ästige. Klima TW» Hl. Prospekte grat» Dr, Hettinter. Yie Seuttge Kummer umfaßt 10 SeiLeu, en Lindenplatz 1 MänM Ausdruck: I feierte Samstag abend im Residenz-Theater in Uebersetzmg von I Otto R^n^lf mit Antonie Tetzlaff m der Hauptrolle ihre Auf- Es war um Ostern, in die Welt Zog ich mit achtzehn Jahren, Ich bin gen Leipzig als Student Durchs Thüringer Land gefahren. Ich fuhr vorbei am Hörselberg Und hört' die Flöten tönen, Durch den Berqfpalt sah ich Frau Venus auch Und die lachenden, tanzenden Schönen. Es klang ans Ohr mir ernst und mild. Es klang so wild und lüstern; Dazwischen keuchte und ächzte und schnob Das Dampfroß mit eisernen Nüstern.-' ir LungenMi gerichtete PriiaUnitaJt mit 3 Heilerfolgeo. In rillig mittelbar an Tannenwald- erste. Es wäre wünschenswert, daß sich das Jntereße der Leser wieder dem Dichter des „Neuen Tannhau er" zuwendete, der den Ton blühender Lebensfreude m die deutsche Lyrik gebracht hat. Eine kleine Gemeinde von Kennern und litterarischen Feinschmeckern hat er schon seit langem um sich gesammelt. Nennt man m diesem Kreise die besten Namen, so wird auch der seine genannt. Frankfurt a M-, 7. Okt. „D emimonde" von Alexander Dumas die bereits im Jahre 1855 mehr als hundert Mal über die Bretter des Ghmnasc-Theaters in Paris gegangen mar. Nr. »37 t»«Nch außer GonntagL. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem vesfischen Landwirt die Siehener Familien' blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Stein- dnickerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulstraße 7. Redaktion e-qK 112 LeAag u.Exped.e-iKbl Adtesie für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Mm beachifl iia Fabrikmarke, Mchm ischipen Act Ges, nahm mit Enthusiasmus an dem Kriege teil. Nach der Rückkehr oom Feldzuge widmete Grisebach sich der diplomatischen Lausbahn, ohne in seinem poetischen Schaffen nachzulassen. Wo er auch weilen mochte seine Leier verstummte weder in Rom und Mailand, Bukarest und Jassy, noch in Smyrna und Konstantinopel, Petersburg und Bort au Prince auf Haiti, der letzten Stätte seiner diplomatischen Tätigkeit, der der Königs, preuß. Generalkonsul Anfang der 90er Jahre entsagte, um sich in der Reichshauptstadt ganz seinen dichterischen und wissenschaftlichen Neigimgen zu widmen. Denn auch auf wissenschaftlichem Gebiete hat Grisebach Heroor- raaendes geleistet. Ein Jünger Schopenhauers, hat er dem Meister mit einer Ausgabe seiner Werke em Denkmal gesetzt. Von weiteren wissenschaftlichen Leistungen erwähnen wir folgende: Gedichte und Maximen des Humoristen Lichtenberg; Dre Wanderung der chinesischen Novelle „von der treulosen Witwe" durch die Weltlitteratur: at, ziehen alle bedeuteirden Maler des modernen Europa vor uns auf. Der Preis eines einzelnen Heftes beträgt 3 Mark, der des ganzen aus 12 Monatsheften bestehenden Jahrganges 24 Mark. alirnd »eiten der Station" nng. "*M Lb-rh-^ ™ peijekartoffeln r B’L ie9cn auf dem Ver- MW Mauna uchenanstalt Oberhes en" Ä Donnerstag tat «vr einzureichen sind. Mnanstalt Lberhttftn. von Marokko mit dem Einrücken französ. Truppen bedroht; wenii Frankreich weitergehe, werde Deutschland darm einen Kriegsfall erblicken. Die italienische Regierung war beunruhigt, und da sie durch ihren Botschafter m Berlin keine bestimmten Auskünfte erlangen konnte, ließ sie den französischen Botschafter ter ständigen. Frankreich habe aber dem Sultan überhaupt kein Ultimatum zugestellt gehabt, sondern im Gegenteil seinen Gesandten in Fez an- qetviesen, alles zu unterlassen, was den Anschein haben könnte, als ob er die deutschen Verhandlungen durchkreuzen Kleines IeuilleLon. — Professor Dr. Ferdinand von Richthofen f. hervorragende Geograph, der Berliner Unrv -Professor, Geh- Iiegierungsrat Dr. Phil, et meb. Ferdinand Frhr. v. Rrchtyofen fr in der Nacht von Freitag auf Samstag im 73. LebenSiahre v-rstorbeii. Geboren 1833 zu Karlsruh in Schlesien, wandte er sich zunächst der Geologie zu. An die geologische Aufnahme bis südöstlichen Tirol schlossen sich seine Weltreisen nach Ehma, sapan, Siam. Manila, Java, nach den Philippinen, ^wifri^bien fnlrde nach Kalifornien. Unter seinen literarischen Leistungen ftht das große Werk über China obenan. 1872 kehrte der forscher von seinen großen Reisen zurück.^ Drei Jahre 1 Pater crhielt er in Bonn eine geologische Professur. Dann folgte tr 1883 einem Ruf als Ordinarius der Geographie nach Leipzig, inb seit 17 Jahren war er an der Berliner Universität als Vertreter der physischen Geographie tätig. Als erfolgreicher Lehrer, cns dessen Schule fast -alte jüngeren Forscher, so auch Prof. t>. DrpgalSki, der Leiter der deutschen Südpolar-Expedition, ver- torgegangen sind, als Organisator wissenschaftlicher Aiternehm- inqen und Anstalten hat Freiherr von Richthofen Großes gelüftet; auch Präsident der Berliner Gesellschaft für Erdkunde ist tt gewesen, Mitglied der Akademie der Wissenschaften unö r.’ttor des Instituts für Meereskunde. — Der Kaiser richtete cu die Witwe des Prof. v. Richthofen das nachstehende Tele- rrcnrru: „Erfahre soeben durch Staatssekretär v. Richthofen das siiärscheiden Ihres Gatten, des großen Gelehrten, .^hmen,.Sie rnd Ihre ganze Familie den Ausdruck meines herzlichen Beilmos (ittgegen und seien Sie versichert, daß ich mit dem ganzen deutschen sioike dem Dahingegangenen ein ehrendes Andenken bewahren Der beste Schutz gegen W Einbach j„--°M-Sich°chisW°d „Fox“ ue« Beste bewahN! ylt haben bci-^ Schmidt, ^^Ansel, Kröst Sohnes V .frnöt-3. ÖäU1eC Ter große Lohnkampf in der eTertrtfa)cn 1 Branchein Berlin ist nach dem Scheitern der Vermttt- ; lungsversuche zum Ausbruch gekommen. Die dem Verband der Maschinenindustriellen an geschlossenen Berliner Firmen beabsichtigen, wenn die Arbeiter nicht nachgeb en, sich mtt den Elektrizitätsfirmen solidarisch zu erklären und wollen am 14. Oktober ihre sämtlichen Arbeiter aussperren. Bon dieser Maßnahme würden insgesamt 120 000 Arbeiter betroffen werden. Das Gewerkschastskartell van Berlin hat zu diesem Kampfe Stellung genommen. Der Referent Gebhard sprach sein Bedauern darüber aus daß die geflissentliche Hervorkehrung des Klaffenkampfstand- punktes durch den Metallarbeiterverband dem gegenvmr- tiaen Llrbeiterkampf den Charakter einer Machtprobe,gegeben und den Arbeitgebern die furchtbare Waffe der Aussperrung in die Hand gedrückt habe. Born Metallarbeiterverband ei die ganze Lohnbewegun g ziemlich leichtfertig und ohne genügende Vorbereitung inszeniert worden. Das werde sich jetzt bitter rächen. Andrerseits müsse maii den Arbeitern das Recht zugestehen, entsprechend den ftnanziellen Erfolgen der Unternehmer auch nne besscrunq ihrer Lage zu verlangen. Besonders bedauerlich sei die brüske Ablehnung der Einigungsversuche, zu denen sich Oberbürgermeister Kirschner bereit erklärt hatte MC. Mumm machte dem Deutschen Metallarbeiterverband den Vorwurf, daß er durch seine Taktik fortwährend Lohn- kärnpre auszufechten, sich wlbst sehr geschwächt habe wahrend z B. die Buchdrucker durch Besonnenheit viel mehr erreicht hätten. Es wurde einstimmig folgende Erklärung zum Ausstand beschlossen: „Die Versammlung verurteilt auf bas entschiedenste, daß wegen einiger geringer Lohnforderun^n, die ein kleiner Teil von Arbeitnehmern in der elektrischen Industrie stellte, zehntausende von Arbeitern durch die Metallindustriellen ausgesperrt und brotlos gemacht wurden. Sie spricht den aus gesperrten Arbeitern ihre volle Sympathie aus tmd verspricht, sre in ihren Kämpfen nach besten Kräften zu unterstützen.' An die Regierung und den Reichstag wurde ferner eine Eingabe beschlossen, in der um schleunige Realisierung der Forderungen des Frankfurter Arbeiterkongresses ersucht wird, um für die Zukunft so verheerende Lohn kämpfe zu verhüten. — Sehr bedauerlich ist, daß sich Streikende zu schweren Vergehen haben hmreißen lassen. Die Kabelleitungen im „Berliner Thea- . ter" sind vorsätzlich durchschnitten worden. Ebenso । wurde ein Flugapparat beschädigt, sodaß ein Schauspieler bei der Generalprobe ab stürzte, ohne sich jedoch zu verletzen Die Täter sind noch nickst ermittelt — Die Berliner . Droschkenkutscher haben beschlossen, ihren Tarif zu ' kündigen Sie verlangen Abschaffung des Wagenwaschens durch den Kutscher oder eine Erhöhung des festen Lohnes. Endlich haben die Wäschereiarbeiterinnen ihren Arbeitgebern Tarife vorgelegt, welche die Lohn- und Ar- . beitsbedingungcn der Wäschernäherinnen, Plätterinnen, Wäscherinnen und Zuschneider für die gesamte Wäschemdu- KMische Wochenschau. Noch einmal hat in der vergangenen Woche Marokko das Interesse der politischen Welt auf sich konzentriert. War es im Anfang dieses Jahres der Anlaß zu dem bedrohlichen Konflikt zwischen Deutschland und Frankreich, so bildet es jetzt den Ausgangspunkt zur Beseitigung der deutsch-französischen Spannung. Die deutsch-französischen Marokkoverhandlungen kamen zum Abschluß. Am 29. September erschien eine angeblich offiziöse Note im „Temps', die eine, wie sich herausstellte, ziemlich gefärbte Darlegung der deutsch-französischen Vereinbarungen enthielt Erst einige Tage spater wurde das Marokkoabkomnren offiziell veröffentlicht. Danach war die Auffassung von den Zugeständnissen, von denen die Mitteilungen des „Temps" zu melden gewußt hatten, nicht aufrecht zu erhalten. Das Abkommen behielt die Erledigung aller Fragen mit Ausschluß der Grenzpolizei und der vertraglich begründeten französischen Finanzrechte der Kvnferenz in Algeciras vor. Mit der Anerkennung dieser Finanzvorrechte ist aber, wie das Programm zeigt, die eigentliche Frage der finanziellen Reorganisation in keiner Weise bereits zu gunsten Frankreichs entschieden. Vielmehr ergab sich, daß die Anerkennung der begründeten französischen Sonderrechte nicht soweit ging, die deutsche Position prinzipiell oder materiell zu beeinträchtigen. Die französisch-deutsche Spannung ist beseitigt, ohne daß Deutschland seine Haltung in der Ma- roklopolitik wesentlich verändert hat. — Recht interessant immerhin sind die zweifellos höchst phantasiereichen Mitteilungen des Pariser Blattes „Motin" über den Ursprung der Marokkoasfäre. Er erzählt, wie sich die Demission Del- eassvs vollzogen habe. Deleafsö ging zur Sitzung des Mi- nistcrrates am 5. Juni, obwohl er wußte, daß sein Sturz beschlossen sei. Er behauptete daß die Haltung Deutschlands ihn berechtigt habe, es als einen Faktor zu behandeln, welches kein Interesse im MitteÜneer besitzt (!); denn als Rußland, Italien und Frankreich in Kreta intervenierten, labe Deutschland es ab gelehnt, sich anzuschließen mtt dem Bemerken, weil es keine Interessen im Mittelmeer habe. (Es wird aber damals wohl geheißen haben: „Kerne Interessen dort im Mittelmeer" d. h. in der südöstlichen Ecke des Meeres.) Deleasse führte aus, Frankreichs Politik habe in diesem Augenblick nur das Bestreben, Rußland zum Friedensschlüsse zu bestimmen. Aber wenn Fran kreich auch schnell angegriffen würde, so würde es von England unterstützt werden. England, so behauptet mit unglaublicher Mnvität der Gewährsmann des „Motin", habe nämlich in Aussicht gestellt, eine Flotte mobil zu uiachen, den Nordostsee-Kanal zu besetzen und 100 000 Mann in Schleswig-Holstein zu landen!" Delcasss warnte vor einem Bruch mit der bisherigen Politik Frankreichs. Wenn Frankreich sich einmal vor Teutschland gebeugt habe, so werde es sich immer wieder beugen müssen, aber es werde nicht immer die ganze Welt auf seiner Seite haben. Als der Minister- >räsident Rouvier die Gefahr betonte, welche in dem Belieben bestehe, Deutschland zu isolieren, antwortete < ieleasss: „Entschuldigen Die, ich hatte die auswärtige Politik Frankreichs und nicht die auswärtigen Beziehungen Teutschlands zu führen!" — Außer dem„Matirft geht auch das „Echo de Paris" auf die Umstande em, UElche die Demission begleiteten. Delcasss erhielt am 4. Juni ein Telegramm des Botschafters Barrsre aus Rom, woraus hervor ging, daß Deutschland die italienische Regierung davon verständigt habe. Frankreich habe den 'Lnltan strie Berlins regeln sollten. Von 68 Firmen haben aber nur drei bewilligt. Tie Wäschearbeiterinnen haben darauf in einer stark besuchten Versammlung beschloßen, überall da die Arbeit niederzulegen, wo die Forderungen "?ch bewilligt werden. Die Bersin er Wäschemdustric beschäftigt 4500 bis 5000 Arbeiterinnen und Arbeiter. In Sachen der Fleischteuerung steht noch immer alles auf dem alten Fleck. Ter bayerische Minister <^af Feilitzsch erklärte auf eine InterpellationbatMstchcn Landtage, der sich mehrere Tage lang mit dieser Angelegenheit beschäftigt hat, ohne daß positive Resultate erzielt wurden, daß eine Fleischnot wht existiere, und begnügte sich mit der Hinzufügung, daß die baycr. Regierung alles getan habe, um Viehzucht und Viehhaltung qualitativ und quai> titatiö zu heben. Ter deutsche Städtetag ist imimr noch nicht einberufen; vorbereitend^ Schritte dazu imd allerdings geschehen. Große Eile wird also von den berufenen Organen nicht entwickelt. Daß dabei die Klagen im Mittelund Arbeiterstand über das Steigen sämtlicher Rahr^ ungsmittelpreise, als da noch sind Milch, Butter, Eier, Gemüse, Obst usw. usw., stark zunehmen, kann täglich jeder, der die Ohren auftut, hören. Tie großen Frauentage in Halle und Berlin beschäftigen sick mit einer Reihe aktueller Fragen Zu hxtt geht die fortschrittliche Richtung, die, wie es Frl. Lrschnewska tut, als Typus der neuen Frau die Fabrikarbeiterin hm- stellt. Tie Berufsarbeit als Lebensaufgabe der Frauen hin- zustellen, führt zu Konsequenzen, die sich mit der Natur in Widerspruch setzen. Ter beste Mutterschutz und Kinder- schutz ist die Ehe. Daß sie reformbedürftig ist, darin wird man den Frauen recht geben. Ihre Abschaffung aber würde zu einer Entwertung der Frau führen müssen. Soziale Refornttätigkeit hat dafür zu sorgen, daß ein gesundes! Familienleben auch in den proletarischen Schichten mehr und mehr ermöglicht wird. Bezüglich Ungarns ttt die 'Entscheidung Kaiser Franz Josefs noch immer nicht getroffen. Inzwischen be-mühen sich die Ungarn, mit den lange verachteten Kroaten fE zu versöhnen. Aber diese Versuche stoßen nicht nur auf den Widerstand der kroatischen Majorität der Nationalpartei, sondern auch der o^ositionellen reinen Koffuthpartei und! , der Bauernpartei. Die Verbrüderungsverhandlungen werden dessenungeachtet fortgesetzt. Die Stellungnahme des Grafen Tisza gegen das allgemeine Wahlrecht hat in allen! : Lagern, besonders in der liberalen Partei, große Kontra- . Versen erzeugt. Man spricht von zahlreichen Austritten aus der liberalen Partei. Aus Südwest afrika wurden sensationelle Nachrichten verbreitet. Andries Dewet soll angeblich ein großes Burenkomplott in Szene gesetzt haben, um Winphuk, Barmen und andere deutsche Stützpunkte zu erobern. Dazu drahtete das Gouvernement, daß diese Darstellung stark übertrieben ist. Ein junger Dur habe der Polizei mit- geteilt, daß einige beim Militärftrh-rwesen an gestellte Au sländer ans der Kapkolonie sich verabredet hätten, Frachtwagen und Proviantkolonnen zu überfallen, Vieh zu stehlen und sodann mit dpvt Ertrag der Räubereien in der Nähe von Gobabis über die englische Grenze zu gehen. Vier Rädelsführer seien in gerichtliche Untersuchungshaft genommen worden. Für die Annahme, daß eine Aufwiegelun (Ä eine ..eue Sahnmntz verk. yy6lgLL «rft-S «la«. 155. J-hrg-vg M-al-g 9. ettob« 1905 GletzenerÄnzelgerW w General-Anzeiger v S Amis- Md Anzeigeblatt für den Meis Gießen MM Fränkel, arzt Dr. erfreuten wesenden aus und Nationen von Behring, v. Leube, Professor Pannwitz, Obcrstabs- Niedner und Kommerzienrat Ravens. Die Deutschen sich befonberet Aufmerksamkeit. Loubet sprach den Anseine Glückwünsche zu der von ihnen geleisteten Arbeit trank auf das Wohl der auf dem Kongreß vertretenen Der Kvngreß stimmte einer Reihe von Forderungen zu, die in den Sektionen aufaestellt wurden. U. a. wird geordert, daß Kuhställe «behördlich inspiziert und in öffentlichen Anstalten nur solche pasteurisierte oder rohe Milch verwendet werden, die von immunen Kühen stammt. Kinder sollen aus Haushalten, wo Tuberkulose herrscht, entfernt werden, und zwar sollen Kinder armer Leute in besonderen Anstalten untergebracht werden. Weitere Forderungen betrafen die Schulhvgiene und Höhen- kuren oderSeekuren für kranke Kinder. Im Namen der Tuberkuloseforscher der Unionstaaten lud Flieger ein, den nächsten Kongreß 1908 in den Union ft aalen abzuhalten. 6ererb schloß den Kongreß. Beim Präsidenten Loubet fand heute großer Empfang der Mitglieder des Kongresses statt, dem ein Diner für die hervorragenden Teilnehmer voraufging. Deutscherseits waren zum Diner geladen Generalarzt Schserning, die Geheimräte v. Lethen, Der Verein für Frauenstimmrecht hielt dieser Tage in Berlin eine öffentliche Versammlung ab, in dec das Thema: ^Männerpolitik und Frauen- -" im Rinder körper schon viel weniger langwierige und anstrengende — Umarbeitung des „T. E." in „T. ö." für die animalischen Körperzellen durch gewisse Präparataionen in Vitro noch 'sehr vermindern, so daß schließlich ähnliche Unterschiede in ber Schnelligkeit und in der Unschädlichkeit der Tuberkulose-Immunisierung sich demonstrieren lassen, wie sie durch die Ehrlich'schen Ausdrücke „aktive" und „passive" Immunisierung gekennzeichnet werden. Ter therapeutische Teil meines Buckes soll nicht früher publiziert werden, als bis über die Unschädlichkeit und Nützlichkeit meines Tuberkulosemittels für die Menschen bestätigende Mitteilungen solcher Praktiker vorliegen, die mehr Erfahrungen besitzen wie ich in bezug auf den Verlauf und die Prognose von einzelnen Tuberkulosefällen. Anb'wer^its erscheint es mir zweckmäßig und notwendig, daß inzwischen auch durch erperimen- tell arbeitende Tuberkulosesorscher die Richtigkeit und die sichere. Wiederkehr meiner eigenen Heilresultate an Tieren außerhalb meines eigenen Laboratoriums kontrolliert werden. Ich hoffe, daß diejenigen Experimentatoren, welchen ,ich nach meiner Rückkehr zur Arbeit in Marburg mein Mittel anvertrauen werde, nicht bloß ebenso gute, sondern noch bessere therapeutische Resultate bekommen werden als ich — denn i ch halte mein Mittel noch für vervollkommnungsfähig. Auch die 91rf und Weise seiner 9lnwendung kann vielleicht noch mit Vorteil modifiziert werden. Tie gegenwärtige Situation hat, wie ich betonen möchte, große Aehnlichkeit mit derjenigen, in welcher ich mich vor 15 Jahren befand, als ich das neue Tiphtheriemittel entdeckt hatte. Gleich im Beginn der Entdeckung im Jahre 1889 war ick über . ihre praktische Wichtigkeit nicht im geringsten im Zweifel. Vier Jahre aber mußten noch nach meiner Mitteilung vergehen, ehe meine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse allgemeinere Anerkennung fanden." Tie Versattrmlung spendet lebhaften Beifall, welcher sich besonders nach der Verlesung der französischen Heber* setzung wiederholte. Der Kongreß erkannte in seiner Schlußsitzung die neugestiftete Tuberkulose-Medaille bert Prostssoreir Robert Koch und Paul Bronardel ht Gold, sowie Banz-Kopenhagen, B i g a s - Newhork, Broadbent-London unb Schro et ter-Wien in Silber zu. I Ans Stadl und Land. Gießen, 9. Oktober 1905. ** Personalien. Sc. Kgl. Hol), der Groß Herzog haben den Stationsvorsteher 2. Klaffe in der Heff.-Preuß. Eiscnbahngcmeinschaft Konrad Wilhelm Hammel zu Grünberg, auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Oktober, in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Am 21. Juli wurde der Bahnwärter in der Heff.- Preuß. Eisenbahngcmeinschaft Georg Ludwig Schönberger zu Heppenheim auf fein Rachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober in den Ruhestand versetzt. — Am 29. September wurde der Militaranwärter Heinrich Langsdorf auS Pohl- Göns mit Wirkung vom 1. Oktober zum HauptsteueramtS- diener bei dem Hauptsteueramt WormS ernannt. •* Perfonalnachrichten von der Ober-Post« direktion Darmstadt. Verliehen ist von S. K. H. dem Großherzog dem Postsekretär Hölzel in Hungen bei seinem Scheiden auS dem Dienst das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmutigen. Versetzt sind: Postsekretär Petri von Friedberg nach Frankfurt (Main), Postvcrwalter Molt er von Lollar nach Griesheim, die Ober- Postassistcntcn Appel von Gießen nach Lollar, Schäfer von Bensheim nach Hungen, unter Ernennung zu Postverwaltern ; Postverwalter Da hmer von Griesheim nach Gießen, unter Ernennung zum Ober-Postafsistenten; die Postassistenten Lippmann von Leipzig nach Friedberg, Emil Zimmer- mann von Friedberg nach Köln; Telegraphengehilfin KauS von Gießen nach Darmstadt. Bestanden haben die Postassistentenprüfung die Postgehilfen La wall und Wunsch in Gießen, Lehr in Friedberg. Angenommen sind als Postgehilfe Realschüler Greb in Großfelda, als Telegraphen- gehilfin Elise Dominick in Gießen. Von der Volkszählung. Um die am 1. Dezbr. b. I. stattfindcnde Volkszählung vorzuberciten, übersenden soeben die Großh. Kreisämter gedruckte „Bestimmungen" der Regierung an die einzelnen Bürgermeistereien. Danach geschieht bie Zählung wie früher unter Leitung unb Verant- roonltdjfed der Bürgermeistereien unter Verwenbung von oohiern. Das gute Gelingen der Zählung hängt haupt- 'n7/f?n“on,Q^ bclß tüchtige Zähler, bie ihr Amt moglichit freiwillig verrichten sollen, gewonnen werben, ^enn diese haben nicht bloß bie Zählkarten auSzuteilen und wieder emzusammeln, sie sollen sie vielmehr auch prüfen bezw. berichtigen und ihre Ergebnisic in einfachen Zusammenstcll« ungSformularen verewigen. Es wird in den kleineren Gemeinden insbesondere auf die Mitwirkung der Lehrer qercchnet, denen es gestaltet ist, für di- nötige Zeit in ihre» schicken den Unterricht auSzusetzen. tn Windhuk Anschläge gegen Die deutsche Herrschaft geplant unb büß mein Schwiegersohn An bries Dewet daran beteiligt sein soll. Dewet ist aber von Anfang Mai bis Ende August nicht in Windhuk gewesen. Daß irgend ein Anschlag gegen bie deutsche Herrschaft in Deutsch-Düb- westaftika geplant ist, ist unbenkbar. Jedenfalls ist Anbries Dewet nicht bar an beteiligt, er würbe solche Umtriebe, aber auch minber gcfähruche Ungehörigkeiten in seinem Hause nicht gebulbct haben. Er ist auf meinen Wunsch, aber auch aus Ucberzeugung, beutscher Untertan geworben. Am 30. September telegraphierte Dewet auf eine Anfrage, daß alles in Winbhuk zur Aufnahme von Frau unb Srinb in Orbnung sei. Das würbe er nicht telegraphiert haben, wenn er Schwierigkeiten mit ber Regierung hätte." Zu enter zweiten Haager Konferenz hat Rußlanb Einlabungen ergehen lassen. Bor 1907 wirb sic inbes wohl nicht zusammentretcn. Im norwegischen Storthing schlug Pastor (!) Eriksen, ein Sozialist (!), vor, bie Frage der Berechtigung ber schwcbischcn Bedingungen ber Haager Friebenskonferenz vorzulegen. Der Mmister des Aenßern, Loevlanb, sprach sich gegen btesen Vorschlag aus Ein Beschluß ist noch nickt gefaßt worden. anzufchließen. Tie Frauen müssen, ohne die realen Fragen je an? dem Auge zu verlieren, die Fahne des Idealismus Hochhalten, denn der Sieg des Gedankens wird die Welt erobern. Herr v. Gerlack: Wenn Irl. Dr. Schirnwcher verlangt, wir sollen die Ostmarken-Politik unterstützen, so muß ich oem widersprechen. Unter Caprivi waren die Polen ruhige duldsame Staatsbürger, erst die Ausnahmegesetze macken sie zu landlosen Proletariern. Ist es da zu verwundern, daß sie die Hand, die sie züchtigt, hassen? Was die Frauen empfinden inbezug aus Gleichberechtigung, das empfindet ein solcher Proletarier, deshalb sollte die Politik der Frau Gleichberechtigung für alle fein, -oon einer Beteiligung der Frau an der Politik verspreche ich mir einen g (eich der Interessen. Sie müssen als ihre Devise aufstellen: Mit der Linken gegen die Rechte. Frau Dr. Wegfcheider-Zieglcr sprach gegen die Ausführungen von Fräulein Tr. Augcpurg. Sie verlangte, daß die Frauen neue Wege beschreiten und nichts sagen, ivas die Manner schon vorher erörtert hoben. Auch sollten sie nicht vorweg feftlegen, welcher Partei sich die Frau ansckließen solle. Wenn wir erst das Wahlrecht errungen hoben, muß es sich zeigen, in welcher Portei die Fronen dos Tüchtigste leisten. Die Frau nu'iffc in der Politik mehr wie bisher dos persönliche Moment hineintrogen und mit ihrer Person unbedingt für dosselbe einstehen. Eie müßten vor allen Dingen demokratische Volkspolitik treiben. Die Stndentenbewegung in Moskau. Von welch revolutionärem Geist die in der kürzlich geschloffenen Universität Moskau jüngst abgehaltenen Studenten- ocrsammlungen getragen waren, zeigt die Hauptrcsolution, die das einleitende Meeting gefaßt hat. Die Resolution, die natürlich sofort in Rußland unterdrückt worden i|t und nur im Geheimen zirkuliert, lautet: In 9lnbetracht dessen: 1. daß die zarifcke Alleinherrschaft in Rußland die feste Entschlossenheit zeigt, ihre Macht um jeden Preis zu wahren; 2. daß die zarifche Alleinherrschaft zur Erreichung dieses Zieles u. a. eine Reihe von Massa er es von Juden, 9lrmenicm, Intellektuellen organisiert, den verstärkten Schutz weiter ausgedehnt, den Kriegszustand eingeführt, eine Menge von heldenhaften Kämpfern für die,Volksfreiheit (i i n g e r t d) t e t hat und fortgesetzt jedes offene Verlangen nach Freiheit mit militärisch polizeilicher Gewalt zu unterdrücken strebt; 3. daß alle versammelten Regierungskommissionen nur Versuche der Regierung sind, das Wachsttim der Befreiungsbewegung aus- zuhalten; 4. daß die Einführung der R e i ch s d u m a und die Festsetzung von zeitweiligen Regeln für die Universitäten einerseits — eine freche Verhöhnung Rußlands — und speziell der proletarischen Schickten bilden und anderseits nur einen Schritt der zarischen Politik des divide et impera einer in das russische Leben tiefe Demoralisation Hineintrogende Politik bedeuten; 5. daß das Land durch die Alleinherrsd)aft des Zaren und durch die Bureaukratie in einen Zustand völliger wirtschaftlicher E r s ck) ö p f u n g und geistigen Still st ands gebracht worden ist; 6. daß nur die Einrid;tung einer demokratischen Republik das Land vom politisckien, roirt- schastlichen und nationalen Dnick zu befreien und auf die Bahn freier Entwicklung seiner produktiven Kräfte zu leiten vermag; 7. daß die Einführung einer demokratisd;en Republik möglich sei nur durck) Einführung einer konstituierenden Versammlung auf Grund des allgemeinen und gleichen SBal)!- rechtes bei direkter und geheimer Stimmabgabe seitens aller Erwachsenen von 21 Jahren an ohne Unterschied des Geschled)ts, der Nationalität und der Konfession unb unter Garantie völliger Freiheit für die Agitation vor den Wahlen; 8. daß der einzige Weg zur Erreichung einer Einberufung der konstituierenden Versammlung auf oben bezeichneter Grundlage die Revolution ist, ein Weg, den das russische Proletariat und die arbeitende Bauern mässe bereits beschritten hat, in Anbetracht aller dieser Umstände haben wir, die Studierenden der Moskauer Universität, am 22. September 1905 beschlossen: 1) zu ignorieren das bestehende politische Regime und die politifd)en und bürgerlichen Rechte gegen dos Gesetz und abgesehen vom Gesetz zu verwirklid;en; 2. als Verrat an dem Volke jegliche Anteilnahme an den Regierungskommissionen und jede Aussöhnung mit dem Jnstiwt der Reichsduma oder einem anderen Vertretungsinstitut außer der allgemeinen konstituierenden Versammlung zu betrachten; 3) die Universität zu öffnen und ohne diejenigen, die sich mit Wissenschaften besoffen wollen, daran zu hindern, die Hochs ch ule in eine revolutionäre Tri- 6 ü « e umzuwandeln, d. h. unter den Studenten und den in die Universität heremgezogenen weiteren Bevölkerungsmassen Propaganda und Agitation durdizusühren und sie zu gemeinsamem Vorgehen auf den Wcg aktiver revolutionärer Handlungen zu führen zwecks: a) Niederwerfung der zarifchen Alleinherr- I d)af t; b) Einberufung der konstituierenden Versammlung auf den oben bezeichneten Grundlagen durch die revolutionäre provisorische Regierung, um in Rußland eine demokratische Republik einzurichten. Da Moskau maßgebend zu sein pflegt für die Haltung der anderen russischen Universitäten, so erscheint eine ruhige Wiederaufnahme der Studien im Zarenreich auSgcfck)loffen. H^roftssor v. Aeyrings Tuoerkulosevortrag.^ Paris, 7. Oktober. Professor v. Behring hat seinen angckünbigtcn Vortrag heute nachmittag auf dem Tubcrkulosekongreß gehalten. Ter Vortrag lautete im wesentlichen folgendermaßen: „Ich habe dankbar das Anerbieten der Kongreßleitung angenommen, Ihnen heute eine Mitteilung zu machen über ein neue» Tuberkulosemittel und über das diesem Mittel zugrunde liegende Heilprinzip. Dieses neue Heilprinzip beruht auf der Durchdringung lebender Kürverzellcn mit einem gut charakterisierten Bestandteil des unschädlich zu machenden lebenden Krankheitserregers, dem von mir sog. „T. C.". Das „T. C." repräsentiert in den Tuberkelbazillen nach meiner Beobachtung die formgcbende absorbierende unb assimilierende Kraft. Auch noch in den mit ihm infizierten animalischen Zellen hat es bis zu einmn gennsscn Grade selbstäirdige Existenz, unb man kann mit Recht von einer Symbiose des „T. C." mit einem analogen Bestandteil der Ticrzelle reben. intrazellulare „T. H." ist einerseits die Ursache der Duberrulm-Ueberempfindlichkeit tuberkulös infizierter Individuen, unb cs ist andererseits die Ursache heilsamer zellularer Reaftionen gegenüber _bem Tuberkulose-Virus. • ’ ' ’ dem Zeitpunkt ab begann ich ernstlich mit einem zur Bekämpfung der menschlichen Tuberkulose geeigneten Mittel zu rechnen, als ich in dem „T. C." eine Substanz ge- Timben hatte die nicht vermehrungsfähig ist unb trotzdem an cerrub und Heilwirkung den lebenden Bazillen weit überlegen gemacht werden kamr durch ihre successive Umwandlung in das „L.. H. . 'r^.-.. die aus lymphatischen Keimzentren hcrvor- /rn//e^ SclPx,'cn. Umständen kann man beobachten, wie die nut E. sich imprägnierenden Zellen zu sogenannten oxyphilen beztehungsw-etie eosinophilen Zellen werden. Von fundamentaler Bedeutung für das Verständnis der therapeutischen „D. C. -Wirkung ist für mich die Feststellung der Tatsache geworden, daß ba5 „T. C.", obwohl cs kein vermeckrungs- -««Sie --«'An 6* untet /auch un” SH# #tn?S L-!-" ieiHS""3 (I1 Ml-! sorderung 0en »• 31>1 n) An »'*^4 ««Äetbrt'!1 * ".MlN,» 3"'* S »#tr *' y* AL Stadt Mp ~ , b. 6 Heini nach d in bic » jjde (t «ft IP* HIlifet Soniab $ Hilpert würbe noch Guntersblum gdegkM. ®twi Lessen Verletzung le (Rh. K.) - antragt, mit der Er 1906) auch die Eri verfügen. - Die neuen Floßhase her Handelskammer mit auswärtigen 5 Benehmen gesetzt. E Die Str asla Äbraham I. hier ' die das Gericht i Sache handelte c vom Reichsgericht und Entscheidung während die anbt Monaten Gefa'ngni Reichsgencht öestät Leyoftens zur Ve GaMich'chaft zur ( firemer biet o l o. Wird gefordert, bi\ ert iinb in Öffent asteurisiertc ode ■ die von immune! SaushMn, wo Tuber m, und zwar sollen Sir ton untergebracht werde: lhugicneundtzvhei 'e Kinder. Im Name en lud Uieger ein, b? ivnstaatcnabzuhaltci heute großer Embsair ent ein Diner für die her Deutscherseits waren zur . die Geheimräte v. Lehde!- 'essor Pmnwitz, Obnstal- : RavenL Die Dm/fchai it. Loubet spwiü bcn %i> n ihnen gelcifrtm W.t bau Kdngreß vertretenen 'er Präsident schloß mit nächste Kongreß in der zum Vvhlc der Mrstü bxt te dm Pw^soren Wü d, famt Banz-Loper adbertt-Londm uti Brenusto' r Diarrhoe Brechdurchfall etc. iZufeke1 K'nder- --- mehl mäßig erwärmte Wohnräume zu verschaffen. Deien, mit denen die besten Resultate m dieser Hinsicht erzielt sem dürsten, sind die „bekannten Patent-Germanen-Oeien" von der Firma Oscar Winter, Hannover, von denen über 350,000 Stück verkauft werden konnten. Wir empsehlen daher, bei Bedarf eines Ofens sich über dieses vor- züqliche System durch Bezug der Original-Berkautsliste von einer besseren Ofenhandlung oder direkt vom Fabrikanten eingehend zu orientieren. Ein betrügerischer Makler. (n) Gießen, 6. Oktober. Die Str afkammer verhandelte heute gegen den Agenten Abraham I. hier wegen Betrugs. Es standen zwei Sachen an, die das Gericht früher schon beschäftigt haben. In der einen Sache handelte es sich um ein freisprechendes Urteil, das vom Reichsgericht aufgehoben und zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung in die Vorinstanz zurückverwiesen worden war, während die andere Sache ein Urteil betraf, das I. zu vier Monaten Gefängnis verurteilt hatte und, nachdem es durch das Reichsgericht bestätigt worden war, infolge Wiederaufnahme frcs Verfahrens zur Verhandlung stand. Im Juni 1901 wurde die Gasiwirtscl>afr zur Germania zu Lollar von Heinrich Geißler an Friß Kremer hier für 46 500 Mark verkauft. I. vermittelte Gesicbtsausscblag «eSsSe3 Bezeuge Ihnen hierdurch gerne, dass ich durch den Gebrauch Ihrer Ober, meyers Herba-Seife, nach verhältnismässig kurzer Zeit, von einem lästigen Gc- sichtsausschlag befreit wurde. Josef Bastine, Schinnfabr., Mainz. Z. h. i. a. Apoth., Drog. u. Part. p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Obertneycr & Co., Haoan. hv18/9 •* Sch nitzkursuS. Der Vorstand deS OrtSgewerbe- vereins hat beschlossen, im Laufe dieses oder des nächsten Monats einen Schnitzkursus (für Kerb- und Flachschnitt) unter Leitung eines Fachlehrers einzurichten, an dem Damen und Herren (auch Nichtmitglieder) teitnehmen können. Da neben dem Kerbschnitt in neuerer Zeit der Flachschnitt de- sonders viel Verehrer gefunden hat, ist wohl eine starke Beteiligung für den Kursus zu erwarten. Sobald der Plan in allen Teilen festgelegt ist, wird im Annoncenteil eine Aufforderung zur Anmeldung erfolgen. *• Zur Gewerkschaftsbewegung in Hessen. An verschiedenen Punkten Hessens hat man in letzter Zeit eingesetzt, um auch hier die christlichen Gewerkschaften mehr zu verbreiten. Wie sehr man, so lesen wir in Zentrumsblättern, in sozialdemokratischen Kreisen diese Tätigkeit fürchtet, zeigt das Vorgehen der sozialdemokratischen Arbeiter, welche häufig in den Versammlungen erscheinen, um sie zu sprengen oder Unruhe zu stiften. So hat die Sozialdemokratie in Bobenheim bei Worms eine Versammlung gesprengt, als man von Worms aus die in dieser Stadt tätigen Lederarbeiter organisieren wollte. Mainz, 6. Oktober. Am 15. Oktober vollzieht hier m Anwesenheit des Grobherzogs die Groß Herzogin die Taufe des neuen Schleppdampfers „Eleonore" der Schiffahrtsgesellschaft Disch, der der größte Dampfer auf den Rhein sein wird.—Auf der Landstraße von Weinolsheim nach Friesenheim fand man gestern abend in einem Straßengraben einen jungen, durch einen Messerstich in die Lunge schwer verletzten Mann, den man als den Deserteur Adolf Achenbach aus Mainz erkannte. Nachdem er erst behauptet hatte, in sein Messer gefallen zu sein, erzählte er erst später, daß ihn sein Wandergenosse, der Scherenschleifer Konrad Hilpert aus Karlsberg gestochen hätte. Hilpert wurde noch in der Nacht von der Gendarmerie in Guntersblum festgenommen, bestritt jedoch die ihm zur Last gelegte Tat. Er wurde in Untersuchungshaft und Achenbach, deffen Verletzung lebensgefährlich ist, ins Spital gebracht. (Rh. K.) — Die Handelskammer hat bei der Regierung beantragt, mit der Eröffnung der neuen Oberrealschule (Ostern 1906) auch die Errichtung einer Handelsrealschule zu verfügen. — Die Bürgermeisterei hat die Erbauung eines neuen Floßhafens in Aussicht genommen und die Pläne der Handelskammer übersandt. Die Handelskammer hat sich mit auswärtigen Interessenten über die Angelegenheit ins Benehmen gesetzt. (F- Ztg.) ---- - Bö“/# IHer^ , mit Wirkung von - Am 29. Sept* L°ngsd«i°u-P° c ,um SauplftoM®15, eben bas ; erg nach die Ober- na$Ä,' ifi* L[ Zim«--' iedb-q, Sal1 n bi. N gi nm pickte Danach 9 „nb SW“* [ollen, 9"” Lteilen M-kt-n Lgfen WJ S'S»""* 5 uv W< Cb c o O er re W Cb 5" Cb o : A» o p w 5 ■fF 5® <-s tL, w a* o>» « m '■©5' sK S” O CD «-*• o 2 » - c S Cf o — p 2 2- =$ s Ä-’cd er 2,-0 <=*• 2'Jd" «O «D-. er P er - - o" cp 2- ■2,3* cp 2» e ~o 2, P«. y o" sp 5.o ^2 2 Z S; 3 V -- "PPcp Cb <-i cp 2.^ 2 » <-» Cb O' E CT er co _ 2. Irt ' p S’p” 2 H 2-scp •5«. 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