ieilbach- er Strecke enrod auf "Äug, den reisen ragen eum ittert Mdchk" llend-i W1' aufgenommen düng •?* «d bereits - L-H--Ä5 iM M Wltkl. .Wie Preife. ian!chläge. en vä tritt lr it« en ron Iberleld, r£** 1(1*3^ K-°° k vzld*^ Nr. 86 Erstes Blatt. 15S. Jahrgang Dienstag LI.April 1905 •rf$et*t tietiA nutzer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Siebener Familien. Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwerl.-Buch-u. Stein» druckeret. 9t Sange. RtMftton, Trvedittoa und Druckerei: Schntstratze 7. Adresse tot Depeschen: Anzeiger Gtetzeu. FernsprechanIchlußNr 51 GietzenerAnzeiger " General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ae-ngSPretSr monatlich75 Pß, ötertd» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel» jährt, ausschl. Bestellg. Annahme von Anzei'e» 'n die Tc rsN'lmnttr «'S vomrtttagS \) 1Lrnc. Zc 'ennreiS: .atu. 12:31* auswärts '.'4 □’j. Vorantwor^L'ch sitze den pollt und cJ .äi.t. Teil: P. Wtttlo: für »Stadt und fianfcr und „Gerichts? aal*: August Goetz; iür den Anzeigenteil: Dans Beck Die Keutige Hiummer nmtaht 8 Seiten Wie hessische LandwirtschastsKammer. Alle Achtung vor den Mitgliedern unserer zweiten Kammer! Sie haben in ihrer kurzen Tagung vor Ostern ein Kunststrick fertig gebracht, das man "faitm hätte für möglich halten sollen, das Kunststück, die hessische Landwirtschaft unter einen Hut zu bringen. Es war schon vielfach in früheren Jahren der Versuch gemacht worden, einen korporativen Zusammenschluß der Landwirte Hessens in die Wege zu leiten und damit der Staatsregierrmg ein Organ als Beirat zur Seite zu stellen, der bei allen landwirtschaftlichen Fragen in Funktion treten sollte. Der Antrag Haas, der im Juli 1902 zwar von der zweiten Kammer in abgeänderter Form mit großer Mehrheit angenommen worden war, fand nicht die Billigung der ersten Kammer, und auch die Regierung nahm bei der Beratung eine zuwartende Stellung ein; das einzige, was sie tat, war die Erklärung, den Antrag und die Diskussion darüber als „Material" entgegennehmen zu wollen. Dies Material hat sich aber schon im Laufe des folgenden Jahres zu einer Regierungsvorlage verdichtet, die im Frühjahr darauf den landwirtschaftlichen Korporationen zur Prüfung und Rückäußerung vorgelegt werden konnte und im allgemeinen auch deren volle Billigung fand. Der so begutachtete Gesetzentwurf wurde dann von der landwirtschaftlichen Mteilung im Ministerium des Innern noch einer gründlichen Revision unterzogen, nach Möglichkeit den Wünschen der Interessenten entsprechend -ausgestaltet und alsdann am 15. Nov. v. I. der zweiten Kammer vorgelegt. Die Regierung konnte dabei ausdrücklich darauf Hinweisen, daß der nun fertiggestellte Gesetzentwurf in seinem wesentlichen Inhalt den Wünschen der Beteiligten entspreche. Man hätte darnach allgemein auf eine glatte 'Annahme des Negierungsentwurfes in der Kummer rechnen sollen, doch es kam anders! Der Sonderausschuß für die Landwirtschaftskammer war erst einmal zur Besprechung der Vorlage beisammen, als in den Mattern die überraschende Nachricht verbreitet wurde, der Ausschutz werde dem Gesetz auf keinen Fall seine Zustimmung geben, es sei schon jetzt als gescheitert zu betrachten, denn es enthalte — horribile dictu! — für die Land- wirtschaftskammer die Einführung des indirekten Wahlrechts. Wir haben, so wurde mit Entrüstung aus- geführt, erst im vorigen Sommer die Vorlage auf Einführung des direkten Wahlrechts für die zweite Kammer glücklich zur 'Annahme gebracht, und nun sollten wir hier wieder auf das indirekte Wahlrecht zurückgreifen? Nimmermehr! Der 'Ausschuß war somit nahe daran, der Vorlage ein Begräbnis erster .Klasse zu bereiten, als sich plötzlich wieder die ganze Situation veränderte. Die Art der Organisation gefällt uns nicht, so hieß es nun mit einem Mal. Wir wollen keine berufliche Zusammenschließung von unten nach oben, sondern eine solche von oben nach unten. Die Regierung hatte mit Recht die Bildung von Berufsverbänden in Vorschlag gebracht, zu welcher die bestehenden Vereinsorganisationen den Anlaß boten. In diesen sollten die Landwirte künftig vereinigt sein. Es kam der Regierung darauf an, auch die im engeren örtlichen Zusammenhang stehenden Berufsangehörigen eines Kreises oder seiner Teile und einer Provinz zu Verbänden mit einer gewissen Selbständigkeit zusammenzuschließen und sie nicht nur in dem großen Landesverb and aufgehen zu lassen. „Denn eine wesentliche Förderung der landwirtschaftlichen Interessen ist —- so heißt es in der Begründung — bisher gerade in diesen kleineren Vereinigungen erreicht worden. Sie gerade sind geeignet, alle, die dazu befähigt erscheinen, zur Mitarbeit heranzuziehen und möglichst jeden Berufsgenossen Anteil nehmen zu lassen an dem, was Förderliches und Nützliches geschaffen wird." Dieser so klare und als zweckmäßig motivierte Ausbau behagte aber nun plötzlich der 'Ausschußmehrheit nicht. Sie muß zugestehen, daß der „Aufbau von unten nach oben" „ja wohl der derzeitigen Gliederung der landwirtschaftlichen Vereine teilweise Rechnung trage", aber das passe nur auf die Verhältnisse in Rheinhessen. Die Schaffung von selbständigen Körperschaften neben und mit dem allgemeinen Landesverband würde nur zu einer Zersplitterung der Kräfte führen und sehr teuer werden, so meinte der Ausschußberichterstatter. 'Angesichts dieser schroff ausgeprägten Gegensätze mußte es einigermaßen merkwürdig berühren, daß trotzdem ein Kompromiß zwischen Regierung und Ausschuß zustande kam in der Form, daß die Regierung sich der „Organisation von oben nach unten" fügte, während der Ausschuß dafür das indirekte Wahlrecht aheptierte. In der zweitägigen Kammerberatung über die Vorlage sind die Hoffnungen einsichtsvoller Landwirte, über die Beweggründe dieses Kompromisses etwas näheres zu erfahren, leider nicht in Erfüllung gegangen. Die Regierung hat mit süßsaurer Miene die umgekehrte Organisation angenommen, und andererseits haben auch die lautesten Rufer nach dem direkten Wahlrecht es diesmal nicht gewagt, mit einem diesbezüglichen 'Antrag hervorzutreten; auch für die Wahrung der Wünsche und Interessen der landwirtschaftlichen Vereine, deren segensreiche Tätigkeit auch von der Regierung dankbarst anerkannt wurde, ist mit einer einzelnen Ausnahme von niemand weiter eine Lanze gebrochen worden. Es herrschte überhaupt eine Gleichgiltigkeit in der Kammer dieser Vorlage gegenüber, wie man sie bei der Wichtigkeit der Sache kaum hätte erwarten sollen. Die Beratung begann in Gegenwart von elf Mitgliedern und He Unaufmerksamkeit war groß. Sowohl bei den Regierungsvertretern, wie bei den Rednern aus dem Hause war keine Befriedigung über den Kompromiß zu verspüren; es war nur das eine Bestreben maßgebend, unter allen Um- stMden etwas zustande zu bringen. Und dieses Kunststück ist ja auch, glücklich erreicht worden. Mit welchem Erfolg für die hessische Landwirtschaft, wird die Zukunft lehren! Die Südlaridfaörl des Kaisers Eine der „Kreuzztg." aus Rom zugehende Zuschrift macht auf den volkswirtschaftlichen Vorteil aufmerksam, den die Südlandfahrt Kaiser Wilhelms für Italien im Gefolge hat. Sizilien sei jetzt geradezu in Mode gekommen und weise überaus ertragreichen internationalen Bestich auf. Das Interessanteste aber ist die Feststellung, daß über die Würdigung der Kaiserreisen von diesem Gesichtspunkte aus in der italienischen Presse sich nicht eine einzige Zeile findet. Ein vergleichender Hinweis auf das Verhalten derselben Presse Frankreich gegenüber, wie ihn die erwähnte Zuschrift gibt, regt zum Nachdenken an. Als seinerzeit Präsident Loubet nach Italien kam, machten die hauptstädtischen Blätter viel Aufhebens von der Steigerung des französischen Fremdenverkehrs, die als nächste Wirkung der neubesieqelten Freundschaft mit der Republik in sichere Aussicht gestellt wurde, tatsächlich aber nicht eintrete. Die Zahl der deutschen Jtalienreisenden war sogar zur' Zeit des Loubet'schen Besuches weit größer als die der französischen Besucher. Die italienische Presse bekundet also hier eine bemerkenswerte Parteilichkeit zu gunsten Frankreichs, und wenn man diesen Zug auf das politische Situationsbild überträgt, so spricht es nicht gerade für eine besondere Beliebtheit des Anschlusses an Deutschland in der öffentlichen Meinung Italiens. ♦ Messina, 10. April. Die „Hohenzollern", mit dem Kaiser an Bord, ist heute vormittag 11.45 Uhr unter dem Salut der Hafenbatterie und der im Hafen liegenden Kriegsschiffe nach Korfu gegangen. Die „Hohenzollern" ist vom „Friedrich Rad* und „Sleipner" begleitet. Infolge heftigen Sturmes gab die Kaiserin die Absicht auf, auf der „Hohen- zollern" bis Taormina zu fahren, sie ging vielmehr um 11 Uhr vormittags hier an Land, wo sie von dem deutschen Konsul begrüßt wurde, und fuhr dann aufenthaltlos in einem Sonderzuge nach Taormina, nachdem sie dem Konsul für den krank im Hospital liegenden Adjutanten des Herzogs von Sachsen-Koburg-Gotha einen Rosenstrauß übergeben hatte. Taormina, 10. April. Die Kaiserin traf mittags wieder ein und wurde am Bahnhofe von den Prinzen Eitel Fritz, Adalbert und Oskar empfangen. x Nom, 10. April. Wie von diplomatischer Seite verlautet, haben Kaiser Wilhelm und König Viktor Emanuel bei ihrer Begegnung in Neapel unmittelbar nack dem Galadiner im Königspalast eine herzliche Begrüßungsdepesche an Kaiser Franz Josef gerichtet. Marokko-Streiflichter. Von der Einberufung einer internationalen Marokko-Konferenz wollen die französischen Regierungskreise anscheinend nichts wiffen. Das muß einigermaßen befremden. Hieß es doch zurzeit der Verhandlungen zwischen den Kabinetten von Paris, London und Madrid über ein Marokko-Arrangement, daß der handelspolitischen Gleichberechtigung der Nationen in aller Form Rechnung getragen werden solle, nämlich durch Einsetzung eines internationalen Komitees in Tanger mit einem hervorragenden spanischen Politiker als Vorsitzenden. Ist der Gedanke auch bisher nicht in die Tat umgesetzt worden, so beweist er doch, daß die Mittelmeermächte der Notwendigkeit, auf die anderen interessierten Staaten gebührend Rücksicht zu nehmen, sich da- mals nicht verschlossen. Es gewinnt nunmehr den Anschein, als sei in der Aufsaffung der beiden führenden Mittelmeermächte, England und Frankreich, inzwischen ein Umschwung erfolgt, als beabsichtige man, die förmliche Rücksichtnahme auf die anderen Staaten, vor allem auf Deutschland, fallen zu lassen. England hält sich dabei wohlweislich im Hintergründe, und Spanien spielt eine etwas zweifelhafte Rolle. Vor einigen Tagen war zwar zu lesen, König Alfons werde die Einladungen zur Marokko-Konferenz ergehen lassen. In Madrid aber bleibt alles still; auch die spanische Regierungspresse nimmt nicht mit einer Silbe zur Marokkofrage Stellung. Offenbar ist hierbei der englisch- französische Wunsch in Madrid Befehl, denn das Wort Silvelas, in der Marokko-Politik müffe Spanien Hand in Hand mit Frankreich und England gehen, bleibt unvergessen. Dem römischen Korrespondenten des Pariser „Matin* erklärte der italienische Minister des Auswärtigen, Tittoni, daß man auf dem Wege sei, die zwischen Paris und Berlin bestehende Verstimmung zu beseitigen. Es gelte vor allem, die Umstände, unter denen die Verständigung Deutschlands vom Abschluß des franko-englischen Vertrages erfolgte, genauer festzustellen. Tittoni hofft, daß die sehr bald zu erwartende Aufklärung beide Teile befriedigen wird. Derselbe „Matin^ läßt sich von seinem B erlin er Korrespondenten telegraphieren, ein Freund des deutschen Reichskanzlers habe ihm erklärt, daß Graf Bülow nicht bezweckt habe, einen diplomatischen Sieg über Deleassö in der Marokkofrage zu erringen. Es sei niemals die Absicht der deutschen Regierung gewesen," die Dinge auf die Spitze git treiben. König Viktor Emanuel erklärte'seinen Ministern, daß in einer Unterredung der deiitsche Kaiser sich in Betreff der marokkanischen Frage in für Frankreich sehr günstigem Sinne ausgesprochen habe. Der Berliner Korrespondent des „Echo de Paris" erhielt vom Prinzen Arenberg, welcher den Reichskanzler Grasen Bülow besprochen hat, die bestimmte Zusicherung, däß bie1 kleine Verzögerung Bei dem Erscheinen Kaiser Wilhelms in Tanger lediglich auf die Vorstellungen deA eine glatte Landung wünschenden technischen Personals erfolgte. Was von lwchpolitijchen Ursachen dieser Verzögerung gefaselt wrude, beruhe auf Pariser Erfindungen. Weiter bemerkte Prin^ 'Arenberg, Deutschland könnte, wenn es durchaus sein müßte, seine Interessen in Marokko auch ohne Frankreich wahren, aber eine rasche Verständigung wäre im Interesse der Fortdauer angenehmer Beziehungen vorzuziehen. Frankreich werde'zugeben, daß es im Ernstfall isoliert wäre. (?) Delcassö könne den Beginn der für Frankreich notwendigen diplomatischen Auseinandersetzungen hinausschieben, vermeiden ließen sie sich nicht mehr. Inzwischen fängt der marokkanische Antipode des Sultans, Bu Hamara, wieder zu rühren an. Er möchte gern die Spannung der Mächte zu seinen Gunsten benutzen, tor*^ aber von Fran kreich daran gehindert, indem dieses wieder die Sache des Sultans als die ihre in die .Hand nimmt. Dadurch^ wird die Lage noch erheblich komplizierter. W. T.-B. meldet heute aus Paris: Paris, 10. Avril. Ans Maier wird mehreren Blättern gemeldet: Die Banden des Prätendenten Bu Hemars und des Stammeshäuptling Buamama versuchten gestern Udja an der algerisch-marokkanischen Grenze zu nehmen, indem sie den Ort von drei Seiten tut griffen. Die Lage b er Truppen des Sultans, welche von den Banden Buamamas nach Süden gedrängt worden waren, war sehr kritisch geworden, als der L e u t n a n t M o u g i n , Befehlshaber der Gren^- abteilung der französischen Militärmission in M= °q6 n »L nvorragE jn^txS ei- xort. klagte brrr- Di>^ U? Ä 1 ww. Magen. JjS ■nt^ng mit es A Sie jetzt fachen Sie 10 ich müßte «MVrau- Ambern H wenn ick Lüsternheit. Wem ■ bisheriges Kindern nicht getan, icht fofgen# Angeklagten ^Werner ach Gewalt A $u Hand- ^iednjchch at wlgendes er bei dem um die ver- lgeklagte hat die Mädchen endeten Er- Dieses sei ^schrieb, daß 1 der Mutter andige Verse habe. Das die Körper- r bestimmten den Mädchen : den Jungen m § 223 in . einzutteten. en. Tuch die ibe vom Ge- । Mark n- its-Ver- da^ der An- 114 Ws. 1 allen, »roffc \ngiti.3 ev- entschiedm, ; ,176 Ml deswegen p yen Dtrasen esängnis ,en Kosten a hervor, daß reit Aussage» il 1905. die Großes Fürst" z-Lich geltem in ,f Wohnuch beim M fl8t. 3nSi«tS ei dm a« ie rcllvut lnbt «ß * ergti* der H»»"> . Peltzri W -ute d-n T°^ Psaaer der ,'t qeftatte* « ie muSkg I1" j,pu< •*w „i evM gedenkt rT-K8 ict E «e« d"'Ä?aben. ■ Mir.Td der ■ 1(011 Für daZ Med gebüftrt Jhiren warmer herzlicher Dcmk mtb das umsomehr, als Sie diesen Tag nicht, wie Sie und wir gewünscht hätten, in ungebrochener Gesundheit und Rüstigkeit besteben können, sondern von der Ueberlast der Mühen, Sorgen und Arbeiten gebenstt, Ihrer Amtstätigkeit gegenwärtig entzogen sind. Wir befehlen Sie in den Schutz des treuen Gottes. Er verleihe Ihnen die Kraft, in Geduld auszuharren unter dem, was er Ihnen auferlegt hat, und erfülle unfern innigen Wunsch, dast es Ihnen vergönnt sein möge, bald wieder und noch lange Ihres Amtes unter uns zu toalten. Auch der Stadtvorstand, der der Patron der 1. Pfarrstelle ist und als solcher seinerzeit Pfarrer Naumann hierher berufen hatte, war durch eine Deputation, bestehend aus den Herren Beigeordneten Georgi, den Stadtv. W. Löb er, L. Petri II. und Wa llenfels vertreten. Herr Dekan Strack gratulierte im Namen der Geistlichen des Dekanats. Aus allen Kreisen der Gemeinde trafen Glück- wunschgrüße mit Blumen und Gaben ein. — Besitzwechsel. Zu der gestrigen Notiz über den Verkauf des früher Busch'schen Geländes am Seltersweg wird uns mitgeteilt, daß der Verkauf an Drogist Kilbinger noch nicht abgeschlossen sei. Der Abschluß des Verkaufs steht indessen bevor und Kilbinger erhält den größten und wertvollsten Teil nach dem Seltersweg zu. ** Zum Schneider ft reik. Wir lesen in der „F. Ztg.", daß die Schneider in Frankfurt sich mit dem hiesigen Strerk beschäftigt haben. In einer Versammlung von vierhundert Sckmei- dergehilfen teilte Gauleiter Mirus gestern mit, daß in Frankfurt für die Gießener Schneiderfirmen Streilarbeit angefertigt werde. Die Firma Franz in der Kaiserstraße besorge die Vermittlung. In Berlin und Leipzig hatten bie Arbeiter ihre Firmen gezwungen, die Streikarbeit zurückzuziehen. Auch die Frankfurter Schneider mußten dies tun. Es wurde eine Kommission beauftragt, feftzu- ftellen. welche Firmen Streikarbeit anfertigten. Gegen bi eie Firmen sollen weitere Schritte unternommen werden. Die Gießener Kollegen werden aufgesordert, im Kampf gegen das „stivole Arbeitgeber tum" auszuhalten. ** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 88854 ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 4041, Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 8435 24496 52339 63954 77992. (Ohne Gewähr.) Frankfurt, 10. April. In der Wohnung des Kommissionärs Isaak Roß, Kaulbachsttaße 36, flam es gestern abend zu einer schrecklichen Szene. Der in den zwanziger Jahren stehende Sohn hatte von dem Vater Geld verlangt und ihn, als er es nicht erhielt und zurechtgewiesen wurde, mit einem Messer bedroht und dann mit entern Revolver. D r e i S ch üs se g a b d e r S o h n au f den Vatern b. Eine Kugel ging in den Kopf, der zweite Schuß streifte die Hand, der dritte ging fehl. Die Mutter, die krank und halbgelähmt ist, konnte den ungeratenen Sohn von weiteren Angriffen abhallen. Der Attentäter bewaffnete sich dann mit einem Tranchiermesser und drohte jedermann, der ihm nahe käme, mit Totftechen. Er schwang sich aufs Fahrrad und entkam. Obgleich die Polizei, die sofort benachrichtigt wurde, rasch bte Verfolgung aufnahm, konnte bie Festnahme bis jetzt nicht erfolgen. Der Vater ist schwer verletzt; er wurde von der Rettungswache ins städtische Krankenhaus verbracht. (F. Z.) Frankfurt a. M., 10. April. Hier tagten am Sonntag unter dem Vorsitz des Rechtsanwalts Dr. Hermann Fischer-Köln Vertreter der im Reichsverbande befindlichen Vereine der nationalliberalen Jugend. Die Beratung betraf lediglich innere, besonders Kassenangelegenheiten, und die Vorbereitung der im September zu Stuttgart ftattfindenden ordentlichen Vertreter-Versammlung. Voraus ging eine Vorstandssitzung, worin Kaufmann Stübler-Stuttgart und Amtsrichter Koch-Mannheim zu stellvertretende Vorsitzenden gewählt wurden. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b arstaate n. 'Alus der Gegend von K o b l e n z, laufen Nachrichten über Frostschäden an Blüten und Gewächsen ein. — In der Sandweg-Apotheke an der Schillingstraße in F r a n k f u r t a. M. verübte der Provisor Dr. F l a t h.e aus Posen Selb st mord, indem er sich mit einem Rasiermesser den Hals durchschniit. Flathe hatte eine Apotheke übernommen und machte sich wegen dieser große Sorgen. — Die Volks zahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des entsprechenden Ueberschusses der Geburten über die Sterbefälle am 1. April 1905 ist mit rund 324 500 anzunehmen. Am 1. Januar waren es 320000. — Nach den Mitteilungen des Provinzialdirektors v. Gagern ist in der Nähe von Älzey ein Terrain für die Erbauung einer Lungenheilstätte für Rheinhessen ausersehen. — Der Sergeant Schad o vom 87. Inf.-Regt, in Mainz hat sich in der Kaserne erhängt. Weil er ein starker Trinker war, erklärte ihm am Samstag sein Hauptmann, er könne ihn nicht zum Feldwebel befördern. Darauf erfolgte der Selbstmord. — Die israelitische Gemeinde in Alsfeld begann im vorigen Jahre den Neubau einer Svna- goge. Ter stattliche Neubau ist jetzt im Rohbau vollendet und soll voraussichtlich im Herbst d. I. in Benutzung genommen werden. — In Gau-Algesheim wurde eine gemeinnüt'.iae Baugenossenschaft errichtet. * Das Erdbeben in Indien bat die Ortschaften Karn- gra, Valambur, Dhawan und alle in der Umgegend dieser Ortschaften liegenden einzelnen Gebäude völlig zerstört. Nicht ein einziges Gebäude ist unversehrt geblieben. Neue Erdstöße sind in Dhurmsala verspürt worden. Die Bevölkerung ist immer noch in großer Aufregung. Nach den offiziellen Ziffern soll die Zahl der Verunglückten 20000 überschritten haben und noch fehlen die Berichte aus vielen Distrikten im Kangratal. Das ganze Gebiet befindet sich noch in fortwährendem, obschon schwachen Vibrieren. * Die Eröffnungsfeier des Simplontunnels ist auf den 25. oder 28. September angesetzt und dauert vier Tage. Der erste Tag gilt dem Empfang des Königs von Italien in Brieg. Der König fährt nicht weiter. Am zweiten Tage findet ein Fest in Lausanne statt, am dritten ein Fest in Mailand und am vierten eins in Genua. Man rechnet auf 700 Teilnehmer. * Kleine Tageschronik. In Holzminden starb der Fabrikant Reuter infolge Verwechselung eines Bandwurmnnttels mit Güt durch einen Apothekerlehrling. — Der „Schles. Ztg." zufolge sind im Altvater-Gebirge zwei Touristen durch Lawinensturz tätlich verunglückt. ___________ Ei» mod erner Blaubart vor Gericht. S. u. H. München, 10. April. Unter gewaltigem Andrange des Publikums begann heute früh 8V2 Uhr vor der ersten Strafkammer des hiesigen Landgerichts I die Verhandlung in dem mit Spannung erwarteten Prozesse gegen den praktischen Arzt Dr. med. Iwan Justin Braunstein aus Wipperfürth bei Köln, der sich wegen Urkundenfälschung und Betruges zu verantworten hat, außerdem aber unter der Anklage steht, Ende November v. I. in Italien seine Gattin auf der Hochzeitsreise vergiftet zu hab"n D"r Tatbestand ist kurz folgender: Während der Hoch- - itsreise starb in Lugano die junge Gattin des Dr. Braunstein, eine geborene Maria Wepe aus Halle a. S. Sie besaß ein Vermögen von etwa 120 000 Mark, das laut Testament frur Hälfte ihrem Manne, zur anderen Hälfte ihrer Stiefschwester zusallen sollte. Kurze Zeit vor ihrem Tod hatte nun ihr Gatte auf einem Schriftstücke, da§ die gefälschte Unterschrift der Frau Dr. Braunstein trug, den Halleschen Bankverein ersucht, das dort in Wertpapieren ,lagernde Vermögen der Ehefrau an die Filiale der Deutschen Bank tn München zu überweisen. Ein weiteres gefälschtes Schreiben machte den Dr. Braunstem zum alleinigen Erben der Verstorbenen. Schließlich gelaugten auch noch nach dem Tode der Frau Dr. Braunstein Schriftstücke mit if^er gefälschten Unterschrift an die Deutsche Bank tn München. Wie erinnerlich, wurde der Arzt wenige Wochen nach dem Ableben seiner Frau unter dem Verdachte des Mordes, der Urkundenfälschung und des Betruges verhaftet. Die Anklage wegen Mordes ist vorläufig nicht erhoben, da der Leichnam der Frau verbrannt ist, mithin eine Ermordung überaus schwer nachzuweisen sein soll. Dr. Braunstein bestreitet mit großer Entschiedenheit, seine Frau vergiftet oder irgend eine sonstige strafbare Handlung begangen zu haben. Die angebliche Fälschung der Schriftstücke sei in vollem Einverständnis mit seiner Gattin erfolgt. Zur Personalfeststellung gibt er an, am 20. Februar 1858 in Wipperfürth (Regierungsbezirk Kölni geboren und Protestant zu sein. Er war zuletzt in München wohnhaft, wo er im Hause einer Oberstleutnants- Witwe in der Maximilianftraße als Spezialarzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten praktizierte. Auch hat er mehrere fachwtsseitschaftliche Werke verfaßt, von denen eins in der medizinischen Welt sogar bedeutendes Aufsehen erregt haben soll. Der An geklagte ist vom Landgericht Bonn wegen Entwendung einiger wissenschaftlicher Werke aus der dortigen Univerfitäts- Bibliothek und einiger Instrumente, die er Kommilitonen stahl, mit einer Gefängnis st rase belegt worden und in ber Folge aus dem Militärverbande, dem er als Artillerieoffizier angehört, ausgeschieden. Er ging dann als Schiffsarzt nach West- inbien und bereifte in gleicher Eigenschaft später von Newyork aus die halbe Welt, 11m sich schließlich in dem kleinen Orte Nebra bei Querfurt in der Provinz Sachsen, niederzulassen. Zwischendurch will er auch längere Zeit in Berlin gewesen sein und hier bei Professor Ehrlich seine künstlerische Ausbildung als Pianist a en offen haben. Spielplak der verrinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 11.April*): „Das Glück/ Hierauf: „Alessandro Stradella." ‘ Mittwoch den 12. April geschlossen. Donnerstag den 13. April: „Fidelio" Freitag den 14. Äpril: „Das Veilchemnädel." Samstag den 15. April: „Die lustigen Weiber von Windsor." Sonntag den 16. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Das Schwalbennest." Abends 7 Uhr: „Lohengrm". Schauspielhaus. Dienstag den 11.April: Zum erstenMale: „Die große Leidenschaft." Vorher: Zum ersten Male: „Das Fest des St. Matern." Mittwoch den 12. April: „Die große Leidenschaft." Vorher: „Das Fest des St. Matern." Donnerstag den 13. April, abends halb 8 Uhr: „Medea." Freitag den 14. April: „Tie große Leidenschaft." Vorher' „Das Fest des St. Matern." Samstag den 15. April: „Die Journalisten." Sonntag den 16. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Zaza." Abends 7 Uhr: „Die große Leidenschaft." Vorher: „DaS Fest des St. Matern." Mmtag den 17. April: Zum ersten Male: „Außer Dienst." Vorher: „Zehntausend Fuß hoch." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends nm 7 Ubr. ti>ind)tsiaaL Stuttgart, 10. April. In dem Prozeß gegen den Redakteur des „Simplizissimus", L'innekogel, vor dem hwsi- gen Schwurgericht wegen Beleidigung des Königs v 0 n Sachsen, welcher durch den Text zu einem bie Gräfin Mon- tignoso vor dem Dresdener Schlosse darstellenden Bilde in ber Spezialnummer des „Simplizisfimus": „Familienfromm'" begangen sein sollte, wurde heute nach brciftünbiger Verhandlung die Schuldfrage durch bie Geschworenen verneint und der Ange- llaate freiaesvrochen. Vorbei mb Werkelir. Wolkswirischaft. Der Stadt Gießen ist die Genehmigung zur Ausgabe von 3 Millionen Mark 3i 2 b r 0 fr. Anleihe erteilt worden. Gewerkschaft Deutschland in Hönninqen a. Rh. In ber in vergangenen Woche in Gießen im Hotel Vietoria stattgehabten Gewerkenversammlung, in welcher 808 Kuxen vertreten waren, wurde beschloßen, eine Ausbeute von M. 10.— pro Kux zu verteilen. Die ausscheidenden Grubenvorstandsmitglieder wurden wieder gewählt. Die geschäftlichen Aussichten für das laufende Jahr wurden als günstige bezeichnet. Der Versand hat sich bisher in 1905 gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres sich um 78000 Kilo gesteigert. Offenbacher Anleihe. Die Zulassung fr um Berliner Börsenhandel ist beantragt worden für 5 Mill. Mk. 3i/2 Proz. Anleibe der Stadt Offenbach vorn Jahre 1905, Tilgung vorn Jahre 1908 anfangend, Rückzahlung auf Grund verstärkter Auslosung und Gesarntk'"' d'gung ausaefchlossen. Gießen, 11. April. Marktb eriebt. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Vfd. 1.05—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Vfg. 2 Stck. 00—00 Vfg., Gänseeier 00—00 Ma., Enteneier 6—7 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pß, Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80-0,90 Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stuck 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Gänse or. Md. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Mund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch vr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—6,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr 8 00—10,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aevfel per Zentner 0 bis 0 Alk., in Körben 00—00 Pfg. Russe 100 St. 00-00 Pfg. Zwetfchen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0.15. Morktreit 8—2 llbr. Kirch ticke Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Johanneskirchc. Mittwoch den 12. April, abends 6 Uhr: 6. Passions-Andacht. _________ Marrer E u l e r. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witteruna in Hessen für Mittwoch den 12. April 1905: Meist trüb, tagsüber etwas kühler, öfters Regen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Originat-DrotrinnlÄnngen. Kassel,^ 11. April. Die Genickstarre ist hier ausgebrochen. Der Kanonier Apel aus Bochum ist gestorben. Weitere 20 Mann, die erkrankten, wurden in Zelten isoliert. London, 10. April. (Unterhaus.) Austen Chamberlain führt aus, England dürfe hoffen, daß es sich auf dem Wege einer mäßigen aber beständigen Erh0lung von der Depression der jüngsten Zeit befinde: bisher sei diese Erholung zu gering gewesen, um einen Einfluß auf die Einnahmen des vergangenen Finanzjahres auszuüben. Der Schatzkanzler lenkte die Aufmerksamkeit auf den beständigen Rückgang der Zolleinkünfte für Spirituosen und Bier. Der Rückgang scheine eine Wandlung in den Gewohnheiten des V 0 lk e s anzuzeigen. Die Staatsschuld belief sich am 31. März d. I. auf 797 736 000 Pfund. Die neuen Schatzbonds sollen sofort ausgegeben werden. Der Schatzkanzler bedauert, daß er die Einkommensteuer nicht herabsetzen könne. Einer der Gründe, ^die ihn veranlaßt haben den Tee als Gegenstand der Steuerreduktion zu wählen, sei der Umstand, daß der Teebedarf Englands fast ausschließlich von den britischen Kolonien gedeckt werde. Die Zollherabsetzung solle am 1. Juli 1905 in Kraft treten. Tie Resolution, welche die Regierung Mr Ausgabe neuer Bonds in Höfte von 10 Millionen Pfund Sterl. auf zehn Jahre ermächtigt, gelangte in der von Chamberlain beantragten Form Annahme. W n rscha u, 11. April. Im Post- und Telegraphenamt; SoSnowiee verletzte ein Beamter feinen Chef durch Messerstiche in schwerster Weise. — In Lodz streiken- 3000 Arbeiter einer Baumwoll-Manufaktur. Brasst-Sside v. 95 Pf. — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich. Telephonischer Kursbericht. F ’nnkfNr? a 3V8°/0 Reichflanleihe . . 101 80 8«A do. ... 90.90 3V,o/o Konflols .... 101.70 30/n do......90.85 SV<,»/n Rpsflen .... 100.40 31/, % Obnrhoflflon . . . 99.00 4 % Oesterr. Goldrento . . 102.40 Vl6% Oesterr. Silberrento 101.60 4% Unirar. Holdrente . . 100.20 4°/ Italien Heni^ . . . —.— 3 % Portn?ies"r . 68.00 1°/ ^rtngieflnn. UI . . 67.90 4% Unif. Türken . . . 89.00 Türkenlose .... 136.20 4% Oriech. Monopol.-Anl. 52.10 41^°/0 äussere Argentiner 45.65 10. April, 2Uhr mittags. Mexikaner . . . 35.75 4Vr7r, Chinesen .... 96.45 Electric. Sei ackert . . . 140 5(X Nordd Lloyd . . . , 122.50 Kreditektien . . , . 209 80 Diflkonto-Komniandit. . 191.00 Darmstädter Bank . 144.80 Dresdener Bank .... 158 50 Ber1 in er Handelndes . , 170 70 Oesterr. Staatflbahn . . . 141.40 Lombarden.....16.50 Gotthardbahn ..... —.—• Laurahiitte..... 276.00 Boohern . . . . . 251.90 Rarpener . ..... 212 50 Staatsch atzsch eine . . . 100.65 : fest. R Evarrg. Avbeiter-Vevern geziemend in Kenntnis. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Mittwoch den 12. d. Mts., nachmittags 3V2‘ Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres treuen Mitgliedes Sm» Heinrich Laval Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unseres jüngsten Töchterchens Anna sagt innigsten Dank 2008 Fsmilie Rüdiger. Bilanz pro 1904. Aktiva. cX A 1. An Kapitalien-Konto 127.85 2. „ Jmmobilien-K. 378972.75 3. „ Mobilien-Konto 300.— 4. „ Kassa-Konto 2406,20 381806.80 Passiva. JL H 1. Per Zinsen-KoMo 10.481 2. „ Geschäftsanteil- Konto 10764.0L 3. „ Anlehen-Konto 334169.—/ 4. „ Spareinlagen- Konto 5788.39 5. „ Reservefond-K. 2616LL 6. „ Spezial-Reserve- sond-Konto 4157.79 7. w Betriebs-Rücklage-Konto 13823.68? 8. , Straßenkosten- Beitrag-Kortto 339L37^ 9. „ Trottoir-Konto 1900.—, 10. „ Kanalisations-K. 3800.— 11. , Gewinn-Saldo 1385.851 381806.80' Mitglicderstand Ende 1903 . . . 105 Zugang in 1904 .... - . . 6 111 Abgang in 1904 .... ♦ ♦ ♦ 3 Mitgliederstand Ende 1904 . . . 108 Das Mitgliederguthaben beträgt Ende 1904 Mk. 10764.02 Die Haftsumme beträgt Ende 1904 ... „ 22300.—. Gießen, am 11. April 1905. Du/< BüMnHWsl -es emgel. Arbeiterverenis zu Gießen Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. ____________Doering. Haas. , Aitanz am 31. Dezember 1904. Aktiva: Jit $ Ausgeliehene Kapitalien: a) gegen Bürgschaften und andere Sicherheiten ..... 46531.19 b) gegen gerichtliche Hypotheken . . . 25800.— c) gegen hinterlegte Wertpapiere . . 400.— ä) gegen Kaufschillinge 8121.96 e) in cedierten Forderungen . . 625.71 f. in laufender Rechnung 5416.03 g) in laufenden Wechsel 2 954.64 Barbestand .... Io86.74 Mobilien ..... 32.- Ausstehende Kosten . 9.44 Ausstehende Zinsen . 1481.26 j 92958.97 II Passiva. £ Reservefonds .... 641.—/ Guthaben der Genossen 2500.—i Nicht erhobene Dividenden.... 24.— ■ Spar°Einlagen . . . 88093.40• Einlagen in laufender Rechnung .... 1184.25-' Reingewinn .... 516.32 92958.97 Mitgliederstand Ende 1903 ... 50 Abgang in 1904 . . . . . 0 Zugang in 1904 . ___0 Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 50 Mainzlar, am 10. April 1905. Spar- und Vorschußkafse Mainzlar Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Bingel, Schlapp, Spaar, Direktor. Rechner. Kontrolenr. Die Rechnung liegt von heute an 8 Tage lang ber, Rechner Schlapp zur Einsicht der Beteiligten offen. 199^ ssk' ° kenn i Zornes larven a kr Ve, W de Mfigc Hernie k Mu ,. Es * mit fm tm berbunt Mftnu ln den ist nich, dem $)i ^Mder M bi " °n° tel •« kNtr bcdar, merzienrat Man denke in der Gr Da wird Mangel a bürgerlich des Bürg geistigen Masstnve- beschäftig hat inner im Gegen Leben, tv tiefsten in bar wurör gewißer Hi Denkrund retiro der > leit schaffei rnnerlicben für die Mil mandimal < überckchen Talmi des für Geld l um die „Kl die wfy j< toerjW Regier darrensff dächtig toi tutreffeni aus Fra Wesen ist, tarnt; eini Mal ein ' könnte?" c tühe 85,ui Lemgoer t gen zu e juristische eine groi durchaus gut kam kommen, und $en teil davc heube geradezu können. Er verso mit Beh auf sein des Ädr dorzuste' er gele der Bei W We ein Ve Treiben ungetan I chwiegk vcotwen ein. D r S- geÄ«»?. Sz Briest * VertnE Personen« eigen* darunter i es eine gerade d°j wenn ocr - hat. W sür Fran J Glauben z> «eitern bei zu IV2 Za 3 MeO AuhstraU 02220 Großen-Linden. furt a. M. SS10/4 gesucht. 2010 gesucht. Augenklinik. für den halben Tag. 11968 Schiffenberger Weg 12 I Werkstatt, mit oder ohne Wohnung, zu mieten ges. Off. unter Nr. 02350 an die Exped. d. Bl. El» KlNllinaiiiis-Lehrliiig auf ein hiesiges Bureau auf Ostern 1905 gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten, sich in der amerik. Buchhaltung, sowie m allen Kontorarbeiten auszubilden. Offerten unter 1854 an die Exped. ds. Bl. Gesucht ein ordentl. Mädchen Französin ucht Stellung zu Kindern. Ost. unter 02341 an die Exp. d. Bl. Ein tüchtiges Mädchen sucht Stellung in besserem Hause. Off, unter 02326 a. d. Exp. d. Bl. (««pioinrt, militärsrei, z.Zt. i. d. Nähe Frank« surts i. unget. Stellung sucht Engagement per l.Juli od. 1. Oktober a. er. in Gießen oder Umgeb, la Zeugnisse Referenzen stehen zur Verfügung. — Offerten unter Nr. 2009 an die Exp. d. Bl. Lehrmädchen gegen sofortige Vergütung gesucht. 02343] I. 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Boltin Coinpaoiiie, Darmstadt, Gastwirte Dersammlung. Allem. Herren Gastwirte werden hiermit zu einer allgemeinen Aastwirte-Verfckmnrlrrug eingeladen, welche Donnerstag, den 18. April 1905, nachmittags 4 Uhr, im Hotel „Schütz" in Gießen Uattsindel. In dieser Versammlung wird Herr Direktor und Stadtverordneter C. Reinemer aus Darmstadt einen Vortrag halten über die Bestrebungen nnd Erfolge der Gastwirte-Bereiui-- gungeri, sowie über die so segensreich wirkende Sterbekaste des Bundes Deutscher Gastwirte und die folgenschwere Haftfiicht der Gastwirte nach dem bürgerlichen Gesetzbuch. Der interesiante und lehrreiche Vortrag über so wichttge, gewerbliche Angelegenheiten dürfte sicherlich alle Gastwirte von Nah jund Fern veranlaffen, dieser Versammlung beizuwohnen. Um zahlreiches Erschemen aller werten Herren Geschäfts- Kollegen ersucht Der Gastwirte-Drrrin von Gießen und Umgebung. (G. U.) L0