r> Gross- CD. 5785 s aus. II ;n! egend, hen. 1 crö Wotiw« nber verkaufe ich zu im Lade; Eierte »eräte " 50 nnb 00 W siel, Eimer, Masse, In, Oemüseschüssc! Reibeisen, Milchtöbi Mflityfe, Tasscr jum Verlauf foinmß-. leiß' r, KoöZ iellial‘“ |lfw I»»"-" hr M1sl.in-ler Fürsten Bülow veröffentlichen. Ter Artikel ermähnt die sympathischen Beziehungen, die Fürst Bülow als Botsclwstssekretär in Varis yi Gambetta, Fern, und anderen hervorragenden politischen Persönlichkeiten Frankreichs unterhielt, schildert an der Hand zahlreicher Zitate den Reichskanzler als parlamentarischen Redner und meint, d.iß Fürst Bülow durch seine lichtvolle Beredtsamkeit und seine methodische Klarheit an Freyeinet und Waldcck-stiousseau erinnere. t— Barcelona, 9. Nov. Die Studenten der hiesigen Universität beschlossen, den Vorlesungen fern zubkeiben. Sie machten einen Angriff auf die Handelsschule und warfen die Fenster ein, flohen aber bei dem Erscheinen der Polizei. Die Behörden trafen strenge Maßnahmen zur Unterdrückung der Ruhestörungen. Rom, 9. Nov. Der italienische Botschafter in London hat in Gemeinschaft mit dem russischen Botschafter den Auftrag erhalten, bei König Eduard dahin zu wirken, daß England die diplomatischenBeziehungen mit ©erbten wieder aufnimmt. Der_ König antwortete jedoch rn ablehnendem Sinne. Er erklärte, daß sein Begriff über die Königswürde ihm untersage, ein Verbrechen zu vergessen, welches die Menschheit entehrt. Alis HlM und Land. Gießen, 10. November 1905. — Besitzwechsel. Wasenmeister Krack kaufte die Hofraite des G. A. Christoph ers en an der Grünbergerstraße zum Preise von Mk. 18 500. — Das Haus Aster- weg 2 ging aus dem Besitz deSKonsumvereinSGießen und U m g e g e n d in den Besitz des Sattlermeisters E. Mal- komesiuS über. •* Ein Einschleichdieb treibt in den letzten Tagen hier sein Geschäft mit Erfolg. Gestern vormittag wurde einem Herrn in der Ludwig straße aus seinem Zimmer eine Herrenuhr und eine goldene Damenuhr nebst Kette gestohlen. Auch am Tage vorher wurde jedenfalls vom selben Dieb daS Zimmer eines Dienstmädchens nach Wertsachen durchsucht, aber nichts entwendet. ’• Verhaftet wurde heute ein junger Mensch wegen Zechbetruges, Hierbei stellte sich heraus, daß derselbe auch von der Kgl. Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen Unterschlagung steckbrieflich verfolgt wird. •* Der Artillerie-Verein Gießen feiert morgen in der Turnhalle sein lOjähriges Stiftungsfest. Bei dieser Feier wird eine von den Vereinsdamen gestiftete Fahnen schleife überreicht werden. Offiziere des hiesigen Regiments und zahlreiche Vereine haben zugesagt. Auch der Artillerie-Verein WormS wird an der Feier teilnehmen. Die Musik stellt daS 2. Großh. Feldartillerie-Regiment Nr. 61 in Darmstadt (Musikdirektor Weber). Ein reichhaltiges Programm, namentlich für den musikalischeu Teil, Posaunen- und Tylophon-SoliS, bieten den Festteilnehmern einen genußreichen Abend. Am Sonntag findet zu Ehren der Kameraden von Worms im Hotel Schütz Frühschoppen und nachmittags ein Ausflug nach Textors Terraffe statt. *• Zum Prozeß Kähler. Seltsamerweise meldet sich heute noch eine Stimme voller Unzufriedenheit über eine Bemerkung in unserem Bericht über den Prozeß Köhler. Lehrer Leid ich aus Langsdorf schreibt uns heute: „Sehr geehrter Herr Redakteur! Ihr Berichterstatter über die Gerichtsverhandlung .Abg. Köhler - Laugsdori" stempelt mich gleichsam zum Mitschuldigen. Dieser Darstellung gegenüber bemerke ich folgendes: Ich habe Köhler niemals zur Handlung ermuntert, sondern ihn ausgelacht, als er sich über die Mitteilung, die ich ihm ohne j e d e A b s l ch t machte (hier fehlt im Briest ein Wort. D. Red.); ausgelacht, um ihn zur Besonnenheit zu ermahnen/ Wir müßen dazu bemerken, daß auch diese Reklamation sich nicht sowohl gegen unseren Berichterstatter, als vielmehr gegen eine Aussage richtet, die nach dem Berichte Herr Köhler vor Gericht gemacht hat. Der Berichterstatter des Köhler- Prozeßes ist einer der bekanntesten und gewandtesten deutschen Gerichtsreferenten, der den allermeisten deutschen Prozessen von einiger Bedeutung beiwohnt und von Berlin nach Gießen gekommen war, nur um dem Köhler-Prozeß beizuwohnen. Einem solchen gewiegten Journalisten sind erhebliche Schwupper kaum zuzutrauen. a. Krofdorf, 9. Nov. Die letzten Erd arbeit en für die lang ersehnte neue Straße Krofdorf — Gießen werden in diesen Tagen zu Ende geführt. Während die größere auf hessischem Gebiete gelegene Strecke schon im Latife des Vorsommers fertig gestellt, auch schon die Baumpflanzung an beiden Seiten vorgenommen wurde, so wurden die letzten Arbeiten in der Gemärkung Krofdorf—Gleiberg jetzt erst vollendet. Es erfordert diese Strecke etwa 150 Obstbäume und für den ungefähr 1,80 Meter breiten und 790 Meter langen Fußsteig wird ein fester Unterbau von Schiefer geschaffen und darauf das Bankett mit Lahnsand oder Kohlenschlacke geebrkkt. X. Büdingen, 9. Nov. Durch unvorsichtiges Umgehen mit seinem Jagdgewehr wurde Hofbnchbinder- meister Weitzel heute mittag schwer verletzt. Er war mit der Reinigung seines unbegreiflicherweise noch geladenen Gewehres beschäftigt, als dieses sich plötzlich entlud und die Schrotladung ihm in die linke Hand und Brust ging. (**) Darmstadt, 9. Nov. Der erst kurze Zeit hier tätige Chefredakteur der „Darmst. Ztg.^, Dinkel a, verläßt Milte Dezember feinen Posten. An seine Stelle tritt Dr. Klaus Buschmann aus Heidelberg, Herausgeber der „Südwestd. Korresp." •* Darmstadt, 10. Nov. (Gig. Drahtbericht.) Gestern vormittag fand im Kranich st einer Wildpark eine Hofjagd auf Sauen statt, der der Großherzog, Prinz Heinrich von Preußen, Prinz Franz Josef von Battenberg, der preußische Gesandte Fürst zu Hohenlohe und der russische Gesandte Fürst Koudascheff, im ganzen 18 Herren, beiwohnten. Das Frühstück fand im ForsthauS Einsiedel statt, wohin auch die Prinzessinnen Ludwig und Franz Josef von Battenberg im Automobil gekommen waren. — Am Abend folgten der Großherzog und Prinz Heinrich einer Einladung deSErbach-Schönberg'schen Fürst enpaares zum Thee ins alte Palais. — Prinzessin Ludwig von Battenberg wird am 24. d. M. mit ihren Kindern zum Besuch ihres Gemahls nach Gibraltar abreisen. — Am kommenden SamStag werden der Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen voraussichtlich einer Einladung des Offizierskorps des 1. Hess. Feldartillerie- Regiments Nr. 25 in deffen Kasino Folge leisten. R- B. Darmstadt, 9. Nov. In der heutigen Sitz un'g der Stadtverordneten wurde die infolge der in der nächsten Umgebung häufig vorgekommenen Angriffe von Rowdys beantragte Vermehrung der städtischen Schutzmannschaft beschlossen. Das Interessante dabei war, daß der Oberbürgermeister dagegen mit aller Entschiedenheit Protest erhob, daß die Stadt nur dazu da sei, bie Polizei Mannschaften zu bezah len, während sie kein Recht dazu habe, auch ein Wort mitzusprechen. Die Stadt müße die Schutzleute als städtische Beamte betrachten, ebenso wie die anderen von ihr bezahlten auch unb er rooCi bei dieser Gelegenheit ausdrücklich festlegen, daß die Stab' unter allen Umständen das Recht der Anstellung und Gehalts, cegelung für die Schutzleute für sich in Anspruch nehme. Dieburg, 8. Nov. Im hiesigen Arbeitshause wellr Kreisarzt Medizinalrat Dr. Dannenberger einen in brr Anstalt untergebrachten Sträfling zwecks Abgabe eines ärztlichen AttesteS aus seinen Gesundheitszustand unter, suchen. Ter Sträfling wurde zu diesem Zwecke vorgeführ^ ergriff aber im Zimmer blitzschnell einen vor dem Ofea liegenden Schürhaken und versetzte dem schon bejahrtem Kreisärzte, ehe dies die Wärter verhindern konnten, mehrere sehr wuchtige Schläge auf den Kopf, so ba§ das Blut aus der Wunde spritzte. Während das Personcl den Wütenden rasch packte, wurde der schwer verletzte Ar;t mittels Droschke nach seiner Wohnung verbracht. (G.-A.) Mainz, 9. Nov. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teilte der Vorsitzende mit, daß von dem Vorstande der Abteilung Mainz bc§ „Weltbund zum Schutze der 2iercÄ eine von dem Vorstande des hiesigen Tierschutzvereins unterstützte Eingabe eingelanfen sei, nach welcher das Schächten der Schlachttiere ohne vorherige Betäubung der Tiere verboten werden möge. Die Eingabe wurde der Schlacht- und Viehhofdeputation unter, breitet. Auf Antrag deL Stadto. Liebmann beschloß die Versammlung einstimmig, zur Linderung der Fleisch, not eine Eingabe an die Staalsregierung zu richten mit dem Ersuchen, bei dem Bundesrat oahin 311 wirken, daß baB Einfuhrverbot von Büchsenfleisch aufgehoben werde. Ferner soll die Regienmg bei dem BundeSrat die Aufhebung des Zolles auf MaiS befürworten, um den Landwirten Gelegenheit zu geben, sich billigere Futter, mittel zu verschaffen. Ein Antrag der sozialpolitischen Deputation über die Ausnahmebestimmungen bezüglich deS Ladenschlusses wurde der Handelskammer überwiesen. Der Antrag bezweckt, daß von den 25 Tagen im Jahr, an denen der Ladenschluß erst um 10 Uhr abends erfolgen muß, 17 Tage gestrichen werden sollen. — Der Eigentümer einet in der Nähe von Finthen gelegenen Mühle, der Oekonom Ad. Otto Krieger, wurde wegen Brandstiftung ver- haftet. (F. Ztg ) Kleine Tag eschronik. Der katholische Pfarrer Bit- g_er ans Nußloch (Baden) ‘nnirix in Heidelberg wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Kindern unter 14 Jahren, verhaftet und nach bem Tatorte Stuttgart gebracht. — Am 8. d. M. wurde vorn Seismographen auf dem Königsstubl (Baden) ein, sehr lebhaftes Fernbeben registriert. — In Duisburg flog in dem Kupferwerk von Heckmann das große Schwung- rad von der Maschine. Ein Teil des Rades durchschlug das Dach und fiel in ein Nebengebäude. 5 Arbeiter wurden schwer und 10 leichter verlebt. — Das Mitglied des dänischen Lands things Jens Vestergaard wurde auf der Eisenbahnstation Aars (Jütland) von einem Zuge überfahren. Vestergaardwurden beide Beine zerschmettert: er swrb hm daraus. Q>cn0tsiaai. fc. Darmstadt, 9. Nov. Der Flaschenbierhändler Nikolaus K'vrbus und sein Hausbursche Dl ü ml er, die in der Nacln zum 21. August auf der Strafe von Griesheim n'.ch Darmstadt ohne Laterne gefahren und infolgedessen den Maurermeister Schmitt überfahren batten, so daß er »*lKs 16 ■ M fe'ir d« «SS’* :sK;- !?S»S rÄsf x $«» i.» c> « 0 ,en • f*?0M Wlä l(te in ocl MXk Le$»' ISjH'T ■enber9et>^ ■-9 ^etf§ gr?'11 d ■funWi,n ’1Qbe' Biefem o*b ht . B e dein frf, ä Mer beia, Bus den abnCCn, ■bet »WtÜ* B9 verbracht ^te" ■ "9 teilte 1- ■ »onb Jh! »uhte Nng«de ^ 7 Ig-Ä;- fcrns iu K ,n3u widen, bah |S?s 2 b/ ör®°rfen,t |h '/"$ b'lliqere I eJlOöWfpo[it^en$i:i M" bezüglich deSLadt- M'mer überwiesen. ? ^niwW,anbr C °bcnds erfolgen m ®er ^igentiinter en- i Mühle, bet Defoa: 1 Brandstiftung v, «katholische PfarraHji I >n Verdelberg iwz rttnbern unter 14 M knttgaü gebracht. - »■ 1 auf bem ä'öntgsftu- enregisttiert.-Jn2^ rnnonn das große €Anr- bef Rodes durchschlug M o Arbeiter wurden st- . -Ä>ed des dänischen Sk< i j der Eisenbahnstation . 6 r e Ti. ^'stergaardwmt f Für. daraus. al. s-lafcht-nbierbindler W:.- ümler, bi: in der S:? &rirtyciin n :d> Tcrn’i eMftn b?n :?’'"iircnrri' aß er an b:v< ^Ärtzqo immer i>u \t 6 fc- »lie Reibungen Hervorrufen, zu regeln. Ich bin so sanguinisch, zu denken, daß wir in Znknnst keinen Krieg sehen, sofern wir uns nicht denken können, daß eine Nation oder ein Herrscher erstände, die unfähig wären, einen Plan nationaler Vergrößerung anders als durch Nredcrtreten der Rechte der Nachbarn auszuführen Ich sehe keine Aussicht auf ein solches Unglück in Europa Es würde die Rückkehr zu läng stverganaenen Tagen sein, wenn Europa gezwungen wäre, ein Bündnis gegen eine oder zwei Mächte einzugehen. Mer wir müssen auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein. Wir müssen Opfer zugunsten unserer Verteidigungskraft bringen, welche das Reich der Möglichkeit eines Angriffes entrückt. Es werden wahrscheinlich langjährige Bemühungen nötig sein, damit wir versichert sein können, daß, wie auch immer die Bewegungen der Diplomatie und die Aenderungen in der Weltordnung sich gestalten mögen, dieses Land, dessen Interesse der Friede ist, sicher über den Stürmen des Schicksals steht, und dieses Land, welches in den vordersten Reihen der Zivilisation stebt, muß, ohne irgend einem anderen Lande in den Weg zu kommen, sein eifriges Bestreben zeigen, diese ganze neue Maschinerie des Schiedsverfahrens anzuwenden." Die Revolution in Rußland. Petersburg, 10. Nov. Nach den letzten Meldungen ans Kronstadt machten die Soldaten mit den Marine- trnppen gemeinsame Sache. Die Anfrührer plnn- derten mit dem Pobel alles aus. Es befinden sich 25 000 Mann im Aufruhr. Man befurchtet, daß sich die Ausständigen eines der im Hafen liegenden Kriegsschiffe bemächtigen und damit Peterhof bombardieren werden. Varis, 10. Nov. In später Nachtstunde meldet der Korrespondent des „Matin", daß von einem Kriegsschiff aus die am Hasen befindlichen Kosaken beschossen wurden. Der „Petit Paristen" meldet, daß in Petersburg nach dem Bekanntwerden der Kronstädter Eceigniste große Aufregung geherrscht habe. h. Paris, 10. Xov. Aus Kronstadt wird dem ,.Ma- /in" gemeldet: Nachmittags 5 Uhr stand die Hälfte der Stadt in Flammen. Ter Zar gab den Befehl, den Aufruhrunbarmherzignied'erzuschlagen. Man befürchtet, daß die Feuersbrunst nach dem Zeughaus über- greist, wo große Mengen Munition lagern, sodaß eine furchtbare Erplosion zu erwarten wäre. Aus Petersburg ] wurden alle verfügbaren Truppen nach Kronstadt geschickt, s Tie 14. Flottenequipage, die mitten in Kronstadt garuiso- niert, meuterte und schlug alles in ihrer Kaserne in Stücke. Tas 4. Ulanen-Regiment, das in Kronstadt landete, wurde sofort mit Bajonetten angegriffen. Tie meisten Truppen schlossen sich dem Aufruhr an und auch die Marineinfanterie meuterte. Tie Zahl der Opfer ist nicht bekannt, fast sämtliche Läden sind zertrümmert. Petersburg, 9. Nov. (Pet. Telegr.-Ag.l Zu Ministern wurden ernannt für Finanzen Schipow, bisher Mteilungschef des Schatzamtes: für Ackerbau Kut- ler, bisher Gehilfe des Finanzministers: für Handel Ti- mirsasew, bisher ebenfalls Gehilfe des Finanzm-nisters; für Verkehrswege Nemeschaeff, zurzeit Tirektor der Südwestbahn. Zum Reichskontrolleur wurde F i l o s s o f o w, der Gehilfe des bisherigen Reichskontrolleurs, ernannt. Datz Peterhofer Dragoner-Negiment, das zu den Elitetruppen gehört, ergab sich ohne Kampf den Aufständigen. DaS Lanzenreiter-Regiment wurde fast völlig aufgerieben. Warschau, 10. Nov. Eine von über 10 000 Arbeitern besuchte Versammlung beschloß, daß der Streik der Bahu- angcstellten fortdauern soll, bis die Verhängung des Kriegszustandes in Warschau aufgehoben ist und eilte unbeschränkte politische Amnestie gewährt sei. Auf Grund der Amnestie ivurden hier 1500 Gefangene freigelassen. Wegen Verweigerung einer Beisteuer für sozialistische Zwecke wurde hier ein Gerbereibesitzer erschossen. Helsingfors, 9. Nov. Ter Gouverneur von Wiborg bat den Volizeimeister S i r el i u s und den Polizcikammersekretär Rendolph wegen Unterschlagungen verhaftet. Berlin, 10. Nov. Bei den Stadtverordneten- wählen der 2. Abteilung, die in den 16 ersten Wahlkreisen vollzogen wurde, sind durchweg die Liberalen gewählt worden. — Auf nahezu vier Seiten beschäftigt sich der „Vorwärts" heute abermals mit der Angelegenheit der entlassenen sechs Redakteure. Es werden der zweite Teil der Antwort deS Parteivorstandes und der Preß-Kommission und eine besondere Antwort BebelS veröffentlicht. Ferner erklärt der Parteivorstand, daß Eisner die Berliner Jauräs-Versammlung mit größter Heimlichkeit hinter dem Rücken des Parteivorstandes inszeniert habe. Lorcv, 10. Nov. Der Rendant des Darlehenrasten- vereinS, Weinhändler Fr. C. Altenkirch, wurde wegen Unterschlagung von 100000 Mk. verhaftet. Anz/g V i e h m a r k t. Zum Verkaufe fmnbcn OOO Kälber, 00 Schale und Hammel, 179 Schweine- 1. Qual. 79—00 Pfg., Lebendgewicht 61.50 Pfg., 2. Qual. 77—76 P«q., Lebendgewicht 60—61 Pfg., 3. Qual. 72—74 Pkg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 60—61 P>g., 2. Qual. 00—00 Pkg., Lebendgewicht 00-00 Pkg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schale 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00— 00 Pfg. Geschält mittelmäßig. Ucberftnnb unbedeutend. AuS Holland kamen 127 geschlachtete Schweine. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mit"« nnd Indnst: Frankfurter Höri 3X°/0 Beichsanleihe . . 100.60 3% do. . . 89.00 3J4°/o Konsols .... 100.65 3% do 88.80 Hessen 99.60 3%°in Oberhessen . . . —.— 4 % Oesterr. Goldrento. . 100.70 4'/z Oesterr. Silberrentc 100.80 4%- Unrat. Goldrente . . 96.05 4% Italien. Rente . . . —.— 3%' Portugiesen Serie I . 67.50 3-6 Portugiesen „ III 67.60 4^°'„ russ.Staatsanl. 1905 94.80 4%° n japan. Staatsanleihe 94.80 1 % Conv. Türken von 1903 90 10 Türkenlose 136.60 4% Griech. Monopol-Anl. . 53.00 4% äussere Argentinier . 90.50 3°/n Mexikaner . . . . 67 60 4%°/0 Chinesen . . . 97.80 Aktien: Bochum Guss 245.50 Buderus E. W 138.30 Tendenz: schwach. Berliner Börse, Canada F. B 172.80 Darmstädter Bank . . . 149.25 Deutsche Bank .... 241.25 Dortmunder Union C. . •. -97.90 Dresdner Bank .... 164.20 Tendenz: schwach. teilt von der Bank für Handel io, Giessen. e. 10. Nov., 1.15 ühr. Elektriz. Lahmeyer . . . 141.00 Elektriz. Schuckert . . . 132.00 Eschweiler Bergwerk . . 266.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 230.80 Hamburg- Amerik. Paketf. 167.70 Harpencr Bergwerk. . . 214.90 Lanrnhütte 258.50 Nordd. Lloyd 128.75 Oberschics. Eisen-Industrie 135.20 Berliner Handelsges. . 174 25 Darmstädter Bank . . . 149.70 Deutsche Bank . . .240 80 Deutsch-Asiat. Bank . . 181.00 Diskonto-Kommandit. . . 190.00 Dresdner Bank .... 164.40 Kreditaktien 210.70 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn 112.70 Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 23.80 Oesterr. Staatsbahu . . . 144.70 Prince-Henri-Eisenbahn . 125.56 >. Nov., Anfangskurse Harpener Bergwerk . . 214.00 Laurabiitte..... 257.20 Lombarden E. B ... 23.70 Nordd. Lloyd 128 10 Tttrkenlose 186.70 HeffenU'iche Aeßanntmachung. Im Hypothekenbuch der Gemarkung Leihgestern ist auf Grundstück: Flur T, No. 479, Hofraite in den Haingärten, Flur XVI, No. 410, Acker auf den Kitzenweiden, Flur XVII, No. 49, Acker am Wurzgarten, Flur XVIII, No. 219, Acker auf der Giebelwand, Flur XVIII, No. 621, Acker auf der Langwiese, Flur XVII, No. 578, Acker am Schelnberg, deren jetzige Eigentümer Kaspar Väth II., Christine Luh, Katharina Pitz zu Leihgestern sind, eine Hypothek über 250 Mark nebst Zinsen zu Gtinsten dec Knappschaftskasse der Gießener Braunsteinbergwerke eingetragen. Schuldner haben die Löschung der Hypothek beantragt, die Hypothekurkunde ist jedoch abhanden gekomuien. Alle diejenigen, welche rechtmäßige Ansprüche aus jener Einschreibung erheben zu können glauben, werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche binnen zwei Monaten von Einrückung dieses bei unterzeichnetem Gericht anzumelden, widrigenfalls die Löschung der Hypothek verfügt werden wird. Gießen, den 1. November 1905. B’°/lt Bekanntmachung. Mo«lag, 13. November, vormittags 11 Uhr, wird im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 15, der bisher dem Herrn Kanzleirat Temuth gehörige Garten ans dem Hamm, Flur 38, Nr. 82 — 867 qm aus die Dauer von 6 Jahren meistbietend verpachtet. B"/n Gießen, den 7. November 1905. Ero-.s rzogu. weisterei Gießen. Mecum. Sißisser-Ieier. Im November 1859 wurde unter großer Beteiligung der gesamten Bürgerschaft aus dein Lutherberg zum Andenken an den großen deutschen Dichter Schiller eine Eiche gepflanzt. Damit dieser Festakt und die nun emporge.vachsene Eiche mcht in Vergeffenheit geraten, soll am nächsten Sonntag nachmittags punkt 3 Uhr an der Schillereiche ein Erinnerungsstein enthüllt werden. Zu dieser Feier hat die Gießener Turnerschaft das Arrangement übernommen und beehrt sich, die Bürgerschaft höfl. cinzuladen. Die Herren Ehrengäste, Sänger, Fahnenabteilungen und die Vorsitzenden der Vereine werden gebeten, von der Licher Straße aus und die Festteilnehmer vom alten Steinbacherweg her sich zur Schillerfeier zu begeben. v10/n Die Giessener Turnerschaft H- Fertige und halbfertige > Ball- Sueider Sstf* empfiehlt -x Carl Nowack. TW- ' Für jeden Zweck Für jeden Preis Mäusburg 12 Mäusburg 12 N. Reiss FraEbHifiarter Scliulhkla^eir 03 -I iO Bekanntmachung, die Lcseholzuutzung i« den Waldungen der Stadt Gießen betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kennwis, daß nach einem Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung diejenigen Abteilungen der Waldungen der Stadt Gießen, in welchen Holzfällungcn stattfinden, bis zum 15. April k. Js. von der Leseholznutzung aus- geschloffen sind. Diejenigen Personen, welche entgegen dieser Bestimmung beim Hol^atrslesen in den erwähnten Waldbezirken betroffen werden, haben Bestrasimg auf Grund des sliorststrafgesetzes zu erwarten. Gießen, den 7. November 1905. B8/u Großherzogliche ^iirgermeifterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Saasen für das Rechnungsjahr 1906'7 liegt vom 13. November d. Js. ab auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier ztw Einsicht offen. 5782 Saasen, am 9. November 1905. Der Bürgermeister Schmitt. Jnlaid-£inokiim-^5tc Muster durch und durch gehend. BedrncHte Stückware 2 Meter breit per Meter von Mk. 1,20 an ■ Reste besonders billig :— - Bitte Schaufensterauslage mit Preisen zu beachten, Ernst Blödner Telefon 367. 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November findet im neuen Vereinshaus der Stadämassion Löberstraßc 14 zu Gießen ein Dank- und Gesangfeft statt. Beginn nachmittags 2 Uhr und abends 81/« Uhr. Festredner^ P'arrer Beller-Arnsburg. Eintritt stei siir jedermann. 5773 Giessener Zitherklub sWohltätigkeits-Verein) Änntng, kn 12. Nnnemöer: Ausflug mit Tanj nach dem v,0/u Bernhardtshänser Hof, Kleinlinden. Es ladet ein Der Vorstand. Neuheiten in hochaparten seidenen empfiehlt Carl Nowack Philosophenwald. Sonntag, den 12. November auigeführt von der Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess,) Nr. Nb unter Leitung des C10/n Grossh. Musikdirektors Herrn 0» Krausse. Anfang 4 Uhr. Eintritt 40 Pfg. , Sängerkranz Giessen. Dirigent: Herr Franz Bauer. ▼*/u Konzert Sonntag den 12. November 1905, nachmittags 5 Uhr, im Neuen Saalbau unter Mitwirkung von Fräulein Berta Wallenfels aus Wiesbaden, Sopran, Herrn Theodor Haubach (Vereinsmitglied), Bariton, Herrn Julias Hahn (Vereinsmitglied), Klavier. Programm: 1. Ouvertüre zur Oper „Zigeunerin“ Balte. 2. Laudkuechtslied für Mannerchor mit Orchester . Kienzl. S. Drei Lieder für Sopran: a. Vor meiner Wiege .....Schubert. b. Das Veilchen..... .....Mozart. c. Aufträge .........Schn mann. 4. Largo .......Händel. 5. Zwei Männerchöre: a. So weit .........Engelsberg. b. Frühling am Rhein Breu. 4. Zwei Lieder für Bariton: a. An der Weser Presset b. Das Kraut Vergessenheit Hildach. I. Finale aus der Oper „Oberon“.......Weber. 8. Drei Lieder für Sopran: a. Morgen.............Stranes. b. Träume Wagner. e. Erwartung ......"Wagner. 9. Zwei Mänuerchöre: a. Amor im Nachen Gastoldi. b. Studenten Nachtgesang Fischer. Zirkus Otto Mark —--------Os waldsgar teil Giessen----------- Täglich 8 Uhr abcndS: Grosse ‘Vorstellung* SamStag, den 11. November, nachmittags 4 Uhr, findet eine Extra-Schüler-Familien-Vorsteifiung statt. Ermäßigte Preise! Ermäßigte Preise! Schüler zahlen zu dieser Vorstellung: Nummer. Sperrsitz 50 Pfg., Sperrsitz 40 Psg^ L Platz 30 Psg., II. Platz 20 Pfg., (Sellerie 10 Pfg. Erwachsene zahlen aus alle» Plätzen halbe Abendpreise. Diese Vorstellung enthält ein ebenso reichhaltiges Programm, wie eine jede Abend-Dorstellung. 5759 Abends 8 Uhr: Gala-Vorsteilang. Volle Preise. Der Zirkus ist vor allem Unwetter gefchützt und geheizt. iS ladet ergebens! ein Otto Mark, Direktor und Eigentümer. Arlillmrittttio Cich» SamStag, den 11. November abends 81/, Uhr: ÄWnggW in der Turnhalle am Oswaldsgarten. ES wird gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. “/„ NB. Orden und Ehrenzeichen sind aiizulegen. Der Vorstand. Z Stadt Marburg*, z Sonntag, 12. November e., von 5 Uhr ab: Gvosze Tanzmusik Eintritt frei! Streichmusik. Eintritt frei ! Gleichzeitig offeriere selbstgeschlachtete, frische Hauomacher-Wurst. 07671 Fritz Kremer. Telegramm! Telegramm! Morgen trifft auf dem Brand ein Waggon feinster holländ. Gemüse ein. 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