Samstag 12 August 1905 Erstes Blatt. GietzenerAnzeiger Eeneral-Anzeiger & 5.! ZM§- und Anzeigeblatt für Ley Kreis Giehen VL 2 Die heutige Kummer umfaßt 14 Seiten. offmmq den Heft 7. 1 V leg R Blatt Bonitierungskarten, Heft 6 Einsicht der Zur hierdicken Brillantstem und Gießen. Auf diesen Stationen wurden die Pro-1 vicwcn, der sich aber ihren Nachstellungen bisher geschickt zu ent- den Walroßfang verbessert. Die Ex-l ziehen wußte. 1 1 1 1 1 1 silb. Remontoiruhr mi 1 Remontoir-Taschenuhr 3 3 1 1 1 1 1 gefundenen Gegenstände uns geltend zu machen. Zuteilungskarte, Besitzstandsverzeichnis, Gütergeschosse, Zusammenstellung der Gütcrgeschosse, Zuteilungsverzeichnis, GeldauSgleichungSverzeichnis; b) Gemarkung Birk lar: Zuteilungskarten, Besitzstandsverzeichnis, Gütergeschoffe, Zusammenstellung der Gütergeschosse, Zuteilungsverzeichnis, GeldauSgleichungsverzeichnis Beteiligten offen. 155. Jahrgang bi^ig 8. daß Protokollbuch; II. Die Arbeiten deS II. und III. Abschnittes von infolge Grenzregulierung zugezogenen Grundstücken: v-nlsteotz- 1« Kbrefle für Teveidien: Anzeiger Stehe». stkrulvr»chonw>>"861 a) Gemarkung Lich: Blatt Bonitierungskarte, Die Ariedensverhandlungen Nehmen ihren Fortgang, oder sie fangen vielmehr erst an. Die seitherigen Berichte waren ziemlich inhaltslos. Wenn aber einzelne Blätter darüber gar so unwillig tun und von einem Satirspiel reden, in daS die bevorstehende ernste Aktion durch die amerikanische Berichterstattung verwandelt werde, so braucht man darin nicht allzu lebhaft einzustimmen. Die Friedensverhandlungen bedeuten ein Ereignis, und die Welt ist gespannt und rüstet sich, den AuSgang zu vernehmen. Wenn die Verhandlungen noch nichts ergeben haben, waS 50,6.50 20,3.G0 .35,4.50 ■ig Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen findet statt: Dienstag den 29. August l. Js., vormittags von 9V2 bis IO1/» Uhr, Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Langsdorf. In der Zeit vom 15. August I. IS. bis einschließlich 28. August l. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Langsdorf: x I. die Arbeiten deS III. Abschnittes von rubr. Jeld- bereinigung, nämlich: i. 22 Blatt Zuteilungskarten, 2. 5 Bände Gütergeschosse, 3. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse, 4. 2 Bände Zuteilungsverzeichnis, 5. 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis, 6. da§ Abschätzungsverzeichnis der Obstbäume, 7. die geschoßweise Zusammenstellung der Obstbäume, Nach vielen Schwierigkeiten kam die „Terra Nova" am 6. Aug. auS dem festen Eise heraus. Bei der Ankunft in Tromsoe erhielt Champ die telegraphische Meldung, daß sich auch eine zweite .Hilfsexpedition auf der „Maddalcna" sich auf der Heimreise befinde Die Ziegler-Fiala-Expeditwn hatte mit sebr Viesen und sehr großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Sie ging in der Teplitz- bucht in Winterguartier. Dort wurden 50 Tonnen Proviant und 100 Tonnen Kohlen auf dem Eise ausgeladen. Am 16. November 1903 während eines heftigen Unwetters wu-de das Expeditionsschiff „Amerika" zertrümmert. Auch der ausgeladene Proviant und Kvhlenvorrat gingen verloren. Das Wrack des Schiffes blieb bis zum 22. Januar 1904 liegen. An diesem Tage verschwand es während eines Unwetters. Man weiß nicht, ob es gesiinken oder fortgetrieben ist Der große Proviantverlust machte sich sehr fühlbar, doch sand man hier das von Baldwin in der Teplilibucht medergelegte Depot Im nächsten Frühjahr wurden sowohl auf der Ost- sowie auf der Westseite Versuche gemacht, nach Norden vorzudringen, doch waren die Verhältnisse sehr ungünstig. Die Exped.twn streß auf viel offenes Wasser das nachts zusror und hatte täglich große Gefahren und Schwierigkeiten zu bestehen. Der. Proviant begann, auszugehen Die Expedition begann nun eine mühselige Rege nach ©ü£ Auf dftscr Reise haben sich allmählich die Mitglieder auf den obengenannten Stationen, Cap Flora, Cap Dillon und Camp Ziegler verteilt. Auf s,, viantvcrhältnisse durch den Walroßfang verbessert. ... „ in hiesiger Stadt gefunden: 1 Kinderstrohhut, 1 Goldrand, 1 Zwicker, und 1 Bettüberzug; verloren: 1 Nadel mit einem 1 Zehnmarkstück. Die Empfangsberechtigten der belieben ihre Ansprüche alsbald bei Gießen, den 11. August 1905. Großh. Vvlnmamt Herberg. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Nr. 188 tSgnq außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem ffrfflschen Ecnbrotrl die Siebener gamilien- Mättti viermal in der Woche beigelegt. RotatwnSbrud u. Der- bet ® t Q h l'schen Unuxtl.'Bucb-u. Stein» brurferri. 8t Sange, rütofvtfttfln. 6n*fnttoe hUNsi. 11 95. SlltW , n sterti Gießen. monatuch76 IN.. vierteljährlich Mk. 8.20; durch Abhole- tu Zweigstetten monatlich 6d Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- fährl. auöfchl. Bestellg. Annahme vao Anzelc ax dte i# y8r*if»nxet 'S vo antttrql 4'tlse. Zc'^envretS: .vfli aufwärts '"4 iS‘j. Beiantwortt'ch fift den poltt und tJ u letli P. ffitttio: für .Stadt imb Canb' und .Gerichtöfaal': August Goetz, für den Anzeigenteil: £)an 8 Beck Balobanow gastfrrundschoftlick ausgenommen worden. Diese bewohnt ein reizendes Heim in_ Lugano Paradiso, das Gorki in den letzten Tagen wenig verlassen hat, da er nur abends und morgens kurze Spaziergänge machte. Durch seine naticmalrussischc Gewandung und durch die langen zur Schulter herabwallenden Haare erregte er hierbei die lebhafteste Aufmerksamkeit der Luganesen. Natürlich haben sich verschiedene Mailänder Journalisten eilends hinbegeben, um den berühmten Mann zu intcr- ittS. Und wenn* einstweilen alle äußerlichen Schritte der Unterhändler mit größter Genauigkeit verzeichnet werden, so chadet das nicht.,*-' Lieber Ausführlichkeit in solchen Dingen als in Naubmord?achen und Ehebruchsverhandlungen, wie sie auch bei uns leider immer mehr Brauch wird. Der Ernst deS gewaltigen Dramas der Fricdcnsverhandlungen wird bald genug kommen. Heute liegen allerdings noch keine sehr wichtigen Meldungen vor: New-Port, 11. Aug. Die „New-Pork-Tribune* erklärt, eS könne mit Bestimmtheit versichert werden, daß sieh Rußland nicht allein darauf vorbereitet habe, eine angemessene Kriegsentschädigung zu bezahlen, sondern, daß eS, seitdem ihm die Friedensbedingungen bekannt geworden sind, schon Schritte getan hat, um den erforderlichen Betrag aufzubringen. Die „World4 berichtet, die russischen Friedensunterhändler hätten, nachdem sie die Friedensbedingungen in Händen hatten, vor deren Uebermittelung nach Petersburg Kabeltelegrammc an die Firma Nothschild» Paris und an ein Antwerpener Bankhaus gesandt. Portsmouth (Newhampshire), 11. Aug. Die russischen Friedensbevollmächtigten erachten die Friedensbedingungen alß sehr hart. Außer den zwei Hauptbestimmungen, worauf Witte nach den ihm erteilten Weisungen nicht eingehen kann, werden diejenigen, die sich aus die Einschränkung der russischen Seestreitkräste und die Bewilligung von Fischerrcirechten beziehen, als die russische Eigenliebe ganz besonders verletzend, und als so demütigend angesehen, daß sie für Rußland unannehmbar sind. Auf der andern Seite behaupten die Japaner, daß die Erfüllung der von ihnen gestellten Bedingungen nur ein angemeffener Ausgleich für die ihnen durch den Krieg erwachsenen Opfer und für die zu Wasser und zu Land errungenen Siege sei. Ihre einzige Absicht sei, die Ziele zu erreichen, wofür sie gekämpft haben. Die Konferenz hat sich bis Montag vertagt. Newyork, 11. Aug. Die Morgenblätter betrachten die japanischen Forderungen als sehr weitgehend, glauben indessen, daß eine Abänderung zu erwarten ist und sie stützen die Friedenshoffnungen vornehmlich darauf, daß das Wort „Indemnität" vermieden worden' ist, wenngleich die Ersetzung der Kriegskosten, die auf etwa 75 0 Millionen Dollars geschätzt sind, beansprucht wird. Die Russen hielten sich nach dem Empfange der japanischen Forderungen zurückgezogen, schienen aber nicht sehr überrascht oder niedergedrückt zu sein. Der „Ncwyork-Hcrald", dessen Besitzer mit leitenden französischen Kreisen ziemlich intim ist, druckt einen doppelt durchschossenen Leitartikel ab, in dem Rußland ernstlich angeraten wird, den Frieden anzustrcben. — Witte erklärte, während der Nacht die Antwort auf die japanischen Forderungen geschrieben zu haben; er habe ohne Genehmigung des Zaren handeln können, da er hierzu bevollmächtigt sei. Witte wird, so wird aus Newyork gemeldet — ob es aus der Luft gegriffen ist, weiß man nicht —, Rußlands Antwort in der morgigen Sitzung vorlegen. Man erwartet russische Gegenvorschläge. Die russischen Unterhändler haben heute eine Konferenz. An einzelnen Stellen wird die Ansicht laut, daß Rußland die japanischen Vorschläge direkt verwirft, weil bereits morgen die Antwort erfolgen soll. — Das Verhalten der beiden Missionen zueinander ist durch sorgsame Höflichkeit gekennzeichnet, aber es ist nicht fraternisiert worden. Wenn ein Japaner an einem Russen vorbeikommt, wird die übliche Verbeugung gemacht. Gestern wurden, so wird aus Newyork vom 11. d. M. gemeldet, auf dem Hotelgebäude die japanische und die russische Flagge gehißt. Die japanische Fahne hatte aber den besseren Platz, und darüber sollen sich die Russen beschwert haben. Heute war keine der beiden Flaggen gehißt. Während beide Delegationen meist für sich bleiben, zeigen doch die Russen entschieden mehr Neigung, unter den Hotelgästen Bekanntschaften zu machen. Sie haben auch ein mehr heiteres Aussehen, während die Japaner sich sorgfältig zurückhaltend und etwas ernst zeigen. Herr v .Witte bewegt sich frei' umher und nimmt an der Fröhlichkeit der Hotelgäste teil. Die j u n g e n D a m e n im Hotel sind auf Seiten der Japaner! Gestern abend stimmte eine Gesellschaft junger Mädchen im Palmenzimmer unüberlegt pro-japanische Lieder an !Die Väter und Mütter griffen aber ein und machten dem Konzert ein Ende. Kleines Ileuisseton. Die Zieglersche Nordpolexpedition. Christians a, 11. Aug. Die Zeitung „Aftenstosten" Meldet über die Expedition zum Entsatz der Zieglerfchen Noro- pol-Expedition' Die. „Terra Nova" ist am 14. Jum von Tromsoe abgefahren. Die Eißverhältnisse waren die denkmir ungünstigsten. Tas Schiff stchr bei anhaltend dichtem Nebel ostwärts der Königs Eiskante, begann am 27. Juni im Eisezu manövevieren und rückte langsam vorwärts. Am 25. Ium fließ es auf offenes Wasser, m wachem es weiterfuhr, bis es am 26. Juni wiederum auf starkes Eis stieß. Am 29. Ium erreichte es Kap Dillon, wo man seckis Mann der Zieglerfchen Expedition wohlbehalten antraf. Diese sechs wurden mit einer erfiUttcn- expedition nach Camp Ziegler gesandt, um den Leiter der schcn Expedition, Fiala, welcher sich mit 9 Mann dort auchielt, von der Ankunft der „Terra Nova" zu unterrichten. Die „Terra Nova" fuhr jetzt nach Cap Flora und kam dort am 30. Juli nachmittags an. Hier wurden 22 Mann an Bord genommen, die sich in weniger guter Verfassung befanden, sodaß einzelne von ihnen wohl kaum noch eine Ueberwinterung ausgehalten hätten Am 31. Juli kehrte die „Terra Nova" nach Cap Dillon zurück Der Leiter der Entsatz-Expedition, Champ, begab sich jetzt von hier aus über das feste Eis mit einer ^chlittenexpedition pach Camp Ziegler, um Fiala zu Hille zu kommen Am 1. Aug. piaren alle zurückgekehrt und die Heimreise wurde anaetreten. S«6“!'1’’/wit *r“ 1 Keine 419t t btii» i chuttg 3 Nächster z , Gieße". Qer in°cra p.c und §ett iu n Alginat n t Wmze ■ Stüd 6 Pfennig, winitrlt W gti'irf 8 VenM. ,5W. 10 et. 45 W empfiehlt 4173 lolh II Nachfolger rstr. 5__Telephon 322 «VW tferantr Ware Mk. 3.25, >rle von Erfurt Mk. 3.o0 tner geg. Nach". I^28 , Simon n. (( i. d. Wettcrau. Die Polcnrede des Kaisers. wird von der Zentrumsprcsse, wie vorauszusehen war, nicht, mit Beifall begrüßt. Die „Germania" meint, durch die Rede des KaiserS^über die Ostmarkenpolitik gehe ein zwiespältiges Wesen. Obne starre Widersprüche sei eben die Polenvolitik gamicht denkbar. Der^ Kaiser möchte ohne Zweifel allen Staatsbürgern, gleichviel welcher, Nationalität und Konfession, gleich'M Schutz und gleiches Recht! anged-'ihen lassen, aber die Polenpolitik beruhe auf der ungleichen! Behandlung der Ausnahmebehandlmrg der Polen in Gesetzgebung, und Verwaltung. Die große Masse der polnischen Bevölkerung denke nicht an Treubruch und Losreißung vom preußischen Staate. Die Worte Kaisers an die Deutschen in der Ostmark enthielten! eine scharfe Verurteilung der Ansiedelungspolitik der letzten Jahre. Das Blatt schließt seinen Artikel mit folgenden Worten: „Deutschtum heißt Kultur und Freiheit ftir Sebcn", sagte der Kaiser tie Gmstn. Wollte Gott, es wäre so. ?lber die Förderung deS Deutschtums, wie sie in der Polenpolitik sich betätigt, sieht eher nach Nnreck't und Unterdrückung aus. Hier stimmt das Blatt in die Kundgebungen der ft> zialdemokratischen Blätter, insbesondere der „Berliner Volksztg." ein, die gleichfalls einen Gegensatz konstruiert zwischen dem, was gesagt worden sei und dem, was sei. Im übrigen nimmt die Sozialdemokratie die Rede freundlicher auf als die Zentrumspresse. Die „K ö l n i s ch e Volkszeitung schreibt zu der Gnese- ncr Kaiserrede: Die Aenßerung des verstorbenen Papstes dem Kaiser gegenüber lasse sich im Wortlaut nicht mehr, authentisch feststelleu. Es sei aber schwer, anzunehmen, daß die Worte genau so gelautet b'ben, wie der Kaiser sie anführt. Eine feierliche Verpflichtung für die Untertanentreue aller Katholiken und sämtlicher Stände würde erheblich 'über das hinausgehen, was b r Papst zn verbürgen in der Lage gewesen sei. Das Gnesener Domkapitel sei außer stände, die Erfüllung einer solchen Bürgschaft zu übernehmen. Und daß die Nichterfüllung den Papst nicht noch nach dem Tode wortbrüchig dem deutschen Kaiser gegenüber machen könne, bedürfe keiner weiteren Ausführung. Es wäre interessant, zu erfahren, ob diese Antwort auf die Rebe des Kaisers von dem Erzbischofvon Gnesen, Dr. v. Stablewsky, inspiriert ist. Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Soll die vollkommen berechtigte kaiserliche Mahnung künftig die Beachtung^ finden, die sie verdient, so muß daftlr gesorgt werden, daß der deutsche Boden draußen in den vom Polentum bedrängten Ostmarken den deutschen Mann wieder nährt. Auch die ,.Posv sagt, mit der Schaffung von wirksamen Einrichtungen zur Gewährung eines Amortisationskredites an die deutschen Besitzer würde voraussichtlich mehr für die Erhaltung des Deutschtums gegenüber dem polnischen Ansturm bestehen können, alS nnt b-m Fonds iur k^rweitnnna des Dominialbesikes. Eine Rede des Königs von England. London, 11. Aug. Das Parlament wurde heute vertagt. Bei dieser Gelegenheit hielt der König —1 ein seltenes Ereignis! — eine Rede, in der er seine Befriedigung über den Besuch des Königs von Spanien 'aussprach, der ohne Zweifel dazu dienen würde, die seit so langer Zeit bereits bestehenden herzlichen Beziehungen zwischen England und Spanien noch inniger zu gestalten. „Tank der Vermittelung Roosevelts", fuhr der König fort, „sind die russische und japanische Regierung in Verhandlungen eingetreten, deren Endzweck es ist, dem beklagenswerten Streite, der im fernen Osten noch immer seinen Fortgang nimmt, ein Ende zu machen. Es ist meine feste Hoffnung, daß sie zu einem dauernden, für beide Teile ehrenvollen Frieden führen werden. Dte Signatarmächte der Konvention von Madrid von 1880, sind durch denSultan von Marokko cingcladen, an einer Konferenz teilzunehmen, deren Endzweck es ist, die besten Mittel zur Einführung der notwendigsten Reformen in jenem Lande zu erwägen. Die Grundlagen einer solchen Konferenz werden noch beraten. Die Trennung von Schweden- Norwegen steht augenscheinlich bevor. Ich habe das Vertrauen, daß durch Anwendung weiser Mäßigung auf jeder Seite eine Regelung erreicht werden wird, die für beide Teile annehmbar und von solcher Natur ist, daß es meiner Negierung möglich sein wird, mit dem Volke auf der skandinavischen Halbinsel dieselben freundlichen Beziehungen zu pflegen wie bisher. Die Lage in Macedonien und auf Kreta gibt immer noch Anlaß zu bedenllichen Befürchtungen und erfordert fortgesetzt die Aufmerksamkeit meiner Regierung und der der anderen beteiligten Mächte. Den König von Italien gab in der Barotscfrage einen Sckiedsspruch ab; die Regelung dieser Angeleaenheit ist dadurch erzielt. Ich habe mit Freuden die Aufforderung des Königs von Italien angenommen, einen Vertreter zu der Konferenz für Errichtung eines internationalen landwirtschaftlich en Instituts zu schicken, pedition ist imstanix, bedeutende Verbesserungen der Karten vvr- zunehmen. * fd.) Mainz, 12. Aug. Theaterdirektor M ax Beh- re nb veröffentlichte heute für bic Theatersaison 19O5/O6, die am 16. September beginnt, den Prospekt mit Personalverzeichnis. Herr Dehrend leitete vorher da? deutsche Theater in London. Die Saison wird voraussichtlich mit Rosner-Humperdincks „Königs- finber" eröffnet, denen als erste Opcmvorstelluna „Lohengrin" folgt. Für das Schauspiel ist als Dramaturg Dr. Emll Hermann von der Universität Heidelberg tätig. Berlin, 10. Aug. Ludwig Fulda wird im nächsten Monat eine Reise nach Amerika an treten, um dort ht einer Reihe von Städten Vorträge zu halten. — Maxim Gorki ist am 5. d. M. abends in Lugano angekommen und von der bekannten russischen Revolutionärin im Gemeindehaus zu Langsdorf, wozu ich die Be- ckeiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichtcrscheinenden mit Einwendungen ausgeschloffen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens x/2 Bogen) einzureichen. Friedberg, den 9. August 1905. Der Großlmr-g icke < b r i igungskommissärr Spamer, KreiSamtmann. Bekanntmachung. In der Zeit vom 5 bis 11. August lf. Js. wurden antb ich hoffe, daß dieses für die Landwirte zu Hause und draußen von Nutzen sein wird. Meine Regierung nahm herzlicherweise das Anerbieten Kanadas an, die administrative wtb finanzielle Verantwortung für die Verteidigungsfähigkeit der beiden Häfen Halifax und E § qui m a u l t zu übernehmen. Die Uebertragung wird in allernächster Zeit stattfinden. Gemäß den im Anfang dieser Session ausgesprochenen Erwartungen haben wir Transvaal Die Einführung einer Volksvertretung gewährt, die durchgeführt werden soll, sobald die notigen Maßnahmen zur Abhaltung der Wahlen beendet sind. Mit dem Emir von Afghanistan ist ein Vertrag abgeschlossen, der die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Afghanistan während der Lebenszeit des Emirs sichert." Die Rede schließt mit einem Rückblick auf die vom Parlament in der letzten Tagung geleisteten Arbeit. Volitische Tagesschau. Auswärtiges Amt und Presse. Von Deutschen, die im Auslande leben, wie von Ve- fuchern des Auslandes ist schon häufig der Verwunderung darüber Ausdruck gegeben worden, daß die deutsche Regierung so geringen Wert darauf legt, ihre Anschauungen im Auslande durch die Presse vertreten zu lassen. Beziehungen zur Presse hat die Regierung allenfalls in Oesterreich-Ungarn. In Wien ist die Möglichkeit gegeben, durch Vermittlung offiziöser Organe die eine und andere Notiz in die Oeffentlichkeit zu bringen. Dagegen in den Zentren der Politik, London, Paris, Rom, Petersburg, Newpork fehlt es durchaus an solchen Verbindungen. Es liegt auf der Hand, so schreibt uns unser Berliner Mitarbeiter, von welchem Nutzen es ist, nicht nur im Bedarfsfälle sofort Richtigstellungen zu veranlassen, sondern auch für politische und wirtschaftliche Zwecke die „Stimmung zu schaffen, die nun einmal erforderlich ist, und die durch gelegentliche parlamentarische Reden der leitenden Persönlichkeiten nicht geschaffen werden kann. Die englische Diplomatie hat überall ihre Hand im Zeitungswesen. Dadurch ist es der englischen Diplomatie ein Leichtes, einerseits für ihre Ziele Propaganda zu machen, andererseits gegen unbequeme Wettbewerber die öffentliche Meinuna einzunehmcn. Eine in London ausgehcckte, beispielsweise auf Erweckung von Mißtrauen gegen Deutschland berechnete Neuigkeit ist innerhalb 24 Stunden über die ganze Erde verbreitet. Kaum minder eifrig ist die französische Regierung bemüht, nach allen möglichen Richtungen Anschluß in der Tagespresse zu gewinnen. Fürst Bülow liest die italienischen Zeitungen; ihm können die mitunter geradezu feindselige Haltung, die Bosheit des Tones bei Erörterung deutscher Angelegenheiten nicht entgangen sein. Unseres Erachtens wäre es nötig, nicht nur gehässige und den wirklichen Sachverhalt entstellende Aeußerungen der französischen und englischen Blätter, sondern ebenso nachdrücklich auch gleichartige der Presse eines verbündeten Landes „festzunageln". Vielleicht ist das Letzte sogar noch mehr geboten. Denn was 'unsere Verbündeten von uns sagen, das findet natürlich als !anscheinend unbeeinflußt durch nationale Antipathien am Meisten Widerhall. Man siebt denn auch häufig, wie sich Englische und französische Zeitungen auf italienische Urteile '.berufen, mit dem Hinzufügen, daß „selbst die italienische -Presse" nicht umhin könne, Die Schritte der deutschen Politik !zu mißbilligen. Der offiziöse Draht aber übermittelt nur (bann Auszüge aus der italienischen Presse, wenn diese fernmal, was ja vorkommen kann, eine für uns günstige Meinung ausdrückt. Die Zustimmung verzeichnet dann die „Nordd. Dllg. Ztg." mit „Befriedigung". Doch haben wir iscit Jahren keine Verwahrung in dem Organ unserer Re- jaierung gefunden gegen noch so törichte Unterstellungen, Die von italienischer Seite ausgingen. Unablässig arbeitet Frankreich daran, Italien vom Dreibund abzusprengen. Das ist offenkundige Tatsache. Wie immer man über die Staatskunst des vom Schauplatz abgetretenen Ministers .Delcassö denken mag: das hat er, der ehemalige Journalist, Überaus geschickt verstanden, durch die italienische Presse Sympathien für Frankreich hervorzurufen und Abneigung gegen Deutschland verbreiten zu lassen. Leider ist in Berlin verabsäumt worden, bei Zeiten den Gegenzug zu führen. So haben wir jetzt in Italien unleugbar die Stimmung weiter Volkskreise gegen uns. In unserem Auswärtigen Amt fehlt es offenbar an Personen, die der Vertretung deutscher Interessen in der Presse des Auslandes ihre Aufmerksamkeit widmen, Personen, die nicht etwa in der Wilhclm- Istraße am grünen Tisch ihre Bureauzeit erledigen, sondern unterwegs sein sollten, bald hier, bald dort, um Fühlung Hu gewinnen. Anderswo weiß mau solche Tätigkeit .journalistisch befähigter, unterrichteter, sprachkundiger Vertrauensmänner zu würdigen — in Deutschland aber bleiben den Journalisten die Pforten der Negierungsämter verschlossen. Die paar Herren für Preßwesen und Auskunft- lerteilung an die Presse zählen nicht, kommen auch für derartige Aufgaben schwerlich in Betracht. Es ist also eine Lücke im auswärtigen Dienst vorhanden, eine Lücke, die sich fühlbar machen muß ,weil ja jeder Tag neue Beweise erbringt, wie im Auslande Deutschlands Absichten falsch dargeftcllt werden. Man hat zu lange schon den Dingen ihren Lauf gelassen. ♦ Marokko-Zwischenakt. Mit dem Nahen des Herbstes rückt der Termin heran, für den die Entsendung einer deutschen Wirtschaftlichen Mission in Aussicht genommen ist. DaS vorbereitende Komitee, dem u. a. namhafte Großindustrielle angehören, dürfte seine Arbeiten binnen kurzem zum Abschluß bringen. DaS Unternehmen geht im übrigen von der Deutschen Mittcl- Meer-Gesellschaft auS, und eS ist möglich, daß eS auf die politische Fortentwicklung der Marokkofrage von Einfluß ist. Die Aussichten für Diese Fortentwicklung sind zurzeit gering, hört man doch Zweifel äußern, daß die nach Nöten groß und schwer im Prinzip angenommene Marokko-Konferenz überhaupt zusammentreten wird. Nun, in diesem Falle würde nicht Deutschland, sondern der Sultan von Marokko der „Blamierte" sein, denn er hot die Konferenz bei den Mächten in Vorschlag gebracht. Doch eS gäbe noch einen zweiten „Blamierten", und zwar Frankreich. Sich unter dessen Vormundschaft zu stellen, wäre wohl daS Letzte, waS der Sultan im Falle der Vereitelung der Konferenz tun würde. ES bliebe affo alle?, wie es ist, und Dabei würden die deutschen Interessen nicht schlecht fahren. Deutsch-Afrika. Berlin, 11. Ang. Der zur Mitwirkung bei der Unterdrückung dcS Aufstandes in Ostafrika beorderte Kreuzer „Bussard" schiffte in Kilwa-Kiwindje ein Detachement unter Oberleutnant JastrzembSki auS, bestehend auS 20 Mann und einem Maschinengewehr, und in Mohoro ein Detachement unter Oberleutnant Paasche, bestehend auS 22 Mann und einem Maschinengewehr. Am 7. August wurden 400 Aufständische zurückgeschlagen; auf deutscher Seite waren keine Verluste. Samanga und die Telegraphenleitung sind durch 1300 Aufständische bedroht. Dort wurde ausgeschifft ein Detachement unter Kapttan- leutnant Nobis, mit Oberlt. Wernecke, Stabsarzt Dr. Mohr und 31 Mann, außerdem ein Feldwebel und 40 schwarze Soldaten, ein Maschinengewehr. Major Johannes ist von Mitejah in Bewegung nach Tschumo gegen die Aufständischen. „Bussard" hat von Land Gewehre und Schwarze zur Auffüllung bekommen. Von Offizieren ist nur der Kommandant, Korvettenkapitän Back, und ein Oberleutnant an Bord geblieben. Berlin, 11. Aug. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: lieber die Unruhen an den Matumbibergen in Deutsch- ostafrika liegt folgendes Telegramm des Gouverneurs Grafen Götzen vor. Wie Major Johannes meldet, zerstreuen sich die Aufständigen. Nach seiner Annahme wird die Angelegenheit binnen kurzem beigelegt fein. Die Araber und sonstigen Eingeborenen sind gegen die aufständigen Bergbewohner, und auf unserer Seite. Verwundet wurde diesseits nur ein Askari. Wie es scheint, ist die Veranlasiung zu den Unruhen in Zauberei und reichlichem Biergenuß infolge guter Ernte zu suchen. Neues aus Rußland. Petersburg, 6. Aug. L. W. Chodski, der Ehefredak- teirr und Herausgeber der Tageszeitung „Nascha Shisnj", seit 25 Jahren Professor der Nationalökonomie an der Universität Petersburg, ist vom Kultusministerium seiner P r o fe s s u r e n t- hoben worden, die sich, der Meinung des Ministeriums nach, nicht mit der Redaktion und Herausgabe einer Zeitung verträgt. Seines Gehilfen, der ebenfalls eme Professur an der Universität bekleidet, harrt das gleiche Schicksal. — Aus Moskau wird berichtet, daß auf Verfügung des Ministers des Innern eine Untersuchung in Angelegenheiten des Kongresses der Semstwvs imb der Städte eingeleitet werden wird, mit der ein Senator betraut werden soll. Früher bestand die Absicht, einem Gliede des Gerichtshofes unter unmittelbarer Leitung der Prokiiratur diesen Auftrag zu erteilen. Die Aufgabe der Untersuchung besteht in der juridischen Definition des Charakters der Tätigkeit des genannten Kongresses. Fürst Dolgorukow ist in Angelegenheiten des Kongresses nach Petersburg abgercist. — Im Lager zu Kraßnoje Sselo bei Petersburg wurde bei einer in den Wohnräumen der Offiziers-Aspiranten vorgcnom- menen Haussuchung eine geheime Druckerei entdeckt. In Moskau wurde auf der Kalüschskaja-Straße in einem kürzlich eröffneten Färberei-Magazin eine Nicderlageillegaler Literatur entdeckt, wobei auch Gerätschaften und Zubehör einer «geheimen Druckerei gefundm wurden. Acr Krieg. Tokio, 11. Aug. (Reuter.) 118 russische Offiziere und Mannschaften ergaben sich am 8. August in Niere (Sachalin). Tokio, 11. Aug. Admiral Kataoka meldet: Am 10. August griffen die Japaner auf Sachalin gleichzeitig zu Wasser und zu Lande die russische Stellung 20 Meilen östlich von Korsakows! an. Nach zweistündiger Beschießung ergaben sich die Russen in Stärke von 123 Mann. London, 11. Aug. Einem Telegramm aus Kobe zufolge sinh die berühmten S e e h u n d fi s ch e r e i e n das wirkliche Ziel der von Vizeadmiral Kataoka nach Kamschatka entsandten Flotte. Schätzungsweise sollen dort gegenwärtig 80 bis 100 000 Seehundsfelle aufgestapelt sein und die Japaner werden sich mit Leichtigkeit drei Viertel dieser Vorräte ancignen können. Der- französische Flottcnbesuch in England. London, 11. Aug. Der Lordmahor gab den fran- zösischen Untere,'fizieren und Mannschaften ein Frühstück in der Guildhall. — Admiral Gaillard war vom König nach Windsor zur Frühstückstafel geladen. London, 11. Aug. Die französischen Matrosen sind heute auf dem Viktoria-Bahnhof cingctroffen. Wie die Offiziere, so wurden auch die Matrosen in bereitstelrenden Wagen nach der 0>uildhall gebracht. Auf dem ganzen Wege wurden sie von dem Publikum lebhaft begrüßt. London, 11. Aug. Verschiedene Blätter verzeichnen einen angeblichen Zwischenfall anläßlich 'der Flottenschau in Portsmouth. Ein deutsches Torpedoboot sei plötzlich mitten unter den anderen Schiffen a u f g e t a u ch t, sei dann aber wieder verschwunden. Deutsches Neich. Wilhelm Shöhe, 11. Aua. Der Kaiser hörte gestern den Vortrag deS ChefS deS Zivilkabinetts. Gegen abend unternahmen die Majestäten eine Ausfahrt und heute früh einen Spazierritt. Berlin, 11. Aug. Wie die „Berl. Korresp." mitteilt, hat der Eisenbahnmimster verfügt, daß der Vabnhofs- buchhandel als ein Teil des Eisenbahnbetriebes nicht unter die Bestimmung"': der Sonn^ags'-ube fällt, soweit er innerhalb der Bahnsteigsperre ausgeübt wird. Für den übrigen Bahnhofsbucpw.nv'l bleiben die gesetzlichen Bestimmungen nach wie vor in Kraft. Hannover, 9. Aug. Nach einer Meldung aus Osnabrück hat die Kranken-Unterstühungskasse der vereinigten Kriegervereine von Osnabrück, Schinkel, Haste und Priesberg wegen chronischen Geldmangels ihre Zahlungen vom 1. Juli bis 1. November eingestellt. Die Mitglieder, die feit langen Jahren ihre Beiträge entrichtet haben und nun zufällig in dieser Zeit krank werden, kommen auf diese Weise um ihr Recht. Köln, 11. Aug. Der deutsche Handwerks- und Gewerbe kam wert ag beschäftigte sich in seiner heutigen zweiten und letzten Sitzung mit der Vereinheitlichung der Jahresberichte der Handwerkskammer und gelangte zu einem Antrag in diesem Sinne. — Den folgenden Gegenstand bildete der Ausbau der freiwilligen Alters- und Jnvaliditätsversicherung für selbstständige Handwerker. Es wurden hierzu folgende Anträge angenommen: .Der Kammertag beschließt, bei der ReichSregierunq und dem Reichstage dafür einzutreten, daß den selbständigen Handwerkern in gröberem Um'ange wie bisher die Möglichkeit gegeben wird, sich der frciwistigen Invalidenversicherung zu bedienen." ,Dcr Kammertag beschließt: a) bei der ReichSregierunq dahin zu wirkeir, daß die Weiterversicherung für d,e Handwerker dadurch nutzbarer ge» stallet wird, daß höhere Lohnklassen, mindestens aber eine v-m 2000 bis 3000 Mk., elngesübrt werden; b) eine Umfrage dnrch die Handwerks» und Gewerbe» kammern zu veranstalten, um iestzustesten, inwieweit ein Bedürfnis vorliegt, den selbständigen Haudu'erkern, welche von berDeitciwersichernng ausgeschlosten sind, die Selbstversicherung leichter zilgänqig zu machen." Landtags-Abg. Metzner (Neustadt, Oberschl.) fragte im Auftrage der Oppelner Handwerkskammer an, weshalb die Zentralstelle sich ss wenig mit der Frage der Konsum- vereine beschäftige. Es sei bekannt, wie sehr die Konsum» vereine gerade die Handwerker schädige. Es sei doch drmgend notwendig, daß endlich einmal Mttel und Wege gefunden werden, den Uebelstand zum mindesten zu mildern. — Dr.' Wienb eck: Die Zentralstelle verkenne nicht die Notwendigkeit, die Schädigungci. der Konsumvereine zu beseitigen, bezw. zu mildern, dazu sei es aber in erster Linie erforderlich, der Zentralstelle das notwendige Material zuzuführeu. — Nachdem noch einige andere Redner auf die Schädigungen hingewiesen, Vie die Handwerker seitens der Konsumvereine erleide, nuirbe der Zentralstelle in Hannover Entlastung erteilt und alsdann der Kammertag mit den üblichen DankeSreden geschlossen. Ausland. London, 11. Aug. Zn hiesigen Horkreisen wird bestätigt, daß K önig Eduard anläßlich seiner Rückkehr aus Marienbad dem Präsidenten Loubet einen kurzen Besuch abstatten wird. sAlles, nur nicht der deutsche Kaiser!) Amsterdam, 11. Aua. Wie dos Blatt „Zentrum" mit- teilt, bat die Königin bei der Bildung des K a b i n e t ts vor allem die Bedingung gestellt, daß keine Persönlichkeit, bxe bei her einen oder anderen Partei Anstoß erregen könnte, in das Kabinett ein treten formte. Weiter verlangte sie, daß die von dem abtrtt-mden Kabinett hin vor seinem Scheidm eingebrachten sozialen Gesetzentwürfe zur Verhandlung gebr t würden. Alle Minister sind demselben Blatte zufolge bereü. irc Posten cm- zntreten. Nur fiir das Ministerium des Nciiß.r u_ und bte Justiz hat sich noch niemand bereit finden lasten. Der frühere katholisch«, aber ziemlich neutrale Justizminister Loefs hot entichiebcn ab» gelehnt, in das neue Kabinett einzutreteu, sell'st als bte verwlmenbe Richtung d's Ministeriums betont würbe. Wie Wetter verlautet, soll der holländische G-esanbte in Berlin Jkh. Den Tets bas von dem holländischen Gesanbten in Washington abgelehnte Portefeuille bes Ministeriums des Aeußeren übernehmen.. Mabrib, 11. Aug. Während seiner Reise nach Deutschland, welche nunmehr im November Rattfinbennnrb, wirb König Alfons auch den .Höfen von Wien und München einen Besu ch abftatten. Die Reise ward, -geordnet to erben, daß der König nicht durch Elsaß---. c i u g c fl zu fahren braucht. . Ischl, 11 Aug. Wie hier verlautet, Wird König Eduard Mitte dieses Monats dem Kaiser von Marienbad aus m Ischl einen Besuch abstatten und sich einen Tag aufhalten. Der Gegenbesuch des Kaisers soll von den böhmischen Ma- növern aus in Marienbad erfolgen. . . Budapest, 11. Aug. Tas Exekutivkomitee her Bereinigten Opposition befaßte sich heute mit her Frage des a 11 fl c m e ine n Wahlrechtes. Es wurde ein vorsichtig textierter Veichluß gefaßt, in welchem geleugnet wird, daß die Koalition in der Wahlkampagne bas allgemeine Wahlrecht versprochen habe. Das allgemeine Wahlrecht bilde unter gewissen Kautelen einen Teck bes Programmes der Nnabhängigkeitspartei und ber BauffNvartci, die gleichfalls zur Koalition gehörige Voffspantei und bic mit ihr verbündete Dissidentengruppe dagegen weifen diese Forderung zurück, baher könne bas allgemeine Wahlrecht nicht als Forber- ung her ganzen Koalition gelten unb in bereu Programm ausgenommen werben. Wenn bic Unabhängigkeitspartei bie absolute Minorität erhalte, werde Fe bas allgcmcme Wahlrecht ver-. wirklichen. „ , Petersburg, 11. Aug. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet «a>uS Teheran: In Kerman sind U n - ruhen qusgebrochcu. Die Bevölkerung würbe burm bte Predigten bes Mullah Muhamed Rpga gegen die Nichttuiihamebaner erregt. Die Regierungsmaßnahmen zur Unterdrückiing der Unruhen sind von günstigem Erfolg. Der Mullah Wirb nach Meschheb verwiesen. _ Oysterbay, 11. Aug. Präsident R o o s e v e l t ist gestern nach Wilkesburre abgereist. Wo er anläßlich des 5. Kongresses der amerikanischen katholischen Mission der Msttneuzler eine Rebe halten wird. Auf dem Wege wurden dem Präsidenten von Tausenden lebhafte Ovationen darqebrocht. ' Ileilchnot. Berlin, 11. August. Im LandwirtschaftSministerium fand heute die Konferenz der Vorsitzenden und Generalsekretäre der Landwirtschastskammer wegen der Fleisch not statt. Minister Podbielski legte den Zweck der Kon- ferenz dar und gab statistische Unterlagen. Die Präsidenten der einzelnen Kammern erstatteten Bericht und kamen zu dem Ergebnis, eine Fleisch not existiere nicht. Es schloß sich ein Essen an, bei dem der Minister eine Rede über die Fleischnot und die Diehpreise hielt. Leider wird über die Berichte der Kammerpräsidenten nichts ausführliches zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Und vielleicht war das „Essen", das sich an die Verhandlungen anschloß und bei welchem Podbielski eine Rede über bie Fleischnot hielt, so einwandfrei, daß man eine Fleischnot nicht ersehen konnte. Jedenfalls dürste die amtliche Berichterstattung, wenn sie schon über derartige Konferenzen Notizen der' Oeffentlichkeit übergiebt, etwas Greifbareres loslaffcn als so nichtssagende Bekundungen. In Karlsruhe macht sich z. B. die Fleischnot entschieden bemerkbar. Wir erhalten nämlich heute folgende Meldung: Karlsruhe, 11. Aug. Eine vom Karlsruher Wirteverein einberufene allgemeine Wirteversammlung nahm eine Resolution an, in der erklärt wirb, die Reichsregierung sei eS, die durch die Au fr echt er Hal- tung der Grenzsperre gegen Einfuhr leben- big en Viehes die Fleischpreise zu einer Höhe habe gelangen laffen, daß die Ernährung der Bevölkerung zu einer immer größeren Kalamität werde. Während die Aufrechterhaltung dieser Maßregel den Agrariern in eminenter Weise zu gute komme, erleide bas Gastwirtsgewerbe unberechenbaren Schaben und bie „werktätige Bevölkerung" werbe zur Unterernährung verurteilt. — Des weiteren beschloß bie Versammlung einstimmig im Hinblick auf bie exorbitant hohen Fleischpreise unb die nicht weniger hohen sonstigen Produktionskosten die Preise für den Mittags« und Ab end tisch entsprechend zu erhöben. Aus tzlaSl and KauS. Gießen, 12. August. — Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag,- um IV/j Ubr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Auf hoher Warte! Iubiläumsmarsch von Gageur. 2. Vorspiel zu Parsifal von Wagner. 3. Fantasie an5 Mignon von Thomas. 4. Ter Mollwitzcr Marsch von Fr. d. Gr. • • Unsere Regimentsmusik konzerti-rt morgen Sonntag nachmittag von 5 Uhr ab im Philosophenwalde; c5 ist dies daS letzte Konzert vor dem AuSmarsch zu den Herbstübungen. * * Diebstahl. Zu der gestrigen Notiz über Diebstahl auf der Elioffer'scheu Brandstätte bittet uns Herr Elsoffer mitzutcilen, daß er der Anklage fern stehe und im Gegenteil bei der Polizei bekundet habe, baß er auf bie unter den Branbtrümmern etwa liegenden Gegenstände keinen Wert lege. • • Silberne Hochzeit feiern morgen, Sonntag, der Kellner Heinrich Reh irn Philosophenwald und seine Ehefrau. Man vermutet, daß auch Gcldner um DaS Warenbaus Protest dagegen, daß Klage gegen Jaluzot eingereicht werde. . 68.80 Tendenz: Deutsche Fonds schwächer, Bergwerken u. Banken fester pickel entdeckt, gekommen ist. 3°/0 Mexikaner 4Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber’iner Handclsges Oesterr. Staatsbahn . Lombarden .. . Gotthard bahn . . » Laura hätte . . . Bochum . . . . 1'arpcner . . . Staatschatzscheine . • Grind elwald, 11. Aug. Apotheker Hermann und Kaufmann Geldner aus Basel, geübte Alpinisten, versuchten am Sonnabend die Besteigung der Jungfrau. Sie gerieten in ein Unwetter und werden seitdem vermißt. Die Hilfserpedition fand am Guggigletscher die Leiche Hermanns. Von Geldner wurde an der Silberlucke der Gletscher- Printemps" in Paris. 101.20 90.20 101.30 90.15 100.75 99.50 102 00 101.40 97.80 68.10 67.90 89.40 134.40 55.25 . 96.50 . 137 10 . 132.50 . 210 50 . 194.30 . 147 60 . 164 75 . 172.60 . 14470 . 18.50 .' 263.50 . 253.30 . 223.50 . 100.80 wurden wegen Mittäterschaft verhaftet. . . London, 11. Aug. Die französischen Offiziere legten in Windsor am Grabe der Königin Viktoria einen Kranz nieder. Balfour lud die französischen Admirale unt> Offiziere in Downingstreet zu Gaste. Petersburg, 12. Aug. Der „Ruß" erhielt botK Kriegsschauplätze die Nachricht, daß die Ja- van er ihre festen Verschanzungen obne Mutzen und Der Minister CH aumiü empfing am 11. d. M. eine Abordnung der Angestellten deS Warenhauses „Printemps", die gegen den bisherigen Direktor Jaluzot Klage führten. Chaumiö erklärte, daß diese Klage sofort den Gerichtsbehörden übergeben würde. Chaumiö hatte darauf eine Besprechung mit dem Generalprokurator Bulot. Achthundert mit dem Vorgehen ihrer Kollegen nicht einverstandene Angestellte deS Warenhauses „Printemps" veröffentlichten im „TempS" einen - Ein Schiefer st ein löste sich heute vormittag gegen 11 Uhr vom Dache des Hauses Kirchenplatz 11 und fiel dem unten gehenden Kaufmann Marcus Bauer auf den Fuß. Viel hatte nicht gefehlt, so wäre der 30 cm lange und 15 cm breite Stein bcm Herrn auf den Kopf gefallen, und dieser hätte dann eine schwere Verletzung davongetragen. Es würde sich empfehlen, das betr. Dach genauer ansehen zu lasten, damit derartige gefährliche Vorkommnisse vermieden werden. •• Di eHegezeit der Feldhühner undWachteln. Das Großh. Ministerium deS Innern erläßt folgende Bekanntmachung: Auf Grund des § 3 der Verordnung von, 2. September 1893 haben wir mit Rücksicht auf den Stand der Ernte und der Weinberge das Ende der Hegezeit der Feldhühner und Wachteln für die Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhesten mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten auf den 20. August J§. festgesetzt. Für die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten behält es bei der allgemeinen Bestimmung sein Bewenden, wonach die Hegezeit der genannten Wildarten am 31. August endigt. "WieseckerKirchweih. Zu der morgen stattfindendcn Wiesecker Kirchweih verkehren die Wagen der Omnibus- Gesellschaft vom Walltor nach Wiescck. Fahrpreis 20 Pfg. Die Fahrten nach dem Schisfenberg werden eingestellt. Wetzlar, 11. Aug. Hier ist der Typhus auSge- brochen. Amtlich werden 13 Erkrankungsfälle gemeldet. Todesfälle sollen bis jetzt nicht vorgckommen sein. Marburg, 11. Aug. Dem Medizinalrat Dr. Heinrich Rehn zu Frankfurt a. M. wurde aus Anlaß seines heute am 11. August stattfindenden 50jäbrigen Doktor-Jubiläums und in Anerkennung seiner Behandlung kranker Kinder von der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität der Ehrendoktor verliehen. Der Jubilar, dem natürlich in Frankfurt auch Ehrungen zuteil wurden, studierte in Marburg und Gießen. Nach kurzer Tätigkeit als Hilfsarzt in Kassel siedelte er nach Melsungen und später nach Hanau über. Hier reifte in ihm der Gedanke, Kinderarzt zu werden. Er kehrte wieder zur Universität zurück und studierte in Würzburg und Wien Kinderheilkunde. Nachdem er noch in Paris wertvolle Anregungen zu seinem künftigen Beruf erhalten hatte, kam er nach Frankfurt und ließ sich hier als Kinderarzt nieder. Seitdem hat er ununterbrochen eine reiche Tätigkeit entfaltet. Literarisch ist er in mannigfacher Weise hervoryetreten. Als Erster schrieb er über den Kinderskorbut. Seine wichtigsten Arbeiten aber find im Gerhardtschen Sammelwerk über Kinderkrankheiten niedergelegt. Mannheim, 11. Aug. Ein schwerer Unfall ereignete sich heute morgen auf der Fahrt eines Güterzuges von Mannheim nach Neckarsau. Der Lokomotivheizer Hinke l- mann lehnte sich zu weit über die Maschine hinaus, wobei ein in diesem Augenblick von entgegengesetzter Richtung heran- kouimender Zug ihm die eine Kopfhalfte wegriß. Hinkelmann starb auf dem Transport nach dem Krankenhause. "Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Wie aus Diedenhofen berichtet wird, wurde Leutnant v. Blumenthal vom 13. Husarenregiment aus Gram darüber, daß sein Bursche kürzlich beim Durchschwimmen der Mosel mit dem Pferd ertrunken ist, irrsinnig und mußte m eine Anstalt gebracht werden. Der Bursche war auf Befehl des Leutnants in die Mosel aeritten. 4% Oesterr. Goldrente . , 4”3% Oesterr. Silberrento . 4% linear. Goldrente . 4°/- Italien. Rente . . 4% Portugieser I , . 36/ Portugiesen. HI . , 1% Unif. Türken . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol.-Anl. Verantwortlich für die gesamte Redaktion: August Goetz. Reichsanleihe do. Konsols . do . . liessen Oberheosen Telephonischer Kursbericht. Frankl nrt n, UI., 12. August 1905. Erfurt, 12. Aua. Während eines heftigen OrkanS stürzte in Schmölln der Schornstein der Schallerschen Pantoffelfabrik ein. Vier Arbeiter wurden verschüttet. Einer derselben ist tot, die übrigen sind verletzt. Hamburg, 12. Aug. Großes Aufsehen erregt daS Verschwinden der I u h a b e r der hiesigen K ommajt- ditgesellschaft Müller und Becker. Sie erschwm^ delten Waren in Höhe von 200 000 Mk. Ztuei Personen .ioswz ens deu »inirsait'.t'irmRmi ttt Sttii «-ithra. Aufgebote. : 9111« 7 Fran, Gottwald, Handschuhmacher dalner, mit Anna . Maria LinS bierielbst. — 8. Dr. Kurt Brand, Prwatdozent dahier, mit Folmnnette Wortmann Hierselbst. — 9. Gottlieb Geller, Metzger dahier mit Luise Müller Hierselbst. — August Datz, Kaufmann I dahier, mit Elisabethe Schmoll Hierselbst. Albern i» btJol*biS. *, 6». ’9unqen t:/Wem erteilt Eheschließung«-^. Aug. 5. Dr. Tvrnng Anton Johann Sittel, Grovh. GermitT- asiefsor in Darmstadt, mit Nanny Vrinz dabier. — Karl Kolb, Finanzaspirant dahier, mit Christine Moog Hierselbst. — Friedrich Wilhelm Gebhardt, Kunstschlosser dahier, mit Augu'te Bender luer- selbst. — Franz Cchücker, Schlosser dahier, mit Katharine Wallen- tcr-i hierielbst. — Karl Cchickedanz, Metzger in Preungesheun, mit Elile Jakob dahier. - 10. Dr. August Stotz, prakt. Arzt m Lauterbach, mit Emma Elizabeth Wißner dahier. (Rcborcuc. . Ofitli 31. Dem Lokomotivheizer Wilhelm Franz ein ©0^1.— Nua. 4. Dem Oelbändler Johannes Erb ein Sohn. — Dem Schneider Hugo Vromm ein Sohn Richard Hugo. — Dem Muter Wilhelm Klein ein Sohn Wilhelm Karl. — 6. Dem Gartner Karl Göbel eine Tochter Marie Auguste Gertrude. — Dem Schneidermeister Johannes (Sc’ert eine Tochter. — 7. Dem Kaufmann Nathan Dnttenwieser eine Tochter Ellv. — Dem Sergeanten Jakob Wil- belm Bost eine Tochter Irmgard. — 8. Dem Kolonialwaren- und Tlalchenbierhändler Karl Tuill eine Tochter. — 10. Dem Schlößer Vermißtes. • Berlin, 11. Aug. In der letzten Nacht ist über Berlin und die Vororte ein W o lken bru ch niedergegangen. Zahlreiche Straßenzüge, Höfe, Plätze, Unterführungen und Keller standen zwischen 3 und 4 Uhr unter Master. • Chemnitz, 11. Aug. BeimNeubau der Kaserne für das neu zu errichtende Ulanen-Regiment in der Planitz- straße stürzte heute nachmittag kurz nach 3 Uhr eine Baracke ein und begrub zwölf Mann unter sich. Einer davon ist tätlich verletzt, die anderen zum Teil schwer, teils leichter. sr mit. • " &ie von brV‘ . si^brachten Lehmen I|a6'- -rinetfl auä 1 aufhalten. 1 den böhmischen Ma° mitec her vereinigten allgemeinen M testiertet Beschluß Jliwhtion in der Wahl- mcken habe. Das ah, : Mutelen einen Teil l und der Bmffuvartri, >usbastei und die mit Iveifen diese Fordermg echt nicht als Fvrder- dercn Programm auf- keitspartei die absolute teilte Wahlrecht vrr-. rsburger Tclegradhen» i itrman sind Un- wurde durch die Pre- . die ^ichtznulMedanev i UntcrdrückMg der Un* )er Mullah wird nach sioosevelt ist gestern ßlich "des 5. Ingresses i der Abstinenzler eine en dem Präsidenten ton • Unwetter in Süddeutschland. Landau, 11. Aug. Gestern sind in Ober-Berg- Heim infolge eines Blitzschlages acht Bauern gehöfte niedergebrannt, lieber der ganzen Pfalz und be- sonders über Landau und Reustadt a. d. Haardt ging gestern ein schweres Unwetter nieder. Die Weinernte wurde durch den Hagel vernichtet. Der Schnellzug von Weißenburg traf heute mit fünfviertel Stunden Verspätung in Saargemünd ein. Die Obsternte ist verloren. Auf der Wetterseite wurden sämtliche Fensterscheiben zerschlagen. Edenkoben, 11. Aug. Landtagsabg. Dr. Hammer- fch m idt bat fick mit einem ausführlichen Schreiben, welches den viele Millionen betragenden Schaden in dem oberen Hardt und im Gäu schildert, an das bayrische Ministerium gewandt, um das Augenmerk der Regierung auf die bedrängte Lage der Winzer und der Ob stund Tabakbauer zu lenken. Der Hagelschlag hat in Edenkoben am schrecklichsten gewütet. Es fielen Eisstücke von 7 Ctm. Durchmester. Die Dächer sahen aus wie von Kugeln durchlöchert, sodaß das Wasser ungehindert in die oberen Stockwerke eindringen konnte. Ziegel und Glasstücke liegen haufenweise umher. In der Ziegelhutte kämpften tue Leute förmlich um die Ziegel, deren sie zur Deckung der Häuser benötigten, sodaß die Vorräte von etwa 30 000 Stück in wenigen Minuten vergriffen waren. Die Glaser haben mehrere Wochen an den zerbrochenen Fenstern zu tun. In einigen Fabriken kann nicht gearbeitet werden, ehe die Dächer und Fenster wieder auSgebestert sind. Karlsruhe, 11. Aug. Das mittlere Baden und daS badische Unterland sind gestern durch schwere Unwetter heimgesucht worden. In der Gegend von Karlsruhe bis Mannheim wurde in den Tabak- und Hopfenanlagen unermeßlicher Schaden angerichtet. Vielfach ist der Telephonverkehr unterbrochen. Der orkanartige Sturm entwurzelte die stärksten Bäume, zertrümmerte Fensterscheiben und warf Ziegel von den Dächern. Im Bahnhof Appenweier wurde die Güterhalle abgedeckt. Die Trümmer kamen auf das Gleis zu liegen, sodaß der Verkehr unterbrochen wurde. Roch in der Nacht mürben Pioniere aus Kehl zur Hilfeleistung bei den AufräumungSarbeiten herbeigerufen. In Durlach warf der Sturm eine Dreschmaschine um, wodurch ein Kind getötet und zwei Männer verletzt wurden. ^Jn der Weingegend bei Durlach wurde ebenfalls bedeutender Scyaden ongerichtet. Viele Telegraphenstanaen wurden umgeworsen. x'rtschaftsministerium jtnbtn tmb yxito Flnschnot kn Zweck der Kon- gen. Die Präsidenten stricht und kamen zu ristiere nicht. Es ie'r Minister eine Rede e hielt. er AarmcrpraMNtm enntnis gebracht. Und 2n die Verhandlungen eine Rede über die man eine Fleischnot ■fte die amtliche Ve- D er artige Konferenzen etwas A-isbmr-S "■ Äe habe ge- $^r£n in eminenter gtariem . unbe» ^aitwirtsge { Zandel und Verkehr. UslliswirlschaN. (to.) Frankfurt a. M., 11. Aug. In den heutigen Sitzungen des Aufsichtsrats der F r a n k f u r t e r B ü r g e r b r a u e - ret Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. und der Hvfbierbrauerei Schöfferhof Aktiengesellschaft rn Mainz wurde beschlossen, den auf den 7. September elnzu- berufendcn Generalversammlungen beider Gesellschaften die V e r - einigung beider Brauereien Vvrzuschlagen. Für ie 3000 Mk. Aktien b?r Frankfurter Vürgerbrauerei sollen 2000 Mk. Aktien der Hofbierbrauerei Schöfferhof gewährt, die Firma der fusionierten Brauereien in „Hofbierbrauerei Schöfferhof und Frankfurter Bürgerbranerei-Aliiengesellschaft" geändert und das Kapital um 2 250 000 Mk. auf insgesamt 5 000 000 Mk. erhöbt werden. Hiervon erhalten 1 600 000 Mk. die Aktionäre der Frankfurter Bürgerbrauerei, während die restlichen 650 000 Mk. von einem Konsortium zum Kurse von 150 Prozent übernommen und zum gleichen Kürse den seitherigen Aktionären, und zwar auf u n v v lM4,v |V|ll_lu -....... fünf alte Aktien eine neue, zum Bezüge angeboten werden. Der I toej;r verließen nnd den ihnen auf Schußweite entfernten Gegenwert soll dazu dienen, dem durch die Vereinigung zu einem I . aken zu riefen- Freunde! Friede! Friede! Absatz 6mt nmb 350 COO MtnTitcr gelnnrrenb™ Unternebmm pne M " 1 " 5 , 6 antworteten barouf mit Flintenschüssen. MWÄ’Ä'ÄÄpÄ TÄ W in dle -urü-, reitnt in den verschiedensten Absatzgebieten bisher konkurriert wober fte von den Kosaken verfo.ot wurden haben: Es ist beabsichtigt, die Mtien, die bisher nur in Berlm Warschau, 12. Aug. In allen 80 hiesigen Zie« und Dresden notiert waren, auch an der Frankfurter Börse zur q eI ci c n begannen die Arbeiter den Streik. Die Reu- Einführung zu bringen hnft der bauten mästen eingestellt werden. Das Polizeipersonal erhielt ÄÄ Besch-, SSe-bstverteidigung niemals den Re°°-°er, einen Auftrag auf Herstellung von 20 000 Tonnen e i s e rn e n sondern nur den Säbel zu benutzen. In Lodz sand eine Schwellen erhalten hat. — Tie Westfälischen Stahl- aro&c Sozialistenversammlung statt. Das Militär schntt ein und nndm ,Nh,reiche «-rhafinngen n°r. B üchener E i s e n ba h n a kt i en find von neuem auf Der-1 Chan taug ua (Staat Rewyork), 11. Aug. (Jteuter.) staatlichungsgerüchte hin gestiegen. — Eine Konkurrenz gegen Präsident Roosevelt hielt eine Rede, in der er unter Hm- das Kohlenkontor ist in Mannheim in der syndikats- ontoe b oftr in erftarte, die südamerikanischen freien Kohlenvereinigung G. m. b. H. entstanden, deren Gründung dürften nicht Schutz auf Grund dieser Doktrin erwarten, ^Ba^fallissement in Karlsruhe. Da? kleine falls sie sich der Bezahlung regulärer Schulden entziehen Bankgeschäft W. Stösser ist gestern polizeilich gesclstossen wor- wollten. Er sei dagegen, daß sich ftemde Rationen zu Herren den, nachdem sich der Inhaber W Stösser der Staatsanwalt- sgdrimerikanischer Zollämter machten, aber die Vereinigten würden keinen Knen anfnngen, um -maische jetzt ungefähr 200 000 Mark unterschlagen haben. Rationen zu verhindern, die Befriedigung ihrer gerechtlichen Märkte. Forderungen zu erlangen, vorausgesetzt, daß eS dabei nicht Gießen, 12. Aug. Marktbericht. Aui heutigem Wochenmai-kl ^ner Okkupation deS Landes komme. Inbezug auf die 6-7 w! L Stu sls sn„° der Präsident, wenn sich di- b-sted-nd-n G°. vr.Stck.6-8Pf., Käsematte2Stck.5—6Pfg. Erlüeii vr. Liter 21 Pig., setze als unzulänglich erweisen, sei etne Gesetzgebung un- Linsenpr. Liter 32 Pfg., Taubenvr.Paar0,80 - 0,90Mk., Hühner pr.St. umgänglich notwendig. Meiner Meinung nach sollten alle 1.00-1.60 Mk, En« Pt. Stück 0.80-180 Mk, Enten Pt. Swck welche zwisch-nstanttichen Handel treiben, unter 1 80—2,20 Mk., Gän e vr. Pkd. 5o—65 Pfg., Kartoffeln vr. 100 Kg. r ' 0 J’. r. r 7'59—8 00 Mk Kwiebelnvr. Irr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter Aufsicht der nationalen Regierung stehen. 20 Pfg.', Aepkel^ver Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00 Pfg., Buenos-Aires, 12. August. Em spanischer Anarchist Kirschen pr. Pld. 00-00 Pfg'., Zwetlchen per Zentiier 0.00 Mk. toari)e tyet in dem Moment verhaftet, als er im Begriffe stand, Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—O.lo -Ak. . Schuß auf den Präsidenten abznfeuern. Marktieit 7—1 Hhr. ________________________, I -------------------— Karl Reiber eine Tochter. Gestorbene. 9(un. 5. Philippine Käs, geb. Ranüoeck, 67 Jabre alt, ohne - . ,r, .1 Bernk, dabier. — 7. Margarete Pfaff, geb. Etiler, 63 Jahre alt, Die Protesterklärimg wurde dem Justizmimster Chaumie ^^^^,, ^^^^gstschuffners Ebristian Piasf dahier. — Wilhelm übersandt. — DaS Verfahren gegen Jaluzot ist aber be- Scbmall III., 54 Jahre alt, Küfer dabier. — Heinrich Georg Sauer, reits in aller Form eingeleitet. Die Anklage lautet auf Ver- 16 Tage alt, Sobn A^etraSreti trauensmißbrauch. Die Großbanken, die über bie ^ettung ber g^ni^nT’L!;abicT;L’ Rödel, 1 Jahr alt, Sobn Gesellschaft .Printemps" berieten, haben sich bereit erklärt, M-chacl Rödel dabier. — 10. Theodor Enz, 1 Jahr zwölf Millionen neu zu schaffender Aktien zu zeichnen, jedoch alt, Cahn des Eisendrebers Karl Enz dabier. — 11. Dr. Wil- nur unter der Bedingung, daß gewiße Veränderungen in den beim Ducken, 66 Jahre alt, ordentl. Profesior, Geheimer Hoirat, Statuten der Gesellschaft vorgenommen werden. Angesichts r"^101 „ ....... der eröffneten Untersuchung wird diese Rettungsaktion der Großbanken vorläufig keine praktische Bedeutung gewinnen. Berlin V Aug Ter Kommandeur des Husaren. HnAfÄ -n äethen; 3 D6=rft Meldungen aus Wien vermißt und dürfte verimglnckt sein, v o n Keszpcki, hat, wie die ,Reue Politische Korrespondenz Eine Rettungs-Expedition ist unterwegs. — Bei einem Br an de ^rt, sein Abschiedsgesuch eingereicht. Oberst von Keszyckt in Poils (Frankreich) kam ein Mann in den Flammen um, üor ciniqer Zeit seinen in der Provinz Posen bewährend eine F-rau und mehrere Kmd"r lebensgefährliche Der- » •y . r irx. Varzellie- letzungen erlitten. Ein Mann, der zum Fenster hinausgeipri'ngen legenen ^u"d besitz an eine po n sch -P 6 war, blieb mit schweren inneren Verletzungen auf der Straße rungs- Gesellschaft verkauft haben. ricg»n. — Postadjunkt Rcblitz aus Partenkirchen stürzte am Berlin, 12. Aug. Laut den Berliner Morgenblattern Waxenstein ab. Er erlitt ziemliche Verletz.ungen am Kopf, .^e der La n d w i r tsch a fts m i n i ft er gestern in seiner Mcd-, bi. «bnmW ^bwiE°tt^ °b« sind am 11. d. M. nachmittags in allen Teilen des Landes zahl- die Frage der Fleischteuerung Hielt, die D-lerschteuerung reiche Telegraphen- und Fernsprechleitunaen durch Gewitter be-! ^erde in einigen Wochen vorüber sein. Eine auch nur schädigt und betriebsunfähig gemacht worden. Sc> wurden bei I . Oeffnung der Grenzen, insbesondere nach Meiler bei Lauchheim ^Württembergs ist bei etntm Brande, der Fiir die gesundheitlichen Wirkungen eines derartigen ectjrines in einem Hause durch eine umfallonde Oellaterne entstand, die nu^ unseren Viehbestand könne er keine Verantwortung über* ^T-rcrit 'N h-n iin'^-kritumen.__ I , _ , Kranke. (Geisteskranke ausge- NSOmmerKUr Tur schlossen). Behnslich eingerichtete _kleine Anstalt (bis 30 Patienten). AD £>'V\ £ n Kühler schattiger Park. Vorzügliche UZ L ’ M MZ ül ga aorKaame Verpfle^ng bei iBrSi 1'1 vJ v- Li M engbtem Familienanschluss. (Depen- H V ä ä dance für Mindcrbennttelte.) Pro- spekte franko. 3 Dr. M. Scbiiize-EinhleysH. Hsrvenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. y'»erichtslaak. Turin, 11 Aug. DaS Urteil gegen die Mörder Don Martinis 'lautet: Tullie Murri und Dr. Naldi je 30 Jahre 8V8% Gefängnis und 10 Jahre Polizeiaufsicht, Rosa Benetti 7 Jahre 31/, Siefängnis, Dr. Socchi 10 Jahre Gefängnis und Gräfin Lmda 13Vt% Donmartini 10 Jahre 65efängui§. Außerdem wurden sämtlichen to/n Ang^klaaten die Gcrichtskosten auferlegt. «Ve6/» Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Montag, den 1 4. August 1905. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Dienstag, b e n 15. A ngust 1905. Mariä Himmelfahrt. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht, um 7 Uhr • Die erste heil. Meffe, vor und m der-, ,, . - ,. Q„ ' um 9 ktb=n SlnSteilunq ber beit, flommunion. W, «us.er. A,E«nhn., . 97.- " gönnt«!!'' miet iit f«1^ oon 3.S«1*% b. ®r' KHÄr -K- «IN» um 8 Uhr: Die zweite heilige Meffe. ' Militargottesdienst mit Predigt, um 9V, Uhr: Hochamt mit Predigt. 9>nch.uittaas inn 2‘ Hhr: Tcft-Andncht nut Sencn. _ Arbeitsnachweis der Stadt Gießen ©orten fhrofce 8 (®ürgermdftereigtbAube) flhmeet Wr. 1*. Der Arbeitsnachweis hol die Aufgabe, zwilchen Arbeitgeber« and Arbeitnehmern (Arbeiter« jeglicher Art, Dienstbote« «ud Lehrlinge») unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Vertragen von 8 bi» 1 Uhr und von 8 btl 6 Uhr geöffnet 66 können eingestellt werden: 1 Spengler, 2 Bau- u. 1 Kunstschlosser, 1 Schmied, 1 Strickerin, n Schreiner, 1 Rufer, 2 Wecklrägermnen, 1 Friseur, Schneider, lErdarbelter, jüngere Äirbeiier (auswärts), 2 jüngere Hausburschen, il Köchin (auswärts), Dienst- und Hausmädchen, flau ffrauen oder Mädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schreiner, 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher. 66 suchen Arbeit: B1*/, 1 Schmied. 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Maschinenschlosser, Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 2 Wäscherinnen, 1 Schneider, 1 Installateur, 1 Lauffrau, Haus- oder Bureaudiener, 2 Bureau- gehllien, Kassierer.______________________________________________________ Bekanntmachung. Die Lieferung des Bedarfs an Strenstroü für das städtische Schlachthaus — etwa 160 Zentner Kornslroh, Dtaschuien- Lrusch — ist zu vergeben. Angebote hieraus sind verschlossen mit der Aufschrift »Angebot auf Streustroh" bis zum 20. d. Mts. bei *mS einzureichen. Gießen, den 10. August 1906. B /, Großherzoglide Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekannttuachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. August bis 15. Oktober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet sind. , __ . Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Fned- hofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore geschloffen. Gießen, den IL August 1905. B /8 _______GroKberrogl_________'^meisserei Gießen.___________ Grummetgras - Versteigerung der Stadt Gietzen. Samötag 19., Montag 21. und Dienstag 22. August L IS. soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen meiftbietenb »er- steigert werden, und zwar: Samstag, 19. August: a. nachmittags 3 Uhr an Ort unb Stelle von ben Wiesen bei ber Margaretenhütte, b. nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen bet ber Aktienbrauerei (bisher ber letzteren gehörig). Montag, 21. August: a. vormittags 9 Uhr an Ort und stelle von den Wiesen im Neustädterfeld und von den Wteseckböschungeu, b. vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Wittve, Grünbergerstraße 6, von den Wiesen im Heegstrauch, im Rußland und von dem unteren Tell des Jrtedhofs am e. nmhmitt?gs^'Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal und von den HospUalwiesen in ber Gemarkung Wieseck, d. nachmiitags 5 Uhr an Ort unb Stelle von etwa 25 Morgen Wiesen in ber Schwarzlach. DieuStag, 22. August: *. vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von ben Ochsenwiesen, einer Hospital- unb Pfarrwiese, von den Wiesen im Stolzen- morgen, Utersbrunnen und Altentisch, b. nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in ber Gemarkung Rödgen, c. nachmittags 2r/, Uhr an Ort unb Stelle von ben Wiesen tn ber Gemarkung Alten-Buseck, ' d. nachmittags 8 Uhr an Ort unb Stelle von ben Wiesen in ber Gemarkung Großen-Buseck. Die Zusammenkunft ist am 19. August bei ber Margareten- ^utte, am 21. August am Reustäbtertor uub am 22. August an ben ^Die ^roßh. Bürgermeistereien der umliegenden ©emernben ,werben ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu .lassen. B»/, Gießen, den 11. August 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________ Mecum.________________ Vergebung von Banarbeiten. Zur Erbauung der veterinär-medizinischen Institute, und zwar beS Aubitoriumsgebäudes, der Lehrschmiede und (beS chirurgischen Hundestalles, werden die folgenden Arbeiten -unter Zugrundelegung des MinisterialerlasieS vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben: Los I. Schreinerarbeiten: 22 Türen, 92 qm Riemen- böden 2C. „ n. Glaserarbeiten: 25,50 qm Holzfenster. „ III. Tüncherarbeiten: 920 qm Wand- und Deckenputz. „ IV. Anstreicherarbeiten: 350 qm Leimfarben» anstrich, 820 qm Oelfarbenanstrich. „ V. Schlofserarbeiteu: 22 Türen anzuschlagen. „ VI. Treppenarbeiten: Holztreppe von 41 Stufen mit Geländer. „ VIL Fassadenputz mit Terranova: 1060 qm. „ VIII. Beton- und Terrazzoarbeiten: 140 qm. Ferner werden unter den hierzu berechtigten Installateuren /am Ort ausgeschrieben: Lo» IX. GaS- und Wasserzuleitnng: 200 lfd. m Rohre in verschiedenen Dimensionen liefern und verlegen. „ X. Entwässerungsanlage in und außerhalb der Gebäude: 200Ifb.m gußeiserne Muffen- rohre, 120 Ifb. m Steinzeugröhren liefern und verlegen. Angebotsunterlagen können auf unserem Zweigbureau, Frankfurter Straße 85, eingesehen, Angebotsformulare (keine Zeichnungen) dorther bezogen werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind au genanntem Zweigbureau bis Mittwoch den 23. August, vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. August 1905. B18/a Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Becker. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung. stürme ond preiswert die BrühPsche Universitäts - Druckerei, Schulstr. Arbeitsvergebung. Auf Grund des Ministerial-ErlaffeS vom 16. Juni 1893 ollen die bei der Erbauung zweier Verwaltungsgebäude, mS- >es. beim inneren Ausbau der Wohnungen vorkommenden Schreinerarbeiten (2 Lose) nnd Schlosserarbeiten 2 Lose) sowie die Lieferung von Holztreppen (2 Lose) und das Verlegen von Fußboden- und Wandplättcheu Philosophenwald. Sonntag, den 13. August: Grosses Konzert ausgeführt von der Eintritt 40 Pfg. Anfang 5 Ehr. 40 mm einschl. 800 kg unbearbei eter 100kg bearbeiteter Formstücke hierzu 1 05ä6u Reichshalle". 4222 werden. Heinrich Balser 4159 Für gute Speisen und Getränke ist bestens gejorgt. (4206 versteigert werden. Gemmecker, Pfandmeister. (Wetterau). b11/. Carl Dorfeld 4212 [4226 terbfallShalber Der Festausschuß. Dn/i Der Vorstand. Der Vorstand. 053-13 DaS Kommando. B"/. Hex* eine mm mm mm mm 1 1 1 1 1 desgleichen desgleichen desgleichen desgleichen weit wen we,l wert weit imd 2840 100 24 455 m m m m 70 80 150 200 Walzenstuhl. Mahlgang. Schrotgang. Putzerei neuester Konstruktion. Lokomobil (4 Pferdekräfte). von 22 m Pünktliches unb zahlreiche- Erschetncn erwimschl. Die Lieferung, da- Verlegen, AnS- heben der Rohrgräben zur Herstellung Dienstag, de« 22. dö. MtS., nachmittags 4 Uhr, auf dem Rathaufe dahier freiwillig versteigert. Die Wafferkrast beträgt etwa 10 Pferdekräfte. Die Mühle hat liegendes Werk. Visitenkarten liefert rasoh and billigst Brüfalsche Colt-Druckerei. 2 Lose) vergeben werben. Zeichnungen, Bebingungen unb Angebotsabschriften liegen auf unserem Amt währenb ber Amtsstunben zur Einsicht offen, letztere werben gegen Erstattung ber Selbstkosten abgegeben. B"/> Die Angebote sind verschloffen, mit entsprechender Anschrift versehen, portofrei bis spätestens TienStag, den 29. August, vormittags 10 Uhr bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Eröffnung der Llngebote zu derselben Zeit. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Bad-Nauheim, den 12. August 1905. Baubehörde für die Neubauten in DadNauheim Jost. EtwaS Land ist vorhanden. Großen-Linden am 12. August 1905. Großh. OrtSgericht. Leun. Bieoenhonig neuen, sehr seinen, empfiehlt 3367 Lehrer Döll, Wieseck, Rabenauerslraße nächst b. Pforte. Im Ohampoonieren (Damen-iopfwascbtn mit Trookenapparat) empfiehll sich Hermann Plank Witwe Spezial Damen-Jrisiergejchäft KaPlanSgafte 2. wozu ergebenft einlaben die Wirte Wilhelm Wagner. Berlin S.O.NeandiPitpA 8k. er»i86 Werfcirefrsfl. / ZimNkcKiipil-8estlsch>st „Spitzbart". DßT Heute abend 9 Uhr Kommers iw »Kronprinz", Licherstraße, wozu Freunoe und Nachbarn herzlichst nngeladen find. B11', gußeisernen ober Mannes^ Mann-Rohrleitungen Montag, de« 14. Angnst abends 81/, Uhr ^aupt-ttebung Liederkranz Vn/e Heute Abend bei Mitglied ällskovsk«. Jngboörnangndj Bernsteinlackfarbe lose gewogen, Pfund 90 Pfg., über Nacht trocken, SpirituSlacksarbe lose gewogen, Pfund 80 Pfg., sofort trocken, sowie Oelfarveu, Lacke, Pinsel usw. Gustav Walter, MLusburg 13. Telephon 386. LLLMZ-s Dreher, Haarunterlagen etc. werden gut unb billig angefertigt. Hermann Plank Witwe Spezial Damen-Frisiergeschast KaplanSgafte 2. Versteigerung einer Mühle. Die 1 km vom hiesigen Orte ent» ernt liegende Bauernmühle wird Akne Mufft In offeriert zu Dtt. 2.75 pr. Ztr. mit Sack ab Friedberg i. H. hv11/» A. Stahl Wwe, Inhaber M. Stahl, Friedberg i. Heften. Restauration Karlsruh schönster Aussichtspunkt um Giessen. Lokalitäten der Neuzeit entsprechend. Neu trbntt.Saal, sowie,rSsj.». ßleillere separ.Zmmet f-Aereiar, SestLschaflenelt. Wein, Bier, Kaffee, Mich nnd Speisen Io nur vorzüglicher Qualität. Kriegerverein Giessen Monatsversammlung Dienstag, de« 15. August l. I., obenbS 9 Uhr im Veremslokal (Feidel). vl,/e Tagesordnung: Gravelotte- und Sedanfeier. Verschiedenes Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung C"/, Grossh. Musikdirektors Herrn C» Krausse. BlMttHer Cesangverein Sonntag, den 13. Angnst WW Licherstraße, 1. Schneise recht» Abmarsch mit Musik 21/, Uhr vom Lubwigsplatz. Bei ungünstiger Witterung üon 4 Uhr ab in der Turnhalle. Lohnender Verdienst! Für Sieben und Umgebung werben Herren aus allen Ständen zum Betriebe der Sterbekafteu- und Kiuder-Bersichcrung mit wöchentlicher unb monatlicher Prämienzahlung vou angesehener alter Lebens-BerstcherungS-Gcfellschaft als Mitarbeiter gesucht. Gewährt werben reichliche Provisionen, Gehälter unb evtl, auch Spesen. Auch Richtsachleute sinben gern Berücksichtigung unb kostenlose Einführung in bie Branche. Gefl. Offenen erbeten unter K. 1004 an Haaseustein n. Vogler, Laßet. hr11/, Sonntag, den 13. und Montag, den 14. Angnst Kirchweihfest NttschMNIHMlkM Klimskls (e- 93.) Z weig verein des TaunuStlubS. Sonntag, 20. Aug. 1905, mittags 12 Uhr: Wweihusg des ncnciböntcn Aossichtstiirmts „Kaiser Wilhelm-Warte". Nachmittags von 3 Uhr ab: Sommcrfest mit Bazar in der Linden-Allee des Herrschaftlichen Gartens. Musik ber Marburger Jägerkapelle. — Eintrittspreis 50 Psg. FrWartojsel 10U Psd. mit Sack unt. Nachnahme zu Zwei Mart 75 Psg. versendet I. Haas, Friedberg Couverts mit Zirma billigst vrMiche UnwerMätr-Vruckerei. Sieben. IampiSrcstzmchiüc. Zeige hiermit ergebend an, daß ich meine Dreschmaschine bei der Pulver- mühte ausgestellt habe. Dreschlustige wollen sich melden bei Wirt Rupp, Herrliches Haar Ä 1 erhält man bei Anwendung des überall eingcsührlcn Keruan. gannin» Wasser v.Ä.A.Uylmann &(So., Reichen, bad) i.B. DaS beste Haarwasser d.Wclt, bis jetzt unübertroffen. Aerztl empfahl. Tausende von Anerkennungen! Flasche 1,75 und 3,50. Zu haben bei: Louis Zutt, Emil Koch, Friedr. Büttner, Hetnr. Simmer, Friseure, so- wie in jedem Friseurgcschäfte. WanzenSod absolut sicher. Flasche 50 Pfg. Adler-Drogerie seitereweg 39 Otto Schaai. 4172 Neues* Saalbau - (früher Stein’s Garten) Sonntag, den 13. August 1905, abends 8 Uhr Zweites Grosses Konzert des I. Stockholmer Damen-Gesangs-Quartett Direktion: Frau M. Hafgren. In Original-Landestrachten von Dalarne in Schweden. MnnOC reichhaltiges Programm, Solis, Terzetts und Quartette UvLvb in schwedischer und deutscher Sprache. [4114 Eintritt 60 Pf. Im Vorverk. b. Herrn Challier 50 Pt. ; >;>€ ❖♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦<'O Gabclsberger 6tenogn**fiii ließen und Damentränzchen. v12/, 6 ”= Fa m i 8 ie u - Äuu g nach Kloster Arnsburg. Abfahrt 2W Uhr nach Lich. — SonntagSfahckarte. — Freunbe des Berems finb roillfommen. Der Vorstand. Gesellschaft Sachseuhanseu Sonntag, den 18. August 05333 Waldfest am Hardhuäldehea Abmarsch mit Musik um 2*/, Uhr vom Fischerhof aus. Bei ungünstiger Witterung in Bichlers groyem Saal. Freier Eintritt. 6/10 Bier 15 Pfg. Der Vorstand. Gießen, den 12. August 1905. Seipel, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Freitag, den 18. August l.JS., uachm. 3 Uhr sollen im stäbt. Psanblokal, Seltersweg 11 bahier bie wegen rückständiger Ortskrankenkasse» - Beiträge pro Monat April 1905 gepfändeten Gegenstände: Möbel aller Art, 1 Pferd, eine Dezimalwage unb eine Schuhmacher-Steppmafchine ür die Waffcrstaiioncn der Neubau- strecke Grebenhain—Gebern sollen verdungen werden. Die Entwürfe liegen bei Baufeltion in Gedern (Oberhesfen) zur Einsicht auS. Bedingungen und AngrbotSmuster können vonhier ür 1.00 Mk. (nur Postanweisung^ bezogen werden, wo auch Eröffnung der mit entsprech. Autschrift vcr- ehenen und vorher einzusendenden verschlossenen Angebote am Samstag deu 26 August dö. IS. erfolgt. Zuschlagsfrist 8 Tage. Nidda im August 1905. Großh. Eisenbahn-Bauabteilung Versteigerung. Montag, deu 14. dö. MtS., nachmittags 21/, Nhr, sollen dahrer Ntarltplatz 20 tm Adler: Haus- und Küchengeräte aller Art, eine Partie Schuhwaren, drei Pferde, eine Kuh, ein Break, eine Nähmaschine, e,n Fahrrad, eine Schreibmaschine n. v. A. zwangsweise gegen bar versteigert