VJr* 13$> Zweites Blatt. 155» Jahrgang Donnerstag 8.Juni 1905 W^ctai «v»ch mit Ausnahme de» Sonntag». jflR W PT J . Rotationsdruck und Verlag der vrÜHNch« «. «=«.r 1! »Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der O M U UH E K N SO f|L, N Redaktton, Expedition u. Druckerei: Schulstr.K. «^rspfch» Laudwirt" erjcheinl momttüch einmal. ® H v v Lei. Nr. 6L Telegr^-Adr.; Anzeiger GieH«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Die Trennung Schwedens und Norwegens. Gestern mittag kurz nach Fertigstellung unseres Blattes erhielten wir folgende Depesche, die wir alsbald durch Aushang bekannt gaben: Chriftiania, 7. Juni. 1.45 Min. Das „Storthing" er- klärte, da der König aufgehort habe, als norwegischer König zu fungierten, die Vereinigung mit Schweden unter einem König für aufgelöst, übertrug die Negierungs. gewalt dem bisherigen Kabinett nnd ersucht den König, dahin mitzuwirkeu, daß ein jüngerer Prinz des Hauses Bernadotte den norwegischen Thron besteige. Dieser Beschluß ist, wie uns heutige Telegramme melden, z)on der norwegischen Nationalvertretung einstimmig gefaßt worden. Staatsminister Michelsen nahm namens der Negierung die schwierige Aufgabe an, die ihm der Storthing übertragen hat. Weiter wurde gegen 5 Stimmen der Sozialisten eine Adresse an den König angenommen. In der Adresse heißt eS: Ta sämtliche Mitglieder des Staatsrats heute im Storthing ihre Aemter niedergelegt haben und da Ew. Majestät im Protokoll vom 27. Mai offiziell erklärt haben, daß Ew. Majestät sich nicht imstande sehen, dem Lande eine neue Negierung zu verschaffen, ist diekonstitutionelleKönigsmachtinNorwegen somit außer Wirksamkeit getreten. Es ist daher Pflicht für das Storthing als Vertreter des norwegischen Volkes gewesen, unverzüglich die Mitglieder des abgetretenen Staatsrats zu ermächtigen, als norwegische Regierung bis aus weiteres die dem Könige zustebende Macht ouszuüben, in Uebereinstimmuug mit oer Verfassung des Königreichs Norwegen und den geltenden Gesetzen mit Aenderungen, die dadurch notwendig werden, daß die Vereinigung mit Schweden, welche einen gemeinsamen König voraussetzt, als Folge davon aufgelöst ist und daß der König aufgehört hat, als norwegischer König zu fungieren. . . . Der prinziptelle Gegensatz in der Auffassung über den Ch-arakter der Union hat viel Mißverständnis zwischen den Völkern hervorgerufen und manche Reibungen veranlaßt. JU der Auffassung, welche während der letzten Verhandlungen zwischen den beiden Reichen von der schwedischen Negierung gegenüber Norwegen geltend gemacht wurde, hat das norwegische Volk eine Kränkung seines verfassungsmäßigen Rechts und der Selbständigkeit der nationalen Ehre sehen müssen. . . . Aber über der Union steht für uns Norweger unser norwegisches, für die Schweden das schwedische Vaterland und wertvoller als die politische Verbindung sind das Soli da ritätsgefühl und das freiwillige Zusammenhalten beider Völker. . . . Als Zeugnis dafür, daß die Arbeit und der Kampf des norwegischen Volkes für die volle Selbständigkeit des Vaterlandes nicht in irgendwelcher Mißstimmung gegen d as Königshaus oder das schwedische Volk begründet gewesen ist und keine Bitterkeit gegen einen von diesen hinterlassen hat, ersucht das Storthing ehrerbietigst um Ew. Majestät Mitwirkung, daß einem Prinzen aus Ew. Majestät Haus gestattet wird, unter Aufgabe seines Erbrechtes an dem Throne von Schweden die Wahl zum König von Norwegen anzunehmen. Der Tag, an dem das norwegische Volk seinen eigenen König erhält, um den alten Thron Norwegens zu besteigen, wird eine Aera ruhigerer Arbeitsbedingungen für Norwegen, eines guten utto herzlichen Verhältnisses zum schwedischen Volk und des Friedens, der Eintracht und des treuen Zusammenhaltens im Norden zum Schutz der Kultur der Völker, ihrer Freiheit und ihrer SelbständiKeit einleiten. Hiervon überzeugt, tragt das Storthing, die sichere Hoffnung auszusprechen, daß, was jetzt geschehen ist, sich zum Guten für Alle wenden wird, auch für Ew. Majestät, für dessen Ptzrson das norwegische Volk Hochachtung und Ergebenheit bewahren wird. Das Storthing beschloß ferner in einer Abendsitzung gestern eine Proklamation an das norwegische Volk, in der es nach einem historischen Ueberblick über die bisherigen Vorgänge heißt: Wenn der Gang der Entwicklung, der mächtiger war als die Wünsche und der Wille des Einzelnen, Schritte gefordert hat, die der Storthing getan hat, so ist es unsere sichere Hoffnung, daß das norwegische Volk das Glück haben werde, in Frieden und gutem Einvernehmen mit allen Völkern und nicht zum wenigsten mit dem schwedischen zu leben, mit dem wir durch so viele natürliche Bande verbunden sind. Jii der sicheren Ueberz-eugung, daß das norwegische Volk sich mit dem Storthing und der Regierung vereinigen wird zur Festhaltung der vollen Selbständigkeit des Reiches unter Bewahrung der vollen Selbständigkeit des Reiches unter Bewahrung derselben Festigkeit Besonnenheit und würdigen Ruhe, die bisher unser Auftreten gekennzeichnet hat, ünd daß es willig die Opfer tragen wird die verlangt werden sollten, erwartet das Storthing, daß jeder Untertan sich vollständig nach den Anordnungen und Vorschriften richtet, ebenso, daß alle Beamten, zivile, militärische und geistliche in leder Hinsicht der Regierung Gehorsam zeigen, den zu verlangen sie auf Grund der Gewalt, welche ihr das Storthing im Namen des norwegischen Volkes überttagen, das Recht hat. Die unmittelbare Folge der Adresse an den König war baß dieser von Stockholm aus sofort dem Präsidenten des Stotthings sowie dem Staatsmimster Michelsen telegraphisch seinen bestimmtesten Protest gegen die Handlungsweise des Staatsrates rote der Regierung em- verlautet, der Handelsminister Arctander werde die Leitung der Auswärtigen Angelegenheiten, Hagerup-L)ull das Justiz- und Bothner das Revisionsdepartement uber- "^Sämtliche Blätter Norwegens stellen die Ruhe und Würde fest, mit der das Storthing und die Regierung den wichtigen Schritt unternommen haben, und sprechen ihre £eube darüber aus, daß der Beschluß des Stör hmgs emjtimmia erfolgt ieü ste erkennen die Loyalität des Stotthings gegenüber dem König an durch das Anerbieten des norwegischen Thrones an einen Prinzen aus dem Hause Bernadotte und hoffen, daß die loyale Rücksichtnahme verstanden und gewürdigt wird. Die Blätter geben der Freude und Genugtuung darüber Ausdruck, daß Norwegen von heute an ein völlig unabhängiger und souveräner Staat sei. In C h r i st ia n a herrscht ruhige Stimmung. Vor dem Storthingsgebäude war gestern den ganzen Tag eine große Menschenmenge angesammelt, welche die Mitglieder der Regierung und den Präsidenten des Storthing Berner beim Verlassen des Gebäudes mit Hurrahrufen begrüßten. Als Verner die Johannstraße passierte, wo eine Militärkapelle spielte, wurde die Nationalhymne intoniert. Die Menge bildete, die Häupter entblößend, Spalier und grüßte den Präsidenten. Die schwedischen Blätter, welche noch in der Lage waren, Besprechungen über die Begebenheit in Norwegen zu bringen, stellen fest, daß eine Revolution ausgebrochen sei und behaupten, daß die Union nicht allein durch den Beschluß Norwegens aufgelöst werden könne; dazu gehöre auch die Zustimmung Schwedens. ♦ Die berechtigte Forderung der Norweger nach selbständiger Auslandsvertretung in Ehren! Es fragt sich aber wohl doch, ob dieser Konfliktsgegenstand groß genug ist, um die Umwälzung einer fast hundert Jahre bestehenden Verfassung zu rechtfertigen. Nicht ganz verständlich ist eS andererseits, warum Schweden dem Bruderland durchaus keine Konzessionen machen wollte. Das pangermanistische Interesse wird durch diesen Zwist zweifellos geschädigt. Wie gerüchtweise verlautet, soll der Kronprinz von Schweden, der bei der Hochzeitsfeier in Berlin weilte, im Namen des Königs Oskar den Kaiser gebeten haben, wegen des schwedisch-norwegischen Konfliktes, der sich immer kritischer gestaltet, in diesem Jahre von einer Nordlandreise Abstand zu nehmen. Darauf sei es zurückzuführen, daß der Kaiser, wie bereits gemeldet, seine diesjährige Sommerfahtt nicht über die Ostsee hinaus ausdehnen wird. Die Darstellung der „Dtsch. Tagesztg.^, als ob die internationale Lage den Kaiser veranlasse, die Entwicklung der Dinge auZ der Nähe zu beobachten, ist jedenfalls unzutreffend. Der folgenschwere Beschluß des Stotthings, daß die Union mit Schweden in aller Form als gelöst zu betrachten sei, mag den Kaiser um so tiefer bewegt haben, als dadurch der Lebensabend de§ von ihm hochverehrten Königs Oskar getrübt wird. Im übrigen dürften sich die durch den Fortfall des Sommerbesuchs Kaiser Wilhelms den Norwegern erwachsenden wittschaftlichen Nachteile sehr bald bemerkbar machen. Irr Krieg. Ein Zwischenfall auf hoher See. Nagasaki, 6. Juni. (Reuter.) Der von der Mitsur Bursan Gomei Dampfschiffsgesellschaft in Nagasaki gechartette englische Dampfer „ßiburnum* wurde am Freitag 80 Seemeilen vor Wusung durch den russischen Hilfskreuzer „Rion" angehalten und durchsucht. Die Luken wurden geöffnet und darauf 411 Sacke Bohnen, 125 Ballen Baumwolle und 12 Kisten mit Antimon über Bord geworfen. Dann roitrbe das Schiff wieder verlassen. Der so plötzlich befreite Dampfer erklärt dies damit, daß der „Rion" durch drahtlose Telegraphie die Annäherung der Japaner erfahren habe. Die Russenreste auf den Philippinen. Manila, 7. Juni. (Reuter.) Heute vormittag 11 Uhr wurde dem General Enquist die Verfügung des Präsidenten Roosevelt übermittelt, nach welcher er entweder in 24 Stunden von heute mittag ab gerechnet, Manila zu verlassen hat oder interniert wird. Togo. London, 7. Juni. Aus Tokio wird gemeldet, daß Admiral Togo in der Seeschlacht dem Tode knapp entging. Ein junger Offizer, der dicht neben ihm stand, wurde von einem Geschoß getötet. (Berl. Ztg.) Der russische Schlachtplan. Petersburg, 7. Juni. Nach Berichten von Teilnehmern der Seeschlacht hat in der ganzen Flotte niemand die Pläne Roschdjeftwenskis gekannt. Da der Admiral ziemlich bald nach Beginn des Kampfes verwundet wurde, ging alles weitere aus russischer Seite ohneLeitung durch Signale vor sich. Aus der Mandschurei. Petersburg, 7. Juni. Vergebens versucht man dem Heere in der Mandschurei die vernichtende Niederlage der baltischen Flotte zu verheimlichen. Die Japaner verbreiten die Nachttcht tm russischen Lager. Der Eindruck auf die Truppen läßt sich nicht beschreiben. Einzelne Abteilungen warfen die Gewehre fort und erklären, nicht weiter kämpfen zu wollen, da ein Sieg der Russen ausgeschlossen sei. Auch der Offiziere hat sich eine tiefe Entmutigung bemächtigt. Einberufung der russischen Neserveu und Mobilmachungen. Petersburg, den 7. Juni. Wie gerüchtweise verlautet, steht die Einberufung der letzten drei Jahrgänge der Reserve unmittelbar bevor. — Hier liegt der Beschluß vor, die russische Westgrenze von Militär völlig zu entblößen. Die Mobilisation zweier Armeekorps, die jetzt vor sich geht, verläuft reich an Zwischenfällen. Ein sehr hoher Prozentsatz von Soldaten desertiert, wird aber vor kein Kriegsgericht gestellt, sondern eingefangen und gebunden in die Waggons verladen. Auf der Moskau-Kasan-Bahn sind zahlreiche Soldaten aus den Zügen desettiett. Krieg oder Frieden? JttZarskojeSelo hat am 6. d. M. unter dem Vorsitz des Zaren eine KvnferenL der höheren Milttärbeamten über die Fortführung des Krieges oder einen Fttedensschluß stattgefunden. Das Befinden und das Aussehen des Zaren ist vortrefflich. Alle gegenteiligen Meldungen sind falsch. Graf Lambsdorff und die übrigen Minister sollen bestrebt sein, den Frieden herbeizuführen, und es sei Hoffnung vorhanden, daß diese Bewegung nicht fruchtlos bleibt Aus zuverlässiger Quelle verlautet aber, ein baldiger Friede liege nicht im Bereich der Unmöglichkeit. Lenewitsch der Zuversichtliche. Petersburg, 7. Juni. Nach einer Meldung aus Guntschuling äußerte sich Linewitsch in einem Gespräch über die Frage, ob der Krieg fortbauern oder Friede geschloffen werden soll. Er rief ohne Bedenken: „Natürlich Krieg' Ich bin Soldat imb werde natürlich alle Befehle meines Zaren ausführcn. Doch meiner Meinung nach muß der Krieg fortgesetzt werden. Unsere Verluste auf dem Meere können meine Pläne nicht im geringsten ändern. Ich fühle mich jetzt so stark, daß ich nicht allein keinen Angriff fürchte, sondern selbst offensiv werten kann. Ich bin kein Prophet, will es auch nicht sein: doch persönlich glaube ich, daß wrr die Japaner schlagen und aus der Mandschurei hinaustreiben können. Schade, daß uns nach dem Verlust der sAotte die Möglichkeit genommen ist, den Krieg aus javanisches Territottum ln nüberzuführen." Die Mächte und die gelbe Gefahr. Es soll Stimmung vorhanden sein, einen internationalen Kongreß einzuberufen zu dem Zweck, nach Beendigung der Feindseligkeiten im Interesse der weißen Rasse Japan an der vollen Ausnutzung seines Sieges zu hindern, wie seinerzeit am Schluß des° chinesisch-japanischen Krieges. Einer Koalition von Mächten werde sich Japan diesmal ebensowenig widersetzen können. In der „Times" ist dieser Tage aber erklärt worden, daß einem ebenso ungerechten wie unsinnigen Vorhaben, Japan um die Früchte seiner Siege zu bringen, von England der entschiedenste Widerstand entgegengesetzt werden, und was die deutsche Reichsregierung betrifft, so hat sie während des ganzen Krieges zur Genüge bewiesen, daß ihr eine Stellungnahme gegen die gelben Nationen fern liegt. Die deutsche Neutralität ist auch von Japan! und China anerkannt worden. Wenn sich Deutschland an einer Knebelung Japans beteiligen wollte, bann würbe es einfach ben Ast absägen, auf bem es in Ostasien sitzt. Tenn es ist mit Hänben zu greifen, baß ein Versuch, Japan um die Früchte seiner Erfolge zu bringen, bie Empörung her gesamten gelben Welt entfesseln unb zu Wirren führen müßte, weit verhängnisvoller als bie chinesischen des Jahres 1900. IN ber Koalition würben bann also zurückbleiben^ Frankreich unb bie Vereinigten Staaten. Sie hätten aber kaum bie Macht, Japan in ben Arm zu fallen, selbst wenn sie geneigt ba#u wären. Ein engerer Zusammenschluß ber weißen Nationen mag später geboten sein, um bie Gelben nicht zu groß werben zu laffen. Für jetzt aber wirb wohl Rußlanb ben .Kelch- bis zur bitteren Neige leeren müssen, wie es Japan hätte tun müssen, wäre das Kriegsglück nicht bei seinen Fahnen gewesen. Allerdings ist den iVersicherungen oer Engländer durchaus nicht zu trauen. Ihre heutige dicke Freundschaft mit Jch-cm wird felbstverständlich nur solange dauern, als sie felber Vorteil davon haben. Sobald ihnen die Erfolge Japans bedenklich groß erscheinen, werden sie sich keinen Augenblick besinnen, mit Frankreich und Amerika int Bunde den Herren Japanern nach Kttiften etwaige Großmanns.gelüste zu vertreiben. Schon hettte geben sich mit Recht die europäischen Mächten er nicht geringen Besorgnis hin, daß unter jccha- nischer Führung ganz China sicher in ben nächsten Jahren reorganisiert werben würbe. Schon rüstet sich Japan, bie chinesische Armee burch Instruktoren zu reorganisieren. Tie nächste Etappe wirb jein, baß, bank ben billigen Arbeitskräften in Japan unb China, die europäische Industrie durch ben j apan isch err Vorstoß von Ostasien abgebrängt werben würbe. Es gibt eine „gelbe Gefahr" für Europa, wohl nicht in dem Sinne, daß eine Bölkerlvanderung ostasiatischer Horden gegen Europa &bt; sich vorbereitet, aber auf dem Gebiete des Handels im$> oer! Industrie. Rußland in Sturm und Drang. Die Dumen von Samara und Kasan haben einstimmig beschlossen, durch Vermittelung des Ministers des Innern, um die unverzügliche Einberufung einer Volksvertretung nachzusuchen. — Die Einberufung soll indes erst nach der nächsten Landschlacht erfolgen. Den Seeoffizieren in Petersburg wurde verboten, Vergnügungslokale zu be^ suchen. Während des Gottesdienstes in der lutherischen Kirche in Groß-Wüzzei unweit Riga stürzten sich auf einen in der Kirche anwesenden Polizeileutnant drei Arbeiter, warfen ihn' zu Boden und feuerten darauf mehrere Revolverschüsse auf ihn ab. Der Polizeileutnant wurde tätlich getroffen und starb nach einigen Augen« blicken. Die Mörder entkamen. Der König von Spanien in London. London, 7. Juni. Bei dem gestrigen Galadiner brachte König Eduard einen Trinkspruch auf König Alsonso au§. Er begrüßte zlmächst seinen Gast und fuhr dann fort: Ihr Erlauchter Vater studierte in unserer Mlitärfchule in Sandhurst; er trug die Uniform eines Kadetten. Ich bin stolz in bem Gedanken, daß Ew. Majestät den Rang und die Uniform eines britischen Generals angenommen haben. Spanien und England sind oitV er bün d e t e gewesen. Mögen sie dies immer sein und vor Allem zusannnengehen zum Besten des Frieden, des Fott- schrittes und der Zivilsatioin König Alfonso erwidette: In Sandhurst bega,rn der König, mein Vater, feine mllttättfchL Erziehung. Dort wnrde er mit den Pflichten eines konstitutionellen Monarchen vertraut gemacht, indem er stets das erhabene Beispiel der Königin Viktoria vor Augen batte. Die Herzlichkeit de4 Gefühls gegenseitiger Zuneigung, das unsere beiden königlichen Familie»! vereint, tritt auch hervor in dem Einvernehmen, das glück- licheriveise znüschen Spani > und unb dem Britischen Reiche besteht unb sich künftig im Interesse und zum Vorteil der beiden bekreuz beten Länder noch weiter entwickeln möge. Ich trinke aus bas Wohl Ew. Majestät und der Königlichen Familie sowie aus die Wohlfahrt deS Reiches. König Alfonso wohnte in Begleitung deS Herzogs von Connaught einem militärischen Neiterspiel in Islington bei; später besuchte der König beide Häuser deS Parlaments und hielt einen Empfang in der spanischen Botschaft ab. König AlfonS begab sich heute mittag in Begleitung deS ^Prinzen von Wales nach der Guildhall, wo sie von deren Lordniajor in der Bibliothek empfangen wurden. Das HerzogS- paar von Connaught mit Töchtern, der Premierminister mit den Mitgliedern des Kabinetts, der Erzbischof von Canterbury, die Mitglieder der spanischen Botschaft und zahlreiche Parlamentarier waren zugegen. Dem König wurde eine Adresse in einem goldenen Kästchen überreicht. In der Festhalle fand sodann ein Mahl statt. Bei dem Frühstück in der Guildhall gedachte König Alfonso in seiner Antwort auf die Nede des Lordmayors der Sympathien zwischen England und Spanien, welche Jahrhunderte hindurch in engem Verkehr standen, viele Schlachten Seite an Seite gekämpft hätten und dadurch von jenen Gefühlen der gegenseitigen Achtung und Bewunderung erfüllt feiert, auf Grund welcher sie ernstlich beabsichtigten, jetzt ein friedliches, vollständiges und immerwährendes Einvernehmen herbeizuführen, verbunden mit politischen und kommerziellen Vorteilen, die am meisten geeignet seien, die alten, überlieferten Freundschaftsbande zwischen den zwei Völkern noch enger zu knüpfen. Deutsch-Mdwestafrika. Ein Telegramm on§ Windhuk meldet: Am 23. Mai bei einem Ueberfall östlich der Karras berge gefallen: Unteroffizier Lupp, Gefreiter Kadoch, geb. 30. März 1883, Netter Kersten, Reiter Schneider, Reiter Schöps. — Am 27. Mai im Gefecht südwestlich von Goggas verwundet: Hauptmann Georg Blume, geb. 1866 zu Berlin, früher Infanterieregt. 144 (Streifschuß an der linken Hand); Leutnant Martin Schmidt, geb. 1878, Reiter Leschner. — Am Typhus gestorben: Gefreiter Füllbier, Reiter Schütt, Reiter Pokohn, Reiter Pieper. — Außerdem Gefreiter Leistritz an Lungenentzündlmg gestorben. — Nachträglich wird ge- meldt: Unteroffizier Weißer 19. Mai im Gefecht bei Visseport verwundet; Reiter Schau am Typhtts gestorben. Deutsches Reich. Berlin, 7. Juni. Der Kaiser besuchte heute nachmittag die Großherzogin von Oldenburg. Abends 8 Uhr fand bei dem Kaiserpaar im königlichen Schlosse Tafel statt, an der teilnahmen allster den anwesenden Prinzen-Söhncn und deutschen Fürstlichkeiten der Prinz und die Prinzessin Arisugawa von Japan, der Prinz von Rumänien, das Prinzcnpaar Albert von Belgien und die Herren der spanischen Mission. — Dem Oberstmarschall Fürsten Egon zu Fürst en berg ist vom Kaiser der Schwarze Adlerorden verliehen worden. — Prinz Arisugawa von Japan wird mit seiner Gemahlin die Stadt Donnerstag verlassen und sich nach Homburg begeben, wo der Prinz, der wegen seines leidenden Zustandes allen Festlichkeiten hatte fernbleiben müssen, zur Wiederherstellung seiner Gesundheit einige Zeit zu verweilen gedenkt. Das prinzliche Paar werden der japanische Gesandte und desien Gemahlin begleiten. Von Homburg werden die japanischen Herrschaften Holland besuchen. Die Mehrzahl der fürstlichen Hochzeitsgäste ist bereits gestern abend und heute vormittag von hier abgereist. — Wie der Präsident des deutschen Flotten Vereins mitteilt, hat das Präsidium in Uebereinstimiimng mit der auf der Stuttgarter Hauptversanunlung zu Tage getretenen Auffassung in Gemäßheit des Schlußsatzes von § 11 der Satzungen die Generale Keim und Menges wieder- gewählt. Die Genannten haben die Wahl angenommen. — Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger tagte in diesem Jahre in Emden, von wo seinerzeit die erste Anregung zur Gründung einer derartigen Einrichtung gemacht und auch verwirklicht wurde. Den Anlaß dazu gab, wie „Osts. Ztg." aus alten Nummern erinnerte, eine ganze Anzahl entsetzlicher Strandungen an der ostsriesischen Küste im Herbste 1860: am 4., 11. und 25. September auf Borkum, am 6. Oktober auf Norderney und am 18. Novetnber in der Leybucht, bei denen cs nicht nur an den allernötiqsten Nettungsvorrichtltngen, sondern auch an der rechten Menschlichkeit zu wackerer Tat fehlte. Die heurige Tagung der Gesellschaft eröffnete der stellvertretende Vorsitzende, Senator Frese-Bretuen, früher Reichstagsabgeordneter. Rettungsstationen gibt es jetzt 124. Diese Rettungsstationen sind im letzten Rechnungsjahre 17mal mit Erfolg tätig gewesen und haben 80 Personen aus Seenot gerettet, davon 66 durch Boote, 14 mit dem Raketenapparat. Die Gesamtzahl aller von der Gesellschaft geretteten Personen beträgt 3185. Kattowitz, 7. Juni. In einer Vertrauensmänner- Versammlung der vereinigten Liberalen wurde Pfarrer Naumann als Kandidat für die Neichstag's-Ersa tz- wahl vorgeschlagen. _____________ Kcer und Alotie. Der Kronprinz ist an seinem Bcrmählungstage a la suite des 1. Seebataillons, des Grenadierregiments Kronprinz (1. Ostprenßisches) Nr. 1 und des 2. Gardelandwehrregiments gestellt worden. NnSLmrÄ. Kopenhagen, 7. Juni. Eine Meldung des Newyork Herald, daß die Kohlen st ation der dänisch-ost asiatisch en Kompagnie auf St. Thomas ein deutsches Unternehmen fei, ist, wie Nitzaus Bureau von maßgebender Seite erfährt, vollkommen unrichtig. Die Ham- burg-Amerika-Linie hat nichts mit dieser Kohlenstation zu tun. Beide Linien haben nur eine Uebereinkunft über die Regelung der Fahrt ihrer Schisse int westindischen Verkehre getroffen. Brüssel, 7.Juni. Der Senat nahm den Deutsch- Belgischen Handelsvertrag mit 48 Stimmen bei 29 Stimmenthaltungen an. Paris, 7. Juni. Eine wenig glaubwürdige Meldung Dringen hiesige Blätter aus Nancy über einen angeblichen Grenzzwischenfall in der Nähe von AmanvillerS. Dar- nach soll ein franz. Gendarm zwei deutsche Soldaten auf französischem Boden entdeckt und über die Grenze zurückgebracht haben, als diese sich plötzlich auf den Gendarmen warfen und ihn auf deutsches Gebiet zu drängen versitchten. Dieser habe jedoch den größten Widerstand geleistet und nach voraufgegangenem Kampf sich endlich losgerissen. Die Regimentsntimmern der beiden Soldaten habe er sich noch merken können. Einige Stunden später sollen dann 12 Soldaten und ein Offizier die Grenze überschritten und den Gendarmen angegriffen haben. Der Präfekt habe eine ernste Untersuchung eingeleitet. — Oberst Marchand veröffentlicht einen großschnauzigen erfindungsreichen Artikel, worin er sagt, er stehe nicht an, heute, ohne Besorgnis dementiert zu werden, zu erklären, daß ein Krieg zwischen Deutschland und England von letzterer Macht gewollt wird, oder daß inzwischen der deutsche Kaiser freiwillig auf seine überseeische imperialistische Politik verzichtet habe. Er fügt hinzu, daß die Eventualität dieser Verzichtleistling nicht vereinbar ist mit dem Charakter des deutschen Kaisers, welcher um den deutschen Welthandel zu unterstützen und die Industrie zu fördern, seine Flotte bedeuutend zu vermehren gewußt hat umd dessen Wahlspruch laute: Unsere Zukunft liegt auuf dem Wasser. Ronu, 7. Juni. Eine hohe vatikanische Persönlichkeit hat über den von, Papste berufenen euucharistischen Kongreß folgende Mitteilung geuuacht. Dieser Kongreß ist von höchster Wichtigkeit, besonders was die kath. Organisation der Welt betrifft. Der heilige Vater ist dazuu bestimmt, eine Periode der katholischen Gegen-Offensive zu eröffnen in dem hartnäckigen Kampf, welchen die Sektierer des Antiklerika lismus überall der Kirche machen. Diejenigen, welche glaubten, daß die Kirche sich für besiegt er- llärt, seien im Irrtum. In wenigen Monateuu werden die Entschließumgen des Kongresses reif sein und in allen kathol. Ländern ihre Früchte tragen. Neapel, 7. Juni. Die Polizei verhaftete in einem Eisenbahnzuge zwischen Pompeji und Neapel einen jungen Mann, dessen Signalement deuu des Attentäters auuf den König von Spanien Ferras entspricht. Man glaubt, daß man den Täter gefaßt habe. Belgrad, 7. Juni. Das „Amtsblatt" veröffentlicht einen königl. Erlaß, durch welchen das Abschiedsgesuch des Justizministers Nikolitsch genehmigt und Paviceuvitsch mit der Leitung des Justizministeriums betraut wird. (9L hat, wie wir berichteten, den früheren Ministerpräsidenten Paschiticht auf der Straße geohrfeigt. D. R.) Colombo, 7. Juni. Die englischen Schlachtschiffe „Canopus" und „Goliath", nach China bestimmt, wurden zu rück berufen und der atlantischen, bezw. Mittel- meersiotte zugewiesen. Man erwartet, daß die hauptsächlichen Schiffe von der chinesischen Station abberufen werden. Die Ermordung des Pfarrers Thöbes in Heldenbergen vor dem Schwurgericht. lUnberechtigt. Nachdr. verboten.) H. F. Gießen, 8. Junt. Vierter Tag- der Verhandlung. Auch beute ist der Andrang des Publikums ein ganz außerordentlich starker. Der Zeuge Schreiber nicht erschienen. Gegen 9’ i Uhr vormittags eröffnet der Vorsitzende, Land- gerichtsrat Prätorius wiederum die Sitzung und befiehlt, den gestern als Zeugen geladenen Josef Schreiber aufzurufen. Der Gerichtsdiener meldet, daß der Heuge nicht erschienen sei. Oberstaatsanwalt: Es ist mir die Mitteilung Angegangen, daß der Aufenthalt des Schreiber nicht zu ermitteln fet. Im übrigen habe ich folgendes Telegramm erhalten: „Vorladung Hudde nicht erhalten, werde aber erscheinen. Josef Schreiber." — Oberstaatsanwalt und der Verteidiger R.-A. Dr. Jung erklären, daß sie auf die Vernehmung des Schreiber verzichten. Hndde nicht geisteskrank. Auch auf die Vernehmung des Sachverständigen, Medizinalrats Tr. Haberkorn lGießenh der über den Geisteszustand des Hndde sich äußern soll, wird allseitig verzichtet. Danach wird d'e Beweisaufnahme für geschlossen erklärt. Stellung der Schuldfragen. Der Vorsitzende ücrhcil alsdann die den Geschworenen vorzulegenden Schuldfragen. Diese lauten: 1) Ist der Angeklagte Hudde schuldig, in der Nacht vom 11. zum 12. November 1904 zu Heldenbergen, allein oder in Gemeinschaft mit einem andern, den Pfarrer Thöbes vorsätzlich getötet zu haben, und zwar, indem er bte Tötung mit lleberlegung ausführte. 2) Im Falle der Verneinung der Frage zu 1: Ist der Angeklagte schuldig, bet Unternehmung eines Diebstahls, um ein der Ausführung ent- gegenstiehende5 Hindernis zu beseitigen, ober um sich der Ergreifung auf frischer Tat zu entziehen, allein oder in Gemeinschaft mit einem andern, den Pfarrer Thöbes vorsätzlich getötet zu haben? Im Falle der Verneinung der Fragen zu 1 und 2, 3) Ist her Angeklagte schuldig, dem Täter zur Begehung des Verbrechens durch Rat oder Tat wissentlich Hilfe geleistet zu haben? 4) Ist der Angeklagte Hudde schuldig, allein oder in Gemeinschaft mit einem nnbem dem Pfarrer Thvb»s mit Gewalt etwas weggenommen zu haben? 5) Ist der Angeklagte Hudde schuldig, allein ober in Gemeinschaft mit einem andern, aus einem Gebäude mittels Einbruchs, nämlich dun Pfarrhaus zu Helden- bergeri verschiedene bewegliche Sachen gestohlen zu haben? 6) Ist der Angeklagte Hudde schuldig, allein oder in Gemeinschaft mit einem andern: aus einem zum Gottesdienste bestzimnUen Gebäude, nämlich der katholischen Kirche zu H^pvenhetm Gegenstände gestohlen zu haben, welche bem Gottesdienste gewidmet sind? 7) Ist Hudde schuldig, allein oder tn Gemeinschaft mit einem andern aus einem Gebäude, nämlich dem Pfarrhaus zu Heppenheim, mittels Einbruchs verschiedene bewegliche Sachen gestohlen zu haben? Dieselben Fragen werden betreffs Hudde bezüglich der Einbruchsdtebstähle in bte Pfarrhäuser und Kirchen zu Missen, Garbeck, Herford und Klein-Sebwalbach^gestellt. Bezüglich des Angeklagten Walter werden die Schuldfragen wegen der Eiubruchsdiebstäble in die Pfarrhäuser, bezw. Kirchen zu Heppenheim und Garbeck gestellt. Nach längerer Beratung des Gerichtshofes werden auch betr. her Schuldsrage wegen der vorsätzlichen Tötung, um ein der Ausführung der Tat entgegen stehendes Hindernis zu beseitigen ober um sich der Ergreifung auf frischer Tat zu entziehen (§ 214 des Str.-G.-B.) und betr. der Sclmldfrage des Raubes, die U-nte vif rügen wegen Beihilfe gestellt. — Es nimmt danach das Wort zur Schuldfrage Oberstaatsanwalt Theobald. Meine Herren Geschworenen! Das Verbrechen, das Ihrer Beurteilung unterliegt, har wett über die Grenzen unsereA engeren Vaterlandes, wohl in ganz Deutschland, das größte Aufichen und tiefste Erregung hervorgerufen. Die Erregung war umso größer, da ein Verbrechen gescheyen war, wie es seit Jahreri $ eüs seit Jahrzehnten, ia, ich kann wohl sagen, fett Menschen gedenken in unserem friedlichen Oberhessen nicht vorgekommen ist. Man fragte sich entsetzt, wie ist es möglich, daß im stillen Pfarrhause zu Heldenbergen der Geistliche, ein Mann, von allen, bic ihn kannten, hochgeschätzt und hoch verehrt, einem so furchtbaren Verbreck)en zum Opfer fallen konnte? Die Gemeinde beweinte den jähen Verlust ihren treuen Seelsorgers, zahlreiche Menschen einen stets erprobten Freund imb Berater, einen Helfer in der Not, der für jeden, der sich an ihn wandte, stets eine offene Hand hatte. Ein seelensgute^ mildtätiger e Mann, ein edler Menschenfreund war, während er in seinem Zimmer ruhig schlief,, des Nachts einem ruchlosen Mordbuben zunr Opfer gefallen. Es liegt mir ferne, m. H. Geschworenen, durch diese Ausführungen Ihre Leidenschaften wachzilrufen, Sie hart zu machen gegen den Mann, der diese Untat ausgesührt hat. Fch bin entfernt von solchem Beginnen. Bei der Fülle des.Belasfimgsmaterials wäre das auch vollständig überflüssig. Die ruchlose Tat, die hier zur Anklage steht, legt uns eine doppelte Verantwortung auf. Wir wollen, fern von aller Leidenschaft, uns streng an den Wortlaut des Gesetzes halten und lediglich da§ Ergelnris der Beweisaufnahme prüfen. Sie haben von den Sachverständ'igen gehört, m. H. Geschworenen, in welch entsetzlicher Weise der Mordbube sein Opfer zugerichtet hatte. Der Hals war durchstochen, fünf Stickre waren in die Brust, zwer in die Lunge, einer ins Her;, einer in die Lun gen schlag aber gedrungen. Die Leiche war mit Blut besudelt und hing in schräger Lage zum^ Bett hinaus. Das Pult und alle Kästen luareu erbrochen, alle Schubläden aufgezogen und der Inhalt hinausgeworfen. Auf dem Tisch neben dem Bett lag das Mordwerkzeug, ein großes Messer, das der Mörder zweifellos aus der Küche ins Schlafzimmer des Pfarrers mitgenommen hatte. Das Blut war von dem Messer kunstgemäß nach Metzgerart abgestrichen, davon legte der Vlutklumpen aus dem Bettvorleger beredtes Zeugnis ab. Eine Reihe Wertgegen- gegenstände, eine goldene Uhr nebst Kette, ein goldenes Kreuz-, einige hundert Mark bares Geld usw. war geraubt. Es entstand die Frage: Wer ist der Täter- Am Morgen des 12. November wurde das grausige Ver- brecheie entbeit und bereits am folgenden Tage, Sonntag, den 13. November, teilte mir die Staatsanwaltschaft zu Darmstadt mit: in HePvenheim sei vier Wochen vorher ein Einbruchsdiebstahl in das Pfarrhaus in ganz derselben Weise unternommen worden und der Tat verdächtig erscheine der Metzgergeselle Oskar .Hudde aus Schalke.^ Sehr bakdi erfuhr ich, daß in noch etnigen anderen katholisch-en^ Pfarr- hänsern und Kirchen unter genau denselben Umständen Einbruchsdiebstähle bemrngen waren. Derselbe Oskar Hudde sei vtelfach mit einem Konsplizen in diesen Orten gesehen worden. Es wurde gegen CSfti'* Hudde ein Steckbrief erlassen. Am 9. Januar 1905 gelang es, Hudde in der Herberge zu Aachen zu verhaften. (Die Rede d^s Staatsanwalts dauert bei Schluß der Re- daktion noch fort.^ Aus Stadt md Kaud. Gießen, 8. Juni 1905. sd. Darmstadt, 8. Juni. (Eigener Draht» bericht.) I. I. K. K. H. H. der Groß Herzog und die Groß Herzogin kehrten heute vormittag V311 Uhr von den Berliner Feierlichkeiten im besten Wohlsein hierher zurück und begaben sich ins neue Palais. — Ein seit mehreren Tagen hwr umlaufendes Gerücht wollte wissen, daß Finanzminister Dr. Gnauth zum Oberbürgermeister von Stuttgart ausersehen sei. Von bester Seite wird uns die Nachricht als völlig aus der Lust gegriffen be- zeichnet. R. B. Darmstadt, 8. Juni. (Drahtbericht.) Heute vorm.ittag ist der 8. Ausschuß in gerneinfamer Beratung mit der Regierung über das Gemeinde-Abgaben-Gesetz unter Vorsitz des Abg. Dr. Gutfleisch zusammengetreten. Der 4. Ausschuß berät heute unter Vorsitz des Abg. Br a uer unter Anderem über die Kreisblätter resp. öffentliche Bekanntmachungen. Freitag wird auch der 2. und 3. Ausschuß eintreffen. Wie verlautet, wird der hessische Landtag am 15. Juli vom Großherzog offiziell geschlossen werden. . __________________ Sport. Gießener Radfahrer-Verein 1885. Em großeS Sport- unb Volksfest wird, wie auch ans dem Jnseratentell ersichtlich ist, in den Tagen vom 1—3. Juli vom Gießener Rad- falirer-Verein 1885 anläßlich seines 20jährigen.Bestehens veranstaltet. Der Verein kann auf eine an sportlichen Leistungen sehr erfolareiche Verganaenh zurückblicken. Die Konstltutierimg der Festausschüsse ist schon vor einiger Zeit erfolgt und alle Vorbereitunaen in vollem Gange, so daß auf bestes Gelingen des Festes wohl gerechnel werden kann. Me. vor, dem 1. Juli stattfindenden radsvortlichmi Veranstaltungen sind mit dem obigen Fest nicht identisch. —— Mkcitervewegnng. Memel, 7. Juni. Gestern abend überfielen über 30 ent (offene, bezw. ausstäudige Bauarbeiter aus Memel unb Insterburg von dem Kaserneitball beimfebrenbe Arbeitswillige. Mehrere der letzteren wurden durch Messerstiche und Stemwürfe zum Teil schwer verletzt. Zu Hille eilende Arbeiter gaben blinde Revolverschüsse ab, worauf sich die Angreller zerstreuten. Der Haupträdelssübrer, ein Bauarbeiter aus Insterburg, wurde verhaftet und nach den übrigen Angreifern wird gefa bndet. ______ Märkte. fc. Franks u r t a. M., 8. Juni. (Telegr. Orrg.-Bencht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Bi ebmark^ greife. Znm Verkaufe standen: 17 Ochsen, 4 aus Oesterreich 5 Bullen, 00 aus Oesterreich, 84 Kühe, Fersen, Stiere und Rmder, 0 aus Oe,ter., 1215 Kälber, 67 Schafe und Hümmel, 0 Schweme. Bezahlt wurde für lOOPsd.Scblachtgewicht: Ochsen l.Qualitat 72 vls 74 Alk., 2. Oual. 66—68 Mk., 3. Qual. 60—64 Mfi; Birllen ]. Qual. 63—65, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 68—70 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 50—52 Mk., 4. Qual. 42—44 Mk., 5. Qual. 00-00 Mk. Kälber 1. Qual. 83-85 Pfg., Lebendgewlcht 49—51 Pfg., 2. Qualität 77-82 Pfg., Lebendgewicht 46 - 48 Pfg., Schlachtgew. 60—60Pfg.; Schafe: 1. Qual. 72—75 Psg-, 3. Qual. 66—70 Pfg. Geschält bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberftanö w bedeutend: Geschält bei Kleinvieh lebhaft, kein Ueberstand^________ Israelitische Religiorrsqemeinde. chollesdientz in der Synagoge (Südansage). fV r et t a g, den 9. und SaINsta g, den 10. Juni 1 905: Wocheuscst. 1. Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens 8.00 Uhr. feier. 2. Tag. Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Aach/ mittags 4.00 Uhr. Festesausganq 9.30 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. ^ottesdienü. ffreitaa, ben 9. unb G n m 8 t a fl, den 10. SJunt 1905. Wochonfest. 1. Tcin. 'Botabenb 8.15 Uhr. morgen« 8 00 Uhr. Predigt. 2. Sqg. Bombend 8.00 Uhr. morgens 8.00 Uhr, nach- mittags 4.00 Uhr. Festesausgang 0.»S Uhr. - Wochengottes- dienst: morgens 6.30, abends O-OO-Mr. ——— Briefkasten Ker Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben nnberücksichtigt.) Stammtisch znm -ldler in Leihgestern. Der Künstler hat der Phantasie des Beschauers freien Spielraum gelassen. 2Uenn Sie wollen, tritt das fünfte Jahr des neuen Jahrhunderts in den feiner vier Genossen. HeriHtssaal. R. B. Darmstadt, 7. Juni Das Oberlandes Fericht stillte heute in bem Pro-eß der Witwe Schade gegen den Konkursverwalter der Sanfter Schade'schen Konkursmasse sein Urteil dahin, daß die von diesem gegen das erstinstanziliche Urteil erhobene Berufung zu verwerfen und der Witwe Schade alle Jochte aus dem Lebensversicherungsvertrag ihres Mannes Mzusvrechen seien. Leipzig. 7. Juni. Das R e i cf) § gericht verwarf die Revision des Dr. Iwan B r a u n st e i n . der am 12. April vom Landgericht I München wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen zu sieben Jahren Z u'ch thaus verurteilt morden war. Posen, 7. Juni. Im heutigen Termin vor dem hiesigen Landgericht wegen Herausgabe des kleinen Grafen Kwilecki wurde bald nach Eröffnuna auf Antrag beider Parteien die weitere Verhandlung auf den 20. September vertagt. Posen, 7. Juni. Hauptmann Zimmermann wurde bvm Kriegsgericht zu sechs Monaten Festung verurteilt, weil er beim Rotieren der Schießresultate Unredlichkeiten sich zu schulden kommen ließ, um den Kaiserpreis zum zweiten Male zu erhalten. In erster Instanz war er , zu drei Monaten Festung verurteilt worden, gegen dies Urteil wurde aber vom Gerichtsherrn Revision eingelegt. Handel und Aerkelir. *SofftswtrtfdjafL Mainz, 7. Juni. Die hiesige Handelskammer hat eine Denkschrift en den Reichskanzler abgehen lassen, in welcher mit Rücksicht auf bte bevorstehende Regelung der Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten eine Reihe von Vorschlägen dem Reichskanzler zur Berücksichtigung empfohlen werden. Es handelt sich in der Hauptsache um Beseitigung von Belästigungen, Schikanen und sonstiger Erschwerungen bei der Einfuhr zvllpftichtrger Waren in die Vereinigten Staaten, besonders bet der Einfuhr von Nahrungsmitteln, der Versendung^ von Flüssigkeiten im Postpaketverkehr mit den Vereinigten Staaten, dem Verkehr mit deutschen Waren zwischen den Vereinigten Staaten uno ihren Nachbarländern, der Einfuhr von Mustern usw. Ferner werden Ermäßigungen von Zöllen in Vorschlag gebracht bei der Einfuhr von Wein und Schaumwetn, Bijouterien, Korallen und Perlen, Leder, Zement und Lithopon. Auch über die Abgabe von Erklärungen bei Zollfakturen und Begleitpapieren werden berechtigte Beschwerden über ein zu weit eingehendes Eindringen in interne geschäftliche Verhältnisse erhoben. Erz-Kuxe. F e r n i e. Angebot 3050, Nachfrage 2975. Ausbauten und Zu- bußen, 1903: 225: 1904: 300. .Landwirtschaft. Rom, 7. Juni. Die Konferenz zur Begründung des internationalen landwtrtschaftlichen Instituts endet heute. Durch die Initiative des Königs, der 300 000 Lire jährlicher Rente dem Institut aus eigener Tasche zahlt, hat die Angelegenheit ein neues Osesicht erhalten, als, es gestern noch schien. Gestern fand sich noch viel Oppositi^, namenütch seitens Frankreichs, das Rom nicht als geeigneten Sitz des Jnstt- trtts ansah. Obschon der Kongreß nur einen beratenden Charakter hatte, ist durch das Eingreifen des Königs das Institut gesichert. Die jährlichen Kosten, die auf d'e verschiedenen Staaten verteilt werden, betraaen etwa 800 000 Francs. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 9. Juni 1905: Vorwiegend wolkig. Temperatur zunächst keine Aenderung. Windig. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kriginat-^rayimeldungen. Berlin, 8. Zuni. Wie der „Rationallib. Korresp." aus zuverlässiger Quelle vernimmt, besteht begründete Aussicht, daß eine erneute Belastung des Tabaks int Rahmen einer bevorstehenden Reichsfinanzreform vermieden werden wird. Stockholm, 7. Juni Die Zeitung „Nva Dagligt Alle- handa" schreibt: Kein schwedischer Politiker wird Norwegen zu zwingen oder durch Ueberredimg zu verlocken suchen, in der Union zu verbleiben, welche für Norwegen etne Bürde sei. — „Stockholm! Dagbladet" schreibt: Die Maske ist abgeworstm. Die Männer der Revolution sind offen hervorgetreten und traten Gesetz, Recht, den Treueid des Volkes zum König und alle seit langem mit Sck 'den eingegangenen Ueberetnkommen mit Füßen. Eins muß nun so schnell als möglich dura, geführt Werden, nämlich die Absetzung aller rm Dienst der Ttplo- matie und des Konsulatswesens stehenden N o rw eg^er. In ein er K'rise wie dieser kann es nichc erlaubt werden, daß Schweden von Männern aus einem Lande repräsentiert wtrd, das tn vollständiger Revolution ist, den König für abgesetzt erklärt und alle Unionsbande abbrickst. — „Aftonbladet" schreibt: Erft nachdem der schwedische Reichstag sich darüber ausgesprochen und eventuell seine Zustimmung gegeben haben wird, kann bte Union als aufgelöst angesehen werden. London, 7. Juni. Das Reutersche Vureau meldet aus Petersburg: In Verfolg der gestrigen Beratung des Minister- komilees in Zarskojeselo wurden heute Nachmittag an die rusfischen Botschafter in Washington und Paris Instruktionen des Inhalts telegraphiert. Rußland wn nsche die Fried en 8 bedingungen Japans zu erfahren. Paris, 8. Juni. Der Pariser Korrespondent des „Pett^ Parisien" berichtet, daß Kaiser Wilhelm in dem überaus liebenswürdigen Gespräch mit General Lacrois die Methode in der französischen Kriegsschule, deren Chef Lacrois gewesen, besprach und aus Lacrois' Fachschriften einiges im Zusammenhang mit den Erfahrungen des russisch-japanischen Krieges zitierte. Sowohl Lacrois wie die übrigen französischen Offiziere waren entzückt von des Kaisers Freundlichkeit und dem ermunternden Zuruf: „Aus morgen", mit welchem der Kaiser die auffallend lange Unterredung schloß. Petersburg, 7. Juni. Ros chdje st wen skitelegraphiert aus Tokio am 6. Juni: Am 27. Mai um iy2 Uhr begann der Kampf mit 12 großen japanischen Schiffen und 12 japanischen Kreuzern. Um 2V2 Uhr mußte ich das Kommando auf dem „Knjaes Ssuworow" abgeben, um 372 Uhr, als ein Teil meines Stabes und ich selbst das Bewußtsein verloren hatte, mußten wir auf den „Buiny" überführt werden, wo sich bereits die Mannschaft des untergegangenen „Osljablja" befand. Das Kommando wurde dem Admiral Nebogatow übergeben. Die „Buiny" kam während der Nacht von dem Geschwader ab: am Morgen sichteten wir den „Dmitri Donskoi" mit zwei Torpedobooten und brachten die Besatzung des „Osljablja" auf ihm unter. Ich wurde auf den „Bjedowy" gebracht, welcher am 28. Mai abends mit dem „Gromky" weiterfuhr. Der „Bjedowy" ergab sich zwei japanischen Torpedobooten, er kam am 31. Mai in Sasebo an; ich erfuhr, daß Admiral Nebogatow sich in Sasebo befindet. W a r s ch a it, 8. Juni. Gestern abend wurde der Besitzer der Feilenfabrik Nouminowitsch durch zwer Revolverschüsse getötet. Die Täter entkamen. Tokio, 7. JUni. Die bei der Seeschlacht in her Korea» straße erbeuteten russischen Schiffe, die jetzt der japanischen Flotte einverleibt sind, erhielten japanische Namen. Panzer „Orel" heißt jetzt „Swami", „Nikolai L" „Jki", „Admiral Apraxin" „Okinoschima" „Admiral Sserv- jawin" „Minschima", der Torpedobootszerstörer „Bjedowy", auf welchem Admiral Roschdjestwenski gefangen genommLv wurde, erhielt den Namen „Hartsuky". 3095 im Alter von 1 Jahr. 3084 Gießen, den 7. Juni 1905. c8/6 zu in Würfe'n. auf X Familie K. H. Kuhl. Heuchelheim, den 8. Juni 1905. Die Beerdigung findet Samstag, den 10. Juni, nachm. 1 Uhr vom Sterbehaus, Wilhelmstraße, aus statt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß meine liebe Gattin, unsere gute Mutter Frau Marie Kalb. Sockel, B. Am int Alter von 45 Jahren heute abend 11 Uhr nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Grünbergerstr. 150), Solingen, Lauterbach, den 7. Juni 1905. Die Beerdigung findet Samstag den 10. Jtrni, nach- mittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 3092 Statt besonderer Anzeige. Heute morgen entschlief sanft nach kurzem Kranksein unser innigst geliebtes Töchterchen und Schwesterchen Verdingung. Die Ausführung der Arbeiten und Lieferungen zur Her- ftertuna von 18900 qm Gleispacklage >>nd 4S00 USm. SiSerkauälen »um tim- und Erweiterungsbau des Bahnhofs Hungen soll im Wege des schriftlichen Angebots öffentlich verdungen werben. Die Angebotsunterlagen liegen bei der unterzeichneten BetriebS.Jnsvektwn zur Einsicht aus. Dieselben können anch von da gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 1.00 Mark bezogen werden. Die Angebot- sind versiegelt bis zum Eroffnungst-rmine am Dienstag, den 20. Juni 190», oorunttags 11 Uhr portofrei -tnz». jenden. — Zuschlagssrist 4 Wochen. Is lilrosiherzogltchc Ciscnbahn-BetriebS-lluspektion 2. Bekanntmachung. Betreff: Die Verteilung der Zinsen der Kanzler Antonio Wolffen von Todtenwart'schen Stiftung (Junigeld). Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf von Todtenwart'schen Stiftung findet stiftungsgemäß Samstag den 10. Juni, morgens um 5 Uhr, in der Stadtkirche statt. Gießen, den 7. Juni 1905. ® Die Armen-Depulation der Stadt Gießen. Cursckimann. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem M schweren Verluste, der uns durch das Ableben unserer BH lieben, unvergeßlichen Gattin, Mutter, Tochter, Schwester, Schwäoerin und Tante | ZM Wilhelme Zirks betroffen, insbesondere auch sür die überaus zahlreichen WA Blumenspenden sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. für 2 gute Teller Suppe. Ich empfehle dieselben jedermann das angelegentlichste. Seiöel, Arankfurterstr. 76. Wirklich ausgezeichnet schmecken WGH. zu Backzwecken am besten geeignet per Pfd. 25 Pfg., 10 Pfd. ä, 24 Pfg. Wätelto, hockt Süssrahm-Margarine la. feinstes Schmalz sowie sämtliche Backartikei und Zutaten. allerbestes süddeutsches Fabrikat 5 Pfd. h 18 Pfg., 10 Pfd. ä 17V- Pfg- 25 Pfd.-Säckchen Mk. 4.25. hochfeines Blütenmehl 10 Pfd. Mk. 1.50, 5 Pfd. 80 Pfg. Für die Pflugst-Felertage empfehlen wir: la. hochfst. Diamantmehl Zucker, fein gemahlener Bahnhofstrasse 27. Versteigerungen vsn Heil- und Gruruwet-Gras an? Gräflichen Wiesen: I. Donnerstag, den 15. Juni d. I., von morgens 8 Uhr an in der Gemarkung Laubach auf den Schettenberger- und Ziegelhütterteichwiesen (32 Morgen); n. an demselben Tage im Tiergarten, mit Begum um 9 Uhr vormittags in der Hirtenbach, auf 62 Morgen; TTT. an demselben Tage von nachmittags 2 Uhr an auf der Friedrichshütte von 1072 Morgen Wiesen (Hölzchen, Silbach, Linnes, Steimel, Wendergrund), sowie vor: Waldwegen des Reviers Ruppertsburg; . . IV. an demselben Tage, nachm. 4 Uhr, bet Gastwirt Hofmann zu Wetterfeld von 20 Morgen Wieseu in den Gemarkungen Wetterfeld und Lauter; V. Freitag, den 16. Juni d. I., von vormittags 10 Uhr an auf der Schreinersmühle bei Freieuseen: 1. von 117V« Morgen Wiesen im Wetterarrergrund (Hartmannshausen bis Sorgenlos, einschl. neu angekaufte Wiese von Pih^, 2. von 164 Morgen im Wolssgarten, Kreuzseener-, Obern- seener-, Lippergrund; VI. an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 3 Uhr nachm. beim Flensungerhof, auf 60 Morgen (Rieth-, Bügen-,Pferds-, Mannwiese re.), sowie auf Wald- und Feldwegen; VJI. Montag, den 19. Juni d. I., mit Beginn um 9 Uhr vor- inittags in der „Aepfelöbach', auf ca. 192 Morgen Wiesen daselbst, am Altekeller, in den verschiedenen Heegbrücken, Götte-, Herrn-, Herenwiesen re.); Vin. au demselben Tage, nachm. von IV, Uhr an, aus dem Jägerhaus von 186V2 Morgen Wiesen in Ruthardshausen, Mulsau, Langhecke, Geräums, Hahlgarten, Hau^teilen, Buchholz, Lingelbach (Wiesen von Becht und Gras), Schiffenbach. Wiesenwärter Silß dahier und die betr. Gräfl. Forstwarte sind angewiesen, die Wiesen, die zudem durch nummerierte Holzpflöcke. oder Steine kenntlich gentacht sind, auf Verlangen vor dem Termine vorzuzeigen. Zu Nr. V, 1 wird bemerkt, daß am 16. cYuni morgens 8 Uhr auf der Schottener Kreisstaße am „Alleketter (Heinzeberg) ein Führer zum Vorzeigen von Wiesen im Wetter- auergrunde bereit stehen wird. B8/6 Laubach, am 1. Juni 1905. Gräfliche Forstverwaltung. Große Kucheuprobe von Fix und Famos. Um unsere werte Kundschaft von den Vorzügen dieser von uns neu eingesührten fertigen Kuchenntasse zu überzeugen, veranstalten wir morgen Freitag den 9. Juni er., nachmittags 4 Uhr ab, eine Gratis-Kucheuprobe. Gehr. Bes’dasx, Giessen Bahnhofstraße 27. hv7/6 tV<__________Ijindenplat^ 12, Liesernngs-Verdingung. Die Lieferung von ca. 50 Zentnern Anthraeitkohlen \ und ca. 1950 Zentnern II, 1335 Zentnern I u. II gew. Nußkohlen, 600 Zentnern melierte Kohlen, 295 Zentnern Eier- sormbriketts (Zeche Alte Haase) 6 520 II Zentnern Hüttenkoks und 650 Zentnern Hüttengroßkoks, 50 Zentnern Preßstein- von der Grube Ludwigshoffnung, 16 Raummeter Buchen- Scheitholz und 83 Raummeter Tannen-Scheitholz soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Angebote sind bis zum 24. I. Mts., vormittags 11 Uhr, zu welchen: Zeitpunkt die Oeffnung derselben auf unserer Amtsstube stattfindet, verschlossen unter der Aufschrift ^Angebote für Brennmaterialien" bei der nnterzeichneten Behörde ein- znreichen. Die Lieferungsbedingungen sowie das Verzeichnis bei beziehenden Institute ?c. können auf unserer Schreibstube (Bismarckstraße 22) eingesehen werden. Gießen, den 7. Juni 1905. a% Großherzogliche akademische Administrations-Kommission. In Vertretung des Kanzlers: ____________________Vossius. Bilanz i)tr AktM-WIlM TM- mH VorsAö-Veiciii 3U Grotzen-Linden vom 31. Dezember 1904. Aktiva. £ 1. AnsgelieheneKapi- talicn und zwar: a. Obligationen u. Schuldscheine 1020994.20 b. Wertpapiere 79402.35 c. Konto-Korrent- Verkehr 14520.— 2. Güterkaufgelder 10850.51 3. Kaffenvorrat 1703.97 4. Ausstände 60892.44 5. Unersetzte Vorlagen 166.73 1188530.20 Passiva. cM, £ 1. Einzahlung der Aktionäre 12500.—^ 2. Aufgenommene Kapitalien 1107563.0^ 3. Nücktagesond 15915.16 4. Reservefond 44792.75 5. Reingewinn 7759.21 1188530.20 Großen-Linden, am 6. Juni 1905. 3082 Der Vorstaud. Difitiarten in jeder beliebigen bchrtftan und Kartoin forte, sowie mit Zirkeln aller studenttsLe« Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preisen brühl'sche UmvsrsitäLr-Vruckerei. Zchulitratze 7 Vorläufige Anzeige. Feier des 20 jährigen Bestehens des Giessener Radfahrer-Vereins 1885 am I., 2. und 3. Juli 1905 bestehend in Vereinsdauerfahrt, Corso, Schul- und Kunstreigen- sowie Gruppenfahren, Radballspiele und Motorrennen, verbunden mit Volks-Fest- Der geschäflsführende Ausschuss C. Löttgen, Vorsitzender. Ohst-u.Gemiise- Konserven. Auf unsere außerordentlich billigen bisherigen Verkaufspreise gewähren wir vor Pfingsten räumungshalber Gebr. Berdux Bahnhofstrasse 27_______Lindenplatz 12. MM- Gratis erhält jeder HÄges* «ig-fl |haarM der seine Einkäufe ein SJISv MEBIIinij bei nachstehenden renommierten Firmen macht, bezw. deren Dienste in Anspruch nimmt: LH. Brück, Ntöbelfabrik, Ecke Schloßgasse^Kanzleiberg-Brandplatz, Ang. MontauuS & Co., Ausstattungen, Bahnhofstraße 54, Karl Rowack, Damen-Alodewaren, ss6^ Wilhelm Reusch, Gold- und Silberwaren, Bahnhofstraße 38, L. Süß, Schuhwaren, Marktstrabe 9, Ehr. Zimmer, photographisches Atelier, Ludwigsplah. Sommer prima Qualität, zu verkaufen. Auskunft erteilt 9073 S" verkaufen. 3077 Friedrich Georg, Kunst- und Handelsgärtner, Seltersweg 41. 3074 7< Jahr im (Gebrauch, wegen Aufgabe deS Geschäfts muer günstigen Bedingungen sofort Lehrer Hofmau«, Lang-Göns. Hin schönes Lebende Aaie I >elnche ca. 3000 cbm Balmschotter aus Basalt zu kaufen gesucht. Schriftl. Meld, unter 3094 au den Gietz. Auz. erbeten. 3ii uevmieten i üoimannstrasse 7 Beletage, 6 Zimmer, sof. ob. später zu Perm. Näheres pari. |1885 | ö Zimmer | 2660] Schöne, nicht so große 5-Zimmerwohn. (Mansarde), mit Klosett, Wasser und Kochgas versehen, billig zu vermieten _______Goethestraße 54, parterre. Drei schöne große 1853 5-ZMNitt-Willlllgeu m. all. Zubehör per 1. Juli ds. I. zu vermieten. Hiervon ist eine eventl. schon früher zu besetzen. __________Gebrüder Zntt. 29061 Freundl. 5-Z.-Wohnung m. schönem Blick ins Freie, nebst all. Zubehör, Bleichplatz rc., zu vermieten Bahnhofstraße 59. 4 Zimmer 8081] Schöne Mans.-Wohng., 4 Zimmer, Bleichplatz, Trockenboden, Gas und Wasser, sofort zu verm. Landgrafenstraße 2. Wnel-ZimmermhirLNgell mit Gas- und Wasserleitung, Neubau Rodheimer Straße per 1. Juli zu vermieten. 1903 ___________________F. Cost. 2982] Asterweg 00 schöne 4-Zimmerwohnungen, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, mit Gartenanteil, Bleichplatz rc. als- bald zu vermieten. C. Plank. 2812] Wohnung, 4 Zimmer im 3. Stock per 1. Juli an ruhige Mieter.________Seltersweg 91. Kauzleiberg 9 4°Zimmerwohnung zu vermieten. 2959] Näheres Schulstraße 7. 3 Zimmer Wne 3-ZimemohNW. 03864] Mütter, Wolkeugafie 23. 8041] Schöne 8-Zimmerw. p. 1. Juli zu verm. Bruchstraße 8. Schöne Mansarden-Wohnung, 3 Zimmer und Küche, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, billig zu vermieten. 2940 C.H.Stückrath, Marburgerstr.27. Schöne 3-Zunmerwohiiung mit Küche an ruhige Familie per 1. Juni zu vermieten 2502 ______________Lindenplatz 3. Schöne 8-Zunmer-Alohliungen mit Bleichplatz u. all. Zubehör p. sofort oder 1. Juli zu vermieten. 2405] Näheres Steinstraße 49. Maufardeu-Wohnung. Landgrasenstraße 3 schöne Trei- zimmer-Wohnung mit Zubehör p. 1. Juli zu vermieten. O3833 Schöne 3-Zlmmerwohnung zuin 1. Juni #1 verm. Kirchstr. 2. 2. 33 Zimmer 03855] Zweizininrer-Wohnung, abgeschlossene Mage, per 1. Juli permiete» Stemstraße 76. ^chÜ-e 2-Zimmerwohnnug per 1. Juli zu vermieten ]03866 __________ Hammstraße 15. Rodhenner Str. 56, Nebenhaus, 2 Ziniiner u. Küche zu verm. M9 OsMaldsgartsn. 2867] Zwe'ZhnniermltKabinetl zu vermieten Neustadt 78. v% Der Fest-Ausschuss Curschnann, Beigeordneter, Vorsitzender. Grüubergcr Straße 47 1. Stock, 2 Zimmer mit Küche, für 18 Mk. monatlich zu verm. 03816] Näheres Neuen Bäue 12. 3033] Neubau Ecke Neustadt 12 im 3. Stock schöne 2-Zimmer- wohnung an ruhige Leute zu ver- mieten. Näheres im Laden. 8032] Eine Wohnung zu verm., 2 Zim. u. Küche. Lindenplatz 4. Verschiedene Wilhelmstraße 8 ist Beletage mit 6—7 Zimmern sofort oder per 1. Juli zu vermieten; Bleich- platz, Trockenboden, Heiz- und Leuchtgas sowie Anschluß für elektr. Licht ist vorhanden. [3026 Näheres Frankfurter Sl. 29. Wegen demnächstiger 93er- Ä"ä ä StNiMt 63 nach Plockstraße 7 ist unsere 1. Etage (6—7 Zimmer mit Zubehör) per 1. Juli eventl. früher zu beziehen. 2246 Auskunft bet Zahnarzt Schwalm. 1. Aage, 5-6 Zimmer, neu heraerichtet (mü Leucht- und KochgaS) für sofort oder später zu vermieten. 1364 Sanitätsrat Dr. Haupt, ____________Asterweg 29.______ Durch Versetzung des Herrn Verkehrsinspektor Nordmann ist in unserem Hause Westaulage 5 die Beletage per 1. Juli, event. früher, zu vermieten. 1100] Tribuü & Sundhelm. Eine 5-Zimmerwohnung sowie eine 2- u. eine 3-Zimmerwohng. in Ebelstraße 28, part., zu verm. 2800] Näh. Frankfurter Str. 29. Schulstraße 11 schöne Wohnung, 3—4 yroße Zimmer nebst allem Ziibehör, p. 1. Juli zu verm. 2628] Näh. Baugeschäft Wiuu. Mehrere 3- u. 4-Zimmerwoh- nungen mit all. Zubehör zu verm. 3036] Gebr. Zutt, Steinstr. 84/86. Alicestraße 11 schöne 3- bis 4-Zimmerwohnung und Zubehör, Gartenanteil alsbald zu vermieten. 3087________A. Nauheimer. 03860] Kleines Familienlogis zu vermieten Wetzsteingasse 10. (JJtube, Kabinett und Küche an eine einzelne Frau zu verm. 2984] Grünberger Straße 20. Kleines Logis, billig, an ruhige v* Leute zu vermieten 2919 _______________Seltersweg 85. | Möbl. Zimmer | Schön möbliertes Zimmer nut Kabinett zu vermieten. 03868 Karl Eichmann, Ederstraße 1. 03857] Schönmöbl.Zim. m.Kaffee u. Bedien., monatl. zu 18 Mk., sowie 1 möbl. Zimm. m. Kaffee zu 12 Mk. mtl. z. v. Bruchstr. 13a, II, b. 0. W. Schlafstelle zu verm. [03859 Landgraf Philipps-Platz 6, p. 3083] Fein möbl. Zimmer (evtl. zwei) sof. z. v. Ludwigstr. 26, II. kür ems DaM6 gesetzten Alters bietet sich Gelegenheit zur Mietung eines größeren oder auch eines kleineren möblierten Zimmers zu billigem Preise in schöner freier u. ruhiger Lage in sehr gutem Hause (bei zwei alleinstehenden Damen). Schriftl. Meld, u. 8088 a. d. Gieß. Anz. erb. 2583) Ein bess. Arbeiter kann Kost und LogiS erh. Neustadt 30. 3047] Per 1. Juli oder später 2 bis 3 gut möblierte Zimmer zu verm. Ederstr. 2, I, Nordanlage. 03661] Eiü Zimmer mit 2 Betten zu verm. Frankfurter Straße 28. 03607] Möbliertes Zimmer zu vermieten Da mm st raße 19. 03722] Schön möbl. Zimmer mit ob. ohne Bens. z. v. Bwmarckstr.17 Ecke Landgrafenstr. (Braugasse 11), Beletage, ein eventl. zwei schön möblierte Zimmer preiswert zu vermieten. 2816 Lüden etc. We« mit Mhmng Bleichstraße 15 alsbald zu verm. 3086________G. Nauheimer. Lssdesi Zentrum der Stadt, zu vermiete«. Schriftl. Meld, unter 03869 an den Gieß. Anz. erbeten. Kontor nebst 2 Lagerräumen, Mtbenutzung des großes Hofes, sofort oder später zu verm. [2703 Otto Schmidt, Seltersweg 67. Schöne Lagerräume, eventl. auch zur Werkstatt geeignet, sofort zu vermieten. 2704 Bär & Wetterhahu, Nord-Anlage 3. /besucht für 1.Okt. 5—6-Zirnrner- Wohnung. Ausgeschlossen: Parterre, Neubau. Schriftl. Meld, nur mit Preisang. bis 10. Juni unt. 03854 an den Gieß. Anz. erb. Avne ö-Zimmer-WoMiig mit allem Zubehör, Bleichplatz, per 1. Oktober d. Js. zu mieten gesucht. Schriftl. Meldungen mit Preisang. u. 03742 a. d. G. A. erb. 4-Zimmerwohnung per 1. VII. zu mieten ges. Offert, mit Preisangabe erbeten. [3091 Laug, Aetuariats-Assistent. Eine Bier--Zimmerwoyuu«g in der Nähe des Walltors zu mieten gesucht. Schriftl. Melo. unt. 1723 an den Gieß. Anz. erb. möbl Zimmer mögt, nahe der Bahn. Schriftl. Meldungen mit Preis unter 3090 an den Gießener Anzeiger erb. : . l -1 •*'*> (Offm Slrlkn I Alte, gut eingeführte Versicherungs- Gesellschaft sucht zum Besuche von Privatpersonen im Verkehr mit dem Publikum gewandte Herren gegen Fixum, Provision und Tages-Diäten. Schriftl. Meld, unter 3043 an den Gieß. Anz. erbeten. '^^z^halt^e zum Beitragen der Bücher auf einige Wochen gesucht. Schriftliche Meldungen u. 3076 an den Gieß. Anz. erbeten.____ Zigarrensabrik in Gießen sucht per 1. Juli tWfigtn Mrkmeisttt der mit feinster Fabrikation vertraut ist, sowie tüchtigen Packer aus der Branche, der auch Um» Listen fertigen kann. Schriftl. Meld. m. Gehchtsanspr. unt. 3061 an den Gieß. Anz. erb. Für Reise und Kontor wird Wtzer, junger Mm von hiesiger Weinhandlung und Likörfabrtk zum baldigen Eintritt gesucht. Herren, die in Oberhoffen und Nassau bekannt sind, werben bevorzugt. Schriftl. Meldungen mit Gehalts-Ansprüchen unter 8050 an den Gieß. Anz. erbeten. Tüchtige Zigarrcumacher gesucht. 3052 Gebr. Pletz, Frankfurter Str. 60. dttffAm* sofort gesucht. [08Ö40 Lohickntscher Junkep» NilSchtizer Heizer per sofort gesucht. 3078 Näheres ht der Geschäftsstelle des Gießener Anzsiaer. Weißbinder, wirklich tüchtig und selbständig, im Ziehen geübt, findet dauernde Beschäftiguug bei Gnft. Belitz, Malermstr., Steinstr. 65 [3038 Für ein feineres Zigarren- Spezial-Gefchäft wird auf einige Stunden tagsüber eine jüngere, zuverlässige Kraft als Verkäufer oder Verkäufer!« gesucht. Schriftliche Meldungen unt. 03843 an den Gieß. Anz. erb. ScMosseriehrling sucht W. Ziegenhain, Frank- furter Straße 72.__________03748 Mige SiigkriHBtn sofort gesucht. 3070 Dampfwaschanstalt „Edelweiss4. 03839] Tüchtige Waschfrau ge- sucht. Zu meld. Schanzenstr. 22, p. 3065] Tücht. Alleiumädchen, welches selbständig kochen kann, für kleines, feines Herrschaftshaus (2 Damen) nach Wiesbaden zum 1. Juli gesucht. Diener vorhanden. Zu melden bei Frau Professor Kinkel, Plockstraße 11. 03858J Junges Mädchen tags- über gesucht Bahnhofstraße 20, I. Ein lucht., braves Mcheu, nicht unter 20 Jahren, gesucht. Lohn 25 Mk. Näheres in der Ge- schäftsstelle deS Gieß. Anz. [3085 3 perfekte BüglttiNk« iiöl WWermesZ gesucht.______Reue Kliniken. Ein cröentL Luusmüöchen per sofort ges. Liebigstr. 47. [03867, Junger Kaufmann, mit allen Kontor- und Lagerarbeiten, einst Buchhaltung, Korrespondenz und. Expedition gründlich vertraut, sucht sofort anderweit. Engagement, alsLagerist,Kontorist od.Reisender.! Offerten unter A. Z. 100 post- lagernd Wetzlar.3098; /Line Laufstelle für morgens gesucht. Schriftl. Meldungen unt. 08862 an den Gieß. Anz. erb. — verschiedene!. Das Heu, auf Wunsch auch GrummetgraS, von 4 Morgen Wiesen im Heegstrauch, verpachtet auf ein oder mehrere Jahre 3079 H. Adami, Süd-Anlage 19. NEDOGGtzOOOGGGV I Die mir auS Anlaß L meines 50. Geburtstages 5 in so reichem Maße ge- U wordenen Sympathien, be- S sonders von meinen Fünf- H zigem, werden stets in O dankbarster Erinnerung v bleiben. 08861 f Adolf Geisse. 9 Auf prima Objekt in beste" Lage Gießens Wchckrgck« an I. Stelle gesucht. Schriftliche Meld, u. 2751 a. d. (Äieß. Anz. erb. Auftichtis! 2 Schwest. 20 u. 22^., je 280000 Vm., wirtsch. erz., w. Heir. m. edelg. H. Vm n. erf., d. g. Ehar. Bed. Off.u.,Veritas",BerlinN.89. 03856] Ein getigertes Kätzchen zugelaufen Liebigstrahe 29. 2 j. Kuarimögel entflogen. Geg. Belohnung abzug. 03665_______Setr^eSweg 84, I. Trohe. Am 3. Pfingsttage Tanabelustigung wozu ergebenst einladet [03865 Bhiltpp Seipp, Gastwirt.