1 "'«» Aktie» unfetes gnftitue IMjffl Stelle, bei M llatlgeijobtet T^langers auf WM genommen K-daß die Voll- 10* Kebrnar tu 6. Md Judnstrie. otterte M An? 702 15 78 904 83 812 72 2054 90 120 ?0 3087 153 89 293 4 45 71 89 95 4031 104 822 610 24 43 48 670 795 880 911 28 66 106 7 78 249 77 60 827 49 77 922 79 39 46 99 124 82 230 33 927 81 35 IM [1501 87 857 82 W 576 77 82 610 1311 6 57 16005 341Ü 36 166 68 81 9417: 3 34 80 82 110 11 ® 6X6 53 419 509» 78680686 H026 K« 167 70 217 lb4 232 701 ^«? 1 Oi 129 <Ä Ubbfe 68 57 837 86 984 29033 u2 66 83 624 48 862 • 623 72 [1501A40 N2 25 40 98433034 6 [150] 719 37 77 & ^99 607 53 601 [150] « Ml 742 801 942 Ö «L’ljoflia«® 46 960 486 )90 , t1 79 ?06c % 910 C 360 *»S ^716 2^9°' Ä b4 24^Ä 69 160)1lv ® 68*78° iÄ-S SS?« [W/A1 39 ä« 95 ,24 200 «i «< w s KZÄ 155t Jahrgang Dienstag 7. Februar 1905 Erstes Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen fap* 32 erntetet täglich außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- diStter viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'sehen Nn iverf .-Buch- u. St ein- b ruderet. R. Lange. Redattion, Trvedttton und Druckerei: Gchulstratze 7. Ebrefie für Deveicken: Anzeiger Gießen. FernsprechaMcblußNr 51 GiehenerAnzei, " General-Anzeiger * VezngSprei-r monatllch75P1.,vietteb jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Annahme wn Anzeigen ir die Tt 2svimmer 's vo-mittags u ’cfjt, Ze 'enoreiS: auswärts Ä (3 j. 2 erantwortl'ch fftf den polit und Q ,6)11, Teil. P. Wittko; für »Stadt und Land" und „Gerichtssaal": A u g u st Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die fltttfige Kummer umfaßt 10 Seiten. Bekanntmachung. Die Herren Mitglieder und Interessenten des Bezirks- Fuchtvereins Gießen für Simmentaler Vieh lade ich hiermit zu einer Freitag den 10. Februar d. IS., nachmittags 3 Nhr, Hy Gasthaus ,3um Löwen" in Lich stattfindenden Generalversammlung ergebenst ein. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Landwirtschaftslehrers Schwarz von Alsfeld über die Aufzucht des Jungviehes der Simmentaler Raffe. 2. Beschickung der Mainzer Ausstellung. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch ersucht Der Direktor de§ Bezirkszuchtvereins Gießen für Simmentaler Vieh. Hechler. J)te Aergaröeiterkrw gnny. Die Streikenden und der Reichskanzler. Die Siebenerkommission der streikenden Bergleute tm Ruhrrevier hat folgendes Telegramm an den Reichskanzler Grafen v. Bülow gesandt: „Die von den streikenden Bergleuten des Rubrreviers gewählte Siebenerkommlfslon wird sich erlauben, Ew. Exzellenz umgehend eine Eingabe einzureichen bezüglich der Stellung der Bergleute zu der im preußischen Landtage angekündigten Novelle betreffend das preußische Berggesetz und den im Reichstage an- gekündigten Gesetzentwurf betreffend die Rechtsfähigkeit der Arbeiterberufsvereine. Ew. Exzellenz teilen wir dann ergebenst mit, daß die genannte Siebenerkommission bei dem Verein für die bern- baulichen Interessen telegraphisch um eine Unterredung nachgesucht hat zur Besprechung folgender ermäßigter Forderungen: 1) eine 15prozentige Lohnerhöhung (anstelle des zuerst geforderten Minimallohnes); 2) kommt ein Gedinge nicht zustande, so soll der Durch- s ch n i t t s l o h n gleichartiger Arbeiter gezahlt werden und nicht wie bisher der ortsübliche Tagelohn; 3) nach Aufnahme der Arbeit soll keine Maßregelung der Streikenden vorgenommen werden; 4) gute Deputatkohlen auch für bedürftige Invaliden Und Bergmannswitwen; 5) humane Behandlung. Auf Grund der beabsichtigten Verhandlungen soll die Arbeit eventl. sofort ausgenommen werden. Die Siebenerkommission Johann Effert, Altenessen, Karlstr." Der Reichskanzler hat Herrn Effert darauf telegraphisch geantwortet: „Ihr Telegramm habe ich erhalten und danke Ihnen für Ihre Mitteilung. Im allgemeinen Interesse halte ich es für dringend geboten, daß die Arbeit jetzt, wie Sie am Schluß in Aussicht stellen, sogleich wiederaufgenommen wird. Für diesen Fall bin ich auch gern bereit, Vertreter der A r - beiter und der Unternehmer zur weiteren Verhandlung zu empfangen. Reichskanzler Graf B ü l o w." So haben denn also die Streikenden ihre Forderungen reduziert mit Rücksicht auf das angekündigte Berggesetz, und der Reichskanzler hat erfreulicherweise wohlwollend den Arbeitern geantwortet. Trotzdem hat aber die Siebenerkommission am Montag abend nach eingehender Besprechung der Lage des Streiks beschlossen, den Bergleuten die Aufnahme der Arbeit nicht zu empfehlen. Eine definitive Stellungnahme zu dem neuesten Verhalten des Bergbaulichen Vereins wurde der auf Donnerstag vormittag in Effen anberaumten Revierkonserenz der Delegierten aller Bergarbeiteroerbande überlassen. Der unerweichliche Bergbanverein. Zweifellos haben die Arbeiter diesen Beschluß gefaßt, weil der Bergbauverein des Ruhrreviers die Siebenerkommission, die abermals um Einleitung der Verhandlungen zur Beilegung des Generalstreiks ersuchte, abschlägig beschieden hat. Trotzig und unerschüttert verharren die Zechenmagnaten bei ihrem Entschlüsse, jede Verhandlung mit den Bergarbeitern abzulehnen. Eine Vertretung der Arbeiter war an den Bergbaulichen Verein mit der Mitteilung herangetreten, daß sie die Zahl der bei Proklamierung des Generalstreiks ausgestellten Forderungen einschränken wolle; der Verein möge, um die Beendigung des Ausstandes herbeizuführen, über die verbliebenen 5 Forderungen mit der Siebenerkommission in Verhandlung treten. Die Antwort war wiederum ein schroffes und scharfes Rein. Von Unterhandlung, Ausgleich, Versöhnung wollen die Zechen- befitzer nichts wissen, ihre Parole bleibt: Biegen oder Brechen. Der Bergbauverein bezweifelt, daß eine Einigung mit der Siebenerkommission von den Arbeitern durch Aufnahme der Arbeit ratifiziert werden würde. Die musterhafte Ordnung des Ausstandes, der einheitliche Zusammenschluß aller Organisationen, ihr fester Zusammenhalt deuten aber doch wohl daraus hin, daß die Siebenerkommission tatsächlich die die Leitung in Händen haltende Vertreterin der Arbeiterschaft ist. Die Börse scheint diesen Arbeiterbeschluß im Voraus geahnt zu haben. Wenigstens hat sie ihren Pessimismus für Kohlenaktien nicht ausgegeben; diese gingen auch gestern wieder zurück. Verstimmend wirkt wohl auch, daß in der Aufsichtsratssitzung der Harvener Bergbaugesellschast vom Samstag lebhaft darüber geklagt wurde, daß der Streik bisher schon erhebliche x Schädigungen verursacht habe. Doch möchten wir darauf Hinweisen, daß die Rückgänge selbst immer noch nicht ’ bedeutend genannt werden können. Einen ausgesprochen s scharfen Kursverlust hatte allein Konkordia atlszuweisen, die ( an der Frankfurter Börse von 340 bis 325 wichen. Esch- J weiler wichen von 251.— bis 250.50, Gelsenkirchener von - 223.80 bis 223.40, Harpener von 213.70 bis 212,20. Hin- < gegen war die Tendenz am Eisenmarkt recht günstig unh ■ Vereinigte Königs- und Lanrahütte konnten von 256.— bis [ 258.50 avancieren. Auch Bochumer haben 1 Prozent ge- • wonnen. In 18 Revieren des Oberberoamts Dortmund und auf der Zeche Rheinpreußen waren am Montag 63 838 j Arbeiter bei einer Gefamtbelegschast von 200 126 Mann angefahren ; mithin fehlten 196 288 Arbeiter gegen 197 079 am Samstag. Der Delegierte Schröder teilte in einer Versammlung mit, daß die englischen Bergleute nm* 5 Tage arbeiten wurden ohne Vermeidung von Ueberproduktion; falls über Frankreich englische Kohlen nach Deutschland eingeschmuggelt würden, soll in England ebenfalls ein Ausstand beabsichtigt sein. In Amerika werden große Geldsammlungen eingeleitet. Ermäßigung des Eisenbabn-Kohlen Tarifs. Der prcuß. „Staatsanz." veröffentlicht eine von der Eisenbabndiroktion Essen namens der betrifWcr Verwaltungen erlassene Verfügung, iw-onach mit Giltigkeit vom 6. bis einschließlich 28. Februar für Steinkohlen, Steinkohlenkoks und Steinkohlenbriketts in Wagenladungen von mindestens 10 Tonnen beim Versand von niederländischen Hafenstationen nach (Stationen im Eseltimgsbereiche des rheinisch-westfalisch^n-niederländischen Verbaudsgütertarifs die auf den deutschen Strecken entfallenden Frachtanteile des Spezialtarifs drei und beim Versandt von Rbeinnm- schlagsplätzen an der Stromstrecke von Wesel bis Köln einschließlich nach Stationen im Geltungsbereiche der Staatsbahngütertarife auf alle Entfernungen die Frachtsätze des Spezialtarifs 3 um ZMunzig Prozent ermäßigt werden. Streik in Mannheim. Dem Kohlenarbeiterausstand, der weaen der Kohlenlieferungen ins Ruhrgebiet unter den Mannheimer und den Ludwigshafener Kohlenarbeitern seit Samstag ausgebrochen ist, haben sich nun auch die Rheinauer Arbeiter angeschlossen. Auf den staatlichen Steinkohlenbergwerken in Oberschlesten betrug die Zahl der Ausständigen am 4. Febr. in der Früstund Mittagsschicht zusammen 2538, verminderte sich somit gegen den vorhergehenden Tag u m 4 1 4 9. Von Pri- vatbergwerken wurden am 6. Febr. die Paulus- und Hohenzollerngrube (Schachtanlagen HostenzoNern und Go- dulla) und die Matbildegrube (Ostfeld) von dem Ausstande betroffen. Die Ausständigen, fast ausschließlich Schlepper, stellen keine Forderungen. Auf den Schachtanlagen der Carl Georg Viktor- und Gustavgrube der im Waldburger Kohlenrevier gelegenen schlesischen Koblen- und Kokswerke zu Gottesberg fehlten in der Frühschicht am 6. Februar 869 von 1898 Mann. Die vereinigten Gruben Verwaltungen des Waldenburger Bergreviers staben die Forderung en der Bergarbeiter schäft abgelehnt. In einer in Gottesberg abgehaltenen Versammlung der Bergleute beschloß maii auf Anraten der Vertrauensmänner mit knapper Mehrheit, noch nicht in den Streik einzutreten, sondern nachmals mit der Direktion $u unterhandeln. Trotzdem bracch auf sämtlichen Gruben der schlesischen Kohlen- und Kokswerke der Streik aus. — Der Streik auf der fiskalischen Königin Luisegrube in Zabrze ist beendet. In Belgien. Mons, 6. Febr. Die Zahl der Ausständigen hat zugenommen und beträgt 18 —19000 Mann. Charter oi, 6. Febr. Infolge Beschlusses der gestrigen Bergarbeiterversammlung haben sämtliche Arbeiter in den Kohlengruben von Gouvre Centre de Iimai Pierrot Couch, Courcelles-Nord, Augustin und Gilly die Arbeit niedergelegt. Teilweise in den Ausstand getreten sind die Arbeiter von 13 Kohlenbergwerken. Zwölf Kohlenbergwerke sind von dem Ausstande nicht berührt. VoiiMhe Tagesschau. Znm Tode der jungen Großherzogin v. Weimar. Zur Widerlegung häßlicher Gerüchte, die sich an den Tod der Großherzogin Karoline von Sachsen-Weimar geknüpft haben, geht der „Fr. D. Pr." eine Mitteilung: ans Weimar zu, die aus unanfechtbarer Quelle stammt. Dadurch wird nicht nur eine Sensationsmeldung des „Gior- nale d'Italia" widerlegt, sondern auch ein geschmackloser Artikel in einer Berliner Wochenschrift berichtigt. Man schreibt: Es ist eine böswillige Erfindung d es Reporters des Giornale d'Jtalia", von einem Selbstmord der Fran Groß Herzog in zu sprechen und würdig daran reiht sich zum Teil eine Plauderei eines Herrn M. R. in .Heft 4 des Roland von Berlin", betitelt: „Ter Stern von Weimar". Tie Frau Großherzogin hatte sich in den Tagen vom 5. bis 7. Jan. erkältet und eine Influenza sich zugezogen, dieser aber keine Bedeutung zugelegt, vielmehr war sie nm folgenden Tage beim schönsten Somtenschein m un*er Equipage eine kurze Zett spazieren gefahren. Sie fühlte sich darauf unwohl und begab firä zu Bett' zu der Jnstuenza traten daun Lungen- und Brust fellentzündung, und leider überstand die Kranke die Krisis nicht. Es ist eine Nichtsnutzigkeit und gemeine Verleumdung, von einem Selbstnwrd zu sprechen; jeder, der die Verstorbene naber tarnte weiß, mit welcher Liebe sie an ihrem Gatten hmg und wie unsäalich schmerzlich und herzzerreißend der Mschied in der Todesstunde war. Tie Gatten litten sich auf das zärtlichste und wenn in den ersten Monaten ihrer jungen Ehe ab und zu eine kleine Tisferenz vorgckommen sein soll, so trugen die Hof- s^ranzen daran die Schuld: das ist in Weimar ein öffentliches Gebnmnis, und der Führer der Fronde gegen die hohe Tote mußte bei der Ueberfübrtlng manches unangenehme Wort hören. Ebenso erloaen ist die zweimalige m i ß g l ü ckte Flu ch t der Frau Großherzogin, die das italienische Blatt bringt. Richt ein Wort ist tunmi wahr, sie batte gar keine Veranlassung dazu, denn das Verhältnis der Gatten war im letzten Jahr ein aeradezu rührendes und mustergiltiges. — Tie Schilderung >.-er Lebensweise der hohen Tarne des Herrn R. .im „Roland" ist im Schluß gänzlich rrnzutreffend. Weder hat sie bei 42 Grad gebadet, noch eine Taillenweite von 45 Zentimeter (!) gehabt oder 30 Stück Zigaretten pro Tag geraucht. Tie Taillenweite betrug 54 Zentimeter, und wenn die hohe Tarne einmal rauchte, so waren es nicht mehr als 1 bis 2 Stück pro Tag. Seit IV» Jabren bat sie kein Pferd bestiegen und seit ihrer Vermählung nicht mehr geradelt. Von einer Herausforderung ihres Geschicks, von der R spricht, kann keine Rede sein, sie ist einer heun- ttlckischen Krankbnt obne ihr Rerschulden zum Opfer gefallen — sie war eine Fürstin vam Scheitel bis, zur Sohle, und nie bat ein Va^k aufrichtiger und inniger um eine Fürstin getrauert, nie. setzt über unsere Karoline. „Der Tod begrub einen reichen Sppf’h nr''-r rtnA CSnffmnmeu/7 Die Erejamff? in Wrrfikand. Ein Komplott gegen den Zaren? Das „Bert. Taaebl." meldet aus Petersburg: DeS Kaiser fand im Arbeitszimmer feines Palais in- Zarskase Sselo einen in französischer Svrache abgefaßteu Brief, in welchem ihm mitaeteilt wird, daß zwölf Mann entschlossen sind, ihn wegen der Vorgang rrm 90 Icmuar zu töten. Es wurden sofort umfassend^ Vorkehrungen gegen ettoaine Abschläge getroffen. Ein neues Attentat. Helsingfors, 6. Febr. (W. BZ Ueber einen Re» v 0 l v e r a n s'ch l a g auf den Seuatsprokureur I 0 h n s s 0 n' wird ausführlicher gemeldet: Heute erschien in der Wohnung von Jobnsson eine militärisch gekleidete Person, welche eine französische Visitenkarte, lautend -auf den Namen Leutnant Alexandre Gadd Ooneigte und um einen geschäftlichen Empfang bat. Als Gadd in das Kabinett des Prokureurs ein getreten war, gab er mehrere Schüsse auf "olmsson ab. Drei Kugeln trafen die Brüste den Magen und eine Schulter des Angegriffenen. Ein sofort herbeigestürFter Geheimpolizist schoß mehrtnals an? Gadd und durchschoß [ihm den rechten Fluß- kn och en. Gadd versuchte zu flüchten, stolperte und fiel schließlich im Vorzimmer. Sodann wurde er ins Hospital gebracht, wo festaestellt wurde, daß er außer am Fuß auch an der rechten Hand verwundet war. Abends lag er noch in besinnungslosem Zustande. Sechs herbeigeeilte Aerzte stellten den Tod des Prokureurs fest. Sein Sohn^ der beim ersten Schuß herzugekommen war und auf den der Anareifer schoß, trug eine leichte Verwundung ant linken Fuß davon. Der konstitutionelle Adel. Petersburg, 6. Febr. (Petersb. Telegr.-Ag.) Vow der hiesiaen Ad e"l s v er s a m m lung «wurde heute schlossen, "folgende Adresse an den Kaiser zu richten: Sire! Der Adel von Petersburg ist glücklich. Eure Maiestat und die Kaiserin zur Geburt eines Thronerben beglückwünschen m kennen. Möge Gott ihm Gesimdheit und Ruhm verleihen. Tie Zeit ist schwer. Unser aller Herzen sind in Kummer wegen der äußeren und inneren Unruhen. Die Feinde greifen un^ an; ihr Zweck ist es. Rußland zu einem schimpflichen; Frieden zu veranlassen, es zu Grunde zu richten, ihm m der Ferne gehörige Gebietsstucke zu entreißen, und das durch Jahrhunderte sanktionierte R e gi er un a ssp ste m nm- z u stoßen. Eine solche Lage verlangt die Anspannung aller geistigen und phvsischen Kräfte des Landes. Man muß einen Ausweg finden. Jedes Wort, welches in dieser ernsten Stunde an Eure Maeistät gerichtet wird schließt eine große Verantwortlichkeit in sickx Auf Eurer Masestät beruht unser Aller Hoffnung, die wir alle Zeugen der Sorgen Eurer Masestät für bte Entwickelung Rußlands sind. Der 25. Dezember hat^ die Hoffnungen der- ienigen Ihrer Untertanen erneuert, welckie infolge des gunMgen Eindrucks ienes Erlasses das wahre Heil des ^aterlande^- in der Ruhe des Landes und in der un un t er b r och en en Befriedigung der dringenden B c d ü r f n l N e d e 0 Volkes erblicken. Die Zahl der so senkenden Russen ist gewaltig. Sie sind stark durch ilne Grundsätze, aber sie find nicht geeint, um gegen die geheime Organiiatlon zu kämmen, 1 die bemüht ist. die Grundfesten der Regierilng imb der Gesellschaft zu erüfrüttem. _ . Sire ’ Es ist nicht das mrc Mal, daß dunkle Wolken über Rußland hängen, welches den Feind im Kreml. und auch innere Unruhen gesehen ha!, welche den Boden der Reglerung erschutter-' tcu Aber unser Vaterland wurde immer stärker und machte stolze, gewaltige Fottschritte in der Entwickelung. Aus der Ver- ■ bindung der monarchischen Autokratie mit der ergebenen . russischen Ration schöpfte Rußland stets neue Kräfte, denen weder ‘ der auswärtige Feind noch innere Unruhen Widerstand zu leisten vermochten. Ter Adel von Petersburg ist davon überzeugt, daß ; diese Verbindung unerfchüttert ist und den Sieg davontragen muß. Mit Gottes Hilfe werden unsere wackeren Truppen, ' die ihr Leben für den Kaiser und das Vwerland in die Schanze schlagen, die russischen Waffen mit neuem Ruhm krönen. ; Mit Gottes Hilfe werden auch die inneren Unruhen ent 1 ®ubc nehmen' Sire! Jbre. Absiehteii sind klar. Das ganze )i Volk erwartet sehnsüchtig die Erfüllung Ihres kaiserlichen Wil- ; lens, aber die Beamte n und Staatsmänner, welches . auch immer ihre Eigensckmften und ihr Eifer sein mögen, . wei-d-en nicht alle Fragen des nationalen Lebens .-lösenkönnen. _ . . ' Sire! Jlwe Vorfahren hörten auf die Stimme der von t der Ration erwählten Russen. Tiefe Gewohnheit schwächte nicht i die Autokratie, soudem stärkte sie, tut Gegenteil, Iw trug dazu bei, das gegenwärtig Große zu en-eichen. Sire? B esehl en . Sie setzt, daß erlvählle Vertreter des Volkes! 1 frei ihre Stimmen z n > ' ö h c de s V h r 0 n e s e r heben und nach den Angaben des Souvei>ttns an der Gesetzgebung und > an der Beratung der Regicrrmgsmaßnahinen tellnehmen. Srre! Hier sind sechs Gefangene Einer heraus dem Untersuchungsgefängnis entflohen. An den Staatsminister Rothe. des Selbstmörders zu unternehmen. auf 45 erhöht, welche von den 45 (in jeder der drei Provinzen je 15) Kreisverbänden gewählt werden. Bezüglich des Umlageverfahrens wird der vorgeschlagene Modus akzeptiert, doch soll der Mindestbetrag der Umlage statt auf 1 Mk. aus geschlossen. Bialostock, 6. Febr. stellungen im Volkstheater sind abgesagt. Die Aufführung der Oper „Andre Eh enier" im Großen Theater wurde verboten, da das Stück zur Zeit der französischen Revolution spielt. Warschau, 6. Febr. Der Ausstand nimmt an Ausdehnung zu. Die Arbeiter üdorreichten heute den Fabrikherren ihre Forderungen, von denen die hauptsächlichsten sind: Achtstündiger Arbeitstag, Abschaffung der Akkordarbeit und Erhöhung des Arbeitslohnes. Angesichts der Unmöglichkeit, die Forderungen zu bewilligen, baten die Hüttenbesitzer den Finanz Minister telegraphisch, sie an den Beratungen, betreffend die Arbeiterfrage, teilnehmen *• Auszeichnungen. S. K. H. der Groß Herzog haben verliehen: dem Hofstallmagazinsverwalter Kirch er das t Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmutigen barsta aten. Unter dem Titel „Wie der Zar die Arbeiter empfing weiß der allerdings nicht sehr zuverlässige ...Gil/Blas', eine Fülle von Einzelheiten zu beachten. Einiges )et hier . toiebergegeben. Der Zar soll General r e p o ty nach Zarskoje Selo befohlen und ihm gesagt haben: „Ich kann nicht alle Arbeiter empfangen. Sie werden daher dafür Sorge tragen, General, daß man zwölf intelligente Ber- trefer der Arbeiterschaft wähle; .ich will sie morgen empfangen imb sie sollen mir ihre Beschwerden vortragen. Sie werden den Männern sagen, daß sie auch ihre Frauen mitbringen dürfen. Die Frauen sind die Genossinnen der Manner in Freud unb Leid, und es ist daher nur recht und billig, daß sie gleichfalls.empfangen werden." Zwei Stunden später war das Arbeiterpersonat der verschiedenen Fabriken von dem Entschluß des Zaren in Kenntnis gefekt. Um 4 Uhr versammeltem sich etwa.' 260 Wgeordnete der Fabriken .in einem ihnen von der Behörde zur Verfügung gestellten «großen Lokal, und um 6 Uhr toaren die zwölf Arbeitervertreter gewählt (?). Bald darauf wurden sie von Trepow empfangen: „Ihr werdet die Ehre haben, von Eurem Kaijer empfangen zu werden", sprach er zu ihnen. „Ich brauche Euch nicht erst zu sagen, daß Ihr Euch keiner Gefahr mlssetzet, aber ich erkläre Euch, daß ich Euch alle gemeinsam verantwortlich machen werde für die geringste Verletzung des Respekte, den Ihr Eurem Kaiser schuldig seid." Tie Audienz war für 2 Uhr nachmittags angefept.. Von einer ungeheuren Menschenmenge, die Hochrufe auf den Zaren ausbrachte, begleitet, Perfanrrnelten sich die zwölf Delegierten auf dem Bahnhof: sie und ihre Frauen hatten Sonntagskleider angelegt. Die Ordnung wurde in feiner Weise gestört, und die Polizei hatte nur den Verkehr in der Nähe des Bahnhofs zu regeln. Am Gitter des kaiserlichen Schlosses in Zarskoje Sselo empfingen zwei Flügeladjutanten die Mordming und geleiteten sie durch den Park in einen Saal des Erdgeschosses: die Frauen wurden von einem Kammerherru. in einen anderen Saul geführt. Einige Minuten später I erschien der Kaiser unter den Arbeitern; er trug die Uniform eines Obersten der Garde, ohne Säbel und ohne Orden. Ein einziger Adjutant begleitete ihn. Er grüßte mit der Hand und s agte: „Guten Tag, Kruder'." Der Zar habe zum Abschied gesagt: „Gut, Kinder. Ich kann Euch nichtver sprechen, Euch alleglücklich zu machen, aber ich wiederhole Euch noch einmal, daß ich Eure Sache in die Hand nehmen werde. Und nun geht zu Euren | FrauenIn der Vorhalle wurden den Arbeitern Erfrischungen gereicht, und jeder bekam als Geschenk be§ । Zaren eine Zigarrentasche mit Inhalt. Die Frauen waren inzwischen von ber Kaiserrn empfangen und zum Tee eingeladen worden. Die Kaiserin erkundigte sich lebhaft nach dem Familienleben der Arbeiter, sprach mit den Frauen über die Kindererziehung und über die Berhüttmg von Kinderkrankheiten und gab ihren begeisterten Zuhörerinnen zuletzt sogar Kochrezepte. Als die Frauen ihr Erstaunen über den häuslichen Sinn der Kaiserin zum Ausdruck brachten, sagte diese lächelnd: „Bei uns in Hessen werden die. Prinzessinnen zu e r st zu Hau3 f r a u en erzogen. Die Kronen kommen später." , , Der Petersburger Korrespondent des „Gil Blas" scheute seinen Bericht gar phcmtasievoll aufgepupt zu haben!" Jer Krieg. Petersburg, 6. Febr. Generaladiutant Kur osiatkin meldet unternt 5. Febr.: Eines unserer Detachements ist gegen Santattie. 12 Werkt südöstlich von Svfontay. vorgegangcn und bat i a p a n i s ch e I n f a n t e r i e ans Santaitse und Sawmeng heraus geworren Uui^e Verluste sind unbedeutend. — Ferner meldet Kuropatkin unterm gleichen Datum: Javaner gingen zum Angriff von Honghuantke und Tatag vor und brachten mehrere Batterien an die Front. Unsere Artillerie eröffnete ba» Feuer und trieb die Javaner zurück. ~ Tokio, 6. Febr. (Amtlich.! In der Umgegend von Swaug- tintQ ist alles ruhig, ausgcuommeu, daß Russen sich eifngft verschanzen. Die Russen griffen am 4. Febr Ehitawn an und zogen sich am nächsten Tage in nördlicher Dichtung zürn ck Am 4 und 5. Febr. beschossen d'e Rusten Machuantzfahu mit Attillerie: kleine Abteilungen russischer Infanterie ariUen b'm: d>" aber niriiff aeirortcn. selben wurde wieder ergriffen. Gapon. Zürich, 6. Febr. Wie aus guter Quelle berichtet wird, ist es Gapon gelungen, sich der russischen Polizei zu ent» .stehen und befinde sich gegenwärtig in der Schweiz. neignng entgegenbringt. Auch Meine Gemablin ist dadurch beglückt und bittet Mich . . anszulprecheii, daß Höchstsie ben Dank für die Ihr alleirtbalbcn ^thständige' Provinzialkammern bestehen sollen. Die Zahl erwiesene Liebe abstatteu wolle, indem Sie an Ihrem -teil nn.° Kammermitglieder wird von 30, wie vorgeschlagen war, wirke zum Wohl Unseres teuren Heßenvolkes. > y «- «■ ™ - Ich ersiiche Sie, diesen Erlaß zu veröffentlichen. Romrod, ben 4. Februar 1905. ERNST LUDWIG. Zur Lage. Petersburg, 6. Febr. lPetersb. Telegr.-Ag.) In 6er letzten Zeit erscheinen in ber englischen Presse eine Menge von Drahtberichten über die Unruhen in Rußland, wobei die Tatsachen entweder entstellt oder aus der Luft gegriffen werden. Beispielsweise ist eine Meldung des „Daily Chroniele" aus Petersburg, daß 6000 Reservisten, die in Peterhof in Garnison standen, sich gegen die Offiziere erhoben hätten und erst durch andere Truppen zur Ruhe hätten gebracht werden können, für vollkommen | erfunden. Die jetzige Lage Rußlands ist durchaus nicht derartig, daß solche Vorkommnisse überhaupt möglich sind. Batum, 6. Febr. sPetersb. Telogr.-Ag.) Der Aus- stand breitet sich mit neuer Kraft aus. Die Fabriken feiern mit Ausnahme einer einzigen.^ Viele Magazine und Läden sind geschlossen. Die Verluste sind groß. Die Lebensmittelpreise sind gefttegen. Infolge der Beschädigung ber Eisenbahn auf einer Strecke von mehreren Kilometern durch Ue'belgesinnte würben Patrouillen ausgeschickt. Auf der Station Scmteredi wurde! der Passagier- und Frachtverkehr eingestellt. Sosnowice, 6. Febr. (W. B.) Seit Samstag ist der Betrieb auf ber Weichse'lbahnlinie Sosno- wiee-Olkusch infolge des Ausstandes ber Eis en b ahn ar b eiter auf ber Station Strehemenschizy unb wegen Beschädigung des Weges eingestellt worden. — Ans die Forderung, der Ausständigen ist in der Realschule feit Mittwoch und in ber Handelsschule seit Freitag der Unterricht eingestellt worden. Warschau, 6. Febr. In sämtlichen Bäckereien ist der Ausstand ausgebrochen. Die Bierbrauereien wollen arbeiten, werden aber daran gehindert. Die Vor- 5 Uhr bemerkte ein Arbeiter, der aus der Schmatlschen Eis- ^IttiversttätS-ÄachnchteN. Halle an der Lahn das Dach reparierte, daß am Bootsplatz ° Wan der Nudergesellschast ein Mann in die Lahn sprang und in I jctoi6t : Ae^Vora-inae an der Technischen den Fluten verschwand. Der Llrbeiter begab sich an die sg,ule kamen in der letzten Sitzung ber städtiscken Kollegien zur Stelle, allein es war zu spät, um noch etwas zur Rettllng I Sprache. Es wurde die. Befürchtung ausgesprochen, daß der Be- Neber die Person des wch der 5oochschule infolge dieser Vorkommnisse zurückgehen und , , ,. - . ., r, 1 . die Stadt 5)an»wvcr Schaden daran haben werde. Stadtdircktor Ertränkten hat blv jetzt näheres nicht fc|lgc]tclÜ werden I ^vamtlt gab seinem Bedauern über die Zuspitzung der Angelegenkönnen. — Seit gestern abend 9 Uhr wird ein junger Mann,! heit Ausdruck, sowie dem Wunsche, daß alle beteiligten Instanzen; zu lasten, da deren LSsung nur auf gesehgcderischcm Wege möglich sei. M Lodz, 6. Febr. (W. B.) Eine Anzahl Arbeiter der Fabrik ©einer nahm die Arbeit auf, ohne daß die Ausständigen ihnen Widerstand bereiteten. Bei einem Zusa m m en- stoß zwischen Kosaken unb Arbeitern wurde ein Kosak und ein Arbeiter getötet; fünfzehn Arbeiter wurden verletzt. p., „, ... Odessa, 6. Febr. (W. BZ Die Universität ist geschlossen ivorden. Kasan, 6. Febr. (W. B.) In der Stadt herrscht Ruhe. Die Gassabrik und die Elektrizitätsanlagen werden durch Militär bewacht. Die Universität ist bis auf weiteres Der Adel Vvn Petersburg glaubt auftickstig, daß falls der Kauer Vorttmieu hat und es kundgibt, daß Thron und Nation innig verbunden sein, daß die inneren Unruhen aufhören lvcrdeii imb daß das gesamte ^lkußland sich erbeten wei-de, um in getreuer und nutzbringender Weste dem Souverain zu dienen zum Wohl und zuni Ruhm des Landes wie zum Schrecken der p-einoe. Die Adresse wurde mit 158 gegen 20 Stimmen gc- Fwhrnigt. . Mos kau,6. Febr. (W. B.) 80 Mitglieder ber AbelS- Aenossenschaft haben unter Besugnahine auf die atn 4. Februar angenommene Lldresse an ben Kaiser eine M i - m o r it ä t s a d'r e s s e eingcreidit, in ber bas ^vtnnil der Majorität bedauert und betont wird, d-aft das einzige Ackttel, nus den gegenwärtigen Wirren zn kommen, darin bestehe, daß eine Kundgebung erfolge, aus der man ersehe, daß Thron und Volk innig verbunden seien. Dies könne nur burch Anhörung fre ige wählter V er t r e t er d c s Volkes geschehen. Um den äußeren Krieg glncnich zu Ende zu führen, müsse man vor allem die Ruhe un Innern iviederherstellen. Der Zar und die Arbeiter. 50 Pfg. festgesetzt werden. Kleine Mitteilungen ans Hessen und den »^luiv.niuvu..^ ----------------» I’jcacguutiiuuitiu In Offenbach spielte in der Nähe mit der Krone. Dem Leibkutscher Schneider und dem ^oscnhöhe ein 15jähriger Knabe mit einer geladenen Fouragemeister Weber das Silberne Kreuz des Verdienst- Piftole. Ein vor ihm her gehender 12jähriger Knabe rief: ordcns Philipps des Großmütigen, dem Hofftallportier Nees! schieß nur zu, Du triffst mich ja doch nicht!" Darauf das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für lang- der Bursche ab und traf den 12jährigen Jungen in jährige treue Dienste", den Hoskutschern Amelung nitekcn <^fl(feUe Schwer verletzt wurde dieser inS Krankenhaus Es s l e r, dem Hofreitknecht Stein, dem Hofkutscher Götz ^^bracht. _m unb dem Hofwagenwärter Neudörfer das Allgem. Ehren- --- —-------- —- 7 zeichen mit der Inschrift .Für treue Dienste". *• Das Großh ermögliche Paar bleibt bis zum "Eine dretßigi ahrtge Großmutter fuhrt sitzt 14. Februar in Romrod, begibt sich dann aus einige Sage beim Landgericht zu Potsdam einen Prozeß. Es ist eine zum Besuch ins Schloß Lich und von dort am 18. Februar unverehelichte Arbeiterin aus Nowawes, die mit 15 Jahren nach Darmstadt. Der für vergangenen Sonntag geplante einem Mädchen das Leben gegeben hatte; dieses wurde ander- Ausflug nach Windhausen und Groß-Felda ins Feldatal wärtL in Erziehung gegeben und folgte jetzt dem Beispiele mußte infolge de§ ungünstigen Wetters verschoben iverden. seiner Mutter, indem es gleichfalls im 15. -ebensiahre Mutter •• Fwei Dankschreiben sind, wie uns mitgeteilt wurde. Die jugendliche Großmutter hat letzt bet Gericht wird, zwei hiesigen Damen auf poetische Glückwünsche, die sie eine Klage auf Herausgabe ihrer Tochter angestrengt, um sie aus Anlast der Vermählung des Großherzogs an daZ Hohe selbst zu erziehen. Paar abgesandt hatten, zugegangen. " Eine glückliche Stadt. Emen wohl cmzrg da. ** Tagesordnung für die Sitzung de r Stadt- stehenden Beschluß hat der Stadtrat von Eallenberg (Be- v er ordne ten-Verianiinlung Donnerstag, den 9. Febr. • p Zwickau) gefaßt. Vom 1. d. M. an soll für jedes tn 1905, nachmittags 4 Ubr pünktlich. 1. Ganenbcrg geborene Kind von der Stadt ein Spar- Löck^"zu deLl^M ds7R°dhem,^a^ie^Asneus. lassenbuch mit Einlagen angelegt „ach vollendetem ersten 4. Baugesuch des H. Becker II. für die Katharinengasse 14. 5. Bau- Lebenswhre den Eltern zwecks luciteren Sparens ansgefolgt ! aesuch der Gail'schen Dampsziegelei für bat Erdkauter Weg. Ihis zum 14. Lebensjahre oder dem etwaigen Ab- 6. Gesuch des Heinrich Kröck V. zn Heu^lheim unr Erlaubnis (cben b(?§ lindes das Buch gesperrt werden. öTuÄtC8.^8C cined • Ueber den rätselhaften Tod eines Stadt. Geländers an der Trevve bei der neuen katboltichen Kirche, x^ts werden aiis Liegnitz folgende Einzelheiten gemeldet. 9. Aend»vung des Fluchtliuieuplanes ftlr die Straßen zwischen 60jährige Stadtrat und Tuchkaiifmann Kappelt hatte n'KL'eims sich am Vormittag in seiner E-genschaft °ls Forstd°z°rneni Kiesbcmketts auf ber n ördtichen Seite des SchrffenbergerwegS. nach dem Stadtforst begeben, wo eine Holzauktion stattfand. 12. Genehmigung von Rechnungen. 13. Kosten der Einquartier- Nach Beendigung des Geschäfts bestieg K. auf der Eisenbahn- ! ungeit in 1904. 14. Rechnung des Gr. Realgymnasiums und der Vorderhaide den nach Liegnitz gehenden Mittagszug. eSSftte’:1 Beschafstmg Bald darauf sahen Bahnbea.nte, wie K das Coup« auf der von Schnlräumen für das Re^laymnastum. 17. Beschaffung eines anderen Seite plötzlich wieder verließ. Er geriet hietvei uus I Sprengwagens und zweier Schlammwagcn. 18. Vergebung der Nebengeleise unter den gerade von Liegnitz Fommenucn Arbeiten sür die Hausauschlüsse bei der KaEation 19. Unter- dersonenzug, wurde überfahren und von den Rädern fast Haltung des Blumenbeetes im Vorhof des Friedhofs am Rodt- ö J f rSun hat ©tabtrat berg 20 Verbesserung der alten Swllenanlage bei Großen-Buseck. völlig zermalmt. Nach einer anderen Meldung hat öMWat 21 Kol-lenbefteslung fürs Gaswerk. 22. Errichtung einer Ziegen- K. einen Bnef hinterlassen, in welchem es heißt, oag er frei- zuchtstation. 23. Errichtung eines Zuchtviehmarktes. 24. Gesuch willig in den Tod gehe, da er mit Arbeit überlastet und sehr des Wilhelm Hahn von Annerod wegenErdarbeiten im Stadt- ; , . hieraus mußte also geschlossen werden, daß der ä *«• laus 27 8 W Ladenschluß für die Uhren-, Gold- und Silber- K., der bei der Bürgerschaft in hohem Ansehen stand, ver- warenhandlunaen. 28. Desgleichen sür die Eisen- und Blechwaren- waltete als Magistratsmitglied neben den Forstsachen die Handlungen. 29. Desgl. für die Buchhandlungen, dre Papier-... ^«oral-Vormiindschafts- und Armen-Unter- ÄmUA-L Ä? einer* M von Hause Schiffenberger Weg 63. 31. Tesgl. des Gustav Laichiuger Vereinen als Vorsitzender an. Er hinterlaßt eine .untnje mit für die Bruchsttaße 11 zwei erwachsenen Kindern. S e l b st Ni ö r d c r. Gestern nachmittag zwifchen 4 imd -------■— der hier in Stellung war, vermißt. An seine Quartierfrau faltete er einen Brief, in deut er angab, sich erschießen zu wollen. , ** Majestätsbeleibigung. Vor einigen Tagen erging sich iii einer hiesigen Wirtschaft ein Arbeiter im Kreise ftmec Fremtee in rohen, beleidigenben Ausdrücken gegen Se. Kgl. Hoheit den Groß Herzog. Als ihn einer seiner Freunde ermahnte, sich in diesen Ausdrücken zil ermäßigen, da sie sirasbar seien, wiederholte der Mensch nicht nur die Ausdrücke, sondern er beleidigte seinen Ermahner und sagte zii ihui, er solle ihn nur anzeigen, was dieser dann auch tat. Da der Arbeiter seine Stelle aufgegeben und abreisen wollte, wurde er verhaftet. , *• Der Maskenball ber „Confentta" am Sonn- tag bot Meisterstücke ber Dekoration; bie Alpen konnten bestiegen werben unb ans schwirteeliteer Höhe konnte man nut einer Rutschbahn abstürzen ohne Hals unb Bein babei zu brechen. Oben auf bem Berg ftanb eine Sennhütte, wo es Alpenbrod, Ebelweiß 2c. zu kaufen gab; in ben Voralpcn waren Erfrischungshäuser, wo es Sekt unb Konbitoreiwaren zu kaufen gab. In ber Bayrischen Bierhalle ging es unter Jodeln und Zitherspiel recht lustig her, und auch die Schießbude wurde fleißig benutzt. Beide Säle waren überfüllt. ** Hessische Staatslotterie, Ueber den Stand der schon seit Monaten schwebenden Verhandlungen zwischen Preußen und Hessen wegen der zukünftigen Gestaltung der hessischen Staatslotterie soll nach der „Frkf. Ztg." der Finanz Minister D r. Gnauth beim Wiederzusammentritt der zweiten Kammer (der bekanntlich heute erfolgt) interpelliert werden. 8(1. Darmstadt, 6. Febr. In der vergangenen Woche hat sich der Sonderausschuß zur Regierungsvorlage betr. die 2an d wirtschaftskammer unter dem Vorsitz de§ Kammerpräsidenten Haas in verschiedenen Sitzungen, bet denen teilweise die Regierung vertreten war, mit dieser schwierigen Materie befaßt, und cS ist im allgemeinen eine -----------« «r 1 x.a « % 1 Einigung zustande gekoniinen, so daß die Annahme der Aus UMS! uns Kaus. Vorlage im Plenum der Kammer gesichert erscheint. Die Gießen, 7. Februar 1905. Schwierigkeiten, welche das von der Regierung vorgeschlagene -Einen Allerhöchsten Dank er laß veröffentlicht indirekte Wahlsystem bot, sind zunächst dadurch ^beseitigt .. rr. । i trtfrtpnSpn Wortlaut' worden, daß der Llusschuß seinen emstimnng gefaßten Be- 1C '3'bT«i»«IÄ Sbobcit bie ®ro66erioqin, Meine Gemablin. schluß, nur für eine direkte Wahl einzutreten, M't Rücksicht und Icb haben aus Anlaß Unserer Vermählung aus allen Kreisen auf den von der ersten Kaniwer zu erwartenden starten der Bevölkerung und aus allen Teilen des Landes überaus zahl- Widerstand aufgab, daß dafür aber die Wahlen zur Land- reiche und wohltuende Beweise aufrichtiger Ergebenheit und ircm ^wsich(fftZfammer nicht, wie von der Regierung vorgeschlagen hiermit ausdrücke,.babe Ich..ge- wurde, von den Nusschüssen der Provinzialverbände sondern sehen wie Atciii treues Volk, das mantees Schwere mit Mir gefühlt von den Bezirks- resp. Kreisverbanden direkt gewählt w.rden und getragen (int, mm auch das Glück mitempfindet, das durch sollen. Dadiirch wird die eine Mittelinstanz bet der Wahl Gottes Gnade Mir und Meinem Haus beschleden nt mte mie es L r , ■ überhaupt die Provinzialverbände in ihrer der Landesherrin, die Ich ihm zngesührt habe, Verehrung und Zu-1 “gj .„^schaltet werden, so daß nur eine Landwirtschaftskanuner für ganz Hcsien, nicht aber drei go/o Mexikaner haben. Danksagung 0680 610 335 Leihgestern, den 7. Februar 1905. 400. 455 XII halt. (13x18), zu oert) VII VIII 300 300 50.52 3485.19 131.40 52.00 102.40 90.65 102.40 90.50 00.00 99.70 101.90 100.90 100.20 105.65 65.60 65.70 1382.52 1400.— 1759 13 1394.79 4.47 3251.26 4,/2o/o Chinesen . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd , • Kreditaktien , . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden • * Gotthardbahn . Laurahütte « . . Bochum • , • » Harpener • . Staatsschatzscheine Mr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir innigen Kassenbestand Warenvorrat • Geschäftsmobiliar nach Abschreiben v. 10°/0 Ausstände Betriebsveränderung billig ab zugeben. 69! “ Max Weißbäcker, Gießen. Der erste der Borträge aus Altertums» Wissenschaft über Griechenlands vorgnchrchtl. Paläste von Professor Bethc findet erst Donnerstag den 9. Febr., adds. 8 Uhr, statt. _ 06931 Elegantes Maskenkostüm u verkaufen Grünberger Str. 15- Passiva. Ausgenommene Ka- talien Guthaben der Mit glieder Noch zu zahlende Schulden Reservefonds Betriebsrücklage Reingewinn 33.40» 92.25» 140 50? 114.50 218.30 192.70 144.20 162.80 166.2Q 139.20 17.10 191.501 258.50 241.20 212LO Goethe s Werke v. H. Kurz, 12 Bände, Meyer's Klass.-Ausg., sehr wenig gebraucht, zu verk. Postl. H. F. 1234. 0687 in Gruppen, die gleichartige Beünebe umfassen, zusam men usÄ ließ en und darüber zu beraten, welche Be diirfnisse der Arbeiter sogleich ,zu besrre durchführbar ist. Febr. Dein Korrespondenten des „Bert. Tagebl." wurde aus sein Gesuch, Gor ki in der Peter- Paulsfestung besuchen z-u dürfen, dre Mitteilung, daß das Gesuch gegenstandslos sei, da er in wenigen — Lgenl Febr. Das „Neue Wiener Tagebl." meldet aus Petersburg, Gorki sei um 7 Uhr abends ^cus der Last entlassen worden. ... Petersburg, 7. Febr. Gestern sand unter dem Vorsitz des Finanzministers Ko kowzo w eine Vers ammlung I v..a.. hpv privat-- und Staatsiabriken des Peters- Die Vorgänge in Rußland. Petersburg, 7. .Febr. Der im Zimmer des Zaren aufgefundene Brief hat enorme Aufregung nn ganzen Palais hervorgerufen. IN unterrtchtecen Kreises betrachtet man die Sache sehr ernst, zumal e^ gellen mne Bombe gar keinen anderen Schutz gibt, als daß der Zar das Palais nicht verläßt, was aber auf die Dauer kaum Kunstverein. Sondsr-llusffellung des Berliner Malers F. O. Lange = ®ebefam. 67 Gemälde und Zeichnungen. Ausstellung ist täglich mit Ausnahme Samstags von 11 1 Uhr geöffnet. Mittwochs auch von 3 bis 5 Uhr. wSAtrtt um die Angelegenheit so bald tote möglich »nml ftÄ «TÄ feV nationalen Gesinnung, die be^rrscküe, dürfte es der Staats- schiver fallen, einen befriedigenden Ausgleich "SML taStÄtS»» h°t die Frage einen ettva 1500 Studenten lassen ftart httansietlen Srntcr^una _ 1500000 Mark. In Wirk- kie^Suninrc^ eher das Doppelte betragen. Tie Frc- lichkeft tvtrd. tzgchschnle ist seit einiger Zeit fallende was tchnt^lebbaft^ Sorge weckte. Uebrigms hat sich- von Berlin ous de? Minispwialdirektor im preußischen- Kultusmimsteruirn 5L3 16n ff {tä Hannover begeben, um btc Angelegenhett an L ^d St-l e ru uMersuchen, die eine um so größere Bedeutung nuA die Studentenschaft anderer Universitäten toap ku ik^ Stellung ^chm -^r nehmen wird. So will jetzt auch bte Stu den te nschaft dem Beichtet anderer Un'verst- «ku'fnTmm und in einer großen Versammlung am 8., Februar Echchruch^egeN die jüngsten Angrisse auf die akadennlche Fret-^ heit erlieben. Mtter sind gebeten worden, folgende Mit- vechssentliKn: „Tw es im Interesse der akademtschen Stt^ und Ochnung gelegen ist, daß die sperren Stud ter en- d.n sfch dtt Teilnahme an der praktischen P o l t t i k e n t hal- t. n und jede agitatorische Tätigkeit unterlassen, werden ^Ük Munich lxs^Swrit Prorektors die Listen mit den Unterschrntm hi-sifer SkuäL^t i» t mt die für die G ° r k i tätige Zentral- stelle abgesa^dtwerdeU/^__ bi gen seien, womöglich! ohne die Regelung bev^allgemeinen^ Fragen durch die Gesetzgebung abzuwarten, über die der Finanzminister dem Ministerkomitee schon Vorschläge unterbreitete. cw „n Sosnowice, 6. Febr. Der Arbeiter-Ausstands Idauert an. Heute wurde eine Anordnung des General-- aouverneurs, betreffend Volksansammlungen, veröffentlicht.. — Die bei der gestrigen Kundgebung umhergetragenen Fahnen, trugen u. a. die Aufschriften: „Nieder mit der Selbstherrschaft!" „Nieder mit dem Krieg'." Entsprechend, der Forderung der Ausständigen wurden die Lehrstunden an der Berqschule zu Dombrowa eingestellt. Wien, 7. Febr. Das neue Wiener Tageblatt meldet? aus Petersburg, Gorki sei um 7 Uhr abenns aus der Hast Märkte. | Gießen, 7. Febr. Marktbericht. Aus heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pid. 0.90-0.95 Mk„ Hühnereier 1 St. 8-9 Big , 2 Stck. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21Psg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar0,80—0,90Mk., Hühner pr.^t. 1,00-1,60 Att., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1'80—2,20 Mk., Gänse vr.Pfd.55— 65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. 'Pfund 60-72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Piund 50—74 Pfg. Kartoffeln vr. 100 Kg. 6,00-6,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr 8 00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00-00 Pfg. Nüsse 100 St. 00 -00 Pfg. Zwetschen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0.15. Marktzeit 8—2 Uhr. Sport. Der deutsche Automobilklub beschloß vom 6. Oktober bis 15. Oktober 1905 in Frankfurt a. M. eine allgemeine Auto mobile ft eil n ng zu veranstalten. _ , 1904 „ zu . Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 Reiskirchen, den 6. Februar 1905. , Eingetr. Genossenschaft mit unbeschrankter Haftpflicht. Ph. Stumps VII. B-cmn stundenlang mit nasser Fußbekleidung in der Schule sitzen. Wohl war | vor einigen Tagen die Kehr maschin e auf der Strotze tätig,, aber anstatt die Lage zu verbesserst, wurde sie noeg ^r s chlmu-1 wert, indem der Schlamm aus den Fußsteig set^rfen wurde und dort liegen blieb. -W nun werden. „ x / a) Decksteiue (Basalt), h Lagerplätze Am Schlachthaus und Diehmarrt. .. s Marburgerstraße. Wiefeckerweg; Wresenstrase, ®Ä3«|fcaSe; Alter Rödgerweg; Am Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres innigst geliebten Gatten, Vaiers, Großvaters und Onkels, besonders den Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften des Inf.- Regiments Kaiser Wilhelm, den Kameraden, sowie für die trostreichen Worte des Vorsitzenden der Krieger- Kameradschaft und die zahlreichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank Familien Jiehm nnb §M. Gießen, den 7. Februar 1905. 0692 Neueste Meldungen. R. B. Darrn stützt, 7. Febr. (Eigener ^rayt- bericht.) Die 2. Kammer trat heute zu einer längeren Tagung zusammen. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung« gedachte der Präfid ent mit herzlichen Sorten der Vermählung unseres Großherzogs. Das Hcms!horte die Rede stehend an und brachte ern drermalrgev Hochruf das neuvermählte Paar aus. Es beschloß auch», eine Glu ck- wunschadresse an das Großherzogspaar öu richten. Später widmete der Präsident dem verstorbenen Xbgeord- lneten Weidner einen ehrenvollen Nachruf und^ vereidigte darauf dessen ^11^11^012^ Weber Zn der Generaldebatte über den H-man^tat sprach, zuerst Äbg. Reinhart und darauf Abg. Dr.^Schmrtt der in längerer heftiger Resde die konse f f ronellen Gegensätze zwischen den beiben. beklagte und nach beiden Setten hm zur ^uldsamkett und Verständigung aufforderte. Ihm erttgegnete Staatsmmtster Rothe/der es als eine erfteultche ^atfachte bezetchnete, daß die hessische Bevölkeruirg trotz des ver, Meinen Glaubens friedlich beieinander lebten. Auch auf wettere Aeußer-^ unaen des Abg. M o Ith an antwortete Staatsmmtster । Rothe. Um Vt2 Uhr vertagte sich das Haus auf morgen! Ifrüh 9 Uhr. PV . Berlin, 7. Febr. Eine der bekanntesten Erscheinungen der Berliner' musikalischen Kreise, der bayerische Haupt- mann a. D. Baron Adrian von Stengel, hat stch erschossen. Ein jahrelanges körperliches Leiden und ! finanzielle Sorgen sollen den Baron in den Tod getrieben GingesMdr. (Für den Inhalt der unter dieser Rubrik stehenden Artikel I übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) , e Gießen, 5. Febr. Die Bewohner unterhalb der Frankfurter- und Crednerstraße sehen jedes ^ahr dem Herbst und Winter mit Grauen entgegen. Da der Schmutz und | Schla mm auch in diesem Jahre überhand nahm, wurde vom neu eit Tierspital bis an das Gutmannsche Grundstück der Fuß f teig mit weißem Kies aufgesüllt, was mit Freuden begrüßt worden war, da man hoffte, diese Behandlung würde dem g a u z e n ^utz- widerfahren. Leider war das eine trügerische,Hoffnung, denn vor wie nach mußte man von der vorerwähnten stelle bis zur Grenze zwischen Gießen und Klein-Lmden im. Schlamme 100 Hammstraße; Mittelweg. » Beschreibungen und Bedingungen hegen wahrend der DMyr Sw-tskarnrner die Taglölntrr Wilhelm S. und ^vyanues zu veranttoorten. Sie haben sich am 20. Dezember ». tn bte Wirtschaft zum Löwen begeben, too fte je einen Schnaps zu 10 Pf. tranken. D. entfernte uch heimlich, ohne su Zahlen. | Als der Kellner von bem mittellosen H. Zahlung verlaitgte, erklärte er, D. habe die Getränke bestellt, ^as Gericht war der Ueberzeugung, daß die Sache „von den Angeklagten wohlvorbereitet war, und verurteilte ben rückfälligen H. zu drei Monaten Gefängnis. Sein noch unbestrafter Genosse fern mit einem Aag Gefängnis durch. — Sodann wurde der Schweizer G>uard O. aus Stow zu einer Gesamtstrafe Vvst 7 Monaten und 14 ^agen Gefängnis verurteilt. Er wurde vor , kurzer Zeit durch die hiesige Strafkammer wegen Di eb sta h l s zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Nachträglich stellte sich beraub, daß er einem Reisenden ein paar Schuhe entwendet hat Es wurden dafür 3 Monate angesetzt, die mit 6 Wochen m Anrechnung kamen. bürg meldet, sei in einer Konferenz der b beschlossen worden, mit Japan Frieden zu schließen Das Gerücht von der Rückkehr Kuropatkrns soll keinen. Kerichtssaal. Strafkammer. Wegen Zechprel entlassen worden. Bom Kriege. Ne tersbura, 7. Febr. Das Gerücht üher die Rück- kehr^Kuropatkins tritt immer bestimmter aus. Allch,' Griepcnberg kehrt auf dem kürzesten Wege zuruck. Er soll an den Zaren ein Telegramm gerichtet haben, warm ec gegen Kuropatktn schwere Beschuldlgungen e^ hebt. Wie es heißt, werde entweder General ^iniewitsch ober Griepenberg den Oberbefehl übernehmen. Paris 7. Febr. Die erste Abteilung des dritten russischen'Geschwaders ist, wie der „Matm- auS !Petersburg berichtet, im Libauer Hasen durch Eis blockiert. Die dicke Eisdecke werde gesprengt roetben müssen, nm dem Geschwader die Ausfahrt zu ermägfichen^ Gerüchtweise verlautet, daß vier Panzerichlffe, welche unlängst von der argentinischen Regierung erworben wurden, $U; dem Geschwader Roschdjeswenskys in den Gewässern coit Madaqskar gestoßen sind. London, 7.Febr. Wie „Daily Chroniele- aus Peters« — nenitcat>aIlD hat schon wieder Gelegenheit gesimden, tick, Freundschaft Kaiser Wilhelms II. zu brüsten Er veröffentlicht das folgende, Telegramm M Eaiiers an ihn. „In der „Rordd. Allgg. Ztg. , Dem «ne ockrungsorgan, wurde ein formelles Dementi.^betreffs des Zwiickwufalles mit Mascagni publiziert, ^es rltf bre öjllfte Genugtuung, die Sie wünschen konnten! Beste Gruße . l^ßintv laluttr äoncavallo lyat ein bißchen geflunkert, jy Mailands „Perseveranza" stellt fest, daß dieses Telegramm ^^^/^schrist Hülsen" trug. Zu dem Dementi ,'4>es ostiziosen Blattes, das in ÄAm Telegramm als „vollste Genugtuung" bezeichnet wurde erklärt Mascagni im „Gioruale .d'Jtalia" ganz energiich, ^af! Hochberg sowie der verstorbene T-irektor Wnon hätten ^bpi 189 betragest, den „Rolwid" in Musik zu setzen, er habe mdesstn abgelehnt, weil Deutschland wlbst Komponisten für , em derartiges Werk besitze. Niemand absolut jemand dürfe Me seine Erklärung heute bestreiten! Mascagni fließt. „Was den Satz betrifft, Mascagni habe sich mit der Wahrheit m Widerspruch gesetzt, so könnte ich dem den anderen,^atz ent- a-aensetzen' „Herr Leoncavallo hat erfunden , und ich glaube, diI toärc für mich im &bcn und für Herrn Leoncavallo m der Kunst etwas Neues." _ —— Licherstmße, nächst der Kaserne; Schiffenberger^ weg; Verlängerte Liebigstraße; Erdkanterweg Verlängerte Liebigstraße; Mittelweg; Pumpstation. b) Kies aus der Lahn Am Schlachthaus; am alten Viehmarrt. Am alten Friedhof; Wiesenstratze. Realschulgrundstück, Stepbanstraße. Pumpstation; Am Mittelweg; Wetzlarerwegf zwischen Hofmann- und KLinikstratze. c) Basaltgrus Am alten Viehmarkt. T , Am alten Friedhof; Klemer ^chwarzlachweg^ Verlängerte Liebigstraße. anderen Grund haben, die Verhandlungen zn [extern Das Ergebnis der letzten Schlacht m der, Mandschurei, und di- Schwierigkeit die Armee zu ter-.' provia'ftieren, sollen zu diesem Entschluß geführt h°^«^ -■ Wie Central News- berichtet, tft die Annahme von Pnocst- Telegrammen in Mukden, Wladiwostok und anderen mand^ schurischen Städten verweigert worden und zwar von morgens früh bis 4 Uhr nachmittags. Es ist dies das erste mal seit. Beginn des Krieges, daß die telegraphische VerbindunD nach der Mandschurei aus Beranlasfung deft Irujsischen Regierung unterbrochen wurde. Die | sache wird eifrig kommentiert. , 3*/2% Reichsanleihe . . ’P/o do. . - . 31/,0/g Konsole • • • • 3% ........ 372% Hessen . • • • 3*/2% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 4‘/5% Oesterr. Silberrente 45a Ungar. Goldrente , < 40/0 Italien. Rente . . , 4V2% Portugiesen . • 80/,, Portugiesen. • . . 156 0. Türken • • • Türkenlose .... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4l/,% äussere Argentiner Gießener landwirtschaftlicher Wetterdrenst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch den B. Februar 1905: Zeitweise ausheiternd, Temperatur langsam sinkend. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. 6791.44 | Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1903 Während 1904 gingen ab . 84/11 Seelig s kandierter Korn- u. Malz-Kaffee Vollkommenster Kaffee-Ersatz. Y» Pfd.-Packet (— 30 Tassen) 20 Pfg. 6791.44 87 2 85 ♦ 6 Verschiedene zu vermieten. 64 jofort zu vermieten. 204 Näberes Frankfurterstratze 29. Zeichner sofort gesucht. gesucht. 711 Maurer u. Han-langer gesucht. 691 Neuenweg 42. 0649 Mms LechiiMen oder -Mädchen auf sofort für einige Stunden des Tages gesucht. 0690 Bismarckstraße 14, II. Ali Lkhrilläillheil aus guter Familie zum bald. Eintritt, ev. auf Ostern, gesucht. (697 3oh. Hermann Schmidt 1., Lieh, ^urz-, Weiß- u. Wollwaren. Ernst Blocvner, Blockstraße 2. 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April 1905 bis 31. März 1906 erforderliche Bedarf an Piassavabeseu (etwa 300 Stück) soll Mittwoch deu 15. d. Mts., vormittags 10 Uhr, Öffentlich verdungen werden. Angeoote auf das Stück, sowie Muster sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. B7/2 Gießen, den 6. Februar 1905, Städtisches Tiefbauamt. ________Braubach.________ Wegen Ausgabe her Landwirtschaft ist ein noch sehr gut erhaltener, nur einige Jahre gebrauchter Oekonomiewagen mit allem Zubehör, für lange und kurze Fahrten eingerichtet, ferner eine Häckfelmafchiue, fast wie neu, mit Kettenzug, preiswert abzugeben bei 692 Ludwig Raust I., Beuern. 7/isitenAarten liefert rasch and billigst Brühl sehe üniv^Druckerel. Verdingung. Die Lieferung von Basalt- ,Pflastersteinen (220 cbm) für die Unterhaltung desStraßenpstasters in 1905/06 soll in 3 Losen Mittwoch den 15. d. MtS^ vormittags 11 Uhr, -öffentlich vergeben werden. Beschreibung und Bedingungen liefen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhäUlich, sind spätestens bis zmn obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Dem Angebot sind !Probesteine 'beizufügen. Zuschlagsfrist 3 Woche». Gießen, den 6. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamr. Braubach. B’/a Verdingung. Die Räumung von Flut- ^grädeu in der Gemarkung Gießen soll Mittwoch den 15. d. MtS., vormittags 1072 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsirist 3 Wochen. Hießen, den 6. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. B7/, 267] Wohnung, 6 Zimmer nebst Zub., 1. Stock, per L April zu vermieten. Ludwigstratze 31. | 5 Zimmer j 5-Ämerwohnniig (zweite Etage) per 1. April zu vermieten. 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