pferde en keine waren. - M XR| ii lettjiief«1 empfiehlt fich i» > außer dem haust, im E Mim Don MMnMen. 2. Leihchj ,kidemstr^bchSne«uMt ßM-es-WM slenn.Bciserke alLpzead bewährt, hr/ti iJrtelnUO und SV Psg. b« ifferiere: Boll. Anstern oiisesalz. Kaviar Rraiaatsvögcl Wilder. r^-,,i!beAn^.7.^rbelen. flerm»DD T ,6»”elA9«le®iti«ttu"i ker %>!Vt von Nr. 236 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Samstag 7. Oktober 1905 Erscheint tSgNch mit Ausnahme de« Sonntags. Die „Stttzener LamMenblStter- werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der „IHW4H Lüvdsirt" erscheint monatlich einmal. Eichener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brüblichen UniversitätSdruckerei. R. Lange, Greß«, Redaktion, Expedition u.Druckerei: ®d)uHh.T, Tel. Nr. bl. Telegr^Ädr.» Anzeiger Gieße». General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Die Kompottjchüffet des Arbeiters. Wir veröffentlichen folgende Zuschrift an uns, obwohl wir ihr in manchen Einzelheiten nicht zustimmen: „Die Mitteilung der „Zukunst" von einer Bemerkung des Kaisers zur Sozialreform: „Die Kompottschüssel des Arbeiters sei nun d o IP, ist bisher nicht dementiert worden. Daß bedeutet selbstverständlich nicht, daß eine kaiserliche Aeußerung so oder ähnlich gelautet hat, aber e8 wird immerhin nicht der Sinn, der Charakter der Aeußerung bestritten. Doch auch abgesehen von dem Fehlen eines Dementis besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß der Kaiser diese Auffassung zu erkennen gegeben hat. (? D. N.) Der Kaiser spricht in markanter Form aus, was sehr Viele denken. Es ist tatsächlich die Ansicht weiter Kreise, daß die Sozialreform in Deutschland zu ausschließlich und zu einseitig auf die Arbeiter zugeschnitten wird. Caprivi sagte als Reichskanzler, er frage sich bei jeder Maßregel, wie sie auf die Sozialdemokratie wirke. Aehnlich ist fast in allen ©tobten der Sozialreform gefragt worden, wie sie auf das Los ber Arbeiter, und nur der Arbeiter, einwirke. In Deutschland ist gewiß ein großes Maß arbeiterfreundlicher Gesinnungen vorhanden. Die -lagen der Arbeiter über ihre gedrückte Lage, ihre Sorge um die Sicherstellnng von Weib und Kind haben empfängliche Herzen gefunden. Das Mitgefühl regte sich allenthalben, und es wurde ein Wetteifer entfaltet, woran ebenso sehr die Parteien wie die Regierung teilnahmen, durch die Arbeiterschutzgesetzgebung Abhilfe zu schaffen. Daß nicht mit einem Schlage die Besserung herbeigeführt werden konnte, ist selbstverständlich. Jedenfalls ist sehr viel geschehen, auch auf dem Gebiet der Reform der direkten Steuern. Unsere Industrie hat, auf die Gefahr hin, von den Jndustcieen anderer Länder überflügelt zu werden, die gewaltigen Kosten dieser Gesetzgebung auf sich nehmen müffen; der Mittelstand hat eS neidlos mit angesehen, daß seine eigenen Röte — die wahrlich nicht gering sind! — zurück stehen mußten, daß dem Arbeiter und immer wieder dem Arbeiter geholfen wurde. WaS ist das Ergebnis von alledem? Mit dürren Worten: die Unzufriedenheit ist größer als je zuvor. Der einzelne Arbeiter mag ehrlich zugeben, daß zur Verbesserung seiner Lage viel geschehen ist; die Gesamtheit wird e8 niemals zugeben. Jeder Fortschritt in der Arbeiterschutzgesetzgebung ist durchgesetzt worden nicht mit der Unterstützung derjenigen, denen der Fortschritt nützen sollte, sondern mit ihrer entschiedenen Gegnerschaft. WaS immer vorgeschlagen wurde, eS war nicht das Richtige, eS war nicht das, was die Arbeiter brauchen konnten. „DaS sollen Wohltaten sein? DaS ist eine Last!" So klang eS in vieltausend- stimmigem Chor. Rur die parlamentarischen Führer der Arbeiterschaft waren im Besitz deS „allein echten Ringes"; sie einzig und allein hatten das richtige Rezept in der Tasche, dem Patienten eine unverwüstliche Gesundheit zu geben. Daß eS viele Wege nach Rom gibt, und daß eS schon etwas bedeutet, ein Ziel zu erreichen, auch wenn die Pfade dorthin nicht jedem zusagen, das ließ man nicht gelten. Entweder so, wie wir es wollen, oder garnicht. Die Arbeiterschutzgesetzgebung ist gegen den Willen der Arbeiter erfolgt. Eine ganz ähnliche Bewegung sehen wir gegen die ArbePer- WohlfahrtSeinrichtungen mit rasch wachsender Stärke sich entfalten. Früher hieß eS: „Die Industriebetriebe können nur Gewinne einheimsen. Ob der Arbeiter in menschenwürdigen Behausungen^lebt, ob ihm das bescheidene Glück versagt bleibt, sich an einem G ä r t ch e n zu erfreuen, ob er Lebens mittel zu teuren Preisen kaufen muß, ob er sich die Erfrischung eines Bades, den Genuß eines guten Buches gönnen kann — das alles ist den Unternehmern gleichgiltig 1" Nun, diese Einrichtungen wurden begründet, mit sehr beträchtlichen Mitteln so nett und behaglich als nur möglich geschaffen, freigebige Stiftungen und außergewöhnliche Spenden brachten die Arbeiterkolonien auf einen so hohen Stand, daß mancher Bürger Gott danken würde, könnte er mit den Seinen in nur ähnlich freundlichen Verhältnissen leben. WaS wird jetzt gesagt? Diese Wohlfahrtseinrichtungen haben nur den einen Zweck, dem Unternehmen zn dienen, sie sind eine Schlinge für den Arbeiter, die chn an die Scholle feffelt und ihn verhindert, einen anderswo sich bietenden günstigeren Verdienst zu bekommen. Diese Einrichtungen müssen bekämpft werden I Ist e§ ein Wunder, daß angesichts aller Anzeichen, daß es schlechterdings unmöglich ist, den Arbeitern es recht zu machen — es sei denn, daß man den Führern Blankovollmacht erteilt, die allgemeine Glückseligkeit herzu- stellen, die sicher nur zu bald ebenso grimmige Opposition Hervorrufen würde — ist es ein Wunder, daß im Bürgertum, dem immer wieder „Todfeindschaft" angesagt wird, die Neigung schwindet, noch mehr auf den Tisch hinzustellen, die „Kompottschüssel" noch mehr zu füllen? Außer den Arbeitern gibt es im deutschen Vaterlande noch Millionen und abermals Millionen anderer Leute, die recht sehr nach der Hilfe der Allgemeinheit verlangen, und denen die Sozialreform keine „Kompottschüssel", allenfalls ein Schälchen mit Brot, hingesetzt hat! Im Mittelstand herrscht auch viel Not und Elend. Der kleine Handwerker, der Inhaber eines kleinen Ladens, der Kopfarbeiter in den verschiedensten Berufsarten usw., sie kämpfen vielfach einen weit härteren Kampf um § Dasein, als der Arbeiter, der am Schluß der Woche seinen Lohn in Empfang nimmt. Und wenn der Staat sich mehr nm diese Vernachlässigten bekümmert, so können die Arbeiter ja nur erfreut sein, daß die Gesetzgebung sie für eine Weile nicht durch Laten belästigt.« Unlitische Tagesschau. Verstimmung zwischen Karlsruhe und Berlin. Zu dem Besuch des Prinzen Max von Baden beim Reichskanzler Fürsten Bülow in Baden-Baden erfährt einer unserer Korrespondenten, daß er der Beseitigung einer neuerlichen Verstimmung zwischen den Höfen von Berlin und Karlsruhe gegolten haben soll. Ter'Grund zu den seit einigen Wochen bestehenden Meinungsverschiedenheiten, so schreibt er uns, lag auf militärischem Gebiete. Vor den Manövern fand in Berlin die feierliche Weihen neuer Fahnen statt, wobei auch die Fahne eines badischen Truppenteils mitgeweiht wurde. Die Nagelung dieser Fahne soll abweichend von der preußischer Fahnen vorgenommen worden sein, nachdem hierüber Erörterungen zwischen Berlin und Karlsruhe geschtvebt hatten. De^r Groß- herzog von Baden war der Meinung gewesen, daß er allein die Fahnenweihe für seinen Kontingent vorzunchmcn berechtigt gewesen sei. Eine Folge dieser Meinungsverschiedenheiten war, daß der E r b g r o ß h e r z o g von Baden den Kaisermanöver n in letzter Stunde fern blieb, obwohl sein Kommen schon angesagt war und obwohl die badischen Truppen an den Herbstiibungen teilnahmen. Die Zunahme der Anwälte und die großen Städte. Ai an schreibt uns: Es wurde kürzlich statistisch festgestellt, daß die Zahl der Richter in Deutschland sich in den letzten 22 Jahren um 25 Prozent vermehrt I tt. In derselben Zeit hat aber' die Zahl der Anwälte nt Deutschland in einem unver-- gleichlicl) größerem Maße zu^cnommen, nämlich um mehr als 80 Proz., also um über das dreifache. Seit der Einführung der freien Advokatur, also feit 26 Jahren, beträgt die Vermehrung der Anwälte sogar über 90 Proz. Aehnlich wie bei den Richtern haben die beiden letzten Jahre etne stärkere Vermehrung auch bei den Anwälten gebrockt, als die vorangegangenen Jahre. Freilich ist auch hier die Zunahme bei den Anwälten relativ größer, nämlich 8,3 Proz., während sie bei den Richtern 3,6 Proz. betrug. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Vermehrung der Richterstellen eine dringende Notwendigkeit war, weil die Zahl der Richter der gesteigerten Arbeitslast nicht entsprach und auch heute noch nicht entspricht; die Anwälte aber könnten die auf ihren Stand entfallende Arbeit leisten, auch wenn sie sich in den nächsten zehn Jahren nicht um einen einzigen vermehrten. Daß, wahrend die Vermehrung der Zahl der Anwälte einige Jahre fast stagnierte, jetzt wieder eine rapide Zunahme zu konstatieren ist, erflärt sich einfach daraus, daß seit mehr als einem Jahrzehnt die Zahl der Studierenden der Jurisprudenz außerordentlich gewachsen ist; die Studien in Akzeß je drei Jahre dauern, so macht sich dieses Anschwellen der Studierenden bei den Assessoren und Anwälten erst seit einigen Jahren wieder geltend; in den nächsten Jahren wird es damit noch schlmuner werden, selbst wenn die Zahl der Studierenden wieder zurückgehen sollte. Ja größer aber die Zahl der Asiessoren wird, desto nrehr von ihnen müssen zur Anwaltschaft übergehen, weil die Justiz, die Verwaltung und die städtischen Körperschaften doch nur einen begrenzten Teil der Assessoren verwenden können. Die -starke Vermehrung und damit dieUeberfüllung der Anwaltschaft tritt schon ziemlich stark ber uns in Gießen, wie überhaupt in Hessen und besonders Oberhessen — das Städtchen Nidda zählt z. B. nicht weniger als drei Anwälte —, am schärfsten aber in einer Anzahl großer Städte zutage- Berlin, München, Dresden, Leipzig, Hamburg, Köln, Frankfurt a. M. und Breslau zählen zusammen nicht weniger als 2401 Anwälte; da es rm deutschen Reiche 7863 Rechtsanwälte gibt, so haben also diese acht großen Städte mehr als 3 0 Prozent des gesamten Bestandes an Anwälten. In Berlin hat binnen 26 Jahren die Zahl der Lbrwülte sich von 141 auf 946 vermehrt; es hat also nahezu eine Bersieben- fachung stattgeftmdcn. No,h hat die moralische Qualität des Anwaltstandes durch die Hypertrophie in den Großstädten verhältnismäßig toenig gelitten, aber wenn es mit dieser Ueberfüllung so weiter gehen sollte, wie besonders in den letzten Jcchren, bamt scheint Gefahr im Verzüge. Keer und Ilotie. „Jung Deutschland zur See" ist der Titel eines vom Deutschen-Flottenverein herausgegebenen Albmns. Es enthält 10 in Kunstdruck ausgeführte Bilder unserer Kriegsschiffe, worunter sich von jeder Klasse ein Vertreter befindet. Aus der Innenseite des Umschlags befindet sich eine Liste der Kriegsschiffe, woraus alles Nähere über Größe, Bestückung, Panzerung und Besatzung re. zu ersehen ist. Das Ganze bildet ein vorzügliches Nachschlagewerk. (Deutscher Verlag, Berlin SW 11). Alis Alaöl und Land. Gießen, 7. Oktober 1905. *• Der Konzert-Verein ersucht un8 nochmals, darauf hinzuweisen, daß keine Verlosung der Sperrsitze stattfindet. Die Mitglieder sind vielmehr freundlichst ersucht, vom Montag, den 9. d. M. ab, laut dem bei Ernst Challier ausliegenden Plane, sich die gewünschten Plätze auszuwählen. Der erste Platz erhält die zwei ersten Reihen sowie die stets besonders begehrten Eckplätze mit drei daneben liegenden Plätzen. ** Aus dem Bureau des StadttHeaters. ES sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß morgen Sonntag, den 8. Oktober, die erste Wiederholung des „Kaufmann von Venedig" stattfindet. Darstellung wie Ausstattung haben vor dem ausverkauften Hause der Eröffnungsvorstellung so allgemeinen Beifall gefunden, daß auch die morgige Wiederholung sicherlich ein volles Haus finden wird. Es sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß auch auswärtige Blätter, wie Frankfurter Zeitung, Frankfurter Generalanzeiger u. a. m., sehr anerkennende Berichte über die hiesige Eröffnungsvorstellung brachten. " E i n kleinerRad unfall ereignete sich am Freitag mittag kurz nach 6 Uhr in der Plockstraße. Ein jugendlicher Radfahrer in Uniform stürzte vor dem Bach'schen HauS so unglücklich von seinem Rad, daß er sich nicht wieder erheben konnte und in den Bach'schen Laden getragen werden mußte. Später wurde er in einer Chaise in seine Wohnung verbracht. *♦ Zur Militärturnanstalt wurde für den Kursus vom 1. Oktober 1905 bis Ende Februar 1906 Leutnant Heßler vom hiesigen Infanterieregiment zur Ausbildung kommandiert. ha. Allendorf a. d. Lahn, 7. Okt. Morgen, Sonntag, den 8. d. Mt§., nachmittags, wird Pfarrer Volp von Laubach im hiesigen Zweigverein des Evang. Bundes einen Vortrag halten. Goßfelden, 5. Okt. Gestern nachmittag stürzte ein Dienstmädchen, das in einer Scheune zu tun hatte, so unglücklich von einer Leiter herab, daß eS sich am Kopfe unb, am Arme schwere Verletzungen zuzog. An dem Aufkommen der Verrmglückten, die, wie es heißt, einen Schädelbruch daoongetragen haben soll, wird gezweifelt. (H. Ldztg.) 4- Büdingen, 5. Okt. Gestern nachmittag blieben die Bewohner einiger Straßen ohne Trinkwasser. Es waren die WafferleitungSrohre, da, wo sie über die Pfeiler der alten Brücke am Marktplatz führen, gebrochen. DaS Aufsinden des RohrstrangeS war sehr schwer, da kein genauer SituationSplan von der Wafferleitung besteht. Glücklicherweise konnte in der Nacht der Schaden hergestellt werden. (B. A. Anz.) W. Worms, 6. Okt. Aus Anlaß des heutigen 25- jährigenJubiläumsderSchutzmcrnnschaft fand im festlich geschmückten Rathaussaale ein Festakt statt, an welchem die Spitzen sämtlicher Behörden teilnahmen. S. K. H. der Großherzog hat aus diesem Anlaß dem Vorstand der Polizeiverwaltung Worms, Poli^eikommissar Ludwig Bischoff den Titel „Polizeiinspektor", dem Poliffei- sekretär Wilhelm Orth zu Worms und dem Polizerrevter- kommissär Johannes Greb zu Worms die Krone zum «Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Marburg, 5. Okt. Gestern abend, bald nach Durch-, fahrt des Personenzuges Nr. 778, fanden Bahnbedienstete in Km. 58,8 zwischen den Stationen Schlierbach und Treysa einen Mann zwischen den Geleisen, der schwere Verletzungen im Gesicht aufwieS. Derselbe ist aller Wahrscheinlichkeit nach von der Plattform eines Wagens des Personenzuges 778, auf der er sich unerlaubterweise auf» gehalten hat, herabgefallen und so zu Schaden gekommen. Er ist alsbald nach der Anstalt Hephata überführt worden, wo er jedoch heute verstorben ist. Der Verunglückte ist nach einer anderen Meldung der Lehrer a. D. OchS in Homberg a. d. E.) ss Biedenkopf, 6. Sept. In dem nahen Dörfchen Eifa wurde gestern das zweijährige Söhnchen des Landwirts Reibert durch einen infolge eines Windstoßes um» geworfenen Torflügel in Gegenwart seines Vaters erschlagen. Der Tot trat sofort ein. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 7. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 8—S Via. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg„ Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käfematte2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liter SlPfg^ Linsen pr. Liter 82 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80—0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 60—75 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 72—82 Pfa^. Kuh-und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweine- fieisch pr. Pfund 76—86 Pfg., Schrveinefieffch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Welsche per Pfund —Kartoffeln pr. 100 Kg. 4,50—5,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Pfund 10 bis 25 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 35—40 Pfg., Zwetschen per Zentner 6—7 M., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0,08—0.10 Mk* Marktzeit 8—2 Uhr. Gießen, 6. Okt. Biehmarkt.- Bei dem am 3. und 4. Okt. d. Js. stattgehabten Markte waren aufgetrieben 1148 Stück Rindvieh, 715 Stück Schweine. Der nächste Markt findet am 24. und 25. Oktober statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt. Familien-Nachrichten. Gestorben. Herr Karl Rohl, Hirzenhain. Wetter Bew. Himmel Höchste Temperatur am 6. Oktober + 11,96 C. Niedrigste „ „6. „ 4- 6,19 „ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Königlich Preosiloche Staats-Medaille schwarze weisse farbige tn unonglefchiid) reicher Äu-wahl. 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Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—7 Zimmern Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar sür eine Wohnung mit einem jährlicheii Dtietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis oOO Att. em- schließlich 0,50 9)Zf., imb von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; auyer- oem ist ’üt jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zii hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden ersolgt die Verncitteluiig unentgeltlich. _________________________B 22 wohnliches Angebot. Enorme Auswahl. M Ü. 5,000 vollbezahlte auf den Inhaber lautende Aktien No. 1—1200 Frankfurter Hof der Jel S ngesellschaf t in Frankfurt am Main. Unter der Firma Frankfurter Hof Aktiengesellschaft“ wurde am 9. März 1899 eine Aktiengesellschaft mit dem Sitze in Frankfurt a. M. errichtet - - ■’ä!1; L SBS; KÜSSiw-.. “e-yw.B.ai! Lit F No 63t1 samt allen darauf stehenden Gebäulichkeiten nebst allen An- und Zubehörungen, mit allen Inventareinrichtungen, zum Zwecke des Fortbetnebs des unter dem Namen „Frankfurter Hof- daselbst stattgehabten Geschäftsbetriebs. Der Geschäftsbetrieb umfasst auch die Fortführung der Lohnwascherei und des Weinhandels. Die Dauer der Gesellschaft ist aut eine bestimmte Zeit nicht beschränkt. , , Das Grundkapital ist auf Mk. 1 200 000 festgesetzt, eingeteilt in 1200 auf den Inhaber lautende vollbezahlte Aktien, jede zu Mk. 1000.-, welche mit tort. laufenden Nummern von 1—1200 versehen sind und die facsimilierten Unterschritten eines Vorstandsmitglieds und eines Mitglieds des Antsichtsrats, sowie die unte - schritt eines Kontrollbeamten tragen. , „„ rin-.«.*«.-. Dividendenscheine, welche innerhalb 4 Jahren nach Ablauf des Jahres, in welchem sie fällig geworden, nicht zur Einlösung kommen, sind zu Gunsten Gesellschaft verjährt und kraftlos. . . . -. _ .. . , Die Gesellschaft hat alsbald nach erfolgter Erwerbung der vorstehend bezeichneten Liegenschaft ein durch erste gerichtliche fiypotkekaui ihren gesam Grundbesitz nebst Einrichtung und Zubehör sichergestelltes, zu 4% verzinsliches, ä 105% rückzahlbares Anlehen im Betrage von Mk. 3 000 000.-^- autgenommen. Das Anlehen wird bis spätestens 1954 vollständig getilgt. Als Pfandhalter für diese Hypothek fungiert die „Pfälzische Bank“ in Frankfurt a. M. Im Jahre 1904 wurde zur Tilgung der schwebenden Bankschuld die zum grössten Teil durch Aufnahme der Mittel für umfangreiche Aenderungen, Umbau der Parterre-Räumlichkeiten für Schaffung moderner Restaurationsräume etc. entstanden war, eine zweite Hypothek von Mk. 600 000 verzinslich mit 4%% aut funt Jahre, also bis zum Jahre 1909 aufgenommen. . . Die Dividenden, Coupons und verlosten Obligationen sind bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M., der Pfälzischen Bank und bei dem Bank- hause L. & E. Wertheimber in Frankfurt a. M., bei der Dresdner Bank in Dresden und Berlin und ihren sämtlichen Niederlassungen, und bei der Pfälzischen Bank in Ludwigshafen a. Rh. und ihren sämtlichen Niederlassungen zahlbar, woselbst auch kostenlos die Aushändigung neuer Dividendenbogen, die Ausübung von Bezugsrechten, die Ausreichung neuer Aktien und die Hinterlegung der Aktien zu den Generalversammlungen erfolgt. Der Aufsichtsrat besteht aus wenigstens drei und höchstens neun Mitgliedern, welche von der Generalversammlung gewählt werden. Die Wahl des ersten Aufsichtsr&ts galt, da das erste Geschäftsjahr auf einen kürzeren Zeitraum als ein Jahr seit Eintragung der Gesellschaft zum Handelsregister läuft, bis zum Ablauf des am Ende dieses Jahres laufenden Geschäftsjahres. Die Amtsdauer jedes künftigen Aufsichtsratsmitgliedes beträgt vier Jahre, das heisst, sie darf den Zeitraum der Wahl bis zum Schlüsse der vierten auf die Wahl folgenden ordentlichen Generalversammlung nicht übersteigen. Der Aufsichtsrat bezieht, neben Ersatz seiner Auslagen, für seine Mühewaltung alljährlich den Betrag von Mk. 4000.—, welcher jedoch auf die ihm zustehende Tantieme von 10% in Anrechnung zu bringen ist. Der Aufsichtsrat besteht zur Zeit aus den Herren: Rechtsanwalt und Notar Dr. Moritz Passavant, Frankfurt a. M., Vorsitzender; Stadtrat a. D. Anten Herkheimer, Frankfurt a. M., stellvertretender Vorsitzender; Bankdirektor Carl Arnold, Homburg v. d. H., Huteidirektor Otto Hillengass, Wiesbaden, Johannes Lemke, Rentner, Frankfurt a. M., Cäsar Ritz, Hotelbesitzer, Paris, Rechtsanwalt Dr. Leo Rosenstein, Frankfurt a. M. Vorstand der Gesellschaft in Sinne des Gesetzes ist die Direktion, welche nach Ermessen des Aufsichterats aus einem oder mehreren Mitgliedern besteht. Die Direktoren werden durch den Aufsichtern bestellt und entlassen. tt .. Dasla Vorjahr ge»en6be Frau V ersithenmg Stenern . , ' Betriebsausgaben Zinsen-Konto . Abschreibungen Gewinn-Vortrag a Gewinn in 1904 Anf ( tök. 8,21 ■* Ba«iel Die s Wetd der Ibli D,,z Bei de Ueber hen Sl D16 Äl Dr an der zur 9,50 ' )) 4) An Dividenden zahlte die Gesellschaft für n Won 439. Passiva. Bilanz pl 24 1 140 170 64 22 557 74 40 887 11 124 864 4 954 535 I 31 Verlust-Konto p~r 31. Dezember !9(>t Haben. Soll. pf. ML chaft 1 126 908 59 59 1 126 908 Frankfurt a. 31., den 30. September 1905. Frankfurter Hof Aktiengesellschaft. R. Hofmann. G- Gottlob. Die Subskription findet hv’/u L. & B. WerUieimber, Pfälzische Bank. $ 81. Dezember 1004. bei der bei der den der 1900 1901 1902 1903 1904 567 996 9 034 17 163 49 261 r> n n folgt: 95 61 Mk. 2 982 600 30 40 65 23 Versicherung .... Steuern . . . . . . Betriebsausgaben . . . Zinsen-Konto .... Abschreibungen . . . Gewinn-Vortrag aus 1903 Gewinn in 1904 . . . >• 7) sich wie durch LUS. < 2,75 » 3,90 » 5,50 Anwer jang. Der 1) 2) 3) Grundstuck-Konto Gebäude-Konto . . Zugang Vortrag aus 1903 .... Miete feingegangene Ladenmiete) Betriebseinnahmen 5°/° 0% 5% 5% 5% Frankfurt a. M., den 7. Oktober 1905. Dresdner Bank in Frankfurt a. N. 5% Abschreibung ..... Niederdruckdampfheizungs-Anlage-Konto . . Zugang ......... Aktien-Kapital-Konto Obligationen-Konto Hypotheken-Konto Verloste Obligationen-Konto: Gekündigte und noch nicht erhobene Obligationen ............. Obligations-Zinsen-Konto bis 31. Dezember 1904 ....... Noch nicht eingelöste Coupons . . . . . Kreditoreu-Konto .......... Reservefonds-Konto Gewinn- und Verlust-Konto: Vortrag aus 1903 Gewinn in 1904 Abschreibungen . . Versicherung, vorausbezahlt . . Kasse..... . . . . Debiforen-Konto Vorräte: Wein etc • Wirtschafts-Vorräte . . jener MM 1 Touveustrake 30 jechte, Barsche, M Aale in allen Größen 1 billigsten Preisen am il Platze 06750 n n T) Die Bilanz per 31. Dezember 1904 stellt Aktiva. KmW, i Harte Formen, Feder«, »en, Bauder re. in reicher vahl zu mäßigen Preisen. LaMach Modisttu, rvüglUvW,Wetzstemstr.8S. ich das Aularbeiten alter wird bestens besorgt. (06690 3 010 75 312 Zur Zeit, bilden den Vorstand die Herren Georges bottluu und Richard Hulmann, beide m L-rankulri a. M Die ordentliche Generalversammlung der Aktionäre findet alljährlich innerhalb sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres statt und wird durch einmaliges Ansschreiben in den Gesellschaftsblättern, welches mindestens drei Wochen vor dem Versammlungstag erscheinen muss, berufen; das Ausschreiben hat jeder Zeit auch len Zweck der Generalversammlung (Tagesordnung) bekannt zu geben. Tn derselben Weise erfolgt die Berufung jeder ausserordentlichen Generalversammlung. . Der Aufsichtsrat kann in Fällen, welche ihm dringlich erscheinen, die Einberufungsfrist auf die geringste gesetzlich zulässige Dauer herabsetzen. uSesi OMobsr* a. c. Brosdnor Rank in Frankfurt a. M. und deren Depositenkasse und Wechselstube Rossmarkt 14, Pfälzischen Bank in Frankfurt a. M. und deren Wechselstuben und Depositenkassen: Zeil 68, Trierisch gasse S, Kaiserstrasse 74 und. Sachsenhausen, VV allstrasse 10, bei dem Bankhause L. & E. Wertheimber in Frankfurt a. M. nach der genehmigten Bilanz sich ergebende Reingewinn ist wie folgt zu verwenden: . 50/ sind in den Reservefond so lange einzustellen, als derselbe den zehnten Teil des jeweiligen Aktienkapitals nicht überschreitet; von dem alsdann verbleibenden Betrag sind bis zu 4% auf das eingezahlte Aktienkapital als Dividende an die Aktionäre zu verteilen; von dem übrigen Reingewinn sind 10% als Tantieme an den Aufsichtsrat zu überweisen, sowie den Direktoren und Angestellten laut ihren Anstellungsverträgen zukommenden Tantiemen auszuzahlen; . . . der üeberrest steht zur Verfügüng der Generalversammlung, welche namentlich auch die Bildung und resp. weitere Dotierung von Spezialreserven be- Auf Grund des vorstehenden Prospekts sind 8 200000-voBlbezahBte asaf «ZT»? Bnfraber lautende Aktien No.6-1200 9 9 der Frankfurter Hof Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. tt 1 a xr +• a bincin-on Ratsp rno-plassen worden und werden unter folgenden Bedingungen von uns zur öffentlichen Subskription aufgelegt, zum Handel und zur Notierung an der hiesigen Börse zngeiassen woiueu uuu n o BezngSsrhechteenzukaGunsten der ersten Zeichner und anderer Personen bestehen nicht; ebensowenig sind besondere Vorteile zu Gunsten einiger Aktionäre bedungen Erwerbungsrechte Dritter gegenüber dem Unternehmen bestehen nicht. . , . 4 ° ' Im Jahre 1901 haben grosse bauliche Veränderungen stattgefunden, die die Einnahmen, besonders für Logis ungünstig beeinflussten, wodurch das Erträgnis wesentlich geschmälert wurde. In den drei letzten Jahren sind keine Bau- oder Betriebsstörungen eingetieten, durch welche die Ertragsfabigkeit des Unternehmens längere Zeit beeinträchtigt worden ist. Gründungskosten sind der Gesellschaft nicht erwachsen. das Geschäftsjahr 1% Abschreibung . . Lift-Konto Zugang AJk /ekanntmachungeT^rfoigen durch den Aufsichtsrat oder den Vorstand unter der statutengemäss verordneten Unterschrift mittels Einrückens in Deutschen Reichs-Anzeiger und in die Frankfurter Zeitung. Sofern nicht öftere Publikation durch das Gesetz oder das Statut vorgeschrieben ist, bedarf es nur einmaligen ®®^nntmMhung^sjahr endiffte am 3L Dezember 1899, in der Folge läuft das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr . Die Direktion hat spätestens am 1. Mai jeden Jahres die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und einen den Vermögensstand und die Verhältnisse Gpqplkrhaft entwickelnden Bericht dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorzulegen. ° Inventarium und Bilanz werden auf den 31. Dezember jeden Jahres angefertigt. Für die Aufstellung der Bilanz kommen die gesetzlichen Vorschriften während StüS bar h Eigneten Wertpapieren. 5% Abschreibung Inventar » . . Zugang . . . Vorjahr ‘ ' nkfart a. «■ errichtet 3aft des tei und des Weinhandels. t ihren gesanlten ster 1^ f dje der vierten Pf. Mk. 1 110579 41 107 Pf. 70 41 1 151 687 11 11 516 87 23 534 — 210 88 23 744 88 1 187 24 42 310 57 729 15 43 039 72 2151 98 514 543 72 129 338 92 64 i 882 64 75 886 34 107 975 24 16 888 87 I Mk. PL Mk. 1 200 000 2 901 000 600 000 PL 6 499 — 38 680 .. — 1 242 — 39 922 — 112 964 68 15 826 07 3 010 95 | 75 312 61 78 323 56 ! 4 954 535 131 Mk. Pt 3 010 95 24 179 18 1099 718 46 Mk. PL 4 825 31 9 884 12 795 527 09 146 868 98 91 479 53 78 323 56 Die II. Stage meines Hauses Seltersweg Nr. 70, bestellend aus 8 Zimmer« nebst Zubehör, seither von Herrn Fritz Nowack bewohnt, ist onberroeitjm verm. 4008) Eberl». Metzger. | 6 Zimmer Alicestratze 26 ist der 8. 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