt Prediger Droß von der Zwölfapostelkirche über das Schriftwort: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." * Eine abscheuliche Familientragödie hat sich in Rhinow zugetragen. Der Arbeitsmann Lünemann hatte eine dem Trunk ergebene und sehr gehässige Frau. Ueberall, wohin er zog, fing sie mit den Hausbewohnern Streit an und ihr Atann wurde von ihr oftmals arg mißhandelt, wenn er sich weigerte, ihr Geld zum Schnaps zu geben. Schließlich kam es dahin, daß Lünemann mit seiner Familie in Rhinow seiner Frau wegen nirgends mehr eine Wohnung finden konnte und die Familie Aufnahme im Armenhause finden mußte. Aber auch hier setzte das megären- Schwarzen Blattern ausgebrochen. In zwei Fällen ist der Tod eingetreten, drei andere Erkrankte sind in ärztlicher Behandlung. Die Krankheit soll durch russische Einwanderer eingeschleppt worden sein. — Die epidemische Genickstarre trat in den ersten Fällen in dem österr.-schles. Bezirk Bielitz auf, woran sich sporadische Fälle in den Bezirken Fried eck und Fre istadt schlossen. Bisher sind in O bersch l e s i e n 60 Fälle in 22 Gemeinden vorgekommen. Davon sind 16 Personen genesen und 13 gestorben. Die meisten Erkrankten stehen im Alter unter 10 Jahren. — In Hamburg wurden an Bord des von La Plata eingetrofsenen Dampfers „Desterro" bei der Löschung der Ladung eine Anzahl toter, pest verdächtiger Ratten gesunden. Die Behörde sistierte die Entlöschung. Der Dampfer wurde im Jonashafen isoliert; die Untersuchung der toten Ratten ist noch nicht abgeschlossen. * Selbstmord wegen zu hoher (Steuern. Aus London wird berichtet: Bei einer Leichenschau in Peckham stellte es sich heraus, daß sich ein 36jähriger Juwelier erschossen hatte, weil es ihm unmöglich war, das Geld für die Gemeindesteuern zusammenzubringen. Der Vorsitzende bei der Leichenschau konstatierte bei dieser Gelegenheit, daß die Gemeindesteuern in diesem unbemittelten Vororte Londons augenblicklich viele Leute in die größte Sorge versetze, und aus der Leichenschau-Jury wurde dies durch Zurufe bestätigt. Ein Geschworener erklärte, die Zu stände seien geradezu skandalös, und dabei wären die Kommunalsteuern immer noch im Steigen begriffen. • Madrid, 11. April. Zahlreiche Arbeiter begaben sich nach dem Ostsriedhof, der vier Kilometer von der Stadt entfernt liegt, um der Beerdigung der bei dem Einsturz des Wasserreservoirs Verunglückten beizuwohnen. zweiflung, er ergriff einen Strick und rannte davon, wobei er erklärte, er würde seinem Leben ein Ende machen. Die Frau war ihm nachgelausen und hatte im Walde bei Rhinow die Jacke ihres Mannes gefunden, sah ihn auch an einem Baume hängen, ohne irgend etwas zu tun, um ihn wieder abzuschneiden und ins Leben zurückzurufen. Später wurde die Leiche aufgefunden und nach Feststellung des Selbstmordes eingesargt, wobei die entmenschte Frau mit ihren Kindern zugegen war. Plötzlich ergriff sie den von ihrem Manne benutzten Strick und versuchte damit ihren zwölfjährigen Sohn zu erhängen, was aber zum Glück noch rechtzeitig bemerkt wurde, sodaß der Knabe abgeschnitten werden tonnte. Auch ein abermaliger Versuch der rasenden Frau, den Knaben mit einem Halstuch zu erwürgen, wurde verhindert, worauf Frau Lünemann wegen versuchter vorsätzlicher Tötung sofort in Hast genommen wurde. Verdorbenes Fleisch. (th.) Gießen, 12. April. Vor imferer Straf rammer wurde gestern vormittag gegen §en bisher unbestraften 38 Jahre alten Metzger H. St. und dessen, wegen Vergehens gegen die Polizeiverordnung bctr. die Fleischbeschau, vorbestraften Schwager, den 39 Jahre alten Metzger A. G., beide von Vilbel, wegen Vergehens gegen §§ 10 und 12 des Nahrungsmittelgesetzes, sowie wegen Uebertretungen des Fleischbeschaugesetzes, verhandelt. Die Beweisaufnahme ergab folgenden Tatbestand. Am Morgen nach dem Vilbel er Markt schlachteten die das Geschäft zusammen betreibenden Angeklagten eine Kuh. Sie hatten drei Schlachtkühe im Stall stehen gehabt. Der als Fleischbefchauer bestellte Tierarzt Dr. Müller in Vilbel hatte vor der Schlachtung des einen Tieres die Kühe lebend besichtigt. Gleich nach der Schlachtung, ehe der Tierarzt das Fleisch besichtigte, zerlegte G. das Tier, während sein Schwager die sofort entfernte Haut mit einem Wagen nach Frankfurt a. M. schaffte und ebenso die Zunge der Kuh. ohne sie, wie es in Frankfurt Vorschrift ist, dort noch einmal untersuchen zu lassen. St. will den Schmuggel besorgt haben, nm in Frankfurt die 50 Pfennig Schaugebühren zu ersparen. G. behandelte inzwischen in Vilbel das geschlachtete Tier weiter, er nahm die Eingeweide heraus, schnitt die Bauchlappni^ zurecht. Dann holte er den Tierarzt Dr. Müller, welcher das Fleisch abstempelte, also zur Nahrung für Memchen als geeignet erklärte. In zwei Posten von zusammen 15 Pfund verkaufte der Angeklagte G. von dem Fleisch, wovon der eine Posten als Wurstfleisch verarbeitet wurde. In Frank- surt fiel einem Lontrollbeamten auf, daß St. mit "der noch dampfenden Kuhhaut, also gleich nach der Schlachtung, so eilig sich Mif den Weg gemacht hatte, und es stellte sich heraus, daß die betreffende Kuh hochgradig tuberkulös war. Der Angeklagte St. bat, wie sich herausstellie, mit dec Schlachtung an sich nichts 111 tun gehabt. Der Angeklagte G. gesteht zu, oaß er wohl gc- iehat haL. daß das Fleisch tuberkulös war. Aber nachdem der Prwat-Diskont l7/a Prozent. Nach den Ziffern, Anfangs- . 208.75 . 241.90 . 144.90 . 250.20 . 211.70 matter Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau Tendenz: u. Schlußkurse. 208.75 241.62 144.60 249.75 211.37 Kandel und AerKcyr. Io^swirischaft. Berliner Börse vom 11. April 1905. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Tierarzt in seiner Eigen,mast als Fleischbeschauer das Fleuch als menschliche Nahrung für geeignet befunden, habe er nichts darin gefunden, das Fleisch zu verwerten, nachdem er jene Teile, welche von den Tuberkeln beionders infiziert waren, vom Fleisch entfernt hatte. Der Tierarzt Dr. Müller von Vilbel, als Zeuge gehört, wurde unvereidigt vernommen, weil er nach Ansicht des Gerichts der Teilnahme an dem Vorgehen der Angeklagten, mindestens aus« Fahrlässigkeit, verdächtig fei. Er bekundet, daß nach seiner Ansicht G. ihn getäuscht hat, anders könne er sich nicht erklären, daß er Fleisch 'für genießbar erklärt hat, welches sich hinterher als hochgradig von Tuberkeln durchsetzt gezeigt hat. Die Strafkammer verurteilte beide Angeklagte zu 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Der Vorsitzende, Landgerichtsrat Dr. Güngnich, begründete das Urteil dahin, daß zweifAlos der Angeklagte St. genau so gut wie sein Schwager ge- wnÄ hätte, was mit der geschlachteten Kuh lys war. Es sei außer Mein Zweifel, daß die Angeklagten schlechtes, verdorbenes Fleisch schon häufig nach Frankfurt a. M. eingeschmuggelt hätten, wenn dies auch- in der Verhandlung nicht nach zu weisen gewesen fei. Die hohe Strafe sei verwirkt, weil das Tun der Ange klagten überaus gemeingefährlich gewesen sei, weil sie ohne Rücksicht aus die Gesundheit ihrer Mitmenschen gehandelt hätten. Der Gerichtshof sei sich klar darüber gewesen, daß es überaus schwer sei, den unreellen, das Licht des Tages scheuenden Manipulationen solcher Menschen wie der Angeklagten auf die Spur zit kommen, darum habe man im vorliegenden Fall exemplarisch strafen müssen, damit andere von solchen Geschäften abgeschreckt werden. Der Gerichtshof beschloß, beide Angeklagten in Haft zu nehmen. Kcrichtsjaal. (n) Gießen, 11. April. Die Strafkammer verhandelte heute in ihrer Nachmittagssitzung gegen die 20 jährige Prostituierte Lina B. von Gießen wegen Diebstahls. Sie hatte sich mit ihrem Zuhälter Sp. in die Wohnung ihres Vaters begeben, wo ein Vertikow aufgebrochen und 75 Mark Bargeld daraus entwendet wurde. Sp. versehlvand mit dem Geld, nachdem er der B. anbefohlen halte, ' die Sache auf sich zu nehmen, da er sonst eine hohe Strafe zu gewärtigen Hütte. Diesem Ansinnen kam die B. nach; aber ihr Vater stellte Strafantrag gegen sie, was ihre Verhaftung zur Folge hatte. In der heutigen Verhandlung gab sie glaubhaft cm, daß Sp. der Täter _ gewesen sei. Ihr Vater zog hierauf den Strafantrag zurück, sodaß Einstellung des Verfahrens erfolgen mußte. — Der Photograph Heinrich N. von Hanau hat in einer Wirtschaft zu Bad-Nauheim nach eingetretener Feierabend stu nde Klavier gespielt. Es wurde ihm dieses unterlagt, trotzdem versuchre er weiter zu spielen. Als ein Schutzmann zur Feststellung seiner Personalien schritt, ließ er ihm ein Glas Bier anbieten, was dieser zurückwies. Nunmehr zog er seine Börse und bot dem Schutzmann 3 Mark an. Auf erfolgte Anzeige wurde Anklage wegen Bestechung erhoben. Das Gericht faßte die Sache als Beleidigung auf und verurteilte N. zu 3 Tagen Gefängnis. — Wegen Körperverletzung und Bedrohung wutde der Schlosser Ferdinand St. von Lauchstädt zu 9 Monaten und 1 Woche Gefängnis verurteilt. Er hatte in einer Wirtschaft zu Potterweil in angetrunkenem Zustande Skandal verübt, weshalb man ihn an die Luft setzte. Aus Aerger darüber stach er blindlings unter Drohungen mit seinem Tafchenmesser um sich und brachte dem Landwirt Heß eine erhebliche Wunde an der rechten Hand bei, die eine längere Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Mar bürg, 10. April. Eine interessante Beleidigungsklage beschäftigte das Schöffengericht. Ein junger Beamter in der Umgegend war mit einem Landrnädclwn verlobt, hatte aber die Verlobungbrieflichaufgehoben, weil feine Braut zu dumm, ungebildet und „st 0 ffelig" sei, fodaß sogar ihre Mutter Veranlassung gehabt habe, sie ein „Stoppel kalb" zu nennen. Gesellschaftlich könne sie nicht verwertet werden, weil sie sich nicht zu benehmen wisse, keine Schulbildung habe, in der Unterhaltung Sprachfehler begehe nsw. Als die Verlobung bann aufgehoben war, machte der Vater der Braut Entschädigungsansprüche gegen den jungen Beamten geltend in Höhe von 870 Mark, nämlich 600 Mark für bereits angeschaffte Aussteuergegenstände, besonders Wäsche, und 270 Mark für Mahlzeiten, die der Beamte während der Verlobungszeit im Hause eingenommen. Hierauf sandte dieser zwei Briefe an Vater und Tochter, in denen er sie als eine Erpresserbande bezeichnete. Er wurde zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt. 0 Marburg, 11. April Eine besonders Landwirte und Vieh bes itzer interessierende Entscheidung fällte heute die Strafkammer des hiesigen Landgerichts. Ein Schäferei- Aufseher und ein Schäfer aus Kirchhain waren beim dortigen Schöffengericht unter Anklage gestellt worden, weil sie den Ausbruch der Schafräude unter ihrer Herde verheimlicht hätten. Sie erzielten beide Freisprechung, und hiergegen. hatte die Staatsanwaltschaft, wenigstens bezüglich des Schäferei-Aufjehers, Berufung eingelegt. In der heutigen Verhandlung machte dieser geltend, daß er von dem Ausbruch der Seuche, nichts gewußt habe, denn noch am Tage vorher habe er sechs ihm gehörige Schafe bei die Herde getan. Das bericht kam nach langer Verhandlung zu dem Resultat, daß der Angeklagte freizusprechen sei, denn eine Uebertretung des Reichsviehseuchengesetzes _ liege nicht vor, weil die Herde ja gar nicht zu seinem Viehstande zähle. Was die angeführte Polizeiverordnung anbelange, so fehle. ihr die Be- grenzungsbepcmmung, die nach einem Re i chls g e r i ch t s entscheid, wenn sie giltig sein wolle, unbedingt erforderlich wäre. Neukirchen, 11. April. Das Kriegsgericht verurteilte ben L a n d m e s s e r F i s ch e r von hier, der Reserveleulnant ist, wegen Herausforderung z u in Zweikampf auf Pistolen zu fünf Tagen Festung, seine Kartellt rm g er, Ingenieur Strack, zu einem Tage. Der Gegner Zahnarzt Rawer hier, welcher durch Tätlichkeiten gegen Fischer das Duell provoziert und ursprünglich die Forderung angenommen hatte, dann aber nicht antrat, wird vor dem Zivilgericht zu erscheinen haben. Kiel, 10. April. Nach sechstägiger unter Ausschluß der Oesfentlichkeit geführter Verhandlung wurde heute vom Kriegsgericht des 2. Geschwaders der Leutnant z. S. L f s ch vom Linienschiff Braunschweig wegen vorschriftswidriger Behandlung Untergebener, tätlichen Beleidung und Verleitung zum Meineide zu 1 Jahr 4 Monaten Zuchthaus und Entfernung aus der Marine verurteilt. Oldenburg, 10. April. Redakteur Bierman n verzichtete auf Revision und trat seine Strasean. Wien, 11. April. Wegen der befannten Ohrfeigen- Affäre im A'bgeordnetenhause (vom 18. Febr.) fand heute die Gerichtsverhandlung statt. Graf Sternberg wurde wegen Beleidigung des kaiserl. Rats Penieek zu 1000 Kronen Geldstrafe und im Nichtbeitreibungsfalle zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Graf Sternberg hat die Strafe angenommen. 3Vepr0 z. D eutsch e R eich sanleche., - die der Telegraph gemeldet hat, war das Reinlkat der ErnstI 10n durchaus befriedigend, denn statt der an geboteneu 300 .Aul. Mark wurden rund -1500 MM. Mk. begehrt. Es reicht diese Zister allerdings nicht an die Riesenzisfer heran, bte bce, der Anleihe im September 1903 zustande kam, wo statt der aufgelegten 290 Mill. Mark nicht weniger als 13 750 Mill. verlangt wurden. Tie Ueberzeichnung war damals also eine 47V2 fache aber die Folgen jener Ueberzeichnung sind noch m aller Gedächtnis, und man hatte diesesmal dafür gesorgt. Daß bie sog. Konzertzeich- zeichnungen, soweit von solchen Merhaupt die Rebe ist, auf em Minimum zusammengeschmvlzen sind. Es ist anzunehmen, daß die Zeichnungssumme von 4500 Mill. Mark zum überwiegenden Teil auf solider Grundlage ruht. Die Zeichnungen nach Modus A werden etwas vermindert werden müssen, die Zeichnungen nach Modus C erhalten nur ganz geringe Zuteilungen. Reichsbankausweis. Die erste Aprilwvche hat wieder einen recht bedeutenden Rückfluß gesehen, es ist wieder eine steuerfreie Notenreserve von 97,07 Mill. Mk. vorhanden. Zur gleichen Zeit des Vorjahres hatte die Besserung 149,90 Mill, betragen. Besonders bemerkenswert an dem diesmaligen Ausweis ist, daß die Reichsbank wieder 39,61 Mill. Mark Schatzanweisungen übernommen hat, wodurch sich ihr Beftattd nunmehr auf 211,15 Milk. Mark stellt. Fusion Velten Guillaume-Lah meyer. Diese Fusion, bie von der „F. 3." noch in ihrem Abendblatt vom Montag als noch nicht ganz sicher hingestellt wurde, hat sie in ihrem wenige Stunden bara’uf erscheinenden Morgenblatt als vollzogen gemeldet. Ein Kommunique teilt des Ausführlicheren mit, daß die Verwaltungen beider Gesellschaften eine Vereinbarung getroffen haben, laut welcher die Fabrikationsabteilung der Llah- meyer-Gesellschaft an die Velten und Guillaume-Werke angeschlossen wird. Es wird eine neue Firma geschaffen, die sich wie so viele andere, durch unbequeme Länge auszeichnet. Die Firma heißt: „Vereinigte Velten und Guillaume-Lahmeher-Werke Aktiengesellschaft . Die Velten-Gesellschaft erhöht ihr Kapital von 36 iauf 55 Mill. Mark, hierdurch finbet gleichzeitig eine Verstärkung der Betriebsmittel statt. Tie neuen Aktien werden zu 110 Prozent frei von Kosten berechnet und nehmen für das laufende Geschäftsjahr an der Dividende teil. Die alte Lahmeyer- Gesellfchaft bleibt für die Beteiligung bestehen. Aumenau a. d. Lahn, 11. April. Wie wir hören, beabsichtigt bie Gewerkschaft „P Boni x" ihre sämtlichen Eisensteingruben der Umgegend — nach anderen Berichten, handelt es sich sogar um sämtliche Gruben der „Phönix" in Nassau — zu verpachten oder zu verkaufen. Besonders sollen die Gewerkschaften Buderus, Lossen und Krupp in Frage stehen. Man wünscht.allgemein, Gewerkschaft Budcrus oder Lossen übernähmen die Gruben, und hofft, bann in Arbeit bleiben zu können. E l e k t r 1 z i t ä t s - I n d u st r 1 e, A k t. - G e s. vorm. W. Lah - m c i) e r u. Co„ Frankfurt a. M. Tie Aktien dieser Gesellschaft, bte zu Anfang b. I. 122 notierten, bann nach und nach bis 143 in bie Höhe gingen, schlossen vergangenen Samstag 151.75 und gestern 153 bez. u. G. eine Erklärung für diese Kurssteigerung ist zwar des Öttern schon versucht worben, aber alles was bis jetzt vorgebracht wurde, schien nicht stichhaltig ober es würbe direkt als nicht stichhaltig bezeichnet. 11. a. hieß es, baß bie Lahlneyer-Gejellschaft und bie Bellen und Guillaume Akt.-Ges. sich mit emanber verbünden würben. Dieses Gerücht widerlegte am Samstag die „F. Z." unb gestern ist er wieder und in bestimmterer Form ausgetreten. Wenn nun die „F. Z." abermals bementirt, so ist das Dementi doch nicht so bestimmt, wie zu Schluß der vergangenen Woche, denn es heißt, daß das Gerücht den Dingen noch vorauseilt, wenigstens scheint zur Stunde noch nicht gewiß, wie rasch die Verständigung erreicht werden wirb. Die letzte Melbung geht dahin, daß der Aufsichtsrat der Lahmeyer-Gesellschaft in nächster Zeil zusammentreten werde. Tie N a s s a u i s ch eB a n k, Wiesbaden, die schon lange aus recht schwankem Boden stand, ist nun ihrem Schicksal verfallens bas Konkursverfahren ist emgeleuet. Märkte. fc. Frankfurt a. 9)i., 11. April. H e u- und Stroh» ma r k 1. Heu kostete heute Mk. 3.30—3.60, Stroh Mk. 2.50 bis 'Mk. 0.00. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Heu fest. () Kirchhain, 11. April. Dem heutigen Viehmarkt waren etwa 600 Haupt-Groß- unb Kleinvieh zugetrieben. Der Handel war, besonders in Kühen, recht flott, unb es wurden hohe Prelle erzielt. Auch aut dem Schweinemarkt herricht ein stottes Geschäft. Man verkaufte 4—6 Wochen alte Saugferkel mit 30—45 Mark unb 3—5 Monate alte Läufer mit 60—80 Mk. pro Paar. Die Zufuhr belief sich auf 650 Stück. Klsenöayn-Zeitung. Die Großh. hessische Regierung hat die Vornahme von Vorarbeiten für Ei s en ba hn pr 0 j e kt e Niederaula-Als- selb unb Niederjossa-Schlitz angeordnet. Krirslmsteri der Redaktion. H. F. 4J>. Zur Zulassung zum Jinanzexamen berechtigt das Reifezeugnis für bte Obersekunda der Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealjchulen, sowie die Absolvierung der siebenklassigen Realschulen. H. R. Wir wollen Ihren Wunsch gern erfüllen. Giligesmidt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Jetzt, ba der Frühling mit raschen Schritten naht, unb alle Knospen springen, dürfte endlich einmal auch bie Stadt Gießen den Frühling in die verlängerte Sch 011str a ß e unb den A st e r- ro e g einziehen lassen. Den Bewohnern dieser Straßen würde es eine große Freude fein, ein Sieb von bem schönen tommenben Mai fingen zu können. Bis jetzt scheinen aber noch schlechte Aussichten da zu fein, da bie Straßen einen Scylamm - See bilden. Ein Feldweg kann nicht schlechter ausftheu. Nicht allein des Verkehrs halber, sondern auch aus ästhetischen und ^Gesundheitsrücksichten erscheint es angemessen, die verlängerten Straßen auszubauen. Hoffentlich wird diesem Nebelst an de durch die Stadt alsbald ab geholfen werden. Einer für Viele, 1624 Grosse Auswahl m Konftrmationsgeschenken vom billigsten bis zum leinsten Genre empfiehlt Juwelier Brück Kreuzplatz 8 Birmai™ Seide v.95Pf.a= — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrikt. fieleimeberg, Zürich« Wundauft Hlun sag' einmal:Ah...! A Na, der kleine Kerl ist erkältet. Hals gerötet, aber kein Belag. Ich bin nun nicht für Tränkcben unb Tee. Kausen Sie lieber eine Schachtel Sodener Mineralpastillen, aber die echten von „Fay". Kosten übrigens nur 85 Psg. Die r a Pastillen wenden Sie nach Vorschrift an Gebrauchs- anweisung liegt ja bei — und dann sollen Sie sehen, daß AB& sehr schnell alles wieder in Ordnung ist. — Adieu, mein Junge l Deine Mama soll dir nur immer fleißig Fay's r „Sodener" geben! _________________ hv1 /, Todes-Anzeige Heute nachmittag um 5 Uhr verschied nach jahrelangem Leiden Gott ergeben unser braver Sohn, guter Bruder und Schwager Jarl WLZLS in seinem fast vollendeten 24. Lebensjahre, welches im Namen der trauernden Familie tiefbetrübt mitteilt FZsLrs. Stadtgärtner. Giessen ("Wieseckerweg 24), den 11. April 1905. 2027 Danksagung 02382 sagen wir innigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Dr. med. Fr. Kunz. Steinberg, den 12. April 1905. 1998 i 2026 Der Bürgermeister: v. Hagen. D12/< 5 W iden. 95 Pf. a” t Asterweg 47 Eigene Tischler-, Polster- und Dekorations-Werkstätten Langjährige Garantie Franko Lieferung Billigste Preise B1" 7 - - *..... •—r.-.' Die Beerdigung findet Freitag den 14. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. Carl Stückrath, Möbelfabrik Ederstrasse 8 |» mc von Lok» von M. 1000 an von M.400 an Gegründet 1888 vormittags 10 Uhr, schriftlich einzureicheu. Bedingungen hier zu ersahren. Flügel Pianlnos Groff-Aechtenbach, 11. April 1905. Das Bürgermeister-Amt und Elroh» oh M 2.50 bis Lichmarkt ig? trieben. Ter und es lvurdm itt herricht ein ollc Saugserlcl nit 60—80 Mk. Nach Vollendung meines Neubaues habe ich mein grosses Insti umentenlager, ganz besonders aber das Lagei1 in Flügeln noch bedeutend erweitert und empfehle nun in selten schöner Auswahl: LoKrinden-Fersteigerung. Die öffentliche Versteigerung der diesjährigen Lohrinde im Schöffengrund findet Montag, den 17. dss. Mts., vormittags 11 Uhr in der Wirtschaft zum Schöffengrund Hierselbst in Schmalbach statt. Schmalbach Kr. Wetzlar, den 10. April 1905. 36 Ctr. Hafer und 18 Ctr. Roggen-Stroh sind für die Gemeinde Lützellinden zum Füttern der Bullen alsbald zu liefern. Anerbietungen sind mir bis spätestens den 20 dss. Mts., In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Firma Alfred Töpel- mann in Gießen; Inhaber: Alfred Töpelmann, Unioersi- tätsbuchhändler in Gießen. Gießen, den 10. April 1905. Gr. Amtsgericht. b12/4 skheudcn Artikel enuber {einerlei Ich habe mich in Allcndorf a. Lda. als niedergelassen und wohne in dem Hause des verstorbenen Herrn Dr. med. Focken. Sprechstunden: vorm. 7x/2—9 Uhr, nachm. 2—372 Uhr. Philipp Jung, Mflufmann und Familie. Klein-Linden, 12. April 1905. Bf Dl/, Aschaffenbnrger Flügel- und Pianiüolabrik mit Dampfbetrieb, Bahnhofsplatz, Gegründet 1830. Lieferant von f Hans v. Bülow, Fürstlichkeiten il staatl. Anstalten, mehrfach prämiiert. Direkter Verkauf an Private ohne Zwischenhandel zu Fabrik- Ausnahmepreisen, Teilzahlung, Umtausch. Bei Barzahlung hoch ster Rabatt, freie Lieferung 14 Tage Probezeit, 10 Jahre Garantie, illustr. Katalog sofort. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns jo schwer betroffenen Verluste unserer Tochter Emma für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hainebach am Grabe, sowie für die zahlreichen Blumenjpenden sagen wir auf diesem Wege unsern herzlichen Dank. Feinmechaniker i und allt Ztüdl föieB® unStAAYr- wurde )nen loinmenden ,ch stl'lechlc Äus- m > 3 c e buben. Ilichr allein des Lnb Gesundheits- en Ltraftnaus- duah die Stadt 1Cn berechtig , 'Heal!t Zwar des 5l vorgcbracht als nicht stich, ^ellschaft und >dcr verbünden 12 -v- 3." und dreien. Wenn ' Muli doch nicht . denn es heißt, eingstens scheint liicuibiguiig ei> n, N der Aus- »uiammciin-eten bic schon langt )>cksal verfallen; unser Handelsregister Abt. A rvurde heute bei der Firma „I. Ricker'sche Univ.- Buchhandlung" in Gießen eingetragen: Geschäft ist mit Firma ohne Aktiva und Passiva auf Buchhändler Friedrich Robert Ernst Legler von Leipzig übergegangen und wird mit Zusatz Ernst Legler unter der Firma I. Ricker'sche Univ.-Buchhandlung (Ernst Legler) weiterbetrieben. Die dem Buchhändler Oswin Schneider dahier erteilte Prokura bleibt bestehen. Gießen, den 11. April 1905. Gr. Amtsgericht. b12/4 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Ohr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 6 bis 1 Uhr und von S bis S Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: B12/4 1 landwirtschaftliche Magd, 2 landwirtschaftliche Knechte, 1 Gartenarbetterin, 1 Gärtner, 2 Schmiede, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 3 Schreiner, 1 Hausschneider, 60—80 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 20 Arbeiter, 6 Zimmerleute, 2 jüngere Haus- burschen, 5 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Herrschaftskutscher, Lehrlinge: 1 Gärtner, 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Lacklerer, 1 Friseur, 2 Installateure, 2 Glaser, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist, 2 Waschfrauen, 1 Fabrikarbeiter, 80 Schneider (auswärts), 1 Kassier, Portier oder Hausdiener, 1 Kellner, 3 Lauf- frauen, 1 Hausmädchen, 2 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Friseur, 1 Kaufmann. Harmoniums M. 30 an Phonola zu m. sso Pianola zu m. 1200 sr ■ ■ 200 Instrumente stets vorrätig. -— Jede Zahlungserleichterung - Höchster Barrabatt. 10jährige Garantie. - Freie Lieferung. Gespielte Pianos. Pianos zu vermieten auch Harmoniums. Monatl. Mietpreise: 2—12 Mk. 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(Ohne Gewähr.) 76 [1000] 95 118 [400] 332 52 444 90 [1000] 533 [1000] 36 79 680 928 44 1077 103 16 53 200 23 386 487 562 88 610 11 21 60 97 733 41 56 65 88 [400] 809 91 900 41 78 [400J 87 91 2039 49 75 89 114 26 57 84 233 43 54 61 87 91 [400] 306 [4001 52 408 70 88 510 637 703 816 81 [400| 86 97 930 [400] 98 [10001 3063 [1000] 95 [400] 168 71 306 8 [1000] 13 [400] 32 35 62 67 98 457 76 [400 ] 79 597 602 35 80 [400] 83 722 [400] 26 [1000] 34 910 50 4008 9 41 [10000 ] 42 67 69 124 [400] 258 409 45 596 [400] 641 715 [400] 23 [400] 39 58 868 [1000] 73 969 5021 22 34 149 50 [1000] 58 [400] 236 45 46 75 80 323 44 490 540 52 85 790 853 58 965 6052 73 104 15 49 216 44 310 11 23 62 81 466 605 57 [40Q] 744 812 [400] 25 72 [1000] 923 53 61 7009 39 53 154 237 50 95 2000] 321 36 [400] 54 79 82 98 [400] 423 527 52 86 611 723 847 88 966 [1000] 76 [1000] 8029 60 [1000] 92 262 [400] 74 338 94 [400] 421 [400] 35 [5000] 90 521 28 41 83 [2000] 600[1000| 15 31 [2000] 32 97 860,400] 911 [400] 9000 [4001 100 88 225 47 81 90 312 40 431 557 [400] 690 763 82 812 [1000] 27 89 90 924 36 95 10093 160 75 207 339 90 411 25 [400] 60 78 88 96 513 34 [400] 62 89 96 620 754 91 [400] 95 811 13 39 91 [1000] 98 911 15 68 87 11098 119 53 |40’0] 63 [1000] 204 337 [1000] 44 81 [1000] 434 37 66 [2000] 508 [400] 27 42 60 85 762 812 12007 10 27 35 [409] 63 78 [400] 94 [1000] 184 279 311 [1000] 41 [400] 426 35 67 508 16 67 72 [400] 96 674 750 812 939 89 1 3049 [2000] 111 [400] 58 84 287 306 75 400 50 [400] 84 [400] 537 72 [2000 ] 662 89 95 728 61 805 16 33 64 77 83 14005 60 82 101 209 26 64 [400] 78 85 307 14 39 42 86 90 402 584 604 23 63 739 43 58 812 40 51 66 1400] 918 [400] 44 80 15008 70 74 97 [1000] 136 61 85 [400] 92 213 19 [1000] 319 32 [400] 429 81 518 [400] 620 762 71 [1000] 875 957 [1000] 16013 15 [400] 64 146 204 10 [400] 41 [400] 53 [1909] 84 312 37 432 76 84 89 546 802 28 53 942 92 17085 136 49 [1000 ] 87 366 [400] 71 92 491 554 633 49 94 718 37 48 867 [400] 967 1 8013 99 187 253 96 416 17 [400] 65 69 579 658 63 734 85 861 92 956 1 9019 167 69 208 38 56 76 367 [400] 88 93 405 57 85 99 525 612 65 [400] 705 70 827 995 29066 [400] 206 71 353 81 430 81 92 97 519 57 97 [400] 783 99 812 21 24 37 75 925 62 21075 87 105 63 242 46 65 319 99 409 68 87 525 92 617 [1000] 72 799 833 69 96 [400] 97 [1000] 22109 10 220 326 71 76 [400] 95 |1000] 406 9 621 25 85 97 764 906 53 77 91 23009 20 33 173 204 57 73 98 307 1400] 70 93 [1000] 413 27 [400] 50 500 622 45 [400] 728 875 915 16 95 2 4072 134 54 79 98 240 326 [1000] 429 96 [5000] 516 52 610 40 871 906 > 85 ,1 262 464 [400] 534 667 [1000] > 417 68 585 617 28 736 58 [400] 85 [400: 674 721 83 86 ,400] 801 । 4-5028 35 400,71 76 145 53 J 857 935 41 84 46034 119 37 42 52 ‘25067 106 39 [1000] 43 241 71 [1000] 95 320 [400] 47 94 96 413 500 35 47 84 609 15 41 724 52 57 ,1000] 801 26 58 82 90 92 911 47 70 26000 2 180 |400] 87 210 11 13 [400] 75 339 58 90 425 56 91 504 [400' 60 66 77 701 918 [400] 27052 75 218 302 3 427 52 502 13 48 632 60 94 702 [400] 26 72 836 54 [400] 60 961 78 91 28009 [400] 32 [400] 55 125 97 [2000] 255 66 303 25 [4001 76 515 [400] 20 691 722 26 [400] 63 814 916 25 29025 76 219 99 [400] 355 67 489 502 75 617 31 38 [400] 54 720 65 861 |400| 955 30008 57 65 76 98 129 41 69 80 85 262 332 [1000] 59 92 405 81 567 98 659 72 769 78 92 |400] 815 81010 19 53 91 [1000] 97 209 22 26 66 303 18 48 481 87 561 68 633 79 700 [1000] 23 89 899 [400] 997 32036 [1009] 56 [400] 230 [400] 64 85 (4001 381 425 30 36 535 624 67 755 89 858 914 33004 >400] 166 222 30 [1000] 340 54 61 69 [1000] 83 416 537 41 68 605 9 [1000] 63 712 71 816 68 96 97 34018 118 206 [400] 69 319 [400] 556 66 623 756 58 60 81 97 98 [400] 941 [400] 35013 48 174 259 66 [1000] 313 467 82 1400 ] 501 37 88 613 39 91 887 [406] 91 36015 91 ,400] 124 38 293 [400] 97 540 49 87 637 41 58 72 700 [4C0] 62 97 878 88 94 900 [1000] 17 37010 [1000] 47 [400] 165 203 17 ] 400] 301 54 404 13 663 784 48 [400] 808 10 24 41 57 928 56 [1000] 86 38120 344 86 >400] 536 59 656 771 809 967 39014 40 |4u0] 80 [400] 91 130 87 227 [1000] 39 [400] 59 60 313 [400] 38 58 97 433 508 34 65 662 81 82 731 55 [400] 884 968 91 40015 32 72 115 69 73 246 51 [400] 56 57 319 [1000] 28 [400] 51 601 [400] 7 78 714 16 26 47 55 78 633 99 1400] 41009 192 215 36 50 53 73 [ 1000] 82 366 416 37 45 68 517 38 79 92 640 64 [400] 87 <31 [1000] 48 88 910 78 94 96 42079 132 86 90 202 5 |10G0] 12 333 44 77 426 692 716 53 70 [400] 820 30 31 [400] 33 94 903 5 [400] 11 1000] 13 la 06 64 [400] 43041 56 [4001 188 353 63 447 ' "'8 [4* 0] 735 62 80 93 878 919 52 81 44100 26 91 20) 62 74 [400 ! 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April 1905.