M 1' Erstes Blatt. 155. Jahrgang Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Mittwoch 11. Januar 1905 veLngS-rei-r monatlich 75 PI., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausfchl. Vestellg. Annahme von Anzel^eu 'ür die %c rsn'nnurer 's vo-mütaqs J 'ck»r. Zc'envreis: ok-ulSPf^ air^roärtS 'Ä j'j. " erantworll^ch ffc den poltt und ij.eiu Teil: P. Wttrko;'für „Stadt und Land" und „Gerichtsfaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Erfchetnt tilgNch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden itn Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Zamilien- Plätter Dtermal in der Woche deigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'ichen Univer1.-Bucd-u.Stem- bruderet. 9L Lange. Redaktion, Lrvedltwn und Druckeren Schulst ratze 7. Slbrefie für Deveichen: Anzeiger Gießen. FernsvrechanlcklußNr 51. 3)te öeutige Kummer umfaßt 10 Kelte«. Bekanntmachung. Zwecks Vornahme des Znsammenschluffetz der im hiesigen Kreis bestehenden Ortsznchtvereine zu einem Ziegenzuchtverein für den Kreis Gießen haben wir eine Versammlung aus Dienstag, den 17. Jarinar 1905, nachmittags 4 Uhr, hi den unteren Saal des Gass Ebel dahier ein berufen, zu der alle Interessenten hiermit eingeladen werden. Gießen, den 7. Januar 1905. Der Vorstand deS landw. Bezirksvereins Gießen. I. V: Hechler. Der neue preußische Etat. .Im preuß. Abgeordnetenhaus brachte am Dienstag Finanz« Minister Frhr. v. Rhcinbabcn den Staatshaushaltsctat ein. Er behandelte zunächst den Abschluß des Etcrtsjahres 1903 imb be* zeichnete diesen als 5 u ß e r st g ü n st i g , da er mit einem Mehrüberschuß von 111 Millionen abschließe. Die günstige Lage im Jahve 1903 habe sich auch im Jahve 1904 bemerkbar gemacht. Namentlich die Eisenbahnverwaltung habe ganz erhebliche Ueberschüsse zu verzeichnen. Sie haben den Etatansatz in den ersten acht Monaten um 58 Millionen Mark überschritten Der Gesamtüberschuß im lausenden Etatsjahr aus den Eisenbahnen werde also wahrscheinlich 9 0 Mill. Mark betragen. Der Gesamtmehrertrag werde sich auch nicht, wie angenommen auf 27, sondern aus 50 Millionen belaufen. Frhr. v. Rheinbaben bereitete in Bezug auf die Handelsverträge Handel und Industrie auf etliche unerfreuliche Ueberraschungen vor. Die Industrie werde sich, so sagte der Minister, in der Ausfuhr einige Beschränkungen auf er! egen müssen. Dafür sei die Landwirtschaft gestärkt. Auf der Rechten vernahm man diese Ankündigung mit großer Befriedigung. Ferner bestätigte Frhr. v. Nheinbaben, daß die „große" Reichsfinanzreform in Vorbereitung ist, eine feste Begrenzung in den finanziellen Verhältnissen zwisckien Reich und Bundesstaaten. Von den neuen Rricbssteuern zur Durchführung dieser Reform ließ der Redner nichts verlauten. Das Volksschul- oder richtiger das SchulEerhaltungsgesetz werde hoffentlich in diesem Jahre kommen. Für eine Ermäßigung der Eisenbahn-Personentarife sei ein Bedürfnis nicht anzuerkennen. Der Beifall, den die Darlegung fand, die auch Erleichterungen bei der Einkommensteuer verhieß, wurde in der Hatlptsache von der Rechten bestritten. Die Einnahmen des Preußischen Etats für 1905 betragen 2 713 505 707 Mk., die Ausgaben im Ordinariurn 2 514 194 427 Mark, im Ertraordinarium 199 311 280 Mark Gegenüber dem Voranschlag des Etats von 1904 zeigt die Schlußsumme des Etats von 1905 eine Erm aßigung von 90 299 343 M k. Das ist lediglich die Folge der Lex Stengel, auf Grund welcher die Ueberweisuna vom Reich und die Matrikularbeiträge gleichmäßig^ um, 218 944 350 Mk. gekürzt sind. Die Einnahmen der Eisenbahnverwaltung sind um 97 224 15 0 M k. höher veranschlagt, während an dauernden Ausgaben 52 135 895 Mk. mehr angesetzt sind. Von den Mehrausgabe sei hervorgeboben 1 128 0 0 0 Mk. AnteilHessens an den Ergebnissen der gemeinschaftlichen Ver- waltung des preußischen und des hessischen Eisenbahnbesitzes. In dem Etat des Finanzministeriums sind an Mehrausgaben n. a. vorgesehen 750 000 Mk. zur Verstärkung m x i-?Mlionsfonds der Oberpräsidenten zur Förderung der Konnn «L? u n 9 bes Deutschtums in den Ost marken, o2 000 Mk. persönliche und sachliche Kosten einer neuen Regierung in Allenstein. Bei der Harrdels- und Gewerbe- verwalttmg tritt u. a. hinzu eine Ausgabe von 99 600 Mk. für das neu schaffende Landesgew erbe a m L In dem Landwirtschaftsetat sind 600 000 Mk. im Extraordi- Verstärkung des Dispositionsfonds zu Prämien bei Pferde rennen ansge'bracht. Aus Anlaß der aitbemciten Jiegelung der Dien st ein fünfte der Kreistierärzte ent» jkbt eme Mehrausgabe von 762800 Mk. Von dauernden Mehrausgaben bei dem Kultusetat seien hervorgehoben: 3 192 536 Mark sur das Elementarunterrichtswesen, darunter Mehrbedarf nir 4 neue -Seminare, 8 neue P r ä p a r a n d e n - Anstalten. M durch Abwanderung hervorgerufene Abnahme der ic$en E'bvölkerung der Provinzen Ostpreußen und Pommern läßt cs geboten erscheinen, zur Förderung einer gesunken inneren Kolonisation in diesen Landesteilen in er- ?o,htem N,_aße staatliche Mittel bereitzustellen. Ein Teil des Fonds soll zur Verstärkung der bcreitnefteliten Mittel und £ur Gewährung von Beihilfen zu den bei den Renten gutsqrün- dungen vork'nnmendcn Folgeeinrichtungskost-en dienen. Für bi cf en tftoecr sind.m den Etat zwei Millionen eingestellt. Die Ostmarken sind auch tm neuen Voranschlag reichlich bedacht. Heber die Erhöhung be§ 4. ispoilttonswndS der Oberpräsidenten im Interesse eines Wirts am er en Schutzes des Deutschtums werden u a. geordert : Für den Bau eines königlichen Schlosses i» Posen eine zweite Rate von 1 000 000 Mark, zum Erwerb und zur Erschließung des Hmwallungsgeländes in Posen eine vierte Rate von 3 aOO 000 Mark, für den Neubau der königlichen A kadem i e i n Pof en eine erste Rate von 1 0 2 5 00 Mk., für Zuschüsse für die Kaiser Wilhelm-Bibliothek und das Kaiser Friedrich-Museum in Posen 109000 Mk. und für die landwirtschaftliche Versuchsanstalt in Brom berg 205000 Mk., davon 185 000 Mk. für eine Versuchswirtschaft auf dem Gute Möseler bei Vromberg. Von den vier neuzuerri blenden Seminaren soll ein evangelisches nach Lissa und ein katholisches nach Thorn kommen. Von den acht neuen Vräparaudenanstallen sollen fünf errichtet werden in: Elbing, Thorn, Schwerin a W., Weferlingen-Mpsl0witz und Tarnowitz. Die Denksch'rift zum Etat der Handels- und (^ewerbever- waltung behandelt die Begründung eines Laudesgewerbe- amtes und eines ständigen Beirats., In Aussicht genommen ist, inwr Bes i'igiing der technischen Hilfsarbciterstellen des Haudels- mrnistertums n 1 gen beamt als neue 'kollegiale Behörde und als bes-inder"« Organ des Handelsministers zu errichten und diesem ein d'gen Beirat vou Sachverständigen anzugliedern. eben ni die Aufgabe hat, den Minister ' i d r E ledigung der laufenden Geschäfte in technisch'» Fragen ständig zn beraten und ihn bei der regelmäßigen Beaufsichtignng er geiui Michen Hnterrichtsanstalten uno der der Gewerbefördccung dienenden Einrichtungen zu unterMtzen, soll im Betrat ein zur Becnitachtung grundlegender Maßnahmen geeignetes Organ geschaffen werden, das der Gewerbeverwaltung hauptsächlich die beständige Fühlung mit dem praktischen Leben und seinen Bedürfnissen vermittelt. Das Lairdesgewerbeamt hat hiernach 'dauernde staatliche Aufgaben zu erfüllen. Sie ist eine öffentliche Behörde, der Beirat ist nur ein berateitdes Organ hes Ministeriums, das in regelmäßigen Zwischenräumen berufen wird. Dem Beirate sollen außer den Mitgliedern des Gewerbeamtes auch andere, auf begrenzte Zeit zu berufende Sachkundige angeboren. Die Denkschrift legt dann die Aufgaben und die Organisation des Landesgewerbeamts und des ständigen Beirats dar und schließt: Ms natürliche Fo der Hebergang der technischen Zentralstelle für TertilIndustrie, soweit sie sich auf die Beaufsichtigung der Textilschulen erstreckt, auf das Landesgewerbeamt und den ständigen Beirat. Die Verwirklichung des neuen Planes bedingt eine Mehrausgabe von 61 290 Mk. Die dem Etat des Finanzministeriums beigegebene Denkschrift behandelt die Errichtung eines dritten Regierungsbezirkes in Ostpreußen mit dein Sitz der Regierung in Al len stein. Es heißt darin: Die fortdauernd ungünstige wirtschaftliche Lage der Provinz Ostpreußen, die sich unter anderem in der bedrohlichen Abnahme der Bevölkerung, namentlich des platten Landes zeigt, macht der Staatsregierung die besondere Fürsorge und ihren Organen eine intensivere Tätigkeit zur Pflicht. Die großen Entfernungen machen eine Verlleinerung des Regierungsbezirks Königsberg dringend erforderlich. Der neue Bezirk umfaßt in der Hauptsache die masurischen Kreise. Ms Regierungssitz empfiehlt sich Allenstein auch deswegen, weil dort die Möglichkeit vorhanden ist, die neue Regierung alsbald imb bis zur Beschaffung eigener Geschäftsräume mietweise unterzubringen. Der neue Bezirk soll aus den Kreisen Osterode, Allenßein, Neidenburg, Rössel, Ottelsburg, Sensburg Litzen, Lyck und Johannisburg gebildet werden. Der Kreis Memel wird dem Regi.'rnngsbezirke Gumbinnm zugewiesen. Das königlick-e Institut für Glasmalerei in Ehar- 1 Ottenburg wird mH dem 1. April aufgelöst werden. An der H n i v e r s i t ä t in B e r l i n ist die Begründung eines musikhistorischen Seminars in Aussicht genommen. Zu den Kosten der Veröffentlichung der bedeutendsten Werke der deutschen Tonkunst vom 15. bis zum 1 8. Jahrhundert sind wiederum 30000 Mk. eingestellt. Zum Erwerb der hervorragenden Sammlung alter Druckwerke und Erzeugnisse der Buchkunst, die der Arckntekt Hans Grisebach in Berlin hinterlassen hat rourden 80 000 Mk. gefordert. Der Rest des Kaufcheifes, der insgesamt 130 000 Mk. beträgt, wird durch freiwillige Beiträge ans Berliner Fachkreisen unter Zuhilfenahme von Mitteln des Kunstaewerbnmiseums gedeckt. Zur Unterbringung der bisher im Homburg-r Knrbause aufbewahrten Saalbnrg- sunde soll das vor dem Prätorium der Saalburg liegende Ge- treidemagazm (horrcum' ausgebaut und eingerichtet werden. Die Baukosten merbeu auf 88 000 Mk. veranschlagt, von denen der Etat eine Baurate von 60 000 Mk. fordert. Im Zusammenhang mit der internationalen Vereinbarung betreffend die Erdbeben- f o r f ch u n g ist von Preußen die Errichtung von Erdl>eben- statirmen in Potsdam, (Güttingen, Königsberg i. Pr. und Aachen geplant. Zur weiteren Forschung von untergegangenen Kulturen Zentralasiens, anschließend an die Expedition des Professors G r ü n w e d e l von 1902/03 soll eine neue, ein Jahr dauernde Expedition entsendet werden, besteh md an5 rinem Arck>äoloci-n, einem Sprachforscher und einem Techniker. Die Kosten, hierfür belaufen sich auf 50 000 Mk. Zur Fortführung von wissenschaftlichen Unternehmungen in Aegypten fordert der neue Etat 30 000 Mk.. zur Fortsetzung von Ausgrabungen in Babnlon und Karlat-Schergat (Assur) je 80 000 Mk. Hiervon deckt die deutsche Orientgesellschaft 20 000 Mk., sodaß noch ein Dtaatszusckmß von 140QQ0 Mk. erforderlich ist. Teutfches Reich. Berlin, 10. Jan. Der Kaiser konferierte mit dem Reichskanzler Grafen v. Bülow. — Zur Abendtafel bei Ihren Majestäten waren geladen: Prinzesffn Feodora zu Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Kekule v. Stradonitz und Geh. Oderhöfbaurat Ihne. Heute hörte Se. Majestät den Vortrag des Ehefs des Militörkavinetts Grafen v. Hülsen-Haeseler. — Im heutigen Seniorenkonvent erklärte Graf Ballestrem: was die Geschäftseinteilung für den Reichs tag betreffe, so würde der Präsident den Etat des Reichsamtes des Innern auf die Tagesordnung setzen, wenn nicht der Staatssekretär Graf Posadowsky durch die Handelsvertragsverhandlungen festgehalten würde. Der Präsident schlägt vor, nachfolgende Etats vorzunehmen: Etat des Reichstages, des Reichsjustizamtes, des Reichsschatzamtes, des Neichs- eisenbahnamtes, des Rechnungshofes und den Postetat. Von den beiden noch rückständigen Interpellationen würde die des Zentrums, betreffend den Zehnstundentag, aus Rücksicht auf den Grafen Posadowsky zu vertagen sein. Die Interpellation der freisinnigen Volkspartei, betreffend die Schiffahrtsabgaben, wolle der Minister v. Budde beantworten. Da dieser ober krank sei, so bitte er, diese Interpellation auf acht Tage aus- zusetzeu. Dr. Dtüller-Sagan erklärte sich mit diesem Vorschläge einverstanden. Auch im übrigen wurden die Vorschläge des Präsidenten akzeptiert. Ferner teilte Präsident Graf Battestrcm nut, daß der Reichskanzler ihn ermächtigt habe zu erklären, eS sei Aussicht vorhanden, daß der Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn bis Ende dieser Woche zustande kommen werde. In diesem Falle sei für die Drucklegung ein Aufenthalt von etwa acht Tagen zu erwarten, so daß der Handelsvertrag in etwa vierzehn Tagen vor den Reichstag kommen wird. Zn gleicher Zeit würden auch die Verträge mit den anderen Tarifvertragsstaaten vorgelegt werden. Kiel, 10. Ian. Während der diesjährigen Kieler Woche werden auf der Freitreppe der Marine-Akademie die Büsten des verstorbenen Blzeadmimls von Jach mann und des AdmiralS von Knorr aufgestellt werden. Die Her- tellung der beiden Büsten ist vom Kaiser den Bildhauern Franz und August KrauS übertragen worben. Stuttgart, 10. Jan. In der Kommission der Abgeordnetenkammer für die Gemeindeordnung wurde heute mit 12 gegen 4 Stimmen beschlossen, für die großen Städte zwei gleich große Gemeindekollegien auf Grund der direkten und Verhältniswahl zu berufen. Ferner wurde beschlossen, die Verhältniswahl für alle Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern einzuführen. Der Antrag der Sozialdemokraten, die Verhältniswahl für alle Gemeinden, und der Antrag des Zentrums, für die Gemeinden über 4000 Einwohner einzuführen, wurde abaelebnt. Keer und Stoffe. Washington, 10. Jan. Präsident Roosevelt richtete eine Botschaft an den Senat, in der er die Annahme der Gasetzentwürfe befürwortet, welche die Neubildung des Sanitätsoffizierkorps und der Artillerie und Zeugdepartements vorsehen. Das Sanitätsoffizierkorps fei viel zu klein, um seiner Aufgabe in Kriegszeiten wirksam nachkommen zu können. Wenn das Korps bleibe wie eS ist, so könnte eine noch so gute wissenschaftliche und praktische Ausbildung nicht sein vollständiges Versagen im Falle eines ernsthaften Krieges verhindern. Beim Eingang der Botschaft waren die Gesetzentwürfe bereits angenommen. Aircke und Scßole. — Umwandlung der Realschule Butzbach in eine Oberrealschule. Die Großherzogl. Bürgermeisterei Butzbach hat wiederum eine Vorstellung an die Zweite Kammer gerichtet, in welcher sie das Gesuch auf Umwandlung der dortigen Realschule in eine Oberrealschule fordert. In der kurzen Begründung ist darauf hingewiesen, daß s. Zt. der Ausschuß der Kammer einstimmig für die Stattgabe des Gesuches, dagegen das Ministerium dagegen gewesen sei; e§ wird ferner betont, daß die gleichen Gesuche von Groß-Um- i'tobt und Alsfeld offenbar Berücksichtiaung finden sollten. Aus Südwsüafrika. Heber verschiedene erfolgreiche Streifzüge im Herero-Giebiet ist heute eine Meldung des Generals' v. Trotha ein getroffen. Danach hatte Hauptmann v. Fiedler,. der sich mit Marinekompagnie Brockdarff, 6. Kompagnie F-eld-Regiments 1 unter Hauptmann v. Wangenbein: und Halbbatterie Winterfeld feit Anfang Dezember auf dem Marsch von Waterberg über Omike nach Dmarnru befand, unterwegs eine Reihe von PatrouAlengefechten, wobei 21 Herero fielen und mehrere Gewehre erbeutet wurden. Oberleutnant Gras v. Schweinitz, mit 100 Ar- tillerie-Ersatzmannschaften auf brrr Marsch von Karibib über Waterberg nach Otjimbinde (an der Omaheke'h traf Abteilung Fiedler am 16. Dezember in der Gegend der Oma- takvberge (60 Km. nordöstl. Omaruru). Schweinitz hattft am 24., 25., 29. und 31. Dezember Gefechte mit Herero- bandcn. Am 4. Januar überfiel er 3 Wersten bei Otitutoj ^halbwegs zwischen Waterberg und Omaruru), wobei 61! Herero fielen, fünf gefangen genommen und zahlreiche Gewehre erbeutet t-nirben. Infolge dieser Streifzüge stellten )ich in Omaruru zahl reiche Herero und gaben freiwillig ihre Gewehre ab. AM 29. Dezember erreichte die Abteilung Fiedler Omaruru. Am 6. Januar griffen Herero einen Di eh posten bei Okakango, dicht bei Okahandja, an und trieben 184 Ochsen ab. Patrouille Oberleutnant Strahler verfolgte die Räuber und nahm ihnen 15 Km. nördlich Otjotasu 163 Ochsen wieder ab. Ein Herero gefallen, zwei verwundet, ein Gewehr, drei Pferde und Munition erbeutet. Am 7. Januar zeigten sich von neuem Herero bet Okakango, wo sie durch die auf 25 Manu verstärkte Schutzwache vertrieben wurden. Aus Windhuk twird telegraphiert: Bei dem Gefecht in Stamprietfontein am Neuiabrstage wurden verwundet: Hauptmann Alsted Krüger, früher im Husarenregiment Nr. 12, Leutnant Walter Treu k- Magdeburg, stüher int Kadetten Hans zu Potsdam, Gefteiter Wilhelm Schworzott: schwerverwundet: Hnteroffizier Karl Schnehage; leicht verwundet: Leutnant Adolf Rictzsch, geb. 1877 zu Ehrenbreitstein, früher Jns.-Regt. 153, Unter» Offizier Brunner, Reiter Stasseck. In den Gefechten vom 2.. 3. und 4. Januar bet Groß- n ab a v sind ge fallen : Major Ftrhr. v. Nauendorf, früher' beim Feldart.-Regt. Nr. 11, Leutnant Oberb,eck, früher beim Feldart.-Regt. 9hr. 47, Leutnant v. V o l l a r d B o ck e l b e r g , früher beim Ulanen« regiment 9h*. 10, Leutnant der Reserve Berginspektorj Semper und 15 Mann. Verwundet: Oberleutnant Reinhard Lauteschläger, früher beim Feldart.- Negt. Nr. 51, Lentnlaut v. Kleist, früher beim Grenadier-Re gt. Nr. 9, Leutnant Lldolf Donner, stüher beim bahr. Jnf.-Regt. 9h*. 9, Leutnant v. Nenbronner,- früher beim Dragoner-Regiment Nr. 26, Leutnant imb- Kriegsfreiwilliger Helb tg ; ferner 45 Mann. Nach einem Telegramm des Emer als v. Trotha folgt die Mannschafts-Verlustliste baldmöglichst: eine Verzögerung ist nicht vermeidbar, da Operationsbasis-Telegramme und dringliche Anordnungen bezüglich der Verpflegung und Munition die Signallinie stark überlasten. Ver m ißt: Reiter Peter Schorn) Gesteiter Alfred Bar- kowsly; v c r u r g l ü ck t : Unteroffizier Fick (durch Pferde- chlag im Gesicht verletztl.________ ' Ausland. London, 10. Jan. Der ^StandardE schreibt unter Bezugnahme ans bie Rede deS A bg. Paa sch e in Kreuznach: „Wir sind in der Lage, sestznstelleu, daß unsere offiziellen Beziehungen zu Deutschland gegenwärtig und Stelle erfahren wir, daß von einer Mobilisierung de r in Aachen gelungen, den viel ge- Tageszeitungen in der letzten Zeit fast Flüchtling zu ergreifen. In einer Herwurde der Raubmörder — an seiner Endlich ist es suchten, von den täglich genannten berge in Aachen Aus Stadt imd Kautz. Gießen, den 11. Januar 1905. ** Die Festnahme des Raubmörders Hudde. Aas fihefe Kgänffnis. Tie von der Kommandantur Koblenz-Ehrenbreitstein auf Anordnung des Kriegsministeriums eingeleitete Unter- uchung über die Echtheit der Entstehung des zuerst von der sozialdemokratischen „Rhein. Ztg." in Köln veröffentlichten Bildes „Ein fideles Gefängnis' ergab, daß die Dar- 'tellung eine Fälschung ist und zwar nichts weiter sei als eine ganze Stcrfftrge, die frei erfunden ist. Echt oder original sind nur die Porträts dreier Per- 'onen, eines früheren Gendarmen, eines .Hotels besitzers und des Fähnrichs 5)üsfeuer. Ferrier war auf dem Originalbilde noch ein Architekt aus Köln, dessen Figur wegradiert und dafür ein Blrrmenständer ausgezeichnet ist. In dem ganzen Stubengefängnis Oberehreri brett- stein gibt es kein tapeziertes Zimmer, wie es das Bild darstellt: die Stuben sind ohne Ausnahme gestrichen. Das Original des Bildes war eine Architektur aus Köln mit Blitzlicht ausgenommen und zwar an dem Abend, als der Hotelbesitzer nach Beendigung seiner Strafhaft seinen Mitgefangenen einige Flaschen Bier zum Abschied spendete. Die auf dem Bilde am Boden sichtbaren Weinflaschen sind ebenfalls ein gezeichnet. Es kann angenommen werden, daß jemand, der im Besitz der Blitzaufnahme war, die drei Personen ausgeschnitten und eine Staff'age gezeichnet hat. Das Original der ersten Aufnahme ist in Besitze der Kommandantur. Tie „Rhein. Ztg." mag wohl im Besitze einer Photographie und dem ein gezeichneten Bilde fein. Tie Kommandantur wird gegen alle Zeitungen, welche das eingezeichnete Bild veröffentlichten, Strafantrag stellen, weil sie darin eine Verhöhnung der bestehenden Hausordnung der Festungsstuben des Gefängnisses erblickt. So fällt also die ganze Geschichte in ein Nichts zusammen. Nähere Aufklärung werden ja noch die bevorstehenden Gerichtsverhandlungen ergeben und auch fesb- stellen, wer den groben Unfug mit der Photographie verübt hat. Aufzuklaren bleibt heute noch folgendes: In einem Eingesandt der „Sträßb. Bürgerztg." berichtet jemand von einem Besuche, den er einem auch auf der Festung Ehrenbreitstein sitzenden jungen Offizier machte, der wegen So ld aten miß h an dluu g, und zwar nicht der ersten, zu einer mehrwöchentlichen Haft verurteilt war. Da liest man: Ich habe mich damals schwer entschlossen, meinen' Bekannten aufzusuchen, da ich fürchtete, daß er durch sein Schicksal schwer deprimiert sei und daß mir der Eindruck meines Bekannten meine Erholungsreise verderben würde. Glücklicherweise wurde ich enttäuscht. Nachdem ick mich'unten legitimiert und angemeldet hatte, wurde ich an die Zelle meines Freundes geführt. Ein jun ges M a d ch en mit einer hübschen weißen Schürze nahm mir meine Visitenkarte ab nut der Bemerkung, die Herren seien gerade beim Mittagessen. Ich wurde aber natürlich sofort angenommen und mußte nolens volens „G e füu g n i s ko ft" aunehmeu Es war dies gerade keine „allzustrenge" Strafe. Eckst gab es eine sehr gute Flerlchbruhe daun Filetbraten mit jungen Gemuieu eine Zwischenspeise Geflügel und Tazu eine vorzügliche Erdbeerbowle und zum Schlup den unvermeidlichen Champagner! Wir waren suus oder sechs> Herren, fünf Sträflinge und meine Wenigkeit. Erzählungen ging die Zeit rasch vor- ub.r. Nach -lud) führte mich mein Freund auf der Festung um- tyntn rauchten wir im Garten eine gute Zigarre Nachdem ick» nuch von hier, aus noch an der wunderbaren Aussicht aus den Rhein und die Mosel ergötzt hatte, ging es zurück m dre „düstere Zelle, wo sich die übrigen Sträflinge inzwischen zu emem Skat zusammengetan hatten. Nach einem nuten Auflage, wie es schien, die verbesserte Auflage . . o o to i e Leider lieg es meine Zeit nicht zu, länger zu bleiben, denn es ging tat^üd} äußerst fidel zu. Uber nicht für alle Gefangenen ist der Aufent- Der Krieg. Kaiser Wilhelm, Stoffel und Nogi. -ach. einer uns gestern nachmittag §u gegangen en draht- It(Pen Mitteilung des offiziösen Telegraphenbureaus, die wrr alsbald durch Anschlag bekannt gaben, hat der Kaiser dem General v. Stöffel und dem General Baron Nogi rn Anerkennung der von ihnen und ihren Truppen bei der Belagerung von Port Arthur bewiesenen heroischen Tapferkeit^ den Orden pour le merite verliehen und den» Öün Rußland sowie den Kcriser von Japan telegra- phifch um ihre Zustimmung zu der Auszeichnung gebeten, ^aß irgend ein anderer fremder Souverän chie Generale der beiden Parteien, die um Port Arthur gekämpft haben, mit Ordensauszeickmungen bedacht hätte, ist bisher noch, nicht bekannt geworden. Ob im Auslande die den deutschen Kaiser zugedachten Orden viel Freude erregen werden? Und wird nicht die eine -Ordensausz-eichnung durch dre andere aufgehoben? _ist es nach russischem Militärgefetz Rechtens, datz sich der Kommandant einer vom Feinde eroberten Festung auf jeden Fäll vor einem Kriegiscrericht zu. verantworten hat. Soviel wrr wissen, hat der Kaiser von Rußland dem General Stöffel für feine Verteidigung von Arthur noch keine Auszeichnung irgend welcher Art verliehen. Vermutlich will er erst das Ergebnis der £rre§erichtlichen Untersuchung abwa'rten. Auch der Mikado hat noch nicht Anlaß genommen, die Ver- c. dcogrs durch eine Auszeichnung äußerlich zu bewerten, jedenfalls wrrd dieses Vorgehen den beiden Monarchen pernlich fern. ’ s. S^7°/71 ?ie Ochste kriegerische Auszeichnung, > "Ur '.ehr wenige Male verliehen worden, so dem OberstLeutnant v. Schele für den Feldzug in Afrika, oem orvetten-Kapitan Laus für die Eroberung der Taku- F.urts, dem Oberleutnant im Seebataitlon Grafen v. Soden für dre Verteiorgung der Gesandtschaft in Peking, dem ??uptmcmn Kremkow von der Feldhaubitzen-Abteilüirg für sem Verhalten bei den Peitang-Forts. Ä u s l ü n d e r sind unseres Wissens mit dem Orden pour le merite wenigstens feit vielen Jahrzehnten nicht dekoriert worden. Die russische» Geueralr von Port Arthur. Tokio, 10. Jam General Nogi meldet, daß die Generalmaiore Nikitin und Baille und Admiral Wiren in ore Gefangenschaft gehen Außer Stösser smd di- Generalmajore Ries, NaL stnd K°- dre Adnnrale Fürst Nchtmnsky. Gregorowitsch und Äoicqtilisit) und der (Sljef des Ingenieurkorps, Rindcback guf Ehrenwort entlassen worden. Die russische Gesellschaft. Tic russische Presse äußert sich erbittert über die Gleich- g ü l! i g ke i r der oberen Klaßen gegen das Leid der Verteidiger son Port Arthur. Tie argtokratische Gesellschaft hat zwar noch niemals )o viel Wohltatigteitsbazare und -Bälle für kranke in;nt> verwundete Soldaten veranstaltet wie ;etzt, aber in Wirklichkeit sind alle diese Veranstaltungen nur Vorwände für Vergnügungen. Tie vornehmen Restaurants sind jeden Abend von Souper-Gesellschaften dicht besetzt, die rumönischen Orchestra- Und die st.igenner-Kapellen haben nichts von ihrer Anziehungs- krast cingebüfl, und die Wege zum Wintergarten sind gedrängt volh von Tr.ülas mit Vergnügungslustzigeu. Tie allgemein bc- wiesene Gefühllosigkeit ist ebenso auffallend wie abstoßend deutschen Flotte nie die Rede gewesen ist, auch nicht nach dem Vorfälle bei der Doggerbank. Alle gegenteiligen Meldungen sind erfunden. Paris, 10. Jan. Die Kammer wählte mit 265 Stimmen Doumer zum Präsidenten gegen 241 Stimmen, die auf Brisson entfielen. Es stimmten 511 Deputierte. Die Kammer zählt gegenwärtig 585 Mitglieder. In den Wandelgängen wurde von oppositioneller Seite erklärt, daß die Wahl Doumers insbesondere im Hinblick auf dessen ansehnliche Majorität eine schwere Schlappe für das Ministerium bedeute. Madrid, 10. Jan. Große Straßen-Demonstrationen fanden gestern wegen der geplanten Verzehr-Steuer statt. Verschiedene Gebäude wurden von der Volksmenge mit Steinen bombardiert. Die vor Erregung fast Be- sinnungslosen wollten das Rathaus stürmen, sodaß Gendarmerie einschreiten mußte. Diese machte von der Schußwaffe Gebrauch. Auf dem Kampfplätze verblieben zahlreiche Verwundete und zwei Tote zurück. Am Abend wurde die Ruhe wieder hergestellt, doch befürchtet man neue Kundgebungen. Wien, 10. Jan. Die „Zeit" verübt heute einen nachträglichen Skandal gegen den früheren Minister - Präsidenten von Körber. Das Blatt behauptet, Herr von Körber habe wiederholt Adelsdiplome, Orden und andere Titel gegen Geldbeträge für Staatszwecke verkauft. Namentlich habe er mit den Fonds für die offiziöse Presse und die offiziösen Journalisten nicht sein Auskommen ftnden können, da dieser Fonds zuletzt auf 200 000 Kronen reduziert worden war. Herr v. Körber habe deshalb Berufungen ins Herrenhaus für 500 000 Kronen zum Preßfonds anbieten lasten. Mehrere Personen hatten aber das Anerbieten abgelehnt, dagegen behauptet die „Zeit", Bergrat Max Ritter v. Guttmann, der Leiter der großen Kohlenwerke, und der Börsenrat Victor Mautner Ritter v. Markhof, der Chef der großen Brauerei und Spiritusbrennerei in Firma Adolf Ignaz Mautner, hätten jeder 500 00U Kronen für den Preßfonds beigesteuert, seien aber infolge des plötzlichen Rücktritt Körbers nicht ins Herrenhaus berufen worden. (Herr v. Körber war einer der tüchtigsten Ministerpräsidenten, die Oesterreich in den letzten Jahrzehnten besessen hat. Er hat sich während seiner Amtsveriode als ein moderner Staatsmann im besten Sinne des Wortes und ein ungewöhnlich weitgehendes Verständnis für alle Kulturaufgaben gezeigt. Wenn er jetzt nach seinem Falle von einem Sensations- blatt so schwerer Verfehlungen beschuldigt wird, so hat man keinen Grund, diese häßliche Meldung sofort für bare Münze zu nehmen. statt auf der Festung eine so angenchmo, durch Besuch, Urlaub, Champagner und Bowlen unterbrochene Strafzeit- cs gibt auch Festuugsgefangen-, die es nicht so gut haben. Ein Journalist, der im Jahre 1903 eine zweimonatige Festungshaft wegen MajestätSbeleidigung, begangen durch die Kritik einer Rede des Kaisers, verbüßte, und zwav wiederum in Ehrenbrcitstein, schreibt der „Köln. Ztg.": Mir itnirbc der Stadturlaub, der jedem .Gefangenen alle neun Tage bewilligt wurde und der sich auf je fünf Stunden erstreckt, entzogen: außerdem wurde über mich die Brief- zeusur verhängt und mir cmgekundigt, daß ich den fogen an roten Kirchgang (drei Stunden) nur dann antreten dürfe, wenn ich mich von einem älteren Unteroffizier begleiten! ließe. Ich Hobe natürlich von dieser Bevorzugung keinen Gebrauch gemacht und erreichte es, nachdem ich mich etwa drei Wochen „gut" geführt hatte, daß mir die direkte Empfangnahme der Briefe sowie der .Kirchgang gestattet wurden. In ganz besonderer Beleuchtung, so fährt die „Köln. Ztg." fort, erscheine dieses Verfahren, wenn man erfahre, wer die Mitgefangenen waren, hinter denen dieser „Verbrecher" in dieser Weise zurückgesetzt lourde. Tu waren verschiedene Herren, die, nach Aügaben ihres Gewährsmannes, ursprünglich zu Gefängnisstrafen verurteilt, nur auf dem Gnadenwege in die Festung gelangt waren, nämlich einer, d'er eines Tages „zutn Vergnügen" in einen Menschenhaufen hinein scharf geschossen hatte, ein anderer, der „nur" ein D e l i k t g e g e n das keimende Leben begangen hatte, und ein dritter, der in Afrika einen Negerhäupkling hatte zu Tode pefit- s ch e n -lassen. Schuld besteht wohl kaum mehr ein Zweifel — entdeckt und, wie uns gestern nachmittag drahtlich gemeldet wurde und wie wir sofort durch Anschlag bekannt gaben, festgenommen. lieber die näheren Umstände der Verhaftung ist an amtlicher Stelle hier noch nichts bekannt. Von privater Seite wird uns aus Aachen gemeldet, daß der Verhaftete o,nfangs bestritt, Dudde zu sein. . Er zeigte eine gefälschte Quittungskarte auf den Namen Hüttmmin lautend vor. Später gestand er, daß er der Gesuchte fei und in der Dürener Gegend zahlreiche Einbrüche in' Pfarrhäusern verübt zu haben. Den Mord an dem Pfarr er Thöbes begangen zu haben, bestreitet er jedoch bis jetzt. — Zunächst ist H>udde auch dem Amtsgericht in Aachen wegen eines in der dortigen Gegend verübten Diebstahls vor geführt worden. Die hiesige Staatsanwaltschaft ist bemüht, den Verbrecher mag lich st s o- ' o r t hierher, nach Gießen, zu bekommen, um alsbald Klarheit in kd. ie Heldenberger Mord fache zu bringen. In Aachen hat sich Hmldde, wie wir von der hiesigen Staatsanwaltschaft erfahren, seit einiger Zeit öfter aufgehalten; dies war der Behörde wohlbekannt, und den- infolgedessen angestellten Nachforschimgen, nicht etwa einem Zufall, ist wohl die Festnahme zu danken. Auch in Köln trieb sich der Flüchtling, nachdem er in Gemeinschaft mit dem Schlosser Otto Walter am 11. Okt. v. I. den Ein- bruchsdiebstahl im katholischen Pfarrhaus zu .Heppenheim a. d. B. begangen hatte, herum: beide Verbrecher haben dort, in Köln, in wenigen Tagest 3 000 Mark verjubelt. Dann verübten sie in der Nacht vom 26. auf 27. Oft im kathol. Pfarrhaus zu Herdorf den bekannten Einbruchsdiebstahl, wonach es am 29. Okt. gelang, den Walter zu fassen, welcher bekanntlich inzwischen in Neuwied wegen eines Diebstahls chon abgeurteilt worden .ist. Hudde hat sich alsdann in verschiedenen Gegenden von Westfalen (er ist in Sch a lke geboren) herum getrieben, war, wie schon durch die Zeitungen bekannt wurde, am 14. Dezember in St. Goar und Bingerbrück und hat es in der Nacht vom 14 auf den 15. Dezember fertig gebracht, mit einem unbekannten Genossen von neuem in ein katholisches Pfarr- p a u s, nämlich zu Norath (Hunsrück) einzubrechen wobei ihnen über 200 Mark in die Lwude fielen. Nack/ dieser neuen Tat hat Hudde, wie feststeht, am 16. oder 17 De; id) in Aachen einer bawr. Sängergesellfch afi Mcsellt, von wo er, in irgend einer Verbindung mit dieser SfitflWßefenMaft auch ^ün?eTeiS besuchte, jedenfalls wird man diese Spur weiter verfolaen Ten 2. W ei h n>a ch t's s eier tag verbrachte er tLu-k sichren Feststellungen wieder in Aachen Die^edäÄ schwebte also beglich deZ AufenMIte- des keineswegs in völliger Ungewißheit ^te crWbn+r $en ^«schuft hält sich zurzeit in Bonn au "^auch Ltz wie man lamntmmt, mehrmals weilte 1 m November. Schon seit 8 bis 14 ?aacn\rX Staatsanwaltschaft durch Mittuluna, ,? c" dre hrestqc nach seiner ^ftoaVetmnaneäsJ^"^0^ Gießener Gericht abaeurteilt Wimqen ba§ nicht zu saqem Hocherfteulicl cht ift beute noch des gefährlichen Gcsellcm cnMid, mnh Vnt ber Verhaftung intgen vom Auftauchen des NerbrÄrs o^ewissen Meld- und die Unruhe und Furcht b« KehOT fhmmCn lnÜ,"fe,t tigt ist y ) oer Bevölkerung nun befei- Die Hüller Nntersnchunh i Die Hickl-Kornmission hielt am Dienstag in Paris eine r c d) t lebhafte Sitzung über die Regelung der lveittren EinzellieiUn ihrer Gesch>äftsor''dnung ab. Der Vertreter Englands war ■ der Meinung, daß ihm als Vertreter der klagenden Partei, sowohl 1 bei der Debatte, wie bei den Zeugen verhören zuerst das Wort erteilt werden müsse. Der Vertreter Ru ßlands Zerwahrte sich energisch dagegen, daß seiner Regierung die Jiouc eines Angeklagten zitgesprochen werde. Er protestierte dagegm, daß die öffentliche Meinung Europas und besonders diejenige Englands selbst, zu ungnnsten Rußlands beeinffußt werden konnte intb betonte, daß Rußland in erster Linie den Mspi'uch habe, die rüstigen Aufklärungen zu liefern. Schließlich e n t s ch i c b icoocn die Kommission, daß die Engländer zuerst das ^dort erhalten sollen. _ , , t Mehreren Blättern zufolge habe sich die Mehrheit der Koni- miffion gegen die Zulassung der Presse zu den Zcugenvcr- hören mlsgesvroeheu. Es sollen der Presse lediglich die Zeugenaussagen! und gewisse offizielle Berichte übermittelt werden. ic Arbeiten der Enguetekommissioii dürften etwa 3 Wochen in -Anspruch nehmen. Die baltische Flotte. Port Said 10. Jan. (Reuter.) Tic russischen Kreuzer ,,Oleg", „Jsumrud". „Rion" und „Dnicpft' und die Torpedoboote ,Fstosnv", „Gromky" und „Resvi" sowie die britische Jacht „Emerald" sind hier eingetroffen. Beim Einlaufen in den Hasen i mir freu Salutschüsse gewechselt. Der russische Gesandte Maximow, Konsul Bronn und Kavitän Schwank begaben sich an Bord des Flaggschiffs „Orel". Alle schisse tauschten ihre Ptitteilungen durch drahtlose Telegraphie aus. Nach der l^nterzeichnung einer Erklärung, wie sie nach bep egvptischen Verordnungen erforderlich ist, wird den russischen Scküffen gestattet sein, eine bestimmte Menge Kohlen, frisches Wasser und Lebensmittel an Bord zu nehmen. Obwohl die Polizei um Abspermngsmaßregeln gebeten worden war, gaben die Russen einer großen Anzahl von Händlern die Erlaubnis, an die Schiffe heranzusahren. London, 10. Jan. Wie dem Reuterschen Bureau aus Port- Louis auf Mauritius unterm 10. Januar gemeldet wird, ging dort das Gerücht, daß ein japanisches Geschwader bei Diego-Garcia liege. Lldmiral Roshestwenski wurde am 2. Januar mitgeteilt, daß die Japaner Vorkehrungen, getroffen hätten, der baltischen Flotte entgegenzugchen. Tie Russen hätten darauf ihre Vorsickstsmaßrcgeln verdoppelt. Der Sldjutant Roshest- wenskis habe am 3. Januar in Namatawe einem Berichterstatter erklärt, daß die baltische Flotte einen Monat gebrauchen loerde, um den indischen Ozean zu durchkreuzen. Geld für Japan. San Franzisko 10. Jan. 2 500 000 Dollars^ Gold werden heute per Dampfer von Ebina nach Javan verschifft. Ein KriegSantomobil. Petersburg 10. Jan. Tie Militärbehörden haben Ver- uche mit einem neuen Kriegs-Automobil gemacht, von welchem man sich gute Dienste in der Mandschurei Umbricht. Ter Wagen besitzt einen Turm, der in die Höhe geschraubt werden kann und zwar bis zu 50 Meter. Auf demselben kann ein Auslug angebracht werden, von welchem telephonisch mit deß unten befindlichen Personen verkehrt werden katm. Auch ein Scheinwerfer ist angebracht. Mittels einer anderen Vorrichtung ist es möglich, den Turm in eine horizontale Lage zu bringen, so daß er als Brücke über Gräben, kleine Fluffe 2c. benutzt werden kann. KriegShaß rnsfischer Bauern. M o s k a u , 10. Jan. Viele Bauern, die im Gouvernement Snwlensk als Refervisien einberufen wurden, haben sich mit Beilen ihre Finger abgehackt, um nicht nach dem Kriegsschauplatz geschickt zu werden. leit einiger Zeit so zufriedenstellend wie möglich sind. besteht auch keinerlei Schwierigkeit zwischen beiden Ländern. Der einzige Zwischenfall, der angetan war, Kriegsgerüchten in Berlin den Anschein der Wahrscheinlichkei zu geben, war die Mobilisierung der Kieler Flotte nach dem Doggerbanksrevel. Sie war ohne Zweifel dem Wunsche zuzuschreiben, für alle Fälle vorbereitet zu sein. Es liegt kein Grund vor, eine feindselige Absicht gegen England anzunehmen. Hierzu bemerkt das Wölfische Bureau: Von zuständiger linben tJn PfarrerlmTnn^itWtenf,n \® r 06erg o § suchen von der ilun übertraoen.» ^^enschlirf auf sein Nach- Billertshausen, Dekanat AlSiekd ^^9^^'schen Pfarrstelle zu Hauptlehrer an der hLr-n Ld^n » ~ Dem murbe^bet Titel „Rektor- verliehen. 3“ SD?ü,n’' ^ecß, heutigen "zweiten^ZiekunoZtaa<>'^° ®tna (ot t erie. Am von 75 000 Mk. auf Nr 7454^' 2>* M die Prämie 00« 1000 w. gezogen wurde ein mit einem Gewinn auf Nr. 56186, ein Gemini, ' C ®Crt)inn von 10 000 Mk. (Ohne Gewähr.) öon ^000 Mk. auf Nr. 46392. Zustände im M « Material, welches s ckergewerbe. Aus Grund nnn öffentlich! hatte (sbeC Verband der Bäckeraebiffen n r Gewerbeinspektoren Erhebimn^^^- Ministerium dureh die w L"L ***• ’Ä-ljSfö te WLÄ-"'...... 4UluCll,IHg ctraljren, bc-; n»™ einer woraus L S?ii Die/ weif1 MlShrmj - n klangt bit Steigung, alrb» weise 7 Tlrter » 8. b. r- 6. a. ö. Oft 6t lind erteilte 2 Uhr M et Wt nach Cü' nÄ ",n1 . . dort tinlw . Jahre ko®1; schal del 1 zlusmihalt Hausen. ^Jia Teise blit* bis der M2 lufübrte. Lan^dor bitfhor anwesrnb, um ■ Eammelwafer Grünberg vollzählig tri’1 erste Punll der tionrn der ;u berg - unter der üimobnit ( 4000 Mark ( Bab.dta, Nauheim m Au isl von bet 7nr lebten 6dm5tflc leidjte Aufgabe Qffamllinit in f iit, war eS bmi Mhe btt Cdt ji zu versehen, stm 6t. idl- in Äff'* k- jion Mltofitn ' OT); . neu. . bah (r ;-0 " . sah, bet llkft-.^.., ysfer h'tt ihrem uiiilflnfi1* bevor. sind. Woche sehr Danksagung 238 innigen Dank Geschwister Dörr Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen Die trauernden Hinterbliebenen, Familie Peppier. zurufen. Um stille Teilnahme bitten Gießen, Marburgerstraße 29, den 10. Januar 1905. Tie Beerdigung findet Donnerstag den 12. d. Mts., mittags 128/* Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigst geliebtes Kind Er*eist HeisiHcb nach kurzem, aber schwerem Leiden im zarten Alter von 7 Monaten zu sich ab- DH ."uA> Wieseck, den 11. Januar 1905, Die Beerdigung findet Donnerstag den 12. d. Mts, nachmittags 3 Uhr, statt. 23 Verwandten, Freundeir und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Bruder und Schwager Km Carl Reineke gestern morgen 9 Uhr sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Ä R! Telephonischer Kursbericht, 3l/2°/o Reichfianleihe do. 3% M/,% Konsole Tendenz: fester. Neu! do. Hessen 182.80 50.50 45.40 105.10 64.— 63.40 30/g Mexikaner 4V2% Chinesen Electric. Seh ackert Nordd. Lloyd « . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsuahn Lombarden . . Gottbardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . Schatzscheine . . . 101.90 . 89.90 . 101.95 . 89.90 . 100.20 . 99.70 . 101.60 ss^r. 30/0 «Wo Neu* ^uhen die ht auswärtigen Blättern gebrachten Kombinationen über einen Wechsel im HofmarschaNamt auf falschen Meldungen. •* Ihre Durchl. Prinzessin Eleonore, die Braut Sr. Kgl. Hoheit unseres Großherzogs, weilte gestern gegen Abend mit ihrer Schwester etwa eine halbe Stunde hier, um Einkäufe zu besorgen. Gegen 727 Uhr fuhren die Damen in ihrem fürstlichen Wagen wieder nach Lich zurück. Heute nachmittag wird auch Se. Kgl. Hoheit der Großherzog um 3.51 Uhr wieder hier eintreffen, um sogleich nach Lich weiter- rufahren. . , , , •* Der Vorstand der Großh. BetriebSinspek- , 110 n I schreibt un§: qu dem Eingesandt in Nr. 155 vom 10. Januar 1905 betr. D i e 0 b e r h e s s i s ch e n Bahnen" sei nur kurz erwähnt, daß die Büge auf den Oberhesfifchen Linien an den Tagen vor und nach den Feiertagen ausreichend verstärkt waren, und außerdem Sonderzüge verkehrten. Die preußisch-hessische Verwaltung hat sich für die oberhessischen Bahnen als sehr segensreich erwiesen; unter ihrem Regime ist die Anzahl der Züg e etwa um ein Drittel vermehrt, eine große Anzahl von Stationen sind erheblich erweitert worden, ferner haben zahlreiche Verbesserungen aller Art stattqefunden. Für die nächsten Jahre stehen roieberum umsanareiche Erweiterungen von S t a t i 0 n s a n l a g e n bevor. Tatsache ist, daß seit 1. April 1897 Millionen für den Ausbau und die Ausgestaltung der oberhess. Bahnen verwendet worden sind. Wegen der Verwendung des in dem gestrigen „Eingesandt" erwähnten schmutzigen pp. Personenwagens ist Untersuchung emgeleitet worden. Es wird indessen darauf hingewiesen, daß in die auf beit oberhess. Strecken verkehrenden Zugparks nur gute teilweise ganz neue Wagen (insbesondere IV Klasse) eingestellt sind. -8 Vom Dünsberg, 10. Jan. Der Taunusklub Wetzlar veranstaltete am vorigen Sonntag einen Ausflug nach dem Dünsberg. Die Sektion Gießen traf ebenfalls dort ein und dies erste verabredete Zusammentreffen im neuen Jahre brachte bald eine fröhliche Stimmung in die stattliche Schar der Dünsbergsreunde. Nach etwa dreiviertelstündigem Aufenthalt traten die beiden Vereine gemeinsam über Fellings-, Hausen, Burg Gleiberg die Heimreise an. In gewohnter Weise blieb man in Gießen noch ein Stündchen beisammen, bis der Abendzug die Gäste aus Wetzlar ihrer Heimat zufühtte. . . Langsdorf, 10. Jan. Gestern waren Provmzral- direktor Geheimrat Dr. Breidert und Baurat Diehm hier anwesend, um das Gelände für die hier zu errichtende Sammelwasenmeisterei zu besichtigen. Grünberg, 9. Jan. Zu der heute abend stattgehabten Gemeinderatssitzung waren die Gemeinderäte vollzählig erschienen. Nach lebhafter Debatte endete der erste Punkt der Tagesordnung — Uebernahme von Obligationen der zu erbauenden Bahnstrecke Lich — Grün- berg — unter Aufhebung eines früheren Beschlusses mit der Annahme eines Antrages des Gemeinderates Ranft, für 4000 Mark Obligationen zu übernehmen. Bad-Nauheim, 10. Jan. Das von der Stadt Bad- Nauheim in Auftrag gegebene Projekt der Wettertalbahn ist von der Firma Lenz u. Co. ausgearbeitet worden und am letzten Samstag in Bad-Nauheim eingelangt. Die nicht ganz leichte Aufgabe ist in vorzüglicher Weise gelöst. Obgleich die Gesamtlinie in Länge von 12,5 Kilometer eine sehr gestreckte ist, war es dennoch möglich, sämtliche Bahnhöfe in bester Nähe 'der Orte zu bringen und mit einer guten Verbindung zu versehen. Fremde Gemarkungen werden — mit Ausnahme einer kleinen Anschneidung von Nieder-Mörler Gebiet (bei Wiffelsheim) — nicht berühtt. Vom Bahnhof Rödgen aus gelangt die Bahn in einer mäßigen Kurve und in bequemer Steigung, allerdings mit Hilfe eines Einschnittes, der stellenweise 7 Meter tief ist, bis zum Bahnhof Bad-Nauheim. R. B. Darmstadt, 11. Jan. (Drahtbericht.) S. K. H. der Groß Herzog besuchte gestern das Theater und erteilte heute eine Reihe von Audienzen. Heute mittag 2 Uhr begab er sich mit Sonderzug zu mehrtägigem Aufenthalte nach Schloß Lich. fc. Ems, 10. Jan. Die Stadtverordneten lehnten das Gesuch der Volksschullehrer um Neuregelung der Besoldung (Erhöhung des Grundgehalts um 300 Mk.) ab. 3*/5% Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrente . Handkoffer, in welchem Dynamit war und der, nachdem er auf eine leere Baustelle geworfen, mit einer furchtbaren Detonation explodierte, so daß die Fenster in fünfzig Fuß Entfernung zertrümmert wurden. Mehrere Zeugen erklären, das Attentat sei von zwei Personen ausgeführt worden. Der Kutscher ist noch nicht ermittelt; es soll keiner in den Diensten der Pennsylvania-Bahn sein. * Dresden, 10. Jan. Die Wochenschrift „Dresdener Hausfrau" wurde heute wegen Majestätsbeleidigung konfisziert. Das Blatt enthielt einen Attikel über die Gräfin Montignoso. *'Kleine TagesHronik. Ein in Eimsbüttel bei Hamburg wohnender Maurer feuerte, als er in belebtester Gegend seine Frau mit einem anderen Arbeiter spazieren gehen sah, vier Revolverschüsse au,beide ab. Der Arbeiter wurde tödlich verletzt. Der Täter wurde verhaftet. — In Berlin hat sich der Hofrat Sylvester,^ Leib-Zal^narzt des Kaisers «in seiner Wohnung erschossen. Sylvester stand im 9(lter von 60 Jahren und war längere Zeit krank. — Ferner hat in einem Aufalle von Schwermut der 28 jährige Händler Medersky in Berlin seine drei Kinder im Alter von 3, I1/2 und Vi Jahren mit einer Zuckerschnur erhängt und sich dann selbst zu erhängen versucht. — In München ging ein starkes Gewitter mit Schneesturm nieder. _ Blitz schlug in das städtische Elektrizitätswerk ein und verursachte eine teilweise Störung. — Die Strecke Rückers-Reinerz (Schlesien) ist durch Schneeverwehungen unfahrbar. Die Störung dauert vmwnss'chtttch 48 Stunden. 4% Ungar. Goldrente . . 4°/o Italien. Rente , . . 4ili% Portugiesen » . « 8°/> Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . . < Türkenlose...... 4°/q Griech. Monopol.-Anl. 41/, % äussere Argentiner Januar. . . 33.00 . . 92.30 . . 135 50 . . 104.20 c . 213 80 . . 194.70 . . 142.50 ... 158.75 . . 165.80 . . 139.00 . . 17.50 . . 194.50 . . 256.75 . . 242.00 . . 210.90 F nnktnrt a. W., 11 niedrige Preise. Mittwoch, Donnerstag Freitag lebendfrisch eintreffend la. Cablian la. Schellfisch. Wieder eingetroffen &11/x la. geräuch. Lachs im Ausschnitt. Gebt Berta Bahuhofstr. 27 Lindcupl. 12. Eine hübsche Damen- oder Herren- mir ffOGAhonfri bekommt Jeder, welcher 400 Umhüllungen ülir geSvUCIllKl der beliebten Gioth's gemahlenen Kern» seife dem Fabrikanten I. Gioth, Hanau, einsendet.hvt?/4 150 000 Frcs. einen Prozeß angestrengt. — Tie Sch wie-! gevtochter des Malers Carolus Duran verübte auf dem Boulevard St. Germain einen Selbstrnordversuch, indem sie in ihrem Wagen einen Revolverschuß gegen sicht, abfeuerte. Die Ursache zu dieser Tat soll in Familien- Mistigkeiten liegen. Es heißt, daß der Zustand der iunoetV, Frau hoffnungslos sei. Wien, 11. Jan. Die klerikale Ugitatton ist hob ei, Lueger als Kandidaten für den Ministerpräsidenten vorzuschlagen. Wenn der Reichsrat am 26. Jk- nuar zu sa mm en tritt, darf man auf energische Angriffe von; ozialistischer Seite gegen diese Agitation gefaßt sein. Petersburg, 11. Jan. Gegen die Redner des Rostower Reformamtes rourbe die MajestätS-Bel ei-, digungSklage erhoben. Ein Redner des Reformamtes in Jekaterinoslaw wurde verhaftet. Gegen die Mitglieder des Landwirtschaftsamtes deß taurischen Gouvernements, welche an den Adelsmarschall Muchanow eine Sympathie- Kundgebung gerichtet haben, schwebt Untersuchung. Washington, 10. Jan. (Reuter.) Die weitere Untersuchung des Anschlages gegen das Denkmal Friedrich des Großen ergab, daß es sich offenbar mn einen dummen Scherz handelt. Die gefundenen Spreng- toffe waren vollständig unfähig, ernsten Schaden anzurichten« Märkte. fe. Frankfurt tu M., 10. Jan. Heu- u'n d Stroh- mar kt. Heu kostete heute Mk. 3.20-3.50, Stroh Mk. 2.00 bis Mk. 2.30. Alles per 60 Kilo. Tendenz: fest. kc. Frankfurt a. 9JL, 11. Jan. lOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Schweinemarkt. Zum Verkauf standen 1369 Schweine. Schweine: 1. Qualität 59—60 Pfa., Lebendgewicht 47—00 Pig., 2. Qual. 58—00 Pfg., Lebendgewicht 46-00 Vfg., 3. 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Die Russen fi'irchten, daß ein Angriff auf die Japan«» unheilvolle Folgen haben und ein weiterer Rückzug die russische Armee demoralisieren würde. Die Mannschaften seien u-nzufrieden und diese Unzufriedenheit sei am deutlichsten nach dem Gefecht am Sckwho zutage getreten. Uneinigkeit im Osfizierkorps und die lange Untätigkeit untergrüben die Moral. In dem letzten Vorpvsten- gefecht hätten die Ruffen sich auch nicht mehr so tapfer wie früher geschlagen. Tie Belagerungsgeschütze von Port Arthur seien so aufgestellt, daß ihre Geschosse weit in die russischen Linien einschlagen werden. Port Said, 10. Jan. (Reuter.) Das russische Geschwader ist heute vormittag 10 Uhr abgefahren. Die Schiffe waren gestern damit beschäfttgt, etwas Kohlen und kleine Mengen Lebensmittel und Wasser einzunehmen. Ein russischer Zerstörer stieß bei der Einfahrt in den Hafen mit einem Kohlenkahn Mammen. Letzterer sank. Sonst kam nichts vor. Dreistöckiges Haus! günstige Lage, für jedes Geschäfts passend, mit groß. Garten (Bau-, plaiü nn'^ug'-ü). spottbillig zu ver-i fa ii. Anzahlung nur 50Ö0 Mk. 'ihinter wollen unter Nr. 08öj au oic Exped. schreiben. Kcrichlssaal. st. Gießen, 10. Jan. Die Strafkammer hob heute ein Urteil des Schöffengerichts Ortenberg auf. Das Schöffengericht hat den gegen einen Strafbescheid des Steuerkommissariats Nidda erhobenen Widerspruch des Schafhändlcrs H. H. von Ulmbach, wegerk Llusbleibens des Angeklagten, verworfen, anstatt, wie es bei Einsprüchen gegen. Sttaf- bescheide der Verwaltungsbehörden zu geschehen pflegt, in M- wesenheit des Angeklagten zu verhandeln. H. wurde -u Ober- Seemen mit Kleinvieh Hausierers betroffen, ohne im Besitze eines hessischen Wandergewerbescheins zu sein, was einen Sttafbescheid in Höhe von 15 Mk. nebst Nachzahlung der vorenthaltenen Steuer von 30 Mk. zur Folge hatte. Die Sache wurde zur erneuten Verhandlung an das Gericht erster Instanz zurückverwiesen. — Die Berufung des Gewerbeschülers H. D- von Friedberg, der wegen Beschädigung eines Postbriefkastens mit einer Gefängnisstrafe von 10 Tagen bestraft worden ist, wurde wegen ungenügend entsckTuldigten Ausbleibens des H. verworfen. — Weiter wurde die Berufung des Automobilfahrers C. v. O. aus Hamburg zurückgcwiefen. O. fuhr am 10. August v. I. in rasendem Tempo mit seinem Automobil durch Butzbach rmb lenkte sein Fahrzeug auf einen Kaufmann, der ihm zurief, langsam zu fahren, sodaß dieser sich nur durch einen Seitensprung vom Ueberfahren retten konnte. Das Scktöffengericht hatte eine Haft- strafc von 14 Tagen als entsprechende Sühne erachtet, die auch das Berufungsgericht bllligte. — Der Maurer K. W. von Breungeshain hatte gegen die Ehefrau des Taglöhners H. Z. I. von dort Privatklage wegen Beleidigung erhoben. Gegen das Urteil des Schöffengerichts Schotten, das die Angeklagte freisprach, verfolgte der Kläger mit Erfolg Berufung, sodaß die Angeklagte mit 'dhtcr Geldstrafe von 5 Mk. belegt wurde. Dem Kläger wurde nebenbei die Befugnis zngesprochen, das ergangene Urtell nach Rechtskraft gTsumme von 3 Zimmer IieL Schotte ^ertvt;"; ^arbeu- wT6 ■> bfth *N • Es ,.„j,' - ^foüije- i'" la«'!..:-,' Äe’iÄ' SÄSL^ KW StitkD 3«ta rRtfle h^et‘XlUi a*^*- *bieu ?u-... ' > Ui111 . ■ $ v* a. *• ?r:n ., . fli-i -?r ■;/■'- ■ «$£?£* fialr«®flu" *r . MUf gU|R -■ r Vg. M k« Hf ff IW'-" Rffcli’’ •'- fbi. Myfia wr.nr-f? Mnirafn '"’ btt 8tf dah fir em E«f U-. BlM HS bfr Äfidwu-r gärten M 9tf bw UMt ar i liwmig anj' il iclgm & ivkii uti h 8 iie LLqz. tr fttnrjtt H Sie 8S in tiifl D jij;r b) für Nr da ?fia*i| . ^e icr-rmn e^e XoofOf »77 j ®n*8tn nutcüni ü» fat« m ftKiri «• S-knlid, 5™ 9*n« M "* I; Wen. jo Meter Waumwollwaren Psg. Mtr. Mir. Ttzd. Dttr. Stück Vettkattune Vetttuchleineu, 160 cm Möbel-Crepe, Neuheit Taschentücher, weiß, ges. Schürzenstoffe . Vettbarcheut, 160 cm Bettbarchent, 84 cm Handtücher Serviette«, H.-L. Hemdeutuch Betttücher. 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