Nr. 178 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Dienstag 1. August LSVT ertd&etnl iStzst- mit Ausnahme des Sonntags. Die .Stehen« LamttiendILtter" werden dem „Anzeiger oiermol wöchentlich betgelegt Der tonbWld* «tchetnt monatlich einmal. Eichener ZLzetzsx Rotationsdruck and 8erlog bet Brü b I 1che> UnwerftlLtSdruckeret, 8L Sang». Ttetze» Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulstr.K» XeL DU 6L Xdegtvtlbi.4 Rn-erg« Sieh«. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen. fonferenv Infolge Verhaftung von vier durch den Zaren verboten. /evolutionären Partei, der den Oberleutnant Ka nelin Petersburg 511m Tode durch den Strang verurteilt. Deutsches Reiche keilen vorzubeugen. , „ , Nach dieser kurzen und sachlichen Notiz haben also französische Kolonialsoldaten den Streit vom Zaun gebrochen. Vergegenwärtigt man sich, daß gerade in Afrika Deutsche und Franzosen stets und überall gut miteinander ausgekonimen sind, so muß die überraschend schroffe Begegnung in Kamerun besondere Gründe haben. Fast will es scheinen, Ausland. Amsterdam, 31. Juli. Wie die Zeitungen melden, landeten die gegen den in Empörung befindlichen Fürsten von Boni auf Celebes ausgesandten Truppen rind zerstörten die Befestigungen seiner Hauptstadt Badjeewa. Auf holländischer Seite ist ein Offizier tot; außerdem sind 25 Soldaten tot oder verwundet. Die Bonileute verloren 260 Mann. Sämtliche Befestigungen von Bena wurden im Sturm genommen. Der Feind wurde zurückgeschlagen und ließ 2 56 Tote und 9 Verwundete zurück. Die Truppen biwakiren zwischen Bena und Badjoewa. Die Landung wird fortgesetzt. Brügge, 31. Juli. König Leopold, welcher gestern den Feierlichkeiten anläßlich des Unabhängigkeits- Jubiläums beiwohnte, hielt eine Ansprache, in der er aus die Notwendigkeit für Belgien hinwies, sich auf dem Wasser eine Zukunft zu schaffen. Ebenso machte er wieder eine Anspielung auf die Durchführung der Arbeiten zur nationalen Verteidigung. Paris, 31. Juli. Der Kolonialbeamte Girard wurde zu 5 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er im Kongogebiet ohne Befugnis einen Eingeborenen hatte hinricüten lassen. £n dem Städtchen Ryechkanowka in Südrußland fanden blutige Juden-Exzesse statt. Zu den Unruhen gaben Streitigkeiten zwischen Neserviffen und einem jüdischen Händler Anlaß. Das ganze Städtchen wurde demoliert. Den Bürgern wurde Hab und Gut geplündert. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt, soll aber sehr hoch sein. Die Polizei verhielt sich während der Exzeffe vollständig passiv. _________________________ als seien die 2 , gefordert worden, denn die Südkamerun-Gesellschaft darf verlangen, daß man in Deutschland ihrer Darstellung mehr Glauben schenkt als derjenigen französischer Blätter. Eins beweist der Vorgang zweifellos: das unentwegte Wirken eines den Deutschen feindlichen Geistes. Das Intermezzo spricht nicht grade für einen harmonischen Ausklang der Marokko- Votilisckk Tagesschau. Mißkläoge. Die Marokkokonferenz soll, wie es neuerdings heißt, erst Ende November zusammentreten. Das scheint gewissen Leuten in Frankreich eine zu lange Zeit, um ohne „Häkeleien" mit Deutschland auszukommen. Der dunkle Erdteil bietet Raum auch für anderweite Zwistigkeiten mit dem verhaßten Sieger im Konflikt um Marokko. Daher wohl das Geschrei über den Zwischenfall an der Kamerungrenze, von dem eine französische amtliche Darstellung noch aussteht. Die „Norddeutsche" meldet heute: Nach der jetzt eingegangenen ersten amtlichen Meldung aus Kamerun über den Bockall an der d e u t f eh - fr an zö s i f ch en Grenze im Südosten des Schutzgebietes ist die deutsche F a k - torei Missum - M i ssum von Senegalesen widerrechtlich ausgehoben und beraubt worden. Der Chef des Grenz- dislriktcs, Hauptmann Scheunemann, der sich zurzeit im südlichen Teil seines Bezirkes aushält, wurde bei dem Einmarsch in Miyum° Missum beschossen. Bei der Abwehr wurden 5 Angreifer gelötet und 4 gelangen genommen. Der Gouverneur von Kamerun sandte nach dem Eintreffen der Nachricht den Kommandeur der Kaiser!. Schutztrupve Oberst Müller zur Einlegung eines P rote st e s und der Regelung der Angelegenheit nach Gabun, dem Sitz des französischen Gouveriieurs, und setzte sich gleichzeitig mit dem Gouveriieur des Eongo franyais in Brazzaville in Verbindung. Dieser schlug die baldige Entsendung einer Grenzkommlssion an'Ort und Stelle vor. Der Gouverneur von Kamerun erklärte sich nut diesem Vorschlag einverstanden, um weiteren Grenzstreitig- geltend machte. . 3 Gestern aber zeigte die Börse ein ganz anderes Bud. Namentlich inbezug auf Staatsfonds, denn die angenm- digten Manöver der englischen Flotte m der Ostsee werden, wie aus inspirierten Artikeln hervorgeht, IUUUi. entschieden als eine krie ge r i s ch e D em 0 n str at r0 n verdächtigen Individuen gegen Deutschland bezeichnet. Es wird dabei„gesayt. J ~ * man braucht sich umsoweniger zu scheuen, das Kmd beim rechten Namen zu nennen, als die englische Negieruiig sich Kirche und Schule. „Schillerschule" des Guttemplerordens. Einest Beschluß von weitgehender Bedeutung für das deutsche Erziehungswesen faßte auf ihrer Jahresversammlung in Danzig Deutschlands Großloge II des Guttemplerordens. Mit Rücklicht darauf, daß unter den gegenwärtigen Schulsystemen die Heranbildung der Jugend zu Persönlichkeiten erschwert ist und nur bei ivemgen Neformschulen, Laicherziehungsheimen usw., die aber mehr den begüterten Kreisen zugänglich sind, gewährleistet wird, so wcw ein Antrag von der Leitung der Großloge gestellt worden, nach dem System der schwedischen „Samskola" eine Reformschule unter Leitung von zwei hervorragenden Schulmännern zu begründen. Da dieser Gedanke am hundertsten Todestage Schillers und unter Einwirkung seiner Grundsätze einer ästhetischen Erziehung ent- standen war, sv wurde der Name „Schillerschule" dafür gewaW. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Großloge bewilligte auch die Kosten der Einrichtung, wenn sie auch vorausfekt, daß die in Aussicht genommenen beiden Pädagogen und die <5d)ul-, aufsicht von einem deutschen Staate übernommen wer^^^ Keer und Motte. An der Kaiserparade bei Nieder-Es chb ach 8. September werden teilnehmen: I. Treffen, Infanterie. 1 iletfr-1 gendarmerie. 2. Infanterie-Regiment Nr. 87, Gnrn. Ma^., 3. Jnfanterie-Regt. Nr. 88, Garn. Mainz. 4. Füs.-Regt. Nr Wiesbaden, 3. Bataillon Homburg v. d. Höhe. 5. Jnf>Regt.> Nr. 81, (&mr. Frankfurt a. M. 6. Jnf.-Regt. Nr. 166, Garn.» Hanau. 7. Leibgarde-Jnf.-Regt. Nr. 115, Garn Darmstadt., 8. Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm, Nr. ^6 Gießest.» 9. Jnf.-Regt. Nr. 168, 2. Bat. Offenbach, 1. ButzbaLs 10. Jnf.-Leib-Regt Großherzogin Nr. 117, Mainz. 11. Jnf^i Regt. Nr. 118, Garn. Worms. 12. Bad. Leib-Grem-RegL Nr. 109, Karlsruhe. 13. Bad. Gren.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 110, Garn. Mannheim, 2. Bat. Heidelberg. 14. Jnst-Regt. Nr. 25, Garn. Rastatt. 15. Jnf.-Regt. Nr. 111,, Garn RastE.! 16. Maschinengewehrabteilung Nr. 2, Garn. Bitsch. 17. Ma-, schinengewehraÄeilung Nr. 3, Garn. Bitsch. 18. Unteroffizier-- schule Biebrich. 19. ss-uß-Art.-Regt. Nr. 3, Garn. Mainz. 20. Pw- nier-Bataillon Nr. 21, Garn. Mainz. 21. Telegraphenabteiluns, 18. Armeekorps. — II. Treffen, Kavallerie und Artillerie und zwar die betr Regimenter aus Darmstadt, Karlsruhe, Bruchsal, Bamberg, Ansbach, Mainz, Hanau, Hagenau, Frankfurt und Fritzlar Train-Bat. Nr. 18, Darmstadt. — Ferner werden teilnehmen: der Dillkriegerbund, sowie folgende Kreiskrieger- verbände: Frankfurt Stadt und Land, St. Goarshausen, Höchst, Oberlahn, Unterlahn, Limburg, Rheingau, Obertaunus, Unter- taunus, Usingen, Westerburg, Unterwesterwald, Wiesbaden Stadt und Land, Hersfeld, Schlüchtern, Hanau, Olpe, Siegerland und Wetzlar. , „ , Berlin, 31. Juli. Der Kommandant von Berlin, General» major Hvyor von Rotenheim, ist heute im Alter von 56 Jahren an den Folgen einer wiederholten Dormoperation tut Augusta-Hospital gestorben. ___ Aer Krieg. Sachalin. Tokio, 30. Jüli. (Amtlich.) Die Sachalinarmee berichtet: Tie selbständigen Kavalleriestreitkräfte, die nachmittags am 27. Jüli in Luikow einrückten, zogen sich wieder infolge schwerer Unruhen, welche in der Stadt herrschten, in der darauffolgenden Nacht zurück. Der linke Flügel der Armee begann am 28. Jüli um 3 Uhr früh gegen Luikow vorzugehen, um es in seine Gewalt zu bringen Tie Vorhut und die Kavallerie zogen, nachdem sie den Feind auf der Nordseite von Luikow angegriffen hatten, in die Stadt ein, wo es zu Straßenkämpfen kam Um 8 Uhr vormittags war Luikow vollständig ein - genommen. Der rechte Flügel der japanischen Sachalm- armee hielt sich nach der Besiegung der russischen Infanterie- und Artillerielruppen ber Weder n i ko w s ki hart auf den Fersen des Feindes, dessen Hauptmacht seit der Nacht zum 28. Jüli in Un 0 r d - n u n g n a ch S u d e n z u f l 0 h. Die zur Verfolgung ab- aesandtcn japanischen Truppen stießen am 28. Juli 8 Km. südlich von Luikow auf russische Infanterie in Stärke von 800 Mann, wovon 200 getötet und schließlich 500 Mann gefangen genommen wurden. Der Feind, der unserem rechten Flügel seit dem 27. Jüli gegenüberstand, bestand aus 3000 Mann Infanterie mit 8 Geschützen, wahrend die feindlichen Truppen, welche dem japanischen linken Flügel gegenüberstanden, aus 2000 Manu Infanterie mit 4 Kanonen bestanden. London, 31. Jüli. Nach Meldungen des „Daily Telegraph" ist man dort der Ansicht, daß es auf Sachalin zu keinen Kämpfen mit den Russen mehr kommen werde und der Rest der Insel den Japanern ohne Schwertstreich tn die Hände fallen werde. Linewitsch meldet unterm,29. Jüli: Die Armee hält die Gegend um Heilungischöng besetzt. '2tin 23. Jüli hatte die Armeeabteilung, die auf das Defilö von Wangulin vorgegangen war, als sie sich am 24. Jüli Ehrdagu in östlicher Richtung näherte, ein Gefecht mit tzun Husen. Unsere Abteck- ung besetzte das Dorf nach einem Feuergefecht. Am 26. Juli rückte das Detachement weiter vor, wobei es sich beständig in Feuergefecht mit den auf das Dorf Malugu zurückgehenden japanischen Vorposten befand. Die h^ftlia) des Torfes gelegenen Hügel waren vom Gegner besetzt. Nach Beschießung der in mehreren Reihen angelegten japanischen Schützengräben gingen unsere Truppen zum Angriff über und erstürmten gegen sechs Uhr abends die japanische Stellung. Tie Japaner zogen sich unter beträchtlichen Verlusten zurück. Das Detachement trat nach Erfüllung seiner Ausgabe den Rückmarsch an. , Ein japanischer militärischer Sachverständiger, der aus der Mandschurei nach Tokio zurückgekehrt ist, meldet, daß General Linewitsch seit der Schlacht bei Mukden seine Verluste ausgeglichen habe und sogar über 7 0 000 Mann mehr verfüge, als vor der Schlacht. Jnfolq- V-chastung^v°^-k'/»erdöchtigen Individuen g- gln"D - u t s ch l an b DeÄnet «S Wirb brfri„gefaxt: -rdedie Tr u „en b-„chtigung ... «raSn.jc Sein -fowen^r -u das Km" Ter Arbeiter A. Wasikscw, ein Mitglied der russischen ^und ^weiter' heißt^s:"di- revolutionären Partei, der den Oberleutnant Kanelin Weltpolitik ist also nicht ohne Gefahren und es entspricht aus politischen Gründen ermordet hatte, wurde gestern in nur hem Ernst der Lage, wenn das deutsche Volk über die - - - - - - ■ angekündigten Flottenmanöver in der Ostsee nicht leichten Die »KönigSb. Hart. Zig." meldet aus Riga: Baron Herzens hinweggleitet ^Hnrhen Äistrnm auf Msch-n-ckcn ist »on aufrührerischen Bauern Mit derartigen erschossen worden. Die Aufruhrer plündern die Güter, .st^^pt.m.sthche Aus Grob in sind Dragoner abgesandt. W l-L!—'......— --- In Wars chau töteten Infanteristen einen Schuhmacher, mit dem sie in Wortwechsel gekommen waren. Ein <>uI1 Wie die Times aus Tokio meldet, zweiter Zivilist wurde verwundet. innanif&en Zeitungen in keiner Weise Im Walde bei Noyaninsk in Polen fand am Sonntag äußern sich die 1 P ™ » Kaisers Wilhelm eine sozialdemokratische Versammlung statt. Di- Ortspolizei beunruh'gi ^uber d. B g g en die Tatsache, unterrichtete di- Militärbehörde, welch- -in- Schwadron mtf: bm di- Friedenskonferenz ge- Dragoner dorthin entsandte. Die Versammlungste. nehmcr dah der Tc sch ' J J hgchst unwahrscheinlich, daß wurden mit blanker Waffe au^nandergetri-h-n. V.er Ar. r h t, und HE-n^-s s h^chl würde, beiter wurden getötet, zwet schwer verletzt. er legt qmuci Friedensansfichten und der Geldmarkt. Nach neuesten, aus guter Quelle stammenden Mrtteil- ungen will Japan in Washington keine übertriebenen Forderungen stellen, sodaß man den Frieden so gut wie gesichert betrachten kann., Bei dieser Gelegenheit darf auch gesagt werden, daß Kaiser Wilhelm ebensoviel Initiative für Herbeiführung des Friedens zukommt, wie dem Präsidenten der Ber - eiiligtenStaaten. Jüngst ist als definitiv veröffentlicht worden, daß Rußland vor dem Friedensschluß fern Geld mehr vom Ausland erhält, aber bereitwilligst neues Geld findet, wenn erst einmal die Feindseligkeiten beendet sind. Neber diese Punkte soll Witte bei seinem jüngsten Parker Aufenthalt hinreichend aufgeklärt worden fern, mc bestimmte Aussicht auf nahen Friedensschluß hat den Lchuld- - ,, _ Verschreibungen der beiden kriegführenden Parteien erne Deutschen dort auf höhere Elnflusse hin heraus- qjjen$e ncvc Käufer zugeführt, und diese Schuldverschreibungen sind vergangene Woche ganz wesentlich gestiegen. Unterstützt wurde diese Steigerung noch durch den flnsfigen Aeldstand, wie er sich namentlich an der Pariser Börse .......... . i. ■!.«< — Pastor v. Bodelschwingh hatte die Gemeinde Groß-Berlin um Unterstützung für seine Arbeiterkolonie! Hoffnungstal gebeten. Während Berlin ihm ein weites Gelände pachtweise überließ, hat die Gemeinde-Vertretung von Rixdorf das Ersuchen um Bewilligung eines Beitrages zu den Unterhaltungskosten der Kolonie abschlägig beschieden. — Wir lesen in der „Dtschn. fr. Pr/: „Engen Richter feierte am Sonntag seinen 67. Se* bnrtstag. Wenn auch sein 91 u genübel ihn leider noch von öffentlicher Betätigung abhält, so kann er dock erfreulicherweise alle bedeutsamen politischen Tagesfragen durch die Autorität ferner Persönlichkeit als Mitarbeiter unseres Blattes nach wie vor kraftvoll beeinfluffen. Wir wißen uns einig mit vielen tausend Parter- frennden im Lande in dem aufrichtigen Wunsche, daß Eugen Richter zu Beginn der Wintertagung der Parlamente gesundheitlich wieder in der Lage sein möge, auch in Reichstag und Landtag wieder direkt sein gewichtiges Urteil voll zur Geltung zu bringen/ Dresden, 31. Juli. Eine Konferenz der sächsischen Mietervereine hat beschloßen, solchen Landtagskandidaten ihre Unterstützung zu versagen, die sich zur Vertretung der Hausbesitzerforderungen bereit erklären würden. Hamburg, 31. Juli. Nach einer Mitteilung bet „Afrikapost" nehmen an der Studienreise nach Togo und Kamerun teil die Reichstagsabg. Dr. Arendt, v. Böhlen- dorff, Fries-Marksuhl, Goller, Hagemann, Frhr. v. Richt- Hofen, Dr. Semler und Storz. — Aus Anlaß des 7. Todestages Bismarcks fand im Mausoleum Friedrichsruh eine Gedenkfeier statt. Die Fürstin Herbert und ihre Kinder legten Kränze am Sarkophag nieder. Daran schloß sich ein Gottesdienst. Von nah und fern waren prachtvolle Kranzspenden eingegangen. Swinemünde, 31. Juli. Unter dem Verdacht bet Spionage wurde in Osternothavn durch die Militärbehörde, der Angestellte einer Berliner photographischen Anstalt (Oesterreicher von Nationalität), welcher vom Leuchtturm photographische Aufnahmen des Festungsgeländes machte^ ücrhartet. Kaiser Wilhelm in Dänemark. Kopenhagen, 31. Juli. Der Kaiser verließ am Sonntag abend auf der „Hohen- zollern" Dansig und ging unter dem Sulut der auf der Reede von Neufahrwmser liegenden Kriegsschiffe in See. Auf der Fahrt nach Kopenhagen trat nach drückender Schwüle ein langandanerndes Gewitter ein. Nach kurzem Aufenthalt in Rönne auf Bornholm lies die „Hohenzollern" um 4 Uhr in den Hafen von Kopenhagen ein. Der Chef des dänischen Geschwaders Admiral Prinz Waldemar fuhr von seinem Flaggschiff zrrr Begrüßung des Kaisers an Bord der „Hohenzollern". Der Kaiser, tiefgebräunt und .sehr wohlgelaunt, ging um 8/45 Uhr an Land und wurde vom König und den Prinzen empfangen. Er reichte jedem der zahlreichen Würdenträger die Hand, plauderte mit einigen und führ sodann an der Seite des Königs, von der zahlreich herbei- geeilten Bevölkerung sehr warm begrüßt, nach Schloß Ber-nstorff. Tort fand um 7.45 Uhr Tafel statt, an welcher der Kaiser, die Königsfamilie, Herren des Gefolges, der Ministerpräsident, der Minister des Auswärtigen usw. teil- nafimen. Der Kaiser führte die Kronprinzessin von Dänemark, der König die Prinzessin Marie und der Kronprinz die Prinzessin von Schaumburg.Lippe. Während der Tafel brachte der König einen Toast auf den Kaiser aus, worauf die Musik die deutsche Nationalhymne spielte. Der Kaiser erwiderte mit einem Trinkspruch auf den König: es folgte die dänische Nationalhymne. Nach der Tafel wurde ber Kaffee un Gartensaale eingenommen. Später fang der fgl. Kammersänger Gerold. Das regierungsfreundliche Blatt „Kjoebenhavn" schreibt: Der Besuch des deutschen Kaisers beim dänischen Hofe ist natürlich allein schon infolge ber nahen Verwandtschaft, welche bas jüngere Geschlecht des dänischen und des deutschen Fursten- hausc^ verbindet. Wenn der Kaiser dadurch, daß er in ber Hauptstadt selbst an Land geht, anzeigen wollte, daß fein freundschaftlicher Besuch auch dem dämgyen Volke gelten soll, so kann uns dies freuen. Die dänische Hauptstadt wird Kaiser Wilhelm auch als Oberhaupt des deutschen Reiches ein Willkommen bieten, welches zeigen wird, daß er em Land besucht, welches freuudlich gesinnt ist gegen alle Mächte und wünscht in bestem und nachbarsch östlich st em Verhältnis zu Deutschland zu stehen. Die Stimmung der Bevölkerung gegen Deutschland hat sich in letzter Stunde gebessert durch die Desavouierung der jüngsten Maßreaeln Schriften aebört die mehrbändige „Geschichte der neuesten Zct 1815—1885". m , — v. sind jci in f[cinercn Garten; soweit dieser nach der Straße liegt, ist Lollar gegeben. | er als Ziergarten zu bepflanzen, der hinter dem Geliaudr t. Reiskirchen, 31. Jüli. Heute morgen wurde ein junger Bursche von hier wegen Sittlichkeitsvcr- gehens, begangen an einem 13jährigen Mädchen, ver- picl deS Herrn William von Haxthausen vom Theater des Westens in Berlin: ,2ie schöne Helena*. Samstag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung: „Der Talisman." Sonntag den 6. August: Konzert der Kapelle des 5. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 168 aus Offenbach. Abends im Saale Symphonie-Konzert der Kurkapelle unter Mitwirkung deS 13jährigen Hans Bruch (Klavier). Viernheim, 31. Juli. Im nahen Freudenheim hatte ein 16 j ä h r i g e r .Knabe Lust nach einem Fahrrad, der Vater wollte aber keines kaufen. Als die Eltern um die Mittagsstunde vom Felde ffeimkehrten, sahen sie auf dem Tisch einen Zettel licaen, auf dem geschrieben stand: „Liebe Eltern! Weinet nicht über mich, Vater braucht mir kein Rad zu kaufen, ich fahre zu meiner Schwester in den .Himmel, sucht auf dem Speicher. Es grüßt Michel." Die Eltern begaben sich sofort auf den Speicher, wo sie den Jungen erhängt nntrafen. R. B. Darmstadt, 31. Juli. Der vierte Ausschuß der zweiten Kammer erledigte auch in seiner Samstagssitzung noch eine Reihe älterer Gegenstände. So wurde der «Geschäftshauses wurden gestern nachmittag cn. 2 000 Mark gestohlen. Als Tater kommt ein Unbekannter in Betracht, Acr im Hausflur vom Personal gesehen worden ist. Er ist ca. 30 Jahre alt, mittelgroß, hat schwarzen Schnurrbart und trägt schwarzen Rock und schwarze Mütze. Zweckdienliche Auskunft nimmt die Kriminalpolizei entgegen. •• Selbstmord. Heute morgen erschoß sich der Braumeister Gr all ert von der hiesigen Aktienbrauerei. Das Motiv zur Tat ist bis jetzt unbekannt. Grallert meldete sich gestern ab'und wollte heute seine Stellung verlaßen. •’ Besi tzwechsel. Tas Anwesen der Frau Fabrikant z^ilh. Hahn Wwe., Ostanlage 15, wurde von Bauunternehmer H. W. Rinn für 45 000 Mk. angekaust. ** Ein Nachkomme Gutenbergs. Aus Mainz wird gemeldet: Auf der Nheininsel Langenau bei Mainz, dem alten v. Molsbergischen Familiensitz, starb gestern, hochbetagt, der Senior des Hauses, Frhr. Adolf v. Mols- berg, als der ältere der beiden letzten männlichen Nachkommen auv Gutenbergs Geschlecht. Das Stammhaus dieses zugleich letzten Mainzer Patrizieugeschlechts hieß „zum krummen Ring" und lag hinter dem Markte. Hier wohnte der weltlich? Richter Johann v. Molsberg, der Hildegard, eine Base Gutenbergs und Tochter seines Onkels Ortlieb Gensfleisch zur Laden, geheiratet hat, woraus sich die ^erwandt- schaji der Molsberg mit dem großen, unvermüfflt geblie- bcueu Erfinder ergibt. Der jüngere Bruder des jetzt verblichenen Freihcrrn, Heinrich v. Diolsberg, lebt als General setzt fein. . . . " Schillers gelehrter Vetter. Eme mtereffante Aktensammlung des Mainzer Buchhändlers und Verlegers Joh. Friedrich Schiller ist, wie wir mitgeteilt haben, durch das Geschenk des Prälaten Dr. Schneider in den Besitz der Stadt Mainz übergegangen. Es dürfte deshalb interessant sein, über Schillers Vetter etwas näheres zu erfahren. In Hofrat Börckels „Schillerbuch" steht 8" lesen: laufzukommen. Dieser Vetter — Johann Friedrich schiller mit Namen - ftr(intfurt a. 2JL 31. Juli. Unsere Stadtgememde ÄÄb4at sch- seit J°hren .durch Errichtung uruttischer und her Wäter an Körner: „Es war ein gelehrter Vetter in der Familie, Forderung der Neuzeit entsprechendes M teil) aus er, zu der in Mainz lange lebte. Dieser war immer das Vorbild, nach welchen teilweise auch kleine Gärtchen und Spielplätze für dem die Eltern den Sohn zu bilden wünschten. Er war schiller- gehören, einem Teil ihrer Arbeiter und kleinen r ÄÄ Beamten L° W°hng-l°0°nhcit zu schaffen verstanden, er dichterische Veranlagung und großen Wissensdrang, dann ging Die Gesamtverhältmsse sind dabet derart günstig, daß der er in geheimen Geschäften iür seinen Herzog aiü Reisen, siedelte Mietvertrag ein dauernder sein kann und das auch Vielfach hieraus nach London über und trat dort als Schrntsteller und . . * ^luf Grund der ^8 t012 und 1013 des B. G.'B. NkchKqLjW Äc bestell? die Stadtgemeinde seit einigen nameuMch schwäbische Heimat zurück und damals wollte der Verfasser dei Beamten iind Lehrern, aber auch Prtvatleutcn E Räuber" mit seinem Paten zusammentreffen. Er schrieb nämlich unechte an städtischem Grund und Boden. Der -oe« vor seiner Abreise von Bauerbach nach Mannheim miterm \ erhält ein Darlehen bis zu 90 Prozent der Bau- 10. Juli 1783 an seinen nachmaligen Schwager Remwald : „Ich gehe st 'fefhrt tränt ein Zehntel des Betrages. Der in längstens 12 Tagen von hier, um meinen Oncle aus London, der sich summe, er selbst tragt ein Äeytit qLnM1MftPr in Schwaben befindet, an der Grenze zu rencontrieren. Dieser Vetter! Erwerber eiiies Erbbaurechtes wählt Architekt und Zuumeister hat den Robertsohn übersetzt und ist durch mehrere Uebersetzungen nficf) ;reiem Ermessen. Die Gestaltung des Baues, -ber- cnglischer Dichter nicht unrühmlich bekannt. Vielleicht, da,; er der des Materials, Bewässerung ilsw. unterstehen den ÄM) ÄÄh- allgemein gist.igen banamtlichen Bestin'm-mgem Der Erb- Dlainz nieder und errichtete hier eine Druckerei und Buchhandlung, bauberechtigte zahlt jährlich für das Quadratmeter > > entiimcr •ahl von lehrreidien Werken, besonders aus der englischen imb quotc von 0,01 Prozent er bleibt 01 ^ahre ^sg französischen Litteratur, und ivirkte dabei noch als englischer Spracl)- Liegenschaft, bestellt der Stadtgemelnde zur Sicherung meister an der Mainzer Universität. Mit dieser, die ihm em Be bc§ Darlehens eine erststellige Hypothek, tragt die üblichen lriebskapital vorgeschossen hatte, geriet er spater 'n Streit, em . .. ^u^rhaltungskostcn. Das Erbbaurecht, BL°hmk'7°7Äa.n» ist vererblich und veräußerbar Die Gemeinde zeig, bei 30 Dezember 1797 geriet der Vetter in größte Vedrangiiis, so daß §tcrbefall oder Penstoulerung des Erbvauinhavers hm)icDP er'zuletzt nur noch kümmerlich als Sprachlehrer sein Leben fr,non (jd) ber gewünschten Auflösung des Bertrags größtmögliches konnte.' Er starb, ganz vereinsamt und vergessen,am Morgen - - Privatmann Erbbaurecht » nV°«Ä S T*, ei J 75 Pr°z°,st der - - B ' lehcn und verzinst dasselbe mit 4 Prozent lahrlich. Slc.dtifche Beamte und Lehrer haben von dieser günstigen Gelegenheit, ** Personalien. Dem israelitischen ReligionSlehrer Oppenheimer zu Bensheim wurden die Rechte emes definitiv 'angestellten VolksschullehrerS verliehen. — -as Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verlieb"" den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Klein-Winternheim Bugner und 91 o ft ab L ♦• Sta a 1 s m in i st e r R othe rn Tarmftadt hat, tote «' DaS Vorlesungsverzeichnis bet ßonbej- Universität für daS Wuilerhalbjahr 1905/06 ist erschienen und enthält folgende Vorlesungen von allgemeinem J'stercße. Geschichte der Beziehungen zwischen VhiGsophie und Geologie in der neueren Zeit, von Prof. -br. Eck, Dienstag, und Donnerstags von 6-7 Uhr; 'Schulhygiene 0 r Nichtmediziner) von Tr. Kißkalt, Montags von 6-7 Uhr, das Seelenleben des Kindes, von Prof. Tr. ®roo^, Montag von 5—6 Uhr; Schiller als Philosoph, von Prof. Dr Gr o o Freitags von 5—6 Uhr; Gestütswesen und andere Em- richtungen zur Förderung der Vieh-lich^' von P^stffo': Dr. Giscvius; einsiündig, Landwirtschaftliche Betriebslehre, von Prof. Dr. Gisevius, vierstündig. s-i- Feuer in der Rittergasse. Kaum liegt das JubiläumSfest der beiden hiesigen Feuerwehren hinter uiis, so brach, wie um die Leiftungssähigkcit der Feuerwehrleiite auch im Ernstfall zu prüfen, wieder ein ziemlich gefährlicher Brand hier ans. Das Hintergebäude bczw. Lagerhaus der Besihuug deS Kaufmaiins Elsoffer, steckt, ohne durch Hofe von den Nachbargebäuden getrennt zu sein, Zwischen dem Anwesen des Hoflohukutschers Huhn und dem Elfofferschen Wohnhause. Gestern abend entstand um 6 Uhr m btcieni Lagerhause aus bis jetzt unaufgeklärten Ursachen Feuer Als um diese Zeit die Feuerwehr alarmiert wurde, stand das Gebäude schon üon unten bis oben in hellen Flammen. Obwohl die Feierabendstunde noch nicht geschlagen hatte, waren die Mannschaften beider Wehren sehr bald außerordentlich zahlreich zur Stelle. Die Polizei und Gendarmerie sperrte die Marktstraße sogleich ab, und das Publikum mußte sich begnügen, von weitem her über die Dächer die Rauch- . wölken aufsteigen zu sehen. Die Feuerwehr arbeitete unter der Leitung des Branddirektors ganz vorzüglich. Konnte ; man anfangs beim Anblick des rasch fortschreitenden Feuers, das in den engen Gäßchen eine große Hitze verbreitete, für die Erhaltung'wenigstens des Elsofferschcn Wohngebäudes, keine große Hoffniing hegen, so hatten die Bemühungen der wackeren Feuerwehrleute doch bald hüben wie drüben die besten Erfolge. Bon den Dächern der benachbarten Hauser, sowie von einer großen Leiter im Rittcrgäßchen wurde,: besonders die angrenzenden Mauern erfolgreich mit Wasser bespritzt, während das brennende Gebäude in sich zusammcn- fiel. Eine nicderstürzende Giebelwand erstickte einen Teil des Feuers, sodaß dicke Rauchwolken aufstiegen. Die Feuerwehr unterstützte mit Haken und Stangen das Niedersturzen der Wände und des Gebälks, sodaß das Feuer nach kuizei Zeit auf seinen Herd beschränkt war. Das Dach des Huhiischen Gebäudes wurde teilweise abgedeckt, um den dort arbeitenden Feuerwehrleuten — offenbar sämtlich Dachdecker — ihre Bemühungen zu erleichtern. Herr Huhn klagt nun darüber, daß das obere Geschoß seines Hauses vom Wasser ziemlich beschädigt sei. Er kann aber froh sein, daß es nicht schlimmer gekommen ist, namentlich zur Nachtzeit hatte das Feuer weiter um sich greifen können. Um */,8 Uhr konnte der größte Teil der Feuerwehr abzichen. ** Verhaftung eines Frcmden leg ion ars. Der frühere Bergmann Heinrich 011 aus Wetzlar war im Jahre 1900 zur Infanterie ausgehoben worden und soMe im Herbst eintreten. Ihn sich der Dienstpflicht zu entziehen, entfloh er nach Frankreich und arbertete längere Zeit in Havre als Hafenarbeiter. Er ließ sich dann bei der Fremdenlegion anwerben und kam nach Algier. *2)ort gefiel es ihm aber ganz und gar nicht. Die Behandlung war so schleckst, daß Ott wiederholt Fluchtversuche machte, die aber olle mißlangen. Endlich, nach fünf Jvihren, gliiatc ihm die Flucht. Er kam auf einem Schiff nach England und arbeitete jich von dort nach Deutschland herüber. Vor einig ui Tagen lr.ni er im Hamburger Hafen an, fiel aber sofort der Kriminalpolizei in die Hände, denn außer seiner Militärpflichtentrieffung lagen noch zwei Steckbriefe aus Gießen und Kassel gegen ihn vor, wegen Straftaten, otc er vor seiner Flucht begangen hatte. In Gießen hatte er sich ber Urkundenfälschung, und in Kassel des Diebstahls schuldig gemacht. •* Diebstahl. AuS den Mohnräumen eme? hieNgen er als Ziergarten zu bepflanzen, der hinter Dem neoauor " liegende dient aber gewöhnlich praktischen Zwecken. Meist ' fehlen darin auch Schaukel mid Spielplatz für die Kinder nicht \ H Marburg, 31. Juli Vorgestern abend ereignet! ~ bci dem etwa zwei Stmideri südlich unserer Stadt ge> - . 30. Juli. Folgende Unter- L -mnlde bei Wolfshausen ein Jagdunfall. De, Haltungen werden in dieser Woche sta tsinden: Dienstag . Mann Ende der 30« den 1. Aug.. nachmittags und abends auf der Terraffe fton. " ihn, getroffenen R-Hbock mit Kolben. »°rt der Kurkapelle. Abends 8 Uhr NN Saale nmsikal, ch. ^'n vollends Men. und in diesen, Augenblick entlud sick umwrtsttsche Soiree des Klavier. Gesang-- und !,aS Gewehr Die Kugel ging ihm durch den Unterleib uns matwnShuinoristen O. Lamhorg aus Wien. Mittwoch nachm. d ()eroU6. Der Schwerverlchie. der als und abends aus der Terrasse Konzert der Kiwkapelle. ■ [,cfinbct sich noch in Wolfthausen, dk Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung: ,Die ^oßc bald opeiie . 'oebeu aeiäbrden dürste Leidenschaft." Dazu Balleteinlage von Frl. Bertha Dathe em Trmisport^ sem, Leben gefährdend stifte. ? und Frl. Lueie Dertz. Donnerstag nachmittags aus "^hnrtftjbarftaatcn. In Oberrod crhönqtc sich m einen Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends auf ber ^erraffe q(Uqenb(icfc, wo ihr Mann nicht hoi ihr war, die Ehefrau dei Konzert der Kapelle des Großh. Hess. Feldartillerie-Regi- - - ' ' - —- mcntS Nr. 25 (Großh. Artilleriekorps) aus Darmstadt. Bei gutem Wetter Lampionsbeleuchtung auf der Terraffe. Abends im Saale Tanz. Freitag nachmittags und abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Theater-Vorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: Gast- Mi M r .J c,d’ fl( die J}t -ei|t. ?h> b-> ; v"^m beiben lm5; b-kü ®M der Re. prochi, '<4 fonb beut, L ©egen, MeSuÄ «ni> schneller FM in Elit Damen und ^^'geschleudert. Vx? einen Dm- ?Mgen davon brachte die Ver" in ärztliche !ten Md Schäden c Stadtgemeinde Mischer und der lethänscr, zu d Spielplätze für e^er und kleinen !"-sfen verstanden, günstig, daß der das auch vielsach 1013 desB.G.H. lahren namentlich Privatleuten Erb- Noden. Der Be- sZrozent dn Bau- Betrages. Der kt und Baumeister des Baues, Ver- v. unterstehen den äugen. Der Erb- dratmeter 10 Psg. u mit 31/, Prozent iche Amortisations- Jahre Eigentümer '.de zur Sicherung trägt die üblichen Das Erbbaurecht Iemeinde zeigt bei auinhabcrs hiiM ■ag§ flröfit •ann ErKavM msunimc äl3 Dm- Städtische Mgen Gelegenheit, Gebrauch gemacht, am Holzhauftupark, aus dem Lachsen- -r Einfamilienhäuser ist in dem so schönen nc Faufirinen wett» ger Formen. Wenn ,ucr den vertraglich reiten. Die Statt teaenheit nicht der nn'en größeren oder >r Sttaße liegt, 01 unter W «** etil -d-nd ®!oi"s9 ZH- '-werverleglO' . ■ in Wolfsha»!^' iürfte. h he' 5 Zeisen cinei, erb°"^d^Cbesrau^ r n)01'gu den et y. W a in ba§ 2en das Em ,« eine, '.ebtaA *■5^"-** KM 10 10 10 10 Der Fleischpreise in Gießen Getreidepreise in Mannhei m E&wrsfoetricM, 99.50 Unif. Türken 1% Tendenz: fest. 3934 4013 na im Gesellschaftsvercin statt. Tagesordnung: Rechnungsablage, Vorstandswahl. 55 50 50 55 Ochsen Kälber Schweine Pakete Pakete Pakete Dosen 4°/o Italien. Rente \% Portugieser I 3°/ Portugiesen. HI Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Puddingpulver Backpulver Banillinzucker Banittinzuckcr Türkonlose...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4l/»% äussere Argentiner . 106.20 67.65 66.90 89.40 135.00 45*25 Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberhessen 3Va% 3"/° 37,% 3°/o 37g% 50 Kg. Schlachtgewicht 75—80 Mk. */„ Kg. Schlachtgew. 81—85 Pt. 7, „ 72-73 „ Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelepes Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . Bochum .... Barpener . . . Stnatschatzscheine . Höchste Schlachtviehpreise in Frankiurt a. M. Rohrplattenkoffer zu Original-Fabrikpreisen. Ekoffer mit Einsatz 80 cm von W. 68»— an. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 31. Juli 1905. Fertige Herren-Garderobe. HaveLoeks Souristen - Anzüge patentierte wasserdichte Loden-Capes ut außergewöhnlich billigen Preisen. 13943 Markus Bauer, Giessen. Herren-, Knaben- nnd Kinder-Konfektion. 269 Fernsprecher 269 Heise-Saison. Für die bevorstehende Reise- Saison bringe ich meine T ouristen-Änzuge in Loden nnd modernen Kammgarn- und Cheviot-Stoffen, bekannt gute Qualitäten, fertig und nach Maaß in empfehlende Erinnerung. s3942 Eigene Werkstätte im Hause. Garantie für tadellose Paßform. 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Durch Glückwunschschreiben gaben die juristischen Fakultäten der Universitäten Gießen, Leipzig, Greifswald, Erlangen, Würzburg, Heidelberg und Freiburg ihr Interesse für den Jubilar zu erkennen. Auf telegraphischem Wege brachten die genannten Fakultäten der Universitäten Dann, Demi, Basel, Prag und Innsbruck ihre Glückwünsche dar: die Universität .Halle-Wittenberg übersandte eine Tabula gratulcttoria. Die Reihe der Deputationen eröffnete der Kampfgenossenverrin, dessen Ehrenmitglied der Jubilar init Rücksicht auf seine Teilnahme an dem Feldzuge 1870/71 geworden ist. Der Kurator der Universität überreichte dem Jubilar den Roten Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub und der Zahl ki0. Die juristische Fakultät der Universität Marburg ließ ihre Glückwünsche durch Profcstor A/r. Schücking überbringen. Der Rektor magnificentinimus der Universität, Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, verlieb dem Jubilar das Kommandcurkreuz vom Orden Heinrichs ävsutat *?nbt! FrirÄliÄ- Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Der Svaziergang der Kmderkirche der Matthä «gemeinde wird ani Donnerstag — Frankfurt a. M., 31. Juli Offizielle Schlusskurse. --------- " - 68.8: (Yri!Nnal-Dra!jim?Hmigcn. Witten a d. Ruhr. 31. Juli. Die hier tagende Versammlung des Rheiiiisch-wcstsälischen A rbei tg eberbundes für das' Baugewerbe, die über die in En en gewtztcn Beschluiie der Einigi'naskommission entscheiden sollte, beschloß einstimmig, bis zum 1 Avril 1906 feine Lohnerhöhungen bewilligen, gab aber einstimmig ihrer Geneigtheit Ausdruck, nach Maßgabe der örtlichen Verhältnisse hinsichtlich der Lohnerhöhung für 190b, ab 1. April die Verhandlungen fortzusetzen. Pofen, 1. Ang. In Dlugelenka im ftteqe Krotoichm ist die Familie des Taglöhners Kisner infolge des Genusses giftiger Pilze erkrankt. Von der achtköpfigen Familie sind bereits fünf Personen gestorben, die übrigen Personen ichweben in Lebensgefahr. , Posen, 1. August. Hier ist eine Typhusseuche au^ gebrochen. Heber 400 Erkrankungen und mehrere ^odesralle find Gießen, 1. Aug. Marktbericht. Aus heutigem Wocbenmarkl kosteten: Butter pr. Pid. 1.15—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Big. 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Psg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2Stck. 5—6 Psg. Erbsen pr.Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben vr.Paar0,80- 0,90 Mk., Hühner pr. St. i 00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1 80—2,20 911 f., Gänse vr. Pid. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kub- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50—8,00 Mk., Zwiebelnpr. Ztr. g 00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aepsel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg., Kirschen pr. Pid. 00-00 Psg. Zwischen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 0 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 7—1 Uhr. Alsfeld 31 Juli. Vom schönsten Wetter begünitigt, fand heute der diesjährige Pferde - und Prämienmarkt statt. Zahlreiches Publikum hat sich eingefunden, um der Pramnerung der stattlichen Pferde, zu welcher Oberlandstallmeister n. Wittich sowie Rittmeister v. Naegels aus Darmstadt erschienen sind, bei- zuwohnen. Ganz hervorragendes Material wies die Gruppe „Dreijährige Fohlen" auf. Das Gleiche gilt von den Ziegen, em Beweis, daß die Ziegenzucht mit wachsendem Verständnis betrieben wird Auch das Rindvieh ist nur vrima Qualität. Ausgetrieben sind ca 300 Pferde, 150 Stück Rindvieh, 420 Schweine, 150 Ziegen Der Handel in allen Viehgattungen gestaltete sich äußerst lebhaft. ?Me nuten Fahlen wurd-m verkauft. vorgekommen. , e, Schloß Bernstorfs, 31. Juli. In dem Trinkipruch während der Tafel drückte König C h r i st i a n dem Kaper feinen herzlichen Dant aus, daß er das kleine Dänemark mit seinem Besuch beehrt habe, die Bevölkerung des Landes freue sich, den Kaiser zu sehen. Ter König hieß den hohen Gast herzlich willkommen und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Unmittelbar darauf nahm der Kaiser das Wort. Er erinnerte daran, daß der König ihn vor zwei Jahren zum dänischen Admiral ernannt habe: es sei ihm^-eine Freude, sich heute beim Kvmg zu melden nnd in diesem kleinen Kreise auf dem historischen Bernstorff- Schloß als Gast des edelsten und ältesten Monarchen wetten zu können. Ter Kaiser trank schließlich auf das Wohl des Königs. Kopenhagen, 1. August. Mehr als 200 mtländische Bauern gaben in einer Versammlung die fr ei ha n dl e r i f che Gesinnung der dänischen Agrarier kund. Eme Zollreform Vorlage der Regierung dürfte im kommenden >zahre oder , schon zu Anfang der neuen Reichstagstagung zu erwarten fern. London, 31. Juli. Auf der heute in London stattgehabten Versammlung des Komitees der Internationales Baumwillspinner und Baumwvllwarenfabrikanten-Verban- des wurde die Ausgabe eines Rundschreibens beschloßen, nr dem alle Banmwollspiiiner Europas und Amerikas aufgefordert werden, während der drei nächstenMonate vom E in k a u f e a m e - rikanischer Baumwolle sich z urü ck zu h al t e n , um der Gefahr z u b e g e g n e n , daß die nächste Baumwollsaison mit den Übertrieben hohen Preisen einsetze, die gegenwärtig den Markt beherrschen. An der Versammlung nahmen Delegierte aller bedeutenden Staaten des europäischen Festlandes, darunter Deutsch- ^Re*ichenbach, 1. Aug. In Gablonz in, Böhmen erdrosselte ein Bäckergeselle im Streit seine Geliebte und stellte sich dann selbst bet Polizei, nachdem er einen Selbstmordversuch gemacht hatte. j. x Sofia, 1 August. Der Justizminister hat alle Richter und Sta atsanw äl te die in dem Juristen-Kvngreß gegen die Entsendung eines Huldigungs-Telegr am ms a n b e n Fürsten stimmten, aus bem Dienst entlassen. Warschau, 1. August. 2000 hungrige russische Reservisten überfielen das Städtchen Gorakalwaria unb bemo- lierten und plünderten Gasthäuser uitb Läden. Tokio, 1. August. Japan hat eingewilligt, daß 300 Kriegst gefangene ausgewechselt werden. Es handelt sich nur um Offiziere. erQer) durch den Bunbesvorsihenden Pros. Mebem eröffnet. An den Protektor des Stenographentages, den Prinzregenten des Herzogtums Braunschweig, an Kaiser Wilhelm unb Kaiser Franz Zoseph, an ben König von Sachsen unb den Prmzregenten Luipoldt wurden Huldigungs-Telegramme abgesandt. Die Festrede hiett Dr Gantter-Frankfurt a. M. über „Stenographie unb Schule. Staatsminister Dr. TriepS begrüßte die Versammlung un Namen be§ Regenten und der Regierung, Bürgermeister Mcper im Namen der Smdt Heule naebmittaa 'and ein Festesten statt. August Kilbiuffer, Seltersweg 19 empfiehlt alle Reiseair^ikel in denkbar grösster Awa wähl zu den billigsten Preisen. Stets das Neueste. Anfertigung aller Arten von Beiseartikeln nach besonderer Angabe. WMHmli. Die ordenth Generalversammlung nndet Isuuerstuis de;; l Autsiiß, S’k Uhr des Löwen. _ ,. Heidelberg, 31. Juli. Tie hiesigen Korps, die ihre Beteiligung an dem Kam pfe g e g en d i e kon fe s11 on ell en Studentenverbindungen ab gelehnt haben unb, bafur den Vorwurf hören mußten, daß sie sich in einen Gegematz zu den Beschlüssen des Kösener Kongresses oon 190a gebracht hatten, c-rlassen jetzt folgende Erklärung: „Wie schon aus der m der Ausichußsitzung vom 24. Mai zu Protokoll gegebenen Reiolution des S C. hervorgehl, steht der Heidelb. S. C. (Gesamtheit der Heidelberger Korpsl innerlich int schärfsten Gegensatz zu den konfesssionellen Verbindungen. Wie aber der ganze Kofener Kongreß, erkennt auch der Heidelberger S. C. jedem Studenten das Recht zu, sich mit a n d e r e n G l e i ch d e n ken- den auf dem B o d cn i rg en d e in c r W el t au sch auun g zusammenzuschließen. Würde der S. C ihnen dieses Recht aberkennen, so würde er ihnen damit dw a k a d e m _ij d) c Freiheit absprechen, die er für sich seM in Ampruch nimmt. — Der Heidelberger S. C. führt deswegen den pflichtgemäßen Kämpf gegen die konfessionellen Verbindungen nicht durch Angriff oder Verfolgung, sondern durch die begeisterte Pflege und das kraftvolle Vertreten der ererbten Korps- tendenzew « . n g c n hervorragende Lehrer der Staatswissenschaften Professor Ludwig von Jollh infolge Schlaganfalls im Alter von 62 Jahren g estorben Er hatte am Samstag noch über den Kultuxkamvs Kolleg gelesen. Sport. — Beim Radrennen zu Frankfurt a^M., das am Sonntag auf dem Sportplatz an der Höchster Zndstraße stattfand, hat bei dem Rennen um den 1. Preis vom Mam (2000 Meter) Görtz-Gießen den 3. Preis erhalten. Beim 2. Prämien- fahren tvurde Görti Zweiter. — (früher Hirsch-Apotheke) am Kriegerdenkmal verlegt. D. Kaminka, Uhrmacher Telephon 407. Gingesandt. (Für Form unb Inhalt aller -i ser Rubrik stehenden Arttkä übernimmt die Redaktion b- Publikum gegenüber keinerlei. Ser ar.’-j ottung.) 6) ießen, 1. August. Ter nicht nur zu Ctudienzwecken von der Studcntenschast ausgesuchte, sondern and) vom Gießener Publikum gern betretene Botanische Garten ist bekanntlich an Wochen- wie Sonntagen von 12—1 Uhr geschlossen. So mancher Freuiid der Pflanzenwelt, den, es in der Woche versagt ist, seine Schritte hierher zu lenken, möchte Sonntags hier die mannigfaltige Blütenpracht gemeßen oder versehen mit einer anziehenden Lektüre unter dem kühlen Schattendache der mächtigen Baume einige Stündchen bis zum Piiltageffen zubringen. Tie Direktion des Botanischen Gartens würde sich sicherlich den Dank des Gießener Publikums erwerben, wenn sie veranlassen würde, das; der Garten Sonntags eine ötunöc länger, also bis 1 Uhr, geöffnet bliebe. _______ Weizen 100 Kg. 18,40 Mk. Weißbrot 2 Kg. 52 Psg. Roggen (neuer) 100 Kg. 15,35-00.00 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 48Pig, Primh ums Eanerfmnt Neiic Sch- u. W-WM Prim neue hMnWc Wollheringe empfiehlt a“A ChristianWalleufels 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1626, Mit dem Heutigen habe ich mein Geschäft von Neustadt 19 nach Marktplatz II Himheersyrup extrafein, mit bester Raffinade eingekocht Pfd. 45 Pfg. Rheinisches Kaufhaus Bahnhofstr. 26. Giessen Bahnhofstr. 26. . 101.15 I 3°/0 Mexikaner . . . 90.25 41/8i/o Chinesen . , 101.25 । Electric. Schlickert . . 90.40 i Nordd. 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Dem „Vorwärts" zufolge verlautet aus angeblich sicherer Quelle, daß das Kohlensvndikat von heute ab um 5 Prozent höhere Preise fordere. Paris, 31. Juli. Infolge unvorhergesehener Verluste smd zwei sehr angesehene Handelshäuser, die sick vornehmlich mit Zucker befassen, nicht in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Diese Nachricht rief große Erregung bei Eröffnung des Zuckerinarktes hervor. T.. Zuckerspckulant Jaluzot hat bereits seinen Bankerott angczeigt. Er ist Deputterter für Clamecy, Hauptbesitzer des Warenbazars zum „Printcmps" und Verleger der nationalistischen Zeitungen „La Patrie" und „La Presse". Jaluzvt hatte seit einigen Jahren mit dem „Printemps" eine Art populärer Sparkasse verbunden. Sein systematisch betriebener Znckerauffauf war wiederholt GeV 05059] Neuenweg 48. 4 Zimmer dfenpute karte genügt. [1685 W verkaufen Äanf-CieMche MAGGI 3u vermieten 04999| Frankiurtcrstrabe 72 zwei 4-Zimmerwobnungen a» vermict. 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