Nr. 6 Zweites Blatt 155. Jahrgang NotattonSdruck unb Hi erlag öer Brühl Iche» UntoerfttätSbrucferet UL Lange Dtetz«. Redaktion. Expedition a. Druckerei: Schulftr.f. Lei. Nr. 6L Leiegr^-Adr. i Anzeige* GietzeM Grlcheint «glich mti vn-nahme des Sonntag». Die ^Siehener Familienblätter- werden dem ,yn^etqei otermal wöchentttch beigelegt. Der mhekstl^r £anöwur erichemi monatlich einmal. _ .. _ Samstag?♦ Januar 1905 Gletzener Anzeiger General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Aus Südwellafr.La. Reue Kämpfe. Bersin, 6. Jvn. (Amtlich.) General von Trotha meldet ans Windhuk unterm 5. Januar: Oberst Deimling beabsichtigte am 4. Januar die Gochas konzentrisch anzugreifen mit der Abteilung Meister (4., 5., 7. Komp, und Batterie Stähl'» den Auob abwärts, mit der Kompagnie Ritter und der Halden Batterie Stuhlmann von Gibeon über Goamus und mit der Abteilung Lengerte (8. Komp, und 8. Batterie) von Koes über Persip. Major Meister stieß bereits am 1. Januar um 6 Uhr abends bei S t a m p - rietfontein auf 500 bis 600 Hottentotten. Diese hielten trotz wiederholter Bajonettangriffe bis 9 Uhr 30 Minuten abends nach Eintritt völliger Dunkelheit Stand und zogen sich erst unter dem Schutz der Nacht auf beiden Ufern des Auob in der Richtung auf Gochas zurück. Meister folgte am nächsten Morgen. Die Verluste des Feindes, welche b e d e u te n d gewesen sein müssen, sind noch nicht festzustellen gewesen. Der Hererokapitän' Friedrich von Omburo gab am 4. Januar zu Omarnru seine Gewehre ab. Seine Werft will diesem Beispiel folgen. Bis jetzt sind 50 Männer und 150 Frauen in Omarnru zugelaufen. Unser englischer guter Freund und getreuer Nachbar. Tie „Köln. Ztg." bringt folgende, offenbar auf amtlicher Auskunft beruhende Note: Die Behauptung, daß Hottentotten und Bastards aus der Kapkolonie in Trupps die Grenze überschreiten, um ihren Stammesgenossen in dem Aufstand gegen die Deutschen zu helfen, und daß diese Angelegenheit jedenfalls auch schon in Berlin im Auswärtigen Amt zu diplomatischen Verhandlungen in Erwägung «gezogen sei, entbehrt, wie wir hören, des tatsächlichen Hindergrundes. Es ist nichts darüber bekannt geworden, daß die Aufständischen in beträchtlichen Masse aus dem englischen Südafrika Zulauf erhalten. Der Räuberbande des Morenga, zu der von allen Seiten kriegt- und beuteln uig^s Gesindel stößt, werden auch sicherlich einzelne Leute ans den naheliegenden Gebieten der Kapkolonie zulaufen. Ties würde aber auch von einer starken englischen Grenzwache bet ernstlichem Bemühen nicht verhindert werden können. Aber der llmstand, daß Hendrik W i t b o i, dem sicher die feigen, hinterlistigen Mordtaten seiner Stammesgenossen gegen wehrlose Europäer in erster Linie mit zur Last zu legen sind, anscheinend auf englischem Gebiete eine Zuflucht gefunden hat, weist wieder einmal energisch darauf hin, wie notwendig es ist, daß die in Aftika kolonisierenden europäischen Mächte internationale Abmachungen treffen, damit nicht die Verfolgung verbrecherischer Eingeborenen an den Grenzen der kolonialen Gebiete Halt zu machen gezwungen ist. Hoffentlich wird dieser Einsicht entsprechend nun auch von der deutschen Regierung gehandelt. Bedauerlich ist die Meldung, daß Witboi, anstatt gefaßt und gehängt zu werden, nunmehr wahrscheinlich auf englischem Gebiet sich seiner Mordtaten freut. Die ZZergarbeiteröewegung im Mvhrrrvier. Langendreer, 6. Jan. Heute fand hier eine Belegschaftsversammlung der Mittagsschicht der Z"che Bruch st raße statt. Dietz berichtete über die Verhandlung der Kommission und nannte das Verhalten der Zechenverwaltung eine Herausforderung. Husemann-Bochum kritisierte bas Verhalten der Zechen- verivaltung. Ein italienischer und ein polnischer Redner erklärten, daß bei einem eventuellen Streik die polnischen und italienischen Arbeiter sich mit den deutschen solidarisch erklären würden. Ein anderer Redner machte die Mitteilung, daß Mülheim sich bereits Militär gesichert habe und bei Ausbruch eines Streikes auch hier in Langendreer binnen vier Stunden Militär zur Hand habe. Der Vorsitzende des Bergarbeiterverbandes, Reichstagsabg. Sachse, erklärte, daß die Verlängerung, der Schichtzeit nicht nur für das Ruhrgebiet, sondern für den ganzen Bergbau in Frage kornme. Er schlägt folgende Resolution vor: „Die Belegschaftsversammlung protestiert nochmals gegen das Verhalten der Zechenverwaltung, sodann protestiert sie auch gegen das Verhalten des Betriebsverwalters Knepper, der die Kommission geradezu durch sein Wiederbestellen und Hinziehen vernarrte. Die Versammlung protestiert ferner gegen das Vorenthalten der Kohle an Belegschaftsmitglieder. Sie betrachtet auch dieses als eine Provokation. Die. Versammlung erwartet von den Vermittelungsverhandlungen vor dem Oberbergamt in Dortmund die Zurücknahme des Anschlages, da die Belegschaft verlängerte Seilfahrten nicht anerkennen wird. Mag es biegen oder brechen: wir wollen den Frieden, aber unter keinen Umständ en verlängerte Schich t." Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Dortmund, 6. Jän. In den Verhandlungen bezüglich der Angelegenheit des Anschlages auf Zeche Bruchstraße, an welcher der Reichstagsabg. Sachse und das Vorstandsmitglied des deutschen Bergarbeiterverbandes Husemcmn teilnahmen, lehnte das Oberberg amt die Vermittelung ab und v erwies die Belegschaft an das Einigungsamt des Berggewerbegerichts. Bochum, 6. Jvn. In der zwe i ten B ele g s ch a f t s- Versammlung der Zeche Bruchstraße hntrbe die Resolution gleichfalls angenommen. Das zuständige Einigungsamt, an welches das Oberbergamt die Kommission verwiesen hat, ist in Witten. Dre Belegschaft soll Samstag zur Stelle sein. Wenn die Kohlcnscheine nicht wie ftüher abgegeben werden, soll die Einfahrt unterbleiben. Essen, 6. Jan. Die Belegschaft 25 der Zeche Herkules hält am Sonntag Versammlungen ab. Es besteht die Hoffnung, den wegen der Maßregelung des Knappschaftsültesten Wagner entstandenen Konflikt friedlich beizulegen. Volitilche Tagesschau. Für ein Tobakmonopol sucht nun auch die .Deutsche TageS.stg.* Stimmung zu machen. Das Organ des Bundes der Landwirte stellt die Reichs-Regierung als viel zu zimperlich hin bei der Inangriffnahme neuer Steuerprojekte. Die „Deutsche Tagesztg." ruft wie folgt nach einem starken Mann für die Durchdrückung neuer Steuerprosekte: „Durch einen Teil der linksliberalen Preise geht ein Artikel, der in der Beiürchtung ausklingt, daß ein Tabakrnonoool nicht außerhalb des Bereichs des Möglichen liegen könnte. Es ist eigentlich überflüssig, besonders itnb ausdrücklich hervorzubeben, daß derartige Befürchtungen ganz uud gar unbegründet sind. Eine Ne-- gierung, die nur die Kunst des Möglichen versucht und innere Krisen grundsätzlich und mäalichst meiden will, kann nicht aus den Gedanken fommcn, die Eiwübrung des Tabaknwnapols zu fordern. Dazu gehört eine Nervenstärke und eine Entschiedenheit, deren Vorhandensein heute wohl niemand bebauvten wird. Soviel ist ja zwestelles richtig, daß, wenn der Tabak unbedingt mehr hinten müßte, das Tabakmonopol ein kleineres Hebel sein würde a l s die Erhöhung der Tabak Ü euer. Aber wir sind und bleiben der Meinung, daß es, wenn man nur suchen und .mgrei'en will, andere einwandfreiere Sleuerobjekte gibt, als den Tabak." Aas Stadt niiö la"d. Gießen, den 7. Januar 1905. * * Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Groß Herzog haben den Oberlehrer am Gpmnasium und der Oberrealschule pt Worms, Dr. Rebb, auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen. — Nachdem der Brasilianische Vizekonsul in Mainz mit Genehmigung der brasilianischen Negierung den Kausmann Goebel in Mainz zum Brastlianischen Handelsagenten daselbst bestellt hat, ist der Genannte in dieser seiner Eigenschaft anerkannt und zugelassen worden. • • Provinzialausschuß-Sitzung. Am nächsten Mittwoch, vormittags, findet eine Sitzung des Provinzial- Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgendcr Tagesordnung statt: 1. Gastwirtschaft des Helfrich Reichard von Himbach, hier Antrag auf Entziehung der Konzession. 2. Zurücknahme des der Elisabethe W e i g a n d von Ober-Widders- beim, jetzt in Rommelshausen erteilten Wandergewerbescheins. 3. Zurücknahme des dem Wilhelm Weigand von Ober- Widdersheim, jetzt in Rommelshausen erteilten Wandergewerbescheins. • • DieMeldepflicht. Wie aus einer Bekanntmachung deS Großh. Polizeiamts zu ersehen ist, werden die Bestimmungen über die Meldepsticht hier vernachlässigt. Namentlich wird in vielen Fällen die Anmeldung der von auswärts zuziehenden Ehefrauen unterlassen. Auch verspätete Meldungen, hauptsächlich der Wegzüge, sind bisher in größerer Zahl zu bemerken gewesen. Der Eintritt militärpstichtiger Personen zum aktiven Dienst und umgekehrt die Rückkehr in den elterlichen Haushalt oder die frühere Stellung wird vielfach nicht gemeldet. Wir weisen deshalb darauf hin, daß jede Person, welche in Gießen zu- oder wegzieht oder ihre Wohnung verändert, alsbald dem Polzeiamt Mitteilung zu machen hat. Wird diese Meldung unterlassen, so ist derjenige, welcher dem Zu- oder Wegziehenden Wohnung oder Unterkommen gewährt hat, zur Meldung verpflichtet. Ferner ist jeder Dienst- bote oder gewerbliche Arbeiter, sobald er in einer Stelle eintritt, oder sie verläßt, zur Meldung verpllichtet, und falls diese Personen die Meldung unterlassen, sind die Gewerbetreibenden selbst oder die Dienstherrschaften dazu verpflichtet. Um sich vor Strafen zu schützen, ist deshalb in Zukunft geboten, die Bestimmungen der Meldeordnung, wie sie in dem amtlichen Teil zum Abdruck gebracht sind, genau zu beachten. * • Konzertverein. Ondrieek-Konzert. Aus der neuesten Zeit liegen uns Berichte aus Darmstadt, Karlsruhe, Baden-Baden und Berlin vor. Ueberall wird seine bewunderungswürdige Technik anerkannt, vor allem aber, daß er ein tiefer echter Künstler ist, dem jede Effekthascherei' fernliegt. Seiner Geige entlockt er, schrieb man in Darmstadt, eine Welt überirdischer Harmonien bei absoluter Reinheit des Striches unb vollendetem Adel der Auffassung. Sein durchgeistigtes Spiel hat in Herrn Josef Fa m era einen ebenbürdigen Partner, der die Begleitung auf das künstlerisch beste aus- sührt unb in seinen Solostücken den stürmischsten Beifall de8 Publikums gewinnt. Alles in allem steht uns ein ganz außerorbentlicher Genuß bevor, so daß jedermann diesem Rivalen eines Sarasate, dem er dazu an männlicher Kraft unb Vornehmheit überlegen ist, sicherlich ein ausgezeichnetes Angebenken bewahren wirb. Lau dach, 6. Jan. Dem „Gr. Anz." wirb mitgeteilt, daß mit Wirkung vom 1. Januar 1905 durch Entschließung der Vormundschaft des derzeitigen minderjährigen Chefs des gräflichen Hauses Solms-Laubach der gräfliche Kammerrat Bröckelmann auf sein Nachsuchen von den Geschäften bes Leiters bcr gräflichen Generalkasse unb Mit- gliedS der gräflichen Nentkammer entbunden und in den Ruhestand versetzt, unb bem Großh. GekichtSasseffor Birnb a u m unter Ernennung zum gräflichen Kammcrdirektor die Leitung der gräflichen Nentkammer unb Generalkaffe übertragen worben ist. Wormv, 6. Jan. Mit einem Neubau hat mau die alte ^Ntarti nspf orte" wieber aufleben lassen. Diese stand am nördlichen Ende der alten Befestigung und verschloß den Zugang zur Hauptstraße, der in ihrem heutigen Zuge schon zu Römerzeiten vorhandenen jetzigen Kämmererstraße. Die neue Martinßpforte gibt den alten Baugedanken im wesentlichen wieder. Ntußte auch der ganz andere Zweck deS Neubaues, in welchem sich im Erdgeschoß Geschäftsräume befinden, während die Obergeschosse zu Wohnräumen auS- gebaut sind, mitbeftimmenb auf die äußere Gestaltung einwirken, so sind doch namentlich in dem an der Straßenkreuzung siebenden Turmbau die Hauptmotive des alten Stadttores wieder verwendet. Die spitzbogige Durchbrechung des Erdgeschosses, der reichgeschnitzte offene Erker aus Eichen- holz, wie der weitere Aufbau mit einem prächtigen in Stein gehauenen Stadtwappen, daneben die den Uebergang zu den rückwärtigen Bauteilen vermittelnden Erkertürme, lassen die alte Martinspfotte in frischer, moderner Auffassung wieder aufleben. Die Fassaden des Turmes, sowie das ganze Erdgeschoß, die Fenster und Giebelumrahmungen sind in rotem Pfälzer Sandstein ansgesührt. Der Neubau ist von der Stadt Worms errichtet unb wurde vom Stadtbauarn^ entworfen unb ausgetührt. Hanau, 5. Jan. Aus Hörst ein wirb berichtet, daß dort aus einem Postwagen ein Wertstück von etwa 1500 Mk., enthaltend gerolltes Silbergelb, cntroenbct worden ist. Das gestohlene Wertpacket enthielt eine Vorschußlieftrung der Postbezirkskasse für die Postagentur Wasserlos. Der Inhalt bestand aus 1000 Mk. in Fünfmarkstücken unb aus 500 Mk. in Kronen. Der Diebstahl erfolgte abends um Uhr, als der Postwagen zur Abfertigung vor bem Postgebäude hielt. Mit dem Postpacket ist gleichzeitig auch der von Dettingen nach Wasserlos bestimmte Postbeutel verschwunden. — Der landwirtschaftliche Kreisverein Schlüchtern beabsichtigt, die Errichtung eines Kornhauses für den Kreis Schlüchtern in die Wege zu leiten. (Sin Aaubmord in Merlin. Berlin, 6. Jan. Schon wieder ist mitten in einem lebhaften Stadtteil der Reich sh auptstadt ein Kapitalverbrechen verübt worden. In der Wilhelmshavenersttaße wurde in der Nacht die Hauseigentümerin und Zigarrenhändlerin Witwe A u g u st e Sinnig geb. Heinrich in ihrem Hanse eruwrdeh und beraubt Frau Sinnig, die 1858 zu Kirchhain (Kurhessen) boren wurde und schon länger verwitwet war, erwarb lhrj Haus vor sieben Jahren und betrieb durin ihr Zigarren- qeschäst. Sie wohnte für sich allein hinter dem Laden. Ein Bruder von ihr betreibt in ihrem Hause einen Sarg- han bei. Gestern abend schloß die Frau wie gewöhnlich ihren' Laden und ging dann weg. Wett ist sie wahrscheinlich nicht gegangen, denn sie truq zu dem graukarrierten Kleide, das sie im Laden angehabt hatte, keinen Hut, sondern nur ein schwarzes Kopftuch Wann sie zurückgekehrt ist/ weiß man bis jetzt nicht. Heute morgen wunderten sich ihr Bruder und andere Hausgenossen, daß sie ihren Laden nicht aufmachte. Als man öffnete, fand man die Frau in einer großen Blutlache ermordet vor dem Ladentische liegen. Die Revierpolizei benachrichttgte die Kriminalpolizei, deren l5hef alsbald mit vielen Beamten und der Kommission für besondere Vorkommnisse am Tatorte erschienen. Bald kamen auch Erster Staatsanwalt Steinbrecht und Gerichtsarzt Dr. Stürmer. Die Besichttgung der Leiche ergab, daß Frau Sinnig von dem Mörder durch Beilhiebein den Kopf rtteder- gestteckt und getötet wurde. DaZ Kopftuch war nach dem Genick zurückgescholben. Die Hande hatte das Opfer wie zum Schutz emporgestreckt. Die Hnlbschuhe waren von den Füßen gestteift. Die linke Wange zeigte in der Höhe des Jochbeins eine klaffende Wunde mit glatten, schmsen^ Rändern. Die Wrmde ist sieben Zentimeter lang und geht durch den Knochen. Sie rührt von einem Beil oder Hackbeil her. An der Sttrn besinden sich zwei ebenfalls scharfrandige Verletzungen. Die Ladenkasse war erbrochens und ihres Inhaltes beraubt. Die Ermordete lebte in guten und wohlgeordneten Verhälttttssen. Es ist cmtzw- nehmen, daß sie ihre Hypothekenverbindlichkeiten schon vor Weihnachten geregelt und aus den letzter: Mietenmehrere tausend Mark zu Hause hatte. Die Ermittelungen ergaben Zunächst, daß die Schuldienerfrau der dem Hanse gegenüberliegenden Schule in der Nacht gegen 1 Uhr in dem Sknnigschen Hanse laute Rufe hörte, ohne darauf weiter zu achten. Es wurde auch festgestellt, daß in der Nackt in dem Hause Licht brannte, das durch die Fugen des Rollvorhanges schimmerte. Die der Mörder in den Laden gekommen ist, steht noch nicht fest. Der Laden hat an der ©trage ein Schaufenster und eine Tür. Der Raun' ist durch einen Vorhang in zwei Teile geteilt. Der hintere Teil, ein Aufenthaltsraum, grenzt an einen Korridor, dessen Tür zürn Treppenaufgang des Hauses führt. Dahinter liegt nock) eine Art Berliner Zimmer mit dem Bett und den anderen Möbeln der Ermordeten. Wabrsckeinlick hat der Mörder die Korridortür mit einem Nachschlüssel geöffnet oder e,r ist der Ermordeten bei der Rückkehr gefolgt. Die Kriminalpolizei setzt für zweckdienliche Mitteilungen zu seiner Ermittelung eine Belohnung von 1000 Mark au5, die ausdrücklich nur für Privatleute bestimmt sind, nü’1- für die Polizeibeamten. c-H’tidMgfflitt. tb. Gießen, 7. Jan. Wegen Uebersckreituitg bc£ 3 ü cht i gü n g Src ch t e s in zwei Tüllen stand gestern ein Volks- s ch n l l e h r e r cnS dein Kreise Schotten vor der Sttafkammcr. Ter Angeklagte, dem bn-3 Zeugnis eines tüchtigen Schulmannes oegeb'n wird, der allerdnrgs etwas hitzig sei, ist bereits wegen der glcich'n Tat mit einem Verweise von seiner Vorgesetzten Hörde besttast worden. Trotzdem hat er ein neunjähriges Mädchen, von dem er behauptet, es sei faul und unmifmerksam, uud welches in der Heimatskunde eine Fraae nicht beantnnntcn konnte, mit dem starken Ende eines fingerdicken Rohrstockes derart über die Schulter geschlagen, haft, wie dessen Angehörige bekunden, rote Striemen an der Stelle sichtbtir würben; der Pfarrer will nur noch eine gerötete Haut am andern Ttrge iwBraenontmm hakvn Trr Vermittelung des Geistlichen gelang es, die Eltern des Mädchens davon abzuhalteu, vorerst Anzeige zu erstatten. Der CVIfl- liche nahm aber ans Anlaß dieses Falles Veranlassuna, den Lehrer zu ermahnen, füt die Folg ba.-? ZüchttgungsreäTt vorsichtiger auSzuüben, oder am besten libcrbanpt nicht zu schlagen. verwendet *<< berje Kauft nur Der neue Katalog der Firma M. Wollucr's Möbeltischlerei (Rachf.), Berlin Molkeumarkt 3b. ss0/1 Unter ben — zum Teil sich eines Weltrufes erfreuenben — größeren Berliner Möbclfttmen nimmt die Firma M. Wollucr's MöbeUkschlcrei (Nachf.), — soweit man den Maßstab an ben Umfang ihres Geschäftsverkehrs direkt mit den Konsumenten an- legt — einen ersten Rang ein. Diese il-re Rangstellung verdankt die Firma außer der allgemein Mannten Beliebtheit Berliner Möbclfabrikate natürlich in erster Linie dem Grundsatz engster Reellitat, aber auch nicht minder dem Umstande, daß sic den Bestrebungen der Neuzeit dahingehend — selbst die besckleidenften Junenruume möglichst individuell aus zustatten — noch in sollten tlhny Zeit daraus behandelte der Angeklagte den Bruder des «ißhcnrdelten Mädchen, nach dessen Darstellung, mit der Faust «cht nnmeiiscküicb Der 11jährige Hans konnte in der Raumlehre eine Frage nicht ^-antworten unb erhielt, wie der Lehrer gestern zugeftMch, von diesem zwei leichte Ohrfeigen, und, da der Knabe fdjric, «als wenn er am Spieß stäke, zu seiner Beruhigung einen leichter: Schlag mit dem Knöchel eines Fingers vor den Kopf. Der Geschlagene bekundete, er habe mit, her Faust mitten Schlag auf ben Hinter köpf, mehr wie zwei Ohrfeigen und einen Schlag mit der verkehrten Hand über das Nasenbein erhalten; er habe sich in der 'Saufe nach Hause gemacht und habe .—..........s,~r. ... Fällen zu entsprechen. W,,WO' für ^"rfüglxrr artigen Interieurs nicht allzu »ncy vemop Finna darauf sind. Zur Förderung dieses 3tcfe5 tft stünfuulentcn btc bedacht, auch den autzerhalb Berlins Bedarf an Möbclii gleich günstige Gelegenheit zu bietm, ffir y)lsbel i" «E direkt von Berlin, der £>mH>terimigung5ltatte T beziehen, Teutschland, unter Umgehimg “cM, ohne das, tote sie dem NetchshauptsÄdtlcr ,u Gebo^üpsten Reise und, erst einer zeitranbendcii unb mit woften w Firma Kader deutschen Metropole .bedarf, crrncht ihren burd., das- .sie icdem sich meldenden ^ntcE«» bereu Katalog guicnbü, in ii>cM)em bw “ti r 0 > Mspruch nehmen, Unterbringung bekanntnch drei GrundstüSe 'N ir ' M) vc» durch Abbildungen und mihere.Erläuterungen W « c-)imU0Cn„ anschoiüicht sind, datz sich) tu der ^.at die p hraditinSrocttm scheinnahme an Ort und. Stelle t Heraus- Gegcnsav zu den meisten sonst in der Movumouiirie » v gäbe gelangenden Katalogen, Zeichnungen enthalt °°> ?tcxl ständen, welche teilweise entweder nicht genaui mit den übereinstimmen oder überhaupt nicht am LaAcr stnd na* erfolgter Bestellung angefertigt werden müssen, ist d« FE WMlner auss einigste bestrebt, ihren Kataloc, von. der J 8 >' Mängeln frei zu hatten und für die peinlichste acberc nsti nmung zwischen Musterbuch und Lager zu sorgen. Gme mstwleist g in dieser Beziehung ist der weben neuer]cfyienenc Katalog oer genannt« Urma. An Naturtreue der Abblldungeu, ilebersicht- sichkeit in den Gruppierungen, Genauigkeit der MaKangaben mch ber näheren Erläuterungen, wwte endlich an.Retchhalttg«tt übertrifft dieser alle, auch die besten bisher erschienenen Musterbücher der Branche. Schließlich sei noch einer Neuerung der lstnsichtlich ber Be^andtbedmgungen, die mit dem Ersannen oes neuen Katalogs in Kraft tritt, Erwähnung getan. Fortan versendet die Firma nicht blos ganze Ausstattungen -- wie bisher — sondern jeden Gegenstand ohne Preiserhöhung frachtfrei Durch ganz Deutschland, was von den Interessenten licl^rltd) mit ö" re üben begrüßt werden und diese zum Einfordern des neuen Albums noch mehr veranlassen wird. legte. Llm vierten Tage nach ber Züchtigung durch den Lehrer ivm$>e von den Eltern des Buben ein Arzt zugezogen, welcher gestern, als Zeuge unb Sachverständiger vernommen, erklärte, daß ber Patient s. 3t, als er ihn untersuchte, in Ohnmacht gefallen sei. Die Augen waren blau unterlaufen, das Nasen- 1>ein zeigte eine leichte Hautabschürfung^ das linke Äuge des Knaben zeigte eine stark verminderte Sehkraft. Der Pfarrer, will nach ber Affäre wahr genommen haben, daß die Pupillen beider Augen des Knaben sich vergrößerten und der Spiegel des Auges sich etwas trüb darstellte. Der Großvater und die Eltern des Knaben schilderten die Krankhettserscheinungen des Kindes nach der vom Lehrer verabreichten Züchtigung als überaus bedenklich. Ter behandelnde Arzt batte ein Zeugnis ausgestellt, wonach das Fern- bleiben des Knaben vom Unterricht mit einer Gehirnerschütterung motiviert wurde, er nahm auch Veranlassung, Geheimrat Prof. Dr. Vosfius zu bitten, eine Untersuchung des^ Patienten vorzu- "Nehmen, wobei dieser auch eine verminderte Sehkraft des linken Auges feststellte. Die in ber Verhandlung vernommenen Mitschüler und Mitschülerinnen wußten nur von zwei leichten Ohrfeigen, a uch von dem leichten Schlag an den Kopf, nicht, aber von Faustschlägen etwas zu betunben, erklärten jedoch baß ber Angellagte wiederholt mit ihnen ein Examen burchgegangen, chnen dabei zwar stets gesagt habe, sie müßten vor Gericht die Wahrheit tagen, durch Fragen alber an die einzelnen Kinder wiederholt konstatierte, daß er dem Knaben nur zwei leichte Ohrfeigen verabreicht habe. Geheimrat Prof. Dr. Vosfius hat bann später auf Veranlassung des Untersuchrmgsrichters ben Knaben, der damals behauptete, er sei auf dem linken Auge ganz erblinbet, nochmals untersucht. Hierbei sei es ihm ein leichtes geroesen, sestzustelleu, baß der Junge die Unwahrheit sage unb ein Simulant fei. Vosfius vertrat ben Standpunkt, daß es nicht unmöglich fei, baß die verminderte Seekraft, die sein Kollege unb auch er anfänglich festgestellt habe, eine andere Ursache habe, als die doch immerhin nur leichte Züchtigung, wie sie ber Lehrer verabreicht haben will. Möglich könne ja sein, daß,ber Knabe früher schon für ein Augenleiden disponiert gewesen sei, welches durch die Ohrfeigen bann zum Ausbruch gekommen sei, doch könne er daran nicht glauben. Die Verhandlung habe ergeben, daß ber Knabe vor 3 Jahren einmal einen Wurf ins Auge bekommen habe, unb es sei denkbar, daß bavon_ dessen offenbar seist vorhandenes Augenleiden herrühre. Der Staatsanwalt beantragte Freisprechung wegen ber Mißhandlung des Mädchens; die Art, wie der Lbngeklagte gegen ben Knaben verfahren habe, gehe weit über das Maß des Zulässigen hinaus, weshalb er auf eine Geldstrafe in Höhe von 25 Mk. zu erfeiuren beantrage. Der Gerichtshof erkannte jedoch 'in beiden Fällen auf Freisprechung. Der Vorsitzende, Laudgerichtsdirektor Dr. Güngerich, bemerkte, daß ber Gerichtshof sich darüber einig gewesen sei, in beiden Fällen auf Verurteilung erkennen zu müssen, wenn die früheren Bestimmungen über die Schulzucht noch in Kraft beständen. Nach den jetzt in Hessen vom Ministerium gegebenen Bestimmungen, betreffend das Züchtigimgsrecht ber Lehrer in der Schule, die überaus dehnbar unb wenig präzise seien, habe der Lehrer in beiden Fällen glauben können, er gehe in der Art der Züchtigung über bas zulässige Maß nicht lnncms. Daß weiter etwas geschehen sei, sei in ber Der Handl nag Nicht erwiesen, da man dem beteiligten Knaben unb dessen Angeyongen Glauben nicht beinteffen könne. Hierzu komme das Gutachten des Geheimrats Pros. Dr. Vosfius. Ter Vorsitzende ertlartc aber mit erhobener Stimme, baß er nicht unterlassen wolle, int Auftrage des Gerichtshofes zu bemerken, baß das Schlagen von Schulkindern am Kopfe in hohem Maße zu ntiBbil» ligen sei und daß man entschieden verlangen müsse, diese Art der Züchtigung unterbleibe, da daraus unter Uniltänbcn schwere Schädigungen an der ßsesundheit der fönber entstehen könnten. e. Gießen 6. Jan. Die hiesige Strafkammer hatte heute übet die Berufung des Ingenieurs Rudolf Ludwig Wehr in Breslau zu befinden. W. wurde vom Schöffengericht Friedberg wegen Beleidigung zweier Postunterbeamten unb wegen Ruhe störung KU einer Woche Gefängnis bezw. einer Woche Haft verurteilt. Er hatte mit noch zwei Studierenden der Gewerbeakademie zu Fwiebbetg cme Rache burchgczecht uni) morgens früh die aut. Bahnhof beschäftigtem Postschaffner belästigt, indem er sich auf einen von diesen gezogenen Karren setzte. .Dem EriucheU, die Beamten in ihren Dfeustverrichtungen nicht zu hindern, leistete er keine Folge, er erging sich im Gegetllcil in eleidigungeu. Nach Anstcht der Sttaskammcr hat die Sache dein Schöffengericht die richtige Würdigung gefunden, weshalb die Berufung zurückgewreien wurde. — Eine wettere Sache betraf die Berufungssache des Heinrich Mohr von Lehnheim. Mohr wurde durch das Schöffengericht Grünberg mit einer Gefängnisstrafe von 14 Tagen belegt, weil er ben Johann Whrig von Wicbei^DIjtnen körperlich verletzt hatte Im heutigen Termm würbe die vom Verurteilten sowohl als von ber Staatsanwaltschaft erhobene Berufung zurückgenommen. ___________ _ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Murtte. Gieße«, 7. Jan. Marktbericht. Aus heutigeni Woebenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. 0.80—0.1)0 *2)11., Hühnereier 1 St. 8—9 Psg. 2 Stck. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Eltteneier 7—0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80- 0,909)11., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stuck 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Ntk., Gänse or. Pfd. 55—6b Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfmid 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—6,b0 Mt., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Korben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00—00 Psg. Zwetschcn per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Alk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 8—2 Uhr. auf der Sohle Fran Holle schüttelt die Betten ans B£g3 und der Winter übt sein Regiment. Da iiiuß auch der ■ gesunde Mensch sich vor Erkältungen hüten und der Leidende SM bat verdoppelte Vorsicht nötig. Schutz gegen Affektionen W der Schleimhäute, der Bronchien, der Lungen und des E» Magens, und tausendfach erprobt bei Erkältungen aller Art e « sind Fay's ächte Sodener 9)!ineral°Paftillen. Dian kaust ,ie 8unt Preise von 85 Pfg. per Schachtel in allen Apotbken, &61 Uo S « o o c* to o c< e o a o >cr D er 5 '£3 — S L 5 r*' XÄ - s o 3 • © - „ ° 0 ° s-c-f 1—4. Q 3 & S ® s o , — o< 2 ° O- O 2 « »Sä © s- 5. o- an o- & - er S-Öü « e - « 3. er 2, 7$' or CO CO er CO - o TS 12. 5 CO O ? K Ci ~ ä r* co Cl> L. lx 4 Äost L ^-02^0 = erS = tiflcn aj 2 C'C/Q 0.(2 o co iso 2 5‘S G 3 ss 2 2.(0 er 2 S = " 5 SS _ *» «3 « 5* 5 5 « 2 Q 3nbc jiefigtr tiai. fltfunha: verlöre«: **■ 2 o « « S 5 SS C' o cz s r o *->- er <50 g O- § 3 3 X ’ ^2-2 s • So r Anmeldungen und Auskunft bei v5/- Oberlehrerin L. Moeser, Gartenstraße 30. H. Schön, Lltzlofsnel. Telephon 410. B7X 176 Birklar, deir 7. Januar 190ö. Großh. Bürgerrneisterei Birklar. ■H rauf ch. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. bis 7. Januar 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Peitsche, 2 linke Kinderknopfstiefel und 1 Muff; verloren: 120 bis 130 Mark in einer Wurstblase, 1 Portemonnaie mit 2 Einhundertmarkscheinen (bayrische) 40—50 Mark in Gold, 1 Gepäckschein Nr. 251 und 1 Fahrkarte 2. Klasse Gießen-Frankfurt a. M. und zurück als Inhalt und 1 brauner Arbeitsrock. Zugelaufen ist: 1 Foxterrier mit schwarzen Abzeichen. Entlaufen sind: 1 grauer Pinscher, 1 junger Pinscher (Pfeffer- und Salzsarbig), 1 großer, weiß und gelb gefleckter Hund, 1 Hühnerhund (Weißtiger) und 1 Foxterrier, rechtes Ohr schwarz. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 7. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herb e r g. Neuester diebuSSicherer fdarsperrer für Tag und Rächt. Kein Aufbrechen der Thür möglich, selbst bei Sprengung des Schlosset Für Ladengeschäfte, Kontors, Schlafzimmer u. s. w. \ D. 9t G. M. Nr. 175119. 68f 1. Hermann Will, bei der Brühl'schen Druckerei q Är Harn Hofmann, im Halste Jakob Grünewald 3. Wilhelm Rühl, im Haufe Schaßstaedt Emrich, im Haufe K. Küchel. Gießen, den 6. Januar 1905. Großherzogllüie Bürgermeisterei Gießen. _______________I. V.: Curschmann. Berufswahl. Söhne uild Töchter von Landwirten, kl. Beamten und Hand»; werkern finden in dem aufblühenden Molkereitvesen gute und dauernde Stellungen. Gründliche Ausbildung unter sehr vorteilhaften Bedingungen^ durch die vom kgl. preuß. und großh. Hess. Staate unterhaltene Molkereischule in Fulda für männliches Personal, D,/ll WllmWIc in LNtndch (Reffen) für weibliches Personal. B Prospekte und nähere Auskunft versenden die beiden Anstalten. M Den ausgebildeten Zöglingen werden Stellungen vermittelt. | Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Birklar für da« Jahr 1905 «egt vom 9. Januar 190o ab acht Tage lang auf dem Bürger- mestteretbureau zur Emficht der Interessenten offen. Kräuterwein „Salus“ mit der Bonne lot ein StätkwwpmltUt -fiU cJCtanfa, Sckwackt, und dw ^Verdounn^-, SMwtki-Own^. und den Sto^- WwTvoot an." Sr. 5t. 911. 175, 4U. 5t. 911. 125. Benundun.; Cone-Portweln 3335,0. Wciagetet 160,0, Cltronenech. 2,5, Pomerentensch. 2,0» Flieder 1,0, KtUmnel, Anle, Wechold, rb., Cerdaibenediktenkr., Bosmerin, MellMeebl. je 0,75 Ennleo, G&lfentn., Kiexlllenb)^ Konender., PteficnBüMbL, Kaneel je 0,5. 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Zur Meldung bei dem Polizeiamt sind verpflichtet: 1) Wer in die Gemeinde Gießen einzieht, um in derselben seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen, unter Vorlage der ihm von seinem bisherigen Wohnorte erteilten Abmeldebescheinigung binnen acht Tagen vom Tage des Einzuges an (Art. 1 des Gesetzes vom 4. Dezember 1874). 2) Wer aus der Gemeinde Gießen wegzieht, um seinen gewöhnlichen Aufenthalt auszugeben, unter Angabe des Ortes, an den er verzieht, vor dem Wegzuge (Ah. 2 des genannten Gesetzes). 3) Diejenigen, welche der in die Gemeinde Gießen ein» ziehenden oder auS derselben wegziehenden Person Wohnung und Unterkommen gewährt haben, sofern die An- und Abmeldung durch den zunächst Verpflichteten nicht selbst geschehen ist, binnen zehn Tagen nach deren Einzug oder Wegzug (Art. 4 des genannten Gesetzes). 4) Hauseigentümer von dem in ihren Häusern durch Einzug oder Auszug vorgehenden Wechsel, das Lokal mag zum persönlichen Aufenthalt oder nur zum Geschäftsbetrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren, bezw. künftigen Wohnung des Ein- oder Ausziehenden binnen acht Tagen nach dem Ein- oder Auszuge. Zu gleicher Anzeige sind Haupt Mieter ganzer Häuser oder einzelner Teile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermieter abgeben. Bei unter obrigkeitlicher oder sonstiger Verwaltung befindlichen Gebäuden ist der Verwalter statt des Eigentümers für die Anzeige verantwortlich (Artikel 85 des Polizeistrafgesetzes). 5) Wer innerhalb der Gemeinde Gießen seine eigene oder gemietete Wohnung verändert unter Angabe der verlassenen, sowie der neubezogenen Wohnung, insofern die Meldung nicht bereits durch den nach 4) zunächst Verpflichteten erfolgt ist, binnen zehn Tagen nach der Wohnungsänderung (Art. 7 des Gesetzes vom 4. Dezember 1874). 6) Diejenigen, welche andere bei sich in Schlafstellen aufnehmen, von jeder Aufnahme binnen vierundzwanzig Stunden (Art. 85 des Polizeistrafgesetzes). Brkarmtmachnng. . Nir die am 20. Januar stattfindende Wahl der Beisitzer für das Kaufmannsgericht Gießen sind nachstehende drei Vorschlags- ">ten rechtzeitig eingegangen und nicht zu beanstanden: a) Vorschlagsliste für Beisitzer aus den selbständigen Kaufleuten: 1. Georg Emil Möhl, Teilhaber der Firma Joh. Balth. Noll 2. August Noll, Bahnhofstraße 51 L. Franz Holterhoff, Inhaber der Firma A. Holterhoff Söhne k, oritz Strauß, Teilhaber der Firma Goldenberg L Markus v) VorschlagEslisten für Betfitzer aus den Handlungsgehilfen: 1. Hugo Engel, bei der Bank für Handel und Industrie, Depositenkasse Gießen 2. H. W. Horst, bei der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke 8. Karl Hosch, im Hause Hermann Mettenheimer _ <4* Hermann Will, bei der Brühl'schen Druckerei. 2. Liste: ZMWer MmWchms Gießt«. Garteustraße 2, Zimmer Nr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 8—6 Uhr.) ES find zu vermieten: 44 Wohnungen von 1—8 Zimmern, 1 möbl. Zimmer. Zu mieten gesucht: 4b Wohnungen von 1—7 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für dle Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- entgeltlich. __________________________________________________B]? Allee-Schute. Unterricht in allen weiblichen Arbeiten, Bügeln und Kunstwaschen, sowie Brandarbeit, Tiefbrand, Lederschnitt, Schnitzerei u. dgl. Beginn: Montag den v. Januar, vorm. 8y2 Uhr. X Tiefbohrangen X Wasser, Kohlensäure, Kohle, Eric, Ool und andere Wteeraller Lio fern ng von Tief bohr Werkzeugen jeden Systems für Hand- und Damnfbohrungon. D’/1 Ferner: Ber£werl*Nnia*chincii jeder Art. Wilh. Böhme, Maschinenfabrik, Dortmund. Bekanntmachung. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß die Vorschriften der Meldeordnung, wonach jeder Zu- und Wegzug, sowie jeder Wohnungswechsel alsbald anzumelden ist, nur in wenigen Fällen erfüllt werden. Wir bringen deshalb nachstehend die in Betracht konunenden Bestimmungen in Er- vmerung, mit dem Anfügen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, in allen Fällen der Unterlassung der rechtzeitigen An- und Abmeldung Strafanzeige zu JCognac Nähmaschinen von Mk. 50.— an franko Halls. Corona mit Nadelschutz und iveltberühulte, unübertreffliche Fabrikate, aller Systeme, besonders enlpfohlen als in Stadt unb Land bestens emgeführt uub auch vorzüglichst zur Kunststickerei geeignet. 158 Reparaturen. Ersatzteile. Joh. Fr*, Schaaf 44 Wetzsteinstratze 44. Renommiertestes Geschält der Bra»lche in Gießen. Crst.l Gießcnkk Sonntag den 15. Januar, nachmittags 724 Uhr! General-Versammlung bei Frau König, Stadt Kassel. 146 Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Herabsetzung der Versicherungs-Prämie. 3. Aufgabe der Bockhaltung. 4. Errichtung einer eigenen Jlingviehweide. 5. Vorstands wähl. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. $(kwd«Ver$i(litrnno$i?erdt Gießen. Dienstag den 17. Januar, bei Wirt Sauer, Neustadt: General-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsbencht. 3. E ledigung etwalger eingelausener schrlstlicher Anrräg 4. Vorstandswahl. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. 149 Der Vorstand. Kutscher-Verein Gießen. SamStag den 7. Januar findet im DereinSlokal unsere diesjährige Generalversammlung statt. — Punkt 1: Rechnungsablage. Punkt 2: Vorüandswahl. Punkt 3: Verschiedenes. — Die Aütalieder werden hofl. gebeteit, zahlreich zu erscheine^ [v5/iI Lcr Vorstand. Palmitin - Seifenpulver Bestes Reinigungsmittel von unübertroffenerWasoh- kraft, macht die Wäsche blendend weiss, ohne Hin de und Gewebe anzugreifen. Alleiniger Fabrikant: Joseph Müller • Seifenfabrik — LIMBURG A. L. — Eaclict a 15 Pf. UeberaU erhdltlieh. nnöbertrofkrni ■ .....V. Q £ Ö LIEBIGS FLEISCHEXTRACT Unentbehrlich in jeder Küche. Giessener Konzert-Verein. Sonntag den 8. 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