Dienstag Ä. MailSO^ Aie heutige Dummer umfaßt 8 Seilen. Rußland stark erschüttern Wir erhielten heute nacht dem Witkowsky'Platze Der und die Der die eine Der die ISS. Jahrgang Abt dieser Kirche, welcher die Königin Elena konvertiert getraut hat, führte das Kaiserpaar durch die Kirche, Krypta und die zugehörige kleine Kirche San Gregorio. Abt überreichte eine Reihe wertvoller Werke über italienische Kirchenbaukunst und Kirchenmalereien sowie Medaille zur Erinnerung an die Kirche San Nicola. Kirchenchor trug Gesänge vor. Das Publikum, das das Ausland drängen und dort Werte zum Aufschluß bringen, welche eine nicht zu übersehende Gefahr für die deutsche VolR- Wohlfahrt nach sich ziehen müßten. Demnach muß unsere Industrie mit aller Energie die AK lehnung des Antrages Gamp von der Volksvertretung verlangen. .Karlsruhe, T. Mai. Das Kaiserpaar trifft laut Hosbericht mit dem Prinzen Adalbert und Oskar am Freitag nachmittag 5 Uhr hier ein. Der Kaiser reist am Montag nach Straßburg, die Kaiserin nach Gera und Potsdam. zubringen, behauptet, von Deutschland verbreitet worden fein,, um in Italien Mißtrauen gegen die französische Politik zuerregen. Es ist kaum nötig, darauf hinzuweisen, daß hieran kein wahres Wort ist, und daß Deutschland mit dieser ganzen tripolitanischen Angelegenheit nicht das geringste zu Lun hat.' Solche unehrliche Ausstreuungen können höchstens den Verdacht bestärken, daß Frankreichs Vorgehen in der marokkanischen Frage doch nicht so harmlos ist, wie die französischen Offiziösen es manchmal darzustellen belieben. Eine gute Sache braucht man nicht mit so schlechten Mitteln zu vertreten. Rußland in Sturm und Drang. Lufammcnstöbe zwischen Arbeiter« und Militär in Warschau. Aas Aaiserpaar in Italien. Bari, 1. Mai. Gestern nachmittag 4 Uhr 30 Min. begab sich das Laiserpaar mit den Prinzen und dem Gefolge an Land. Ausland. Petersburg, 1. Mai. Wie der gestrige ist auch des heutige Feiertag hier vollständig ruhig verlaufen' Infolge des schönen Wetters bewegten sich die Spaziergänger in Massen auf ben Straßen. Ein Eingreifen der Polizeireserven war nirgends nötig. Aer Krieg. Heber den Aufenthalt des baltischen Geschwaders und 6cr Flotte Togos sind heute keinerlei Nachrichten eingegangen. Aus Petersburg wird gemeldet: Entgegen dem halbamtlichen Dementi wird in unterrichteten Kreisen versichert, daß das russische Geschwader durch 7 argentinische Arie gsschiffe verstärkt worden ist. Die Schiffe sollen bereits zum Geschwader Noschdjestwenskys gestoßen sein. Dadurch verfüge der Admiral über eine erdrückende Schiffszahl gegenüber den Japanern. (Daran ist vermutlich doch nichts Wahres. D. N.) Straßen, die Fenster und die Dächer besetzt hatte, bereitete dem Kaiserpaar stürmische Kundgebungen. Um 7 Uhr 30 Min. empfing der Kaiser auf der „Hohenzollern" eine Deputation der deutschen Kolonie. Die Kapelle der „Hohenzollern" spielte abends im hiesigen Theater. Bei der heutigen Automobilfahrt des Kaisers mit der Kaiserin ging die Fahrt über Modugno nach Bitonto, wo die Kathedrale und das Priesterseminar besichtigt wurde. Hier sang der Knabenchor der Zöglinge in deutscher Sprache „Heil Dir im Siegerkranz". Der Kaiser und die Kaiserin nahmen ein Geschenk von Büchern kulturhistorischen Inhalts entgegen und zeigten sich über den Gesang höchst erfreut. Die Fahrt ging dann weiter nach Altamura, wo ebenfalls der Dom besucht wurde. Das Frühstück wurde im Speisewagen des dort aufgestellten italienischen Sonderzuges eingenommen. Unter andauerndem Jubel der Bevölkerung führte die Rückfahrt in Automobilen über Bitetto nach Bari. Die Ankunft an Bord der ^Hohenzollern" erfolgte um 3 1I2 Uhr. Um 5 y2 Uhr ging die kaiserliche Jacht nach Venedig in See. Der Kaiser und die Kaiserin sprachen sich auch über die heutige Automobiltour, welche, wie die von Samstag, von dem Flügeladjutanten v. Chelius in die Wege geleitet war, überaus befriedigt aus. In einem Schreiben an den Präfekten von Bari Cettato, drückte der Kaiser den Dank an alle Personen, Gemeinwesen und Korporationen aus, die ihm und der Kaiserin den schönen Empfang in Apulien bereitet haben. Marokko. Der „Köln. Ztg." wird aus Berlin einiger Zeit aufgetauchte, nachher oon; falsch bezeichnete Behauptung, daß. Nachdem die Osterfeier in Rußland ohne ernstliche Störung verlaufen ist, hat der 1. Mai, der „Weltseiertag"' neue Schreckensszenen heraufbeschworen. In Warschau, wo der Streik unter den Arbeitern außerordentliche Dimensionen angenommen hatte, i|t es zu blutigen Zusammenstößen gekommen, die von neuem ganz Rußland stark erschüttern werden. Wahrscheinlich ist, daß diesmal das Militär zum Schießen genötigt worden ist. ........ folgende Drahtmeldung: Köln, 1. Mai. geschrieben: Die vor ranzösischer Seite als Keer und Motte, Berlin, 1. Mai. Die „Kreuzztg." berichtet über das heutige 5 0jährige Militärdienstjubiläum des Generalinspekteurs der Kavallerie Edler von der Planitz. Heute früh traf das Glückwunsch- und Dankschreiben des Kai'. .s aus Messina ein mit der Mitteilung, daß der Kaiser ihm den Verdienstorden der preußischen Krone verliehen habe. Kaiser Franz Josef als Chef des 16. preußischen Husaren- Regiments, ä la suite dessen v. d. Planitz steht, sandte telegraphisch wärmste Glückwünsche. Der Prinzregent von Bayern verlieh dem Jubilar das Großkreuz des bayerischen Militärverdienstordens. Der Prinzregent von Braunschweig sandte gleichfalls Glückwünsche. Nach der Begrüßung durch die Familienmitglieder begann die Beglückwünschung durch Abgesandte der deutschen Kavallerie. Zunächst die Vertretungen des Stabes der Kavallerie-Inspektion und des Militärreitinsiitutes in Hannover, dann durch 100 Offiziere der deutschen Kavallerie-Regimenter, an ihrer Spitze der Korpskommandeur General Frhr. v. Bissing. Dieser überreichte mit einer Ansprache einen silbernen Tafelschmuck, zu dem auch der Kaiser und die Prinzen Albrecht und Friedrich Leopold beigetragen haben. Ferner brachten Glückwünsche dar das Offizierkorps des 16. Husaren-Regiments, General- stabschef Graf v. Schlieffen u. a. Heute abend findet ein Jubiläumsfestmahl im Hotel Kaiserhof statt.' Königsberg, 28. April. Heute mittag wurde die Leiche des Generaladjutanten Kaiser Wilhelms L, Generals der Kavallerie Graf Lehndorff, am Schloß Preyl unter militärischen Ehren beigesetzt. Der Kaiser hatte General- Feldmarschall v. Hahnke mit seiner Vertretung beauftragt. Zur Vertretung des Kronprinzen war dessen persönlicher Adjutant Major Oppen erschienen. Der Reichskanzler Graf Bülow ließ sich durch Oberleutnant v. Schwartzkoppen vertreten. Unter den Teilnehmern an der Trauerfeier befand sich Staatsminister Graf Eulenburg. Frankreich in Tripolis weitgehende Hafenkon- zessionen erhalten habe, wird jetzt von dem „Temps" zu Verdächtigungen gegen Deutschland benutzt. Die Nachricht soll, wie der „Temps", ohne die Spur eines Beweises bei- Aeutsch-Südwekafrika. Berlin, 1. Mai. In einem Telegramm aus Wind« huk wird nachträglich gemeldet: Im Gefecht bei Sand- mund am 2. April gefallen: Reiter Ferdinand Rietzke, geb. 1. Sept. 1877 in Angerapp, früher Ulanenregiment Nr. 8; im Gefecht an der Vley östlich des Elefantenflusses, südlich von Kowisekolk am 7. April gefallen: Reiter Gustav Könnecke, geb. 4. Febr. 1884 in Kerstlingerode, früher Infanterie-Regiment Nr. 75; Gefreiter Alois Rieger, geb. 7. Mai 1884 in Neisse, früher Feldartillerie-Regiment Nr. 21, am 21. April 1905 im Lazarett Koes an Typhus gestorben. An der Landungsstelle hatte die deutsche Kolonie Aufstellung genommen. Die Damen der Kolonie wurden der Kaiserin vorgestellt und überreichten Blumen. Tie Kaiserin nahm hierauf die Vorstellung der Damen der italienischen Spitzen der Behörden entgegen. Die Majestäten und die Prinzen besuchten dann den Dom aus dem 11. Jahrhundert, das alte Kastell am Hafen aus dem 12. Jahrhundert und die berühmte, 1087 erbaute Kirche San Nicola di Bari. Warschau, 1. Mar. Auf l ... Barbe eine 5000 Köpfe zählende Arbeitermenge am Nachmittag vom Militär angegriffen. Das Militär jchoß. Die Sanitätswache zählte 31 Tote und 15 Verletzte. Die Polizei schaffte außerdem 60 Tote und Verwundete Deutsches Reich. Berlin, 2. Mai. Wie der „Berl. Lokal-Anz." wissen will, sehe der Entwurf einer Reichserbschaftssteuer, der Letzt dem Staatsministerium vorliege, eine jährliche Entschädigung für die Bundesstaaten vor, welche bisher Erbschaftssteuern erbeben, ^ie Reichserbschaftssteuer fei nach elsässischem Muster ausgearbeitet, begreife auch Erbanfälle an Kinder ein und werde nach Abzug der erwähnten Entschädigung etwa 80 Millionen Mark bringen. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Reihe von O r d e n s a u s z e i ch n u n g e n für gegenwärtige und frühere Mitglieder der Schutztruppe in Südwest-Afrika. Hauptmann Viktor Franke erhielt den Roten Adlerorden 3. Kl. mit Schwertern imb Krone, die Oberleutnants Heinrich Boett- lin, Johann Fromm und v. Zuelow den Kronenvrden 4. Kl. mit Schwertern. . — Der bisherige Präsident der Eisenbahndirektion Hannover Wiesner wurde zum Oberbaudirektor und Ministerialdirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten und der Ober-Regierungsrat, Herwig-Hannover zum Präsidenten der Eisenbahn-Direktion daselbst ernannt Flensbu rg, 1. Mai. Die Hochzeit des Herzogs Eduard vonKoburg mit der Prin zessin v on Glücksburg findet im September auf Schloß Glücksburg statt. Zu der Feier werden das Kaiserpaar und der König von England erwartet. Posen, 1. Mai. Nach Art des deutschen Ostmarkenvereins wurde hier ein polnischer Ostmarkenverein zum Schutze der wirtschaftlichen und bürgerlichen Interessen der Polen neu gegründet. Zum Vorsitzenden wurde das Herrenhausmitglied Koscielski gewählt. Frankfurt a. M., 1. Mai. Heute fand hier die konstituierende Versammlung des Tiefbohrtechnischen Vereines für Deutschland statt. Vertreten waren u. a. die Firmen Thumann-Halle, Deseniß und Jakobi-Hamburg, Internationale Bohrgesellschaft Erkelenz, Gewerkschaft Deutscher Kaiser- Hamborn, Berliner Tiefbohr-Aktiengesellschaft, Aktiengesellschaft für Tiefbohrungen-Aschersleben, Feodor Siegel-Schönebeck, Stap- Pen-Viersen, Aktiengesellschaft für Brückenbau, Eisenkonstruktionen und Tiefbohnmgen-Neuwied. Auch die Frankfurter Handelskammer war bei der Versammlung vertreten. Anwesend waren noch der Reichstagsabgeordnete Oes er, Geheimrat Tecklenburg- Darmstadt, Vrivatdozent der Bergwissenschaften Krahmann- Berlin und Landrat a. D. Dr. Lang en-Köln.. Nach der Vorstandssitzung kam der von dem Abg Gamp im preußischen Mge- ordnetenhause seinerzeit eingebrcuhte Antrag zur Verhandlung. Es wurde folgende an das Abgeordnetenhaus zu richetende Resolution gefaßt: Die anwesenden Vertreter' der deutschen Privattiefbohr- Jnduslrie erllären sich mit aller Entschiedenheit gegen den von dem Abg. Gamp im preußischen Abgeordnetenhause eingebrachten Antrag. Durch die Annahme dieses Antrages würde dieser hochentwickelte Industriezweig, welcher unter Aufbietung hoher Intelligenz und durch Aufwendung großer Kapitalien, sowie infolge langjähriger systematischer Heranbildung der Beamten und Arbeiter die erste Stellung in der Welt errungen hat, geradezu ruiniert werden. Deutschland verdankt die Aufschließung seiner reichen Mineralschätze und das Aufblühen seiner hochangesehenen Montanindustrie im hervorragenden Maße den Leistungen des Tiefbohrwesens auf der Grundlage der seither geltenden, von dem Grundsätze der Bergfteiheit ausgehenden berggesetzlichen Bestimmungen. Eine Aenderung im Sinne des Antrages Gamp würde unzweifelhaft die Weiterentwicklung des Bergwerkes in einer die allgemeine Industrie schädigenden Weise beeinträchtigen, außerdem aber die deutsche Tiefbohr- Industrie, nachdem sie in Deutschland vernichtet sein wird, in • — Nach den soeben veröffentlichten Daten werden bei bett letzten Volkszählung in Rußland 9156080 Personen ate ^beiter und D i en stb o t e n registriert, von denen über 30 Prozent oder 2 281050 Frauen waren. Die Zahl der ^ien^^^ botcn wird auf 21,13121 Personen angegeben, davon 63 Prozent ober 1336 322 werbllcyen Geschlechts. Unter den Arbeitern waren 1095084 Tagelöhner und Schwarzarbeiter ohne bestimmte Be- Ichättwung; 2 /22 890 waren mit Fischfang und Ackerbau be. schastmt und nur 3 224 98a können als wirkliche Fabrikarbeiter, bezeichnet werden. Der größte Teil der Dienstboten und Arbeiter ist loialer Mstammung und nur etwas über ein Viertel flammt on§ anderen Gouvernements. An Ausländern findet man untere den Arbeitern nur anderthalb Prozent. M adr id, 1. Mai. Die spanische Hauptstadt ist am gestrigelt „ —T-r-’- brotlos geworden. Sic Ursache des Bäcker stress venrrchtet fern wird, Tn • bildet die Mißhandlung eines Bäckers durch einen Poftz-isten^ Ühr. 102 ««glich außer Sonntag«. Dem GießenerAnzeiger werden im Wechsel mit dem hesfifchen Landwirt die Gießener Zamilien. hlüttrr viermal in der Woche beigelegt. Notationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u.Slem« btudetei. 8L Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Echulyratze 7. Adresse für Depeschen: «uzetger Gieße». Fernsprechanschluß Nr.51. ® monat^ich75Pf^ viertel- Eichener Anzeiger Amts- und Auzeigeblatt ftr den Kreis Sietzen WW irT.mn——». zeigenteil: Hans Deck' fort. Auf der Jerusalemer Straße wurde Militär von der Menge angegriffen, wobei 2 5 Arbeiter verwundet und 25 getötet wurden. Dann. lief noch folgende ausführliche Meldung ein: Warschau, 1. Mai. Nachmittags P/4 Uhr zog eine 5000 Arbeitern mit Familien bestehende Menge mit fünf roten Fahnen unter Absingung revolutionärer Lieder nach dem Witkowskyplatz. Man ließ sie dort Aufstellung nehmen. Später traf eine Patrouille Garde-Ulanen ein, welche die Menge passieren ließ. Die Ulanen blieben an den Häusern halten; als hiernach Infanterie von der Marschall-Kowska st raße anrückte, griffen die Ulanen die Menge an. Die Infanterie schoß auf die Menge und diese inachte Kehrt. Die Infanterie fuhr ort, zu feuern. Im ganzen wurden zwei Salven und 40 ei nz eine Schüsse abgegeben. Die Sanitätswache zählte 31 Tote und 15 Verwundete. Die Polizei schaffte außerdem 60 Tote und Verwundete fort, nahm fünfzig Verhaftungen vor und konfiszierte zwei Fahnen. In der Jerusalemstraße fand ebenfalls ein Zusammenstoß zwischen Truppen und der Volksmenge statt. Letztere feuerte, wurde aber durch Patrouillen zerstreut. Ein Polizeibeamter wurde verwundet; 20 Arbeiter wurden verwundet und 25 gelötet. , Auch hier wurden mehrere rote Fahnen von der Polizei entfernt. Die Stadt erscheint heute abend tot; alle Geschäfte sind geschlossen. Seit bett frühen Morgenstunden waren alle Kirchen von Betenden üb erfüllt. Starke Arbeit er gruppen lagern sich auf den Haupthlätzen der Stabt, wo sie volle Rtthe bewahren. Bis 10 Uhr war jeder Verkehr in der Stabt unterbunben. Alle Säbett, Kaffeehäuser und Restaurants wurden g>e- sHtossen. Am Wiener Bahnhofe konnten Güterzüge nicht abgelassen werben, da auf dem dortigen Depot die Arbeiter in allen Werkstätten streiken. Personenzüge konnten bis 11 Uhr nichtabgehen. Auf dem Personen- Bahnhof versehen die Ingenieure den Dienst. Telephon- und Telegraphenämter wurden durch Soldaten bedient. Mle Staatsgebäude waren militärisch bewacht. Kavallerie- und Infanterie-Patrouillen durchziehen vom frühen Morgen die Straßen, in denen die Bolkstnassen immer stärker an- sihwellen.. Auf dem Schloßplatz hatte sich um die zweite Mittagsstunde eine vieltausendköpfige Menge einge- stmben, die sich auf den Durchzug durch die Hauptstraßen der Stabt vorbereitete. Das Königs-Denkmal war von Menschen dicht umlagert. Ein starkes Kosaken-Aufgebot hielt sich bereit. Auch in der Umgegend von Warschau entstanden Unruhen. Wie aus Lodz gemeldet wird, ist dort am 1. Mai früh in allen Fabriken die Arbeit eingestellt worden. Um Vs 12 Uhr mußte die elektrische Dahn den Betrieb einstellen. Zahllose^ Arbeiter, von Militär-Patrouillen überwacht, durchzogen die Straßen. Am 30. April wurde in der Wollerskagasse eine Militär-Patrouille von Manifestanten mit Stein- w.ürfen angegriffen. Diese gab Feuer wodurch vier Personen schwer verletzt wurden, darunter zwei Jüdinnen tödlich. Am Mend g r i f sen Ar b e i te r einen O b e r- Schutzmann mit Dolchen^ an und verwundete ihn schwer. Bei einem Zusammenstoß von Militär und Arbeitern in <5zenstochau wurden am 30. April zwei Frauen und ein Arbeiter getötet, 6 Personen schwer und 13 leichter verletzt. In vier Fabriken streiken insgesamt 4000 Arbeiter. Bahnhof und Stadt sind militärisch 'besetzt. 2lus Lodz ist der frühere Gouverneur Tschertkow mit Gemahlin vom Wiener Bahnhof nach'Berlin abgereist, wobei die größten Vorsichtsmaßregeln beobachtet wurden. Tschertkow will Mittwoch von Berlin nach Wiesbaden weiter reisen. In der Ortschaft Grodeck zündeten Bauern und - Arbeiter das Wohnhaus und den M e i e r h o f des Guts- - .besitzers Dorf mann an. Herbeigerufene Kosaken versuchten < vergeblich, die Menge zu zerstreuen unb gaben schließlich Feuer. - 8 Bauern wurden getötet, 24 schwerverletzt und 85 ge- , fesselt ins Gefängnis gebracht. ( ► (für fiifte unb ßsg» mehr) n von 2211 Wh ellur Achen )ä«e 1L 2. Mai d. J. 1 eleg. Ein. cbc u. Fohlen, trabet, Mh, n usw. osanzahl, vmnchaneeir. !! ‘"‘toteut krtcttJ, tien Artik-l 6 afc 07a schbach, knetet"’ men ( jodolpa tfiputen®Elirl* ^.UninnMsW litig herbesitarl mol ) bewahrter, best- rstrich für alte jahpdächer. jtuudtropstmcht. !t u. jpringt nicht, n falt verarbeitet un ftttteaud) eer, da ein Au- mehrere Teer- ik braucht ein iui alle 5 Jahre i werden, daher der oorteü- Jughardt ureiiiabrik Jien-Handlfr äagc 20. __ frcllen '.UC-a’BrcijcliiTtg die Behörden verweigerten. Der Kriegs- Minister stellte 300 Militärbäcker, um die Streikenden teilweise 3u ersetzen. Der Minister des Innern telegraphierte an die Gouverneure uni» Alkalden der nächsten Ortschaften, alles verfügbare Brot nach Madrid zu schicken, um die unangenehme Lage zu bessern. — Eine neuere Meldung sagt: Der Ausstand der Bäcker wird als beendet angesehen. Die Maifeier der Sozialdemokraten ist in der ganzen Welt, ausgenommen in Rußland, worüber wir an anderer Stelle die erschrecklichen Nachrichten veröffentlichen, ziemlich ruhig verlaufen. In Berlin hat die Maifeier den üblichen Verlauf genommen. Im allgemeinen waren die VormittagSvcrsamm- lungen gut besucht, aber der Hauptfesttrubel war wie sonst erst in den Abendstunden. — Auch in Hamburg verlief der Tag unter großer Beteiligung der Arbeiterschaft ruhig. Am Demonstrationszng nahmen etwa 25 000 Personen teil. Der Arbeitgeberverband erklärte, feiernde Arbeiter für zehn Tage auszusperren. — In Heidelberg hielten zur Vorfeier des 1. Mai die Sozialdemokraten in der Stadthalle eine von etwa 15—'18 000 Personen besuchte Volksversammlung ab. Klara Zetkin sprach zwei Stunden lang über die Forderungen der Arbeiterschaft. W»>' ' > .....................— — ' Aus Stadt und Land. Gießen, 2. Mai 1905. ** Taschenfahrplan Sommer 1905. Für die Bezieher des Gießener Anzeigers in Gießen ist der heutigen Ausgabe das beliebte kleine Taschenfahrplanchen beigefügt. Den auswärtigen Lesern wird das Büchlein tn einigen Tagen durch die Post oder durch unsere Zweigstellen zugestellt werden. ** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Schullehrer Falken st ein zu Klein-Winternheim aus Anlaß seines am 1. Mai stattgefundenen 50jährigcn Dienstjubiläums die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Dexheimer aus Heppenheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Laubenheim, dem Forstwart der Forstwartei Bayerseich, Förster Geisel zu Bayerseich wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. *• Die Beerdigung von Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Eckhard sand gestern vormittag 11 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus unter großer Beteiligung statt. Am Sarg in der Kapelle sprach Pfarrer Euler. Als der Sarg von der Kapelle zum Grabe getragen wurde, hatten die Chargierten der Korporationen in Wichs und mit Fahnen im Mittelgang der Kapelle Ausstellung genommen. Vor dem Sarge schritt die Militärmusik. Dein Sarg schlossen sich die nächsten Leidtragenden, der Lehrkörper der Universität und die sämtlichen Korporationen an. Der Rektor, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Voss ins legte zuerst im Namen der Landesuniversität einen Kranz nieder mit folgenden Worten: Trauernd steht der Lehrkörper der Landes-Universität mit Studierenden am der Gruft ihres ältesten Lehrers und Meisters, der seit 5V» Dezennien unentwegt unserer Hochschule angehört und ait der Ausbildung der angehenden Aerzte, die über alle Welt zerstreut sind, regen Anteil gehabt hat. Wir haben einen bedeutenden Mann tierforeit nicht in der Blüte der Jahre, sondern im höchsten Alter, in dem man sonst schon /ängst nach einem otium cum dignitate Sehnsucht empfindet. Bis in die letzte Zeit hat er in stiller Zurückgezogenheit, von vielen jüngeren Kollegen kaum gekannt, ernsten wissenschaftlichen Arbeiten mit rastlosem Eifer obgelegen. Nur kurze Zeit gönnte er sich zur Erholung von der Arbeit; jetzt ist ihm Ruhe für immer beschieden. Er ist ohne langes Siechtum imb ohne schweren Todeskampf abberufen; möchte ihm die Erde leicht werden! Während seiner langjährigen Tätigkeit an der Gießener Hochschule hat er alle akademischen Aemter inne gehabt; er war wiederholt Dekan der medizinischen Fakultät, im Jahre 1873/74 Rektor der Landes- Universität. Anfangs vertrat er das Fach der Anatomie und Physiologie, seit dem Sommersemester 1891 nur noch bie Physiologie. Im Jahre 1893 hatte ich die Ehre dem Verstorbenen im Namen der medizinischen Fakvltät als deren Dekan die Glückwünsche der Fakultät zum 70. Geburtstag auszusprechen, heute rufe ich ihm den Abschiedsgruß als derzeitiger Rektor der Landes-Universität zu, in deren Namen ich diesen Kranz an isinem Grabe niederlege. Der Dekan der medizinischen Fakultät, Geh. Medizinal- rat Prof. Dr. Pfannenstiel legte namens der Fakultät mit folgender Anftwache einen Kranz nieder: Die medizinische Fakultät verliert in dem Entschlafenen, den wir heute zur letzten Ruhe geleiten, ihren Senior, einen überaus liebenswürdigen Kollegen von vortrefflichem Charakter, einen hervorragenden Gelehrten, einen von feiner Wissenschaft begeisterten Lehrer, einen bis in die letzten Tage seines Lebens unermüdlich und freudig schaffenden Arbeiter in dem Reiche der von ihm vertretenen Wissenschaft. Nur wenige unter uns sind ihm menschlich näher getreten, nicht weil er nicht freundschaftliches Empfinden an den Tag zu legen vermocht hätte, nein — nur weil ihn ein Menschenalter trennte von seinen jüngeren Kollegen. Genügsam mit sich selbst, zufrieden in seiner Abgeschlossenheit, glücklich in seiner von ihm selbst geschaffener Welt, lebte er unter uns und neben uns, wie ein Bild aus der Zeit unserer Väter. Seines Amtes waltete er mit großer Pflichttreue und mit fast pedantischer Gewissenhaftigkeit, in der Arbeit lebte er, durch die Arbeit erhielt er sich frisch und rüstig, und als er bereits todkrank war, ließ er sich kaum fähig zu gehen, täglich zu seiner Arbeitsstätte fahren, und viel hat nickst gefehlt, daß er an dieser Stätte den letzten Atemzug tat. Seine wissenschaftliche Laufbahn spielte sich fast ausschließlich an unserer Hochschule ab. Anfangs als Prosektor, später als Lehrer der Physiologie und weiterhin auch per Anatomie, eine geraume Zeit Vorsteher der beiden wissenschaftlichen Institute, widmete er sich in den letzten 14 Jahren »ausschließlich der Physiologie. Und es ist erstaunlich, wie er hier, seinen Posten trotz seines hohen Alters als Lehrer und Forscher voll ausfüllle. Seine wissenschaftliche Bedeutung lag auf dem Gebiete der experimentellen Physiologie, welches er meisterhaft beherrschte und auf welchem er trotz der dürftigen und bescheidenen Forschungsränme uno trotz geringer Unterstützung viel und Großes leistete. Seine Schriften, groß an Zahl, haben zum Teil befruchtend gewirkt auf die allgemeine medizinische Wissenschaft, sie sind alte fesselnd geschrieben, vielfach mit feinem Humor gewürzt und zeugen ebenso von großem Fleiße wie von Klarheit und Wahrheit. Eckhard hat auch eine Anzahl hervor- rageicher Schüler herangebildet, welche z. T. als akademische Lehrer aus den verschiedensten Gebieten der theoretischen und praktischen Medizin berühmt geworden sind. Die ihn kannten tn bet Mute seiner Jahre, sprechen mit Begeisterung von diesem Manne, wir jüngeren, die wir ihn kennen lernten in seinem Atter, haben mit Achtung und Ehrfurcht zu ihm aufqeblickt. Uns allen, denen es vergönnt war, seine Zeitgenossen zu sein, wird Konrad Eckard unvergeßlla) bleiben. Auch die Studentenschaft spendete einen Kranz. Unter een übrigen zahlreichen Leidtragenden befand sich auch der Bürgermeister von Homberg a. d. Efzc, welche Stadt bekanntlich den Verstorbenen zu ihrem Ehrenbürger ernannt hatte; er legte gleichfalls einen Kranz am Grabe nieder. *• Schillerfeier, Zur Ergänzung der in der gestrigen und vorgestrigen Nummer enthaltenen Anzeige und zu weiterer Ausilärung teilen wir folgende Einzelheiten mit. Die dramatische Aufführung im Stadttheater steht unter der künstlerischen Leitung de§ Herrn Direktors Steingoetter. Da§ der „Rütliszene" und dem „Lager" vorangehende Festspiel hat das jetzige Mitglied des Hamburger Schauspielhauses Alexander Otto zum Verfasser. Es wurde zur Erinnerung an die erste Aufführung des „Wilhelm Tell" am 17. März 1804 in Weimar gedichtet und spielt in Schillers Wohnung am Abend dieser Aufführung. Personen: Schiller, Lotte und Heinrich Voß, Schillers Famulus. Die Rolle der Lotte hat Fräulein Irene Schädel aus Gießen freundlichst übernommen. Die Marketenderin und die Aufwärterin im „Lager" werden von Frau Auguste Fischer und Fräulein Gertrude Seesemann vom hiesigen Stadt- Iheater gespielt. Das von der Kapelle unseres Regimentes „Kaiser Wilhelm" unter Leitung deS Herrn Musikdirektors Krauße ausgeführte musikalische Programm hat nachträglich eine Aenderung erfahren, die aus der Anzeige ersichtlich sein wird. Wir wollen nicht unterlaffcn, auch hier dankend zu vermerken, daß Seine Exzellenz der kommandierende General von der Abhaltung des bereits befohlenen Zapfenstreiches bei Gelegenheit seines Aufenthaltes in Gießen vom 3. bis 5. Mai auf Bitte des Ausschusies für die Schillerfeier Abstand genommen hat. Die Zahl der Theater- Aufführungen steht zur Zeit insofern noch nicht ganz fest, als wahrscheinlich Dienstag, den 9. Mai, noch eine nur für Studierende bestimmte Aufführung zu den in der Anzeige bezeichneten Vorstellungen hinzukommen wird. In diesem Falle wird in der Montagsvorstellung auch Estrade und Gallerie für das Publikum offen stehen. Die für die Freitags-Aufführung vorgemerkten Plätze sind bis spätestens Donnerstag abend abzuholen. Vornotierungen für die Montagsvorstellung werden in der Musikalienhandlung Ehallier jederzeit angenommem Die Karten können aber nicht vor Freitag ausgegeben werden. Zum Programm des Festaktes in der Turnhalle ist zu bemerken, daß die musikalische Leitung in den Händen des Herrn Universitäts-Musikdirektors Trautmann ruht. Den Ehor bildet der akademische Gesangverein, der seine Mitwirkung dem Ausschuß mit dankenswerter Bereitwilligkeit zugesagt hat. Die Kapelle des Regiments „Kaiser Wilhelm II" ist durch einige auswärtige Künstler verstärkt. Für das Soloquartett in der neunten Symphonie sind gewonnen worden Fräulein Aenni Wiegand (Sopran), Fräulein Clara Fesca (Alt), Herr Anton Kohmann (Tenor), Herr Adolf Müller (Baß), sämtlich aus Frankfurt a. M. Der Raum ist äußerst beschränkt. Auf Grund polizeilicher Anordnung durften nur 514 Sitzplätze im Hauptraum, 95 Sitzplätze auf der Gallerie vorgesehen werden, keine Stehplätze. Das ist um so bedauerlicher, als auch der Festakt nicht als akademischer gedacht, sondern grundsätzlich für das gesamte Publikum bestimmt ist. Der Mangel eines großen Saales hat sich seit langem nicht in so empfindlicher Weise bemerkbar gemacht, wie bei dieser Gelegenheit. Um dieses Raummangels willen wird gebeten, Kinder zum Festakt nicht milzunehmen. * * 5. Wissenschaftlicher Fortbildungs- kursus für Volks schul lehr er an der Landes- Universität. Morgen, Mittwoch, nachmittags 4 Uhr beginnt in der großen Aula des Univcrsitätsgebäudcs der 5. wissenschaftliche Fortbildungskursns für Volksschnllehrer. Wie früher schon gemeldet wurde, lesen; Prof. Dr. Groos über „Friedrich Schiller als Philosoph", Prof. Dr. Hausen über „Pflanzengeographie (2. Teil)" und Pros. Dr. Sauer über „Die antike Künst in ihren Beziehungen zur Neuzeit". Diese zuletzt genannte Vorlesung wird durch Lichtbildervorführungen unterstützt werden. Es können, wie in den Vorjahren, euch Nichtlehrer an dem Kursus teil* nehmen. Nähere Auskunft erteilt gern auf gef. Anfrage der Gießener Lehrerverein; dieser nimmt auch morgen in der großen Aula der Universität noch Anmeldungen entgegen. • * Genickstarre. Der in der.Klinik liegende Arbeiter ist, wie uns mitgeteilt wird, nunmehr gestorben. * * Ueb erfahren. Gestern nachmittag geriet' in den Neuen Bauen ein Radfahrer unter ein Fuhrwerk und erlitt eine Verletzung am Vein. Den Fuhrmann trifft keine Schuld, der Radfahrer selbst soll unvorsichtig gefahren und dadurch unter den Wagen geraten sein. * * Terrorismus. Ein arbeitswilliger Schneidergeselle wurde gestern abend in der Goethe- straße von einem streikenden Schneider an gefallen und geschlagen. Selbstverständlich wurde ^Anzeige erhoben. Durch derartige Vorkommnisse werden die Streikenden die Sympathie des Publikums sich verscherzen. * * Geflügelzucht. Auf der vom 21. bis inkl. 25. April in Nürnberg stattachabten 27. großen allgemeinen Vogel-, Geflügel- und Militärbrieflauben-Ausstcllung er-? hielt Friedrich Becker zu Gießen für ausgestellte Gold- Wyändottes einen 1. und einen 2. Preis. ' ** Eine große Menagerie steht zurzeit auf O§- waldgarten, wo sie einen großen Platz beansprucht, den Besuchern offen. Die Besitzerin, Mwe. I. Ehlbeck aus Hamburg, hat das große Zelt im Jvnern für die Besucher sehr bequem eingerichtet und es wahrend der Abendstunden — die Menagerie ist bis 10 Uhr. abends geöffnet — durch elektrisches Licht sehr gut beleuchtet. Auf der einen Seite des Zeltes sind die Käsige in einer lang eit Reihe aufgestellt. Eine überaus reichhaltige Sammlung! Der König der Tiere ist durch ca. 2 Dutzend schöner Exemplare vertreten; einen besonders schönen und interessanten Anblick bietet eine Löwin mit ihren vier Jüngen. Neben anderen Raubtieren, Tiger, Panther, prächtigen Eisbären, Hyänen usw. sind bemerkenswert ein humoristisch veranlagter Elefant, ein Nilpferd, ein Gnu, eine Giraffe, ein Tapir und eine große Anzahl anderer interessanter Tiere. Ein Besuch der Menagerie ist sehr zu empfehlen. * * Donnerts im Mai, ist der April vorbei. Diese hübsche alte Regel hat sich am gestrigen 1. Tag des Wonnemonats wieder einmal bestätigt. Obwohl es tagsüber durchaus nicht heiß gewesen war, ging gestern abend gegen 7 Uhr unter einem ungewöhnlichen Platzregen ein richtiges Gewitter über unsere Stadt. Der Regen wird her Pflanzenwelt wohlgetan haben, und da das Wetter mild geblieben ist und unsere Gießener Propheten auf der Wetterwartei nichts Schlimmes Vorhersagen, werden wir hoffentlich recht bald zum Genüsse des schönsten Monats gelangen. •* Gießener Volksbad. Im April wurden 8477 Bäder verabreicht gegen 8163 im März 1905 und 90SC itn April 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 283 Bäder gegen 263 im März 1905 und 301 im April 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 3710 Männer, darunter 1018 zu 10 Pfg., „ 826 Frauen, ,, 125 „ 10 , Wannenbäder 1. Klasse 252 Männer, 80 Frauen, „ 2. „ 782 , 448 „ Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 163 Manner und 23 Frauen, Brausebäder 1956 Männer und 237 Frauen. Die Personenwage wurde von 220 Personen benutzt, da§ Bad von 6 Personen besichtigt. )( Klein-Linden, 1. Mai. In große Trauer wurde eine hiesige Arbeiterfamilie durch den raschen Tod! ihres Ernährers versetzt. Bergmann W. verschied an Lungenentzündung. Er ist erst 35 Jahre alt und hinterlaßt eine Witwe mit fünf kleinen Kindern. § Lich, 1. Mai. Der Kriegervereinsbezirk Lich hielt gestern im Gasthaus „zum Löwen" in N ie d er- Bessingen seinen Frühjahrs-Bezirkstag ab unter dein Vorsitz des Forstwarts Gg. Blei. Den wichtigsten Teil der Tagesordnung bildete die Besprechung über die Anträge zum Delegiertentag des Hassia-Verbandes, der am 4. Juni m Laubach stattsindet. Bekanntlich hat das Präsidium der Hassia beschloßen, die seitherigen drei Bezirke Laubach, Hungen und Lich zu einem Bezirk unter dem Namen „Solms" zu verschmelzen. Dieser Beschluß rief eine erregte Debatte hervor und stieß auf allgemeinen Widerstand. Die Beibehaltung der seitherigen Einteilung wurde einstimmig gefordert. Weitere Schritte sollen an einflußreicher Stelle unternommen werden zur Erhaltung der drei Bezirke. Zu dem diesjährigen Bezirks- friegerfeft batte sich der Kricgerverein Ettingshausen gemeldet. Das Fest findet voraussichtlich am 16. Juli statt. Gleichzeitig feiert der Kriegerverein sein 30jährige§ Bestehen, aus welchem Anlaß er vom Kaiser eine Fahnenschleife erhält. Der Bezirksverein beabsichtigt auch, an der im Sommer stattfindenden Einweihung des Denkmals für Fürst Ludwig teilzunehmen. t Bad-Nauheim, 1. Mai. Heute morgen 9 Uhr fand unter zahlreicher Beteiligung der Eltern und vom Freunden der Anstalt in der Turnhalle der hiesigen Stadtschule die feierliche Eröffnung der höheren Bürgerschule statt. Die Anstatt "umfaßt eine völlig aus gebaute höhere M ädchenschule und eine in Entwickelung begriffene Reals chule mit Lack ein-Ab teilun g. Infolge des unerwartet großen Zudranges zur untersten Klasse mußte diese zuletzt genannte Mteilung in einem benachbarten Schulgebäude untergebracht werden. Friedberg, 1. Mai. Gestern abend kam der vorübergehend sich hier aufhaltende Kaufmann Aalroggen aus Dortmund mit mehreren Studierenden der Gewerbeakademie in Streit. Dabei zog der Kaufmann einen Revolver und schoß auf seine Gegner, wobei die Kugel einen an der Wange streifte und ihm das Ohr durchbohrte. Der Täter wurde verhaftet. g. Büdingen, 1. Mai. Ein hiesiger Gutspächter hatte! vorigen Herbst eine große Menge Kartoffeln unweit seines Hofes in eine fogen. Miete (ein zur Aufbewahrung von Feldfrüchten hergestelltes Erdloch) aufbewahrt. Als er vor kurzem einen Teil der Kartoffeln holen! wollte, fanden sich nur noch einige Zentner vor. Der Gendarmerie gelang es, die Diebe, 8 an der Zahl, aus--, findig zu machen. Diese hatte?: sich hier den ganzen Winter über ihren Bedarf an Kartoffeln auf diese billige Wette gedeckt. Bei einzelnen fand man noch Reste von 50 Pfd. bis 1 3tr. — Gestern gelang es einem im hiesigen Hastlokal Inhaftierten NamenS Jll Hardt, aus de im Gesäng- nis in den nahen Wald zu entkommen. Er wurde jedoch bald darauf durch die Gendarmerie festgenommen.! — Heute abend ging hier ein schweres Gewitter nieder. sd. Darmstadt, 1. Mai. Prinzessin Friedrich Karl von Preußen ist heute nachmittag mit dreien Jhrep Söhne zum Besuch Ihres z. Zt. bei dem Regiment Nr. 81 auf dem Uebungsplatz befindlichen Gemahles eingetroffen und! um 5.28 Uhr wieder nach Frankfurt a. M. zurückgefahren. — Ihre König!. Hoh. die Großherzogin haben heute vormittag 1/211 Uhr der Vorsteherin des Elisabethen--^ st ists einen Besuch abgestattet und wohnten um 11 Uhr im Hause der Frau Dr. Anna Merck einer Sitzung der Heidenreich v. Syboldschen Stiftung bei. ♦ Sitzung des ProviriziaLausschufies. Gießen, 29. April.. Zur Herstellung einer Straße längs des neuen veterinärmedizinischen Instituts in Gießen bedarf die Stadt Gießeni unter anderen zweier Grundstücke, von welchen das eine; den Eheleuten Johann Louis Spieß und das andere den Erben! Ferdinand Gail gehört. Die Stadt bot für das erste Gelände^ das direkt an die Sttaße stößt, 8.50 Mark pro Quadratnreter 7 verlangt wurden 16 Mark; für das letzte als Ackergelände 1.12 Mark pro Quadratmeter gegenüber einer Forderung von 9 Mark. Gütliche Einigung konnte nicht erzielt werden, und deshalb wurde das Enteignungsvcrfahren eingeleitet. Die Lokalkom-^ Mission, die eine Taxation des Geländes vornahm, schätzte den! Quadratmeter des Spießschen Geländes auf 12 Mark; denjenigen des Gaily'chen Grundstücks auf 5 Mark. Der Provinzial-Aus- schuß, dem heute die Angelegenheit zur Entscheidung vorlag, hielt nach längerer, eingehender Verhandlung eine Eirtfchädigung von 12 Mark für daS erstgenannte, und von 6 Mk. pro Quadrat-, meter des letzteren für anaemessear und erkannte demgemäß. Die Gemein dej-ago zuGlanberg war am 15. Febrüar. dS. Js. in zwei Teilen zur Versteigerung gelangt. Hierbei war der erste Teil verpachtet worden, während das für den zweften Teil eingelegte Höchstgebot von 615 Mark mis dem Grunde nicht genehmigt wurde, weil der Gemeinderat einen höheren Pachtpreis fordern zu sollen glanbte. Wegen der Nichtgenehmigung seines Gebotes verfolgte der Höchstbietende, Rudolf Stern aus Frankfurt a. M., Beschwerde an den K^reisausschuß des Kreises Büdingen. Dieser gab ihr in seiner öffentlichen Sitzung vom 4. März d. I. statt. Gegen das Urteil des K'reisausschusses legte der Vertreter der Gemeinde Glauberg Rekurs an beit Provinzial-Ausschuß ein, welches in seiner heutigen Sitzung das Urteil des Kreisausschusses Büdingen aufhob. Das Gesuch des Johann Michael D e s ch zu Bleichenbach um Erlaubnis zum Bettieb einer Gastwirtschaft wurde vertagt. Neue Aä'Le von Kenickstarre sind allenthalben wieder vorgekommen: Wörrstadt, l.Mai. In der nahe gelegenen Hassinger- schen Mühle erkrankte ein 12jährigcs Mädchen an Genickstarre. Berlin, 1. Mai. Unter dem Verdacht der Genick starre wurde ein vier Monate alteZ Kind auZ der^ Dunckerstraße in daS Krankenhaus cingcliefert. Unter dem Verdacht der Erkrankuna an Genickstarre wurde ein Bäcker- geselle aus Schöneberg nach der Charitö gebracht Ob wirklich Genickstarre vorliegt, ist noch nicht bestimmt festgestellt, alle Anzeichen sprechen aber dafür. Die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln wurden getroffen. Güsten (Anhalt), 1. Mai. Hier erkrankte ein Kauf- mannslehrling an Genickstarre. Königshütte, 1. Mai. Nach amtlicher Feststellung sind hier, wie das „Koniqshütter Tageblatt" meldet, vom 21. bis 28. April 4 Erwachsene und 17 Kinder an Genickstarre erkrankt; gestorben ist niemand. Breslau, 1. Mai. Aus Schwie n t ochl owil; und .Laurahütte werden neue Erkrankungen und Todesfälle an Genickstarre gemeldet. In Gleiwitz ist ein Ulan an Genickstarre gestorben. Im Kreise Zabreze sind nach amtlicher Feststellung vom 16. bis 28. April 33 Personen an Genickstarre erkrankt und 12 gestorben. Die Gesamtzahl der Erkrankungen im Kreise Zabrcze beträgt 152, davon sind 78 gestorben. • Bielefeld, 1. Mai. Ein leerer Personenzug stieß um 10 Uhr 30 Min. mit einem Eilgüterzug im Bahnhof zusammen. Der Materialschaden ist bedeutend. Der Verkehr Hamm—Hannover war eine Stunde gesperrt. — Vom v-Zug um 1 Uhr 24 Min entgleiste die Lokomotive kurz vor der Einfahrt. Personen wurden nicht verletzt. • Hamburg, 1. Mai. Der in der Marschnerstraße Nr. 8 wohnende Mechaniker Kruse und seine 4 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren wurden heute morgen in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Zu dem Fall teilt die Polizeibehörde mit, daß der Mechaniker Kruse seinen Tod und den seiner vier Kinder durch Leuchtgasvergiftung herbeigeführt hat. Er hatte die Gasleitung im Laden von der Gasuhr abgeschraubt und durch ein besonders angelegtes Rohr eine Verbindung nach dem Schlafzimmer hergestellt. Kruse führte die Tat wegen zerrütteter Vermögensund Familienverhältnisse aus. "Karlsruhe, 1. Mai. Ueber das Erdbeben am 30. April, morgens 3 Uhr, liegen aus Baden folgende Berichte vor: Todtnau: Gestern nacht, kurz vor 3 Uhr, wurde ein starkes, anscheinend von Westen kommendes Erdbeben verspürt. — Wy hlen: Gestern morgen 2.48 Uhr wurde ein Erdbeben bemerkt. Viele Einwohner wurden durch starkes Erschüttern der Betten aus dem Schlafe geweckt. Schopfheim; Heute nacht wurde hier ein Erdbeben wahrgenoumlen. Nach einem kurz vorhergegangcnen Stoß erfolgten um 2 Uhr 40 Min. morgens mit heftigem Getöse zwei starke Stöße, so daß Betten und Möbel schwankten und auf den letzteren befindliche Gegenstände sich verrückten. — Konstanz: Kurz vor 3 Uhr erfolgte ein anscheiuend senkrechter, kurzer, heftiger Stoß mit einem Geräusch, als ob ein schwerer Gegenstand niedcrgesetzt würde. Es folgten leichte Schwankungen anscheinend Richtung Südost-Nordwest. * Drammen (Norwegen), 1. Mai. Bei den: Brande eines Bauernhofes in Lierstand verbrannten die sechs Kinder des Besitzers. * Zu der Sturm-Katastrophe in Texas wird noch aus Newyork gemeldet: 200Häuser wurden vollständig demoliert, viele andere Häuser wurden teilweise zerstört, einige Hotels, sämtliche Kirchen, Schulen und andere Gebäude liegen in Trümmer. In einem Hotel allein wurden 25 Personen unter den Trümmern begraben, herzzerreißende Szenen spielten sich ab. Unter den Trümmern hörte man das Stöhnen von Opfern. In vielen Fällen war «4 «R« Rettung zu versuchen. Es wird einige Wochen dauern, ehe die Trümmerhaufen entfernt sind und die wirkliche Große der Katastrophe ermessen werden kann. Man befürchtet, daß die Verluste weit größer sind, als bisher angenommen wurde. Derselbe Wirbelsturm vernichtete einige Dörfer in der Nähe von Laredo. Kunst und Wr7ensistaft. Berlin, 1. Mai. In der heutiaen Vormittagssitzuug des Röntgenkongresses wurde eine Reihe facluvissenschafllicher, teilweise durch vollendete Röntgenaufnahmen erläuterter Vorträge über die Auweudungsweise und die Eriolge der Röntgenstrahlen in der Medizin gehalten. Jin Laufe der Sitzung wurde einTanktele-- gramm von Geheimrat Röntgen aus München verlesen. Berlin, 2. Mai. Im Thalia-Theater wurde gestern Albend die von Freiherrn von Wolzogen ins Leben gerufene Lustspiel-Over- mit starkem äußeren Erfolge eröffnet. Für den reichen Beifall, den ihm das Publikum svendete, dankte Wolzogen in kurzer Rede, in welcher er sein Unternehmen einen Persuch nannte, der nur glücken könne, wenn das Publikum ihn unterstütze. Biberach, 1. Mai. Laut „Schwäbischem Merkur" hat der hiesige A l t e r t u m § v e r e i n das noch vorhandene Gartenhaus des Dichters Wieland au gekauft, um dort ein Wielan d-M useu m zu errichten. Von den Anverwandten Wielands sind wertvolle Stiftungen für das Museum in Aussicht gestellt. Rom, 28. April. Auf dem hier tagenden Vspchologen- Kongreß unter Vorsitz von Lombroso und Enrico Ferri fand eine Ovation für Gorki statt anläßlich des Vortrags eines Militärarztes über die Psvck'ologie der Vagabunden in Rußland. Die Versammlung brach, als Ferri Gorki unter die evolutionierenden Anormalmenschen, das heiN Pioniere des mmschlicben Ideals, rubrizierte, in laute Rufe aus: „Hoch Gorki! Retten wir Gorki!" Gerichtssaat. E h e m n i tz , 28. April. Die Strafkammer verurteilte den in Konkurs geratenen Kaufmann und früheren Lotteriekollekteur Bruno Jacobi, der als Kassierer der über ganz Sachsen verbreiteten Genossenschaft d"s Fabrik- und Handelsstandes 11299 Mark unterschlagen hatte, yi 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. Wien, 1. Mai. Es geht das Gerücht, Franziska K l e i n habe Selbstmord begangen, nachdem sie ihren Gatten durch ein Geständnis entlastet batte. Kröeilt'rßL'w'siunq. Würzburg, 1. Mai. Die heutigen Verhandlungen zwischen den Schneidergehilfen und Prinzipalen verliefen, resultatlos. In Leipzig. Köln und Gießen bestndeu sich zurzeit die Schneider im Ausstand. Die im Arbeitgeberverband vereinigten Prinzipale verpflichteten sich, Arbeiten ihrer Kollege zu übernehmen Gießen wurde nach Würzburg ü b e r w i e s e n. Die hiesigen Prinzipale gestanden zu, daß einzelne Arbeiter Streikarbeit zurückweisen könnten, ober die organisierten Gehilfen verlangen von ihnen die bestimmte Erklärung, daß sie überhaupt keine Arbeiten für Gießen unfertigen lassen. Bis jetzt lehnen die Prinzipale eine solche Zünftige ab. Sport. Hamburg-Horn, 1. Mai. In dem Godeffroi" Rennen, welches mit einem Preise in Höhe von Mk. 10.000 ausgestattet ist, wurde Herrn Weinbergs brauner Hengst „Slaby" Erster. Pferde liefen. F r a n k f u r t a. M., 29. April. Der deutsche Kronprinz wird, wie die „Frkf. Ztg." hört am 14. und 15. Mai die Preis- reiten im Hippodrom besuchen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 3. Mai 1905: Zunächst nachts trübe, später etwas aufheiternd; ziemlich warm. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kriginak-ArMmeldmigen. Berl in, 1. Mai. An der S ch ill erg ed ä ch t n i sfeier der Berliner Universität, die am 9. Mai vormittags 11 Uhr im fgl. Opernhause statt findet, werden der Reichst kanzler und die offizielle Welt teilnehmen. Berlin, 1. Mai. Der Kronprinz wird nach Been» d r g u n g der V c r m ä b ln n g s f e i cr l i ch kei t e n mit ferner hingen Gemahlin eine etwa 14 tägige Reise antreten, auf der> das neuvermählte Paar möglicherweise auf dem kronv»!nzlichen Schlosse Oels in Schlesien einige Tage Aufenthalt nehmen wird. Der Termin zur Ueberfiedelnng des jungen Paares in das Mar- morpalais in Potsdam, seinem Inüftigcn Wohnsitze, ist zwar noch nicht festgffetzt, doch verlautet, daß sie zu Anfang der zweiten Hälfte des Monats Juni geschehen wird. Berlin, 1. Mai. Rach Meldung des Generalleutnants v. Trotha aus Gibeon ließ Hauptmann Freiherr v. Welck, Kommandeur W Stationsdesabung am Waterberg, am 17. April eine große Hererowerft die die freiwillige Uebergabe verweigerte am O s o n d j a ch eb e r g a n fh e b e n. — Eine vom Major von der Hepde von Gobobis aus bis Rietfontein N. ausgedehnt Erkundigung bestätigte enteilt, daß das Gelände bis zur englischen Grenze vom Feinde geräumt ist — Der Banden- sichrer Morcnga hat in der Nacht vom 24. zum 25. April die Karasberge geräumt und ist in östlicher, mit einem Teil ferner Leute aucb in westlicher Richtung ansgewichen. Major v. Kämpts hat die Verfolgung ausgenommen. Köln, 1. Mai. Gestern abend feuerte ein etwa 30jähr. Mensch nach voraufgcgangcnem auf feine ©tief* etter n mehrere Revo lv » rschüsse ab. Beide Eltern tour* d"n tödlich verletzt und sterbend in das Hospital geschafft. Der Mörder entfloh und kannte bisher nicht anfgegriffen werden. München, 1. Mai. Heute moraen 8V2 Uhr begann die- Verhandlung gegen das Ehepaar Huber, dias beschuldigt wird, die Kellnerin Eenta Falch im Sendlinaer Walde ermordet zu haben. Der Andrang des Publikums ist ein ganz enormer. Varis, 1. Mai. Rach Meldungen aus Saigon befindet sich das russische E s k a d r e außerhalb der Territorial-Gemässer bei Port D a v 0 t, 4.0 M eil eit nördlich von Kamranh und der Bncht von Bankhoi. Die russischen, deutschen und englischen Transvortschisfe befinden sich beim Kap St. Jean. Es wurden Vorbereitungen getroffen, um Verletzungen der Neutralität in den französischen Gewässern zu verhindern. L v 0 n, 1. Mai. Infolge Reichens des Seiles auf del. Drahtseilbahn nach Fonrvieres fuhr ein dichtbesetzter Waggon mit rasender Geschwindigkeit zu Tal: derselbe wurde teilweise zertrümmert. 17 ^crJonen erlitten meist schwere Verletzungen. Wien. 1. Mai. Das Demissionsgesuch des Eilenbahn-> minist-ws W'stek ist vom Kaiser genehmiat worden. Der Sektrons-» chef Dr. W r b a wurde mit der Leitung des Eisenbahn* Ministeriums betraut. Teieipfoomscher Kursbea*ächt> Frankfurt a. M., 1. Mai, 21/* Uhr mittags. 3*/2% Reiohsanleihe . . 101.50 3V do. ... 90.30 31/,0/ Koneols .... 101.50 io/n do ..... 90.30 TTpegen .... 100.45 31/, % Oberhesflen . . . 99.00 4% Oesterr. Goldrento . 101.60 41Ib% Oesterr. Silberrente . 101.05 4% Ungar. Goldrente . . 99.60 4°/r> Italien. Rente . . . 106.20 4% Portugieser I . . . 67.20 30/ nnrtugies?n. III . 67.25 1% Unif. Türken . . . 88.70 Türkenlose .... 135.60 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 51.30 41/,°/0 äussere Argentinier 00.00 Tendenz: 30/n Mexikaner .... 34.90 4VgVr Chinesen .... 95.90 Electric. Schnckert ... 137 80 Nordd. Lloyd . . . . — Kreditaktien . . « . 208 80 Diakonto-Kommandit. . . 188.10" Darmstädter Bank . , 142.00. Dresdener Bank .... 155 30 Berliner Handelsges . . 168 00 Oesterr. Staatsbahn . . . 142.50 Lombarden ..... 16.40 Gotthardbahn ..... 189.00' Lanrahütte ..... 268.50 Bochum ...... 244.65 Harpener...... 214 50' Staatschatzscheine . . . 100.6Q ruhig-. „Hemieberg-Seide“ T.95Pf.aE — für alla Toiletten-Zwecke! zollfrei! Muster an Jedermann! D3/i Nur direkt v. Seidenfabrkt. Henneberg, Zürich Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sagen wir innigen Dank. Giessen, den 1. Mai 1905. Familie Eckhar 12 Hockstrasse 12 Markttaschen Marktkörbe jeder Art Papierkörbe runde, ovale und viereckige Wasohkörbe Wäscheleinen Wäscheklammern Plockstr. 12 12 Flockstrasse 12 teü Kinderwagen u. Sportwagen Leiterwagen Kinderstuhle Blumentische,Blumenständer Arbeitskörbe Arbeitsständer Carl Müller * iS ' W [CK] D18/. Danksagung Herrn Ersist Baiser sagen tiefgefühlten Dank Die LrMsrM Hinterbliebenen. Giessen (MoltkeStrasse 10), den 2. 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