Dienstag 10. Oktober 1905 155. Jahrgang wr. 238 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt fir den Kreis Giehen. I 408 J8 L7054 E 49 3 Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UnwerfttätSdruckarei. R. Lange, Gietzen. Redaktion, Expedition u.Druckeret: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr^Adr.: Anzeiger Gieß«. Broschüre herausgegeben und in mehreren Tausenden von Exemplaren allen hochgestellten Persönlichkeiten vom Zivil und der Armee gesandt. Der Baron erhielt eine große Zahl von Glückwunschschreiben. Hierdurch ermutigt, versuchte Baron d'Albi zunächst in Barcelona eine Antiduell-Bersammlung zu veranstalten. Für die Einladung gewann er die Unterschrift von ungefähr 200 der angesehensten Persönlichkeiten. Die Versainmlung siel glänzend aus, und bis zum Juni dieses Jahres waren schon 800 Mitglieder gewonnen und es wurde eine Liga für Katalonien gegründet. In derselben Provinz, in Tortosa, war bereits im März eine Zweigliga gegründet morden mit verschiedenen hohen Militärs im Vorstand. In Valladolid, Provinz Alt-Kastilien, wurde eben- falls eine Liga gegründet. Die Einladung zu der konstituierenden Versammlung trug 337 Unterschriften. DerRek- torund Vizerektor der Universität, ein General, mehrere andere Militärs, alle Redakteure und viele andere angesehene Persönlichkeiten traten sofort bei. Am 5. Juli wurde in ähnlicher Weise in Saragossa für Arragonien eine Liga gegründet und auch hier traten wieder der Rektor und die Professoren der Universität, zwei Generale, viele Offiziere, der Präsident des ProoinziallandtageS, Adel und Presse als Mitglieder bei. Am selben Tage wurde in Valencia auf Anregung eines Barons v. Linde eine Liga gegründet mit gleichem Erfolg und Teilnahme aller Hochgestellten und vieler aktiven Militärs. Für die Provinzen Andalusien, Galizien, Asturien, Leon usw. ist die Bildung von Ligas in Angriff genommen. Die Krönung des ganzen Werkes wird die Gründung der Landesliga in Madrid bilden, welche von dem dortigen provisorischen Komitee bcschloffen wurde. Bereits Ende Mai war dort eine Versammlung abgehalten worden, welcher der Ministerpräsident, der Präsident des Senats, der Präsident des Parlamentes, der frühere Ministerpräsident, sehr viele aktive Militärs, oberste Hofchargen, 17 spanische Granden, 40 andere adelige Herren und die angesehensten Persönlichkeiten aus allen politischen Parteien teilnahmen und der Liga beitraten. Erscheint O-Uch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gietzener AamMenblatter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »tzesstsche taifcwirt4* erscheint monatlich einmal. des Rechtsanwalts Pschewalski eine kleine erlesene Gesellschaft, der Gorki sein neues Drama „Sonn en kin der" vorlesen wollte Gleich nach Beginn erschien die Polizei imb unter» sagte die Vorlesung. Die Gesellschaft wurde veranlaßt, Verwnen verwundet. vormittags. [06625 akl Arzt Deutsche» Keidh Berlin, 9. Oktober. Die kaiserliche Jacht „Höhere zollern" traf, wie telegraphisch gemeldet wird, auf der Fahrt von Pilau nach Glücksburg, mit dem Kaiser und der Kaiserin an Bord, gestern abend unterhalb der Halbinsel He la ein und ging dort für die Nacht vor Anker. Heute setzte das Schiff die Fahrt nach Glücksburg fort. Köln, 9. Oktober. Der frühere Reichs- und Land- tagsabg. Dr. R o e cke r ath - Köln ist der „Köln. VolkSztg." zufolge heute nachmittag gestorben. Aachen, 9. Oktober. Bei dem gestrigen Festmahl an- läßlich des goldenen Jubelfestes der katholischen Kongregation jüngerer Herren befferer Stände brachte Erzbischof Kardinal Fischer-Köln einen Trinksprnch auf den Kaiser aus. Er erinnerte in diesem an Karl den Großen, den Gründer des ersten deutschen Kaiserreiches, und führte aus, daß nach dem Untergang des alten deutschen Reiches der alte Barbaroffa wieder in den Mitgliedern des Hauses Hobenzollern erwacht sei. Das neue Reich sei anders geartet als das alte, es sei ein der neuen Zeit entsprechendes Kaisertum, dem alle zujubelten, die ein Herz für Deutschlands Größe und Herrlichkeit hätten, auch die deutschen Katholiken. Er erinnerte dann an die bekannte Aachener Kaiserrede, und nannte Wilhelm H. den wahrhaft herrlichen Kaiser, dem alle van Herzen zujubelten. Weimar, 9. Oktober. Bei Beginn der heutigem Schwurgerichtsperiode machte der Vorsitzende Oberlandesgerichtsrat Seifarth in seiner Rechtsbelehrung der Geschworenen intereffante Mitteilungen über den gegenwärtigen Stand der Strafprozeßreform. Hiernach hat die Justizkommission Folgendes vorgeschlagen: Es sollen große, mittlere und kleine Schöffengerichte gebildet werden. Entschieden ist noch nicht, ob die Einrichtung de§ Schöffengerichts oder des Schwurgerichts vorgezogen werden soll. Die Zahl der Laienrichter soll größer sein, als die der Berufs richt er. Die Schöffengerichte, welche die jetzigen Schwurgerichte ersetzen sollen, sollen nach Vorschlag der Justizkommission aus drei Berufs- und sechs Laienrichtern bestehen. Karlsruhe, 9. Okt. Gegenüber einer von Berlin auS verbreiteten Zeitungsmeldung, daß das Fernbleiben deS Erbgroßherzogs von Baden bei den Kais er - manövern auf Meinungs-Verschiedenheiten zwischen Berlin und Karlsruhe zurückzusühren sei, kann die ,Bad. Pr." auf Grund zuverlässiger Erkundigungen erklären, daß der Erbgroßherzog lediglich dringendem ärztlichen Rate wegen seines Gesundheitszustandes zufolge auf die Teilnahme an den Manövern verzichtet habe, da die Folgen eines Vronchial-Katarrhs und Muskel-RheumatiSmus, von welchem der Erbgroßherzog im August in Vulpera befallen worden war, damals noch nicht verschwunden war. bm ich nach bcr 4l, II Trp. tanlage) verzogen, t: r«0)9! Deleafsü'rr neue Enthüllung. Die Londoner Presse äußert sich jetzt zu den : neuen Enthüllungen Delcassü'S über den ihm s. Zt. von Eng- : land angeblich versprochenen Kriegsbeistand — Besetzung 1 SchleSwig-HolsteinS durch 100000 Mann (vergleiche unsere gestrige Wochenschau). Sie nennt — und zwar unter Einschluß der prinzipiell antideutschen Hetzblätter — den ehemaligen französischen Minister des Auswärtigen einen Lü gner; die britische Regierung könne ein solches Versprechen unmöglich abgegeben haben. Wenn aber England tatsächlich freiwillig eine solche Zusage gemacht hätte, so wäre das ein großerFehler gewesen, da die Freunde Deutschlands, auch die in Frankreich, erklärt haben würden, England versuche Frankreich zu einem Kriege zu verleiten. Herr Deleassö ist fteilich bisher in England als ein Staatsmann ersten Ranges gepriesen worden, als der aufrichtigste Freund Englands, der Deutschland „die Wahrheit zu sagen" wiffe. Nun mit einem male ist er ein Renommist, ein Verleumder der englischen „Friedenspolitik". Delcassö hat wohl allerdings, das steht für uns nahezu außer Zweifel, zum mindesten recht übertriebene Erwartungen in Bezug auf Englands Beistand gehegt; aber sollte ec wirklich seine Behauptungen so ganz und gar auS der Luft gegriffen haben? Eine zweifellos von Berlin aus inspirierte Auslastung der „Köln. Ztg." „möchte nicht glauben", daß man englischerseits Delcassö kriegerische Hilfe angeboten habe. In der höflichen Sprache der Diplomatie heißt es: eine Aufklärung, wie es sich verhält, ist wünschenswert. Natürlich kann die Aufklärung nur von Mitgliedern des englischen Kabinetts erfolgen, denn was die Londoner Blätter entgegnen, ist nicht beweiskräftig. Es ist anzunehmen, daß DelcastL, als ein s. Z. viele Stürme überdauernder Minister des Aeußeren, noch manchen ins Gift der Fälschung nicht allzu sehr getauchten Pfeil int Köcher hat. Er kann die Freunde, die ihn fallen lassen, recht unangenehm kompromittieren. Außerdem wird Delcassü von dem ehrgeizigen Streben erfüllt, nach seinem Sturz sich der französischen Nation in Erinnerung zu bringen und nach Möglichkeit den Beweis zu führen, daß, wenn man ihm nicht in den Arm gefallen wäre, Frankreich niemals die Marokko-Demütigung seitens Deutschlands erlitten hätte. Der Vorsitzende des Pariser Gemeinderats, Brousson, erklärte übrigens neuerdings in einem Interview über die Möglichkeit einer Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich, einer solchen widersetze sich der Haß der Franzosen gegen die Deutschen. Solange noch jenseits der Grenze Soldaten ständen, die bereit seien, ihr Vaterland zu verteidigen und zu vergrößern, würden die Kasernen in Frankreich ein notwendiges Hebet bleiben, das jeder Franzose mit Freudigkeit tragen müsse. Jaurös, der bekannte französ. Sozialistenführer, hielt in Limoges eine längere Rede, worin er die französische und die englische Negierung wegen ihrer deutschfeindlichen Haltung scharf kritisierte und auch die Politik Delcassös abfällig beurteilte. Zur Antiduellbewegung. Vor elf Monaten fand in Spanien ein Duell statt, in welchem Marquis v. Pickmann vom Hauptmann Paredes erschossen wurde. Dies veranlaßte den Baron d'Albi eine Reihe von Briefen gegen das Duell durch die Preste' zu veröffentlichen. Sie wurden dann in Form einer Volitistbe Tagesschau. Zur Tabaksteuerfrage läßt sich die „Südd. Tabakztg." aus München melden, daß der Tabakwertsteuerzuschlag von 2 5 Prozent infolge einer unumstößlichen Darlegung des tabakkundigen Bremer Senators Frese fallen 'gelassen worden sei. Aber in denselben unterrichteten Kreisen werde ganz bestimmt versichert, daß außer der Zigarettenbanderols- und Zigarettenpapierftempelsteuer sowie der Zollerhöhung auf sämtliche ausländische Fabrikate auch eine Jnlands- steuererhöhung und eine Zollerhöhung auf Rohtabake ausgearbeitet wurde, da man eine Verständigung bei der Bier st euer nicht erzielt haben soll. Um die süddeutschen Regierungen für die wesentliche Erhöhung der Jnlauossteuer zu gewinnen, soll nicht allein die Differenz zwischen Zoll und Steuer um einige Prozent zugunsten des Julaudsproduktes erweitert, sondern der Zoll auf Rohtabake in drei Stufen eingeteilt sein, sodaß die teuersten überseeischen Tabake nahe an die 150 Mark Zoll zu zahlen hätten, während die billigsten ausländischen Rohtabak auch noch ganz wesentlich höher als heute belastet sein würden. Man wird abwarten müßen, wie der Hase im Bundesrat läuft. Ter deutsche Tabak verein will sofort nach Bekanntwerden des Gesetzen^ 'es auf den Plan treten. ♦ Tie in Leipzig tagende 12. Generalversammlung des Teutscheu Tabakarbeiterverbandes protestierte in einer einstimmig angenommenen Resolution gegen die geplanten Tabaksteucrentwürse sowie überhaupt jede Mehrbelastung des Tabaks, die die Ausbreitung der gemeinschädlichen Heimarbeit fördere, die Herabdrrückung der Arbeitslöhne begünstige, den Tabakkonsum ein- schränke und Arbeitslosigkeit zur Folge haben müsse. sende Privatmeldungen vor: In Moskau dauern die Straßendemonstrationen ungehin- bcrt fort. Zwischen Militär und Demonstranten kam ed in der Aacht vom 8. zum 9. vor den Wohnungen des Prinzen Napoleon nid des Vizekönigs zu blutigen Zusammenstößen. Eine einzige L^ombe tötete 18 Personen. Die Bomben explodierten itt Abständen von einer Minute. Bei den Zusammenstößen auf tem Boulevard Twerskoh kämpften auf der einen Seite 10000 Streikende, auf der anderen ein Bataillon Jn- fanterie. Das Militär gab wiederholt Salven ab, zuerst iit die Luft und darauf in die Volksmenge. V iele Person en >>urden getötet, darunter Frauen und Kinder. In allen Dichtungen sah man Ambulanzwagen fahren, welche die noch lebenden Opfer in die Krankenhäuser brachten. Die Zahl der Getöteten wird annähernd auf 50 geschätzt, die der Verwundeten auf 600. Mehrere hundert Personen wurden ver- I>a stet. Die Verhafteten, viele hundert an der Zahl, wurden irnt Exerzierplatz einer Militär-Baracke geführt, wo 50 Soldaten n zwei Reihen aufgestellt waren. Die Arbeiter wurden durch n u t e n h i e b e gezwungen, zwischen diesen beiden Reihen auf unb ab zu laufen, während die Soldaten sie mit Gew ehr- iolbcn schlugen. Zahlreiche auf diese Weise be- l'andelte Arbeiter wurden getötet oder erheblich vermachet, sodaß man gezwungen war, die Peinigung zu unter- lrcchen. Die genaue Zahl der Opfer an dieser Stelle läßt sich noch nicht angeben. — Während der Straßenkämpfe auf dem Heflügelmarkt wurde von Seiten der Ausständigen eine Bombe siegen die angreifenden Kosaken geschleudert. 12 Ko s a k en wurden auf dec Stelle getötet. — Moskaus Frauen kämpfte n in den vordersten Reihen der Streikenden; sie be- m xten Stöcke und Schirme als Waffen, tvurden aber von Ko- fifen n ie d e rg e säb el t. An einer Stelle flohen die versuchen Streikenden in ein Haus, welches sie verbarrikadierten nt-b gegen die Angriffe der Truppen vertechigten. Die belagerten tlrbeiter warfen schwere Möbelstücke auf die Soldaten, deren Wut i^urd) bis zum äußersten gesteigert wurde. Schließlich erzwangen lie Soldaten Eingang und stürmten die Treppen hinaus, um U«che zu verüben. Man glaubt, daß sämtliche Rebellen in dem .rufe niedergemetzelt wurden. — Die Fuhrleute, etwa :0 000 an der Zahl, sollen entschlossen sein, sich dem Streck uizuschließen. — Nach offiziöser Darstellung wurden nur fünf Kosaken, vier Gendarmen und einige Polizisten verwundet. Niemand sei getötet worden. Am Sonntag abend um 11 Uhr »sei die Rul;e in den. Straßen wieder hergestellt gewesen. t Sn Petersburg versammelte sich m der Privatwohnung [‘9i habe. !f‘en= fc*b, bil(e ■ÄT-* AuMchc Käufer und rutsche Kämpfe. R. Berlin, 9. Okt. Die russischen Käufer sind in diesem Herbst zahlreich nach Berlin gekommen. Es wird uns aus Kreisen des , Ausfuhrhandels gesagt, daß die Käufer zwar noch nicht ganz die ftühere Entschlossenheit wiedergewonnen haben, aber doch um vieles unternehmender geworden sind. Im vorigen Jahre wurde nur das Allernotwendigste bestellt: der Krieg und die Sorge um die inneren Wirren wirkten bedrückend. Tie ganz feinen und teuren Luxuswaren fanden indessen auch in diesen Zeiten Abnehmer. Tas ist charakteristisch für Rußland: das Volk hat sich unter der ihm aufgebürdeten Last des ostasiatischcn Abenteuers einschränken müssen, die Spitzen der Gesellschaft führten ein umso Vers ch wenderis che res Leben. Aus Petersburger und Pariser Schilderungen ist bekannt, wie sich russische Großfürsten und Militärs über die öden Tage, in denen auf Siegesnachrichten gewartet wurde, hinweggeholfen haben. Tie russischen Käufer sind beliebt, weil sie nicht allzusehr um den Preis feilschen. Als Zahler sind sie int allgemeinen weniger sympathisch. Auf Fristen von sechs, neun Monaten muh sich der Verkäufer von vorn- I.rein einrichten. Ter Russe, auch wenn er Geld hat, läßt gern die Zahlung in der Schwebe, vielleicht mehr aus Bequemlichkeit, als daß er sich schwer vom Besitz zu trennen vermöchte. Mit dieser Eigentümlichkeit wird beim Russen immer gerechnet. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Tas sino besonders die auS Deutschland nach Rußland cin- gewauderten Kaufleute, die dafür wieder scharf auf den Preis sehen und auch inbezug auf die Güte der Waren hohe Ansprüche stellen. Obwohl Rußland den Krieg verloren hat, tritt eine seltsame Übereinstimmung darin zutaae, daß die russischen Käufer meinen, jetzt werde wieder Geld unter die Leute kommen. Die durch Wittes kluge Politik ^ejpatte Kriegsentschädigung an Japan scheint wie ein Zuwachs an Nationalvermögen betrachtet zu werden. Außerdem spukt die kolossale Summe der neuen russisch e n A n l e i h e. Es muh wohl etwas Ermutigendes und Belebendes haben, daß das Zarenreich nach all den Meder- lagen und trotz der unaufhörlichen Aufstände diesen bereitwilligen Kredit genießt uni in der großen Politik, ge- tre-gen von her ausdauernden Freundschaft Deutschlands, dem Vertrauen des verbündeten Frankreich, umworben von England, beinahe wieder zu der Rolle gelangt ist, die es vor dem Kriege spielte. Die Elastizität Rußlands, ferne Widerstandskraft gegen die Ereignisse setzen immer aufs neue in Erstaunen. Wir bezweifeln nicht, daß die bieten Millionen der neuen ruffifdien Anleihe, die Deutschland zu- gedacht sind, ohne Schwierigkeit untergebracht werden, ja, daß die Anleihe überzeichnet wird. Regierungsrat Martin brauchte nicht durch ein amtliches Donnerwort zur Ordnung gerufen zu werden; sein Buch, das die Schrecken des russischen Staatsbankerolts an die Wand malte, hat fast wie eine Reklame für russische Werte gewirkt, gemäß der alten Erfahrung, daß Die Warnung die Gefahr nur noch anziehender macht. Den siegreichen Japanern fällt es möglicherweise nicht so leicht, zu dem Geld zu kommen, das sie ihrerseits aufzunehmen beabsichtigen. Ten inneren Wirren Rußlands wird, so berichtet man uns, von den russischen Käufern nicht die Bedeutung beigelegt, wie nach den täglichen Schreckens- neldungen änzunehmen wäre. Eine große, wirklich bedrohliche Erhebung gilt für unwahrscheinlich. Ter revolutionären Bewegung fehlen, nach Ansicht dieser Beurteiler, die Führer und die Mittel. Daß die Unzufriedenheit mit den politischen Zuständen und den vor- - geblichen Reformen noch immer erheblich sei, könne nicht ielcugnet werden. Aber man begnüge sich mehr und mehr damit, darüber zu räsonnieren und in geheimen Zusammentim ften Programme zu entwerfen für Rußlands Zukunft. * lieber die inneren russischen Wirren liegen heute fol- Ausland. Paris, 9. Okt. Ter Kriegsminister hat an alle Korpskommaudeure eine Zirkular n o t e betreffs die moralische Erziehung der Soldaten gerichtet. Es sei notwendig, heißt es darin, den Soldaten eine moralische Erziehung zu geben. Diese Erziehung müßte eine Fortsetzung der Schule sein. Die Armee müsse ein Organ des sozialen Fortschrittes werden. Demnächst werden Vorträge ftir Offiziere und Unteroffiziere, die sich freiwillig dazu melden, gehalten. Wien, 9. Okt. Nach authentischen Berichten kam es gestern in Olmütz anläßlich des Verbotes der Abhaltung einer tschechischen Versammlung zu verschiedenen Sft elfte« 11 Ö [,OOOJ fein Giessen. 1905, abends 9 Uhr ule ^Versammlung in, emäß § 51 der Satzung«. Vorstand. Iji) „UO 2ti l+uOj 4Ü M/4Ü01 k bM 411400] 55 923[400] 00] 505 42 52 7961726 7" 60015189 521 60 61027» 10] 51069 [W? 8HM 57 74 90 658 158 \W] «J 4001 469 502 19 645 88 796 34 31 'M [400] 470 90 92 l7k[MP79l10'0S]408 5U 78 535 [400] « ^ 614 751 900 55 376 405 67 507 [40m Ä'ää Ä. 35 51*1* 346 82 527 28 42 53 Mj «1072 151 78 85 93 261 j 917 18 90 6 200? 16 39 1$ Kd 638 73 725 9og 119 69 64011 14667 86248 SN ] 859 /0Ä 68 716 97811 Ä&140018 >800 N°°!,U>SS M 51 66 ’60UHnm34^6f5M -7012 [1*S] iS 31411 20 78»« iS at sich Ernst Gasteyer, Mitglied des Vorstandes des Vorschußvereins, aus Lebens-Ueber- druß erschossen. — In Gründer g wurde der Bahnmeister i. P. Brückmann bei der Kleinkinderschule tot aufgcfunden. Die Todesursache ist noch nimt festgestellt. — In Schotten feierten am 7. d. M. in aller Stille Ernst Christian Rühl und Gattin in körperlicher und geistiger Frische ihr 50 j ä h r i g e s Ehejubiläum. — Tödlich durch einen M e s s e r st i ch v e r- l e tz t wurde gestern in Roßdorf ein gewisser Albert von Gundernhausen, der auf dem Transport nach Darmstadt verstarb. — In Mainz wurde zum Direktor der Bezirkssparkasse heute Rechner Schneiderhöhn und zum Rechner Döring gewählt. — Eine Milchhändlerversammlung in Mannheim beschloß, dem Bezug von dänischer Milch näher zu treten. Der Verkaufspreis in der Stadt Mannheim bleibt für den Monat Oktober der bisherige. (Liter 20 Pf.) — Der frühere Direktor der Gesellschaft für Treber- trocknung in Kassel, Adolf Schmidt wurde am 9. d. M. nach Verbüßung seiner zweijährige:: Zuchthausstrafe c n t l a s s en. — Für den Regierungsbezirk Kassel ist aus Grund des Z 3 des Wildschongesetzes die Schonzeit für Rehkäl- b e r aus das ganze Ja br ausgedehnt worden. Kunst und Wissenschaft. — In Schneider's Kunstsalvn zu Frankfurt sieht man zur Zeit eine Kollektion Hermann Klimsch-München (14 Gemälde), dann Hans Thoma's „Blumiges Tal", das Hauptwerk des Jahres 1903, sodann Franz Stuck's neuestes Bild; ferner sind ausgestellt Gemälde u. a. von: Andreas Achenbach, Joh Lippmann-Osscnbach a. M. (Aquarelle), Softe Lazarus-Frankfurt a. M. (7 Bilder). 2 Porträtbüsten von Prof. Fritz Hausmann in Marmor. — Der Privatdozent an der Berliner Universität und Direktorialassistent bei der Mtellung antiker Skulpturen, der Knigl. Museen, Tr. Karl W a tz i n g e r ist zum außerordentlichen Professor für klassische Archäologie an der Rostocker Universität ernannt worden. Er ist ein geborener Darm st ä d ter (1877). Kiel, 7. Okt. Der Philologen-Kongreß 'wählte m seiner gestrigen Sikuna Basel zum nächsten Versammlungsort. Aus Stadt und itv’ö. Gießen, 10. Oktober 1905. ** Ordensverleihung. D. K. H. der Großherzog haben dem Rittmftter beim Militärreitinstitut v. Negenborn, seither Eskudronchef im 2. C-roßh. Dragoner-Regt. (Leib-Dragoner-Regiment, Nr. 24, das Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Personals ■ u. si. H. der Großherzog haben dem Forstwart der Kommnnalsorstwartei Garbenteich Hrch. IStumpf aus Anlaß seiner mit Wirktmg vom 1. Oktober erfolgten Versetzung in den Ruhestand den Charakter als „Förster" verliehen. 3. K. H. der Großherzog haben den Lehrer au dem Schullehrerseminar ztl Bensheim Philipp Buxbaum auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 16. Oktober in den Ruhestand zu versetzen und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. y.I. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. S. K. H. der Großherzog haben den Eisenbahnban und Betriebsinspektor Ludwig Hummel in Gersweiter zum Vorstand einer Betriebsinspektion, den Negiernna>'baumeister (Gerhard Plagge aus Darmstadt zum Eisenbahnbau- und Betriebsinspektor in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeiuschaft und mit Wirkung vom 1. Oktober ernannt. ** Der Großh. UniücrfitätS - Musikdirektor Trautmann hat, an Stelle des Gesanglehrers Gellert, der das Amt niederlegte, die Leitung des Kronbauer- Ouartetts übernommen. " Hessisch-Thüringische Staats lotterte. In /der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 93603, Gewinne von je 10 000 Mk. auf Nr. 29151 46239 66885, Gewinne von je 5000 Mk. auf Nr. 46421 71236 92193, Gewinne von je 2000 Mk auf Nr. 240 2787 9127 12968 15081 17814 18371 21353 26705 26715 38972 44401 50464 51166 51191 52672 52681 54320 56025 60327 67695 75146 77603 80242 86721. (Ohne Gewähr.) Die Klärbecken-Anlage, der Schlußstein letzten Besuch machten, betriebsfähig. Becken sind bisher vier fertiggestellt, letzten die Plättchenbeklcidung noch vorzunehmcn ist. Der Bau des sich recht schmuck ausnehmenden MaschincnhauseS ist bis zum Dach gediehen; bereits ist ein Teil der Pumpen auf. Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister den 15. Oktober, nachmittags 3 Uhr: „Ter Freischütz./ Rock mit 55 Stimmen wiedergewählt. Der Gegen-17 Uhr: Zum ersten Male: Frühlings lüft." ranhihnf. Weikbindermeister Veter Neeb. erhielt 48 Stimmen, den 16. Oktober, abends 7 Uhr: Tannhauser. Die Cholera. Der preuß. „Staatsanz." meldet: Vom -7. bis 8. Oktober mittags ist in Preußen eine choleraverdächtige Erkrankung neu gemeldet worden. Sie betrifft eine ungarische Feldarbeiterin von dem Rittergute Stolpe im Kreise Niederbarnim. Die Gesamtzahl der Cholerafälle beträgt bis jetzt 265, von denen 89 tätlich verliefen. Ferner ist in Berlin unter dem Verdacht der Choleraerkrankung die Arbeiterfrau Lina Krause in die Isolierbaracke des Moabiter Krankenhauses eingeliefert worden. deutend zurückgegangen und zjvar von 103.70 bis 100.80, die 3 proz. Hessen von 1896 wichen von 87.40 bis 86.85. Bei den Ausländsanleihen ist im ganzen ein sehr beachtenswerter Aufschwung eingetreten. Die 5 proz. Vulgaren stiegen von 91.75 bis 98.95, also um 7 Prozent - die 13/4 proz. Griechen von 47.50_ bis 54.70, die 1 proz. Italiener von 103,70 bis 105.65. Auch die 4sti proz. Oestreichische Silberrente ist von 100.30 bis 101.45 avanciert. Wenig gewonnen, aber immerhin doch etwas, waS unter den obwaltenden Verhältnissen sehr bemerkenswert ist, htt die Oesterr. Goldrente- sie ist von 101.50 bis 101.55 gestiegen. Die unifizierten Portugiesen 1. Serie gingen von 62.80 bis 69 in die Höhe, die 3. Serie von 63.25 bis 68.30 5vroz. Rumänen stiegen von 100.30 bis 101.40; 4jjroi. 1888 Russen von 91.30 bis 92, die 4 proz. Russisch« Staatsanleihe von 91.30 bis 92. Erwähnt sei heute noch, daß die 4proz Spanier von 87.40 bis 94.30 stiegen und sclwn langet wesentlich weiter in die Hohe gegangen wären, wenn nicti bic fortwährenden Ministerwechsel den Fortschritt der Finanz- refonn behindert hätten. Mär7te. Glcßcii, 10. Okt. Marktbericht. An? heutigem Wochenmarft kosteien: B»itter vr. P?d. 1.10-1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 8-9 Mq. 2 00—00Psg., Ganseeier 15-00 Psg., Enteneier 6—7 Psg., Käse nV‘ ■ 67T.° Kasematte 2 Stck. 5-6 Psg. Crbien vr.Liter 21 Psq., LuÜenvr.Ltter32 Psg.,Taubenvr.Paar0,80-0,90Mk., §>Ühnerpr.St. }'00-W Mk., Hahne pr. Stück 0,Bo-l,80 Mk., Enten pr. Sti'ick :,807Ä^' 60-75 Ma., Ochsenfleisch pr. Psd. ;,27®2 Ma Kuh. und Rindfleisch pr. Pnmd 70—72 Psg., Schweine- an'«'? Mu?d 76—86 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund ?04-6-'^albfleuch pr. Psd. 70-80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund o0—,6Psg. Wetzche per Pfund —Kartoffeln pr. 100 Kg. Schauspielhaus. Dienstag den 10. Oktober*): „Die Jungfrau von Orleans. Mittwoch den 11. Oktober: „Klein Dorrit." Donnerstag den 12. Oktober: „Klein Dorrit". Freitag den 13. Oktober: „Wilhelm Teil." Samstag den 14. Oktober: Zum ersten Male:„Der Schwur d e r T r e u c." Sonntag den 15. Oktober, nachmittag- halb 4 Uhr: „Telephon-Geheimnisse." Abends 7 Uhr: „Der Schwur der Treue." Montag den 16. Oktober: „Klein Dorrit." Dienstag den 17. Oktober: „Der Schwur der Treue." Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. KandeL und PerKeör. Kolks wirt schäft. DeutscheStaatsfonds. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen dürfte es interessieren, ivenn wir unseren Lesern wieder einen lleinen Ueberblick über die Kursbewegung am Rentenmarkt vorführen. Die deutschen Staatsfonds haben gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres, die doch auch nichts weniger als glänzend war, durchweg schlechter abgeschnitten. Es notierten z. B. am 10. Oktober 1904 31» prozentige Reichsanleihe 101.70, gegenwärtig 101.—, bei der 3 proz. Reichs^ anleihe sahen wir einen Kurs von 89.40 und jetzt 89.50; bei den preußischen S t a a t s p a p i e r e 71 stellen sich'die Ver- teien zwischen Tschechen und deutschen, ttwbei nach offiziösen Meldungen zwei..Dionen lercht^verletzt, nach privaten Nachrichten zahlrerche vcnvundet wurden. Gendarmerie stellte die Ruhe wieder her. 23 ^r>vnen wurden verhaftet. In der br! mischen Erziehungsanstalt und dem israelitischen Tempe^wurden die Fenster emg^chlag.n Belgrad, 9. Cft. 3m Dorfe Selwze ^medere- wo) kam es wegen Gememdeangelegenl)eiten ^ftchen drr Ortsbehörde und ihrer Partei emer,etts und ^mer Grrwpe von etlichen 70 Bauern anderersetts zu einer förmlichen Schlacht, in der ein Bauer getötet und viele der wundet wurden. Die Polizei v.rha' ete 29 Bauern. — Ein ausländisches Dlat meldet das frucht, man habe hier ein Komplott entdeckt, welches bezweckt^ den ^nig von Serbien unl den Fürsten von Bulgarien zu ermorden. In -Serbien und Bulgarien herrsche große Unzuftiedenh. ii, und niemand wurde sich wundern,' wenn die beiden Staatsoberhäupter dasselbe Schicksal erleiden würden, wie mw Alerander^----------- Deulsch-WestafrikanWcs. Eine Londoner „Review" veröffentlicht einen Artikel des deutschen Schriftstellers Eltzbacher, der angeblich vom deutschen Kolonialamt inspiriert sein soll (!!). In dem Artikel wwd ausgesprochen, daß der Aufstand der Herero auch für Englisch- Südafrika eine Gefahr sei, und er kommt zu dem Schluß, daß angesichts der großen Cchwierlgkeiten, welche Deutschland mit dieser Kolonie hat, die beste Lösung wäre, die Kolonie, welche Deutschland so teuer zu stehen komme, an England zu verkaufen, das den baldigen Frieden in dem Gebiet wieder Herstellen würde. Die „Nationalztg." schreibt unter der Überschrift .Eine fette Ente": . _ _ Meldungen aus Kapstadt zufolge wird in der dortigen Preffe behauptet, es seien zwischen der deutschen und der engl, chen Re° gieruna Verhandlungen wegen Abtretung Deuts chsud- westasrikas an 6) r 0 ß b r i t a n n l e n rm Gange. Wie wir erfahren, entbehren diese Behauptungen jeder tatsächlichen Unterlage. Cs ist in hohem Grade absurd der deutschen Regierung den Gedanken der Möglichkeit einer Slufgabc der Kolonie unterzuschiebeii, während mit der Engetzung von deutschem Gut und Blut an der dauernden Sicherung dieses Besitzes entschlossen gearbeitet wird. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am 23. September bei einem feindlichen llebcrfall auf die Signalstation Oas gefallen: Reiter Friedrich Kühne: am 29. September bei Naruchas von den Kaffern erschossen: Reiter Karl Voigtländer und Gefreiter Paul Böcker; am 3. Oktober bei Rarudas auf Pferdewache leicht verwundet: Gefreiter 9(Ibert Barfuß; gest 0 rben: Gefreiter Johann Bremer am Typhus, Reiter Erieh Genscrich infolge eines Schlangenbisses. Frau von Trotha, die Gattin des Oberbefehlshabers in Deutsch-Südwestafrika, ist am Montag in Berlin gestorben. -0 Ä b'ck JL 8 «Kitte IO" ociiinet »'S 1209 yiy« 9. Cuflt- '- äikooti Ssp'S HlO sj S. «-» '6l ! . . (rat gestern ,ur Stellung e, jqci-cheM naiMl Soraeict'ter der Aschen sn. ___ M Aetristt: sseldbereiiugu hier: den allgeme" der Gemarkwia Semarfimnen Tie nachstehend kftntlichen Kenntnis. Gießen, den 9 Aoßhei Be Aetrisst: Die oben. Zn der Sei 28. Oktober d. A, Sürgermeifteret Gie der ndaemeine bet ßemarfunti Semathmqen A beriet imb Mi. nur Ginficfit bet Äe/eii Taciiahrt zur Ei iiM statt: Ttrntzta wvn W, bx‘9 Wl, 1 fVmkznMistnei E>irß süam ernldbe, daü V qeschtossen sind. Eir gründen und aus einzureichen. Friedberg, de Der Gro 5 Für die Groß Siefenmg nache öffenlii^ Submis 203 600 16 10 2 10 2 10 36 160 1 400 200 350 , $,e Seim» bnt““ der neu,, * ’?6 Uhr,4 ..."Wen nut 5* mit ent,« U”6r«"ibew WgsfrjJ Nfn, Qln des Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. PaketL 170.25 4% Griech. Monopol-Anl. . 54.30 115.00 Börse, 10. Okt., Anfangskurse. Blo/io Submission Zentner Stück Kaplansgasse 18 Giessen Telephon 399 103,70 Heinrich Arnold, Marktstrasse 28 B «/. MAGG Ehem.Waschähstalt Bebr.Böver, Färberei. 275.75 245.60 20 600 15 10 2 10 2 10 35 150 400 200 221.10 268.10 23.40 13430 Lieferung franko jeder Bahnstation oder durch eigenes Fahrwerk ins Haus. Elektriz. Lahmerer . . Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk . . 146.00 . 136.00 Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Lloyd . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ..... Gotthardbahn..... Lombard. Eisenbahn . . 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Marktplatz 18 Gl CSS 6 VI Marktplatz 18 Bedeutendstes Werk dieser Branche in Eitteld schland. Man beachte die H. jedem Origmalfläschchen beige- Anleitung. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . . 4X°/0 Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W. . . . Tendenz: fest. Berliner " Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: fest. 90.90 68 50 97.80 Die Tiroler Krautschneider sind wieder angekommen und werden Bestellungen entgegengenommen. 106814 LoniS Klein, Brandgasse 2. 4RQ—5 00 TIL, Zwiebeln pr. Zrr. 5,')0—6.00 Mk., Milch per intet i 20 Dsg., Aepsel ver Dsund 10 bis 25 fßfg., in Körben 00 Pfg., Mffe 100 Stück 35—40 Pfg., Zweifchen ver Zentner 6—7 Mk., kirnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.08—0.10 Mk., Marktzeit 8—2 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß'Anz."l. Amtliche Notierungen der heutigen Vie hm arkt- preise. Zum Verkaufe standen: 410 Ochsen, 163 aus Oest- reich, 37 Bullen, 0 aus Oestreich, 708 Kühe, Fersen, Stiere und liind'er 0 aus Oestreich, 269 Kälber, 369 Schafe und Hämmel, 1209 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Cchaflämmer. Bezahlt miirbp für lOOVfnnd Schlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität80—85 Mk., 9 oUQr 74—76 Mk., 3. Qual. 68—72 Alk.; Bullen l.Qual. 68 bis 70 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk.; Kühe 1. Qual. 71— 73 Mk., 2. Qual. P8_70 Mk. 3- Qual. 52—54 Mk, 4. Qual. 50—51 Mk., 5. Qual. 00__00Mk. Kälber: 1. Qual. 86—SOPfg., Lebendgewicht 53—54 Pf., 2 Qual. 83—86 Pfg., Lebendgewicht 49—51 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 63—67 Pfg., Schafe: l.Qnal. 70—72, 2 Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 70_79 Pfg., Lebendgew. 60.50- 615.0 Pfg., 2. Qu.77Pfg., Lebendgew. gO 50—00 Pfg., 3. Qual. 72—74 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, Schafe und Schweine gut, kein Ueberstand, Kälber gedrückt. Wenn die Blätter leise rauschen |@i 3 und im Herbststurm zu Erde fallen, stellen sich auch die H leidigen Quälgeister wieder ein: der Husten, der Katarrh, M h die Heiserkeit, und wie die lieblichen Dinge alle heißen. ■ ■ Zum Glück weiß man nun so ziemlich überall, daß die D B Fay's ächten Sodener Mineral-Pastillen alle diese Affek- B N tionen prompt bekämpfen, und sie sind so billig, daß jeder B @ ffl sie anwenden kann. Die Schachtel kostet nur 85 Pfg. hvu/e Wien, 10. Oft Das „deutsche Volksblattz" berichtet nach einer Drivatdepesckw aus Auckland, daß aus dem östreichisck)-- ungarischen Steurer „P anther" eine Meuterei ausgcbrochen sei. Der Schiffsfähnrich Stipanowitsch wurde von den Meuterern über Bord geworfen. In hiesigen Marinekreisen liegt noch keine Bestätigung der Nachricht vor. Pilsen, 10. Okt. Der Redakteur des' diesigen tschechischen Sozialistenblattes, Franz Kail, wurde wegen Majestäts-Beleidigung, begangen durch den Abdruck eines Feuilletons verhaftet. L e nt b e r g , 10. Okt. Gin russischer P e r s c u e n z u g traf mit 16 Stunden Verspätung in Podwvloczvska ein infolge Entgleisung eines Güterzuges, durch böswi lliaes Her- wusreißeck der Schienen verursacht, wobei 19 Wagen zertrümmert und mehrere Bedienstete verletzt wurden. Es scheint, daß die Schienen in der Wsicht herausaerissen wurden, den Sckmell- zug, in dem der Gouverneur von Podvlien fahren sollte, zur Entgleisung zu bringen. Der Schnellzug versäumte aber den Anschluß. Dock dien Tätern fehlt jede Spur. Tiflis, 10. Okt. Der neue Statthalter erklärte der armenischen Abordnung, er glaube an die Treue des armenischen Volkes. Er bedauere die vorherige taktlose Politik der kaukasischen 2ld- nrinistration. die den Tataren den Glauben einflößten, sie könnten gegen die Armenier ungestraft Gewalttaten verüben. Bei dem letzten Bombenattentat wurde auch der deutsche Pastor Müllergetötet. _ Tiflis, 9. Okt. In mehreren Teilen der ^rtadt wurden gestern gleichzeitig Bomben geschleudert. ^Eine explodierte vor der Kaserne in der Nähe des Palastes des Stadthalters, wobei ein Kosak getötet, elf verwundet wurden. In der Nähe einer anderen Kaserne wurden sechs Bomben geschleudert, Vock denen vier erplodierten. Drei Kosaken wurden verwundet. F-erner wurde an dieser Stelle ein durch eine silewehr- kugel getöteter Georgier aufgefunden. Ein anderer Georgier wurde unter dem Verdachte verhaftet, die Bomben geschleudert zu haben. Bei einer dritten Kaserne explo- dierten drei Bomben, wobei drei Soldaten verwundet wurden Hier wurde ein verwundeter Armenier unter dem Verdachte verhaftet, der Urheber des Anschlages zu sein. Aus den Fenstern zweier Häuser wurden gestern Schüsse abgegeben, durch die eine Person verwundet wurde. Um Mitternacht wurden 15 weitere Verhaftungen vorgenommen. . Newhork, 10. Okt. Die Passagiere etne5 tn Viktoria angekommenen Dampfers, darunter der bekannte Kriegsberichterstatter Eollins erzählten, das F l a g g s ch i f f d e s A d m i r a l s Togo, die „Mikasa" sei von den eigenen Offizieren in 'die Luft gesprengt worden, weil die Mannschaften meuterten. _____________ Beim 2. Bataillon Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 soll die Lieferung der im Küchenbetriebe erforderlichen Viktualien für die Zeit vom 1. November 1905 bis 31.Oktober 1906 vergeben werden. Vertragsbedingungen vp. liegen auf dem diesseitigen Geschäftszimmer zur Einsicht auf. Angebote sind verseblosien mit ent- sprechender Aufschrift versehen der Küchenverwaltung zum ^.Oktober 1905 emzureichen. [D1(V10 IL Bataillon Jnf.Regt4.KaiserWiihelmNr.116 100.85 89.55 100.85 89 50 99.70 99.70 101.45 101.40 97.00 105.55 68.60 68.20 97.90 95.00 90.40 138.80 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 10. Okt., 1.15 Uhr. Flechten nfiss. und trockene Schuppenflechte^ skroph. Ekzema, Hautausschläge, offeneFüsse Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Veriuch mit der bestens bewährten RINO-SALBE S frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.—» O Dankschreiben gehen täglichem. Wwli, Naphtalin Je 15, Walrat 1% Benxoefett. Tenet. Terp-, Kampterpflaeter, Pernbatum ,'e 5, llgelb SO, Chryearoliln 0* Zu haben in den Apotheken. Hirsch-Apotheke und Universität«« Apotheke in Giessen HausPähne und klein gemachtes [5261 Aüsallholz. J. Wellhöfer, Marburger Straße. nach Vorschrift des deutsch. Arzneibuches albnmin- und caseinfrei in Paketen u. lose gewog. empftehü U toria*Orogerie Ad. 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Oktober d. Is. bis emschließuch 23. Oktober d. Js. liegen auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen der allgemeine Meliorationsplan von den Fluren 19 bis 28 der Gemarkung Gießen, sowie den zugezogenen Teilen der Gemarkungen Wißmar und Launsbach nebst Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Dienstag, den 24. Oktober d. Js., vormittags von 107. bis 117, Uhr, auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem An- fuqeit einlade, daß die Nichterfcheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen sind schriftlich nbzufassen, zu be- gninden und auf Papier in Aktengröße (mindestens 7, Bogen) einzureichen. Friedberg, den 2. Oktober 1905. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommisiär: aez.: Spam e r , Kreisamtmann.__________ DmenWe, schöne aparte Formen, Federn, Blumen, Bänder re. in reicher Auswahl zu mäßigen Preisen. MwiM Wetzsteinstr. 38. Auch das Aufarbeiten alter Hüte wird bestens besorgt, f06809 Tanz-Unterricht. Weitere gefl. Anmeldungen zu meinem Tänzunterricht werden noch entgegengenommen. [06806 Achtungsvoll Joseph MBöhl Tanzlehrer 5 Souuenstratze 5 Für die Großherzoglichen neuen Kliniken in Gießen soll bit Lieferung nachgenannter Verzehrungsgegenstände auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden: - ' Aepfel >emals Deriertirtt ^getroffen V >g »on 6 D0ry $0,000 nst. Walter. [hv's/, apparate höchftpräm.; jnrill5 Mstflügrl; «rultier all. Nasicn; Grflügelhäuser; Zuchlgrräle. Katalog koflenirel. Getlügelparli i. Auerbach,Hess, (hv35/ Jakob Häuser, Ludwigstr. 36, Carl Seibel, Frankfurter " ~ ~ " Straße 76. Verkäufe. 06823] Schillerstr. 11, Anlage, ist der 3. Stock mit Zub. an ruh. Fam. sofort od. später zu verm. Näh. Diezstr. 13. Phit Schaefer. 'S"» Sä' Ü5SÄ SW isisj1 feÄefte qBpt c?Ur »«iät.,»« P't, bo? Ju ern to&S Bügelkursus! | Glauzbügeln kann man binnen 4 Woch. gründl. ert. 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