Erstes Blatt. Freitag 8. SeptemberlSVS Bezugspreis: viertel- monat! Ile Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. üblich frische iösische lleberziehen e md *9"S. ;a»*w «Afli . 1.40 . 1.50 Schul st raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. , Fernsprechanschluß Nr. 51. 155. Jahrgang Ein Telegranim aus Windhuk meldet: Am 3. Sept, auf einer Patrouille bei Gurumanas gefallen: Samtätssergeant Max Müller; verwundet: Reiter Friedrich Schäfer, schwer (Schuß in das linke Knie,. schnell und billig in eigener Werkstatte. W und blaut) sicher, französischer und jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf» auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko- für «Stadt und Land" und ,, Gerichtssaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. wscher Provenienz, listchen | XUO . und cEsundkistchen SM. 2.50, rewogeu per Psd.! 35 Pfg. br. Berte, Lohnhosstraße 27, Lindmplatz 12. 1 , Nolitii'che Tagesschau. Besuch aus Abessinien. Es dürfte mit dem zwischen Deutschland und Abessinien abgeschloffenen Handelsvertrag im Zusammenhang stehen, daß zurzeit ein Abgesandter des Negus Menelik in Berlin weilt, um sich über die Ausfuhroerhältniffe zu unterrichten. Dem Reichstag hat der Handelsvertrag bekanntlich noch »ich vorgelegen, wie denn auch über die sonstigen von der deutschen Mission am Hofe MenelikS erzielten Erfolge offiziell noch nichts verlautete. Den englischen Blättern zufolge beschränken sich die getroffenen Vereinbarungen nicht auf den Handelsvertrag. Deutschland soll beispielsweise das Recht zugestanden sein, an der Kapitalbeschaffung für den Bau der Eisenbahn von Dschibuti nach der Hauptstadt Abessiniens sich zu beteiligen, ein Unternehmen, das ursprünglich Frankreich allein ausführen wollte, um die Verk-.'hrSkontrolle in feine Hand zu bekommen. Es muß sich ja bald Herausstellen, ob es mit diesen englischen Meldungen seine Richtigkeit hat. Sie stehen allerdings im Einklang mit dem von Deutschland beobachteten Bestreben, auf die „ offene Tür" für seinen Handel bedacht zu sein. Cholerafurcht im Handel. R. Berlin, 7. Sept. Die Schrecken des Krieges haben der Berliner Bärse nichts anzuhaben vermocht, aber die Cholera jagt der Spekulation die Angst in die Glieder. Allenthalben hörte man heute an der Börse von der Cholera sprechen, und jede herumgezeigte Depesche mit einem neuen Fall wirkte deprimierender auf die Gemüter, als früher die Meldung von einer blutigen Kriegsentscheidung. Ganz besonders der neueste Hamburger Cholerafall gab zu düstern Voraussagen Anlaß. Die Anteile unserer großen Schiffahrtsgesellschaften hatten den Pessimismus mit mehrprozentigen Kursrückgängen zu entgelten. Solche Mutlosigkeit muß ernstlich bekämpft werden! Das »Berl. Tagebl." teilt mit, daß sich bei einzelnen Berliner Firmen die Cholerafurcht derart bereits herausgebildet habe, daß diese Firmen sich von ihren Geschäftsfreunden aus „verseuchten" Gegenden zurzeit jede Zusendung verbitten. Wenn unsere Kaufleute, so bemerkt mit Recht das „Berl. Tagebl.", sämtlich so furchtsam wären, so würde es mit unserem Geschäftsverkehr mit der Levante, Indien und Südamerika sehr traurig bestellt sein, denn in diesen Gegenden herrschen sehr häufig Cholera, Pest und gelbes Fieber, ohne daß der Handelsverkehr darunter wesentlich leidet. Ieutsch-Afnöa. Rach einem Telegramm des Gouverneurs Grafen Götzen vom 6. d. M. sind die Städte Kilwa und Mohorro nicht mehr bedroht, aber im Hinterland beider Bezirke sind AkidaS des Gouvernements von Eingeborenen verjagt worden. Am Rufidji-Fluß aufwärts haben sich die Unruhen bis zwei Tagemärsche südlich von Kilossa ausgebrcitct. Das Detachement Fonck ist daher ans dem Bezirk Daressalam, wo alles ruhig ist, nach Mrogoro dirigiert worden. AuS anderen Bezirken liegen beunruhigende Meldungen nicht vor. Ein Telegramm des Gouverneurs vom 6. d. M. meldet, daß Bezirksamtmann Ewerbeck und alle Europäer des Lindi- bezirkes, mit Ausnahme einer vermißten Missionsschwester sich in Lindi befinden. Beim Ueberfall der Missionsstationen Lukuledi, Massassi und Ryangoro sind Pater Lang und Bruder Cyprian verwundet worden. Bei der Jfakarafährc zwischen Kilossa und Mahcnge sind verschiedene Inder-Niederlassungen zerstört und mehrere Araber und Küstenleute ermordet worden. Eine bei Kiloffa plündernde starke Räuberbande ist durch eine Abteilung der Schutztruppe unter Assistenzarzt Brünn zersprengt. Kiloffa selbst ist jetzt durch ein Detachement der Schutztruppe unter Oberleutnant Schultz gesichert. In Anbetracht vielfach verbreiteter unrichtiger Nachrichten über die Kompetenz- nsw. Angelegenheiten der für O st a f ri k a bestimmten Marine st reitkräfte sei nachstehend auf die betreffende Allerhöchste KabinettSordre hingewiesen. Dieselbe lautet: .Es sind als überetalsmäßige BesatzungSteile der Seestreit- kräste her ostafrikanischen Station hinauszrifcnden : ein Detachement Marineinfanterie von 150 Mann mit Chargen und 4 Maschinengewehren mit doppelten Bedienungsmannschaften der Matrosendivisionen. Ihre Verteilung regelt der älteste Seeoffizier der ost- afrikanischen Station." Demnach hat weder eine Mobilmachung der Marine«- feldkompagnie ftattgefunden, noch gilt sie als im Kriegszustand befindlich. Auch S. M. S. Bussard befindet sich nicht im Kriegszustände, ebensowenig die anderen nach dem AufftandS-- gebiet beorderten Schiffe. Jnfolgedeffen sind auch Kriegs- gebührniffe für die Beteiligten nicht zuständig, wie auch die Portovergünstigungen der Feldpost nicht eingetreten sind. Peking, 7. Sept. I«panische Offiziere befinden sich als Instrukteure bet allen mongolischen Fürsten. Die Arnree des Generals Ma zählt nur 8000 Mann, davon 3000 geschlossen. Sie erwarten einen Befehl zum Rückzüge. Die '2trmee des Generals Ma war im Westen des Kriegsschauplatzes aufgestellt und sollte eine Verletzung des bei Beginn des Krieges als neutral erklärten chinesischen Gebietes verhindern. Die Stärke der 'Armee wird auf 70000 Mann angenommen. Eichener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen OelSarbes ** »«Mcä " Parketts - , , "'M Glätte Lfischbac^ Marokko. Ein am Donnerstag im franz. Ministerium des Auswärtigen eingetroffenes Telegramm des Grafen Daillandier meldet, daß die marokk an ischeRegierung die französischen Forderungen in der Angelegenheit des Algeriers Du Mzian vollständig befriedigt hat. Auf Befehl des Sultans begab sich der Großvezier Si Feddul Garnit selbst nach der französischen Gesandtschaft, wo er in Gegenwart des Gesandtschastspersonals, Bu Mzian und einer Anzahl Mitglieder der europäischen Kolonie bem französischen Gesandten die Entschuldigung der marokkanischen Regierung in folgendenWorten zum'Mrs- druck brachte: ., .Die scherifische Regierung beauftragt mich, Ihnen ihre Ent- schuldrguWen wegen der Festnahme und Einkerkerung des Algeriers Si Bunrzian cl Miliani, eines französischen Untertanen- zu überbringen. Der Maghqen berief den schuldigen Kadi ab und ich übergebe Ihnen die vereinbarte Entschädigungszahlung sur den Geschädigten. Die schcrifische Regierung wird es sich m Pflicht machen, daß sich ähnlich- Zuwiderhandlungen gegen ine Verträge undGewohnheiten in Zukunft nickt wiederholen. Der Großvezier übergab außerdem Tanlandier ein Schreiben des scherifischen Ministers des Aeußern, in welchem die Entschuldigungen der Regierung schriftlich wiederholt werden und die Mfetzimg des schuldigen .Kaids bestätigt wird. Die für Du Mzian verlangte Entschädig«, ungssumme wurde sofort bezahlt. Talllandier antwortete dem Großvezier, daß er namens der ftanzösischen Republik die Entschuldigungen des Mcrghzen und die Maßnahmen zur Genugtuung annehme, durch welche diese bekräftigt werden. Er nehme ferner von der scherifischen Regierung die für die Zukunft gegebenen Zusicherungen zur Kenntnis. Die französische Regierung stellte sogleich die Vorbereitungen zur Abfahrt der Schiffe ein. Frankreich erhält auf diese Weise eine Genugtuung bezüglich sämtlicher Punkte und ohne jeden Vorbehatt. So ist denn der Bu Mzian-Konflikt glücklich auS der Welt geschafft. In Pariser halbamtlichen Kreisen ist man überzeugt, daß der Sultan auf das Eingreifen des deutschen Vertreters uachgegebcn hat, da die Fürsprache des deutschen Gesandten zu gunsten Frankreichs den Sultan überzeugte, datz ihm von keiner Seite irgendwelche Unterstützung gegen etwaige Repressalien gewährt werden würde. Ter Ministerpräsident R o nvier empfing am Donnerstag den deutschen Gesandten Dr. v. Rosen. Dieser Unterredung widmet der „Temps" eine Besprechung. Die Ent- endung Rosens nach Paris werde zweifellos dazu beitragen, die von der Konferenz doppelt erwünschte Harmonie zwischen Deutschland und Frankreich herbeizuftihren. Die Mutter bkes Insurgentenführers Raisuli ist in Gefangenschaft geraten, als sie einer Beerdiguna beiwohnte. Em Bruder Rarsulis hat sich sofort ausgemacht um dre Mutter zu befreien. -z * ch-"'" . $an»etV< 55** Nr. »11 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Siebener Lamllien» Wärter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. msterulackjarbe mögen, Pfund 90 U, über Nach! (roden, 4W iritrrslacksack nogen, fßfunb S0& r fort troffen, fotvt ' M toter, vurg 13, Won 386. .. 1 tzrni äs* Msburg, Pst- MA diesem Feste herzlichst m» er SircheuvorMd^ Ilnrnherr in Japan. Tokio, 6. Sept. Ter aufständische Pöbel bräunte gestern, nachdem das Gebäude des Regierungsblattes „Kvkumin" gestürmt war, das Dienstgebäude des Ministers des Innern nieder, das zwischen dem Adelsllub und dem Jmperialhvtel gegenüber dem Hibihapark im Zentrum der aufständischen Bewegung steht. Bedrohliche Kundgebungen fanden während des ganzen Xür . in der Nachbarschaft der Dienstwohnungen Katsuras und Komuras statt, es gelang aber der Polizei, zu verhin- bmt, daß den Bewohnern der Häuser oder diesen selbst Schaden zugefiigt wurde, ^lm Abend füllten lärmende Volksmengen die Straßen an. Die gesamten Reservemannschaften der Polizei sind zu besonderen Dienstleistungen herange- wgen. Die gefährdeten Stellen werden stark bewacht, mehrere Straßen gesperrt. Man nimmt an, daß zwei Personen getötet und etwa 500 verwundet wurden. Sie Volksmenge drohte, auch die Amtswohnungen der anderen Minister in Brand zu stecken, wurde jedoch von der Polizei daran gehindert. Zwei größere Polizeistationen und 15 kleine Polizeikioske wurden indes doch zerstört. Bci den Angriffen auf das Haus des Ministers des Grinern wurden eine Person getötet und 14 tödlich ver- lvundet. Einer der Auftührer sagte, man habe das Haus li'cdergebrannt, um die Aufmerksamkeit des Kaisers daraus zu lenken, daß das Volk mit den Friedensbeding- ungen unzufrieden sei, man wünsche, daß er sich weigere, den Fricdensvertrag zu ratifizieren. Rach Mitternacht wurde ein erneuter Angriff auf das Bureau des „Kvkumin" gemacht. Wahrend der Nacht wurden Abteilungen der Nationalarmee einberufen. Seit gestern mittag sind etwa 200 Personen verhaftet worden, von denen ein Teil heute vormittag nneder fteigelassen wurde, da befürchtet wurde, daß' Versuche zu ihrer Befteiung unternommen werden würden. Die auswärtigen Gesandtschaften sind durch Militär bewacht. Durch kaiserliche Verordrrung wird der Belagerungszustandin Tokio erllärt. Tokio, 6. Sept. (Reuter.) Ein VolLhaufe brannte heute zehn christliche Kirchen und eine einer Missions- gesellschaft gehörige Schule nieder. Acht Personen wurden verletzt. Yokohama, 7. Sept. Die Mißstimmung über die Friedensbedingungen ist nicht auf die Hauptstadt beschränkt, sondern erstreckt sich auf das ganze Reich. Fast alle Blätter, mit Ausnahme der als Mundstücke der Negierung bekannten, machen sich zum Dolmetsch derVolks- stimmung. Vielfach haben stürmisch verlaufene Protestversammlungen stattgefunden und es ist auch zu Ruhestörngen gekommen. Die Behörden stehen dieser Bewegung zunächst untätig gegenüber. * Dem Petersburger Korrespondenten des Pariser „Matin" wird von autoritativer Seite bestätigt, daß in dem Friedensvertrage keinerlei Geheimklausel vorhanden sei und daß ebensowenig irgend ein Geheimabkommen zwischen Japan und Rußland getroffen morden *seü Tokio, 7. Sept. Am 30. August, also am Tage vor dem Friedensschluß, wurden in einem Gefecht bei Maibnn an der östlichen Küste von Sachalin die nock übrig gebliebenen Abteilungen der Russen von den Japanern voll st andia a u fgerieben. Die Russen hatten 130 Tote, während die Verluste der Japaner gering waren. Petersburg, 7. Sept. Heute wurde m Peterhof ein feierlicher Dankgottesdienst für den Friedensschluß abgehalteu, zu welchem der Zar nebst den Hofchargcn, die Mitglieder des Reichsrates, die Minister, die Senatoren, die höherer! Militärs und die Zivilbehörden erschienen waren. Der tzipfluß Aerttns. . Wenn em Berliner auf Reisen geht — es braucht keiner von den „echten", altangesessenen Berlinern zu sein, es genügt, daß den Fremdling gewisse Redensarten und Dialektanllänge als Bewohner der Reichshauptstadt verraten — so bemerkt er in der Regel ziemlich bald, daß ihm die Herzen der Bevölkerung nicht gerade entgegen s cb la g en. Die Frage: „So? Sie sind aus Berlin?" wird mit einer säuerlichen Miene gestellt. Nichts von Neid auf den Mann aus der „schönsten Stadt der der Stadt mit den „vollkommensten Einrichtungen" und einer Unmasse von Theatern, Denkmälern, Kasernen und Kirchen. Gar keine oder geringe Neugier im Eisenbahnwaggon, von den Wundern' Berlins zu hören. Aber — sowie einer das Gespräch aus Berlin als Mittelpunkt unserer Politik bringt, dann erwacht das allgemeine Interesse! Und nun wird der Berliner bald inne, warum er in Mittelund Süddeirtschland nicht besonders viele Freunde hat. Es ist nicht das anspruchsvolle Auftreten öcs Berliners, nicht die Schärfe seiner Kritik, worüber die Leute hier nicht entzückt sind. Ein wenig mögen diese Eigenschaften ja mitwirken, ein ungünstiges Vorurteil zu wecken. Mer es gibt auch bescheiden auftretende Berliner, die volles Verständnis für andere Eigenart haben und vielleicht anderen Städten mehr Sympathie entgegenbringen. Doch auch diese merken den gedehnten Ton in der Frage: „So! Sie sind aus Berlin?" und die gelinde Mkühlung, die sich des bis dahin sehr liebenswürdigen Mitreisenden bemächtigt. Berlin ist, um cs kurz zu sagen, als das Zentrum, in dem die Fäden der Politik zusammenlaufen, nicht populär. Man hört auf Reisen selten eine tadelnde Aeußer- nng über die Regierung des Landes, in dem man sich aufhält; aber man hört manch kräftiges Wort über Berlin. Beispielsweise, es wird auf den Widerstand hingewiesen, den eine Forderung findet: „Berlin will nicht!" Oder es wird von einer kommenden Steucrbelastung gesprochen: „Tie ist in Berlin ausgeheckt worden!" Oder es wird im allgemeinen Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs ausgedrückt: „Berlin ist schuld!" Berlin ist ungefähr für alles vcrantwortlicki, was in der deutschen Politik geschieht. Die eigene Negierung, nun die rnöchte schon anders, die weiß besser, wo der Schuh drückt; doch Berlin ist zu mächtig, gegen den Widerspruch Berlins ist nichts auszurichten. In einem stinrmten fast alle überein, an deren Ge- sprächcn wir teilgenommcn haben: die „Berliner Politik" sei der „Landwirtschaft übermäßig freundlich" gesinnt, sodaß die Städte und ihre Interessen kaum nock ctrjaS zu bedeuten hätte«. Das komme aber dvcher, daß die preußische Regierung die am agrarischsten gerichtete von allen Bundesregierungen sei. Mit dem Wort „Berlin" verbinden sich die Be- ariffe hohe Zölle und hohe Steuern. Ist die Ncichsregierung populär? wird oft gefragt. Man muß die Frage anders fassen: Ist Berlin — Berlin im politischen Sinne — populär? Darauf kann schwerlich mit Ja geantwortet werden. Man hat die Empfindung, daß von Berlin nicht viel Angenehmes zu erwarten ist, daß Berliner Einflüsse sich stärker in den Bundesstaaten geltend machen, als die Bürger dieser Staaten für wünschenswert halten. Tie Urlaubsreisen der Chefs und Beamten 6er Reich sä m ter erstrecken sich zumeist auf ailßer- deutsche Länder, auf die Schweiz, aus Italien, England usw., Wenn diese hohen Beamten in deutschen Gebieten sich um s ä h e n und ein wenig in 5 Volk gingen, wobei man freilich nicht die erste Klasse, sondern die dritte Klasse auf der Eisenbahn wählen muß, dann würden sie manchen nützlichen Schluß aus dem ziehen können, was sie zu hören bekommen. Vergleichende Beobachtungen im Ausland mögen gut und interessant sein, im Inland sind sie besser und wertvoller. Daß Berlin mehr und mehr, wie Paris, zum Brennpunkt der Politik wird, daß fast alle die wichtigen Entscheidungen von dort ausgehen, hilft zwar die Geschäfte vereinfachen. Andererseits» wird Berlin zum Zentrum der Kritik und jeder politischen Verstimmung. Und das will beachtet sein. Kaiser Wilhelm II. trug, begrüßte während deS Abschreckens der Front die Offiziere des Regiments, welche auf dem linke« Flügel der Ehrenkompagnie Aufstellung genommen hatten. Hierauf fand großer militärischer Empfang statt. Sodann fuhren der Kaiser und die Kaiserin in einem offenen Wagen, eskortiert von einer Eskadron deS 1. Bayerischen Ulanen-Regiments Kaiser Wilhelm II., nach dem König, lichen Schloß. Die kronprinzlichen Herrschaften und dir übrigen Prinzen und Fürstlichkeiten folgten in weiteren Wagen. Im inneren Schloßhof erwies eine Ehrenkompagnie des Infanterie-Regiments Kaiset Wilhelm (Großh. Hessisches) Rr. 116 an§ Gießen die Honneurs. Im Schlosse fand sodann der große Empfang der Spitzen der Ziv il be h örd e n der Provinz Hessen-Nassau statt. Auf der Saalburg und im Schloß Friedrichshos. Der Kaiser fuhr um 2 */, Uhr im Automobil nach der Saalburg über die neue Altstadt-Ueberbrückung, welche dann dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde. Die Kaiserin war mit dem Prinzen Eitel Friedrich in einer Equipage vorauS- gefahren. Dem Kaiser folgten in einer Reihe von Automobilen die anderen Fürstlichkeiten und das Gefolge. Der Kaiser ließ sich auf der Saalburg verschiedene Donatoren vorstellen, so Mr. Roß Winans aus Baltimore, den Stifter der porta sinistra, Dr. v. Henrichs, den Stifter der porta prätoria, Kommerzienrat Aschrott, den Stifter der porta dextra. Kominerzienrat Albert aus Wiesbaden, den Stifter des Mithraeums, ferner den Großbritannischen Konsul Niesten aus Köln, den Stifter einer Sammlung römischer Glasgefäße, Verlagsbuchhändler PeterS auS Heidelberg, der einen Band der RcichslimeSschrift für das Saalburgmuseum, und Direktor Blümlein, der sein Buch .Der Kampf um die Saalburg" überreichte. Auch Prinz Harald von Dänemark besuchte heute nachmittag die Saalburg. Von der Saalburg begab sich der Kaiser mir dem Prinzen Heinrich nach Schloß Friedrichshos im Automobil und kehrte' gegen 6 Uhr nach Homburg zurück. Die Tafel. Am Abend fand eine Tafel bei den Majestäten statt, zu der die hier anwesenden Fürstlichkeiten, darunter außer ren schon genannten hohen Herrschaften die Prinzen Arthur v. Großbritannien und Leopold v. Bayern, Großfürst Georg Michaelowitsch von Rußland, die Umgebungen und daS Gefolge, General v. Eichhorn, Oberpräsident v. Windheim und Earl of LonSdate geladen waren. Gießen, 8. September. •• Der Ev angel. Arbeiterverein veranstaltet an Sonntag eine Besichtigung der Klärbecken-Anlageo unter Führung des Stadtbaumeisters Braubach. Die Zu- ammenkunft ist um 3 Uhr an der Margaretenhütte. Freund- des Vereins können sich anschließen. ]. Nidda, 7. Sept. Die Wirtschaft und Metzgerei zum „Hessischen Hof", Inhaber Wilhelm Preusch, wurde für 48 000 Mark an den Gastwirt Vöcher in Oberlais verkauft, Friedberg, 7. Sept. S. K. H. der Großherzog raf gestern nachmittag kurz nach V,6 Uhr mit Automobil )ier ein. Zum Empfang war Kreisrat Fey im Schlöffe anwesend. In Begleitung befanden sich Obersthofmarschall v. Westerweller Exz., Oberstallmeister Frhr. v. Niedesel Ex-, Generaladjutant Generalmajor v. Wachter, die Jlügeladjm tanten Rittmeister Kraemer und Oberleutnant Frhr. vov Mastcnbach. Heute empfing S. K. Hoheit die Herren Kreis- rat Fey, Oberstleutnant Mootz, Oberstleutnant Zahn vom Großh. Gendarmeriekorps, Bürgermeister Baurat Stahl, Schriftführer des Komitees für das Erinnerungsgeschenk der Frauen des Kreises Friedberg, ferner die Damen diese« Komitees: Frau KreiSrat Fey, Frau Oberamtsrichter Böttcher (Vilbel), Frau Geh. Kirchenrat Kalbhenn (Burg-Gräfenrode), Frau Stadtv. Damm, Frau Bürgermeister Dr. Kaiser (Bad- Nauheim), Frau Melchior (Butzbach). Morgen wird sich S. K. Hoheit mit Automobil auf das Paradefeld begeben und dort zu Pferd steigen. Die Rückkehr hierher erfolgt morgen abend. (k.) Friedberg, 7. Sept. Die hessische MissionskonferaA hielt heute in unserer Stadt ihre 11. Jahresversammlung Nach einer Sitzung des Vorstandes unter dem Vorsitze des PsirrnnL i. P. Leydheckev-F-rankfurt, imirde in der Burgkirche die Haupt- Versammlung, bitrdj Ansprache und Gebet des Direktors Prof. Dr. Wurster vom Predigerseminar eröffnet. Dann sprach der Leiter der Rheinischen Mission, MissionÄnspektor Hausleiter über „Die Mission und den Her c ro a u fstan d". Die Empörung wurde nach seiner Meinung veranlaßt durch Dürre, Rindnpest, Teuerung und nicht zum mindesten bnrd) den Länderwucher, ben gewissenlose Weiße trieben. Auch die Ausbeutung vei> a r m't e r N e fl e r hat diese zum Vertragsbruch und zur Empörung gegen Deutschland getrieben. Man hat nicht verstanden, den schwarzen Mann zu behandeln. Jetzt ist das He- rervvolk größtenteils vernichtet, die Rinder her - den sind zusammengeschmolzen und die W a s s erstell«' durch Tier und Mensch vernichtet. Auch die früher blühende Tätigkeit der Mission ist auf Jahre hinaus unterbunden. Miß sionsinspektor Schreiber aus Bremen sprach über: „Die Stellung der deutschen Kvlonialregierung zu den Missionsschulen . — Der geplante Anschluß der Geistlichen der Provinz Rhemhesser an die hessisckw Missionskonferenz kam nicht zu stände uno wurde auf nächstes Jahr vertagt. — Heute abend fand ein; öffentliche Versammlung im Saalbau statt. Professor D. Wurster begrüßte die Konferenz. Der evangel. Kirchenchor trug untei Leitung des Pfarrers Kleeberger „Ehre sei Gott in der Höhe vor. Missionsinspektor Schreiber schilderte seine „Erfahrungen und Erlebnisse auf einer Inspektionsreise in Deutsch-Togo . In höchst interessanter Weise beschrieb er das religiöse, kirchliche, soziale, wirtschaftliche unb intellektuelle Leben der Neger. Dar« nach erfolgten Lichtbildervorführungen über die Mission auf Sw matra und Gesangvortrage des Kirchenchors. Die Versammlung war von den Bewohnern Friedbergs und vielen Geistlichen stari B. Darmstadt, 7.Sept. J!n der heutigen Stadt» Verordnetensitzung wurde bekannt gegeben, daß de^ kürzlich verstorbene O b e r s ch u 1 r a t Wagner in seinem Testament die Darmstädter Schulen mit einem g to < ßeren Legat bedacht hat. Er fyat bestimmt, daß jede bet städtischen Volksschulen und der Mittelschulen für Knaben sowohl, wie für Mädchen je 500 Mk. und die höheren Schule^ je 1000 Mk. erhalten sollen. Später beschäftigte sich di- Versammlung mit einem Antrag auf Regelung der Ge" haltsvcrhältnissc der Schutzmannschaft uw>. angemessene Erhöhung der Gehälter der unteren Beamten Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters wurde der Antrag dem zuständigen 'Ausschuß überwiesen, nachdem er die Zw Deutsche, »eich. Kaisermanöver 1905. Berlin, 7. Sept. Der Kaiser empfing gestern den L Bildhauer Martin Wolf. Heute vormittag auf der Fahrt Homburg v. d. H., 6. Sept. 1005. nach Homburg v. d. H. hörte der Kaiser den Vortrag deS Der Landgraf und brandenburgische General der Kavallerie i Chefs deS Zivilkabinetts, Wirkt. Geh. Rats Dr. v. Lucanus. Friedrich II. von Homburg, mit dem silberneu Bein, der das 1 — Der „Tägl. Rundschau" zufolge ist der Militär- Schloß zu Homburg erbauen ließ und auch sonst dem Städtchen ; schriftsteller Generalleutnant v. Boguslawski heute gc- nach dem großen Kriege nach Möglichkeit aufzuhelfen suchte, starben. würde seine Freude haben, wenn er es heute sähe. Nicht 1 — Die „Tägl. Rundschau" bestätigt, daß unter den nur, daß Fahnen und Banner wehen allenthalben, — deutsche ■ Kolonialvorlagen, die dem Reichstage bei seinem Zusammen- und auch viel fremde Farben, dem internationalen Badetritt zugehen werden, auch eine Vorlage über den Bau einer Publikum entsprechend — nicht nur, daß das „Salve im- Eisenbahn von Lüdcritzbucht bis Ku bub sich 6c» perator“ von reichen Triumphbogen und Ehrenpforten herabfinden wird. winkt, daß Tannengewinde und Rosenguirlanden sich von Leipzig, 7. Sept. Der Zentralvorstand deS evang. Fenster zu Fenster ziehen, auch sonst wächst und rührt sich -Vereins der Gustav Adolf-Stiftung macht bekannt, die Stadt: die neue evangelische Kirche geht ihrer Vollendung daß die diesjährige Hauptversammlung deS Gesamt- entgegen, und die neue Brücke, die in der Verlängerung der vereinS in Brom berg nicht stattfinden kann. (Wegen Luisenstraße über die Häuschen der Altstadt hinweg zur Dorn- der Cholera in jener Gegend?) Holzhäuser Chaussee und damit direkt in die Berge führt, ist " '-----------—— ----------" ----I fertig, und man nimmt an, daß der Kaiser sie benutzen wird, Ausland. Iwenn er auch diesmal zur Saalburg hinauffährt. London, 7. Sept. Zu der Entdeckung einer Ver schwör - Das Kurhaus, die Stätte für das Militär- und das ang in Sm'yrnn wird aus Konstantinopel gemeldet: Vor Ziml-Diner, den Zapfenstreich und andere Veranstaltungen, etwa vier Monaten sind zwei Armenitt nnd E Frau nach um seiner Bestimmung als Vize-Schloß würdig W ÄÄÄ intt'W* «Meinen; nach den Pa.ktorrasf-N hinaus harrt ein Prunk, plosion und sahen einen Mann blutüberströmt auf die zelt der hohen Gälte, m den Nebenraumen wirken und schaffen Straße eilen. Der Polizei sagte er, er habe fick selbst nnt einer Küchenmeister. Der alte, aber unermüdliche Pro- Piswle verletzt. Die Polini überwachte das Haus Aid nahm emcJrc«ot Noßlwrg exerziert seine Musikermassen, und draußen aus ££■£ ÄJb “nfbllen- den, ParadeMh zi-h-n die 1«. Paniere D°°btzäune Für Maschinen und 700 Dynamitpatronen wurden gefun- die Automobile ist em besonderer Weg nach dem Paradefeld den, ferner zahlreiche Miefe und Pläne, ans denen hervvrgeht, sehen. daß es sich um ein lange vorbereitetes Komplott handelt. - be§ 18> Armeekorps, daS gegen das 8. Korps eSt bb?nm Eni" ?l8mbi8 Tu den'^an? gelben wrbJ bie diesjährigen Kaisermanöaer durchsühren soN, sind bereits sollten. Der 10. -Swtember sollte der Tag des Attentats fein, zusammengezogen, lieber 7000 Mann liegen m Frankfurt, Die Verschwörer erhielten viel l^eld aus dem Auslande. überall in den Dörfern ist Einquartierung, — als uns der Haag, 7. Sept. Rach9/J ^ug hierher führte, sahen wir die Mannschaften zum Appell griff mtf holläudischc^ Patrouillen zwei Unteroffiziere und fünf antreten, in Drillichanzug mit Helm, die vierte Hose m der Soldaten getötet, und zwei Offiziere und 14 Soldaten verwundet. Hand ober sonst m einem verschmitzt zusammengestellten Auf- Der Feind verlor 41 Tote. . zug — und hier in Homburg liegt auch schon die Leib- ^s^,?erdam, 7. Sept. De Zionisten nendarmerie, die LohcngrinS zu Pferde, deren Anblick eben n’™« 0 ti nnm. SleOira.nn batum den Berlinern bei der mehrfach verlchabenen Parade soll sich bereit erklärt haben, pachtweise ein größeres Gebiet entgehen mußte. Sehr schmuck und iM Vollbewußtsem Ihrer -abzutreten. , Bedeutung durchrasen die -Herren vom freiwilligen Aiitomobil- P ans, 7. Sept. Das Sekretariat der Pariser P^otfe be^l. , ihren Kraftwaaen die cnaen Straßen, schloß gestern den Antrag des Direktors enter amerikanischen I rorps aus iyren 5tra|i g g « Versicl>eriingsgesellschast dahingehend, einer internationalen Das Wetter ist warm tmd schön, die Aepfelbaume und Subskription für ein Roosevelt-Denkmal zu vep- Rosensträuche glänzen m der Abendsonne, und so ist zu anstalten, nicht stattzugeben. ^ffen, daß uns beffere Manövertage bevorstehen, als jene Wie aus C a rr a c a s berichtet wird, traf iMsEt 8 Jahren mit ihren furchtbaren Regengüssen, wo kotbespritzt Castro alle Vorsiwtsmaßregeln bezüglich oer erwarteten LsaMte-1 s»« 1 q q riflteiten mit Frankreich. Der Präsident bat große Posten von und durchgemeicht die Mannschaften deS 18. und 8. Korps Munition augekausi angeblich zur V e r t e i di g u n g der v en e ff, der Schlacht bei Hanau gegen die Bayern kämpften. Heuer z-iolanischen Küste. Alles deutet darauf hin, daß die fran- sicht nuc KorpS gegen Korps, und der Boden der kriege- zösische Regierung eine,rlotteu-D'« monstra t.on v^nch> I ... ^jgniffe wird ostrheinisch, nach der Lahn hinauf & wo fo manche, Wirtshaus einen Guien schänken soll, jetzt ersichtlich 'ist, ht Teincr Weise protestieren oder zu Gunsten Die Ankunft des Kaiserpaares. Venezuelas intervenieren, da auch amerikanische Interessen von ^ie Stadt hat reichen Flaggen- und Guirlandenschmuck i?SS N..l° Eduard ist heute nach. "Ng-legt Bi- in bi- Nebenstraßen hinein sind alle Häuser mittag nach England abgereist. durchgehend hübsch dekoriert. Am Bahnhofe m der ^usen- Belgrad, 7. Sept. Seit gestern erhält sick das Gerücht, straße bis zum Zlömglichen Schlosse hin sind schöne Ehrenkm Palais habe zwischen dem bisherigen ersten Adjutanten pforfen errichtet. Das Kurhaus ist besonders reich geziert. ÄÄÄÄ den-"WH"d"Die Einwahnerschast und bie überaus -pichen Fremden Säbel gezogen hätten. Ein Duell sei unausbleiblich. I sammeln sich m der Litisenstraße. - surchivaren ^apvtavmnv- tn ^a«u ' Aushebung her Einsuhrv°rb°t° für fle. 'Kaukasien) dauern fort. Deta.llierte Benchte fehlen da d,e unb®aui eine Ermäßigung der Vieh. Telegraphen- und ^lephon-Verbindungen mit den emzelnen - hsnwirken fall. Di- übrigen Anträge zur Fleifchnat- Plätzen gestört sind. Die e pH - y einstimmig einer gemischten Deputation überschrecklich. Leute, die gestern noch Millionäre waren, 1 ö sind heute an den Bettelstab gebracht. Die Hauptschuld Charlottenburg, 7. Sept. Die Stadtoerordneten- trifft die ständige Gesetzlosigkeit, die im ^p^age ie herrschbeschäftigte sich in ihrer gestrigen Sitzung mit wo Raub und Mord auf Tagesordnung sh- F^ischteuerung und nahm nach längerer Debatte einen Der Generalgouverneur fft machtlos und den^ en I n bec freisinnigen Fraktion gestellten Antrag an, den um Schutz gar nicht entsprechen, da nicht gmügend Militär ' f , . Petitionswege geeigneten Ortes v-handen ist. Auch die ^ e I3 et e. e n 3 n, x^e n ar e n ^gtot 3«^^ Behufs zeitweilige? Aufhebung und Armeniern dauern foiä Ueber ganz RußlandI Schlachtvieh unter Wahrung bringen diese urchtbaren Raphtabrande neue Not ®mI ^terinären Vorsichtsmaßregeln. Eventuell wildes Chaos herrscht unterdesien m Baku, wo, wahrend tue o Q;cer acaanaen werden. Kämpfe zwischen Armeniern und,Tataren fortdauern, Tau- Darmstadt, 7.9<5epL Der Gastwirteverein für sende von streikenden Arbeitern bxe inbl^tneacn.^ ben Stadt- und Landkreis Darmstadt hat an die Staats- durchziehen. Die ganze Stadt ist durch den Brand m bidjte ba§ Ersuchen gerichtet, angesichts der hohen Fleisch- Rauchwolken gehüllt. Em starker Sturm1 begünstigt die^Aus- 6 welche die gedeihliche Existenz zahlreicher Gastwirte dehnung der FeuerSbrrmst, durch die auch viele Tausende von I machen, und in Anbetracht, daß ein entsprechender Arbeitern brotlos werden. , Ausschlag der Speisenpreise nicht durchführbar ist, alsbald die Auch Schuscha brennt unt> wird vonTataren-Band^^ tun/ ba.nit ein Herabgehen der der- amlagert, Truppen werden aus Tiflis, Baku und Elisabeth- enorm Fleischpreise baldmöglichst erzielt werde, pol abgesandt. Erne Hungersnot erichemt unvermeidlich. Hanau, 7. Sept. Eine gestern abend abgehaltene Ver- Viele Häuser, darunter das Milstär-Hospital, sind abgc- \ *on Männern und Frauen faßte eine scharfe Pro- brannt. e testresolution gegen die fortdauernde Aufrechterhaltung der SS Ä Sie Panik ist grab Man b-sürch.-t d-n Ausbruch non Un- stch-n^ Sl.'I^^chst°u« b^-f„t,g Stadtkall-gium b-. ruhen rn anderen Städten. schloß eine Eingabe an das bayerische Ministerium mit dem schiffe gebaut werden. Nnd be§ o,,.T ; *> S** ,019ltn i,,™“/» »« eine 'u6'nts b" Ltz ■SSL. tbt. $L. * >>°im Domu& ®QaIburg vrrschiedem -Henrichs, den Stifter ^rolt' den Stifter Wiesbaden, £ robbritannischen Koniul Sammlung römischer ■f "ns Heidelberg, der - QS ®öJ!lbur9Meunt, 5 »$8C Kamps um di? emark besuchte heut? 1. der Kaiser mit dm "Ohos im Automobil rg zurück. den Majestäten statt, keiten, darunter außer en die Prinzen Arthur ayern, Großfürst Teo bungen und da? Tefal 3- Windheim und 6a: > eßen, 8. September, verein veranstaltet« Klärbecken-Anlage» iS Braubach. Die Z°> largaretenhütie. Freund' schast und Metzgerei p ;elm Preusch, wurde L : in Oberlais DerInfi H. ber Gross/e.M ',6 Uhr mit Liüx ecke'M Schlossen , sich Obersthofmarsche.' er Frhr. v. Riedescl kn, Wachter, die Flügelabjs Oberleutnant Frhr. v« Hoheit die Herren Kreil- , Oberstleutnant Zahn m ^meister Baurat M ' ; Erinncrungsgeschem °e | -rner die Damen 10beramtsrichtec Bottqe - bhenn (Zmg-GrasenM - rmrilto U »«I« ich). Morgen wm> (- das Paradefeld W Rückkehr hierher ey »SÄ dn W des 2netM , k ßt W.^5’ jpudia uirü'den S eUtun9t’fT‘ rasÄkru^,. xerstand^ -ndeln-/ZindrrS- MM er da§ gtegci-,| K'^jrfAWÄ Es s>;, i> 2d- »Ml ^tajerung gegeben hatte, das; er für möglichste Berücksichtigung des Wunsches auf Gehaltsaufbesserung Sorge tragen ♦»olle. (rmt) Darm stadt, 7. Sept, lieber die Lehren, welche man aus der Gartenbau-Ausstellung ziehen soll, sprach heute abend Gartenbaudrrektor Seide aus Frankfurt im Gartenbauverein. Zunächst wies der Redner, darauf hin, daß sich die Erwartungen, die man in bezug auf die g e m e i n s a m e Tätigkeit der Künstler mit den Gartenkünstlern auf der Ausstellung in Düsseldorf gehabt hat, nicht erfüllt hätten, da die Arbeiten sich nicht über das gewöhnliche Niveau erhoben hätten. Ter Gedanke, Kunst und Gartenbau zu ergänzen, sei wohl reizvoll gewesen, aber nicht erfüllt worden, und man habe größere Hoffnungen an die Darmstädter Ausstellung geknüpft. Die Künstler nahmen aber meist das Haus mit seinen geraden Linien als Richtschnur und kamen damit zu viel in das Schablonenhafte. Dazu gehöre eine besondere Technik in der Kenntnis des Materials. Pflanzen, Blumen vertragen nicht die regelmäßige Form. Man müsse sich der Natur mehr anp assen. Andererseits könne man sich der Ansicht nicht entziehen, daß mit ungemeinem Scharfsinn gearbeitet worden sei. Der Ausstattuna ber Garten spendete er ein uneingeschränktes Lob nnd er hofft, daß die Zusammenarbeit besser werde, wenn sich die Künstler erst besser mit dem Pflanzenmaterial vertraut gemacht hätten. Gärtner und Künstler müßten dabei aber ihre Selbständigkeit wahren. Bürgermeister Dr. G l ä s s i n g verteidigte demgegenüber die Aussteller und auch Maler Leipheimer behauptete, daß die architektonische Gartenanlage sich entschieden Bahn brechen werde. "Kleine Mitt^il'-ngen aus Hessen und den Nachbar st aaten. Die Schutzmannschaft in Worms feiert im Oktober ihr 25jährige? Jubiläum. Aus diesem Anlaß hat die Stadtverordnetenversammlung der Unterstüßungskasse, die im Laufe der Jahre unter die Beamten aufgeteilt wird, einen Zuschuß von 1OOO Mk. zuzuwenden beschlossen. — In Rheinhessen sind die P o r t u g i e f e n t r a n b e n so ausgereift, daß in manchen Gemarkungen geschnitten werden konnte. Der anfängliche Preis von 25 Pfg. pro Pfd. ist auf 15 Pfg. gesunken. — Eine Frau aus dem über 3 Stunden von Kassel entfernten Hoof kam am „Meßmontag" zu Fuß nach K., kaufte eine Kotze voll Meßwaren und stapfte wieder heimwärts. Unterwegs überfiel sie hinterlistiger Weiie Freund Adebar. Das Ergebnis war: daß, als die tapfere Frau heimkam, in der Kotze bei den Meßaeschenken ein kräftiger Junge lag, dem ebenso wie seiner Mutter die Reise nichts geschadet hatte. — In Kassel bewilligten die Stadtverordneten 600 000 Mk. Zuschuß zu den Baukosten für den Hostheater-Neubau am Auetor. vermachtes. * Königin Alice J. Ein französisches Blatt bringt folgenden Scherz über die Tochter Roosevelts: Alice I., Königin der Walkuren. Der große Erfolg der Friedensverhandlungen, der dem Präsidenten obendrein in seinem Charakter einen königlichen Anstrich verliehen hat, müßte eigentlich die Köpfe der Norweger beschäftigen. Es ist eine Tatsache, daß die modernen Walküren, die auch ihre Stimme bei der Wahl des künftigen nordischen Herrschers abgeben wollen, Petition auf Petition an Fräulein Roosevelt ab- gcsandt haben, um ihr die Krone anzubieten. Nachdem die Prinzessin soeben den Thron deS Zulusultans abgelehnt hat, können ihre Landsleute eigentlich erwarten,f daß sie die Krone in Christiania erhält. 'Kleine Tageschronik. In Thorn erschoß sich /in Unteroffizier vom Arbeitskommando des ^4. Regiments auf dem AussichtSturm des Schießplatzes. — Von der Scblumisl- A l m (Niederösterreichf ist der Wiener Postkontrolleur Neuhauser a b g e st ü r z t und wurde s cb w e r verletzt aufgefundeu. Dniversttäts-Nadmchten. [] Marburg, 7. Sept. Die Immatrikulationen Atm Wintersemester an der biestgen Universttät, das am 15. Oktbr. beginnt, sind wie folgt bestimmt: Am 16., 20., 26. Oktober und 1. November die Theologen, am 17., 23., 27. Oktober und 2. November die Juristen, am 18., 24., 28. Oktober und 3. November die Mediziner und am 19., 25., 29. Oktober und 6. November die Philosophen. Die Vorlesungen müßen bis zum 14. November belegt fein, sonst bat das Semester als Studienzeit keine Giltigkeit. Arbeiterbewegung. Worms, 7. Sept. Die hiesigen S ckr e in e r g e sell en, etwa 200, beschlossen mit allen gegen vier Stimmen, die sofortige Kündigung einzureichen, da ihr kürzlich aufgestellter Tarif bei den Arbeitgebern so wenig Entgegenkommen fand, daß jte nicht einmal in V.-rhondlun^en b-rriiber ein traten. KeriÄislaat. Celle 7 Sept. Das hiesige Landgericht verurteilte den Pastor a. D. Kr eußler wegen Betruges zu 5 Jahren, seine Mitschuldige Fräulein Hoppe zu 4 Monaten Ge- f ä n g n i s. ____________________——- Handel und Derkel'ir. Volkswirtschaft. Reichsbank. Am 2. Oktober wird in Driesen eine von der Reichsbankstelle in Landsberg a. W. abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschranktem Giroverkehr eröffnet und zugleich ermächtigt werden, auch Wechjel au; ^or- Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 9. September 1905 : Kühl, wolkig, geringer Regen, später vorübergehend ausheiternd. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kriginat-praötmeldungen. Die Kaiserparade. Frankfurt a. M., 8. Sept. Schon in aller Frühe brachen die hier und in der nächsten Umgebung einquartierten Truppen mit klingendem Spiel nach dem Paradefeld auf. Leider ist das Wetter trübe und mit geringen Unterbrechungen fallt leichter Regen. Der Zudrang zum Paradefeld ist enorm. Homburg v. d. H., 8. Sept. Der Kaiser begab sich heute früh 8.30 Uhr mittels Automobil über Gonzenheim und Ober-Eschbach zum Paradefeld bei Nieder-Eschbach. Die Kaiserin fuhr mit der Kronprinzessin eben dorthin zu Wagen, eskortiert von einer Schwadron des bayerischen 1. Ülanen-Regiments Kaiser Wilhelm II. Auch der Kronprinz und die hier weilenden, an der Parade teilnehmenden Fürstlichkeiten und Prinzen haben sich dorthin begeben. Das Wetter ist trübe mit leichtem Regen. leihen schwach. Markte. [] M arburg, 7. Sept. Auf dem heutigen Schweinemark t, der mit 980 Stück befahren war, gingen die Preise für Ferkel etwas zurück, denn man bezahlt für 5—6wöchige Ware 30 bis 36 Mk. per Paar. 3 bis 4 Monate alte Läufer kosteten dagegen 80 bis 100 Mk. und ältere Schlachtschweine zum Einlegen 120 bis 150 Mk. per Paar je nach Größe und Qualität. Erz-K uxe. F e r n i e. Angebot 4800, Nachfrage 4750. Ausbeuten und Zubußen 1903: 225: 1904: 300. schen, 8115, für Redakteur Drejski-Thorn (Polei 8375J für Arbeiter Sremski-Posen (Soz.) 654 Stimmen: die Ergebnis aus 85 Landbezirken stehen müh au§. Hamburg, 8. Sept. Fünf C holer a fä ll e haben sich auf hoher See zugetrageu Der Führer des auf ber fnerje von Bangkok nach Bremen befindlichen Bremer Dampfers „Mmne Rickmers" meldet aus Colombo, daß drei Mann ber Besatzung auf See an Cholera gestorben und zwei erkrankt sind. Der Dampfer hatte eine Zeit lang in Colombo in Quarantäne gelegen, konnte aber nach gründlicher Desinsizierung die Reisq fortsetzen. , _ Wien, 8. Sept. Nach der „N. Fr. Pr." tritt die C h o l rrA in den russischen Weichselufer-Gemeinden sehr stark auf, weshaM die galizischen Flößer, die fonft bis in den Winter dort bljtöettd zahlreich nach Galizien zurückkehren. Der Krakauer Nniversit5ts-t prvfessor Dr. Bujwid, der wiederholt Cholera-EpidenrieN in Rnh-f land beobachtete, erklärt, ein baldiges Erlöschen dem Cholera sei nicht zu erwarten. Deshalb seien die ftrengw sten sanitären Schlitzmaßregeln in Galizien geboten. Baku, 7. Sept. In der Stadt kam es zu keinem massen-, weisen Zusammenstoß: aber auf dem Grubenterraitt. von B a l a h a n y, wo eine beträchtliche Streitkraft nriti Artillerie zusammengezogen war, um die verderbliche Be^ wegung niederzuhalten, entstand eine wahre Schlacht. Die Banden der Arbeiter, die sich in dem' Hospital verschanzt" hatten, wurden mit Gewebrfener und mit dem Bajonett Vertrieben. 'Andere Banden griffen das Militärlager und das Vorratsdepot an und wurden durch die Truppen zurück- getrieben, welche mehr als taufe ndPersonentöteten und verwundeten. Es herrscht Mangel an Lebensmitteln. Dar-es-Salaam, 7. Sept. Sergeant Thiede, welcher von Liloali zum Entsätze von Songea mit 12 schwarzenj Soldaten ausgesandt war, ist mit seinem schwarzen Feldwebel gegen die Aufständischen kämpfend am 26. August gefoltert; Die übrigen 11 Sold"ten erreichten Songea in guter Orbnungj Kilwa und Lindi sind zerstört. Tiflis, 8. Scpt. Die Stadt ist von Fluchtlin getf] aus Baku, die ihr Hab und Grit im Stiche ließen, an-i gefüllt. Heute sprachen bei den Behörden 'Abgeordnete bec] großen Petroleum-Raffinerie vor, die um Schutz für 25i Millionen Pud brennbarer, in dem Reservoir in Baku enthaltenen Flüssigkeiten nachsuchten. — Sämtliche Brannt-' Wein-Brennereien und Seide-Spinnereien iw dem Bezirk Schuscka wurden von den Tataren in Bran8 gesteckt. — Einem Teil der Arbeiter ist es gelungen,, in die Berge zu flüchten, die anderen wurden niedere gemetzelt. — Die Naphta-Werke in Bibri-Ebrat von: Mantahons liegen in Asche. Auch die anderen Werke der. Kaspischen Gesellschaft wurden in Brand gesteckt. Die christ-, lichen Arbeiter wurden von Tausenden von Tataren itmH zmgelt. . ~ w. Yokohama, 7. Sept. Bei den Unruhen in Tokiv ant 5. September wurden vier Personen getötet un8 hundert verwundet. Das Geschäftshaus der ZeitunA „Kokumin", des Regierungsorgans, wurde nie der gebrannt. Tokio, 7. Sept. Eine Volksversammlung, die gegen den Friedensschluß protestieren sollte, wurde von der Pl>« lizei verhindert. Der Pöbel durchbrach fedoch den Polizeikordon, der das Versammlungslokal absperrte, und nahm mit lauten Zurufen eine Protestresolution an. Dabei kam es zu einem Handgemenge mit der Polizei,; die blank zog. Mehrere Personen wurden getötet, und verletzt. Ein Volkshauken versuchte in das Palais Katsuras einzudringen, wurde aber zurückgeschlagen. Die Ordnung wurde durch herbeigerufene Truppen'wieder hergestellt. Ein Teil der Menge bewegte sich nun zum taii'er-i lichen Palast und brachte stürmische Banzais auf den Mi-" kado aus. Newpork, 8. Sept. Lokalreporter melden: Professor Martens habe bei der Abfahrt geäußert, zwischen dents Zaren und dem Mikado sei ein Geheimvertrag, abgeschlossen. Kvrostovetz sagte, Martens Worte bedeuteten^ nur, daß der Fried ensv er tra g in seiner wirk-? lichen Gestalt noch geheim sei. dämm bei Driesen und Mühlendorf bei Bordcrmm einzuziehen. WechsÄ auf diese drei Orte, welche nach dem 30. September fällig werden, können von jetzt ab angerauft werden, sie sind an die Nebenstelle in Driesen zu girieren. Bergwerkskuxe an der Frankfurter Börse. Gegen die wiederholt erwähnte Einführung von Bergwerkskuxen an der Frankfurter Börse wird seitens des professionellen Küxen- händler Stimmung gemacht. Man scheint in diesen Kreisen zu befürchten, daß sie einen Teil ihres gegenwärtigen Kuxen-Geschäftes verlieren konnten, sobald erst einmal seitens der Großen Börsen das bisher bestehende Prinzip, den Bergwerkskuxcn den offiziellen Markt zu verschließen, durchbrochen ist. Die „F. Z." meint dazu, daß das übertriebene Besorgnisse seien. Bei der Zulasiung von Kuxen zum offiziellen Verkehr der großen Börsen kann es sich immer nur um einzelne Unternehmungen handeln, während das Gros wie bisher auf den inoffiziellen Verkehr angewiesen bleibt. Zur Affäre Cronier. Die offiziöse Prüfung der Verlassenschaft des einstigen Direktors der Raffinerie Saß, die von dem Handelsgericht angeordnet worden war, hat zu dem Ergebnisse geführt, daß die Passiven noch sehr stark den ursprünglich angegebenen Betrag von 120 Mill. Fr. übersteigen und daß die Konkurserklärung deshalb nicht zu vermeiden ist. Der Masseverwalter würde dann festzustelleu haben, wann Cronier bereits passiv gewesen war und die Eröffnung des Konkurses! auf jenes Datum zurückverlegen, sodaß alle Zahlungen, ine | Cronier seit jener Zeit geleistet, an die Konkursmasse zurück- zuzahlcn waren. Dies dürste jedenfalls eine ganz heillose Verwirrung und Störung in den Finanz- und Geschäftskreisen Hervorrufen, da die Rückzahlungen von Millionen stattzufinden hätten. Vaeuurn Oil Company. Dieser Gesellschaft ist nun- mehr endgiltig die Konzession zur Begründung einer Raffinerie bei Hamburg, jedoch auf preußischem Gebiet, erteilt worden. Zahlreiche Proteste, die gegen die Herstellung der Anlage von Nach- bargemeindcn erhoben wurden, sind zurückgewiesen worden. Paris, 7. Sepü (Börsenbericht.) Trotz des guten Eindrucks, den die Bewilligung der französischen Forderungen seitensdesSultansvonMarokkomachte, war die Haltung des Marktes träge infolge der Erhöhung der Londoner Bankrate auf 3 Prozent und infolge des starken Rückganges des Küpferpreises. Die Kursbewegung war unregelmäßig. Zuckerwerte erholt. Schlußtendenz eher besser, russische An- Telephonischer Kursbericht* Emden, 8. Sept. Heute früh 3 Uhr entstand in dem Magazin-Gebäude der hiesigen Werft „Nordsee-Werke" ein großes Feuer, welches das Magazin in kurzer Zeit einäscherte. Dank dem tüchtigen Eingreifen der freimütigen Feuerwehr konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden. Westerland (Sylt), 7. Sept. Rechts anwalt Dr. Reinshagen aus Leipzig und seine Gattin sind im Nordseebad'Kämpen beim Baden ertrunken. L i e g n i tz, 8. Sept. Aus Grund des statistischen Nachweises betreffend Abnahme der Schlachtungen im städttschen Schlachthofe bei gleichzeitig fortgesetzter Steigerung der Fleisch- Preise beschloß der Magistrat beim Lantmnrtschaftsminister um vermehrte Vieheinfuhr durch Oeffnen der Grenze zu petitionieren. Thorn, 8. Sept. Bei der Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Thorn-Kn len Briesen wurden bis jetzt gezählt für Reicksbankdirektor Oertel-Thorn Oil.), Kandidat aller Deut- 3'/t% Reichflanleihe . 8 Vo do. . . 3'Wo Konsoto . . . 8a/o do..... 8V».% Hessen * . . 3lOberhesiien . . 4% Oesterr. Goidrenfe . Frankfurt a. M., 8. Septbr. 1905. . 100.90 3°/ö Mexikaner .... 68.74 . 89.70 4*/e°/o Chinesen . 98.05 . 100.95 . 89.80 . 99.95 Electric. Sehuckert Nordd, Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandil . 137.60 . 135.00 . 205.40 . 19550 . 101.75 Darmstadter Bank . 15110 4'ft% Oesterr. Silberrente . 101.35 4% Unsrer. Goldrente . . 97.85 4'Vo Italien. Rente , . . 105.00 3% Portugieser I . . . 68.85 3°/-. Portugiesen. III . . 68.55 1 % Unif. Türken . . . 90.90 Türkenlose......140.60 Dresdener Bank .... 164 90 Berliner Handelsges. . . 172.90 Oesterr. ßtaatsbahu . . . 144.40 Lombarden.....22.00 Gotthardhahn ..... —.—i Lanrahütte..... 268.80 Bochum...... 255.20* 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 96.70 Harpener . . . 4°/e äussere Argentiner . —.— Stnatschatzseheine 220.40 100 40 Tendenz bei ruhigem Geschäft wenig verändert. Montanwerte erholt. BekmrrrrnmckMMll. betreffend: Die ärztliche Behandlung der Stadtarmen. Herr Privatdozent Dr. Bolhard ist bis zum 4. Oktober 1905 verreist. Meldungen von Stadtarmen sind wahrend dieser ^Zeit an die medizinische Klinik zu richten. B/e Gießen, den 4. September 1905. Armenamt Gießen. Eurschmann. Die Königliche Baugewerkschule „ (Taunus) eröffnet das Winterhalbjahr am ZU äUSIÖIII 18- Oktober. Programme versendet kostenlos Die Direktion. Die Ausführung der Arbeiten nnd Liestrungen zur E^efterung des Güter- und Zollschnpvens sowie Herstellung emes Aufentbalt- raurnes für Güterbodenarbeiter auf Bahnhof Gießen soll "«ch folgenden 5 Losen getrennt — ober tm Ganzen öffentlich vergeben WCrbCnöo§ I Erd-, Maurer-, Asphalt- und Steinmetzarbeiten, Los II Zimmerarbeiten, Los III Schmiede- und Eifenarberten ,, feinschl. Lieferung und Herstellung der eisernen Dachkonstrliktron). Los IV Dachdecker- und Klempnerarbeiten. Los V Tischler-, Schlaffer-, Glaser- und Anstreicherarbeiten. 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