arten). rima neue ländische "HL etüd 12 Piq., KW mnö 12 Pig., itt Wchli 12, 10 und 8 Pig, ! IVießeln Pfund 8 Pfg. empfiehlt a8/t mWaÜenieis »arktplatz 1< -LtrH egeldrvsch) i alle Sorten i!Eini|>sH 0 Gießen dM< ■Ra pp0,L garlofieia jät, einpstehll billigst Wsise! 3614 . ^eleodon y* »»• *‘S? :einbänser la UM? ««<ä* «WJE «is 105i Diensrag 11 Juli 1905 Vrftes BlE 53SE2 155. Jahrgang Nr. 160 teeii# außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »esfischen Landwirt die Stehen« Familien- wmtei viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der ® r ü h l'schen pniverl^Buch-u. Stein- fcnirferei. Laag«. ReMfnon, ^rehtttxm und Druckerei: Schul st ratze 1. Ndresse füt Derescheut «uzetger Gießen. KernlvrcchanichlußNr 81 _____ _ „ _ _ Qip|l»Wilt jMs. 'UM C# monalt'ch 78 Pt^ viertel- ABastäSU V Mz V jährlich Mk. 8.20; durch Gießener Anzeiger w General-Anzeiger ^eranlwo»ti'c^ jihr V den polit. und M ,0)1. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen MW t> <$17 " zetqenteil: ©an9 Beck Konferenz keine Ziele verfolgen wird-, welche die berechtigten Jn- ti-rrssen Frankreichs in diesem Lande in Frage stellen oder im Widerspruche stehen mit den Rechten Frankreichs, die sich aus seinen Verträgen (oder Arrangements) ergeben und'im Einklänge mit folgenden Grundsätzen befinden: Souveränität und Unabhängigkeit des Sultans; Integrität seines Reiches; wirtschaftliche Freiheit ohne jede Ungleichheit; Nützlichkeit von polizeilichen und finanziellen Reformen, deren Einführung für kurze Zeit auf Grund internationaler Vereinbarung geregelt werden soll; Anerkennung der finge, die für Frankreich in Marokko geschaffen wird durch die langausgedehnte Grenzberührung zwischen Algerien und dem scherifischen Reiche, durch die sich hieraus für die beiden Nachbarländer ergebenden eigenartigen Beziehungen, sowie durch das hieraus für Frankreich folgende besondere Interesse daran, herrsche. Radolin. des Fürsten Radolin Und des Ministers Ronvier üom 8. Juli: Die deutsche Regierung und die Regierung der Republik kommen überein: 1) gleichzeitig ihre zur Zeit in Fez bcfindl'chon Gesandtschaften nach Tanger zurückzuberufen, sobald die Konferenz zusammengetreten sein wird; 2) dem Sultan von Marokko gemeinschaft- li ch durch ihre Vertreter Ratschläge erteilen zu lassen zur Feststellung des von ihm zur Konferenz vorzuschlagenden Pro- gramnies auf den Grundlagen, wie sie in den unter dem 8. Juli zwischen dem deutschen Botschafter in Paris und dem Ministerpräsidenten und Minister der auswärtigen Angelegenheiten aus- getauscksten Schreiben angegeben sind. Paris, den 8. Juli. Radolin. Rouvier. So sind denn endlich Deutschland und Frankreich miteinander im Reinen. Bei kaunt einer anderen Gelegenheit sind die Worte von der Diplomatie so auf die Goldwage gelegt worden, wie in diesem Falle. Frankreich wollte soweit als möglich seine „berechtigten" Interessen in Marokko anerkannt wissen — Deutschland wollte sowenig als möglich die Besonderheit der Interessen zugestehen. Das höchst vorsichtige diplomatische Schachspiel beanspruchte soviel Zeit, daß die Zuschauer nahe daran waren, ungeduldig zu tverden. Ob das Abkommen von äußerster Feinheit die praktische Probeverträgt, kann erst der Werlaus der Marokko- Konferenz zeigen. Im allgemeinen geben Verträge, je einfacher sie sind, umsoweniger Grund zu Zweifeln und Streitigkeiten. Dies Uebereinkommen erscheint einfach, hauptsächlich wegen seiner Kürze, trotzdem gewährt es die Möglichkeit zur Auslegung, falls einer der beiden Kontrahenten einigen Nutzen darin erblickt,,die Frage aus- zuwersen, wie dies oder jenes gemeint sei. Die englischen Freunde Frankreichs, denen die Verständigung äußerst unwillkommen ist, entdecken vielleicht noch irgend einen Punkt der Vereinbarung, wo sich der Hebel ansetzen läßt Die französisch-englische Annäherung hat keine Spitze gegen Deutschland, so versichert, Jaurös, der seine ziemlich akademische Friedensrede ruhig in Berlin hätte halten können. Die Pariser Presse stimmt ihm, hierin bei. Nur vermissen wir von englischer Serie ern gleiches Bekenntnis. Darauf ttnrb man lange warten können. Gegen die englische Diplomatie, die sich, Zeit läßt zu ih^n lleberraschungen, wird unsere auswärtige Politik wachsamer als je auf dem Posten zu stehen haben. Der Marokko-Sieg oder Marokko-Erfolg ist noch zu verteidigen. Nun taucht hier und da der Vorschlag auf, das Ersen zu schmieden. Das heißt, Deutschland solle die Verständigung mit Frankreich zu weiteren Vereinbarungen benutzen, um dadurch dem Frieden eine festere Grundlage zu geben. Der Abg. Dr. 'Arendt beispielsweise begeisterte sich mit ©em Enthusiasmus, der ihn auszeichnet, für ein deutsch-französisches Bündnis. Ein solches Bündnis, sagt er, würde dem europäischen Kontinent seine geschichtliche Vormachtstellung zurückgewinnen und festhalten. Ern solches Bündnis sei für ein friedliebendes Volk wre das französische eine ungeheuere Errungenschaft. Soviel ist richtig, daß Frankreich nur dabei Vorteil haben könnte, wenn es dre unfruchtbare und zwecklose Idee der Zuruckerober- ;u§ für Frankreich folge daß int scherifischen Reiche Ordnung Gemeinsame Erklärung Die heutige Dummer umfaßt 8 Seilen Are deutsch-französische Verständigung. Nach der heurigen „Nordd. Allg. Ztg.^ lauten die zwischen dem kaiserlichen Botschafter Fürsten Radolin und dem französischen Ministerpräsidenten Rouvier aus- setaufchten Erklärungen über die Marokko-Konferenz in der Uebersetzung wie folgt: Schreiben Rouviers an Radolin vom 8. Juli: Herr Botschafter! Die Regierung der Republik ist durch die Besprechungen, die zwischen den Vertretern beider Länder sowohl ht Paris wie in Berlin stattgefunden haben, zu der Ueberzeugung gelangt, daß die kaiserliche Regierung auf der vom Sultan von Marokko vorgeschlagenen Konferenz keine Ziele verfolgen wird, welche die berechtigten Interessen Frankreichs in diesem Lande in Frage stellen oder im Widerspruche stehen mit den Rechten Frankreichs, die sich aus seinen Verträgen (ober Arrangements) ergeben und sich im Einklänge mit folgenden Grundsätzen befinden: Souveränität und Unabhängigkeit des Sultans und Integrität seines Reiches; wirtschaftliche Freiheit ohne jede Ungleichheit; Nützlichkeit von polizei- lichen und finanziellen Reformen, deren Einführung für kurze Zeit auf Grund internationaler Vereinbarung geregelt werden soll; Anerkennung der Lage, die ftir Frankreich in Marokko geschaffen wird durch die langausgedehnte Grenzberührung zwischen Algerien und dem scherifischen Reiche und die sich hieraus für die beiden Nachbarländer ergebenden eigenartigen Beziehungen, sowie durch die hieraus für Frankreich folgenden besonderen Interessen daran, daß in dem scherifischen Reiche Ordnung herrsche. Infolgedessen läßt die Regierung der Republik ihre ursprünglichen Einwendungen gegen die Konferenz fallen und nimmt die Einladung an. Antwort des kaiserlichen Botschafters Fürsten Radolin an den französischen Minister des Auswärtigen, Ministerpräsidenten Rouvier vom 8. Juli: Herr Ministerpräsident! Da die Negierung der Republik die von dem Sultan von Marokko vorgeschlagene Konferenz an- nimmt, hat die kaiserliche Regierung mich beauftragt. Ihnen die mündlichen Erklärungen zu bestättgen, nach denen sie auf der Ker Jahresbericht der Kießener «Handelskammer. Der umfangreiche und geschickt gestaltete Jahresbericht der Gießener Handelskammer führt aus, daß die deutsche Volkswirtschaft, wie auch das Wirtschaftsleben des Handelskammerbezirks im Jähre 1904 im großen und ganzen eine fortschreitend eEntwick- lun g genommen und eine gesteigerte Tätigkeit entfaltet hat. Der inländische ^Verbrauch hat sich weiter gehoben, und Hand in Hand hiermit ging eine Vermehrung der Erzeugung an Rohstoffen und Fabrikaten, sowie eine Besserung des Arbeitsmarktes und eine Steigerung der geschäftlichen Umsätze und des Verkehrs. Trotz dieser Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse mußte aber noch in vielen Geschäftszweigen mit geringem Nutzen gearbeitet werden. Die Ursachen dieser Erscheinung liegen, abgesehen von sonstigen Einwirkungen, in der vermehrten Konkurrenz und der Preissteigerung vieler Rohmaterialien, mit denen die Preisbewegung der Fabrikate häufig nicht gleichen Schritt halten konnte. Der Wettbewerb war nach wie vor überaus scharf und gestattete ost keine befriedigende Preisbildung. Nicht nur hat die Konkurrenz in vielen Erwerbszweigen einen ganz außerordentlichen fsÄeisdruck bewirkt, der kaum noch einen Unternehmergewinn übrig läßt und dadurch in erhöhtem' Maße auf eine Preisverständigung und Konzentrationsbewegung hindrängt, sondern sie hat auch zur Einbürgerung recht bedenklicher Geschäftsgepstogenheiten zum Zwecke der Absatzerweiterung geführt. Hierher gehört das Schmiergelderunwesen. In vielen Geschäftszweigen hat sich die Unsitte eingebürgert, durch Zuwendungen an die mit dem Einkäufe betrauten Angestellten des Käufers sich die 'Aufträge gegenüber den Konkurrenten zu sichern. Durch ein solches System der Absatzerweiterung wird nicht nur der Käufer geschädigt, dem von der Zuwendung an seine Angestellten nichts bekannt ist, sondern auch der ehrenhafte Verkäufer, der solche Manipulationen verabscheut, ganz abgesehen davon, daß die Moral des Geschästslcbens durch solche Vorgänge ernstlich geschädigt wird. Weiter hat die Konkurrenz nach amerikanischem Vorbilde zu der Gewährung von Zugaben an die Konsumenten geführt, z. B. in der Tabakindustrie von Pfeifen, Uhren u. a., wodurch einerseits dem Fabrikanten z. T enorme Lasten aufgelegt werden, während andererseits der Konsument durch Qualitätsverminderung oder Preissteigerung der Ware benachteiligt wird, wozu noch eine Schmälerung des Umsatzes für diejenigen Geschäfte kommt, welche die als Zugabe ge- währtcnArtikel führen,wie z.B. Pfeifen und Por^ellanwaren- geschäfte Im Detailhandel haben die zahlreichen Ausverkäufe zu großen Unzuträglichkeiten geführt, sodaß ftch auch der Reichstag vor kurzem mit dieser Frage 6cl 'ftrgt hat und von den Bundesregierungen Erhebungen n Angelegenici igeordnet worden sind. Auch im Kredit- ung von Elsaß-Lothringen entschlossen über Bord würfe. Aber es geht den Franzosen mit der Revanche so, daß sie zwar zum großen Teil im Stillen darauf verzichtet haben, indessen ihrem Stolz, ihrem Ansehen es schuldig zu sein glauben, das nicht laut auszusprechen. Das ist die allergrößte Schwierigkeit eines Bündnisses: der ausdrückliche Verzicht auf Wiedererlangung. Darüber kommt Frankreich nicht hinweg, heute noch nicht hinweg. Es ließe sich eher denken, daß man schrittweise zu einer Annäherung und dadurch, wenn auch nicht zu einem Bündnis, doch zu einem auf Währung des Friedens gerichteten Verhältnis gelangt. Als die Wertlosigk-üt des Bündnisses mit Rußland sich hermisgestellt hatte, als Frankreich sich nach anderem Anschlüsse umzusehen begann, da hätte, wenn nicht gerade der Deutschen st esser Delcasss die auswärtige Politik der Republik leitete, die Gelegenheit zu einer Annäherung sich geboten. Frankreich hat sich auf Betreiben Delcassäs für England entschieden — und es kommt jetzt von England nicht los. England verfolgt mit Argusaugen die Gestaltung der Beziehungen zwischen Berlin und Paris, stets gesonnen, Steine in den Weg zu werfen, Hindernisse aufzutürmen. Dennotch würde man ich näherkommen, bei beiderseitigem guten Willen. Aber die französische Diplomatie hat sich allzusehr in Abhängigkeit begeben von der englischen Diplomatie. Auch das ist das Werk Delcassßs, der mit erschauernder Ehrfurcht entgegennahm, was ihm von London aus souffliert wurde. Rouvier gab am Montag nachmittag in der stanz. Kammer die erwartete Erklärung bezüglich der marokkanischen Angelegenheit ab. Er sagte, das Einverständnis zwischen Frankreich und Deutschland über die Hauptfragen der marokkanischen Angelegenheiten, worin Frankreich so große Jn- teresien hat, ist erzielt. Dieses Einverständnis hat die von Frankreich getroffenen Abmachungen mit anderen Mächten in keiner Weise beeinträchtigt, und die Kammer kann sich beglückwünschen über das glückliche Resultat der zwischen den beiden Regierungen gepflogenen Unterhandlungen. Rou- oier erklärte zum Schluß, daß niemals während der Verhandlungen die Abmachungen Frankreichs mit England und Paris in Frage gekommen seien. Die Abgg. Reache und Cochin, welche die Regierung interpellieren wollten über die marokkanischen Angelegenheiten, erklärten sich mit der Erklärung der Regierung zufrieden und wünschten nur die Veröffentlichung eines Gelbbuches über die ganze Angelegenheit. Der Jaurßs-Angelegenheit bringt die republikanische Presse Frankreichs nur geringe Aufmerksamkeit entgegen. Die Leitung der englischen Arbeiterpartei hat Bebel und JauröL eingeladen, in London Vorträge über den Frieden zu halten. und Zahlungsverkehr hat die scharfe Konkurrenz zu recht unerwünschten Folgen geführt, einmal durch übermäßige Ausdehnung der Zahlungsziele, dann auch durch Eindringen des Wechsels in solche Kreise, in die er wegen ihrer wirtschaftlichen Stellung nicht gehört, sowie durch Anwendung des Wechsels zur Zahlung kleinster Summen bis zu 10 Mk. herunter. Das Mißverhältnis zwischen Rohstoff -und Fabrikatpreifen trat namentlich dann in Erscheinung, wenn die Rohstoffe syndiziert waren, den weiterverarbeiten- den Industrien aber ein Zusammenschluß fehlte. Besonders schwer wurde hiervon die Branntwein- und Likörfabrikation betroffen, deren Rohstoffe durch die Zentrale für Spiritusverwertung auf einen enorm hohen Preisstand getrieben! worden war. Wie im vorhergehenden Jahre, so übte auch im Jahr*. 1904 die Un gewißheit über die zukünftige Gestaltung unserer Handelsbeziehungen zum Auslande einen großen Einfluß auf das deutsche Wirtschaftsleben aus. Unter dieser Ungewißheit litten naturgemäß die an der Ausfuhr beteiligten Industrie- und Handelszweige des Kammerbezirks, gleichzeitig in hohem Maße aber auch der Getreidehandel. Diese Ungewißheit wirkte lähmend auf die Unternehmungslust und bestand nicht nur hinsichtlich der zukünftigen Zollsätze des JN- und Auslandes, sondern auch in Bezug auf die Uebergangs- stist der neuen Handelsverträge, die zwar nach den alten Handelsverträgen mindestens ein Jähr betragen sollte, deren Verkürzung aber von agrarischer Seite oft und eindringlich gefordert wurde. Bezüglich der neuen Handelsverträge konstatiert der Jahresbericht der Handelskammer, daß sie bei vielen an der Ausfuhr beteiligten Industrie- und Handelszweigen ernste Besorgnisse über die zukünftige Gestaltung ihrer geschäftlichen Begehungen zum Auslande wachgerufen haben. Die einjährige Uebergangsfrist ist zwar gewahrt worden, im übrigen jedoch ist gegenüber der Bevorzugung der landwirtschaftlichen Interessen der Ausfuhr ein schwerer Schlag versetzt worden, wozu sich eine Verteuerung der Lebenshaltung der breiten Masse der Bevölkerung gesellen wird. Im hiesigen Handelskammerbezirk wird von der Erhöhung ausländischer Zölle in erster Linie die Textilindustrie unb das Bekleidungsgewerbe betroffen. Insbesondere gilt dies von dem! Handelsverträge mit der Schweiz. Die Erhöhung der schweizerischen Zölle wird namentlich die Ausfuhr von LeinenwareN ganz außerordentlich erschweren und zum Teil unmöglich machen. Nicht nur trifft dies für die Ausfuhr der billigen Artikel zu, sondern auch für mittlere und feinere Seinen Waren, in denen die Schweiz infolge ihres starken Fremdenverkehrs und der zahlreichen Hotels einen außerordentlich hohen Verbrauch aufweist, der zu einem großen Teil durch die Einfuhr aus Mittel- und Süddeutsch! and gedeckt wurde. Auch die Ausfuhr von Konsektionsartikeln nach der Schweiz wird unter den höheren Zoll- fäien schwer zu leiden haben. Der Bericht gibt dann der Erwartung Ausdruck, daß nach dieser Belastung von Handel und Industrie diese in Zukunft wenigstens im Jnlande nicht mehr in dem seitherigen Maße gegenüber der Landwirtschaft zurückgesetzt werden. In der Behandlung der Börsengesetznovelle und der wasserwirtschaftlichen Vorlage im Reichstag und preußischen Landtag kann der Bericht 'jedoch noch keine Gewähr für die Erfüllung dieser Forderung erblicken. Der Jahresbericht der Handelskammer Friedberg liegt gleiche falls vor. Er besagt, daß die Industrie des Kammerbezirks besonders zu leiden hatte durch die Verteuerung der Rohprodukte seitens der Kartelle, die Erhöhung der Arbeitslöhne und die mangelnde direkte Masserverbind- u n g, was den Herren Agrariern zu denken geben mag. Der Zwischenhandel ist in den meisten Branchen fortgesetzt im Rückgang begriffen, da er durch vermehrte Konkurrenz der Warenhäuser und Filial-Geschäfte seinen Nutzen immer mehr geschmälert sieht. Auch wird der Umfang der Geschäfte immer mehr durch die auf genossenschaftlicher Grundlage entstehenden Organisationen wie Arbeiter-Konsumvereine, Bauernvereine, Beamtenvereine usw. eingeschränkt. Daß die steuerliche Bevorzugung der Genossenschaften in Wegfall kommen muß, sehen zetzt auch die größeren Handelskammern ein und man erwartet, daß eine kräftige steuerliche Heranziehung alllerGenossenschaften erfolgt, und eine intensivere Besteuerung der Warenhäuser und Filialgeschäfte durch die Gemeinden ermöglicht wird. Der Fremdenverkehr in Bad Nauheim ist trotz des russisch- japanischen Krieges nicht zurückgegangen, und wird sich zweifellos durch die geplanten großartigen Bauprojekte und Verbesserungen noch weiter heben. Auch das Sprudelbad Viktoria-Melitta-Sprudel in Vilbel hatte größere Frequenz wie seither von Badegästen zu verzeichnen. Ans Alad! und Land. Gießen, 11. Juli 1905. ** Tagesordnung für d i e Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 13. Juli 1905, nachmittags 4 Uhr: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der L. Rothenberger Witwe für den Neuenweg; hier: Dispens. 3. Herstellung zweier Einfriedigungen an der Moltkestraße durch C. Nicolaus. 4. Fluchtlinienplan für die Wilhelmstraße von der Ludwig- straße bis zur Ebelftraße. 5. Anlage eines öffentlichen Platzes zwischen Senckenbergstraße und Zeughauskaserne. 6. Kauf mit Friedrich Schreiner Eheleuten. 7. Lieferung von Pflastersteinen für 1905. 8. Vergebung der Neparaturarbeiten an Bürgersteigen. 9. Straßenreinigung; hier: Müllabfuhr. to. T-escstigung der Bürgersteige in der Bismarckstraße. 11. Beschaffung eines Fahrrades fürs Tiefbauamt. 12. Betrieb der Sandgrube im Stadtwald. 13. Betrieb der Stcin- brüche im Stadtwald. 14. Beschaffung von Lüftungsklappen füv die Stadtmädchenschule. 15. Genehmigung von Rechnungen. 16. Errichtung des Maschinenhauses für die Kläranlage. 17. Herstellung einer Teichanlage im Vorhof der Friedhofskapellc am Rodtberg. 18. Die Pumpe an Hom- bergers Weberei. 19. Annahme von Hilfskräften fürs Tiefbauamt. 20. Gesuch des Deutschen Vereins für Gas- und Wafferfachinänner um Gewährung von Beiträgen für wissen- schaftliche Zwecke. 21. Reparatur des Gasmotors beim Gaswerk. 22. Abgabe von GaS, Wasser und Elektrizität gelegentlich des in der Zeit vom 15. bis 17. Juli dss. J§. stattfindenden Feuerwehrfcstcs. 23. Quellfaffungsarbeiten am Hubertusbrunnen. 24. Gesuch der Witwe Elise Rath dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetri.im Vorgarten Plock- straße 11. 25. Desgleichen des Rud. Wegener dahier um Erlaubnis zum WirtschaftSbctrieb im Hause Sönnenstr. 29. 26. Desgleichen des Karl Euler IV. dahier für Schützen- ftraße 5. * * Der 4. Ausschuß der Ersten Kammer ersucht die Regierung, den Ausbau der Realschule in Alsfeld in eine Ob errealschule tunlichst bald in wohlwollende Erwägung ziehen zu wollen. • * Der 44. Bezirkstag des Kriegcrveretns- öezirks Gießen wurde am Sonntag auf dem Lenz'schen Felsenkeller abgehalten. Rach der Feststellung der Präsenzliste und Begrüßung des Ehrenvorsitzenden, sowie der Vertreter und sonstigen Gäste machte der Bezirksoorsitzende Bruchhäuser die Mitteilung von dem Wegzuge des seitherigen lanjährigcn Schriftführers Kanzleirats Keller. Er betonte, daß der Bezirk einen treuen Kameraden und tüchtigen Mitarbeiter verliere, beni er im Auftrage des Präsidiums in Anerkennung seiner Verdienste am verflossenen Sonntag bei dem Kriegerfest in Leihgestern die Ehrentafel überreicht habe. Er brachte ein dreifaches Hoch auf ihn aus, in welches die Versammlung lebhaft einstimmte. Bei der Vorstandswahl wurden die seitherigen Vorstandsmitglieder: Bruchhäuser als 1. Vorsitzender, Leun aus Großen-Linden als '2. Vorsitzender, Volkmann aus Heuchelheim als Rechner iper Akklamation und anstelle des Herrn Keller der langjährige Schriftführer des Kriegeroereins, MöbuS, einstimmig gewählt. * * Schlägerei. Am Sonntag abend stand im Neuenweg ein junger Mann mit einem Mädchen vor einer Tür, als vier Angetrunkene an ihnen vorübergingen. Hinter ihnen begann nun törichterweise das Mädchen laut zu lachen, worauf die umkehrten. DaS Mädchen flüchtete sich in einen Hausgang, der junge Mann aber wurde mit einem Stock so bearbeitet, daß er alsbald polizeiliche Anzeige erstattete. Die Betrunkenen wurden verhaftet. Hochheim, 10. Juli. Ein mörderischer Raub- anfall zwischen Wicker und Hochheim gesellt sich zu den noch nicht aufgeklärten Raubmordtaten bei Biebrich und Nüdes- heim. Bei Wicker wurde gestern ein Handwerksbursche oufgefunden, der durch elf Messerstiche verletzt und bewußtlos war. Der Schwerverletzte wurde ins hiesige Krankenhaus verbracht. Dort kam er zum Bewußtsein und teilte mit, daß er von Frankfurt komme. Dorthin hatte er von seinen Eltern 40 Mk. in die Herberge gesandt bekommen. Das scheint den Räuber zu seiner Tat bewogen zu haben. Der Schwerverletzte konnte den Täter, einen Handwerksburschen, genau beschreiben, dann fiel er wieder in Bewußtlosigkeit. Es ist der 19 Jahre alte Arbeiter E. Scheding aus Zwickau. Kopf und Hals sind kreuz und quer durchschnitten und weisen etwa zwanzig Schnittwunden auf. Der erste Schnitt scheint in den Hals geführt, aber infolge des nicht sehr scharfen Messers am Kehlkopf abgeprallt zu sein. In der Nähe des Mannes fand man eine stark mit Blut bespritzte und verbogene Messerklinge, die sich infolge der Wucht der Stiche aus dem eingenieteten Heft gelöst hatte. Etwas weiter entfernt lag ein Portemonnaie. Es scheint, daß Schedlich mit seinem Mörder in der Herberge zur Heimat genächtigt hat unb dann mit ihm zu Fuß weiterwanderte. Jedenfalls ist Schedlich von Wicker ou§ schon mit dem Unbekannten gewandert und dort auch gesehen worden. Aus einzelnen Worten, die man dem Verletzten entlocken konnte, ist zu entnehmen, daß der Täter ebenfalls Handwerksbursche ist, sein Vorname soll Karl, seine Heimat Oesterreich sein. fc. Oberursel, 10. Juli. In der Bronze- und Blattmetallfabrik von Julius Schopflocher bei Stierstadt brach heute, wahrscheinlich durch Selbstentzündung von Heu in einer Scheune, Feuer aus. Funken, die in den Aluminiumraum flogen, verursachten eine Explosion, wodurch das Feuer weitere Verbreitung fand. Die Hammer- und Walzwerke sind vollständig niedergebrannt. Die Maschinen wurden vernichtet. Leider fand auch ein Mensch in den Flammen den Tod: der 34jährige Arbeiter Peter Weber aus Oberursel. Der Verunglückte war verheiratet und Vater mehrerer Kinder. Aum Iall Schadet. / Die Erklärung des Geh. Oberschulrats Nodnagel in der „Dannst. Ztg" auf die offene Anfrage des Abg. Dr. David hat folgenden Wortlaut: Bei der Verhandlung der zweiten Kämmer über die Zustände am Gymnasium zu Gießen war am 14. und 15. Februar l. IS. viel von einem auf den Namen „Dr. Klein" gefälschten Sckmäh- fchreiben an den Herrn Geh. Schulrat Dr. Schädel die Rede, das die Staatsanwaltschaft Gießen in einem Berichte zutreffend als verächtlichen, hinterlistigen Airgriff gekennzeichnet hatte. Bei dieser Gelegenheit habe ich am 15. Februar erklärt,^ daß das Lehrerkollegium des Gvmnasiums zri Gießen mit Entrüstung znrückgewiesen habe, in irgend welchem Zusamm nhang mit diesen Dingen zu stehen, und es ablehne, irgend etwas an diesen Behauptungen für berechtigt zu erklären. Nun hat &err Abg. Dr. David vor einigen Tagen in einer „offenen Anfrage" an mich die Beschuldigung erhoben, durch diese meine Bemerkung sei das Zeugnis meines Gewährsmannes ht fern Gegenteil verkehrt und eine schwere Irreführung der Kammer und der Oeffeirtlichkeit herbeigeführt worden. Unter meinem .^Gewährsmann" versteht der Herr Dr. David 6ett Herrn Professor D. Stamm in Gießen, und er sucht den Beweis für die piber mich erhobene Beschuldigung folgendermaßen zu führen: Der einzige Oberlehrer, mit dem der Geheime Oberschulrat Nodnagel über den Inhalt jenes Schriftstückes gesprochen, ist Prof. D. Stamm. Nun bestreitet aber Herr Prof. D. Stamm, erklärt zu haben, haS Gießener Lehrerkollegium lehne es ab, irgend etwas an diesen Behauptirngen als berechtigt anzuerkennen; also hat der Geh. Oberschulrat N. die Unwahrheit gesagt. Diese Beweisführung des Herrn Dr. David ist falsch, weil die Voraussetzung, von der sie ausgeht, falsch ist, und damit alle auf diese Vorausfetzurrg gebauten Schlüsse in sich zusammenfallen. Nicht Aussagen des Prof. D. Stamm lagen meiner Erklärung zu gründe, sondern einzig die Auskunft, die ich von Herrn Geh. Schulrat Dr. Schädel erhalten hatte. Hiermit aber hat es folgende Bewandtnis: Nachdem Herr Dr. David am 14. Februar seine Angriffe gegen Herrn Dr. Schädel erhoben hatte, würde letzterer am Nachmittage desselben Tages telegraphisch nack Frankfurt berufen, um, wenn möglich, weitere Informationen über das zu geben, was etwa jenen Angriffen zu Grunde liegen könnte. Ich richtete namentlich die Frage an ihn, wie sich denn das Lehrerkollegium zu jener Fälschung gestellt habe, von der wir damals noch annehmen zu müssen glaubten, daß sie die Quelle Dr. Davids sei. Herr Geh. Schulrat Dr. Schädel beantwortete meine Frage, und auf dieser Antwort beruhte, was ich am folgenden Vormittage. also am 15. Februar, in der Kämmer übet jenen Brie' Gefegt habe. Später bat ich Herrn Dr. Schädel um eine schriftliche Festlegung seiner Antwort, die er darauf in folgender Fassung zu den Akten gab: „Ich habe am 14. Februar 1905 Herrn Geheimrat Nodnagel, gleichlautend mit einem früheren Berichte, erHärt, daß das Lehrerkollegium, als ich ihm die in Frage stehenden anonymen Angriffe vvrlegte, mit einstimmiger Entrüstung zu- rückgewiesen hat, daß es irgendwie damit zusammenhänge oder die Vorwürfe berechtigt finde. Dies mein wahrheitsgemäßer ©tnbrucr". Am weiteren Verlauf der Kämmerverhandlungen spielte der Brief mit der Unterschrift „Dr. Klein" keine wesentliche Rolle mehr. Insbesondere erklärte Herr Dr. David (bergt u. a. S. 2619 und 3021 der Stenogr. Berichtei, der Brief sei nicht seine Jn- sormationsguelle, und was das sachliche Urteil anlange, so habe man es mit jener anonymen Quelle gar nicht zu tun: er habe das von Anfang an abgelehnt, und wie die Dinge jetzt (d. h. nachdem die wahre Quelle bekannt geworden) stehen, komme dies für die Beurteilung des Verhältnisses zwischen Lehrerkollegium und Direktor gar nicht mehr in Betracht. Infolgedessen kam man denn auch auf meine darauf bezügliche Erklämmg öffentlich nicht mehr weiter zurück, sie war für alles weitere unerheblich geworden. Nachdem nun aber Dr. David seine offene Anfrage gestellt hatte, erschien eine erneute Prüfung dieser Einzelheit angezeigt und deshalb wurde auch 'Herr Geh. Schulrat Dr. Schädel am 4. d. Mts. zu einer nochmaligen Verhandlung hierher berufen. Bei dieser Vernehmung ergab sich zu meiner Ueberraschung. daß eine Verwechselung zweier Schriftstücke vorlag. Während ich nämlich in der Unterredung mit dem Herrn Geh. Schulrat in Frankfurt am 14. Februar einzig und allein den Brief mit der Unterschrift „Dr. Klein" im Sinne hatte, von dem an jenem Tage in der Kämmer so ausführlich gehandelt worden war, bezog Herr Dr. Schädel, der von jener Kämmerverhandlung bis zu jenem Augenblicke natürlich keinerlei Kenntnis haben konnte, meine Frage auf ein späteres, ebenfalls gefälschtes Schriftstück, das die Unterschrift trug „Das Lehrerkollegium". Und was er mir über die Stellung des Lehrerkollegiums mitteilte, galt alles' für dies letztere und nicht, wie ich irrig annahm, für den Brief mit der Unterschrift Dr. Klein, lieber diesen Brief hatte sich das Lehrerkollegium Herrn Dr. Schädel gegenüber überhaupt nicht geäußert, weil ihm hierzu kein besonderer Anlaß gegeben worden war. Nun ist ja gewiß der Schluß erlaubt, daß die Herren Oberlehrer des Gießener Gymnasiums, wenn man an sie die entsprechende Frage gerichtet hätte, den ersten, von groben Beleidigungen strotzenden Schmähbrief mindestens mit der gleichen (rntrifftnng von sich äbgewiesen haben würden, wie sie in ihrer überwiegenden Mehrheit die wesentlich minder beleidigende zweite Fälschung abgewiesen haben; immerhin beruhte meine bezügliche Aeußerung in der Kämmer auf Irrtum und entsprach nicht den Tatsachen. Nachdem ich diesen Irrtum, den man nach den damals gegebenen Verhältnissen nicht unbegreiflich finden wird, am 4. d. M. als solchen erkannt, habe ich nur folgenden Vormittag (den 5. d. M.) dem Lehrerkollegium des Gymnasiums zu Gießen, als dem zunächst davon berührten Kreise, persönlich die erfordn^ichc Aufllärnng gegeben. , Ich füge hier ein, daß sich allerdings auch Herr Proftssor D. Stamm, mrd zwar schon am 3. Februar 1904, über den fraglichen Schmähbrief zu Protokoll geäußert, und auf diese Aeußerung am 10. März 1905 in einer Besprechung, die Herr Dr. David wenig zutreffend als eine Interpellation auffaßt, Bezug genommen hat. Aber diese Aeußerung, wie ich sie verstehen mußte, war nicht danach angetan, mir über die Stellungnahme der Oberlehrer zu jener Fälschung eine andere Meinung beizubringen, als die von mir in der Kämmer tiertretene. Denn die in Betracht kommende Stelle des Protokolls vom 3. Februar 1904 lautet wörtlich: „Meiner Ueberzeugung nach steht der ganze Vorgang mit bent vorjährigen Prozeß in gewissem Zusammenhang, und die Kreise, aus denen der diesmalige Brief hervorgetzt, sind wohl dieselben, die sich 'damals als unversöhnliche Feinde des Herrn Direktors gezeigt haben . . . Was mich zu der Vermutung des Zusammenhangs berechtigt, ist folgende Erwägung: Damals, zurzeit des Prozesses, ging als ent btt, das mir mehrfach zu Ohren gekommen ist, das Wort, „den machen wir unmöglich". Nun hatte man aber damals infolge ungeschickten Vorgehens den Zweck verfehlt. Man wlll deshalb offenbar eine neue Gerichtsverhandlung veranlassen, bei der das damals Versäumte nachgeholt werden soll. Die in dem Brief gemachten Behauptungen beruhen auf an sich nicht unrichtigen, aber ungeheuer übertriebenen Beobachtungen." Hieraus entnahm ich als die Auffassung des Herrn Prof. D. Stamm folgendes: Aus unversöhnlicher Feindschaft und in der Absicht, den Herrn Geheimen Schulrat Dr. Schädel in feiner Stellung unmöglich zu machen, also aus durchaus verwerflichen Beweggründen, hat man an sich nicht unrichtige Beobachtungen durch ungeheuere Uebcrtrerbung zu einer Bedeutung erhoben, die sie als Vorwand zu einer Schmähschrift geeignet machten. Ich wurde gefi'irchtet haben, Herrn Prof. D. Stamm zu nahe zu treten, wenn ich mtgenvmi ien hätte, daß er einem solchen Verfahren irgend welche Berechtigung zuzuerkennen gewillt sei. Zmn Schluß betone ich nachdrücklich, daß aus meinem Irrtum praktische Folgen für den weiteren Verlauf der Angelegenheit ich nach keiner Richtung ergeben haben. Darmstadt, am 7. Juli 1905. Nodnagel, Geh. Oberschulrat. PermiMte». * Ein greif er Sänger. Man schreibt uns au§ Cref eld: Heute, cnn 10. Juli, feiert der Ehrenpräsident und langjährige Vorsitzende der „Crefelder Liedertafel", Herr Wilhelm van Kempen seinen 80. Geburtstag, bei welcher Gelegenheit ihm von der Liedertafel und der städt. Kapelle eine feierliche Serenade gebracht wurde, v. K., der wohl der älteste noch aktive Sänger deS früheren rheinischen Sängervereins ist, hat als Freund des Komponisten Earl Wilhelm unter diesem zuerst im Sologuartett im Jahre 1854 die eben komponierte „PZacht am Rhein" gefangen und ist wohl der einzige noch lebende Sänger der ersten Aufführung diese? Liedes, von dem Moltte sagte, daß es im Jahre 1870 ein ganzes Armeekorps wert gewesen sei. Am Dienstag findet zu Ehren des Jubilars ein großes Bankett statt. * Stinkbomben im Stadtverordnetensaal. Die „Dresd. Nachr." teilen folgendes mit: Im Dresdener Stadtvcrordnetensaal ereignete sich in der letzten Sitzung nach Schluß der Abstimmung über die Wahlrechtsvorlage ein Zwischenfall: Von der öffentlichen Tribüne, wo in hellen Haufen die en offen* Platz genommen hatten, wurde eine Handvoll Stinkbomben in den Saal geworfen, von denen vier nicht explodierten. Die Vorsteher des Kollegiums, Justizrat Dr. Stöckel ließ nach diesem heroischen Akte eines Lokalpropagandisten der Tat das Richtigste tun, was getan werden konnte: er ließ die Fenster öffnen und bemerkte im übrigen, daß sich das Kollegium durch keine Kritik beirren lassen werde. Die Person des „Attentäters" konnte bei der außerordentlich zahlreichen Zuhörerschaft, die auf den Tribünen versammelt war, nicht festgestellt werden. * Eine fürchterliche Bluttat ist in Metz verübt worden. Der Arbeiter Peter Kanzler drang am Montag mittag gegen 2 Uhr in die Wohnung seines Schwiegervaters, deS Schuhmachers Franz Karow ein und erschoß ihn. Auch auf den Schutzmann Blatt, der herbeigeeilt war, um ihn zu verhaften, schoß Kanzler und verletzte ihn mit dessen Säbel am Hals, worauf der Schutzmann alsbald starb. Die Frau und die Schwiegermutter des Kanzler, auf die er gleichfalls Schüsse abgegeben hatte, sind sehr schwer verletzt. Der Mörder erschoß sich schließlich selbst. Das Motiv zu seiner Tat ist noch nicht bekannt. * Hitze. Aus Madrid wird gemeldet, daß die Hitze in Andalusien unbeschreiblich sei. Hunderte von Personen sind am Sonnenstich erkrankt oder gestorben. In Lissabon herrscht ebenfalls tropische Hitze, die zahlreiche Opfer fordert. In London sind mehrere Hundert Soldaten während der letzten drei Tage infolge der unerträglichen Hitze erkrankt, viele schweben in Todesgefahr. Auch aus Norditalien werden zahlreiche Hitzschläge mit tödlichem Ausgange gemeldet. * Kleine Tageschronik. Durch den Brand auf der Zeche „B orussi a" in Lütgendortmund wurden 39 Bergleute abgesperrt. Die durch den teilweise erfolgten Einsturz des Schachtes erschwerten Nettungsarbeiten werden fortgesetzt, jedoch hegt mau die Befürchtung, daß ein großer Teil der Vermißten c r ft t cf t ist. - In Hamb u r g entstand zwischen vier Arbeitern eitt Streit, in dessen Verlauf ein Arbeiter durch einen Messerstich sofort getötet, ein zweiter schwer verletzt ronrbe. — In H a l l e a. d. S. erschlug ein umfallender Rundlaufstä'nder im Konzertgarten der Aktien- Brauerei einen 13 jährigen Schulknaben, ein zweiter erlitt Verletzungen. — In Rimbick am Harz c r ft a ch der 23 jährige Knecht 'Robert Knackstedt die 20 jährige G a st w ir t s t o ch t e r F u h rm e i st e r auf dem Nachhausewege vom Schützenfest imb verletzte sich bann selbst schwer, indem er sich den Hals zu burchschueiben versuchte itnb sich mehrere Stiche in die Lunge beibrachte. Der Grunb zur Tat ist Eifersucht. — In der Nähe von Meluit (Frankreich) sand ein Z u s a m inenstoß zwischen zwei Automobilen statt. Die Insassin des einen Automobils, Frau de Breuil, wurde auf der Stelle g e t ö t e t, die Insassen des anber.en erlitten Verletrungen, Arbrtteröewegurrg. Butzbach, 10. Juli. Der infolge von Lohndifferenzen hervor» gerufene Maurerstreik ist am Samstag b e e n b i g t worden. Heute wurde die Arbeit, welche seit Pfingsten ruhte, im allgemeinen wieder aufgenommen. Tie zwischen beiden Teilen gepflogenen Verhanbtungcn haben zu einem befriedigenden Resultat geführt; zuerkannt wurden für dieses Jahr 35 Pfg., das nächste Jahr 36 Pfg. und das übernächste Jahr 38 Pfg. pro Stunde Märkte. Gießen, II. Juli. Marktbericht. Auf heutigem Woebenmartt kosteten: Butter pr. Pfb. 1.10—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg. 2 Stek. 00—OO Psg., Eänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Big., fiV.'k vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2Stek. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80-1,80 Mk.. Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfb. 55-65 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfunb 70—80 Pfg., Kuh- unb Rinbfleisch pr. Pfunb 70—72 Psg., Schweine- leisch pr. Pfunb 70—80 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfunb 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psb. 70—80 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—76 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50—8,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Korben 00—00 Pfg., Kirschen pr. Pfd. 15-20 Pfg. Zwetschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Weißkraut OllO—0.15. OTarFheit 7—1 Uhr. Famflitn-Nüchrichton. Verlobte. Eva v. Albert (Dom. Sorau), mit Oberleutnan unb Adjutanten des Hessischen Leibgarde-Regiments Thilo Freiherrn v. Beust (Darmstadt). Gestor b e n. Herr M. Katz (Darmstadts. — Fran Katharina Breidert Ww., geb. Wilhelm (Offenbach a. M.s. Kursbericht. Frankfurt a. M., 3Ve% Reichsauleihe . . 101.35 8V.i do. ... 90.25 3Vt°/o Konsole . . . . 101.20 do. ..... 90.25 RVe% Hessen .... 100.50 3b, % Oberhessen . . . 99.30 4% Oesterr. Goldrente . . —.— 4l/e% Oesterr. Silberrente . 100.95 4% Ungar. Goldrente . . 98.60 4°/g Italien. Rente , . . —.— 4% Portugieser I . . . 66.95 3°/ Portugiesen. III . . 67.20 1 % Unif. Türken . . . 88.20 Türkenlose .....134.70 4% 0riech. Monopol.-Anl. 54.00 41/,°/0 äussere ArgenHner 44.35 Tejidenz: ruh 10, Jnli Offizielle Schlusskurse. 3°/0 Mexikaner . . 67.96 41/«1/*. Chinesen , . . 96.70 Electric. Schlickert . . . 134,80 Nordd, Lloyd . . . 122.10 Kreditaktien . ... 207 40 Diskonto-Komniundit. . 189 30 Darmstädter Bank . . 142,15 Dresdener Bank .... 155 80 Berliner Handelsgeg . . 169 60 Oesterr. Staatabahn . . . 145.10 Lombarden.....18 50 Gotthardbahn ..... 186.50 Laurahötte.....261.00 6öchnm ..... 246.80 Harpener.....212 60 Stn ateehatzscheine . . 100.55 ff, später besser. KM BBut unb enthält I 6 mal mehr u. Sw# Ä. J ÄEtlu ttoffe als Hafer und Hafervräparate unb wirb vorzüglich von schwachem Magen, em- pfindllchem Darm, Rekonvaleszenten, Nervösen, Kinbern risw vertragen. Erhältlich das 7t Kilo Mk. 3.— in Apotheken Drogerien Usw. \y1 8sn Sommes* darf em SCäord m©ht eotwohsut MiMone» ÄÜck Do-rina'S Sulcu-Lcisc sind bis Ende 1904 zum Versand gelangt. Keine andere Toilette-Seife hat einen solchen Erfolg aufzuweisen 1 Dieser Verbrauch lst.der beste Beweis für die Güte unb bic vorzügliche Wirkung bcS Fabrikats. Man weise minderwertige Nach- _ ,, ahmungm zurück und verlange nur Doerina's Eule». Setke. welche zum Prelle v» 40 Pf. p. Stück überall au haben «t. hr*- denn Brechdurchfall und andere Verdauunffskrankhe'ten raffen im Sommer Hnnderttausende von mit der Flasche ffenährten Säno-line-en hinweg. Wenn eine Mutter nicht genüffend Milch hat. dann"nehme sei das bewährte Lactagol. Broschüre über „Natürliche Sau»* Irngsernährung* gratis von Vasogeufabrik Pearson & Co., Ham* borg 106. hv* 4 * 6/ Todes-Anzeige Am 9. Juli verschied meine liebe Frau, Helene ItfläilleB*; die Ein- 3686 Giessen, den 11. Juli 1905. Todes-Anzeige im Alter von 19 Jahren nach kurzem, schwerem Kranksein zu sich zu rufen. Giessen (Wieseckerweg 28), den 11. Juli 1905. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. 3689 Statt jeder besonderen Anzeige, im beinahe vollendeten 75. Lebensjahre verstorben ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Heinrich Bingei Giessen (Stephanstrasse 11) und Darmstadt (Rheinstrasse 2), den 10. Juli 1905. 3694 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. Juli, nachmittags 4 Uhr vom Portale des Darmstädter Friedhofes aus statt. cerl Danksagung ine Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 11. Juli 1905. 3695 Arbeitsversteigerimg. £ortt,Strdh Samstag den 15. Juli, nachmittags 7 Uhr, sollen ?TSsWas ch Ä z auf dem Rathause zu Leihgestern nachstehende Arbeiten an 3700 Ä MM W WMMMMWWWMM« unHit. nk . Bges ahn, äscherung geschah in der Stille. Kondolenz dankend verbeten. W ; • Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass gestern abend W/a Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter Schwester, Schwägerin und Tante Namens der Hinterbliebenen W. ^i5E2er, Landgerichtsrat i. P. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wilh. Wilke. Leihgestern, den 10. Jull 1905. Großh. Bürgermeisterei Leihgßstern. Heß. itiflein öocbcmwh tier 1 GL 6-7 M. nev 6-1W, Mik >\en x>v. Stier VM., Hühner pr.Ä. Enten pr. Stül! Wellfleisch tat Tiiinb -72 Psg., Schweiiik- gesalzen, pr. Psiind liielfleisch pr. Wind !L, Zwiebeln pr. Zir. •piel per Zentner 0 >r. W 15-20 Tin. i per Zentner 0 bis 1 Uhr , . 96.70 , 13480 . 122.10 . 20740 J8930 . . 142.15 15580 16960 ' ' 14510 1850 ' ’ 186.50 261.00 ' 246.80 212 60 ' 100.55 M He Schlusskurse. 67.96 ndisscrellzeil hervor 'eendigt worden. >bte, im ullgemeinen Seilen gepflogenen u Resultat qeiülnt; bn? nächste Jahr ' Stunde n , mit Oberleutnan ; ,ts Thilo Freiherrn । - Fran Katharina । Frau Rentner Louis Bossler Wwe Regine Dorothea geb. Lenz (Ilegeldrusch) und alle Sorten Meschiiikliiirilsch-Stroh liefert franko Gießen 3637 Ja L. RappoSi itopbberg (Helfen), Teleobou 348. ^£hirieche^»l ^2jöchstelReintfeun^-r-g2£ Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unserer teueren, unvergesslichen Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau DSinaaa, Schlüter geb. Mbl sagen herzlichsten Dank rfL der [)CrJ^0 & mb 'geeilt Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Kuv'erfchmieds Karl Ludwig Kirsch sind Sie diesjährigen Zinsen mit 97.71 Mk. an 10 bedürftige, im Witwenstande lebende Gießener Bürger oder Bürgersfrauen am 20. September d. Js. zu verteilen. Meldungen nimmt da? städtische Armenamt, Neuen Baue 35, Zimmer Nr. 2, bis 1. August d. Js. entgegen. Gießen, den 6. Juli 1905. B’/, Größter, i'-’rei Gießen. 2. V.: C-urjchmann. ■)c ^^chlage mit ; ■' r o n b Qui s,_ fcba,»«erqhj ' K- hegt inmi . "ytaierftfdtS ,'teni cm Streit, jlt 1Q) l.0,0}t qclotet ° d erschlu« t Wen der Wem ‘ a'erlitt Verletz, Onge Knecht Robert !r 'Nihrnieisier verletzte sich bann vtehneiden oeriuchte !c- Der Srunb zur 11 Gyrnntreicf») sand o Oilcn statt. Tie e u i I, wurde auf rlitteu Äertetlimaeli. UH» «'S®1 ifft L w«. *; , Hinken ul® in grsäeJJ -äs. Bt^r •aS LZ Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzerfüllte Nachricht, dass es Gott gefallen hat, unsern lieben Sohn Bruder und Schwager ’ Gustav Wilke den Wenigstnehmenden versteigert werden: 1. Gossenpflasterung . . , Voranschlag 860,-,- Mk. 2. Herstellung eines Fußpfades, „ 110.— , ksE t r 1,1 niH ,t“S bie bihe in r,t0l&cn. । tbie «4 Hundert der lln, AUzeineincr Herein für Armen- und MnkeuMe. |K r r RW ;'V " ” M aus Anlaß des 50 Hl. Seßehküs Kl Itii« ftrisiligkir frirritlrri zu Qiesseai Ordentl. General-Versammlung Mittwoch, den 12. Juli 1905, nachmittags 5 Uhr im Matthäussaale, Kirchstraße 9. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Prüfung der Rechnung. 3. Erweiterung des Schwesternhauses. 4. Neue Organisation der Säuglingsfürsorge. 5. Das Mietsparronat. 6. Ergänzungswahl des Vorstandes. Die Mitglieder werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5 und 7 der Satzungen ergebenst eingeladen. D6/7 Der Vorstand: D. Schlosser. auf Oswalds Garten, vom 15. bis 17. Juli 1905. Programms.. Samstag, den IS. Juli: Abends 8 Uhr: Zapfenstreich durch die Stadt nach dem Festplatz. — Begrüßungsfeier. — Ansprache. Konzert durch die Kapelle des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung des Herrn Musikdirektors Krauße. Sonntag, den 16. Juli: Bormittags 6y2 Uhr: Weckruf. Daran anschließend Empfang der auswärtigen Wehren. Musik der Feuerwehrkapelle. Vormittags 11 Uhr: Parade-Aufstellung auf dem Festplatz; hiernach Brandangriff an der früheren Universitäts- Bibliothek auf dem Brandplatz. Nachmittags 1—2^ Uhr: Festesten in der Festhalle, trvck. Gedeck 1,50 Mk. (Die Musik stellt die Kapelle des Jnf.- Regts. Kaiser Wilhelm). Nachmittags 2V2 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor. Nachmittags 3 Uhr: Abmarsch des Festzuges durch die Stadt nach dem Festplatz; daselbst großes Volksfest, Konzert. Abends 8 Uhr: Vorträge der vereinigten Gießener Gesangvereine unter Leitung des Herrn Musiklehrers Franz Bauer und unter Mitwirkung der Kapelle des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Konzert und Tanz auf dem Festplatz. (Musik der Feuerwehrkapelle). Montag, den 17. Juli: Vormittags 8—11 Uhr: Spaziergänge an der Hand des Führers für Gießen und Umgegend. Vormittags 11 Uhr: Frühschoppen auf dem Festplatz. Konzert durch die Kapelle der Gießener freiwilligen Feuerwehr unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Herm. Weller. Nachmittags 3 Uhr: Konzert in der Festhalle. Tanz und Volksbelustigung auf dem Festplatz. Abends 81/, Uhr: Aufführungen der Gießener Turnerschaft und Konzert in der Festhalle; auf dem Festplatze Tanz und Volksbelustigung. Großes Brillant- Feuerwerk. 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SemMler, Zigarrenhdlg., Seltersweg 25 Gustav Sonntag, Kaufmann, Sonnenstr. io Joseph Strauß, Zigarrengesch., Mäusburg 1 Philipp Weiler, Zigarrenhdlg., Marktplatz 1 Leonh. Dechert, Friseur, Grünbergerstr. 13 Zum FeuerweBir-fest Fahnen, Flaggen, Banner von rein woUenem _________’--------.--------------- SchiffsÜaggentuch, z. B. billige Nationalfahmen, Adlerlahnen etc. Fahnenstangen, Spitzen und Kordel Wappenschilder, Lampions, Fackeln, Feuerwerk. Fest-Katalog gratis und franko. 3593 Bonner Fahnenfabrik (d?KSrSs«:fiBs) i- Bonn a. Rhein. Bestellungen werden zu Fabrikpreisen angenommen bei: J. H. Fuhr, Sonnenstrasse 25. Regelmässiger Omnibusverkehr von und nach dem Festplatz la. Nusskohlen 03 03 g billigst. Emil Pistor Nachf., 3187 Marklstraße 10. Gewerbe- Akademie Friedberg bei Frankfurt a/M. Polytechnische» Institut für Maschinen- Elektro- u. Bauingenieure, sowie für Architekten. Neue Kartoffeln prima Qualität, empfiehlt billigst A WeiM 3614 Sonnenstr. 6. Telephon 235. fatcnfcjtrt ausgeführt von der Gießener Negirnentsmnsik. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Gatte, unser guter Vater 1-iemr‘leh Bechtheim Kutscher im Alter von 37 Jahren am 10. Juli nach längerem Leiden entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Kreuzplah 10), den 11. Juli 1905. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. Juli, 5 Uhr nachmittags von der Kapelle des neuen Aiedhoses aus statt. 04582 Cafe Amend - --------------?, Bahnhossir. 66 — . . ■ ........— Dienstag den 11. Fuli, abends 8 Uhr ÄS M Mach» jg Großh. Hess. Kurhaus mti DkMdMNN. Oertfftht, adloliti rvhttzt n. ße|*ükte Coat inmitini bei schSnsten 9arfanfaee