E u Oi 2 -Q E K a o x o h u *8* °Zr- jQ Q C. C C?£ « *a 5 u X 5 i 8 c o fc Q ® ä s .E UÖ Z s -0 3 m ® = «2 Q 3 "b * ? 2 3, e# E E o o c E E Q 3 ■° a 2c6 e5 O *2 ro — C .EL •■ot> B-S? S e» 5 O k c = 5 w f- ^=i ~ u '— ~ Q ’S* ®* ■Ö E Q 5 = ® - £ i oo 2 E v C E U Q £» n“ * 2®* m U IQ « >£>U «2r 3 w ~ ° U - 296 So - £ E «?■£! = y Q E ® 3 Z e£ n <: «ft 8 ?Zßk 5^ 9- P z>‘2 c O Q E M jO X »• U ~ O ?s° A „ £e5 3 0- a "-X 3 9 bj •• V Q C _ CT E sfi’se- ?^5a8§e zls^KZ« • - _ 3 Q u A E ET O «s .ä U E ü W c 4> — X> «EcQ-e e 2 A - ÜZ».§°CT 6 V-5 ö* = A °E £ JO E ö P H tVL Ö A 2-S VD E !§• E E C e 2 u I® y - P^I-g^P d) .$^*2 k'L S ■ s s iHß ; %> 'v 6* 8'^ p y*v 9 |g£|l|| , '■' r* . V o 9 Q--»§ v v ” .15 g* 5 • QW Nr. »37 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Montag 9. Oktober 1905 Erscheint D-llch mit Ausnahme be8 Sonntags. Die „Gietzener LamNienblatter- werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der EHelßjche tubetrf* erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'sch« Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieß«. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen. ** Aus Die Politische Tagesschau. Die Elektrizitätsindustrie und der Streik. Nach dem schönen Erfolg der ersten Vorstellungen hat fid^ noch eine Anzahl Abonnenten nachträglich gemeldet. Es se, auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Nachträge lich cintretenden Abonnenten für die ausgefallene erste Vorstellung einen Gutschein erhalten, der zu irgend einer Vorstellung gegen ein Tagesbillet umgetauscht iverden kann. Das Sonntagsabonnement hat dieses Jahr sehr schlecht^ Iblikum tourbe ein Kosak getötet, ein anderer durch einen I Steinwurf schwer verletzt. Bei dem nun folgenden Zusammenstoß wurden viele Personen verwundet. Erst am Abend gelang es, wieder Ruhe zu schaffen. Wie der „Exchange Telegr.-Aomp." berichtet wird beläuft sich die Zahl der |-„4.x4.a4.o„ mW gst'rfnrtrtnt krtirfl 8 91.11 f1 Arbeit an den Billigsten absah. dem Bureau des StadttheaterS« nehmern und den Arbeitern, die durch die in Aussicht gestellte Generalaussperrung ut Fmage gestellt war, besteht trotz allem fort. Es läßt sich erwarten, daß die Verhandlungen auf erneuter Basis vor. Erfolg sein werden. An Streikunterstützungen sind nach vorläufiger Schätzung aus Sammellisten bis setzt etwa 7 5 000 Mk. ein- Lob gespendet. _ Aus Stadt und Zand. Gießen, 9. Oktober 1906. " Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Stationsvorsteher in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Joseph Hey der zu Eberstadt auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1906 in den Ruhestand versetzt. • * Empfangen wurden am 7. Oktober von S. K. H. dem Grobherzog u. a. Geh. Hofrat Prof. Dr. B e h a g h e l von hier, Oekonomierat Schlenke von Friedberg und Landwirt Seiboldt von Nieder-Eschbach. • • Professor Habich, das bekannte Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie, ist zur Zeit mit den Arbeiten für das Kriegerdenkmal in Lauterbach beschäftigt. Das-, Denkmal erhält einen einfachen Sockel, auf dem sich ein, Löwe in sitzender Stellung besindet. Die Figur des Löwen.' ist aus Muschelkalk und gebeizt. • • Dekorierte Feuerwehrleute. Das Ehren» zeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde oer-t liehen durch Entschließung S. K. H. des Großherzogs. dem Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Hungen Heinrich: Seibert VII. und Wilhelm P letsch, sowie dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zu Lollar Franz Taubert. "Von unserer Kanalisation. Das letzte LooSi der Kanalisation, die Entwässerung für den südlichen Städte teil, den SelterSberg, ist nunmehr von der städtischen Ver-’ waltung der Unternehmerstrma D. Liesenhoff in Dortmunds zur Ausführung übertragen worden. Das Resultat dev öffentlichen Submission dieser Arbeit hatte das Ergebnis, daß die beiden Unternehmersirmen, welche die Kanalarbeiten bisher ausgeführt haben, ca. 240 000 Mark für dieselbe Arbeit verlangten, welche Liesenhoff für ca. 180000 Mark alsoi 60000 Mark billiger übernommen hat. Die billigste von den eingegangenen Offerten belief sich sogar auf nur ca. 160 000 Mark, doch bot der Offerent der Stadt nicht Garantie dafür, daß die Arbeiten von ihm gut und solid ausge» führt werden, weshalb man von einer Uebertragung dev gegangen. Die streikenden Maschinisten und Heizer der Berliner Elektrizitätswerke sammelten sich am Samstag int Verwaltungsgebäude der Gesellschaft am Schiffbauer dämm zur Lohnzahlung. Tie B. E.W. hatten durch Plakate an den Portalen der Kraft-- und Lichtstationcn vorher bekannt gegeben, daß hier die „Ablöhnung derjenigen Leute, welche nicht wieder zum Dienst erschienen sind", erfolgen würde. Bon den ca, 600 Angestellten der B. E.-W- fanden sich kaum 200 zur Lohnzahlung ein; es haben also wieder sehr viele die Arbeit ausgenommen. Zu Ruhestörungen kam es nicht. — Der erste Ausgehetag der Arbeitswilligen, die in den Stationen ihre Mahlzeiten einnahmen und auch dort schliefen, hat die befürchteten Krawalle nicht gebracht. Hauptversammlung des Landesgewerbevereins. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) (sd.) Groß-Gerau, 8. Oktober. Der Landes-Gelverbeverein hielt hier heute seine zahlreich; besuchte Hauptversammlung ab. Den Vorsitz führte Re-, gierungsrat Noack aus Darmstadt. Oberregierungsrat W a gn er, der als Vertreter der Großh. Regierung erschienen war, betonte, daß er stets bemüht sein werde, mit den Gewerbetreibenden deS Gvoßherzogtums in Fühlung zu bleiben. Weitere Worte der Begrüßung sprack?en Bürgermeister Arnold (Groß-Gerau), der Vorsitzende des Groß-Gerauer Gewerbevereins, Schreinernreisrer Endner, und der Vorsitzende der Handwerkskammer Darmstadt I. F a l k aus Mainz. Dann wurde in die Verhandlungen eingetreten. Der Vorsitzende erstattete zunächst den Tatrgke^- .bericht. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 11025, sie ist in zehn Jahren um 100 Prozent gestiegen. Der Ausfchuh hat sich infolge Vergrößerung des Gewerbevereins Gießen uirt ein Mitglied vermehrt. Die Zentralstelle für die Gewerbe toas auch im verflossenen Jahre bemüht, im persönlichen SSetrepc mit den Vorständen der gewerblichen Unterrichtsanstalten und der Vereine zu bleiben. Meisterlurse für Handwerksmeister und ältere Gesellen wurden 18 abgehalten. Die Kürse hatten 179 Teilnehmer, und die Kosten betrugen 3572 Mt. Reu entstanden sind vier Ortsgewerbevereine, sodaß ihre Zahl jetzt 122 beträgt. Der Vorsitzende schloß seinen Bericht mit einem Hoch auf den Großherzog Ms Ort für die nächstjährige Hauptversammlung wurde Oppenheim gewählt. Lehrer Knecht aus Groß-Gerau machte sodann Mitteilungen über die gewerblicheii Verhältnisse m Grvß- Gerau. Geirossenschaftsdirektor Paech aus Darmstadt sprach über die Handwerrer-Zentralgenossenschaft und ihr bisheriges Wirken. Rechnungsrat Götz aus Darmstadt legte den Stand des Gesetzentivurfs über die Gemeindeumlagen dar. Der, Redner ,vies auf die wichtigsten Punkte der Vorlage hin und grng kur» auf die Beratungen in den Ständekammern ein. Gewerbeschulrat M e he r aus Darmstadt machte Mitteilungen über den Stand des gewerblichen Unterrichtsweseus in Hessen Unter ber oberen Leitung der Zentralstelle für Gewerbe standen iw Schuliahr 1903/04 drei staatliche, bezw. unter staatlicher Verrechrwim stehende Unterrichtsanstalten, 2 Kunstgewerbe- und gewerbliche Fachschulen, 11 Gewerbeschulen, 114 HandwerkA-SonntagÄ- Zeichenschulen, 41 gewerbliche Fortbildungs- und Abendschule. Der Schulbetrieb hat eine Barausgabe von 478 373,07 wtark erfordert, wovon 333 656,28 Mark auf die LehrergeMter ent- fallen. Die Bareinnahmen der Schulen betrugen 488 743,60 ya, der Staatszuschuß beträgt 200 000 Mark, lieber die Sterbekaffe des Vereins machte schließlich Handwerkskammer^Syndikus «ugeb-! bach aus Darwstadt eitrige interessante Mitteilungen. Der Kasse ist die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf die Mit- g lieber des Verbandes deutscher Gewerbevereine gestattet worden, was ein Erfolg vcm großer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist. Die Sterbekasse hat jetzt 1140 Mitglieder. — Nachmittags wurden die Ausstellungen besichtigt. Die SchÜlerarbeiten der GErbe- schulen uiid der Handwerkerschulen waren in der Wilhelmsschule, die der techn. Lehratrstalten zu Offenbach, sowie der Lehrwerkstätte für Portefeuiller in der Turnhalle der Schule auSgestellt.. Es war viel Interessantes zu sehen und mancher Arbeit wurde und zu deffen Mitgliedern das gesamte diplomatische KorpS zahlt, wurde verhaftet. Tokio, 7. Okt. Die Japaner haben in der Nähe von Ainetoki den russ. Transportdampfer „Augan" angehalten und untersucht, ihn alsdann aber wieder frei- gelaffen. — Wie das Marineministerium mitteilt, ist der nach Nikolajewsk bestimmte deutsche Dampfer ,6arP be- chlagnahmt worden. Die Börse hat sich bis jetzt von der Streikbewegung in ber Berliner Elektrizitätsinbustrie nicht sonberlich be- I g^t3tet'en" lober"verwundeten Personen' .auf 8/ Auf ttoffen gefühlt. Unb doch i.- bre Bewegung so außergewohn- p^n ber Polizei sinb über 50 Personen verletzt worben; lich groß, wie sie auf industriellem Gebiete, bie etreirS I V me^rerc Solbaten erlitten Verletzungen durch Stein- m den Kohlenrevieren uusgenomtnen, noch nicht borge-1 kommen ist, unb bann wird befürchtet, baß das Aus- '$ie entdeckte in der Nähe von Komi ein neues land als Konkurrent auftrrtt, baß burch ben Ausfall ° L/I°^--weS"daLf"r/n°k<.ß »ÄX ®ne »=rf«mn,lun3 im hygienischen Institut ,u schäften in vielen Artikeln umfangreiche Lager unter- PeterSburg, der 300 Studenten, 300 Arbeiter und eine halten, sodaß vorerst der Nachfrage genügt werden kann. I Anzahl anderer Personen beiwohnten, sprach sich für die Sodann läßt sich aber auch bie Nachfrage nach vielen Ar- Reichsduma und eine konstituierende Nationalversammlung ttkeln, z. B. Motoren, etwas eindämmen ober verzögern. g^S, wogegen von der Partei der Sozialrevolutionäre ein Es ist deshalb nicht anzunehmen, daß die ausländische ^gmpf mit den Waffen in der Hand als das einzige Konkurrenz in ähnlicher We^e, wie es bei dem Bergarbeiter- zur Erreichung des gedachten Zweckes bezeichnet wurde, streik war, ein großes! Gebiet eroberni kann. Vorteile werden Anarchist proponierte den Massenterrorismus mit Hilfe von dem Streik in der Berliner Elektrizitatsindustne die ntpn mittleren und kleinen deutschen Elektrizitätsgesellschasten oon Dyn am «t ziehen. Diesen dürsten manchen unerwarteten Auftrag er- Auch eme verhängnisvolle Eisenbahn Katastrophe halten. Daß den leitenden Berliner Firmen ein ins Gewicht hat sich m Rußland ereignet. In der vorletzten Nacht ent- fallender Teil der Kundschaft dauernd verloren gehen könne, gleiste ein nach Wladikawkas gehender Pestonenzug. Hierbei wird nicht angenommen, ist auch nicht wahrscheinlich, wurden 2 7 Personen getötet und 35 verwandet. ZweifeNos sind die U n k o ste n, die der Streik den Elek- - " ----—.. trizitätsstrmen verursacht, recht hoch, ganz abgesehen von Deut^ty-rzfrrra. . dem Entgehen der Gewinne. Es ist indes anzunehmen, daß AuS Da r-eS-Salaam wird heute gemeldet: Haupt- die Gesellschaften eine längere Streikbauer ohne allzu schwere wann v. Kleist mit dem Gros ist unbehelligt in Wikundu Schädigungen überstehen werden, wegen ber reichen Mittel, cingetroffen. Leutnant Frhr. v. Wangenheim hat den Lencht- bie ihnen zur Verfügung stehen. türm bei Kanji gesichert und ist dann nach Wikindu mar- Tie Möglichkeit einer Einigung zwischen bm-Unter-Kisidja wurde am Donnerstag von den Aufständigen hthrntn-n iitih h(*rr Sirr'hp-ifprrr hie hlirrh hie IN Ansiickit C(C* I . . , , medergebrannt. Der „Timeswird aus Kapstadt telegraphiert: Bei der jüngsten Eroberung eines Trains durch Morenga seien An dem heutigen letzten Arbeitstag des Kolonial-Kon- i;resses war ber Vormittag burch 22 Bor träge in Sektionsitzungen ausgefüllt. IL a. sprach Oberveterinär Nassau über die Bekämpfung der Rinderpest und des Texasfiebers. Mtssionsinspektor Merensky-Berlin besprach die Ähiop. Bewegung unter den farbigen Christen in Südafrika. Bei dem .leider kaum ausbleibenden Rassenkampf in Süd- Das System des beamteten Kaffenarztes afrifa werde es von großer Bedeutung fein, ob eine ist in Remscheid in unerwarteter Weise, aber um so große Zahl der eingeborenen Christen auf seiten der Weißen gründlicher in sich zusammen geb rochen. Es war 18981 oder der heidnischen Volksgenossen steht. auf Empfehlung des Dr. Courmann trotz Widerstandes der Den Schlußvortrag hielt Hafenarzt Necht-Hamburg über dort ansässigen Aerzteschaft bei der Allgemeinen Orts- die Tropenkrankheit im Seeverkehr. Schließlich dankte kranken lasse unter Zuziehung auswärtiger Aerzte ein- Herzog Johann Albrecht allen Vereinen, die sich dem Kon- geführt. Die Aerzte bezogen festes Gehalt unter Verzicht | greß augeschlossen haben. auf freie Praxis und waren so trotz Vertrag dem Wohl-I— Vs wollen des Kassenvorstandes ausgeliefert. Die Willkitr, nut | JsCICQ« welcher ber Borstanb nun mit feinen Aerzten umsprang, Königsb erg, 8. Okt. Um mittag traf gestern der rächt sich jetzt. Eine bebrückenbe Kontrolle ihrer Tätigkeit, L> a f ? e r [ f $ e Sonderzug von Groß-Rominten auf dem hiesigen : fixes ein. De? Kaiser begab sich alsbald mit dem Iprochene Notwendigkeit, den Wünschen des wenig rucksichts- M r, , • gT,.tnninr,;r nni4i hPr anfprnp vollen Kassenvorstandes mehr nachzugeben, als mit den Prinzen Anglist Wilhelm im An omobil nach der Kaserne Interessen ber Mitglieder vereinbar war, ließen bte Aerzte des Garde-Regiments Äömg Wilhelm L Nr. 3 auf sich lasten im Glauben, baß ihre Stellung gesichert wo er das Frühstück emnahm. Während des Frühstücks sei. Als indes der Vorst-anb in seinem Uebermut wiederholt brachte der Kaiser einen Tnnksprach auf das Re- wegen ungenügend begründeter Beschwerden entgegen ben L{menf ans. Nach 3 Uhr traten der Kaiser, Prinz August Bestimmungen des Vertrages einzelne Aerzte maßregelte, gj^^m und die Herren des Gefolges mit den Automobilen erklärten sich sämtliche Kassenärzte solidarisch und oeant-1.. cyQ aeaen die Offiziere zu kehren. Gegen mehrere reien hat ernsten Charakter angenommen. Am 6. begannen beS Aufrufs wurde strafrechtliche Untersuchung ungefähr tausend Setzer die Druckerei der „Wjedomostl" au 6 q/tfrp;. una iU Mord und Insubordination ein- demolieren. Auch zwei andere Druckereien wurden an-> wegen ^usreiz J gegriffen. Auf verschiedenen Hauptstraßen kam es dann zu 18 Konstantinopel, 8. Okt. Im „Cercle d'Orient" großen Ausschreitungen. In Privatwohnungen sowohl wie Polizei zwei 40 Kilo schwere Bomben. Die Geschäftsräumen wurden tzahlreiche Scheiben durch Stem- Dienerschaft dieses vornehmen Klubs, dessen Prä- isiirfe emgeschlagen. Kosakenabteiluu^n versuchten bie X)tener]a) - if . ,un te Botschafter ist Ocdmmg hrr-ustellen. Durch einen Schuß aus dem Pi>Isident der öiierreity v elf Deutsche getötet. AuS Kapstadt wird gemeldet, daß die deutschen Behörden in Deutsch»Südwestafrika einen Buren ergriffen, der auf Seite der aufständigen Eingeborenen kämpfte. Er wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und innerhalb von zwei Stunden erschossen. Die englische Preffe billigt das Urteil und deffen rasche Ausführung. Der Kolonialkongreß. Berlin, 7. Okt. Ergebnisse gehabt und es ist dringend zu wünschen, datz b.c Direktion in dieser schwierigen Uebergangszest durch rcg’.e Teilnahme der Theaterinteressenten unterstützt wird. •• Den Hauptkollekteuren der h e n l s ch - thüringisch Cn Lotterie sind die Bedingungen über den Vertrieb der preußischenKlassenlos? gegangen- Wenn die Hauptkollekteure zu dem späteren Verkauf un Vertrieb der'preußischen Klassenlose zugelassen werden wollen, dann müssen sie ähnlich wie bei der hesigch-thunngisch.n Lotterie eine Kaution stellen, deren Höhe sich nach der Anzahl der Lose richtet, welche der Kollekteur von Seiten der Lotteriedirektion übernehmen will; außerdem muß sich a er der Kollekteur verpflichten, mindestens zwei Jahre lang 15 ziehungsw. für 4 Ziehungen die preußischen Klapenlofe zu vertreiben. , , . •* Die Gesellschaft Vandalia feierte am 7. und 8. d. MtS. ihr 2. Stiftungsfest. Einem Kommers, der am Samstag abend im Vereinslokal stattfand, folgte am Sonntag nachmittag ein Ausflug mit Damen nach dem Jagdschlößchen in Dutenhofen. Auch hier wurden die Anwesenden durch Unterhaltungen verschiedener Art bald m oie beste Stimmung gebracht. . T ** Ter Kaufmännische Verein freßen YE am Samstag abend im Hotel Saalbau fein 3 - ©tif* tungsfest ab, das bei gutem Besuch ui schönster Werse verlief Für den unterhaltenden Teil hatte der Verein eine Reihe namhafter auswärtiger .Künstler berufen, die im Wechsel mit den Vortragen der Regimentskapelle das rercy- liche Programm bestens ausfüllten. Von den Solisten des Abends sei in erster Linie Fräulein Marie Wolf, Ope- retten-Soubrettc vom Metropol-Theater in Berlin, genannt, die mit frischer, klangschöner Stimme und flotter charar- teristischer Vortragsweise eine ganze Anzahl heiterer Wieder bot, von denen das „Pfeillied" aus der Operette Muh- lingslust dem Publikum am meisten gefiel und auf stürmisches Verlangen wiederholt werden mußte. In vollendeter Weise wurde das Duett „Stil, wie Ine Nacht" von Götze von Fräulein Wolf und Herrn Th. A L a t t e r m a n n von der Frankfurter Oper gesungen. Ter erst 19jährige Sänger verfügt über eine umfangreiche, wohlklingende Baßstimme und die von ihm gesungenen ernsten und heiteren Lieder boten den Hörern großen Genuß, der sich in lebhaftem Beifall äußerte. Tie Begleitung der Gesangsvorträge wurde von Musikdirektor Albert Mischel vom Frankfurter Opernhaus in verständnisvoller und bester Weise durchgeführt. Mit humoristischen Teklamationen in verschiedenen —^wohl etwa 10 — Dialekten bereitete Herr M". Marr vom Stadttheater in Brünn den Iestgästen, die fast nicht aus dem Lachen herauskimen, viel Vergnügen. Ten Höhepunkt seines ausgelassenen Humors erreichte er mit den vorgetragenen Frankfiirter Tichtungen. — Ter sich anschließende Ball hielt die tanzlustige Jugend bis zu frühem Morgen zusammen und verlief in bester Weise. Am Sonntag nachmittag fand -um Abschluß des Festes ein Ausflug nach dem Windhof statt. ** Ter Männer-Turnverein Gießen hielt am Somstag abend seine ordentliche Herb st Mitgliederversammlung ab, die woh' mit Rücksicht darauf, daß verschiedene Vereine Festlichkeiten hatten, schwach besucht war. Aus dem Bericht, den der erste Sprecher R.-A. Kaufmann erstattete, ging hervor, daß das Vereinsleben im Sommerhalbjahr 1905 sowohl in turnerischer als auch in geselliger Beziehung ein sehr reges war. Tie Mitgliederzahl stieg von 242 auf 255; ausgenommen wurden insgesamt 29, während 6 verzogen, einer zum Militär einrückte, 4 gestrichen wurden und 5 sich ausmeldeten. Der Rechnungsabschluß ergab einen Ueberschuß. An Winterfest lichte it en wurden beschlossen für den 5. Nov. ein Nurngang über Forsthaus, Schmelz nach. Lollar, am 18. und 19. Nov. Feier des 20jährigen Bestehens des Vereins, für den 3. Dez. Turngang durch das Kleebachtal nach Wetzlar, für den 26. Dez. Weihnachtsfeier, für den 7. Ian. Turn gang nach der Karlsruh. im Februar ein Maskenvergnügen, Ende Februar Fastnachtskneipe und Ende März Zöglingstvett- turncn mit Familienäbend. Tie Einladungen zu den einzelnen Festlichkeiten sollen im Meßener Anzeiger erfolgen. Im Sommerhalbjahr hat fia; im Verein eine Tamen- riege gebildet, die bis auf weiteres unter Leitung des 1. Sprechers und 1. Turnwarts jeden Montag und Mittwoch abend turnt. Tie Turnabende bleiben dieselben, d. h. Kürturnen findet Tonnerstag, Riegenturnen Dienstag und Freitag statt, während die beiden akademischen Riegen am Ticnstag und Donnerstag turnen. •• An den städtischen Brückenwagen kamen im äbgelaufenen Jahre 12424 Verwiegungen vor, die sich verteilen auf Neustädter Tor 6934, Frankfurterstraße 4480, Margarctenhütte 1010. Die Wiegungen sind gegen das Vorjahr um 44 zurückgegangen. Der Rückgang erklärt sich daher, das; die Kohlen für die neuen Kliniken seit dem 1. April 1904 nicht mehr über die städtische Wage gingen. Die Gesamteinnahme aus den Wagen beträgt 4941.83 Mk. An Wieggebühren im städtischen Schlachthause gingen 1904/05 ein: 2456.42 Mk. gegen 2361.47 Mk. im Vorjahre. — Die Gesamteinnahmen aus dem Betriebe des städtischen Schlachthauses betragen 1904/05 46 671.27 Mk. gegen 37 472.81 Mk. im Vorjahr, also ein Mehr von 9198.46 Mk. Dieses Mehr resultiert in der Hauptsache durch die im Schlachthause seit 1. April 1904 cingeführten erhöhten Fleischschaugebühren, wodurch die Gebühr allein 7751.54 Mk. mehr gegen das Vorjahr brachte. ' Hessisch-Thüringische Staatslotterie. In der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 74800, ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 79989, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 8298 17999 26308 36921 37714 43473 48632 49363 50232 54245 58396 M336 59780 63823 66527 75793 79046 84086 85277 <1182 92651 92701 92801 94075 94131 96529. F)hne Gewähr.) •• A uf der Tagesordnung der Sitzung der Ersten Kammer am 19. Oktober steht, wie uns aus Darmstadt gedrahtet wird, an erster Stelle die Vorlage über die berufsständige Vertretung der Landwirtschaft, mit der sich am SamStag auch der betreffende Sonderausschuß der Zweiten Kammer in einer sehr langen Sitzung beschäftigte. Man hofft bestimmt auf eine Verständigung über diese Vorlage, und dies um so eher, als beide Kammern gleichzeitig darüber beraten und deshalb sich leichter über die einzelnen Dissense einige^ können. Die Tagesordnung der Ersten Kammer verzeichnet nicht weniger 'als 67 Gegenstände. ** Landtagswahl. In der gestern hier abgehaltenen, stark besuchten Vertrauensmännerversammlung wurde der seck- herige Landtagsabg. Bürgermeister Leun - Grogen-^mde n nachdem er erklärt hatte, für die Einführung der direkten Wahl zum Hess. Landtage ganz entschieden eintreten ,u wollen, einstimmig als alleiniger bürgerlicher, Kandidat für den Landtags Wahlkreis Gießen-^and •• Der Kreis- Bauinspektor zu Alsfeld, Cellariu? wurde, nach drahtlicher Darmstädter Meldung, zum Kreisbauinspektor de§ Kreises Offenbach mit Wirkung vom 23. Oktober ab, und der Bureaugehilfe Ludwig Lenz zu Gießen zum Kreisamtsgehilfen ernannt. Dutenhofen, 7. Oktober. Bei dem Ausgebot der Gemeindejagd, die durch das Gebiet der Lahii zugleich reich an wilden Enten ist, waren nur zwei Bewerber erschienen. ES wurde daher ailch nur ein Höchstgebot von 460 Mark gegen bisher 815 Mark erzielt, sodaß wohl die behördliche Genehmigung nicht erteilt werden wird. X Rieder-Ohmen, 8. Oft. Der von hier gebürtige Georg Erb, in dem man neuerdings den Ermordeten von Rüdesheim erkannt haben will, befindet sich den von hier aus erfolgten Nachforschungen nach in Wölfersheim, Kreis Friedberg, in einer Arbeitsstellung. △ Stumpertenrod, 8. Oft. Gestern hatte der Land» wirt Dörr die Dreschmaschine. Während die Leute sich beim Mittagessen befanden, schlichen zwei fünfjährige Knaben zur Scheuer, in welcher der Dreschwagen stand. Hier zündeten sie ein Feuer an und schnell stand die Scheuer in Hellen Flammen. Diese griffen mit solcher Geschwindigkeit um sich, daß es der herauseilenden Mannschaft kaum gelang, den bereits Feuer gefangenen Dreschwagen aus der brennenden Scheuer zu retten. Die Scheuer verbrannte und mit ihr der noch ungedroschene Weizen. Zum ersten Male konnte man die Wirkung der Hydranten der neuen Wasserleitung beobachten. Nur durch diese war eS möglich, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. -1. Ranstadt, 7. Oft. Trotzdem die Bahn Gießen- Gelnhausen dicht an unserm Dorf vorbeifährt, wurde bei Erbauung der Bahn das Stationsgebäude fast eine halbe Stunde vom Ort nach Nidda zu gelegt. Außer Ranstadt trugen die Orte Ober-Mockstadt und Dauernheim den Nachteil. Gegenwärtig wird nun an der Verlegung des Bahnhofs dicht an unser Dorf und nur eine Viertelstunde von Ober-Mockstadt gearbeitet. Der Bahnhof wird bedeutend größer als der alte. Das neue Gebäude ist im Rohbau fertig und die Erweiterung des Bahnhofs ist nahezu vollendet. Die Verlegung des Betriebs in den neuen Bahnhof soll mit dem 1. April erfolgen. R. B. Darmstadt, 9. Oft. (Eigener Drahtbericht des Gieß.Anz.) Der Großherzog und die Groß Herz ogin, die Freitag abend bereits einer Aufführung des Festspiels „Barbarossas Erwachen" beiwohnten, besuchten gestern abend die Vorstellung im Großh. Hoftheater. Allgemein wurde mit Freude bewerft, daß die Großherzogin wieder sehr wohl aussieht. Darmstadt, 7. Oft. Das Denkmal für „Unser Prinzeßch en" geht seiner Vollendung entgegen. Es ist bereits links vom Eingang des Herrngartens hinter dem neuen Museum ausgestellt und die Bildhauer waren in den letzten Tagen damit beschäftigt, die Widmungsinschrift in den Sockel einzumeißeln. Sie lautet: „Unserem Prinzeßchen die Kinder Darmstadts". Das Denkmal ist noch dicht verhüllt, über die Enthüllungsfeier steht noch nichts fest. (N. H. V.) Mainz, 8. Oft. Im hiesigen Krematorium fanden im 3. Quartal 39 Einäscherungen statt. Unter den eingeäscherten Personen waren 27 Männer und 12 Frauen. Der Kunst und Wissen schäft. — Beschlagnahme des „Simplizissi m u s". In München wurde das neueste Flugbl a t t des „Simvlizisnmns : „Fort mit der Liebe!, ein Notschrei, den Sittlichkeit?- a v 0 st e l n ergebenst unterbreitet von Ludwig Thoma und Olaf Gulbranson", vom Amtsgericht 2 konfisziert, mit der Motivierung, daß es nach seinem ganzen Inhalt geeignet sei, das Sittlichkeitsgefühl in gröblichster Weise zu verletzen. Arbeiterbewegung. Alzey, 6. Oft. Vor kurzem traten die beim Bau der staatlichen Irrenanstalt beschäftigten Maurer in den Au s- st a n d. Das Gewerbegericht hat si" •vinmebr wegen Kontraktbruchs zu je 13,50 Mk. vernrt (Frkf. Ztg.) H a n a u , 7. Okt. In der D u r. ov-Vnenmatikreifen- fabrik trat fast die gesamte Arbeiterschast in den Ausstand. Ter Grund ist angeblich Maßregelung von Arbeitern. Gera, 7. Okt. In drei hiesigen großen Textilfabriken haben ca. 80 Prozent der Arbeiter die Kündigung eingereicht. Tie Fabriken haben hierauf noch nicht geantwortet, da _ber Verband der sächsisch-thüringischen Textil-Industriellen darüber zu beschließen hat. Tie hiesige große Tertilfirma Ernst Friedr. Weißslog hat ihre seit 1883 bestehende Sparkasse für Arbeiter auf einen in der sozialdemokr. „Reust. Tribüne" eftchienencn Artikel hin aufgehoben und satzungsgemäß 'die bisher eingezahlten Barbetrage ihrer Arbeiter für verfallen erklärt. Kerichtslaat. S ch n e i d e m ü h l, 7. Okt. Der Eisenbahnfiskus hat gegen den früheren Bahnmeister August Böhlke, der kürzlich wegen anrtlicher Unterschlagungen zu 5 Jahren 2 Mv- naten Gefängnis verurteilt worden ist, ferner, gegen Frau Böhlke und die Kinder eine Klage au fHerausgabe der Gelder angestrengt, die Böhlke mit dem Verkauf der unterschlagenen Eisenbahnschienen und Mtmaterialien vereinnahmt hat. Es, wird angenommen, daß das Geld in Frankreich untergebracht ist. fc. Kassel, 8. Okt. Wegen fortgesetzter Mißhandlung einer jungen Frau, die nicht die erhoffte Mitgift mitgebracht hatte, stand eine ganze Familie, nämlich 'der Mühlenbesitzer Heinrich Hehlgans aus Kemmerode (Kreis Hersfeld), sowie dessen Vater, Mutter und Schwester, vor der hiesigen Strafkammer. Heinrich Hehlgans, der Ehegatte, wurde zu 3 Monaten, seine Mutter zu 7 Tagen Gefängnis, sein Vater zu 30 Mark und seine Schwester zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt. Die unalücklicki? -mnne St-rmt h^t hie Prbpfrbcibnna ein Gefettet. Griginal'-DralUmel'dungen. Charlottenburg, 9. Oft. Hier erlosch gestern abend plötzlich die elektrische Beleuchtung in.der Hardenberg- unb der Berliner Straße. Im Ratskeller, der stark besucht war, herrschte ein wirres Durcheinander, bis Kerzen angezündet waren. Als Ursache der Störung wurde festgestellt, daß ein Teil der Arbeitswilligen, die seit Beginn des Lohnkampfes Tag und Nacht in den Krast- stationen blieben, zum ersten male die Stationen verlassen durften, die Arbeit nicht wieder aufnahm. Kiel, 9. Oktober. Der kürzlich wegen schwerer Verfehlungen verhaftete Marinefähnrich Pratje wurde aus allen militärischen Verhältnissen entlassen. Stettin, 9. Oft. Zwei Kaufleute in Buetow wurden wegen Brandstiftung verhaftet. Liegnitz, 9. Okt. Tas schwere Schießunglück beim König-Grenadierregiment, das sich am 1. September nach einem Ofttziers-Preisi lii"ßen ereignete und dem zwei Grenadiere zum Opfer fielen, beschäftigte das Kriegsgericht der 9. Division, weil die Befehle in Dienstsachen nicht befolgt und Waffen und Munition vorschriftswidrig behandelt worden waren. Leutnant Kur v. Schweinitz wurde zu zwei Monaten Gefängnis, ein Sergeant und ein Grenadier zu je sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Helsingfors, 8. Oft. Das Ansuchen des Senates um Einberufung einer außerordentlichen Landtagssession im Religion nach waren 21 evangelisch, 10 fatholisch, 5 israeli- Jahre 1905 wurde vom Kaiser abschläglich beschiedcn. tisch und 3 dissidcnt. Die Gcsamteinäscherungen in diesem Kvstbare Arrangements aus weißen war. des Handel Reichsanleihe . . 101.00 3% Portuq-iesen in 4% äussere Argentinier 114.80 3°/0 Mexikaner . . 147.20 . 135.50 . 277.00 Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk 221.60 267.50 22.70 133.70 4% Italien. Rente . . . 4% Portugiesen Serie I . 257.00 139.90 wegen 22.75 146.20 128,00 do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen 3^7C 3% 3^7t 3% 3K°/o 3^*7, 4 95 Oesterr. Goldrente. . 4V6% Oesterr. Silberrente 89.40 100.80 89.40 99.80 99.80 101.40 101.30 97.20 105.00 68.50 68.35 98.- 94.90 91.00 138.00 54.60 91.85 68.70 97.90 des israelitischen Festtages. 9. Okt., Anfangsknrse. Harpener Bergwerk . . Laurahiltte ! Lombarden E. B. ... Nordd Lloyd ' Türkenlose ..... Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für —. • .. < - ' VW|V». “HV lUllVlLU IZll WIVV.l Sämtliche 20 whrige Großfürsten und ausländische Militär-Bevollmächtigten waren an- Die Witwe mit ihren drei Kindern, darunter einem zweijährigen Zwillingspaar, wohnte den Trauerfeierlichkeiten bei. Schier endlos war der Trau er zu g. Die gesamte russische Presse widmet dem General lange Artikel, in denen sie hervorhebt, daß der letzte Kiieg eine ganze Plejade von Tatenlosigkeit, Feiglingen, Räubern und Krondieben hat in die Erscheinung treten lassen, die sich ungestraft und für das Volksgericht unerreichbar in Rußland und im Auslande Herumtrieben, aber nur wenige wahre Helden, Leute, die sich bis in den Tod getreu gezeigt hätten. Einer dieser Helden sei Kvndratenko. die Seele von Port Arthur, gewesen, den heute ganz Rußland betrauere. Tiflis, 8. Okt. Heute nad)mirtng wurden mehrere Bombenanschläge gegen Kosaken verübt. Sofort wurden andere Truppenabteilungcn aufgeboten, die ein Flintenfeuer auf die Angreifer eröffneten. Es entstand eine allgemeine Panik. Zahlreiche Personen wurden getötet und verwundet. 246.50 169.80 221.90 269.00 133.70 138.00 175.50 151.90 242 60 186.50 193.20 168.30 212.50 Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd Oberschi es. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eisenbahn Gotthardbahn Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . 4°z6 "Ungar. Goldrente und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 9. Okt., 1.15 Uhr. _____ _ ............ ,....., i Petersburg, 9. Okt. Gestern trafen die sterblichen Ueber- Iahre beliefen sich auf 143 gegen 119 im gleichen Zeitraum Ke des Zenrmls Kondratenko hierein uni» wurden im -- - ' J 9 ä a -u Alexandev-Newskt-Kloster mit militärischen Ehren bergefetzt. Emen großen Lorbeerkranz hatte der Zar gespendet, der durch einen Aoriahres. großen Lorbeerkranz . ....... ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Großfürst vertreten war. Nachbarstaaten. Zu Hocken herm wurde emem T a n z- Rosen und Lilien sandten die beiden Kaiserinnen vergnügen em trauriges Eitde bereitet. " 7" Z^~o‘,ü " ....... ..... “ Bursche Weisbrod stürzte nämlich während des Tanzens wesend plötzlich nieder und war sofort eine Leiche. Ein Herzschlag hatte •• ' dem Leben des jungen Mannes ein Ziel gesetzt. Börse, . 172.10 . 151.20 . 242.10 . 104.30 . 167.50 Vermischtes. • Mann und Katze ertrunken. Der in Hamburg cingetroffcne englische Dampfer „Cito* sichtete in der Nordsee auf der Höhe von Borkiim ein entinastetcs, sinkendes Wrack mit Notsignalen; es war die norwegische Bark „Can- deur" aus Krageroe. Ein von dem Dampfer entsandtes Boot fand nur noch einen Mann an Bord des Wracks, der nebst einer Katze von dem Boote geborgen wurde. Die Katze sprang aber von dem Boote auf das Wrack zurück, der gerettete Mann sprang ihr nach, worauf daS Wrack mit dem darauf befindlichen Mann alsbald unterging. * Kleine Tageschr0nik. Am 7. Okt. ist im Thüringer Wald, im Vogtland und Erzgebirge sowie in den Alven Schnee gefallen. Die „Köln. Volksztg." berichtet aus Gummersbach: Bei Ruenderoth ü b c r f n h r ein Güterzug den Wohnungswagen einer Kunstreitergesellschaft. Der Wagen wurde zcrttümmert, ein Kind durch einen umstürzenden Ofen verbrannt, ein Mädchen schwer, die übrigen Ziisassen leichter verletzt. Außerdem wurden zwei Pmtnies ge- tötet. — In Wiensen in Hannover demolierten Vandalen die Kirche, trugen den Altar aufs freie Feld und zerstörten mehrere Grabdenkmäler. — Hinter Hoentrop ^Westf.l wurden auf einen Verfonenzug Schüsse abgegeben. Eine Dame wurde verletzt: der Tater ist entkommen. — lieber Neuern im Böhmerwald ging trotz des kalten Wetters ein heftiges Gewitter nieder. Der tolufl in die dortige astberühmte Wallfahrtskirche und äscherte sie ein. — Ein östreichischer Schmuggler wurde in der Nal)e der galizisch-russ. Klrenze bei Giebeltow von einem russi- KWn Soldaten erschossen. — Aus dem Harz wird ein ,lz0/ 1oä- Uebersall gemeldet. Tas Opfer ist ein Arbeiter, der russ.Staatsanl. 190o auf der .Chaussee in der Nähe von R ü b e l a n d mit durchschnitte- A ]apa± Staatsanleihe ncmioalie tot aufgcfundcn wurde. Nach den Ermittelungen sind Conv. Türken von 1903 mehrere Personen an dem Uebersall beteiligt. — In Nieder- ^kenlose •••• teina (Kgr. Sachsen) erkrankte eine Familie Käppler, Mann „ eclL Monopol-Anl.. Ir.au und drei Kinder, an V e r g i f t u n g s e r s ch e i n u n g c n. a™*.™ •Wie oie Untenuchung ergab, war durch ein über dem Sicrb zum , ,;-6, ^.rocknen anfgehängten Kleidungsstück, das gefärbt war', /e Chinesen • • • . Lhetbeigeführt worden, indem einige Tropfm aus Aktien: demselben m das auf dem Heerde stehende K'affeewasser Bochum fiuss..... neien. Glerck, nachdem die Familie den Kaffee getrunken hatte, Buderus E. W..... Hellten nen die Vergiftunaseftcheinungen ein. — Bei den städti- Tendenz: geschäftslos ' ..u Gaswerken zu Weimar wurden große Unregel- Berliner m nnn X Vn rc-Cntbe^- Unterfchleife belaufen sich auf Canada E. B. . . . tOOOO .. art Eme Firma soll 40 Waggon Kohle unrecht- Darmstädter Bank nmurn 3ttreimal erhalten haben. — Zn Erfurt wurde wegen Deutsche Bank . ' * lln . er , chl a g u n g v r n aO 000 M r k der Prokurist Linde- Dortmunder Union C SnSTVinp? ist der Schwieger- Dresdner Bank . fobn ktnes g-sch-in., j "endenz; mig:r(hm=Mig. Danksagung 2. 20. Heuchelheim, den 9. Oktober 1905. 5249 11. 24. Auswahl vor. 7. Groscherzoqliche Bürgermeisterei Lich. Wiesech den 8. Oktober 1905. 6187 5243 Eis EiS und solider, feiner ausgestattet. 5246 amt zu richten. IB9/. 10 S & Schutzmarke s 789 617 405 27 618 [1000] 23 38 [1000] 778 97 979 45 456 569 70 90 618 27 89 [400] 724 78 836 in bekannter Gute. 4523 friedr. Scforeiner, lSS.il' .gulo0®' Kaiser - Borax Wir suchen für einen älteren Mann für sofort einePstegestctte. Sliiflebote sind schriftlich oder mündlich an das städt. Armen- Quellenfassung, Nohrlieferung, 219 41 92 907 S o w Gießen, den 5. Oktober 1905. Armenamt Gießen. Die Die Tranolin | in roten Dosen । I macht das Schuhwerk weich,| 'dauerhaft s? wasserdicht. Fabrikant; Carl Genrner, Göppingen. Interessenten offen. Bellersheim, den 8. Oktober 1905. 727 346 529 vom einfachen bis zum hocheleganten Genre Ausführung in bekannt grösster Auswahl Groffhcrzogliche Bürgermeisterei Bellersheim: Bopp. November. Im Hause des Kaufmännischen Vereins. Vortrag deS Herrn Dr. Viktor Poblmeyer, Berlin: Deutschland und die BereinigtcnLtaatenNordamerikaS November. Im Saale deS GescllschaslSvercms. Vortrag des Herrn August Junker mann, Berlin: Reuter-Abend. Januar. Hotel Saalbau. Vortrag deS Herrn Nub. Cron au, New.Zork: Marokko, der nordwestafrikanische Wctterwinkel. Januar. Hotel Saalbau. Bort ag vr-z Herrn Prof. Dr. Sommer, Gießen: Nerven und Nervosität. Februar Hotel Saalbau. Vortrag des Herrn Dr. Delkcskamp, Gießen: Der Mensch und die Metalle. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres feuern Sohnes sagen wir hiermit unfern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wilh. Hofmann und Familie. Zum täglichen Gebrauch Im Waechwaeeer. lüas unentbehrlichste Toilettemittel, verschönert den Teint, macht zarte weisse Hände. ITur echt in roten Certone zu 10, 20 und 60 Pt. Haiser-Borax-Seife ÖO Pf. — Tola-Seife 25 Pf. | Spezialitäten der Firma Heinrich Mack in Ulm a. D. 19. Februar. Hotel Saalbau. Vortrag des Herrn MaxHofpauer, Kgl. bayr. Hofschauspieler, Berlin: Heimatkunst und Alpenhumor. 24. März Im Hause deS Kaufmännischen Vereins. Vortrag des Herrn Heinrich Kühnlcin, Schriftsteller, München. II. Dichter« end. _____ umnm Die Vorlrägk beginnen abends 81/, Uhr pünktlich, Etwaige Aenderungcn Vorbehalten. Eintrittskarten für alle Vorträge gültig sind zu 4 Mk. pro Person in der Musikalienhandlung von Ernst Challier 0] 338 [1000] 81 82 435 58 70 512 27 618 [1000] 23 38 [1000] 778 97 979 Danksagung. Für die vielen Berveise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner guten Gattin, unserer lieben, unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Fra» Heüearo geb. Hildebrand; sowie für die trostreichen Worte des Herren Viarrer Hellwig am Grabe und die liebevolle Pflege der hiesigen Schwester sagen innigsten Dank Dic trauernden Hinterbliebenen. I. II. III. Für einen Kellner wird alsbald dauernde Stellung gesucht. Gießen, 6. Oktober 1905. BT/10 Städtisches Armcnamt. 27 109 202 29 [400] 81 308 49 [2000] 413 564 72 89 651 89 815 922 69 [400] 1071 80 11000] 1.30 [20001 97 269 394 471 512 24 60 668 82 723 25 [1000] 49 [400] 94 887 922 47 [1000] 69 2004 68 216 [400] 46 67 96 372 428 68 69 [400] 773 99 813 16 41 90 931 3048 208 Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Bellersheim iür das Rechnungsjahr 1906 liegt vom 11. bis cinschl. 18. Oktober 1905 auf dem Bureau der Groszh. Bürgermeisterei Bellersheim zur Einsicht der Feinste Bratheringe Bismarckheringe Rollmöpse Russische Sardinen Kieler Bückinge = stets frisch eintreffend. =■ Prima Thüringer Cervelatwurst, feinste Dauerware, so lange Vorrat empfiehlt billigst 5195 Adolf Lechrd NM. Frankfurter Straße Telefon 337 — Telefon 337. 65003 [400] 35 41 [400] 63 71 72 84 86 133 215 343 63 400 22 39 541 71 626 33 55 [1000] 749 61 821 31 34 [400] 934 50 88 66058 205 79 342 62 433 508 11 44 811 [400] 60 78 91 912 [400] 45 67075 275 331 407 511 63 [5000] 631 36 719 [400] 25 27 832 81 913 [1000] 77 68033 42 136 336 41 78 99 431 47 58 [400] 94 95 512 60 68 644 770 81 [400] 908 15 36 69118 76 223 99 330 76 [400] 87 [400] 412 51 57 565 82 Die Erdarbeiten und Verlegen der Röhren in fünf Abteilungen in gleicher Länge. Unter sämtlichen Bietern behält sich der Gemeindcrat die mngen. erlosch gestern abend l9 in her Hardenberg« keller, der stark be« iurcheinander, bi? >e der Storung wurde s willig en, die seit Nacht in den Kraft, die Stationen verlaßen hm. h wegen schwerer Ver> hnrich Pratje wurde entlüften. :uf(eute in Burton jaftet. tc Schreßunglüi fid) am 1. Sch/embei tignete unb bem tfvei ife ba§ Kriegsgericht Dienstsachen nicht be- cistöwidritz behandelt ')weinitz wurde zu i Sergeant und ein gnis verurteilt. iichen des Senates um indtagssession im chläglich beschieden. ?en die sterblichen Uebn- n ein und wurden m [r Ehren beigesetzt, w bendet, der durcb einen cangements aus we^m Kaiserinnen, eanttiun? vollmächtigten waren am inbem, darunter einem Trauerseierlichleitenbe^ > gesamte d-nm fie jon Tatenlosigkeit, W «MK ^Ä,,e entftoni 4. Dezember. Im Saale deS GcsellschaftSvcrcins. Dortr g des Herrn Prof. Dr. Krüger, Gießen: Die Entstehung der Evangclien-Littcratur. 7. Tumber: Im Hause des Kaufmännischen Vereins. Vortrag des Herrn Heinrich Kühnlcin, Schriftsteller, München. I. Dichtcrabcnd. 1906 32 612 [400] 48 705 |4Ü0] 48 58 70 [10001 85 |400] 800 93 938 28073 76 123 70 233 45 [400] 316 506 53 75 95 718 21 39 875 985 [1000] Zyr Mtemu der WcherleiirW Lich. Es sollen durch Versteigerung öffentlich vergeben werden, und zwar am Donnerstag, dem 12. Oktober, nachmittags 2 Uhr: 70008 41 182 233 46 [1000] 77 [2000] 311 16 [400] 51 58 [400] 12 23 33 65 502 3 [1000] 51 [400] 660 99 760 [1000] 899 927 71075 303 30 78 425 505 6 618 53 [1000] 710 815 43 914 68 75 72088 116 [4001 23 51 59 274 3:30 62 94 418 3 1 44 99 [10001 562 658 66 749 [1000] 82 815 53 71 [1000] 906 [ 400] 73049 104 27 64 76 238 94 323 29 76 501 25005 7 100 21 59 61 229 [10001 98 393 495 591 [1000] 658 63 81 66 [400| 92 806 42 [2000] 86 26002 81 [4001 83 117 38 59 98 278 55 86 432 45 626 840 81 995 27036 41 61 108 70 329 62 71 [400] Vergebung von ^-uhrleistnngen. Die Abfuhr des Steinmaterials aus dem städt. Steinbruch im Stadtwald soll für die Zeit bis zum 1. Oktober 1906 öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 1 (Registratur) zur Einficht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum Donnerstag den 12. d. M. vorinittaas 11 Uhr an uns ciusureidjen, an welchem Zeitpunkt dic Eröffnung der cin- aelaufenen Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage. J/I0 Gießen, den 6. Oktober 1905. Städtisches Tiefbauamt I. V.: Köhler. 85036 [1O00J 111 37 M77 [1000] 923 75 [400] 86124 34 82 98 [400] 242 [400] 93 322 0] 41 412 86 [400] 87 96 [400] 616 87 736 73 846 931 87028 [400] 127' 264 77 96 337 97 [400] 440 53 642 739 43 [400] 95 842 909 88 93 88002 [1000] 117 207 31 35 70 [400] 315 489 528 42 [4001 55 613 78 [1000] 720 825 [1000] 85 9)3 41 89036 40 [400] 69 74 193 [400] 95 209 42 [400] 43 92 405 29 47 78 521 639 722 69 89 [400, 822 910 81 [400] -industriellen L'lsirnw Klasse Tribüne" m lter - die b[§L Z^nenen erklärt nüeWtcn Haft. fr den SfflBliM! dwig C^feitk t mit brr qn Ut,b C’ni Vf 50070 122 45 70 98 201 68 65 91 301 19 77 [400] 435 516 38 625 vi. Lsesllfiy g-paniigifcjc sHuuMioucne 26'20001 90 747 48 99827 49 70 [400] 948 9194 51256 408 [1000] Ziehung VI. Klasse. (5. Tag) 7. Oktober 1905. 80 563 [400] 96 611 33 740 51 89 812 941 52074 93 94 160 211 59 62 Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. 65 [400] 347 418 638 762 853 [2000] 66 82 982 5 3006 54 64 73 215 22 (Ohne Gewähr.) 67 342 88 [1000] 89 680 762 901 84 99 54000 42 [400] 118 43 220 38 Nächste Ziehung: 9. Oktober 1905. 325 35 69 417 92 543 67 624 34 [1000] 714 [400] 19 [400] 77 887 98 953 90058 92 93 119 [400] 208 [400] 23 34 68 357 84 423 509 33 656 733 807 [400] 95 930 [400] 34 [1000, 38 [400] 81 [4001 95 91095 191 229 383 [4001 402 73 516 38 52 59 88 648 717 27 [400] 62 82 895 951 64 75 87 92102 39 42 77 205 70 83 392 456 590 [400 i 690 [1000] 745 50 79 [400] 835 [4yd • , W Mein Lager ist mit den iTUISPfin hervorragendsten Neuheiten W i Ocffentliche Vorträge im Winterhalbjahr 1905/06. 1905 18. Oktober. Hotel Saalbau. Vortrag bc5 Herrn Ncallehrcr Will, Gießen: Venedig. Feinstes aus sterilisiertem Wasser hergestellt, jedes Quantum zu haben bei Emi! 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