itir. 32 General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Liehen. Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulstr.I, Tel. Nr. 61 Telegr.-Adr. i Anzeiger Gietzm» Von der Perliger Au1omo6ikausli-llung. Die Ansprache des Präsidenten des französischen Automobil-Klubs, Baron de Zuylen, an Kaiser Wilhelm bei Ueberreichung der goldenen Erinnerungsmedaille (vgl. unsere gestrige Mitteilung) hat folgenden Wortlaut: » Tai le grand honneur d’offrir L Votre Majeste au nom de PAntomobile Club de Franee notre ^rande plaquette d’or en temo- jo-nage de gratitnde pour la protection et les encouragements qu Elle a^bien voulu accorder ä Pindustrie naissante de 1'automobile. Nous n’nonblions pas la maniere si gracieuse avec laquelle Votre Majestä a daignd recevoir au Taunus les Membres de PAuto- mobile Clnb de France et les constructeurs franqais et ce souvenir restera o-rave d’une maniSre imp^rissable dans nos memoires? Der Ka iser erwiderte folgendes: Ur. le Baron! Je suis infiniment reconnaissant pour les paroles Avec”lesquelles vous avez bien voulu accompagner la Präsentation de la plaq nette commdmorative. Je Paccepte avec plaisir et je me flatte qn’eUe est une marque ddlicate de reconnaissance pour les jours de Hombourg qni, je suit henreux de constater, ont laissd chez vous messieurs et vos compa- triotes d’agrdables Souvenirs.“ M „ Die Ausstellung ist von mehr als 300 Ausstellern beschickt. Vom Auslande hat Frankreich die meisten Aussteller aufzuweisen. Besonderes Interesse erwecken die drei prächtig ausgestatteten Motorwagen des deutschen Kaisers, die alle in zarter weißer Farbe leuchten. SrtchetM tSgllch mti Ausnahme deS Sonntags. Die Lietzener FamMenblStter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «hristichs Landwirt" erjchemi monatlich einmal schäften diese Sünden auf dem Gewissen. Es gehe das Wohl zumeist so, wenn es nichts Mtrt. Mit der Resolution erllärte sich d--r Vertreter des l?cmdw''rts^aftsministeriums nicht einverstanden, weil sick die landwirtsck^ftli^e Verwaltung nicht auf bestimmte Tunkte ^eAeaen könne. Was den eventuellen Ankauf der ftaat- fidV-n Kornh'iuser seitens der Kornhausgenossenschaften betrifft, so habe sieb ac""'at, daß die Preise seitens der Genossenschaftenl auf c-n-m s"-r den Staat unannehmbaren Punkt herab geschraubt wurden. Ein besonders krasser-Fall liege in Reu-Stettin vor. ^'ie Gesamtko'"'en des Baues bezifferten sich Huer auf 171000 Mark. Ie't bftte die Genossenschaft 40 000 Mark. Tas seren unannehmbare Bedinau.ngen. Würde die Regierung darauf ern- aehm. so mühte sie auch 'die Vollmachten, welche ihr der Landtag bezüglich der für d'e Kornhäuser bewilligten fünf Millionen erteilt hat. wesentlich überschreiten. Es bliebe da asto nur übrig, fcicm Landtag einen entsprechenden neuen Gesetzentwurf ein- zu bringen. Hinsichtlich der Streichung des Schlußsatzes des Antrages iO der Re gi erun s v ertr et er der Ansicht des Herrn v. Erffa^ aber, fuhr er fort: Sie mögen verzeihen, wenn ick 'dabei noch ünen schwarzen Verdacht crusspreche: Sie hoffen vielleicht daß k'in anderer, als Sie bieten wird, und daß Sie so die Kornhauser sür ein Butterbrot bekommen. Aber da würde doch wohl em Mindestpreis feßgesebt werden. Ter Verein der Getreidehändler in Halle habe ein Gebot auf das Hallesche Kornhaus abgegeben, dem sich die Negierung unter Umständen, da das Kornhaus leer ffp'fft, nicht werde entziehen können. Frhr. v. Wangenheim lKl. Sviegel) meinte: Es handelte sich bei den Kornbäusern nm einen Versuch, der immer noch Aussichten hat. Die Fehler seien wohl von beider! Teilen, Genossenschaften und Regierung, gnnacht worden. Iedmfalls müßten die Genossenschaften die Kornhauser zu einem Preise bekommen, bei welchem sie bestehen können. Möge man also unter den Versuch einen Strich machen imb eventuell an den Landtag gehen. Ter könne die Sache dann gleich mit m die Kanalvorlage einpacken. . Tie Resolution des Referenten wurde hierauf unter Streichung des Schlußsatzes angenommen. , Anstand. Paris, 6. Febr. Der Senat nahm mehrere Artikel des Militärgesetzes an. General Billot verlangte die Trennung der Artikel, in denen die Dauer der Dienstzeit festgesetzt wird. Er behauptete, die Durchführung der zweijährigen Dienstzeit sei unausführbar in einer Zeit, wo der Krieg in der Mandschurei den Weltfrieden schwer bedrohe. Der Berichterstatter bekämpfte die Trennung, welche sodann mit 214 gegen 50 Stimmen verworfen wird. Der Artikel, in welchem die Dauer der aktiven M il i t är d i en st ze i t auf zwei Jahre festgesetzt wird, wurde schließlich mit 220 gegen 25 Stimmen angenommen. Wien, 6. Febr. (Abgeordnetenhaus.) Der sozialdemokratische Wbg. Duszynski kritisiert das Vorgehen der Polizei in Galizien, die vierzig Leute verwundet habe, weil sie ein Bild des Zaren vernichten wollten, als Dr. Kramarz, ein Russenfreund, ruft: „Besser keine Verfassung, als eine solche wie in Oesterreichs" antwortet Duszynski unter stürmischer Heiterkeit: „Tie Russen wären froh, wenn sie dieselben Rechte hätten, wie die Tschechen in Oesterreich !" Duszynski weist die passive Halt- und des Polenklubs zurück, der den Kugelregen meide und den Ordensregen vorziehe. Duszynski rief unter dem Beifall seiner Parteigenossen: Nieder mit dem Zarismus! Der Präsident erllärte, er begreife das teilnehmende Interesse an den russischen Vorgängen, müsse jedoch die Angriffe gegen den Zaren zurückweisen. Nach Duszynski, der auch von der Brutalität der russischen Behörden im Falle Kischi- new sprach, erllärte der Minister des Innern Bylandt- Nheidt: „Die Polizei mußte die Verbrennung des Zarenbildes verhindern. Er gebe aber zu, daß ohne Befehl von der Polizei die Säbel gezogen wurden. Die Negierung müsse bei der Erregung, die wegen der Vorgänge im Nachbarreiche in Galizien herrscht, auf die Wahrung der öffentlichen Ordnung bedacht sein. Ter tschechisch-radikale Fresl meint: WaA Dom Zaren gesagt werde, gelte auch vom österreichischen Kaiser. So wie man in Krakau das Bild des Zaren verbrannte, werde man in Böhmen das Bild des deutschen Kaiser s verbrenn en müssen. Belgrad, 6. Febr. Oesterreich-Ungarn hat Serbien den Handelsvertrag und die Vieh- seuchenkonvention zum 15. Februar 1906 geküw- d i g t. S o f i a, 6. Febr. Auf eine n e u e r l i ch e E i n l a d u n g des Kaisers Wilhelm reist Fürst Ferdinand heute nach Berlin zum offiziellen Besuch ab. Wercin deut Her Studenten. Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich haben bekanntlich jüngst ein Fest des Vereins deutscher Studenten in Berlin besucht. Daran hatte .sich eine um- angreiche Preßerörterung geknüpft, und wir hatten ein« Auslassung im ,H>cmnov. Cour." zum Abdruck gebracht. Jetzt schreibt uns dazu ein Mitglied des Berliner unv des Gießener V. d. St. folgendes: Tie Bewegung, aus der die Bildung des V. D. St. ^rvov- gegangen ist, ist nicht eine „konservative und antisemitische ,2tröm- ung" gewesen. Sie steht auch zu dem Nobilingick-n Attentat und der darauffolgenden Zeitftrömung nicht in Beziehung. Sre ist entstanden als Reaktion gegen das Neberwuchern JudenitnmS zunächst in Berlin zur Zeit der „Berliner, Notabelnerklarung? und „Antisemitenpetition". Es fanden sich in dem gemeinsamen Gefühl deutschen N a t i o n a l st o l z e s Angehörige der verschiedensten Korvorationen zusammen und gaben damit ihrer Zustimmung Ausdruck. Sie dachten n i cht im geringsten daran, damit sich einer Politischen Partei anzuschließen, auch. bildeten sie ftchnnA ein, „irgendwelche Befähigung zum antisemitischen und!wnser-- vativen Parteimann zu haben". Turch korporative Gestaltung des V. D. St. schieden naturgemäß eine Menge Mitglieder des: früheren „Vereins" aus. Den § 1 der Satzungen des Kyffhauser- Verbandes des V. V. D. St.: „Den Verband bilden Vereine,, welche 1) nur an den Hochschulen des Teutschen Reiches iulmatri- kulierie christliche Studenten deutscher Nation aufnehmen, 2) als Zweck sich setzen die Förderung des Verständnisses für nationale Fragen und Aufgaben unter ihren Mitgliedern, sowie Klärung und Kräftigung des Nationalbewußtseins in der grämten deut-» scheu Studentenschaft", drückt klar die Ziele aus. ^amit ist die rein nationale Arbeit gefordert, unabhängig von jeher Barter-* richtung. Nicht im Dienst und für den Dienst einer Partei, solle» die Mitglieder erzogen werden. Tas zeigt auch der Wahllpruch: „Mit Gott für Kaiser imh Reich". Der monarchische .Ge^nke begleitet allerdings die Bewegung von Anfang an. An eine Ver-« pflichtung auf ein politisches Programm hat man nie gedacm. Das war ja gerade der ideale Gesichtspunkt, Jön§ der nationale Gedanke allein einen Zusammenschluß deutscher Studenten ermöglichte. Von einer Schwenkung zu „fteimütig-soziÄenAus- firssungen" kann also nicht geredet werden, zumal in den Kreisen der V. V. D. St. die „Kaiserliche Botschaft vom 17. Nov. 1881 die lebhafteste Zustimmung fand, die in der Errichtung des „Botschaftsgedenksteins" auf dem Kyffbäuser durch den Verband zum Ausdruck kam. Ter Geist der 80 er ist beute noch derselbe geblieben. Ter Verband als solcher kamt für die Lauheit einiger A.-H. A.-H. nicht verantwortlich gemacht werden. Zu beklagM ist freilich das Abschwenken einiger A.-H. A.-H. zur Sozialdemokratie. _ Zur speziellen Berichtiguitg ist zu bemerken, daß Herr von Gerl ach auf dem Wege ehrenrätlichen Versahrens aus dem Verband aus schied. _ , Wir begrüßen es allerdntgs von unserem Standpuntt, daß zu den „Führern der Aktivitas alle diese Männer' nicht gehören. Taß seit „bald 30 Jahren immer wieder dieselben nur für einen sehr einseitigen Geschmack erträglichen Reden" zu höreni sind, entspricht nicht den Tatsachen. Man vergleich nur die Reden des letzten Kommerses. Da sind doch die verschiedensten! Gedanken ausgesprochen werden, aber alle einig in der natwnalen Tendenz. Daß sozialdeniokratische Redner anftreten, ist selbstverständlich ausgeschlossen. „Wie viele von den Zungen Menschen, die am Donnerstag nach 'dem 10. und 15. Schoppen anerkannr schleckten Dünnbieres den Herren von Lieb ermann und Graf Reventlow und Tiedrick Hahn, dem Kilometerredner, zu- iubelteii, in 10 bis 20 Jahren noch einen Bündler oder erneu Antisemiterr wählen mögen", diese Frage fällt aus dem Rahmen der ganzen Feier heraus. Oder sollte dieser Kommers etwa dazu dienen, für irgendwelche Partei dieser Herren zu keilen? Nur die gemeinsame Erinnermig an den nationalen Gedenktag und das Gefühl der Zusammengehörigkeit, die Begeisterung für die große gemeinsame Sache gibt einer solchen Feier den Zweck und die Weihe. Und diese Feier wird sich in jedem Jahr wiederholen und dieselben Mahnungen zur iiationalen Pflicht werd«i erschallen. Das Urteil, daß damit „diese oftiziellen VeranstUtt^ ungen zumeist einen so wenig erfreulichen Charakter ttagerr, ist demnach für einen nationalgesinnten Deutschen wenigstens miverständlich. , Zur Oriciitierung erlaube ich mir weiter hinzuwcflen auf. „12 Jahi'e akademischer Kämpfe" . . . von Hermann von PeterK- dorff und auf die 21. Nummer der „Akad. Blätter", ZEchrift des KvffHäuserverbandes der V. V. D. St. vom 1. Flckr 1905. Hier finden Sie die Reden abgedruckt, ebenso die Prenstmrm«u Tie Worte S. K. Hoheit des Kronprinzen zeigen, daß nicht „der Anschein erweckt wurde, als smnpathülere derselbe mit den Antisemiten" (vgl. „Gieß. Anz." vom 30. Januar 190a, Nr. 25), vielmehr daß das Erscheineir der Prinzen bei oan Kommers eine Anerkennung der nationalen Tendenz der V. V. D. St. bedeutet. Tas dürfte aber wohl fern „seltsame, Vorgang" sein. r ,, Ä Wenn wir die von nnö wredergegebene Zuschnft deA Keer und Alotte. — Kaiserin Alexandra von Rußland, Ches des 2. preuß. Gar de-Dr a g oner-Re gim en ts, hat diesem ihr von Kaulbach gemaltes Bildnis für das Offizierkasino geschenkt. Das Porträt ist am Donnerstag durch den russischen Militärbevollmächtigten, Obersten von Schebeko, dem Regimente überreicht und gelegentlich eines Festmahls im Beisein von Vertretern der russischen Botschaft, vom Regimentskommandeur Oberstleutnant Graf von Rödern übernommen worden. Es sand im Speisesaal des Kasinos einen Ehrenplatz. .. ., Berlin, 6. Febr. Die „Norddeutsche" schreibt: Dem Vernehmen nach soll bei einigen Bataillonen der Armee die Zweckmäßigkeit einer Feldbelleidung ausprobiert werden. Es wurde hierzu die Farbe des Klauen Mantel luchs gewählt. Als Muster für den Rock rst der blusenartige Schnitt, welcher von den Manu- Die agrarische Woche, n. Tas preußische Landesökonomiekollegium verhandelte am Samstag über die Regelung des Verhältnisses zwischen Koruhausverwaltung und Fiskus nach Maus der für Benutzung der Kornhäuser vereinbarten Pachtgebiete. In der Diskussion wies Major a. D. v. Busse-Halle darauf hin, daß die Kornhausgenossenschnst in Halle an ihrem Kornhaus 200 000 Mark eingebüßt habe; dennoch hat das Kornhaus segensreich gewirkt Ter Fehler sei nur, daß das Betriebskapital nicht au§= reichte daß die Maschinen und der Betrieb viel zu groß emge- richtet'waren und daß, last not least, die Mitglieder zwar Getreide liefern konnten, aber nicht brauchten, also Rechte, aber keine Pflichten batten. Ter Landtagsabg. Frhr v. Erffa erklärte, bei dem Hallenser Kornhause lägen die VeryaltNisw tatsächlich heute so daß dasselbe nur noch vom Standpunkt der landschaftlichen Schönheft zu betrackften ist. Daß hier so große Fehler gemacht wurden, das möge wohl an- dem etwas zu sanguinisck>en Temperament des verstorbenen Hernr v. Mendel-Steinfels gelegcm haben Tann sei aber auch Halle gewiß ermaßen das Versuchskaninchen gewesen. Sehr entscheidend sei wohl auch der Mangel des Lieferungszwaiiiges für die Mitglieder gewesen. So kam es, daß die Genossenschafter dem Kornhaus nur das Getreide zuwiesen, welches ihnen kein anderer abnehnren wollte. Abg. v. Brockhausen hatte ente Reiolutivn beantragt, welche die Regierung ersucht, _ r . ine Verhandlungen mit den Kornhausgenossenschaften ivegen Weitervermiettma oder Verkauf der aus staatlichen Mitteln gebauten Getreidelagerhär-ser nunmehr bald zum Abschluß zu bringen dabei aber nicht nur die staatlicherseits ausgewendeten Bmikosten sondern auch den Gebrauchswert unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der einzelnen Genossenschaften Auacunde zu legen und, wo sich eine Einigung nicht erzielen läßt die Gettridelagerhäuser zur öffentlichen Versteigerung zu bringen/bei der sich auch die betreftenden Geuosscnsckmften E^Frbr^v ^Er^fa war mit dieser Resolution einverstanden nnfcpr mit dem Vorschlag der öffentlichem Versteigerung, weil, so iülnte er Fichte tief in die Seite. Die Waldarbeiter konnten nur mit größter Anstrengung den schweren Baum heben und den Sßerungtücftcn aus seiner verzweifelten Lage befreien. Dr. Hahn-Ortenberg leistete die erste Hilfe. Es läßt sich noch nicht übersehen, ob die schwere Verletzung dem Verunglückten nicht den Tod bringt. g. Büdingen, 6. Febr. Das gestern vom Gesangverein Liederkranz zum Besten des Mathildenhospital- Neubaues veranstaltete .Wohltätigkeitskonzert hatte sich aus allen Kreisen eines sehr starken Besuches zu erfreuen. Die Chöre erfuhren eine vollendete Wiedergabe. Die Solistin des Abends, Frt. Heutzenröder brachte mit ihrer sympathischen Sopran stimme 2 Lieder sehr wirkungsvoll zu Gehör und fand reicher: Beifall. Herr Leuhardt sang mit seiner prächtigen Baritonstimme mit gewohnter Meisterschaft ein Lied von Hofmann. Tie Eello- unb Violinvorträge von Pfarrer Ströher und Lehren Weidmann fanden ungeteilte Anerkennung. Die Klavierbegleitung lag bei den Herren P e b l e r und V o g e l in der: besten Händen. Dem Hospttalbausonds konnte eine bettächt- lliche Summe überwiesen werd em [] Marburg, 6. Febr. Aus dem Voranschlag Her Stadthauptkajse für das Rechnungsjahr 1905 ist folgendes zu erwähnen. Im Ordmariuin betragen die Einnahmen 546 000 Mk. und die Ausgaben 885 500 Mk. Zur Deckung des Fehlbetrags von 342 500 Mk. sind 123 pEt Zuschläge zur Einkommensteuer und 150 pEt. Zuschläge zur Gewerbe-, Betriebs-, Grrmd- und Gebäudesteuer vorgesehen. Im Extraordinarium betragen die Einnahmen 84 515 sJ)if. und die Ausgaben 950 000 Mk. Ter Verwendüngsplan sührt ti. a. aus 360 000 Mk. Schlußrate für das neue Bürgec- 'fchulgebäude, 200 000 Mk. erste Nate für das Marburger Elektrizüätswerk, 80 000 Mk. für Militärgebäude und 87 700 Mark für Kanalisierung neuer Straßen. Der Fehlbetrag wird aus der Stadtanleihe gedeckt. Frankfurt, 5. Febr. Wegen wiederholter grober -Ausschreitungen von .Passagieren des vom Hauptbahnhofe um, 5Mr 55 Min. nachmittags nadjjDor n- bcrg-Gr oß-Gerau abgehenden Arb eiter zuges ist seit gestern das Fahrpersonal des Zuges um das sechsfache verstärkt worden. Außerdem ist cmgeorduet worden, daß Polizeibeantte in Zivil initfahren und bei Ankuusk des Zuges in Walldorf uud Mörfelden Gendarmen auf den Bahnhöfen sich befinden. Aus deu letzteren Ortschaften sind die Exzedenten, die unterwegs mehrfach die Schaffner unß- handelt und groben Unfug verübt haben, ohne daß es gelang, ihre Namen festzustellen. K.-B. Darmstadt, 6. Febr. Die hiesige Polizeibehörde verhaftete gestern drei junge, beschästigimgslose Biirschen. Diese gestanden ein, während der jüngsten Darmstädter Festtage nicht weniger als sechs Einbruchdieb st äle gemeinschaftlich ausgeführt zu haben. Zwei dieser drei Spitzbuben sind auch bereits mehrmals vorbestraft. — Das nächste Schwurgericht in Darmstadt tritt am 6. März unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Lang zusammen. Es liegen diesmal zahlreiche Fülle mit umfangreicher Beweisaufnahme zur Aburteilung vor. verinsichres. v Herr Engelmann i ft entschuldigt. Aus Heiligenstadt wird berichtet: Vor Beginn der letzten Stadt- verordneten-Sitzung teilte der Vorsteher mit, daß der Stadtverordnete Engelmann soeben durch das Telephon fein Fernbleiben entschuldigt habe. Engelmann habe versucht, zum Rathause zu gelangen, sei aber im Straßenschmutz stecken geblieben, so daß es ihm unmöglich geworden sei, seinen Verpflichtungen als Stadtverordneter nachzukommen. Engelmann habe dabei seinen Gummischuh eingebüßt und Den Rückzug antreten müssen. „Ich halte/ so bemerkte der Stadtverordneten-Vorsteher „Herrn Engelmann für entschuldigt!^ — * Aus Kindermund. In einer kleinen Dorfschule fragte kürzlich, so erzählt dev „Oldenbg. Generalanz.", der, Lehrer nach dem Inhalt des Traumes, in dem Jakob die Hümnelsleiter mit den auf- und absteigende:: Engeln sah. Du fragt nun so ein kleines Kerlchen ganz mriü, warum dem: die Engel, die doch Flügel besitzen, nicht einfach an Stelle des Kletterns vom Hinuncl zur Erde geflogen seien. Der Lehrer ist durch die ^lvt der Frage fast üerlegen geworden. 9iiti: meldet sich ein kleiner Schlaukopf und hilft seinem Lehrer aus der Verlegenheit mit der Llntwort: „Die Engel hatten gewiß alle Federn verloren, Herr Lehrer!" Nach seiner Ueberzeugm:g mußten die Englein die Mauserzcik gerade so durchmachen, wie die irdiichen fiügcltragenden Geschöpfe. ________________________ Nnlvtlfilärs-Vachnchtcn. — Dem preuß „Staatsanzeiger" zufolge wurde dem Prof. Hcvis L a n o o 11 von der Universität Berlin die Große goldene Medaille für Wissenschaft verliehen. — In Graz ist der Geograph Professor Tr. Eduard Richter in: Alter von 59 Jahren g e st o r b e n. ArbeUrrbtwegung. Heidelberg, 6. Febr. Tie hiesigen Gypscr sind seit heute morgen a u s st ä n d i g; bis jetzt haben sich über 100 Mann tem Streik angeschloisen. Sie verlange:: zcl/nssiindige Arbeitszeit, wöchentliche Lohnzahlungen und einen abgcstuftcn Stunden- lohn von 60. 55 und 50 Pfennige::. tz-rnchrsjaal. R. B. Da r ni stad k, 6. Febr. Wegen N a h r u n g s mitte l s ä l s ch u n g hatten sich heute vor der S t r a fk a m::: e r der Metzger Andreas Jacoby aus Mainz und der Maller Wilhelm Jacoby II. aus Trebur zu verantworten. Tie beiden Brüder hatten int August v. I. von einem Bauer in Trebur eine tod- kranle Kuh für 15 Mark gekauft und sie auch gleich auf dessen Gehöft geschlachtet. AIS die Behörde davon Kenntnis erhielt und das Fleisch beschlacp:ahmte, waren bereits verschiedene, für menschliche Nahrung besonders geeignete Stücke bei Seite gebracht und auch nicht wieder auffindbar. Die 9lnklage nimmt an, daß die Absicht bestand, das total ungenießbare, vereiterte Fleisch bei '^acht und Nebel nach Mainz zu schassen und es bort zu Wurst zu verarbeiten. Die Angeklagte^ behaupten dagegen, sie hätten nur die Haut des Tieres verwenden, das Fleisch aber zu Hundcfutter verarbeiten :vollm. Tierarzt Karl Blume aus Gernsheini, der in Verhinderung des erkrankten Kreistierarztes Sauer als Sachverständiger tangierte und die Beschlagnahme veranlaßt hatte, schilderte den ekelerregenden Zustand des Fleisches, dessen Gmuß zweifellos auch gesundheitsschädlich gewesen wäre. Beide Angeklagte stehen auch in dem Ruf, mit minderwertigem Fleisch Geschäfte zu madyen. Ter Gerichtshof kam nach langer Beratung zu einem frei sprechenden Urteil. Er nahm zwar an, daß die Angeklagten die Absicht hegten, das Fleisch zum menschlichen Genuß zu verwerchm, ein strikter Vlachweis dafür sei aber nicht erbracht, wie ihn das Reichsgesetz vom 3. Jun: 1900 erfordere und deshalb mußte mangels hinreichender Beweise die Freisprechung erfolgen. Hamm (Westfalen), 5. Febr. In der Anfechtungsklage der T r e s d n e r Bank gegen Die Beschlüsse der Generalversammlung der H i b c rn i a-B e r g w er ks g esei l s chaf t vom 27. Aug. 1904 erkannte das Oberlandesgericht dahin, Beweisbeschluß zu erlassen, baß bie Kläger sich über den Besitz von mindestens je einer Hibernia-Aktie aus-zuweisen haben. Ferner soll durch Vernehmung von sieben Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder:: sest- gestellt iverDcn, ob mit der Firma S. Bleichroeber und der Berliner Handelsgesellschaft vor der Gnieralversammlung Abmachungen über die Begebung der neuen Aktien getroffen wurden. Tie Kosten werden den Beklagten aufcrlegt. Dresden, 5. Febr. In später Abendstunde wurde gestern das Urteil im Prozeß gegen den früheren, der Unterschlagung angeilagten Direktor der Fabrik photographischer Apparate aus Aktien vormals Hüttig u. ^ohn, Karl Richard Hüttig und seine Mitangeklagte:: gefällt. Hüttig wurde zu vier Jahren Gefängnis und 500 Mk. Geldstrafe, Prokurist Knauthe zu 1000 Mk Gelost rase, die Aussichtsratsmitglieder Pckrun und Salomon je zu 2000 und Fichtner zu 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Tie A.-G. R. Hüttig u. Sohn wurde im Jahre 1897 mit einem Kapital von 750 000 Mk. gegründet und vertrieb bie von ihr fabrizierten photographischen Bedarfsartikel. Der alleinige Leiter des Unternehmens war ber jetzige Hauptangeklagte Hüttig jun., der sich bald nach der Grünbung des Geschäfts mit dem Gelbe ber Gesellschaft wagehalsig an Den verschiedensten, gänzlicy unrentablen Jndustriewerken beteiligte. Die hierdurch entstandenen groben Verluste machten es unmöglich, an Die Hüttig- schen Aktionäre eine Tivideride zu verteilen, was nach dem Stande des Geschäfts eigentlich in einer Höhe von 8 Prozent erfolgen mußte. 1903 stellte sich heraus, daß Hüttig Gelber der A.-G. für rein persönliche Zwecke verwendet hatte. Da er jedoch genügende Teckuug versprach, und außerdem Der Aufsichtsrat der Meinung war, daß man das Publikum nicht beunruhigen sötte, so unterblieb damals eine Anzeige. Hüttig wittschaftete jedoch weiter mit den Geldern des Geschäfts, als wenn es seine eigene:: wären. Dazu fälschte er Akzepte und beging noch andere betrügerische sJJcanipulationen. Sein Helfershelfer war der Kassierer Knauth. Beide betrogen ihre nächsten Verwandten und intimsten Freunde um tausende von Mark. Tiefe neuen Schwindeleien wurden gegenüber dem Aufsichtsrat ängsllich geheim gehalten. Hüttig fajicn das volle Vertrauen seines Aufsichtsrats wieder- gewonnen zu haben. Man schätzte, ihn allgemein als eine erste eiutoritat auf Dem Gebiet der Eamera-Braiiche. Eine erneute Revision ergab jedoch Die Verübung von Unterschlagungen in Höhe von 360 000 Mark und erst jetzt wurde Strafanzeige gegen Hüttig erstattet. Auch der Aufsichtsrat legte seine Tätigkeit nieder. Hunderte Aktionäre tvittden ihre. Erspar::isse eingebüßt uni) 500 Arbeiter mit etwa 2000 Angehörigen ihr Brot verloren haben, wenn nicht die Deuksche Bank cingegriffen und das blühende Unteniehmen durch einen großen Kredit vor dem Untergänge be- tvaljrt hätte. Das Oberkriegsgericht zu Altona verurteilte bett Feldwebel Do c ring vom Hamburger Pionierbataillon wegen fortgesetzten Betruges zu dreimonatiger Gefängnisstrafe. Er hatte die btekrutcn. beim Einkauf ber Putzsachen übervorteftt und sich von ihnen insgesamt 500 Mk. geborgt. — Tie Mürber eines Brautpaares. Der Prozeß gegen die Waubmövberfamilic Bales wegen Ermordung und Beraubung eines vor ber Hochzeit stehenden Braulpaares, nämlich der 23 jährigen Atathilbe Hanzely und des 44 jährigen fniheren Steinbruchbesttzers Koloman Takacs, wurde vor Dem Schwurgericht in Prag geführt; das Urteil lautete gegen das Familienoberhaupt, bcn Gärtner Aloiä Bales, uud seine Ehefrau Ludmilla auf Tod durch den Strang; die wegen Beihilfe zil der grausigen ToppelbliUtat augcflagte Stieftochter Franziska Jelmeck rourde zu sieben Jabrcn schweren Kerkers verurteilt. Falls bas Urteil die Bestätigung Des Landesherrn erhalt, soll ziierst Die Frail und bann Der Aiaiin Duvd) Den Strang hmgerichtet werden; Der Gerichtshof hat inbesstn beichlosseu, ein GnaDeugesuch sür Die LiiDmilla Bales zu unterzcichlieu, Durci) welches Die Umwandlung Der ToDes- in lebenslängliche Kerkerstrafe gebeten ivirD.' Spielplak der orrrinigten Frankfurter Ztndttheater. Opernhaus. Dienstag den 7. Februar* : „DUgnon." Mittwoch den 8. Februar: 5. Aboiinemenls-Kouzert. Donuerstag den 9. Februar: „Tannhäuser." Freitag den 10. Februar geschlossen. Samstag Den 11. Februar, nachmittags halb! Uhr: „Blondelfchen". Abends 7 Uhr: „Die Jüdin." Sonntag Den 12. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Tie Fledermaus." AdenDs 7 Uhr: „Die Zauder« flöte." Moutag den 13. Februar geschlossen. Schauspielhaus. Dienstag den 7. Februar*): „Zaza." Mittwoch den 8. Februar. „Die Räuber." Toiinerstag den 9. Februar: „Alt-HeiDelberg." Freitag Den 10. Februar: „Der Pfarrer von Kirchfeld." Samstag Den 11. Februar: „Zaza." Somitag den 12. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Zaza." "Abends 7 Uhr: „Faust", 2. Teil. (2. Abend). Alontag Den 13. Februar: Neu emstudiert: „Aiedea." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Kandel und ZkcrKeyr. Dolkswirlschaft. — D e u t f ch e R e i ch s b a n k. Es ist in Erwägung gezogen worden, ob angesichts dcS flüssigen Gelbstandes nicht zu einer Diskontherabsetzung gefchritten werden solle. Ülian ist jedoch von einem derartigen Entschlüsse wieder a b g e f o m in e ii, Da gegen eine Herabsetzung neben politischen Verhältnissen auch der Umstand spricht, daß em Zinsfuß von 3, beziv. 3*/, Proz. doch nicht auf lange Zett erhalten werben kann unb eine Stabilität des Zinssatzes von jeher DaS Hauptaugenmerk der Leitung der Reichs- bant war. — Maschinen- und Armaturenfabrik vorm. Klein, Schanz l l >i u. Becker, Frank enth al. Auch den Aktionären diefer Gesellschaft ivirb eine unangenehme Ueberraschung zu teil. Tie Berwaltung gibt befanni, daß Der jetzt ausgefchiedene erste B u ch h a l l e r Dmci) Vornahme falscher Buchungen die letzte Bilanz per 30. Juni 1904 um zirka 96 000 Mk. zu g ü n st i g barstellte. Nur durch diese Fälschung fei der Gewinn von 81153 Mk. und dadurch Die Verteilung von wieder 3 Proz. TwiDenDe auf bas Aktienkapital von 2‘/4 Millionen möglich gewesen. Ter Botttanb erklärt sich zur Deckung DeS hierdurch etwa cniftanbcncn Schadens bereit unö fordert Die Aktionäre auf, ihre Aktien einzureicheii, Da er diese eventuell eriverben will. Die ganze Fälschmig ist so sonderbar, daß man sich Darüber noch kein rechtes Bild machen kann, umsomehr, als ja Daraus niemanD ein Nutzen entstanDen ist. Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 6. Februar 1905. Höchste Schlachtviehpreise ui Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 70-73 Atk. ‘/2 Kg. Schlachtgew. 81—83 Pf. l/2 „ 60—61 „ V, Kg. 70-80 Pfg. V, „ 70—74 , 7, „ 60-72 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 18,85 Alk. Roggen 100 „ 14,65 „ Weißbrot 2 Kg. 52 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 43 Pfg. Ausiug ms ötn ^t«vükssiulürctzlgttll irr Siaöl toitgto. Aufgebote. Jan. 26. Robert Schubö, Hotelier in Buhl, mit Anna Wöll dahier. — Heinrich Wilhelm Becker, Laglöhner in Alten-Buseck, mit Lina Schlau dahier. — 29. Emil Martm (schön, Schreiner- meister Dahier, mit Subille Wilhelmine Earl in KtlianstäDten. — Febr. 1. Karl Wahl, Färber in Butzbach, mit Karol ine Acartha Fiebig Dahier. C'hcschließuugcn. Jan. 28. Johannes WiDmaiin, Kutscher dahier, mit Helenk Elisabethe Wagenbach Hierselbst. Geborene. Ja»i. 24. Dem Küfer und Wirt Leonhard Torflein ein Sohtt LeollharD. — Dem Taglöhner Heinrich Lenze II. ein Sohn Hemrick) Kaspar Wilhelni. — 25. Dem Taglöhner Karl Theiß ein^Sohn Heinrich Johannes Peter Karl. — Tem Taglöhner Heinrich Sack II. eine Tochter Elisabeth. — 27. Tem Bizeseldivedel Johaiines Fink eine Tochter. — 28. Dem Kaufmann August Attchel eine Tochter. — Dem Kaufmann Heinrich Ehriftian Ran eine Tochter Luise Iba Kätcheii. — Dem Taglöhner Llutonio Luigi SpolaDore eine Tochter Santina. — Dem Postillon Heinrich Silbernagel ein Sohn Otto Gustav Karl. — Dem Schausteller Hermann Wallborf ein Sohn 2)lax. — 29. Dem Hausburschen Karl Manbler ein Sohn. — Dem Kaufmann Wilhelm Hofniann ein Sohn Friedrich Wilhelni. — Dem Schneider Reiiihard Heil eini Tochter Emma. — 30. Dem Schriftsetzer Paiil Niewisch eine Tochter Josefme Cpse. Gestorbene. _ , Jan. 28. Emilie Hohlbaum, geb. Müller, 77 Jahre alt, Privatm dahier. — 2)iinna Akichel, geb. Bocher, 51 Jahre alt, Ehefrau des Zugführers Koiirad Atichel dahier. — Julius Pahn, 66 Jahre alt, Zigarrenfabrikaut dahier. — 31. Willy Echaum- burg, 10 Alte, alt, Sohn des TaglöhnerS August Schaumburg dahier. — Karl Müller, 22 Jahre alt, Schlößer dahier. — Eva Bauer, geb. Müller, 84 Jahre alt, ohne Beruh dahier. — Febr. 1. Gustav Enders, 7 Akte, alt, Cohn des Tapeziers peimich Enderü II. dahier. — Philipp Allchael Diehm, 64 Jahre alt, Kaferiienwärter i. P. dahier. — 2. Walther Konrad Emil Acarx, 4 Jahre alt, Sohn des Uhrmachers Heinrjch Marx dahier. Saniilicn-älndjridjtfii. Gestorben: Herr Ernst Ettling, Alluiiz. Wund aufFghtiTJaö’ einmal: Ay...! k9la, ber kleine Kerl ist erkältet. Hals gerötet, aber kein Belag. Ich bin nun nicht für Tränkchen unb Tee. Kausen Sie lieber eine Schachtel Sobeiier Attueralpaslillen, aber bie echten von „Fay". Kosten übrigens nur 85 Pfg. Die k Pastillen ivenben Ste nach Vorschrift an — Gebrauchs- Öxk uniucijiing liegt ja bei — unb dann sollen Sie sehen, daß SBl sehr schnell alles wieder in Ordnung ist. — Adieu, mein Junge! Deine Mama soll dir nur immer fleißig Fay's * „Sodener" geben! hv‘/i 8E Ml N b S3 » ♦£*■> r- « w M v 56 ~ SL » E Kl t Z Zs Ö§ t£) Ml 2 >e M S C s RH O cS CD' -o >bR § =60' 55 co © e t?p s । Holzversteiger««g Donnerstag den 9. Februar 1905, von r 10 Uhr an, sollen in dem Anneroder Gemeinde-Wa vormittags^ Wald in den: Abteilungen 9 Birkeberg, 15 Dick-Eiche und 16 Suhl ver-i crie in Gieße» Bilanz pro 1904 j. 70-80 Pfg. JtC £ 4785»— 14607.09 700 mit Ytlt-i Hardt. 671 an, WAGGn t-2 2265.88 7556.21 150 96 itW 1 2 = Ä-; "LK Der Direktor: PH. Nebeling. Der Rechner: H. Schmidt V. Eingetreten Mithin Mitglieder iSQ. o Z LZ -y» Passiva. Mitglieder-Konto Kapital-Schulden Waren-Schulden Reservefonds Holzversteigerung in -er fürstlichen Obersvrsterei Lich. jtt $ 2540.— 1150.— 3819.31 2411.08 an Gy >a <'S> Ch Sanbit). Konsumverein Burfhnrdsselöeu, Sppcnrobu. Uiug Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Zahl der Mitglieder zu Anfang des Jahres Abgegangen im Laufe des Jahres durch Tod fteiwillig 1. 2. 3. 4. Nutzholz-Versteigerung. Montag, den 13. Februar 1905 kommen folgende Holzsortimente im hiesigen Gemeindewald zur Versteigerung 27 Eichen-Stämme mit 30,57 Fm. in der Eichenhardt, 138 , , „ 105 .und 18 Nadelholzstämme , 6,96 „ auf dem Hungerberg.. Es wird bemerkt, daß schwere Schnittstämme zur Versteigerung» kommen, welche zu Schreinerholz sich sehr eignen. Der Ansang ist morgens 10 Uhr im Distrikt 10, Elchen» <°a* versteigert: Eichen-Stämme mit 2,38 Fstm., Nadel-Stämme mit 57,83 Fstm., fü^^guU^ Teller kräftiger, wohlschmeckender Suppe sind^ stets W) Meinhe««, Bahnhofstraße 59. ortltin ein ;ohn peinrui CiA.et üuijt •.10uLrt euir Wühte, ifefc d-, . ' "lichinittaaz * Zauber. Rtz- tnii BmchlMsteiWW im Genieinde-Wald Dornholzhausen, Donnerstag den Holzversteigerung. Donnerstag den 9. Februar l. I., vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allen-* dorf a. d. Lumda, Distrikte Eisenschade, Nasienstrauch usw, Nie ;llb das Fr1\ «ÄZ «S^rleiitt , Äj ihrig«! u?1'") in 1l9eren Sitz 13 Montag, den 13. Februar, von vormittags 972 Uhr (nt Distrikt Höker, nahe der alten Lich-Gietzeuer Straße: Buchen: wenige Rm. Scheitholz, 182 Rm. Knüppel, 63 Rm. Stocke, 2830 Wellen; Eichen: 2 Rm. Scheiter, 22 Rm. Knüppel, 19 Rm. Stöcke, 2100 Wellen; Nadelholz: 7 Rm. Knüppel, 9 Rm. Stöcke, 330 Wellen. Ferner: Das Brennholz von alten Obstbäumen im Albacherhosteld. — 5 Fichten-Derbstaugeu = 0,54 Fstm; 1 Els- beer-Wcrkholz = 0,14 Fstm; 1 Birnbaumabschnitt — 0,53 Fstm. (58 Etm. Durchnr. 2 Mtr. Länge). Die Zusammenkunft ist auf der soa alten Gießener Straße, Strecke Steinbach—Lich, beim Eintritt in den Wald. _______________________________________ Lieferung. Tie Lieferung des ungefähren Bedarfs nachstehender Gegenstände soll für 1905 vergeben werden: Q. _ 1) Brot, verschiedenes, 600 Dz., 2) Rind,leuch 18 m., 3) Kalbfleisch 1 Xs., 4) Schweinefleisch 11 Ttz., 5) Abeck, deutlcher, geräucherter, 2,8 M, 6) Nierenfett Sch^meschma^, deutsches 22 Tz., 8) Butter, frische 1,2 Dz., 9) Erer, ftuche 1000 Stück, 10) Handkäse 13 Dz., 11) Bohnen, weitze 26 Xft., 12) Erbsen, geschälte 31 Dz., 13) Linsen 26 Dz., 14) '^Sgen- mehl 7 Dz., 15) Gerstcnmehl 6 T-z., 16) Weizenmehl 8 -»., 17) Mohnöl 30 Ltr., 18) Pfeffer, ganzer 0,4 Tz., 19) Zwetschra, gedörrte 1 Tz., 20) Chokolade 0,1 Dz, 21) (Sing 650 £tr_, 22) Gerste 12 Tz., 23) Reis 12 Dz., 24) Gerstengrütze 6 25) Hafergrütze 6 Tz., 26) Weizengrütze 10 27) Kapee 10 Dz., 28) Rudeln (Faden) 0,2 Dz., 29) Nudeln (Maccarom) 0,2 , 30) Tee, schwarzer 0,02 Dz., 31) Zucker 0,0a -9-, 32) Majorwi 0,01 Tz., 33) Kümmel 001 34) Senf 0,2 Dz., 35) Schreibgegenstande lt. Verzeichnis, 36) Petroleum 18000 Ltr., 37'. Kernseife 8 Dz^ 38) «chmrec- eife 6 Dz., 39) Soda 5 Tz., 40).Lampendochte 120 Mettt, 41) Lauipenzylinder 150, DM-, 42) Eohlenloffel25 Stuck, 43) Kdhlenschivpen 12 Stück, 44) Filzinutzen 50 Stua, 45) Mrbott säure 6 Tz., 46) Eisenvitriol 2 Tz., 47) Fensterpapier 2 Ballen, 48) graues Löschpapier 4,5 Dz^, 49) Kochtopfe, eiserne 6 Stuck, 50) Kohlenkasten, eiserme 10 Stück, 51) Reiterbesen -00 ^>tuck, 52) Kämme 20 Ddd., 53) Zahnbünitlei» 8 M) ^..lumytnseus 500 Meter, 55) Stearinlichter 0,15 56s Zündhölzer 200 Pack, 57) Eßnäpfe von Emaille 20 St., o8) Wasterflaschen 15 St., 59) Wassergläser 25 St., 60) Wasserkrüge 10 St., bl) Lampenschirme 18 °5t., 62) Eßlöffel von Britannia 75 St, 63) Steinkohlen Anthrazit 200 Tz., 64) Steinkohlen, ,Nuß 2100 Tz., 65) Steinkohlen gemischte 1500 Tz., 66) Tannenscheitholz 40 Rm., 67 Betteppiche 40 St., 68) Auftragbürsten 75 St, 69) Bodenwich^- bürsten 30 St., 70) Zylinder-Putzer lo St., 71^ tzandbe,w 40 St., 72) SckuhbürsLen 60 St., 73) Schrubber 100 St., 74) StubenbZen 50 St 75) Farbwaren und Leim 27 Tz., 76) Lein-, Rüb-, Mn- schincn'-Terpentinöl, Spiritus und Benzin 400 Ltr., 7^)^r^enfter- und Spiegelglas 33 Qum., 78) Nähgerätschaften 676 und 10 Kg 79) Eisenwaren 39 Dz., 80) Leder pp. 7,/ ^-5-, 81) Bord- lml- 717 -Qum 82) Treten und Latten 1550 Qum. und aa0 ^rt., 83) Baumwollegarn weiß, blau und schwarz 823 Tz., 84) Semra- qarii gebleicht, blau Uiid grau 13 85) Boy,^weiß wollener 300Meter 86,1 Sarsenet, 300 Meter, 87) Uniform-^rrch zu Rocken und Hosen 50 Meter, 88) Strickgarn, weiß und naturgrau 1,2 Dz., 89) Wolleschußgarn, weiß und naturgetreu 3,2 ^z. Llußerdem kouimeri zur Vergebung die un genannten Rech- wingsiahrc erforderlichen Fuhren uiid der Bezug von Knochen, unb 6, 3 bis 6, 8 und 9, 11 bis 139 14 bis 16, 17 bis 34, 37 bis 39, 40 und) 41, A9 nun]) 43' 45 und 46, 47 und 48, 49 Uiid 50, 52 und 53, Xt r)6 57 bis 62, 63 bis 65, 83 und 84 werden zwanimen veraeben Zu O^>. Nr. 11 bis 35, 37 bis 39, 47 und 48, 51T9 50 bis 54, 56, 62, 67, 75 (nur von Lerm), <8, 80, 80 fiiä 89 sind Muster vorzulegen. Denselben dürfen weder Prepe, noch Namen der Anbieter oder Firmenstempel, sondern nur einfache Zeichen, roelche im Angebot zu wiederholen sind, beigesugt den 9. d. Mts.; Beginn vormittags 9 Uhr Distrikt Kuheck 3s. Eichen: 6 Stämme UL Klasse = 3,63 fm; 1 Stamm IV. Klasse = 0,25 fm und 11 rm Derbholz; Buchen: 177,50 rm Derbholz, 26,50 rm Stockholz und 257 rm Reiser; Weichholz: 22 rm Reiser; V2 Nadelholz: 16 Stämme III. Klasse — 7,67 fm, 11 ©tammc IV Klasse = 2,79 fm und 21 rm Nutzholz, (3 m lang), 57 rm Derbholz, 8 rm Stockholz und 647 rm Reiser. Groß-Rechtenbach, den 3. Februar 1905. Das Bürgermczsteramt. 3 121 6 127 w^Amichloffeiie Angebote sind getrennt von den cinzureichcnden mÄWvXt mit der Aufschrift: „Lieferung für das 9ckindesmchthaus" koslenwei bis zur Eroffnungsstundc: Freitag den 24. Februar 1905, vorm. 10 /3 Ühr, l-; untcT^eidmcteit Behö rde ein zureichen. 6 ..t;c Bednrauiigcn (Mmistevialerlab vom 16. Juni 1893) liegen art dtn W^n vormittags von 91- bis 10-/)- und nachmittags O bto 412 Ul)v auj üer Schrechstnbc zur Emiicht i’lfen, lönnen auch gegen Postsreie Einsetidung von <0 H bezogen S hierbei ist anzugeben bezüglich welcher Ord. Nr. die gewünscht werden). Für die Angebote ist cm be- d»d«?s Ä-ster vorgeschrieben, das gegen Erstattung von 10 Pf. Schueibgebühr zu eichalten ist. «,t8ÄlVÄ 1905. ^^^^Lrre-tioNdesLanbeszuchtbarue. 1 htt isltt , ict* Bekamitmachnng. Das städtische Tiefbauamt, Bürgermeistereigebäude, Zimmer ftr. 4, erteilt Auskünfte über die Anlage von Hauseutwäsierungs- aufchlüsieu an allen Werktagen, mit Ausnahme Samstags, nachmittags von 3—6 Uhr. Zu anderen Zetten kann Auskunft nicht erteilt werden. Gießen, den 6. Februar 1905. B7/2 Großherzoglia-e D^rgermeisterei Gießen. Mecum. __________ 544.53 1185.11 2957.06 14607.09 124 '-htt ' 11 Mt üst : 51 -i? oahn, --chaum' -^..hurgDa* vN* Fett- < all' «a--" w* V» gs« c-> >^7" C> X?l 00 S'o ~ 03 ist in Gieß" ÄiüHO mit Am» 'm 9Uten*w Stbon, SctM' Karolme »st 'Sx Vä r* 3 S sn «t 7" r Jit=pcii)elbera* cainsiag wi, uachinill-^ ^*4 L\- um 7 Uhr_ ATrägung gezogen ?.’W zu einet 'olle. Man isj 1!? jetominen, almifien auch bei doch nichi c Stabilität be itung der Reichs abrik vorit k h a l. Auch bs me lleberrajchu.- ctzl ausgeichiebr r Buchung! 96000 Mk. . 1 sei der (Benin wieder 3 onen möglich es hierdurch em 'nainire auf, ihn roill Sie ganze noch Um rechtes \ant> ein pause versteigert. Allendorf a. Lda., den 4. Febriiar 1905. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda. Rein. 661 »St »st ast an Ml »St Ml Neu! Neu! Neu! 2b4echgung 0417 tags. Man verlange; Händler, große, leistungs- $ gegründet im fiomdurg v. d. 5 Schwan L Steinhäuser, Neuenb&ue D-THOMPSÖNS gepolstert, wegen Aufgabe der Jiliale Settersweg 83 Warum ist AK-V, Preisliste f. Bitten ext.a. Th. JUoskopt, Fahr (Rheinland). Gebr. Adami, M&nsbnrg H. Belloff II, Alieestrasse Jao. Friesleben, Bahnhofs tr Aug. Seibert, Wieseck A. C. Müller, Langgöns. unübertroffen cum frechen, braten u. backen Erste Taunus-Cognac-Brennerei Tritz Scheller Sohne v Goerz’ Trieder-BJiocles • H5oh»te Uehwarfce T. &, P’s. 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No. 59 c ui},phot^gr.Api,-arJaufV9rLang. ■■■■aiYßjlrefer Vortrage aus der Altertumswissenschaft Erster Vortrag von Professor Dr. Bethe: Griecheulavds vorgeschichtliche Königspaläste nach den neuen Ausgrabungen mit Lichtbüdern am Mittwoch den 8. Februar, abends 8 Uhr in der großen Aula der Universität. Em tritt 50 Pfennig. Der Erlös ist beftimmt zur Unterstützung wissenschaftlicher Reisen nnserer Studierenden._________________________________ Matzen eingetroffen. 884 J. M. Schulhof. J. Bargmayer Hamstock Nachf. SelterSweg 2 ScltcrSwcg 2 < Uhreo - Evldliiarell - Lptische Waren \ Größte Auswahl. Staunend bMige Preise. Zimmer-Türen, Futter, Bekleidungen, Kehlleisten Fussbodentafeln etc. Emil Funcke Zim Hier tttren-Fabrik. Lager. Frankfurt a. 31., Niedenau 15 Vertreter gesucht. Gänsefedern Ät -------------—— nur kleine Federn rr. Daunen, Pfund L— M- prima Halbdaunen, ganz toetfc sehr zart, 2.75 SÄ. 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