Erstes Blatt. 155. Jahrgang Freitag 12. MailVOF Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gichen außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen, dtttter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'ichen Univers^Buch-u. 6tein- druckerei. 8L Lang«. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulsteatze 7. Lldresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. monatlich 7b Ps^oiettek- jährlich Mk. 2J?0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mt. 2.—Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ir d:e Tr rsn aanrer 'S vomrittagS 'chr. Ze^envreiS: ...MZLPfv arfswärtS L- Wz. BerantwortL'ch vrt den polst, und tjjciit. Teil: P. Wittko; für »Stadt und fiontr und ^GerichtZiaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck< GietzenerAnzeiger General-Anzeiger ® '** Ile Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. ---------------------1 I • ' — Are Aeise des Kaisers. . Kaiser traf, wie aus Saargemünd gemeldet wird, um 12 Uhr auf Schloß Nemelfingeu ein, wo er von dem Präsidenten des Landesausschusses von Jaunez, dem Reichstagsabgeordneten Dr. Jaunez begrüßt wurde. Nachdem drei Mädchen in Lothringer Tracht dem Kaiser ein Blumenbouquett überreicht hatten, bewillkommnete auch der Bürgermeister von Nemelfingeu den Kaiser. Der Kaiser schritt dann die Front des .Kriegervereins ab, und begrüßte Frau v. Jaunez aufs herzlichste. Er reichte ihr seinen Mm und führte sie ins Schloß. Hier fand ein Frühstück statt, an welchem noch der Bezirkspräsident Graf Zeppelin-Asch Haus en und der Kreisdirektor Böhmer teilnahmen. Nach dem Frühstück begaben sich die .Herrschaften auf die Veranda des Schlosses, der Kaiser in lebhaftester Unterhaltung mit Jaunez. Der Kaiser überreichte dem Präsidenten v. Jaunez den Stern zum Kronenorden zweiter Klasse. Um 2 Uhr fu.hr der Kaiser nach Metz weiter. Der Statthalter von Elsaß-Lothringen Fürst zu H o h e n- lohe- Langenburg und der Staatssekretär v. Köller trafen schon vormittags dort ein. — Ter Bezirkspräsident Graf Zeppelin fuhr dem Kaiser nach Saargemünd entgegen. Der Kaiser traf im Sonderzuge um 3 Uhr 55 Min. üt Moulins ein und fuhr von hier im Automobil zur Feste „Kaiserin". Hier stieg der Kaiser mit den Herren des Gefolges zu Pferde und ritt in kurzem Galopp nach Gravelotte; ihm zur Seite ritten der Kommandierende des Hauptquartiers General v. Plessen und der kommandierende General v. Stoeher. Die Truppen der Garnison Metz bildeten Spalier. Das zahlreich versammelte Publikum brachte dem Kaiser lebhafte Ovationen dar. An der Gedenkhalle aus dem Friedhöfe von Grave l o t t e empfingen den Kaiser der Statthalter Fürst von Hohenlohe, Staatssekretär v. Köller und Bezirkspräsident Graf Zeppelin. Der Halle gegenüber hatte eine Kompagnie des 67. Regiments mit sämtlichen Fahnen und eine Eskadron der 13. Dragoner mit sämtlichen Standarten der Garnison Aufstellung genommen. Zur Seite hatten sich die Bürgermeister aus dem Kreise Metz und die Kriegervereine von Lothringen, diese mit ihren Fahnen, versammelt. Der Kaiser stieg vom Pferde und begab sich in die Gedenkhalle, wo der Metzer Liederkranz, von einem Bläserchor begleitet, eine Hymne anstimmte. Die Fahnen und Standarten wurden in die. Halle gebracht. Der Statthalter dankte in einer kurzen Ansprache dem Kaiser für sein Erscheinen, sowie für das Geschenk der in der Halle aufgestellten Engelsstatuen und erbat die Erlaubnis zur Einweihung der Halle. Die Feldzeichen senkten sich. Der protestantische Militäroberpfarrer Friedrich sprach das Weihegebet; nach ihm sprach der katholische Garnisonspfarrer Monsignore Umpsenbach ebenfalls ein Gebet. Der Kaiser unternahm hieraus einen Rundgang durch die Halle, unterhielt sich mit den ausführenden Künstlern und zeichnete viele der Anwesenden durch Ansprachen aus. Nachdem er sich noch in das aufliegende Goldene Buch eingetragen hatte, ritt er "nter Hurrarufen der Versammelten zur Feste „Kaiserin" zurück und fuhr nach kurzem Aufent- halte von da über Moulins und Longevilte durch die Moselpromenade im Automobil n a ch M e tz. Unter Glockenläuten und unter lebhaften Ovationen des Publikums traf der Kaiser um 6i/2 Uhr in der reich geschmückten Stadt Metz ein. Vor dem Generalkommando stand eine Ehrenkompagnie des 145. Regiments, deren Front der Kaiser abschritt. Der Kaiser nahm darauf Wohnung in dem Generalkommando, an dessen Portal er von Frau General v. Stoetzer empfangen wurde. Der Kaiser hat dem Bezirkspräsidenten Gras." Zeppelin - Aschhausen den Kronenorden 2. Kl. unter anerkennen- den Worten selbst überreicht. Eine Aeußerung des Kaisers? Der Kaiser soll bei der Kritik über die Parade in Straßburg auch eine Aeußerung über den russisch-javanischen Krieg haben fallen lassen, an die wir nicht glauben können. Die Aeußerung soll nach der dortigen Bürgerztg." gelautet haben: Das russische Seer, welches bei Mulden gefochten, fct durch Unsittlichen und Alkoholgenuß — die betr. Aeußerung habe noch 'drastischer gelautet entncrbt. Nur so könne man sich die russische Niederlage her Muk^d en erklären. Deutschland habe, nachdem Rußland seine Schwache gegenüber der gelben Gefahr gezeigt, unter Umstanden die Aufgabe, der Ausbreitung dieser Gefahr cnt- »egenzu treten. Tie Offiziere und Mannschaften des deutschen Heeres sollten streng darauf halten, daß ihre Zett gut aus- geftillt sei, damit sie nicht auf Ünitttttchkert und Vollerer ber- sallen. Man solle die M a n n s « a f t e n s ch a r f a n st r e n g c n, damit sie kein- Zeit hätten, an derartiges zu denken Die „Bürqerztq." scheint das geträumt zu haben. Der Zar und die Unruhen. Tie „Frkf äta." laßt sich aus Kopenhagen schreiben: Me aus bestunterrichteter Quelle mitgtieitt wird hat der Kaiser von Rußland sich nunmehr gegen den.bestimmten Rat seiner Umgebung dazu entschlossen, jede -doche wenigstens zweimal nach St. Petersburg zu gehen Seit dem 21. Januar hat der Kaiser von der Hauptstadt sich ferngehalten. Der Kaiser hat während der letzten drei Monate zu wiederholten Malen nach Petersburg übersiedeln wollen, ist aber jedesmal geradezu verhindert worden, von Zarskoje Selo abzureisen, indem die höchste Polizeibehörde ihm zu verstehen gab, daß die Lage dermaßen gefahrdrohend [ei, daß die Polizei keine Verantwortung würde übernehmen können. Der Krieg. Eine Kundgebung des japanischen auswärtigen Amts. Das Auswärtige Amt veröffentlicht folgende Mitteilung: Seit dem Kamranh-Zwischensall wies die französische Regierung sowohl die Zivil- als auch die Militärbehörden Jndochinas an, an den Kästen des französischen Gebietes genaue Wache zu halten und die Schiffe der krieg führende:: Parteien aufzufordern, nicht in den französischen Gewässern zu fahren. Als berichtet wurde, daß das dritte russische Geschwader sich 'den französischen Gewässern nähere, wies die französische Regierung dw Marinebehörden Jndochinas nochmals an, genaue Wache zu halten und mit allen in ihrer Macht stehenden Mitteln wirksame Maßnahmen zu ergreifen, unr eine Verletzung der französischen Neutralität zu verhindern. Gleichzeitig gab sre der russischen Negierung von diesem Befehl Kenntnis. Die französische Regierung unterrichtete auch die japanische .Gesandtschaft in Paris, daß sie telegraphische Nachricht erhielt, daß russische Schliffe nicht bei Nacht in der Honkohebucht gesehen wurden. Dns japanische Blatt „N i t s ch i N i t s ch i S ch i m b u n" sagt: Japan hat das Recht zu fordern, daß England die Bestimmungen der Allianz zur praktischen Anwendung bringe, da die französische Duplizität Anlaß dazu gebe. Japan sei berechtigt anzunehmen, daß Frankreich die Unterstützung Rußlands beabsichtige. Der Aviso „K e r s a i n t" mit Soldaten der französischen G esaindtsch aftsw ach e in Söul an Bord ist von Tsch e- mulpo hier wieder cingetroffen. nachdem schon mehrere französische Truppenabteilungen von Söul zurückgezogen worden sind. Der Polizeidienst in Söul wird durch die Koreaner unter Aufsicht der japanischen Behörden gesickert. In der Mandschurei. Ein Telegramm des Generals L i n e w i t s ch an den Kaiser vom 10. d. M. meldet: Am 7. Mai wurden unsere Vorposten auf der Linie P o dy su v ch e-S ch i h u y von feindlicher Kavallerie angegriffen. Die Japaner wurden unter Kreuzfeuer zurückgeschlagen. Am 8. Mai erneuerte der Feind den Versuch, unsere Vorposten im Norden zurückzuschlagen, ohne Erfolg. Eine russische Kavallerie -Abteilung, drang am 9. Mai bis zu den von den Japanern besetzten Minen von Schahetz t; vor. Durch Artilleriefeucr und eine llmgehungs- bewegung der Japaner wurde sie gezwungen, sich auf das Dorf Schianzu zurückzuziehen. Nachdem sie aus diesem Dorfe vertrieben wurden, gingen sic bis zu dem Dorfe Madkopa zurück. Das Wladiwostok-Geschwader. In Tokio verlautet, wie Reuter meldet, zwei Schiffe des Wladiwostok Geschwaders seien am Dienstag auf der Höhe von Aomori gesehen worden. Spionage. Der Franzose Bougoui"., der m Tokio als Spion verhaftet wurde, hält sich seit 30 Jahren in Japan auf. Er ist Korrespon dent mehrerer Zeitungen und hielt sich in dieser Eigenschaft über die Kriegsercignisse genau auf dem Laufenden. Der frühere Schiffs in gen ienr der japanischen Marine Jwasaki wurde in Zusammenhang mit der Bougonin-Affäre verhaftet. Jwasaki, der in den letzten Jahren wegen anerkannt schlechter Führung aus der Marine entlassen wurde, wurde seines Ranges verlustig erklärt und schon seit langer Zeit von der Polizei beobachtet. Aeutsch-Südwestasrika. Berlin, 11. Mai. (Amtlich.) Der nördlich von Otjim- binde stehende Hauptmann Wilhelmi schob die Postierung nach E p a t a vor. Von dort soll am 18. Mai ein Detachement unter Hauptmann Rembe den Eiseb abwärts bis in die Gegend von Blaubuschpfanne an der englischen Grenze Vorstotzen. In Süden hatte Oberleutnant v. Bülow am 27. April bei Huams ein siegreiches Gefecht gegen eine fünffach überlegene Bethanierbande unter Cornelius. Der Gegner hatte 6 Tote: diesseits fielen Oberleutnant von Bülow, früher Dragonerregiment 18, und zwei Reiter; schwer verwundet 4 Reiter. Cornelius wurde daran anschließend am 1. Mai bei Kümakams am oberen Kutip geschlagen, wie bereits gemeldet. Major v. Estorfs verbleibt zunächst am Anob in der Gegend von Kowes-Gochas und klärt erneut bis zur Grenze auf, um beit derzeitigen Aufenthaltsort Hendrik Witbois fest- zustellen. Ueber die Operationen an den K a r a s b e r g e n liegen neue Nachrichten nicht vor. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Auf Patrouille bei HuamS am 27. April 1905 gefallen: Oberleutnant Siegfried v. Bülow, geb. 10. April 1871 in Schwerin i. M., früher Dragoncr-Negt. 18 (zwei' Bauch- und drei Oberschenkclschüsse); Gefreiter Josef Kopitzki, geb. 3. März 1882 in Ostrosnktz, früher im 6irenadier-Regt. 11 (Kopfschuß): Reiter Hermann Wendt, geb. 24. April 1883 in Balz, früher 3. Garde-Regt. zu Fuß (Schuß 'durch Kopf, Brust und rechten Oberschenkel). — Schwerverwundet: Unteroffizier Aug. Petoren, geb. 21. März 1881 in Pahlen, früher Dragoner-Regt. 13 (Schuß in linke Schulter und linken Oberschenkel^: Unteroffizier Heinrich Pell, geb. 5. Febr. 1882 in Rotthalmünster, früher bayerisches 1. Jnf-Regt. (Sckuß in linken Oberschenkel': Gefreiter Gustav Pohl, geb. 24. März 1878 in Großnig, früher Kommando der ostasiatischen Besatzungsbrigade (Streifschuß am Rücken und linken Oberarm); Reiter Otto Reinke, geb. 17. April 1883 in Caro- linental, früher Husaren-Regt. 16 (Schuß in die rechte Hüfte). — Leichtverwundet: Leutnant Hans Fischbach, geb. 4. März 1879 in Amborg. ftüher bayer. 9. Inf.-Regt. (Schuß durch linkes Ohr.) — Am Tvphns gestorben: Reiter Eugen Stamm, geb. 16. Okt. 1881 in Hausen, früher bayerisches 2. Ulanen-R'egt., am 9. Ma: im Lazarett Kalkfontein: Reiter Heinrich Seiler, geb. 2. November 1883 in Pfeddersheim, früher Jnf.-Negt. 25. am 3. Ma: aus Si'gnalstation 86. deutsches Reich. Berlin, 11. Mai. Der Bundesrat stimmte in seiner heutigen Sitzung dem Gesetzentwürfe über die Bildung deutscher Kommunalverbände in den Konsular- gerichtsbezirken und dem NicderlassungLvertrage zwischen Deutschland und den Niederlanden zu. — Der Aufenthalt des Prinzen Eitel Friedrich in Esher, einen: Landsitz der englischen Königsfamilie nahe bei Kingston, hat laut „Elb. Zig." den Zweck, die Prinzessinnen Viktoria und Margarete mit dem Prinzen Eitel bekannt zu machen. Eine Verlobung, die noch vor der Hochzeit des Kronprinzen publiziert werden dürfte, wird angeblich das Ergebnis dieser Zusammenkunft sein. (?) — Der „Neichsanzeiger" veröffentlicht die Bekannt-» machungen des Reichskanzlers betreffend den Schutz von von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auf der Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Münch en 1905 und betreffend die Außerkraftsetzung von Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes zu Gunsten des Groß Herzog tu ms Luxemburg. — Der „Berliner Korrespondenz" zufolge geht dem Reichstag nächster Tage eine Vorlage zu, durch die die ReichSbank zur Ausgabe kleiner Banknoten von 50 und 20 Mk. ermächtigt wird. — Der Entwurf trägt im wesentlichen dem Bedürfnis nach Vermehrung der kleinen Wertzeichen Rechnung. — Die neuen Noten werden in den im Bankgesetze bezeichneten Betrag der in: Umlaufe befindlichen Banknoten eingerechnet, so daß die bankgesetzlich vorgeschriebene Deckung sich auf sie mit erstreckt, und der metallische Grundcharakter deS deutschen Geldumlaufes durch die Notenausgabe in keiner Weise berührt wird. Die fünfzig und zwanzig Mark-Noten werden im Verkehr die Stelle der entsprechenden Reichskassenscheine vertreten; es ist daher in Aussicht genommen, die Kassenscheine über 50 und 20 Mk. einzuziehen und an ihre Stelle solche von 6 und 10 Mk. treten zu lassen. Ausland. Paris, 11. Mai. Der japanische Gesandte Dk. M o t o n o wird von Varis Ende dieser Woche nach 'dem Haag reisen, um an der Schied sgerichtssitznng vom 15. Mai teilznnchmen, die sich mit der Regelung der Mischen Japan einerseits und England, Deutschland und Frankreich andererseits entstandenen Streitfrage wegen der von feiten der japanst« scheu Staatsbehörden von den Ausländern erhobenen Steuern auf die von der Regierung eingeräumten Grundstücke befassen soll. Rom, 11. Mai. (Kammer.) Der Marineminister Jegt einen Entwurf betr. die N a ch t r a g s k r e d i t e für die Marine vor, in dem das Budget für 1904-05 auf 125 Millionen, das für 1905-06 auf 126, für 1906-07 und 1907-03 auf 133 und das für 1908-09 bis 1916-17 auf 134 Millionen festgesetzt wiiH>. Nach dem Flottenprogramm, wie es nach dem Entwürfe bis einschließlich 1908-09 vorgesehen ist, wird die Flotte, was die Zahl der Schiffe und ihre Stärke anbetrifft, verdoppelt werden. In den aktiven Dienst werden eingestellt 4 Linienschiffe: vom Typ „Vittorio Emanuele", 4 gepanzerte Kreuzer vom Tttp „Sau Giorgio", ein Küstenpanzer, 14 Torvedobootszerstörer, 12 Unterseeboote und 42 Torpedoboote. — Die Kammer beginnt darauf die Beratung des Etats des Auswärtigen und vertagt sich sodann. — In der K a m m e r flohen heute kurz nach 'Beginn der Sitzung Plötzlich die Abgeordneten aus der Aula. Auf der Pressetribüne konnte man sich diese Flucht nicht erklären; nachher erfuhr man, daß durch den Bruch eines Kloakenrohrs der Aufenthalt in der Aula unmöglich 'geworden war. — In der Deputiertenkammer brachte der Postminister eine Vorlage ein betr. Herstellung einer neuen Telegraph en Verbindung zwischen GenuaundFrattk- furt a. M. : Wien, 11. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm nach kurzer Debatte die zweite Gruppe des Zolltarifs (Holz und Papier) an. Budapest, 11. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm mit großer Mehrheit den von der koalierten Linken eingebrachteN Adreßentwurf an. Die Adresse wird durch das Präsidium der Kabinettskanzlei des Königs übermittelt. Petersburg, 11. Mai. Der Prozeß gegen den Mörder des G r o ß f ü r st e n S e r g i u s wird bereits in b-en allernächsten Tagen vor dem Kassationshofe des Senats ver- handelt werden.________________________________________________ AAßerorderrtl. Werbarrdsiag deutscher Kochschuken. in. S. u. H. Wei m a r, 11. Mai. Heute wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Zunächst tourbt die gestern begonnene Debatte über die neuen Verb and s'sa tz- u n g e n zu Cmde geführt. In den Grundsätzen wurde hervor- gehobnr, die Ausbildung des Charakters, d. h. das Streben, sich durch Selbsterziehuing zu einer geistigen wie sittlich freien Persönlichkeit zu entwickeln. Dies ist nur möglich, wenn der Student die ihm von der Hochschule gebotene Gelegenheit benutzt, in Bertihrung mit Kommilitone:: der verschiedensten AnschaurmgeN und Kreise zu treten und im unbefangenen Verehr mit ihnen die eigenen Anschauungen zu bilden und zu entwickeln. Aus dem Bewußtsein, ein Lernender zu sein, und aus dem Prinzip der Selosterziehung folgert ftir den Studenten die Pflicht, jede Absonderung nach parteipolitischen oder konfessionelleir Gesichtspunkten selbst zu vern:eiden und ihr_ gegebenenfalls ßei seinen! Kommilitonen entgegenzutreten. Die wirksame Betätigung des Prinzips der Selbsterziehung wird dem Sttchenten gewährleistet durch die akademiscyeFreiheit. Diese schließt vor allem in sich 11 die Lernfreiheit, 2) die Freiheit, sich zu Vereinigungen zum Zwecke der Selbsterzrehung zusammenzuschlicßen und allgemeine sn'.dentische Angelegenheiten sowohl innerhalb der eigenen Hochschule, als auch zwischen verschiedene:: Hochschulen frei -n besprechen. Tie akademische Freiheit, die der Student genießt, legt ihm m:dj die Pflicht auf, sie nicht zu mißbrauch en. Mißbrauch der Freiheit aber ist eS, wenn man die oben ausgesprochenen Pflichten des Studenten verletzt und sich insbesondere zu geschlossenen Korporationen rein politischer oder konfessicmeller Natur von der übrigen Studentenschaft absondert. Tann wurden die Statuten beraten und festgesetzt. Nach Erledigung der Verbandlungssatzungen ging man'zur Besprechung der Frage der tonfcssionellen Verbindungen über. Am Abend fand unter überaus zahlreicher Beteiligr:::g der akademischen Kreise von Weimar und Umgebung und unter An- Wesenheit der Delegierten aller deutsche:: Universitäten und technischen Hochschulen der Festkommers statt. Dazu hatten sich ü. a. der Oberbürgermeister der Stadt Weimar-, Geh. Rcgicrungsrat Pabst, sowie Pros. Tr. Encken-Iena eingefunden. Aus Stadt Md Land. Gießen, 12. Mai 1905. _ — Das Groß herzogliche Paar, sowie Prinzessin Dorothea von Solm8-Lich, sowie Prinzeß Luise von Battenberg sind gestern nachmittag 3.50 Uhr mittels Sonderzuges nach Frankfurt a. M. gefahren, benutzten von da ab den fahrplanmäßigen Zug bis Butzbach und von hier and die Nebenbahn bis Lich. Die Herrschaften werden im Laufe des Freitag wieder hierher zurückkehren. — Das GroßhcrzogSpaar in Mainz. Der Großherzog trifft am nächsten Dienstag abend, wie uns berichtet wird, mit der Großherzogin fiter ein und bleibt bis zum Samstag in unserer Stadt. Zweifellos wird die Stadt dem Großfierzoglichen Paare, das im Schlöffe Wohnung nimmt, einen festlichen Empfang bereiten. • * Die Schillern u8 stellung der Universitätsbibliothek ist heute den Besuchern eröffnet worden. Sie enthält hochinteressante Drucke, Autogramme, Bilder re. über unsere beiden größten Dichter Schiller und Goethe. Die Ausstellung ist während des ganzen Monats Mai Dienstags und Freitags von 11—12 Uhr, Sonntags von 11—1 Uhr geöffnet. * * Unterweisung von Gerichtsassessoren 'lnderGefängniskunde. Das Großh. M i n i st e r i n m der Justiz macht darauf aufmerksam, daß im Staatsvoranschlag Mittel zur Verfügung gestellt worden sind, um Gerichtsassessoren, die sich in der Gefangniskunde ausbilden wollen und hierfür geeignet befunden werden, eine Beihilfe zu gewähren. Etwaige Gesuche sind an das Ministerium zu richten. — Rohrbeschädigung der Wasserleitung. In der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr fand in der Licherstraße an der Ecke der Wolfstraße, wo infolge vorgenommener Arbeiten das Erdreich aufgelockert war, eine Muffenverschiebung bei der Hochdruckleitung der Wasserleitung statt, welche einen erheblichen Ausfluß von Wasser zur Folge hatte. Auf sofortige Benachrichtigung des Gas- und Wasserwerks wurde die betreffende Leitung abgestellt, so daß größerer Schaden vermieden wurde. — Der Kaufmännische Verein begeht nächsten Sonntag sein erstes diesjähriges Sommervergnügen. Tie Veranstaltung findet nachmittags auf der Burg zu Staufenberg und abends im Restaurant Germania zu Lollar statt und verspricht fröhliche Stunden, so daß auf eine große Beteiligung gerechnet wird. rv. Bad-Nauheim, 11. Mai. Bei der heutigen letzten Sitzung des Hauptkomitees wurde das Programm zu der am Sonntag, den 14. Mai stattfindenden 50jährigen Jubiläumsfeier des großenSprudels „Friedrich- Wilhelmsquelle" endgiltig festgestellt. Punkt 8 Ufii abends erfolgt die Aufstellung des Festzuges an der neuen Post im Ernll-Ludwigsring. Hier werden den Vereinen die Fackeln eingehändigt. Bei einbrechender Dunkelheit bewegt sich dann der Fackelzug unter Vorantritt der Kapelle des 1. Großh. Hess. Jnf.-Rgts. Nr. 115 durch die Hauptstraßen der Stadt nach dem Sprudel. Dort angelangt, singen die vereinigten hiesigen Gesangvereine unter der Leitung des Lehrers BechtolSheimer das Weihelied „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von Beethoven. Hierauf folgt die Festrede von Pfarrer Wissig. Den Schluß der Feier der Quelle bildet ein Cboral. Während darauf die Vereine mit Musik noch dem Festlokal ziehen, findet für das zurückbleibende Publikum eine Sprudelbeleuchtung statt. Der Beginn des Kommerses in Langsdorfs Sprudelhotel ist auf 10 Uhr festgesetzt. Eingeleitet wird er durch eine Begrüßungsansprache des Bürgermeisters Dr. Kayser. Abwechselnd mit Ehor- und allgemeinen Liedern sowie Musikstücken folgen die Ansprachen der Bade- und Kurdirektion, des Aerztevereins und a. m. Worms, 10. Mai. Seitdem der Prozeß gegen den Dompropst Malzi eingeleitet war und vollends nach Malzis Verurteilung richtete sich der fanatische Unverstand Malzi'scher Anhänger gegen die beiden halbwüchsigen Mädchen, an denen sich der Propst hatte vergretfen wollen und auf deren Aussagen hin das Verfahren sich hauptsächlich stützte. Den Hetzern hinter den Kulissen ist es, wie die „Wormser Volksztg." berichtet, nun gelungen, die Hedwig Schmidt, die ihrer Mutter den kargen Lebensunterhalt er- leichtern soll, aus ihrer Stellung in einem hiesigen Geschäft zu vertreiben. Mit Bedauern und ganz gegen seinen Willen mußte der Geschäftsführer der Firma das Mädchen wegschicken, wollte er nicht sein Geschäft aufs schwerste gefährden. Täglich seien insbesondere Bauern aus den katholischen Ortschaften gekommen, um ihre brutale Verhetzung gegen die Schmidt in der für das Geschäft unangenehmsten Weise zu dokumentieren; sie entfernten sich mit der Drohung, nie mehr bei der Firma zu kaufen. * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Am 9. d. Mts. sand die Abnahme der Odenwaldbahn Mosbach -Mudan statt. Die Eröffnung dürfte, am 1. Juni erfolgen. • Berlin, 11. Mai. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte in geheimer Sitzung einstimmig die Forderung von 150 000 Mk. zur Ausschmückung der Feststraße bei d-r Einholung der Braut des Kronprinzen. • Erfurt, 11. Mai. M. Peterse ims Blumengärtnereien erreichten in dem jetzt zu Ende gehenden Rechnungsjahre in der Anzucht und dem Versand eine Gesamtziffer von über 22 Millionen Pflanzen und Zwiebelgewächsen. • Stettin, 11. Mai. Der von Stettin nach Swine- münde abgehende dänische Dampfer „C. P. 9L Koch" stieß gestern am Eingänge zum Papenwasser mit einem schwedischen Schooner zusammen. Der Schooner sank sofort. Von der vier Mann zählenden Besatzung ertrank der Bruder des Kapitäns. Das Wrack liegt inmitten des Fahrwassers. • Die Gräfin Montignoso siedelt, wie aus Salz- äurg gemeldet wird, im Sommer nach der Insel Wight über. DaS Wiedersehen ihrer Kinder wurde ihr an einem noch zu bestimmenden Ort für das nächste Frühjahr zugesichert. • München, 11. Mai. Prtnz Ferdinand Maria zog sich gestern in der Equitationsanstalt durch einen Sturz vom Pferde eine leichte Gehirnerschütterung zu und mußte die Teilnahme an dem Empfange des Königs von Sachsen und an der Hoftafel in der Residenz absagen. Der Prinz befindet sich auf dem Wege der Besserung. • Newyork, 11. Mai. Ein schwerer Orkan hat die Stadt Snyder (Oklahoma) zerstört. 500 Personen sind um gekommen. • Oklahoma Eity, 11. Mai. Hier eingegangenen Berichten zufolge sind in Snyder durch den Tornado 3 6 0 bis 400 Personen umgekommen. • Ein Eisenbahnunglück in Amerika. Ein Expreßzug der Pennsylvania-Bahn von Chicago nach Newyork fuhr bei Harrisburg gegen einen Dunamit- Waggon in einem Frachtzug. Die ersten sechs Wagen des Paffagierzuges wurden zertrümmert, singen sofort Feuer und brennen gegenwärtig noch. Unter den brennenden Trümmern liegen, laut Telegramm atis Ne w york, sämtliche Passagiere zweier Schlafwagen, sowie viele andere, insgesamt vielleicht 9 0 Personen. Daneben liegen etwa 5 0 Verletzte. Die Szenen sind entsetzlich, da diese Passagiere schreckliche Qualen erdulden und immer wieder bitten, sie zu töten. — Bei dem Unglück auf der Pennsylvaniabahn, so lautet eine spätere Meldung, explodierten zunächst die Keffel der Lokomotive des Passagierzuges. Hierdurch erst roitrbe die Explosion zweier mit Dynamit beladener Wagen verursacht und dadurch wurden sämtliche Personenwagen in tausend Trümmer zersplittert. Diese bildeten zusammen mit den zerstörten Wagen des Güterzuges einen großen Trümmerhaufen, der alsbald in Flammen aufging. Alis den Schlafkabinen der Wagen wurden die Leichen der Reisenden durch die Gewalt der Explosion auf den Bahndamm und in den Susquefiannafluß geschleudert. Aerzte und die Feuerwehr wurden sogleich herbeigcrufen und die Verwundeten, die man aus den Trümmern befreien konnte, in das Krankenhaus gebracht. Es heißt, das Unglück sei dadurch veranlaßt worden, daß ein Schlauch der Luft- druckbremse des Güterzuges platzte, wodurch eine Anzahl Wagen quer über das Gleis des Personenzuges geworfen worden seien. Gleich darauf ist der Expreßzttg in den von Güterwagen gebildeten Trümmerhaufen hinein- gefafiren. Aniveisiläfs-Valtzrichten. h. Marburg, 10. Mai, Heute tagte hier der vor kurzem begründete M a r b u r q - G i e ß e n e r L. E. (C olntrner Lands- Mannschaften). Dom Bahnhof aus bewegte sich um 6 Uhr abends ein Zug von nahezu 200 Teilnehmer, Mitglieder ->er Landsmann- rchaftert Hasso Borussia-Marburg, Tarmstadkia-Gießen, Hallo Guest- phalia-Marburg, lebhast begrüßt von den Einwohnern Marburgs, naeh dem „Museum". Im großen Saale des Museums sand abends Festkommers statt, zu dem Se. Mag. t r Rektor der Universität, Vertreter der städt. Behörde, des OlsizierkorvT, des Akademischen Lehrkörpers u. l. w. erschienen waren. Atli den Galerien hatte sich ein zahlreicher Damenflor eingestmden, der ben, ein buntes Bild bietenden, Commers bis zur späten Mitternachtsstunde mit großem Interesse verfolgte. Der nächste Komnlers wird voraussichtlich im Wintersemester in Gießen stattfmden. Berlin, 11. Mai. Ein Protest der Universität Greiiswald gegen d e n E r l a ß d e s K u l t u s m i n i st e r § vom Iß. März ist jetzt zu den Eingaben von Göttingen Marburg nnb Aachen hinzugekommen. Rektor und Senat der Universität Greiiswald erkläreit, daß jener Erlaß ihrer Ueberzeuamlg nach un Widerspruch stehe sowohl mit der traditionellen Behandlung der akademischen Freiheit als auch mit der Bestimmlillg des § 3 des Gesetzes vom 29. Mai 1879. he. A a ch e n, 11, Mai. Aus die in der Architekturabteilllllg der Technischen Hochschule zu Aachen durch das Ableben des Geheimelt Negierlmgsrats Prof. H. Ta merk erledigte etatsmäßige Professur für Architektur ist der Landbauiltspektor Fritz Klingholz zu Mainz berufen worden. Diese Professur um- iaßt: Architektur der Reltaisiallce, Entwerien von Eisenhahnhoch- bauten, Landwirtichastliche Bauklmst, Veranschlagen und Bau- iührung, sowie Geschichte der Baukunst wtd Formenlehre. rrh Wil cnlckall. Berlin, 12. Mai. Ludwig Fttlda beschäftigt sich nach dein „Börfen-Courier" mit den Vorarbeiten zu ein in Vers- ft ü cf, das im Laufe des Sommers zur Vollendung gelangen dürite. Brüssel, 11. Mai. Tie Künstlerin Eleonore D n f e hat sich gestern einer Operation unterzogen, welche infolge eines Mißgriffes in der Behandlung eines soweit unwesentlichen Unwohlseins notwendig wurde. Tie Operation ist vollständig gelungen und die Künstleriit außer Gefahr. ^rßeift'rfifWCflunq. Basa, 11. Mai. Heute begann infolge eines Beschlusses der Meisterschaft die teilweise Aussperrung der Arbeiter des Baugewerbes. E h i e a g o , 11. Mai. Präsident Roosevelt empfing gestern Nachmittag eine Abordnung der streikenden Lastfuhrwerk s k u t s ch e r und erklärte ihnen auf das bestimmteste es sei ihre Pflicht, die Ordnung aufrechtztterhalten und die Gesetze zu beachten. — Den Ausständigen wollen sich nunmehr auch 25 000 Kutscher der Mehlhäudler und Bäckereien an- schließell, sodaß der Stadr eine Brotnot droht. Die Führer der Streikbewegtlng baden jede Kolltrolle über die Maffeil verloren. Die Fraueil der Ausständigen Hetzen diese ztl Angriffen nuf die Arbeitswilligen auf, wobei Straßenbahnwagen demolirt nnb die Insassen verletzt wurden. Verschiedene Straßen und Stadtviertel sind dem Mob vreisaeaeben. Aertckitsl-ial. fc. Hanau, 11. Mai. Der Viehg-roßhän hier Daniel Hellmann ans Gelnhausen wurde heute von der hiesigen Strafkammer wegen Urkundenfälschung und Betrugs zu zwei Jahren Gefängnis und dreijährigem Ehrverlust verurteilt unter Zubilligung miwcrndcr Umstände. .Heilmann war durch Verluste, vornehmlich in Berlin und Hamburg, in Geldnot geraten und suchte diese dadurch zu beheben, daß er 11 Wechsel im Betrage von 600 bis zu 5000 Mark auf verschiedene Freunde, besonders Frankfurter Metzger, fälschte. Der Angellagte war geständig. Stadtrat gegen Redakteur. Eine Beleidigungsklage des Stadtrats Mannheim gegen den Redakteur des Ludwigshafener „General-Anzeiger" Ernst .Heck- monn gelangte am 9. d. M. vor dem Schöffengericht in Mannheim zur Verhandlung. ES handelte sich um eine Zeitungsfehde zwischen dem genannten Redakteur und Stadtrat in Sachen der Zulassung von Ludwigshafener Jnftallations!-- firmen in M a n n h e i m zur Ausführung von Haus-Anschlüssen an das Retz des städtischen Elektrizitätswerks. Anfangs November v. I. erschien im „General-Anzeiger" ein Artikel, bet die Maßnahme einer K'ritik unterzog, daß Ludwigshafener Firmen für die genannten Arbeiten nicht mehr zugelassen lein sollten. Daraufhin brachte der Mannheimer S-t'adtratS- bericht am 17. November die Antwort, die Firma Brown, Noveri u. Co. habe bisher ben Standpunkt vertreten, daß nur Firmen für Aiffchlüssc zugelassen sein sollten, die einen Sitz am Orte haben, gleichwohl habe sie auch, wo dieses nicht geschehen, die Zulassung nicht versagt. Hierauf veröffentlichte der General- Anzeiger beit Briefwechsel zwischen irr Siidbeulschen Elcktrizitäts- gesellschaft und der Firma Brown, Bovcri u. Co. Diese bestand hiernach herauf, daß die Gesellschaft bet Zulassung -ur Jnstalla- 1 tion von HauSanschlüssen ntindestens eine Niederlassung in Mann- heint haben müsse. Weiter würbe erwähnt, daß Herr Jean Heim in Ludwigshafen, der sich ebenfalls um Zulassung beworben, nicht einmal einer Antwort gewürdigt worben sei. Der Stabtrat veröffentlichte dann seinerseits im Stabtratsberichte vom 6. De-, beit Briefwechsel zwischen ihm nnb bert genannten beiden Firmen, auf gründ bessen die Ausstellungen deS „General-Anz." als unrichtig bezeichnet wurden. Weiter stellte bet Stadtrat fest, daß die Firma Brown, Boveri u. Co. gegen seinen Willen die Zulassung von Ludwigshafener Firmen zu .Hausansehlüssen verweigerte, also ihre Befugnisse überschritten habe. Die Antwort des „Gen.-Anz." in der Nummer vom 15. Dezember lautete folgendermaßen: „Drei anbete Briefe, welche aber hauptsächlich bei Beurteilmta bet ganzen Sachlage inbetracht kommen müssen, sind unterdrückt. Wit können nicht glauben, daß der Mannheimer Stadtrat von seinen Organen oder bei der Vorlage des ihm zur Beurteilung vorgelegten 'sachlichen Materials' an her Nase hentm- geführt würde, wir glauben vielmehr, daß eine allerdings ganz unverzeihlick)« Vergessenheit an jener Stelle obwaltete, welche in der Lage gewesen wäre, Licht über jene Maßnahmen zu verbreiten, die in ihrer Ausführung geeignet find, das Ludwtgö- hafencr Gewerbe in Mauitheim auszuschließen." Die Vorgen. Ausführungen bilden den ersten Punkt der Beleidigungsklage. Der Beklagte hält seine Behauptungeit völlig aufrecht. Vertreter des Klägers. Tr. Stern: Der (Stabtrat kann doch nicht mehr Briefe veröffentlichen, als er hat. Verteidiger Dr. Meyer-Ludwigshafen. Daun wäre es seine Pflicht, sich dieselben zu beschaffen. Wester befand sich in dem Artikel der ebenfalls in- fr tut irrte Schlußsatz: „Denn eine Stadtverwaltung, welche die Veantw"rtimg von Gesuchen privater Untcruehmunaen unterläßt, kann schließlich nicht mehr unterscheiden, was „gröblich entfteflt" oder was Wahrheit ist und dies trifft im vorliegenden Fall vollständig zu." Das Gericht verurteilte nach längerer Beratung den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 10 Mark und in die Kosten. Dem Angeklagten wurden Milderungsgründe in weitestem Maße zugebilligt und auch gegen den Willen des Vertreters der Klage her Schutz deS § 193 zugesprochen. Der Angeklagte habe iedoch die Grenzen überschritten und war weaen formaler Beleidigung zu verurteilen. Festgestellt sei/ daß die Firma Brown und Boveri einen erhcblicben Teil her Schuld trage, da sie ihre Befugnjss- v-it überschritten hab«'. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Am Sonntag Jubilate, ben 14. Mai: Vormittags 9om U» Mai |905» Vepositentasse Gießen. ■ mmtwjm.ii ■iiimmi —amMH jxeMOMMBmaGMBWggnEBmmmjM««gCTCiflMuaBftgrjafui»MiwujuiiiMiiiiii uMmaum—1 100 i. v. M. 1000/2000 v. 97 do. (Salzkgtb.) stf. i. G. Lire, 99.20 v. 1802 . . Sicilianischc steuerfr. i. G. v. 1889 1902 nnt. b. 1912 i. G. v. 1891 v. do. 103.30 119.60 Fr.! 105.30 do. v. 1902 Fr- do. 1901 uncv. b. 1915 ftf. g. Ausländische. b. M. I. Europäische. 102.30 Kr. 4% Bosnien u. Hercegov. V.1902 unt. 1913 do. do. Bulgar. Tab. Ans. v. 1902 i. G. Lire i. G. 101.10 ö. fl. fconö.) Rhcinprovinz AuSg. 20 n. 21 itnT. b. 1902 off.®. 6*/^ Oest. E.-B. St. Sch-Bersch. /conv 3V, Frankfurt S 99.50 Alzey v. 1899 unk. b. 1902 M. M. 4 Bingen M. it. 81 Lit. A ii.V abg. v. 79 Lit. U 31/', Darmst. v. 1890 steuerfr. do. 37, 100.10 37, amort. ab 1907 372 Fr. v. 1900 unk. b. 1911 Pes. Span. ausl. Reute n. 1882 abgefl n. 1882 nicht abgest do. 99.50 do. Fulda v. 1901 Ser. I M. 4 Heidelberg v. 1901 37- v. 1894 do. 4 Homburg v. d. H. Pes. 190 v. 1899 unk. b. do. abgest. do. Karlsruhe v. 1900 unk. b. 1905 98.80 1890 v. B 98.20 Lstr. Fr- garantierte 100.90 1903 unk. b. 371 Metz v. 1903 unk. b. 1912 95.80 1903 37- do. 102. v. 18994901 4 ' Nürnberg b. 1913 v. 1902 unk. 102.50 a. b. 1908 . unk. 100.70 4ya Offenbach Kaschau-Odrb. v. 1889 b. 1906 unk. 107.65 400 Oest. Süd (Lomb.) stf. do. 69.05 Fr. do. E. v. 71 i. G. do. do. do. do. do. do. 400 400 400 4 5 4 4 4 do. do. do. do. do. v. 1889 do. v. 1891 v. p. 1888 1897 101.30 101.30 90.25 101.35 101.90 100.40 100.80 101.20 99.20 4 4 do. do. do. unk. b. unk. b. unk. b. 1901 . unk. b. 1902 . unk. b; 1908 . unk. b. unk. b. G. G. G. G. G. G. 500 200 104.20 100.90 4 4 4 4 3 67< 37, 3 5 5 3 do. ho. do. do. do. do. do. öflG Kr. Lstr. Bel. Lstr. Pes. M. ö.fl. 92.— 91.80 87.80 4 4 4 Erlangen 4 Freiburg 100 30 100.60 100.20 104.80 88.- 4 4 4 4 4 4 4 4 5 129. - 84.65 101.50 96.90 unk. b. 1905 . u. 1884 abgest. 90 60 104.50 104.— 88.— 87.70 Lstr. M. . 1000 . 500 . 1000 ö-fL M. 5. fl. 102.30 101 50 98.50 99 20 99.20 99 10 99.20 99.20 100.50 98.70 ö.fl. M. v. 1903 v. 1879 ü. 1900 v. 83 Em. Em. 1885 v. 1900 . v. 1903 . v. 1896 . Staatsb. I-VIII 1905 1906 4 4 4 4 4 37, 3 do. cons. v. 1890 steuerfr. conv. nnif. v. 1903 . . . Ungarische Gold-Rente 2025 r Rente Rente do. Rente Rente 88 70 101.35 104 20 100.10 10010 87.50 88.70 100.30 100.30 100.40 90.90 101.— 79.90 do. do. do. do. Sächstsche Rente ..... Württembg. v. 1875—80 abgest do. do M. Tlr. M. Fr- do. Bavier-Rente do. Gold-Rente . do. einbeitl. Rente do. Staats-Rente ö. fl. Kr. u. 1894 . . v. 1891 Lit. H 103.50 76.10 103.90 102.70 105.05 100.50 100 30 96.70 95.70 88.45 37, 37, 37, 37- 37, v. 1888 convert. v. 1897 v 1902 1900 1901 1888 1895 1898 unk. b. 1902 . unk. b. 1908 . unk. b. 1906 . Oest. E.-D. St. Sch.-Bersch. (conv Elisab. Obl.) i. G. steuerfr. . Iura-Simplon v. 1894 Schweiz. Central v. 1880 . 1881/88 . . t. G. v. 1893 i. v. 1891 v. 1894 . v. 1898 . do. do. Fr. M. M. Fr. v. 1899 v. 1900 v. 1901 v. 1895 v. 1898 ti. 1896 ..... r. 1903 unk. b. 1908 . Merik. amort. innere Ser. I—IV do. cons. äußere v. 1899 steuerfr do. cons. innere..... v. 1896. v. 1898. 66.90 67 - 14.50 101.80 101.85 4 3% 37- 37. do. do. do. 90.50 103.80 99.85 100.20 v. 1890 v. 1893 p. 1896 v. 1897 v. 1903 a. M. Lit. N u. Q abgest. „ R abgest. . . (Straßenbahn) v. 1899 . v. 1901 Abt. I. . . . v 1901 Abt. II. ii. III. 4 37, 37, 102.90 100.50 99.— 99.— 99.— 98.90 37, do. 4 Mannheim (Ergänzgs.-N.) „ v. 1895 stf. i. G. 98.— 98.— 98 — 98.50 100.20 98.50 99.30 88.20 79.70 111.- 109.30 r4 i. B. v. 1900 v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 500 500 90.10 89.— 9010 83.05 105.70 78.60 76.- 75.50 101.- 102.05 112.40 101.40 100 20 100— 89.90 4 37, 37; 37, i. G. i. G. i. G. i. G. i. S. Rumän. do. do. 5 3 47, 37, 37, 37, 37, 4 ' 37, 37- 37- 37- 101.30 70.80 64.90 66.— 37. Kassel abgest.......... 37- Kisstngen h. 1886, 1888 u. 1903 . . 4 Köln v. 1900 . ...... 3VO Kreuznach v. 1898 ...... 37- Lahr v. 1889 ........ 37, do. v. 1902 ........ 37, Limburg abgest......... 4 ' Ludwigshafen v. 1900 unk. b. 1906 . Consolid..Anl. v. 1880 . . „ Gold-Anl. h. 1889 . . . „ Cons. (5. B Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . „ Staats-Rente v. 1894 . alt. Kr. Rbl. 100- 100 — 100.20 96.— 49 20 52.20 106 50 4 ’ Main; 37- do. 37, do. 3% do. 3V, do. 88.— 99.75 98.20 89.50 102.— 96.— 106.90 103.— 97.50 51.25 103.— 34.65 104.25 98.90 99.— 98.50 98.50 103.70 104.70 99.— 89.20 !•/„ Griech. E.-B. v. 1890 ftcnerfr. l®/< do. Monovol-Anl. v. 1887 4 Italienische Rente 2% do. do 4 4 3 37, 500 500 500 500 v. 1903 unk. b. 1908 v. 1897 ..... Lstr. M. Kr. Lstr. M. Lstr. M. i. S. i. (M. i. G. i. G. i. G. i. G. do. do. Consols abgest. do. . • do. . • St.-Ank. v. 1899 Anl. abgest. . . do..... do..... Lust. E.-B t. G. innere v. 1888 . äußere Gold-Anl. do. do. 1904 1905 1906 do. do. Ruff. Ungar.-Galizische . stf. i. S. 4 Borarlberg ... „ i. S. 3 3 <^?aats-Anleihen. a. Deutsche. 5 4 3 3 3 3 3 3 v. 1900 unk. b. 1910 . abgest. 1878 u. 83 . . abgest. Lit. J v. 1884 . v. 1886 it. 88 . . . . abgest. Lit. M v. 1891 . v. 1894 ...... 5 5 5 47, 47- 4 37- Aschaffenburg v. 1888 ..... 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . . 4 Babenhausen (Hessen)...... 37, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 . do. do. do. 37, Türk.-Eavvt. Tribut..... ' ' priv. v. 1890 steuerfr. 20/10 m do. do. Badische do. do. do. Staats-Rente . . . ho. v. 1897 steuerfr (Eisern Thor) Golbstsr. do. Südwest ft fr. gar. 408/2040 Ryäsan-Koslow steuerfr. gar. . . do. Urals? steuerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuerfr. gar. Warsch.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 v. v. v. v. v. v. 1891/92 (abgest . v. 1898 ..... v. 1902 unk. b. 1908 3 3 3 4 4 5 99.— 99 50 99.50 99.50 99.50 4 „ 37. do. „ 22 u. 23 . . . 37, do. „ 10, 12-16 u. 24*26 37; Hess. Provinz Oberhessen .... 37, do. do. Starkenburg .... do. do. do. do. do. do. do. do. do. St.-Rente do. v. 1902 steuerfr Gold-Anl. V. 1894 steuerfr. Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 u. 94 da. v. 1902 unk. b. 1910. do v. 1896 ..... Oest.-Ung. Stsb. 1873/74 i.G. Brünn-Rs. 72 stf. ' ~ 2%, Jtal.stl.gar. E. B.Ser. A-E. i.G. . . 4 Ital. Mittelmeer steuerfr. i. G. . . 24/10 Livornes. Lit. C. D. u. D/2 500 4 Sard. See. stfr. gar. I u. II . . 37, Gotthardbabn . . . 37, Iura-Bern-Luzern gar. 37, 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 Russische Südost 97 steuerfr. gar. . do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. do. Rudolf . . Portg. E. B. v. 86 Baira Baixa . . do. v. 1889 I. Rg. . . do. v. 1889 n. Rg . . . Salonique-Constant. Jonction . . do. Monastir . . 2020/4040 4, Pfälzische........... 3 ’ AllgemeineDeutschc Kleinbahnen abg. 60% 37, Südd. Eisenbahn-Ges. .♦•••• amort. do. do. amort. amort. do. do. do. do. Provinzial- nnd Commnnal- Obligationen. 6 5 4 4 4 4 4 4 4 47, Oest. Silber-Rente do. do. Preußische do. do. Hessische do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 4 37, 3 do. do. bo. do. Gießen do. do. do. do. do. do. do. de. II. Außereuropäische. Drgent. inn. G.-Anl. v. 1887 . Eisenbahn-Prioritäten ^irländische. 4 ’ München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 37, do. v. 1903 untilgb. b. 1908 . Ausländische. Elisabeth steuerfr. i. G. . . 2000 K. Ferd. Nrdb. 1887 stf. i. S. - - do. do. 1887 stf. gar. . . Franz.Josi f . . i. S. 200/1000 98.70 98.70 98.70 98.70 98.70 37, Schweiz. Eidg. (A.-G.l unk. b. 1911 ' Gerb, amort. . 1895 /405) . . . 3% do. 37, do. 37, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 37- Neustadt a. d. H. v. 1889 . . v. 1903 unk. b. 37, Bamberg v. 1888 . . 37- Berlin v. 1886/92 . . • — — unk. b. 271, do. 2"/i» d°. 37, Schwedische v 1880 abgest. . 37, do. v. 1890 . . . 3 do........ 37, 4 37, S* 4 37, 87, 3 37, 4 37, 3 4 4 37. 3 a §7, Deutsche NeichS-Anleihe Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 Anatolische i. G..... 2040 r do. i. G. (S. II Ergnz.) 2040 27,„Südital. (Merid.) ©r.A-H. 4 Toscanische Central . . 5 Westsicilian v. 1879 . Braunschweig. Landes-E.-B. HE. . do. I E abgest. . do IIIE unt b. 1905 Prag-Dux . . . Raab-Oed -Ebenf. do. do. v. 91 Bahr. E.-B.-Anl unk. b. 1906 do. E.-B. u. Allg. Anl. . . do. Landeskultur-Rente . . do E-B -Anl...... Bremer St.-Anl. v. 1888 . . Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 n. 1909 do. v. 1899. . 47, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . . 6 Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. 5 do. do. 47, do. do. 4 Eghvtische unifizierte privil. . Franz-Joses) i. Silb. steuerfr. Oesterr. Lokalb (verstaats.) . . t do. E.-B. St. Sch.-Bersch, (abges Elisab.-?l.) i. steuerfr. Pv. Portuq. unistz. v.1902 Ser I . do. unistz. v. 1902 Ser. HI . do. Svezistz....... unk. b. 1906 abgest. 1907 v. 98.80 37, do do. M. 47, Bukarest 101 50 r 85- Wien Kommunal i. G. 47.35 v. 1888 i. G. 47, do. do. 101 — 101 50 do. do. do. 103.30 101.80 103.10 99.- 4 37. v. 1895 . v. 1886 . Ser. 30-33 101.20 98 80 98 80 98.80 98.80 98.80 99.10 v. 1896 .... V. 1898 .... >. 1902 Ser. II unk. b v. 1901 unk. b. 1906 abgest...... 0/1887 .... v. 1891 abgest. . . Rbl. Lire M. v. 1887/89 . . . . v. 1896 unk. b. 1901 . v. 1903 unk. b. 1914 . 47, 47, . . 2000r unk. b. 1913 . . 1000r ö.fl. Kr. M. Fr. Pes. Lstr. do. i. P..... v. 1898 unk b. 1908 Fnvest-Anl..... do. do. Lissabon Moskau 99.20 10010 100.80 99.30 100.90 99.50 101.- 99 — 37, Zürich v. 1889 ...... 6 Stadt Buenos-Aires v. 1892 i. P. v. 1881 conv. v. 18RR conv. v. 1895 . . v. 1898 . . 37, 3 4 4 do. do. ho. 37- do. Würzburg v. 1899 unk. b. 1910 v. 1903 unk. b. 1910 4 5 5 4 4 o8/16 Neavel staatl. gar. Stockholm v. 1880 do. do. do. do. do. do. do. Worms do. v. 1901 unk. b. 1907 . 4059 r 47, 4 Kopenhag. v. 1901 unk. 1011 2043 v. 1886 ..... 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 4 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 4 do. v. 1901 ...... 37, do. v. 1883 4 " Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 . 37 do. v. 1902 untilgb. b. 1908 4 Trier v. 1901 unk. b. 1906 . . 37, do. v. 1899 ...... 4 Wiesbaden v. 1900 unk. b. 1905 4 37- 37, 37, T1, 37, Aktien ausländischer Transport- Anstalten. Oest.-Ung.StaaSb. Oest.Südb.lLomb) Oest. Nordwcst » do. B . Naab-Odenb. . . 143 9r 16.30 105.70 27'30 Gotthardbahn. . Ftal. Mittelmcer . Anatol. Eisenb. . Prince Henri. . 187.— 91.70 105.80 118.- Standesherrliche Anleihen. M.I 47, Grs. Henckel Hg.v.Donn. r.ä 105ü.84 s.fl 4 FürsU. 4 do. 98.40 M. 37- do. Reichsbank M. 1000 Berliner Bank . Prenß. Bodenkreditbank Bereinsbank do. do. do. do. 11 47- 98.50 98.80 Eisenbalm-Rcnten-Bk. . Franks. Hvvothek.-Dank . M. 1000 M. 300/1200 M. 1000 M. 1000 M. 1000 7 5 0 9 161.50 118.50 140.90 Nürnberger Bank . Nürnberg. BereinZbk. Oberrhein. Bank . Oest.-Ung. Bank Oest.-Landcrbank Oest -Kredit-Anstalt. Pfälzische Bank . . 101.- 97.80 104.90 155.— 128- 144.70 206.60 144.05 140.70 152.60 154.50 Bank-Aktien. . . M. 1000/3000 Frankfurter Bank Badische Bank . Ungar. Kreditbank . Unionbank (Wien) . Wiener Bankverein. Württbg. Bankanstalt M. 1000 Tlr. 100 . . M. 600 M. 600'1200 M. 600/1200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 . M. 600 , s. fl, 350 M. 1000 Kr. 1400 ö. fl. 200 ö. fl. 260 M.1200 Tlr. 200 Vorl. Div. 5.47 87, 5 2 12.95 37- 7% 0 0 4 6 Bereinsbank . DiSkonto-Gesellschast Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein 87. 4 7 47, 672 9 6 8 9 67, 7" 7 7 Bahr. Bank (Münch.) abg. M. 1000 do. Hhp.» u. Wechsclbk. s. fl. 500 156.10 198.— 129.80 78.30 299.— 98.80 237.40 112.60 180.50 186.75 154.70 106.50 117.50 212.- 163 95 99.50 121.50 127.80 111.70 219- 108.50 118.50 116.- 4 57- 5 5 10 IV, 4.30 11 4 6 8V, 6 5 67. 9 77, 4 57. 47. 10" 0 4 5 87. 4 7 0 67. 9' 5 8 87, 67- 7 7 7 Leute Div. 6.18 87, 57- 2 12.95 4 8 0 0 57, 6 HandelSg. . M. 500/1000 Hhv.-Bk. Lit. A M. 1000 do. Lit. B M. 1000 Bsenburg-Büdingen . . Zscnb.u. Büd.-Birstein v. 1887 Dresl. Diskontobank Mk. 600/1200 Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.- u. Wcchsclb. Tlr. 100 bo. Hhp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hvp.-Bank M. 600/1200 Schasshaus. Bankver. . M. 1000 Südd. Bodcnkredit-Bank . M. 600 4 ' do. do. 00. „ • - 4 Fürstl. Solms-BraunselS v. 1880 . 37, do. do. v. 1886 . 37, Gräfl. SolmS-Laubach abgest. . . 37- Fürstl. SolmS-Lich...... 37- Gräfl. Solms-Rödelbeim . . . • Wittgenstcin-Hobenstcin . . do. Hyp.-Kred -B. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) Au. B.M. 1000 Mitteldschc. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Ttschl. S. I-V M. 300/1200 Pfandbriefe. 4 Derl. Hhp.-Bk. (vr. Pommr.) abgest. 809/o 100.30 37, do. do. abgest. 80% 94 55 4 ' Frk., Hhp.-Bk. Ser. 14..... 101.10 4 do. do. Ser. 16 u. 17 unk. 1910 102.60 4 do. do. Ser. 18 unk. b. 1905 101.20 37, do. do. Ser. 12, 13..... 97.50 37- do. do. Ser. 15 unk. b. 1906 97.50 37, do. do. Ser. 19...... 97.80 37- do. do. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 99.80 4 Frk. Hyp.-Kred.-Ber. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 100.35 4 do. do. S. 27, 37, 39 n. 42 unk. 1905 100.30 4 do. do. S. 31 u. 34 unk. b. 1907 . 101.— 4 do. do. S. 40 u. 41 unk. b. 1910 . 101.60 4 do. do. S. 43 unk. b. 1913 . . . 102.50 4 do. do. S. 46 unk. b. 1908 . . . 101.50 37. do. do. S. 44 unk. b. 1913 . . . 100.50 37, bo. do. S. 28, 30, 32 11. 33 (tilgb.) 97.20 37, do. do. S. 29 unk. b. 1906 . . . 97.20 37- do. do. S. 45 (tilgb.)..... 98.— 4 do. Landm. Kreditbank Lit. D-J . . . 99.- 4 do. do. Lit. N-P....... 99.50 4 Hambg. Hhp.-Bk. Sc 141-250 . . . 101.— 4 do. do. S. 251-340 unk. b. 1905 101.— 4 do. do. S. 341-400 unk. b. 1910 102.30 4 do. do. S. 401-420 unk. b. 1913 103.25 3% do. do. abgest. u. Ser. 1—45 . 95.60 3^/ Hambg. Hhp.-Bk. Ser. 46-190 unk. b. 1905 37- do. do. Ser. 301 -310 unk. b. 1908 37, do do. Ser. 311-330 unk. b. 1913 47- Mccklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I Verl, ü.125 31/. do. do. Ser. 3 abgest...... 37, do. do. Ser. 2 u. 3 unk. b. 1905 . 4 Meininger Hhp.-Bk. Ser. 2 . . . . 4 do. do. Ser. 6..... 4 do. do. Ser. 7 unt. b. 1906 . 4 do. do. Ser. 8 unk. b. 1911 . 37» do. do. abgest...... 37, do. unk. b. 1905 u. b. Verl, umtschb. 37, do. unk. b. 1907 ....... 4 Prn.tz. $^ol6ekn.3!t..SBf.1uf8oo/ 6g, 37, do. do. I 4 do. Hhp. B. Zf. 4<7o gar. v. d. G. b. 1904 7- 4 4 37. 37, 37, 37, 4 4 do. do. do. do. do. do. do. do. Rhein, do. do. do. . . Pfdbr. Bk. E. 18 unk. b. 1908 . do. E. 19 unk. b. 1909 . do. E. 22 unk. b. 1912 . do. E. 23 unk. b. 1912 . do. E. 17 unk. b. 1905 . do. E. 18 unk. b 1908 . do. E. 24 unk. b. 1912 . Hhp. Mannheim unk. b. 1902 . do. do. unk. b. 1907 . 37, 37, do. do. bo. bo. Ser. 69-82 unk. b. 1904 . 3V, do. d0. Kommunal . ... 4 Westd. Bdkr. Hyp. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 4 do. d0. do. ©er. 2 ... e . 4 bl). d0. bo Ser. 5 unk. b. 1909 4 bo. bo. bo Ser. 6 unk. b. 1911 4 bo. bo. bo. Ser. 7 unk. b. 1913 37- do. b0. bo. S-r. 3 unk. b. 1905 37, do. do. bo. Ser. 4 unk. b. 1907 95.60 96.— 97.— 95*50 95.50 101.— 101.— 101.— 102.— 97.— 97.— 97.— 101.— 95.— 99.70 97.— 101.50 101.50 102.— 100.- > 95.30 95.50 97.- 100.80 101.20 97.20 97.20 98.- 101.- . 101.20 101.80 102.10 102.70 96.— 97.20 Staatl. oder provinzial-garant. 37- Heff.Landes-Hhp.Bk. ©er. I u. V unk 1909 37, do. do. Kommunal Ser In.II unk. 1909 4 ' Nassauische Landesb. Lit. Q..... 37, do. do. Lit. F. G. H. K. u. L. 3% do. do. „ M. N. P. . . . 4 Sachs.-Meining. Landkred.-Anst. unk. 1906 IOO.-m. 100.— 102.50 99*80 101.90 Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103........ 5 Dtsch. Luxemb. r. 100..... 47, do. r. 102...... 47, Eisenb. Rentenbank ...... 4 do. do. 47- Eisenwerke Lollar r. 102 . , . • . 47, Elektr. Werk Homburg r. 103 .... 4 D. Atlant Telegraf....... 4 Franken-Allee, garant. v. Frankfurt . . 4 Franks. Hof r. 105 ....... 4 Neue Boden r. 102 «.*..•• 37- do. do. r. 101 ....... 102.50 102.65 102.75 103.40 100.20 103.20 102.70 101.90 102.50 101.— 101.50 95.90 Verzinsliche I^ose. 4 Badische Prämien . . . . . Tlr. 100 4 Bayerische Prämien .... Tlr. 100 5 Donau-Regulierung .... 3. ft. 100 37,Gothaer Präm. Pfandbr. I . . Tlr. 100 37, do. do. II Tlr. 100 3 "Hamburger v. 1866 .... Tlr. 50 3 Holländische Komm, v. 1871 . . h.fl.100 3^/-Köln-Mindener......Tlr. 100 37-Lübccker v. 1863 .....Tlr. 50 27-Lütticher v. 1853 ..... Fr. 80 3 "Madrider abgest......Fr. 100 4 Meininger Prüm. Pfandbr. . . Tlr. 100 4 Oesterr. v. 1860 . .... ö.fl. 500 3 Oldenburger.......Tlr. 40 5 Russische v. 1864 . . . alt. K. Rbl. 100 5 Russische v. 1866 . . . alt. K. Rbl 100 27,Stuhlweißenb.-Raab-Graz . . ö. fl. 150 27, do. do. ex. A. Sch. . ö.fl. 150 do. Anrechtscheine . . . . . 155.80 140*90 136 50 124.— 104.20 148.40 62.- 142.20 160.40 129 — Unverzinsliche Uose. AnSbach-Gunzenh..... . . fl. 7 Augsburger.........fl- 7 Braunschweig .......Tlr. 20 Finnländische .......Tlr. 10 Freiburger.........Fr. 15 Genna ..........Lire 150 Mailänder Lire 45 Mailänder ........Lire 10 Meininger ...... . . s.fl. 7 Neuchateler ........ Fr. 10 Oestr. v. 1864 ....... 3. fl. 100 Oestr. Kredit v. 1858 ..... ö.fl. 100 Papenh. Gräfl. . . . < . . . . s. fl. 7 Rudolfs-Stiftung ...... ö. fl. 10 Türkische......... Fr. 400 do. .........Fr. 400 Ungar. Staats.......ö. fl. 100 Benetiancr ........Lire 30 103.10 199*75 125.— 44.— 45*20 501.*— 423.— 134.20 388.60 Industrie-Aktien. ftnnhfiirter Sörse Aschaff.Masch.Pap y^eue Boden A. G. Brauerei Binding „ Henninger . „ do. Pr.Akt. „ Kempff . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern/Oberr.) „ Werger . . Zements. 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