Ilt. 287 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen Z)le Ocufifle Kummer umfaßt 12 Seiten. uns offen vom von. JJiilitifflie sslinrsschaii. Tem Abz. Eugen Richter dem Führer der frcif. Voltspariei, widmet die agrarische „Teuiscke Tagesztg." folgende Zeilen: ;r?isamt Gieße«. F • sechse r die von ihr gehegten Absichten bekundete, bat man im letzten Jahrzehnt unter der Führung des großen preußischen Finanz- künftlerS die abschreckende .Steuererhöhung und Vermehrung' durch die viel schmackhaftere »FmanzreformE zu ersetzen gewußt. Daß daS Endziel einer Finanzreform auch neue Steuerquellen für die sich mehrenden Bebürfniffe deS Reichs mil üct) bringt, ist wohl verständlich, daß man aber in erster Linie von einer Reform eine gerechtere Verteilung der Steuerlasten erwartet, dürfte bei jedem Unbefangenen heute schon kaum mehr in Zweifel gestellt werden. Anders aber bei der ReichSregierung, die sich erlaubt, dem Volke eine Finanzreform vorzulegen, die nicht n,ehr und nich: weniger ist. als eine nackte Steuererhöhung einzelner, Haupt, sächlich dem Mittelstand dienender und schon jetzt schwer belasteter Objekte, sowie eine Heranziehung solcher ohne jegliche Rücksicht daraus, ob sie dazu geeignet, und ob die ganze Vorlage eine Reform in obengedacktem Sinne verstellt. Die Finanzen des Deutschen Reiches sind cillmäl'l'ch in einen g„swnd geraten, der baldige und burehivei’cnbe Ablnl-e ererben. Die Finanzen der Bundesstaaten leiben schwer unter den ge- Steuerverm h unfl oder Ainanzresorm. AuS Gießener Fabri kantenkreifen wirb geschrieben: Während in früheren Jahren d,e ReichSreg,erung tiiliet Sonniaq«. tnm Gießener Anzeiger « Den tm Wechsel mtl lei» hesstschen tandwitt älefotnet Familien- fchiei viermal in der Woche betqeltflL !b»! bei B r ü bilden Jv*>ed.-t)ud)-u.6leirt- :riileret. R. Lange, lei afnon. Crpebm»* unb Tmrferet: g » n f H ro he 7. Plrbahion fesjti 111 8/ilaq u.Exped «Sül Itnefie füt Deoelchen: Nmzelger Gießen. hor'blunqen zum Preis von 60 Pfg. zu beziehen: Da« Gesetz über die staatliche B ro n d v e rs i ch e ru n g l er Gebäude rn der Fassung der Bekanntmachung steigerten Ansprüchen, bie bas Reich an sie stellt. Unbedingt bebad das Reich neuer Einnahmen. Unter Anersennnnq bes ®runt>- sages, die Lasten möglichst nach der L e i st u n a s l a h > g k e i t ui verteilen, sollen bie Einnahmen, teils au? den benutz- m i 11 e I n Bier unb Tabak, sowie auS dem Personenverkehr unb Güterumsätze, teils auS einer ReichSerd. lchaltssteuer gewonnen werben " So lautet im wesentlichen die Emsührung der neu«, Finanzresorm, und so war die Begrüßung, die die Reich«, boten nach langer Ruhepause empfing, dabei lebhaft an b« patriotische Einsicht derselben appellirend. Schlimmer konnten d,e kaiserlichen Worte ,Verteilung nach der Leistungsfähigkeit', die dem Volke auS der Seele gesprochen und ihm aufrichlig entgegengebracht rouren, feiten« der Finanzverwaltung nicht bitzkreditirt werden al« durch bie Vorlage ihrer .«Reform*. Bier und Tabak, bie fast einzigen Bedürfnisse beS mittleren unb kleinen Stande«, ber sich onbere« nicht zu leisten vermag, versucht man aufS neue in ber unglaublichsten Weise den Finanzen bcS Reiche« gefügig zu „inchen. während bie LnxuSa rtikel, mit denen die oberen Zehntausend ihre Paläste'auöschmücken. leer auSgehen; und nicht nur diese! Wo bleibt bie gerechteste aller Steuern neben ber projektierten Re-chserbschastSsteuer — die Reich«- Einkommensteuer? Wo bleiben die leistungsfähigsten unb rentabelsten Industriezweige befl Laude« — bie chemische, die elektrische, die M on ta n - In bustrie? wo ber Groß- ha n bei unb die Großbanken, deren Aktiengesellschaften bvnbirttoufenbe Dividenden unb müheloser Tantiemen au«- ^ischütlen vermögen? Haben nicht alle diele em gleiche« Interesse an der Gesundung ber beutschen Finanzlage; haben sie nicht ein Recht an den Verpflichtungen de« Staate«, der ihnen zur größten wirtschaftlichen Blüte ver- holten hat, teilzunchmen? Trifft nicht auch der dem Personen- unb Güterverkehr zugebachte Stempel in bet Hauptsache den kleinen Geiverbetreibenden? Tie politischen Verhältniffe lasten e« dringend wünschenswert erscheinen, baß sich bie V olkSvertreter ihrer Aufgabe voll unb ganz bewußt sind, daß sie verpflichtet sind, mit allen Mitteln für bie sicheren Verhältniffe einzutreten, au« benen heraus sich DeutlchlanbS WirtschafiSleben zu so ungeahnter Größe entwickeln konnte. Aber sie werben auch eingedenk sein ber kaiserlichen Worte .Fürsorge für alle Stänbe. gleichmäßige Verteilung der Lasten nach ber Leistungsfähigkeit*, und werben ber jetzigen Politik unserer Finanz» männer, denen hinter dem grünen Tisch jede Fühlung mit dem Volke und den Bebürfnissen de« Mittel» und Arbeiter stände« abhanden gekommen zu feüij scheint, andere Wege weilen. Insbesondere der allseitig geschätzte Vertreter de« hiesigen Wahlkreises dürfte aus Grund feiner reichen persönlichen Erfahrungen wiffen. wa« unsere« engeren Vaterlandes Industrie, Handel«- und Arbeiterstand von der Finanzresorm in ihrer jetzigen Gestalt zu erwarten haben. Wir hoben da« volle Vertrauen zu ihm. baß er mit seinen Freunden bie ungerechtfertigten einseitigen Erschei» . n U n g e n auf« schärt Ile zurückweistl Die H öjfuunq tfts prcuh schen Landtags hat sich bei weitem nüchterner unb geschäftsmäßiger vollzogen al« bie bes Reichstag«. Ter Kaiser war abwesenb. ber Thron verhüllt. E« waren etwa 300 bis 400 Abgeorbnete anwesend. Fürst Bülow und der LandwirtschaftSminister Podbielski hatten Husaren-Uniform angelegt ll Besonder« bemerkt wurden sonst noch Generaloberst Graf Haeseler, die Minister a. D. Echoenstedt und v. Boetticher und Admiral v. Knorr. Ter Reichskanzler trat hervor, verbeugte sich gegen bie Versammlung unb verlas bie Thron- rebe. Sie würbe schweigenb angehört. Rur bei dem Appell an die deutschen Grundbesitzer im Osten, nicht an Pol. «. zu verkaufen, wurden Beifallsrufe laut. Der agrarischen .Togesztg.' ist der Tadel begreiflicheriveise peinlich; sie vermißt ein Wort deS Tankes an die vielen deutschen Landwirte des Ostens, die lange Zeit hindurch unter den denkbar schwierigsten Verhältnisten ihre nationale Pflicht erfüllt hätten. Die .Kreuzztg." dagegen erkennt die Tiahnung als berechtigt an, indem sie dringend deren Beherzigung wünscht. In der heutigen ersten Sitzung deS preußischen Abgeordnetenhauses gab es nichts von Bedeutung; kaum begonnen, war sie zu Ende. Vor Beginn der Sitzung aber wurde manche Bemerkung über daS neue Sch u 1 u nte r- haltungSgesetz unter den Parlamentariern auSgetauscht. Die Konservativen scheinen im allgemeinen mit dem Entwurf nicht unzufrieden, ebenso da« Zentrum. Die Nationalliberalen halten sich noch zurück im Urteil. Daß die Freisinnigen mit ber Durchführung deS konfessionellen Prinzips im VolkSschul- wesen sich befreunden, scheint auSgeschloffen. Am Montag nächster Woche soll im Abgeordnetenhause die erste ßefun« des Schulgesetzentwuris beginnen. Tas Herr en Haus bat in seiner heutigen ersten Sitzung da« bisherige Präsidium (Fürst Knyphausen, Freiherr von Manteuffel und Becker-Eölnt wiederaewählt. Zur luucn hi ff. KummerlagllNg. AuS T a r m st a d t wird und geschrieben: Tie Eröffnung ber 33 Lc^, .slaNirperiode unserer zweiten fannncr steht bevor. Ta ist es selbstverständlich, daß sich anö die Blicke weiterer flrufe wieder mehr auf bie speziell 1 ruraamenlarischen Dinge im Großherzogtum lenken, bie bi5« her out den LandtagSnxchlen unb sie bewegenbeu oll- iicmeinen politischen Fragen völlig in ben Hintergrund ge- trci en waren. Einen einigermaßen zuverlässigen Ausblick in die nächste Darlamentarifjyi Zukunft wirb man fremd) erfl dann gewinnen können, wenn die Thronrede jur ©r- ijpiung der Landstande vor liegt unb bar in in üblicher Weise d-ft Negierungsprogramm in einigen markanten Zügen liiRicrl ist. Es ist aber immerhin auch jetzt schon der Muv< n>rrt, einige Betrachtungen über die neue Kammertagung onzi-istellen und Wünsche an dieselben zu knüpfen. Die jüngst vollzogene Neuwahl der Hülste der Rxmv memiitp,lieber hat ja nicht, wie wohl in verschiedener H n- irfjtr recht zu wünschen gewesen Ware, viel frisches Blut in it>ic Volksvertretung gebracht — den reichen israelitischen ^.lolbemofraten Fulda, den konfessionslosen Zigarren, oilriicr Naab und den «ehr jugendlichen Bauernbundler Areidenbach, der erst vor wenia Jahren als schneidiyer Einjähriges in Tarmstadt von sich reden machte, wirb matn kaum als eine große Bereicherung unserer gesetMben- btr Körperschaft an politischer Urteilsfähigkeit unb Erfahr- unn betrachten können —, sie hat aber doch manche Er- Meinung gezeitigt, die vielleicht ganz gute Folgen für hie nächste Kammertagung haben kann und hoffentlich auch haken wird Tie Parteiverlmltnisse der zweiten Kammer ßiild, wie bekannt, fast genau dieselben geblieben, wie feit- die allen Parteien haben auch in dem verschärften UntDI und den jetzigen ungünstigen Zeitverhaltnissen ihre ullhere Stärke bewahrt. Ter große Zug znm Radikalismus bti von ängstlichen Gemütern immer wieder an die Wand onalt wurde, ist nicht eingetreten : die großen Hoffnungen, mir denen die Sozialdemokratie in den Wahlkampf einzog, tu-rbeii zu Wasser. Statt bet mit voller Siegeszuversicht wrausberechncten 6 neuen Eitze ist ihnen nur mit einer :in itgen Wahlmünnerslimme ein neues Mandat zugefauen, jjÄ leider von den bürgerlichen Parteien in einer ganz unverantwortlichen Zaghaftigkeit und Mutlosigkeit von «»llnherein aufgegeben worben war. Mag auch in der r icren Heimatspolitik — aber glücklicherweise doch viel »einiger, als im Reiche - eine nicht Alt untersck-atzendc f:Öftimnning vorhanden und eine gewisse Unzufriedenheit ’n verschiedenen Kreisen der Bevölkerung nicht zu txrtennen •;VA\: Als Hauptergebnis der jtingften Wahl darf doch kontiert werden, daß sich die große Mehrheit der hessischen 0 hlerschaft nicht von Augenblicksstimmungen leiten Heß, ?nderu trotz der verlockenden Sirenenklänge und ber Elendsten Wahlagitation und Trohungen der Herren Ur ich, David u. Co. fest unb geschlossen ihre batet- . i bische Gesinnung durch die Wahl der bürgerlichen Kantaten zum Ausdruck gebracht hat. Es kann nicht laut md oft genug auf diese Tatsache hin gewiesen werden, da p die genannten Herren auch in der neuen Kammer nicht ermangeln werden, sich als die allein berufenen, wahren, ribilen Volksvertreter aufzuspielen. Richt minder erfreulich ist ein anderes Moment, das in den meisten Wahlkreisen konstatiert werden konnte: Ter Zmsammenschluß der bürgerlichen Parteien Inn Mainz-^and haben bie Nationalliberalen bem Zen- Iiuimsführer Tr. Schmitt zu seiner Wiederwahl verholfen, tia durch bie Sozialbemotraien sehr gefährdet war, ebenso m Seligenstadt dem Adg Horn, während das Zentrum U'ieder in mehreren Wahlkreisen, besonders in ber Rhein- rrowinj, für die liberalen Kandidaten in die Schanzen trat, ■ik Nationalliberalen, Zentrum und Reformpartei stimmten wiederum einmütig für den zum Freisinn neigenden Abg. ?!°aack, wogegen die Freisinnigen mit einer Ausnahme in den 3 Provinzen (Wöllstein, Hirschhorn-Beerfelden unb Zniedberq-Nauheim) für bie nationatlib. Kandidaten ein- tracten. In Oberhessen haben die Bauernbündler öUc vollste Unterstützung der Liberalen ge* juun den, was freilich ihr Lciborgänchen in Friedberg mit. Schimpfereien beantwortete. So ist in ben gcmemiumcn Wahlkämpfen auch bad । Prinzip der Zusammengehörigkeit der b ür ger- [ lichen Elemente betont unb eine breitere Grunb- ' läge für die zukünftigen Verständigungen in ; ber Kammer geschaffen worden. Tie Volksvertreter wer- , den sich nod) mehr, als bisher, daran erinnern müssen, ( daß sie nicht bas Produkt dir bloßen Parteischablone sind, und d mentsprechend nicht einteilige Parteigrundsätze, son- dem die Interessen der gesamten bürgerlichen Bevölkerung zu vertreten haben. Hie Bürger, hie Umsturz — war die eigentliche Wahlparole, und dieser Grundsatz sollte auch in Zukunft im hessischen Parlament mit aller Entschiedenheit feftgel,eiten werden Ob es wirk- lich gesckxhen wirb? Dir werden es gleich zu Anfang bei ber provisorischen Wahl deS neuen Arnnmerpräsidiums erfahren! Tie drei Präsidenten werben selbstverständlich aus nahezu einstimmige Wiederwah. zu rechnen haben, wenngleich bie Reihenfolge nicht dem Stärkcverhöltnis der Parteien entspricht; es wurde hierbei mit Recht auch auf die Personenfrage Rücksicht genommen Dasselbe sollte aber in Zukunft auch unter allen Umständen bei der Dahl ber beiden Schriftführer der Fall sein. Man hat es vor drei Fahren in einer geradezu unfaßbaren Verblendung für „opportun" gehalten, auch einen Sozialdemokraten, Harrn Ulrich an- Cffcnbaa), mit dem Amt eines edirift- fubrer zu betrauen. Ulrich wurde am 24. Nov. 1902 in bem allgemeinen Lo^litätsn^ahn, ber die Kammermehrheit ergriffen halte, mit 36 Stinnnei zum zweiten Sck)riftführer gewühlt, zu denen aud) sämtliche Nationalliberale inFl der beiden PrÜsidimten aus dieser Pemt Rickster gehört haben, bedauern wir doch sein Scheiden aus dem Ab- yeordnetenhause und die Einschränkung seiner Tätigkeit im Reichstage aufrichtig. Er war nicht nur ern fleißiger, kluger intb ernster Politiker, sondern ein Mann in der besten Bedeutung des Wortes. Je seltener die aufrechte und entschiedene Mannhaftigkeit in unseren Parlamenten wird, um so mehr ist es zu beklagen, wenn ein solcher Vertreter seine Tätigkeit vor der Zeit beenden oder eirrschränken must. Für seine Part-'i ist der Rücktritt Richters »in geradezu unersetzlicher und in hohem Maße bedenklicher Verlust. Es ist sehr fraglich, ob sie ihre Einbeit und Geschlossenheit auf die Tauer wird erhalten können. Was uns den Abg. Richter in letzter Zeit besonders sympathisch machte, war die Klarheit, mit der er die sozialdemokratische Gefahr erkannte und die rücksichtslose Entschiedenheit, mit der er diese Erkenntnis vertrat. Ausstiche Deuigkeiten. Nach einer Meldung der „Times" aus Petersburg Hot der deutsche Botschafter am russischen Dos, Graf Alvens- leben, dem Zaren einen eigenhändigen Brief des deutschen Kaisers überreicht. Ter Inhalt des kaiserl. Schreibens ist unbekannt. Rach einer weiteren „Times"-Meldung versucht Graf Witte, den ehemaligen revolutionären Führer Pater Gapon als Verbündeten der Negierung zu gewinnen. Gapon weilt in Petersburg, seitdem die allgemeine politische Amnestie gewährt wurde: es scheint, daß er ruhiger und besonnener als die übriger Sozialisten ist. Jedenfalls scheint er geneigt zu sein, die Regierung zu unterstützen, denn die unversöhnlichen Revolutionären fangen eine regelrechte Hetze gegen den ehemaligen Priester an, indem sie ihn als Werkzeug der Reaktion hinstellen. — Rach anderen Meldungen steht die Wiedereröffnung der nach den Januar- uirruhen geschlossenen Abteilungen der von dem Priester Gapon organisierten Arbeitervereine und die Rückgabe der beschlagnahmten Summen bevor. Tie sozialrevolutionäre Partei erklärte, in einer Resolution, daß die von Struve und Gapon vorgeschlagenen Maßnahmen den Arbeitern nur Unheil bringen könnten. Warum, wird verschwiegen. Wie behauptet wird, ist im Laaer der Sozialdemokraten eine Spaltun g eingetreten. Tie Petersburger „Handels- und Jnd.-Ztg." erfährt auS zuverlässiger Quelle, die Regierung stimme dem Projekte des allgemeinen Wahlrechts zu. Rach Informationen des „Ruß" soll die Einberufung der Reichsduma spätestens am 28. Januar erfolgen. Ter Streik der Post- und Telegraphen- beamten dauert unverändert fort. In Warschau wurde auf dem Wittkowski-Platz ein Polizeiunteroffizier erschossen. Ueber Eydtkuhnen wird von einem Privatkorrespon- benten gemeldet: Ter Kommandeur des 7. Armeekorps, General Möller^Lakomelski, teilte mit, daß bei der Be- schießungder Kaser nenvonSewa st opol vier Matrosen und drei Revolutionäre getötet wurden. 2000 Mann ergaben sich, davon 1000 Matrosen und 400 Mann, wovon der größte Teck Agitatoren in Zivil und der Rest Infanteristen sind. Obgleich die letzten 400 Mann ebenfalls über Waffen verfügten, trat bei ihnen jedoch der größte Mangel einer Organisation zutage. Die Meuterer verrieten trotz ihrer großen Zahl und ausgezeichneten Bewaffnung keine Energie und Gewandtheit. Aus diesen Gründen seien auch die Menschenverluste geringer, als irgendwo bei einem Zusammenstoß mit schlecht oder gar nicht bewaffneten Volksmassen. (Dem stehen Meldungen gegenüber, nach welchen 1800 Matrosen gefallen fein sollen.) Von dem Vrestschen Regiment ist ein Soldat gefallen; zwei wurden DcriDunbet Von den Revolutionären wurden drei Mann getötet und vier Matrosen verwundet. Es geht das Gerücht, daß die Zahl der von den Einwohnern fortgeschafften Verwundeten erheblich größer fein soll. Aus Kischinew und K o l o r a s trafen Nachrichten von neuen antisemitrichen Exzessen ein. Tie agrarische Bewegung in Südrußland nimmt immer ernsteren Charakter an. Mehrere hundert Gutsbesitzer sollen überfallen und zum Teil getötet worden sein. Wie Londoner Zeitungen melden, bleibt die Lage in Ost-Sibirien höchst gefährlüb. In Charbin wurden einige Regimentskommanoeu re von ihren Mannschaften auf grausame Art und Weise ermordet. In Wladiwostok ließ der kommandierende General die Straßen von Truppen besetzen. Ter Verkauf von Spirituosen ist überall verboten, da die russischen Soldaten in wilde Bestien umgewandelt werden, sobald sie Wutki trinken. Viele Offiziere in Wladiwostok Haven öffentlich für die Meuterer Partei ergriffen und erklären, daß vor Weihnachten ganz Rußland von den Sozialisten regiert werden wird. Ausland. Paris, 5. Tez. „Echo de Paris" meldet aus Mont- pelier: Gendarmen verhafteten gestern einen Mann, der erklärte, er sei der Urheber des Bomben -Attentats in Paris gegen den König von Spanien und L o u b e t. Er heißt F e r r a s. Ly on, 5. Dez. Vor einigen Tagen versuchte der Hauptmann de Guyot int Hotel d'Univers den General Audard zu erschießen. Tas Attentat wurde durch das Tazwischentreten eines Adjutanten verhindert. Der Hauptmann hat sich jetzt erschossen. Wien, 5. Tez. (Abgeordnetenhaus.) In der fortgesetzten Beratung der Regierungserklärung ermahnt "Abg. Breiter (Ruthene) die Regierung, sich von den Gegnern des allgemeinen Wahlrechts nicht e i n s ch ü ch t e r n z u l a s s e n Herrnansky (Deutsche Volkspartei) tritt für den Schutz des a g r ar p o li t ischen Besitzstandes bei der Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts ein. Konstantinopel, 4. Dez. Ter Botschafter von Ca- lice erhielt in der vergangenen Rocht eine Note derPforte, welche die Annahme der Finanzkommission, jedoch mit zahlreichen Abänderungen des Reglements enthält. Washington, 5. Tez. Tie dem Kongresse zugegangene Botschaft des Präsidenten Roosevelt erflärt u. a.: Es soll in Erwägung gezogen werden, ob es nicht wünschenswert sei, daß die Zollgesetzgebung die Anwendung der Minimal- und Marimaltarife gegenüber anderen Nationen gestatte, um eine geNüsse Gegenseitigkeit zwischen anderen Nationen und Amerika zu ermöglichen. Sparsamkeit sei zu empfeh.en, jedoch wären Abstriche an der Marine ein Verbrechen an der Nation. Ter neuen Haager Konferenz tvünfchc er besten Erfolg: er werde mit allen Kräften nritarbeiten, und er hoffe, daß schließlich verunglückt. Er war beim Einladen der 6nc und geriet zwischen einen rangierenden Wagen und ein Wand, wobei ihm der Brustkorb eingedrückt wurde sroJr' arbeitet brachten den Schwerverletzten nach seiner SSobnunn” 2chon auf dem Transport starb er. Jung ist aus Klej/ Li n d en gebürtig, er steht tm Alter von 52 Jahren nnlT hinterläßt eine Witwe mit mehreren unmündige:: »rindern Früher war Jung im Eisenwerk Margarethen hü tH bei Gießen tätig, das vor ca. 7 Jahren den Petris einstellte. mit Hilfe solcher K-onferenzen daS Schiedsgericht einen regelmäßigen Austrag von intern« ttonalen Streitigkeiten bilden werde, indessen fei, wie heute die Tinge liegen, nur die Nation für den Frieden gerüstet, welche zu kämpfen verstehe. Tie Vereinigten Staaten haben keine Vergrößerungsgelüste, sondern nur das Gedeihen aller Republiken im Auge. Tie Armee und die Marine seien bei höchster Leistungsfähigkeit zu erhalten. Madrid, 5. Tez. Ter Papst hat seine Zustimmung zu der Heirat des Königs mit der Prinzessin von Battenberg unter bet Bedingung genehmigt, daß die Prinzessin vor der Hochzeit zum katholischen Glauben übertrete. Spezialbericht von Baruch Strauß, Bankgeschäft. In dem Augenblick, wo die Börse durch die Deroute auf das Rus senmarkt jeden Halt verloren hat, wo Besonnenheit und ruhiges Urteil abhanden gekommen sind, und der Handel mn noch „nach dem Gefül)l", nicht mehr nach 'Unterlagen vor frä zu gehen scheint, ist es ni 't unangebracht, einen Blick auf W russischen Verhältnisse zu werfen. Vorgänge, wie die russischen, sind m den Annalen der Börsengeschichte nicht vereinzelt, sic wiederholen sich btm 3« zu Zeit, werden auch wieder vergessen, und es wirkt rifüri" beruhigend, wenn man an einem ähnlichen Fall „en minia« iure", den Spiclhagenkrach, erinnert. Auch damals bemerftt man, wie heute, kopflose Angstverkäufe, jeder wollte sich. Besitzes noch rasch um jeden Preis entledigen, und dabei überlegte man nicht, daß es ein „Kursminimum" gab, welches betn größten Manco Rechnung getragen. Frankreich, das zu keiner Zeit in seinem Vertrauen zu den Finanzen Rußlands schwankend wurde, verkauft seit einigen lagen enorme Posten seines Besitzes und diese ftnden natürlich nur Aufnahme unter großen Kursverlusten. So stehen 4'/s proz. Russen, welche am 30. Sept. 98> Pro;, notierten, beute ca. 88 Prozent. 4 pro;. Russen, welche am 30. Sept. 92V» Droz, notierten, heute ca. 81 Proz. Russen, welche am 30. Sem Dache der Halle waren 50 Arbeiter beschäftigt. Auch waren verschiedene hölzerne Hütten oben auf dem Tack, in denen die 'Arbeiter Werkzeuge und Material aufbo wahrten. Eine dieser Hütten ftel herab in einen Hof, in )em Droschken stehen, zerschmetterte dort zwei Troschkm und töteten zwei Pferde. Die anderen Pferde liefen wild umher. In der Granen Street wurden Drei Hauser burdi )ie Erschütterung so baufaO. g, daß die Bewohner sie räum' ten Bisheb ist nur bekannt, daß ein Theaterarbeitc: getötet, acht Arbeiter schwer verletzt unb Personen leicht verletzt sind. Unter letzteren liest man Namen Leibenthal und Brand. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 5. Dem Kaufmann L. K. hier ging cm Strafbefehl üb>- 2 Mark zu, weil er es unterlassen hatte, einen Dien»' knecht anzumclden. Er erhob Einspruch und machte mUm daß die angezogene Polizeiverordnung in diesem Fall nicht schaffte» er sich in diesem Jahr eine solche, indem er mehnv Betrügereien verübte. Er begab sich an drei verschiebnia Tagen zu einem hiesigen Kaufmann und verlangte, angeblich lm ^"fkrag seines Dienstherrn, eine Anzahl Körbe, die er dann ju Geld machte und dieses in Branntwein anlegtc. Das Gericht erkannte auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und spmch ihm die bürgerlick>en Eln-enr''chte auf 5 Jahre ab. 21 flnfbrr unb 4 «Kiitber Türkenlose Börse, 6. Dez., Anfangskurse Giessen, den 6. Dezember 1905. 6216 rs obere Äiädchen. Lehrlinge: im Jahre 1906 auf nachver- 11. Dezember. a4/, bei D‘/i* I — ftft .ft-"- •*•■•■ Ml: . 245.00 . 136.80 Elektriz. Lahmcyer . . Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk Harpener Bergwerk Lanrahütte . . Lombarden E. B Nordd. Lloyd . . Türken]ose . . . 4°ä 4VÄ 4 % 4% 3-5 3% 17. Juli 21. August 18. September 16., 30. Oktober , 27. November . 136.80 . 126.50 . 263.50 Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard Eisenbahn . Gesten. Staatsbahn . . Prince-Hcnri-Eisenbahn 100.50 10050 225.80 164.25 21400 246.50 127.40 131.50 170.60 148.10 Öesterr. Goldrente. . Ocsterr. Silberrente Un-_.iT Goldreute . . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahtttte...... Nordd. Lloyd..... Oherschles. Eisen-Industrie 4 4y; Jt: P. r. . 101.05 . 89.50 . 100.85 . 89 30 . 99.10 3^°/e 39f 3X7. 3% 3K% 3X7. Marktstraße 12. . 240 50 . 180.50 . 187.70 . 162.90 . 209.10 Marktftraße 12. organisieren. Nach Deutschland, Frankreich und England geben die Depeschen über Oesterreich, weshalb jedes Wort 6 Kopeken teurer ist. 3°/0 Mexikaner . . 4M°/0 Chinesen . . Aktien : Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner ES können eingestellt werden: 1 landwirtsckaftl. Knecht, 2 Schmiede, 1 Spengler, 1 Wagner, 6 e chveiner, 1 Drechsler, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 OMafer, 1 Hoau^bursche, eine größere Anzahl Postanshelfer Oür 8 Tage), 1 S „Ischer (auswärts), 1 Köchin, 2 Dienstmädchen, 2 Lausfrauen Reichsanleihe do. Konsols . . do. . - Hessen . . Oberhessen MtWr Arbeitsnachweis Gieße« Garteuftratze Rr. 2, Zimmer Nr. 2. nnd Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 6. Dez, 1.15 Ühr. Darmstadt, den 1. Dezember 1905. Großh. Bürgermeisterei Darmstadt. I. V Kablert. 3., 7., 4., 2., 13 . 175.10 . 147.50 . 240.90 . 10100 . 162.40 Essen a. Ruhr, 5. Dez. Die Generalversammlung der Aktiengesellschaft Friedrich Krupp in Esten a. Ruhr genehmigte heute den Abschluß für das Geschäftsjahr 1904/05. Die Dividende wurde auf 7 V, Prozent festgesetzt. Beträge von 3 200 000 Mk. wurden an Rücklageskonten über» wiesen. Ferner wurden auf Antrag der Frau Krupp an die Pension?- undUnterstühungskasse eine außerordentliche Zuwendung in Höhe von 1 MillionMark bewilligt B ezierS, 5. Dez. Der in Agde verhaftete Mann, der sich als Urheber deS Attentates gegen den König von Spanien auSgegeben hat, erklärte dem Staatsanwalt, daß er spanischer Nationalität, mehrere Male bestraft und auSgewiesen sei. Sein wirklicher Name ist Latorre Pa- laccio. Wien, 6. Dez. Man befürchtet in Prag ernste Unruhen revolutionären Charakters, da die bisherigen Führer der tschechisch-nationalen und sozialistischen Masse diese nicht mehr in der Hand habe und die Polizei gegen die zunehmende Gewalttätigkeit machtlos ist. Die Erbitterung ist gegen die Deutschen gerichtet. Es erhielten mehrere Regimenter die Ordre zur Marschbereitschaft nach Prag, wo auch 300 Gendarmen konzentriert werden. Kiew, 6. Dez. DaS Standrecht wurde im ganzen Gouvernement proklamiert, gegen die Preste werden Re- prestalien unternommen. Die strengste militärische Zensur ist eingeführt. Der Ausstand der Sappeure wurde durch Ar- tisteristen unterdrückt. In dem Kampf der auf- ständischen Truppen mit dem Asowschen und Nowgo- rodschen Regiment sind 200 Mann gefallen. Den Auf- ständischen hatten sich 15 000 Arbeiter augeschlossen, von denen 1 60 gefallen sind. In allen Fabriken wird'gestrelkt. — Da heute Zahltag für die Beamten der Post- und Telegraphie ist, gelang e§ heute, den Dienst wieder notdürftig zu Ä. Salomon & Cie. 10 Ufinsbure 10 ! Rabattmarken! fc. Frankfurt a. Stij.") Diebmarkt. Schafe und Hammel, 991 Schweine; 1. Qual. 78—00 Pfg., 2. Qual. 76—77 Pfg., Lebendgewicht „ japan. Staatsanleihe Conv. Türken von 1903 ZuWejnilirkte in DarmBt. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß diy Beste und bill Bezugsquelle für Nähmaschinen «Her Art Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: fest. . . 113.30 . . 195.50 . . 23.90 . . 141.00 l . 125,00 105.20 67.70 68.80 90.00 95.45 89 40 137.80 Georg Marx Wwe. "ndgewicht 61 Pfg., —60 Pig., 3. Qual. 70—73 Pfg. Kälber 1 Qual. 00—00 Pf., «lrndgewicht 00-00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfq., Lebendgewicht io - 00 Pfg., Schlachtgewicht 00— 00 Pfg. Schafe 1. Qualität ?Machtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschält lt Schweinen gut, bei Kleinvieh mittelmäßig, Ueberstaud un° , inend. 2lus Holland kamen 129 geschlachtete Schweine, Märkte. M., 6. Dez. tQrig.-Teleqr. des „Gieß. Ziim Verkaufe standen 000 Kälber, i. Rente . . . ■riesen Serie I . riesen ITT s.Staatsanl. 1905 ffeihnathtsgeseheiike A für Damen Korsetts beste Qualitäten in allen Grossen und Preislagen Unterröcke in Wolle und Baumwolle, grosse Auswahl Schürzen schwarze, weisse und farbige Tasche tü her in Leinen, B’wolle und Battist S rümpfe Wolle und Baumwolle Handschuhe grosse Auswahl Pelze in allen Preislagen Wäsche Unterzeuge 1 Schmied, 1 Schreiner. 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In Feld- und Forftsachen: 22. Februar, 26. April, 28. Juni, 30. August, 25. Oktober, 20. Dezember, erstere beginnend vormittag? 8V3 Uhr, letztere vormittags 10 Uhr. C. Fn Lachen der streitigen Gerichtsbarkeit: Jeden Donnerstag mit Ausnahme der Schöffen-, Feld- und ForstgerichtStage und jeden Freitag für die RechtS- streitigkeiten mit Beklagten aus den Gemarkungen Laubach, Laubacher Wald T, TI, TU. D. ArntStagc in der freiwilligen Gerichtsbarkeit: Jeden Mittwoch von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr nachmittags. E. In Grundbuchsachen: Montag? von 8 bis 12 Uhr vormittag? und in der Zeit vom 15. Juli bi? 15. September Mittwoch? von 8 bi? 12 Uhr vormittag?. F. Die Geschäftsstunden der Gerichtsschrciberei: An allen Werktagen von 10 bis 12 Uhr vormittags, am Mittwoch außerdem von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bi? 5 Uhr nachmittags. B6/i? Laubach, den 2. Dezember 1905. Grotzberzoglichcs Amtsgericht.___________ Sandgrubcn-Vcrsteiaerung. Morgen, Donnerstag den 7. Dezember, nachmittags 4 Uhr, findet im Rathaus zu Wicseck die einmalige frsuwillige öffentliche Versteigerung der Sandgrube der .Tiiirma Büttner A Damm in Gietzen Fl. XVII Nr. 223, 2224, 225, 226, 227, 5798 qm Acker an dem Huhn der Gemarkung Wieseck, auf den Namen Hch. Damm 11. iit^enb, statt. 6220 Gießen, 6. Dezember 1905. Römheld, Rechtsanwalt und Notar. iUnfälle. Sifbt eß infolge bei W war mirben, m W Sütermon ms aterialschaden Ranaiemojchin .Hand, der tzch Ki baöim- m Lond che Ende be? > großen Bahr dicht an den urbe das S)üJ ehrere Theotar n znr Äfabr n beschädigt^' ölet. Ein cft ch dem Eintmc :r DahnboDi. .rt abgespmi" Street verlegt Eiter beschäl, oben aus dm unb erab in einen/ e dort M * reti ft.1* den dm iie SsiwW')1,,' Theateral- -r verleg letzteren 03 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem so herben Verluste unseres lieben Richard sagen hiermit den innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen I, d. N.: Hermann Köhler, Stadt. Bautechniker. . . 213.50 . . 247.00 . 24.00) . . 127.50 . . 137.70 Tot liegt eine Waschbrühe da, wenn schlechte Waschmittel zu ihr verwandt find, während bei der Anwendung von Giotb's gemahlener Keniseife mit Salmiak und Terventin fich ein schöner dichter Schaum auf der Brühe *piqt, womit fich noch einmal so leicht waschen läßt. Gioih's geinahlene Kernseife, Preis per Paket 15 Pfg. Fabrikant: I. Gioth, Hanau. hv7, Hauvtniederlagen bei L. Kalkbof Nachf., West- anlagc: Gebe. Michel, Walltorstr.; E. Roth II. Nachf.; Earl Seibel, Frankfurter Straße; Heinrich Drechsler, Weferstraße; Ludwig Steinhäuser; Gg. Wallenfels» Marktvlah 21; Hch. Arnold, Marktstraße, Carl Seibel, Frank-urler Straße; Katharine Elle, Steinstraße; W. B. Hofmann, Ederstr.; Carl Eichmann, Ederstr. einzig und allein bei H. Strohbach, 5826 Bleichstraße 3. *** jeder ÄG djft Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitpeteilt von der Bank für Handel Todes Anzeige. Freunden und Verwandten die schmerzliche Mitteilung, daß eS Gott^dem All- mächtigen gefallen hat, meinen lieben Gatten, unfern lieben Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater und Großvater Hm» Ludwig Jung PlalMister irr öforqstjütte jn BurMinS heute mittag 17, Uhr burd) einen Unglücksfall aus dem Leben jn sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Burgsolms, Klein-Linden, den 4. Dezember 1905. Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Dezember, nachmittags 2 Uhr, in Klein-Linden statt. b21i Darmstädter Zuchtviehmärkte zeichnete Tage fallen: 2., 16., 30. Januar 13., 27. Februar 13., 27. März 24. April 8., 22. Mai 5., 19. Juui Bngelknrsns! । Glanzbügeln kann man binnen 4 Wochen grüudl. erl. Auf Wnusch uachm. Walltorstraßc 10 II. 081141 Eingang durch den Laden. "i-nerwrckenden Regierung bedarf, nut sich bem ben erhaltenen (ftibcu ju erholen. Diese innere Kraft wird sich endlich durch- rrr-n, mif welche Weise auch schließlich sich die Frage nach s-i Zweck der besehenden Unruhen lösen mag. Möglich, daß Paris den Kurs burd* seine Verkaufe noch li.-ie Zeit im Schwanken halten wird, eines sollte man aber außer Acht lassen, daß die Spannung durch das Ausbleiben ft- telegravhisclwn Nachricht aus Rußland erhöht ttmrbc und sich in letzter Zeit im Russenmarkt ein „Deeouvert" heraus- >zd»te- welcher Umstand bei einer Reprise den Markt kräftig nt rstntzen würde. Meine Ausstellung in Kinderspielwaren für die Puppenküche sowie == Kinderkochherde ■ mit Emaille-, Küpser-, Nickel- und Blechgeschirr, mit gefahrloser Heizung, in größter Auswahl ist eröffnet und lade zum Besuche ergebenst ein. 6088 52 ft ^ünbA; 1 Str« ft! » TS«nb^" .ÄK lusen rabbiebftft l°chts ' N ih t > 13* E? tenbit wlö A. Sh min! dos dritte M l betrunkenen L , inbem er nach! ,hnirbt5u6^f' ihricie vielfach t f)t M. h. mir des Winter-, r iet Unterkunft ( solche, indem n ■ ick an drei vnfj und verlangte, r zahl Körbe, iwr in anlegtt. ftft efängniS nB frbre nb. 4% Griech. Monopol-Anl. . 53.50 4% äussere Argentinier . 89.60 ------ . 67.20 . 97 50 Ukllfnlildlts WMlh per Pfund 55 und 65 Pfg. Rheinisches Kaufhaus Bahnhofstrasse 26. &•/, Ziib- itfrhewequnfl. D i e Leipziger Buchtzan d l ungSgehi lfen, über 100*0, sind in eine Lohnbewegung einaetreten. Sie Orderten neunstündige Arbeitszeit, ein monatliche? Mindestge- tast von 110 Mark und beschlossen, in einer Eingabe an ft ichStag und Bundesrat unter anderen völlige SonntaqS- mlv und die Anstellung von Handelsinspektoren au? den (Ire sen der Angestellten zu verlangen. kB. T.l o)nutniii-Draüim(loHn(ten. Berlin, 6. Dez. Dem parl. 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Dir glauben ni - LlrascseletzduchS geely • aiichnüben. M rt - raifihah geplant wir : der Bewegung zu ■ Tnibrer «liehen roiu Iridenschosllicher Srr?. ' keinen praktischen Zi Nlki sie im Reichstag I toi'V’roatioe .Kreuzztc ,Ärhn>qeberztq/: .^tne Id*? Vorla mu ihr bt’reunbeie, leit , v ""lw hüben, als ,T;im wrirfiarue Zucht lf Itifien können.' Ob diese letzte ( * blribtn, k^'lqesetzbuchparagrc fcoM keinen guten, a «'kn. Bit wäre er iit anderwt Tlö'tinflreit in Teuts ^WendenKümpse ™ °lfr btutftyn intOTniini ®oM hm Eid. t„ 8, !L” .‘»ihn Slitlri, r^'nunq. Als °"ch nur S1 llfn, als bie m, unb « Unroia. DL mtm ®'unb * «ninfrA,-j ^tlla, s,, '* Pnf b,. „' in Di, »b,d fei fl,n der I« «IrrA "" ,(l)r fair Morh be5 ßiib r ""kl "•»en. V°6ie|*n neu, n. 5460> Zwei frcunöL neu her- gerichtete 2 - Zimmerivolmungen per joi. zu verm. Neustadt 21/28. 5837 > Schotte 2«Zimmerw. in. allein Zub^ Bleichpl. u. Trockenb. wegzugsh. per sofort zu verm. W. 'Dlobr, Weserstrave 19. 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