Nr. 33 Mittwoch, 8. Februar 1905 155. Jahrg. Ugkch mit VuSmchm» brk ©cmntagÄ SM» 3lt|tO0 ^oatBcfiiMirttr* awtbe» bar ®njev,. 9UH« MSch«-rUch betgEieqr. De ^dM «««-ttch M Eichener Anzeiger Ntn> ftrHflQ ter Vr-ht^chM ttsmaSttitotoarfmeL Ä. Sa»O«, M« Äetafttoo, «tyxhtttxro a. Drvekerrt: GchEr.^ LKt.A-.Lz. I<4egiv-Äbe»i Au-et«« Vtetz« General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Kündeten Regierungen haben aber auch gleichzeitig auf dem Standpunkt geftanben. daß bei solchen Arbeitern, bei denen die spezifische Gefahr in der Arbeit an sich liegt und nicht in der Dauer der Arbeit, die Regierung die Bemessung der Arbeitszeit dem freien Ermessen anheimstellen kann. Dabei ist ganz unzweifelhaft, daß eine Schädigung der Gesundheit der Arbeiter unter Umständen auch in einer übermäßig langen Arbeitszeit liegen kann. Es ist auf einer Versammlung von Industriellen kürzlich einmal die Behauptung aufgestellt worden, daß ftüher tn der rheinischen Industrie 17stün- dige Arbeitszeit bestanden habe. Es war diese Arbeitszeit nötig, um erst einmal gegen die englische Industrie aufzukommen. Gott sei Dank ist im Wege der Vereinbarung von dieser langen Arbeitszeit abgesehen worden; denn bei einem Arbeiter, der 17 Stunden m der Fabrik zu arbeiten hat, abgesehen vom Wege von und nach der Fabrik, kann man sich mit ^Reckst fragen, ob er die nötige Nachtruhe und die nötige Zeit zur Körperpflege haben kann. Diese damals bestehenden Z'fftände sind aber ganz von selbst beseitigt durst Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Uutzer- dem muß mau berücksichtigen, daß die Verhältnisse m den Industrien sehr verschieden liegen. Es gibt Industrien, gewisse Tätigkeiten von Arbeitern, bei berteil ein großer Teil der Arbeiter nicht angestrengt Maschinen bedienen muß, sondern Handreichungen zu machen bat oder sick stets in einer Art von Arbeitschereitschaft befindet. Aus diesen Gesichtspunkten waren auch die^Verbundeter Regierungen immer dagegen, den allgemeinen MarimalarbeitL-tac' einzuführen. Bei der unaeheiiren wirtschaftlichen Bedeutung der Frage habe ich an sämtliche 26 Bundesregierungen die Vrtt^.gerichtet, mir ihr-» Stellung zur Intervellation mitzuteuen. Bis ben maltigc Spannung gehe, wie seit langen Jahren nicht. Seine Partei habe auf konfessionellem Gebiete viele Wünsche, ab erste stelle zurzeit deshalb keine Anträge, weil sie nicht noch zur Verschärfung der Gegensätze beitragen wolle. Mhnliche konfessionelle Verhetzungen und Gereiztheiten seien seit Jahrzehnten nicht dagewesen; man dürfe an einer derartigen Verbitterung der Volksseele nicht gleichgiltig vorübergehen. Ter Redner führt nun verschiedene Beispiele an, um den herrschenden Zwiespalt zu beweisen. So seien auch jüngst in einer Hofkirche unschöne Musterungen gegen die katholische Kirche gefallen. Er betone aber ausdrücklich, daß auch auf der anderen Seite Ungehörigkeiten zu verzeichnen gewesen seien, a',nch katholische Blätter hätten Angriffe auf Männer wie Luther und Phittpp den Großmütigen gebracht, was nur zur Verschärfung der Gegensätze führen könne. Tie Regierung sollte demgegenüber bestrebt sein, jeder weiteren Entfremdung zwischen den beiden Konfessionen nach Möglichkeit entgegenzutreten. Er stehe zwar auf dem Standpunkt, daß sich der Staat int Prinzip nicht in beit Streik um konfessionelle Fragen entmischen soll, aber hier werden 95 Prozent aller Bewohner berührt und er sei der Meinmrg, daß neben den beiden Konfessionen auch selbst der Staat darunter leide. Einen wirklichen Vorteil würden schließlich nur diejenigen haben, deren Anwachsen zu verhüten doch im Interesse beider Konfessionen liege. (Rufe bei. den Sozialdemokraten: Oho! und die Juden!) Redner meint, dann, daß die Parteipresse mit an der Verhetzung Schuld trage. Tie Regierung treffe zwar kein direkter Vorwurf, aber in manchen Kreisblättern würden konfessionelle Angriffe geduldet. Weder das katholische noch das evangelische Volk wollen diesen Streit und die Regierung müsse mit aller Energie dagegen Front machen. Redner beklagt dann die Haltung, welche die Regierung bei der Abstimmung über Art. 2 des Jesuitcngesetzes im Bundesrat angenommen habe und ebenso bedauerlich sei ihre Haltung den barmherzigen Schwestern gegenüber, die mit Polizeiverschriften und Kontrollmaßregeln schikaniert würden. Auch eine Aenderung bezüglich der Bestimmungen über den katholischen Kirchenfonds sei sehr am Platze. Im Interesse des Staates und des Volkes sollten alle berufenen Faktoren zusammenwirken, um den Zwiespalt zwischen den beiden Konfessionen zu beseitigen und den konfessionellen Frieden wieder herzustellen. Staatsminister Rothe hält es für seine Pflicht, auf diese Rede sofort zu antworten. Er sei der Meinung, Regierung und Volksvertretung trügen am besten mit zur Erhaltung des konfessionellen Friedens bei, wenn sie sich möglichst wenig über konfessionelle Angelegenheiten unterhielten. Es f'et eine hoch erfreuliche Tatsache, daß in unserem Lande die Bevölkerung der verschiedenen Konfessionen friedlich bei einander lebe und die Großh. Regierung fei aufs ernsteste bemüht, durch strengste Unparteilichkeit beiden Konfessionen gegenüber den Frieden zu erhalten und zu fördern. Sie habe dabei andererseits auch auf die Unterstützung der Bevölkerung zu rechnen, und sie habe auch keine Ursache, über diese Unterstützung zu klagen. Man solle aber auch bei den Angriffen nicht zu empfindlich sein. Einzelne Verstöße gegen den Frieden seien vorgekom- meni; das sei zu bedauern, aber nicht zu ändern. Daß in einer so bewegten Zeit auch einzelne Strömungen ihre Wirkung ausüben und das politische Gebiet beeinflussen, jei nur natürlich. Seine Hoffnung gehe aber dahin, daß sich nach Verlaus der erregten Zeit auch die Angehörigen der beiden Konfessionen wieder einander näl)ern und achten und wertschätzen lernen würden. Unverständlich sei ihm, wie der Vorredner so schwere Anklage gegen die Regierung richten konnte wegen der Ordensschwestern. Die Regierung zolle den barmherzigen Schwestern die größte Hochachtung. Die Kontrolle geschehe nur nach den bestehenden Vorschriften. Abg. Tr. Schmitt Hütte seine Vorwürfe statt an die Presse an die Parteileitungen richten sollen, die dock in erster Linie die Verantwortung trügen. Tie Frage der Kreisblätter werde ja bei anderer Gelegenheit m einem der Ausschüsse mit zur Sprache kommen, man möge das Ergebnis abwarten. Ihre Haltung zu Art. 2 des Jesuitengesetzes habe die Regierung nicht plötzlich angenommen, sondern dieselbe sei lediglich eine Konsequenz ihrer früheren Stellungnahme. Jedenfalls werde die Regierung alles tun, was zur Wahrung und Förderung des religiösen Friedens dienen könne, der in Hessen unter dem Schutze seiner humanen Fürsten gesichert sei. (Lebhafter Beifall.) t m Abg. Molthan fragt an, wie es mit der Beratung der Wahlrechtsvorlage in der ersten Kammer stehe; es sollte unter allen Umständen dahin gearbeitet werden, daß die Vorlage in diesem Jahre Gesetz werde. Redner schließt si/ch bezüglich der finanzpolitischen Beurteilung dem Abg. Reinhart an und hofft, daß die Steuerreform nicht abermals starke Erhöhungen bringen werde. Staatsminister Rothe entgegnet kurz und bemerkt, daß der Gesetzgebungsausschuß der ersten Kammer demnächst -ur Beratung der Watzlrechtsvorlage zufammentreten werde. Da Abg. Ulrich erklärt, längere Ausführungen machen zu müssen, wird die Debatte nach 1 Uhr abgebrochen und au Mittwoch früh 9 Uhr vertagt. Kessischer Landtag. R. B. Darmstadt, 7. Febr. Leute vor mittag 10V3 Uhr hat die zweite Kammer der Landstände ihre Etatsberatungen ausgenommen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt Präsident Haas, während sich die Mitglieder des Hauses erheben, mit folgender .ÜSKlsprache der Vermahlung unseres Grotzherzogs: „Meine Herren, bei unserem ersten Zusammentreten im treuen Jahre nehmen die Mitglieder dieses Hauses gewiß gern 'Anlaß, der Freudeutagc zu gedenken, die in der vergangenen Wocke unserem geliebten Großherzog, dem Großhcrzoglichen Hause und mit ihnen dein ganzen Land zu begehen beschützen waren. Unter dem Jubel der ganzen Bevölkerung führte Seine Königliche Hoheit seine Hobe Brant, ein Kind unseres Landes, in seine Landeshauptstadt ein; unter der Teilnahme und den Segenswünschen des ganzen Volkes schlossen, die hohen Verlobten den Ehebund für das ganze Leben. Ter Hochzeitstag unseres Groß- Herzogs und seiner Braut war bei den innigen Beziehungen zwischen Fürst und Volk zugleich ein Landesfest und Feiertag, dessen Bedeutung und Weil>e sich kein treuer Hesse entziehen tonnte und wollte. Bon überall her, _ aus Palast, Bürgerhaus und Hütte und weit über die Grenzen Hessens hinaus von außer- Ixxlb wurden die wärmsten Wünsche dem hohen Neuvermählten Paar entacgengebraäst: und so, meine Herren, vereinigen auch wir uns gewiß gern zu dem Ausdruck der herzlichsten Gratulation, die ich bereits Ihren Königlichen Hoheiten darzubringen die Ehre hatte, mti> die ich mit Ihrer Ermächtigung gern demnächst wiederholen werde. Möge nur ungetrübtes Gluck und heiterer Sonnenscl-cin unseren Großherzog und unsere Großherzogin, die wir als unsere Landesfürstin willkommen heißen, aus einem langen Lebensweg begleiten, möge der geschloßene Ehebund dem Herrscherpaar, daS getragen ist von der Liebe, der Treue und der Anhänglichkeit seines Volkes, sowie unserem ganzen Lande zum Glück und zum Segen gereichen. Tas ist gewiß der aufrichtige Wunsch der anwesenden Mitglieder dieses hohen Hauses. Meine Herren, in Bekräftigung dieses Wunsches vereinigen wir uns zu dem Rufe: Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog und Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin leben hoch! Nochmals hoch! Und nochmals hoch!" Die Kammer beschließt darauf einstimmig — die Sozialdemokraten, auch der Schriftführer, Herr Ulrich, glänzten sämtlich durch ihre Abwesenheit! — dem Großh. Paar eine besondere 'Adresse zu überreichen, deren Wortlaut morgen festgestellt werden soll. Nach kurzer Pause widmet der Präsident dann dem dahingeschiedenen Mitglied des Hauses, Seb. Weidner einen warmen Nachruf. Mit hohen Geistes gab en ausgestattet, habe derselbe lange Jahre hindurch mit größtem Eifer die Aufgaben seines Amtes ausgeübt und sein An denken werde stets in Ehren gehalten werden. Das Haus hat sich zum ehrenden Gedächtnis des Verstorbenen von den Plätzen erhoben. Nachdem alsdann die Vereidigung des neu eingetrete- Aen Abgeordneten, Oberförster Dr. Weber- Eonradsdors in der üblichen Weise erfolgt ist, tritt das Haus in die Tagesordnung ein und verweist die zur vorläufigen Beratung gestellten Gegenstände an die zuständigen Aus- ich s^ine Anfrage des Abg. Reh über die Unfallsür- (orge für die Beamtet: beantwortete Staatsminister Tr. Rothe mit einer ausführlichen Regierungserklärung, in der es heißt, daß bei den jetzt geltenden Grundsätzen den Beamten ein genügender Schutz gewährt werde. Auf Antrag des Abg. Reh beschließt das Haus, die Antwort drucken zu lassen und dann in eine Besprechung Über die Angelegenheit einzutreten. Es folgt nun die Etatsberatung. In der Generaldebatte uimini zuerst Abg. Reinhart bas Wort. Er weist einleitend auf den günstigen Stand des neuen Etats hin, der wieder eine erhebliche Besserung gegen das Vorjahr bedeute. Zu beklagen sei, daß der Staat früher oft eine falsche Sparsamkeit zur Anwendung gebracht habe bei der Errichtung von staatlichen Gebäuden, die man messt zu klein und ohne Rücksicht auf das schnelle Wachstum der Städte erbaute. Wem: man z. B. seinerzeit für das Amtsgericht in Worms 15 000 Mk. mehr verwendet hatte, so hätte man jetzt eine Ausgabe von 100 000 Mk. ersparen können. Redner bespricht dann den Etatsbericht des Abg. Möllinger näher und bemerkt, seine Freunde seien derselben Ansicht, wie dieser, daß sie einer grundsätzlichen Aenderung unseres Steuerwejens unter keinen Umständen zustimmen würden. Wenn int Lande die Anschauung verdrecket werde, die zwecke Kammer beabsichtige, unter Nahrung sozialdemokratischer Abgeordneter das Stempelsteuergesetz zu beseitigen und dafür eine allgemeine Progress iv- lieuer auf das kapital einzuführen, so sei das eine Unterstellung, die er hier mit aller Entschiedenheit zurückweise. (Zustimmung.) Einer solchen falschen Ausstreuung müsse aufs energischste entgegengetreten werden. Redner bespricht dann, aus der Tribüne schwer vernehmbar, eingehend die allgememe politische Lage. Bezüglich der neuen Handelsverträge meint Redner, dieselben würden der Landwirtschaft den Schutz gewähren, mit dem sie zufrieden sein könne. Im übrigen müsse man dieselben so zu gestatten suchen, daß sie in den nächsten zwölf Jahren der Industrie feinen zu großen Nachteil brächten. (Abg. Ulrich; Hört, hört!) Die größte Vorsicht sei geboten bei der Beratung der Kommunaisteuerreform: es dürfe keinesfalls eine zu große Belastung bei den Gemeindeumlagen eintreten, denn Lad würde die größte Schädigung hervor- /sstzstz toftet |ie mcl)t, jonöevn um|on|t betommt jeber riOÜ eine gutgehende Herren- oder Tamen-Rcmon- ___________________ toir-lUjv, welcher 400 Gutscheine von Gioth's gemahlener Kernsene an den Fabrikanten I. Gwth, Hanau, franko emsendet. Ale Künalvorlage gesichert! K. Berlin, 7. Februar. Graf Bülow hat wieder einmal Glück gehabt! Die Kanalvorlage ist „durch", und sogar ohne daß der Ministerpräsident rednerische Bemühungen dafür auszuwenden brauchte. Allerdings steh: noch die dritte Lesung der Vorlage aus. Diese wird indessen an dem Ergebnis nichts mehr ändern, nachdem heute bei der namentlichen Abstimmung über den grundlegenden § 1 (sämtliche 51 an al baut en) die unerwartet große Zahl von 2 5 6 Ja gegen 13 2 91 ein, herausgekommen ist. Der Verlauf der Abstimmung wurde überall mit größter Spannung verfolgt. Jeder einzelne Aufgerufene, ob bekannten oder wenig bekannten Namens, chatte Interesse. Am Regierungstisch notierte Finanzminister Frhr. o. Nhembaben die Ja-Stimmen, auch die Parlamentarier beteiligten sich vielfach an der Vorausberechnung des Resultats. Wachsamen Blickes stand der Agrarierführer Dr. Hahn in den Reihen der Konservativen. Jedes nut Kraft und Entschiedenheit abgegebene Nein eines Konservativen oder Frei- konservativen schien ihn mit hoher Befriedigung zu erfüllen, jedes Ja ihn schmerzlich zu berühren. War aber gar ein bekehrtes Mitglied der Rechten der Zustimmende, dann versendete Dr. Hahns dräuendes Auge Blitze, und seine Miene brückte aus: Den Mann muß ich mir merken. Auf den kann die Landwirtschaft fürder nicht bauen. Die Verkündung des Abstimmungsergebnisses wurde von der Linken und dem Zentrum mit hallendem Bravo begrüßt, 1Ä s äD CJD so CO 5 LED. .2» e vQ *** ., td <« :g^ vQ «« O vQ ost’ Ö Sä ZZL voeSuQ oö oi tx § .cs CO N CQ -Q p •» o >P o <7* T-l «$> e •2*. o C: a s »H* iS ä <5^ o c p £3.8» c. =_*-=-'S 3 äs ä075 nK«-X II p/S 5 —-O x 'S1 - «3 S85 o.S°ec<* »•»e-äÄ n’1-5 | g " p P:p c ‘‘ « ^'g' p s g-o-c :S -»W 3^ p Z «gCQ = *?■ e ~<5 c s s « „’S 5 ZZ^EZK-K-L K fsOlM S. f Ä^.ga ä -e-:§® «P" s ° ZLtz ^AZZ 5Ä£=? 2?<2 c I S9e«g ^csä =3“ - Ojo 0» e « SÄ o rr §* 8> vO K ♦i4“ s **' re '2 _ «S 5 O <3 o »g'jji. P <—>t$ 5-30(6) — C fc:5 p v' e® WÖTl - *=» _ '; 6fr '«s - >= Z S ö® w K c re en - Z §-- o 5? :g *^- iO O C5 lö o 02 o « P e s; :C$ o cZ> SO <30 P rto <30 M LS — PO c . 3 »-X c o lp’ -° p u_ 5 -S I° o O » L p «3 o .2* 73 •° o sO - «3 ■° *«>.■ o j cP- U =<3 " L p eX ■£» e> W ° O Ml CO o S ° B » .. p: ;3 (® & Jg Si rs -D ♦*Z* «Si- OÖ CD gS s CD 73 P -X 3 S §23-0 -3 .5 w .3 p x> o «rKAZ yO o tO o c -4- 3 •S-sl s c « 3 ^3- ü) « 8 «<—» « rr 2 ^S1 p o - o P P Ä Q.Q -5'—^83« 3 3 C rC _ 3 "3 S C " 73 Z 3 C?-£X S 2 _ ^O-S5^ 0-3^ « 33 CO r" 3 ZQ 3 .P H «?s „a-a^MÄ - „. 3« 83 = g jg Ä *2 P *C 8) 73 N 3 ÄS -Ä ’S « « oö « tlü 8) a r2 3 cp 73 -y N ^c-2 5 5? o 5^ o@ .2 W D 3 Q <30 — —> ’r' ^ 3 =3 O G P >s^cp >§- » Wtj Ä OCT L-.-NZ3 ti£3_vo 3 p 3r-*- £— 3 «o P <* e- <3- 3 „_ 2 « ? Q .HS 3 o *s o 5 2?®^ p^ SÄ-)- 2 ’S ^Lo = g 2 G S -'c 2 (>2> o 73 Q - * .N w 52 73 « 3 § >ir *& s B’-S g .2 o ipcjc P -O -o P o *“ P 3 2 vD S ö5 P 3 s ö^,5 L - L - «SS •*» cv 3 *S ü ? Ö S - r«s N S s« 3 P s !| ÖO O p g X- TZ g :j<2 s§ g s ZK 9 o CQ O G2 uO ~3 Z aL A 3 »«■ o en J5 Z, 8) s c Mit) S <Äs> O 3^* tS© C2 p>$=? pfT^ p <3) GJ ^2) C p p . h 532 •—• «St P 70 « * V-O 6“? O .'C c KL ?g? ^«3 £ «3 § 3 § S 5 S r^ k ° t: o sc --ZZ-3-LV-Z § Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14, Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von S bis 1 Uhr und von 8 biß 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: B8/2 1 Wagner, 1 Viehfütterer (auswärts), 1 Spengler, 1 Holzdreher, 2 Schreiner, 2 Glaser, 12 Dienstmädchen 2 Lausmädchen, 1 Kindermädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 3 Bäcker, 1 Glaser, 1 Graveur. Es suchen Tlrbeit: 2 landwirtsch. Knechte, 1 Spengler, 1 Bau- oder Maschinenschlosser, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 2 Putzfrauen, 1 Schriftsetzer, 2 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 Kellnerlehrling, Tag- löhner, 1 Hausmädchen, 1 Kinderfräulein oder Stütze der Hausfrau, 2 Laustrauen, 2 Bureaugehilfen. Verdingung. Die Lieferung der zur Unterhaltung der städtischen Straßeir im Rechnungsjahr 1905/06 erforderlichen Dccksteiue aus Basalt, des Kieses aus der Lahn und des Basaltgruses soll, wie nachstehend beschrieben, in 12 Losen am Mittwoch den 15. d. Mts., vormittags 11% Uhr, öffentlich vergeben werden. 610 ni 335 IV 300 300 300 300 100 100 100 100 V VI VII VIII IX X Kubikmeter 1030 336 Lose I II a) Decksteine (Basalt) Lagerplätze A»n Schlachthaus und Vjehinarkt. Marburgerstraße. Wicseckerweg; Wiesenstraße; Grünbergerstraße; Alter RÜdgerweg; Arn alten Friedhof. Licherstraße, nächst der Kaserne; Schiffenberger- weg; Verlängerte Liebigstraße; Erdkauterweg Verlängerte Liebigstraße; Mittelweg; Pumpstation. d) Kies ans der Lahn Am Schlachthaus; am alten Viehmarkt. Am alten Friedhof; Wiesenstraße. Realschulgrundstück, Stephanstraße. Pumpstation; Am Mittelweg; Wetzlarerweg zwischen Hofmann- und Klinikstraße. c) Basaltgrus Am alten Viehmarkt. Am allen Friedhof; Kleiner Schwarzlachweg. Verlängerte Liebigstraße. Hainmstraße; Mittelweg. Beschreibungen uitb Bedingungen liegen während der Dienst- stunden bei uns auf Zinuner Nr. 6 zur Einsicht arff. Ailgebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätesteiis bis zuni oben- genannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Äluischrift versehen an uns einzureichen. Beim Angebot von Material aus unbekannten oder neu angelegten Stembrüchen sind Proben mit den Angeboten einzureichen. Zuschlagsirist 3 Wochen. Gießen, den 6. Februar 190o. B7/1 Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Hoizversteigernng fnt Gemeindewald Erda am Samstag den 18. d. Mts. 75,ou tm Eichenstammholz, (viele Schneidstämme, etivas Bau- und Grubenholz). 12,00 tm Buchenstammholz. Beginn um 11 Uhr un Distrikt Hollenberg. Hohensolms, den 6. Februar 1905. c% Der Bürgermeister Hütte l. Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreisstratzenwarts mit dem Sitz tu Heuchelheim soll auf 1. März 1905 wieder besetzt werden. Bewerber wollen ihre Meldungen bis längstens 15. Februar 1905 unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie Beifügung etwaiger Zeugnisse schriftlich bei dem Kreisstraßenmeister Rohrer in Gießen einreichen. Gießen, den 31. Januar 1905. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen. I. V.: 1)r. Kranzbühler.B4/2 Holzversteigerung. Donnerstag den 16. d. Mts. werden aus den Distrikten Bauschet, Breiteloh, Kälberstall, Neuhofsheege, Neuhofstanne, Sengkopf, Saaser-Heegwald und Zeileichen versteigert: Stämme: 1 Eiche 3. Kl. von 45 Etm. Durchm. — 1,11 Fm.; 1 Eiche 4. Kl. von 32 Etm. Durchm. — 0,97 Fm.; 28 Eichen 5. Kl. unter 30 Etm. Durchm. — 11,04 Fm., Wagnerholz; 8 Buchen 3. Kl. von 40—49 Etm. Durchm. — 7,70 Fm.; 3 Kiefern 3. Kl. von 30—39 Etm. Durchm. ----- 2,61 Fm.; 23 Kiefern 4. Kl. von 20—29 Etm. Durchmesser — 11,70 Fm.; 2 Lärchen von 15—20 Etm. Durchmesser — 0,73 Fm.; 1 Fichte 2. Kl. von 40—49 Etm. Durchm. — 1,57 Fm.; 11 Fichten 3. Kl. von 30—39 Etm. Durchm. — 14,14 Fm.; 33 Fichten 4. Kl. von 20—29 Etm. Durchm. — 20,60 Fm.; 130 Fichten 5. Kl. von unter 20 Etm. Durchm. = 28,91 Fm.; 40 Fichten-Derbstangen u. 30 Buchen-Reisstangen. Scheiter Nm.: 43 Kiefern, darunter 7 Rm. von 3,5 Mir. Länge, 4 Fichten; Knüppel Rm.: 47 Kiefern, 2 Fichten; Reisig Nm.: 114 Kiefern, 42 Fichten, dabei 3 Schichthaufen; Stöcke Rm.; 21 Kiefern u. 10 Fichten. Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr auf der Kreuzung der Kreisstraße Beltershain—Göbelnrod und des Vicinalwegs Neinhardshain—Grünberg. Nur das Holz im Distrikt Breiteloh wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Stämme von Nr. 1—263 kommen nicht zur Versteigerung. Das Brennholz wird nach Beendigung dec Stamntholzversteigerung verkauft. Forstwart-Aspirant Hü res zu Neinhardshain wird auf Verlangen das Holz vorzeigen. Gießen, den 8. Februar 1905. Großh. Oberförsterei Wieseck. Weigand. b8/» Bekanntmachung. (gevierteiltes Das zur Beurteilung der Entwürfe für ein Bankgebäude der Hessischen Landes-Hypothekenbank in Darinstadt gebildete Preisgericht hat in seiner letzten Sitzung weiterhin den An- kauf dcs Projektes Nr. 91, Kennzeichen Quadrat), Verfasser: die Herren Architekten Pank Ludwig Troost und Peter Birkenholz in München beschlossen. Darmktadt, den 4. Februar 1905. Der Vorsitzende des Preisgerichts: 1 M 11 Lose 10 Mk. ILUu 1 Ul.Porto u. Liste öO versendet das General-Debit I J. Stürmer,Slra&Mrg i.E. I B.Buchacker. W.Semmler. I Ph. Weiler. G. 0. Volk. auch Harmoniums. Monatl. Mietpreise: 2—12 Mk. Jede Reparatur an Pianos und Harmoniums wird in eig. Werkstätte fachgemäss u. vollendet ausgeführt. Klavierstimmen. Aufpolieren von Pianos. WIUL RUDOLPH, =1^1 Filiale in MARBURG, Elisabethstrasse 4. A Anglicin Rich. Lindenborn $ Gesetzlich geschützt yor unwirksamen Nachahmungen unter Nr. 67 048. y>eaen Nachnahme von ML 3.50, mit Wein von ML 5.— nebst genauer Gebrauchsanweisung — nur allein — von Apotheker Bich. Lindenborn, Daaden, Bezirk Koblenz Bestandteile: Zn« Sinne h- Einreibung: 250 gr 80°/. Alkohol men: 200 gr fernster Dampf-1 m. ather. 0,5% Auszug v. Lavendel, trän 50 gr Kalk, durch Thymran, Nelken, Zitronen, Muskat- Meffermüm fchmackhafi. | nuß, Zimmt, dazu 2°/. Perubalfam. Viele Dankschreiben. 644 Cchlufffay, ein Beweis, wie man sich mehr und niehr, selbst bei kleinen Anzeigen, wie Gesuchen und An- geboten aller Art der An« nonccn=Gspcbition Rudolf Blosse bedient. 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Aufnahmen vom 17. April an. Beginn de» Unterrichts 26. ApriL Programme gegen Em- ,aendung von 50 Pfg. ss*/, I>nt» llektorat. Zur Ball-Saison empfehle reinseidenen Chiffon in allen Farben HO em breit Mk. 1.60 per Meter N verbunden mit noch nie dagewefenen Gruppen-Auflühruugeu und sonstigen Ueberraschungen, KarouflelS, Schietzbudeu, wozu freundlichst einladet v2/, Der Vorstand. Eintrittspreise im Vorverkauf: Herrenkarten 1 Mk. (an der Kaffe 1.20 Mk.), Damenkarlen ö0 Vfg. lau der Kasse 60 Psg.), Gehemikarten 50 Pfg. bis zur Demaskierung^ Galleriekarten 20 Psa.— Bor- verkanfSstelleu: Kaufmann Salomon, Schulflraße; Kausinann Neipel, Atarklplatz; Kaunnailn Ccfcl Dlcuftabt; Frifeiir Tichy, Seltersweg; Friseur Wahl, Neustadt; Friseur Kuhl, Walllorstr.; Friseur Ass, Neuenbäne; Friseur Witzner, Neuenweg; Gärtner Noll, Schulftraste. Gchcimtarteu nur im Zigarrengefchäst bei Herrn Strauß, Aläusburg. 79 ■ (oHomobilcti jahrbm m. 6ontt)>n i«swH“alÄu. r 1 * Lanz 20-30 P. 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