iseoer Niger ■ h-A npfentöler berzieheu und paratureu il und billig n eigener Veüslätle. ikencl mtie. ;nisse. Billige Preise, Ersuchung ratoriom. ichläge gratis, k Torin. irg, A.-G. ^[4001 SU M K: KrZ 17 68 Ul’ 72 J ZOOOl »i«S Ä»u- ;rfg 922 15 r 722 %86'^ °ÄÄ" 829 81 6 481 86 92 ft» 61W ShWMK «W.S >61 MM 540'23 43 66 ; 671 705 6 63 )) 39 55 63 8? 'S» ■'S» 91 944 63 75 5 [400] 46 54 . [2000] 93 7 75 78 1400 i 373 94 [400] 16 49 [400i 53 L [2000] 58 J6 Kİ? IJtts 9 [10001 1 A Freitag 7.A»r«t»O8 155. Jahrgang Erstes Blatt. werden gut tun, sich beizeiten den Tarif zu Keder der mir welche durch Jnteresienten schaffen. Tokio, Hälfte der Innere japanische Anleihe. 6. April. (Reuter.) Man erwartet, daß die inneren Anleihe den Fremden zuerkannt König Eduard und Loubet. Der König von England trat am Donnerstag die Reise nach Marseille über Paris an. In Calais traf er um 1 Uhr 40 Minuten ein und fuhr nach kurzem Aufenthalt nach Paris weiter. Präsident Loubet hatte vor seiner Zusammenkunft mit König Eduard eine Besprechung mit dem Minister Deleaffö. In der Begleitung des Präsidenten auf den Pariser Bahnhof befand sich nur General Dubois. Ein Pariser Telegramm der Times besagt, daß in etwa einem Monat nach der Rückkehr des Königs Eduard vor seiner Kreuzfahrt abermals eine Zusammenkunft zwischen ihm und Loubet erfolgen werde, .und der Pariser „Matin" bestätigt diese Meldung und fügt Paris, 6. April. „Echo de Paris" meldet aus Neapel, deutsche Kaiser werde sich, bevor er Italien verlasse, mit der Kaiserin nach Rom begeben, dem Papst einen Besuch abzustatten. (??) wie bei der vierten. Tokio, 6. April. (Amtlich.) Das Gesamtergebnis bei Zeichnungen auf die neuen japanischen SchatzbondL beträgt 485 876 250 Yen. Bei 77 523 900 Yen übersteigen die Angebote den Emiffionspreis. Vom Kriegsschauplätze. Petersburg, 6. April. In einem Telegramm deS Generals Charkewitsch an den Generalstab von heute wird gemeldet: Von der Front unserer Armee wird das Erscheinen feindlicher Abteilungen auf der großen Mandarinen^ straße und auf der Straße von Tschantasu nach Maimaikar gemeldet. In Korea, 5 Werst von Kailtschjiu, hatte eine russische Truppenabteilung einen Zusammenstoß mit japanischer Infanterie. Der Feind wurde aus zwei Stellungen geworfen und durch unser Feuer und die Arr^ griffe der Kosaken zerstreut. Tokio, 6. April. (Reuter.) Eine amtliche Depesche berichtet, ein Teil der japanischen Streitkräfte in dem Gebiete von Kaijuan griff am 4. April die Ruffen nachmittags bei Kuyuchu, 3 Meilen nordöstlich von Diuhuachichs, an und bc* setzte den Ort. Am 3. April nachmittags rückte dev Feind mit reitender Artillerie und Maschinengewehren von Tamo her auf der Straße von Tenghua nach Süden vor. Am 4. April morgens eröffnete er ein Bombardement aus Chincheatim. Gleichzeitig ging eine starke russische Jnfanterieabteilung von der Hauptstraße her vor,, während zwei andere russische Abteilungen unsere Flanken! BeinflOnlft monatlich 75 *$1-, otertefc jährlich ML. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mt. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« >iit die Tc rsp'immer 's DO^mütrrqg 0 ’cTit. 3c-,ernretS: auswärts i3;j. Berantwor!L'ch für' den polit und u wird, deren Angebote über den Emiffionspreis hinausgehen. Die Schatzverwaltung plant eine fünfte innere Anleihe von 100 Mill. Yen im Mai unter ähnlichen Bedingungen Die japanische Regierung hat bekanntlich unter dem Druck der Kriegsausgaben eine Erhöhung der Einfuhrzölle, sowie andere Formen der Taxierung eingehender Ware beschlossen. Der Wortlaut ist jetzt unter dem Titel „Gesetz über außerordentliche Spezialtaxen" veröffentlicht. Die Einfuhrzölle sind auf fast alle eingehenden Artikel erhöht, soweit nicht die Eingangszölle durch die bestehenden Verträge zwischen Japan und den Westmächten festgelegt sind. Die durch den neuen Tarif zur Erhebung kommenden Eingangszölle treten mit dem 1. Juli 1905 in Kraft. Das englische „Board of Trade Journal" veröffentlicht vorläufig eine Liste von 212 Einfuhrartikeln mit den bisherigen Einfuhrzöllen und den Zuschlägen oder Aenderungen, das in Rede stehende Gesetz geschaffen werden. Nr. 83 ©rlOfiet tigttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden ,rn Wecklel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Familien« Murr viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Der- lag der Brühl 'schen Unrverf.-Buch-u. Stein» bruderti. 9t Lange. Redaltton, GrvediUon und Druckerei: Gcholstratze 7. Übrefle für Depeschen: Anzeiger Wietzen. sternlprkchanichtußNr 51 hinzu, daß diese Begegnung abermals in Paris stattsinden werde. Als ein Ereignis ersten Ranges, als eine dem on- strative Antwort auf den Kaiserbesuch in Tanger wird die Begegnung des Königs Eduard mit Präsident Loubet von Londoner und Pariser Blättern gefeiert. In den deutschen politischen Kreisen betrachtet man dies zweistündige Beisammensein mit allem Gleichmut. Daß König Eduard, der es sich zur Ausgabe gesetzt hat, für die Aufrechterhaltung des Friedens zu wirken, irgendwie feinen Einfluß für die Zuspitzung des Mar okko-Konfliktes geltend macht; dies anzunehmen würde widersinnig sein. Wenn Herrn Del- eaffö die Begegnung in diesem Augenblick als so besonders wertvoll erscheint, so erklärt sich das daraus, daß der arg in die Enge getriebene Minister des Auswärtigen jeglichen Trost als eine Herzstärkung empfindet. Lange wird seines Bleibens kaum noch fein, obschon Loubet feine Hand schützend über ihn hält. Gestern wieder nahm die „Rordd. Allg. Ztg." Gelegenheit, dem Organ Deleaffös, dem „Temps", dreiste Unwahrheiten" nachzuweisen. Sie schreibt: Der „Temps" läßt sich aus Petersburg melden, ein Beweggrund für den Besuch des Kaisers in Tanger sei der Wunsch gewesen, sein Mißfallen darüber zu bekunden, daß R u ß land sich geweigert habe, den deutschen Ratschlägen mit Beziehung auf Friedensverhandlungen Gehör z u geben; dieses Mißfallen habe sich bereits in dem Anerbieten geäußert, in Berlin wegen einer Anleihe für Japan zu verhandeln. Das find d r e i st e Unwahrheiten. Der Kaiser mischt sich weder in die Enschließungen des K a i s e r s R i k o l a u s über Krieg und Frieden, noch in die Frage, wie die kriegsuhrenden Mächte ihre Anleihen aiünehmen. Das ist in der Tat ein starkes Stück vom „Temps". Sein Telegramm wurde möglicherweise der Einfachheit halber gleich in Paris fabriziert! Hinter diesem Busch haben Del- eaffä und seine Leute gesteckt l Es ist doch bekannt, daß von keiner Stelle aus Rußland eifriger zum Friedensschluß ermuntert wird, als von Paris aus. Und nicht etwa aus wohlwollenden Motiven für das Zarenreich, das man vor dem Verbluten schützen will, sondern im Interesse der zahllosen Besitzer russischer Werte. Kein Thema formte daher für die Begegnung König Eduards und Loubets zeitgemäßer fein, als die Erörterung von Mitteln und Wegen, Rußland freundschaftlich den Friedensschluß nahezulegen. Das ist wichtiger als das ganze Marokko. Volilische Tagesschmi. Heber das StaatSkomplott in Frankreich (vgl. unsere gestrigen Auslandsnachrichten) wird heute be- richtet, daß die Polizei die Liste aller Personen besitzt, welchen die Gewehre, die von der Polizei aufgefunden wurden, geliefert werden sollten. Es handelt sich meistens um Unteroffiziere und Kolonialsoldaten, welche aufgesordert wurden, sich in dem Lokal der Gesellschaft für Kolonialstudien zu versammeln. Sie wurden durch das Versprechen gelockt, es handle sich darum, ihnen Stellen in Afrika, wo die Gesell- schast bedeutende Gebiete besitzt, zu verschaffen. Zu diesem Zwecke seien auch die 500 Uniformen bestimmt gewesen, die beschlagnahmt worden sind. Auch Gewehre und andere Waffen sind aufgefunden worden. Die Verschwörer hatten Ursache zu glauben, daß sie ohne Schwierigkeiten die 500 Mann nach sich ziehen konnten. Die Polizei ist der Ansicht, daß Hauptmann Tamburins allein an der Spitze der Verschwörung stehe. Es werden jedoch auch weitere Mitschuldige bekannt, deren Namen erst im Lause der Untersuchung genannt werden. DerZweck der Verschwörung soll darin bestanden haben, in den Elys^e-Palast ein- zudringen, den Präsidenten Loubet und sämtliche Minister gefangen zu nehmen und dann einen Staats- streich zu vollziehen. Die Verschwörer wollten eine Gelegenheit benutzen oder eine solche herbeiführen, um einen militärischen Aufruhr zu veranlassen. Sie glaubten auf Mithilfe mehrerer Offiziere rechnen zu können. Die Unter- GietzenerAnzeiger General-Anzeiger ** ** Marokko im englischen Parlament. London, 6. April. Unterhaus. Laboucheres llib.) fragt an, ob die englisch-französische Konvention der d^'tschen Regierung amtlich bekannt gegeben worden sei, und ob irgendwelche späteren Mitteilungen über die Konventen zwischen Großbritannien und Deutschland ausgetauscht wurden. Redner stellt weiter die Anfrage, ob irgend ein Vertrag bestehe zwischen Deutschland und Marokko, der Deutschland besondere Handelsrechte und Privilegien sichere, und wenn dieses der Fall sei, ob diese Rechte analog waren denen die Großbritannien durch die tm Jahre 1856 zwischen England und Marokko abgeschlossene Konvention zugestanden seien und ferner, ob der Sultan von Marokko noch das Recht babe. Vertrage, durch die Handelsrechte zugestanden werden, mit anderen Ländern abzuschließen, die nicht beteiligt wären an der englisch- französischen Kvnvention. — Unterstaatssekretär Earl of Percy erklärt, die englisch-französische Erllärung vom 18. Aprü 1904 ist der deutschen Regierung offiziell nicht mitgeteilt worden, und zwischen der britischen und der deutschen Regierung sind kerne Mitteilungen betreffs dieser Erklärung, soweit sie sich aus Marokko b-zog, erfolgt. Der Sultan von Marokko beteiligte sich an der Erklärung nicht, die ein unabhängiges Llbkommen zwischen Frankreich und Großbritannien wäre, das sich auf die beiderserN^en Interessen in jenem Lande bezieht. Der Vertrag zwischen Deutschland und Marokko vom Jahre 1890 ist analog dem Vertrage zwischen England und Marokko vom Jahre 18*6. — Gibwn-Bowles (fonf.) fragt: Sind Mitteilungen an Deutschland erfolgt inbetreff anderer Teile des englisch-französischen Abkommens^ Earl of Percy erwidert, es haben keine Mitteilungen an Deutschland stattgefunden außer inbetreff des Dekretes des K'edifs. ________ Pie 6eukiffe Krimmer umfaßt 10 Seiten. Kaiser Wilhelm und König Viktor Kmanuek. Neapel, 6. April. *£er Kaiser besuchte heute vormittag die Kreuzer „Hertha"' und „Hamburg" und ging am Nachmittag mit dem Gefolge an Land. (£r besuchte das zoologische Institut, wo er von Professor Dr. Dohrn begrüßt wurde. Zum Empfange des Königs bot die Stadt heute vormittag ein belebtes Bild. Längs des Weges vom Bahnhofe nach dem Arsenal bildeten Truppen Spalier. .Kurz vor 12 Uhr lief der Zug des Königs in die Bahnhofshalle ein. Ter König verließ mit den Ministern Tittoni und Mirabello den Zug und bestieg den Wagen, der ihn unter begeistertem Jubel der Bevölkerung nach dem Arsenal brachte. Tort nahm der König mit den beiden Ministern im Yoot Platz, bas ihn zur „Hohenzollern" brachte. Um 12 Uhr kam der König mit Gefolge unter Salut an Bord der „Hohenzollern". Der König trug italienische Uniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens.. Der Kaiser in Admiralsuniform mit dem Bande des Anunziaten- ordens erwartete den König am Fallreep. Die Begrüßung der Monarchen trug einen überaus herzlichen Charakter. Die Ehrenwache der Matrosen präsentierte. Die Kapelle der „Hohenzollern" spielte den italienischen Königsmarfch. Der Kaiser und der König schritten die Front der Ehrenwache ab und verweilten in Unterhaltung auf Deck. Hierauf fand auf der „Hohenzollern" F r ü h st ü ck s t a f e l statt, bei welcher die Kapelle konzertierte. Der Kaiser saß links von dem Könige. Rechts von diesem folgte Prinz Adalbert. Ferner waren u. a. zugegen Admiral Morin, Marchese Earaceiolo di Sardo, Marchese Earetto di Novello, Fregattenkapitän Eafiero, Kapitänleutnant Prinz zu Isenburg, sowie die Minister Tittoni und Mirabello. Bei dem Konzert stießen die Majestäten mit den Gläsern an. Nach dem Frühstück verließ der König die „Hohenzollern" und begab sich an Bord des Panzers „Regina Margherita". Bald darauf traf der deutsche Kaiser hier ein. um dem König den Besuch zu erwidern. Beide Souveräne besichtigten dann das Panzerschiff. Um 2 Uhr 40 Min. verließ der Kaiser die „Regina Margherita" wieder, um nach der hohenzollern" zurückzukehren. Ter König ging bei dem Arsenal an Land und begab sich nach dem königl. Schlosse, wo auch der Kaiser um 3 Uhr 20 Min. eintraf. Trinksprüche. Heute abend fand im Palazzo Reale Gala täfel statt, ziei der der König von Italien folgenden Trinkspruch hielt: Die Anweisenheit Eurer Majestät, die bei mir teuere Erinnerungen weckt, bereitet meinem Herzen stets große Freude. Nock willkommener üst mir dieselbe heute, wo sich gleichzeitig auf italienisckem Boden Eurer Majestät hohe Gemahlin und zwei Söhne als sehr liebe Gäste befinden. Es war für mich und,die Si önigin eine große Freude, die Kaiserin und die Königl. Hoheiten sofort bei ihrem Eintreffen willkommen zu heißen. Auf diese Weise befeftigt sich noch me hr das gegenseitige Band der innigen Freundschaft, das für die beiden verbündeten Völker ein Pfand desFrieden § und einer gedeihlichen Zukunft darstellt. Mit diesen Gefühlen im Herzen und mit den wärmsten Wünschen erhebe ich mein Glas und trinke auf das Wohl und die Gesundheit Eurer Majestät erhabener Familie, die in Hinsicht auf das bevorstehende glückliche Ereignis von Freude erfüllt ist, sowie der edlen deutschen Nation, des treuen Verbündeten Italiens. Ter Kaiser antwortete in deutsch erSprache mit einem Trinkspruch, der folgendermaßen lautete: Die Möglichkeit, einige Wochen in Eurer Majestät schönem Vaterlande zuzubringen, gewährt mir stets große Freude, welche erhöht wird durch die Liebenswürdigkeit, die Eure Majestät hierher führte und die mir die frohe Gelegenheit gegenfettiger Begrüßung und gegenseitigen Meinungsaustausches gewährt hat. Ich sehe Eure Majestät freudig bewegt, da es Gott gefallen hat, der Königin einen Thronerben zu bescheren, der die Hoffnung und der Segen für dieses schöne Land sein möge, und dessen Pate zu sein mir eine besondere Ehre ist. Sehr gerührt durch dte freundliche Begrüßung der Kaiserin und meiner Kinder, danke ich Eurer Majestät dafür und hoffe, daß die Sonne Italiens und das herrliche sizilianische Klima Stärkung und Gesundheit den Meinen bereiten werden. Ein festes und sicheres Pfand des Friedens ist der Dreibund und unsere verbündeten Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen WZ Völker erfreuen sich der schönsten Entfaltung der Kräfte unter feinem Schatten. Auf die treue Bundesgenossenschaft und die innige Freundschaft Italiens und seines erhabenen Monarchen fest bauend, leere ich mein Glas auf Eurer Majestät Wohl, auf das Ihrer Majestät, des Thronerben und gesamten Königlichen Familie, mit meinem Gruß an das so sympathische italientscke Volk. suchung ist erst tn ihrem Anfangsstadium und es ist keineswegs ausgeschloffen, daß sie nicht mit Einberufung eines Staaisgerichtsbofes endigen wird. Der Krieg. Trotz der Entschiedenheit, mit der Rußland den Ge» danken an Friedensverhandlungen abweist, fällt es schwer, zu glauben, daß man in Petersburg noch durchgreifende militärische Erfolge erwartet. Japan ist nicht nur in der Lage, immer neue kriegstüchtige Regimenter ins Feld zu stellen, es hat auch nach wie vor die überlegene Strategie für sich. Die Aussicht, das Waffenglück werde sich an die russischen Fahnen heften, ist also gering. Wahrscheinlich liegt es in der Absicht der Kriegspartei am Zarenhofe, die finanzielle Leistungsfähigkeit des Gegners zu erschöpfen, um auf, diese Weise zu Friedensbedingungen zu gelangen, die speziell hinsichtlich der Kriegsentschädigung günstiger sind. Die Spekulation ist so übel nicht. Japan ist schon jetzt in eine gewaltige Schuldenlast hineingeraten. Es hat seit Beginn des Krieges rund 1200 Millionen Mark teils innere, teils äußere Anleihen aufnehmen muffen, abgesehen von den kurzfristigen Transaktionen durch Ausgabe von Schatzbonds usw. Das Land verfügt zwar über reiche wirtschaftliche Hilfsquellen, aber die lähmende Wirkung des langen Kriegszustandes macht sich schließlich auch im Handel und Wandel fühlbar. An weiterem Auslandskredit wird es Japan gewiß nicht fehlen. Tie zu erwartende Kriegsentschädigung dürfte immer noch für ausreichend erachtet werden zur Deckung weiterer Millionenvorschüsse. Aber auch die Unterhaltung der Feldarmeen in der Mandschurei erfordert für jeden Tag gewaltige Summen, und wenn der russische Höchstkommandierende es darauf anlegt, einer entscheidenden Schlacht, d. h. einem entscheidenden Siege der Japaner, aus dem Wege zu gehen, so wäre das vom russ. Standpunkt aus schon ein Erfolg, der bei der Vereinbarung der Kriegsentschädigung zweifellos in Anrechnung gebracht werden würde, nämlich zur Herabdrückung der Entschädigungsansprüche Japans. Es darf schließlich nicht außer Acht gelassen werden, daß die Geneigtheit der Amerikaner, japanische; Kriegsanleihen zu übernehmen, begrenzt ist. Dig Abneigung der Yankees gegen alle Farbigen spricht hier mit. Und vor der bekannten Selbstsucht der Engländer wird die Rücksicht aus den Bundesgenossen wohl eines Tages Halt machen. Nach alledem erscheint die andauernde „Kriegs- lust" Rußlands mehr unter dem finanziellen als unte* dem militärischen Gesichtspunkt begreiflich. Erhöhung japanischer Einfuhrzölle. umcunqcn. Nm Abend um 6 Ubr waren die Russen bis auf 400 Meter an die japanischen Stellungen beranqekouunen. Der russische Angriff wurde völlig abgewiesen und der Feind zurückgeworfen. Aus der japanischen Seite wurden 2 7 Mann verwundet. Der Verlust der Russen ist nicht genau bekannt. Er wird auf mehr als 200 Mann geschäht. Arih und in Sturm und Drang. Ein neuer Anschlag auf den Zaren? In Petersburg sind Gerüchte in Umlauf, das; ein Anschlag auf das Leben des Zaren unternommen war, abci vereitelt worden sei. Die Londoner „Times" meldet au§ Petersburg: Dian spricht hier nur noch von dem neuen Attentat in Zars- koje-Selo. E i n als Kosaken ober ü verkleideter ll n - bekannter wurde am Montag im Palalte verba'tet. In seinem Besin wurden zwei Bomben gen»,den. Montags einv^ängt der Zar die Offiziere, die während der Wod;e den Dienst versehen. Der Petersburger Berichterstatter der „Times" fährt fort: Der Offizier war tadellos gekleidet und seine Haltung war vollständig militärisch. Dennoch siel er _auf. Niemand kannte ibn und später entdeckte man auch Heine Dehler an seiner Uniform. Es wurde Verdacht geschöpft und zur Verbaftuog geschritten Bei der Leibesvisitation fanb man zwei kleine Bornb-it. Nach der Ver- baftnng des Eindringlings wurde eine strenge Untersuchung der Angelegenheit angeordner. Es ftefite sich heraus, das; zwölf G e h e i rn p o l i z i st e n die Helfershelfer des aiigeblicheii Obersten waren. Sämtliche zwölf Geheimpolizisten taten regelmäßigen Dienst in dem kaiserlichen Schloß. Ein Pariser Telegramm besagt: Ueber den Anschlag in Zarskofe-Selo wird ans Petersburg gemeldet, der angebliche Kosakenoberst sei erfannt worden an einigen Defekten an feiner Uniform. Er befand sich im Besitze eines Kastens mit zwei mechanischen Bomben. Er verweigert jede Aus- klinft über seine Person, aucf) wurden keinerlei Schriftstücke bei ihm oorgefimden. Infolge dieses Zivischenfalles sind bereits wiederum mehrere Verhaftungen vorgenommen worden; unter den Verhafteten befindet sich auch die älteste Tochter des Generals Leontijew, dessen Wohnung in der Nähe der beutichen Botschaft liegt. Die junge Tarne war durch anonyme Briefe der Polizei angezeigt worden. Eine bei ihr vorgenommene Haussuchung führte zur Entdeckung von E x p l o i i v st o f f e n unter ihre m Bett. Wenn man bcm Gewährsmann der „Tiit,es" ©laubcn schenken darf, so ist der Zar durch die rechtzeitige Verhaftung des angeblichen Obersten einer schweren Gefahr entgangen, denn die kleinen Bomben hätten genügt, den Zaren in Stücke zu reißen. Wir hegen freilich allen diesen Meldungen gegenüber starken Zweifel. Daß die riissischen Verschivörer sich gern militärischer Uniformen bedienen, um unter ihrem Schutz ihre Absicht zu vollführen, ist bekannt, zumal das russische OfNzierkorps den Umstiirzbestrebungen dilrchaus nicht in allen seinen Gliedern unzugänglich ist. Und die Verhaftung des Fräulein Leontijew beweist aufs neue, wie die allgemeine Empörung über Rußlands innere Zustände gleichmäßig alle Kreise der Bevölkerung erfaßt hat. In Petersburg wurden in letzter Zeit auch wieder zahlreiche Proklamationen der anarchistischen Partei beschlagnahmt. Tas Militär wurde deswegen abermals verstärkt. Kosaken wurden nach Zarskoje Selo, Warschau, Riga und Reval dirigiert. Andere Nnheimlichkeiten. Petersburg, 6. April. Eine G.uvpe Armenier versuchte, ihre verhafteten Kameraden aus der Gefangenschaft zu befreien, indem sie R e v o l v e r s ch ü s s e aus den Polizeikommissar Mamedberg abfeuerten. Diese hatten jedoch nicht getroffen, dagegen einen Muselmann, welcher sich in Begleitung des Kommissars befand, getötet. — Unter den Studenten der Petersburger Universität herrscht eine Se l b st m o r d e p i d e m i e. In den letzten zwei Monaten haben 40 Studenten ihrem Leben ein Ende gemacht. Pobjedonoszew. Bisher hat der Zar oas Lemisstonsgesuch des Oberprokureurs Pobjedonoszew noch nicht erledigt. Als Kandidat für den Posten des Patriarchen gilt der Metropolit Antoni. Polnische?. Warschau, 6. April. k>ei der Beerdigung der Opferder Unruhen vom vergangenen Sonntag drohten durch eine Ansammlung von Israeliten und Arbeitern vor dem Hospital neue Unordnungen. Tie Beerdigung wurde daher aufgeschoben. In Papianize in der Fabrik von Ender kam eine Massenvergiftung von Arbeiterinnen vor, welche durch absichtlich ausgestreutes Arsenik veranlaßt worden war. Warschau, 6. April. Zwei Fabrikarbeiter, welche vor einigen Tagen sich an den Unruhen beteiligt hatten, ohne jedoch jemanden zu verletzen, wurden vom Gericht zum Lode durch den Strang verurteilt. Alle Teilnehmer an den Demonstrationen werden vor ein Kriegsgericht gestellt. Ter Mann, welcher vorgestern auf einen Schutzmann im Prager Hospital geschossen hat, wurde verhaftet. Ter vor einiger Zeit schwer verlebte Polizeikommissar Rastigajew ist ir r f innig geworden. Dom Cholerakoagreß. Moskau, 6. Ap-il. ^.uda.-ber des bereits geschlossenen Eholera-Kongresses wollten heute im Konserva- Loriumssaal eine Sitzung abhalten. Tie Polizei besetzte jedoch vorher die Zugänge des Gebäudes und gestattete niemand den Eintritt. nturrickes. Studentische Schläger Mensuren. Der PetitionS» kommission des Reichstags lag eine Petition vor, die verschiedene alle Herren studentischer Korporalionen zu Dresden an den Reichstag gerichtet hatten. Tie Petition verfolgt den Zweck, daß Schlager- Mensuren nicht a l s D u e l l e angewßl iverden, und daß Kariell- iräger, Ehrenratsmitglieder, Sekundanten, Zeugen, Aerzle und Wundärzte straflos bleiben. Tie Pelilwuskommisiou hat beschlossen, dem Sleidjstage Ueber gang zur Tagesordnung zu em- pfeblen. . • Bci dem Zweikampf in der Tegeler Heide bei Berlin, der, wie ivir meldeten, zwischen dem 26 Jahre alten Farmer aus Südweslafiika Zipplitz und bcm 25jäb- rigen Ingenieur v. K 0 blinsky ftnttfanb, bat bekanntlich der Farmer Zipplitz den Tod gefunben. Zipplitz war er ft feit sechs Monaten nut der 21 jährigen Tochter des Kaufmanns Zeitz glücklich verheirgtet. ZiPpUtz hoffte bis zuletzt auf einen gütlichen Ausgleich — schon seiner jungen Frgu wegen, mit der er in einigen Wochen nach Afrika gehen wollte! — Ter Angreifer und Beleidiger v. Kobliusky aber lehnte, wie cs heißt, jeden gütlichen ''Ausglcich ob. Er batte sieh vor vierzehn Tagen in der Boifigfchcn Fabrik llilaub genommen und die Zeit dazu beniitzt, sich einzuschießen. Zipplitz hatte fiel) einem Ehreuciericht unterworfen, bas zum Teil aus jüngeren Studenten des ziveilen Semesters beftaud. Tic Distanz betrug fünfzehn Schritte, v. Kobliusky zielte genau. * Tas Schneetreiben, das die Apr'.llaune gestern über Gießen herabgesandt hatte und das hier mit Sonnenschein abwcchselte, hat auch eine große Zahl anderer Orte überrascht. In Berlin gabs leichten Schneefall. Im Fu ldatal wütete ebenso wie in der Rhön em heftiger Orkan mit wottcnbruchartigcm Siegen, der um Mitternacht in ein starkes Schneegestöber überging. Aehnliche Nachrichten tomnien aus dem Saartal und dem Taunus sowie aus Thüringen, der Gegend von Würzburg, der Schweiz usw. In dem Sprcewalddorfe Ra. dusch wurden bei einem Gewitter zwei junge Mädcyon v 0mBlitz ersch la gen. * Die Opfer bei dem letzten Erdbeben iß Lahore (Indien^ werden auf 5 0 — 100 Personen geschätzt. Europäer befinden sich nicht darunter. Tie Zahl Der Vermißten und ebenso auch die Zerstörung des Eigentums sollen, obgleich fait kein Haus vor Beschädigung bewahrt worden ist, nicht so groß fein, als anfangs befürchtet wurde. T r a g i k 0 m i f d; e Szenen haben Jicb in dem Savoy-Hotel in Lahore abgespielt. Als die Erdstöße begannen, verließen die Damen in Nachtgewüudern in aller Eile das Hotel und liefen in den Garten, wo sie in Todesangst auf d i e B äume kletterten; dort oben blieben sie, kaum bekleidet, das Haar gepudert vom Gips und Mörtel einstürzender Häuser, schreckensbleich sitzen. "Kleine Tageschronik. In Warschau schoß aus Ellersuchl ein S Indent seinen Si i v a l e n n i e d e r. — In Königs m acher (Elsaß) wurde der Gutsbesitzer Bredunus von seinem früheren Kned;te durch Alesserstld)e ermordet. Ter Täler ist nad; Luxemburg geflohen. Domprobst Malzt vor Gericht. (Original-Bericht des „Gießener Anzeigers") (b.) Mainz, 6. April. Der Andrang zum Zuschauerraum ist gewaltig. Zu verantworten hat sich Propst Franz Adam M a l z i, bisher in Worms, 1865 zu Darmstadt geboren. Ihm wird zur Last gelegt: daß er zu Worms durch verschiedene selbständige Handlungen 1) am 17. Januar 1905 den Lehrling Franz Werner vorsätzlich körperlich mißhandelt und widerrechtlich durch Gewalt und Bedrohung mit dem Vergehen der Körperverletzung zu Handlungen, nämliche zu bestimmten Aussagen und zur Niederschrift einer Erklärung genötigt zu haben. (Vergehen gegen §§ 223, 240 und 74 des St.-G.-B.) 2) am 18. Januar 1905 als Religionslchrer^unc> in Veranlassung der Ausübung dieses staatlichen.Amts die Schülerin Katharina Zimmermann durch Schläge auf den Kopf uiifr. in das Gesicht vorsätzlich körperlich mißhandelt und an der Gesundheit beschädigt habe. (Vergehen gegen die §§ 340, eventuell 223 und 74 des St.-G.-B.) 3) und.4) am 18. Januar 1905 als Geistlicher und Lehrer mit seinen minderjährigen Schülerinnen, nämlich: a) der ia.m 29. November 1890 geborenen Hedwig Schmitt, b) der am 28. Februar 1891 geborenen Katharina Zimmermann, unzüchtige .Handlungen vorgenommen und. weiter durck; dieselbe Handlung den Entschluß, die letztgenannte noch nicht 14 jährige Person zur Verübung und Duldung unzüchti-' ger Handlungen zu verleiten, betätigt zu haben, worin der Anfang der Ausführung des Verbrechens enthalten ist. (§§ 174 Abs. 1, 176 Abs. 3, 73, 74 und 43 des St.-G.-B.) — Die Staatsanwalt-- schäft hat 30 Belastungs- und die Verteidigung, Justizrat Dr. Schmitt, 29 Entlastungszeugen geladen. Während der Verhandlung wurde die O e f f e n t l i ch k e i t ausgeschlossen, nur das Urteil wird öffentlich verkündet werden. Die Vernehmung des Angeklagten und der Zeugen wird ixm, ganzen heutigen Tag in Anspruch nehmen, die Plaidoyers der Staatsanwaltschaft und des Verteidigers werden auf Freitag vormittag vertagt und dann gegen mittag das Urteil verkündet werden. Die Gendarmerie ist in großer Anzahl vertreten und ließ, außer den Zeugen, auch 'aus den Gängen niemand zu. Nachdem die Personalien des Angeklagten festgestellt und der Anllagebeschluß verlesen ist, stellt der Vorsitzende an den Oberstaatsanwalt die Frage, ob er einen Antrag auf Ausschluß ber Oeffentlichkeit zu stellen habe. Der Oberstaatsanwalt bemerkt, daß er dazu keinen Anlaß habe. — Bert. J.-R. Dr. Schmitt: Jchs bin vollständig der Ansicht des Herrn Oberstaatsanwalts. Ich, bin aber auch deshalb gegen den Ausschluß der Oeffentlichkeit, da alsdann in der Lesfcntlichkeit die Ansicht Platz greifen könnte, der Herr Angeklagte habe Dinge begangen, die das Tageslicht zu scheuen haben. Die Verhandlung könnte jedoch ergeben, daß dies durchaus nicht der Fall sei. Angeklagter: Ich bitte ebenfalls den hohen Gerichtshof, die Oeffentlichkeit nicht auszu-^ schließen. Andernfalls wirb in ber Außenwelt die Meinung entstehen, ich hätte Dinge begangen, die nicht öffentlich verhandelt werden dürfen. — Nach längerer Beratung des Gerichtshofes verkündet der Vorsitzende: Der Gerichtshof habe beschlossen, die Oeffentlichkeit auszuschließen, da hier doch Dinge erörtert werden müssen, wodurch eine Gefährdung der öffentlichen Sittlichkeit zu besorgen sei. Auf Antrag eines Wormser Zeitungs-^ berichterstatters beschließt der Gerichtshof, den Vertreter^' der Presse ben Zutritt zu gestatten. Es wird hierauf der Angeklagte vernommen. Er erklärt auf Befragen des Vorsitzenden: Er sei vollständig unschuldig. Es sei ihm aber von glaubwürdiger Seite mitgcteUt worben, baß zwei feiner Schülerinnen mit einem seiner Sieligiousschüler, einem vierzehnjährigen Knaben, Unzucht treiben. Er habe beshalb die Mädchen in energischer Weise zur Siebe gestellt. Da ,ie beharrlich leugneten, habe er den Knaben zu sich in die Kirche bestellt. Dieser habe ebenfalls geleugnet. Naa),bem er ihm aber ein paar Ohrfeigen gegeben, habe er alles zugeslanden. Er habe alsdann den Knaben genötigt, seine Aussage nach Diktat nicberzuschreiben, um dadurch die Mädchen zu einem Geständnis zu bewegen. Letztere habep schli.ßli.l) nach längerem Weigern bas Diktat durch Unter» jchrist befläiigt. Rach geschehener Unterschrift habe Katharina üünmermann gesagt: Wir haben wohl unterschrieben, es ist aber, alles erlogen. Daraufhin habe er dem Mädchen ein paar Ohrfeigen gegeben. Die Grenzen des ihm zustehenden Züchtig- uugsrechts habe er aber nicht überschritten. — Es wirb banach ber jetzt 15jährige Handlungslehrling Franz Werner als Zeuge aufgeruseu. Er befreitet, mit den beiben Mädchen Ungehörigkeiten begangen zu haben. Da er vom Propst zur Rebe ge- stclli, bies bestricken, habe ihn der Propst geohrfeigt und ihn genötigt, ein Schriftstück zu unterschreiben. Er wisse aber nicht, was er unterschrieben habe. Der A r beiter Werner, Vater des 15 jährigen y-ranz, erklärt: Sein Sohn fei ein sehr braver Junge. Er glaube nicht, datz er m unzüchtiger Weise mit Mädchen verkehrt habe. Der Knabe erzählte: er sei infolge der Schläge jo eiugejchüchtert gewesen, bap er zu allem Ja gesagt habe. Ner n Orlgl 6- Ha Vie t'orto ?pfe "all Jed<” G Ast N ur N, 1 ^fircm Iiicin s z'l> Nj hi ifm 0 iir^t b's flitTTtn unb iinb a'isbe Toir' H • <^inb sei e getrei sV" D'l wolle von imb 1 irirb iinter' pm ^cb*1 gchmb Q^ClH irrt ( kow b'e ritfit berf stess Zeuge: .Angell, bat die habe si Irtofgui Me^°r Lw M I tni I Prossi 1 Nah CB?- i""' la kiimij) iivlfe ™nL*n u tonnen» "derer Lrte W int e‘n ästiger Kternacht lbche Nach- Znus sowie Schweiz u|h). einem Ge. >chla gen. beben in onen ge« Tie Zahl des Eigcn- d-giing be- - befürchtet ch in dem -dsioße be- ;rn in aller ie in Todes- eben blieben , vom Uys ich sitzen. ' schoß aus e b e r. - örediimls von orbet. Ter h, "laß, 8er . ' »««i. liri „ ' K hi . *r ' .,®f h«n, brlf lh(allb 6. Apnl. . Zu veiant* her in Worms, lekgt: daß er ungen 1) cm hlicl> körperlich nd Bedrohung ■ngen, nämlich' h Körung unb 74 di'S islehrer und, ts die Schü- en Aovl und. ) an der A- 40, nmMU Januar 1005 t Schüler inum >renen Hedwig iatbarina Zim- nominen und- ie letztgenannte ldung unzüM-' rin bei Ansang t§ 174 Abs. 1, Staatsanwalt- ung, ZArat >en. Wahrend eit ausge- ündet werden, gen wird dm xlaidoyers der ui Frciiag,vor- ■äs» sfe W-it -x-Ä Zchwlii'A . Cei cntli®1'« en IS""«, »S8 Sf* di- .Ä« d--i Sm d--L< 6^'Lß zwei feinem Z-8L Le °isda"" l'^b.selben, >tlU' vcBurt 'i> Uni»' * »3”5 :SHL >XI . W-d °° F vifen Wv iiü« »* r a n Werner, Gattin des Vorzeng-en, bekundet: Eines Tages kam ihr Sohn Franz heftig weinend nach Hause und klagte: Ter^Propst babe ihn surck>tbar geschlagen, weil er mit Mädchen un- anständ'ae Dinae b-'ann^en bebe, es sei aber nicht wabr. Der Propst battt dem Knaben einen Z-ttel mitgegeben: „Ihr Sohn hat unmstäte--'gen Vers"br mit Mädchen unterhalten, ich bitte aber, ibn nicht üb^mästjg zu bestrafen". — Vors.: Trauen Sie Ihrem Sahne das Treiben solcher Dinge zu? — Zengin: Es ist mein Kind, ich kann versichern, ich traue es dem Jungen nicht zu. — H"ndlunasle'Krl'"a K^rl Feucht: Franz Werner habe ibm erzählt, her Nrovst habe ihn heftig geschlagen, und ihn bezichtigt, mit Madien unanständ'a-n Verehr unterhalten zu haben. Er a^nbe nicht, teß Franz Werner so etwas aetan habe. — Handlungs^"brchna Alerander Hohmann: Der Pranst habe ibn a^fragt, ob iT'nt bekannt sei, da st Franz Werner mit Mädchen unzucht-'aen Verkehr unterhalten habe. Es sei ihm aber nicht das Geringste bekannt gewesen. — Oberstaatsanwalt: Angeklagter, w'e kam"n l^i- d^zu. auf ter Grundige von Hohmann ute Zmtel, die Beide nichts wissen, dem Franz Werner und den Mädchen ans den Kopf zuznsggen: sie batten sich geküstt und unsitt^ch verleite') — Zenge: Die Knaben sagten, sie haben etwas gebärt. — Oberstaatsanwalt: Weshalb bestellten Sie Zindel zweimal zu fich9 — Angell.: Ich wollte doch etwas ber- ausbekomwen. — Haud^unaslebrling Friedrich 'Zindel: Der Domw-avst habe ihn auch in eingetenter Weise über tert Verkehr tes W-'rn-'r mit den Mädchen befraat, er habe aber nicht das Mindeste davon gewustt. — Zehrer Matt Heus sagt: Warner fei ein gut veranlagter Schüler, und durchaus wahrheitsliebend gewesen. — Fabr'karbeiter Eruhn b-stätiat. dast Werner ein ehrlicher Mensch sei. — Kaofm-'nn Zndwig M - ver: Er habe W-rner wea-n verschiedener Nnch^äss'^tttt^n eine Ohrfeige gegeben. Daraus sei Werner ibm entlanfw. Er könne aber über ibn nichts Aachtailiges sagen. — Es erscheint danach gts Zeuge Krajs- Assistenzarzt Dr. Fresenius: Eines Tag^s kam Schuhmacher Ztewermann zu mw mit seiner Tochter und sagte: seine Tochter sei vom Domvrovst heftig aeschlagm werden, w"il das Mädchen ein ite vorgelegt^s nicht habe unterschreiben wollen. Er möchte gern seine Tochter aus d"m Schulunterricht von dem ^ampr^vst befreien. Er habe das Mädch"n unt-rsucht und dem Mann den aegebm. entweder bei der Staatsanwaltschaft oder ter Kre'sschullomtesston Anzejg- zu ermatten. — Es wird danach d^s von. dem Zeugen ausgestellte Attest verlesen. Danach bat ter Zeuge d'" kleine Zi^^-i-7^"-,^n am 20. Januar 1905 uuterinNach dem Befand must das Mädchen emm s"br heftigen Schlag auf ten K'ovs erhalten bab"n, so dast sie über das hinüber mit dem Korf an die Wand geprallt sei. Das Madien habe, obwohl d'e ?Zißha.udlung am 17. Januar stattgefunden bat. noch am 20. Januar sehr hefttg" Kopfschmerzen g"^gbt. Durch d'e Obrtege seien dem Kinde die Obringe beraus- g-sgllen. ^Die Ohrmuscheln seim grün und b^au unterlaufen und te'ck angeschwotten aew-sm. Die Verletzungen entsprachen voll- stünd-g dm An^r.en üb^' die Mi^'handlunaen. — Polizei- kommissar Fisch er-Worms: Er habe Nachforschungen über d'e Familien W"iwer und Ziiu",?rwenn vorgenommm und nichts Na^teiliges erfahren.. — Oberstaatsanwalt: I ft es richtig, dast in jüngster Zeit mehrfach Gebets- Versammlungen fürFreisprechungdes Domvrop- stesMalzi ft attgefunpen haben? — Zeuge: Jawohl. Oberükmi-sanmalt: Danach s^ejnt man in der Wormser katholischen Gemeind" ni^t opst bttde Mädchen unz"chtia berührt. Alsdann habe er beide aufg^fordert, zu unterschreibm, dast er nichts Unrechtes mit ibnen be- aangen habe. Bors.: Das, was Du uns gesagt hast, kannst Du vor Gott it^b Deinem G"wis'"en verantworten? — Z.: Ja. — Bors.: Empfandest Du das, was der Propst mit Dir vornehmen wollte, als eine Schweinerei? — Zeugin: Jawobl. Geaen 8V2 Ubr wird die Verhandlung auf Freitag Vormittaas 8 p^-ntoot fc. Frgnkiurt a. 'DL, 7. April. Orig.-Telegr be? „Glest. Anz.D S ch w e i n e m a r k t. Zum Perkoui ftnnbcn 465 Sckuveiue. Schineine: 1. Dualität 65 66 Ptg., 9ebenbneivTcht 52.50 P»g., 2. Oual. 64—00 Pig., ^ehenbncrvicht 51 CO Pfg., 3. Ounlitä'k 53—60 Pin., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Keschä'it gedrückt, Ueberstond bedeutend. rhnunrn. Kaiser Wilhelm und König Viktor Emanuel. Neapel, 7. 9lpriL An das G aladiner schloß sich um 10 Uhr eine Galavorstellung un Tbeatec San Carlo. Für die Vorstellung war das Theater in herrlichster Weise geschmückt; an jeder Loge prangte ein Strauß mit Bändern m den deutschen und italienischen Farben. Die königliche Loge erstrahlte in der herrlichsten Beleuchtung. Viele Damen und Mitglieder des Kon- sularkorps, die Offiziere der Garnison und die ganze deutsche Kolonie wohnten der Vorstellung bei. Gegeben wurde der „Noland von Berlin^, ein Akt von „Gioconda" und das Ballet „Excelsior". 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(Ohne Gewähr.) 7 263 83 353 60 410 12 14 [4001 43 511 55 765 66 813 15 27 908 41 [2600] 78 4001 1024 12000, 50 157 89 214 34 35 335 54 464 98 559 89 617 29 770 813 2-> 37 9 ,2 3 13 27 3 ) |20G0] 2143 46 59 67 345 46 402 80 508 605 24 710 16 87 92 823 28 921 (10001 80 3073 86 135 85 203 32 35 [400 305 f100)| 58 92 466 96 503 [1000J 7 [40 ] 21 622 [4001 85 743 96 818 26 [400 | 44 920 33 53 4001 10 44 157 [1000] 200 331 86 565 674 708 13 45 54 811 44 79 [1000] 967 5028 [1000, 40 54 [1000j 105 400) 30 37 67 272 99 308 457 523 68 95 [4001 705 44 91 835 [400] 39 917 <1013 64 100 400] 318 32 54 59 [400j 68 80 92 483 90 508 37 703 23 24 43 839 58 [1000] 62 93 7038 87 226 44 1400] 76 318 26 78 414 51 600 54 801 85 97 920 21 24 [400] 43 60 68 83 8124 [2000] 40 269 [4001 72 404 77 501 14 40 74 724 r-33 48 [1000| 50 79 952 61 9192 [400] 97 245 310 44 54 78 404 16 30 44 500 42 84 723 29 45 85 824 92 [400] 10053 92 108 50 1400] 397 99 [400] 409 27 11000] 53 564 81 90 790 832 910 [400[ 23 42 43 80 |400| 11045 51 [1000] 73 90 120 28 33 39 [4301 57 94 294 307 [1000] 27 [400] 52 54 85 444 500 63 [1000] 625 80 82 12000] 723 30 42 826 84 902 12 [400] 43 52 [400 [ 86 12044 117 [430] 92 205 [10001 23 78 92 [400] 315 65 433 44 553 54 94 97 661 [450] 98 708 15 11000] 49 71 87 801 1400] 27 94 98 13006 [400] 45 '400(97 110 33 67 74 [400] 90 [1000] 207 9 17 85 88 368 85 89 419 1400] 28 44 71 89 532 [400 67 625 80 717 31 878 [400] 902 27 14153 [4001 249 53 65 825 [1009] 96 401 12 46 57 [luOO] 79 81 752 [1000] 92 764 817 23 985 94 96 15000 26 50 85 128 449 94 506 19 688 818 [4001 980 16085 89 182 237 [10001 78 1400] 81 [400] 412 56 97 [40 0 1 507 64 [1000] 85 [2000] 740 97 14001 913 44 [2000 17008 25 90 97 186 [20000] 204 348 519 30 621 74 [400| 81 721 59 71 86 95 811 19 80 86 991 [1000| 18020 711400] 165 237 461 77 618 36 [4001 711 96 [400] 832 9.4 68 97 19050 109 29 245 302 [400] 9 464 617 743 78 81 851 [400] 977 98 [400] ) 20025 39 159 66 12000] 93 235 37 340 475 631 [1000] 35 40 [400] 91 808 31 [400] 59 [400] 74 902 26 89 21014 [10001 22 72 79 229 91 360 82 466 92 508 56 754 55 [1000] 878 997 98 22025 37 86 133 [ 400] 78 361 74 1400] 426 567 617 32 86 814 77 917 4001 45 230)3 41 82 109 230 66 70 338 82 426 91 92 503 15 38 85 [1000] 602 28 60 88 700 73 [1000] 92 93 [400| 836 12000] 38 902 24045 73 106 51 55 64 85 210 [4001 96 3<)9 16 58 70 74 421 80 549 98 [1000] 616 75 90 765 [1000] 70 818 99 [400] 922 [400] 39 25081 [400| 144 219 49 74 311 15 474 555 70 98 607 25 [400] 33 61 735 820 26177 219 361 74 507 39 75 79 83 92 [4001 96 [4001 613 43 57 [400] 705 8 43 59 805 [400] 53 [400] 97 [400 i 976 [4001 27099 197 238 79 88 341 68 445 50 67 1400] 505 37 640 44 [1000] 65 |400] 808 43 [400] 75 91 [10 0] 935 80 28045 51 148 70 284 89 [400] 324 31 89 90 475 < 6 526 [400] 623 64 71 94 [400] 719 42 43 888 2 9060 64 139 [400] 304 560 92 789 847 96 30126 76 [400I 240 96 [400] 855 419 40 586 654 763 77 807 8 23 63 31013 114 40 [1JOO] 228 49 71 75 327 96 480 656 [400] 762 96 815 58 964 98 32008 21 48 65 87 184 94 203 [1000] 51 [2000! 318 73 524 46 51 608 14 715 99 867 949 33015 43 67 87 154 283 3o7 77 462 84 519 [4001 21 80 607 20 727 34 [20001 40 [400] 52 87 801 9 86 89 922 340()6 |400] 80 94 112 238 (1000) 306 428 87 91 97 519 603 4 96 707 77 825 38 71 72 923 77 85 86 92 35(163 152 215 83 516 89 07 619 700 26 40 96 800 14 57 913 43 56 [400 75 81 95 36059 224 47 59 323 43 401 44 56 82 554 61 1400] 624 4 i 722 807 400] 18 32 [400] 65 67 76 925 66 37089 199 221 [10001 85 [400] 47 73 351 59 63 423 44 53 547 52 617 700 [400] 8 15 33 [4 '0] 45 911 80 38015 117 1400] 33 75 94 200 28 42 301 22 [400] 27 465 573 621 723 25 26 58 956 93 31)010 [400J 33 [400] 151 66 295 99 481 635 [400] 707 [400] 822 70 [5000] 40060 [1000 i 141 .02 77 91 475 88 99 503 21 82 612 [400] 711 819 64 73 9() |2000| 991 4 1068 133 55 [1000] 204 96 362 74 87 524 37 52 69 [400| 70 707 1400] 12 61 11000 62 851 1400! 911 [40] 82 42015 [400] 21 71 75 105 12 12000] 69 [400 1 83 203 |50 000| 25 34 35 1400] 40 495 587 653 70 862 73 907 j 400] 32 39 53 81 43016 60 178 206 3a 34 48 65 319 36 52 .60 [1000] 81 480 510 [400] 55 12900 646 88 717 06 830 80 903 12 47 96 44003 15 25 65 93 [400] 127 42 2)5 14 37 390 420 82 504 637 59 715 20 75 88 94 857 73 9 '1 59 78 99 98 *45014 54 81 85 134 47 55 394 588 640 69 |4C0] 95 733 830 926 40 91 4ti400! 50 69 276 315 ^400| 21 [4001 34 [1000] 50 510 90 Qn 638 65 12000] 89 740 |1000] 45 56 843 45 921 68 4704.3 [ 4001 208 ^0] 52 77 [400* 84 302 430 610 15 24 81 [1000] 741 [400] 70 825 959 [450] König Eduard und Loubet. Pierre fit le, 6. April. Präsident Loubet traf in Begleitung des Generals Dubois und deS englischen Botschafters turz vor 6 Uhr Nachmittags am hiesigen Bahnhofe ein. Bald darau: kam der Zug an, der den König von England von Ealais brachte. Der König, der bei vorzüglicher Gesundheit schien, zeigte entblößten Hauptes zur Tür des Wagens und reichte dem Präsidenten die Hand, indem er ihm seinen Dank dafür aussprach, daß er zu seiner Begrüßung erschienen war. Die Menge brgch in Hochrufen aus die Republik, König Eduard und Loubet aus. Loubet bestieg dann den Waaen des Königs und verweilte dort in re undsch östlicher Unterhaltung -ntt dem König. Varis, 6. April. Der Zug mit dem König von England und dem Präsidenten lief um 6Ubr35Min. im Lyoner Bahnhof ein. Der König und der Präsident verließen den Waaen. Der König reichte dem Präsidenten die ^and und dankte ihm für seine Begleitung, wäteend der Vräudent die Hoffnung aussprach, den König bald wieder begrüßen zu können. Paris, 6. April, lieber die Verschwörungsan- geleaeuheit erzählt- der Deputierte Flnbic'* heute folgendes : Er habe am 23. Februar von einem Hauptmann der Garnison Rochefort einen B^ief erhalten, in welchem dieser nitfri1-^«, irr o?M''s'n R^aimmttrn würden Versuche gemacht, Offiziere für e'n Komplott gegen die Republik zu gewinnen. Mommt später habe er Republik zu a^mmnen. Es bebautet der Hanpt- ntfmrt habe erklärt, es seien ihm Anerbietungen geschrjohen bat, habe erklärr. es feien ihm Anerbietungen gemacht worden, an einer Verschwörung zum Sturz der Regierung zu aunsten d e s P r i n - e n Viktor teilzunehmen. Zweck ter Komplotte hätte ein Gewalt- streicp gegen bat Elvsee, gegen die Minister undgegenbseD-äsidenteudesSenatsundder Kammer fein so'l"s"n. Teiegsfoomscher richt» fr’ n n k i \ "> 31 /2°/o Rnichqanleihe . . 10] 50 3 do. ... 91.00 31',0/ Konsole ... 101 60 o/n do..... 90.90 .... 100.60 3*-, % Obr-rhosonn . . . 99.00 4 % O^s^Arr. Go'drenle . 102.35 4* 3% OeRterr. ‘'ilborrenfe 101.70 4 % Untrer. Oob1r»nte . . 100 25 4°/ Itftl on Renb* , . . 105.70 3 % Porto tries r I , . 68.20 1° ''^rhieriaR^n IH . 67.90 4% TJuif. 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Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer höheren Mädchenschule von Kellerfußboden auswärts sollen Samstag den 15. April d. Js^ vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. 1) Erd- und Mnurerarbett: darunter ■' co. 434 cbm Bruchsteinmauerwerk u 4016 „ Backsteinmauerwerk »\ Materialliriernug: a) 466 cbm Hardtbruchsteine aSu iebcm Geschäft UÜUvu paffend und schöne 3-Zlmrnerw. 1. St. mit Zubehör (sowrt beziehbar) zu verm. 02186 Näh. dieuUadt 14, im Laden linls. Prima Mmtin in Mchen zu haben Vrnchstraße 12 s° HShere Bürgerschule zu Grünberg. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 1. Mai, vor- mittaas 9 Uhr. Die Ausnahme neu eintretender Schuler und Schülerinnen geschieht Samstag den 29. April, nachmittags von 2—5 Uhr. . Bei der Anmeldung sind mrtzubrmgeru der Geburtsschein, der Impfschein und das Zeugnis der zuletzt besuchteii Schule. / Die höhere Bürgerschule zu Grünberg bereitet ihre Schüler vor für den Eintritt in die Unter-Sekunda eines Realgymnasiums vder einer Realschule. - Schüler, welche die Ober-Tertia einer höheren Bürgerschule mit Erfolg besucht haben, sind vom Besuch her Fortbildungsschule enUntnben. Nähere Auskunft erteilt Der Lecker der höheren Bürgerschule: Rektor BeruinS. Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuldverschreibungen aus den Inhaber durch die Stadt Gießen betreffend, vom 1. April 1905. Auf Grund deS Paragraphen 795 des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Artikels 67 des Hessischen Ausführungs- Gesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch vom 17. Juli 1899 wird hiermit der Stadt Gießen die Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Inhaber bis zum Betrage von 3 000 000 Mark in Buchstaben — Drei Millionen Mark — behufs Beschaffung der Mittel für Ankauf von Gebäuden und Grundstücken, für Erbauung und Erweiterung städtischer Gebäude, für Anlage von Straßen, Wege pp., für Kanalisation und sonstige Wasserbauten, für Uebernahme des Volksbades, für Erbauung einer Leichenhalle für die Israeliten, für Erweiterung städtischer Betriebe (Gaö-, Wasser- und eleEt^ä^tQt§iDerO, fuc Verstärkung de§ Stadterweiterungsfonds, für Leistung eines Zuschußes zu den staatlichen Kliniken, für Rückzahlung der «icht zur Konvertierung vorgelegten Schuldverschreibungen des 1899er Anlehens und für den Ankauf von Wertpapieren zum >^weck der Hinterlegung im Enteignungsoerfahren erteilt. Die Schuldverschreibungen, welche mit jährlich 31/* Prozent Mia m halbjährlichen Raten am 1. April und 1. Oktober teden Jahres verzinslich sind, werden wie folgt bezeichnet: 900 Stück zu je 2000 Serie I V Rr. 1—900 ----1800000^ 900 , , 1000 , , 1V„ 901-1800= 900000 , <600 * ** 500, , IV o 1801—2400= 300000 , zusammen 2400 Stück im Gejaintbetrage von 3000000^ Die Tilgung des Anlehens ech-lgt durch Rückkauf oder Verlosung vom 1. April 1910 cm jährlich mit 2 Prozent Kapitals. Vom Jahre 1925 ab werden die ersparten Zinsen gleichfalls zur Tilgung verwendet. Vom L April 1915 an bleibt der Stadt Gießen eine verstärkte Tilgung oder die Rückzahlung des ganzen Anlehens Vorstehende Genehmigung wird vorbehaltlich der Rechte Dritter erteilt. Für die Besriedigimg der Inhaber der Schuldverschreibungen wird eine Gewährleistung seitens des Staats nicht übernommen. Darmstadt, den 1. April 190k Großherzogliches Staatsministerium. Lehrling A. Schneider, Spenalermemer, Dauiiunr. 6. Suche per sofort eine tüchtige Verkäuferin, 02264 ferner ein Lehrmädchen gegen Vergütilng. S. 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