Nr. 60 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Samstag 11. März 1905 Die Heutige Wummer umfaßt 16 Seite». £ vom Zaren in Zarskoje Selo in Audienz empfangen wurde. Ties wird als Bestätigung der Nachricht, aufgesaßt, daß er zum Nachfolger Kuropatkins bestinnnt sei. Anderen Meldungen zufolge dürfte die Enthebung Kuropatkins vorn Oberkommando in den nächsten Tagen erfolgen. P e t e r s b u r g, 10. März. Gerüchtweise verlautet, daß gestern abend unter dem Vorsitz des Zaren ein autzev- ordentlicher Kriegsrat stattgefrmden habe, in welchem diü sofortige Abberufung Kuropatkins und die Er* setzung desselben durch einen Großfürsten beschlossen wurde. London, 10. März. Tie „Morning Post" meldet aus Petersburg: Unter den auswärtigen Diplomaten in der russischen Hauptstadt herrscht die Meinung, daß der ford- dauernde Mißerfolg der Russen die Auflösung der russisch-französischen Allianz herbeifichren muß. In diesen Kreisen wird eine vollständige Neugruppierungs der europäischen Mächte erwartet. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß das kl. Bataillon Infanterie - Regiments Nr. 116 m der Zeit vom 16. bis 18. ds. Mts. Schießübungen mit scharfer Munition in dem Gelände nordwestlich Kinzenbach mit der allgemeinen Schußrichtung von ungefähr 600 Meter westlich Kinzenbach gegen den Him-Berg abhält. Die Straßen Kinzenbach — Atzbach — Dorlar Waldgirmes—Haina—Bieber — Rodheim — Kinzenbach stnd ungefährdet. Gießen, den 10. März 1905. Großherzogliches Krersamt Gießen. Tr. Breidert. Das Drama bei Mukden. Das Muck war niemals mit den Russen im ostasin- ttschen Feldzuge. Nach der Vernichtung der Flotte die verlorene Schlacht bei Liaujang, der Fall Port rAthurs, bitf Niederlage am Schaho, und nun der Zusammenbrucy. Kuropatkins bei Mukden. Wie ein verwundeter Eber hat der russische Generalissimus lange den ihn um* drängenden japanischen tzeerhaufen Stand gehalten nun mußte er unterliegen, die überlegene Kriegskunst der Asiaten, das todesmutige Traufgehen der gelben Manrv^ haben die Widerstandskraft der Moskowiter gebrochen.. Nach den neuesten Meldungen befindet sich die russische Feldarmee in vollständiger Flucht, ihre Verbände sind gelockert und mit der Devise „Rette sich, wer kann", suchen sie in schleuniger Rückwärtsbewegung einen Punkt zu erreichen, wo die Trümmer des geschlagenen Heeres Atem holen. Höchstens noch um eine Verteidigung kann es sich für die Russen handeln. Die furchtbaren, bisher 12 tägigen Kämpfe um Mukden müssen ihre Stoßkraft so geschwächt haben, daß schwerlich in der nächsten Zeit daran zu denken ist, in entschlossenem Vorgehen eine Revanche für alle Mißerfolge der Kampagne herberzu- sühren. , In fester Um kl arnmerun g haben sich die Japaner um das russische Heer gelegt. Nodzu mit den schweren Belagerungsgeschützen von Port Arthur, hing sich an das russische Zentrum im Süden, Oku drängte von Westen und Nogi, der Bezwinger Port Arthurs, mit seinen kriegsbewährten Soldaten machte einen weitausholenden bewundernswerten Gewaltmarsch nach Norden bis in die unmittelbare Nähe von Tieling, nicht allein den Rücken der Russen, sondern auch die Mandschureibahn und damit die einzige Verbindung nach der Grenze bedrohend. Im Osten aber vermochte General Liniewitsch dem Vorgehen des zähen Kuroki nicht zu widerstehen. Nachdem die wichtige Position Matsiantan aufgegeben war, verloren auch die fast uneinnehmabern russischen Stellungen bei den Putilow- und Nowgorodwerken im Süden von Mukden ibren Wert. Von allen Seiten gehetzt, blieb den Kriegern oes Zaren nichts anderes übrig, als den letzten Widerstand in der unmittelbaren Nähe von Mukden zu leisten. So wurde noch einmal mit Verzweiflung au' dem historischen Boden der Mandschukaisergräber nordwestlich von Mukden gekämpft. Es konnte sich dabei nur um die Verteidigung der Bahnlinie handeln, denn nur Mso die Russen sind in eine wilde Gebirgsgegend gedrängt worden. Kuroki, der in diesem Gebiete die japanischen Operationen leitet, aber drängt den weichenden Feind auf Nogi; an die Fersen der Flüchtigen hängen sich die Sieger, vom Hunho und vom Putilowhügel. Dieser Rückzug wird vielleicht noch schlimmere Opfer kosten, als die elftägige Schlacht. Schwerlich können die Russen ihre schwere Artillerie retten. Der verachtete Inselstaat Japan hat in dem gewaltigen Ringen triumphiert, die Russen haben mehr wie eine Schlacht, sie haben wahrscheinlich den Feldzug und ihre Macht im fernen Osten für lange Jahre verloren. Japan 'teht als eine ausschlaggebende Weltmacht an der Grenze Europas. ♦ Im einzelnen lauten die offiziösen Nachrichten heute wie folgt: London, 10. Marz. Reuters Bureau meldet ans Mukden unterrn 10. März, 10 Uhr vormittags: Die Japaner drängten gestern nacht von Süden her über die verlassene Ebene zwischen dem Schaho und dem Hunso vor. Gegenwärtig speien die japanischen Batterien von einem fünf Werst südlich des Hunho gelegenen Punkte einerseits und von einer anderen, am Hunho selbst, Machiapu gegenüber gelegenen Stellung andererseits, unablässig Feuer in der Richtung nach Norden. Es ist den Japanern gelungen, bei eine Entfernung von vier Kilometer trennt die Kaisergräber von Mukden und damit von der Bahn. Der im Westen von Oku und Nogi zurückgelvichene General Kaulbars muß dicht bis an diesen einzigen' Schienenweg zurück- gefallen sein. Er versuchte nun anscheinend, im Verein mit den im Zentrum operierenden Truppen, die Bahn zu halten. Dieses nach Lage der Tinge zunächst mrs- sichtsreiche Beginnen ist gescheitert. Somit blieb für den Rückzug Kuropatkins noch die Route über Fuschnn nach Tieling offen. Nun liegen folgende Meldrmgen heute vor: Tokio, 10. März. (Amtlich.) Marschall Oyama berichtet, Laß die japanischen Truppen vormittags um 10 Uhr Mukden besetzt haben. Er berichtet ferner, daß die E i n s ch l i e ß u n g s - Operationen seit einigenTagen erfolgreich durch- geführt feien und daß der b l u t i g st e K a m p f an mehreren Punkten in der Nähe von Mukden im Gange sei. Tokio, 10. März. (Amtlich.) Wie Marschall Oyama meldet, ist die Besetzung von Fushuu in der Nacht vom 9. März erfolgt. Die Japaner greifen jetzt den Feind, der auf einer Höhe nördlich von Fushun steht, an. Niutschwang, 10. März. (Reuter.) Nach eingegangenen Meldungen ziehen sich die Russen .anscheinend in das Hügelland nordöstlich von Mukden zurück. Ihr Rückzug erfolgt ohne alle Ordnung in einzelnen Abteilungen, die sich in aller Eile verschanzen, um die Verfolgung uufzuhalten. Große Rückzugsgefechte haben nicht stattgefunden. Die Russen werden ihren Widerstand in dem rauhen Gelände östlich der Eisenbahn längere Zeit nicht aufrechterhal- ten können, da sie keine Möglichkeit haben, sich Vorräte zu verschaffen. Tie Russen können vielleicht versuchen, durch ein nach Nordosten führendes Tal Kiriy zu erreichen, doch droht ein besonderes japanisches Korps vom Yalu, ihnen diese Richtung abzuschneiden. . General Kuroki rückt nach Nordwesten v or und drängt die Russen auf Nogis Armee zu. Tie Verluste auf beiden Seiten sind ungeheuer groß. Es wird angegeben, dal; das 16. russische Armeekorps bei Taschitschiao tatsächlich auf- gerieben wurde. Din sch an tun ihre Belagerungsgeschütze in Stellung zu 1 bringen, von wo sie unter gleichzeitiger Verwendung von Mörsern die Beschießung des Torfes eröffneten. Dinschan- 1 tun war gestern der Schauplatz der b lutrgsten und verzweifeltsten Kämpfe dieser entsetzlichen Schlacht. ' Sein Besitz ist eine Frage von entscheidender Wichtigkeit. Tie Japaner stürmten wieder und wieder, die Russen wurden vertrieben und gewannen es dann aber wieder zurück. Vielfach kam es zum Handgemenge. , Tie Besatzung war dem gleichzeitigen Feuer vieler Hunderte Geschütze ausgesetzt. Tinschantun ist jetzt in den Händen der Japaner, die von dort Geschütze auf die Eisenbahw tation Mukden richten können. Sie konzentrieren ihre Angriffe auch auf eine Stelle, zehn Werst nördlich von Mukden und sieben Werst westlich der Eisenbahn, um die Linie der dort stehenden russischen Truppen zu durchbrechen, diese Truppen abzuschneiden und zu umzingeln. Petersburg, 10. März. Generaladjutant Kuro- patkin meldet unterm 9. März: Der Feind ließ sich in keine ernsten Kämpfe gegen die Front im Südwestw ein. Um 10 Uhr vormittags ging die Nachricht ein, daß der F e i n d nach einem Kampfe Kiousan, 20 Werst östlich von Mukden, besetzte. Tie Anstrengungen des Feindes sind gegen unsere Nordfront gerichtet, um sich der Eisenbalm bei Mukden zu nähern. Das Dorf Sintaitse war in den Händen der Japaner, aber gegenwärtig räumen sie es. Bei Tseni- toung dauert der Kampf fort. Wir erbeuteten zwei Revolverkanonen und machten zahlreiche Gefangene. Die Bewegung der Japaner im Norden wird fortgesetzt. Tasintoung ist von ihnen besetzt. Tokio 10. März. (Reuter.) Aus dem Hauptquartier der mandschurischen Armee wird vom 9. März gemeldet: In der Richtung auf Hsinching sind unsere Truppen mehrere Tage hindurch zum Angriff übergegangen Der Feind leistete in starken Stellungen in der Nahte von Tita hartnäckigen Widerstand. Schließlich vertrieben wir ihn am Donnerstag morgen 3 Uhr vollständig aus diesen Stellungen, und wir verfolgen ihn jetzt Unsere- Truppen in der Umgebung von Machuntan setzten die V erfolgung der Russen energisch bis Fu.chun fort. In dem Gebiete am Schaho östlich und südlich von Mukden drängten wir den Feind gänzlich nach dem Hunhotal. Wir machten auf dem linken Hunhoufer Hctl .und griffen die stark befestigten Ste-llungen des Feindes westlich und nördlich von Mukden an. Unser Angriff auf den Femd, der hartnäckigen Widerstand leistete, wurde mit größtem Nachdruck ausgesührt. Privatmeldungen lauten: , L o n d o n, 10. März. Tie „Daily Mail" erfahrt, m den Wandelaänaen des Unterhauses sei das Gerücht verbreitet gewesen Kuropatkin habe einen Waffenstillstand nachgesucht ^^urg, yNärz. Die Nachrichten aus Mukden rufen beim Publikum die H o f f n u n g a u f b al di g e n Bried en wach, bei der Regrerung große Besorgins für den Fortschritt im Innern. Im Generalstab verweigert man wde Auskunft über die Lage Kuropatkins, weswegen dre abenteuerlichsten Gerüchte in der^Stadt zirkulieren. De- veicken welche den Blättern aus Mukden zugegangen smd, lauten' Wir sind auf dem Rückzüge, welcher uns durch die Ueberlegenheit der japanischen Streitkäfte aufgezwungen worden ist Der Arttllericpark und dre Munition smd außer Gefahr Der Mckzug geht m guter Or dnun g vor sich." — Nach Blättermeldungen hat das russische Verkehrsmmi- st^rium beschlossen, den Bau einer Eisenbahn von Wladiwo- ok n?ch den reichen Kohlenwerken von Sutschansk in An- ariff m nehmen. Die Länge der Linie bettmgv 150 Werft. ^Tokio 10. März. Nach hier ein getroffenen Nach, richten aus'dem Hauptquartier hat die russische Rück»- z u g s b e lv e g u n g schon am,6. März begonnen. Der Rückmorsch der Russen ist nicht, tote man erst Pier annahm, durch, den Truck der beiden Flügel-Armeen erfolgt, sondern den Ausschlag gab der erfolgreiche Vornrarsch des westlichen Teiles der japanischen .Heereskörper im ZEntrnni Petersburg, 10. März. (Petersb. Telegr.-Ag.) Am vornnttaa war im Generalstab der Marine nichts davon daß das b al t i, ch e G e s ch w a d e r den Befehl erhalten habe, in den englischen Kanal zuruckzukehren, um dort neue Befehle abzuwarten. L o ndo n, 10. März. „Morning Post" meldet aus Pe- tersbura daß GeneralSonchomlinow gestern abend EW =SsS !®?inir IiIlIIIci zi ir ■■ itiiri LL-TM LLAL " General-Anzeiger SS Redaktion, Ervedtttou & den oolit und ää. Amts- und Anzeigeblatt für den Mreis Gießen MW Auzctger Vietze^ ▼▼ V f KP zeiqentett: Hans Beck. Kernsprechanschluß Nr. 51.___________ ____ Rußland in Sturm und Drang. Tas russische Mittisterkomitee beriet über die Maßnahmen betreffs der Beziehungen zwischen Industriellen und Arbeitern, über die Ausführung dieser Maßnahmen durch das Finanzministerium und über die Verwirklichung auf gesetzgeberischem Wege oder durch das Verwaltungskomitee. DaS Ministerkomitee gab ferner der Ansicht Ausdruck, daß infolge des AufhörenS der Entwickelung in der Gesetzgebung über die Industrie^ eine Bewegung der Arbeiterklasse unter Einfluß der politischen Propaganda und der Tätigkeit der Polizei entstanden wäre. DaS Komitee billigte die Vereinigung der Inspektion her! Fabriken unter dem Finanzministerium unter der Bedingung, daß die Inspektoren den Gouverneuren unterstellt seien. Das Reglement über die Beziehungen zwischen den Industriellen und den Arbeitern müßte auf dem Wege der Gesetzgebung, fortschreiten. Die Gesetze über Ausstände müßten abgeänderp werden. Es sei notwendig, daß das Finanzministerium drei Frage der Vetträge zwischen Industriellen und Arbeitern be-». rate, ferner die Frage der Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter und der Verminderung der täglichen Arbeits^ zeit, sowie die Frage der persönlichen Sicherhest und deS ärztlichen Beistandes. Zur Ausarbeitung dieser Gesetzesvorschläge müsie eine Kommission unter der Leitung des Finanzministers eingesetzt werden, die die Vertreter der Jn-> dustriellen und der Arbeiter, sowie Leute hören wird, die tnj der Arbeiterfrage Sachverständige sind. Die Gesetzesvorschlägej müsien dem Staatsrat vorgelegt werden. Diese Entscheidung' ist vom Kaiser bestätigt worden. Aus Kiew wird gemeldet, daß 4000 ausständlschs Bauern von Orlowka in südwestlicher Richtung marschieren. Die Bauern sind gut bewaffnet und stehen offenbar unter dem Einfluß tüchtiger Führer. Bisher haben sie die Besitzungen von 18 Großgrundbesitzern geplündert und sämtliche Gebäude verbrannt. Außerdem haben die Bauern zwei große Zuckerrafsinerien demoliert. Die Behörden sind nicht imstande, den Bauernaufstand zu unterdrücken. Die Eisenbahnen im preußischen Abgeordnetenhause. Berlin, 10. März». In der Beratung des Etats der Eisenbahnverwalttmg wird- die Erörterung des Kapitels Besoldungen" fortgesetzt. W.' Knie (Ztr.) empfiehlt feste Anstellung der WerkftattennrberteL-- Abg. Goldschmidt (frs. Vg.^ wünscht Aufbesserung, der Löhne der Werkstättenhandwerker und Arbeiter. Weiter wunicht RednM BMerung des Urlaubsverhältnisses. Sehr zu bedauern ser, day für die Zuschußkasse des Kasseler Verbandes der EiseTwahner^ für welchen drei Millionen bewilligt worden seien, eme nnMlaürge Reklame unter den Arbeitern gemacht werde. Tie alten besteym^ den Kaffen würden vielfach dadurch, geschädigt und dre urberter, wenn sie veranlaßt würden, gegen ihren Wrllen m den Kassewr Verband einzutteten, zur Heuchelei und Spercheueckerer verlernt« Minister v. Budde warnt davor, Unzufrredenhert untn: Staatseisenbahnbeamten imb Arbeitern zu säen. nicht weit über unsere Grenzen hinauszugehen, um zu wie ein Land unter der Unzqrfriedenheit der.;^euer leche^ Wer mit ihm nicht zufrieden sei, solle Mndrgen. Arbeiter vorzubringen, seien die Arberteranslchlsse ein Arbeiter ausschuß mit seiner Ansicht, berm wachsten Vor geletzten nicht durchdringe, so gehe er an, die ^5s^^n^nnd wenn er mich da nicht vordringe, an den Mmister. Er, der ^rntster l)abe nE die Absicht, die alten Küssen zu verdrängen., er Krone nur tat über 40 Jahre alten Arbeitern, che sonst nicht tn der Lag^gewesen, sich zu versichern, Gelegenheit geben, m die Verbaudskasie auf genommen zu roertai, ohne eine UetagangAert durchmachen M müssen. Sei das eine Erziehung zur Heuchelet.. R^Mteder zahl von 122 000 tu dterer Zuschußkasse sei. derbeste Bttvets für ihre segensreiche Tätigkeit Wenn die Anncht des Abg Gol^ scbmidt richtig wäre, dann mußten auch alle anderen Wohlfahrts- einrichtungen die die Regierung getroffen die Mtater mr Heuchelei erziehen. Ebenso unrichttg sei, daß die Handwerker . und Arbeiter durch den Stücklohn geschädigt würden. Wenn btt ?lbg. Goldschmidt die Arbeitslöhne bemängelt habe, so^weise e* darauf hin, daß im Etat von 190o zwei Millionen Mark als stulage für die Lähiie der bereits vorhandenen Arbeiter angeietzr : seien Er bitte das Verttauen zrrm Minister zu haben, daß er ’ bei seinen Maßnahmen immer das Ganze im Auge behalte. Abg» 1 Tr. v. Savigny (Ztt.) wünM, daß das Petitionsrecht der Be- amten nickt beeinttächtigt werde. Aber die Beamten jenen auch : ihre Wünsche auf Gehaltserhöhungen einstweilen zurückstellen, da sie erst bei einer allgemeinen Neuregelung der Besoldungsver- । hälntisse berücksick)tigt werden könnten. Weiter befürwortet Redner ’ den Antrag Herold (Ztr.) betteffeiid Erleick>termig des ^otted-t dienstbesuches für Eisenbalmbeamte. In der Erteilung trott Urlfluo sind viele Privatbetriebe, nur einige Kommunen der Eisentahn- ' Verwaltung mit gutem Beispiel vorangegangen. Rwner erklär^ seine Pattei unter ft übe auch den Mtrag Mer, und befürwort« 6 dann Stellenzulagen für ganze Kntegvtten von Unterbeamten uno i angemessene Bezahlung der Werfflättenarbeiter. Abg. Gamp uQ A l S. *>n ein b< abqän« Alle Be ®inn: *7>N »1° • P(l; » «Dl A 1 Ä 8| eine 6 , 'N' ■ÄiA lt>CI Königlich Preussische Staats-Medaille Tekphonischer Kursbericht 8' nnHvrt a. H l/a% Reiohsanleihe grap hischen % Öesterr. Goldrente . 6 '0 Oesterr. Silborrento 101.50 1 4° o Orieoh. Monopol.-Anl. 4’/»% äussere Argentiner Tendenz: fest. von 100.30 105.60 68.00 68.50 . 101 95 . 90.95 . 102.00 . 91.00 . 100.60 . 99.70 3°/o Mexikaner . . 4Vo’’/- Chinesen . . Electric. Sobuckert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonfo-Komniandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Berliner TTandelsgee. Oosterr. Staatsbahn . Lombarden , , . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . . Bochum . . , . . Harpenor . Staatsschatzacheine . 4% Ungar. Goldrente 4°/ Italien. Rente . 4^9 % Portugieser , B"/. ’iV.o/c 3"/a 8‘M/n 0/ Portugiesen. % C. Türken 'firkenlose . , do. Konsola , do. Hessen Oberhesson Marbel und Werkehr. Polkswinschafr. Kleine Finanzchronik. Tas Amtsgericht Cassel hat in dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Adolf Schmidt, früheren Direktors der Aktiengesellschaft für Trebertrocknung. die Gebührdes Konkursverwalters, Rechtsanwalt Tr. Arnthal, auf 35 000 Mark festgesetzt. Tie Gebühren der Mitglieder des Gläubigeraussckusses betragen je 3000 Mk. — In der Submission auf 3 Mill. Mari 3^?prozent. Gießener Stadtanleihe kam das Höchstgebot mit 98,42 Proz. von dem Bankhaus Delbrück, Leo u. Co. m Berlin. Naliiiscke Tagesschau. lieber die Ansprache de8 Kaisers bei der R-krutenverleidigung in Wilhelmshaven wird in Ergänzung der früheren Meldungen berichtet: Der Kaiser sprach unter Hinweis auf die von den beiden Geistlichen gehaltenen Reden eingehend über drei Punkte, nämlich über die Bedeutung des Eides, über die mangelhafte Pflege der Religion in der Jugend und schließlich über den Krieg in Ostasien, hob in rühmenden Worten die große, über alles gebende Vaterlandsliebe, Opfer-. freudigkeit, Tapferkeit und Selbstlosigkeit der in schweren, heißen Kämpfen ringenden ostasiatischen Gegner, namentlich der Japaner, hervor und hofft, daß die jungen Rekruten sich an diesen hohen Beispielen erbauen und ihnen gegebenen- i faH§ nacheifern werden. Mit den Worten: „So geht denn hin und tut Eure Schuldigkeit!" schloß der Kaiser seine Rede. polemisiert gegen den' Ahg. Goldschmidt, der üöer Tinge, ge- wrochen habe, .ohne die nötige Erfahrung zu haben. Auf keinem Gebiete stehe .Preußen nt Deutschland so voran, wie auf dem der Eisenbalmverwattimg. Hätte Herr Goldschmidt wirllich das warme .^erzi für die Arbeiter, so Ntüßte er doch die gute Wirkung der KTankenAmchußkasseu an er feint fit Tie Beamten sollten Vertrauen nrr Verwaltung haben und nicht agitatorisch ihre Wünsche an die ^iroße Glocke bangen. Redner erklärt sich gegen den Antrag .Herold auf größere Sonntaasrnhe und Dein- auf bessere Berücksichtigung des Nachtdienstes. Auch gegen die Gewährung eines regelmäßigen Urlaubs habe er Bedenken. Abg. v. Bülow «Homburg, ntl.l bittet um twrnwhrte Stellenzulagen für die Stationsvorsteher 2. Klaffe. Minister v. Budde: In der Gewährung der Zeit zum Bentch des Gottesdienstes tut die Verwaltung alles, was möglich fei. Zur Erteilung von Urlaub an die Arbeiter sind die Gisenbabndirektionen ermächtigt. Das den Nachtdienst angehe, so sei die Regierung bestrebt, bei anstrengendem Nachtdienst den Dienst zu verkürzen. In einer versönlichm Bemerkung weist Abg. Goldschmidt lfrs. Vv.) die Vorwürfe des Ministers gegen ihn als unbegründet zurück. Ter Antraa Schmidt-Warburg wird der Regierung zur Erwägung überwiesen. Ter Antrag Trimborn auf Vesserstllung de r Betriebssekretare und die Peti- tt'onen der Betriebssekretäre werden dirrck U e b e r g a n g zur Tagesordnung erledigt. Tie Anträge Oeser und .Herold werden der Bnd^^tkommission überwiesen. Tas Kapitel Besoldungen wird bewilliat. Dermifd>tes. Berlin, 10. März. Bei Vorführung eines kinemato »eidensroitex" k-. in unvergleichlich reicher Auswahl. Immer dre neuesten und schönsten. - Solide und sehr blMa. 4 AukstellungS-Medaillen, 6 Hoslieferanten-Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Bec'n. Seidenstoff-Weberei Bichels & Cfe Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Echo Markgrafen-Strasse. Proben portofrei 133.40 51.50 welches den Großf ü r st e n Man verlange ausdrücklich die Originalmarke 99Dr. Hommel’s“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht aufreden. (KerilStskaal. fu.) Gießen, 10. Marz. Tie Strafkammer yreilte heute den seither imbestraften Arbeiter I. I. O. von' -nmda wenen Mißhandlung seines Kindes zu Zi/z fahren Gefängnis. O. brockte bei seiner zweiten Verheiratung im Iabre 1903 ein Kind mit in die Ehe, welches! lrank und schwächlich war. Nichtsdestoweniger wurde es schlecht aenahrt und verpflegt. Vor seinem Vater hatte es eine solche Angst, daß es zu weinen anfing, wenn es seiner ansichtig wurde. Beugen bekundeten, daß O. das Kind vielfach mißhandelt Bat. Ernes Abends kam er angetrunken nach Jnanfe und nahm ohne, wgliche Veranlassung einen fingerdicken Stock imd schlug damit dem dreijährigen Knaben viermal heftig auf den Kopf. Tann entblößte er das Kind und schlug fortgesetzt auf es ein. sodaß wütige Striemen und Wunden putftanb'nt. Es drängte lieft die Vermutung auf, d^ß O. das Kind ans der Welt schaffen wollte, um sich in den Besitz seines 2000 Mark betragenden Vermögens sehen zu können. Ter Anttag der Behörde, das Kind in andere Nflege zu geben, kam zu spät: es starb am 14. Te- ncm&cr v. I. infolge von Entkräftung. Tast die Mißhandlungen und die schleckte Ernöbruno des Kindes geeignet waren, den Tod des Kindes herbeizufübren, kann nickt bezweifelt werden: dock konnte nickt als erwiesen angesehen werden, daß O. den Tod des Kindes unmittelbar verschuldet hat. Es erfolgte deshalb nur Bestrafung weaen Körperverletzung« durch eine das Lebm gefährdende Behandlung. Mit Rücksicht auf die hohe Strafe wurde die Verhaftung des O. beschlossen'. . th. Gießen, 10. März. Ter Gasthof zum gotdnren Engel m Friedberg soll nach der Aussage des Polizeikommissars Weiß vor der Gieiwner Strafkammer in ganz Teutschland unter denjenigen bekannt sein, die eine gewisse Scheu vor der Rolizei haben. Ter Inhaber K. Sckw. hatte vor der Gießener Strafkammer sich wegen Kuppelei zu verantworten. Er er- llärte, er habe von dem Trecken seiner weiblichen Loaiergäste nickts walwgenommen. Tie Strafkammer ab"r kam zu einem Schuldig und erkannte auf 4 Monate Gefängnis. E s s e rt a. R.. 10 März. Ein Zengniszwangsver- fahren ist gegen den Redakteur Ballen eingeleitet worden. Es handelt fick um ein Tiszi^linarverfahren gegen Unbekannt. Im ,,Allg. Beob." erschien im November v. I. ein Artikel über einen Prozeß. Tas Material zu diesem Artikel soll durch einen' Gericktsbeamten zugänglich gemacht worden feilt. Ta der Redakteur sich weige'ste, hüt Verfasser preiszugeben, drohte man ihm sechs Monate Zwang^hgft an. Vorläufig wurde über ihn eine I b r n f_e von 6 0 Mark verbänot. Ter Redakteur hat sofort E irr s h r ir *• n<'cr<'ii X’i» ^vbi-ben. Kriginal-DralUmc'tdltngen. Vom .Kriege. London, 11. Mär;. Der Standard meldet aus ToN,l gestern: Mehrere rnjsische Armeekorps wurde- 11. März. .3615 . . 95.95 . . 144 10 . . 116.90 . . 214 90 . 193 00 . 143 50 . . 159.40 . . 163 80 . . 142 30 . . 17.75 . . 191.50 . . 260.75 . . 245.80 . . 210.50 "Kleine Tageschrvnik. Der R echtsatt w alt Cart- yaus, der vor kurzem van Tuisbnrg nach Münster verzog, wurde^ auf Veranlassung der Tnisburger Staatsanwaltsckiaft wegen großer Unterschlagungen von Mündelgeldern verhaftet. — ''n Karlsruhe erreat die dort auf-dem .^anvtbahnhof erfolgte Verhaftung des früherru Tirektors der Brikettwerke inMaran und letz'am Tirektors der Tlmmas-Vhosphatwerke Namens Brock- Haus Aufsehen. Unterscklagunaett wi^dett aufgedeckt. Man svrickst von mehr als 100 000 Mk. — Bei F in ke n w alde in her Vuchhaide fand ent Vi st ölend ttell zwischen zwei Aerzten statt. T'r. P.-Stettin erhiesi beim dritten Kitgekwechsel eine schwere Verletzung am Arm. — In Rombachin 5ckthringen wurde ein Italiener vott Maskierten auf der Straße über- fallen und ihm der Bauch auf geschlitzt, sodaß die Eingeweide hervorkamcr o enticnenPolitikin China durch die „Times" entgegen, welche am 29. Januar aus Peking ein Telegramm brachte, wonach 7l?ll^San^ iede Gelegenheit ergreife, um sich in die inneren ckmeiffchem Angelegenheiten einzumischen. Es verlange, daß China rhm die Namen der Gouverneure von Sckantung zur Bestätigung tiorlege, uuh b^be Banasckihsck'-^ng gezwungen, vor der Abreise Ä' ?Te2. dosten Herrn v. Mumm Zeinen Besuch zu machen. Es sind Beweist dafür vorhanden, daß versucht worden ist, mit Trpestche Mißtrauen gegen Deutschlands 9cksickten stwobl in Japan wie in Amerika zu erregen. Mit Rücksicht hieraus veroffentlickt d:e „Norddeutsche Allg. Ztg." folgende t^ea-navhische Aeußernng des deutschen Gesandten in Peking zur Sache: ,.Peking. 6. Marz. W'-der gegen Pangs noch ae^en Hus Ernennung wurde von mir Einfvrnch erhoben. Ein Bestatigungs- recht nahm ick niemals in Anspruch. Mit Bang hatte ick , ^ne„ Zusammenkunft. Tas entsprach d'm beiderseitigen Wunick persönliche Fühlung zu gewinnen. Glatt erfunden sind die von englischen Blattern aus chinesischer Quelle übernommenen Behauptungen über deutsche Trnvpendislokationen längs der Stantupabahn oder über neue Forderungen, die ick 0X1 Bang mit Beziehung auf seine Provinz gestellt haben soll." — F'ür die H ocbze itsgäbe der pre u ß. Städte an da? K r o n p r in ze n pa a r stehen, wie Oberbürgermeister .Wiebner, der Vorsivende des Städtekomitees, in einem Schreiben an die betreffenden Städte mitteilt, zurzeit 410 000 Mk. zur Verfügung. Sächsische Provinzblätter melden übereinstimmend. Prinz- regent Albrecht von Vraunschwesg habe 1 2 000 M k. für die ^n Si^d w e st a fr i k a Geschädigten gespendet. i "7- M "-taatsanz." veröffentt^ckt das Gesetz betreffend die yeteutgung des Staates an h-'r Bergwerksgesellschaft Vrb ern ia zu Herne am 6 Marz. ^-.eJ Magistrat hat beschlossen, *b'T Berliner Bau - 61 e- ^Vorsitzender Direktor Schrader, M. d. R.) eine Beihlste von o00 000 Mark zu gewahren und zwar ans den Mstteln der König Friedrich-Stiftung, die von den Gemeinde- veborden Bersins bei Gelegenheit der 200jährigei7 Feier des Be- stehrns des Königreichs Preußen mit einer Million Mark aus- geitQttet wurde Tie Genossenschaft beabsichtigt nimmehr auch Hauser mne^hack Bersins, in d^r Malplaguerstraße lWedding) em iog. ck r 5 e 11 e r h c i m zu errickten. Jahren hier hergestellten Sehnldverschreibungen und Zinsscheine einige Mängel gehabt hätten. Also weil vor dreiJahrcn einmal wobl infolge allzu kurzer Lieferungsfrist die Arbeiten nicht ganz nach Wunsch aussielen, deshalb gibt man trotz erheblich niedrigerer hiesiger Angebote — Mk. 615.00 gegen Mk. 950.00 — den Auftrag heute nach auswärts, ohne Rücksicht auf die Fortschritte, die hiesige Firmen in der Zwischenzeit in ihrer Leistungsfähigkeit gemacht haben. Im Landtag tadelte man jüngst sehr lebhaft die Vergebung von Arbeiten für den Darmstädter Hoftheater- Erweiterungsbau zu Darmstadt nach Worms. 'Die Negierung konnte sich indes rechtfertigen. Wir wollen sehen, ob auch die Stadtverwaltung stichhaltige Gründe vorzuführen vermag zur Motivirung ihrer Umgehung der heimischen Industrie und deren Bemängelung in öffentlicher Sitzung. Besitzwechsel. Das Anwesen Steinstraße Nr. 44 Aus Stadl und Kaud. Gießen, 11. März 1905. "Das Theater bauprojckt hat, wie auch aus unserem Bericht über die gestrige Stadtverordneten- sitzung zu ersehen ist, einstimmige Zustimmung gefunden. Besonders erfreulich ist, daß die städtische Korporation^ auch für die sofortige Inangriffnahme des Projektes zu haben ist, Schülers Garten seinen Mietern schon am 1. April kündigen will, sodaß mit dem Bau im Herbst dieses Jahres begonnen wird. Bei dem Jubiläum der Landesunioersität im Jahre 1907 werden wir dann schon ein fertiges Theater ^liaben! Freuen wir uns drum! Möge nun, nachdem das Saalbauprojekt aufgegeben werden mußte, die Herstellung des Planes für einen 'schönen, zweckmäßigen Theaterbau in der hübschesten Lage der Stadt nach Möglichkeit beschleunigt werden zur Freude der freiwilligen Spender und aller, denen es um ein Aufblühen unserer Stadt vnd ihres Kulturlebens zu hin ist. - In der Gemälde-Ausstellung am Brand hat, wie schon kurz erwähnt wurde, wieder ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefunden: die gegenwärtige Ausstellung hat zirka 80 Gemälde aufzuweisen. Unter den neu ausgestellten Werken befinden sich solche von E. Brunkal- Derlin, W. Kuhnert-Berlin, M. u. Stuckrad-Berlin, M. Correggio-München, E. Fischer-Schuch.München, Bülow v. Lennewitz, W. Hambüchen-Düsseldorf, E. Rolde-Syellerup- Nniverstiä'is-'Nachrtistien. Halle a. S., 10. März. Hier fand heute die erste Kon-c f er ein der vreußiscken Uufversitätsrektoren zur NWinterkur für am Südabhang des^Tatmus. Behag- SiWBHäs Minderbemittelte). Piospecte franco. Ausland. •m-i 10. Mürz^ Tct lange Aufenthalt der fiöntgin« 811" von sackten im vause des Grafen von Rändern gibt M Gerncl'ten über eine acvlante .heirat des Königs von -ack-ien mit,der Drinzessin Clementine Anlah. M-mb-11- 19 Marz. lRentcr.i .hier ist das Gerücht mi Umlarn, 9000 somahs.ha »en die Stadt Merka an der Benadir- wste nnb 1' m o " 5 r a ck t. Sergius an der Spitze einer ?lbteitung Kosaken darstellte, im Saale der Brauerei Königstadt, bemächtigte sich des Publiv.ms eine große Erregung, die beinahe zu größeren Tumulten geführt hätte. Während einige Personen auf das Podium kletterten, um die Leinwand herunterzureißen, wollten sich andere auf den den Apparat bedienenden Ge- hülfen stürzen, um den Film zu vernichten. Die hochgradige Erregung des Publikums konnte nur- durch den sofortigen Abbruch der Vorführung besänftigt werden. Wien, 10. März. Die Kampfszene im letzten Akt von „König Heinrich IV." nahm gestern im Burg- theater einen blutigen Verlauf. Einige neue wenig geübte Mitglieder der Komparserie schlugen auf die Gegner so wuchtig los, daß zwei der letzteren wirklich verletzt wurden. Ein Montignoso-Prozeß. S. & H. Zwickau, 10. März. Ein interessanter Beleldiguggsprozeß wurde heute vor 3. Strafkammer verhandelt. Angeklagt war der Redakteur Ernst Schubert vom hiesigen sozialdemokratischen „Sächs. Volksblatt" wegen Beleidigung des Königs von Sachsen. Die Beleidiglmg wird erblickt in einem Arikel vom 28. Dez. v. I., überschrieben „Die Königin auf dem Schub". Der Artikel entstammt der Wiener „^lrbeiter- zeitung" und unterzieht das Verhalten des sächsischen Königs gegenüber seiner früheren Gemahlin einer Kritik. Es werden dem König darin schwere Vonvürse gemacht, und weiter wird gesagt, daß es ein Mißbrauch der Staatsgewalt gewesen sei, eine ganze Armee von Gendarmen, Kriminal- kommissarien und Polizisten gegen die Frau aufmarschieren zu lassen. Das Gericht beschloß den Ausschluß der Oeffent- lichkeit für die ganze Dauer der Hauptverhandlung, weil die Erörterung des unter Anklage stehenden Artikels eine Ge- ährdung der öffentlichen Ordnung besorgen lasse. Der ?ln- geklagte wurde wegen Majeästtsbeleidigung zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. «Srdlily und östlich von Mnkdeu von den JapanernIwurde nicht gekämpft, doch Kielt das Krickittr- nun bollftänbio umzingelt. Die Russen verbrennen die ganze Nacht an. überall ihre Vorräte. Ihre Verluste betragen einschließlich London. 11. Mär,. „Dailt, Telegraph" gibt eine Metbnna der Gefangenen wahrschkinlich mehr als 20000® Mann. des Aofioer Blattes „Kvkumin" vom 10. d. M wieder nach de? . London, 10. Mär». Reuters Bureau wird von vertrauens- K.HnrA'?Floren haben sollen, die Saal-Mel W Schwiegermutter 1320 Telefon 235. Sonnenstr. 6., SMöbel! 4,78 Fm. III. (40-49 Okiulobus frei ans Haus. [46* I. Wetthö^er, Marburaer Str. Öd IKreppeln täglich irisch bei Hofbäcker Mo! MällZburg 12. 123 Mo$i 9 233 173 130 3 fl = 41,40 Fm. = 123,75 „ = 179,35 „ = 83,13 „ = 59,30 „ aller Qualitäten n. Fabrikate, Teppiche, Vorlagen Treppenbelag Durch Gelegenheit sehr billige Preise. Nur gewissenhaftes Ver-- legen garantiert selbst bei den geringsten Qualitäten (Quadratmeter 1.25 Mk.). Grösste Haltbarkeit. Wie neu roirh ^her m.Bechtel'SSalmiak-Gallseife gewaschene Stoss jeden Gewebes, uorr. i. Pack. z. 40 d bei Lhv28/3] Gnst. Walter. einpfic()(t Ftttterschneidmaschinen Rübenschneider Schrotmühlen Jancheprrmpen ferner säintliche Donnerstag d. 30. März 1905, nachmittags 3 Uhr, Herden auf hiesigem Ortsgericht die vor den Namen des Willy Schieß und Friedrich Schieß stehenden Parzellen 1/730 — 172 qm Hofreite in der Löwengasse, sodann der denselben zustehendc ideelle Anteil an 1/730*/^ = 36 qm Hoframn in der Löwengasse und an 1/734 = 69 qm Einfahrt auf dem Seltersweg öffentlich meistbietend freiwillig versteigert werden. Bll/S Gießen, den 10. März 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. . Gros. Versteigerung. Montag, den' 13. d. Mts., nachmittags 2*/2 Nhr rZersteigere ich Wallt'orstraße 6 (Darmst. Haus 9 1317 1. 10 Mille Zigarren, 2. Haus- und Küchengeräte aller Art, 3. 2 Pferde, 4* 1 Kub, 5. eine gr. Partie Schubwaren und eine Ladeneinrichttmg, 6. mehrere Stämme Werkholz (Eiche) sowie verschiedenes llnderezwangsw.geg.Varzahlung. Versteigerung der Zigarren tzvdet bestimmt statt. Gießen, 11. Mär§ 1905. Seipel. Gerichtsvollzieher. Petersburg, 10. März. Generaladjudant Kuropatkin meldet dem Kaiser unterm 10.-ds: In der Nacht zu heute begann der Rückzug aller unserer Armeen. Nachts Eichen- Stammholz-Versteigermng Montag, den 27. März, von vorm. 10 Nhr an in der Söd le r'scheu Wirtschaft zu Nieder-Gemünderr: CT) , 4. 1 ' _ ~ ' vw u. Q k. VCLlVLt II y-uuen (Olten, 1 Verluste 150 000Mannunt>50000 Russen in Ge'- fllch«n T«mpstr de- London, 10. März. Reuters Burean wird von vertrauenswürdiger, aber nichtamtlicher Seite gc...eldet: Die russischen Streitkräfte westlich von Mukden betragen zwei Armeekorps. Tas japanische Tetachement, das die Eisenbahn zerstörte, drängt die Russen nach Norden. Ein Teil des japanischen Zentrums drängt die Russen ebenfalls nach Norden, und z)var längs der Mukdenstraße: derselbe ist jetzt lecbs Meilen nördlich vom Hunho mit ihnen im Kampfe. Ter äußerste rechte Flügel derJapaner befindet sich 5 Meilen von Fushyn. Alle russischen schweren Geschütze und viele Feldgeschütze wurden von den Japanern erbeutet. Tie Russen scheinen eine Bewegung nach Osten auszu- führen, um sich nach Norden zurückzuziehen. Tokio, 10. März. Wie Marschall Ohama berichtet, hatten die Einichließungsmanöver der Japaner einen vollkommenen Erfolg. Tie Japaner erbeuteten eine große Zahl von Gefangenen und eine gewaltige Menae Waffen, Munition und Vorräten von Kriegsmaterial. Zu genauen Feststellungen fehlt es an Zeit. Dr. med. Liebe’s KeilMM für Lungenkranke , - Waldhof Elgershausen (Kr. Wetzlar). । . «... Ulucf) perlerziebungshelm für kranke und kränkliche Kinder. TffW« sSriBCk, Bürgerliche Preise. Prospekte._____________CT* | Möbel, Teppiche, Vorhänge-Stoffe- Ecke Schlossgasse—Brandplatz— Kunstvereini. Die Gemälde - Ausstellung am Brand ist von morgen Sonntag an wieder geöffnet. Bu/3 Berlin, 11. März. Der „Tägl. Rundschau^ zufolge wird beabsichtigt,allez weiMonate einen®rgänzungstrans- Port nach Südafrika zu senden und zweitens die Erhaltung der im Ausstandsgebiet befindlichen Feldtruppen in der feldmäßigen Stärke. Kiel,^ 11. März. Der Torpedomatrose Niemeyer vom „©Icipner* wurde auf der Fahrt von Genua nach Carthagena über Bord geschleudert und ist ertrunken. Zürich,. 11. März. Bei einem Brande in Alderswil sind ein 70jähriger Mann und ein Knabe, die in einer Dachkammer schliefen, in den Flammen umge - kommen. Donnerstag, 16. Mär; 1905, nachmittags 3 Nhr, wird auf hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen des Carl Schleen- becker u. Ehefrau, geb. Maus, in Krofdorf stehende Parzelle der Gemarkung Gießen Flur 5 Nr. 140,8 — 300 qm Hofreite auf der Weißerde auf den obersten Riegelpsad, identisch mit Ebelstraße 3, öffenllich meistbietend freiwillig versteigert und kann bei annehmbaren Gebot der Zuschlag sofort erfolgen. B11/ Gießen, 10. März 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. Gro s. Putz-Extract, nurzt böSSCTalsjedes andsre Metall-Putzmitte!, Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, Großmutter und Kaiserkrone, Perle von Erfurt, Goldkrone, Perle der Wetteran, MaikSnigin, Rote Frühkartoffel, Weiße Frühkartoffel, Weltwunder, Industrie gelbsteifchig, Paulsens Julie gelbfleischig^ Alte Bläue gelbfleischig, Magnum bonnm. Sämtliche Kartoffeln sind reim und gut auserlesene Ware, sowiei ooit großer Ertragsfähigkeit. KSpciie-n.ZMl-Kartsffelit empfiehlt 1226' J. Wessel. Zuschneide-Nnterricht in Damen- nnd Kiudergarderobe nebst Verarbeiten erteilt nach leicht faßlicher Methode L. Weinhardt' Goethestraße 46, Part. Beginn eines Kursus täglich. Zuschneideschule, Konfektion. Gleichzeitig empfehle mich den geehrten Damen tm Unfertigen von Kostümen aller Art zu zivilen Preisen- 1305 Danksagung. Für alle Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Tochter und Schwester 01464 Elise Sdtaröt sagen wir Allen, insbesondere Herrn Pfarrer Haacke-Steinbach für die trostreichen Worte am Grabe, sowie für die zahlreichen Blumcnspcnden innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Philipp Schardt!. und Familie. Hausen, den 11. März 1905. Bekanntmachung. Dienstag, den 14. März ds. Js., -nachmittags 4 Uhr, soll im Stadtknabenschulhans eine öffentliche Prüfung der Fortbildungsschule stattsinden. Es werden zu derselben die Eltern und Arbeitgeber der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch eingeladen. Gießen, den 9. März 1905. b11/3 Mecum, Hahn, Oberbürgermeister. Rektor. Amthor’sche Höhere H^ndelslehranstalt Gegründet 1849. ksb zu Gera, rass Drei Abteilungen. Behördlich subventioniert. Aerfezcugnisse berechtigen für den einjährig-freiwilligen Militärdienst Schulpensionat. — Näheres durch die Prospekte. hv6/, QrtOdt* als: Bettstellen, Waschkommoden, Kleider- schränke, Vertikows, Ausziehtische, Sofa- Spiegel 2c. rc! zu i)tn hiüigslkii Preisen m KücheneimchtungeB m ctc%Ä 58 - on Lieferung kompletter Wohnungseinrichtungen. Wilh. Müller, Ampch 88. Möbel-Schreinerei und Lager. Vorsichtig Z lesen und bei Bedarf anfragen £ Balth.Hänfer,Garbentcich A Killl Elisabethe Groh im 72.Lebensjahr gestern morgen 3/48U^r sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Groh. Gießen (Krofdonerstr. 15), Oberursel, Duisburg, ^en ^ar5 ^00c>. Die Beerdigung findet Montag den 13. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. e '•)?* 2ttt Zollausschuß erklärten der' Hande^imntsier und der Ackerbauminister, nachdem der ’wfrSr*» beantragt hatte, die Regierung aufzufordern, bet der Handelsverträge mit Rufiland und die Interessen der'L a n d w irt s ch v ft nachdrücklich zu wahren die für den Absatz landwirtschaftlicher Erzeuflnit^c Oesterreichs eingetretenen Tariferhvh- unFen wurden das Maß d-rftellen, mit dem die Einfubr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und von Vieh oit$ den BalkanNaaten zu beurteilen fei. Grenzbegünstigungeu! nber da. ^lcast des Vedurfnisses über die eigentlichen Grenz, gebiete hinaus zu gewähren, liege nicht "im Programm« der Regierung. Beide Minister versicherten, die Regierung werde bemüht sein, die Interessen der Landwirtschaft, des Handels und der Industrie gleichmäßig mit Nachdruck zu wahren. ' c Petersburg, 11. März. In dem Hotel garni Bristol in der Nahe der deutschen Botschaft fand heute früh eine Dyua. mit-Explosion statt. Petersburg, 11. März. Sämtliche für die Schid- lewski-Komm ission gewählte Vertrauensmänner wurden verhaftet. Die Nachrichten über Unruhen in der Provinz mehren sich erschreckend. An der Wolga wurde angeblich eine schwäbische Kolonie bei Zaritzin überfallen.- landwirtscha tl. Maschinen g: und Geräte ** nur anerkannt beste bewährte D7/1 Fabrikate. Die beliebten Gießener IWe-Lose K S Mark sind in allen durch Plakate kennt-) | liehen Geschäften zu haben. I Ziehung am 23. März d. I?. Hauptgewinne: 3 Einspänner, 7 Pferde «nd Fohlen, Fahrräder, Näh-j Maschinen, Uhren, silberne.' Gegenstände u. f. w. Bichard Buchacker _ Hatlvtvertrieb, 889\ Gießen, Neuen Baue 11. * , Daselbst 11 Lose für 10 Mk.,l für Porto und Liste 25 Prg. mehr.j 2 Stämme I. Kl. (60 u. mehr Ctm. in. Durchm.)'-- „lf. (obne Rinde) 30 Stamnle IT. Kl. (50-59 Ctm. m. Durchm.) 117 „ ni. „ (40-49 ...... Auskunft ertheilerip Ned Star Linie in Antwerpen, Carl Netter in Gießen, D-°/,, Eichweg 7,11, EckeGr.Steinweg^ tz. Klippstein in Langsdorf. Einladung. Die Mitglieder des Ersten Gieffener Ziegenzucht- Vereins werden hiermit nochmals auf den Vortrag des Herrn Oekonomierates Leithiger, welcher Dienstag den 14. d. Mts., nachmittags 4 Nhr, im Eaf6 Ebel stattfinden wird, eingeladen mit der Bitte um recht zahlreiehes Erscheinen. 1319 Der erste Vorsitzende: Nöding. Bulle. Mittwoch den 15. März L I., vormittags 10 Nhr wird auf hiesigerBürgenneisterei ein der Gemeinde gehöriger abgängiger Bulle versteigert. Allendorf an der Lumda, am 10. März 1905. Bürgermeisterei Mendorf an der Lumda. Nein. 1300 Tinoleum , lagert in den Distrikten Wndbolz, Kleiner Eich- verg re. (Forstwart Heger und Forstwartaspirant Lang zu Gomberg), verschiedenen Disttitten der Forstwartei Büßfeld 2C. (Forstwart ©ebaaf zu Bußfeld), Brühl 20. (Forstwart Döring zu Schadenbach), Grotzer Katzenberg 2c. (Forstwart Trupv zu Deckenbach), Gebr. Aeichskovf 2c. (Forstwart Bayerer zu Gontershausen), ^ühere Auskunft durch die bctr. Forstwarte und die unterzeichnete Ttelle, .die auch bei rechtzeitiger Bestellung Stammholzauszüge an vorauspchtliche Abnehmer größerer Holzmengen kostenlos abgibt. Homberg, den 6. März 1905. Großh. Obersörsterei Homberg. Dl Bär. Mhjshrs-VfklSkMll!l in Gießen. Wie in früheren Jahren beabsichtigen wir auch bei dem am Mittwoch, dem 22. März d. F., stattsindenden Pferdemarkt eine Pferdeschau mit Prämiierung abzuhalten und zwar speziell für im Privatbesitz befindliche Reit-, Wagen- und Arbeitspferde; dieselben können unter dem Reiter, ein-, zwei- oder vierspännig, auch im Geschirr vor- gesührt werden. Die Prämiierung beginnt vormittags lli/2 Uhr, die Vorführung und Preisverteilung vormittags 12% Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämiierunqsring. Während der Vorführung Konzert der hiesigen Feuerwehrkapelle. Es gelangen nur Ehrenpreise zur Verteilung. Anmeldungen haben bis zum Montag, dem 20. März b. 3§., bei Herrn August Schwan, Weinhändler in Gießen, zu erfolgen. Pferdebesitzer laden wir zur Beteiligung ergeb en ft ein. Gießen, den 10. März 1905. B^/J Die städtische Pferdemarkt-Kommission. Jean Kirch. IV. „ (30-39 „ „ V. „ (25—30 „ Schwellenholz verschiedener Klassen Mobiliar- Vevsteigerung. Montag den 13. März d. Js., nachmittags 2 Uhr, werden auf Ansuchen der Frau Univers.-Rentamtmann Schmitt Wwe. in deren Wohnung, Bergstraße 17, freiwillig versteigert: 1 Plttfchsopha mit 6 Stühlen, 1 Sopha, ein großer runder Tisch, ovale und viereckige Tische, 1 antiker Sekretär, 1 eichene Kommode, 2 Waschtische, 1 Bett, versch. Bettladen, 2 gut erhalt. Mineralienfchränke, (auch für andere Sammlungen geeignet), 1 Regulator, 1 Standuhr, 1 Partie Herrenkleider, 1 Schreibvult, Haus- und Küchengerätschaften, 1 Maysarthsche Obstpresse, Flaschen und Krüge u. a. m. Die Versteigerung findet bestimint statt. 1288 Geißler. Gericbtsvollriehpr. Versteigerung. Dienstag den 14. März d. Mts., nachm. 2 Uhr, versteigere Neustadt55 datier gegen Barzahlung: a. 1 Plüschsofa mit 3 Sessel und 1 Spiegel in Goldrahmen; b. 1 Biersäule, 1 Blitzablciter- apparat, 2 Nähmaschinen, zwei Handelswagen, 6 Dutzend mess. Wagschalen, 1 Billard, 100 Sack Zement, 16 Damenschirmc, eine Ladentheke, 1 Fahrrad und Möbel aller Art. Versteigerung zu a) findet bestimmt, zu b) teilweise statt. [1323 Born. Geri^tsvollzieher. ____________Kanzleiberg._______(-1049 Wm 2,50 Mk. klmßcm. AbfHöh 3 Mk. HmSWiof ÜHfrffnimnufn aus allerWelt bestätigen, daß es bei Küsten. Aei lerkkit, Hals-n.Hrull' leiden. Verschleimung (Katarrh), Keuchhusten kein vergleich. Mittel giebt, welches sich artch nur annähernd mit den segensreichen Eigenschaften des Rheinischen Trauben-Bruft-HonigS vergleichen könnte. Vorrätig ä Fl. 0,60,1,1*4 u. 3 Mark bei 6. G. 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Norwegische Rhapsodie. VanganL Solo f. Violine. (Herr Giess.). 7. Goldregen. Walzer. Waldteufel. 8. Fantasie a. d. Oper Das Glöckchen des Eremiten. Maillart. 9. Schiller-Marsch. Meyerbeer. 10. Dolchtanz und Schlangenbeschwörerin. Erz. v. Blon. 11. Sommerfreuden. Polka. Krausse. 12. Confetti! Potpourri. Klein. Philosophenwald. Sonntag den 12. März Grosses Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. H6 unter Leitung des C11/, Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Eine Frau empfiehlt sich im Glanzbügelu in und außer dem Hause. I014**] Westanlage64Mans. Zu pachten gesucht Wirtschaft ohne Littzmng von solventen Leuten. Off. mit Preisang. u. 01444 a. d. Exp.d. Bl. Eine Partie Palkiagestetlen wird gesucht. [014561 Erweiterung, Grotzen-Ltudeu. Für Bäcker! In einem Landslädtchen Oberhessens ist ein Haus mit Wirtschaft, in welchem auch Bäckerei mit gutem Erfolge betrieben wurde, per sofort oder später zu vermieten. Offert, unt. 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