Erstes Blatt. 155. Jahrgang Montag 3. Oktober 190® Are heutige Yummer umfaßt 8 Keilen. 28 ,1K Mk. Mk. 855 Mk. c) Hält man sich diese Zahlen vor Angen, so wird man muß von gegebenen Zahlen ausgehen und darf an denselben .1U .IS. 312 110 1085 83 100 210 Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. 51. e) f) Ile > 725 Ntk. 125 Mk. 542 , 84 w 104 . .244 .11 .1» — Das R esrdenz-Theater nr Frankfurt a. M. brachte am 30. d. M. als Novität den tollen deutsck)-sranzösischen -schwank „Der unnatürlicheSoh n" von Fischer und Jarrw welcher beifällig ausgenommen wurde und Stürme von Heiterkeit entfeiselte. d) Inserate, Programme re. . e) Notenmaterial..... f) Podium, Lokalmiete rc. . . Zusammen kosten also: 3 Kammermusikabende 3 Solistenabende . . 2 Orchesterabende . . 2 Chorabende . . . Summa also — Aus Meiningen wird geschrieben: Während der Lomburgcr Kaisertage hatten mehrere Mitglieder des ™OTW™* eine Einladung erkalten^ vor deut Kas-, 9. Okt, Anfangsknrse. Harpener Bergwerk Lanrahtttte • ■ • Lombarden E. d- • Sordd. Lloyd. • • Türkenlo«. ■ • schäften. Nur gegenseitige Verschiebungen, die sich etwa ausgleichen, dürfen gewagt werden, um auf der einen Seite1 Preisermäßigungen zu ermöglichen, mit denen wir einem Teil unserer Zuhörer Erleichterungen bieten. Wir weisen noch auf die heutige Beilage hin und bitten, dringend um allseitige Unterstützung unserer Bestrebungen, nur gute Musik zu pflegen und sie möglichst vielen zugänglich zu machen. Berliner Handels?«. Darmstädter Bank . • Deutsche Bank . • • Deutsch-Asiat. Bank • Diskonto-Konunandit • Dresdner Bank ■ ■ ■ Kreditaktien . . ■ • Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . • • ■ fache, daß ein Ausverkauf nicht nur von den Preisen, sondern von vielen andern Umständen abhängt; wollten wir bei unfern Raumverhältnisien um jeden Preis ein ausverkauftes Haus erzwingen, so hieße das, mit ständiger Unterbilanz arbeiten, eine Schleuderwirtschaft führen. So sind der auch von uns angestrebten Preisermäßigung enge Grenzen gesetzt; kein Einsichtiger wird uns da widersprechen. Mögen nochmals die Zahlen für uns reden. Sehen wir weiter, mit welchen Ausgaben wir zu rechnen haben, die schlechterdings gedeckt werden müssen. 1900 Mk. 312 Mk. 500 „ 1235 , 96 „ 270 , 290 „ Zum 115. SottzerljtLhr des Kießeuer Konzert- Vereins. n Es standen uns seither pro Abend 371 Sperrsitze und ca. 150 unnummerierte Plätze zur Verfügung; wären alle Plätze durch Vollabonnements belegt worden, so würden wir vereinnahmt haben 371 x 27 = 10017 Mk. und 150 x 18 — 2700 Mk., zusammen rund 12 700 Mk. An sonstigen Einnahmen kommen ca. 300 Mk. für Programmverkauf und ca. 600 Mk. aus sonstigen Einnahmequellen in Betracht, alles in allem also ca. 13 600 Mk. Wir werden sehen, daß unsere Kosten diesen Betrag schon übersteigen; wir sind also darauf angewiesen, daß wir neben einer Abonnements-Einnahme zu den gedachten Preisen auch Tageseinnahmen zu höheren Preisen haben, wenn wir nur auskommen wollen; mir können auch nicht für Kammermusikabende oder Solistenabende niedrigere Preise ansetzen, da, was diese Abende an Ueberschüssen ergeben, erforderlich ist, um die Orchester- und Choraufführungen geben zu können. Auch könnte den gedachten Wünschen auf Preisermäßigung nur eine recht erhebliche Ermäßigung genug tun, etwa auf 20 bezw. 14 Mk., maS bei der geringen Anzahl Plätze, die überhaupt zur Verfügung steht, einem Einnahme aus fall von rund 3500 Mk. gleichkäme. Es kann also nur von sehr vorsichtigen Modifikationen die Rede sein. DaS tatsächliche Ergebnis unserer Einnahmen unterstützt diese Betrachtung vollauf. Durchschnittlich waren 255 Sperrsitze im Abonnement pro Abend besetzt, sowie 65 unnum- merierte Plätze, sodaß uns im Tagesverkauf (von etwa sechs Freiplätzen abgesehen) 110 Sperrsitze und ca. 85 unnummerierte Plätze zur Verfügung standen. An Tageseinnahmen hätten wir also durchschnittlich pro Konzert erzielen können 385 Mark für Sperrsitze (3.50 für den Platz) und ca. 210 Mk. für unnummerierte Plätze, zusammen 595 Mark. Die wirklichen Einnahmen betrugen ca. 405 Mk. pro Abend im Durchschnitt; dieser Durchschnitt ist ein recht günstiger zu nennen, da er reichlich e/s des Möglichen bedeutet und auf Ausverkauf nur unter außergewöhnlichen Verhältnissen gerechnet werden darf. Unsere seitherigen Preise hätten auch bei voll ausverkauften Abenden nur einen Ueberschuß von ca. 800 im Ganzen ergeben, ein Beweis, daß unsere Preise verstehen, daß wir nur in sehr engen Grenzen an unserem Einnahme-Etat etwas ändern dürfen. Unsere Kalkulation folgt: 125 430 82 85 Nr. 331 Grsch-t«t täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Familien- Hatter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untverf.-Buch-u. Stein- druckerei. R. Lange. Unsere Konzerte kosten im Durchschnitt, was 1. Kammermusik abende: a) allgemeine Unkosten . b) Künstlerhonorare c) Inserate, Klavier rc. . ....... d) Saalmiete, Podium, Bedienung zusammen also je ca." 2. Solistenabende: a) allgemeine Unkosten b) Honorare der Solisten . ' c) Inserate, Programme, Klavier cl) Saalmiete, Podium, Bedienung zusammen also je ca.' 3. Orchesterkonzerte: a) allgemeine Unkosten......... b) Solistenhonorare c) Orchester mit Verstärkung von auswärts d) Inserate, Programme re. Oberwhles. Eisen-Industrie Iti , Hl Gottbardbahn . ■ ■ - Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . - Prince-Henri-Eisenbahn Opposition verfällt, zeigt sich auch an dem Auftreten Po-! lonyis, des .Vizepräsidenten der Kossuthpartei, der offen:' gegen das Deutsche Reich den Vorwurf erhob, den Kaiser^ von Oesterreich zum Widerstande in der Kommandosprache, veranlaßt zu haben. Graf Wedel, der deutsche Botschaften! in Wien, hat diese Ausstreuung rasch dementiert. Aber? Polonyis Haltung, seine Treibundfeindschaft und seine Hin-, neigung zum Panslavismus sind sehr charakteristisch fürs die nationale Emanzipation der Magyaren, zumal bisher: die Ungarn als treue 'Anhänger der Goluchowskisch-eft Dreibundpolitik gegolten haben. Freilich scheint auch diese ins Wanken zu geraten. Schon seit längerer Zeit zirkulieren; zum mindesten in Wien Gerüchte, wonach die Stellung Go-i luchowskis erschüttert sei und der österreichische Botschafter: in Berlin sein Nachfolger werden solle. Die Ungarn sehen in ihm den Inspirator der ihnen feindseligen Politük des? Wiener Hofes. Sollte sich Goluchowskki wirklich auf einen Botschafterposten zurückziehen, so ginge er wohl nach Paris. Die schwedisch-norwegische Konferenz hat in Karlstad das vorläufige Trennungs-Uebereinkommen abgeschlossen. Norwegen hat die Schleifung aller Grenzfestungen bewilligt. Alle Truppen wurden von der Grenze zurückgezogen und heimgeschickt. Es wird mit der Zurückziehung des Landsturmes begonnen. Nun handelt es sich darum, ob die beiden Parlamente den Vertrag genehmigen und der König ihm seine Namensunterschrift geben wird. Daß Norwegen, falls die Bernadottesche Familie den Königsthron irr Chrisliania nicht besetzen will, die republikanische Staatsform wähle, ist im Storthing zwar nicht beantragt, aber es dürfte die Folge eines Antrages sein, der eine Befragung der Wählerschaft ü bcr die künftige Staatsform vorsieht. Die Unterzeichnung des Marokkoabkommens unb die Veröffentlichung des englisch-japanischen Bündnisses sind die beiden großen politischen Ereignisse auf dem Gebiete der äußeren Politik. Frankreich hat erreicht, daß die Regelung der algerisch-marokkanischen Grenzpolizei französisch- marokkanischc Spezialangelegenheit wird. Das ist nicht mehv als billig. Das Deutsche Reich hat in der Angelegenheit des Baues der Mole von Tanger das Vorzugsrecht erhalten. Zu begrüßen ist mit Freuden, daß der Zwischenfall als beseitigt zu betrachten und daß mit Frankreich em angenehmeres Verhältnis angebahnt ist. Auch in Tanger hat das deutsch- französische Abkommen einen guten Eindruck gemacht. Die Wahl von Algeciras als Konferenzort wurde dort gut auf-; genomin en; ebenso befriedigte die Nachricht von dem Abschluß einer Anleihe, um so mehr als der Wechseldiskont andauernd? gestiegen ist. Enttäuscht ist dagegen Spanien, das man leer auSgehen ließ. Als eigenartige? Zusammentreffen muß e§ bezeichnet werden, daß die Abschlußverhandlungen über den marokkanischen Vertrag mit der Anwesenheit Wittes in Paris, Berlin und R o m i n t e n zeitlich zusammengetroffen sind. Der deutsche Kaiser hat dem Minister Witte die Kette zum Großkreuz Aus Frankfurt a. M-, 1'. Okt., wird uns geschrieben: Unsere Ober hat jetzt gute Zeiten. Die Anstrengungen des Intendanten Paul Jensen haben nach und nach in erhöhtem! Grade die 'Anerkennung des Publikums gefunden, eine Zsirzahl von Neuengagements erwies sich ungemein glücklich und daS Zusammenwirken des Personals ist vollauf befriedigend. Auch der neue Kapellmeister R e i ch e n b e r g e r hat sich rasch 'Sympathien erobert. Besondere Anziehungskraft übt immer wieder ^/Der Ring des Nibelungen" aus, der in den letzten Wochen auyer Abonnement bei ausgezeichnetem Besuch in Szene ging und Ende dieses Monats im Wonnement wiederholt werden! sollen. Von den Neueinstudierungen der letzten Zeit ist einett glänzenden szenischen Wiedergabe der -„Aida" (im Juli) und wohlgelungeüer Aufführungen des „Fra Diavolo" mtb der „Luci a" zu gedenken, musikalischen Lustspiels „D z" ,t,embaiemo5ume «"iS 1PCnn®nkr über mit"“* ganzen W könne». » oMen weroe |! tcjjev ber ®,,S 0» * t!i den Mschein, als ob die Schmollerschen Vorschläge Aussicht auf Verwirklichung hätten, es sei denn, daß das Zentrum sich ihrer annehmen würde, eine 'Auffassung, zu der vorläufig kein 'Anlaß vorhanden ist. Nach dreijähriger Pauje hielt die freisinnige Volkspartei in Wiesbaden ihren Parteitag ab. IN der Frage des Zusammenschlusses aller liberalen Elemente zu einer großen Gesamtpartei beließ es der Parteitag bei der bisherigen Taktik. Das war u. E. ein schwerer Fehler, dem sich zu unterwerfen keineswegs alle Parteimänner und Parteivereine gesonnen sind. Der Darmstädter freisinnige Verein hat vielmehr soeben beschlossen, dem § 1 seiner Satzungen folgende Fassung zu geben: Der Verein bekennt sich zu den Grundsätzen des Freisinns. Er will alle Gruppen des entschiedenen Liberalismus in sich vereinigen. Der Anschluß an den Landes- vettband der freisinnigen Partei in Hessen bleibt bestehen. Als eine Folge dieses Beschlusses ist es zu betrachten, daß der nationalsoziale Verein in Darmstadt sich aufgelöst hat und die überwiegende Mehrzahl seiner Mitglieder dem freisinnigen Verein beigetreten ist. Auch in Bayern und Baden wird man die alten ^Abmachungen zwischen Freisinnigen und Nation äffozialen durchaus nicht ändern, und in Berlin nahm der sozialliberale Verein am Freitag einstimmig eine Resolution an, die ausspricht, daß man an den Bestrebungen der Einigung des entschiedenen Liberalismus unverändert festhalten werde. Die Zeit der Parlamentseröffnungen ist gekommen. Bei uns in Hessen ist allerdings noch über allen Wipfeln Ruh. Von allgemeiner Bedeutung ist es, daß im bayerischen Landtag die liberale Vereinigung wieder einen Initiativantrag über ein Wahlgesetz mit der Prvportionalwahl eingebracht hat. Eventuell wird eine Umarbeitung des fiüheren Regierungsentwurfs beantragt, und zwar soll die Festsetzung der Wahlkreise durch kgl. Verordnung erfolgen, jeder allgemeinen Neuwahl das Ergebnis der letzten Volkszählung zugrunde gelegt werden, das Erfordernis des Verfassungseides und die Voraussetzung der Steuerleistung für die lAusübung des Wahlrechts beseitigt und für die Msübung des Wahlrechts nur eine Staatsangehörigkeit von sechs Monaten erforderlich sein. In Ungarn hat das Ultimatum Kaiser Franz Josefs an die Führer der Koalition die nationalen Leidenschaften aufs äußerste entfacht. In Budapest zirkulieren jetzt Gerüchte, daß der Kaiser Fejervary auf Grund eines neuen Programms neuerdings mit der Kabinettsbildung betraut habe. Vor Politikern äußerte sich Fejervary selber dahin, daß seine Wiederernennung zum Ministerpräsidenten Mitte dieser Woche erfolgen dürfte. Er habe vom König weitgehende Vollmachten erhalten, die sich auch auf die 'Auflösung des Reichstags erstrecken und gegen fremde Einmischung in Zukunft sichern; auch sein altes Reformprogramm samt dem allgemeinen Wahlrecht sei genehmigt worden Einer der Führer der Opposition, Gabriel Ugron, wurde übrigens wegen fahrlässigen Bankerotts zu einer ansehn- lichen Geldstrafe trenirteift. In welche Bedenklichkeiten die "SrH„c j.?" SU gedenken. Heute fand die erste Aufführung des musikalischen Lustspiels -„Die neugierigen Frauen" von Wolf-Ferrari statt und wurde mit lebhaftem Beifall auf- genommen. ^>ehr hübsch waren die Leistungen der Damen Schacko, Kernie und Weber, sowie der Herren Schneider, Gentner, Brinkmann und Gar eis. — Am 15. Okt. sott die Erstaufführung der Operette „Frühlings- fluten^ von Ernst Reiterer nach Josef Sträusschen Motiven stattsmden. Von Neuaufführungen stehen „Jlsebill" von Klose, „Salome" von R. Strauß, „Ritter Olaf" von R. Langer (Freiherrn von Erlanger) in Aussicht. Die Aufführung von „Beatrice und Benedikt" von Berlioz, die nn Sommer stattfinden sollte, mußte wegen des Ausscheidens der Frmilem Marck verschoben werden und soll nun int November ftötthnoen. Am 20. Oktober gehen zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Eröffnung unseres Opernhauses zum Besten der «ehr bedürftigen Pensionskasse „Die Meistersinger" in eaene. Der Aufführung geht ein Prolog von Rudolf Presber voran Im dritten Mt (Festwiese) wird das ganze Personal der Jrankpirter Oper mitwirken. Im Januar soll der 150. Geburts- tagMozarts durch einen Zyklus seiner fünf Hauptwerke gefeiert h?CTu€Tt. aleine-Corsets. 61 Gesund! jpel ,»** Politische Wochenschau. ®ie Reichstagswahl in Essen hat mit dem Siege des Zentrumskandidaten, Arbeitersekretärs Giesberts, ihren Mschluß gefunden. Die Sozialdemokratie, die in der Hauptwahl 6000 Stimmen mehr als bei der Wahl im Jahre 1903 erhalten hatte, vermochte feine genügenden Reserven ins ö-db zu fuhren. Schon der Umstand, daß Bebel nicht zur Wahlagitation nach Essen kam, bewies, daß die Sozialdemokratie den Wahlkreis noch vor der Stichwahl.preisgab Für die, Liberalen bietet der Wahlausfall die gleiche Lehre wie alle Wahlen, in dem lAusbau ihrer Organisationen nicht zu erlahmen. Ständige Klein arbeit muß geleistet, fortdauernde Werbetätigkeit entfaltet werden, wenn der Erfolg wieder errungen werden soll. Gegenüber den großen Wahlorganisationssyftemen des Zentrums, der Sozialdemokratie usw. muß auch die liberale Mittelschicht des Volkes sich eine ähnlich wirksame Wahl- rüstung schaffen. Leider geschieht aber gerade auf diesem Gebiete überall viel zu wenig. Wie stets hat auch diesmal der Verein für Sozial- poiitik in seiner Mannheimer Tagung, über die wir im einzelnen leider nicht berichten konnten, die aktuellsten wirt- schafts- und sozialpolitischen Probleme der Gegenwart einer wissenschaftlichen Behandlung unterzogen und zur Klärung der Ansichten über die Maßnahmen beizutragen gesucht, die am zweckentsprechendsten ergriffen werden können, um das deutsche Volk vor Krisen und inneren Katastrophen zu bewahren. Wie unangenehm und störend solche Konflikte sind, zeigt jetzt wieder der Ausbruch des Lohn kämpfe s in der Berliner Elektrizitätsbranche und das Bevorstehen des W eberstreiks in Reust. Bon den Ms- sperrungen, die am Samstag in Berlin eingetretcn sind, werden 65 000, von denen, die in Gera-Greiz drohen, 20 000 Arbeiter betroffen. Da ist es in der Tat angebracht, auf Abhilfe, auf soziale Remedur zu sinnen. Vorträge des Münchener Professors Lujo Brentano und des Berliner Professors Schm oller üoer das Verhältnis der Kartelle zum Staat gipfelten in ganz bestimmten Leitsätzen. Die Brentanoschen fordern einen staatlichen Zwang zum Wschluß von Tarifverträgen. Die Schmollerschen, die sich mit der Kartellfrage beschäftigen, glauben eine Lösung dieses Problems in einer Aendcrung der Aktiengesetzgebung gefunden zu haben. Sie fordern einen Eintritt des Staates in die großen Mtienunternehmungen und Kartelle, die mit einem Kapital von 75 Millionen Mark und mehr arbeiten. Der Staat soll gesetzlich verpflichtet werden, den vierten Teil der Leitung und des Mfsichtsrates zu besetzen. Die schwierigste Frage dabei ist die, woher der Staat die Beamten nehmen soll, die zur Besetzung solcher Posten gualifiziert sind. Des weiteren schlägt Schmoller vor, daß die großen Kartelle und Aktiengesellschaften 10 Proz. ihres Jahresgewinnes an die Reichs- bezw. Staatskasse abgeben müssen. Diesen Vorschlag wird der Staatssekretär Frhr. v. Stengel mit besonderem Interesse entgegennehmen. Es fiat indessen nicht Kursberichte teilt von der Bari flr Handel ' ie, Giessen. fe. 2. Okt., 1.15 M. Tektriz. L& h [Derer. - • 1®, . . W'l . 2r Gelsenkirchen Bergwerk . 2-y' Hamburg - Amerik. Paket Kl Harpener Bergwerk. . . 2? Laurahütte 2"- Nordd. Lloyd .... .12" Notenmaterial....... . . . Podium, Saalmiete rc zusammen je ca.' 4. Choraufführungen: A äk «ezug-pretAr monatlich 75 Pf., viertel- Gretzener Anzeiger W W General-Anzeiger " WW Ämis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen zeigenteil: HanS Beck. sehr vorsichtig und nur teilweise noch eine Ermäßigung erclauben. Wir müssen im günstigsten Fall einen Ueberschuß muö wh ycywcucH uuH vtHj^ucn Hamburger Kais erzielen können, das ist unsere Versicherung gegen die Tat-1 nicht willkürlich rütteln; das hieße ins Blaue hinein wirt-! Meininger Hoftheaters WM MM Mt hie E bttlteil 'S“ Äfc',kl Üt i ■tonn n'aetaS'*" >»i■ f einer b_ )-n. -M iS ■y- ™*ir!n ®SJl ‘te ■- 111 derDosn-Loritndt^ 7. .hmtbe eine Bombe bange Grbloiion. 2it -uttetf. Am benaibbarten > L rmimmert. Bnletzt hnirt» f n. irpncrf Times meldet aus!■ Sreiien meide hebe? "nb die Erlaubnis^ ‘Aqrineftation zu er— ^Kvnzessioneil an deutscheres ' imier Unterhandlungen ^bn Maaen werden htf- on einer halben Millioi, lel- osun für die JubiläuE V Monatsgehalt ousgeS zusammen ca. je 2700 . . 2175 Mk. . . 2565 „ . . 3800 . . 5400 ca. 13 900 Mk. ivttsilhklllllÜ bB a) allgemeine Unkosten......... b) Solistenhonorare Orchester mit Verstärkung von auswärts des roten AdlcrordenS verliehen und in Rominten persönlich übergeben, und der Zar sandte ihm folgendes Telegramm: Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Rückkehr mt§ Washington, Nachdem Sie meinen Auftrag, der von der größten Wichtigkeit für den Staat war, glänzend ausgeführt haben. Ich lade Sie ein, zu mir nach Bjoerkoe und auf die Yacht „Polarstern" zu kommen. Die Yacht „Strela" wird Ihnen mif meinen Befehl zur Verfügung gestellt werden." Die Yacht „Strela" kam am 29. ds. MtS. bei Bjoerkoe an. Der Zar sandte sofort ein Boot für Witte, der dann von dem Zaren empfangen wurde und ihm Bericht erstattete. Der Zar verlieh Witte den Grafentitel und trank während deS Diners auf sein Wohl. Für den folgenden Tag wurde Witte zur kaiserlichen Frühstückstafcl geladen und trat dann an Bord der „Strela" die Rückreise nach Petersburg an. Seit Wittes Anwesenheit in Paris scheint die Eng- l änderbegcisterung der Franzosen im Abflauen begriffen zu sein. Der „Temps" schrieb bereits, Frankreich besitze nur einen Verbündeten und ein einziger Verbündeter genüge ihm vollkommen. Möglich, daß der Abschluß des englisch-japanischen Vertrages über Ostasien die Bedenken Frankreichs gegen die britische Politik wachgerufen hat. Diese beiden neuesten Freunde nehmen sich das Recht, Ostasien in gemeinschaftliche Regie zu übernehmen. Die Interessen Zentraleuropas und der Vereinigten Staaten werden in einer Weise ignoriert, die geradezu klassisch genannt zu werden verdient. Die nächste Folge der Vereinbarung ist eine mit Naturnotwendigkeit sich ergebende Verschiebung der Bünd- nisie, die Gründung einer neuen Koalition. In Wiener politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß die deutschrussischen Annäherungen wahrscheinlich zum Wiederaufleben des Bündnisses von Deutschland, Rußland und Frankreich in Ostasien führen werde. Besonders die freundliche Aufnahme, die Kaiser Wilhelm Witte zu Teil werden ließ, könnte als Gradmesser für die Wichtigkeit gelten, die in Deutschland dieser Konstellation entgcgengebracht werde. Dem Besuch Tittonis in Baden-Baden wird, abgesehen von der Festigung der bewährten Beziehungen, keine Bedeutung und kein Sonderzweck in Wien beigemcssen. In Rußland hat der neue Semstwokongreß getagt, der das Hauptwahlkonütee für die Reichsduma ernannte und eine Reihe wichtiger Reformbeschlüsse faßte. U. a. erklärte sich der Kongreß für die Konstituierung eines Zartuni Polens mit demokratischer Verfassung und Arrondierung der Grenze nach nationalpolnischen Gesichtspunkten. Während des Kongresses bildete sich eine Sondergruppe, die sich den Namen Konstitutionelle Nationalistenpartei beilegte und der sich einige hervorragende Persönlichkeiten anschlossen. Der nächste Kongreß der Semstwos und der Städteverwaltungen wird auf November eirtbemfen. Bis dahin werden die Kandidaten für die Reichsdumawahlen bekannt sein. Zur Teilnahme an dem Kongreße sollen auch Vertreter der Bauern aufgefordert werden.________________ Politische Tagesschau. Landwirtschaftliche Klagen. Wie aus Niedererlenbach bei Homburg geschrieben wird, hat sich der Landwirte der dortigen Uni» gebung eine große Unzufriedenheit bemächtigt, infolge der Art, wie die Abschätzung der durch die Kaiserparade veranlaßten Flurschäden erfolgt. Am 8. September wurde bekanntlich die Parade in den hochkultivierten Fluren von Niedererlenbach abgehalten. Bis jetzt ist aber die Abschätzung und Regulierung der Schäden kaum zur Hälfte erledigt. Die Besitzer, die auf den geschädigten Fluren in der Regel keine Arbeit vornehmen können, sind also in jihrem Betriebe gehemmt. Sic würden das aber noch ohne Murren ertragen, wenn nur die Entschädigung des angerichteten /er zu spielen. Auf besonderen Wunsch des Herrschers wurde „CHarleys Tante" aufgeführt. Das Stück fand lebhaften Beifall. — Von Wilhelm Jordans „N i b e l u n g e" wird eine Schulausgabe veranstaltet; Dr. Eduard Prigge hat es übernommen, das Epos dem Verständnis der Heranwachsenden Jugend näherzubringen. — Ein neuer Roman von G ustav Frenssen, der Verfasser des „Jörn Uhl", wird unter dem Titel „Hi l l i g e n l e i" lint Herbst bei G. Grote in Berlin erscheinen. In diesem Roman behandelt Frenssen sittliche und religiöse Fragen. — „D er Schwur der Treue" von Oscar Blumenthal, der jüngst in Berlin seine erfolgreiche Uraufführung erlebte, ist in einet Buchhandels-Ausgabe im Verlage der Firma Eduard Bloch in Berlin C. erschienen. Dem Werke ist eine Abbildung des bekannten Nembrandtbildes „Rembrandt und seine Frau Saskia" beigegeben. Dieses Bild hat die Anregung zu dem Lustspiel gegeben und die vom Autor dem Stück vorangestellte Zueignung an feine Frau spricht sich hierüber näher aus. Außerdem kommt im Schlußakt des Stückes die ursprüngliche Skizze des Nembrandtbildes auf die Bühne, so daß es für die Bühnen- Einstubierung bequem ist, eine Nachbildung im Buche gleich zup Hand zu haben. — Die Eröffnung des neuen Stadttheaters zu Barmen fand am 30. v. M. in feierlicher Weise statt. Ein zum großen Teil geladenes Publikum füllte das Haus bis _auf den lebten Platz. Na li einer1 Ansprache des Oberbürgermeisters Dr. Lentze und einem Prolog von Walter Bloem, berrt Verfasser des auch in Gießen bekannten Stückes „Es werde Recht", kam „Tannhäuser/' zu einer würdigen Darstellung. Das Publikum war sehr beifallslustig und feierte den Erbauer des Theaters, Karl Moritz, den Direktor Ockert und die Mitwirkenden. Süttidj; 30. Sept. Heute wurde hier der internationale ÄLitwaltskongreß unter zahlreicher Beteiligung des Auslandes durch Justizminister van der Heuvel eröffnet. Es waren Vertreter von Deutschland, Frankreich, Rußland, England, Dänemark, Holland und der Schweiz erschienen. Für den Berliner Anwaltsverein begrüßte Justizrat Dr. Edwin Katz den Kongreß, für den Kölner Anwaltsverein und den deutschen Anwaltstag Justizrat Dr. Heiliger. Kleine Meldungen. Aus Leipzig wird geschrieben: Das neueste Drama des hiesigen Schriftstellers Franz Adam Beyerlein ist soeben unter dem Titel: „Der Großknecht" erschienen. — Aus Hanau wird geschrieben: Das Stadt- 11) e ater eröffnet am Sonntag die Wintersaison mit einem fast vollständig neu engagierten Personal. Das Innere des Theaters ist während der Sommermonate einer gründlichen Renovation unterzogen, mit elektrischer Beleuchtung und einer Heizungsund Entlüftungsanlage versehen worden. — Man schreibt aus Nürnberg: Nach einer in der Magistratssitzung gemachten offiziellen Mitteilung beträgt das Archftekten-Honorar des Baurots Seeling-Berlin für die Erbauung des neuen Stadttheaters etwa 186 000 Mk., nämlich 5 Proz. der Bausumme von 3.72 Mill. Mk. An Ueberschreitungen des Voranschlags wird diese Vergütung nicht berechnet. Der Architekt hat daraus seine gesamten Bureaukvstcn zu decken, gehabt,' nur die Reisekosten werden ihm besonders vergütet. Schadens einigermaßen entsprechend wäre. Daß sie das nicht ist, geht aus folgenden Beispielen hervor. Die Landwirte mußten ihre Rüben und Kartoffeln schon um Mitte August ernten; dafür soll ihnen der halbe Wert einer Normalernte in Anrechnung gebracht werden. DaS unreife, infolge der damaligen großen Hitze verwelkte Zeug war aber vielfach nicht einmal als Viehfutter zu verwerten; es liegen heute noch ganze Haufen davon im Felde, dem Verderben preisgegeben. Man wird wohl sagen dürfen, daß der Ersatz des halben Werts einer normalen Ernte in diesem Falle zu niedrig ist. Ferner wurde das Paradefeld tagS vorher mit großen Straßenwalzen festgewalzt. In der Nacht vor der Parade fiel ein schwerer Gewitterregen. Daß dadurch der Acker, auf dem sich nachher 65 000 Menschen tummelten, geschädigt wurde, liegt auf der Hand. Dem so geschädigten Landwirt wird aber für 100 Quadratmeter eine Entschädigung von 25 bis 50 Pfg. geboten; hier und da ist das Angebot noch niedriger gewesen. Auch in diesem Falle wird man zugeben müssen, daß die Entschädigung dem wirklich vorliegenden Schaden nicht entspricht. Der Bauer hat ohnehin unter den Manövern und Truppenübungen zu leiden. Bei solchen Gelegenheiten soll man nicht knausern. Vielleicht nehmen die Lokalbehörden Veranlassung, die Abschätzungen nach Möglichkeit zu beschleunigen und mit den Entschädigungen nicht zu knausern. * Sozialpolitik auf dein Lande. Alle Tage hört und liest man heute von der sozialen Frage, von Vorschlägen und Versuchen zu ihrer Lösung, und dennoch giebt es nicht wenige, die mit diesen Worten immer noch einen ganz falschen Begriff verbinden, indem sie glauben, es hangle sich dabei lediglich um die Lage und Hebung der lohnarbeitenden Klasse, insbesondere der Industriearbeiter. Dem ist jedoch nicht so. Nicht nur die Industriegebiete, auch das Land, nicht nur die Lohnarbeiter, auch der kleine selbstständige Gewerbetreibende und Landwirt, nicht nur die Handarbeiter, auch zahlreiche Kopfarbeiter u. s. w., u. s. w. werden von der sozialen Frage direkt berührt, und in vielen Fällen dürfte es noch sehr fraglich sein, wer von diesen dringender der Hilfe bedarf. So viel ist gewiß, daß sich unter den Arbeitern, insbesondere in den Jndustrie- gebieten, gar manche befinden, die sich einer besseren ökonomischen und sorgenfreieren Lage erfreuen als Angehörige anderer Stände, als beispielsweise die kleinen und mittleren Landwirte. Der Wege, auf denen man dem kleinen Manne auf dem Lande, der gar oft auch noch unter einer schweren Schuldenlast seufzt und in Mißjahren sich um den ganzen Lohn seiner schweren Arbeit gebracht sieht, hilfreiche Hand leihen kann, giebt es genug. „Wie wäre es beispielsweise — so läßt sich im „Heidelb. Tagebl." eine Stimme vernehmen — schon eine erhebliche Erleichterung für diess Klaffe von Werktätigen, wenn diejenigen Kassen, welche in erster Reihe mit den Landwirten arbeiten, statt hohe Dividenden oder Ueberschüsse zu verteilen, welche ja doch die Landwirte ausbringen müssen, den letzteren die Kapitalien zu einem niederen, der Rente des landwirtschaftlichen Ertrages mehr entsprechende Zinsfüße gewähren würden? Wenn eine öffentliche Spar- oder Darlehnskaffe einen Zins von 3* */2 Prozent an ihre Einleger vergütet, so kann sie den Landwirten das Kapital zu 4 Prozent Zins gewäbren, sie wird dabei immer noch ihre Rechnung finden! Freilich wird in diesem Falle de.r Rechenschafts- bericht nicht noch sagen können, daß man 6 Prozent Dividende oder große Ueberschüffe verteilen könne, aber man wird sagen können, daß die Kasse, enisprechend ihrem angeblichen Zwecke, gemeinnützig gewirkt habe, das dürfte besser klingen." Denen, die es zunächst angeht, kann man diesen Vorschlag nur zur gründlichen Erwägung empfehlen. Sozialpolitikern aber rufen wir zu: „Hinaus aufs Land! Gelegenheit zur Betätigung Eures Wissens und Strebens findet Ihr auch dort genug!" * Eisenbahnunfälle. Der Personenzug Nr. 858 Ratibor-Kattowitz entgleiste bei Czernitz (Oberschles.). Vom Zugpersonal, das aus Kattowitz stammt, sind vier tot und siebzehn verwundet. Der Personenzug fuhr bei der Ausfahrt unter Nichtbeachtung des Haltesignals auf ein stumpfes Gleis und zertrümmerte den am Ende stehenden Prellbock. Die Lokomotive, der Packwagen und drei Personenwagen vierter Klasse stürzten die Böschung hinab. — Bei Nyköbing (Insel Falster) stieß ein Personenzug mit einem Güterzuge zusammen. Zwei Personen wurden getötet, mehrere erlitten Verletzungen. — Auf der Industriebahn der Siebenbürger Holzindustriegesellschaft stieß eine Lokomotive mit einem Personenzug zusammen, wobei 12 Personen getötet und fünf schwer verletzt wurden. — In der Nähe von Gloggnitz (Oesterr.) entgleiste nachts ein Lastzug. Mehrere Waggons wurden zertrümmert. • Der verkannte Erbprinz. Folgendes heitere Vorkommnis hat sich, thüringischen Blättern zufolge, in einem Städtchen an der Bahnlinie zwischen Pößneck und Gera dieser Tage zugetragen. Der Erbprinz von Reuß hatte seine Abreise von jener Station dem Stationsvorstande angezeigt. Alles wird hübsch zum Empfange vorbereitet, der Vorsteher und die Assistenten haben sich in Gala geworfen, der Zug ist schon eingetroffen, und noch immer harrt man auf das Eintreffen Seiner Durchlaucht. Endlich, e§ ist schon die höchste Zeit, kommt ein Einspänner, gelenkt von einem Bauer, in Sicht, auf dem sich noch ein Fahrgast befindet. „Das ist der Erbprinz, ich habe ihn schon einmal gesehen", meint ein Beamter. Man wundert sich zwar ein wenig über das primitive Fuhrwerk, in dem der Prinz ankommt, — doch kann man sich mit solchen nebensächlichen Dingen nicht weiter aufhaltcn, die Zeit drängt. „Durchlaucht" begibt sich an den Fahrkartenschalter und löst sich ein Billet zweiter Klasse. Von den ihn umringenden Beamten höflich und respektvoll zum Zuge geleitet, will er bescheiden in ein Coupö zweiter Klaffe einsteigen, doch die Beamten komplimentieren ihn zu dem Salonwagen, helfen ihm einsteigen — ein Pfiff, und ab geht der Zug unter strammem militärischen Salutieren der Bahnbeamten. Da über die Identität daL eben Expedierten doch einige leise Zweifel aufsteigen, fragt man den Bauer, der den „hohen Gast" gebracht hatte, ob es auch wirklich der Erbprinz von Reuß gewesen ist. „I wo", sagt dieser, „das war ju dr Obeekellnec von U.I" — Tableau! * Theator-Direktor: „Es ist zum Verzweifeln! Sechs Mitglieder waren schon wieder nach Vorschuß hier. — Wsnn das so wcitergeht, ist bis Mittag ein halber Taler weg." *KleineTageschronik. In Gotha hatte der Rentner Beriet, ein Sohn des früheren Landtagspräsidenten, von einem militärischen Mbschiedsessen kommend, auf der Straße ein Ren- roirtte mit drei Arbeitern. Ec holte aus seiner Wohnung ein Gewehr und feuerte auf die flüchtenden Arbeiter drei Schüsse ab. Die Arbeiter wurden verwundet und mußten eine Klinik aufsuchen. — Ein im Kieler Hafen als Leiche aufgefundener Matrose Emmers ist anscheinend das Opfer eines Verbrechens geworden. Die Obduktion ergab, daß der Verstorbene vor dem wahrscheinlich im Wasser eingetretenen Erstickungstode eine offenbar von einem spitzen Instrument hcrrührendc schwere Wunde in der K>ehlkopfgegend erhalten hat. Wahrscheinlich ist Emmers bei ehret Schlägerei verletzt und dann in den Hafen geworfen worden. — In Lisi'a (Posen) hat die Beerdigung des vom Leutnant v. Lekow erschossenen Haushälters Rösch unter großer Beteiligung stattgefunden. Auch der Kommandeur und mehrere Offiziere des 56. Feldart.-Regts., nahmen daran teil. Lekow wurde in das Militärgefängnis nach Posen gebracht. Voraussichtlich wird gegen ihn die Änllage wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange erhoben werden. — In Vaels, einem Städtchen an der deutsch-holländischen Grenze, ist eine Spielbank eröffnet worden. Der höchste Einsatz beträgt 10 Mark sodaß das wilde Spiel wie in Ostende und Monako gebräuchlich, ausgeschlossen erscheint. — In Luzern wollte in einem Gasthofe ein junger Mann seine Geliebte durch einen Revolverschuß toten und verletzte sie lebensgefährlich. Hierauf versuchte er sich selbst zu erschießen und erhängte sich schließlich am Türpfosten. Nach hinterlassenen Papieren handelt es sich um den Sohn eines Berliner Fabrikanten und die Gattin eines Fabrikanten aus Posen. — Am 30. Sept, brannte der Kimg in Hoejs- l e w bei Skive (Dänemark) nieder. Der Ktugbesitzer, seine zwei Kinder und ein Mädchen verbrannten. Die Frau des Besitzers rette sich durch 'einen Sprung aus dem Fenster. — Der Goeteborger Dampfer „Niord" stieß in der Nähe der Insel Hoett (Schweden) mit dem Stockholmer Dampfer „Robert" zusammen. Letzterer sank sofort. Die Besatzung, bestehend aus 19 Mann und zwei Frauen, sämtlich schwedischer Nationalität, ertranken mit Ausnahme eines Zimmermanns, der von dem „Niord" gerettet wurde. Die Ursache des Zusammeu- stoßes ist noch nicht aufgeklärt. Das Wetter war vollkommen ft ar. — Am 30. Sept, ereignete sichinMazzara delVallo (Sizilien) ein starkes Erdbeben, welches unter der Bevölkerung viel Schrecken verursachte, aber keinen Schaden anrichtete. — Seit der Erdbebenkatastrophe in Calabrien treffen in Tunis zahlreiche calabresische Landwirte ein, welche ihre Heimat verlassen haben, um in Tunis sich eine neue Existenz zu gründen. Die Anzahl der Flüchtlinge ist jedoch so groß, daß viele von ihnen bitterste Not leiden. — In Kon« stantinopel wurden bei einer Haussuchung in dem deutsche» Hotel „Kroeckel 12 angeblich seit Jahren dort deponierte leere Bio mb en gefunden. — Bei einem Zyklon wurden in Kaplan d 7 Personen getötet und viele verletzt. Neber 100 Häuser wurden zerstört. Hunderte sind obdachlos. — In den Militär- Werkstätten in Hirvschima (Japan) brach Feuer aus. 20 Gebäude wurden zerstört. Untersuchung ist eingeleitel. KandeL und WerKehr. Volkswirtschaft. Fiskus« 'und Kvhlensyndikat. An der Berliner Samstagsbörse zirkulierten gegen Schluß des Verkehrs, also zu einet Zeit, da sich die Tatsachen nicht mehr kontrollieren ließen, Gerüchte, wonach die preußische Staatsregierung bereits den Beschluß gefaßt haben soll, dem Kvhlensyndikat beizutreten, womit wie bekannt der Uebergang der Majorität der Aktien der Bergwerksgesellschaft Hrbernia an den Staat sowie die Annahme der Beteiligung bei der Rheinisch-westfälischen Kohlengesellschaft m. b. H. begründet fein würde. Die Nachricht Ringt sehr unwahrscheinlich und auch emgezvgene Erkundigungen, soweit sie noch möglich waren,- bezweifelten diese Meldung seht stark, da gegenwärtig keine der maßgebenden Persönlichkeiten des Kohlensyndikats überhaupt in Berlin anwesend ist. Auch dürfte unsere Mitteftuna zustimmen, daß auf eine definitive Entscheidung in diesen Angelegenheiten immer noch einige Wochen zu warten ist. Arbeiterbewegung. Berlin^ 1. Oft. Heute sand unter dem Vorsitz des Ma« gistratsrats v. Schulz eine Bespre chung zwischen den Vertretern von Siemens u. Halske, Siemens-Schuckert und der Allgem. Elektrizitäts-Gesellschaft und den Delegierte^ der Arbeit er au sschüsse genannter Firmen statt, in bet die Grande und der Verlauf der gegenwärtigen Bewegung erörtert wurden. An der Besprechung nahmen auch je ein Mitglied des Metallarbeiterverbandes und, des Fabrik- und Hilfsarbeiterverbandes als Berater der Arbeiter teil. Nach 4^2 stund. Dauer wurde die Besprechung auf Montag vormittag v er tagt. Greiz - 30. Sept. Der Verband der sächsisch-thüringischen Webereien teilt folgendes mit: Die neuen Lohntarife dee sächsisch-thür. Webereiverbandes wurden trotz erheblicher Lohnerhöhungen und weitgehender Zugeständnisse, in den Arbcits bednigungen durch die Arbeiterschaft abgelehnt. Wenn die Arbeiter nun trotz der Erllärung, daß die gegenwärtige Grenze durch die Lage des Weltmarktes und mit Rücksicht auf die Lebensfähigkeit der Industrie gezogen wurde, das vorteilhafte Ergeb ins einer friedlichen Vereinbarung zurückwiesen und einen aussichtslosen Kampf heräufbeschwören, so haben fit die Verantwortung für die kommende wirtschaftlich-trübt Zeit selbst zu tragen. -SÄ’! -sT Bc -vi das Ha» j, beglich S ßniit Aktiva a^er Schmidt von W Firma Hotel ^ergesuhrl, -- «ießener Gießen: Zu M worden Hm und Kaufmanns Grubenoorstar Sieben und zum Mbaum in Bon W Gießen, bi Gi Mm Im Grundl Anna Kastanne ohne Erwerbtitel ■2lrl 'S t, w«“’“’’ neu Erwerbsurb kicher Bescheinig Eheleute und d 40 Jahre im u Alle diesen /rsitzung erwor werden hiermi! Monaten von I anzumelden, roi die zum Eintra- ausgestellt wett Gießen, de ( Für un’ 25 Zentner 550 , 10 „ 6 , 2 , 4 // c auf dem offen Die Liest 3 bis 5 Uhr g Angebote, gebot auf®emü| bis zum 13. L welchem Zeitpun wird, auf dem j Gießen, Groxh. $evll Kpielpla»? brr vmintgtra Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 3. Oktober*): „Die neugierigen Frauen." Miib woch den 4. Oktober: 1. Abonnements-Konzert. Donnerstag b>r 5. Oktober: „Othello." Freitag den 6. Oktober: „Die Zaubeo ? flöte." Samstag den 7. Oktober: „Die neugierigen Frauen. Sonntag den 8. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Der Postillon von Lonjumeau." Abends 7 Uhr: „Die Afrikanerin." Montag den 9. Oktober, abends halb 8 Uhr: „Die Geisha." Schauspielhaus. Dienstag den 3. Oktober: „Ihr zweiter Mann." Mittwoch den 4. Oktober, abends halb 7 Uhr: „Faust." 1. Teil mit Prolcg i im Himmel. Donnerstag den 5. Oktober, abends halb 8 Uhr: „Medea." Freitag den 6. Oktober: Zum ersten Malt) „Klein Dorrit". Von Franz v. Schönthan. Samstag drn 7. Oktober: „Faust", 2. Teil. (1. Abend.) Sonntag den 8. Oktobcr. nachmittags halb 4 Uhr: „Die Kreuzelschreiber." Abends 7 Hör! „Klein Dorrit." Montag den 9. Oktober: „Faust", 2. Teil (zweiw Abend.) Dienstag den 10. Oktober: „Klein Dorrit." •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Für Kinder mit Rachitis und Skrophulosc, bei denen du Muskel- und Knochenbildung hinter der normalen zurückbleibt, ist Kuseke'S Kindermchl ein ausgezeichnetes Nährnuttel zur Unteo stützung der Phosvhorbehandlung. Der Gehalt desselben an 3Jk* neralstoffen beeinflußt die Knochenbildung in günstigster Weise und der reiche Gehalt an leichtverdaulichen Eiweißstoffen wirkt sehr vorteilhaft auf den Ansatz des Muskelfleisches. Außerdem wird der fast immer unregelmäßige Stuhlgang bei solchen Kinder durch! die Ernährung mit Knseke's Kindermehl reguliert. ssVi Pickeln, Mitesser te£fres Hierdurch teile Ihnen mit, dass ich über die Seife meine grösste Zufriedenheit aussprechen muss; ich hatte einen leichten Hautausschlag, in 10 Tagen war ders. von Obermeyers Herba-Seife geheilt. Augusta Brückner, Freibure i-B. Z. b. i. a. Apotiu, Drog. u. Part p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Oberweyer & Co^ nänaa, hv16/» 0 Da$ 41tevML -^Teltp B80/< Kreuzplatz 15. Kreuzplatz 15. Mchmer^ B’/xo P 81 Billige Preis Statt Karten. oeu4 Zentner untererd. Kohl- Telephon 119. Zentner Aepfeln, 2 Marktftratze 4. öffentlichen Submi ^äusburg 10 4974 Gier i Poppert. CO # e e Bitte wahieii Sie! » » • gegenüber der Reichsbank. Di". Haase, Augenarzt. Wetzlar. &WB6Y6YÖYÖ1 DM W 2 35 100 500 100 969 qm 1275 qm 744 qm ii ii raben, Meerrettig, Weißkraut, ii ii w Kartoffeln, Zwiebeln, roten Rüben, weißen Rüben, gelben Rüben, 25 550 10 6 2 4 auf n dem Br. Stuhl verreist Vertreter Herr Dr. Richter. Eschbaum in Bonn bestellt. Gießen, den 27. September 1905. Großherzoguchec- Amtsgericht. ohne Erwerbtitel zugeschrieben: Fl. II, Nr. 179, Fl. V, Nr. 181, Fl. III, Nr. 422, Gebr. Horn (5106) Dies ist eine Wäscherin, die natürlich nur alleWasch- arbeiten nacheinander vornehmen kann, die dabei jedesmal hohen Lohn kostet und ausserdem last stets einen merkwürdig grossen „Dampf“ Appetit) entwickelt eingereicht werden. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 30. September 1905. Großhcrzogliä)« Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Hermine Bourgeois Carl Pirr Verlobte. Giessen, am 1. Oktober 1905. B7xo C7x« Postpaket-Adressen mit Anna liefe. btlliafi vrühl'iche Anwersitätr-Druckerei, Gktzen. Geffentliche Aufforderung. Im Grundbuche der Gemarkung Garbenteich sind der Anna Katharine Stabel, zu Garbenteich folgende Grundstücke Vorzüglich^ Lederputz-Creme Quitten per Pfund 12 Pfg. hat abzugeben Schlotz-GärLnerei Friedelhausen. 5119 Versteigerung. Dienstag, den 3. 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Da viele Damen und Herren der letzten Probestunde nicht beiwohnen konnten, weil der Saal überfüllt war, wird noch eine Probestande nach der Berlitzmethode am Donnerstag, dem 5. Oktober, 81/, Uhr abends im Hotel Einhorn, Lindenplatz 1, in einem separaten Saal, stattfinden. 06540 Der Untericht im Französischen, Englischen und Italienischen wird von Lehrern der betreffenden Nationalität erteilt und kann jederzeit beginnen. Dir. V. Carpentier. saaBKgggsa Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde eingetragen: 1. in Abt. A, bezüglich der Firma Hotel Viktoria zu Gießen: Geschäft ist mit Aktiva aber ohne Passiva auf Gastwirt Friedrich Wilhelm Schmidt von Wiesbaden übergegangen und wird unter der Firma Hotel Viktoria Besitzer Friedrich Wilhelm Schmidt weitergeführt; 2. in Abt. B, bezüglich der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vormals Fernic in Gießen: Zu dem wiedergewählten Vorstand sind hinzu gewählt worden Hauptmann a. D. Julius Delms in Düsseldorf und Kaufmann Adolf Kemken in Wickrath. Zum Vorsitzenden des Grubenoorstandes wurde Rechtsanwalt Grünewald in Gießen und zum Stellvertreter des Vorsitzenden Commerzienrat Submission. Für unsere Kliniken soll die Lieferung von Fl. VII, Nr. 412 a, 575 qm Fl. X, Nr. 274, 1828 qm neu Fl. IX, Nr. 35, 1105 qm Erwerbsurkunden sind nicht vorhanden. Laut ortsgericht- /icher Bescheinigung haben die verstorbenen Philipp Stein Eheleute und deren Eltern die genannten Grundstücke über 40 Jahre im ungestörten Besitz gehabt. Alle diejenigen, welche Ansprüche auf die angeblich durch Sitzung erworbenen Grundstücke erheben zu können glauben, werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche binuen zwei Monaten von Einrückung dieses bei unterzeichnetem Gericht anzumelden, widrigenfalls die Anerkennung angenommen und die zum Eintrag in das Grundbuch nötige gerichtliche Urkunde Arbeitsvergebuug. Die nachstehenden Fuudierungsarbeiten zum Reubau des Stadtthcaters iu Gießen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. 1. Erdarbeiter!: zirka 2000 cbm Erdbewebung auf der Baustelle, „ 3850 cbm desgleichen einschl. Abfuhr. 2. Maurerarbeiten: zirka 1650 cbm Betonstampfung der Funda» mentpfcller, „ 400 cbm Klinkermauerwerk, „ 200 cbm Bruchsteinmauerwerk. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen im Bureau des Architekten Haus Meyer dahier, Wcstanlage 6, ;ur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind daselbst erhältlich und müssen mit ent» sprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis spätestens Samstag, den 14. Oktober, morgens 10 Uhr Meine vergrösserte und neu eingerichtete Augen-Heilanstalt befindet sich vom 3. Oktober ab in dem Hause SO Goethestrasse 10 Wohne von Montag, dem 2. Oktober ab Bahnhofstraße 15 (früher Nassauer Hof). “/, Iran Welloff Wwe. frühere Inhaberin des Frankfurter Bierkeller, Bahnhofstraße. 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Vorsitzenden. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der Dirigent des Vereins, Herr Universitätsmusikdirektor G. Trautmann täglich nachmittags von 1—2% Uhr, außer Mittwoch, in seiner Wohnung, Moltkestraße, entgegen, sowie in den Proben. Ein UreinerMe gesucht K. Jung, Schreinermstr. 4976 Klein-Linden. WLnnß! Achlnnß! Komme morgen, Dienstag, auf den Brand mit co. 50 Körben feinerer Tafeläpfel (Goldparmänen, Reinette, Kasseler Reinette, Rauau und andere gute Sorten Aepfel) u. Kochäpfel. 06542] Achtungsvollst Wellergasse 5. I. Kliugclhöfer. Dankbarkeit zwingt mich, gern u. unentgeltlich nals-, BruH- und Cungen- ’eldenden t-gircher airt muzn. teilen, wie ich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Naturprodukt von meinem qualvollen Leiden befreit worden bin. Lehrer Baumgartl in Krannnel bei Aussig (Elbe). Todes-Anzerge Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern abend 7% Uhr meine liebe Frau, unsere gute Mutter Fran Karoline Böhmer geb. Schaum im Alter von 45 Jahren plötzlich verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Böhmer. Heuchelheim, den 2. Oktober 1905. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Oktober, Kopsunte* Giessen und Umgegend. Gemeinsamer Kartcffelemkauf. Unseren Mitgliedern entgegen- konunend tellen wir mit, daß noch diese Woche Bestellungen entgegengenommen werden. 5118] Der Vorstand. Frau Wcißenbach, Sonnenstr.32 06500] 2 Mädchen suchen Beschäftigung im Kleidermachen in u. auß. d. Hause. Schottstr. 7. Ein jung. Mädchen aus gut. Familie sucht Stelle in bess. Hause, wo ihrGelegenh.geb.wäre d.Koch. zu erlern. Dieselbe Lperfett bügeln, etw. nähen u. ivürde auch Hausarb. übernehmen. — Schristl. Meld. u. 06541 an den Gieß. Anz. erb. Besseres Mädchen, welches in Schneidern, in der bürgert, wie in der feinen Küche bewandert Srüciiii. Siiiiiieriiiiiödicn Frau Weißenberg, Marktstr. 27. Eine tüchtige Lauffrau oder Mädchen gesllcht. [4994 Frau MarieZinßer, Süd-Aul.9.1. 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