Donnerstag N. März 1905 Nr. 58 Zweite^ Blatt 155. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Lietzen Sitzung nnt der Das Haus Re- Bundesrat und demnächst im Reichstag würde es Vorbehalten bleiben, dasjenige Maß der Belastung zu finden, welches gleicherweise den Finanzinteressen des Reichs und Pfand, einem ff if U « laß 1 2 3 4 5 if if Werte w u 0 von n ii den Rücksichten der Billigkeit entspricht. Als selbstverständlich muß dagegen eine Progression der Steuersätze sowohl nach der Größe der Erbschaft wie nach dem Grade der Verwandtschaft gelten. Wer viel erbt, muß viel ab- geben; wer wenig erbt, gibt wenig ab, und zwar sowohl absolut wie relativ wenig. Ebenso hat derjenige, in dessen Adern das verwandtschaftliche Blut nur noch in ganz verdünnten Tropfen rollt und der deshalb den Anfall einer Erbschaft ganz besonders angenehm empfindet, ^m Sraate dafür, daß dieser bei der Vermögensbildung durch duktion von Sicherheit geholfen hat, einen entsprechend^ Voraussagen. So bleibt nur der Weg der direkten Besteuerung übrig. Hier aber hat man lediglich die Wahl zwischen einer Reich serbschafts- und einer Reichs vermögens st euer. Rein theoretisch betrachtet, konnte auch die Reich sein kommensteuer in Frage kommen. Praktisch! scheidet' sie indes mit Rücksicht darauf aus, daß die Einzelstaaten zur Lösung der ihnen überlassenen Aufgaben vornehmlich auf diese Finanzguelle angewiesen sind. Nach der letzten Statistik über die Finanzen der deutschen Bundesstaaten waren es insgesamt 284 Millionen, welche in allen deutschen Bundesstaaten zusammen genommen die allg emeine Einkommensteuer einbrachte. Auf diese Einnahme will man nicht verzichten. Sehr viel weniger warf die ErbschaftÄ- und Schenkungssteuer ab, nämlich nur im ganzen 26 Mill. Mark. Eine Ergänzungssteuer besteht außer in Preußen bei uns in Hessen, ferner in Braunschweig und Sachsen- Koburg-Gotha. Ihr Gesamtertrag beläuft sich! lauf 37.5 Millionen. Die Erhebung einer Erbschasts- oder Vermögenssteuer von Reichswegen würde also einen tiefen Eingriff in die einzelstaatlichen Verhältnisse nicht darstellen. So weit Verluste daraus zu befürchten sind, kann ba§' Reich sie ersetzen, indem es einen bestimmten Prozentsatz des Ertrages von vornherein den Bundesstaaten zuweist. Vom parlamentarischen Standpunkt aus würde die Vermögenssteuer den Vorzug verdienen, da sie eine Quotisier- ung zuläßt. Tatsächlich scheint indes die Reichserbschaftssteuer größere Ehancen zu haben. Darauf beuten verschieben tliche Veröffentlichungen hin, so namentlich bie bes Justizrats Stranz in der „Deutschen Juristen-Ztg.". Dort werben bereits gewisse Einzelheiten über bie im Reichsschatzamt unternommenen Vorarbeiten mitgeteilt. Der zu erwartende Entwurf würbe sich banach an das preußische Vorbild insofern anlehnen, als er'Hen Höchstsatz der Steuer auf 8 Prozent bemißt. Eine wesentliche Abänderung dagegen würde darin bestehen, daß die bisher steuerfreien Anfälle von Aszedenten, Deszedenten und Ehegatten einer recht empfindlichen Besteuerung unterworfen werden sollen!.. Deutscher Anschauung hat es bisher im großen und ganzen nicht entsprochen, daß Eltern und Kinder mit herangezogen werden. Soll indes die Steuer den Ertrag. abwerfen, der zur Deckung des jetzigen und des künftigen Defizits notwendig ist, dann läßt sich die Besteuerung der allernächsten Anverwandten nicht umgehen. Wenn als Steuersatz für diese Gruppe von Erben derjenige von 2 Prozent genannt wird, so handelt es sich hier offenbar nur um eine vorläufig eingesetzte, nicht aber um eine definitiv beschlossene Ziffer. Der weiteren Prüfung im Rotationsdruck und Verlag der Brü hl'sche» UnwerfttLtSdruckeret. R. Lange, ©U&au Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulst*. I, Tel. Nr. 61 Teiegr^Aür. i Anzeiger «Ließ«, 100— 500 500— 1 000 1 000—10 000 10 000—25 000 25 000—50 000 Aus Berlin wird uns geschrieben: Das Räffelraten in Sachen der fi'ir den Herbst angekündigten Steuervorlagen nimmt fröhlichen Fortgang. EA zeigt sich die erheiternde Erscheinung, daß auch der Re- gierung nahestehende Persönlichkeiten offenbar nicht recht wissen, woran sie sind. Nach der „Disch. Tabakztg." soll bei den Handelsvertragsverhandlungen ein deutscher Kommissar erklärt haben, die Regierung denke nicht daran, Tabak oder Bier „bluten" zutlassen. Im Landes-Aus- schuß für Elsaß-Lothringen aber erklärte dieser Tage der Unterstaatssekretär v. Schsraut, es seien, Verhandlungen im Gange wegen Einführung einer Reichsbiersteuer. Des Schatzsekretärs Ethische" Reichstags-Erklärung selbst ist bekanntlich der Deutung verfallen, daß eine Reichs- erbschaftssteuer im Plane liege, und man hat, umr über die Abneigung des Bundesrats gegen direkte Reichssteuern Hinwegzukommen, her aus gefunden, daß die Reichs-" erbschaftssteuer nicht eigentlich eine direkte, sondern eine Steuer auf Umsatz darstellt. Des Rätsels Lösung liegt am Ende in der Richtung, daß die Regierung das Eine tut und das Andere nicht läßt. Die 60 Million en-N a ch- forderung für Süd Westafrika und die Ankündig-« ung einer neuen Reichsanleihe kennzeichnen die finanzielle Lage, in der sich das Reich befindet. Frhrn. von Stengels große Finanzreform aber setzt Steuern aus, die „zu Buch schlagen", und das enffcheidende Wort über diese Steuern dürfte auf der für den Sommer in Aussicht genommenen Finanzminister-Konferenz gesprochen werden. mit Proz. bei Keffischer Landtag. R. B. Darmstadt, 8. März. können. , c. _ ... . r „ Ministerialrat B e st erklärt, die Revision der betreffenden Bestimmungen erfolge am besten mit der Regelung des in Vorbereitung befindlichen Gesetzentwurfs über die Dienstverhältnisse der Staatsbeamten. . Abg Reh erklärt sich damit einverstanden, daß fern Antrag gemeinsam mit der in Aussicht gestellten Regelung behandelt werde. Eine Anfrage der Abgg. Dr. Schmitt, Molthan u. A. geht dahin, ob der Regierung bekannt sei, daß durch die Maßnahmen des Kohlenkontors das Publikum schwer geschädigt wird und die kleineren und mittleren Kohlenhändler in ihrer Existenz gefährdet werden ferner, ob die Regierung in der Lage sei, gegenüber diesem Vorgehen den Bürgern und Steuerzahlern Schutz zu gewähren und endlich, was sie gegenüber diesem Vorgehen 'des Kohlenkontors zu tun gedenkt. $ Staatsminister Rothe verliest eine längere Regierungserklärung, worin er die inzwischen über diese Frage stattgehabten Erhebungen, besonders der Handelskammern, näher darlegt. Die Regierungserklärung soll gedruckt und dann morgen eine Besprechung darüber abgehalten werden. Die Beratung des Gesetzentwurfs über die Errichtung und Leitung von technischen Privatunterrichtsanstalten wird auf einen Antrag aus dem Hause noch einmal an den Ausschuß zurückgewiesen, weil noch weiteres Material mit zur Beratung gezogen werden soll. Zur Beratung gelangt nun der Gesetzentwurf betreffs des Beerdignngswesens. Der Ausschuß (Berichterstatter Abg. Korell) hat ZU der Regierungsvorlage verschiedene (von uns im wesent- licken mitaeteilte) Aenderungen beantragt. In Verbindung damit wird die Vorstellung des l-essischen evangelischen Pfarrvereins mitberaten. In der Generaldebatte über den Gesetzentwurf wendet sich e Der Platz des Präsidenten ist aus Anlaß der 100. ----- —x. eifern Blumenstrauß geschmückt. tritt zunächst in eilte Besprechung usw. bis auf alle 8 Prozent. Der Jahresertrag dieser Steuer pftegt in England 300 Millionen Mark zu übersteigen, während er sich in Frankreich um 150 Millionen bewegt. Für Deutschland würde eine Einnahme fit , Betracht kommen, die zwar hinter der englisch-französischen zurücksteht, aber doch auch recht ansehnlich sein müßte, da von dem Gesamtertrag erst eine bestimmte Quote für die Einzelstaaten in Abzug käme. Entschließen sich die verbündeten Regierungen zur Gutheißung des Stengelschen Finanzplans, so können sie sich zu ihrer Rechtfertigung auf einen Vorgang aus den siebziger Jahren berufen. Preußen hatte im Jahre 1877 beim Bundesrat eine Erbschaftssteuer von Reichswegen beantragt. Der Bundesrat setzte eine Kommission zur Prüfung ein. Wenn damals die Sache nicht zustande kam, so lag dies an zwei inzwischen überwundenen Schwierigkeiten r an der Verschiedenheit des Erbrechts und der erbsteuer- lichen Gewohnheiten in den einzelnen Staaten. Heute hat das bürgerliche Gesetzbuch die rechtliche Einheit geschaffen und sind die Erbsteuergesetze einander sehr ähnlich, so! daß der Schritt, der noch zu tun bliebe, nur ein verhältnismäßig kurzer und leichter wäre. An der erforderlichen Unterstützung im Reichstag würde es dem Bundesrat nicht fehlen. Abg. Tr. David in ausführlicher Weise gegen den Zusatz des Ausschusses zu Art. 5. Die Privatpächter und Kirchenfabriken dürften unter keinen Umständen aus dem Beerdigungswesen geschäftliche Vorteile ziehen. Man dürfe! ihnen nicht den Leichentransport allein überlassen, dieses, Recht gebühre vielmehr den Gemeinden. Abg. Dr. Buff wendet sich gegen den Schlußzusatz M Art. 5. Ministerialrat B e ft legt eingehend dar, welche Stell, rmg die Regierung zu der Frage einnehme. Mit dem! Zusatzantrag des Ausschusses zu Art. 5 könne sich die Regierung einverstanden erklären. Wenn auch den Kirchew- gemeinden nicht ein unbestreitbares .Recht zur Beerdigung! zur Seite stände, so sprächen doch Billigkeitsgründe dakür^ daß man timen das Recht nicht ohne angemessene Entschädige ung entziehe. , , Abg. Schlenger würde es für eine Härte halten, wenn man den Kirchenfabriken das seit langen Jahren) von ihnen ausgeübte Recht der Beerdigungen einfach ohnv Entschädigung wieder entziehen wollte. Abg. Dr. Gutfleisch erklärt sich vor allem dagegen^ daß mit dem Beerdigungswesen ein Geschäft gemacht werde., Nach weiterer kurzer Debatte der Herren Dr. Buff, v. Brentano, Ulrich imd Dr. Gutfleisch wird auf Antrag des letzteren der Gesetzentwurf noch einmal an) den Ausschuß zurückverwiesen. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die Beaute Wortung der als dringlich anerkannten Interpellation der Abgg. v. Brentano und Gen., betreffend die Zustände am Gießener Gymnasium Anfrage des Abg. Reh ein, die Unfallsursorge für Beamte betreffend. Die Anfrage ging dahin, ob die Gvoßh. gierung gesonnen sei, dem einsfimmigen Ersuchen der) Kammer zu enffprechen, worin die VoÄage eines Gesetzentwurfs verlangt wurde, durch den über das Unfallfürsorgegesetz hinaus auch für solche Unfälle Entschädigung! gewährt werden soll, welche ein Beamter in einem Betriebe erleidet, welcher der reichsgesetzlichen Unfallversicherung nicht unterliegt. Die Regienmg gab darauf eine längere Erklärung ab, daß die einschlägigen Fragen schon im Hinblick auf die Bestimmungen des Art. 4 des Gesetzes vom 2. Aug. 1899, die Dienstverhältnisse, Ruhegehalte und Hinterbliebenenversorgung der Staatsbeamten betreffend, in sachentsprechender Weise nur im Zusammenhang mit den übrigen Bestimmungen des Gesetzentwurfs, die Dienstverhältnisse der Staatsbeamten betreffend, geregelt werden höheren Betrag zu entrichten. , „ r ... Die Abstufung nach der Höhe der Erbschaftssumme ist mehr in germanischen als in romanischen Ländern durchgeführt. Sie besteht in mehr als die Hälfte aller Schweizer Kantone, in England und den Vereinigten Staaten von Amerika. Das englische Gesetz von 1894 belastet den Nach- Die neuen Aeichssteuern. Im Reichstag beginnt man mit einer frühen Herbst- fession für dieses Jahr zu rechnen. D!er Grund dafür liegt in der Aeußerung des Reichsschatzsekretärs von Stengel, daß die von ihm geplante neue Steuer ihre Wirkung bereits auf vas laufende Finanzjahr 1905/06 ausüben, d. h. also wohl schon am 1. Januar 1906 oder noch früher in Kraft treten soll. Eine derartige Beschleunigung wäre nur möglich^ wenn der Reichstag nicht wie üblich erst im November ober Dezember, sonbern schon im Oktober wieder Zusammentritt. Welcher Art die neue Steuer ist, darüber bestehen einstweilen nur Vermutungen. Eine indirekte Abgabe liegt altem Anschein nach nicht im Plane der verbündeten Regierungen. Sie können sich der Einsicht nicht verschließen^ daß sie sich einer Niederlage aussetzen würden, wenn sie mit der Forderung einer erhöhten Tabak- ober Bier steuer hervorträten. Für solche Projekte herrscht M>ar, wie neuerdings "Auslassungen des früheren Vizepräsidenten v. Frege beweisen, bei den Konservativen Sympathie, nicht aber in anderen, für die Mehrheitsbildung in Betracht kommenden Parteien. Das Zentrum und die Nationalliberalen haben sich entweder durch Erklärungen seftgelegt oder müssen, so weit sie in ihreu Enffchließungen frei sind, damit rechnen, daß, nachdem der Rahrungsbedorf des Volkes nunmehr auf 12 Jahre hinaus höher belastet ist, eine weitere Verteuerung des Verbrauchs erhebliche Dersffimmungen ei> zeugen würde. Auf irgend welche Mehreinnahmen wird die Regierung unter solchen Umständen auch aus der Brausteuer verzichten müssen. Was' der Reichstag vielleicht bewilligen würde, ginge über die Staffelung der Brausteuer nicht hinaus, und auch die Staffelung wäre in so engen Grenzen zu halten, daß sie die mit der jetzigen Besteuerungsform verbundenen Unebenheiten zwar ausgleicht, aber jede Ueber- bürdung der Brauereien vermeidet. Einer erheblichen Steigerung des Gesamtertrages stimM der Reichstag dagegen nicht zu, das läßt sich schon heute mit einiger Sicherheit Ein vom Wg. Dr. David eingebrachter Antrag bet-* laugt, daß ihm sämtliche Akten über diese Angelegenheit vorgelegt werden mögen, was Staatsminister Dr. R o t h e entschieden zurückweiff mit dem Hinweis darauf, daß die Personalakten über! Beamte niemals anderen Personen zur Einsicht über taffen würden. Er verlas darauf folgende Regierungserklärung: „Am 19. v. Mts. teilte der Oberlehrer Prof. Dr. Noack in Gießen der Minifterialabteitung für Schulangelegen^ beiten mit, daß die am 14. v. Mts. in der Kammer gegen den Direktor Geh. Schulrat Prof. Dr. Scheel vorgebrachten Beschuldigungen auf Mitteilungen zurückzuführen seien, die er seinem Bruder und dieser ohne fein Vorwissen dem Abg. Dr. David gemacht habe. Hiervon wurde dem) Geh. Schulrat Dr. Schädel amtlich Kenntnis gegeben, worauf Dr. Schädel am 22. v. Mts. zur Klarstellung des Sachverhalts die Disziplinarunterfuchung gegen sich selbst beantragte. Infolgedessen wurden alsbald die im Gesetz vom 21. April 1880, die Disziplinär- Verhältnisse der nichtrichterlichen Beamten betreffend, vorgesehenen vorläufigen Ermittelungen angestellt und titmrd durch Vernehmung des Prof. Dr. Noack am 24. v. Mts. und des von diesem als Zeuge für ein bestimmtes Vorkommnis (genannten Ingenieurs Schöberl am 25. v. Mts. und sämtlicher zur Zeit in Gießen anwesenden Oberlehrer des dortigen Gymnasiums am 27. und 28. v. Ms." Diese vorläufigen Ermittelungen haben insofern zu, einem) negativen Er gebniß geführt, als keinerlei Tat^ lachen vorgebr acht wurden, oie für Einleitung einesl Disziplin aruntersuchungsv erfahrens gegen den Geh. Schulrat Dr. Schädel eine auch nur einigermaßen ausreichende Grundlage hätten bilden können. Unter diesen Umständen konnte dem Antrag des. Geh. Schulrats Dr. Schädel auf Eröffnung einer Disziplinaruntersuchung gegen ihn selbst eine Folge nicht gegeben werden. Abg. Dr. David erklärt, daß ihn nur ein Einblick in die Akten überzeugen könne, ob an seinen früheren Informationen etwas unrichtiges sei. Die Angriffe gegen ihn stützten sich darauf, daß seine Informationen mangelhaft seien oder aus unlauteren Quellen stammten. Seine Quelle sei aber über allem Zweifel erhaben, der Bruder des Prof. Noack sei Arzt und Direktor des „Weißen Hiifich" zu Dresden. Dieser habe ihm als einem' langjährigen) Freunde von diesen Dingen Mitteilung gemacht, weil ihm! kein anderer Ausweg blieb und er den' Wunsch hegte, durch Mitteilung in der Kammer eine amtliche Unterfuchung ein geleitet zu sehen. Ministerialrat Dr. Eis en huth stellt zunächst eine vom Abg. Wolf ausgesührte Unrichtigkeit, die.auch der Presse zu Erörterungen Veranlassung gab, richtig. Wolf f habe in seiner Erwiderung auf Dr. Davids Rede gelegentlich der ersten Debatte u. a. gesagt- der RegierungsvertretW habe zugegeben, die Klage Dr. Davids, die er angeblich bei der vorjährigen Budgetberatung vorgebracht hlwe,! übersehen zu haben. Das ist ein Irrtum. Abg. Dr. David hat sich auf eine Aeußerung berufen, die er gelegentlich der Beratung des Kapitels Volksschullehrer getan habe und aus der schlechterdings unmöglich eine Anklage gegen das Gießener Gymnasium gehört werden' konnte. Ferner hat man in der Preffe sich darüber gewundert, daß die vom Abg. Dr. David getane Aeußerung, die Kammer sei für die Amtshandlungen der Beamten) verantwortlich, vom Regierungstische unbeantwortet blieb. Tas ist ebenfalls unrichtig, das l)at Beunruhigung hervor- gerusen und bedarf der Richtigstellung, denn nach bentl Protokoll hat Dr. David gesagt, die Ministerien seien der Kammer gegenüber für die Amtshandlungen ihrer Beamten verantwortlich. Zur Sache selbst erklärt Redner^ wenn die Regierung auch auf dem Standpunkt stehe, daß sie sich die Disziplinargewalt über ihre Beamten in keiner Weise entreißen oder einschränken lasse, so ist sie doch der Meinung gewesen, daß im vorliegenden Falle die Sache so eigenartig liegt und daß sie dem Beamten gegenüber sich verpflichtet fühlt, die Anfrage zu beantworten. Auff die heutigen Ausführungen des Dr. David erwidere er, daß es wohl unrichtig ist, wenn behauptet wird, dep Arzt Dr. Noack habe keinenanderenWeg! gefunden- um seinem Bruder zu helfen. Wenn Dr. Noack als Arzt und als Mensch sich verpflichtet fühlte, seinem Bruder zu helfen, so Hütte er zu mir, als dem an der Svitze der Schulbehörde stehenden Beamten, allein schon in Rücksicht auf diese meine Stellung das feste Zutr auen habeu; scheint «gttch mit Ausnahme de» Sonntag». X /szs, X /X A Die „Sietzenrr ZamlllenblStter" werden dem M Br MH Fr M JrW HB vv H p R fir E »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der W 0 M, W H g| Bl ßL SL «Hejfilch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. v V ä v W w deutet dies eine große Freude und Genugtuung. Diese ** Schillerfeiern in der Schule. Wie in allen vermindern würde, wird von Niemanden in Zweifel gezogen. Eltern hat Dr. Schädel uns stets an gehört, was kein Wort der Zustimmung gehört. — Weiter sagt ein Ober Feststellung habe ich übrigen das Gefühl, Konflikt mit Dr. Schädel gehabt und babe Kollegen gegen-1 über stets anerkennen müssen, daß Dr. Schädel bei Konflikten Lehrer stand. — Weiter heißt es in diesem Protokoll: Ich habe mich darüber erkundigt und kann feststellen, daß man I das Vorgehen Dr. Davids in allen Kreisen als und Vorgehens Dr. Davids habe ich von keiner Seite gehört, weder von Lehrern, noch von Schülern und deren Eltern. ,— Ein siebenter Herr sagt: Ich und meine Kollegen haben das Vorgehen Dr. Davids sehr bedauert, der Geheimrat ist war. Geheimrat Dr. Schädel erweist uns Lehrern überhaupt in jeder Beziehung das größte Entgegenkommen. sämtliche Akten ihm überlassen werden, das teilweise Verlesen der Protokolle halte er für nicht am Platze. Er stellt schließlich die von Dr. Nodnagel beregten Beschwerbefälle etwas anders dar. wenn man von ! fürsten bei der Jugend nach Kräften erschlossen werde. Am Jubiläumstage selbst sollen gelegentlich der Schulfeier geeignete Ansprachen, Vorträge Schillerscher Gedichte und' passende Gesänge veranstaltet werden. Ter NachmittagK- Vernehmung des Lehrerkollegiums und meint, wenn ihm nach sechs Jahre langer Tätigkeit als Direktor eines Gymnasiums nicht mehr nachgesagt würde als wie Geheimrat Dr. nervös krank geworden war, das ärztliche Attest, auf Grund dessen dem Dr. Noack beraten war, ein Sanatorium aufzusuchen. Es handelt sich um katarrhalische Erscheinungen, Husten, hervorgerufen durch den Aufenthalt in schlechter Luft, wozu dann eine Jnfluenzaerkrankung kam. Redner verliest dann teilweise die zahlreichen Protokolle von der Vernehmung der Gießener Oberlehrer. Prof. Dr. Noack beginnt seine Aussage, indein er seinem aufrichtigen schmerzlichen Bedauern darüber Ausdruck gibt, daß die Angelegen- Schädel, würde er sagen Gott sei Dank! Er geht dann auf einige vorgebrachten Beschwerden ein, es handelt sich um drei unwesentliche Fälle, in denen Meinungsverschiedenheiten herrschten, nach Aussage der Herren selbst aber von persönlichen Beleidigungen nicht die Rede sein kann. Abg. Wolf erklärt, daß er das „Uebersehen^ nicht so gemeint hat, wie es aufqefaßt worden sei. Er sei der Ueber- zeugung, daß Dr. Eisenhuth nichts übersehe, und daß in den Aeüßerungen des Abg. Dr. David keine Anklage für Dr. Schädel gesehen werden konnte. Er und seine Freunde seien nach wie vor der Meinung, daß Dr. Davids Vorgehen durchaus zu verurteilen sei und daß sich in diesem Falle das Sprichwort „Wo Rauch ist, da ist auch Feuer", nicht bewahrheitet. Abg. Dr. David gibt zu, daß seine Bemerkung gelegentlich der Etatsberatung 1904 möglicherweise von der Negierung nicht in seinem Sinne verstanden werden konnte. Es sei aber nachträglich von 'einem Mitglied des Hauses ihm gesagt worden, er (dieses Mitglied) hätte schon im vorigen Jahre persönlich im Staatsministerium und bei Dr. Eisenhuth eine derartige Bemerkung genmcht und gebeten, die Dinge im Gymnasium zu Gießen zu untersuchen. Er nimmt an, daß dieses Mitglied des Hauses seine Mitteilung aufrecht erhält. Die Tatsache, daß trotzdem eine Untersuchung nicht erfolgte, — Ein fünfter Herr sagt: Ich habe persönlich nie einen lehrer, die Verhältnisse seien absichtlich übertrieben und verzerrt, man sei allgemein entrüstet darüber u. s. f» — Ferner sind verschiedene Familien gehört worden aus verschiedenen Lebenskreiscn und haben einstimmig die Anschuldigungen als unerh ört zurückgewicsen. Aut die Frage, was die .Spatzen denn nun eigentlich von dadurch mißhandelt worden. — Ein achter Herr sagt, er könne sich keinen angenehmeren Vorgesetzten wünschen. Das Vorgehen Dr. Davids wird in allen Kreisen einmütig verurteilt und ich habe auch von Kollegen für notwendig gehalten. Ich habe im daß man den Eindruck der Worte des zwischen Eltern der Schüler und Lehrern stets auf feiten der! gehörig bezeichnet. Aeußerungen der Billigkeit des Dermijcbtef. • Eine neue Skandal affäre wird aus Dresden gemeldet: Der Amtsrichter Dr. Coccius war seit einigen Jahren Leiter einer Abteilung des Dresdener Scköffengerichts. Seit einigen Jahren mit der Tochter eines Dresdener Kanzelredners verheiratet, unterhielt er hinter dem Rücken seiner Gattin mit mehreren Kellnerinnen Liebesverhältnisse. Er pflegte seine Geliebten mit Vorliebe in verschiedenen Stellungen zu photographieren, und diese Bilder fielen eines Tages seiner Gattin in die Hände. Es gab eine heftige Szene, aber der reuige Gatte appellierte an das Herz seiner Frau, und diese verzieh ihm schließlich. Das Ehepaar trat eine mehrwöchige Reise an die Riviera an. Aber nach der Rückkehr setzte der Amtsrichter seinen Lebenswandel fort, und es kam abermals zwischen den Ehegatten zum Bruch. Jetzt hat die Ehefrau die Ehescheidung eingeleitet, während sich der Amtsrichter angeblich wegen hochgradiger Nervosität in eine Heilanstalt begeben hat Inzwischen hat die Militärbehörde den Amtsrichter, der Hauptmann der Reserve ist, seines militärischen Ranges für verlustig erklärt, und jetzt wird seine vorgesetzte Dienstbehörde gegen ihn das Disziplinarverfahren eröffnen. Man fragt sich nun, ob der Richter bei der von ihm jetzt behaupteten hochgradigen Nervosität im stände war, als Vorsitzender eines Strafgerichtslzoses zu fungieren. Mehrere Verurteilte beabsichtigen bereits, die von Dr. Coccius gefällten Urteils spräche anzu fechten. * Ein Dien st mädchen mord in Mannheim. Dee Berliner Gcrichtschemiker Dr. Ieserich hat sowohl in der Wohnung des ermittelten Mörders Becker als auch am Tatorte in der Wohnung der Witwe Hirsch die ihm obliegenden Ermittelungen durchgeführt. Diese erstreckten sich auf Fingerabdrücke, Bluffpuren und ihre Formen, Haaridentität, blutige Kleider u. s. w. Die Verletzungen, die der Senges in der Wohnung ihrer Herrin, während diese in der Synagoge war, beigebracht wurden, sind bestialischer Art. Die Schädels decke ist vollständig zertrümmert, so daß Augen, Stirn und Hinterkopf überhaupt nur eine breiige Maffe bilden und nicht mehr erkennbar find. Außerdem ist der Hals durch ein scharfes Meffer durchschnitten, und auch im Gesicht quer über die Nase sind scharfe Schnitte wahrnehmbar. Die am Tatorte vorgefundenen Werkzeuge, ein blutiges Taschenmesser, ein blutiges Tischmeffer und ein ebenfalls blutbefleckter abgebrochener Hammerstiel wurden dem Dr. Ieserich zur Untersuchung übergeben. Es wurden überhaupt alle mit Blut bespritzten Gegenstände entfernt, um chemisch geprüft zu werden. Der Tatort wurde von einem Photographen wiederholt mit Blitzlicht ausgenommen. Auch Haare der Ermordeten, sowie die gesamten Kleidungsstücke des Mädchens wie des Täters mürben dem Chemiker zur Untersuchung übergeben. Von großer Bedeutung ist, daß man deutliche Fingerabdrücke an einer Tür der Wohnung der Frau Hirsch feststellen konnte. Ferner dürste möglicherweise für die Täterschaft des inhaftierten Schreiners Becker belastend ins Gewicht fallen, daß in einem der Wohnung Beckers benachbarten Hause ein blutiges Hemd gefunden wurde. In wieweit dieser Fund mit bet Mordaffäre im Zusammenhänge steht, bedarf jedoch noch bet Um J/j2 Uhr konstatiert der Präsibent, baß noch eine Anzahl weiterer Redner zum Wort gemeldet seien. Hause gegen einen verdienten hohen Beamten erhoben Die Debatte wird daher abgebrochen und die Weiterhat, jeder Grundlage entbehrten. Für mich und ich Verhandlung auf morgen früh 9 Uhr anberaumt, darf wohl sagen für die große Majorität des Hauses be- Atib AM und IflMfr. Gießen, den 9. März 1905. Schwurgericht. th. Gießen, 9. März. Gestern verhandelte das Sckwurgerrckt unter Ausscklnß der Oeffcntlichkert gegen den 23 Jahre.alten Landwirtssohn Christian Faust von Jldershausen bei Schlitz wegen Meineids. Nachdem die Geschworenen die Sckuldfrage bejaht hatten, sprach der Gerichtshof eine Zuchthausstrafe von vier Jahren über den Angeklagten aus; cs wurden ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren abgesprochen und ebenso auf Eidesunfähiakeit des Verurteilten erkannt. Der Staatsanwalt hatte 5 Jahre Zuchthaus beantragt. früher unter Direktor Schiller nicht der Fall Ich komme zu dem beurteilen zu können, ob dies richtig ist, ob die Untersuchung richtig geführt worden ist, müffe Redner darauf bestehen, daß müssen das; l», wenn mir vertraulich Mitteilung wird, I den Dächern pfeifen', habe man gelacht. Aus alle dem er- tn der vorsichtigsten und rücksichtsvollsten Weise Slbhilfc gibt sich, führt Redner ans, dich Direktor Schädel höchstens geschaffen hätte. Ich bin aber vielmehr der UeBci^eugung, ejnmal mit einem Kollegen, aus gut deutsch gesagt, „Krach' daß ein anderer Weg überhaupt nicht eingeschlagen wurde, ^^y^bt hat, und wo komme dies nicht vor! Daß auch die «. - - v.. ' Schüler Stellung in der Sache genommen haben, ist durch die Zeitung bekannt geworden. In diesem Falle ist es wich- n tig, weil Dr. David auch von Unzufriedenheit unter den Redner erörtert dann die Art der hat, ist unbekannt. — Die Voruntersuchung gegen ihn ist nunmehr zum Abschluß gelangt und die Anklage wegen Sittlichkeitsvergehens dürste schon binnen kurzem vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts Mainz zur Verhandlung kommen. Nach dem vorliegenden Bewcismateriak hält man in eingeweihten Kreisen seine Verurteilung für sicher. Das bischöfliche Ordinariat in Mainz wird sich demnächst mit der Neubesetzung des Wormser Dompropstpostens zu befassen haben, da Malzi unter keinen Um- ständen wieder sein Amt antreten wird. unterricht fällt am genannten Tage aus. ** Frühjahrs-Pferde markt zu Gießen. Am 22. März findet zu Gießen Pferdemarkt mit Prämiierung statt. Die lebten Märkte waren durchschnittlich mit etwa 300 Pferden befahren und von $DÖnMern und Landwirten sehr gut besucht. Es wurden recht bedeutende Käufe abgeschlossen. Auch für dieses Frühjahr steht ein guter Markt zu erwarten. Mit dem Markte ist eine Ausstellung von I Wagen, Geschirren, Stallutensilien, landwirtschaftlichen Ge- heitin dieser Weise in derOeffentlichkeit be- Wagen, Geschirren, Stallutensilien^landwirtschaftlichen Gehau delt würde und sagt weiter, die durchaus wohl- räten nsw verbunden. Mr die ^rP^^ ~ - " » " . Zahn-Gießen, Gutspächter Bene-Hof-Mtenburg bei Wetzlar, Direktor wurde s. Z. mit offenen Armen empfangen, und die Oekonomierat Hofmann-Hofgüll und Schlachthofdirektor Dr. Sympathien für ihn haben sich im Laufe der Liebe-Gießen. Folgende Preise sind vorgesehen: 1. Ab- Iahre nur vermehrt. — Ein anderer Lehrer sagt, von teilung, Reitpferde: 2 Preise von 30 und 20 Mk., 2. Ab- einem Disziplinarverfahren kann doch wohl die Rede mcht teilung, Wagenschläge (paarweise zu prämiieren): 3Preise fein, im höchsten Falle kann es sich um Schwächen handeln, von 80, 60 und 40 Mt. 3. Abteilung, Arbeitsschläge (paar- Jch halte Geheimrat Dr. Schädel für einen durchaus wohl- weise zu prämiieren) :a. schwere: 3 Preise von 80, 60 und wollenden Mann. — In einem dritten Protokoll heißt es: b. leichte: 3 Preise von 60, 40 und' - • • ’ 58 3«»«e 'S. - * Oeffentlichkeit gezogen wurde, das tiefste Mitleid mit 30, 20, 15 uub 10 W. 5. Abteilung, Arbeitsschläge: (diese Dr. Schädel empfand. — Em anderer sagt, ich stehe per- Pferde müssen nachweisbar 6 Monate im Besitz von Land- sönlich in bestem Einvernehmen mit Geheimrat Dr. Schädel. Wirten sein, die Mitglieder des hessischen Landespferde- Jm Falle einer Beschwerde von Seiten der Schüler oder! zuchtvereins oder der landwirtschaftlichen Bezirksvereine sind): a. einzelne- Pferde: 3 Preise von 30, 20 und 10 Mk., b. paarweise zu prämiieren: 3 Preise von 50, 30 und 20Mk., 6. Abteilung, dreijährige Fohlen: a. Wagenschläge: 4 Preise von 40, 30 und 20 Mk., b. Arbeitsschläge: 4 Preise von 40, 30, 20 und 10 Mk. 7. Abteilung, zweijährige Fohlen: a. Wagenschläge: 4 Preise von 30, 20, 20 und 10 Mk., b. Arbeitsschläge: 4 Preise von 30, 20, 20 und 10 Mk. 8. Abteilung, Zuchtstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt (Prämien für inländische Züchter, welche Mitglieder des Landespferdezuchtvereins sind): a. Wagenschläge: 16 Prefie von 60, 50, 30, 20, 15, 10 Mk.. b. Arbcilsschläge: 6 Preise von 60, 50, 30, 20, 15 und 10 Mk. In den Abteilungen 1 bis 4 werden für im Privatbesitz besindliche Pferde, die nicht üm Geldpreise konkurrieren, Ehrenpreise gegeben. In den Abteilungen 2, 3 und 4 werden nur Pferde im Besitz von Händlern zugelassen. Der Prämiierungsplan, welcher die nähere Bedingungen enthält, wird von Weinhändler August Schwan zu Gießen auf Wunsch übersandt. § Sichenhausen, 7. März. Der hiesige Schnl- hansneubau wird nunmehr in Angriff genommen Es soll ein den Verhältnissen der Gegend angepaßtes einstöckiges, massives Gebäude aufgesührt werden. Diese Bauart ist wohl für eine Gebirgsgegend die beste. Der ! Staat leistet einen Zuschuß von 8000 Mk. Mainz, 8. März. Der Wormser Dompropst Malzi, der aus seinen erneuten Antrag gegen Hinterlegung einer Kaution von 10 000 Mark aus der Untersuchungshaft in Mainz entlassen wurde, ist bis jetzt nach. Worms nicht zurückgekehrt; ob er sich noch in der Stadt Mainz befindet, oder wohin er sich von, dort begeben Aufklärung. * Kleine Tagesckrvnik. Durch einen Selbstschuß, bet für Maulwürfe gelegt war, verletzte sich in Plaun bei Arnstadt (Thür.) der neunjährige Knabe des Chauffeearbelürs Waho so schwer, . daß nach einer halben Stunde der Tod eintrat. — In Ö ab in gen gerieten bei der Hoheit des Bergmanns.Nieder- brünn in einem Gasthaue die Bergleute Lauer und Müllers, in Wortwechsel, in dessen Verlauf Lauer die Drohung ausstieß, Müller werde ihm das noch bezahlen müssen. Da L. nicht zu beruhigen war, setzte ihn der Wirt vor die Tür. Um, 2 Uhy nachts brach die Hochzeitsgesellschaft auf. Kaum waren die Gäste einige Scliritte gegangen, als man ihnen eine Flasche nachwarf. Im nächsten Augenblick ging Lauer an Müller vorbei und versetzte ihm mit einem Messer einen Stich der die Lunge durchbohrte und den sofortigen Tod Müllers zur Folge hatte. Lauer stach darauf noch weiter um sich und verletzte noch "zwei Bergleute. Endlich gelang es den vereinten Bemühen der Gesellschaft, L. zu überwältigen, der so übel zugenchet wurde, daß er in ein Hospital gebrasst werden mußte. — Die 45 Jahre alte Witwe Backhaus aus Sprockhövel hatte Bremen besucht, war am Sonntag Abend zurückgekehrt und hatte dann den Weg nach ihrer Wohnung ein geschlagnen. Gestern früh wurde die Frau mit einer Wunde am Halse aufgefunden. Sie vermochlte nur durch Znchen anzudeuten, ein Kerl hätte sie überfallen. Kurz darauf verschied sie. Unweit des Tatortes wurde em blutbeflecktes Messer gesunden. — In Wattenscheid wurde der Gehilfe einer Großhandlung nach der Post geschickt, um 49 000 Mk. zu erheben. Er durchschnitt die Telephondrähte im Bureau seines Prinzipals, erhob die genannte Summe und fuhr nach Köln zum Karneval. Ter Kölner Polizei gelang es, den leick'-tsinnigen Menschen bald daraus bei seiner Braut fest zunehmen. Tie aus Tausendmarkscheinen be- stehende Summe witrbe noch vnllzäbl'g ve>rgefunden. Hisenvasin-A'iitung. — Orientierungshefte für die preußisch-hessischen Eisenbahnen hat Eisenbahnministe^ v. Budde in seiner letzten Rede im preuß. Abgeordnetenhause in Aussicht. gestellt. Ter Minister hat Probeabzüge der in der Herstellung begriffenen Hefte zur Hand gehabt; sie enthalten Fahrpläne und machen die Reisendm auf Sehenswürdigkeiten der Route aufmerksam. Mit der Einführung dieser.Bücklein wird die preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft lediglich dem Beispiel folgen, das die privaten Verkehrsgeisellschaften fett langem gegeben haben. In Bavern und Württemberg, in Frankreich, Italien und vor allem in der Schweiz sind derartige, oft prächtig ailSgestattete und mit schönen Illustrationen versehene Eisenbahn- und Tampfschissahrts- Wegweiser ständig im Umlauf; hie rührigen Verwaltungen sorgen gleichseitig im Auslande für massenhafte Verbreitung. Es ist und daß der, den Dr. Noack gewühlt,.der unglücklichste Weg war, den man überhaupt einschlagen konnte und namentlich in Rücklicht auf Professor Dr. Noack selbst. Tenn dieser Herr hat auf mich durchaus nicht.den. - . Eindruck gemacht, alsob dasVorgehenseines Schülern gesprochen^hasi Bruders und des Abg. Dr. David auf seine P Gesundheit bessernd gewirkt hat. Professor Dr. Noack hat mir gegenüber wiederholt nach»- drücklichst bedauert, daß dieser Weg eingeschlagen, worden ist. Auch in Rücksicht auf Direktor Dr. Schädel hätte man anders handeln müssen. Wenn ich nicht irre, hat Abg. Ulrich gesagt, es läge die Möglichkeit vor, daß Dr. Schädels Vergehen auf einen krankhaften Zustand zurückzuführen seien. Ich gebe dieses keinesfalls zu. Aber dennoch, die Vermutung liegt sehr nahe, wenn man in Betracht zieht, mit welch überaus schweren Schicksalsschlägen Herr Geheimrat Tr. Schädel während der letzten Jahre zu rechten hatte. Selbst wenn diese Vermutung sich irgendwie bestätigt hätte, hätte wohl kein übermäßig großes Zartgefühl dazu gehört, mir zu sagen, der Herr scheint nicht ganz gesund zu sein. Das wäre der Weg gewesen, die a l l e i n m e n s ch- liche Rücksicht auf Geheimrat Dr. Schädel und Professor Tr. Noack zu nehmen. Dr. Davib ist selbst Gymnasiallehrer gewesen. Bei ihm' darf man doch sicher das Verständnis vermuten, daß es etwas anderes ist, hier im Hause gegen einen Straßenwärter oder bergt als aegen den verantwortungsvollen Leiter einer so wichtigen Bildungsanstalt öffentliche Beschuldigungen vorzubringen. Hier kommt in erster Linie die Autorität der Persönlichkeit des Direktors gegenüber seinen Schülern in Betracht. Tr. David mußte wissen, daß man den Schaben, den man der Autorität des Mannes zugefügt hat, nicht mehr ganz reparieren kann. Tiefe Rücksicht hätte er nehmen müssen. Tie persönliche Rücksicht gegen Professor Tr. Noack, die . . . persönliche Rücksicht gegen Geheimrat Tr. Schädel und habe Dr. Noack veranlaßt, den Weg einzuschlagen, weil er die persönliche Rücksicht gegen das schwere Anit des Tirek- jm Interesse seines Bruders die Untersuchung wünschte. Er tors, Autorität zu halten gegenüber den Schülern, hätte Tr. nicht verstehen, wie Abg. v. Brentano als Jurist nach David ein anderes Vorgehen diktieren müssen. Ausführungen der Regierung die Beschwerde für un- Tenu Tr Davch Werg> ganz-genau daß die Wahrung btefer beqrünbct f)a(ten fönne. Die Regierung habe nur festgestellt, ein Kimcnt Jotoaten, ’benn liefern stehen ganz andere daß kein Grund zur Diszipsinanmtersuchung vorliege. , Um Mittel zur Verfügung wie jenem, '-------- “ --1 s’-fi ’r* Schluß, daß die Notwendigkeit des Vorgehens des Abg. Dr. David keineswegs erwiesen ist und daß mich die Ergebnisse der letzten 14 Tage in meiner Meinung vielmehr bestärkt haben. (Lebh. Beif.) Abg. v. Brentano: Durch die ausgezeichneten und sympathischen Erläuterungen des Negierungsvertrcters ist fest- gestellt worden, daß die Vorwürfe, die man in diesem Regierungsvertreters - - — —, -----. ------ - -- - - - , m unserer Seite noch des weiteren auf die Sache eingehen höheren Lehranstalten Hessens, so soll auch in den Volks- würde. Ich erachte mich von der Erklärung der Regierung am 9. Mai |ie in diesem Falle dem Hause die erbetene Antwort erteilt Ln ^etI vorausgehenden Wochen durch Behandlung Schiller- bat. (Bravo!) scher Gedichte, wie sich solche in den Lesebüchern reichlich Geh. Oberschulrat Dr. Nodnagel verliest zunächst | finbeu, das Verstänbnis für die Bebeutnng bes Dichtev- gegenüber der Behauptung des Abg. Ulrich, daß Profeffor Dr. Noack von der Behandlung durch Direktor Schädel / W Todes-Anzeige. - *$r* tt H K •;yfc W M । r ( 'M ■"J- / UAWD WWA >. y jjf. /T ’ W, AM M <1 w" i ?/<•' f‘ Mief sich auf 300—400 Stück. Tie Ungunst bcr Witterung Frau Johannette Strauch geb. Gauss was wir Freunden und Bekannten hierdurch tief betrübt mitteilen, Die trauernden Hinterbliebenen Giessen (Lonystrasse 20), Darmstadt, den 9. März 1905. Die Beerdigung findet statt: Samstag den 11. d. Mts., nachmittags 4*/2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus. Marie Bruchhäuser, geb. Strauch. Helnr. Bruchhäuser, Minist-Revisor. mit einer Verlosung von sechst Arbeitspferden, landwirtschaftlichen! Geräten usw. Ter erste Preis fiel auf Los Nr. 1969, 2. auf 5578, 3. auf 2523, 4. auf 1032, 5. auf 5254, 6. auf 11508, 7. auf 8626, 8. auf 1852, 9. auf 5025, 10. auf 420. Gestern nachmittag 3 Uhr verschied nach kurzem Kranksein im kaum vollendeten 64. Lebensjahre unsere liebe, gute Mutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Universitäts-Nachrichten. — In Marburg wurde dieser Tuge der erste weibische Doktor promoviert. Frl. Ta da Urata aus Kumamoto in Japan erlangte die Tvktorwürde bei der medizinischen Fakultät auf gründ ihres Examens und ihrer Dissertation: „Experimentelle Untersuchungen über den Wert des Credeschen Tropfens". "■W "s.tit; fuhren iii brachte es mit sich, daß wenig Kauflustige erschienen waren. Tie Preise waren denn auch niedrig. — Heute fand her 085 Bresben 5*« -iniflen tt5btn'tSu hosten, daß sich die preußisch-hessischen Orientierungsheste nicht nur auf die landschaftlich bevorzugten Gegenden Deutschlands beschränken, sondern daß auch das platte Land, die Industriegebiete nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Zum Teil entspringt die neue Einrichtung wohl dem Wunsche, die Konkurrenz zu bekämpfen. Wie dem auch sei, wir freuen uns der Freigebigkeit des Fiskus. Wenn er aber einmal in der Gebelaune ist, so sorgt er hoffentlich auch dafür, daß die Orientierungshefte wirklich Belehrendes bringen, hiermit zur Verbesserung der Heimatkunde bei- tragcn und die Ptdr amn Versande stärken. sonders von der alten Kundschaft für gute Milchware mancher große Käufer fehlte. Tatsache ist, daß infolgedessen schwere Kübe bei uns nicht mehr gesucht und die preußischen Märkte ausgesucht werden, wo solche zu besseren Preisen abzusetzen find, als hier. Ter Vorrat in Fettvieh war nicht erheblich. Ter Handel darin war weniger gut und litt unter der Flaue des letzten Frankfurter Marktes. Tas Kälbergeschäst ging anfangs lanasam. Gute schwere Ware war sehr gesucht und recht teuer. Mittel- und leichte Ware war weniger teuer, und auch hierin deckten unsere heimischen Metzger ihren Bedarf. — Tie wenigen Paare Fahrvieh, welche gestern ausnahmsweise schon am Markt waren, gingen gut fort und wurden sehr hoch bezahlt, weil es sich um schwere, ausgesucht schöne Tiere handelte. Bezahlt wurden pro Stück: für Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Qual.: 400—500 Mk., 2. Qual. 330—380 Mk., 3. Qual. 280—310 Mk. Gehandelt wurde der Zentner Schlachtgewicht: fette Rinder 1. Qual. 66 bis 68 Mk., 2. Qual. 62—64 Mk.: fette Kühe 1. Qual. 60—62 Mk., 2. Qual. 57—59 Mk.: Kälber 1. Qual. 74—76 Mk., 2. Qnal. 66—70 Mk., 3. Qual. 60—64 Mk. Ter Markt wurde fast geräumt. 's Friedberg, 8. März. Aus dem gestrigen Frühjahrs- pferdemarkt herrschte ein geringer Geschäftsgang, obwohl der Austrieb der Pferde recht bedeutend war: die Zahl der Pferde ... . auch niedrig. — Heute fand der Schweine markt statt. Hier herrschte ein bedeutend regerer Geschäftsgang: die Preise waren besonders bei den Ferkeln hoch, das Paar kostete 36—48 Mk., Einlegschweine pro Stück 40—50 Mark. — Ter Krämermarkt war verhältnismäßig stau, was auch durch die Ungunst der Witterung verschuldet wurde. Gleichzeitig fand eine Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und zeiGeräte auf der Kaiserstratze statt. Der Markt schloß heute abend zur der IHccicro TTcin-f- behandelt man erfolgreich nur mit dem ill. । IS < v nicht fettenden, feinst parfümierten, in Myrrholinglycerin. Wn Märkte. th. Gießen, 8. März. Zu dem diesmaligen Viehmarkt mußten die aus Preußen vor dem Markt hier eingestellten Tiere in besonderen Ställen untergebracht werden und ebenso auch getrennt davon dos höfi sche Rindvieh. Diese streng' Tr nnnng der Ware hörte jedoch beim Auftrieb zum Markt auf. Tie Marktbesucher, welche Vieh ytm Verkauf brachten, waren von dieser neuen Maßnahme, welche wegen der Ansteckungsgefahr veranlaßt fein soll, Kirrt sehr erbaut. Abgesehen von einer Mehrarbeit und sonstigen Unbeanemlichkeit'-n entstehen dadurch dem Handel auch mehr Kosten. Ter Vorrat auf dem gestrigen Markt betrug etwa 1000 Stück Kühe und Rinder, einige wenige Paare Ochsen sowie ca. 150 bis 160 Kälber. T>as Geschäft in Milchvieh war leidlich, wenn auch, veranlaßt durch die häufigen Störungen des Marktes, beWK ASS " - *« « i«ti£ Nicht früh genug können junge Mädchen anfgehlärt werden wie bitter sich im späteren Leben Vernachlässigung der Körperpflege rächt, namentlich in den ^lUwiak^lnns^.fahren, mit denen gleichzeitig gesteigerte geistige Tätigkeit in den höheren Schulen zusammenfällt. Blutarmut, Bleichsucht, nervöser Schwäche etc. wird durch kein anderes Kräftigungsmittel so wirksam vorgebengt, als durch Hausens Kasseler Hafer-Kakao, der infolge seiner blutbildenden, anregenden u. kräftigenden Eigenschaften von über 10 000 Aerzten ständig verordnet wird. Nur echt in blauen Kartons ä 1 Mark, niemals lose. hv6/10 Anstellungen ’n eines Tages Wige ©jene, ri Inner Frau, paar trat eine nach der Ruch fort, und e§ Jetzt bat • wahrend sich T Nervosität oischen bat die ann der Reserve erstärt, und jetzt da? Tiszipliuar, 1 der Richter bei 'n Nervosität im gerichtshofes zu bereits, die dob zusechten. mnbeim. sowohl in i" [§ auch am ihm obliegt i sich auf jjir.vc» ribentität, Mutige er Senge? in der r CynaM w, \ Sie Cchäded ijen, Stirn unb itben unb nitfji als durch ein W guet (M De M blutbeMlct * ieserich zur Untr.< olle mit Blut k geprüft zu werbet n wiederholt fmiorbeten, ioroi; n>ie des 2flterS übergeben. Dan stinaerabdrücke an feststellen konnte, a-t deS inhaftierten den, daß in einem le ein blutiges ltf j-d°ch ritDeiv19 gsi I°d tl”1^ JiitbCP in -’Ä W i« ?TL 2 llfe e Zut R x Wtoei , y|lb rr.-6- barfll2 i Snfi1 in cr Ahnung -- L ,rbob TA»L?4H^l%y^SlgjHifcaOBIBIWMinBWWil IMW tflwiHi%rwaMafiMates1 Wrefeck, den 9. März 1906. 1267 Submission. 2. Die Unterhaltung des Gartens. Offerten hv“/, Ctr. Bedingungen liegen an Wochen- und P o p p e r t. Vossius. Südanlage No. 20. Telephon No. 50. 1191 empfehle Bahnhofstraße 44. Bahnhofstraße 44. 28 61 12 1430 18 79 in eigener Werkstätte. Gier Bier Eis und Putzmateriaüen. wald 8 Giessen. Für Installateure Nußkohlen, Anthrazitkohlen und Hüttenkoks Apparate D. R.-P. angem. B8/3 UNd Mr die Großherzogliche i sotten für das Rechnuugsja^: öffentlichen Submission vergeben 1. Die Lieferung von: Merschwaren Spezereirvaren Müch Butter lagen, nachmittags von 3 bis 5 Uhr, aus dem Verwaltungsbureau offen. Offerten versiegett und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 28. März d. I., mittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben, woselbst um diesen Zeitpunkt die Eröffnung der Offerten stattftndet. Hem Fh. Rohrbach sowie für die zahlreichen Blmnenspenden, für die liebevolle Pflege der evang. Schwester und für die ttostreichen Wortz des Herrn Pfarrer Hellwig sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Rohrbach, geb. Mn. Die Zuschlagsjrist beträgt 3 Wochen. Gießen, den 6. März 19U5. 800 Birken- , Die Zusammenkunft ist mittags 1 Uhr im Distrikt Birkenftock an der Jägerschneise. Großen-Linden, 7. März 1905. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. aus Verlangen vorzuzeigen. Grünberg, den 8. März 1905. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. Schober. aut cm. wirkend Reinigung von Kesselspeisewasser sowie sonstiger gewerblicher Gebrauchswässer für Brauereien, Wäschereien, Papierfabriken. Garantie für Erzielung reinen, weichen, von Kesselsteinbildnern vollkommen befreiten Wassers. Glänzende Zeugnisse. Vorzügl. Referenzen. — Billige Preise. Kostenlose Wasseruntersuchung durch eigenes Laboratorium. Prospekte und Kostenanschläge gratis. Dainpfkesselfabrik vorn». Arthaar Rodfoerg, A.-G. Darmstadt. — Vertreter gesucht. Großherzogliche Verwaltungs-Direktion der chirurgischen und Augenklinik. Mittwoch, Donnerstag, Freitag a8/» lebendfrisch eintreffend: Brühl’sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange tagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 21. d. Mts^ mittags 12 Uhr, auf dem 105 in großer Auswahl von den billigsten bis zu den feinsten. Sack & Jnghardt Baumaterialien-Handlung die besten! Irr Kapseln mit 2 Portionen zu 10 bezw. 15 Pfg. an- gelegentlichst empfohlen von 0% Gustav Walter, SH8aBbnrj 13. Holzverfteigerung. Montag, de« 18« März wird im hiesigen Gemeinde- folgendes Holz versteigert: l Eichen-Stamnre, 23—58 Ctm. Durchm., 3—8 Mtr. Prim WWe und Cabiiau blutfrisch in Eispackung, treffen ein bei a 4 ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 Televbon 262. Gegründet 182b. Die beliebten Gießener Pferde-Lose inü in allen durch Plakate kennte lichen Geschäften zu haben. Ziehung am 23. März d. I. Hauptgewinne: 3 Einspänner, 7 Pferde und Fohlen, Fahrräder, Nähmaschinen, Uhren, silberne Gegenstände n. s. w. Richard Bachacker Hauptvertrieb, 889 Gießen, Neuen Baue 11. Daselbst 11 Lose für 10 Mk^ für Porto und Liste 2b Prg. mehr. chirurgische und Augenklinik 1905 auf dem Wege der i werden: erwähnten Bureau abzugeben. Die Eröffnung der ßrrdet zu diesem Zeitpunkte statt. Der Zuschlag erffolgt bis zum 24. d. Mts. Gießen, den 5. März 1905. Großh. VerwaltungS-Direktton der chirurgischen Augen-Klinck. Poppert. VossiuS. lang = 4 Fstnu, Rm. Eichen-Scheit (hierunter 8 Rm. Werkscheit), , , Knüppel (hierunter 3 Rm. 3 Mtr. 6 Rm. 2l/t Mtt. lang), Rm. Birken-KnÜppel (9 Rm. sind 3 Mtr. lang), , Erchen-Stöcke, , Birken- w Eichen-Wellen, Zum bevorstehenden — Frühjahr Bürgergesellschaft. Lamötag de« U. März, abend» 81/, Uhr, im EafS Leib: Karneval. Aömdunterhaltung. Unsere Mitglieder werden auf die erhaltene Postkarte aufmerksam gemacht. MaSkeuauzug erwünscht. [v7/. Der Vorstand. Kohlenlieferung. Für die Groß herzogliche chirurgische und Augenklinik soll für das Rechnungsjahr 1905 auf dem öffentlichen Submlsstons- rvege die Lieferung von Danksagung. Mr die vielen Beweis- herzlicher Teilnahme bei dem icfjmäm Verluste meines innigst geliebten Gatten, unser^ auteu Vaters, Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes, Bekanntmachung. SamStag den 11. März 1905, nachmittags 3 Uhr be- Amnerrd, wird das Absallholz tvov den städtischen Bäumen vom Btehmarktplatz, von der Hardt- Mllee, Alicestraße, Südanlage, von dem Lagerplatz mi der Bismarck- ^straße, von der Marburgerstraße, vom Friedhof am Nahrungsberg, i«m Holzlagerplatz daselbst, vom alten Steirrbacher Weg, Luther- herg, Annerod erweg und Lärchenwaldchen an Ott und Stelle ^^stbieterrd versteigert. Die Zusammmkunft ist ans der Rodheimerftraße cm Burks Äüühle. Das Holz von der Marburgerstraße kommt in der Südanlage mit zum Ausgebot. Gießm, den 7. März 1905. B*/s Großherzoglmie Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Schellfische blutfrische Norbseeware, sind in Eispackung eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktplatz 21, 98 gegenüber der Engel-Apotheke. Grosser UM86ni^A886mngssriiLein „System Geiger“ anerkannt vorzügliche Konstruktion, solideste, mustergiltige Ausführung. Lieferung sämtlicher ^Entwässerung»-Artikel für Schlachthöfe, Metzgereien, Kasernen, Scholen, Spitäler, Fabriken uud sonstige Anlagen. Hofsinkkaste,n nach dem von der Stadt für die Strassen-Kanalisation verwendeten Modell. Fettfänge, Maussinkkasten, Kegenrohr - Sinkkasten, Syphons Schachtabdeckungen, HochwasserabscliBüsse u. s. w. Man verlange illustrierte Preisliste. Vorstehende Artikel sind in das Mnsterlager des städtischen Tiefbauamtes auf genommen und können daselbst, wie auch bei uns, besichtigt werden. ü13/ totfchi I» Gebt, ieta Bahnhofstr. 27 Lindenplatz 12. AneMM-KmIchkl« P. Pfd. 15 Psg. W MjeS-ßmM p. Stück 18 Pfg. 894 bei L. SteiBhäuser, Neue Baue 17. Saal-Mel: Kaiserkrone, Perle von Erfurt, Goldkrone, Perle der Wetterau, Maiköuigiu, Rote Frühkartoffel, Weiße Frühkartoffel, Weltwunder, Industrie gelbfleischig, Paulsens Julie gelbfleischig, Alte Bläue gelbfleischig, Magnum bouuiu. Sämtliche Kartoffeln sind rein und gut auserlesene Ware, sowie von großer Ertragsfähigkeit. Ill.fteisk-n.Zii!iit-Kartl>sselii empsiehlt 1226 JD Weisel, Telefon 235. Sonnenstr. 6. Soeben erschienen: Kriegsgeschichtliche Wanderungen durch Giessen und Umgegend von Hauptmann Mohr, Inf.-Regt 116 Sonderabdruck aus den „Giessener Familienblättern“ Preis geheftet 50 Pfennig Der Gesamterlös wird dem Museum des Oberhess. Geschichtsverehis zur Verfügung gestellt Wohnungs-Aeränderung. Meine Wohnung nebst Lithographie und Stein« druckerei befindet sich jetzt 12 Bahnhofftratze 1K im Hause des Herrn Kupferschmied Zinkmer. 1188 Martin Loos* Todes-Anzeige. Gestern nachmittag */3 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden unsere gute Tochter und Schwester Elise Schardt im Aller von 32 Jahren, was wir tiefbetrübt mittellen. Die trauernde« Hiuterbliebeue«: Philipp Schardt I. und Familie. Hausen, am 9. Marz 1905. Die Beerdigung findet Freitag den 10. d. MtS^ nachmittags 3 Uhr, statt. _________01ÖV& Vegetaline per Pfd. 60 Pfg. Mls Lch-rd Ni. Ecke Klink- u. Frankfurterstr. Telefon 337. Holzverkauf. AuS den Distttkten Großer Ftnkenwald, Schmidtbusch, Igels- Hain und Lichterwald der Forstwartei Atzenhain, ferner atts den Distrikten Heiligenberg, Buchwaldskopf und Tränkkopf der Forstwattei Lumda, sowie aus den Distrikten Ochsenstall, Alter Haag und Beltershainer Wald der Forstwartei Reinhardshain sollen nach- verzeichnete Windfälle: , . 1 Kiefernstamm EL Kl. (49 Etm. M.-D.) = 0,94 Fstm., 1 Kiefern- stamrn IV. Kl. (29 Etm. M.-D.) ---- 0,66 Fstm., 11 Fichtenstämme HL Kl. (80—39 Etm. M.-D.) — 16,02 Fstm., 85 Fichtenstämme IV. Kl. (20-29 Etm. M.-D.) — 65,03 Fstm., «4 Fichtenstämme V. Kl. (unter 20 Etm. M.-D.) ----- 25,97 Fstm., sowie 5 Fichtenderbstangen I. Kl. = 0,54 Fstnu auf dem Submisswnsiveg verkauft werden. Kaufliebhaber wollen ihre Gebote verschlossen und nut der Auffchrist „Snbmisfionsholzverkauf" versehen bts längstetts den 19. März d. I. bei der unterzeichneten Stelle einreichen, woselbst die Eröffnung der Gebote am 20. März, vormittags halb zehn Uhr, in Gegenwart der etwa erschienenen Kaufliebhaber erfolgen wird. Die Großh. Forstwarte Räuber zu Atzenhain, Zimmer au Lumda und Klipstein zu Reinhardshain sind beauftragt, das Holz ein grosser Posten Feine Hamen-Wäsche bedeutend, unter Preis. J. Kaan jr. Krenzplatz 10«1002 Gardinen creme und weiß abgepaßt unb meterweise in aller: Preislagen. Rouleaus mit Spachtel-Stickerei 858 Paar M. 2.50, Alk. 3.-, Mk. 4.- rc. 0. Möhr & Co. Die Bedingungen und der Minist.erialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau an den Wochen- Kreppet« täglich irisch bei 123 Hofbackei* BSoll, _____ Mäusburg 12._______ Zum Kreppelbacken ettaube ich mir die Anfertigung von Garteuspalieren, Hütten, Hallen. Waschvfähleu, Baum-, Bohnen- und Rofenftaugeu, owie alle in das Fach ein schlagenden Artikel m empfehlende Erinnerung zu bringen. Auauft Helfenbein, Zlmergeschaft *Schottstrabe 19. ___________________ Wasser-Reinigungs- ca. 800 ' , 2500 , 1800 vergeben werden. Ministerialerlaß se