Nr. 85 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Montag 10. April 1905 Grichetm «glich mU thißno^me M Sonntag». Die ^Gietzrv« FmiMeadlStter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich deigelegt. Der ^riß!ch« toAnttF «jcheint monatlich einmal. GieUner Anzeiger Rotationsdruck and Verlag be Bvühlffch« UntverfttLtSdruckeret. ÖL Bangt, Sieb«» Redaktion. Expedition ».Druckerei: Schulstr.K. Tel. Str. 6L Lelegr^Ldr.» Slnzeig« Gtetz«, General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. VzLllllOvll lll X’QV4Ä U t-LlPv l ILll lu LL U V UlVlll lU l** V IUI e (Q'rx A**kAV*t»*t Hrld« iRflrhtrtnfi Stelle bte MsichMmg von einer. bevorstehende» j haben die Garmsonen wm v^rsch und anderen Otten Serbiens Frankreich h-at wieder feine neue Verschwörung, diesmal eine angeblich napoleonische mit einem Hauptmann Tamburini und einem Unteroffizier Brinat an der Spitze, in die auch Cavaignac und Marquis de Dion verwickelt sein sollen. Der Ministerpräsident Rouvier soll, als er durch den Brief eines Offiziers von den Machenschaften Tamburinis erfuhr, lediglich den Präsidenten der Republik auf die Angelegenheit aufmerksam gemacht haben. Lortbet jedoch habe erklärt, er lege der Sache kein Gewicht bei In der Tat ist auch nicht einmal die Wache des Elvsees- verstärkt worden. Gleichwohl habe der Ministerpräsident den Hauptmann Tamburini durch Geheimagenten genau überwachen lassen. Tamburini soll die Absicht gehabt haben, an einem Tage, an dem große Volksmengen auf den Straßen sind, wre zum Beispiel am Faschingsdienstag oder während des Festzuges zu Mittfasten einen Putschversuch auszuführen. In der Umgebung des Prinzen Viktor Napoleon, der in Brüssel wohnt, wird erklärt, daß der Prinz in keiner Weise von dem Pariser Komplott Kenntnis hatte und die Sache auch keinesfalls ernst nehme. Mehrere bonapartisttsche Deputterte protestieren gegen die Versuche, ihre Partei in die Verschwörungsangelegenheit hineinzuzerren. Sie baten den Minister, er möge alles aufbieten, um den Ursprung des sogen. Komplotts klarzulegen. Die sozialistische „Hu- manits" behauptet, daß ein wohlwollender Freund des Tamburinischen Unternehmens der gegenwärtige Kammerpräsident Doumer gewesen sei. Im Widerspruch damit wird von Tamburinischer Seite mitgetettt, daß auch Doumer von den Verschwörern festgenommen werden sollte. Der ehemalige Korvschef Farny wird als derjenige General bezeichnet, der den Rappen Boulangers hätte besteigen sollen. Die Krisis in Ungarn steht noch immer auf derselben Stelle. Der leitende Ausschuß der Oppositionspatteien beschloß,' im Abgeordnetenhause den Antrag einzubringen, den Ministerpräsidenten Tisza und den Kammerpräsidenten Perczel als die gewalttätigen Abänderer der Geschäftsordnung des Parlaments zur Verantwottung zu ziehen. In sezessionisti- schen Kreisen verlautet, Szell arbeite ein neues Verständigungs-Projekt au§. Mr die Dauer der Fertigstellung dieses Planes hat er sich zurückgezogen, um dann die Verhandlungen mit der Opposition wieder aufzunehmen. Unter vollständiger Stimmenthaltung der liberalen Pattei wählte daS Abgeordnetenhaus einen Ausschuß zur Abfassung der Adresie an "den König über die politische Lage. Die Adresie gelangt erst nach Ostern zur Verhandlung. In Serbien nehmen die Zwistigkeiten zwischen der Verschwörerpattei und den Ministeriellen kein Ende. Letzthin traf auch die Nachttcht ein, daß der serbische Kronprinz auf einen Maeedonier seine Flinte abgefeuert habe. Näheres über den später wieder offiziell abgeleugneten Fall ist nicht bekannt geworben. Unkontrollierbaren Gerüchten zufolge schmälern. Wir meinen, daß von England Frankreich nichts zu hoffen hat; die englische Presse sucht es zwar gegen Deutschland aufzuhetzen, gibt ihm aber mtt aller Deutlichkeit zu verstehen, daß England nicht daran denke, ihm in Marokko die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Daran wird auch die plötzlich anfgetanchte Begegnung Loubets mit dem König von England nichts ändern. Von Bedeutung aber ist, daß nach ftanzösischen Meldungen nun auch die Jacht des Königs Eduard, der dieser Tage im ftanzösischen Hafen Marseille eintraf, in Tanger anlaufen und daß König Eduard auf seiner Rückkehr wieder 24 Stunden in Paris verweilen werde. In Rom wird an ffnbet avch in der französischen Presse fast einstimmigen Widerhall. Der nationalistische „Eclair" schreibt, man müsse vedcmern, daß Delcassö überhaupt gesprochen habe, denn ebt so klägliches Mnfgeb en des Programms vom November 1904 hätte niemand für möglich gehalten. Bor acht Monaten glaubte Delcassö, die französische Prspon- derance gesichert zu haben. Heute verkleinere er die Rolle Und die Rechte Frankreichs, sodaß alles in Frage gestellt werde. Der Senator Elömenceau spricht in der „Aurore" die Hoffnung aus, daß der Ministerpräsident Rouvier den Minister Delcasss in die Notwendigkeit versetzen werde, das von ihm angestiftete Hebel so weit als möglich wieder mtt zu machen. Die sozialistische ,Lumcmit6" des Deputierten AmröS schreibt: Falls Delcassö nicht innerhalb weniger Tage Verhandlungen mit her deutschen Regierung angeknüpft haben werde, um alle Mißverständnisse über Marokko zu zerstreuen, werde die Frage von neuem aufgeworfen und gründlich erörtert werden. — Nach Londoner Meldungen ans Paris wäre die deutsche Regierung von allen Mächten, denen sie in der marokkanischen Angelegenheit Hoffnungen gemacht habe, im Stich gelassen worden. Dagegen hätten Amerika, Spanien und Italien der französischen Regierung zu ihrer Marokko-Politik besten Erfolg gewünscht. Nach einem Telegramm aus Washington besprach der. englisch^ Botschafter Sir Mortimer Durand mit oem amerikanischen Kriegsmirrister Taft die marokkanische Frage im Hinblick auf die Mitteilungen, die Baron Speck diesem gemacht hatte, und bestätigte im Einklang mit einer vorhergegangenen Besprechung^ die Taft vorher mit dem ftanzösischen Botschafter gehabt hatte, daß die offene Tür in Marokko jiu keiner Weise bedroht sei. — Der Londoner „Morning Äieaber" meldet aus Petersburg, der deutsche Botschafter in Konstantinopel habe beim türkischen Sultan dahin zu wirken versucht, daß letzterer als Oberhaupt der Muselmanen in der marokkanischen Angelegenheit interveniere. Der Botschafter habe dem Sultan mitgeteitt, daß der deutsche Kaiser den Oheim des marokkanischen Sultans auf bie Gefahr hingewiesen habe, welche eine französische Einmischung in die marokkanische Anaele^nhett in sich schließe. Deutschland soll Abdul Hamid zu bestimmen versuchen, einen Derttag mit dem Sultan von Marokko abzuschließen. Dieser Verttag soll formen bezwecken, die Interessen der Glaubensgenossen in Marokko zu vertreten, tatsächlich soll er aber dazu bestimmt sein, Frankreichs Einfluß in Marokko zu VotUlsche Wochenschau. Gießen, 10. April 1905. Kaiser Wilhelm hat auf seiner Vergnügungsreise K«h dem Süden, die zum Teil zugleich eine politische Geschäftsreise ist, in der vergangenen Woche Neapel und dann Messina erreicht. In Neapel ist er mit dem König von Italien zusammengettoffen, wobei der traditionellen Freundschaft zwischen dem Deutschen Reiche und Italien von beiden Monarchen beredter Ausdruck gegeben wurde. Die italienische Presse hat in ihrem größten Teile erst am Samstag den Neapeler Tttnksprüchen ausführlichere Besprechungen gewidmet. Das „Giornale d^Ftalia" schreibt: „Die Trinksprüche in Neapel gaben nochmals den großen, tiefgehenden Sympathien Ausdruck, welche die beiden Herrscher und Länder vereinen. Es ist deshalb keine Allianz stärker als die zwischen Deutschland Ättb Italien." Die „Patria" meint: „Die „Marokko-Frage betreffe vor allem die Handels- mteresien der verschiedenen Völker. Italien habe daher wahr- scheirstich bei den Unterredungen in Neapel ferne Stimme erhoben, und zwar, nm dem Grundsatz der offenen Tür Geltung $n verschaffen, der die Grundlage der mit Recht von allen Staaten verlangten Handelsfreiheit sei. Dieser Grundsatz Wune aber nicht aufrecht erhalten werden, wenn man nicht bei der Auslegung der zwischen Frankreich und England und zwischen Frankrttcy und Italien getroffenen Abmachungen so verfahre, daß bei dem Vorgehen der Kontrahenten stder Gedanke, die wirtschaftlichen Interessen der verschiedenen Nationen zu beetn* trächtigen, ausgeschlossen sei. Die etwas theatralische Inszenierung der ganzen Marokko-Aktion ist selbst in Deutschland nicht nach jedermanns Geschmack. 'Aber sehen wir von den Aeußerlich ketten ab, so wird nicht wohl zu bestreiten sein, daß die deutsche Polittk in der Marokkoftaae einen Erfolg errungen hat. Frankreich hatte sich eingebildet, es könne mit Marokko nach Belieben umspringen, wenn es sich mir mit England verständige, und könne sich den Marokkanern gegenüber als mit einem europäischen Mandate versehen aufipieken, während es nur bte Zustimmung Englands und allenfalls Spaniens hatte. Durch diese Spekulation hat die deutsche Regierung einen Strich gemacht indem sie so deutlich wie möglich erklärte: Wa SFrankreich und England über Marokko ausmachen, geht LuS nichts an; das kann keine Aenderung der internationalen Verhältnisse in Marokko schaffen; wir bettachten Marokko als unabhängigen Staat und den Sultan als Souverän; wir wollen unsere wirtschaftlichen Interessen tot Marokko wahren und haben es $n dem Ende nicht not* Wendig, Frankreich rmr Erlaubnis zu ftcvgen, seine Ber- Mittelurtg anzugehen und mit ihm verständigen, sondern Wir verhandeln direkt mit dem Sultan als dem Souverän eine- freien Landes, unser Weg nach Marokko geht nicht über Paris. So ungelegen den Franzosen das kommt, sie wagen doch nicht behaupten, daß Deutschland im «Wechte sei. Der französische Minister Deleass6 hat in jder Pariser Kammer eine Erklärung abgegeben, die seinen vollen Mißerfolg ziemlich unzweideutig eingesteht, und das Zusammenkunft des Königs Viktor Emauuel mit König Eduard als verfrüht bezeichnet. Unsere Parlamente sind am Freitag in die Osterfetten gegangen. Der Reichs tag beendete die Etatsberatung. In letzter Stunde versuchte der preußische FinanMinistev Frhr. v. Rheinbaben die Einzelstaaten noch vor den 33 Millionen ungedeckter Matttkularumlagen zu retten, die chnen infolge der Ueberweisung von 46 Millionen für Bewaffnungszwecke aus dem außerordentlichen in den ordentlichen Etat zusallen sollen. Ohne weiter ein Wort über die Sache zu verlieren, hielt indes der Reichstag an seinem Beschlüsse zweiter Lesung fest, lieber die Finanzreformvorlage, die im Reichsschatzamt fertiggestellt sein soll, erfthr man auch von dem Minister nichts näheres. Der Nachttagsetat für 1904 und der Ergänzungsetat für 1905, die insbesondere für Südwestafttka und Kamerun größere Summen erfordern, wurden ohne große Debatten erledigt und auch alsbald vom Bundesrat genehmigt. In der 2. Kammer des Hess. Landtages hat kurz vor den Osterfetten eine lang umstrittene Streitfrage ihre Erledigung geftnden, indem die Regierungsvorlage bett, die Errichtung einer Landwi rtschaftskammer einstimmig angenommen wurde. Von der ursprünglichen Vorlage, mit der die Regierung einem jabrelangen Wunsche entsprach, ist allerdings wenig mehr als der Titel geblieben, da oer Kammerausschuß sie einer vollständigen Umarbeitung unterzog — eine Kammer für das ganze Land mit Sonderausschüssen für die Provinzen und Bezirke — während die Vorlage der Regierung das Hauptgewicht auf die Bezirksverbände gelegt haben wollte. Die Regierung stirnmte aber dem 'Dusschußanttag zu, damit wenigstens etwas zustande komme. Von den rund 134 000 landwirtschaftlichen Betrieben werden 75000 in die Organisation einbezogen, während die mit einem Detttebsvermögen von weniger als 3000 nicht einbegriffen sind. Nachdem nunmehr Hessen mit der berufsständigen Vertretung seiner Landwirtschaft Preußen gefolgt ist, wird auch das übrige Süddeutschland folgen, da nach einer Mttteiluug des Kammerpräsidenten Haas, der bekanntlich auch Anwalt der deutschen landwirtschafllichen Genossenschaften ist, dieses nur darauf wartete, in welcher Weise Hessen die Matette gesetzlich regeln werde, um dann im gleichen Sinne vor- zugehen. Zwischen Coburg und G o t h a ist ein lleiner Städtekrieg um den Besitz der Hofämter entbrannt. Der junge Herzog hat es mit den Coburgern verdorben, Werl er Gotha bevorzugt. Tie RuhstratProzesse haben in der vergangenen Woche wiederum die oldenburger Spielaffäre aufgewirbelt. Tie Revision wurde vom Reichsgettcht verworfen. In einer Neuauflage des Prozesies Biermann wurde dieser zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. Noch einige weitere Prozesse stehen bevor. Ein Ende ist vorläufig noch nicht abzusehen. Die Eröffnung des Simplontunnels war ein Er- eigrns friedlicher Entwickelung, das die Woche garrz besonders auszeichnete. Eine weitere eminente Friedenstat wird von Italien vorbereitet, die Einberufung der internattonalen Agrarkonferenz zum Ausbmr des internationalen Agrarinstituts, wozu alle Vorbereitungen getroffen werden. den Mobilmachungsbefehl erhalten, mit der Ordre, fich zum Abmarsch nach der türkischen Grenze bereit zu halten. In Rußland scheint die Einberufung von Volksvertretern noch in ziemlich weitem Felde zu liegen. Es wird gemeldet, daß die vorbereitenden Arbeiten erst in zwei oder drei Monaten beendet sein würden. Auch in der orthodoxen Kirche regt sich das Bedürfnis nach Reform. Der h. Synod hat gegen den Widerspruch des Oberprokurators Pobjedonos- zew beschlosien, die Genehmigung deS Kaisers zur Einberufung eines kirchlichen SoborS, also eines Konzils, nach Moskau nachzusuchen, auf dem Reformen eingefühtt, die VerwalttmgSform der Zeit vor Peter dem Großen wieder angenommen und ein Patttarch gewählt werden soll. Pob- jedonoszew hat mfolgedesien sein Entlasiungsgesuch eingereicht. Der Zar aber hat den Beschluß deS h. Synod ratt- fiziert. Auch sonst geht die Rede von mancherlei Reformen. Nach einet offiziellen Petersburger Meldung werde Polen am 1. Juli die Land-Autonomie und am 1. Januar nächsten Jahres die städtische Autonomie erhalten. Auf dem Kriegsschauplätze in Ostasien haben wieder Gefechte zwischen rusiischen und japanischen Vor- truppen stattgefungen. Der neue russische Oberkommandierende General Lenewitsch meldete unter dem 8. d. Mts.: Das Gefecht bei Ehinchiqtun bauerte zwölf Stunden. Der Feind hatte bedeutende Verluste. UnseretteitA sind gefallen ein Offizier und vier Kosaken; vernnmdet sind 2 Offiziere und einige 30 Kosaken. Am 5. April drängten unsere Vorhutmannschaflen die javanische Vorhut bis Taipilin zurück. Am 6. Avril besetzte unsere Infanterie das Dorf Kuyushu, nachdem der Feind aus diesem Dotte oertrieben war. Der Feind trat einen eiligen Rückzug an. Meldungen aus Petersburg verzeichnen umfassende russische Maßnahmen zur Fortsetzung des Feldzuges. Eine Bestellung von 200 Millionen Patronen sei soeben im Auslande vergeben worden und eine solche von weiteren 300 Millionen stehe bevor. Der Agent von Ereuzot habe eine Ordre für Kanonen und Schießbedaft in Höhe von 150 Millionen Francs erlangt. Die sibittsche Bahn werde fott- gesetzt verbessett und das zweite Geleis stetig verlängett. — Die japanische Regierung aber bestellte bei amerikanischen Fabrikanten 500 000 Gewehrschäfte. Das wichtigste aber ist, daß eine Seeschlacht in den malaiischen Gewässern bevorzustehen scheint. Die Flotte Roschdjestwenskys ist in der Malakkastraße angenommen. 47 russische Schiffe wurden 130 Meilen nördlich von Singapore, und 27 Kriegsschiffe 70 Meilen südwestlich von Penang gesehen. Ferner will man ebendort 12 Kreuzer, vermutlich japanische, gesichtet haben. Aufsehen erregen wird die Meldung, daß sich das englische China-Geschwader an- schickt, in See zu gehen. Es wird die Aufgabe haben, bei einem etwaigen Zusammenstoß zwischen den Ruffen und Japanern die neutralen Gewäffer zu bewachen. parlamentarisches aus Kesse«. In einer Vorstellung an die H. Kammer setzen die Forstwarte des Großherzogtums ihre Gehaltsverhältniffe auseinander mit Rücksicht darauf, daß der erste Ausschuß der zweiten Kammer ihre Vofttellung betteffend Erhöhung des Dienstemkommens abzulehnen beantragt hat, und suchen dadurch den Nachweis zu erbringen, daß ihre Besoldung nicht hinreichend ist. Der Ortsvorstand von Senid im Kreis Dieburg tritt in einer Eingabe an die zweite Kammer für die Fottfiihrung der Nebenbahn Darmstadt—Groß-Zimmern über Klein- Zimmern—Semd nach Groß-Umstadt eventuell bis Schaafheim ein. Ausland. Paris, 9. April. „Petit Parisien" veröffentlicht ein langeS Telegramm mrs Prag, wonach in Wien die Ueberzeugnng herttcht, daß K a i s e r F r a n z I o s e s sich mit der Absicht trage, abzudanken infolge der Schwierigkeiten, in denen sich die Kron« durch die Lage in Ungarn beftnbet. Kaiser Franz Josef soll dem Erzherzog Franz Ferdinand hiervon Mitteilung gemacht haben. Franz Fettnnand erklärte, der Kaiser wahre nicht genügend bie Rechte seines Naclffvlgers durch die Konzessionen an die Liberalen. Es< sei zu befürchten, daß es dem Nachfolger des Kaisers n i ch,t gelingen werde, die Einheit und dre Militärmacht O eite,r- reich-Ungarns aufrecht zu erhalten. Ms der Kaiser diese Wotte seines Neffen erfuhr, soll er den öfter. Botschafter in Berlin M sich gerufen und ihm seine Absicht mitgeterlt haben, abzudanken. Es scheint, der Kaffer wolle einen Familrenrat ein- berufen und diesem seinen Entschluß vorlegen. Madrid, 9. April. Der Unterrichtsminifter Lacierva trat endgiltig von seinem Poften zurück und wurde durch Dr. Cortezo^ ersetzt. Der Konflikt mit der Studentenschaft wirrde dadurch vermieden. In Valencia steckten trotzdem erregte Studenten in der Nähe des Hospitals mehrere Straßenbahnwagen in Brand. Port Mahon, 9. April. Die Jaäft „Vittoria and Albers mit dem König und der Königin von England an Bord ist in Begleitrmg von Kriegsschiffen heute mittag hiev eingelaufen. R o m, 8. April. Gmreral und Senator deSonnaz ist heute geftorben. Naä^em er die Sterbesakramente empfangen hatte, der- tantffe er nach seiner Uniform und nach seinen Ordensaus- zeichmrngen. Dann ließ er sich Champagner bringen und ttank mit den das Sterbelager Umstehenden auf das Wohl des Königs und das Glück des Batettandes. Messina, 8. April. Kaiser Wilhelm sandte auf bie Nachricht Pom Tode des Ofenerals de Sonnaz an den Bnlder be§ Verstorbenen ein herzliches Beileidstelegramm und beauftragte den deuffcheir Bvffchafier in Rom, ihn bei der Beerdigung zu vertreten und eines Kranz niederzulegen. Wien, 9. April. S'dnig Friedrich August Sachsen trifft am 28. d. Mts. in Wien ein und setzt am 1. Mar seine Reffe nach 'Italien fort. Budapest, 9. April. Bischof Stroßmapr ist gestern im 9L Lebensjahre gestorben. Geflügel- und Vogelausstellung in Alsfeld. (Original-Bericht des „Gießener Anzeigers".) X Alsfeld, 9. April. Im geräumigen Saale zum „Deutschen Kaiser" fand gestern nachmittag 2 Uhr durch Kreisrat Dr. M e l i o r die Eröffnung der Geflügel- und Vogel-Ausstellung statt. Der Feier wohnten n. !dt. bei: Bürgermeister Arnold, die Stadtverordneten und zahlreiche Mitglieder des Kreisgeflügelzüchtervereins. Die Ausstellung ist aus allen Teilen des Vogelsberg überaus reich beschickt und gibt ein beredtes Zeugnis dafür, daß die Geflügelzucht auch im Vogelsberg sich in den letzten Jahren sehr gehoben hat und_ mit den übrigen Zuchtvereinen konkurrieren kann. 91m zahlreichsten waren die Nutzhühner vertreten, und unter diesen siel ganz besonders die große Zahl der Wvandottes und Italiener auf. Wahre Prachteremplare konnte man hier bewundern. Tauben waren ebenfalls sehr viel ausgestellt, sie umfaßten etwa 60 Nummern. Allgemeine Bewunderung fanden eine Gruppe aus- Aestopfter einheimischer Vögel von G. H i l l - Storndorf, die viit einem ersten Preis ausgezeichnet wurde: und ein schöner Käfigständer mit mehreren Sängern, dessen Besitzer, Kraft-Alsfeld, den 10. Ehrenpreis erhielt. Die Prämiierung wurde bereits Samstag vormittag vorgenommen. Es waren 10 Ehrenpreise gestiftet. Davon erhielten den 1. Ehrenvrcis, bestehend in einem prachtvollen Tischservice, gestiftet vom Kreiszuchtverein, Forstwirt Simon-Ehringshausen für die beste Ge- Aus gtadt «ntd Land. Gießen, 10. Avril 1905. •• Empfange. Se. Kgl. Hoheit der Groß Herzog empfingen am 8. April n. a. die Forstmeister Diefenbach von Schotten, Haberkorn von AlSfllld, die Hochbau-Aufseher Ma ringer von Gießen und Kuhlmann von Friedberg. Ihre Königs. Hoh. der Groß Herzog und die Großherzogin empfingen am 8. Apn! eine Deputation der Kriegerkameradschaft .Hassia", bestehend au§ dem 1. Präsidenten Generalleutnant z. D. Hof, dem 1. Schriftführer Medizinalrat Dr. Vogt und dem 2. Schriftführer Oberamtsrichter und Hauptmann der Landwehr Dr. Lahr. ** Oeffentliche Lesehalle. Im März wurden 2622 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litteratur 1262, Zeitschriften 497, Jugendschristen 324, Verdichtungen 62, Litteraturgeschichte 31. Länder- und Völkerkunde 50, Kulturgeschichte 29, Geschichte und Biographien 117, Kunstgeschichte 13, Naturwissenschaft und Technologie 124, Seewesen 18, Hauswirtschaft 12, Gesund- heitslebre 21, Religion und Philosophie 26, Staatswissenschaft 11, Sprachwissenschaft 7, Fremdsprachliches 18 Bände. Nach auswärts kamen 98 Bände. ** Der Bürgerverein Gießen hat nicht, wie in «nserem Bericht vom Samstag irrtümlich bemerkt wurde, im „Gambrinus" am Freitag seine Versammlung abgehalten, sondern in der Restauration Otto in der Franksurterstraße. r. Krofdorf, 7. April. Die Kreissp arka sse Wetzlar hat in allen Bürgermeistereiorten des Kreises sog. Nebenstellen eingerichtet, welche mit Beginn des neuen Rechnungsjahres um drei weitere vermehrt wurden. Gewöhnlich sind diese Hilfsstellen den Leitern der Bürger- meisterei-Kommunalkaffen unterstellt, so die hiesige dein Rentmeister Ehrig. Sie hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens einen guten Aufschwung genommen und wird sowohl von den Einwohnern von Krofdorf als auch von dessen Nachbarorten gern benutzt. A. Nidda, 9. April. Gestern abend fand im Saale ries Hotels „Traube" die diesjährige Generalversammlung des hiesigen Vorschuß- und Kreditvereins statt. Nach dem Bericht des Rechners war das abgelaufene Geschäftsjahr, das fünfzehnte seit der Gründung des Vereins, sehr günstig. Trotz größeren Kursverlustes an Wertpapieren und eines durch Wechselfälschung hervorgerufenen Verlustes von 379 Mk. betrug der in 1904 erzielte Reingewinn 12 410.22 Mk. Der Gesamtumsatz für 1904 stellt sich auf 1 920 455.22 Mk. Das Aktienkapital betrug Ende 1904 55 000 Mk., der Gesamtreservefonds 81000 Mk. und der Spezialreservefonds 11 300 Mk. Durch Beschluß der Generalversammlung wurden aus dem 1904er Reingewinn zugewiesen dem Gesamtreservefonds 9000 Mk., dem Spezialreservefonds 300 Mk. und den Aktionären 2750 Mk. — 5 Prozent Dividende, dem Verein Krankenpflege 300 Mk. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Rappolt, Zell, Reuninq, sowie die ausscheidenden Mitglieder des Aussichtsrats Erk, Kammer, Bechtold wurden durch Akklamation wiederqewählt. § Schwickartshausen, 9. April. Der hiesige Landwirt A. wurde von einem Radfahrer überfahren und trug einen doppelten Beinbruch davon. Der Radfahrer suchte das Weite und ließ den Mann hilflos liegen. Hoffentlich bleibt die nötige Strafe nicht aus. K Alsfeld, 9. April. Landtagsabg. Korelt-Leusel sprach heute im Deutschen Hof über das jetzt die landwirtschaftlichen Kreise bewegende Thema: „Die Errichtung einer Landwirtschaftskammer." Redner sprach sich nach längeren Ausführungen für die Errichtung aus und fand die allgemeine Zustimmung der zahlreichen Zuhörerschaft. T Romrod, 9. April. Gastwirt Grein, der ein Sittlichkeitsvergehen an einer 15jährigen Idiotin beging, ist zur Untersuchung seines Geisteszustandes in die psychiatrische Klinik nach Gießen verbracht worden. G. machte bereits vor einem Jahre einen Selbstmordversuch. ? Vom oberen Vogelsberg, 7. April. Seit einiger Zeit werden in einer Anzahl Gemeinden die Verbesserungen derHutweiden und Aufforstungen der Oedungen eifrig betrieben. Fichtenpflanzen werden waggonweise von weit her bezogen und sind nicht immer für das rauhe Klima geeignet. In einigen Forstwarteien hat man in geschützter Lage große Forstgärten angelegt, so daß in mehreren Jahren der Bezug von klimatisierten Saatpflanzen hier gedeckt werden kann. — Der Wirtschaftsbetrieb auf dem Klub hause „Hoherodskopf" ist wieder eröffnet. v. Mainz, 9. April. Im 1.Quartal wurden im hiesigen Krematorium 53 Leichen eingeäschert, gegen 43 im gleichen Jeitraume des Vorjahres. Unter den eingeäscherten Personen waren 34 Männer und 19 Frauen. Der Religion nach waren 34 evangelisch, 14 katholisch, 2 altkatholisch, 3 israelitisch. Die Gesamtzahl der seit Bestehen des Krematoriums eingeäscherten Personen betrug am 1. April 300. Da die Nischen dec Urnenwand zum großen Teil verkauft sind, wurde mit dem Einbau der zweiten Urnenwand begonnen. 8 Gruppe A ist offen für sämtliche Mitglieder de? Deutschen Rad- fahrer-Bundes, Gruppe V für Fahrer sämtlicher in- und ausländischen Fabriken. Die Fahrt geht über die Strecke Potsdam—i Brandenburg — Burg — Magdeburg — Helmstedt — Braunschweig — Hildesheim — Elze — Einbeck — Kassel — Homburg — Marburg — Gießen — Frankfurt a. M. Sie wird zum Zwecke der Nachtruhe in Kaffel am 27. Mar unterbrochen. Die Abfahrt in Potsdam und Kaffel erfolgt 5 Uhr vormittags. Kontrollen befinden sich in Potsdam, Burg, Helmstedt, Hildesheim, Einbeck, Kassel, Marburg und Frankfurt a. M. Radwechsel ist nicht gestattet. Nenm'na^lchQ,^ K» nm 10 aben^ 6 ftbr. Kunst und Wissenschaft. 7- D i e Briefe der Frau Rat, der Mutter Goethes, hat kürzlich der Leipziger Literatur-Professor Alb. Köster heravs- gegcben. Das neueste Heft des „Türmers" bringt einige Bruchstücke daraus. Von Ende Mai des Jahres 1776 finden wir da einen.Brief der Frau Rat an Marim. K'linger, der damals in Gießen die Rechte studierte. Der junge Rechtsbeflrssene und Poet,, der bekanntlich sväter russischer General wurde, scheint um in unserer Musenstadt nicht sonderlich wohl gefühlt zu babeil, denn die Frau Rat, die Mutter seines Freundes Goethe, schreibt chm. u. a.: „Nun lieber Freund leben Sie wohl, so wohl sichs . in Gießen leben läßt. Ich meine immer das wäre vor Euch Dichter eine Kleinigkeit alle, auch die schlechte st en Orte zu Idealisieren, könnt Ihr aus nichts etwas machen, so müßt es doch mit dem seh beh uns zugehen, wenn aus Gießen nicht eine Feen Stadt zu machen wäre." — In Nizza hatte Lconcavallos neueste Over Chatterton bei ibrer Erstauffl'.hrung einen glänzenden Erfolg. Der Komponist wurde vielfach gerufen. Sport. Zn einer internationalen Fernfahrt Berlin- Franksurt a. M. für Kraft-Zweiräder wird vom Deutschen Ra-dfahrer-Bund die Ausschreibung erlassen. Danach findet die Fernfahrt am 27. und 28. Mai in -wer Gruppen statt. Für kleine Kinder Ich bin mit der erhaltenen Herba-Seife sehr zufrieden, dieselbe ist für kleine Kinder äusserst zuträglich und wirkt Wunder bei Hautausschlägen. Frau Jda Erichsen, Flensbunr. Z. b. 1. 2. Apoth., Drog. u. Parf. p. St. 50 P*f. 11. 1 Mk. Obqrnisyer 6r Co., iisnau. Seiden Grieder Zürich I Verlangen Sie Muster von neuesten Seidenstoffen f schwarz, weiss und farbig). 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Hier verschwand er alsbald, natürlich ohne Begleichung seiner Schuld. Am nämlichen Tage noch erhielt er unter sallchen Angaben em Zimmer in der Müblaaste und verduftete am anderen Moraen unter Mitnahme eines semem Z'mmergenoffen gehörigen schwarzen Anzuges. Wenn auch die hohe Strafe auf den unverbefierlichen Dieb und Schwindler keine Wirkung mehr ausübt, io sah sich doch das Gericht veranlaßt, ihn auf längere Zeit unschädlich zu machen. — Die Taglölmerin E. F. iu Rirseld bat einem dortigen Landwirt ein Gebund Stroh im Werte von 70 Psg. entwendet. Da fie rückfällig ist, war die Mindeststrafe 3 Monate Gefängnis, aus die das Gericht erkannte. — Der 22sährige Kommis H. A. Sv. aus Bad-Naubeim war in einem Zementwarengeschäft mit der Geschäftsführung betraut. Er verkaufte mehrfach ihm an- vertraute Wareu und verwandte den Erlös für sich: auch unterschlug er eine Reibe von Geldbeträgen, die er eingezogen hatte. Eines Tages war er mit Wahrnehmung eines Termins in Gießen beauftragt. Das hierfür erhaltene Reisegeld nebst Spesen ver brauchte er in leichtsinniger Gesellschaft zu Frankfurt, ohne sich um hen Termin zu kümmern. Da es sich um verhältnismäßig niedere Beträge handelte, kam er mit der gelinden Strafe von 3 Monaten Gefängnis durch. — Wegen Hausfriedensbruchs, Bedrohung und Nötigungsversuchs wurden die Eheleute O. S. von Lißberg zu je 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Nachdem sie mit Viren Mietern in Streitigkeiten geraten waren, wollten fie diese zum sofortigen Ausziehen veranlassen. Sie drangen in die Wohnung und entfernten sämtliche Türen und Fenster, sowie die Rohre der Cefen und des Herdes unter allerlei Drohungen, so daß die zwei alten Leute in der bitteren Kälte hilflos dastanden. Erst nach langer Weigerung und unter Himveis auf die Strafbarkeit ihres Vorgehens gelang es der Ortspolizei, die Wohnung wieder in Stand zu setzen. Die verhältnismäßig niedere Strafe wurde damit begründet, das; die Angeklagten doch gewissermaßen zu ihrem Vorgehen gereizt worden waren. — Der Metzgermeister F. Sch. von Büdingen hat, ohne im Besitze einer Legitimation zu fein, in einem Nachbarorte ein Schwein anqekauft. Auf Anzeige der Gendarmerie erhielt er wegen Uebertretnnq derGewerbe- 0 rdnu n q einen Strafbefehl, auf besten Einspruch das Schöffengericht Büdingen Freispruch eintreten ließ, mit der Begründung, daß der Ankauf von Schlachtvieh nicht als Warenaufkauf im Sinne des Gesetzes zu betrachten sei Die Strafkammer war der gegen- teiligten Ansicht und verurteilte Sch. zu 3 Mk. Geldstrafe. Da m mehreren deutschen Staaten eine derartige Legitimation nicht nötig ist, auch viele Metzger in Heffen eine solche für überflüssig halten, dürfte sich noch eine höhere Instanz mit der Sache zu befaffen haben. Ulm, 8. April. Die Zivilkammer entschied heute in BebelS Erbschaftsprvzeß, Paß die Klage der übergangenen Erben der Famfl'e Ko ll mann ab oo Ci 03 ne Q uQ O Ci 00 O 07 «-Q L ct> s
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April 1905, -fienbcn Met chber [einerlei «n Reiche, her ngssachen, chlachtet M um FrWahr ihren großen führen, willigt verlagern ohne en Daren, * roi M «tum M« •6t meien entrg W (wn[o6««ben •idilich «u.61* allein tnr« 6 i® u’Ä <6e« Hf * 7bssE«d" roll lUd dick, r**- b» i liier ® " -md--r-lU Kesstsch-Würingische Staatslotterle Ziehung VI. Klasse. (6. Tag.) 8. -pril 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. (Ohne Gewähr.) 51 89 92 142 7400] 48 95 276 301 22 [400] 420 35 (2000] 530 647 [400] 83 780 400] 85 89 91 95 825 71 986 1040 92 118 26 61 202,1000] 54 75 452 ,1000] 60 94 [1000, 525 [400, 39 [1000] 56 ,2000, 91 96 97 600 48 719 ,400, 37 93 851 95 945 52 [400, 56 74 [400, 92 [400] 2122 226 73 343 ,400] 63 73 426 50 [1000, 93 670 11000) 76 711 33 858 59 [400, 68,400] 916 58,400)99 3017 72 143 1000] 51 (400) 205 15,400, 70 83 318 57 80 565 79 [2000] 672 732 79 833 74 1400j 4125 32 64 [400] 259 61 403 95 751 851 987 5032 116 287 311 [400] 26 [400] 79 408 38 78 89 ,400] 529 622 39[1000J 57(1000) 900 6129 225(1000, 78 342 ,400) 410 26 500 85 601 69 809 51 996 7007 -A ,400] 66 81 83 >400] 141 90 243 359 96 ,400) 462 502 ,4001 21 [1000] 74 655 [2000] 60 776 809 925 8009 17 90 [400] 153 223 40 445 60 71 [400, 519 605 [400] 39 65 [400] 723 25 67 91 817 28 984 9018 42 82 91 ,4001 191 226 [400] 51 75 304 96 440 78 594 70a CD OO OO CM C gd r- CM (400) 63 944 78 74 ________________ ,400 824 29 47 926 75023 47 162 [1000] 236 [400] 72 86 360 454 (400] 63 77 527 58 [409] 77 98 682 85 703 [400, 978 76113 65 256 84 310 12 34 434 61. 509 24 55 86 629 r2000] 45 64 77 777 878 915 47 55 [400, 95 77010 22 68 94 ,400) 107 i / 79 419 25 66 578 642 [1000 45 743 , 20 00 ) 53 [4VlL! 76 951 89 781 '.6 55 65 70 215 [400] 23 82 453 92 99 545 94 (400, L5S 81 787 62 96 903 ,400) 17 [1000, 21 [1000] 79011 136 216 99 418 58 'M 512 65 95 699 738 823 80 96 955 61 93 80062 168 87 93 , 50 00 , 242 80 360 90 414 510 [400] 790 805 38 90 94 951 95 81021 54 400] 95 141 [400, 46 [400] 81 ,400] 217 18 ,408] 49 322 [400] 73,400] 431 ,1000) 606 29,400) 40 804 8 27 40 47 76,408] 908 64 8 2028 129 41 72 ( 400 , 340 414 37 (1000) 582 600 25 [400] 57 88 92 1400] 732 34 1400] 76 984 87 [ 4001 92 83071 79 88 171 73 73 401 5 ,2000] 19 24 [400 , 56 85 91 ,400] 622 799 >1000] 823 45 99 921 70 8 4013 23 38 54 64 75 92 169 228 374 81 [400] 479 [400] 95 537 Jedes zweite Los gewinnt Grösster Gewinn ev. 1000000 (Eine Million) bpec. Kr. 600 000 273 374 [400] 95 446 52 [1000] 570 606 [400] 39 58 (1000 ] 718 [400] 72 1400, 84 826 50 ,1000] 69 85 49030 98 [400] 116 [400 50 200 ,400] 58 65 75 309 400] 18 405 59 516 ,400] 19 68 662 64 [1000] 74 [400] 88 708 [1000] 811 33 88 960 [1000, 75 83 400] 50076 [400] 88 90 184 299 327 [400] 51 97 424 (10001 62 76 526 629 736 41 78 874 99 [400] 993 51017 89 184 233 330 51 (400) 71 86 88 419 39 55 76 509 99 629 709 37 70 87 820 983 91 |400] 52092 >400] 93 158 203 10 11000] 31 425 28 563 600 88 767 [400] 829 65 926 36 41 85 [1000] 5 3042 109 >1000] 53 61 ,400] 227 31 69 ,1000] 319 28 39 1400] 440 89 96 569 650 703 819 [1000] 41 990 5 4059 , 400) 92 127 73 [400] 225 71 80 313 16 405 6 37 545 620 34 37 61 76 77 716 70 821 900 11 55042 146 50 >400 97 (5000] 278 329 38 [1000] 59 83 92 468 80 514 49 618 78 731 805 57 62 [400] 73 961 [1000] 56029 66 119 32 46 226 47 60 89,400] 339 87 (1000) 96 403 12 43 54,400) 57 70 (1000, 506 15 35 [400] 80 632 96 98 823 68 96 901 (400] 57017 54 90 122 306 [1000] 37 435 38 44 78 90 502 12 42 49 682 720 93 [400] 813 14 16 62 941 58022 173 213 88 328 40 63 84 407 20 [400] 58 559 87 601 69 736 82 838 41 78 [400] 94 (400) 961 94 59032 217 76 99 330 70 436 518 655 86 [400 791 [400] 848 59 67 [1000] 983 re , 60000 11 (1000 27 [400] 54 185 233 332 474 546 611 73 [400] 717 40 47 56 882 90 925 (1000) 77 6 1087 120 84 409 33 [4001 570 804 8 84 88 925 (1000 , 47 80 6 2014 94 100 82 205 25 26 302 24 [400] 413 47 553 715 19 35 (400, 79 803 84 908 42 74 63002 59 164 68 222 52 76 80(1000|87 406 26 52070 75 626 28 [400] 86 96 979 99 [400] 64051 60 67 111 84 241 52 [400] 78 87 [400] 320 [1000] 32 44 54 56 465 571 620 nd . 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