Nr. 56 Zweites Blatt. 155. Jahrgang ZSCZaS&A'Ht AM Die „sretzemr §a«Mmbl8tter- werden dem 1 DHU O BZ O W O Ij J i X OI FU O S .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der BF U N W W ik_, W d vL, M. W M H |! BUB R. M. kavdwtrl" erscheintmonatlich einmal. ® M K V ■ ▼ g.|3 xr x^ 1Wr Dienstag 7. Marz 1905 Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen UniversttätSdruckerei. R. Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.K. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Vietze» General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Teuere KLatsöeratungen. Niemand wird behaupten wollen, daß der Parlamen- tarismns in Deutschland während des verflossenen Dezenniums an Sympathien im Volke gewonnen hätte. Im Reichstag! wird seit Jahren schon das Blaue vom Himmel heruntergeredet und die Dauerredner lösen sich aus in Selbstsucht, Eifersüchtelei und niedrigem Parteihader, oder sie ereifern sich gegenseitig in ödester Prinzipienreiterei. Und wie im großen Reichsparlament, so hat der Unfug der Vielrederei auch! tu den Volksvertretungen der meisten Bundesstaaten längst seinen Einzug gehalten, leider — müssen wir sagen — auch in unser Hessenland, dessen zweite Kammer mit allen Kräften darnach strebt, den Siegespreis der Eloqnenzia zu erringen. Wenn sich in Preußen mit fernem Milliardenetat und seinen 433 Volksvertretern die Debatten in die Länge ziehn und langatmige politische Erörterungen gepflogen werden, so wird man oas bei der hervorragenden Stellung des großen Vundes- nachbars im europäischen Konzert begreiflich oder entschuldbar finden können, aber wenn in einer Kammer von 50 Abgeordneten sage und schreibe 46 zu einer einzigen Etatsposition (Staatseisenbahnen) das Wort nehmen und drei Tage lang ohne Unterlaß ihre Klagen und meist sehr kleinlichen Nörgeleien zum Vortrag bringen, so ist das doch eine Zeit- und Kraftversch Wendung, die den auch vom Regierungslisch betonten Niedergang des Parlamentarismus in schlagendster Weise illustriert. Es ist noch nicht lange her, da war es auch mit der hessischen' Volksvertretung besser bestellt. Man redete zwar auch in den früheren Legislaturperioden frisch von der Leber weg, aber man hatte zur Etatsberatung nur alle drei Jahre Gelegenheit^ und man arbeitete auch energische dabei, besonders gründlich in den Ausschüssen, jo daß, die Beratungen im Kammerplenum einen flotten, von allerlei unnützem Beiwerk gesäuberten Verlauf nehmen konnten. Der Staatsvoranjchlag für 1885/88 wurde in 11 Sitzungen erledigt, der für 1888/91 nahm infolge der Mitberatung verschiedener anderer Themata 18 Sitzungen, der Etat für 1891/94 14 Sitzungen uind der für 1894/97 16 Sitzungen in Anspruch. Erst der letzte dreijährige Staatsvoranschlag für 1897/1900 brachte eine allgemeine Ueberraschung. Er bildete schon dadurch ein parlamentarisches Unitum, daß die Beratung für die am 1. April 1897 begonnene neue Finanzperiode erst am 8. Februar 1898 ihren Anfang nahm; aber man wurde noch mehr überrascht durch die nach dem Muster des Reichst tags zum ersten Mal auch in Hessen eingesüyrte dreitägige Gen-eraiLdebatte über den Etat, oer sich dann noch 31 weitere Sitzungen für die Einzelberatung anschlossen. Der dcmralige Staatsminister Dr. Finger hatte gleich am ersten Tag die Sache richtig durchschaut und nach den mehrstündigen Reden der Abgg. Ulrich undi Dr. Schmitt seine warnende Stimme gegen diese Muer- ung erhoben: „JÄ habe bei meinem Eintreten in die Kammer zu meiner Ueberraschung bemerkt, daß sich eine neue Sitte scheint einbürgern zu wollen. Ich kann mich nicht erinnern, so lange ich auch schon parlamentarisch und im Dienst tätig bin, daß eine Generaldebatte über das Budget in der Weise, wie sie hier nun entriert worden tst, jemals stattgesunden hätte. Ich überzeuge mich auch, nachdem ich die Reden der beiden Herren Vorredner gehört habe, daß das eine Sitte ist, die uns vielleicht nicht sehr weit bringen wird. Es kann da gesprochen werden über alles und einiges andere noch; es werden Themata berührt, die sich einer Beurteilung im Augenblick vollständig entziehen, denn es steht jedem Redner frei, in alle Gebiete der Staatsverwaltung hinüberzugreifen, alle möglichen Details, die man allenfalls bei den Spezialetats besprechen könnte, hier zur Sprach^ zu bringen und dadurch Verhandlungen iherbeizuführen, die an und für sich gar kein Resultat haben, als allenfalls das eine, daß zum Fenster üin aus g e s pro che n wird 1" Diese scharfblickende Kritik des erst vor kurzem Heimgegangenen Staatsmannes trifft auch bei der am Freitag, beendeten Etatsberatung den Nagel auf den Kops. Es ist auch diesmal wieder über altes und noch einiges andere sehr viel gesprochen worden und zwar ohne jeglichen Erfolg, aber in der besonderen Absicht, zu m F e n ste r h i n- aus zu reden. Der Wähler, der im nächsten Herbst! zum ersten Mal direkt zum Worte kommen soll, wird sich vor allem darüber klar sein, daß mit schönen Reden in der Kammer nicht viel getan ist und daß sie auch eine recht kostspielige Sache sind. Wir haben schon ftüher einmal darauf hingewiesen, daß dem Lande jedeKam- mersitzung praeter propter 500 Mark kostet und die nächste Sitzung ist schon die 100. in dieser Tagung. Durch die von Dr. David in leichtfertiger Weise hervorgerufene zweitägige Debatte über den GießenerGym- nasialdirektor sind dem Lande also 1000 Mark Kosten erwachsen; dieselbe Summe kostet das fast alljährliche Vorführen seines Steckenpferdes über die Schulreform, die Ulrich'sche Polemik gegen die Eisenbahngemein- Kteines KeuitleLon» — Der Kaiser undSchiller. „Schiller" in dem Jahrhundert nach seinem Tode, von Prof. Dr. Edw. Schröder ist der Titel einer Festrede von der Kaisergeburtstagsfeier der Universität Göttingen. Prof. Schröder teilt hierbei folgende persönliche Erinnerung mit: Es werden im Herbst 30 Jahre herum jein, da stand ich eines Tages auf dem Hofe des Lyeeum Fridericianum zu Cassel in der Nähe einer Gruppe von Schülern, die mit mehr Altklugheit als eigenem Urteil und Empfinden das beliebte Thema erörterte: Wer ist größer: Schiller? — Goethe? Soeben hatte sicki einer von ihnen mit großer Sicherheit der Formel entledigt: Schiller müsse vor Shakespeare als dem größereil Dramatiker, vor Goethe als dem größeren Dichter zurücktreten. Ta ergriff in sickstlicher Erregtheit ein schlanker Jüngling das Wort, der wie wir alle die rote Mütze der Primaner trug: „Hat Shckkefpeare em Stück geschrieben, das uns .hinKureißetr vermag wie der Don Carlos? — konnte Goethe iberhaupt ein solches Stück schreiben?!" Der so sprach, war kein anderer als Prirnz Wilhelm von Preußen, der jetzige deutsche Kaiser. _ v . _ — Im Berliner Lessing-Theater wurde am Sarns- rlag zum ersten Male Gerhart Haupt manns Bühnendichtung E l g a" (vor kurzem in der „Neuen Rundschau", Verlag von 05. Fischer in Berlin, erschienen) gegeben. Es ist eine freie Dramatisierung der düstcr gefärbten Novelle von Grillparzer „Tas L'loster bei Sendomir", in welcher ein Mönch zwei zureisenden deutschen Rittern das Unglück seines früheren weltlichen Lebens berichtet. Hauptmann hat daraus mit Hinzufügung der Mutter schäft, der unfruchtbare Streit über die beiden neuen Ober- landesgerichtsräte und den dritten Senat, dazu kommen 1500 Mark für die dreitägigen Jeremiaden der 46 Redner über den Eisenbahnetat u. s. f. alles Ausgaben, die man dem Steuerzahler sehr wohl häjtte ersparen können. Tie Debatten über die früheren dreijährigen Finanz? Perioden — die wir natürlich keineswegs wieder herbeisehnen, — waren durchschnittlich in 12 bis 15 Sitzungen! beendet. Jetzt ist der Etat durch die Einführung des einjährigen Budgets wesentlich vereinfacht worden; es wurden auch im neuen Etat nur ganz minimale Beanstandungen vollzogen unoe doch hat man auch diesmal wieder über 15 Sitzungen zu seiner Erledigung gebraucht; das macht für zwei einjährige Etats 45 bis 50 Sitzungen oder rund 25 000 Mark bloße Tagungskosten Am deutlichsten zeigt sich die Verteuerung unserer Kammerberatungen in der betreffenden Etatsposition. Mr Etat für die Land- stände hat iim Jahre 1897 nur 63 000 Mark erfordert, im neuen V o r a n s ch l a g ist die Summe auf nahezu 120 000 Mark an gewachsen, also fast das Doppelte. Das Gesamterträgnis, der Staats ein kommen und der Vermögenssteuer beläuft sich für 1905 auf 12 700 000 Mark; es wird also rund ein Prozent der direkten Steuern Hessens durch die „Landstände" absorbiert. Man wird aus vorstehenden Angaben ersehen, daß der parlamentarische Apiparm bei uns zu Laude eine recht kostspielige Sache ifi hervor gerufen in erster Linie durch! den unbezähmbaren Redeeifer einer Anzahl Volksvertreter. Sie sind im Gegensatz zu dem bekannten Sprichwort der Meinung, daß Reden Gold und Schweigen Silber — oder gar nur Blech ist. Es liegt eine köstliche Ironie in der Tatsache, daß die Mehrheit der Kammer die WHaltung! ihrer 100. Sitzung am nächsten Dienstag verlangte, der Präsident aber aus eigener Machtbefugnis den Mittwoch dafür ansetzte. Ein Redejubikaum der zweiten hessischen Kammer am Fa schingsdiens tag — hei, was das für Heiterkeit auch über die rotweißen Grenzpfähte hincuuS gegeben hätte! Keutjchkk ZLktchstag. 156. Sitzimg vom 6. März. 1 Uhr. Das Haus ist äußerst schwach besetzt. Arn Bundesratstisch: Graf P o s a d o w s k y u. a. Tie zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern wird beim Titel „Gehalt des Staatssekretärs" fortgesetzt. Abg. Tr. Pott ho ff (freii. Vergg.) spricht sich gegen die Einsck-runkung des Hausierhandels aus und wünsckü, daß auch das FeuerversickZerungskartetl in die Kartellenquete einbezogen werde. Ferner verlangt Redner sozialpolitffche Fürsorge für die Privatbeamten und die Techniker; zuerst sei es nötig, daß eine amtliche Statistik über die Lage dieser Leute veranstaltet würde, darauf müßte sich dann sinngemäße Uebertragmrg der Arbeiter- pchutzgesetze aufbauen. Er verzict-te darauf, bestimmte Anträge zu stellen, um die Flut von Resolutionen nicht zu vermehren. Abg. Werner (Antts.) meint, die beiden Herren, die sich hier der Hausierer angenommen hätten, wohnten in Berlin, hätten ein Schild an der Tür „Betteln mü> Hausieren ist verboten" und würden daher von Hausierern nidrt belästigt. Anders sei es aus dem Lande, dort herrsche förmlich eine Hausiererplage, die beinahe so schlimm sei, wie die Zigeunerplage. Tie Warenhäuser nehmen leider immer mehr zu. Tie Warenhäuser müßten von jedem bekämpft werden, der den soliden Handel liebte. T-er von dem Staatssekretär befürworteten Zusammenlegung der drei Versicherungsgesetze würde auch er zustrmmm, ebenso dem Gesetz zum SäMtze der Bauhandwerker. Doch müßte für das Bauhandwerk auch der Befähigungsnachweis eingeführt werden. Abg. H o r n-Sachsen (Soz.) befürwortet eine Resolution, durch die die verbündeten Regierungen ersucht werden, twch im Laufe dieses Jahres eine Verordnung zu erlaßen, durch welche die Arbeit an Sonn- und Festtagen in Glashütten verboten wird, mit Ausnahme der Hilfsarbeiter, die zur Unterhaltung der Glasösen notwendig sind. Er hält hierauf seine alljährliche Glasrede, und verbreitet sich in ausführlichen Darlegungen über die Verhältnisse in den Glasfabriken. Abg. Dr. THaler (Ztr.) befürwortet eine Resolution, bte einen Gesetzentwurf fordert, welcher bezüglich der Gehilfen der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher, ferner der Beamten und Angestellten der K r a n k e n k a s s e n über die Arbeitszeit, die Kündigungsfristen, die Sonntagsruhe, bte berufliche Aus- und Fortbildung die gleichen ober ähnliche Schutzvorschriften Vorsicht, wie sie das Handelsgesetzbuch und die Gewerbeordnung hinsichtlich dec Handelsangeftellten enthält. Abg. Merten (stets. Vp.) tritt für erweiterten Kinderschutz ein. Das Kinderschutzgesetz ist eine sozialpolitische Tat ersten Ranges. Leider wird es nicht in alletr Teilen so durchgeführt, wie der Gesetzgeber es sich gedacht hat. 2er Widerstand gegen das Gesetz kam von dem engbegrenzten Kreis derer, die in der Kinderarbeit eine nie versagende Quelle der Heimarbeit erblickten und an dieser ein Interesse haben. Wie kommt es, daß die Bestimmungen des Gesetzes nicht beachtet werden? Schuld trägt daran die Fassung der Gesetze, die einen Verstoß gegen Sinn und Geist des Gesetzes gestattet. Ferner iü das Gesetz in den Kreisen, die es rnigebt, zu wenig bekannt,^ resp. es wird mißdeutet. und umgangen. Man müßte in intensiverer Weise, als dies bisher geschehen, die Lehrer und die S ch u l e zur Kontrolle heran- ziehen. In diese Schäden muß man unbarmherzig mit dem Seziermesser der Kritik bineinleuchten. (Große Heiterkeit.) Dre Jugend soll und muß des Schutzes wirklich teilhaftig toerben, der ihr durch das Gesetz zugebacht ist. Abg. Tr. Wolff (Wirtsch. Vg.) äußert sich dahin, daß ehtt gesunde Sozialpolitik nicht nröglich sei ohne Agrar- und Mrttel- standspo litik. Ein schönes Wort heiße: „Immer strebe zum Ganzen". Bedauerlich sei, daß der Staatssekretär sich verschiedenen Forderungen des Vttttelstandes so wenig zugänglich gezeigt habe, vor allem in der Frage des allgemeinen Befähigungsnachweises. Tie Weiterberaumg wird auf Dienstag vertagt. Außerdem- Nachtragsübereinkommen mit Oesterreich. Mir ■!—!■ ■■■Fl 7, • T.ii---i~TTii I■ ———Ä Dolttisthe Tagesschau. Englands Flotte. Im englischen Unteryause legte durch die Einführung! der druhtlosen Telegraphie hervorgerufen wurden, undi fährt dann fort: Der ganze Plan der Admirulität beruht auf diesen beiden Faktoren, mrd erst zur gegenwärtigen; Zeit konnte die Admiralität slünelle Schiffe rn homogenens Geschwadern; konzentrieren und infolge der neuen Erleich?- teru'ngen der Nachrichtenübertnittelung die schnellen gepanzerten) Kreuzer^nach Verlauf weniger Stunden nach einer bestimmten Stelle senden, statt w Schift von geringerer Starte nahe einer Stelle, wo es erwünscht war, stationier zu hallten. Die Entfernum.g von 160 Schissern aus der ersten Schlachftinie schließt nicht ein, daß diese! Schiffe notwendigerweise für irgend welchm Kriegszwech nutzlos toären. Viele von den Schiften, die so entjerub wurden, jmd Schifte, für welche die Äiegführenden in Ostajien gro»ße Su-rnmen Geldes zahlen wurden. Tie gänzlich veralteten Sa/iffe werden beseitigt werden. Aber drei dazwischen liegende Klasse von Schiffen, die zu Kriegszeiten! zu Hilsszweäen oder zuün Ersatz vonf Schiisen der ersten! Schlachriiuie äußerst nützlich jein kann, wird in der Nähe der Hauplschiffsloerfteu vor dinier gehalten werden und! kann danii im Verlauf von drei Monaten im Kriegsfälle verwendbar gemacht werden. Zum Schluß seiner Ausführungen bespricht Pretyman die Frage der Unterseeboote und ertlärt, der neueste Typ Emine mit neun Seemeilen! Geschwindigkeit unter Wasser fahren. Er weist sodann auf die Wichtigreit der Unterseeboote für die Verteidigung von Häfen mid aus die moralische Wirkung hin, die sie auf den Feind ausuben würden. 'Das Programm für die Neubauten sei das Ergebnis einer Erwägung, bei der man die Le chungs fähig reit un Auge gehabt habe, und es sei ent- worsen worden unter Hinblick aus die Flotten aller Mächte und auf die Erfordernisse der britischen. Im Verlaufe der Beratung beantragt MrStae (lib.) eine Resolution, in welcher! die Beftiedigung über die Herabsetzung des Marinevoranschlags, aber andererseits das Bedauern darüber ausgedrückt wird, daß die Regierung! keine Schritte getan habe, um mit anderen Mächten! behuss Herabsetzung der Flottenrüstungen üy Verbindungen zu treten. Unter iiULts^etretär Pr et hm an erklärt, es sei unmöglich, unseren Atarineetat unter Beratschlagung mit anderen Äiächten aufzustellen. Aber einer von den bedeutenden Fatwren für unsere Entscheidung über die Stärke unserer Flotte sei naturgemäß der Stand unserer Beziehungen zu den fremden Ntächten. Die Resolution MrErae wurde ab gelehnt. Muszano. London, 6. März. Im Unterhause erklärte Balfour, daß der Chessekretär für Irland, Wyndham, seine Demission eingereicht habe. — Der Fürst von Bulgarien ist heute abend hier eingetroffen. Er wurde vom Prinzen von Wales am Bahnhof herzlich empfangen. Der Fürst fuhr nach dem Bucking- hamp.alast, wo er vom König und der Königin bewillkommnet wurde. Der Fürst reist am 10. März ab. — Sir Thomas Barklay erklärte in einer Maffen^ Versammlung, daß eine neue Genossenschaft uuter dem Namen „Die internationale Brüderschaft" gegründet würde, deren Zweck die Förderung der Freundschaft zwischen Leuten verschiedener Naiionalltät durch persönlichen Verkehr sei. Es handelt sich hauptsächlich um England, Frankreich, Deutschland und die Union. Madrid, 6. März. Heute wurde vor dem Hause des- des Mönchs und einem veränderten Sck/mtz die szenische Darstellung eines Traumes gemacht, »en cm Ritter in demselben ^urmgemach erlebt, wo der Mönch, der Begründer des Klosters, von seinem Weibe in heimlicher Liebesleidenschast betrogen wurde. In sieben Bildern, die mit ganz kurzen Unterbrechungen an dem hindmiier vorbeiziehen, offenbart sich dem Wanderer bei seiner nächtlichen Einkehr die Tragödie eines Mannes, mit deck er, wie wir mehr vermuten als erfahren, vielleicht irgendwie verwandt ist. So wirkt diese TraumdickMmg als eine ernste Mahnung und Frage, ob die Untreue dieser Frau sich bei einer andern nicht wiederholen könne. Während des Szenenwechsels, so lesen wir in Ider „Nat.-Ztg.", ertönten Orgclklänge und der Gesang der Totenmesse, die im Kloster zur Nack-t abgehalten wurde, während jedesmal sich zuerst eine schsvarze Gardine zusammenzog und dann der gewölMickM Vorhang sich lenkte. Ter fortwährende Wechsel des SckMuplatzes, die flimmernden Tekorattons- und Be- leuchtungseffelte, die Mitwirkung von Vokal- und Jnstnlmental- miffik versetzten das Pubtitum in eine Art Betäubung, nach deren Schluß HEptmann häutig vor den Vorhaiig gerufen wurde. Bei der Darstellimg zeichnete sich lurmeiUlrd) ö'rau Triesch aus. Berlin, 6. dMrz. Die königl. Akademie der Künste veranstaltete 'heute eine Gedächtnisfeier für Adolf von Menzel, welcher der Kaiser und die Kaiserin, die Herren der Umgebungen, die Minister Studt und Frhr. v. Rhcinbaben, Hausminister v. Wedel, namhafte PerfvnlMeiten der Hofgesellschaft und der Tipwmatie, die ®titernhmt, Künstler und Gelehrte beiwohrttcn. Tie Feier begann mit einem Traueraesang für ge- misclsten Chor Prof. Anton v. Werner hielt die Gedächtnisrede. Er feierte den großen Einsamen als einen der Ersten unter den Künstlern aller Zecken, als leuchtendes Vorbild an eisernem Fleiß und strenger Selbstkritik, als Teutschlands getreuesten Sohn, Den Schluß der Feier bildete Beekhovens fünfte Symphonie. — Wagner-Festspiele in Frankfurt a. M. Tie Intendanz des Stabltheaters in Frankfutck veranstaltet an zehn Abenden, in der Zeit vom 10. bis 31. Mai. Muster-Aufführungen Wagnerscher Werke, in denen die besten Wagnersänger deutscher Bühnen mitwirken werden. Zur Ausführung gelangen: „Lohengrin", „Tannhäuser", „Tie Meistersinger", „Ter fliegenbe Holländer", „Menzi", „£er Ring des Nibelungen" und „Tristan und Isolde". „ < — In Osnabrück wird die Errichtung eines Stadt«, tHeaters mit einem Kvstenauflvande von etwa 700 000 Mk. beabftätigt. .. „ , * Heijermans, ein Plagiator? Eine lebhaft/ Polemik wurde in holländischen und belgischen Zeitungei darüber geführt, ob das Sujet von Herjermans auch u Gießen bekannten Drama „Ho f s ninn g" einem Roman v i Mason-Forestter entnommen ist oder nicht. Dieser Ro». j „Baraterie" betitelt, ist 1803 ersehenen. Heijermans b- 4 sichert jedoch, hmß er den Roman gar nickst gekannt Ijuj Wahrscheinlich liegt nur ein merkwürdiges Zufammentref sttr vor. Mason-Forestier ist Advokat m Le Havre gctuefei^ Heijermans lebt viel unter Seeleuten; dieselben Verhall- nisse haben also ähnliche Ideen in den beiden DMern entstehen lassen. Schotten, einem einem Beamten der Kreisämter Lauterback' und Gießen. 7. März. Man schlafen? verzü glich cmsgebant Tie Verwirklichung -es General-Kulturplans für den oberen Vogelsberg. An die zweite Kammer ist eine umfangreiche Negierrmgs- vorlage, das nach dem Generalkulturplan, der unseren Lesern früher eingehend bekannt geworden ist, fertig entworfene Gesetz, MarquiT de Puebla eine Domve gefunden, die ober noch rechtzeitig entfernt werden konnte, ehe sie zur Explosion kam. Rom, 6. März. Den Abendblättern zufolge wurde Fortis mit der Bildung des Kabinetts betraut. — Die offiziöse „Tribunasagt, die Wahl Fortis zeige, daß die politische Richtung keine Aenderung erfahre. Der sozialistische „Avanti" greift schon jetzt heftig FortiZ an, weil er enge Beziehungen zur Börse und zu den Eisenbahn-Gesellschaften habe. Genua, 6. März. Die Deutsche Kaiser-Pacht ,Hoh enzoll ern" ist hier eingelaufen und wird bis zum 23. März hier bleiben; man bereitet große Festlichkeiten zu Ehren der Offiziere und der Besatzung vor. Johannesburg, 5. März. Die „Rand Mail" meldet, Mitte März werde ein königlicher Erlaß erscheinen, durch welchen eine Repräsentativverfassung eingeführt wird. Es werde ein Wahlrecht auf breiter Grrmdlage vorgesehen. Die Stimmen aller Wahlberechtigten sollen gleichwertig sein. Yeder Wahlkreis soll durch einen Abgeordneten vertreten sein. Die Wahlkreise sollen durch eine königliche Kommission bestimmt und das Verfahren für durch die Entwickelung notwendig werdende Wahlkreisänderungen soll autonomisch festgelegt werden. Da§ Blatt schätzt, im Parlamente werden 18 Abgeordnete von der Richtung des Blattes „Het Volk" und 18 Abgeordnete der Gegenpartei vorhanden sein. Sin: Beratung zugegangeu. Wir entnehmen aus dem gedruckten Gesetzentwurf folgendes: Die oberste Leitung der Arbeiten liegt der Hauptkommission für Bodenkultur im oberen Vogelsberg ob, die in dieser Eigenschaft die Zuständigkeit des Ministeriums des Innern und der Landeskommission für Feldbereinigung besitzt. Die Haupktornmission besteht aus einem Vorsitzenden, je den natnMchen Einflüssen, die in Mserep Zett mancherlei Schädigungen herbei führen, besprach der Vortragende zunächst "die schlechte Ernährung der Säuglinge,, deren hohe Sterblichteitszifser (500 000) von der künstlichen Ernährungsweise sich hcrschreibt. Die Magen- und Daruv- krankheiten sind cs -umerst, die die Kinder dahinraffen, weil ihnen die mütterliche Nahrung fehlt und statt ihrer die Kuhmilch zugcsührt wird. Der kindliche Magen halb nämlich nicht die Schutzmaßnahmen und natürlichen Vor- anlagen wie der des Erwachsenen, der der Infektion mehr Widerstand leistet. Daneben hat aber der moderne Mensch auch den übermäßigen Fleisch gen uß zugunsten* * des Genusses von grünem Gemüse und Obst ein zu dämmen. Nierenstein, Arterienverkalkung und besonders Gicht werden durch diese Maßnahme vielfach vermieden. Ein Kapitel widmete der Vortragende auch den schädlichen; Wirkungen des Al ko ho lismus. Der Genuß des Alkohols erzeugt durch die Entziehung von Wasser eine Aetz- wirkung (das Brennen, welches wir spüren), und damit eine Verminderung der für den Stoffwechsel so wichtigen Oxydation. Der Alkohol bringt Fettansatz hervor, aber richt nur auf den Muskeln und der Haut, sondern auch Jen inneren Organen, die infolgedessen allmählich er-« lahmen. Besonders den Kindern muß jeder Moholgenuß entzogen werden. Auch die Verweichlichung spielt bei uns heute eine große Rolle; vor allem unsere Bekleidungsweise ist noch sehr unzweckmäßig, weil wir uns jadurch jeder Widerstandsfähigkeit gegen die Luft begeben. Nicht in erster Linie gegen das Wasser sollen wir uns abhärten (denn wir sind ja keine Fische) sondern gegen die Luft.— Der' Hygiene der Arbeit soll unsere weitere Fürsorge gelten. Das Mißverhältnis zwischen Arbeitsund Erholungszeit hat in unseren Tagen bic. ungeheure Ausbreitung von Neurasthenie und Nervosität hervorgebracht. Hier haben das persönliche Wollen und die sozialpolitischen Gesetzeseinrichtungen einzusetzen. Der Vortragende schloß mit dem Hinweis, daß besonders den Kindern die so notwendige Erholungszeit zur Genüge gegönnt werde und daß der Nachmittagsunterricht in der Schule am besten ganz fortsiele. Der Vortrag hat mancherlei gute Anregungen geboten. ** Masern ohne Au § schlag. Dr. Salzer aus Worms teilt in der „Münchener Mediz. Wochenschrift" mit, daß in einer Praxis von fast 50 Jahren, in der er viele hundert von masernkranken Kindern behandelt hat, ihm neuerdings ein einziger Fall von Masern ohne Ausschlag vorgekommen sei. Das betreffende Kind war sehr schwächlich, und die Masern verliefen bei ihm wie eine schwere Luftröhrenentzündung und endeten mit dem Tode. Da die Geschwister Masern gehabt hatten, so konnte trotz des fehlenden Ausschlags an der eigentlichen Natur der Krankheit nicht gezweifelt werden. Bisher waren die Aerzte noch uneinig darüber gewesen, ob Masern ohne Ausschlag überhaupt vor- vmmen. Eingesandt. (Für den Inhalt der unter bici'er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dmc Publikum gegenüber keinerlei vermischtes. * Einen Rechtsstreit mit Abraham Hirsches, dem königlichen Schatzjuden, 1751, behandelt Dr. Wilhelm Mangold in einem in Berlin erschienenen Buche. Ter französische Poet und Freund Friedrichs des Großen Voltaire war bekanntlich ein kleines Lümpchen. So unerschrocken und unermüdlich er ost als Anwalt der Gerechtigkeit unb Duldsamkeit eingetreten ist, so erbärmlich habgierig und tückisch hat er sich bei anderen Gelegenheiten bewiesen, zum Beispiel in dem be- rückckigten Prozeß mit dem Juwelenhändler Hirsches, den er während seines Berliner Aufenthalts ans focht. Hirsches war eben- alls kein Urbild der Redlichkeit, und Friedrich der Große stellte in einem Briefe an seine Schwester Wilhelmine die Frage, wer von beiden wohl der größere Gauner sei. Ter Prozeß ist, wie die „Köln. Ztg." schreibt, durch die Winkelzüge und Verdrehungen der beiden Parteien, die die Worte und Eide nicht auf die Gold- wage legten, so verwickelt und weitschweifig, das; er sich hier im einzelnen nicht wiedergeben läßt. Er hebt an mit einer unsauberen Spekulation in Papieren, die ausdrücklich verboten war und bei der Voltaire sich des Hirsches als Mittelsmannes bediente; dazu kommt ein Rattenkönig anderer, zum Teil nur zur Bemäntelung der Spekulation geschlossener Geschäfte, Wechselstreitigkeiten, Juwelenkäufe, Vergleiche, wo nach Friedrichs Wort ein ,)fripon" einen „silon" hinters Lickt zu führen suchte. Auf eine Immediateingabe Voltaires an den König wurde statt des zuständigen Kammergerichts der Großkanzler und ausgezeichnete Jurist Coeceji mit der Klagesache des „Cammer Herrn von Voltaire wider den Schutz Juden Abraham Hirschel" betraut. Voltaire erhielt zum Teil recht, wozu besonders die Tatsache, daß fein Gegner ein Jude und schlecht beleumundet war, beikulturtechnischen und einem richterlichen Mitglied, sowie je zwei forsttechnischen und landwirtschaftlichen Mitgliedern. Außerdem steht es den beteiligten Ministerien^ frei, zu einzelnen Verhandlungen der Hauptkommission besondere Vertreter zu entsenden. Tie Hauptkommission ist bei Anwesenheit von mehr als der Hälfte der Mitglieder beschlußfähig. Sie entscheidet nach einfacher Stimmenmehrheit der Erschienenen, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Tie Beschlüsse der Haupt- 'kommission sind endgiltig. In jeder einzelnen Gemarkung sind die Arbeiten auf Grund eines allgemeinen Melioiationsplans von einer örtlichen Vollzugskommission durchzuführen. Zur Giltigkeit der Entscheidungen über Beschwerden gegen Descklüffe der örtlichen Vollzugskommission durch die Hauptkommission genügt außer der Teilnahme des Vorsitzenden, des riebter- lieben und kulturtechnischen Mitglieds diejenige des örtlich zuständigen Kreisamtsbeamten und je eines forsttechnischen und landwirtschaftlichen Mitglieds. Tie Entscheidung darüber, das; und in welcher Reihenfolge der einzelnen Gemarkungen in diesen die Arbeiten durchzuführen sind, steht der Hauptkommission nach Maßgabe der für das be- tteffende Jahr verfügbaren Mittel zu und erfolgt durch Genehmigung des von dem Vorsitzenden der örtlichen Vollzugskommissionen alhährlich einzureichenden Arbeitsplans. Vor Anordnung der Inangriffnahme der Arbeiten in einer Gemarkung ist der Gemeindevertretung Gelegenheit zu geben, Bedenken und Wünsche vorzubringen. Tas hierüber aufzunehmende Protokoll ist mit dem Arbeitsplan der Hauptkommission vorzulegen. In Gemarkungen, in denen keine Parzellenvermessung vorliegt, werden die Flächengehalte der Grundstücke, soweit erforderlich, durch Vermessung ermittelt und die so ermittelten Größen dem Verfahren zugrunde gelegt. In die nach Abschluß des Verfahrens neuaufzustellenden öffentlichen Bücher sind die Ergebnisse der Vermessung, Kartierung und Berecknung der ansgesteinten neuen Grundstücke zu übernehmen und bilden für diele Bücher die Unterlage. In dem Arbeitsplan für jede Gemarkung ist namentlich zu bestimmen, welches Gelände aufgeforstet werden soll und • welche vorhandenen oder anzule^enden Waldungen zu Schutz- Waldungen erklärt werden sollen. Die obere Forstbehörde kann vorschreiben, .nach welchen besonderen Grundsätzen die Schutzwaldungen bewirtschaftet werden müssen; im übrigen sind die in Betracht kommenden Waldungen nach den für die Gemeindeverwaltungen geltenden Vorschriften zu bewirtschaften. Soweit zur Aufforstung ausgefckiedenes Gelände nicht dem Eigentümer eines angrenzenden forstwirtschaftlich behandelten .Walbbestands als Ersatz für anderes abgetretenes Gelände zu- geteilt wird, ist es der Gemeinde in Eigentum zu überweisen. Innerhalb des zur Aufforstung ansgefchiedenen oder überwiegend bereits aufgeforsteten Geländes kann ein bisher nicht forstwirtschaftlich benutztes Grundstück dem früheren oder einem neuen Eigentümer nur überwiesen werden, wenn das Grundstück mindestens fünf Hektar groß ist und sich seiner Form nach zu einer forstwirtschaftlichen Benutzung eignet. Seine künftige Bewirtschaftung bemißt sich nach dm Vorschriftm des Artikels 6 'Absatz 2. Bezüglich des in Absatz 1 und 2 bezeichneten Geländes endet hie Tätigkeit der Kommission mit der erfolgten Zuteilung, mit der zugleich die Aufnahme in den Waldverband als bewirkt gilt. Durch die Zuteilung wird an einem bestehenden Jagdrecht Nichts geändert. Jede Gemeinde ist verpflichtet, in ihrer Gemarkung /ie gemeinschaftlichen Anlagen dauernd in einem ihren besonderen Zwecken entsprechenden Zustand zu unterhalten. Tie hierdurch der Gemeinde erwachsenden Kosten dürfen auf die Beteiligten, ausgeschlagen oder durch Erhebung einer Gebühr für die Benutzung der Anlagen ganz oder teilweise gedeckt werden. In den Gemarkungen, in denen die nach Artikel 1 des gegenwärtigen Gesetzes zugelassenen Maßregeln durchgeführt worden sind, darf Vieh auf Gemeindeviehweiden nur unter Aufsicht eines von der Gemeinde bestellten Hirten geweidet werden. Tas Gesetz tritt mit dem 1. April 1905 in Kraft. Ans Atü-! und Land. Gießen, den 7. März 1905. ** lie b er Krankheiten aus d en Gelwohn- h'dften und Mißbrauchen des täglichen Lebens sprach, gestern abend im Cafe Leib vor dem Kaufmännischen Verein und dem Ortsgewerbe-Verein Dr. Marcu.se aus Mannheim. Er schickte einige geschichtliche tzrörterungelr voraus, besprach die grvße Verschiedenheit der Begriffe von Krankheit uitö Gesundheit in der Geschichte der Menschheit und die Ursachen, die man den Krankheiten unterlegte sowie die verschiedenen Meinungen üoer die Heilungen. Nachdem er bald zu der heutigen roissenschastlichen Feststellung gelangt war- daß Krankheit eine Skvrung des Gleichgewichts der Levensbetätigung ist, Aetonw er die Notw-mdigkeit, daß wir die uns ulmgebeuden VerhMnisfö .'gründlich ir?> Mge schien, um die in unserer -seit der Zusammenschweißung der Menschen in Werkstätten und Jndustrieorten so häufigen Mißbräuche in gesundheiti- licher Beziehmtg und BerusMcmkheiten, zu bekämpfen. Vmr Lüft, als man damit beschäftigt war, zwei Granaten unter Truck zu füllen. Tie Explosionen verursackten großen Sachschaden. Ber^ letzt ttntrbe niemand. — Wie aus Anger (Frankreich) gemeldet wird, brach in der dortigen Kavaller iekaserne eine Meu^ ter ei ans. 15 Soldaten, denen die Erlaubnis zum Verlassen der Kaserne nicht gegeben war, brachen aus der Kaserne aus und flüchteten über'die Mauer in die Stadt. Es mußte eine Abteilung Kavallerie ihnen nachgeschickt werden, die die Flüchtlinge einft'ng. Tie Teserteure werden vor ein Kriegsgericht gestellt. — Der Pulv er tur m von Chamas (Frankreich) ist in die Luft geflogen. — Die- Znckerraffinerie in Skrivan (Böhmen), die der Firma v. L i e b i g gehört, ist a b g e b r a n n t. Tie Fabrik, eine der größten Raffinerien Oesterreichs, war auf eine Jahresproduktion von 500 000 bis 700 000 Meterzentner eingerichtet und beim Assekuranzverein österreichischer Zuckerfabrikanten auf mehrere Millionen versichert. — In Köni gshütte lOberfchilesim) sind in der Woche vvm 26. Februar bis zum 4. März 5 Erwachsene und 30 Kinder an Genick st arre erkrankt. Hiervon sind, zwei Erwachsene und 17 Kinder gestorben. — Bei Alexandria ist der italienisch^ Postdampfer „Cairo" untergegangen. Tie gesamte Post ist vermutlich verloren. Verlust au Menschenleben ist nickt zu beklagen. — In den Porphyrwerken von Löbejün, bei Halle a. S. zertrümmerten unbekannte Täter das der Vollendung nahe Gustav Freytag-Denkmal für Wies- b ad en. Spielpla« der vrrrmiqken Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 7. März, obends bald 7 Uhr: „Tristan unv Isolde." Mittwoch den 8. März*): „Mignon." Donnerstag den 9. März: Zum ersten Male: „Das Glück." Hierauf: „Der Bajazzo" und „Im Balletfaal." Freitag den 10. März: „Fatinitza." Samstag den 11. März: „Die Zanberglocke." Sonntag den 12. März, nacbnnttaqs halb 4 Uhr: „Das Schwalbennest." Abends 7 Uhr: „Die Afrikanerin." Montag den 13. März, abends halb 8 Uhr: „Der Obersteiger." EchanfPielharrS. Dienstag den 7. Marz*): „Frankfurt in der Franzosenzeit/ Mittwoch den 8. Marz: „Faust", 2. Teil. Donnerstag den 9. März: „Faust", 2. Teil (2. Abend). Freitag den 10. März: „Der tote Löwe". Samstaa den 11. März: Neu emstudiert: „König Richard II." Sonntag den 12. März, nachmittags brtlb 4 Uhr: „Famllientag." Abends 7 Uhr: „König Richard II/ Montag den 13. März: „Frankfurt m der Franzosenzeit." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. 8. Frankfurt a. M., 5. März. In dieser Saison gastieren vom 1. Avril ab nacheinander das Japanische Theater lDirektion Atartin Stein), Mdme. C b a r l o t t e W i e h e, das Berliner Zen- traltbeater und ein neues Wiener Operetten-Ensemble auf der Bühne d e 5 Orpbeu m s. Verantwortung.) Gießen, 7. März. Nach dem Berickt des „Gieß. Anz." üfer die letzten Kammerverhandlungen hat der Vertreter der Staatsregierung den geplanten Ban der Wettertalbahn von Friedberg, bezw. Bad-Nauheim nach Griedel gutgeheißen und ihre Konzesfiouierung sowie, die Gewährung des üblichen Staafsbeitrags in ^sichere Aussicht stellt. Hiernach unterliegt es keinem Zweifel, daß diese Bahn gebaut toirb. Wie steht es aber mit der gleichzeitig ins Auge gefaßten Weiterführung derselben von Griedel über Gwmbach, Holzheim, Griiningen, Watzenborn-Steinberg nach bet Provinzialhauptstadt Gießen? Darüber herrscht schon lange eisiges Schweigen, -ölt das anfangs so rege Interesse an diesem Projekt schon wieder einge- Unseres Erachtens sollten die beteiligten Genieinden un- Schritte tun, daß die Linie gleichzeitig bis Gießen werden kmm. a n d m a n n". _____ schreibt uns aus Handwerker kreisen: Das von der hessischen Negierung vorgesehene Bau- a r b e i t e r s ch u tz g e s e tz hat alle davon betroffenen Meister völlig ilberrascht «und es werden mehrere Eingaben an die Regierung vorbereitet, um die Interessen des Handwerks noch nachträglich zu hören. Kein Mensch hatte die geringste Ahnung von dem neuen 0/esetz. Es ist bis jetzt niemand über seine Zweckmäßigkeit und Durchführung gehört worden. Auch nicht die Vertreter des .Handwerkerstandes, die Handwerkskammer und die Gewerbevereme. Ueber die Kövse aller Beteiligten hat die Regierung einen Gesetzentwurf zum Schutze der Bauarbeiter ausgearbeitet. Im Baubandwerke sind aber die Meister jetzt fckwn foviel Revisionen re. unterworfen, daß die Lust und Liebe zum Handwerk durch das neue Gesetz nicht gerade gehoben werden wird. Die Aufsicht über das Handwerk wird jetzt schon so ausgiebig ausgeübt, daß es keiner meckeren Beamten hierzu mehr bedarf, und die Handwerker fmd der Meinung, daß der Staat die hierzu vorgesehenen Gelder bester für. andere Zwecke verweiiden könnte. , Briefkasten -er Rc-aklion. (Tlnonpme Anfragen bleiben nnberücksichrigt.) K. S. in L. 1. Soviel aus Ihrer Anfrage zu ersehen ist, sind für das Rechtsverhältnis der 5 Kinder unter einander die im Bürgerlichen Gesetzbucke enthaltenen Bestimmungen über die Gemeinschaft anzuwenden. Danach ist jeder Teilhaber zum Gebrauche der gemeinsamen Sacke insoweit befugt, als nicht der Mitgebrauch der übrigen Teilnehmer beeinträchtigt h>irb-. * Wenn andere Abmachungen nich t entgegen stehen, kann also nicht der eine Teilhaber dem anderen Teilhaber die Mitbenutzung, verbieten. An und für fick wird Ihnen auch niemand den Zutrift zu Ihrer Fran verbieten können, doch ist es uns nicht möglich, überhaupt eine absolut entscheidende Antwort zu geben, ba einerseits Ihre Darstellung zu ungenau ist, andererseits hier nickt der Raum zii langen Recktsausführungen ist. 2. Wenn Ihre Schwiegermutter weder Nutzuiigsrecht, noch Eigentumsrechte an bem Hanse hat, so kann sie selbstverständlich über keinen Teil des Hauses in irgend einer Weise verfügen, auch nicht zu Ihren Gunsten. Jin übrigm müssen wir Ihnen raten, sich mit einem Recktsanwalte ins Benehmen zu setzen, da wir so ohne weiteres die ganze Rechtslage nicht beurteilen können. W. F. 1. Eine Versicherungs pflicht für Erkerspiegelscheiben, welcke man als wesentliche Bestandteile des Hauses anz lsehen hat, besteht nicht. D>as größte Interesse an eine Versicherung hat jedenfalls der Vermieter bezw. ber Eigentümer, ba er ben vermieteten Laden in einem für ben Mieter brauchbaren Zustanbe erhalten, mithin |c|t)ent. für Beschaffung einer neuen Spi 'gelscheibe an Stelle einer zerbrochenen sorgen muß, sofern den Mieter kein ihn schadenersatzpflichtig machendes Verschulden trifft. - 2. Wenn der Mieter ivährend der Nackt nicht für gehörige Verwahrung der Spiegelscheiben sorgt, sofern die erforderlichen Vorrichtungen dafür vorhanden find, so trifft ihn ein Verschulden imb er muß ben baburch entstandenen Schaden ersetzen, es sei denn, daß er nachweisen kann, daß ber Schaden auch bei Anweubung ber erforderlichen Vorsicht entstanden wäre. In entern solchen Falle ist der Mieter auch der betr. Versicherungs-Gesellschaft gegenüber verpflichtet, einerlei, ob er ober ber Vermieter die Versicherung! eingegangen hat. Wund auf? Wun sag' einmal: Kö...! Na, ber kleine Kerl ist erkältet. Hals gerötet, aber kein Belag. Ich bin nun nicht für Trünkchen und Tee. Kaufen Cie lieber eine Schachtel Cobener Dtineralpaslille>i, aber die echten von „Fay". Kosten übrigens nur 85 Pfg. Die Pastillen ivenbeit Sie nach Vorschrift an — Gebrauchs- anweifluw liegt ja bei — und bann fotieit Sie sehen, baß sehr schnell alles wicber in Ordnung ist. — Adieu, mein Junge! Deine Mama soll dir nur immer sioißig Fay's ^Sodener" geben! hv1/« getragen hatte. * Das tote Rhinoceros. Man schreibt uns aus Hamburg: Die Hmck von einem int Londoner Zoologischen Garten ein- gegöttgeneit Rhinoceros „Jim" wiegt über 4 Zentner; sie mißt f bis zum Halse, der Länge des Tieres nach 2.30 Meter und hat i eine Breite von 2.80 Meter. Die Hamburger .Firma C. Otto < G-ehrckens hat diese Haut erir-orben und will sie für technische < Zwecke zurickten. Leider ist bi'ses fast unverwüstliche Material nur f in beschränktem Maße zu beschaffen. Jeder Teil der Haut findet - seine Verwendung je noch Wachstum, Stärke und Elastizität zu t geräuschlosen Führungen bei Auszügen (Personen und Worett), 1 Kammrädern, Hämmern, namentlich für wertvolle Stempel, weil ! biete durch ben Schlag nicht leiden ober abnntzen, zu Peitschen, ' Stöckeit, Knöpfen und vielen attderetr Socheat, bei denen es auf ! geringe Abnutzuttg, lange Haltbarkeit, größte Festigkeit und Milder- ! ung des Geräufchies ankommt. Auch in Kohlenminen ist solche : Haut ein gesuchter Artikel, um unten den Forberkorb aufzufangen. : Essen ist hier zu hart, Gummi löst sich durch bas Fett unb Schmieröl, Holz ist nicht widerstattbsähig genug, Sand wirb mit : hockgenommen und verursacht zn viel Schmutz, nichts kommt dabei einer Rhsstoeeroshaut oder dem Rhinocerosleder gleich. *3jt der Nacht. Frau (zum bezechten Gatten): „Artur, mir scheint, Du hast einen Affen." Er: „Nee, aber 'n Drachen." Kl eine Tages chronik. Im Hanvtbahnho^f. zu München kamen ans einem Postwagen der Strecke lllm--Lalz- burg drei P o stb entel mit etwa 12 —15 000 Mk. Wertinhalt abhanden. — Im Speicherraume des bem Restaurateur Regehr gehörigen Grttndstückes in Neuteich ^Westpr.) trug sich eine Acetyle nexplosion zu. Tte Kommis Pcnner' und Tubke waren sofort tot. Im Restaurant hatte das Licht versagt. Dem Uebelftande sollte durch Ausschütten von Carbid abgehoifen werden. Tie in ber Umgebung belegenen Häuser würben bureb- bie Explosion stark beschädigt. Gegen 500 Fensterscheiben zersprangen. — In dem Kanal ber Bremerhütte bet Geisveis (Siegerland) fand man die Leiche des seit einigen Tagen vermißten 53jährigen verheirateten Mbeiters Wiegel aus Geiswctd. Ter Kopf zeigte eine klaffende Wunde. Es wird angenommen, daß ein Verbreck.m vorliegt. — Im Hochofen Hessen des Nass. 5)üttenvereinS O b c r s ch e l d sind bei Montierungsarbeiten zwei Arbeiter durch Abstürzen h c r n n g I ü cf t. Einer ist tot, ber andere schwer verletzt. — In Varis verhaftete die Polizei einen Hochstapler, der sich für einen Kammerherrn des Zaren lwsgab. Er nannte/ich Cawadski--Borkowsky. Er ist Oesterreicher von Geburt, mit der hohen Aristokratie verwandt und augenblicklich aus Rußland verwiesen, wo er sich bedeutende Gelb Unterschlagungen, verursacht durch Spielverluste, zu schulden kommen ließ. —- In Bourges erfolgten in ber Fener- werksfchule nacheinander mehrere heftige Explosionen. Die Maschine, welche zur Ladung vott DynormI diente, flog in diel ?ten '"<5 « PO).» E CD*» E ^lÖ p p "tE-'-ti N s pDG & DR p ^G> G .s* C ,CD(« -70 «e» S o Z a 07t (ist sCS'OSt s T 5 05t sx OSt 5®t5 ost B iS Pv) CSD ’S e> as £ P*"oSt P 5 g S « a5 os< 8 5" CD®C0 P p ■?? p ift ast o P P P g e^p^ätS p j <®*e K es PuQ ost «-—•* 'S >§ o EU W o c co M-. Rg? P ost Gl S c K LL)S K Q W Sm *; >ö ä K *ö s 'S' *W «22) ±1 S En «$> s Sr g 5 N tK - Ä SS o6t cti C =■ o sö- 4. > >ei9 w p p —- «LS <2 ,dA Lr r-fÖ 6? p «D N L'S c:CQ<^ © * 9 M Ch tü A A 6? 79 <7t tf?uagA e CO IÖ CO Ä rr ulenden AM gegenllber keinerlei .o<& o ost X sr 5 Z rr »2 © sr VZ yz ost B S'S «5 12 p O ast ost s o ost p 'p i—> « A CdJo P P ö? «st £ «3 SK cQc? w Z.Z ü N (7? 8 N « g< & - cr# ißu g l-> o «St 6^ &> c Ö7 05 NL> L s «■-* - « c LKWS bS ^ran^senzeit/ Donnerstag den ^den 10. Mz: Neu emftubiert: ;nr\t nachmittags ^oniQ Richard II,4 zosenzeit.4 ends um 7 Uhr. er Caiion gastieren Lheatkr «Tireklion oas Berliner Zen- mble aus der Bühne eßen, 7. März, die letzten Kämmet -regimmg den r bezw. Bad-Nauhw oniermtfl sowie, l sichere Aussicht; ?I, daß diese Ä zeitig ins Äuge?• her Glmbach, W n ProvinzialM' gcs Schweiget!. R ftfon «riebet nnge- nt fämeiitben nn> iq bi* Sieben ianömans" ßen, 7. Därz. LtV\txi; Met * . die MernngM- noch? nachtraM V nng von dem nem Ztoechnatztgkeü un Vertreter des kwerbevereine. Hebe L w<* ^it ZallbandMie Ä nntmoortz das neu? Wtz nck ss6S kssÄ Sä • f ® 54 S I 2’2 R - «st 0:1 ü'd O Sw c; S" o § o -O - Q *2 6^§ ‘cd ^Niheatkk, '^EnmS0111UI* ?ben *eWe.' g0,^; n6™0**' ’3. fflarj, obenbä »p 53 .£ P P N-N a-COÖ «xa- ^krejF^- Ber^ tz",° eilte keine £* ^tlitoekhng Seilen® tmW. r.*!l in u o"'.1 [’Hn (M-'.&tfi "»t 'N.k'it), -Z Sil. er tin„,yate. !“1,tenStt>« Safis ite Tateru n, ’-N^beo diM, erücksichttgt.' ,%ti"ein*btI dl- ?S%tS *sS ;K.«- . -.^scheiben« °rÄ'A-^L f'X'rSa l’atÄ -tzÄE,Z ■i,^ A «ES '^eitduLV ; 5.:»<Ä> L r>FL S p^B 4»Cfi <® -5C?‘Ä e -Z.S Q^ns.^ £^-P?Sg ^ZsZZs .5^ _ Z S.S — O CD p r-> P X — P •—» H 2 ä -: . S $* «e, ?*Ss ■ eW:e:S«Pa» H 03 c p 0 • *i ost .* .5 E P

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Mittwoch, den 15> März 1905, von morgens 101/2 Uhr an, sollen in der Siegfried'schett Wirtschaft zu Caldern und zwar aus den Forstorten: 1, 2 4b, 5a, 7a, 7b, 8b, 8c, 9a, 9b, 10, 11b, Läuseküppel, Weinberg, Knochendelle, Franzosenbrücke, Steinmetzeiche, Hungert, Am Stedefetd, Steterain, Feuselsberg — verkauft werden: Eichen: 76 Stämme bis zu 10 Mtr. Länge, 63 Ctm. Durchm. = 2,83 Fstm., 27 Rm. Schichtnutzscheit, 44 Rm Schichtnutzknüppel, 2 Rm. Scheit, 10 Rm.^ Stammknüppel, 85 Rm. Reis 3. Kl. Fichten: 24 Stämme bis 12 Mtr. Länge, 20 Ctm. Durchmesser — 34 Fstm., 55 Stangen 1. bis 3. Kl., 350 Stangen 4. bis 8. Kl. Buchen: 29 Rm. Scheit, 149 Rm. Stammknüppel, 445 Rm. Reis 2. Kl., 1425 Rm. Reis 3. Kl., 200 Rm. Reis 4. Kl., 10 Rm. Stockholz 1. Kl. Aspen: 5 Rm. Stammknüppel, 40 Rm. Reis 3. Kl. Der Herr Förster Keller in Caldern erteilt auf An^ suchen nähere Auskunft über die Hölzer. Die Abfuhrrvege Kohlenlieserung. Für die Großherzogliche chirurgische und Augenklinik soll für das Rechnungsjahr 1905 auf dem öffentlichen Submissions- Gebrauchsfer tig und in wenigen Minuten herstellbar sind WAGGPi fterürdezitrer ILanolinhuf salbe Künstl. Hufhorn Creolin, Lysol Lederglanxsch warze Sattelseife Pterdeschwämme Strengelpulver etc. etc. Adler-Drogerie Seltersweg39 Otto Schaaf. Abbruchs-Arbeiten. Das durch einen Neubau in Megfall kommende alte Pfarrhaus in Ulfa soll öffentlich zum Abbruch vergeben werden. Dasselbe ist 26 m lang, 8 m breit, zweistöckig, be- r-5 Bial & Freund, Breslau II TUufftr Preist. No. 58 über Musikwerke \ grat. u. frei äustr. Präsb. No. Mc ^phQtogr.Appar.faufVerlang. Vertreter sesvsh! V«................—-------------------- L Futterlieferung die Großherzogliche medizinische Beterinär-KliuiL (Klinik für innere Tierkrankheiten). Für die Zeit vom 1. April 1905 bis zum 31. März 1906 die Lieferung von Heu, Stroh, Hafer, Futtermehl, Reis Hundekuchen für die „Innere Klinik" vergeben werden. II. Berkaus von Dünger. m Bmrbeitm Die zur Erbauung eines zweistöckigen Psarr- Bekanntmachung. Am 13. ds. Mts. werden im Losvital, Seltersweg 11, von nachmittags 3 Uhr ab die im Jahre 1904 gefundenen, beim hiesigen Polizeiamte abgelieferten Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, einige Regenschirme, 1 Herrenüberzieher, 2 Bierde- 2ppiche usw. öffentlich rneistbietend gegen Barzahlung versteigert. Gießen, den 4. März 1905. B% Die Armen-Deputatton der Stadt Gießen. Curschmann. Saaihssfer. Svalöss Hivitling erste Absaat A 100 Kilo 18 Mk. Kirsches ertragreichster, etfU Absaat ä 100 Kilo 18 Mk. Ligowo, frühreifend, ä. 100 Kilo 17.50 Mk. Juwel b. Erfurt, sehr ertrag- reichu.widerstandsiähig gegLager w. Vorrat groß, & 100 Kilo 17 Mk. Gegen Nachnahme zur Bahn ob. ab Hof. Säcke werden zugegebew mit ä Stück 40 Pfg. berechnet. Hof SchieifeBd, b. Nidda, Hessen. hv90/, I. Schuch. Bekanntmachung. Die Lieferung der für die städtischen Aemter im Rechnungs- tafire 1905/06 erforderlichen Schreibmaterialien, Briefumschläge, «kteudeckels, des Papiers usw. soll im Wege des Angebots vergeben werden. Bedingungen und Angebotsformulare Und ans unserem Sekretariat erhältlich. Angebote nut Muster sind brs spätestens 15. März einzureichen. Gießen, am 6. Atärz 1905. . B 'a Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e cnm. 20. Zementstufen „ H w , * 179.40 Voranschläge, Zeichnungen und Bedingungen liegen Einsicht der Interessenten bei unterzeichneter Stelle offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis Montag, den 20. März, nachmittags */23 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, um welche Zeit auch die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. steht aus Eicheuholz-Fachwerk und hat Plattziegelbedachung. . Die Bedingungen liegen zur Einsicht bei unterzeichneter Stelle Für die ProvirrMl-Siechenanstalt zu Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1905 auf dem Submissionswege ver- Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis Montag, den 20. März, nachm. 1/23 Uhr, bei unterzeich- in der Korngröße 40/60IUW netcr Stelle einzureichen, um welche Zeit auch die Eröffnung lin Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Steinkohlen (Nußkohlen II), Zuschlagsfrist 8 Tage. 20 Rm. Tannenscheitholz, . ulfa, den 4. März 1905. D6/ 2) Putzlumpen und sonstiges Reinigungsmaterlal pp., | Der evangel. Kirchenvorstand. 3) Bürstenwaren und Kämme, 4) Porzellan- und Glaswaren, 5) Verschiedene Materialien für Kleider pp ca. 800 , 2500 „ 1800 Ctr. Hüttenkoks j „ Gaskoks i \ Musik-Werke Polyphone selbstspielend, sowie Drehinstrumente, alle Arten Zithern und Saiteninstr. Violinen, Mandolinen etc. 6) Leder pp. zum Anfertigen von Schuhen. Dienstag den 14. März d. I. werden bei Herrn Wirt Versiegette Offerten und mit entsprechender Slusschrist ver- Sckniltheih in Lumda von vormittags 9 Uhr an aus den rokovt Märr Distrikten Hinterster Wmkelkopf, Trankkopf, Bilsberg, Heiligenberg sehen, sind bis zum Croffnungstermm Motttag den V» Matd un}) Buchwaldskopf der Forstwartei Lumda, ferner aus den Distrikten 1905, Vormittags 10 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau Seilbach, Streithainskopf, Heegberg, Sauvlatz, Timmelberg, Lichter- einzureichen, woselbst auch die Lieferungsbedingungen an ben | roatb, Jgelshain, Größer Finkenwald und Schmidtbusch der Forst-- Wochentagen von 3—5 Uhr nachmittags eingefehen werden wartet Menhatn iowie den Distrikten Ochsenstall Hoherod, ’ -R’/ Kaulham, Steinweg und Beltershamer Wald der Forftwarter tonnen. Ä " I Reinhardshain versteigert: Verwaltung der Provinzml-Slecheuanstalt Oberyessen. | Reiter Rm. : 346 Buche, 25 Hainbuche (hierunter 16 Rm. rund), 79 Eiche, 12 Birke, 2 Aspe, 17 Kiekr, 8 Fichte; Kinippel R»u.: 54 Buche, 89 Eiche, 2 Birke, 10 Obstbaum, 6 Erle, 3 Kiefer, 50 Fichte; Krrüppelrcisig Rnr.: 4 Kiefer, 25 Fichte (Schichthaufen); gewöhnliches Reisig: 556 Buche, 213 Eiche, 1 Kiefer; Stöcke Rn».: 135 Buche (hierunter 10 Rm. brennklein), 45 Eiche, 6 Kiefer, 86 Fichte. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Grünberg, den 4. März 1905.