Nr. 135 Samstag 10. Juni 190 Zweites Blatt 155. Jahrgang .ande der schwedische Hvs wieder nach der Regierung em L>cyrewen zu, m meinem iyr oer an r a gesprochen wird, daß sie die Ehre des Landes gerettet bt ferner den Wunsch, daß die gefaßten Beschlüsse deut Vaterla Glück und Segen bringen mögen iM die Hoffnung, daß die Regierung, gestützt auf das einige Volk, im stände sein werde, das Land glücklich aus allen Schwierigkeiten zu führen. Aus allen Gegenden des Landes gehen Dank- und Zustimmungstelegramme bei der Regierung und dem Storthing ein. Die Gemeinde-Verwaltungen beschließen überall Zustimmunysadressen. Eine solche wurde auch von dem Gemeinderat in Christiania beschlossen, worauf sämtliche Anwesende stehend „Gott schirme das Vaterland" als einer Kompagnie Infanterie bestehenden Feind aus der Stellung auf den Hügeln nördlich von Liauchuichnan b er* trieben hatten, besetzten sie eine Anhöhe östlich von dem vier 2)Men nordöstlich von Chengchengtsu gelegenen Orte Chapengan. Am 7. Juni wiesen die Japaner die russischen Angriffe auf Soupangtai nördlich von Changtu, sowie auf Taotun und Schistiutt zurück. Damit werden also die obigen ruffischen Meldungen wieder Lügen gestraft. Der Petersburger Berichterstatter der „Times" meldete Ein Telegramm, welches von der ruffischen Vorpostenkette eingegangen ist, enthält die Nachricht, daß die Japaner Omoso besetzt haben. Omoso beherrscht die Wege von Kirin und Ninguta, nach Wladiwostok und Korea. Es scheint sonach, daß Kirin und Ninguta abgeschnitten sind. Die Japaner können jetzt ohne weiteres Chardin und Wladiwostok gleichzeitig angreifen. Von den Philippinen. Der Gouverneur der Philippinen, die bekanntlich sei! dem amerikanisch-spanischen Kriege im Besitze Amerikas sind, teilte dem Kriegssekretär Taft telegraphisch mit, daß die russischen Schiffe der Aufforderung, den Hafen innerhalb 24 Stunden zu verlassen, nicht Folge geleistet haben und daß sie infolgedeffen der Bewachung des Admirals Train unter» stellt worden sind. Dieser tat die erforderlichen Schritte, um die Schiffe zu internieren; dieselben befänden sich gegenwärtig hinter dem Wellenbrecher im Bereiche der Geschütze der amerikanischen Kriegsschiffe „Ohio" und „Monadnock". Train werde die Maschinen der russischen Schiffe gebrauchsunfähig machen und von den Geschützeu die Verschlußstücke entfernen lassen. Admiral Train meldet aus Manila, daß die ruf fu scheu Schiffe interniert, die Offiziere und Mannschaften derselben gegen die ehrenwortliche Zusage, nicht mehr an dem Kriege teilzunehmen, freigelassen worden mb. — In Norwegen nimmt die LoStrennirng ihren weiteren ruhigen Verlauf. Die Nnionsflagge wurde am Freitag aus der Festung Akerslms bei Christiavia unter großen Feierlichkeiten gegen die dreifarbrge norwegische Flagge aus- gewechselt. Gegen 10 Uhr waren auf dem FeftungSpklatze gegen 30 000 Menschen versammelt. Vor der Wotznmg des Kommandanten war die Garnison der Stadt mtter dem Kommando des Platzmaiors zur Parade ausgestellt. Die norwegische Garde, welche zur Zeit Fsldübmvgen vorninmtt, wurde in die Stadt konr- mcmdiert. Anwesend waren auch die Mttgitsder des Storthing. Kurz vor 10 Uhr verlas der Kommandant bett Beschluß des Störchin^. Als die Uhr des Festung sturmes den ersten Schlag der zehnten Sttmde schlug, begann die Unionsflagge sich zu senken. Die Truppen präsentierten das Gewehr und die Musik intonierte das Daterlandslied „Norwegens Söhne". Während des Kanonendonners begann die Menge ihr Haupt zu entblößen; dann wurde die neue Flagge gehißt. Die Truppen präsentierten wiederum. Die Musik spielte die Nationalhymne ,Ha wir lieben dieses Land", in die viele mit entblößtem Haupte einstimmten. Die Kanonen donnerten aufs neue. Als die Flagge gehißt war, erschollen laute Hurrarufe. Der Kommandant brachte ein Hoch auf das Vaterland aus, das mit begeisterten Hurrarufen auf* genommen wurde. Die Nationalhymne wurde abermals gesungen und damit war der feierliche Akt beendet. Auch in verschiedenen anderen norwegischen Städten ging die Auswechselung der Fahne unter großen Feierlichkeiten vor sich. Das Lied „Gott schirme das Vaterland" beantworteten die anwesenden Truppen mit kräftigem Ja. In Osacrsborg sprach der frühere Verteidigungsminister den Wunsch aus, daß die Flagge lange über eine souveränes Volk wehen, möge, und daß sich unter diesem Männer finden möchten, die bereit seien, Leben und Blut für das Vaterland zu opfern. In Horten wurde in Anwesenheit einer großen Menschenmenge auf den Kriegsschiffen imb der Festung die alte Flagge niedergeholt und unter großer Begeisterung die neue gehißt. . _ Das akademische Kollegium m Christians« stellte der Regierung ein Schreiben zu, in welchem ihr der Dank ausgesprochen wird, daß sie die Ehre des Landes gerettet habe. langen Jahren eine Prinzessin, die alle, repräsentativen Pflichten, die die schwer erkrankte Königin und die ebenfalls durch Krankheit meist verhinderte Kronprinzessin seit langem nicht erfüllen konnten, übernahm und Jugend intb Leben in die stille Königsburg am Mälarsee brachte. Da§ jun^ Prinzenpaar mit seinen beiden kleinen Töchtern ist wahrhaft beliebt, vom KLnig an bis herab zum Bauer, itnb daß diese Beliebtheit auch bei dem streitbaren norwegischen Brudervolk sehr groß ist, das beweist die Aufforderung der norwegischen Volksvertretung an den König OSkar II., einem Prinzen seines Hauses zu gestatten, die Wahl zum norwegischen König annehmen zu dürfen, — denn es ist eben hiermit nur der Prinz Karl gemeint. Der Herzog von Chartres (ein Bourbone) freilich, so wird in Paris bchauptet, soll Kenntnis davon erhalten haben, daß die provisorische Regierung von Norwegen gesonnen fei, die Krone seinem Schwiegersöhne, dem Prinzen Waldemar von Dänemark, anzubieten. genommen. Einzelne schwedische Blätter sprachen die Befürchtung aus, das Ausland könne sich in die Aufhebung der Union durch Norwegen mischen und wünschen, daß Schweden dazu beitragen, daß der norwegische Freistaat von Europa anerkannt wird. Diese Ansicht teilen mehrere Mitglieder des Reichstages. Einige Zeitungen schlagen vor, die Angelegenheit dem Haager Schiedsgericht zu überweisen, um den Unionstreitigkeiten ein Ende zu machen. Der Kronprinz von Schweden traf am Freitag von Berliner Feierlichkeiten in Stockholm ein. Die Prinzen Gustav Adolf und Eugen begrüßten ihn bereits aus der Station Liljeholmen. Auf dem Bahnhofe der Landeshauptstadt hatten sich zur Begrüßung eingesunden die Prinzen Karl und Wilhelm, die Staatsminister und der Minister des Aeußern. Eine große Volksmenge, welche sich vor dem Bahnhofe und in der Wasastraße angesammelt hatte, begrüßte den Kronprinzen und die anderen Mitglieder des königlichen Hauses mit Hurrarufen. Die Stadt Stockholm ist mit Flaggen geschmückt. Prinz Karl von Schweden, den der Volkswille der Norweger als den künftigen König ihres Landes bezeichnet, ist der dritte Sohn des greisen Königs Oskar II. Der im Alter nach dem Kronprinzen kommende Sohn des Königs, Prinz Oskar, kann aus doppelten Gründen nicht als Kronprätendent in Frage kommen: Schon durch seine Heirat mit der nicht fürstlichen Hofdame der Königin, Ebba Munch hat er auf seine königlichen Rechte verzichtet und führt seitdem den Titel eines „Prinzen Bernadotte", auch nehmen seine stark ausgeprägten religiösen Interessen ihn vollständig in Anspruch, er sieht in ihnen seme Lebens- ausaabe und ist sogar in Volksversammlungen für sie tätig. Der jüngste, hochbegabte Sohn des Königs, Prmz Eugen, der auä? in Deutschland als Maler rühmlich bekannt ist, bat sein Leben der Kunst geweiht. So kann von den Komgs- söhnen nur Prinz Karl in Frage kommen. Nach seinem Hu- arenregiment im Volke der blaue Prinz genannt, ist Vrin? Karl Soldat mit Leib und Seele. Seme äußere Er- ftbeinuna - er ist noch einen Kopf höher als sem stattlicher Vater der ihn mit Recht den „größten Soldaten fernes Heeres" nennt — verleiht ihm etwas Imponierendes und bei allen repräsentativen Gelegenheiten Sieht seme Gestalt die Aufmerksamkeit auf sich- -ö™■ viel in Anspruch genommener Offizier. Cw untermmmt größere Inspektionsreisen iM Lande und zeig, die Unermüdlichkeit des ‘ echten Soldaten. Erne nicht unerhebliche Schwerhörigkeit legt dem Prinzen indessen m fernem militärischen Dienst manche Schwremgkert.auf,.und wie er diese überwindet, zeugt von einer außerordentlichen Energie und Pflichttreue. Doch nicht allein rm §eere, sondern aucg bei der Bevölkerung erfreut der „blaue Prmz sich em er großen Popularität, die durch seme Vermahlung mit der zweiten Tochter des dänischen Kronprmzenpaares, der jungen anmutigen Prinzessin Jugeborg, noch ^erhoh^wur be. Durch diese Ehe bekam d Skandinavien. Die Möglichkeit, daß König Oskar, der bei internationalen Konflikten wiederholt als Schiedsrichter sich betätigte, einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Norwegen geneigt sein könnte, wird allgemein für ausgeschlossen ^halten. Richtig ist jicr, daß im Etat Schwedens in den letzten Jahren die Ausgaben für die Landesverteidigung beträchtlich angewachsen sind. Doch das erklärt sich wohl weniger aus der Voraussicht eines Kvnflikts mit Norwegen. Iw Hinblick auf das Schicksal Finnlands glaubt man in Stockholm vielmehr gegenüber Rußland aufd er Wacht sein zu müssen. Noch im Etat für 1905/06 ist eine beträchtliche Summe für Küstenbefestigungen am Bottnischen Meerbusen an gesetzt. Unter dem militärischen Gesichtspunkt bedeutet die Trennung Norwegens von Schweden zweifellos eine Schwächung des ersteren Staates, denn Schweden ist militärisch leistungsfähiger. Das auf sich selbst gestellte Norwegen hat in Sachen der Landesverteidigung Grund zur Besorgnis. Es muß die Eventualität in Betracht ziehen, daß das seiner Seemachtstellung int Pacific beraubte Rußland sein Augenmerk auf die ihm zunächst gelegene Mstenzone am westlichen Ozean, und das ist eben die norwegische, richtet. Deshalb kann Norwegen aus Gründen der hohen Politik auf die Dauer kaum isoliert bleiben. Die Pflicht der Selbsterhaltung nötigt es, an einen anderen Staat sich anzulehnen. Dieser Staat wird, sofern nicht doch noch eine Verständigung nrit Schweden erfolgt, wahrscheinlich Dänemark sein, dessen verwandtschaftliche Beziehungen zum russischen Hofe für Norwegen eine Art politischer Rückversicherung bedeuten würde. Zwischen Dänemark und Norwegen hat früher fast vier Jahrhunderte hindurch ein Bundesverhältnis bestanden, und die beiden Nationen haben sich ihre gegenseitige Sympathie bis zum heutigen Tage bewahrt. Belangreich im Hinblick auf die Zukunft erscheint auch die Hinneigung der Dänen und Norweger zu Frankreich. Deutschland hat keinen Anlaß, in der skandinavischen Frage Stellung zu nehmen. Politisch ist es nicht interessiert, und die angeblich in Washington verbreitete Ansicht, Deutschland werde früher oder später an die Seite Schwedens treten, entbehrt somit der inneren Berechtigung, Die Einberufung des schwedischen Reichstages auf den 20. Juni wurde am Freitag in einer Sitzung des Staatsrates zu Stockholm beschlossen, der unter dem VorsitzdesKönigs und in Gegenwart des Kronprinzen abgehalten wurde. Der Präsident des Ministerrates erklärte: „Durch dieses revolutionäre Vorgehen hat das Storthing nicht nur ohne Mitwirkung des Königs, sondern auch ohne Rücksichtnahme auf Schweden mit eigener Machtvollkonnnen- heit über das Auflösen der Union Beschluß gefaßt, die auf Grund eines gegenseitigen, durch das Gesetz festgelegten Abkommens besteht und ohne Zustimmung der beiden Länder nicht aufgehoben werden kann. Dieser Beschluß des' Storthing ist eine schwere Verletzung der Rechte Schwedens, und es ist unbedingt nötig, daß der Reichstag unverzüglich, zu einer außerordentlichen Tagung einberufen werde, um über die Scyrttte zu beraten, die von feiten Schwedens inbetreff dessen, was sich ereignete, zu ergreifen sind." p . Die Entlassungsgesuche der Gesandten in Kopenhagen, Rom und Madrid, die geborene Norweger sind, wurden an- DeS Zaren Dank. Petersburg, L. Juni. (PeterSb. Telgr.-Ag.) Dee Kaiser telegraphierte an Admiral RoschdjestwenSky: Von Herzen danke ich Ihnen rmd allen Offizieren deS Ge. chwaders, welche im Kampfe ihre Pflicht ehrenvoll erfüllten, für ihre Aufopferung in Rußlands und meinem Dienste, Nach dem Willen des Höchsten war es Ihnen nicht beschiedeu, daß Ihre Heldentat durch den Erfolg gekrönt wurde, aber auf Ihren unbegrenzten Heldenmut wird das Vaterland immer stolz feilt Ich wünsche Ihnen baldige Genesung und auch, daß Gott Sie alle tröste. Amerikas Verrnittlerversvche. Washington, 9. Juni. Dem Vernehmen nach hatte keiner der Besuche, die dem Präsidenten Roosevelt von fiesigen Diplomaten abgestattet wurden, eine besondere Be-' )eutung mir Ausnahme des Besuches des japanische« Gesandten Takahira, bei dem zweifellos von der Audienz Mitteilung gemacht wurde, welche der amerikanische Bot- 'chaster in Petersburg bei dem Zaren gehabt hat. Daß )ie Verhandlungen noch in ihrem Anfangsstadium find, erhellt aus der von zuständiger Seite gemachten Mitteilung, daß Takahira nicht in der Lage war, dem Präsidenten Roosevelt auch nur die leiseste Andeutung zu mache«, unter welchen Bedingungen Japan geneigt sein würde, Frieden zu schließen. London, 9. Juni. Wie verlautet, hat Japan seine Friedensbedingungen bekannt gegeben. Sie lauten: 25 Milliarden Kriegsentschädigung, Anerkennung des japanischen Protektorats über Korea, Zurückgabe bet Mandschurei an China, Stellung der mandschurischen Eisenbahnen unter internationale Kontrolle, sowie Uebergabe her Insel Sachalin an Japan. (Diese englische Meldung ist ebenso wenig ernst zu nehmen, wie eine frühere ähnlich lautende. D. Red.) Amerika sieht sich vor. New-Dork, 9. Juni. Nachdem neuerdings ein auf einem amerikanischen Kriegsschiff als Diener angystellter Japaner dabei ertappt wurde, als er wichtige Telle dcS Schiffes abzeichnete, ist Befehl ergangen, daß in Zukunft .kein Jap aner mehrZutritt zu einem amerika- uischen Kriegsschiff erhalten darf. In dem Besitz bei Verhafteten wurden aLnze Stöße von Aufzeichnungen über amerikanische Kriegsschfffe aufgesunden. Wie Japans Kriegern Mut gemacht wird. Petersburg, 9. Juni. Aussagen der von General Mischtschenko eingebrachten japanischen Gefangenen zufolge, haben die japanischen Offiziere Befehl, um jede Schwäche unter den japanischen Soldaten zu verhüten, hinter denselben mit geladenen Revolvern zu marschieren und jeden niedcrzuschießen, der ohne Kommando zurück weicht. Diese Methode werde nicht nur bei Kompagnien, sondern auch bei kleineren Gefechtseinheiten angewendet. Einer der Gefangenen bekundete ferner, daß die Mannschaften zweier Compagnien, welche zwei mal anläßlich der Erstürmung von Port Arthur den Versuch machten, zurückzmveichen, auf Befehl Nogis erschossen roorben seien, nachdem sie vorher vor versammelter Mannschaft vorbei- defiliert waren. Deutsches Reich. Döberrtz, 9. Juni. Der Kaiser traf heute früh auf dem Truppenübungsplätze ein, mit ihm das $cfam*e Hauptquartier, die Generalität des Garde-KorpS, Kri^gA- minister v. Einem, die Mitglieder der französischen Mission und die fremdherrlichen Offiziere. Auf die Besichtigung der beiden Garde-Dragoner-Regimenter folgte ein Brigadeexerzieren dieser Regimenter, hierauf ein Exerzieren der verstärkten Garde-Kavallerie-Division unter Heranzteüung non Artillerie. Sodann fand ein Gefecht im Reiter statt, das mit einer großen Attacke der Division endigt«. Gegen anstirnrnten. T , Die gesamte unaarische Preffe verfolgt mit wärmster Svmvathie die Aktion der Norweger, und drückt dabei die Ansicht aus, daß die dortigen Verhältnisse viel Aehnlichkeit hätten mit der ungarischen Krise. Der Krieg. In der Mandschurei wirds wieder lebendig. General Linewitsch der Zuversichtliche soll die Schlagfertigkeit seines HeereS nicht nur durch Komplettierung der Iststärke, sondern durch Beseitigung der vielfachen Schäden und Mißstände im rufflschen Dienstbetriebe betrieben haben; ob ein bessernder Einfluß aber eingetreten ist, daß die russische Armee nun zu anderen, als den bisherigen Leistungen befähigt ist, das muß die Zeit lehren. Tatsächlich verfügt Rußland noch über eine Armee, welche seit drei Monaten das Vordringen der japanischen Heere in in der Mandschurei aufhielt. Diese Armee ist die letzte Waffe, welche Rußland nach einem Kriege von 15 Monaten in Ostasien verblieb. Sie flößt der dortigen Bevölkerung immer noch Respekt ein und läßt das Ansehen Rußlands bei den Chinesen noch nicht vollkommen sinken, sie ist aber auch z. Z. das letzte Machtmittel. Auffällig erscheint das lange Zögern der japanischen Armee mit der Fortsetzung der unterbrochenen Operationen, die drei Monate auf der ganzen Heeresfront vollkommen stillstand. Der Grund für die Unterbrechung der großen Unternehmungen lag in der ersten Zeit in der Nottvendigkeit, die durch die Schlacht bei Mukden verursachten Verlrrste an Mannschaften, Munition, Material zu ergänzen, die Gruppen* verbände neu zu ordnen und zu festigen, die rückwärtigen Verbindungen aufzunehmen und zu sichern. Nach Erledigung dieser Arbeiten machte sich der Eintritt der russischen Flotte in die ostasiatischen Meere auch für die Landarmee störend fühlbar. Es wäre ein Leichtsinn gewesen, an ein zweites immer doch zweifelhaftes Unternehmen, an den Angriff ans die verstärkte russische Armee heranzutreten, bevor nicht die Entscheidung im Seekriege gefallen war. Jetzt aber geht es wieder mit neuer Lebhaftigkeit auf beiden Seiten los. Heute meldet General Linewitsch dem Zaren vom 8. Juni: Die Japaner griffen am 5. ds. auf der linken Flanke die Vorbut an, wurden aber durch Fen« der vorgeschobenen Dosten aufgehalten. Eine am 5. ds. in das Tal des Tsmho gesandte Abteilung trieb die Vorhut des Feindes zui-ück und besetzte das Dorf S a n t s i a t a y. Eine andere Abteilung ging im Tal des Hunho bis südwestlich Dort Bovho vor. Eine dritte nach Süden geschickte Meilmig trieb die Japaner aus oem Dorfe Manchantchentzi und rückte nach Tvouangow Aus Tokio aber wird folgendes amtlich gemeldet: Nacl)dem die Japaner am 7. Juni mrrgenS den aus mehr Grschttat mit tttihuttyne bei Sonntags. T . & A A AA Rotottxmebnid «ad Vettoq be SoShttchE» »U ÄTaUee- werben OttOF 71 ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Vk w*- 3 ■ L ÖL TI I>L Redaktion, Expedition a. Druckerei Schulst». I. Whrsßschl COMbölrt* «scheint monatlich einmal. v << | 3 « d' W y Nr V ▼ leL Rr. dl. An-eiger Gtetzad General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Mittag ritt der Kaiser in daS Barackenlager ein, neben ihm der französische General de Lacroix. Zahlreiches Publikum begrüßte den Kaiser mit lauten Hurrarufen. In dem Kasino des Lagers fd^b ein Frühstück statt. Bei demselben brachte der Kaiser einen Trinkspruch aus die anwesenden Gäste a.u§ fremden Armeen auS. General de Lacroix dankte mit kurzen Worten und trank auf das Wohl des Kaisers, der Kaiserin, der kaiserlichen Familie und auf die Truppen, welche durch die anwesenden Offiziere vertreten seien. B erlin, 9. Juni. Pas Kronprinzen paar wird 14 Tage auf Jagdschloß H:i bertussto ck verweilen. — Der neue Oberpresident von Brandenburg, der seitherige Regierungspräsident von Kassel, von Trott zu Solz, ist Kurhesse. Er wurde 1866 Landrat des Kreises Höchst. Sein erster Nachfolg e, Herr v. Meister, ein Sohn des Höchster Großindustriellen und MitgründerS der Farbwerke, soll demnächst Regierungspräsident in Wiesbaden werden. Von Jugend auf pflegte v. Trott freundschaftliche Beziehungen mit der Familie des Landgrafen von Hessen-Rumpenheim, wodurch er 1891 Königl. Kammerherr wurde und als Reisebegleiter des Landgrafen eine Reise um die Welt zu machen Gelegenheit hatte. Nach ganz kurzer Wirksamkeit als Land rat in Marburg wurde er als Hilfsarbeiter in das Ministerium des Innern nach Berlin berufen, wo er bald vortragender Rat wurde, und die im Mai 1895 vom Reichstage abgelehnte Umsturzvorlage bearbeitete und im Reichstage vertrat. 1899 kam er als Regierungspräsident in seine engere Heimat Kassel, von wo er nun als Oberpräsident nach Potsdam geht. Er ist ein sehr gewandter Mann von hoch aristokratischen Formen und tüchtiger Beamter, den der Kaiser als persönlichen Bekannten gern in seiner Nähe haben wird. Kaufbeuren, 9. Juni. Bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl wurde Gutsbesitzer Josef Geiger (Zentrum) mit überwiegender Mehrheit gewählt. Soweit bisher gezählt wurde, ist das Stimmverhältnis folgendes: Geiger erhielt 7471, Seiler (Hb.) 2182, Kergel (Bauernbund) 323 und Angerhofen (Soz.) 490. Es fehlen noch einige Orte. Ausland. Paris, 9. Juni. Der „Ganlois" will heute wissen, daß Fürst Henckel v. Donnersmarck Anfang dieser Woche mit einer Mission des deutschen Kaisers in Paris eingetroffen ist. Derselbe soll beauftragt sein, seinen Freunden, welche mit der französischen Regierung Verbindung haben, mitzuteilen, welchen Gefahren durch die Beibehaltung der Politik DelcassoS der europäische Friede ausgesetzt sei. Die Mission des Fürsten ist gewissermaßen geheim gewssen, aber er batte genügende Instruktionen erhalten, damit kein Zweifel über die Art der Mission auskommen konnte. Der „Gaulois" glaubt infolgedessen, daß die Demission Delcassäs tatsächlich den vom Fürsten unternommenen Schritten zuzuschreiben ist. — „Libertä" erklärt sich in der Lage, das Gerücht zu dementieren, wonach das Kabinett Ron vier bereit sei, Deutschland eine Interessensphäre in Marokko abzutreten. UebrigenS wird hervorgehoben, daß Deutschland keine diesbezüglichen Forderungen erhebe. Wien, 9. Juni. Das „Fremdenblatt" stellt fest, daß das vom hannoverschen Hof in Gmunden (Herzog von Cumberland) anläßlich der Vermählung des Kronprinzen abgesandte Telegramm nicht an den Berliner Hof, sondern an die mecklenburgiische Familie gerichtet gewesen sei. Konstantinopel, 9. Juni. Seit Svnntag wütet an der türkisch-montenegrinischen Grenze im Distrikt Donji ein Kampf zwischen den Montenegrinern, verstärkt durch türkische Rajahs aus den Grenzgebieten und den Mohamedanern. Die Gesamtzahl der Kämpfenden wird mit 3000 angegeben. Die von Akova hingeschickten zwei Kompagnien wurden von den Montenegrinern zerniert. Die Mohamedaner von Berane versuchten das dortige Waffendepot zu plündern um den Montenegrinern erfolgreicher entgegentreten zu können, wurden jedoch zu- rückgeworfen. Auf den Befehl des dritten Korpskommandanten (Saloniki) würde der energische Divisionsgeneral Sohemi-Pascha mit seinem Generalftabe hinbeordert. Nach Angabe der Pforte wurden die Kämpfe von den Montenegrinern provoziert, welche am 23. Mai die Grenze überschritten und eine Rinderherde rauben wollten. Der gegenwärtige Kampf scheint eine setzung dieser Grenz kämpfe zu sein. Aus Stadl und Zaud. Gießen, 10. Juni 1905. • • Von der Landesuniversität. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, hat der außerordentliche Professor der Physiologie an der Universität München, Dr. Otto Frank, den an ihn ergangenen Ruf als Nachfolger des verstorbenen Geh. Medizinalrats Prof. Dr. Eckhard angenommen und wird dem Rufe alsbald Folge leisten. * * Prof. Reichelt-Friedberg f. Am gestrigen Freitag ist in Friedberg, seinem langjährigen Wirkungskreise, der Oberlehrer an der Großh. Obstbauschule und landwirtsch. Winterschule, Prof. Reichelt nach längerem Leiden entschlafen. PUt ihm erleiden nicht nur beide Anstalten, sondern die ganze Provinz Oberhessen einen herben Verlust. Seine nis-iermüdende Arbeitskraft beschränkte seine Tätigkeit nicht nur auf sein Lehramt, er suchte auch mit Erfolg seine reichen Erfahrungen und Kenntnisse auf dem Gebiete der Landwirtschaft und ganz besonders int Obstbau da zu verwerten, wo es galt, der Allgemeinheit zu dienen. Wer heute unsere Provinz durchwandert und sich an den schönen Obstbaumanlagen in Gemeinden und an den Kreisstraßen erfreut, und dabei einen Vergleich zwischen dem Stand des Obstbaues vor 20 und mehr Jabren und heute zieht, wird unschwer finden, daß hier außerordentliches geschaffen wurde. Zu den Männern, deren segensreiche Tätigkeit hier in die Augen tritt, gehört Reichelt. In zahlreichen Vorträgen wußte er das Interesse besonders der Landbewohner für den Obstbau zu. wecken und selbst da , Erfolge zu erzielen, wo Klima und Bodenbeschaffenheit dem Obstbau bisher einen Ertrag fraglich erscheinen ließen. Im Verein mit seinen Kollegen pflegte Reichelt das Ausstellungswesen und verschaffte dadurch dem heimischen Obstbau nicht nur im Hessenlande, sondern im ganzen Reiche Anerkennung und klingenden Erfolg. Seine Vortragsweise war volkstümlich, dem Verständnisse des ländlichen Klein- besitzertums angepaßt und geeignet, von vornherein jedes Vorurteil zu beseitigen, das sich besonders' auf dem Lande jeder Neuerung entgegenstellt. Der Name Reichelt wird unvergessen bleiben bei allen, denen er mit seinen wertvollen Anregungen näher trat • * Hudde hat, wie wir erfahren, bald nach der Gerichtsverhandlung seinen Verteidiger, Dr. Jung, gebeten, Revision gegen das Urteil einzulegen, was denn auch geschehen ist. Dr. Jung hat den Verurteilten zu diesem Entschluß nicht bestimmt. Im übrigen verhielt Hudde sich genau so wie während der Verhandlung. Sein Genosse Walter bat, entgegen anderslautenden Meldungen, keine Revision einlegen lassen. Die 7 Jahre Zuchthaus sind ihm im Gegenteil nicht überraschend gekommen. Er hat nämlich kurz vor der Verkündigung des Urteils zu seinen Wärtern die Erwartung ausgesprochen, daß er „wohl seine 15 Jahre Zuchthaus bekommen roerbe*. * * Besitzwechsel. Zum Preise von 32000 Mk. ging das Anwesen des Lokomotivführers i. P. Ludwig Werner, Nordantage 19, in den Besitz des Prokuristen Karl Ho sch über. Die Vermittlung erfolgte durch die Agentur für Immobilien und Hypotheken Adolf Schmidt. * • Unsere Negimentsmusik konzertiert am ersten Pfingstfeiertage im Schützengarten in Wetzlar, am sogenannten dritten Feiertage nachmittags hier im Philosophenwald. R.-B. Darmstadt, 9. Juni. In der Redaktion der „Darmstädter Zeitung", des hessischen amtlichen Blattes, wird zum 1. Juli ein bemerkenswerter Wechsel sich vollziehen. An Stelle des jetzigen Redakteurs, Dr. Busch, übernimmt Redakteur Dinklage vom Oldenburger Regierungsblatte den Posten als 1. Redakteur, während Dr. Busch dem Blatte auch in Zukunft erhalten bleiben und als 2. Redakteur weiterfunktionieren wird. Der jetzige 2. Redakteur, Heß, wird aus diesem Grunde seine Stellung am 1. Juli verlassen und sich nach auswärts begeben. Der neue Leiter des Blattes ist bereits in Darmstadt eingetroffen. — Die hiesige Handelskammer schließt ihr Rechnungsjahr für 1904 mit einer Einnahme von 25 924 Mk. und einer Ausgabe von 23 854 Mk. ab, so daß ein Kassenvorrat von über 2000 Mk. verbleibt. Die Handelskammer hat sich, wie jüngst auch der Provinzial- landtag für Starkenburg, einstimmig gegen eine etwaige Eingemeindung von Ginsheim-Gustavsburg in die Stadt Mainz ausgesprochen. Die Handelskammer erklärt, daß die Los- trennung dieses Gebietes ein sehr bedauerlicher Präzedenzfall für die Zukunft sei und der Verlust eines so steuerkräftigen Ortes, wie Gustavsburg, den Kreis Groß-Gerau auch materiell recht fühlbar schädigen würde; Gustavsburg sei die kapitalkräftigste Landgemeinde des ganzen Handelskammerbezirkes. Es sprächen auch keinerlei wirtschaftliche Gründe für die Vereinigung der Orte mit Mainz. — Bezüglich einer gemeinsamen Anregung einer Anzahl Handelskammern, gesetzliche Maßregeln gegen den überhand nehmenden Mißstand der Bestechung von Ange stellten kaufmännischer und industrieller Betriebe durch Lieferanten, um die Angestellten hierdurch zu einer Bevorzugung der Waren des Geschenkgebers zu veranlassen, können wir mitteilen, daß diese Anregung auch zu Verhandlungen zwischen dem Ministerium des Innern und dem der Justiz geführt haben. Diese Verhandlungen führten zu der Ueberzeugung, daß der in Rede stehende Mißstand in Hessen noch nicht den Umfang angenommen habe, daß hessischerseits eine Anregung zu einem reichsgesetzlichen Vorgehen in dieser Richtung gegeben werden konnte. Es soll jedoch eine eingehende Untersuchung über den Umfang dieser Mißstände und über die Rätlichkeit eines gesetzgeberischen Vorgehens angestellt werden. Die hiesige Handelskammer wird deshalb bei einer Anzahl hessischer Firmen eine vertrauliche Umfrage über diesen Punkt veranstalten und das Material der Regierung zur Verfügung stellen. * * Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Erda scheint der Typhus endlich weichen zu wollen, denn weitere Erkrankungen sind in letzter Zeit nicht vorgekommen. Am 7. d. M. haben nochmals infektivnen stattgefunden. * KllHne"Tageschronik. In Po f en wurde der M äd- ch en Händler Ludek Boas aus Konin in Rußland verhaftet. Er wird beschuldigt, die Emilie Gottfried aus' Schadow in Rußland nach Glasgow verschleppt zu haben. — In der Gegend vonLissai.P. gingen schwere Ge wi t te r nieder. Im Kreise Tworschwitz fuhr der Blitz in einen Strohschober, unter dem Feldarbeiter Zuflucht vor dem Regen gesucht hatten. Der Strohschober wurde entzündet, drei Feldarbeiter vorn Blitz getötet, die übrigen verletzt. — InRixdorf bei Berlin ermordete die 25 jährige Frau des Gürtlers Zibulka ihren zweijährigen Sohn, indem sie ihn an einem Nagel an der Wand in, der Küche aufknüpfte. Dann erhängte sie sich selbst. Ehezwistig- keiteN zwischen den Eheleuten lagen nicht vor. Das' Motiv zu der Tat dürste darin zu suchen sein, daß der Ehemann ein strenger Katholik ist, während FrauundKindevalr- g e l i s ch waren, was einen starken Mißton iit der Familie hervorgerufen habe. — In Zweibrücken erschoß sich der Sekretär des Rechtsanwalts Baschab namens Schwarz, 26 Jahre alt, der verhaftet werden sollte. Schwarz soll sich Unterschlagungen haben zu schulden kommen lassen im Bettage von über 2000 Mark. — In Amiens (Frankreichs wurde in einem Kosser, der von einem abgereisten Gaste in einem Hotel zurückgelassen worden war, die Leiche einer in Stücke geschnittenen Frau ausgefunden. Die Untersuchung ist. ein geleitet. — Bei einer Bajonett Übung des 144. Regiments in Mörchingen wurde ein Mann durch einen unglücklichen Zufall getötet. — In Oestrich in Westfalen wurden zwei Arbeiter vom Blitz erschlagen und ein dritter schwer verletzt. — In Wengern bei Witten wurde der Berginvalide Hüning- haus mit durchschnittener Keble und "mehreren Stichwunden in der Brust tot aufgesunden. Unter dem Verdacht, den Mord begangen zu haben, wurden zwei italienische Steinarbeiter ver- hastet. Kunst und Wissenschaft. — Professor Tizzoni von der Universität Bologna teilte mit, es sei ihm gelungen, die Tollwut durch Radium- strahlen zu heilen. Die bisherigen Ergebnisse der Experimente mit Kaninchen seien sämtlich erfolgreich gewesen, was weder bei der Pasteurschen Kür. noch bei der SerumbeHandlung der Fall sei. Versuche mit Menschen will der Erfinder noch vornehmen Kirchliche Yachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Johauueskirche. Am 1. Pfingstfeiertag, den 11. Juni 1905. Vormittags 11 */. Uhr : Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrassistent Sattler. Am 2. Pfingstfeiertag wird nach allen Gottesdiensten eine be- sondere Kollekte für die Armen erhoben. Kandel und KerKeUr. Volkswirtschaft. D a r m st a d t, 9. Juni. Der Aufsichtsrat der Bank für Handel und Industrie (D a r m st ä d t e r B a n k) ernannte den Geh. Obersinanzrat von Klitzing, Mitglied des Reichsbankdirektoriums in Berlin, zum Direktor mit dem Wohnsitz in Berlin. Paris, 9. Juni. Die Börse eröffnete fest, da derGlaube, es werde zum Frieden zwischen Rußland und Japan kommen, f o r t b e st e h t. Gießen, 10.Juni. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0.90—4^5 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Pfg. 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käs« vr. Stck. 6—8 Pf./ Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg.,' Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar0,80- 0,90 Mk., Hühner pr.St.! 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80-2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 55-65 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfunb 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweine-, fleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,50—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Zwetschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 big 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0,15. Marktzeit 7—1 Uhr. KerichtssaaL. M o g i l n o , 9. Juni. Der Hauptmann z. D. S ch l o 11 hatte sim gestern vor dem Kriegsgericht der 4. Division wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an Mädchen unter 14. Jahren zu verantworten. Die Verhandlungen, zu denen 27 Zeugen geladen worden waren, sind unter Ausschluß der Oesfentlichkeit geführt wordm.^ Das Urteil, lautete auf 1'1/2 Jahre Gefängnis und Verlustes des Rechtes Auf Tragen der Uniform. Schlott ist verheiratet und Vater mehrerer Kinder. Gießener lUrdwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag den 11. Juni 1905: Trockenes, aufheiterndes und wärmeres Wetter für Sonntag und Montag. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kriginal-I)raMmkfdttngen. Berlin, 10. Juni. Die MorgenAätter melden zu deut plötzlichen Abschluß des Plötzenseer Prozesses: Während der Verhandlung am Mittwoch begab sich Rechtsanwalt Löwenstein in das Justizministerium und suchte um eine Audienz nach; er hatte eine halbstündige Besprechung mit dem Minister, der erklärte, daß er jede Einmischung in den Prozeß, jede unmittelbare Einwirkung auf die Behörden, welche Strafantrag gestellt haben, ablehnen müsse. Darauf ersuchte Rechtsanwalt Löwenstein Landgerichtsdirektor Oppermann, die Verhandlung bis zum Mschluß der einzuleitenden Vergleichsverhandlungen zu unterbrechen: diesem Ersuchen wurde entsprochen. Nach zweitägigen Verhandlungen zwecks Einverständnisses zwischen allen Angeklagten, Verteidigern, der maßgebenden Behörde, und den Nebenklägern und nach letzter mehrstündiger Unterhandttmg des- Rechtsanwalts Löwenstein mit dem Vertteter der Oberstaatsanwaltschaft erfolgte dann die Erllärung der Angeklagten und die Zurücknahme der Sttafanttäge. Breslau, 10. Juni. In der ersten Woche des Juni wurden in Schlesien 106 Ortschaften durch Wetterschaden betroffen, 10 Menschen vom Blitz erschlagen, 48 Gebäude und 2 Kirchen durch Brandschaden vernichtet. Aus 51 Ortschaften wurde Hagelschlag und Ueber- flutung gemeldet. Paris, 9. Juni. Die dem Ministerpräsidenten Rouvier während des diplomatischen Empfanges durch den deutschen Geschäftsträger, Botschaftsrat v. Flotow überreichte Note ist eine Zirkularnote, die von der deutschen Regierung an alle Mächte gerichtet ist. Die Note umsaßt nur etwa zwanzig Zeilen. Die deutsche Regierung erklärt, sie stimme dem Vor- chlage der marokkanischen Negierung, die Neformfrage einer internationalen Konferenz zu unterbreiten, zu. Deutschland stützt sich dabei auf den Artikel 17 der Madrider Konvention, welcher in Marokko allen vertragschließenden Mächten das Meistbegünstigungsrecht zusichert. Rouvier beschränkte sich daraus, die Note zur Kenntnis zu nehmen. Man glaubt, daß die Mächte, denen die Note zugestellt ist, bis jetzt ihre Antwort noch nicht erteilten. Paris, 10. Juni. Echo de Paris meldet aus Petersburg, hinsichtlich der Friedensfrage werde erklärt, Rußland sei fest entschlossen, den Krieg fortzusetzen, jedoch sei man bereit, die japanischen Vorschläge zu prüfen und Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika zu ersuchen, die japanischen Bedingungen mitzuteilen. Aus den Mitteilungen mehrerer hervorragender Personen gehe hervor, daß Rußland entgegen den bisherigen Meldungen bereit sei, eine Kriegsentschädigung und zwar in Höhe von 25 Milliarden Rubel zu zahlen, außerdem die Eisenbahn zwischen Charbin und Port Arthur abzutreten, jedoch weigere es sich entschieden, irgend ein Gebiet abzutreten. Wien, 10. Juni. Der Universitätsprofessor Dr. Theodor Beer, der vor Jahresfrist aus Wien geflüchtet war, um der gerichtlichen Verfolgung wegen mehrerer ihm zur Last gelegten Sittlichkeitsverbrechen zu entgehen, ist, nachdem ihm freies Geleit zugesichert worden, aus San Franeiseo hier ein* getroffen. Er hat sich dem Gericht gestellt. HMMeHchmq der AaMießeii Montag den 19. und Dienstag den 20. Juni 1905, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Montag den 19. Juni: a. An Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädterfeld und bei der Margaretenhütte; b. ^vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer 'Ww., Grünberger Straße 6, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; c. nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald pon den Wiesen am Fürstenbrünnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Geinarkung Wieseck und pon etwa 25 Morgen Wiesen in der Schwarzlach; Dienstag den 20. Juni: d. pon den Ochsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; e. nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; f. nachmittags 273 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck; g. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Die Zusammerckunft ist am 19. Juni am Neustädtertor, am 20. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, den 9. Juni 1905. , . ® /« Großherzoalick'e Bürgermeisterei Gießen. __________________I. V.: Eurschmann.___ Bekanntmachung. Mittwoch, 14. Juni 1905, nachmittags 6 Uhr, werden m der Stephansmark einige Stücke meistbietend versteigert. .. m.,r. » Die Zusammenkunft ist hinter der neuen Unwerptats-Blblwther an der Bismarckstraße. .nl0/ Gießen, den 10. Ium 190o. B /• GroßherzogUä" Bürgermeisterei Gießern v I. V.: Eurschmann. Telephon Uo. 464 OchS^GchGOO^O^GchGchO^G^Q^O^VchG^O^O^MM^OE^W^G^GchOchOckS^O^O^GchG^O^G Mans-Entwässerungen Uebernahme der Gesamtaniagen einschliesslich, sämtlicher zugehörigen Erd- und Maurerarbeiten Anfertigung der Konzessionspläne und Einholung der behördlichen Genehmigung Projekte und Kostenanschläge zu Diensten Coaarail Hamel, Installateur Nord-Anlage 2S 03927 Todes-Anzeige bekannt zn geben. Seine unermüdliche Arbeitskraft war ganz unserer Anstalt gewidmet, an deren Entwicklung er aufs eifrigste mitgearbeitet hat. Sein Wirken wird nie vergessen werden; sein Name ist mit der Anstalt verknüpft. Ehre seinem Angedenken! Für die Grossh. Direktion und das Lehrerkollegium Dr. von Peter. Friedberg, den 9. Juni 1905. Bie Beerdigung findet Pfingstmontag, nachm. */25 Uhr, vom Trauerhause aus statt. D10/e Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, den Tod unseres allseits hochgeschätzten Kollegen Professor Reichest Oberlehrer an der Grossh. Obstbauschule und Landw. Winterschule Friedberg W M M '>'VV ':J M.vr"- tzK ■ 8114 heim a. d. B. statt. Heute abend 8 Uhr verschied plötzlich nach langem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Fraii Katharina Mali I tn geb. Schlierbach im Atter von 80 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim (Mühle), Lollar, Nodheim a. d. B., den 8. Juni 1905. Die Beerdigung findet am ersten Pfingstfeiertag, nachm. 21/, Uhr in Rod- HM MK M. . */r^v>T D I M ii tiü M Alter von 78 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Steinberg bei Gießen, den 10. Juni 1905. Die Beerdigung findet Montag, den 12. Juni, nachmittags 2 Uhr statt. Statt jedes* besonderen Anzeige. Heute früh verschied nach längerem Leiden, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel 03900 Herr Samuel Katz Todes-Anzeige. Heute morgen 9 Uhr verschied unser lieber Gatte, Vater, Großvater und Schwiegervater Herr Friedrich Schieferstein Landwirt und Kassenrendant nach längerem Leiden im Alter von 57 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Launsbach, den 10. Juni 1905. Die Beerdigung findet am Montag, den 12. Juni, nachmittags ö Uhr in Launsbach statt. Amtiert reine Weine Weißweine p. Flasche v. 50 Pfg. aufwärts, Rotweine 2756 p. Flasche v. 80 Pfg. auswärts. I. Seibel, Ludwigsplatz 13. Zöpfe Dreher, Haarunterlageu rc. werden gut und billig angefertigt. Hermann Plank Witwe Spezial Damen - Frisiergeschäft Kaplarrsgasse 2. [1795 UWWWW Versteigerung. Dienstag, den 13. d. Mts., nachm. 21/, Uhr, sollen dahier Walltorstraße 6 (Darmst. Haus) 1. 1 Fahrrad, 2. 1 Hobelbank, 3. 1 schwarzer Anzug, 4. 1 Schreibmaschine, 5. 80 Fll Kognak, 100 Fl. Wein, 6. Haus- u. Küchengeräte aller Art zwangsweise gegen bar versteigert werden. 3138 Gießen, den 10. Juni 1905. Seipel, Gerichtsvollzieher, Weichte Wti, 3180 Bahnhofstraße. MT Täglich frische Erdbeerbowle. Neue Reservoirs I 1—12 ebrn Inhalt, sofort lieferb. gebrauchte Träger, S Säulen, Rohre aller Art, j Schienen, neue und gebr. j Werkzeugmasch., neue n. I geb.Transmissionen, Dreh- j bänke, Bohrmasch., Am- | bosse, Schraubstöcke, Eisen- | uno Holz-Riemenscheiben rc. billigst abzugeben. | Josef Rosenau junior, Frankfurt a. M. hv16^ g Mainzerlandstraße 257. Prima I Ecksteine Beton-Kies-Sand Pflasterkies in kleinen und großen Quantitäten empfiehlt Rinn, Maurermeister, 3132 Heuchelheim. Sprätt’s > Kuckenfutte!» und GefJ'ügelhiltsrvtiev;lri?Si3r^S stauclich^ prasse;.Eiep)roduküoDS i Billigst;—'^üchsSpJatt‘s Itods» 1 kuchen —* zu haben beiT Gustav Walter 2560 | Mäusbure- 13. Telephon 386. f Zopfe!! Dreher, Haaruhrketten, Toupe-Scheitel und Perücken werden gut und billigst iangeertigt bei 639 Seltersweg 43, Ecke Goethestraße. Versende: 30 Liter la. Weisswein Mark 12.- 30 Liter la. Rotwein Mk. 13.50 hv20/8 !geg. Nachn.Faß leihw.u.franko zurücksenden. Rud. Börsch, Weingut Schwanen, Edenkoben (Rhpf.) Original BuülrichSalz Bestes, znverlässtgeS Mittel gegen 2760 Magenleiden. Nur echt, wenn mit dem Bildnis des Erfinders. Hauptnicderlage für Gießen bei Gustav Waller, Mäusburg 13. Telephon 386. A. Reinig Optische V Waaren I) Giessen H Seltersweg 30 Verpachtung. Der oberhalb des Ortes gelegene Teich mit 380 qwt Flächeninhalt, sehr zur Fischzucht geeignet, steht mit einer nur wenige Meter entfernten stark fließenden Quelle in Verbindung und ist rundum mit gut angelegtem Pfade umgeben. Nächsten Dienstag den 13. Juni, nachmittags 1 Uhr soll derselbe auf 6 Jahre verpachtet werden. Rödgen, den 9. Juni 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei. 3125 Stein. Strohhüte alle Arten empfiehlt Rudolf Richter Marktstrahe 26 Strohhüte Schnlhedlan a Ostern.I , semesft Lehrplan. Prim Wsckrtchln (magnum bonum) 3001 Zalatkarichln WEn) Neue Sommer-Maltakartofseln Italienische Kartoffeln empfiehlt zu den billigsten Preisen I. Hankel, Schloßgasse 6. Baes- und Oehn $. jlttäe 1928 empfiehlt J. _____vorm. I. Happel.______ 'im Shampoonieren (Damen-Kopfwasehen mit Trockenapparat) empfiehlt sich 1796 Hermann Plank Witwe Spezial Damen - Frisenrgesch'ast Kaplansgafie 2. hv9/; bim - ische Sofa-, Anszieh-, Ess- und Restanrations-Tisebe Nußbaum fourniert und poliert, sowie tannen lackiert bei tadelloser Ausführung zu billigen Preisen. 1808 PD Henkel Stuhlschreiuerei Sonnenstr. 14. Sonnenftr. 14. Schöne Cemsepslanze» i zu haben____Neuenweg 29. Prima Apfelwein (Borsdorfer) im Zapf. 2493 Lonys Bierkeller« Badehaubm empfiehlt in großerAuswahl [8063 Johanna Dietz, Seltersweg 60J Herrliches Baar erhält man bei Anwendung des überall eingeführten Peruan. Männin- Wasser v.E.A.Uhlmann LCo., Reich en - bachi.V. Das beste Haarwasserd.Welt, bis jetzt unübertroffen. Aerztl. empfahl. Tausende von Anerkennungen! Flasche 1,75 und 3,50 in jedem besseren Friseurgesch. zu haben. D80^ Tapeten! Natnrett-Tapeten vonlO Pfg.an Gold-Tapeten „ 20 , , in den schönsten u. neu este st Mustern. Man verlange kostenfrei Musterbuch Nr. 267. Gebr. Ziegler, Lüneburg. Dr. Richter bis Mittwoch den 14. Juni einschließlich TOrrelst. Vertreter: 03907 Zerr SiuM. empfiehlt zu billigsten Preisen ChrisfianWallenfels 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1826. Kartoffeln magnum bonum, prima Ware, empfiehlt billigst J. Weisel, Sonnenstratze 6. ________Telephon 235. 3040 Unschön °i r- Korpulenz, h Fettleibigkeit! _ Trinken Sie mit Erfolg W Wendleästemer Paket Mk. 1.75 und Mk. 3.—. Zu l^kben in allen Apotheken. Carl Hunnius, München. Suchen Sie Käufer? oder Teilhaber? für Geschäfte aller Branchen, Fabriken, Häuser, Grundstücke, Billen, Pensionats, Güter, Mühlen, Ziegeleien, Brauereien,Hotels,Gasthöfere. beschafft rasch und verschwiegen das Filial-Bureau von Albert Gütler, Frankfurt a. M., Ludwigstr. 19. Bin kein Agent! Daher ohne Provision! Streng reelles deutsches verbreitetstes Unternehmen dieser Art! Ohne Konkurrenz! Glänzende Anerkennungen! Besuche und Rücksprache kostenfrei! hv8/e Ein noch gut erhaltenes Opel-Tandem Damen» und Herrensitz, billig abzugeben. Klein-Linden, Lützellindenerstr. 6 Vorläufige Anzeige. Feier des 20 jährigen Bestehens des Giessener Radfahrer-Vereins 1885 L am l.j 2. und 3. Juli 1905 bestehend In tfereinsdauerfahrt, Corso, Schul- und Kunstreigen- sowie Gruppenfahren, Radballspiele und Motorrennen, verbunden mit Volks-Fest Der geschäflsführende Ausschuss C. Löttgen, Vorsitzender. ve/e Der Fest-Ausschuss Curschmann, Beigeordneter, Vorsitzender. Sie finden Wo gehen wir Pfingstmontag hin? Eintritt 40 Pfg. Anfang 4 Uhr. 8129 Arhluug! Achtung! luony's Bierkeller Schauzeustraße 18 Fuhaber L. Wagner 08911 La. Abel, Grünbergerstr. 41 Es ladet ergebenst ein B. Wacker. B101 in der Wirtschaft zur Burg Gastwirt Wilhelm Becker 03901 ES lobet freundlichst ein 08902] Nm 3. Pfingsttage Tanzbelustigung wozu ergebenst einlabet [03855 Philipp Seipp, Gastwirt. 100,000 prima Feldbrandsteine billigst abzugeben. Näheres in der GeschältSst. d. Gieß. An-. 03904 Kartoffeln | zu verkaufen — prima Magnnm bonnm — bei Wirt Rühl vorm. Phil. Bauer, Bahnhoistraste. Käufer oder Teilhaber Liebigshöhe Am 2. Pflngstfeiertag Halbrenner, Marke Opel, Mod. 1905, einiqemale gefahren, Anschaffungspreis 190 Mk., aus GesundheitSrückstchten bill. ßit verk. Schr. Meld. u. 03899 a. d. G. A. erb. Zum Schipkapass ■' Am 3. Feiertage Ausflug nach Heuchelheim ....... zur „Ludwigsburg“. Bringe meine Lokalitäten zu den Pfingst-Feiertagen in em- psehlende Erinnerung. . [08896 C» Krwse. Klein-Linden. Montag den 12. Juni Tsiilzittgsige«. Bernhardtshäuserhof. Bel Kauf eine« hiesigen oder auswärtigen Geschäftes . Grundstückes, Gewerbebetriebes jedweder Art oder bei Beteiligung kann man nie genügend vorsichtig sein. Streng reelle Angebote finden Sie in meiner reichhaltigen Offertenliste, die bei Angabe Ihrer Wünsche kosten.rel zusende. Bin kein Agent, nehme von keiner Seite Provision. L Kommen, K™ng.'Ä Humoristisches 03908 Früh- EConzert unter Mitwirkung eines vorzüglichen Künstler-Quartetts. Kurzhaariger Brauntiger kräftig gebaut, 65 om SchulterhÜbe, einjährig, mit vorzüglich. Anlagen, noch nicht geführt, zu verkaufen. Schriftliche Meldungen unt. 3135 an den Gießener Anzeiger erbet. für Jede Art hiesiger oder auswär- tigerGescbäfte, Fabriken,Grundstücke,Güter u.Gewerbebetriebe rasch and verschwingsn ohne Provision, da kein Agent, durch E. Kommen, ÄJÄ Verlangen Sie kostenfreien Besuch zwecks Besichtigung und Rücksprache. Infolge der, auf meine Kosten, in 417 Zeitungen erscheinenden Inserate bin stets mit ca. 1500 kapitalkräftigen Reflektanten aus ganz Deutschland und Nachbarstaaten In Verbindung, daher meine enormen Erfolge, glanzenden und zahlreichen Anerkennungen. Altes Unternehmen mit eigenen Bureaux i. Dresden, Leipzig» Hannover und Köln. Nilin Ostend! Großer Konzertsaal! Ganz neue» Orchestrtonl Das allerueueste auf dem Gebiete der Musik! Am 2. Pfinqstfeiertage von nachm. 4 Uhr bis morgens 4 Uhr Grosses Tanavergnügen! Am 8. Pfingstfeiertage von vorm. 10 Uhr an [03925 Frühschoppen mit Konzert! WiesecHs zum „Gambrinus“ ----Am 2. Pfingst-Feiertage ------- Sk Grosse Taaz-JÄisiK V H-ugras SÄ’ 08918_______SelterSweg 77 n. Zinkbadmaiüie, verkaufen. 08916 Seltersweg 60 in. RSiSiiäpmuaiik Eintritt frei._________Frisch geschlachtet. Glas Bier^M^ Qasthaas zur Deutschen Eiche Klein-Lmdesi Bes. Fr. Krüger Klein-Lindeii 2. Ffingstfeiertag 3113 Tanz-Musik. Am zweiten Pfingst-Feiertage große Tanz-Musik wozu ergebenst einladet La. Warner. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. [03898 wissmar Am 2. Psingst-Feiertag- Grosse Tanz-Musik ausgeführt von der Gietzener Regiments«»?!? wozu freundlichst emladet Wilhelm IsriiCK« Zu den Großen Rad- n. Motor-Wettkämpfen! 22 Berufsfahrer kämpfen um die ausgesetzten hohen Barpreise. Fünf 8—10 Pf. Motorlokomotiven fungieren als Schrittmacher im Grossen Preis von Giessen. Beginn der Nennen nachm. punkt 3t/3 Uhr bei jeder Witterung. PhilosophenwaleL Am 3. Feiertag (13. Juni) Grosses MttÄ-Xonrrrt auag-efllhrt von der Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Cl0/e Grossh. Musikdirektors Herrn C» Kransse. Wellersburg. Am 3. Pfingstfeiertage: 8 03918 25 Gutbesetzte Tanzmusik wozu ergebenst einladet__________W^8a §t!ein-Lindeu. Am t WMU Grosse Tanzmusik Grosse Tanz-Belustigung im Saale und im Freien. Eintritt frei. _________ SSTeu I!! Neu!!! Klein-Linden Restauration Wilhelm Rinn Am 1. Psingstseiertag: jtaasVtrHanf. In bester Geschäftslage eine- aufstrebenden Ortes, mit großer Industrie, bei Gieß''N, ist ein schönes Wohnhaus mit Laden, in welchem ein gutgehendes Spezercigeschäft betrieben wird, nebst großem Garten und Bauplatz, sehr billig zu verkaufen. DaS HauS eignet sich infolge seiner guten Lage besonder- für Bäckerei und auch für jeden sonstigen Geschäftsbetrieb. Restcktanten, die über ein Kapital von 5000 Mark verfügen, wollen schriftlicheMcldungen unter 2979 an den Gieß. Anzeiger richten.___________________________________ Sehr billig abzugeben i eine noch in bestem Zustand bei. Kslonia!w.-8aden-Eiimtht. mit sämtlich. Zubehör, sowie ein Kafsee-Drenuer (ca. 80 Ko. Inhalt) mit Rohr und Kühler, mehrere sehr gut erh. Fruster mit Läden, eine Treppe, ein gebr. kupf. Waschkessel u. noch verseh. Sachen b.Louiö Gugel, Butzbach. Umnere! b. Glaserei mit Motorbetrieb. Die Hofraithe deS verstorbenen HetnrichKcsiler In Lollar,Haupt- straßel 17, bestehend mWohnhauS und geräumigem WerkstaKbau, in welchem seither Schreinerei und Glaserei betrieben wurde, nebst daranstoßendem großenObst- und Gemüsegarten, ist sofort zu verkaufen. Die verschiedenen Arbeitsmaschinen, nur wenige Jahre gebraucht, 8 Hobelbänke und vollständiges Schreiner- und Glaser- werkzenq können mitverkauft werden. Bähere Auskunft ertheilt der Konkursverwalter F. Boeik, Gießen, Sleinstraße 15. s2W2 * .......- --------- Am 2. Pfingst-Feiertage —— ■ ----------- Tanz-Musik. sl231€iec8U Iabct Wflt6tn|* ctn Philipp Kreiling XI. Am 2. Pfingst-Feiertage Musik auf der „WiHetmshöhe" Sei Dchöerg. Die Musik wird ausgeführt durch den Kapellmeister Kappel aus Neustadt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Wieder«Eröffnung der vollständig neu hergestellten Lokalitäten. Der Wirtschaftsbetrieb wird für die Folge von mir selbst geführt. — Ich bitte das mir bewiesene Vertrauen auch nunmehr wieder entgegenbringen zu wollen. Hochachtungsvoll Wilhelm Rinn. früher Gesangverein Harmonie. Am 1. Feiertage Pgktk M km Ackers. Bei ungünstiger Witterung nach der „Seltershöhe". v1 /6 Am 2. Feiertage bei wigandt, mittags nach dem Schifieubcrg^ bei ungünstiger Witterung nach dem „Feksenkeller". Abmarsch 3 Uhr. Der Vorstand. Gesangverein Heiterkeit Am 1. Pfingstfeiertage r FröWlMl bei Seibel Ludwigsplatz. vie/e Am 2. Pfiugstfeiertager Kal'tieilchde»WeübeG Das Dolksztg-' kcaiiscHes Vas gerade der iU-h-n wenn, sie > nur eine r unlieb Vrandenbn ,ßch- M/s Wilhelms und Seron1 ä-reude vo> & ist mm die katbolil müßte sie < iehung bei ischen chieses 8« würde zu s und der gl Die M der gegnete. über gern ^oriel Lil m die su getreten daß das ihr such! bilde ih äußere Dieses s die so n Sie mfifi greifen, soweit eS leuchtend^ wahre L gleich dei in jeder 1 Das sind Ber thaniei unweit F ung bei WM - Verl Landen Sie ha aui er Gegenl dreas versoh im Bc eine 1 ’ Herero DerF am 3. rühren lüft t einem nach ( Meckle das K die an Aus d zum G Mann habe i bandz ein W Frau, kannte, Apothk abschiei Aainen die Ta Garten rief: < Ne M d Miel j 'ch 1! minnii leinen !°hn als g ^stli bttbet feite die galten $