Nr* 31 fettete* ««Sch «tt RuS»chE M Dt» «Gdetzeaa K«»ÄevdkLt«r* webe» bem 9tbqet^ crtertne «SchenÜLch bestiegt Dc «Mi ’ <■* «w«mromicrstimme gegen die Ketzerei gelautet hat und wie wenig darin von Toleranz zu sehen ist. Wir wissen auch selbst, daß sehr oft die Lebre verkündet wurde, man müsse politische Macht gewinnen, um dadurch m religiöser Richtung Erfolge zu erzielen. Herr Bachem hat selbst, erklärt religöse Toleranz sei unmöglich. Ganz recht, das ist tn seiner Kirche Dann soll man sich aber nicht wundern, wenn Angriffe und zwar von wissenschaftlicher Seite erfolgen. Unzarte Angriffe mißbilligen auch wir. Llber Sie werden es doch nicht leugnen wollen daß Ihre Geistlichen ihren Einfluß aus ihre Gemeinden nickst auf religiöse Singe beschränken, sonocrn auch aus Wahlen und dergleichen. (Sehr gut!) Das ist kein Zeichen daß man sich bemüht, trotz aller verschiedenen Anschauungen auf religioleni Gebiet mit einander in Frieden zu leben. Gerade deshalb darf Die Hoheit des Staates gegenüber verschiedenen Konfesstonen nicht beseitigt werden. Hätten Sie die Freiheit, die Sie wollen, so wurde ich daraus ein Kampf von einer solchen Heftigkeit in den gemilchten Bevölkerunaen ergeben, daß die Staatshoheit un Interesse des Friedens absolut konstruiert werden müßte. Natürlich M der ^taat sich nicht in die innere Lehre der Kirche unb das, was aus religösem Gebiet liegt, einmischen, aber es gibt GrenMebiete: Schule, Ehe, Begräbnis, und da muß es ein mäßigendes Element geben und das 'ist der Staat. Ich verstehe überhaupt nicht Ihre Abneigung gegen den Staat. Der ganze Antrag ist durchdrungen von dem einen Gedanken, die Hoheit des Staates zu beseitigen. hört! im Zentrum.) Sind das Zustände, mit denen wir uns zufrieden erklären können? Fast ebenso schlimm steht es in den thüringischen Kleinstaaten. Da ist einem Beamten in Pößneck, der sich mrt einer Katholikin verheiraten wollte, der Urlaub zur Trauung versagt worden. (Hört, hört!) Sehr viele Klagen werden auch aus Sachsen laut. Dort ist trotz des Entgegenkommens der Regierung immer noch von einer vollen Gleichberechtigung der Katholiken mast die Rede. Der sächsische Minister von Seydewitz halt an dem Hobeitsrecht des Staates über die Kirche fest; er meint darauf beruhe das Staatswesen überhaupt. Ist dem so, dann ruht es auf einem sehr brüchigen Grunde. (Sehr wahr! im Ztr.) Hoffentlich beauemt man sich auch in Sachsen zu einer Revision dieser Auffassung! Wir haben Ihnen den ganzen Toleranzantrag wieder emge- reicht, sowohl den ersten Teil, der von der Religionsubung der einzelnen Personen, wie den zweiten, der von den Nellgionsgemein- schaften haiidelt. Die Beratung des ersten Teils dürfte nicht mehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Hoffentlich aber wird diesmal auch der größte Teil des Hauses für den zweiten Teil stimmen. Hier bestehen in den einzelnen Staaten noch höchst kleinliche, engherzige, polizeiliche Bestimmungen, die zum Teil einen geradezu chlkano;en Charakter haben. Es muß damit endlich und prinzipiell aufgeräumt werden. Der jetzige Zustand widerstreitet auch direkt dem Prinzip der Freizügigkeit. Der Staat hat sich auf sein eigenes, natürliches, rein staatliches Interesse zu beschränken. Es darf nicht , übergreifen in die Rechte der Religionsgemeinschaft. Wir verlangen nicht, daß der Staat seine schützende Hand gerade, über die katholische Kirche hält. Wir wollen aber Gleichberechtigung mit allen anderen Religionsgemeinschaften, wir wollen nur die Ausbreitung eines religiösen Bekenntnisses durch, die Macht der Üeberzeugung, die in der Lehre selber wohnt, und nicht durch irgend welche staatliche Einflüße. Unbegreiflich ist es, wie un[er Toleranz - antrag im Lande eine so leidenschaftliche Bekämpfung _ finden konnte. Man hat offenbar seinen Sinn gänzlich mißverstanden. Das will ich hier vor dem ganzen deutschen Volke konstatieren. Wir wollen nichts, als volle Toleranz für jedes anerkannte Religionsbekenntnis! (Beifall im Ztr.) Nun zu einigen Einwänden gegen unseren Antrag. Bekanntlich lehnen wir es ab, für die Aufhebung des § 166 Str.-G.-B. (Gotteslästerung) einzutreten. Es wird gesagt, das stehe im Widerspruch zum Toleranzantrag. Mit Unrecht. Der § 166 hat keinen konfessionellen Charakter; er umfaßt alle christlichen Konfessionen. Er ist auch stets paritätisch angewandt worden, und wo eine Imparität stattfand, da lag die Schuld nicht an uns, sondern an unseren Gegnern. Nur in einem Punkte ist der § 166 nicht paritätisch' er umfaßt nur die christlichen und die mit Korporationsrechten versehenen Religionsgemeinschaften. Wenn Sie nach dieser Richtung hin eine Ergänzung des § 166 wollen, so sind wir dazu gern bereit. Ein anderer Einwand betrifft das Begrabmswesen. Wir haben nichts dagegen, daß dies generell paritätr>ch geregelt wird. Aber das ist nicht Sach- der R-ichsg-setzg-bung. Wir verlangen auch m dieser Beziehung Parität. Jeder Konfession ihr Fnedhos! Wir P!irlame«tariiche Perhanvlnnlien. | ! Nachdruck ohue Vereirrbarusy «icht gestattet. < Deutscher Reichstag. I 183. Sitzung vom 4. Februar. 1 Uhr. Das Haus ist schwach besetzt. Am Bundesratstisch: bei Beginn der Sitzung ein Kommissar. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des von dem Abg. Graf Hompesch und Gen. (Zentr.) eingebrachten Gesetzentwurfs betreffend die Freiheit der Religionsubung (Toleranz antrag). Der Entwurf bestimmt in 14 Paragraphen im wesentlichen, baß jedem Reichsangehörigen volle Freiheit des religiösen Bekennt- nisses, der Vereinigung zu Religionsgemeinschaften und der Ren- gionsausübung zusteht, und enthält ferner Vorschriften über dieBe- stinnnung des religiösen Bekenntnisses der Kinder, über den Austritt aus der Kirche usw. und über die freie und öffentliche Au-ubung des Kultus für staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften. Abg. Dr. Bachem (Zentr.): Der Antrag hat bereits einmal vn diesem Hause einen großen moralischen Erfolg erzielt. Der Bundesrat ist fteilich dem Reichstag nicht entgegengekomnwn, daher müssen wir noch einmal vom Reichstag aus ihn mahnen. Einzelne Bundesstaaten haben sich zugänglicher gezeigt — ^ren ")ertr/CmL‘s v?, allerdings zu meinem großen Bedauern Nicht hier. (Redner: betrachtet traurig unter großer Heiterkeit des Haui es die absolut leeren Bänke des Bundesrates.) Aber, wie gesagt, ich erkenne an, daß man hier und da auch den Wünschen der katholischen Vevolkernng entgegengekommen ist, so vor allen Dingen in M e ck l e n b u r g. (Graf Posadowsky betritt den Saal.) Allerdings sind noch lange nicht alle unsere Wünsche in Mecklenburg erfüllt. Besonders fehlt es an Gotteshäusern, so müssen im Sommer die Gottesdienste für die polnischen Saisonarbeiter vielfach in Kneipen und Tanzlokalen abgehalten werden. (Redner spricht so leise, daß er auf der Journalistentribüne fast unverständlich ist.) Es ist auch wiederholt vorgekommen, daß den Katholiken die Erlaubnis zum Gotteswenste verweigert wurde. Die Katholiken werden doch viel lieber nach Mecklenburg gehen, wenn sie ihren religiösen Verpflichtungen voll. Genüge leisten können. Ich erkenne aber gerne an, daß sur das dringendste praktische Bedürfnis gesorgt ist. In einzelnen fallen hat die Regierung sogar katholischen Schulen eine Beihilfe gewahrt Wogegen wir uns aber wenden, ist es, daß die Regierung m Mecklenburgses für sich in Anspruch nimmt, darüber zu entscheiden, ob etn Bedürfnis für den katholischen Gottesdienst vorhanden ist oder Nicht Dieses ist doch keineswegs ein befriedigender Zustand. Sehr viel lassen auch die Verhältnisie in Braunschweig zu wünschen übrig, wo nicht weniger als 28 000 Katholiken wohnen. So bestimmt in Braunschweig allein die Regierung, welcher Religion die Kinder aus gemischten Ehen angehören sollen. DaS Erziehungsrecht der Eltern ist somit eliminiert. Auch in Braunschweig bestnnmt die Negierung, ob ein Bediirfnis für ein katholisches Gotteshaus und die Anstellung eines Geistlichen vorhanden ist Die Gründung ^tholiicher Priv^- schulen ist dort abgelehnt worden, obwohl 60 ws 100 katholische Kinder da waren. Ich richte an den Herrn Staatssekretär die.Bitte, im Wege bundesfteundlicher Anregungen auf die braunschweigische Regierung einzuwirken, und an den Bundesr ats-Vertteter Draun- schweias, der neben mir sitzt, über die Stimmung des Reichstages nach Hause zu berichten. In Braunschweig steht fernerben lutherischen Geistlichen nicht das Recht zu, die Kinder katholischer Eltern zu taufen. Ein an der Grenze Braunschweigs wohnender preußischer Priester, der in Braunschweig einem Kinde katholischer Eltern oxe Nottaufe erteilte, wurde zu 80 Mark Geldstrafe verurteilt. (Hort, Nun aber der eigentliche Toleranzantrag. Der Name ist so falsch wie möglich. Der Antrag müßte eigentlich heißen „Kampfantrag gegen die Staatshoheit gegenüber der Kirche". Der Antrag ist ein alter Bekannter, aber kein alter guter Bekannter, im Gegenteil. Etwas hübscher, etwas toleranzartiger hat ja die damalige Kommission seinen ersten Teil gemacht. Und das hat das Zentrum jetzt aufgenommen. Man hat aber auch die bisherige Teilung ge- strichen: in die Religionsfreiheit der Reichsangehörigen und die der anerkannten kirchlichen Gemeinschaften, und damit den Eindruck hervorgerüfen, als ob es sich um einen einheitlichen Antrag handelt Also es ist ein einheitlicher Kampfantrag. Wird der zweite Teil des Antrages angenommen, dann können Sie die anerkannten Religionsgemeinschaften behandeln, wie Sie wollen, aber der Staat hat nichts zu sagen. Im 8 9 heißt es: die ReltgwnS- diener dürfen die Religionshandlungen bei allen Mitgliedern Der Religionsgemeinschaften ausüben — also offenbar an jedem Ort ohne Rücksicht auf die bestehende parochiale Einteilung usw. San*, desrechtliche Verbote oder Beschränkungen ber Verwendung auswärtiger Religionsdiener zu einer seelsorgerischen Tätigkeit finden nach § 11 keine Anwendung auf die Religionsdiener anerkannter Religionsgemeinschaft. Danach sollen also Geistliche irgend einer anerkannten Religionsgemeinschaft von jeder anderen Nation, Franzosen, Polen, wer es immer will, berechtigt sein, in Deutschland ihre Tätigkeit auszuüben. Diese Sätze des Gesetzes, die zum Teil so aussehen, als wollten sie nur theoretisch Rechts- sätze aussprechen, haben alle Kraft der wirklichen Rechtssätze, und die Gerichte müssen sich nach ihnen richten. (Sehr gutI im, Ztr ) Um so schärfer aber sind sie zu bekärnpfen. § 13 bestimmt, die Abhaltung von Missionen der anerkannten Religionsgesellschaften unterliegt keiner gesetzlichen Beschränkung noch Hinderung. ES soll also nicht gehindert werden können, Missionen an Orten abzuhalten, wo die Bevölkerung dadurch aufs tiefste erregt wird. Der Staat kann nichts mehr tun, er hat nur die Autorität anerkannter Neligivnsgesellschasten anzuerkennen. Also die Aussicht auf Störung des religiösen Friedens ist durch , diesen Paragraphen durchaus gesichert. Sie wissen ja selbst, daß dieser Teil des Antrags nicht angenommen wird. Mso warum machen Sie denn eigentlich die Unterschiede zttsi- schen den anerkannten Religionsgemeinschaften und den anderen, nnt denen sich der erste Teil beschäftigt? Nach dem § 1 brauchen Sie eigentlich diesen zweiten Teil garnicht. Und gerade den § 1 halte ich für unannehmbar. Die §8 2—6 sind zum Teil ganz ncMg, sehen aber doch schöner aus, als sie finb., (Heiterkeit.) Der §1 zeichnet sich durch eine unglaubliche Unbestimmtheit der Ausdrucks- Weise aus; um so bedeutender ist seine praktische Wirkung. Wenn darin gesagt wird: „Jedem Reichsangehörigen steht rmierhalb des Reichsgebietes volle Freiheit des religiösen Bekenntnisies, der, Vereinigung zu religiösen Gemeinschaften, sowie der gemeinsamen häuslichen und öffentlichen Religionsübung zu", so liegt darin em ganz kolossaler Vorstoß gegen die in Preußen herrschcirden gesetzlichen Bestimmungen. Mit einem Schlage werden die bestehenden Gesetze und Verordnungen beseitigt, ohne daß eine andere Bestimmung em- geführt wird. Ten § 13 der Verfassung: „Die Religionsgesellschaften sowie die geistlichen Gesellschaften, welche feilte ^orporanon^- rechte haben, können diese Rechte nur durch besondere erlangen", haben Sie nicht aufgenommen. Darnach könnten Sie Prozessionen abhalten, wo Sie wollen, alle bestehenden Gesetze und Verordnungen würden einfach aufgehoben. Es würde auch bqemgt die bisher' notwendige staatliche Zustimmung zur Bildung von Kirchengemeinschaften. Der Staat hat nichts mehr zu sagen, unb Juristen wird eS genug geben, die daim auch nachweisen, daß nnr diesem 8 1 auch die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs beseitigt sind, und dieser Eingriff ist so harmlos gefaßt, daß Ei es zuerst gar nicht gesehen hat. Ich weis; mckst, ob die Herren Antragsteller es gesehen haben, aber sie sind doch so klug. lH^erk... Ich sehe in dem Anträge einen Kampfantrag gegen dw im ^erene des Friedens notwendige Aufsicht des Staates Ich warne deshalb vor seiner Annahme. Er würde die religiöse ZAetracht m unserem Volke aufs äußerste steigern, und eine Kommissionsberatimg halte ich nicht für notwendig. (Beifall bei den National-L beralen Abg. Dr. David (Soz.): Wir werden uns eben;o wie iM Jahre 1901 auf den Boden des ersten Teils des Antrages stellen, tvenn auch nicht aus Gründen, wie pe da- Zentrum leiten. Trotz dieser unserer zustimmendeii Haltung wird die Zentrumsprefse un- doch wohl wieder als Religionsfeinde hmstellen, wie sie cy schon so oft getan hat. Wir sind aber nicht Femde Der Religion, uns i,t Religion Privatsache, es herrscht in dieser Frage volle Freiheit bei uns, niemals ist von uns der Atheismus zum Parteidogma erhoben worden. Wenn daher Zentrumsflugblätter uns vorwerfem wir wollten die katholische Religion ausrotten und hätten relrgions- feindliche Gesetze gemacht, so kann man Darauf nur erwidern: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider bemeii Nächsten. _ Sewst ‘S'r Lieber hat anerkannt, daß wir beim Iesuitengefetz Mw. Das Zentrum unterstützt haben. In dem Antrag, der der Toleranz dienen soll, fehlt die Hauptsache, die Konsequenz des ganzen Antrages, nämlich die Forderung der paritätischen Schule, m Der Religionsunterricht überhaupt nicht gegeben wird. Es kann ^zymn (jum Zentrum) also gar nicht ernst sein mit der Toleraiiz, /venn Sie die heranivachsende Jugend schon zur Intoleranz heranziehen, wenn sie die Kinder nach Konfessionen auseinanderretßen tooucn, unb das Kind verhindern wollen, dem Kameraden uubefangen von irgendwelcher Konfession gegenüberzutreten. Wie das Zentrum haben nichts dagegen, daß auf einem katholischen Friedhof auch.einem (Widerspruch im Ztr. Protestanten ein Gastrecht gewährt wird. Aber nur ein Gastrecht. <~L Der konfessionelle Charakter der Friedhöfe darf dadurch mcht gefährdet werden. Wenn speziell in Elsaß-Lothringen Schwierigkeiten vorliegen, so kommt es daher, daß die kaiserliche Regierung m Elsaß-Lothringen dem aus der Franzosenzeit stammenden Dekret in seiner Anwendung eine Enge gibt, welche ihm nicht zukommt.. Hier muß gesetzlich eingegriffen werden, und zwar in einer Weise, daß besonders auch beim Begräbniswesen sowohl Katholiken als auch Protestanten dabei gut fahren und daß keine Religionspartei m ihren religiösen Gefühlen gekränft wird. Auf katholischer Seite ist durchaus Der gute Wille vorhanden, dieses Dekret in aller Loyalität und in allen Züchten auszuführen. Nun hat man uns — und vor allen Dingen hat es der Abg. Stöcker getan -— entgegengehalten, daß die Vorbedingung der staatlichen Toleranz die rehgtoie Toleranz selber sei. Es ist gesagt worden, wir könnten so lange nicht von religiöser Toleranz sprechen, als wir unsere Anschauungen über das Wesen der protestantischen Kirche nicht änderten. Demgegenüber will ich bemerken, daß in Ländern mit katholischer Mehrheit, wie in Bayern und Oesterreich, die Parität der protestantischen Kirche ohne die Bedingung anerkannt wird, daß die Protestanten auf wesentliche Teile ihrer religiösen Anschauungen verzichten. Herr Stöcker aber will die liberale, protestantische Theologie auf der äußersten Linken nicht anerkennen. Ist das religiöse Toleranz. (Sehr richtig!) Das Wesen der religiösen Toleranz ist durch die Anffasiung der Wahrheit der beiden Konfessionen bedingt, ö'jjr oen Protestantismus ist die Wahrheit das, was der einzelne auf Grund seiner Anschauungen in seinem Innern als wahr erkannt bat E- folgt daraus, daß man bei den einzelnen, die die Wahrheit erwnnen, auch eine Verschiedenheit der Bekenntnisse anerkennen kann und muß. Dadurch versteht sich der Begriff der Toleranz mit der protestantischen Religionsauffassung ganz von selbst. Die katholische Kirche kennt nur eine objektwe Wahrheit, unabhängig davon, ob sie von einzelnen erkannt ist oder nicht. Die Wahrheit ist erhaben übe jeden Zweifel. Daraus folgt, daß die katholische Kirche eine andere Religion als gleichberechtigt nicht anerkennen kann. Eine religiöse Toleranz in diesem Sinne kann es also für die katholische Kirche garnicht geben. Der Emwurf des Abg. Stocker. Erst müßt Ihr Die protestantische Kirche als gleichwertig anerkennen, .dann könnt Ihr staatliche Parität verlangen', verkennt also das Wesen Der katholischen Religion und der religiösen Toleranz überhaupt. Eine religiöse Toleranz verlangen wir Katholiken ja auch gar nicht. Wir verlangen nur eine staatliche^ bürgerliche Toleranz, wir verlangen eine bürgerliche Gleichberechtigung aller Konfessionen. In Glaubensftagen selber aber gibt es keme An- ’ erfennung und keine Aberkennung, ferne Gleichberechtigung und keine Andersberechtigung. Worüber tyir hier zu entscheid en haben, 1 das sind nicht religiöse Dinge, sondern staatliche Angelegenheiten und in diesem Punkte verlangen wir unbedingte Paruat! Wir anerkennen das Recht Der Üeberzeugung des einzelnen, aber natürlich nicht auch Den objektiven Inhalt des einzelnen Religionsbekennt- ' msses, wenn es im WiDerspruch steht mit unserer eigenen religiösen 1 Üeberzeugung. Das ist ja Doch mich vollständig unmöglich, weil 1 sonst unsere eigene Üeberzeugung wechseln müßte. Es handelt sich ' aber rechtlich genommen nur um das Recht auf Ileberzeugung, nicht in Wahrheit denkt, zeigt eine vom Bischof von Mainz approbierte Broschüre, in der darüber geklagt wird, das; die Kinder 8 Jahre lang die Schule besuchen und viel zu viel Realien und zu wenig Religion lernen müßten. Am Schlüsse heißt cS: Man sollte lieb erden Gehorsam verweigern, als die Kinder in solch' eine unchrist liche Volksschule schicken. (Hört! hört!) Die Kirche muß von dem Staate auseinander gehalten werden, das liegt im Interesse beider. Die Kirche leidet dock; auch, wenn man sie zum Diener des Staates macht. 9hm ist ja daö Wort gefallen: „9htr ein guter Christ tonn ein guter Soldat sein." Angesichts der Tatsache aber, daß der General Nogi den Orbi'n pour le nicrirc bekommen hat, wird man dieses Wort wohl etwas reparieren. (Heiterkeit.) Unsere Zustimmung zu dem Antrag bezog sich nur auf den ersten Teil. Dem zweiten Teil, § 9 und folgende, wo von den „anerkannten" Ncligionsgemcinschasten die Rede ist, stimmen wir nicht zu. Denn cirunal wird durch diesen Teil die Hoheit des Staates über die Kirche aufs neue befestigt und dann werden alle kleinen Religionsgemciuschaften, die nicht anerkannt stnd, von vornherein in ein minderes Rechts gebracht. Herr Bachem sagte, der Kampf der Konfessionen sollte nur auf geistigem Gebiet geführt werden. Dasselbe Zentrum hat aber verlangt, daß alle Acußeruugcn atheistischer Natur bestraft werden, nicht nur von Sozialdemokraten, sondern auch von liberalen Professoren. Und das nennt Herr Bachem Toleranz! Wollen Sie wirklich Gleichberechtigung, so müssen Sic sie auch dem Atheisten geben, demjenigen, der auf Grund seiner Forschungen zu einer Leugnung des Gottes gekommen ist, wie Sic ihn sich denken, der von Gott nicht die Vorstellung hat, die aus der Kinder- zeit des jüdischen Volkes stammt. Dann müssen Sie aber auch feine Weltanschauung schonen, seine Empfindungswcise nicht verletzen. Erst dann haben Sic das Recht, von Toleranz zu sprechen. (Beifall links.) Abg. Hennig (kons.): Die Stellung meiner Freunde diesem Antrag gegenüber ist nicht so einfach. Wir waren von seiner Einbringung nicht sehr erbaut. Wir sahen voraus, daß er das Gegenteil de? religiösen Friedens bewirken, daß er allerhand Ne- Ilgionsstreirigkeitcn Hervorrufen würde. Die Hauptsache religiösen Wesens haben wir stets in der Betärigung religiöser Gesinnung, n Liebe, Barmherzigkeit, Duldung gesehen. Wir sind für volle Parität der katholischen Kirche. Und wir würden Sie stets darin unterstützen, wenn Sie (zum Zentrum) einen Ausgleich m der cinzelstaatlichcii Gesetzgebung austrcbcn würden. Aber einen Ausgleich durch die ReichSgcsctzgebung halten wir momentan, ich will nicht sageii: nicht für angängig, aber doch Nicht für gut. Auch einer Kommissiousbcratuug können wir nicht das Wort reden, die früheren KommissionSbcratuugcu, über die ein vorzüglicher schriftlicher Bericht vorliegt, enthalten alles, was über diese Materie gesagt werden kann. Wenn wir also dem Anträge nicht zustimmen können, hoffen wir doch in anderen Fragen mit dem Zentrum Zusammengehen zu können, zum Wohle des Vaterlandes. Abg. Dr. Müller-Sagan (frcis. Vp.): Wir stehen diesem Antrag ßcium so gegenüber, wie dein früheren. Die ersten acht Para- grapheii sind uns sehr svmpalhisch, namentlich die Bestimmungen über die Dissidentcukinder. Wir halten aber den Antrag für eine Verfassungsänderung, der deshalb eine entsprechende gcsebastSord- nungSmäßige Behandlung erfordert. Den zweite,i Teil jedoch, die 0—14, lehnen wir schon deshalb ab, weil sic von anerkannten Religionsgemeinschaften handeln und deshalb _ ein Aus nähme recht gegen die iiieht anerkannten darstellen. .Wir sind auch gegen cnic Kcmmissionsberatung, hoffen jedoch, daß die verbündeten Regierungen die ersten acht Paragraphen bald Gesetz werdeii laßen. Abg. Dr. Stockmann (Reichsp.): Meine politischen Freunde stehen heute noch auf demselben ablehnenden Standpunkt, wie früher. Wir können nicht anerkennen, daß die Lage der katholischen Kirche in Deutschland so schlecht ist, um einen solchen Gesetzentwurf nr rechtfertigen. Papst PiuS X. und Leo XIII. haben ausdrücklich anerkannt, daß die Lage der Katholiken in Deutschland so gut sei, wie kaum in einem katholischen Lande. Abg. Dr. Pichler hat 1900 gesagt, er würde seine Unterschrift zurückziehen, wenn er mal einen schönen Bericht über die Einweihung einer katholiicheu Kirche in Mecklenburg lesen würde. Nun ist aber 1902 in Wismar eine katholische Kirche eingeweiht lvorden, über die ein schöner Bericht in den Blättern stand. Ich hoffe, daß Abg. Dr. Pichler setzt seine Unterschrift unter dem Antrag zurückziebt. (Große Heiterkeit.> Wir sind gegen den Antrag einmal, weit wir durch ihn eine Gefährdung deS religiösen Friedens bctürchteu und zweitens meinen, daß er einen Uebcrgriff in das Gebiet der Eiuzelstaateii darstellt. Wenn das Zentrum auch in nationalen Dingen manches getan hat, so steht ihm in erster Linie doch die Macht der katholischen Kirche. Durch den Antrag soll nun die Macht.der katholffcheu Kirwe noch mehr vcrstärlt werden, so daß sie z»l kinev verhängnisvollen Machtstellung in Deutschland gelangen würde. Wir swd deshalb auch gegen jedeii ciuzelneii Paragraphen, a>ic Behauptung deS Herrn Dr. Bachem von der angeblichen Toleranz der Katholiken in Oesterreich ist alles andere, nur nid)t„ zutreffend. Neuner gibt zum Beweise einige Fakta aus dem 11icb,6röiteri-cicm 1 o)cn und tiroler Landtag zum besten. Möge der Reichstag die Augen offen halten, damit das Reich keinen Schaden leidet. (Beifall in der Ncichspartei.) Mg. D. Stöcker (b. k. Fr.l: Volle Toleranz allen Konsessionen gegenüber ist ja ettvas sehr Schönes. Aber ob die realen Verhältnisse zurzeit auch so liegen, daß sie bestehen könnte, das ist eben die große Frage. Auch ich wünsche, das; _ die Kirche nicht vom Staate bedrückt »verde-, aber bieicr Antrag fuhrt doch sehr ineit vom Ziele ab. Wir sehen im Staat eine göttliche Ordnung auf dem Boden des Rechtes, in der Kirche eine göttliche Ordnung auf dem Boden deS Glaubens. Zollen dis Religionsgemeinschaften, denen doch so große Mittel anvertraut sind,' vom'Staate einfach als freie Vereine angesehen werden? Die katholische Kirche erkennt die protestantische grundsätzlich nicht als einen gleichberechtigten Teil der Christenheit an. Bei einer solchen prinzipiellen Stellung kann man cs den Protestanten nicht verdenken, ' wenn sie mißtrauisch sind. Wenn der Antrag angenommen würde, würde die katholische Kirche ihre ganze Macht benutzen zum Kampf gegen die anderen Konfessionen. Deshalb können Sie es uns nicht verdenken, daß wir der katholischen Kirche keine neuen Machtmittel in die Hand geben wollen. Wenn der Antrag angenommen würde, würde int ganzen protestantischen Volke ein Sturm sich erheben. Nie hat die katholische Kirche Toleranz geübt, der Antrag fordert also etwas, was ganz dem Wesen der katholischen Kirche entgegen ist. Hierauf vertagt sich das Haus auf Montag 1 Uhr. Tagesordnung: Dritte Beratung des zweiten 9! a ch t r a g s etatS für Südwestafrika, Interpellation Ablas; betr. Schifffahrt S a b g a b e n und Interpellation T r i m b o r n bctr. Z e h n - stundcuarbeitstag. Schluß G, Uhr. Der Kaupivoranschlan ötr hessischen 5>taais- Kmnahmcn und Ausgaben für 1905 Gießen, 6. Febr. Ueberraschend schnell hat der erfte Ausschuß der zweiten Kammer der Stände die umfangreiche Regierungsvorlage über den Hauprvor an schlag für 1905, von dem wir seinerzeit eingehend berichteten, erledigt und schon in den nächsten Tagen wird sich die -weite Kammer mit der Vorlage 311. befassen haben. Wenn die Kammer fio) den Anträgen des' Ausschusses im großen und ganzen anschließt, wird die Beratung rasch von statten gehen, denn nur in wenigen Fällen weicht die Ansicht des Ausschusses von ber der Regierung ab. In manchen Dingen hat der Ausschuß den Anträgen der Regierung zugestimmt, weil er nach reiflicher Ueberlegung einjehen mußre, daß ein anderer Weg nicht geboten war, trotzdem sich dadurch vielfach eine Mehrbelastung der Staatskasse ergab. Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Ausschusses waren nur gering; ein Minderheitsantrag ki:st überhaupt nicht gestellt worden. Einige Schwierigkeiten macht die Bewilligung des für R e n 0 v i e r - u n g des Mainzer Groß h. Schlosses geforderten Betrages von 29 600 Mk. Allein nachdem sich der Ausschuß an Ort und Stelle von der Notwendigkeit der in Aussicht genommenen Umbauten überzeugt hatte, mußte er nölens volens dem 9lnrrage der Regierung zustimmen. Nicht ganz so willig zeigt sich der Ausschuß bei der Forderung der Regierung, für die Weinbaudomänen einen Kellermeister und einen Winzerwart anzustellen, denn — wenn er auch in ersterer Hinsicht dem Ansinnen der Regierung entsprach, jo lehnte er doch die Anstellung eines Winzerwartes ab. Unbedenklich glaubt der Ausschuß die Anlage einer Kafsee- küche für Bad-Nauheim bewilligen zu dürfen, ebenso die Errichtung einer Samenklenganstalt zu Gr 0 m - melsbach l £., da statistisch nachgewiesen ist, daß in einer staatlichen Anstalt der Samen billiger hergestellt werden kann ^.As in einer privaten. Hoffentlich trifft diese Statistik nicht nur rechnerisch, sondern auch praktisch zu. Nicht ohne Bedenken ist der Ausschuß für Anstellung von drei weiteren Steuerkommissariatsassistcn- teu, aber da sich bei der derzeitigen Arbeitsüberlastung der Steuerbeamten infolge Nichtbewilligung der Negierungsforderung die Alternative auf Schaffung weiterer Steuerkommissariate ergeben würde, Unit weit mehr Kosten, so entschied sich auch der Ausschuß für das kleinere der beiden liebel. In ähnlichem Sinne war auch der Ausschuß für die Neuerrichtung von 3 Gendarmeriesrationen und die übrigen für dieses Kapitel geforderten Weiterungen, Pa er sich der Zweckmäßigkeit dieser neuen Maßnahmen nicht vexjchlietzen konnte. Daß der Ausschuß das geforderte Mehr für die Gleichstellung des Oberarztes in Hofheim mit den übrigen Oberärzten der Irrenanstalten bewilligte, war gar nicht anders zu erwarten. ' । Bei dem Titel „Förderung der Tierzucht" verhandelte man ausführlicher über die Notwendigkeit der Anlage eines Stutbuches; sowohl der Ausschuß als auch der Landesstallmeister, der die hierzu erforderlichen Kosten aus 1200 bis 1500 Mk., wenn sie dem Landespserdezucht- D er ein, der zur Anlage bereit ist, als weitere Beihilfe gegeben würden, anschlagt, erkennen die Zweckmäßigkeit an; da indessen die Regierung nicht über die seither dem Landes- pferdezuchwerein bewilligten 11000 Mk. hin aus gehen will, dürfte die Anlage des Buches noch in Frage gestellt jein. Große Schwierigkeiten wird bei den kommenden Kammeroerhandlungen der Titel „Oberland esge richt" machen, denn hierin gehen Regierung und Ausschuß in ihren Meinungen sehr auseinander. Die Regierung möchte zwei weitere Oberlandesgerichtsräte angestellt wissen, aber nach reiflicher Ueberlegung erklärt sich der Ausschuß dagegen, ohne indessen zu verkennen, daß der z.Zt. so unendlich langsame Geschäftsgang bei dem Oberlandesgericht auf die Dauer unhaltbar ist. Eine vergleichende Aufstelliing der Arbeitsverteilimg an den einzelnen deutschen 0 bersten Gerichtshöfen erzielst, daß rechnerisch die Arbeitsüberhäufung des einzelnen Richters in Hessen an zweitletzter, teilweise sogar an allerletzter Stelle steht. Ein solcher Umstand muß Bedenken erregen, besonders da auch die Zahl der Richter dem allgemeinen verhältnismäßigen Durchschnitt zwischen Richter und Bevölkerung entspricht. Run wird allerdings ein qroüct Teil der vorkommenden Prozeßverschleppungen bem wenig raschen Prozeßbetriebe der Parleibevollmächtiglen selbst "ugeschrieben, sicherlich nicht ganz nut Unrecht. Bei der Erledigung der vielen Berufungen, die immer gleichzeitig am Oberlandesgericht anstehen, muß es sederzcit störend wirken, ivenn burcl) Vereinbarung der Parteien — was ja nach der Z.-P.-Ord. zuläjsig ist — die Umgehung oder Vertagung eines Tannines herbeigeführt wird. Dadurch 111116 naturgemäß der neue Termin um Monate später angesetzt werden. Kiirze Terminsverlegungen sind bei der starken Besetzung der einzelnen Sitzungstage fast, ausgeschlossen. Man erwartet mit Recht in dieser Beziehung eine Besserung durch den Eingriff der Anwaltskammer, welche den Erlaß einer dementsprechenden dringlichen Mahnung an ihre Mitglieder in Aussicht gestellt hat. Schließlich ist aber dabei nicht zu übersehen, daß die bei dem Obcrlandcsgericht tätigen Anwälte nicht ausschließlich Anwälte dieses Gerichtes sind, daß es mithin für sie sehr oft im Voraus nicht zu übersehen ist, ob nicht doch Terniinskollisionen eintreten. Der Ausschuß erwartet daher auch von der demnächstigen Ziisammenlegimg der einzelnen Jilstizgebäude in Darmstadt eine Besserung. Wie viel Zeit geht eben den Anwälten durch da§ AuSeinanberliegen der einzelnen Gerichte verloren! Tie Regierung wünscht ferner eine Befreiung der Oberlandesgerichtsräte von Nebenämtern, besonders eine Entlastung von der Teilnahme am Verwaltungsgerichtshvf. Hiermit konnte sich der Ausschuß nicht einverstanden erllären, besonders da hier direkte reichsgesetzliche und landesrechtliche Bestimmungen entgegen» Ich en, wonach bei gewissen Entscheidungen die Teilnahme von Oberlandesgerichtsräten gefordert wird. Durch die Neubesetz- ungdeSVerwaltungsgerichtshofes, gemäß demGesetz- entwurse über die Verwaltungsrechtspflege, werden ja auch hier Besserungen eintreten. ES muß Verwunderung erregen, daß die Negierung über die ganze Frage nicht die Ansicht deS Oberlandesgerichts eingeholt hat; sicherlich wird eine wirkliche Besserung des Bestehenden nur durch Bildung eines neuen Senates eintreten, wie cs auch die Ansicht des Obcr- landcsgcrichts fein soll, doch dürste dies noch in weiter Zu- lünft liegen. Ter Ausschuß beantragt daher, die Vermehrung der Oberlandesgerichtsratsstellen nicht zu beantragen. Aehnlich steht es mit den von der Negierung geforderten 47 786 Mk., welche dem Pächter deS „Mönchs Hof es" für die von ihm dort aufgeführten Gebäude gezahlt werden sollen. Der Ausschuß hält aus verschiedenen, besonders aus prinzipiellen Gründen die Uebernahme der Gebäude in die Domanialverwaltung nicht für geboten. Uebrigens i>t hierzu dem Ausschuß auf sein Ersuchen seitens der Regierung eine Uebersicht über die Größe und Erträgnisse der fiskalischen Hofgüter zugegaugen. Danach bewegen sich die Pachtpreise pro ha zwischen 25 und 125 Mk., die Grüße zwischen 41 und 242 ha. Dabei ergaben sich Pachtsummen bis zu fast 20 000 Mk. Merkwürdig ist, daß gerade in Obcrhesscn die Pachtprcise ziemlich stark schwanken, während in Starkenburg größere Gleichmäßigkeit herrscht. Bei der von der Regierung geplanten Vergrößerung der Universitätsau la in Gießen hat der Ausschuß von einer Beschlußfassung zunächst Ab st and genommen und sich diese bis nach einer durch ihr vorgenomnienen Orts - besichtigung vorbehalten. Mit dem Neubau eines G y m n a s i u m s in O f f e n - bad) und Worms, besonders des ersteren, das seit Jahren nötig ist, erklärt sich der Ausschuß ohne Bedenken einverstanden, ebenso mit einem N euba u für die La n des bange werks ch ule in Darmstadt. Hier ist ein bestimmtes Gelände schon in Aussicht genommen, das neben dem Dienstgebäude der Zentralstelle für die Gewerbe liegende, auf welchem sich 5. Z. ein Wohnhaus befindet. Die Erwerbung gerade dieses 'Anwesens hielt der Ausschuß umsomehr für geboten, weil sie dock) im Lause der Zeit für eine etwa erforderlich werdende Vergrößerung der Zentralstelle notwendig wäre. Schließlich fordert die Regierung noch mehrere Neubauten von Amtsgerichten, die sämtlich dem Aussdpiß als notwendig erscheinen. Dazu gehört and) das Amtsgericht Büdingen, wo für den Oberamtsrichter eine andere Wohnung gebaut werden soll, da dessen seitherigen Wohnräume in Dienstzimmer umgewandelt werden sollen. Der Llusschuß der ersten Kammer weicht hie und da von der 9lnsicht des Ausschusses der zweiten Kämmer ab. Immerhin dürfte sich die Beratung über die einzelnen Portionen ziemlid) rasch erledigen und nur geringe Schwierigkeiten zur Folge haben. Aie Franalvlulage vor dcm preußljchen Aögcordnetevyause. Am 4. d. M. wurde im preuß. Abgeorduetenhause die zweite Beratung der Kanalvorlage fortgesetzt. Abg. von Arnim (kons.) erklärte namens eines nicht uuerheblichM Teils seiner politischen Freunde, daß dieselben im ganzen; dieser Vorlage gegenüber einen nicht unfreundlichen Standpunkt einnehmen. Redner stellt jedoch als Bedingung für seine Zusttmmuug die Einführung des Schleppmonopols und der Schifjahrtsabgaben auf den kanalisierten Flüssen. 'Minister v. Budde erwidert auf verschiedene Bemerlungen, daß von einer Verletzung der Reichsv erfassuna zum Zwecke der Einführung der S ch i f f a h r t S a b g a b eit nicht die Rede sein könne. Ter Minister trüt ferner der Auffassung entgegen, das; Artikel 54 der Reichsversassung sich nur auf Biunenwasjerstraßeu beziehe. Sein Wortlaut beweise das Gegenteil. Die Erhebung von Sck)ifsahrts- abgabeu solle beitragen zur Beseitigung von Ungleichheiten; und Ungerechtigkeiten in Bezug aus die Schisfssrachten. — Abg. Graf Spee (Ztr.) erklärt sich nameus der 'Minderheit des Zentrums gegen die Vorlage. — Abg. Frhr. v. Zedlitz (fF.) ist der Ansicht, daß der Kanal eine Entlastung der Eisenbahn herbei führen werde und deshalb sei der Bau des 5kanals im Interesse der Vcrkehrsver- besserung eine Notwendigkeit. Das Schleppmonopol werde dazu beitragen, das; unsere Schutzzollpolitik nicht durch eine verkehrte Traifpolitik durchkreuzt wird. Die Eiseubahneiuuahmen sowie die gesamten preußischen J-i- uanzeu würden durch den Kanalbau nicht im geringsten berührt. Die Schisfahrtsabgaben seien völlig vereinbar mit der Reichsversassuug und mit den mit anderen Staaten abgeschlossenen Verträgen. — Abg. v. Grabski (Pole) ftchrt aus, daß die Vorlage dem Osten nur wenig Vorteil bringe. Die Regierung könne nicht erwarten, daß die Polen aus Liebe zu ihr der Vorlage zustimmen. (Beifall bei den Polen.) — Abg. Br ö m e l (frs. Vgg.) wendet sich in längeren Ausführungen gegen das Schleppmouopol. Er erhebe die Forderung, das; die Erhebung von Schiffahrrsaügaben aus beit Flüssen erst erfolgt, wenn dies gestattet werde durck)! ein Reichsgesetz. Er hoffe, daß dem Gesetz nicht eine Gestalt gegeben werde, die es den Freunden des Kanals unmöglich mache, für die Vorlage zu stimmen. — Abg. Stören (Ztr.) bedauert, daß die Mosel- und Saarkaualisieruug nicht in die Vorlage ansgenommen sei. Tie in dieser Richtung liegende Resolution sei kein Ersatz für die Nichtausnahme des Projekts in das Gesetz. — Mg. v. Pappenheim (k.) suhrt aus, daß in der Kanalfrage ein Gegensatz zwischen Osten und Westen nicht bestehe. Da die Eisenbahnen int Kohlen- und Industriebezirk an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt seien, so müsse ein leistungsfähiger Kanal gebaut werden. Die Einführung von Schiffahrtsabgaben sei durchaus gerechtfertigt. Redner polemisiert gegen den Abg. Brömel, der 1895 selber für Erhebung von Schiffahrtsabgaben eingetreten. Die Weiterführung des Kanals über Hannover hinaus nach dem Osten sei technisch wegen der Wasserversorgung so gut wie ausgeschlossen. Iedenjalls heiße es für seine Freunde: nur bis Hannover, bis hierher und nicht weiter. Aie Ausbildung der olandwirtschuftslehrer. In Ergänzung des Artikels „Die agrarische Woche" in unserer Nr. 28, 2. Blatt, wird uns heute authentisch geschrieben: . Tie Referenten, Landesökonomicrat Dr. Haveu stern» Bonn und Professor Dr. Gi s e v ins-Gießen hatten int Interesse der Forderung des Standes der Laudwirtschasts- lehrer übereinstimmende weitgehende Vorschläge ausgearbeitet, über deren Durchführbarkeit von dem preuß. Landesökouomie-Kollegium am ersten Sitzuugstage eingehend beraten worden war. Durch diese Vorverhaudluug war die Sikuativu soweit geklärt, daß die beideu er enteil in einer Resolution positive Vorschläge für eme Ergänzung der Vorlage des Ministeriums unterbreiten können. Tie Resolution wurde einstimmig angenomineu, nachdem beide Reserenieu neid) einander erklärt hatten, daß sie in den neuen Vereinbarungen einen ganz wesentlichen Fortschritt erblicken mußten. Tie früheren B esti m m uu gc u forderten: A) für Landwirts chaftsl ehre r an Landwirtschaftsschulen: , L ...... .. — . . - a. Abituricnt.'nzcugnis, b. urenain'.gcs Studium, c. vstQQty* cxainett, d. zweijährige Praxis. B- für Landwirtschaf töte hier an W in t c r s chulcn und Wanderlehrer: a. über die Scyulbudung bestand keine Bestiminung, b. zwei- erfolgte. Die zweite Versammlung soll am 19. ds. Mts. Berlin medaille am Bande erhielt. Zur Erinnerung an diese bei dem sprunghaften Charakter derselben nicht zwsehen ist, wo sie auftreten werde. Der Münster! schreibt!, eine rechtzeitige Ergreifung von Vorbengungsmaßncchmeni! vor, ivelche das Zurkular dann einzeln cmffühvt. * Brest (Frankreich), 5. Febr. Ein großerSkarrdaE droht hier ausznbrechen. Es heißt, daß mehrere Beamte sowie ein Unternehmer, der mit dem Staate, bedeutende Abschlüsse gemacht hat, kompromittiert sind. Der; Unternehmer soll die dem Staate vorenthalteneu (Summen, unter die betreffenden Beamten verteilt haben. tattfinden. § Steinbach, 5. Febr. Am Samstag abend hielt der Sport. 4. Febr. Im Landesaustellungspark sand heuty Schwarza Seiden in der neuen garantiert soliden Pari-Färbung. Reiche Auswahl- | Verlangen Sie Muster. - '9 B Seiden-Grieder-Zürichj stchungsursache des Feuers ist unbekannt. AniversttätS-DachrlchteN. Mainz, 4. Febr. Am 2. Februar ^n-urde Eilten 5 $ebr. Kaiser verlieh km - ... Ob^rbibliotbekar. Professor Reicke, bekannt als Kantsoricher ocn ««s« »u—r,...............Sem Tod Ist, wie Lr „Altpreuß. MouÄsschrift'h Eßlich semes den inzwischen festgestellt wurde, infolge mehrfachen Rippenbruchs 80. Geburtstages lnc Mine go l d en - Med ar l le für den mzwgey y i g | g u ^er fraglichen W i s s en ch af t. ffiW «teufe ift her Vater des auch als Schrift- _ . Vxyv ir y. ei (c.:x. • <— I ftp Wer bekannten Nacht aus der Wirtschaft von Esch m . „ „ - - ■1 — " " , Weiteres ist über seinen jähriges Studium, c. Viersemester-AbgangsprÜsmtg, von einer großen Zahl von Bühnen angenommen ist. Als d. vierjährige Praxis. c o B . _ „ . _ Gast tritt die beliebte Salondame des Darmstädter Hof- Nach der Resolution des LDides-Oekonomre-KoUegrums j-h^rs, Frl. Frieda Eichelsheim auf, die uns schon früher werden später folgende freuen Unforderungen -n &en Enseniblevorstellungen der Darmstädter Künstler Be- mm . -- - für ihre Schüler): § Fellingshausen, 4. Febr. Endlich ist es auch ™n wlx einigen für die Turnerschast begeisterten Jünglingen aus un- a. Abiturientenzeugnis, b. dreijähriges Studium, c. Staats- fecei; Genieinde gelungen, die Gründung eines Turn- examen, d. dreijä^^ Praxis. sm ;«t r r i n r e tt v ereins zu vollziehen. Ungefähr 35 Mann sind bis jetzt ^.T^da^l-hr^ Wruterychuleu ^^.treten? Am 3. d. Mts. abcuds nach 9 Uhr wurde dir entweder 1) die gleiche Vorbildwtg wie unter A cm- General-Versammlung in dem zukünftigen Vereinslokal, bei aeaebew oder 2) a. mindestens das Berechtigungszeugnis Z^dwia Rüsveler abaehalten, wobei die Wahl des Vorstandes siir den einjährig-sieiwilligen Heeresdienst, b. drestähmges a - ■ ■■ - - - - ** - -- — Studium wie bei A, c. Staatsexamen nach sechs Semestern wie bei A, d. vierjährige Praxis. Das Kollegium beschloß zugleich, in die materielle Prüfung der von dem Ministerium vorgelegten Ausbild- unasvorschristen nicht mehr einzutreten, sondern den Herrn Minister zu bitten, er wolle bei dem bevorstehenden Erlaß dieser Vorschriften die neuen von dem Kollegium heute, vereinbarten Vorschläge berü Wichtig en. Wunschschreiben an das Hohe Brautpaar ein elegant aus- äwe^Taschentucher, von -- 4)}(>r;tQ Wir lesen in der „Darmst.Ztg.": Nach eingeholter brechen vorliegen kann. . s.g M-LM ÄfiSSS ÄÄ© ÖSÄÄwÖ A. beiden ältesten Tiere dieses vor etwa 11 Jahren an- widerlegt. geschafften Zuges als altersschwach und unbrauchbar erschossen wurden und daß noch drei Pferde im Besitze -I. Kgl. Hoheit sich befinden. * Die Cholera in Rußland. In Nachsichawan , ru, kamen vom 24. bis 30. Januar mehrere Eholerasalle vor. ....., _ . . In der am Mittwoch statt- Wjatka wurden vom 25. bis 31. Januar abermals elf findenden 6. (letzten) Abonnements - Vorstellung gelangt ein V0Tt sibirischer Pest beobachtet. Ein Runderlaß des neues Schauspiel „Um Seinetwillen" von S. Erdmann- Ministers des Innern an die Gouverneure weist daraus hin, Jesmiker mr Darstellung, das bei seiner Uraufführung in daß die Eholeraepidemie wie die Erfahrung lehre be- ^armstadt vor vier Wochen außerordentlich gefiel und seitdem stimmt im Frühjahr und Sommer wieder auftrete und daß Kunst und Wissenschaft. — Eine Wilhelm Jordan-Gedenkfeier wird am1 86 Geburtstage des im vorigen Juni verstorbenen Dichters, dem- 8 'Februar, abends V28 Uhr im Frankfurter Hof zu Frankfurts stattfinden, veranstaltet von dem Hamburger Schauspieler E m a nuel Stock haus en. Herr Stockhausen beabsichUgt übrrgens^ O - v, v. . -,u , . , wie er uns mitteilt, in nachlten Monaten nur als Rezrtator und hiesige Konsumverein ferne diesjährige Generalversamm- schöpferisch als Gast aufzutreten. Er l-at seinen Kontrattj luna im Gasthaus zum Einhorn ab, welche mit dem Rech- dem Hamburger Thalia-Theater, der bis 1908 läuft, inj nungsabjchiuß für 1904 zur völligen Zufriedenheit der Mit- Güte gelöst, um cÄ i« glieder sowie des Lagerhalters ausgefallen ist Semen Ab- M für ^«kunst m den. chluß fand der Abend mit einem Hoch aus das neuvermahlte bekannte amerikanische Polarforscher Peary beab- Aus Stad« und Saud. g*. t.... «-.ch i-, JiSSÄ ä'KWä’ÄÜ & Gießen 6. Februar 1905. Scheuer derJdiotenanstalt, Nieder-Ramstädterstrab-177, b-^l°st^ims^Ue^SÄ JE ait den Vermäblunasfeierlichkeiten des aus. Die Feuerwache war schnell zur Stelle, konnte aber folgest und über Grönland. gehen, wo Peary eine Statwn-. ftx Lb Der Groüber^oa bat seinen An- nicht verhindern, daß das Gebäude, welches 200 Zentner dichten will. Von hier aus wrrd er am 1. ^um 190b versuchen,', Hochzeisgästen einen Anhänger gewidmet, dessen Ent- stehungsursache des Feuers ftt unbekannt. wurf von ihm selbst herrührt und den verschlungenen Namens- Atarnz, y--- , g - Rabannes ,ua der Neuvermählten zeigt. - Den weitaus größten Teil Winterhafen hier die Lerche des ^ Jähre ^en^ohan Ler Blumenspenden hat das Großherzogliche Poar den 9taS =£«u§ ®^Bem„ka„uf;ÖeJ“nLC' Darmstädter Krankenhäusern überwresen, womit . te SL.VLr ssuw »’ • ......... ä».«,.. ■«« Dänin Aqaar-Srgrid) das Leben dadurch gerettet, daß Leiche lagen mehrere Brödchen, darunter auch medaille am Bande erhielt. Zur Errnnenrng an diese so T i 4>t 9r »xffrhpn ickwedücken Streichhölzer und Heinrich, hatten sich Hervorraaende Mitglieder der Hosgesellfchaft außerordentlich mutige Tat hat der Verein nut einem Gluck- Schnupftabak, em Kästchen sch 1 9 o roten und Diplomatie, zahlreiche hohe Militärs und Vertreter Auw- U 4 -s- zwei Taschentücher, von denen das eine weiße mit roren m^ v aus Deutschland, Oeperreich-Ungarn, Frankreich, Buchstaben H. 7 gezeichnet ist. Nach dem retzigen Stand und anderen Staaten emgeftrnden. Don preuß. - • - - Ministern war nur der Handelsminister Moller anweswd. Um 11 Uhr erschien der Kaiser und ließ sich die ^lltgli^)er des neuen Freilvilliqeii Automobilkorps vorstellen. Nach einer Anlprache Herzogs v. Nalibor, des Präsidenten des deutschen Automobüklubs, überreichte der Präsident des iranzosischen Automobilklubs Baron Zuylen dem Kaiser die yoldene Medaille als Ehrenmitglied des französischen Automobilklubs. Der Kaiser unterhielt sich ewige Zett mit Baroii Ziiylen und begann dann den Rundgang durch die । außerordentlich reich beschickte Ausstelliiiig. Telepho* «r- «. Mntiotimltt* und WkWÄngejUjt i Gust. Belitz. Malkmeister > AM 188 Vv MARKE iCHUTZ im J)^MPF SEIFENFABRIk ergebt 1. hv18/1 fn besseren Geschäften V, Pfd. Packet ä 15 Pfg. zu haben. Hm I SJiittwod) D.S^cbrnar 1905 M KWSüMslhkl DtlkU 911 28 1) 219 41 865 600 644 76 838 80 19108 277 [150] 89 805 53 419 509 80 89 2) HocMein parfümirt. ist die beste Fürden Teint Stack 25 Pfj.j Grosse Prämien-Vertoilung I Haben Sie schon Fabrikant: L Lettermann.Elberfeld ! 3000 SOOO 3000 3000 5000 18000 48 82 91 30 Ua t er Z 249 77 922 79 82 230 13004 82 922 401 608 338 298 427 507 244 mit. 13 ar versucht? HUEDTCH WlttLN ■—-JtCElS> t im R Reich wählte gehend Leute zi treffend gefünbi l'MisSV die gent baulidw N ;ur 1) < zuerst gelc 2)to Schnitts TO\t bistjt 3) T Und Be 5) At deit e: Dte hier abgedruckte Neuheit No. 260 "Preis • 2.60 prima engl. Silber- Di' ^chtvm zu einn V. Kesstsch-Würingische Staatslotterie Aiehuns IIL Vlasse. (2. Tag.) 4. ?ebr*ar 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist. sind mit 134 Ularf gezogen. [Ohne Gewähr.) 60 119 57 60 342 400 25 61 560 621 41 67 702 15 78 904 83 1054 176 94 219 85 301 17 447 59 83 520 57 684 701 802 7! 2054 90 120 1150] 97 236 88 822 67 472 679 618 714 52 809 80 970 3087 153 89 293 321 76 400.28 89 567 70 6ö4 59 746 829 80 83 900 44 45 71 89 95 4031 $1 grapt ^hre 'H dringen AuSjich Für die beite empi, 6 reduzie der 9i Arbeit' kommh der Lc nahm tive E baulich Essen 'öergar e Salnti3k^erper,tin-SeiiE ist Mokii WWWM angreifenden Gestandleilen. mw'hctv.ttl MemM angenehmen. frisctter^'Öe^cö^/WÄ^ vMrrL-bei '-der-ZÄ^M^ i .'MG i Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. 653 B o rn, Gerichtsvollzieher. Tteiustrabe 65. «iefceu. Stetustratzc 65. Wsühmg aller ins Fach einschlagenlien Arbeiten. Prompte Bedienung. Gediegene Ausführung. Zivile Preise. 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Mts einen Vortragrskursus für doppelte rrrrd amerikanische Buchführung. Wir laden hiermit alle, die Interesse für den Unterricht haben — also auch Nichtmitglreder und Mchtkaufleute — dazu ein und erbitten uns die Anmeldungen bis spätestens Samstag, den 11. d. Mts. Der Kursus wird abends abgehalten und kostet 10 Mark für jeden Teilnehmer. Die erste Zusammenkunft findet Montag, den 13. d. Mts., abends 9 Ahr, im Vereinshause statt und ivird da alles 9tahere besprochen. . Der Vorstand. Jugend frische ■ " 1 1 Ghthniauns [ Art 4 M 11 Lose 10 Mk. 11 Du 1111 «Porto xlListe30 versendet das General-Debr J. Stürmer, Strassburg i. E. IB. Buchacker. W. Semmler. I PL Weiler. G. C. Volk. 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Februar 190b. ?rr.b nß üanci °ie1 lag d" z druäeret. Sstdaktwn iow 1 edio1 Cbrefit ti Aosttg I Grosse Wohltätigkeit»- aeid- t Lotterie d. KrankeopflegeAnsUlteu figjvom Koten Kreuz, Strassburg i. E. Ziehung In kurzer Zeit i 60ö2S^M. KjM 1. Hauptgew. 11.20000 :j 2. Hauptgew. M. 10000 ffiS 3. Hauptgew. 3L 5000 Kernleder Treibrimm in vorzüglicher QucIitÄt Hdwt Karl Haardt, Dillenbmg. Prompte Lieferung ab Lager. Borteilhafte Bezugsquelle für BallMwvü-, KaMttlhaar- mrd BalLta-Treidriemeu, sowie Holzriemscheibeu. Lager iu technischen Artikel». 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Tie noch nicht vollgezahlten neuen Aktien unseres Instituts können in den üblichen Geschäftsstunden bei deriemgen Stelle, der welcher die erste Einzahlung geleistet wurde, nach stattgehabter Vollmhlung und gegen Qutttungsleistung des Empfängers aus Seite 4 des blauen Anmeldeformulars in Empfang genommen werden. nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Vollzahlung auf die neuen Aktien spätestens bis zum 16. Februar a. o. erfolgt sein mttß. _ , Darmstadt, den 4 . Februar 1906. .hv/> Direktion der Bank für Handel und Industrie. tiwbrot große, ca. 4*Pfund*Laibe 50 Pfg. immer frisch vorrätig bei [182 L. Steinhäuser. ^osv&os Wg^evfe Oresden; saßt, । 6iebtn (lonbini id)län bie Zeck M bct Reifer M. b .“tob N bet' Wort Wov «3 pot^i k E C1/, Rotiert Stuhl Neustadt 23 537 empfiehlt zu billigsten Preisen: MznlirScdtr von vorzügl. Kochart, Sauerkraut Az- niib W-Meu Kmüseyildelil, ^itruulieln ISüMtarfliit, getrockil. 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Das Beste für die Wäsche ist 80 91 380 91 614 [150] 35 45 93 800 95 911 10031 184 308 57 546 63 607 43(150] 711 19 60 827 49 77 11030 144 71 339 79 407 501 618 20 885 929 1 2039 46 99 124 338 59 61 66 420 523 59 622 51 65 711 28 90 863 927 31 35 99 123 87 81 205 23 56 417 618 25 91 615 83 740 [1501 87 857 [1000] 14007 17 110 [150] 76 89 286 99 319 35 576 77 82 610 13 14 702 33 72 956 97 “15169 240 72 541 55 60 84 649 56 98 792 885 57 16005 34 111 40 55 209 13 70 339 [ 200 ] 647 59 81 819 915 17035 86 166 68 81. 94 215 16 33 454 61 508 11 62 639 50 825 27 911 87 18032 34 80 82 110 11 68 nachmittags 2 Uhr, [669 versteigere ich im Bieker'schen Saale: Alöbel aller Arten, 10 AtMe Zigarren, 1 Schreibtisch, 1 Partie TchuhwaremlFlaschendrerwagen, 1 Theke mit Älarmorplatte u.a.m. Geißler, Eericptsvollüehcr. Beriteigerung. Dienstag den 7. Febr. d. I., uachm. 2 Uhr, versteigere ich Sieupadt 55 dahier gegen Bar- 3 ä 1000 = M. 6 ä 500 = M. 30 ä 100 = AL 60 L 50 — AL 350 Gew. zus. AL 5600 Gew. zus. AL.