Erstes Blatt. Mittwoch 10. Mail SOS 155. Jahrgang wr. 109 Itieeiet Heil* anher bonntagL. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KesfisHen tandwtrt die Siebener Kamillen« hlittter vlermcü In der Woche beigelegt Rotationsdruck il Verlag bet Brühl 'ichen Unwert-Buch-u. Stein* druckeret. 0t Sange. Nevattton. LrvedUto» und Druckerei: Gchnlpraße 1. flbrefle für Devescheu: Anzeiger Gieße». AernivrechanichlußNr 51. GietzenerAnzeiger« w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen _______ __________________________________________________zeigenteil: Han« Beck Bekanntmachung. Betr.: Rauschbrandverdacht zu Holzheim. Der Rauschbrand unter den Schalen des Wilhelm Sann in Holzheim ist erloschen. Die Sperre ist auf- gehoben. Gießen, den 6. Mai 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Kranzbühler. > ..... 1 ............- ii ........ 3>er Krieg. Zum Neutralitatskonflikr. Ein Telegramm meldete uns gestern von den herzlichen Abschiedsgrüßen der japanischen Presse an den vom Kriegsschauplätze abreisenden Prinzen Karl Anton von Hohenzollern. Man darf wohl auch hierin einen Reflex der Erregung Japans gegen Frankreich erblicken. Denn das Verhalten Frankreichs gegen Deutschland in Marokko ist in Japan nicht unbemerkt geblieben. Minister Deleasss läßt es ja auch Japan gegenüber an beruhigenden Versicherungen nicht fehlen, aber darüber kann doch kein Zweifel sein, daß es dem Admiral Roschdjestwensky unmöglich gewesen wäre, sich ungeniert tagelang an der französischen Küste in Ostasien mit Kohlen und Proviant zu versorgen, wenn nicht die französischen Kolonialbehörden und Kriegsschiffskommandanten beide Augen zugedrückt hätten. Minister Delcassö verschanzt sich hinter „Instruktionen", die er über die Erfüllung der Neutralitätspflicht den Beamten rn Jndochina erteilt und bei der Wiederholung verschärft haben will. Eiue bequeme Rechtfertigung für die französische Regierung. Sie hat das ihrige getan, und wenn nachgewiesen werden sollte, daß im einzelnen Falle die Neutralität zweifellos verletzt ist, so sind das Uebergriffe französischer Funktionäre, deren nachträgliche Ahndung Japan keinen Nutzen, Rußland keinen Schaden bringen kann. Mag deshalb die Illoyalität der französischen Politik immer und immer wieder in Abrede gestellt werden, ihre Tendenz, den Russen nach Kräften behilflich zu sein, ist unverkennbar. Trotz alledem wird bei den diplomatischen Verhandlungen in Paris nicht viel herauskommen. Man möchte sogar meinen, daß mit dem Hinausziehen, mit der „gründlichen" Behandlung der Angelegenheit Frankreich seinem Verbündeten einen weiteren Dienst erweisen würde. Denn, täuscht nicht alles, so will Roschdjestwensky in der Nähe der französischen Interessensphäre das Eintreffen auch des Wladiwostok-Geschwaders abwarten, um dann mit überlegenen Streitkräften den japanischen Admiralen auf hoher See entgegenzutreten. Schiffe des vom Feinde wohl ungenügend bewachten Wladiwostok- Geschwaders sollen bereits an der Nordostküste Japans gesehen worden sein. Der franz. Admiral Jonquißres ist ja jetzt anscheinend bestrebt, die russischen Schiffe nicht mehr in der französischen Seezone ankern zu lassen, aber Noschdjest- wensky wendet sich nicht nach Norden, sondern nach Süden, und beschleunigt seine Vereinigung mit dem Geschwader NebogatowS, das wohl auch erfrischungtz- und reparaturbedürftig sein wird. Es bleibt abzuwarten, ob die Franzosen dem neuen Ankömmling von vornherein den Eintritt in die neutrale Zone wehren werde. In Hongkong fand eine geheime Konferenz zwischen den Admirälen Roschdjestwensky und Jonqui^res und den Kommandanten der dort liegenden Schiffe statt. Der Landurlaub der Mannschaft wurde aufgehoben, da man Komplikationen betreffs der Neutralitätsfrage befürchtet. Der „Morning Leader" meldet aus Hongkong, daß Kohlenschiffe den Auftrag haben, nach dem Maclesfield- Fclsen abzudainpfcn. Die Maclesfield-Felsen befinden sich in der Mitte des chinesischen Meeres, 500 englische Meilen nordöstlich von Saigon und 400 englische Meilen südlich von Hongkong. Es wird deshalb angenommen, daß Roschdjest- wenski und Nebogatow sich in der Nähe des Maclcs- sield-Felsen treffen werden. Die Delcassösche Preßleitung publiziert eine Erwiderung gegen die von englisch-japanischer Seite erhobenen Vorwürfe. Danach hätte Frankreich der russischen Flotte, seitdem diese den Heimathafen verließ, nur in zwei Fällen effektiven Beistand^ geleistet; beide Male habe es sich um Ausbesserung schwerer Schäden von Torpedojägern gehandelt; weder Kohlen noch Trinkwasser seien seitens eines französischen Hafens geliefert worden, und selbst der Champagner Noschdjest- wenskis komme aus Deutschland. Die „Agence Havas" meldet vom 9. d. M. aus Nha- trang: Admiral RöschdjestwenSki, der seit mehreren Tagen auf hoher See vor der Vanfong-Bucht kreuzte, ist heute morgen mit der ganzen Flotte weitergefahren. Jonquiöres traf das Geschwader auf hoher See in der Höhe der Vanfongbucht, einem unbekannten Ziele zu- lahrend. Es „verlautet" offiziös, die franz. Negierung werde in allernächster Zeit ein Gelbbuch über die Frage der Neutralität Frankreichs veröffentlichen. Es werden darin die von -er Regierung ihren Vertretern erteilten Instruktionen und die in dieser Angelegenheit abgesandten und ausgetauschten Telegramme mitgeteilt werden. Sie sollen dartun, „wie itni» fassend und inS einzelne gehend die Vorsichtsmaßnahmen sind, Sie die Negierung getroffen hat, um jede Verletzung der Neutralität Frankreichs zu verhindern, und sollen die Korrekt-1 heit der Haltung Frankreichs klar erkennen lassen und die Unrichtigkeit der Gerüchte, zu deren Echo sich die auswärtige Presse gemacht hat." Im englischen Unterhaus fragte am Dienstag Walton (lib.), ob die Regierung im Stande lei, eine Erklärung in Bezug auf die Lage abzugeben, welche durch die angebliche Verletzung der französischen Neutralität an der Küffe von Kochinchina entstanden sei, und über die Schritte, welche die Regierung getan habe, um jeder Gefahr des AuS- brucheS eines Krieges zwischen Frankreich undEUgland infolge dieser Frage vorzubeugen. Premierminister Balfour entgegnete: Sobald die französische Regierung von der Anwesenheit RoshestwenskiS in der Kamranh bucht Kenntnis erhielt, hat sie Vorstellungen nach Petersburg gesandt mit dem Ergebnis, daß aus Befehl des Kaisers selbst der Admiral telegraphisch Weisungen erhielt, welche ihn aufforderten, die Kamranhbucht zu verlassen, was auch sofort getan wurde. Später wurde berichtet, daß das russische Geschwader in der Honkohe bucht liege. Admiral IonquiöreS wurde dorthin abgesandt, um Bericht zu erstatten und sand das russische Geschwader daselbst, allerdings nicht innerhalb der französischen Territorialgewässer. Hierauf sandte der Gouverneur von Französisch-Jndochina den französischen Residenten in Nhatrang, der nächstgelegenen französischen Niederlassung, an Roshestwenski mit der Weisung ab, diesen zur Abreise aufzufordern. Der Admiral versprach, am 3. Mai abzureisen. Was die Gerüchte angeht, daß daS russische Geschwader von der französischen Behörde in der Kamranhbucht wertvollen Beistand erhalten habe, erfahre ich, daß sich daselbst lediglich zwei Franzosen befinden, von denen keiner eine amtliche Stellung einnimmt, die vielmehr Inhaber von Konzessionen der französischen Regierung an diesem Platze sind. Der japanische Gesandte in London, Vicomte Hayashi, gab folgende Erklärung ab: Die Lage ist sehr- schwierig. Frankreich versicherte auf das bestimmteste, daß die Kolonialbeamten angewiesen wurden, die strengste Neutralität zu beobachten. Ich erkläre deshalb, daß von einer Krisis keine Rede sein kann. Aus der Mandschurei. Petersburg, 9. Mai. Die Petersb. Telear.-Ag. berichtet aus Sytiasa von gestern: Auf dem Tinten Flügel der Russen begegnete eine Kolonne am 5. Mai im Ingo- ling-Passe etwa zwei japanischen Bataillonen mit sechs Geschützen, wöbe iSchüsse gewechselt wurden. Zluf der russischen rechten Flanke sollen be deutende japanische Streitkräfte bemerkt worden sein. Der Wachtdienst der । Japaner ist derartig verstärkt worden, daß unsere Kavallerie- Patrouillen unmöglich die Vorpostenlinien durchbrechen können. Russische Heldentaten auf hoher See. Petersburg, 9. Mai. General Li n e w i t s H meldet dem Kaiser vom 7. Mai:KapitänRoden verbrannte auf einer Aufklärungsfahrt mit Torpedobooten an der japanischen Küste zwei Meilen entfernt vom Kap Loutsouki einen japanischen Scho oner; die Besatzung wurde an Land gesetzt. 15 Meilen von der japanischen Küste nahm er einen zweiten japanischen Schooner weg, nahm die Besatzung an Bord und lieferte die Prise in Wladiwostok ein. Untergang eines japanischen Schiffes. London, 9. Mai. Hier eingetroffene Meldungen bestätigen die Meldung von dem Untergänge des japanischen Flaggschiffes „Miikasa" in der Meerenge von Korea. Nach einer Version soll „Mikasa" von einer schwimmenden Mine getroffen worden sein, sodaß sie in die Luft gesprengt wurde. Die gesamte Mannschaft, bestehend aus 7 00 Matrosen, soll ertrunken sein. Nach eine? anderen Version soll das Schiff infolge Nebels auf einen Felsen gestoßen und untergegangen sein. Sperrung der Baikalbahn. Irkutsk, 9. Mai. (Petersb. Telear.-Aa.) Die Bahn, die um den Baikalsee führt, ist durch einen Bergrutsch auf eine Strecke gesperrt worden. Niemand ist verunglückt. Ein weiteres baltisches Geschwader? London, 9. Mai. Telegramme aus Petersburg berichten, daß alle Kriegsschiffe, welche das 4. baltische Geschwader bilden sollen, augenblicklich in Kronstadt vereinigt sind, wo eine Generalinspektion über die Beschaffenheit der Schiffe vorgenommen wird. Auß'and in Siurm und Prang. Moskau und politisches Treiben .'Zwei Begriffe, die nicht recht zusammenstimmen wollen. In Moskau ißt man gut ,trinkt viel, geht viel in die Kirche, zum Trabrennen oder ins Tingeltangel, man treibt Handel, rupft neugierige Ausländer, die mit einem Bädecker hernmlaufen, aber man treibt doch nicht Politik: höchstens ein bißchen Klatsch, wenn einer mal zuviel am Staate „verdient", aber bloß keine Politik! Das ist ausländisch! Das haben die Juden mitgebracht! Und nun müssen die biederen Mosrowiter doch in die politische Jacke schlüpfen, müssen ehrlich sein, Farbe bekennen, mib dabei wird doch gar nichts verdient. Diese Intelligenz, diese gem.....Bande! Das ist wohl, sc« wird der „Voss. Ztg." geschrieben, die Stimmung, mit der der Moskauer Kaufmann unb ein Teil des Adels den Semstwo-Konareß begrüßt. ES ist lediglich ein ganz kleiner Teil der Bevölkerurig, der den Beratun-gcn mit, man könnte faaen, ängstlicher Spannung entgegensieht; es sind die Professoren, Aerzte, Rechtsanwälte, Schriftsteller. Der Semstwo-Kongreß ist ein Delegiertentag der Gouveruk mentslandschaften. Die Veranstalter haben alles getan, um dem Kongreß den Schein eines Parteitages zu nehmen; sitz wollten ein wahres Bild der in der Provinz herrschenden Ansichten haben, um danach ihre Politik der Regierung gegenüber einzurichten. Von feiten der rechtsstehenden Clemente ist ihnen das erschwert worden. Von den 34 Gow- vernements, die um Entsendung von Delegierten gebeten wurden, haben nur 25 geantwortet. Innerhalb der einzelnen Gouvernements haben sich wieder ganze Gruppen von den Wahlen ferngehalten und nur g-an.z wenige haben aus ihrem vollen Bestände heraus gewählt. Am 8. d. M. sprachen yegeni 30 Redner über das Verhalten der Semstwo gegenüber der Kommission Bulygins. Mehrere wiesen auf den falsches Optimismus hin, der in dem Glauben liege, die Regierung würde irgend etwas zugestehen, was nicht erkämpft sei. Niemand dürfe sich durch Versprechungen täuschen lassen'. Die Versammlung gab noch der Uebe'rzeugung Ausdruck, daß die Bureaukratie noch zwei bis drei Jahre die Oberhand behalten werde, wenn nicht die Sozialdemokratie lieber»* raschungen brächte. Ein Redner forderte, der Kongreß solle sich als konstituierende Versammlung auf tun und die Vertreter der Intelligenz einberufen. Am 7. Mai brach in Schitomir eine Judenhetze aus. Läden und Magazine wurden zerstört. Die Juden leisteten bewaffneten Widerstand. Am folgenden Tage wurden 12 Tote und 50 Verwundete gezählt, obwohl seitens der Ortsbehörden Maßnahmen zur Unterdrückungj der Unruhen ergriffen worden waren. In Warschau wurde die gesamte Mannschaft des Bei zirkskommandos, darunter zwei Obersten, mehrere Kapitäne u!nd Unterleutnants, verhaftet unter dem Verdacht, wohlhabende Bürgerssöhne vom Militärdienst befreit zu haben. In Lodz wurde ein Geheimpolizist in der Kreuz* kirche entdeckt. Er floh auf die benachbarten Hausdächer; wurd" jedoch von der Menge verfolgt und erdolcht. Die Stadt Ehemening im Gouvernement Kiekcg wurde von einer Feuersbrunst heimgesucht, lieber 20Q Wohnhäuser samt Nebengebäuden wurden eingeäschert.! Mehrere Personen kamen ums Leben. Ausland. Budapest, 9. Mai. (Abgeordnetenhaus.) Gras> Apponyi w-ist ba^auf hin, oaß die Befürchtungen, welche be^1 züglich des Schicksals der ungarischen Landwirtschaft nach der Auflösung der Zolltarifgemeinschaft mit Oesterreich im Abgeordnetenyause geäußert wurden, von kompetente^ Stelle, seitens der früheren Agrarpartei und des Grafeni Alexander Karoly, nicht als zutreffend anerkannt sind. Dieser gab seinem Vertrauen Ausdruck, daß unter der Herrschaft des unabhängigen Zollgebiets das landwirtschaftliche Interesse eine besondere Fürsorge genießen werde. Washington, 9. Mai. Der amerikanische Generalkonsul in Berlin, Mason, befürwortete in einem Bericht das Staatsdepartement den Mschluß eines Freundschafts- und Handelsvertrags' zwischen Deutschland und Amerika, der eine größere Reziprozität vorsieht und die wahren Interessen der beiden Nationen^ schützt. — ......... «—!■." 1 1 '■ Außcroldentt. Weröandstaü deutscher Kochschulen« 8. & H. Weimar, 9. Mai. Heute, kaum 2 Monate nach der in Eisenach erfolgten Gründung de§ Verbandes deutscher Hochschulen, sind abermals Vertreter von allen Hochschulen Deutschlands zusammen- getreien; diesmal in Weimar. Die Schiller-Feier der deutschen Studentenschaft am Schiller-Goethe-Denkmal wurds verbunden mit einem zweiten Verbandstage in diesem Jahre, dessen Einberufung sich durch die jüngsten Ereignisse notwendig machte. Naturgemäß sind es vor allem drei Fragen, die zur Besprechung gelangen werden: 1) der Erlaß des preußischen Kultusministeriums vom 16. März; 2) die Auflösung des Charlottenburger <5tu* dentenauSschusses und 3) die Kundgebung dek Göttinger Professoren. Der preußische Ministerialerlaß bestimmt bekanntlich, daß neue Studentenausschüsse und Ausschußsatzungen, sowie Aen«». derungen von bestehenden Satzungen dem Ministerium zur Genehmigung zu unterbreiten sind. Gegen diesen Erlaß haben sich die Professoren der Universität Göttingen und Marburg in ihren bekannten Eingaben an den Kultusnnnister gewendet, in denen sie dieses direkte Eingreifen der Zentralinstanz in die studentischen Angelegenheiten nicht nur aufs schärfste mißbilligen, sondern den Ministerialerlaß geradezu für ungesetzlich halten. Die Auflösung des Charlottenburger Ausschusses wird wohl die längsten Auseinandersetzungen Hervorrufen. In Velbindung damit steht das gegen den Vorsitzenden der Studentenschaft der Königlich Technischen Hochschule Cand. rer. techn. Heinrich Seck eingeleitete Disziplinarverfahren. Der Verbandstag selbst nahm heute früh mit der Schiller-Feier seinen Anfang. Um 10 Uhr früh begab sich eine Delegation der deutschen Studentensehaft in die Fürstengruft und legte am Sarge Schillers einen Kranz nieder, der die Inschrift trug: ^Jhrem Schiller. Die akademische Jugend Deutschlands." Als Vertreter der deutschen Studentenschaft hielt Cand. med. Vagt^ Tübingen eine Ansprache. Sodann nahmen die Studenten in Wichs und mit den zahlreichen Fahnen der Verbindungen nm Goethe-Schiller- Denkmal Aufstellung, und zwar an Schillers Seite, wo sie nochmals Kränze niedcrlegten. Am Nachmittag fand ein gemeinschaftliches Festessen aller auswärtigen Vertreter statt. Für den Abend waren die Studenten sämtlich vom Großherzog zur Festvorstellung im Hoftheater eingeladen. Schiller-Ieiern. Aus allen Teilen Deutschlands liegen heute Meldungen jtb et festliche Veranstaltungen zum 100. Todestage Schillers vor. In Laubach veranstaltete, wie uns von dort geschrieben wirb, daS Gymnasium im festlich mit Tannengrün unb Blumen geschmückten Zeichensaale eine Schillerfcier, zu der Graf Karl von Solms-Laubach auS Arnsburg erschienen war. Gymnasialprofessor Kull mann hielt die Gedächtnisrede. Zum Schlüsse verteilte der Direktor aus einer der Anstalt gewordenen Stiftung an die Schüler, die durch gutes Betragen und regen Fleiß sich auszeichneten, zum Andenken an den'Schillertag einige Geschenke, z. B. Schillerbildnisse, Schillermedaillen 2C. In Friedberg hatten, wie uns geschrieben wird, zahlreiche öffentliche und private Gebäude geflaggt. Am Montag abend wurde ein Höhen feuer abgebrannt. In dem Gymnasium (Augustinerschule) wurde eine Kolossal - statue Schillers enthüllt. Ein Schiller-Volksfest findet am 28. Mai in dem Schloßhofe statt. Die akademische Feier des Schillerjubiläums zu Darmstadt wurde, wie unser dortiger Redakteur beute schreibt, am Dienstag mittag im städtischen Saalbau abgehalten. Auch I. K. H. der Groß Herzog und die Groß Herzogin, sowie die fürstlich battenbergischen Herrschaften, ferner die Minister, der Oberkonsistorialpräsident, der Oberbürgermeister, die Professoren der technischen Hochschule usw. wohnten der Feier bei. Der vom Mozartverein gebildete Gesangschor eröffnete den Festakt mit Mozarts Chor „O Isis und Osiris". Privatdozent Dr. Alt hielt die Festrede. Tie ideelle Freiheit ist eS nach einem Wort Goethes, die ihm, so führte u. a. Dr. A. aus, zu schaffen macht und in seine reisen Dichtungen übergeht, und mit der Vertiefling der Freiheitsidee gehen in den späteren Werken andere Veränderungen Hand in Hand: An die Stelle der Tendenz tritt das Streben nach Objektivität, an die Stelle des Naturalismus ein hoher, bewußt über die Wirklichkeit erhobener Stil. Der höchste Zauber der Schiller- schen Kunst besteht darin, daß sie der ganz persönliche Ausdruck eines großen Menschen ist. Die richtige Kraft im Kampf des Lebens, die strenge Selbstzucht, das unermüdliche Ringen nach den höchsten Zielen reißen immer aufs neue zu staunender Bewunderung hin. Mit mächtiger Wirkung trug Hofschauspieler Porth Goethes Epilog zu Schillers Glocke vor und den Schluß der Feier bildete Schillers Nänie in der Komposition von Bernhard Scholz. Mit dem heute abend im Hoftheater zur Aufführung gelangten Wilhelm Tcll und einem daran anschließenden Epilog des heimischen Schriftstellers Karl Hepp sand die Schillerseier in Tarmstadt ihren Abschluß. Aus Frankfurt, 9. Mai, geht uns folgender Bericht zu: Nachdem gestern abend das Freie deutsche Hochstift eine. Feier abgehalten hatte, bei welcher Prof. Dr. Köster-Leipzig die Festrede hielt und nachdem ferner in zwei großen Versammlungen die organisierte Arbeiterschaft Schiller gefeiert hatte, fand heute mittag vor dem Schillerdenkmal die offizielle Feier der Stadt statt. Der Scknllerplatz war mit Guirlandcn und Festons festlich ausgcschmückt, die Häuser der Umgebung hatten Flaggen- schmuck angelegt, am Denkmalssockel batte der Magistrat einen Kranz niederlegen lassen mit der Aufschrift: „Dem unsterblichen Sänger die Stadt Frankfurt a. M." Die Mitglieder des Frankfurter Sängerbundes, der Sängervercinigung und des Sängerchors des Lehrervereins trugen unter der Leitung des Professors Fleisch die Scholz'sch-e Komposition der ..Nänie" vor, worauf Direktor Pros. Ernst Keller die Festrede hielt. Er betonte den Zwiespalt im Charakter der Feier, gemischt aus Wehmut über den frühen Tod deS Dichters und aus Stolz darüber, daß er unser eigen war. Die hundertjährige Wiederkehr seines Todestages möge zugleich ein Tag der Prüfung sein, ob wir wert sind, daß er uns geschenkt ward. Einer Würdigung deS Charakters des Dichters, namentlich seiner Freiheits- und Sr'ttlichfeitsidee, schloß der Redner die Mahnung an. treu zu dem Volkstum zu halten, dessen reinste Ideal- Schiller verkörperte, und mehr als es heute geschehe, im Schillerschen Sinne brn Blick ans das Ganze zu richten und aus die großen Ideale, welche die Menschheit vorwärts bringen. — Der „Festgesang an die Künstler" in der Vertonung von Mendelssohn beschloß die Feier. Der Rhönklub in Fulda ließ am Abend des 9. Mai auf den kahlen Scheiteln der Berghäuvtcr in der Rhön Schiller- feuer anzündrn. Beim Festaktus aus der Wassersuppe hielt Psr. Dr. Trute aus Gersfeld dre Gedenkrede und die „Liedertafel" sang mehrere Lieder. Einen schönen Ausdruck der Schiller-Begeisterung bildete in ter Hauptstadt des Heimatlandes des Dichters, in Stuttgart der von dem Bürgertum und den Vertretungen von Landwirtschaft. Gewerbe und Handel veranstaltete Festzug, der von großer malerischer Wirkung war und in dem das württembergische Win- zeraewerbe. die Landwir'fchast. das Bau- und Kunstgewerbe und viele andere Gew^rbezweig' dargestellt wurden. Die Varbeifahrt des Zuges, bei dem sich acht, zum Teil berittene und kostümierte Musikkapellen und ca. 50 Festwagen befanden, dauerte eine volle Stunde. Schillers GeLurtsstadt Marbach beging den 9. Mai als Feiertag. Es wurde eine Schillerlinde gepflanzt und ein Huldigunqszug der Bürger mit verschiedenen Fcstwagen, bir Landwirtschaft, Handel und Grwrrbe darstellten, bewegte sich durch die Straßen der Stadt nach dem Schillerdenkmal. Der Abend brachte einen Fackelzug und auf dem Galgcnberge wurde ein Höhenfeuer abgebrannt. Aus Weimar meldet man unS folgendes vom 9. Mai: Kn den Morgenstunden versammelte sich eine mehrere tausend Köpfe zählende Menge vor dem Rathause, um den Festzug zu sehen. Um 9 Uhr setzte sich dieser unter dem Geläute sämtlicher Glocken nach der Fürstengruft in Bewegung, nachdem vom Bal- kone des Rathauses Fanfaren erklungen waren und zwei Strophen des Schillerliedes „Freude, schöner Götterfunken" gesungen worden waren. Im Zuge befanden sich ü. a. eine Deputation der Studentenschaft aller deutschen Hockschulen. Bergakademien und Universitäten, Vertreter der Gemeindebehörden. Regierungs-Vertreter, die Mitglieder der deutschen Schillerstiftung und Abordnungen literarischer Gesellschaften. In der Fürstengruft legten Staatsminister Rothe, der Direktor des Goethe- und Schiller- Archivs Prof. Suphan u. a. d-en Kranz der Stadt Weimar nieder, Prof. Suphan im Namen des Urenkel- Schillers, de- Frhrn. v. Gleichen-Rußwnrm, während die Abordnung der deutschen Studentenschaft ebenfalls Kränze im Vorüberziehen niederlegten. Ansprachen wurden nicht gehalten. Heute mittag fand eine im- >*pntfe Huldigung vor dem Hoftheater an dem Doppels-andbild Schillers und Goethes statt. _ Dem Denkmal gegenüber unter einem Baldachin hatte der G r o n Herzog Plap genommen: außerdem waren das Staatsminil erium, die städtiswen B-börden, Vertreter der deutschen Studentenschaft, Deputationen und ein zahlreiches Publckum erschienen. D.e Feier begann mit dem Gesang eines vom Geh. Staatsrat Dr. Kuhn gedichteten Und vom Leipziger Kapellmeister Zöllner komponierten Hymnus. Hierauf hielt Prof. Dr. Scheidemantel eine kurze Ansprache, worauf bte Niederlegung zahlreicher Kranzspenden am Denkmal erfolgte. Die deutsche Studentenschaft defilierte am Großherzoge vorüber. Am Abend wurden im Hoftheater „Demetrius" und das „Lied von der Glocke" aufgeführt. . Aus Jena liegt uns vom 9. Mai folgender Bericht vor: Nachdem gestern in der Literarischen Gesellschaft Universitätsprofessor Schlösser über Schillers Beziehungen zu Jena gesprochen hatte, fand heute die Bekränzung deS Denkmals des Dichters im Schillergarten durch Abordnungen der Universität der Studierenden, der Stadt und anderer Körperschasten statt, wobei der Oberbürgermeister Singer eine Ansprache hielt. Heute vormittag ertönte daS Geläute aller Kirchenglocken. Heute mittag fand die Feier der Universität statt. Prof. Michels gedachte Schillers Bedeutung für die Universität. Am Wend sand eine allgemeine Festfeier im Volkshause statt, welche in Musikaufführungen unter der Leitung des Professor.Naumann und dem Vortrag Schillerfcber Dichtungen bestand. Die Festrede dielt Professor Eucken. In dem NackBarorte Meningen- Jena, in dessen Kirche Schiller einst getraut wurde, ist ein Schiller-Denkmal enthüllt und eine Schiller-Linde gepflanzt worden. Am nächsten Freitag werden auf Befehl des Herzogs von Sackisen-Meiningen die Meininger Hofschauspr'eler in dem Jenaer Theater „Kabale und Liebe" als volkstümliche Vorstellung geben. Die Schiller-Feier der Universität Berlin ging , im kgl. Overnhause vor sich. Um 11 Uhr erschien der Kronprinz zu dessen Begrüßung das gesimte HauS sich erhob. Der Feier wohnten ferner bei der Reichskanzler Graf ti. Bülow mit Gemahlin. Minister Dr. Studt, Eisenbahuminister v. Budde und Staatssekretär v. Tirpitz. Als der Vorhang emporging, erblickte man die Kolossalbüste Schillers, aus grünem Lorbeerhaine emporragend. Banner und Standarten, von Chargierten der Korps und Burschenschaften gehalten, überragten den Opcrnchor. der durch Studierende verstärkt war. Unter Kapellmeister Dr. Mucks Leitung ertör^ zunächst die Schillersche Dithyrambe in Bruchs Vertonung : hierauf hielt Professor Erich Schmidt die Festrede. Das Reiterlied aus „Wallensteins Lager", von dem.Chor der Studierenden vorgetragen, beschloß die Feier. Um Mittag sand am Scbiller-Tenkmal vor dem kgl. Schauspielhause die Scbiller- feier der Berliner Bürgerschaft statt. Ueber 20000 Personen mögen bei der Feier zugegen gewesen sein. Auf der großen Freitreppe dis Schauspielhauses batte ein Chor von 1500 Schulkindern Aufstellung genommen. Gegen 12Vs Uhr leitete Glockengeläut die Feier ein. In langem Zuge kamen die Chargierten der Studentenschaft mit ihren.Bannern von per akademischen Feier im Opernhause und gruppierten sich gleichfalls auf der Freitreppe. Eine Fanfare von Militär-Musikchören eröffnete den Festakt, worauf von 600 Sängern des Berliner Sängerbundes unter Leitung des Prof. Felix Schmidt der Mendelsohnsche Festgesang au die Künstler angestimmt wurde. Nach der von dem Musikchor unter Leitung von Professor Roßberg gespielten Tell- Ouverture sang der Kindcrchor das Lied „An die Freude" und das „Elensisckie Fest". Tie Festrede hielt der auch als Schriftsteller bekannte Bürgermeister Reicke, der etwa ausführte: Wir feiern nicht einen Historiker oder einen Gelehrten in Schiller, sondern einen Wegweiser, Führer und Erzieher des Volkes: zu Kunst, Sittlichkeit und Freiheit, zum Schönen und Guten hat der Dichter uns den Weg gewiesen. Die Kampfe des täglichen Lebens schläfern die Seele ein und machen sie unempfänglich für Schönes und Edles: da tritt der Dichter und Künstler auf den Plan, ackert mit dem Pfluge der Leidenschaft die Seele aus und macht sie empfänglich. Wir wollen nicht aufhören, im Namen Schillers in Selbstzucht und Arbeit mit Liebe und Begeisterung zu kämpfen, dann wird der deutsche Manu für keinen von uns umsonst gelebt haben Das walte Gott? — Die philosophische Fakultät zu Jena ernannte Herzog Georg von Meiningen und den genialen Bildhauer Rodin in Paris zu Ehrendoktoren. In Wiesbaden wurde in den Kuranlagen vor dem Kgl. Theater das von Prof. Uphues entworfene Schiller-Denk- m a l enthüllt. In der Festhalle zu Karlsruhe fand eine Schillerfeier statt, zu welcher das großherzogliche und erbgroßherzogliche Paar erschienen waren. U. a. kam ein Festspiel von Chefredakteur Albert Hertzog, zu welchem Professor Keller einen stimmungsvollen Bühnenraum geschaffen hntb' zur Ausführung. In der Sterbestunde Schillers wurden alle Glocken geläutet. Auch aus Auslande gingen uns zahlreiche Berichte über Schillerfeiern zu. So wurden z. B. in russischen Ostsee- Provinzen und in Moskau Schillerfeiern veranstaltet. In den deutschen Schulen von e t e r sbu r g sanden Festausführungen statt. Auch die russischen Bühnen ehrten den Dichter durch Aufführung seiner Dramen. Rußlands illustrierte Zeitschriften und viele Zcitungsbrilagen brachten auf den Schiller- gedcnktag bezügliche Zeichnungen und Aussätze. In Hermannstadt und allen von Sachsen bewohnten Städten Siebenbürgens wurden großartige Schillerfeiern veranüaltet. In Schäßburg wurde im Hofe des Gymnasiums eine Schiller-Linde gepflanzt. In Laibach kam cs infolge cme? Hetzartikels eines slawischen Blattes während der Schillerstier in der Realschule zu einer wüsten Demonstration. Eine Anzahl Slowenen versuchte unter Johlen und Schrei n die Feier zu stören. Polizei mußte einschreiten und die Dcmonüranten zerstreuen. Auch in Japans Hauptstadt Tokio hat eine Sckiiller-Feier rtpttnefunbcn, und zwar am 8. Mai in der deutschen Gesandtschaft. Bros. F-rorrenz hielt die Festr-ae. Japanische Studenten, der Minister für Unterricht, der Präsident brr Universität und andere hervorragende Vertreter der Kunst und Wissenschaft wohnten der Feier bei. Am 9. Mai hielten die japanischen und die deutsche Schule in ToUo eine Gedenkfeier zu Ehren Schillers ab. Aus Slsdl und Kund. Gießen, 10. Mai 1905. ** Personalien S. K. b*^ Großherzog haben hem Rentner Dr. jur. Bernbard Schröder aus Darmstadt aus Anlaß seines Ausscheidens aus der ehrenamtlichen Stellung eines AusschußmitgliedeS des Laudesgewerbevereins die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In den Ruhestand wurde versetzt die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz Sophie Herke auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. — Uebertragen wurde nm 3. Mai b. I. dem S lillehrer Weber zu Dannenrod, im Kreise Alsfeld, die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Deckenbach, in demselben Kreise. — Am 5. Mai d. I. wurde bflr Fincmzakzessist Fourier au§ Butzbach zum Regierungs- asscssor ernannt. ** Hnndesperre. Auf cn uns ergangen* Anfragen weisen wir nochmals ausdrücklich darauf hin. daß bi* am 22 Mär' d. I. nug-orduetc Hnndef^erre sich selbstverständlich auch aus die Gemarkung Schi ff en berg erstreckt. Das Polizeipersonal ist, wie aas Gr. Polizeiamt mitteilt, mit d*r Feststellung beauftragt, ob auch in der G^ma^kuna Gi-ßen einschließlich der G*m^rfung Schiffende.g die streng zu beachtenden Besiin.mm-An der Hundesperre veobachtct werden. ** Eckhard. In der ,Boss. Zig 11 wird dem im patriorchalischen Alter von 83 Jahren dahingeschiedenen hervorragenden Physiologen der Gießener Universität folgender Nachruf gewidmet: Konrad Eckhard der in 65reisen gestorben ist, war der a l t e st e der ordentlichen Professoren der Physiologie an den Universitäten de? deutschen Sprachgebietes Seine wisienschastlichen Ansangsjahre reichen noch in die Zeit zurück, wo die Physiologie dank der Arbeit Johannes Müllers und seiner Schule der beiden Weber^ Tnrkinjes u. a. den vollen Eya- ratter einer 'exakten und vorwiegend experimentellen Wissenschaft annahm. Dreien der Rkänner, denen mit dieser grundlegende Wandel zu verdanken ist, Johannes Müller, Karl Ludwig und Ludwig Fick stand Eckhard als Schüler und den letzteren beiden später auch als Gehülse nahe. Eckhard hat sich unter vielen Mühen den Weg zur wifsenschastlichen Laufbahn erschlossen. Er war, ehe er Medizin zu studieren begann, Lehrer, (undzrvarDolksschul- l e h r e r in seiner Heimatstadt Homberg a. d. Elze. Tie Red. d. Gieß. Anz.) In Gießen legte E. alle Staffeln der akademischen Laufbahn zurück. Zuerst Privatdozerit und Prosektor wurde er nach der Berufung Bischoffs nach München 1855 außerordentlicher Profeffor. Später wurde ihm in der Eigenschaft als ordentttchem Profeffor der Doppellehraustrag für Anatomie und Physiologie (beide Disziplinen ivarcn damals noch» im Unterricht vereuugl) übertragen. Verhältnismäßig sehr spät, erst 1891 wurde die Dopvelprofessur geteilt. Eckhard behielt den Unterricht m der Physiologie bei. Zu Anfang seines wisienschastlichen Schaffen- betrieb Eckhard unter dem Einfliisie Johannes Alütlers vorwiegend vergleichend anatomische Studien. In Mullers Anstalt entstand Eckhards erste Arbeit, über daS Zungenbein der Säugetiere. Es folgten mikroskopische Untersuchungen über die Hautdrüsen der Kröten. Dann ging Eckhard zu erperimentell-phystologischen Forschungen über. Ihre erste Frucht war ein Beitrag, zu dem viel umstrittenen Hauptstück von der Wirttlnq bes Nervus vagus, barm widmete Eckhard lange Zeit seine Arbeit der allgemeinen,Bhysto- logie der Nerven. Im einzelnen stellte er Untersuchungen über die Eiliwirttrng der Temperaturen deS Wassers auf die motorischen Nerven des Frosches, über die chemische Reizung dieser Nerven, über die Reflexbewegungen der vier letzten Nervenpaare des Frosches, über die Beziehungen der Nerven zu der Milchabsonderung, der Harn- und Speichebildung u. a. m. Aus der einvrmgllchen Beschäftigung mit diesem Gebiete ging Eckhards „Experimental- Physiologie des Nervensystems", eine zilsammen'affeiide Darstellung dieses Hauptstückes, hervor. Die allgemeine Physiologie bereicherte Eckhard durch Studien über Filtration u»h HydrodiffuNon. Abseits von der vorherrschenden Studienrichtung Eckhards liegt eine Arbeit über die Entwicklungsgeschichte der Herzmuskulatur. Zu vermerken bleibt noch Eckhards »Lehrbuch der Anatomie des Menschen". *• Eine Schillerseier de8 hiesigen Regiments. Wie wir hören, ist des gestrigen SchillertageS auch bei unserem hiesigen Infanterieregiment gedacht worden. Bei der Paroleausgabe gestern nachrnittag wurde jedem Soldaten des Regiments eine eigens für diesen Zweck hier gedruckte Broschüre überreicht, worin auf Schillers Schöpfungen, die den Wehrstand, daS Soldatenleben unb die Vaterlandsliebe behandeln, hingewiesen wird. U. a. sind in der Schrift das Gedicht »Die Schlacht" und einzelne Stellen aus „Wallensteins Lager" abgedruckt. **Vom hiesigenRegiment. Nachdem die Bataillone deS hiesigen Regiments in der vorigen Woche vom kommandierenden General des 18. Korps inspiziert morden sind, begeben sie sich am 15. Mai auf den Griesheimer Exer» z i e r p l a tz bei Darmstadt. Dort finden größere Schießübungen und das Bataillonsexerzieren statt. •)(» Die erste diesjährige KreiSvorturner^ stunde fand am Sonntag, den 7. Mai in Darmstadt statt. Sie war diesmal von besonderer Bedeutung, denn mit ihr siel der Schluß des ersten Kursus zur Ausbildung von Turnwarten des Mittelrheinkreises zusammen. Schon vor einigen Jahren wurde eine Kaffe gegründet, um diesem wichtigen Punkt mehr Aufmerksamkeit schenken zu können. Der diesjährige erste Kursus war von 17 Teilnehmern aus 12 Gauen besucht. DaS Schlußturnen zeigte ein sehr erfreuliches Resultat. Es gab ein Bild der verschiedensten turnerischen Ucbunqen: Ordnung?-, Frei-, Stab-, Keulen- unb Geräteübungen, alles in methodischem Ausbau, zum Teil mit Nttisikbegleitung. Die Gauturnwarte traten zu einer Nebungsgruppe mit Schraubensoreizen am Seitenpferd und zum Keulenschwingen als Vorbereitung für das nächste deutsche Turnfest in Frankfurt a. M. an. Bei dem sich anschließenden Kreisvorturnertag wurden die Anträge des Turnausschusses auf Erhöhung der Punktzahl bei Freihoch ohne Brett, Frei- weit ohne Brett und Sturmlaushoch mit der Abänderung angenommen, daß bei der zweiten Hebung 2,60 Meter die obere Grenze sein soll. (?) Nieder-Mockstadt, 9. Mai. Heute mittag gegen 1 Uhr ertönten hier die Sturmglocken. Bei Landwirt Theis brannte die Scheuer nieder. Der rasch herbeigeeilten Feuerwehr von hier und Ober-Mockstadt gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. sc. Vilbel, 9. Mai. Ein mit Vasaltsteinen schwer- beladenes Fuhrwerk des Fuhrunternehmers Sips auS Frankfurt a. M. nahm am oVilbelerberg" — eS fuhr in der Richtung nach Vilbel — ein sehr rasches Tempo an, sodaß der Lenker de§ GesährstS, der 43jährige Fuhrmann Franz Schuler aus Kreuzthal in Unterfranken heruntersiel. Er kam mit dem Kopf unter die Räder und war sofort eine Leiche. Offenbach, 9. Mai. Ein furchtbares Unglück bat sich h*ute mittag auf b*r Lokalbahn zugetragen. Mit dem 12 Uhr-Zug war nach Bcendigung der Schillerfeier in der hiesigen Göethescbule der 13jährige Schuler Löffler nach Sachsenbausen, wo er wohnhaft ist, abgefahren. Als der :-tttg 12 Uhr 10 Min. in der Stetion Sachsenhausen Einfuhr, sprang Löffler zu früh ab, ehe der Zug hielt. Er alitt dabei auS und fiel unter die Räder, sodaß drei Wagen des Zuges ibm über die Oberschenkel gingen. Das eine Bein wurde ihm völlig abgefahren, das andere hing nur noch lose am Körper, ^er Unglückliche, der trotz der furchtbaren Verletzungen zeitweise noch bei Bewußtsein war, wurde ins Frankfurter Krankenhaus verbracht. Sein Zustand ist UörTig hoffnungslos. Oberbiel, 7. Maü Vorgestern entstand int Herrenhaus der Fabrik „Eisenwerk Lah< Feuer, dessen Encstehungsuriache nicht begannt ist. Ta'kr^ftta fchrttt^schm:lr die hiesige Feuerwehr ein und die Fabrikarbeiter stellten sich sofort ganz in ihren Dienst. Balo war daher das ent- fesseste El-ment in seine Schranken zurückgewiesen. kW. A.) * Kleine Mitteilungen trtt $ Hessen unb den Nachbarstaaten'. Tie Wasierkalamität der Stadt Bingen ist gehoben. Die Bohrungen in den Nbeinwiefen zwischen Gauls- heini und Gau-AlgeSheim hatten Erwlg. In verbältmSmäßiq geringer Ticte wurden in zwei Schachten Wasiermengen gefordert, welche allen gesundbeiilicheii^ Anforderungen genügen und außerdem auf lange hinan- die Stadt mit dem nötigen Quantum versehen können. — In Oberbiel bei Wetzlar überfuhr, wie unberichtet wird, ein Rcidlahrer einen Knaben, der sich durch den Fall einen Oberschenkelbruch fintog. Ob den Radfahrer eine Schuld trifft, dürfte noch festgestellt werden. —- Tie Königin-Witwe Marguerita von Italien trifft am 18. Mai in Wiesbaden ein. Der Kaiser will die Königin bei ihrer Ankunft dortselbs! begrüßen und dieS ist auch der Grund, weshalb der Kaiser zu der am 18. Mai in Aussicht genommenen Einweihung icht nach Frankfurt fontmeit kann. Vermischtes. • Der Appetit eines Elefanten. Im Londoner Zoologischen Garten spielte sich unlängst eine Szene ab, die mir rocniqe Sekunden in Anspruch nahm, deren Folgen aber noch nicht konstatiert worden sind. Unter den Besuchern des Tiergartens befand sich auch eine Dame, die mit ihrem Hand- arbeitstäschchen am Arme ganz dicht an den umfriedeten Raum herantrat, in welchem sich die Elefanten ihres Daseins erfreuten. Aus einmal streckte einer der gemütlichen Dick- Häuter seinen langen Rüffel heraus, und ehe e8 sich die Dame versah, hatte er daS Seidentäschchen erhascht und sofort verschlungen. DaS Entsetzen der Dame ob dieses unvermuteten Diebstahls überwog weitaus ihre Verblüffung, denn das Täschchen hatte folgenden Inhalt: eine Geldbörse mit drei Sovereigns (20-Schilling-Stücke in Gold), ein Sümm- chen Silbergeld, eine Schere, ein Taschenmeffer und ein Taschentuch. Als daS Täschchen im Bogen in daS Maul des Elefanten wanderte, fiel ein 2-Schilling-Stück auf den Boden, und als e8 aufgehoben wurde, entdeckte man, daß es mit den Backenzähnen deZ sonderbaren Feinschmeckers in Berührung gekommen sein mußte, denn eS war fast entzwei- gebiffen worden. Die Kauwerkzeuge des Elefanten scheinen allerdings nichts zu wünschen übrig zu laffen, was aber seine VerdauungSorgane zu einer so ungewohnten und unangenehm spitzigen Kost sagen werden, wird die Zukunft lehren. * Kleine Tageschronik. Bei der ungarischen Stadt Szatmar-Neme i wolltten zehn Bauermädchen in einem Kahn über den Fenketeich, einen toten. Arm deS SzamosflusseS setzen. In der Mitte des Teiches schlua der Kahn um und alle stürzten ins Wasser. 10 Mädchen und die Frau des einen Kahnfahrers ertranken, während zwei Männer und die andere Frau sich retten konnten. — In Ssitomoriesch der Hauptstadt von Wool- hynien kam es gestern zu heftigen Krawallen und Straßenmetzeleien. Vewasinete Juden verteidigten sich gegen Angriffe, wobei es viele Tote und Verwundete gab. — Die Leichen der beiden bisher noch vermißten Touristen Dr. Pctritsch und LanteZ- bcamter Stopper aus Graz sind aufgesunden worden. Sie lagen in der Nähe der Stelle, wo man den Leichnam deS Prof. Glanvell ausfand. — In Waldkirch hkt ein italienischer Arbeiter nach einem kurzen Wortwechsel den Erdarbeiter Treppo mit einem Stilet erstochen. Treppo war sofort tot. Gerichtssaal. n. G i e ß e n, 9. Mai. Die Strafkammer hatte heute ein Urteil des Schöffengerichts Butzbach zu prüfen, das von dem Steinbrecher Julius Z. von Münzenberg angefochten worden war. Z. hatte versucht, einen von dem Nachtwächter und Polizeidiener festgenommenen 'M)eiter zu befreien, indem er dem Nachtwächter einen Stoß versetzte, daß er zu Boden fiel. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen Widerstands zu drei Wochen Gefängnis, wogegen er Berufung erhob. Wenn auch das Berufungsgericht an dem Urteil eine Aenderung vornahm, so behielt eS doch bei der ausgesprochenen Strafe sein Bewenden. — Wegen einer auf dem Ooerseemener Hof bei Laubach verübten widernatürlichen Unzucht wurde der Dienstknecht Karl P. aus Kaaden (Böhmen) zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt. — Zwei Holzsetzer, Martin B. I. und II. von Büdingen hatten den Holzhändler Peter G von Breitenborn wegen Beleidigung verklagt, weil er ihnen inbezug auf daS Holzsetzen „Spitzbübereien" vorgeworfen hatte. Das Schöffengericht Büdingen hatte aus Beweismangel Freisprechung eintreten lassen, wogegen die Kläger Berufung erhoben. Die Verhandlung führte zur Verurteilung des G. in eine Geldstrafe von 40 Ml. — Der Taglöhner Georg W. III. von Ober-RoSbach hatte gegen die Frau deS Bauunternehmers W. hier wegen Beleidigung Klage erhoben, weil sie ihm Faulenzerei zum Vorwurf gemacht habe. Frau W. erwiderte mit einer Gegenklage, weil sich der Kläger vor dem Gewerbegericht Beleidigungen habe zu schulden kommen lassen. Das Schöffengericht verurteilte beide Teile zu je 10 Mk. Geldstrafe nebst Publikationsbefiig- nis. Die Bemühungen des Berufungsgerichts, einen Vergleich zustande zu bringen, scheiterten an dem Verhalten des Taglöhners W., der sich derart ungebührlich benahm, daß er in eine sofort zu vollstreckende Haftstrafe genommen werden mußte. Da in der zweiten Instanz nichts neues zutage getreten ist, wurde das Urteil des Schöffengerichts bestätigt. Mainz, 9. Mat. Die gestrige Tagung der Strafkammer mußte im Schwurgericht stattfinden, da über 19 Angeklagte zu entscheiden war. Es waren dies Milch Händler und Landwirte. Bei den ersten sün Angeklagten fand man bei einer Revision Milch, die einen Wasserzusatz von 6 bis 18 Proz. enthielt Sie verwahrten sich jedoch entschieden dagegen, dte Milch gefälscht zu haben und nannten als ihre Lieferanten bte übrigen Angeklagten. Bei ihnen wurden daraufhin Stall-und Ueber» gangsproben entnommen und in der Milch nach dem sach^ verständigen Gutachten 6 bis 60 Teile, ;a sogar bt§ 100 Teile Wasser ermittelt Der Milchhandei der Angeklagten erstreckt sich über Mainz, Mombach und Duden- Heim. Die Angeklagten machten dte alten Ausflüchte, daß beim Eimerschwenken Wasser zurückgeblieben sem müsse und was dergleichen Redensarten mehr sind Originell war die Entnahme einer Probe bei dem Gemeinderat Mauer in Sulzheim. Als die Beamten in das Haus kamen, verweigerte er das Melken einer Kub; erst auf daS energische Vorgehen der Schutzleute ließ sich die angeklagteEhefrau dazu herbei, die Kuy zu melken. Als die Beamten deiiStall betraten, sprang die Kuh wütend hin und her, wie Mauer erklärte, weil das Tier vor fremden Leuten scheue. Er bat deshalb die Beamten, wlange vor dem Stall zu warten, bis das Melken vorbei sei. Bevor bieS aber geschah, nahm einer der Schutzleute eine Durchsuchung deS Staues vor pnd sand, versteckt unter einem Stroyhaufen, ent Msay ^illerarisches. — Das Maiheft der SüddeutschenMonatshefte beginnt mit dem Abdruck einer längeren Erzählung des durch seinen wundervollen Roman „Peter Camentzieo" so rasch berühmt gewordenen Hermann Hesse. Auf die Schillerfeier hat ein Festspiel des Schweizer Dichters Adolf Frey Bezug, ferner eine Rede des kürzlich verstorbenen Württemberger Äesthetikers Karl Weitbrecht. General von Scherfs schildert in einer längeren Abhandlung den bisherigen Verlauf deS russisch-japanischen Krieges und der Stuttgarter Finanzrat Dr. Losch behandelt das Verfahren, welches den großen deutschen Volkswirt Friedrich List aus seinem Lande vertrieb. Der diesmalige Beitrag Pfarrer Naumanns, der die Entwickelung unseres Zeitungswesens bespricht, ist von ganz besonderem Interesse. Eine reichhaltige Rundschau mit zahlreichen Beiträgen erster Autoren bildet den Beschluß des Heftes. ml tfrischem, hellem Wasser, das anscheinend zu der gemolkenen Milch getan werden sollte, um damit das richtige Verhältnis zwischen der gewässerten Uebergangsprobe und der StaNprobe erklärlich zu machen. Das Gericht erkannte aus Geldstrafen von 50 Mk. bis 400 Mk. [j Marburg, 9. Mai. Ein Prediger der evangelischen Gemeinschaft Namens Wohlhüt aus Kirchhain war vom Schöffengericht zu Treysa zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt worden, weil er ohne Genehmigung des dortigen evangelischen Pfarrers eine Leichenrede gehalten hatte. In der heutigen Berufungsinstanz gab der Prediger an, daß man ihm als rechtmäßig ordiniertem Geistlichen, wofür er Beweise vorlegte, das Predigen nicht verwehren könne, denn er fei doch kein Laie. Das Gericht erkannte auf Frei- p r e ch u n g. M ü n ch e n, 9. Mai. Die mehrere Abendblätter melden, wies da§ oberste Landesgericht in der Untersuchungssache gegen den Arzt Braunstein die Beschwerde des Staatsanwalts gegen den Beschluß des Landgerichts auf Einstellung deS Verfahrens wegen Gattenmordes zurück. Landwirtschaft. Dtt allgemeine Stand der Wintersaaten in Rußland ist befriedigend. Winterweizen besser als mittel, Roggen mittel. Gut ist der Saatenstand der Gouvernements Kursk,,Charkow und der größten Teile von Poltawa, besser als mittel in Woronesch, Orel, Minsk und Grodno, mittel in Kowno, Kaluga, Tschernigow, Saratow und Tambow, niedriger als mittel in den baltischen Gouvernements und in Wilna, Tula, Pensa und Samara. Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt! Mülheim a. d. Ruhr, 9. Mai 1905. In Kohlenkuxen war daS Geschäft mit Ausnahme von Gottessegen, Tremonia und Altendorf, in welchen belangreiche Käufe getätigt wurden, nicht erheblich. Umsätze fanden ferner statt in König Ludwig, Pörtingssiepen und Helene und Amalie. — Auf dem Kalikuxenmarkte zeigte sich heute etwas mehr Leben. Auch hatten eine Reihe von besseren Werten Kurssteigerungen zu verzeichnen. Namentlich standen Bürbach, WilhelmshaN und Neustaßsurt im Vordergründe oes Interesses. Die mittleren und kleineren Werte lagen still bei nicht veränderten Preisen. — Von Erzkuxen waren Wildberg, Henriette und Bautenberg gesucht. Im übrigen lag dieses Gebiet sehr rufiig. Hande! und Verkehr. Volkswirtschaft. Vom Kohlenm arkt. wird aus dem Nuhrrevier gemeldet, daß die Verlaoeziffern in den letzten Tagen von über 19 000 Doppelwagen auf über 20 000 hmaufschnellten. Am 6. Mai fehlten von 20 803 von den Zechen geforderten Wagen J501. Die Ursache der Steigerung wird darauf zurückgeführt, daß die ausländischen LiefenmgSkontrakte für Kohle aus der Streikzeit, die den heimischen Markt bis in die letzten Tage belasteten, ihr Ende erreicht haben, sodaß die starken Anforderungen der Eisenindustrie nunmehr auch aus dem deutschen Kohlenmarkte voll zum Ausdruck kommen. ,, w Sheffield, 9. Mai. Der Direktor eines hiesigen Stahlwerkes erklärt in einem Interview, daß demnächst eine völlige Revolution in der Stahlindustrie vor sich gehen werde. Es handele sich um die Erfindung eines neuen Verfahrens, welche es England ermöglichen würde, aus dem Gebiete der Metallurgie seine frühere bevorzugte Stellung aus dem Weltmärkte zurückzugewinnen. Der Gewährsmann weigerte sich vorläufig, weitere Mitteilungen zu machen, erklärte aber, in der nächsten Versammlung der Mitglieder deS Eisen- und Stahl- berbautes würde man dieses in der Geschichte der Eisenfabrikation epochemachende Verfahren kennen lernen. Märkte. fe. Frankfurt a. M., 10. Mai. öeu« und Stroh- markt. Heu kostete teilte Mk. 3.00—3.50, Stroh Mk. 2.40 bis Mk. 2.50. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest. ko. F r a n k f u r t a. M., 10. Mai. lQrig.-Telegr. de? „Gieß. Anz/9 Viehmarkt. Zum Verkauf standen 150 Kälber, 00 Schale und Hämmel, 1515 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pfg., Lebendgewicht 62—54 Pfg., 2. Qual. 78—80 Pfg., Lebendgewicht 46—48 Pfg., Schlachtgewicht 62—66 Pfg. Schale 1. Qualität Schlachtgewicht 72—74 Plg., 2. Qualität 64—66 Pfg. Schweine 1. Qualität 67- 68 Pfg., Lebendgewicht 53.50 Plg., 2. Qnal. 66—00 Plg., Lebendgewicht 52—CO Dlg^ 3. Qualität 60—62 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschält bei Kälber gedrückt, kein Ueberstand, bet Schweine gut, kein Ueberstand. 0Kirchhain,9. Mai. Dem heutigen Rindviehmarkt waren etwa 600 Haupt-Rindvieh, davon etwa ein Sechstel Jungvieh, §ugetrieben Worten. Der Handel gestaltete sich, besonders in srischmilchenter Wcne, recht lebhaft. — Aus dem S ch weine- markt belief sich die Zufuhr auf etwa 700 Stück. Es kosteten 4—6 Worten alte Sangserkel 20—34 Mk., Lauser, 4—6 Monat alt, 50—80 Mk., und ältere Schlachtschweine 100—140 Mark pro Paar je nach Größe und Qualität. Auch hier herrschte flottes Geschäft. Ä Erz-Kuxe. Bernie. Angebot —, Nachträge 3450. Ausbeuten unb Su- büßen, 1903: 225^1904: 300. ______ _ _____ Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag den 11. Mai 1905: Heiter, nach etwas milderer Nacht am Tage wärmer. Trockenperide fortdauernd. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Wsimtlitzk llrbfrfidjt brr Wcsfälle in Eirtzkn. Monat Februar 1903. Einwohnerzahl: angenommen zn 23 000 (infL 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 16,71 nach Abzug von 4 Ortsfremden: 10,28 flAw. Kinder Es starben an: Zusammen: Diphtherie 1 (I) Tuberkulose der Lungen ° (I) Tuberkulose deS Gehirns 2 Lungenentzündung 1 (!) Katarrhe und Influenza 4 (3) Schlagfluß 4 (1) Krebs 4 (3) Altersschwäche . 2 anderen Krankheiten 14 (4) Verunglückung 2 (1) Erwachsene: im 1. Lebensjahr: 2.— 5(1) - "1(D ~ 3(2) - 4 (1) - 4(3) - 2 — 6 (4) b 1 (1) - - vom -15. Jahr KD 2 2(1> 3 1 Summa: 1T(15) 26(13) o 8(2) Anm • Tie in Klammern gefetzten Ziffern geben an, rote viel ter Todesfälle in der betreffenden Krankheit end von auswärts nach 6^, eh en gebrachte Kranke kommen. Schiffsriachrichtcn. Norddeutlcher Lloyd. Gießen vertreten durch Carl LooS, Kirchenvlgh. Bremen, 6. Mai. 'Vev fronfattantileten Heleflretph). Der Doppelschranben-Postdampfer „Hannover", Kapitän H. Jacob-, »om Norddenllchen Lloyd in Bremen, ist heule • Uhr morgen- wohi- ehalten in Baltimore angekommen._____ J l ilLiML- ILJL1-- -ILlü1.11_1L 1—L IXimM-LLLlSS-J Familien Nachrichten. Gestorben : Herr Johannes Mörler VIII., Schuhmachernneister, Bad-Nauheim. ©riginaf-Draßfntcfbitnflett. Dresden, 10. Mai. Der Stadtrat beschloß, den Dichtern P r o e l ß - Dresden, V e w e r - Laubegast und Vogel-' Rothenburg Schillerpreise zu verleihen. Stuttgart, 9. Mai. Den Höhepunkt ter Veranstaltungen ru Ehren S ch i 11 e r 5 bildete heute abend die in Anwesenheit Königs und der Königin, sämtlicher Minister usw. veran- tattetf Feier auf dem Hoftheat-rplatzc, wo eine von einem Tempel Überragt e Bühne, in deren Mitte die Büste Schillers stand, errichtet war. Die Feier gab ter Trauer um den großen Toten, aber auch ter alle Wehmut sieghaft überwindenden Freude Aus-, druck, daß unser Volk einen Schiller sein eigen nennen darf. Eine szen'^che Darstellung verkörperte d'esen ^danken. Die Scbatten ted Todes, die die lebenden Fackeln auslöschten und diel Büste Schillers trauernd mit Flor bedeckten, wurden von den neun mit Blumen geschmückten Musen verdrängt: mit jubelnden Gebärden traten dann Scharen von Jünglingen und Jungfrauen auf, die dem Dichter huldigten. Die ganze Szene war von einer entsprechenden Musik begleitet. Plötzlich 'verdankte sich die Bühne, worauf das Geläute aller Kirck^englockeu einsiel und die Hötenfeuer anfflammten. Der Blick rückwärts zeigte das neue Schloß in tausend Flammen erglänzend, während das afte Schloß in roten Farben erglühte. Die Stadt war feenhaft illuminiert. Paris, 10. Mai. Dem „Petit Journal" wird ans 6 ab] gon von gestern mitgeteilt, daß das Geschwader des Ad»! mir al 8 N ebo gatow bei Tagesanbruch etwa 20 Meilen von, der Küste bei Kap San Jacques gesichtet wurde. Es! schickte sich an, den Fluß des Saigon hinauf zu fahren,, wo es die für seine Vereinigung mit der Flotte des Admiralöl Noschdsestwensky erforderlichen Nachrichten vorzusinden und sich mit frischen Lebensmittelu versehen zu können hoffte. Es wurde' jedoch auf offener See von einem Aufklärnngsschiffe. der Flotte Roschdjestwenkkys eingeholt, welches ihm^ den von der französischen Negierung ausgesproch e«; nett Wunsch übermittelte, daß die Vereinigung der beiden Geschwader außerhalb der indochinesischen Gewässer stattfinden möge. Nebogatow segelte hierauf nach der offenen See ab, um sich mit dem Ge> chwader Noschdjestwenskys zu vereinigen, welches weifellos an der Küste von Ann am auf ihn wartet« Paris, 10. Mai „Petit Journal" berichtet aus Peters- jurg: Ein K'ontrollausschuß habe zahlreiche Unter* ch 1 agunaen der Kriegs-Intendantur entdeckt. Es handle sich um große Summen. Man erwarte umfangreiche Verhaftungen. Rom, 10. Mai. Marquis Eatanzero erschoß einen Hausarzt, der mit seiner Frun ein Ver- jältnis hatte. Wien, 10. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ent- münbigimg der vortrefflichen Bühnenkünstlerin Helene Odilon wegen Schwachsinns. Bern, 9. Mai. In ter heutigen Plenarsitzung ter intern nationalen Arbeiterschutzkonserenz sprachen sich die De4 legierten teils völlig zustimmend zu dem Verbote der Verwendung weißen Phosphors in der Zündhölzchenindustrie aus, teils mochten ?ie die endgültige Entscheidung entweder von weiteren Verhond- li'Ngeu mit den auf ter Konferenz nicht vertretenen überseeischen ftonfurrcny^aten oder von einer eingehenderen Aussprache in einer Kommission abhängig. Der Vorschlag des Bundesrates betr. das Verbot ter Nachtarbeit ter Frauen wurde von den Delegierten/ sehr sympathisch begrüßt. Petersburg, 10. Mai. Vom Kriegsschauplatz wird mitgeteilt, daß alle Vorbereitungen getroffen seien, um Chardin zu räumen. Die Lazarette werden nach Schi- tar verlegt. — Gestern abend zirkulierte das Gerücht, es se iRoschdjestwenski gelungen, zwei japanische Hilfskreuzer in den Grund zu bohren. Die Nach-, richt rief große Begeisterung hervor. Auf der Admiralität erklärt man jedoch, man habe bisher eine derartige Mel-j düng nicht erhalten. Kansas City, 9. Mai. 'Anschließend an' die schon gemeldeten Verheerungen, die der Tornado angerichtet hat, wird weiter berichtet, daß heute schon 24 Leichen, nach der Morgue in Marquette gebracht wurden: wenigstens 35 Verletzungen sind bekannt. Auch aus der Umgegend wird' von weitgehenden Verwüstungen berichtet. Die Anzahl dey Toten und Verwundeten ist noch nicht festgestellt. Bombay, 10. Mar. (Reuter.) Ein heftiges Erd«, beben ereignete sich in BnnderabbaS am 25 April. Der; 200 yindS hinter der Stadt gelegene KnhgandoberL fan( zusammen. 50 Personen wurden durch einen Erd« rntsch verschüttet. Häuser schwankten; mehrere Turme und Hänser stürzten ein. Erderschütterungen sind jeden Tag vor« gekommen,- seitdem find die Einwohner von Furcht erfüllt und wohnen in Hütten außerhalb der Stadt. Wie berichtet toitb,, soll die westlich von Dnnderabbas gelegene Stadt Sarn-Towu ebenfalls schwer gelitten haben. Drei jüuptvorziige in Irtft beliebige* Schriftart nub Karton, forte, sowie mit Wirteln aller stnbentisvdeu t>tr«l«i5ungcfi, liefen j.n rnäfioen »teilen vrühl'lqe UniverfitäLs-vruckerei, Schulsttatze l Durch Verwendung nur feinster Rohmaterialien und durch eigene Erfindungen in der Fabrikationstechnik ist ,?Peter’s Union“ anderen Reifensystemen jetzt weit überlegen. Wer „Peter’s Union“ fährt, kann an Leistung und Sicherheit die höchsten Anforderungen stellen. Man achte beim Einkauf auf H 8 I i nebenstehende Schutzmarke. j Lj I -------besitzt----— PETER’S Union-Pneumatik. 1. Vollendete Konstruktion. 2, Lange Haltbarkeit, ■S.ni. >^u- beh. i. 3. Stock z. v. Wetzsteinstr. 42. 2394] Eine schöne 2°Zimmer° wohmmg, Vorderhaus, zu vermieten Seltersweg 35. Verschiedene | Per 1. Juti cueiul. uuijci zu vermieten Neubau Plockstraße die elegante 3. Etage, 6 Zimmer, Bad rc., sowie Ludwigstraße 37 die neu hergerichtete Herrschaft!. Parter re°Wvhnung, h Zimmer, Bad, Fremdenzimmer rc., hierbei Veranda, Gartenanteil, Bleiche und Trockenboden. Näheres (2085 Baugeschäft Abermauu LKliug, _________Löberstraße 8._________ Schöne 3-Zunmerwohnungen, sowie eine 4-Zimmerwohnung mit Küche und Zubehör, der Sleuzeit entsprechend, in der Ederstraße sofort zu vermieten. Näheres Baugeschäft Büttner & Damm, _________Ederstraße 20. [2015 Neustadt 56 schöne 3 — 4 - Zunmerwohnung (3. Stock) per 1. Juli an ruh. Leute zu vermieten._________1390 Alieestraße 19 1. Stock per 1. Juli zu vermieten. Näheres Alicestr. 19 Eompt. od. Aticestr. 31 part.1877 03167] 3—4-Zimmerw. m. Gas u. Wasser zu verm. Südanlage 7. 2288) 3—4 - Zimmerwohnung per 1. Juli an ruhige Leute zu vermieten. I. Häuser, Neustadt 56. Durch Wegzug des Herrn Prof. Winkler ist der 2. Stock, sowie Mansarde p. 1. Juli z. verm. (2031 Gottl. Nauheimer, Alicestr.il, I. In meinen Häusern Eredner- und Hillebrandtstraße ist eine 2-, 3- und 4'Ziminerwohnung zu verm. Liebigstraße 29 ist der Parterrestock mit 6 Zimmern per 1. Juli 1905 zu vermieten. 2425 Näh. Frankfurter Str. 62, II. O28O8] Schöne, ganz neu Hergericht. Mansardenwohn., 3 gerade und 2 schräge Zimmer, sofort zu vermieten.______Hessenitraße 2. Schöne 2- ev. 3-Zlmrnerwoh- nung an ruhige Leute zu verm. 2494] Grünberger Straße 1. fttzlohnnng zu vermieten 2510 Uv________ Asterweg 50. 2208] Nicgelpsad 30 kleine Wohnung nut etwas Garten und nötigem Zubehör an ruhige Leute zu vermieten.___________________ x^letnes Logis an ruhige Leute zu vermieten. 2056 ______Näheres Steinstraße 68. 2428] DJlaniarbe Kreuzplatz 6 pit verm. Näheres Südanlage 10. 2429] Ntansaroenwohnimg an ruhige Leute in vermieten per 1. Juli______^üd-Anlage 10. 2521] AtansardeiiloglS an' ruh. Leute zu verm. Seltersweg 53. anlage 21, part. 1882 Kc!l!iö].3-Zimmttll>ohiiulig Schillerstraße u. Nordanlage Ecke, mit allem Zubehör und großem Bleichplatz per 1. Juli od. früher zu vermieten. Näheres Nord- Wolten Sie Jhren Hußtenjhra Erkältung odardas Kitzeln im Halsß los sein ? —Wollen Sie eine klare Stimme haben ond1 ym Jhrer Verschleimung beleih jein .^gebrauchen Sia bitte Wegen Versetzung b-Zirnmer- wohnung mit allem Zubehör per 1. Juli evtl, früher zu vermieten 2223 Steinstraße 42, part. Otto Schaaf'S 2549 Lilien milch- Seife (ft die denkbar beste Toiletteseife. 1 Stück 50 Pfg., 12 St. Mk. 5.—. Adler-Drogerie, Seltersweg 39. D1/» Aschaffenburger Flügel- und Pianinofahrik mit Dampfbetrieb, Bahnhofsplatz, Gegründet 1830. Lieferant von f Hans v. Bülow, Fürstlichkeiten n. staatl. Anstalten, mehrfach prä- tniiert. Direkter Verkauf an Private Ohne Zwischenhandel zu Fabrik- Aosnahmepreisen, Teilzahlung, Umtausch. Bei Barzahlung höclb Ster Rabatt, freie Lieferung »4 Tage Probezeit, 10 Jahre Garantie, illustr. Katalog sofort i -rische Sied-Eier, 2 Stück 11 Pfg., Vogelsb. Landeier, per Stück 6 Pfg., la. Vogelsb. Land- outter, per Pfd. 1,20, empfiehlt 03179] W. Ullrich, Schloßgasse 7, , 3* /» | 7 Zimmer | Bahuhofstrage v3. Die bisher von Herrn Zahnarzt Schwalm bewohnte erste Etage, bestehend aus 7 Zimmern mit allem Zubehör (Gas- u. Wasserleitung, elektrisches Licht), ist per 1. Oktober evtl, früher zu verm. 2209 Christian Reiber. I Q Zimmer | 2205] Schissenberger Weg 21 im Patz'schen Hause, schöne Wohn. 6 Zimmer mit Zub. u. Gartenant. per 1. Juli zu verm. L. Wolff. Neu herger.6-Zimmerw.TI.St., Bad,Gas,Trockenb.,Bleichpl.,Apr. o. fp. zu verm. Moltkestr. 26. [lM 1883] Elegante 6-Zimmer-Woh- nung in schöner Lage, mit Badezimmer und allem Zubehör, sow. großem Bleichplatz per 1. Juli oder früher zu vermieten. Näheres Nordanlage 21, part. 1887] 6-Zimmerwohnuug mit Mädchenkammer, Gartenanteil rc. alles der Neuzeit entsprechend eingerichtet, alsbald zu verm. F. Atzbach, Ntarburgerstr. 49. [ 5 Zimmer j 716] 5-Zimmerwohnung per 1. Juli zu verm. Steinstraße 82. LuftKurort Biedenkopf. Verggarten Pension tu Dependance. Zur kommenden Saison halte meine herrliche, mitten im Pall) gelegene Sommerfrische bestens empfohlen. Fstr Mai—Juni Zimmer zu mäßigen Preisen. Prospekte gerne zu Diensten.2563 zu Mannheim Programme kostenlos. V) 2 o. u~ Buchbinderei Heinrich Sack jr. UV Marktstraße 19 empfiehlt sich im Einbinden von Büchern, Zeitschriften u. s. w., sowie in allen in dieses Fach einschlägigen Arbeiten. 1251 Eimhuicn Bon Silbern. Bestellungen können im Schirmladen daselbst abgegeben werden. Photographischer Apparat billig zu verkaufen. 03178 I. Schmidt, Neuen Bäue 1. Guterhaltener Kinderwagen _ billig zu verkaufen. 03185 __________Goethestraße 48 a, II. Wl'eiMirr ganz weiß plattiert, 2°sp. komplett, nicht im Gebrauch gewesen, für 220 Mark zu verk. 03189 Frankfurt a. M., Bürgerstr. 67. Gießener Zischhaus 30 Souueustraße 30 Lcbtllüe Aale, Hechte und Backfische. Debendfr. Schellfisch, Kabliau, Zander,Rotzungen,Seezungen Schollen in bester Eispackung eingetroffen. 2278 Lieferungen für Gesellschaftsessen werden in bekannter Zufriedenheit ausgeführt. Prompt. Versand nach auswärts. Alle ßolouialmorctt und Dclikatesseil stets frisch und zu den billigsten Preisen. 2172 Joh. Seibel, Ludwigsplatz. Prima Export» Aepfelwein in Flaschen (garantiert naturrein) liefert jedes Quantum frei Haus (1802 H. Trechsler, Weserstr. 8. Lebende Aale l zu verkaufen Hammstraße 11,11. Für Haudwertcr! 2 in Mute d. Stadt geleg. kleinere Hosratten, zujed.Handwerk geetgn., preisro. uiiL günsl. Beding, zu verk. Offert, unt. 02838 a. d. Exp. d. Bl. Bienenhaus zu verk. (02989 Grün, Reiskirchen bei Gießen. Gnl renladles paus in guter Lage, evtl, mit Garten, zu kaufen gesuchL Schriftl. An- erbiet. unt. A. B. an G. L. Daube & Co., Gießen.03148 Zu kaufen gesucht kleinee Eisfchrank. Schriftliche Meldungen unter 03173 an den Gieß. Anz. erbeten. Beletage, 8 Zimmer u. Balkon in schönster Lage, mit allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen und großem Garten per 1. Juli zu vermieten. 2282 Näh. K. KleeS, Südanlage 18. Wüter gesicht Chirurgische Klinik. B10/, 2339 und Weftanlage 60. u3097 2560 Arbeit bei Beschäfttginig SS /5 12.5.05. 8 W finden Arbeit bei 9562 2558 JÖM. ^ous. I) Ball. 111 A AMMM Hurn-Aerein. Sonntag den 14. d. MtS. Aniurnen in der Turnhalle. Von nachmittags 4 Uhr ab Konzert, abends 8 Uhr Tanz. y0/5 Der Vorstand. Em anständiges Fräulein, das im Nähen bewandert ist, sucht Stelle zur einzelnen S)ame, evtl, als Reisebegleiterin ober erwachsenen Kindern. 2™ Zu erfrag. flMmgcl. Schwestern- baus. Johannesstr. 7. sofort gesucht. Maricnhütte, Groß-Auheim bet Hanau. Gesucht für Gießen tüchtige Köchin; Dienstmädchen nach Tarrnstadt, Laubach, Wiesbaden und Rollt. v40^ Hausfraueu-Berein Gießen. Unterricht - im Oel- u. Aquarellmalen (Landschaften nach der Natur ufro.) erteilt 03169 O. Kowarzik Hofmannstraße 8. Kaufmann Mitte der 20er, sucht Lebensstellung per 1. Juli er. Schriftl. Meld. unt. 03162 an den Gieß. Anz. erb. Wiijk Himer bei hohem Lohn und datternder Schlossergeselle u. Schloffer- lehrling sofort gesucht. 03182 Karl Schmidt, Schlossermeister, Neuenweg 42. Freitag den 12. Mai, abends 81/, Uhr, Ilclmg Ses 1. Löjtztiges B10/5 Das Kommando. fti • Tüchtige Aichern. für dauernd gesucht. 2472 Gebr. Zntt, Steinstraße 84 86. Geübte ZigarreBmacher aus dauernde Arbeit für meine Fabrik m Gießen gesucht. (2561 Ludwig Georgi. Eme gut emgesührte deutsche Feuerversicherungs-Aktien-Gesell- schait sucht für dte Stadl Gießen einen tüchtigen Vertreter, der bereit und in der Lage ist, sich persönlich um die Ausdehnung des Geschäftes in allen Kreisen energisch zu bemühen. Ueber- weisung von bestehendem Geschäft wtrd zugesichert, günstige Pro- visionsdedingungen in Aussicht gestellt. Off. unter B. 6106 an D. Frenz, Mainz.z% In Sieuersachen erteilt Auskunft, fertigt Bern- uugeu, Erklärungen das Dkdjtötoeiin Rotte Kaplansgasse 2II [1875 lucht kaufm. B'6- schaftigung. [v10/e Hausfrauen-Berein Gießen. -aitpir mitteil ftänbm beigest tigW soweit oder c der fll Di sind n tragim nanzpe Dii fieflunfl gefügt, Arbeitet werden sie fli1 sonst 'ic bezüglic weichut sehr rot betrag! Voran! auf 54 Kamme daraus, „Reste ein Plu gäbe" I ung 12 bei „Z verein" Tei das 5 „Reste gegenük findet; und refe Weniß. §omi 18090 86f zusamM- anschlag anschlag also ein Untersch Gel haben d ltche ($ V. „bi Wege । marke und2.b ung b Militc tvägen z- neben \ schliche« haben, lassen tr Bet bas Fin Rachtrü, von An' toirtfc ungsg Dae vctunge: wie Aes. v. hvhllng। berum t auf 75 i Für Köchin, 5 I. bei mir tat, suche z. 1. Okt. Stelle b. ev. Herrschaft i. Gießen. Meldungetr an Pfarrhaus zfi Wolf a. Mosel.D“76 fentr Alis AH M J”1 stz 5-5 s- 6.-: öj **18^ 'tüd) tiger Lchrciilkrgcstüe gesucht. Wagner, Schreiiter- metsler,FeÜiughaufenöbeiRod-- heim a. B.____________ 02882 Tüchtige, selbständige Installateure für dauernde Beschäftigung bei hohem Lohn per sofort gesucht. A. P. Christovherscn, 3636 Jns1allationsgeschäft,Goethestr.23. Fiihre« jeder Art werden übernommen 02828 Hinter der Westaulage 5. Jungen von 14 bts 16 Jahren finden Eugen Kauffmann, Lampenfabrik. Ein m Küche u. Haushalt erf. Mädchen in kl., ruh. Fam. geg. hohen Lohn zum 1. Juni gesucht 2552] Moltkestraße 2, 2 Tr. Ein Mädchen tagsüber zu einem Kinde gesucht. 2555] Näheres West-Anlage 44. Winterstoffe werden zur Aufbewahrung unter Garantie gegen Motten» und Feuerschaden angenommen. Aug.Kretzschmar Kürschner Marktplatz 22 Marktplatz 22 vis-ä-vis der Engel-Apotheke. Dame erteilt grüubL Klavierunterricht gegen mäßigesHonorar. Off, unt. 02861 an dte Exped. d. Bl. Herren gegen hohe Provision u. Speien- zuschuß evtl, bei feftent Gehalte gesucht. 2424 J. Güsters, Internat. Fukasso-Jnftitut, Gießen. Lehriillg gemajt. Lehrzeit 3 Jahre. Vergütung 470 Alk. Fr. Hewel, Bildhaueret, 2310] Gruttberger Straße 7. Ein kräftiger Junge kann die Bäckerei gegen Vergütung erlernen. 2479 Brot-- und Feinbäckerei Joh. Müller, Seltersweg 62. Reell! Ja. Mädchen, 21 Jahre, 220000V., wirtsch.erz.,w.Hetr.m. ed.Herrn. Verm.n.erf.,d.gut.Ehar. Bed. Off.u.k Oomdech Berlin 8.14. (O<878 züüsttSllhailer lohn, abz. Bismarckstr. 38, III. (oam 03187] Gefunden ein Reh^ Knicker auf dem Wege Aktien- brauerei—Schöne Aussicht. Abztth. Bahnhofstr. 41, III. ^«Fädcheu oder Frau sofort zur Aushilfe gesucht 03172 Bergstraße 15, Part. Llhyljmchcr gesucht D‘o/5 ev., ledig oder Witwer mit Kind; Meld. m. Lebens!, u. Lohnford. an Waiseuheim, Wolf a. Mosel. iimg.Biädchen'Ä 03175] Näh. Ludwigstr. 57, H. Frau 2528 tagsüber für leichte Hausarbeit gesucht. Zu erfr. Sonnenstr. 19, pt. 08114] Kleines Logis sofort zu vermieten Schützenstraße 14. Möbl. Zimmer | 03166] Alöbliertes Zimmer zu vermieten________Neustadt 78. 03168] Entfach möbl. Zimmer zu vermieten Neuen Bäue 7, III. 03186] Schön möbl. Znmner zu vermieien_____Neustadt 12. 03184] MöbtterteS Zimmer zu vermieten Neustadt 10, III. 03181] Gut möbl. Zimm., neu berg., z. v. Grünberger Str. 16, II. [03180] Einzelne schöne cll im Französischen. Schriftliche Meld. U. 03163 a. d. Gieß. Anz. erb. Frau Auua Schneider 02171 empf. sich im Ansertigen einfacher u.eleg. Kostüme. Bahnhofstr. 59, II. Egly & Bin. /waid. 03157] 1 Gehilfe u. 1 Lehrling gesucht. Tapezier r Erb. KniAiiliiclkillitzcr gesucht Ludivigstraße 4. (03188 AAigec üfl(ierarti(üer zum sofortigen Eintritt gegen hohen Lohn gesucht. 2559 Gcbr.Rosenbaum, West°Anl.44. Schöne 3—4-Zimmer-Wohnung zum 1. Juli gesucht. Schriftl. Ateld. unt. 03177 an den Gieß. Anz. erb. Ein unmöbliertes Zimtr zu mieten gesucht. Schriftliche Meld, u. 03164 a. d. Gieß.Anz. erb. Ein möbliertes Zimmer zu mieten gesucht. Schriftliche Meld, u. 03165 a. d. Gieß. Anz erb. Aetterer Herr sncht 2 geräumige ganz oder teilweise möblierte Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer) in einem sehr ruhigen Hause nebst Bedienung zu mieten. Schriftl. Meldungen unter 03116 an den Gießener Anzeiger erbeten. Ein bis zwei Ntädchen welche eine Handarbeitsschule hier besuchen, können LogiS mit teilw. Pension ober ganz erhalten. 03133 Näh. i. d. Geschäftsstelle d. G. A. Ale PstegeMe geborenes Kind gesucht. Schriftliche Nield, unter 03141 an den Gieß. Anz. erb, j Läden etc. | Im Zentrum der Stadt |24u3 Laden mit ober ohne Lagerräume zu vermieten. Näh, in der Exp. d. Bl. Lctzr ]P»c Stallung für 2 Pierde per 1. Juni, Mute der Stadt, zu vermieten. (03126 _____Näheres Nordanlage 39. 2082]SelterSweg81gr.Weinkeller nut Lager z. v. vom 1. Juli an. Arbeiter 03170 für dauernde Beschäftig, gesucht. Bafaltwerk K. Lauster, Heide rls haus en bei Lollar. Anzurnelden bei Peter Schepp. Wltiicht ii. Lagcrardeilcr zum sofortigen Eintritt bei hohem Lohn gesucht. 2564 grvldenberg & MareuS. sLm Hausbursche gesucht 03176 Lindenplatz 4. 030801 2 schön möbl. Zimmer m. sep. Ging, z. v. Ebelstr. 11, pt. 03083] Einfach mobl. Zinimer zu vermieten Steinstraße 66. 2441] AlödL Zimmer mit oder ohne Kab. zu verm. Neuen Läiic3. 03027] Frbl. möbl. Zimmer zu verm. Grünberger Straße 29. JU34] jJlobl. Zimmer zu ver-- imeten.____________Asterweg 2. 2445] Möbl. Zimmer sofort zu verm. Montanns, Marktstr. 34. Ecke Landgrafeustr. (Brau- gafie 11), Beletage, em eventl. zwei schön möblierte Rimmer preiswert zu vermieten. 2539 03156] sJ)löbl. Zimmer mit Kab. billig zu verm. Seltersweg 9,1. 03146] Anständ. Ard. tönn.Kost u. Logis erhalten. Gr.Nllihlgasse38I. 2477] Fein möbl.Wohn- u. Schlasz. sof. zu verm. Ludwigstraße 26, II. 02818] Sch. möbl. Znnm. m. o. ohne Pens, zu verm. Bismarckstraße 17. 03079] Wäsche zum Diäl)en wtrd angenommen. Ebelstraße 11, pt. WckißiiNM jeder Art werden übernommen. Hausbursche nicht unter 18 Jahren, für mein Geschäft gesucht. 2551 H. F. Nassauer, Neuenweg 15. APiger §ßusl)ur|dje zu einem Pferde gesucht. [03123 Ludwig Engelhardt,Bäckerrnstr. ^auSbürschcheu gesucht. (2523 V I. M. Schulhof, Kolonialwaren und Delikatessen. liidjtis.Hliäiiiijcn ö-.? iffi Frau Prof. Weber, Ostanlage 39. Dienstmädchen gesucht. Angen-Klinik. (B10/5 Solides üädchen welches gut kochen kann, bei hohem Lohne gesucht. Näheres in der Geschäftsst. d. Gieß. Anz. (03108 GerichtsakzMst ^6^. Schriftl. Meldungen u. 03158 an den Gieß. Anz. erbeten. Solvente Abnehmer gesucht füb Kirsch- Ni> Rehgeweihe. Schriftl. Meld, unter Str. 2530 an den Gießener Anzeiger erbeten. II. Hypothek auf prima Objekt in der Höhe von 25000 Mark gesuchL Schriftliche Meldungen unter 2553 an den Gieß. Anz. erbeten. 'jt PACKET 25 PFENNIG. S fil werden den Versuch nicht, i M - bereuen! , >' LZ»WitnIn Apotheken ana DrogerienJ Loherstratze S der 1. Juli schöne 5-Zimnier- Etage an ruhige Familie zu vermieten^ 1767 2416] ö-Zimmerwohnuug mit ^iem Zubehör. Blrichplatz und zu vermieten. Näheres Alrcettraße 22, pt. ihuif-OSefudjc HlretgeMhe (Offene Stellen W WWeilW Brust Pastillen