at b. I9o<; | nf. b. 19U5 Bl. d. isu^ ktien. 156.1° »<* iflitf- °t. d. 19H “!■ ?• b13 102.50 gotant Üiur! 1909 Um!. 19091 * iir. lu Hi« «leoy.ab. itionen. .....iioy b'®.ll9O4 p. 1908' d. 1909 !• b, 1912 k- bi 1912* '• b. 1908 1 b. 1912' b. ISO.' b. 1907 . ftOüle ' I i \L-* 1.3^' tifiö )«>.*■ * ’ 1301^ i > 40.' I'”’’ > 4lO 1*^' 48 tf Lose. . £u.1Q0I150-* lU. 10)1175- 8, (L llX)! 110.1*0 Ar. 1001 V2Ä10 1 lAt/äO'W- t.^.lOU 1014t1 . Ar. IO) 1O . Ar. MilW . Fr. 8o -- . Fl.M!-.- . Slr.luO 1SI; ö. fl. 60u iS* Ar. 4uitf- L|. «dl. 100 " L ft. «bl luo; J? - ö. st. löO V- ' ö.st.lbo - ÄS ”>.«s '' b'1905 * > Lose. ft.?! - - - . 1102.20 &ku.L j 99 w J|i. uni. 1906 11O2L L *' • 9156 Samstag 11. Februar 190S Erstes Blatt. 163. Jahrgang u. Stern» Lange. FUbafhon, Exvedttton und Druckerer: Schulstratze 7. Adresse für Devefchen: Anzeiger Gießen. FernsprechanlcdlußNr 51. Ve,«g»vreisr monatlich 75 Pf., viertel» jährlich Dtk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Annahme van Anzeigen - 'iir die Tr rsm immer 's vo-mittag- t) 'tfnc. i Zc"envreis: ok-Ul2Pf^ auswärts j’j. Teran trooiU'cö fiste \ den polit. und ill Teil P. Wtttko; für #<5tabt und Land" und „Gettchtssaal": AuaufK Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. lag der Brüh lachen An werf.-Buch-) ~ bruderei. 9L GietzenerAmeig ” General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 36 SrIcheirU täglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gtehener ZamMen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. 93er- Die yeutige Wummer umfaßt 16 Seiten am hier KMMe TliacMan. Heber die Nationalsosialen. gn dem Hamburger Deutschen Blatte, dem Organ der Herren Liebermann von Sonnenberg, Graf Neventlow und Naab, lesen wir: . Neuerdings trat immer Demhcner hervor, dan die namo- nalsoziale Partei ausschließlich ihre Lebensaufgabe im Inden- schntz und speziell in der Vernichtung der deutsch-sozialen Partei erblickt Der Hamburger Parteisekretär (vorn „Liberalen Verein", früher alleiniger Sekretär der nationalsozialen Pattcil plauderte •• Auszeichnung. S. K. H. der Großherzog haben 10. Februar d. Is. dem Geh. Finanzrat Dr. Lauer, in Anerkennung der Verdienste, die sich der Genannte in 25 jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit um den Aliee-Frauen-i Verein für Krankenpflege und um das Aliee-Hospital er«i worben hat, das Ritterkreuz 2. Klasse des Ludwigsordens verliehen. — S. K. H. der Großherzog haben dem technischen Eisenbahnsekretäc in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft,> Rahn zu Mainz, aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps n Vran d. Die jetzige erd Lan ge-Dede ka ntz Die Kreigviffe in ♦Kitfifanb. Neuer Streik in Petersburg. In Petersburg ist wider Erwarten wegen Zahlung 6er Löhne während der Streiktage wieder ein Streik ausgebrochen, und zwar auf den Putilowwerken, bei der Manusakturfabrik Tschechen und Woronin und bei der chemischen Fabrik Tentelen. Im g>anzen,streiken mit den Arbeitern anderer Fabriken etwa 15 0 0 0 bis 20 000 Mann. Militär beschützt die Putilowwerke, wo die Bücher in Sicherheit gebracht und die Fenster vernagelt wurden. Gegen 5000 Arbeiter der Putilowwerke zogen in die Stadt, um in anderen Fabriken die Einstellung der Arbeit hervorzurufen. Auf dem Sabalkanski Prospekte stießen sie jedoch auf einen Truppenkordon und sie zerstreuten sich. Einige Arbeitergruppen versuchten danln in die Fabriken einzudringen, es gelang ihnen aber nicht. Zum Schutze der Arbeit wurden die notwendigen Maßnahmen getroffen. Eine Aerzte-Kundgebnng gegen den Krieg. IN einer Konferenz der Aerzte des Gouvernements Moskau wurde folgende Resolution zur Mitteilung an die SemstwoVersammlung beschlossen: Wir erklären uns solidarisch mitdenForder- ungen der Arbeiter in Petersburg am 22. Januar, sprechen unser tiefes Bedauern den Opfern aus, die mit ihrem Blute die Straßen Petersburgs netzten, und sind empört über das Verfahren der Bureaukratie, die alle Versuche der Gesellschaft, zu politischer Freiheit zu gelangen, mit Gewalt unterdrücken will. Wir können die Bevölkerung Moskaus nicht ohne unseren Beistand lassen, auch geben wir die Ausübung unserer Praxis nicht auf, aber wir erachten es als unsere Pflicht, uns der liberalen Bewegung auzuschließen und den Kämpfern um die politische Freiheit mit aller unserer Kraft uns an^uschließen. Die gewaltigen Zeichnungen der Semstwos für Armee und Flotte und für den ärztlichen Beistand für beide kräftigen lediglich den Kriegsgedanken, machen die schon ruinierte Nation nur noch ärmer und verzögern die Befriedigung der dringendsten Bedürfnisse. Man muß daher den Krieg so bald wie möglich ein stellen. Wir geben dem Wunsche Ausdruck, daß die Semstwos kein Geld mehr hergeben für Entsendung von ärztlichen Hilfsmitteln nach dem äußersten Osten, und daß damit der Grund gelegt werde zu einer tätigen Opposition der Semstwos gegen den Krieg, der den Interessen der russischen Nation fremd und gefährlich ist. Die Vereinigung der Eiseuindustriellen Rußlands richtete an den Präsidenten des Ministerkomitees Witte eine Denkschrift über die Arbeiterfrage, in der es zum Schlüsse heißt: Tie Stimmung der Messe des Volkes ist eine drohende Mahnung, daß keine Repressivmaßregeln die tief gewurzelte Volksbewegung aufhallen werden, die sich täglich aufs neue bekundet. Normale Beziehungen zwischen den Arbeitern und Industriellen sowie Besserung der Lage der Arbeiter sind nur unter folgenden Bedingungen möglich:, 1. ein Regierungschstem, welches auf dem Recht begründet ist, denn die bestehende Gesetzgebung und das Verfahren bei der Feststellung von Gesetzen entspricht nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung. besonders nicht den Bedürfnissen der russischen Industrie; die Teilnahme von Vertretern aller Klassen, sowohl der Industriellen wie der Arbeiter, sei unerläßlich bei der Gesetzgebung. 2. Gleichheit vor dem Gesetze. 3. Gesetzliche Garantie der Unantastbarkeit des Domizils und der Im mun it ä t der Person. 4. Tas Versammlungsrecht der Arbeiter und das Recht, die Arbeit a u f zu - geben sowohl für die einzelne Person als auch für Gruppen; dieselben Rechte sollen die Industriellen haben. 5. Gesetzlicher und individueller Schutz des Arbeiters gegen Angriffe von A u s st ä n d i g e n, wenn sich ein Arbeiter mit einem proklamierten Ausstande nicht einverstanden erklärt und diesem noch nicht anschließen will; denn daS Recht, einen Ausstand zu organisieren, schließe nicht für alle die Verpflichtung ein, an ihm teilzunehmen. 6. Freiheit der Rede und der Presse. 7. Allgemeiner obligatorischer Unterricht in den Schulen mit erweitertem Programm„ für die Elementarschulen. Ferner Vereinfachung der Formalitäten bei der Gründung von Schulen, Bibliotheken, Lesejälen sowie Unterrichtsgesellschaften. Tie Lage in Polen. Warschau, 10. Febr. Gestern abend versuchte ein Arbeiterhausen in Sosnowice aus der Katharinenhütte einen Schmelzofen auszulöschen. Das zum Schutze dieses Werkes herangezogene Militär gab drei Salven auf die Arbeiter ab, die über hunder t Tote und Verwun- bete hatten. Sosnowice, 10. Febr. Ter Ausstand dauert cm. Bei dem gestrigen Zusammenstöße auf der Katharinenhütte zwischen dem Militär und den Streikenden wurden 2 7 Artz e i t e r und ein zufällig des Weges kommender S ch ü l § r erschossen; fünf Arbeiter starben in: Kranken- bause an den erhaltenen Wunden, 36 wurden schwer verletzt Tie Zahl der Leichtverletzten ist unbekannt. L o d z, 10. Febr. Heute kam es hier neuerlich zu ernsten Streitvorqängen. Ausständige zogen nach den Fabriken und verlangten Abrechnung. Tie Fabrikanten verweigerten dieselbe Als Militär erschien, erfolgte em Zusammenstoß. Bei 'der Fabrik Ehaibler wurden vier Personen getötet und 7 8 v e r wu n d e t; bei der Fabrik Markus Cohn sieben getötet und vierzig verwundet. Lemberg, 10. Febr. Wie aus Warschau berichtet mird^ wurden gegen die dortige Universität sehr swa^ e Maßregeln verfügt, weil die Hörer derselben anläßlich einet SBeiamntlung in der Universität das Bild des Haren zerrissen und mehrere Unlversrtats- B r o f - s s o r e n bei dem darauf folgenden Bankett regier- UNüsseindliche Toaste ausbrachten. aus, daß man Netz zum Ziele gesteckt habe, Hessen, den S i tz des Antisemitismus und insbesondere der deutschsozialen Partei, erobern. Und von einer Veranstaltung der Frankfurter Nazi sagt setzt das hessische Bauernblatt Deutsche Volksmacht: Die Frank'. Ztg." plaudert hierbei aus der Schule, indem sie berichtet, daß die nationalsoziale Gesellschaft bei dieser Gelegenheit beschlossen hat, einen Sekretär anzustellen, der die Ausgabe erhält, den seither antisemitisch vertretenen kurbessischenReichstagSwahlkreis für den Indemreisinn zu gewinnen. Es zeigt sich hiercnrs immer klarer, daß diese politischen Heuchler sich nur noch zu dem Zwecke zusammeusinden, um die (Geschäfte des jüdischen Vereins „zur Abwehr des dlntisemitismus", der sogen. „Judenschutztruppe, unter; einer anderen, unverfänglichen Maske zu betreiben, um Dumme auf den Leim zu locken. DaS dicke R steht sich, wie es scheint, hierbei nicht schlecht, denn die Mittel haben doch schon zu einer Winterkur nach Algier gereicht, und sein Ruhm wird von den Posaunen Israels in allen Tonarten geblasen." des Großmütigen verliehen. ** Tas Großherzogliche Paar weilt jetzt bereits eine Woche in Romrod und hat, wie uns von dort ge-! schrieben wird, einen regen Verehr mit bingebracht. Täglichj; treffen Fremde selbst ans entlegenen Orten, B. Lauter^ tzacy und Gießen, ein. Die Post hat einen besonders regens Verkehr, da uoch iär-lich Gratulationen und Telegramme! an das Hot e ^aar an kommen. In den ersten Tagen hattej das Postamt Romrod bis zu 600 Telegramme täglich zw befördern. Von Alsfeld mußten Postbeamte nach Romrods kommandiert werdlu. Für den morgigen Sonntag plant; das hohe Vaar em?it Ausflug in den Vogelsberg per Automobil nds 6 stlhr findet dann im Schloßhofe die Ser e* nab-" ' tzassia-Bezirks Alsfeld-Romrod statt, woran sich etwa 12 Vereine mit 4Q0 Mann beteiligen'. Die "Abreise dos Großherzoalichen Paares nach Lich erfolgt nächsten Dienstag, den 14. d. M. nachmittags gegen Vs2 Uhr mittels; Sonderzugs. **Der Raubmörder Hudde wurde gestern vormittag, von zwei Gendarmen mit dem Zuge 8 Uhr 20 Min. nach Köln gebracht, wo der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Wehner seit einigen Tagen weilt, um Vernehmungen vorzu- nebmen. Er wurde einer ganzen Anzahl von Personen aus Köln, u. a. auch den Personen der früher erwähnten Sänger- gesellschast, gegenüber gestellt, und man hat die Beweise be« stätigt gesunden, daß Hudde am 15. November in einem Gasthaus in Köln gewohnt und hort die Uhr versetzt hat« Da man den Transport des so schwer verdächtigen Menschen, ohne viel Aufhebens davon zu machen, so zu sagen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, bewerkstelligt hatte, so waren nur wenige Menschen bei dessen Rückkehr gestern abend (7 Uhr 58 Min.) am Bahnhofs-Vorplatz anwesend. Hudde wurde wieder, wie bei seiner Ankunft, quer über die Schienen geführt und kam daher mit den Reisenden in keine Berührung. Die Gendarmen verließen mit dem Gefangenen den Bahnsteig unter Benutzung des Ausganges, der sonst mir für die Beamten der Bahn und der Post offen ist. Hudde war der Vorsicht wegen an den Händen gefeffelt; er ging, als er den Bahnhof verlassen hatte, eilig auf den ihn schon erwartenden Gefanqenen-Transportwagen zu. Außer einem Schutzmann und einem Gendarmen waren Sicherheitsbeamte nicht zur Stelle. Der Gefangene soll, so lange er in Haft ist, sich eines gefunden Schlafes erfreuen. ** „Die Siebzehnjährigen", das neue Schauspiel von Max Dreyer, das am Montag zum Besten des Theaterneubaues aufgeführt wird, ist in seinen Hauptrollen von den Mitgliedern des Frankfurter Schauspielhauses besetzt: Herr Bauer und Frl. Klinkhammer spielen das Ehepaar Major v Schlettow, Herr Ziegler, der erst seit dem Herbst in Frankfutt ist, und Frl. Sangora, die vor zwei Jahren Hamburg mit Frankfurt vertauschte, petzen die Siebzehnjährigen. Von einigermaßen größeren Rollen enthält das Stück außerdem nur noch die des Großvaters, den Herr Linzen spielen wird. „Die Siebzehnjährigen" erlebten ihre Erstaufführung im Oktober im Berliner Lessing-Theater, Frankfurt folgte Llnfang November nach. Hoffentlich spielen hier die Frankfurter Gäste in Anbetracht deS guten Zwecks, dem sie ihre Kräfte widmen wollen, vor einem qu5verkauften Keer und Alotte. — Der Herausgeber des englischen Marine-IahrbncheK' „Naval Anual", T. A. Brassey, behauptete in einer Rede^ daß alles, was der Lord der Wmiralitat Lee sagte, be-> rechtigt war. Deutschland hätte nicht das mindeste Recht, sich gekränkt zu fühlen, denn die ganze Politik Deutschlands sei eine Bedrohung Englands. Deutschland habe die feste Absicht, seine Flotbej so lange auszubauen, bis es mit England um die Herrschaft des Meeres kvnttirrieren könne. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. Februar 1905. Hause. • *♦ Kuns interessante 2 Polizeiliche Mißhandlung einer Dame. Ein russischer Liberaler hat einem Petersburger Korrespondenten des „Temps" folgende Grausamkerten der Polizei mitgeteilt: Unter den am 22. Januar in eines der Hofpitäler gebrachten Verwundeteit befand sich auch eine Studentin, die ein Kosak mit dem Säbel an der linken Brust stark verwundet hatte. Nach einigen Tagen erschien ein Polizeiagent im Hospital, um die Dame zur Polizei zu führen. Der Arzt erwiderte, daß die Dame zu krank sei, um ausgehen zu können. Einige Tage später kam der Mcum wieder, der Arzt gab dieselbe Antwort, aber die Verwundete mußte mitgehen. 24 Stunden später wurde sie in einem Ambulanzwagen wieder in das Hospital gebracht und zwar in einem entsetzlichen Zustande. Der Polizeikommissar hatte die Studentin über das Komplott und das Treiben der Anarchisten ausgefragt, aber da sie nichts wußte, schwieg sie. Darauf wurde sie mit Ruten auf den Rücken und die Schultern geschlagen. Tann besiagte man sie aufs neue, und als sie wiederum nichts aussagen tonnte, wurde sie zum zweiten male geschlagen und zwar ins Kreuz. Nun sagte die Dame alles aus, was man wollte. Jur Hospital konnte die Aermste sich kaum ausiecht halten und sie schrie, als man sie entkleidete; ihr ganzer Niückeu war mit blutrote7t Streifen bedeckt. Neben ihrem Bett nahm ein Polizist Platz, ununterbrochen Tag und Nacht. Derselbe Gewährsmann des ,,Temps"-Korrespondenten versichert, daß er in 15 Hospitälern, die er unter dem Vorwande, einen Verwandten zu suchen, durchlvanderte, 2195 Tote gezählt habe. Tolstoi ist aus Anlaß der Mutigen Vorgänge vom 22. Januar mit der Abfassung eines längerer: Ärttkels beschäftigt, in dem er seine Ansicht über die Vorgänge, die ihn ttef erschüttert haben, aussprechen wird. Tolstoi steht nichtaufSeiten der Arbeiter, deren Interessen er denen der Bauernschaft für entgegengesetzt hält. Die Wege und Mittel, die die Arbeiterschaft zur Erreichung ihrer Forderungen ansttebt, betrachtet Tolstoi als verfehlt. Der A-rttkel wird demnächst im Auslande erscheinen. Der Krieg. Beide Heere zuruckgeschlageu. Tokio, 10. Febr. (Reuter.) Tie Russen setzten am Mittwoch die Beschießung des Zentrums und des äußersten linker Flügels Marschall Oymnas fort. Sie beschossett am Donnerstag den äußersten rechten Flügel mit Kanonen. Kleine Mteilungen russischer Infanterie griffen am Mittwoch abend die Japaner an wurden jedoch zurückgeschlagen. Die Lage ist unverändert. Petersburg, 10. Febr. Ein Telegranrm des Generaladjutanten Kuropatkin meldet unter dem gärigen Datum: 3n der Nacht zum 9. Februar um 11 Uhr nahmen dieIap a n e r die Offensive gegen unsere linke Flanke und Front wieder auf, wurden aber zurückgeschlagen. Gegen 5 Uhr wiederholten sie den Versuch, wurden aber gegen 7 Uhr wiederum zurückgeschlagen. Auf unserer Seite wurden fünf Mann verwundet. Die neue Methode russischer Kriegführung. In Kreisen, die für unterrichtet gelten können, werden alle die von Paris aus lanzierten Meldungen, daß eine Friedens- Vermittlung nicht ganz aussichtslos sei, kurzweg als „Unsinn" bezeichnet. Prinz Friedrich Leopold hon Preußen, der sich nach dem Kriegsschauplatz begibt, richtet sich auf eine lange Abwesenheit ein. Zweifellos auf Grund authentischer Petersburger Informationen. Von Militärs wird die Tauer des Krieges noch auf m i n d c st e n s e i n I a h r veranschlagt. Tie russische Kriegsleitung will ja zur Abwechslung wieder einmal mit anderen Führern und cnrderen Methoden ihr Heil versuchen. Kuropatkin ist erledigt, er hat nur solange noch den Befehl, bis sein Nachfolger, der General-Inspekteur der russischen Kavallerie Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, an Ott und Stelle eingetroffen ist. Kuropatkin soll derart nervös überreizt sein, daß ihm angeblich die Fähigkeit fehlt, Entschließungen zu fassen Wieviel daran Wahres ist, läßt sich natürlich einstweilen nidit feststellen. Jedenfalls findet die nur auf Verteidigung und das Hinhalten des Gegners gerichtete Zaudertaktik Kuropatkins nicht länger in Petersburg den Beifall der maßgebenden Personen. Großfürst Nikolai hat den Ruf eines „kühnen Traufgängers". Es liegt also im Programm, nunmehr e n t s ch l o s s e n die O f f e n- sive zu ergreifen. Ein gutes Programm — wenn dafür die russischen Streitkräfte und die Organisatiorl der Verpflegung ausreichen. Ob das der Fall ist, muß die Zukunft zeigen. Tie Japaner haben sich auf die Aenderung der russischen Taktik längst eingerichtet. Tas ließ sich unschwer voraussehen, daß die Ungeduld im Zarenreich, endlich einmal etwas von positiven Erfolgen zu hören, statt von „vortrefflich geleiteten", von „in größter Ordnung vollzogenen Rückzügen", das System Kuropatkin schließlich über den Haufen werfen würde. Als Kuropatkin hinauszog, soll er sich feierlich aus gebeten haben, daß kein russischer Großfürst den Kriegsschauplatz betrete. Selbstverständlich mit der höflichen Begründung, daß das Blut jedes Mitgliedes der Zarenfamilie zu kostbar sei. Nun kommt docy' ein russischer Großfürst dem General Kuropatkin in die Quere. Man erwartet wohl in Petersburg, diese Entsendung eines Verwandten des Zaren werde die Truvven mit Stolz und neuem Feuer erfüllen? Tas sind Tlugenblickswirkungen. Damit wird keine Schlacht gewonnen. Ter Kaiser und die Kaiserin von Japan haben 100 000 Yen für die Truppen gespendet, die diesen heute, am 11. Februar, dem National-Feiertage, gebändigt werden sollen. - imbr, wie wir lwreu, in ca. 14 Tagen nach T^rnnsbadt zur Ausswltting übersiedeln. Wie mit verflossenen Sonntag wird wohl anyb am morgigen Sonntag der Besuch, groß werden. •* Das Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag, um J/212 Uhr in der Südanlagc mit folgendem Programm statt: 1. Marsch und Cortege aus der Oper „Die Königin uon Saba", von Gonnod. 2. Ave Maria, von Schubert-Lux. 3. Potpourri aus der Operette „Der Vogelhändler", von Zeller. 4. A.-M. 205 von Voigt. ** Zur Besi6)tignn g der Universitätsaula weilten heute eurige Herren des Finanzausschusses der 2. Kammer hier in Gießen. ** Musen in. Die Sammlungen haben sich in letzter Zeit in erfreulicher Weise vermehrt. Insbesondere sind ansehnliche vorrömische Gefäße etwa aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stamnwud, Fundort Langsdorf und Villin- gen. aus Scherben in kunstvoller Weise zusammengesetzt worden. Ein Freund des Mnsenrns hat siir kurze Zeit eine Anzahl chinesischer Gegenstände dem Museum zur Ausstellung überlassen. Wir machen besonders ans einen kunstvoll gearbeiteten, inu^endig mit kostbarem Pelz ge- fiitterten Mantel eines hohen Würdenträgers aufmerksam. Die Arbeiten im alten Schlosse werden hoffentlich so gefördert, daß ein Umzug bald stattsinden kann, da die jetzigen Räume zur Aufbewahrung bei weitem nicht mehr au&- reichen. ** Schillerfeier. In dem in unserer gestrigeu Kummer erschienenen Artikel „Schillerscicr in Gießen" ist zu berichtigen, daß der Festakt nicht in der Univerfitätsanla, sondern in der Turnhalle an der Nordanlage abgehalten werden soll, damit auch die hiesige Bürgerschaft daran teilnehmen kann, und um jeden Anschein zu vermeiden, daß die Feier nur eine rein akademische sei. Wie uns noch mitgeteilt wird, wird gelegentlich des Schillerjubiläums ferner in der Universitäts-Bibliothek eine Schillerausstellung stattsinden, worüber das Nähere später mit- geteilt werden soll. — Evangelischer Bund. Wie man uns mitteilt, wird der hiesige Zweigvercin des Evangelischen Bundes Sonntag, den 19. Februar 1905, abends 81/i Uhr, seine zweite Abendversammlung in diesem Winter veranstalten und zwar wie bisher, auch diesmal im Neuen Saalbau. Als Redner für den Abend ist Pfarrer Strobel von Frankfurt- Bornheim gewonnen über das Thema: Paul Gerhardt, die Frühlingslerche auf dem Saatfelde der Reformation. Die Veranstaltung wird sicher auch diesmal die alte Zugkraft bewähren, zumal auch wieder für den unterhaltenden Teil des Abends bestens gesorgt ist. Der Besuch des Abends steht allen Evangelischen frei. * * Die neuenHandelsgesctze m it D en kschr ist c n sind, wie uns mitgcteilt wird, für Interessenten im Bureau der Großh. Handelskammer zur Einsichtnahme von heute ab ausgelegt. * • Einbruch. Aus einem Gartenb.anse der Wilhelm - straße wurde in vergangener Nacht durch Einbruch ein Teschin-Gewehr entwendet. * * Bürgerverein Gießen. In den bisher stattgehabten Sitzungen des Vorstandes sind, so schreibt man uns, zunächst die Aemter verteilt worden; der Vorstand setzt sich nun folgendermaßen zusammen: Lehrer V. Müller 1. Vorsitzender, Fabrikant E. Horst 2. Vorsitzender, Gastwirt Jas- kowsky 1. Schristfuhrer, Kaufmann C. Seibel 2. Schriftführer, Fabrikant G. A. Mueller Rechner, Schrcinermeister L. Beil, Möbelfabrikant Franz Brück, Dachdeckermeistcr H. Earle, Dr. Koch, Bäckermeister G. Pfeiffer, Metzgermeister E. L. Sack, Uhrmacher O. Schmidt, Landwirt G. Simon, Prof. Dr. Sommer, Fabrikant L. Troß, Bauunternehmer H. Winn, Beisitzer. Des weiteren wurde die erste Vcreins- und allgemeine Bürgerversammlung auf den 2 3. Februar festgesetzt mit der Tagesordnung: wie stellt sich die Gießener Bürgerschaft zu dem Theater- und Saalbauprojekt. Die Referenten sind bereits gewonnen und gerade diese Versammlung dürfte das Interesse der gesamten Bürgerschaft in hohem Maße wachrufen. Als sonstige wichtige Fragen würden für die nächste Zeit in Aussicht genommen: die Kanalgebühren, die Bahnprojekte Beuern— Wieseck—Gießen sowie die Bahn durch das Klee bach - tat. Es ist wohl als ein erfreulicher Fortschritt in unserem kommunalen Leben zu bezeichnen, daß in dem Bürgerverein Stelle gefunden ist, an der jeder Bürger und Steuerzahler feint Ansichten und städtische Angelegenheiten kund geben kann. Es ist zu wünschen, daß dem Verein, der jetzt annähernd 500 Miiglieder zählt, stets neue Mitglieder beitreten, und wir betonen nochmals, daß jeder volljährige, im Besitz der Ehrenrechte befindliche Einwohner Mitglied des Vereins gegen Zahlung von Mk. 1.— pro Jahr werden kann und daß Anmeldungen an den Vorstand zu richten sind. Butzbach, 10. Febr. Zu den Butzbacher /Schweinemärkten ift nunmehr auch der Auftrieb aus den benachbarten preußischen Ortschaften gestattet. -0-. Ranstadt, 9. Febr. Der Holzhauer Claus von Obermockstadt wurde beim Fällen einer Buche von dem fallenden Baum getroffen, der ihm das linke Bein zerbrach. R. B. Darmstadt, 10. Febr. Von einem durchge - gangen en Pferde schwer verletzt wurde fynite mittag auf der Straße der hiesige Privatier B r ö ck e l in a n n. Er vermochte dem daherrasenden Tier nicht »mehr auszuweichen und erhielt von ihm einen so wuchtigen Schlag mit dem Huf, daß B. mit anscheinend schweren inneren Verletzungen Uind einer Kavfwunde in das städtische Krankenhaus geschafft werden mußte._________________________ AeirvaKungsöeriAt der Bürgermeisterei Aießerr für das Rechnungsjahr 1903. L Der städtische Verwaltungsbericht, der auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen liegt, ist wieder in einem stattlichen Bande von 156 Seiten erschienen. Im ersten, allgemeinen Teil wird in 31 Kapiteln eine allgemeine Jahresübersicht über die Gestaltung der einzelnen Verwaltunqs- zweige gegeben, worauf in 6 weiteren Abschnitten ausführliche Berichte über die Einnahmen und Ausgaben 1. der S tadtkasse, 2. des Sta dterwe iterun gsf on ds, 3. der Armenpflege, 4. des Ga sw er ks, 5. des El ektrizitäts- werks und 6. des Wasserwerks mit eingehenden Erläuterungen gegeben werden. Tas erste Kapitel des allgemeinen Teils orientiert über dar Stadtgebiet und die Bevölkerung, und es ist zu konstatieren, daß das städtische Gebiet gegen das Vorjahr dasselbe geblieben ist, nämlich 3418 ha, 88 a und 73 qm beträgt. Tie ortsanwesende Bevölkerung der Stadt Gießen beträgt lt. der letzten Volkszählung 25 491 Personen. Der kurze Bericht über die städtische Verwaltung im allgemeinen enthält das Verzeichnis der Beamten und städtischen Korporationen nebst der vorgekommenen bekannten Personalveränderungen. Die Stadtverordnetenversammlung hat im Berichtsjahr in 22 Sitzungen 615 Gegenstände verhandelt, lieber die Geschäfte des Standesamts wird bemerkt, daß 980 Geburten (gegen 1013 im Vorjahr), 182 Eheschließungen (gegen 190 im Vorjahr) und 651 Sterbfälle (gegen 596 im Vorjahr) eingetragen wurden. Welches der Grund über die hohe Zahl der Sterbefälle ist, darüber war vor kurzem in unserem Blatte die Rede. Tie Einkäufe bei der Bürgermeisterei betrugen 12 504 gegen 12 090 im Vorjahr. Anträge auf Erteilung der Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb lagen 52 (im Vorjahr 45) vor. Es handelt sich dabei in 35 Fällen nut um den Uebergang bestehender Wirtschaften auf andere Inhaber. In 44 Fällen wurde die Bedürfnisfrage bejaht. Tas Finanzwesen hat im Rechnungsjahr 1903 günstig abgeschlossen. In der Betriebsrechnung betrug die Einnahme 1 816 096.34 Mk., die Ausgabe 1 662 564 Mark, sodaß ein 9veft bleibt von 153 531.60 Mk. Die Vermög e n sre ch n u n a gestaltete sich folgendermaßen: 1587032.48 Mark Einnahme und 892 148.87 Mk. Ausgabe, also ein Rest von 694 883.61 Mk. Das Gesamt vermögen der Stadt betrug am Schlüsse des Jahres 16 360341 Mk., ivelchem Betrag 10 429 813 Mk. Schulden gegenüberstehen, sodaß ein Vermögensüberschuß von 5 930 528 Mk. besteht._____________________________________________ Die agrarische Woche. V. S. u. H. Berlin, 10. Februar. Ter heutige letzte Sitzungstag des Teutschen Lcmdwirtsckmsts- rats begann mit der Beratung der Fordern.ng M ü n d c l s i ch c r - beit für die Pfandbriefe der H y p o t h c f en-Banken angesichts der Ergebnisse der.^npotdek^'b^nkprozesse. Kammerherr von Bloedau Ehrenberg begründ • eine Resolution, in d.c der Land Wirtschaftsrat crllärt. bestärkt durch die bei den Hppotl'^kenbgnk- Prozessen gemachten Beobachtungen, daß auch die durch« da-? Reichs- Hppotbekcnbgnk-Gesctz vom 13. Juli 1899 ungeordnete staatliche Beaufsichtigung der Hvpotbekenbanken keinerlei Anspruch auf Verleihung der Mündelncherheit für die von denselben aus- gegebenen Pfandbriefe begründet.,— Tebattelos wird die Resolution einstimmig angenommen. Es folgt der Kommissionsbericht für die Organisation eines z u v c r l ä s s i a e n R a ch r i ch t e n d i e u- st e s über Getrcideproduktion und Getreidebandel, den Prinz Georg zu Schönaich-Carolath-Saabot erstattet. Rach demselben soll die Nachrichtenstelle der preußischen Landwirtschaftskammern als Grundlage eines Nachrichtendienstes für ganz Deutschland in Aussicht genommen werden. Ter Beschluß wird angenommen. Ta- mit war die Tagesordnung erschöpft. Mit^ einem Hoch aus den Kaiser fdhlieüt Gras Sckwierm-Köwik die Siftnng. Vcrmifcbtc»« • Berlin, 10. Febr. Graf Pückler hatte vor einigen Wochen im Hotel Bristol in Berlin einen Zusammenstoß mit einem Juwelenbändler aus Frankfurt. Gras Pückler fühlte sich beleidigt und stellte Strafantrag. In diesem Verfahren sollte aus Anordnung des Amtsgerichts in Berlin Graf Pückler durch das für ihn zuständige Gericht seines Wohnsitzes, das Amtsgericht in Glogau vernommen worden. Tie Vorladung erfolgte ordnungsmäßig in Klein- Tschirne. Graf Pückler aber, der sich in Berlin befand, erschien nicht; er wurde mit einer Ordnungsstrafe von 100 Mark belegt. Sein Einspruch hiergegen ist üom Landgericht Glogau zutückgewiesen worden. — Graf Pückler versuchte auch wieder in einer Versa min l un g trotz des gegen ihn erlassenen Redeverbots zu sprechen. Als die wiederholten Auffordenmgen des überwachenden Polizeihauptmanns, das Sprechen zu uuter'affen, keinen Erfolg hatte, wurde der Gras zur nächsten Wache abgeführt. Tas Publikum schien hierüber sehr entrüstet zu sein. Ein Teil der Versammlung lief vor das Wachtgebäude, verlangte die Freilassung des Grasen und beruhigte sich erst auf die Nachricht, daß der Gras bereits entlassen sei. — Im Bureau der Pückler-Vereinigung ist am Dienstag eine Haussuchung vorgenommen worden. Tie Beilage des Pückler- Organs: „Gras Pücklers Kampfruf" wurde beschlagnahmt. ___________ Wnvcrstltlts-PaÄrichlen. Würzburg, 10. Febr. Tas Rektorat der hiesigen Universität hat angeblich eine Protestversammlung von Vertretern der S t u d e n t c n - K o r p o r a t i o n e n gegen das Verhalten des preußischen Kultusministeriums zur akademischen Frei- beit verboten. _______ Oerichtssaal. (d.) Gießen, 10. Febr. Tie Strafkammer verurteilte den Hausbursäien T. S. aus Tlottoweh wegen schweren TEeb- stahls zu 2 Jahren Zuchthaus und sünfjäbrigem Ehrverlust. S. hat gelegentlich eines Umzugs einen Schreibfekretör mit einer Axt aufgebrochen und den Betrag von 20 Mark daraus entwendet. Tie vielen Vorstrafen wegen Vergehens gegen das Eigen- tum wurden bei der Urteilssüllung strafschärfend in Betracht gezogen. — Wegen eines unsittlichen Attentats aus ein neunjähriges Mädchen wurde der 21 jährige Maurer E. F. von Alsseld zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. — Tas Schöffengericht Friedberg hatte den Taglöhner I. K. von Afsenheim wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu^2 Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde nachts in der Hofraite der Frau Sch. Ww. erkannt, als er eine Fensterscheibe zertrümmerte und versuchte, in die Wohnung zu gelangen. Er hatte mit seiner B e - rufun g wenig Glück: sie wurde zurückgewiesen und die Strafe aus drei Monate erhöht. — Ein gefährlicher Verbrecher wurde in der Person des Buchdruckers F. K'. von Wimpfen aus dem L an d e s z u ch t h a u s e Mari en schloß vorgesührt. K. der zurzeit eine Zuchthausstrafe von acht Jahren verbüßt, die ihm wegen Brandstiftung zuerkannt worden ist, hat einen tätlichen Angriff aus einen Aufseher unternommen, indem er ihn mit seinem Brotmesser zu erstechen suchte. Glücklicherweise kam der Ausscher mit einer durchschnittenen Hand davon., Tas Gericht verurteilte K. zu 1 Jahr und 6 Monate Gefängnis. — Ter Reisende A. G. von Frankfurt a. M. hat ein Urteil des Schöffengerichts Alsfeld angefochten. Er hat einen Landwirt zu Brauerschwend unter falschen Vorspiegelungen zur Bestellung einer großen Quantität Weines veranlaßt. Vom Schöffengericht wurde er zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. Tiefes Urteil wurde auch vom Berufungsgericht gutgehcißen. (sd.) Darmstadt, 11. Febr. (Eigener Trahtberickst.) Ter Verwaltungsgerichtshof verurteilte heute den Kreisamtsbureauvorsteher Heinr. Merkel aus Oppenheim wegen schwerer Verlegung seiner Llmtspflichten zur Eutlassnng aus dem Dienste und fünf Sechstel der Kosten des Verfahrens, sprach ihm aber die Hälfte des im zusteh ndcn Ruhegehalts auf Lebenszeit zu. R. B. Tarmstadt, 10. Febr. Eine iitteressante Künstler-Beleidigungsklage kam heute vor dem hiesigen Schöfi, fengericht zur Verhandlung. Ter bekannte Heldentenor des Darmstädter Hoftheaters, Spemann, war von dem Musikschriftsteller Ernst Otto N o d n a g c l anläßlich der Erstaufsül^rung der Oper „Vasantafena" in mehreren Rezensionen,, die Nad- nagel für ein hiesiges Wochenblatt und einige auswärtige Zeitungen schrieb, arg mitgenommen worden. Ter Kritiker hatte zwar die künstlerischen Fähigkeittn des Sängers und sein hervorragendes Stimmaterial nicht in Abrede gestellt, aber an dessen Gesangstechnik viel herum getadelt, ihm ein baldiges Ende seiner „Stimm- protzenherrlicl'keit" prophezeit, von einem „gedankenlosen Raubbau", den er mit seiner schönen Stimmanlage treibe, gesprochen usw. Spemann war über diese eigenartige Ausdrucksweise aufs höchste empört und schrieb dem ihm bekannten Kritiker einen Brief, der allerdings von den schwersten Jnjiiricn strotzte. Tie Folge war die heutige Beleidigungsklage. Ter Anttag Spemanns, für seine beleidigenden Behauptungen den WahrheitsbcNveis bft- zubringen, würd ' vom Schöfiengericht abgelchnt. ebenso feine Wiederklage, weil Verjährung eingetreten war.' Das Urteil lautete gegen Spemann aus 100 Mark Geldstrafe und Tragung der Kosten. Er wird jedoch, wie er uns versicherte, gegen das Urteil Berufung einlegen. . Neueste Melimulieu. Rom, 10. Febr. Tie „Tribuna" meldet aus Florenzr Justizrat Tr. Körner besuchte heute die Gräfin Monti g n o s o , um ihr mitzuteilen, daß er den B e f e h l habe, ihre Tochter m i t zu n e h in e n. Tie Gräfin wies die Zumuttlng, sich von ihrer Tochter zu trennen, entschieden zurück und versicherte auf das bestimmteste, keine Beziehungen zu dem Grafen Guicciardini zu haben. Tie Gräfin ersuchte den Senator Municchi undi den Deputierten Rodadi um Beistand. Morgen trifft ihr Rechtsbeistand Lachena aus Gens ein. Florenz, 11. Febr. Justizrat Körner reiste auf 24 Stunden nachRom, um mit dem Minister zu verhandeln. Eine Auslieferung der Tochter der Gräfin Montignoso ist staatsrechtlich unmöglich. Eventuell wäre geltend zu machen, daß der König von Sachsen nach dem sächsischen Hausgesetz dieses Recht auf sein Kind habe. Die Vorgänge in Rußland. Warschau, 11. Febr. In Lodz kam es gestern zu blutigen Zusammenstößen. Tie Streikenden forderten Auszahlung des ganzen Lohnes für die zw-ei Wochen des Ausstandes. Tie Fabriken gewährten nur die Hälfte. Heftigs Auftritte folgten. Militär schritt ein und feuerte. 19 Persou e n b l i e b e u tot, 113 verwundet. Kattowitz, 11. Febr. Auf der Station Skarzysko ereignete sich ein Zu s a in m cnst o s; zwischen Streikenden und Militär. 24 Arbeiter wurden ge* tötet, 40 verwundet. Paris, 11. Febr..Wie der „Agence Information" an) Petersburg berichtet wird, wird der Ausbruch des Geir e r a l a u s st a u d e s für deu 5. Februar a. St. erwartet. — Wie das gleiche Bureau unter Reserve mitteilt, sei auf Befehl des russischen Ministers des Innern bei Witte eine H a u s s u ch ri n g vorgenommen worden. Tiefe Maßregel, ivelche bisher geheim gehalten wurde, ist nunmehü öffentlich bekannt geworden. Es heißt, daß die Vornahme dieser Haussuchung den Zweck hatte, Einsicht in die von Ptehwc zurückgelasseneii Tokumente zu uehrneu, unter denerrj sich auch ein Schriftstück befand, in welchem die Msrcht geäußert wird, Dom Zaren die Erlaubnis einzuholen, bei Witte eine Haussuchnng vornehmen zu lassen. — „Petit Journal" meldet aus Petersburg: Obgleich es den Arbeitern nicht möglich ist, Versammlungen abzuhalten, sollen sie doch beabsichtigen, am Sonntag wieder, vor das Winterpalais zu ziehetn. Vom Kriege. London, 11. Febr. „Tailv Telegraph" veröffentsicht folgende von Schanghai am 11. Febr. abtelegraphrcrte Meldung», ans Tokio vom 2. Februar: Japan hat vier L>chlacht- schiffe nach dem Mnster der neuesten brittschen Schiffe m Bestellung gegeben und auch Geschütze im Werte von o00 000 Psd. Sterling in'E n g l a n d b e st e l l t. Wenn das .Wetter nutbetf wird, wird die tatsächlich? B e l a g e r n n g Wladiwostoks das Hauptziel der Japaner sein. Man glaubt. Mmiral Kg-mirunr werde sich bemühen, sobald wieder eine. Schlacht, am Schaho un Gange ist. die Landverbindungen Wladiwostoks ab- ; 11 s >1' u ? id c 11. _ ________ — 1 Verlobte verlangt von der Darmstädter Möbelfabrik (Srohli. Hess. HomeTeranfety Darmstadt, Offerte und Preisliste. Bedeutendstes Einrichtungshaus Mittel« deutschlands. Sehenswürdigkeit 1. Ranges. Ea. 200 Zimmereinrichtungen einschl. Küche stets wohnungsfertig aufgestellt und lieferfertig. Spezialität , compl Einrichtungen v.m 1000-50000. Preise fest u offen ausgeze chnet. Franco-Uieferung, lOJähr. Garantie. Sonntags georfnet von 11-1 Uhr. b8/. _________________________ _ Tendenz: 51.80 45.40 . 102.15 .. 90.50 . 102.25 . 90.40 . 100.50 . 99.70 . 101.90 105.45 66.70 66.30 8% Mexikaner . . 4Vs9/n Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Komniandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gottbardbahn . . . Lanrahütte . . . . Bochum . . . . . Ilarponer . . . . Staatsschatzscheine . ruhisr. ________ . 37e% 37) 3 Portugiesen..... 1 % C. Türken . . . Türkenlose...... 4°/0 Griech. Monopol.-Anl. 4>/7% äussere Argentiner Reicbeanleiho do. Konsole . do . . Hessen . 33 80 . 93.20 . 141 00 . 112.80 . 21310 . 19375 . 144.30 . 161 70 . 16530 . 139.75 . 17.00 . 191.50 . 258.50 . 245.50 . 214.40 Telephonischer Kursbericht. V mikfnrt a. 11. Februar. 3’/9% Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrento . 41 / % Oesterr. Silberrente 100.80 4% Ungar. Goldrente . . 100.15 Holzversteigerung. Donnerstag, 16. Februar 1905 von vormittags 10 Uhr an soll im Kesselbacher Gemeindewald in verschiedenen Distrikten nachvcrzeichneteS Holz versteigert werden. A. Ban- und Werkholz: 7 Eichen-Stämme 7,79 Fstm.: Schnittholz, 142 „ 31,23 ,, Wagnerholz, 183 Fichten-Derbstangen 14,56 Fstm. B. Brennholz^ 6 Nm. Eichen-Scheiter, 34 „ „ Knüppel, 51 „ Nadel- „ 162 „ Eichen-Reisig, Der Anfang ist am Fußpfad von Kesselbach nach! Odcnhausen im Distrikt Oberster Hamberg. Das Bau- und Werkholz kommt von vorm. II1/» Uhr ZV ZHIH. 26,5 „ Eichen-Stöcke, 18 „ Nadel- „ im Neugehecg znm Ausgebot. Kesselbach, am 9. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. 778 Stein. MDMWW $ I H M |W' W .<■ !> <,' -K.^7 M-7 Hs^ M M M Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere liebe Tante Climbach, den 11. Februar 1905. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes in Giessen aus statt. Die Beerdigung findet Sonntag den 12. d. Mts, nachmittags 790 Hslzversieigerung 20 86 vier 425 220 B. Brennholz: 'tellt wurden. Manz pro 31. Dezember 1904 B. Passiva. 659.08 5091.38 302.19 Warenvorschuhfonds 445.13 845.— Festm. mit 58.40 15 1905 Ver- 908 Andr e. D11/- Neisige, Stöcke, Geschäftsguthaben der Genossen Eintrittsgeld Anlehen-Konto Reservefonds 6. 802 Gießen, 10. Febr. 1905. Großherzogliches Amtsgericht. Bii/2 75 60 1300 34 10 1800 11 6 6 11 1000 18 Lieferanten-Konto Kapital-Konto Verwaltung Reingewinn Summa der Passiva betrug Ende 1903 Birkeu-Stämme Escheu-Stämme Weißtauueu-Stämme Kannen Lack u. v. A. iimmem, gegen bar versteigert werden. Gießen, den 11. Februar 1905. Seipel, Gerichtsvollzieher. „ Eichen-Knüppel, Wellen Eichen-Reisige, dabei 1300 Dllrchsorstungswellerr, Summe der Aktiva 6956.05 Stand der Mitglieder Zugang in 1904 Abgang in 1904 Laselbst können auch Karten über die Waldungen der Stadt Gießen, aus denen die einzelnen Walddistrikte und sämtliche Wege und Sch,reisen ersichtlich sind, gegen eine Vergütung von 50 Pfg. bezogen werden. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende inan sich an die Forstwarte Geisel-Gießen, Arft-Hochwarte bei Gießen, Karl Brück-Rödgen bei Gießen und Lotz°Wieseck. Gießen, den 11. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Curschnlann. Albach, am 10. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. 800.82 404.42 10.32 1194.92 1620.— 210.— 60.— 1770.— grbeitsvergebung Die Frist zlir Einreichung von Offerten für das zu erbauende Füll- und Lagerhaus und für die Herstellung des Bahnanschlusses wird bis zum 25. dieses Monats abends 7 Uhr verlängert. Löhnberg, 10. Febr. 1905. Selters-Sprudel Augusta Viktoria. Die Direktion: Neidhart, H a u st. Dn/2 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: HeinHch Lehrer. JM, 1194.92 2.— 2000 — 360.20 In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der „Bank für Handel und Industrie Depositenkasse Gießen" eingetragen: Geh. Justizrat Dr. Jakob Niesser zu Berlin ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Neugewählt wurden Georg von Simson und Paul Bernhard, beide in Berlin, welche zu tellvertretenden Direktoren be- 6,98 „ 2,65 „ 0,53 „ 1,57 „ 0,54 „ 1. Oktober gewahrt. Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen der zur Steigerung kommenden Hölzer sind von der unterzeichneten Srelle voin 20. d. Mts. ab gegen Erstattung der Druckkosten erhältlich. 43,62 53,29 52,20 156,08 328,99 262,13 Au- M MMz-VerMemj, der Stadt Gießen. 9lus den Waldungen der Stadt Gießen, 3—5 km von der Bahnstation entfernt und an chaussierte Absuhrwege angrenzend, sollen Bh/2 Donnerstag, den 2. März 1905, vormittags 10'/., Uhr, A. Aktiva. Kassenvorrat Warenvorrat nach Einkarrf Mobiliar nach 10% Abschreibung • Ausstände bei Genossen Manko des Lagerhalters 123 „ Bauholz 107 „ Schwellenholz 721 „ , Grubenholz 1171 Fichten-Stämme 685 Kiesern-Stämme 13 Bucheu-Stämme 2 Linden-Stämme „ Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist bis Technikum in Aschaffenburg für Maschinenbau. Elektrotechnik. Hoch-Tiefbau. Prospekte kostenlos. Neuaufnahmen bei Semesterbeginn: 15. April und 5. November.__hv . I —---—- ——— I Ei WW« "' ' Gartenftratze 2, Zimmer Rr. 14. (Geschästsstuuden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: Nm. Eichen-Stöcke, „ Birken-Scheiter, „ „ Knüppel, „ Fichten'Knüppel, Wellen „ Reisige, Nm. „ Stöcke. Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Albach-Oppett- rod am Eingang des Waldes. £Heg tatnom sanft entschlafen ist. Stand Ende 1904 . Zahl der Geschäftsanteile Ende 1903 Zugang in 1904 . Abgang in 1904 Stand Ende 1904 Höhe der Geschäftsguthaben Ende 1903 . Zugang in 1904 . Abgang in 1904 . Stand Ende 1904 . • * Gesamt-Haftsumme Ende 1903 Zugang in 1904 . Abgang in 1904 . . . . Stand Ende 1904 . . • • Steinberg, am 10. Februar 1905. Konsumverein in den Waldungen der Gemeinde Albach. Mittwoch, 15. Februar l. Js. von morgens 9% ffife anfangend werden in den Distrikten Roderde und Kreuzholz nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: A. Bau- und Nutzholz: Eichen-Stämme von 17 bis 34 Emir. Durchmesser, 5biL 13 Mtr. lang = 6,87 Fstm. Fichten-Stämme von 12 bis 30 Emir. Durchmesser, 10 bis 18 Mtr. lang = 27,20 Fstm. Fichten-Derbstangen von 8 bis 12 Cmtr. Durchmesser, 8 bis 12 Mtr. lang = 22,41 Fstm. Fichten-Rcisstangen von 6 bis 8 Cmtt. Durchmesser, 7 bis 10 Mtr. lang ----- 4,72 Fstm. Existenz-Nebenbeschäitignng. Für Giessen wird ein epochemachender, neuer, leicht absetzbarer Artikel in Alleinvertrieb an einen durchaus kreditfähigen Herrn m’.t bescheidenem Barkapital, da Lager nötig ist, vergeben. Hoher Verdienst. Ausführl. Detail-Offerte erbittet L. Zucker, Vertrieb von Neuheiten, Charlottenburg, Kantstrasse 87, 1 Tr. Tel.-Amt Ch. 4197. hv°/2 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteuftratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: Bn/2 1 laudwirtschcntl. Knecht, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Lackierer, L Oolzdreher, 1 Schreiner, 1 Bäcker (auswärts), 2 Glaser, 15 Dienst' mädchen, 4 Lauimädcheu, 3 Lauffranen, 1 Kindermädchen für nachmittags. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Lackierer, 3 Bäcker, 2 Glaser, 1 Graveur. Es suchen Arbeit: 2 landwirtschiche Knechte, 1 Bau" oder Masch inenfchlosscr, 1 Tapezier oder Polsterer, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 3 Putzirauen, i Schriftsetzer, 1 Hausbursche, 2 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 Kellirnr- lehrling, 1 Z^nderfräulem oder Stütze der Hausfrau, 2 Laufsrauen, 1 Bureaugehilfe. Bn- mH Bremhölz-Lerßeigermz. Es werden versteigert: Freitag, 17. Februar ds. Js. aus dem Distrik Judenechb (Gemarkung Queckborn): Stämme: 1 Eiche 4. Klasse 30—39 Cmtr. mittl. Durchm:, --- 0,30 Fstm., 3 Eiche 5. Klasse unter 30 ErntiJ mittl. Durchm. = 0,60 Fstm., 2 Kiefer 3. Klasse 30—39 Cmtr. mittl. Durchm. — 2,43 Fstm.^ 27 Kiefer 4. Klasse 20-29 Cmtr. mittl. Durchm. ---15,66 Fstm., 110 Kiefer 5. Klasse unter 20 Cmtr.! mittl. Durchm. ----- 24,64 Fstm., 27 Fichten4. Klass« 20—29 Cmtr. mittl. Durchm. — 20,09 Fstm.,. 41 Fichten 5. Klasse unter 20 Cmtr. mittlj Durchm. — 16,56 Fstm. Derbstanacn: 7 Kiefer 1. Klasse über 10—14 Cmtr. Durchm) bei 1 Mtr. vom Abhieb ----- 0,61 Fstm. Scheiter: 2 Nm. Fichte. „ Knüvpcl: 9 Rm. Eiche, 4 Nm. Kiefer, 14 Nm. Fichte. Neiscrknüppel: 8 Rm. Eiche, 14 Nm. Fichte. Stöcke (grob): 2,2 Rm. Eiche, 28 Rm. Fichte. Das Fichtenstammholz von Nummer 154—256 kommt nicht zur Versteigerung. , Die Versteigerung beginnt vormittags 10 Uhr ver Nummer 1 des Brennholzes. Forstwart Emrich in Röthges erteilt ans Verlange» nähere Auskunft. Laubach, den 10. Februar 1905. Großherzoglichc Oberförstern Laubach. Rm. Buchen-Scheitholz, Knüppelholz, Bekanntmachung. Der Bedarf an Schreibmaterialien des uikterzeichueten Distrikts pro Etatsjahr 1905 wird vergeben werden. Die Offerten sind unter lieber- endung von Mustern und Preisangabe bis längstens den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr, am dem Geschäftszimmer des Distrikts (Landgraf-Philipplatz. Nr.l) hier einzureicheu, woselbst auch die Lieferungsbedingungen zu erfahren sind. . D‘7? Gießen, den 10. Februar 190o. Grotzh. Gendarmerie-Distrikt Oberüesierr. Zahn, Sberstleutuant. Versteigernng Montag den 13. d. Mts., nachmittags 2*/2 Nhr, sollen dahier Äiarktplatz 20, im Adler: 1. .Haus- und Küchengeräte aller Art; 2. sechs Stämme Werkholz (Eichen): 3. eine größerePartieZigarren; 4. eine Vartie Schuhwareu; 5. eine Ladeneinrichtung; Einaetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. B. Hirz V. L. Haas II. B. Häuser XIV. Wellen „ Rm. „ zlmthor’sche Höhere HaiidelslehransfAlt Gegründet 1849. nsaa zu Gera, em Drei Abteilungen Behördlich subventioniert. - Zteisezeugniffe OfrerfHigrn für den einjäürig lrekwilligen ^Nikitärdienkl Schulpensionat. — Näheres durch die Prospekte. hv Frl. MargB nach kurzem Leiden im 72. Lebensjahre am 9. Februar, abends 6 Uhr, 1 Wohnung von 6—8 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Wohnungen von 6 Zimmern, 8 Wohnungen von 11 Wohnungen von 4 Zimmern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern/ 7 Wohnungen von 1—2 Zimmern, 3 möbl. Zimmer. Zu mieten gesucht: 57 Wohnungen von 1—8 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und. zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk.,' von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.: außerdem ist iftr jede Wohnnngsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung im» entgeltlich. ____________________________ beginnend, im Saale des Lenz'schcn Fclseukcllers zu Gießen in der Nabe des Bahnhofs versteigert werden: 66 Gicheu-Stämme, Schnittholz 725.93 182- 699.64 1346.23 6956.05 54 7 2 59 54 Blumenspenden auf Wunsch der Verstorbenen dankend abgelehnt. ___________ „ .....ROMKi ' rE-: Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 2 Uhr verschied sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser innig geliebter, unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hm Ernst Haubach Maurermeister im Alter von 47 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Haubach, geb. Klingelhöfser. Christian Haubach. Gießen (Hinter der Westanlage 9), den 10. Februar 1905. Die Beerdigung findet Montag den 13. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. 789 .T.‘:i ■ .n-"':--*■' Nach Spanien 8. April. Nach Tunis-Algier 15. März. EE Kür 770 0775 . Der Borstand. Eintritt frei! Rutscher Xcllnerbsttd l|. 6 s s Giessen 0779 0774 Februar 1905 Ter Vorstand 514 Haus. □OOOOOOOOCL ▼M/. Der Vorstand. Hüte «< Mützen LL Feinster 771 Conrad 18 Mltplatz 18 0760 EintrittfreR Zur Ludwigsburg 783 ^euchrlheim Seltersweg 43, (2cfe (^oelhestraße. Speziell für Vereine und Fimilien-AuWge gecignei Es ladet ergebenst ein (5. Kruse. 8 804 Sonntags. Annahme von Reparaturen Statt besonderer Anzeige! Johanna Zimmer Bruno Krohn H. 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Italien £ »>Az-» Mmr' 4" »' "*> *• 9" ti irltenr ^rtermarken» I I 11 I ”■ l^iia. Hallt. Kongo, Korea | I I B B Kreta, Pers., Siam, Sudan :c. - B O 1J "lleversci) -gar, echt -nur2 Hin 0 W* ^*$relsl graLE.Hayn,Naumburges «B17/!0 7>ür die vielen t^lückwüiilche q und Ausmerksamkcilen, die mir anlästlich der mir von Lr.Kgl.Hoh.iltmGrohlicrjlli verliehenen Auszeichnung zu teil geworden sind, sage ich allen meinen Freunden, besonders den Herren Bürgermeister Schaum, Lehrer Bo stier, Lehrer E st, Lehrer Al oller und (Äemeindediener Jung meinen aufrichtigsten Tank. MMm Georg Mliiillier, 0769 Klein-Linden.. Mmi z» DtrpadjtCB Offerten unter 0648 a.d. (Lxp.d.Bl. rvohne von heute ab Zum Ostend. Morgen, Sonntag, 8roxc üiMKl. Eintritt frei. Eintritt frei. Ludwig Abel, Grünbergerslr. 47. Marine-Aerein 2um neuen Saalbau \ frfthcr Steins Garten. Sonntag den 12. Februar Zwei grosse Konzerte ausgeführt von der jtapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des 793 Grossh. Musikdirektors Herrn C* Kraosse. . Spielplan: 1. Unter dem Sternenbanner! Marsch Sousa. — 2. Fest- Ajuverture. Lautner. — Salon-Seelen. Krausse, Solo für Flöte ^H. Jonas). — 4. Danse Macabre. Saint-Saens. — 5. Jubel-Qu ver- jture. Raff. — 6. Romanze von Svendsen. Solo für Violine, H. Giess. LL 7. Mein Traum-Walzer. Waldteufel. — 8. Fantasie a. d. 0.: {Der Qeigenmacher von Cremona. — 9. Schiller-Marsch. Meyerbeer. i— 10. Tanz der Irrlichter, aus Faust'» Verdammung. Berlioz. — 11. Historische Albumblätter, nach Originalen aus dem 12.—19. Jahrhundert. Böttge. — 12. Nauheimer Sprudel! « Galopp, Krau>se. 'Aniang: Nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr. Eintritt L 40 Pf$. SWiMÄSÄts Eontag den 13. Februar, 8 Uhr / bringen die Mitglieder des Frankfurter Schauspielhauses: ^Thessa KJinckhammer — Poldi Sangora — Arthur Hauer — Haus Ziegler im Verein mit der Direktion und Üen Mitgliedern des Stadt Theaters das neue Schauspiel von Max Dreyer Die Siebzehnjährigen im Stadttheater zur einmaligen Aufführung. Die Vorstellung findet bei auf gehobenem Abonnement und ohne Gütigkeit von Passepartout» statt. Preise der Plätze im Vorverkauf bei Herrn Challier: Loge tTk. 4.—, Sperrsitz Mk. 3.50, L Parkett Mk. 2.50, II. Parkett yk. 1.50, Stodenten-Estrade Mk. 2.—.v/. I Bei bevorstehendem Frühjahr I empfehle mich im Unfertigen von lünzäuauinzen aller Art in halbrundeu und kantigen Latten, auch kann das Material fertig geliefert werden zum Selbst- Perücken werden gut und billigst 639 im Hause d. Herrn Pbotographci' Ludwig Orth. Gießen, 1. Februar 1905. Emil Schwarz. 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