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Redaktion, Erveditw« und Tnicferci: Schulftratze 7. Redaktion 112 Verlag u.Exved.^^51 Adresse für Deveicken: Anzeiger «letzen. Erstes Blatt. Montag 6. November 1905 155. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugsprei», monatlich7bPl^ viert et« jährlich Mk. 2.20; durch Abholo il Zweigstellen monatlich 6o Pf.: durch die Poll Plk.2.— viertel« .öhrl auSichl. Bellellg. Annahme von Anzeige» ür dte Tagecnmnmer iS vormittag? 10 Uhr. ^etle^DTeifl: lokal 12Pf* uSmdrt? 20 Pig. era twortltch tot de., oolit. und allgem. Teil: P. Witt ko: für .Stadl itnd £anb* unb „(Rcnd)t6|ftar: Ernst Hetz; tor den Anzeigenteil: danö Beck. 9're Seulige Nummer umfaßt 10 Seiten. Uolilische Mochenschau. Die Flcischteuerungs-Audicnz der Abordnung des T'ulsckien S t ä d t e t a g c s beim Reichskanzler ist ergebnislos verlausen. Mit „ivciteren Erwägungen" und „Zusage ernstester Aufmerksamkeit wurden die städtischen Vertreter abge- lveist. Ob sie wohl wir^ich geglaubt hatten, ihr Erscheinen bei Sem Zürnten Bülow werde genügen, um die Oeffnung der Grenzen zu bewirken? Ihr Besuch beim Reickskonzler machte fast den Eindruck, als sollte dem Volke Komödie vorgespieaclt werden. Die Einberufung des Städtetages soll am 27. ix M. erfolgen. "Tie deutschen Mehgermcister wollen einen außerordentlichen Vcr- bandstag einberufen, um gegen den Vorschlag des Fürsten Bülow, lommunalc Fleischversorgungsbetriebe zu errichten, zu protestieren. Der Zentralverband Deutscher Industrieller lhrtte bekanntlich bei den Ministerien Preußens, Bayerns und Sachsens beantragt, die Einfuhr russischer und östrci- ckischer Schweine zu sofortiger Abschlachtung scknn setzt in bem nach den neuen Handelsverträgen zulässigen Maße frei» .'uneben. Auf diesen Antrag, welcher der deutschen L a n d w i r t- fchaft ten Seuchenschutz in vollem Umfange beläßt, aber uX"T, Fleischteuerung doch wenigstens soweit möglich abzuhelfen geeignet ist, scheinen sich jetzt weite Kreise zu vereinigen. Die bayerische Regierung soll in diesem Sinne bei dem Reichs- 7-nrler Anträge zn stellen beabsichtigen. Es wird erwartet werden können, daß der Reichskanzler diesen sehr maßvollen Anträgen nun auch diejenige Beachtung gewährt, welche die "V-edeuts-imkeit der von den Antragstellern vertretenen Interessen zu erhoffen berechtigt ist. Zu ter Bekenntnisfrage nahm jüngst die brandenburgische Provinzialsynode Stellung. Abg. Schrader ibetonte mit Reckt, daß die moderne Theologie es sei, die neues religiöses Leben geweckt habe. Je Jd'roffr ibie £ ribodorie ihren Standpunkt vertritt, desto stärker wird auch der Widerspruch, der sich gegen ihre Haltung entwickelt. Dir in Hessen können davon auch ein Liedlein singen. Es genügt ein Blick in die neueste Rümmer des „Hess. Kirchenblattes", die sich sehr ausgiebig mit den von uns veröffentlichten „Angriffen" des Lic. Fuchs beschäftigt. Der Hochschulkonflikt ist in E ha rl o t t e n bu r g von neuem ausgebrochen. Der Rektor der dortigen Hochschule teilte in Beantwor ung eines Gesuches der V.rtrettmg der (Stuten' n- 'schäft mit, daß er die Genehmigung ter Satzungen des Verbotes von der Beifügung des Zusatzes „nicht konfessionell" b’/htflig machen müsse. Daß es nötig war, diese Forderung zu 'Tckeben, wird inan wobl nicht behavvten wollen. Vermuttich ist d ie Haltung des Rektors auf kultusministerielle Wünsche 'u rück ui führen. Die Charlottenburger Studentenschaft hat nun in einer Versammlung einen einmütigen Protest gegen das Vor- a'ben des Reftors beschlossen, und so wird die Angelegenheit ach dieses Wintersemester wieder von neuem viele akademischen Gemüter in Aufregung versetzen. Der sog. deutsch-amerikanische Professoren- Austausch hat mit dem Beginn der Vorlesungen des Ameri- ? n?rs Peabody an ter Berliner Universität begonnen. Große Bedeutung vermögen wir dem Erperiment nickt beizulegen. Es dient mehr deut allgemeinen Bekanntwerten des Namens einzelner Professoren als ter Beseitigung national- bezw. wirtschafts- politffter Gegensätze. Als Gast des Käisers weilte der König von Griechenland in Berlin: es mögen sowohl die kretische Frage zur Erört^-tng gelangt Hin, wie alle Probleme ter Voskanpolitik, einschließlich des rumänisck-grieckischm Konfliktes. Der König teo.b sich von Berlin nach Varis und wird auch London besuchen. — Jetzt steht in Berlin ter Besuch des Königs Alfons von Spanien nnmittelbar bevor, ter aitck Han- KleiNkS Aeuikleton. Gießener Stabtt Heater. Tie Herren Lumpen „Robert und Bertram" sind die holden Helden einer altehrwürdigen Quodlibetposfe, in der jeder Akt ein ander 's Bild darstcllt, und im 3. Akte wurde sie noch durch ein Extrgquodlibct erweitert. Ta gab"3 nämlich im Salon des Semiten Jpelmcyer einen Maskenball mit Klingklang und Singsang unb Ballettyrolienne, ganz allerliebst aus- gcführt von der kurzrockig graziösen Frau Oldini und dem länger gerefften munteren Frc. Ruf, einen hübschen und gelungenen Eoupietvortrag des Herrn Nanninger und ein Liedersolo des sehr steifen und sehr wehmütigen Frl. Stein mann, die als Gast aus Mainz den rheinischen Humor leider ganz zu Hause gelassen hatte. Im übrigen pflegt ja dieser Akt bei nicht gar witziger Darstellung völlig unter den Tisch zu fallen. Herr Goll aber als israelitischer Arzt war der Netter des Aktes. Er Ivar von unübertrefflicher Komik und schuf eine unvergeßliche drollige Eharakter- figur aus einem reinen Nichts. Doch der Erzfilou Bertram spielt im Mederschen Possenorchester die erste Flöte, und wahrlich, nach Herrn Reimers Pfeife, des Bertrams von geltem abend, tanzte das ganze Ensemble mit fröhlicher Ausgelassenheit. Daß es bet uns in Gießen so große, so geniale Spitzbuben gibt wie diesen Bertram, wer hätte das wohl gedacht! Herr N. hatte den tollsten Galgenvogel aus dem Käfig seines mimischen Schatzes hervorzuholen, über den er verfügt. Er zeigte uns die Höbe des zum Teil glänzenden Spitzbubenhumors, an dem die Weisen wie die Toren sich wieder einmal satt lachen konnten. Sein Bertram war einer der liebenswürdigsten und charmantesten Gauner, die je in eine Wohnung ein- und aus dem Gefängnis aus- gebrochen sind. Er entfesselte stürmische Heiterkeitsaus- brüche. Seine Stromermaske war von famoser Echtheit und als Konzertsänger war er die allergelungenste Karikatur jener musizierenden Salonschmarotzer, wie sie in der „guten" alten Zeit die deutschen Lande unsicher gemacht haben sollen. Seine Lang finger arbeit scheiterte ja an der Hartnäckigkeit der zu mausenden schönen Tinge, aber von höchster Komik war seine Verulkung des Gendarmen sgefpr. Gänsdarm). Im ersten Akt war seine Trastik von höchster Ergötzlichkeit und man freute sich unbändig über alle seine stummen Zellenspäße. Und dann hatte man auch, wie in der „Mamsell Nitouche", wo er allerdings besser bei Stimme war, feine Freude an seinem Singsang. Auch Herr Lippert war als notier, Magdeburg und München besuchen wird, um sich von da nach Wien zu begeben. Kaiser Wiltelm sendet seinen Hofzug dem König von Spanien bis an die Schweizer Grenze entgegen, den der König von Basel ab benutzen wird. Die Pforte hit in ihrem Konflikt mit den Großmächten wegen ter mazedonischen Finanzreform die deutsche Regierung um Vermittelung angerufen. Man wird also einer neuen interessanten Wiederaufnahme der Behandlung der orientalischen Frage entgegensetzen. In Konstantinopel hielten am 3. d. M. die Vertreter der Mäckte eine Konferenz ab, in ter anerkannt wurde, daß es notwendig sei, die längst geplante gemeinsame Flotten-Demonstrotion nun vorzunehmen. Diese Demonstration, zu welcher jede der beteiligten Mächte ein Kriegsschiff zu stellen hat, soll tatsächlich an ter Küste von Kleinasien vor sich gehen. In Oesterreich hat ein entschiedener Feldzug zur Eroberung des allg. Wahlrechts mit heftigen Straßendemonstrationen in allen Großstädten begonnen. Ein am 4. d. M. erschienenes amtliches Kommunigu6 besagt, daß die Stimmung tes Parlaments und ter Oeffentlichkeit die Regierung veranlaßte, sich eingehend mit ter Frage zu befassen, unter welchen Bedingungen b~n Wünschen n^ch einer tem Stande ter öffentlichen Entwickelung entsprechenden Vahlreform willfahrt werden könnte. Ta die Wahlreform in Oesterreich nickt durch eine einfache Formel gelöst werten könne, sondern die verschiedensten Gesichtspunkte berücksichtigt werden müßten, sei für die Aktion ruhigste und reifliebste Ueberlegung nötig und eines unerläßlich: die Ruhe tes öffentl. Lebens. Tie inner- politische Situation hat sich durch das Kommunigu6 entschieden gebessert. Eine Einstellung ter angekündigten Demonstrationen und Massenstreiks ist ater nicht zu erwarten, da man dort, ganz wie bei uns in Hessen, wohl mit Recht den Widerstand der vrivilegierten Parlamentsparteien fürchtet. Am schlimmsten ging es bisher bei diesen Demonstrationen in Prag zu, wo die Zahl der Schwerverwunde- ten, auch unter den Polizisten, recht beträchtlich sein soll. Schweden und Norwegen haben dieser Tage die Unionstrennung vorgenommen. England hat bereits einen Gesandten, Herbert, ter bisher in Darmstadt Großbritannien vertrat, nach Ehristiania geschickt, und dieser hat dem Ministerpräsidenten Mickelsen sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Ferner haben Deutschland, Dänemark und Frankreich ten jungen Staat Noa- Wegen anerkannt, dessen größte Sorge es immer noch ist, welche Staatsreform er wählen solle. Nachdem aber das Stört hing den Antrag auf Volksabstimmung abgelehnt Hot, ist die Wahl tes Prinzen Karl von Dänemark zum Könige kaum mehr zweifelhaft. Frankreichs Venezuela-Konflikt ist noch immer nicht beigelegt, znm großen Leidwesen der rmcrikan. Union, der die Monroedoktrin keine allzu angenehme Rolle zuweist. Der amerikanische Gesandte Rüssel, ter von der Union-Regierung den Auftrag erhalten hat, den Konflikt beizulegen, erklärte diese Mission nicht ausfuhren zu können. Nun wird wohl Frankreich einen neuen Versuch 'machen, den Präsidenten Castro zu veranlassen, den Konflikt friedlich beizulegen, bevor es sich zu energischen Maßregeln entscheidet. Rußland bat fick am letzten Montag unter dem Absolutio mus schlafen gelegt, um am Dienstag mit ter Konstitution zu erwachen. Ter Zar hat sich in einem Manifest ter Selbst- herrsckerwürde entäußert, nachtem er elf Jahre lang absoluter Herrscher gewesen ist und auch eine Amnestie hat er gewährt. Aber das Volk verlangt für das Kvnstitntionsmanifest Garantien, Einführung des allgemeinen gleichen geheimen und direkten Wahlrechts siir die FoufHhnnrenbe Duma «sw. Die Preßfreiheit wurde nun einstweilen bewilligt. Man kann sie ja am leichtesten wieder aufheben. Die nach längerer Panse wieder erschienenen Tageblätter feierten die Umwandlung in einen konstitutionellen Staat. In einem begegnen sich alle Mätter und zwar in dem Verlangen nach fphrtiaer Befreiung von der Bertrams Komplize von erfreu Hcl)cr Beweglichkeit des Leibes und der Seele und offenbarte respektable Tiefen 'eines echten Kvmikerbusens. Sehr nett war Frl. Schellen- b er g als Michel, und lobenswert die Herren Mendel und Wittmann. Frl. Donecker stand wieder einmal in elegantester Toilette an frischem Platze. Tas Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, und das Publikum unterließ nichts, den Tarstellern zu beweisen, daß es sich aufs beste unterhielt. (om.) « — Man schreibt uns aus Fran kfurt a. M., 5. Nov.: Seit der Eröffnung unseres neuen Schauspielhauses ist uns eine ganze Reihe von Werken der alten Meister in neuer Einstudierung vorgeführt worden und der gesttige Abend brachte wiederum ein altes Stück in neuem Kleide, nämlich Shakespeares Lustspiel „W a s Ihr w o l l t", dessen Komik bekanntlich sehr auf Neu. ßerlich ketten, auf Verwechslung durch Verkleidung und auf den plumpen Späßen von Narren und Trunkenbolden beruht. Zudem bietet die Aufführung bursch den häufigen Wechsel des Schauplatzes, 14mal in 5 Akten, große Schwierigkeiten, die aber durch die Einrichtung und Regie des Intendanten Emil (Haar gestern in sehr geschickter Weise gelöst wurden. Durch Zusammenziehung und Verschiebung von Szenen gelang es, den Schauplatz im ersten Akt nur viermal und dann nur nock) einmal zu wechseln, was bei offener, aber verdunkelter Bühne rasch und ohne Störung geschah; ein Uebergang von Nacht zu Morgen wurde durch Einschaltung von Musik bei bleibendem Schauplatz markiert, wobei wir auf die im Hintergrund auf- und abschwimmenden riesigen Schwäne gern verzichtet hätten. Ter für den großen Teil der Handlung dienende Schauplatz trat der Garten vor Olivias Hause mit der Terrasse des Hauses und der Tür, die zu Malvolios Verließ führt, wobei der Garten auch als Straße bienen kann. Alle Szenerien, wie die Kostüme erfreuten das Auge durch den malerischen Anblick. Tie zweite äußere Schwierigkeit liegt in der Beschaffung der sich zum Verwechseln ähnlichen Geschwister, wenn die Schwester dieselbe Kleidung wie der Bruder trägt: auch dies war hier wunderbar gut gelungen und das natür.iche Erstaunen des Publikums, als die Beiden sich zum Schluß so vollkommen gleich gegen» übertreten, war nicht geringer als das gespielte auf der Bühne. Drittens scheint mir besonders in Betracht zu kommen, den beiden Frauengestalten, die so stürmisch um lästigen Zensur jeder neu erfdKincnten Zeitungsnummer. Witte ist noch immer damit beschäftigt, das Kabinett zusammen zu stellen. Bulygin h.'t seinen Wschied cingcreicht. Von Witte sagt man. er sei auf der Su»^c nach Mitarbeitern, die im Rufe des Liberalismus stehen. Indessen ist es ihm noch nickt gelungen, ten einen oder ten anderen ter lib. Führer zu veranlassen, Mitglied des Kabinetts zu merten. Er empfing Mitglieder tes Zentralstreikkomitees sowie ten Präsidenten tes Kvngrcssts der Eisenbabndclegierten und ermächtigte sie, alle Bahnstreikkomitees zu ten-chricktigen, daß ihre F o r d c r u n g e n bewilligt worden sind. Ter Personen- unb Güterverkehr wurde teroushin alsbald auf einigen Strecken an ter Grenze eröffnet und es wird wohl temnächst der Brhnverkehr im ganzen Reiche nieder beginnen. Auch PobjedonoSzew wurde geopfert. Sein Ewlassungsgesuch wurde angenommen und tes Mitglied des Rcichsrates Fürst Obolensky zum Oberprokurator deS b.'iligsten Synods ernannt. Trotzdem ist die Erregung im ganzen Reiche außerordentlich gefahrdrohend, und ein neues amtliches Kommunion6 sprickt daher bereits von der Notwendigkeit von Unterdrückungsmaßregeln und „strengsten Weisungen". Finnland schien nahe bnraii, sick zur Republik zu erklären. Daraufhin benutzte ter Zar die Ein- beruft-ng des außerordentlichen fi n n l ä n di schen Landtages auf ten 20. Dezember, um die Eftmndlagen des Land- tagswab'r-chtes zu revidieren. Das Manifest über eine gemein* pme Gesetzgebung für das ganze Reich, sowie alle nach 1899 erlassenen Gesetz für Finnland wurden aufgehoben. Das in Reval liegende Geschwader ter Kriegsflotte wurde aber nach ter finnischen Hauptstadt Helsingfors entsandt. In P ol e « greift die revolutionäre Propaganda in der Armee immer weiter um sich und d"s Mil'tär droht mit dem Volke gemeinsam fror.rgeben, und die ?lnarchie im Kaukasus gibt sich in den! tollsten Plündeningen kund. In vielen Orten des Reiches artete die Volksbewegung zu entsetzlichen Judenverfolgungen au8. Grausige Nachrichten von dem Wüten mit Feuer und Schwert kommen täglich ans Kisckinew, Odessa, Kiew, Nikolajew n. a. Städten. In Odessa allein sollen mehr als 5000 Personen getötet und mehr als 10000 ernstlich verwundet worden sein. In Petersburg selber soll ein Komplott gegen die Juden entdeckt warten sein, des die Ermordung sämtlicher Juten ter Hauptstadt bezweckt. Die Monarckistenpartei ober veröffentlichte eine Kundgebung, worin sie ihre Absicht erklärte, alle Mittel anzuwenden, um die Autokratie in Rußland zu unterstützen. Diese Partei ist es auch, welche verbreitet, das Konst i t u t i o n s m a n i s e st sei eine Fälschung Wittes. Die Moskowskija W'edomosti, das Organ dieser Partei, veröffentlichte einen sehr scharfen Angriff gegen ten Grafen Witte. Das Ente des rus>isck>en Unheils ist unabsehbar. Valiükche Tagesschau. Tschechische Bischöfe in Berlin. Wie im Frühjahr vorigen Jahres der Prager Kardinal Fürsterzbischof Freiherr v. Skrbensky, so ist mm auch der Fürsterzbischof von Olmütz, Dr. Bauer, am deutschen Kaiserhoi empfangen worden. Fürsterzbischof Dr. Baller, der gleich seinem Vorgänger auf dem Olmützer Bischofsstuhle jüdischer Abkunft ist, hat sich schon als Bischof von Brünn als enragierter Tscheche betätigt und ist trotz der bei seiner Ernennung zum Nachfolger Dr. KohnS angeblich in Wien gegebenen Zusicherung einer neutralen Haltung in nationalen Fragen derselbe geblieben. Sein Eintreten für tschechisch-nationale Zwecke und Einführung tschechischer Predigten in deutschen Gemeinden ist bekannt, ebenso seine im Sommer vorigen Jahres geben Mann werben, Natürlichkeit und feine Weiblichkeit zu verleihen. In dieser Hinsicht wurde die Rolle ter Olivia durch Frl. Harni sch feg er im ganzen gut gegeben, konnte aber die Viola des Frl. B o ch als eine vortteffliche Leistung bezeichnet werden. Frl. Irmen gab ein reizendes übermütiges Kammermädchen und Hr. Bauer einen überaus komischen Malvolio. Eine bedenkliche Rolle ist die des Narren, für die uns das Verständnis wohl so ziemlich abhanden gekommen ist; in ihrer sehr zusammen gestrichenen Weise wurde sie von Hrn. Banrhammer teils fein ironisch, teils derb komisch repräsenttert. Unseres Erachtens übrigens müßte das Narrenlieb am Ende, wenn man es nicht ganz wegläßt, mit allen Versen gesungen werden, um den Refrain: „Ter Regen, der regnet jeglichen Tag" zur Geltung zu bringen. Ta auch die anderen Rollen fast durchaus in guten Händen waren, so errang sich die Aufführungi sowohl nach den einzelnen Szenen, als ganz besonders am Sck)luß lebhaften Beifall, unb bie Jntenbänz kann ihre Mühe burch den Erfolg reichlich belohnt sehen. Frankfurt a. M., 4. November. Residenztheater: Der gestrige Abend brachte den ersten Teil von August StrindbergS Drama ^Totentanz/ Es ist ein Stück des kraßesten Realismus und des iürchterlichsten seelischen Eleicks. Angezogen von der Kunst des Dichter? unb abgestoßen von den entfetzlichen Situationen folgte das Publikum mit der gejvanntesten Ausmerftcunkcit. Glänzend gew'.elt war der Edgar des Sbcrrn Stiebeck, Fraulein Rieckers als Alice und Louis Neter als Eurt vettörverlen wirksam die ihnen gestellten Aufgaben. — Am 10. d. M. wird Adalbert MatkowSky au? Berlin ein Gastspiel mit der Rolle des K ean beginnen. — „Berg des Aergernisles^, die neue Tragödie von Heinrich Lilienfein, dem Vettaffer von ,Maria Fried- bammer", ist vom Hollheater in Darmstadt zur Aufführung in dieser Spielzeit erworben worden. Paris, 4. Nov. Anläßlich der Eröffnung der internationalen Ehryfantemum-AuSstelluntz gab heute die französische Gartenbauoesellschast ein Feitmahl, wobei Frhr. von Solemacher, ber Vorsitzenbe her Rheinlän- bischeu Sektion der deutschen , pomologischeu Gesellschaft, einen Trinkspruck auf Frankreich ausbrachte unb an bie französischen Erfolge auf ber Gartenbauausstellung in Düsseldorf erinnerte. Ackerbauminister Ruau sprach in seiner Erwiderung seinen Tank für dre liebenswürdigen Worte aus. Pickeln, Mitesser Hierdurch teile Ihnen mit, dass ich über die Seife meine grösste Zufriedenheit aussprechca muss: ich batte einen leichten Hautausscblag. in 10 Tagen war ders. von Ubermeyers Herba-Seife geheilt Augusta Brückner, Freibunr tö. Z. h. i. a. Apotik, Droz. u. Part p. St. 50 Pfg. u. 1 Mk. Obcrmeyer L Con Üaqau. hv16/. S. K. H. der Großherzog bat Postpersonalien. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen beim durch die Ernennung des Dr. Stockmann (frks.) zum Re und den Honoratioren der Stadt ein glänzendes Fest. General Bernadotte kommandierte im Jahre 1798 eine Zeit lang die französische Besatzung der Festung Gießen. Wegen seiner gegen die Stadt und gegenüber der Hochschule betätigten humanen Gesinnung wurde Bernadotte von der philosophischen •* Die neue Friedrich st raße, die von der Frankfurterstraße über die Brücke zu den Bahnhöfen führt, ist seit einigen Tagen in ihrer ganzen Breite durchgeführt. Das Straßenbild erhält durch die hochragenden Giebelbauten und den kräftigen Turmbau des Bahnhofsgebäudes einen malerischen Abschluß. versetzt der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Bermersheim, im Kreise Alzey, Friedrich Jockel auf sein Nachsuchen, Scheiden aus dem Dienste. Versetzt sind: Postverwalter Vetter von Großfelda nach Mücke; Postassistent Fölsing von Lauterbach nach Großfelda unter Ernennung zum Post- verwalter; die Postassistenten Kramer von Großgerau nach Friedberg, Ningenwald von Oppenheim nach Gießen; die Telegraphengehilfin Em m a Schmidt von Offenbach nach Darmstadt. Angenommen sind: als Postanwärter der Sergeant (Hoboist) Rönick in Lauterbach; als Telegraphengehilfinnen Karoline Gieser in Main;, Elisa beth Wedel in Worm?; als Postagent: der Briefträger a. D. 2 eip in Büdesheim. Freiwillig ausgeschieden ist der Postagent Otto in Büdesheim. Punkt der Nationalitätenfrage zu berühren? Schlesiens, nämlich Stadt und Bezirk Kätscher im Regierung?» Gießen eine Lehrermnensielle an der Gememde^ule zu bezirk Oppeln, zur Diözese des Olmützer Erzbischofs. Sollte Griesheim, dem Schulamisaspiranten Johannes Wenzel man es in Berlin für gut befunden haben, den wunden auS Gernsheim, die Lehrerslelle an der Gememdeschule zu Gadern, im Kreise Heppenheim. In den Ruhestand wurde Tie Parteien im Reichstage. ....... Nach einer offiziellen Zusammenstellung ist die äugen- unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienite. blickliche Stärke dec Parteien des Reichstags folgende: " P o st p e rso n a l i e n. S. K. H. der Großherzog hat (Bestand am Schluß dem Poslsekretär P hilippi in Mücke das Ritterkreuz II. Klasse koffene Verfügung, daß alle fürsterzbischöflichen - Lehrerpersonalien. Überträgen wurden der Aemter nur in tschechische r Sprache zu amtieren Lehrerin Luise Flick zu Griesheim eine Lehrerinnen,telle an hätten. Bekanntlich gehört auch ein kleiner Teil Preußisch- der Volksschule zu Gießen; der Lehrerin Mathilde Först er zu Während der Sommerpause sind folgende Veranderungeen /ingetreten: Für den gestorbenen Linder (Ztr. 5. Schwaben) wurde Geiger (Ztr.), für Wallbrecht (natl. 9. Hannover) Haaßmann (Hannover), für den gestorbenen Faller (natl. 2. Baden) Duffard (natl.), für den gestorbenen Stötzel (Ztr. 6. Düsseldorf) Giesberts (Ztr.), für Brejski (Pol. 4. Marienwerder), dessen Wahl für ungiltig erklärt war, Ortel (natl.) •* Ein Jahrhundert war im September dieses gewählt; Barbeck (srs. Vpt.), dessen Mandat für 2. Mittel- Jahres verflossen, seit der Fürst von Ponte-Corvo und franken für ungiltig erklärt worden war, wurde wieder- spätere König Karl XIV. von Schweden, der französische gewählt, ebenfalls die Abgg. Pauli (Oberbarnim frks.) für General Bernadotte, das letztemal in Gießen geweilt 6. Potsdam und Korfanty (Pole, 6. Oppeln), deren Man- hat. Er wurde damals von einer Deputation der Hochschule bäte ebenfalls für ungiltig erklärt waren; für den verstorbenen feierlich empfangen und begrüßt und gab dem Lehrkörper Burggrafen zu Dohna-Schlodien (kons.) wurde Glüer (kons.) gewählt. Erledigt sind zurzeit 3 Kreise: 2. Sachsen-Weimar durch den Tod des Abg. FrieS (nl.), 2. Schwaben durch den Tod des Dr. Weißenhagen (Ztr.), 9. Schleswig-Holstein der Session) Konservative. . . . . 52 Mitglieder (52) Freikonservative. . . . 21 r (21) Deutsche Reformpartei . 7 r (7) Wirtschastl. Vereinigung . 12 V (12) Zentrum..... . 103 r (101) Polen ...... . 15 r (14) Nationalliberale. . . . 50 r (49) Freisinnige Vereinigung . 10 V (10) Freisinnige Volkspartei . 22 V (21) Deutsche Volkspartei . . 6 V (6) Sozialdemokraten . . . 78 r (78) Fraktionslos .... . 18 u (18) tzierungspräsidenten.____________________ Vom Kongo. Ter Bericht der Kongo-Untersuchu ngskonrnnssron ist erschienen. Mitglieder der Kommission waren der Präsident des Apcllationsgerichts in Brüssel Edmund Jknssen, der Präsident des Apellotionsgerichts in Boma Giacomo Nisco und der Schweizer Schuhmacher. Mit Bewunderung, so heißt es in dem Bericht, nahm die Kommission die Fortschritte wahr, die in 25 Jahren aus dem vorher vollständig brach liegenden Kongogebiet einen Staat gemacht haben, in dem der Weiße ohne Waffen und ohne Eskorte, wenn er nicht feindselige Absichten zeigt, sich bewegen kann. Tie Hauptstadt Boma ist mit den entfernten Bezirken in steter und regelmäßiger Verbindung. Man glaubt ein Land vor sich zu haben, das schon seit langem von der Zivilisation erobert worden ist. Im Jahre 1902 hat der Kongostaat alle nicht kultivierten Ländereien, ialso demnach fast das ganze Kongogebiet für Staatseigentum erklärt. Tie Erträgnisse der Wälder, von denen die Einwohner zum Teil lebten, wurden ihnen entrissen. Die Kommission verlangt, daß nach französischem. System außer den Dörfern und kultivierten Ländereien den Eingeborenen Wiesen und Wälder im bestimmten Umkreis ihrer Niederlassung gegeben werden. Hiermit entscheidet sieb die Kommission gegen eine alte vielbekämpfte Maßregel oes Kongostaates, welche die Freiheit des Bewohners am Kongostaat sehr behindert. Weiter wird verlangt die Einführung von Geldmünzen als Bezahlungsmittel statt Tauschwaren von unbestimmtem Wert. Tie ' üuserlegung von Arbeiten an Stelle von Steuern wird als berechtigt anerkannt. Die gesetzliche Tauer beträgt 40 Stunden Arbeit für den Staat pro sRonat. Da aber eine bestimmte Menge des Kautschukertrags als Steuer ein geliefert werden muß, so wird die festgesetzte Stundenzahl illusorisch, zumal verschiedene Gegenden von Kautschuklianen durch Raubbau nahezu entblößt sind und die Eingeborenen manchmal tagelang marschieren müssen, um Kautschuklianen zu erreichen. Bei Nichteinlieserung des bestimmten Quantums erfolgt Strafe, die einen Monat Gefängnis nicht überschreiten soll. Häufig werden die Gegangenen nicht schlecht behandelt; manchmal begehen jedoch die schwarzen Wachen schwere Gewalttaten gegen die Gefangenen. Ties geschah namentlich von den Wachen der Abirgesellschaft. Sehr schlimme Klagen werden vor allem von Protest. Missionaren vorgebracht. 2:e Missionare stellten schwarze Zeugen, die bewiesen, daß die schwarzen H il fs s 0 ld a t en alle töten, die sich ihren toüften Forderungen widersetzen. Ein einziger dieser Schwarzen hat 120 Morde während der letzten Jahre begangen. Tie von dem Ausschuß festgestellten Mißbrauche sind meistens von eingeborenen Soldat en verübt worden. In einem einzigen Torfe sind 23 Fälle konstatiert worden. Dem Ausschuß wurden sieben Eingeborene vorgeführt, welche angeblich verstümmelt sein sollen. Unter ihnen befand sich auch Eponda, der jedoch einräumte, daß seine Verstümmelungen nicht von Menschenhand herrührten, sondern aus einem Kampfe mit einem Eber. Wie die Eingeborenen erzählten, sei es Gebrauch bei den Eingeborenen gewesen. Den Toten d i e Hände ab zuschn ei den, um sich von ihrem Tode zu überzeugen. Kcer und Atolle. Berlin, 4. November. Die neue Flöt ten-Vor- tage ist dem Bundesrat zugegangen. Sie hält sich, was die Zahl der neu geforderten Schiffe anlangt, ganz im Rahmen dessen, was bisher von Negierungsseite darüber angedeutet worden ist. I --------- ------- - Fakultät zum Dr. honoris causa ernannt. ** Die chronische Schweineseuche, welche namentlich im Norden und Osten Deutschlands nach und nach eine große Ausbreitung gewonnen hat, ist schon wiederholt auch in das Gebiet des Großherzogtums eingeschleppt worden, ohne daß es selbst durch die strengeren, in ixm letzten Jahren gegen die Einschleppung der Schweinepest und Schweineseuche erlassenen veterinär- polizeilichen Maßnahmen wirksam verhindert werden konnte. Die chronische Schweineseuche macht sich meist durch häufiges Husten in einem Schweinebestande bemerklich. Aeltere Tiere fallen ihr nur selten zum Opfer, dagegen führt sie häufiger zum Siechtum einzelner Tiere und befallt oft die Nachzucht in der Art, daß nur ein Teil derselben auftommt, der sich dann meist chlecht entwickelt. Unter diesen Umstanden hält es den beamteten Tierärzten oft schwer, die Seuche mit Bestimmtheit festzustellen, sodaß dadurch auch eine überall gleichmäßige veterinärpolizeiliche Behandlung nicht zur Durchführung gelangen konnte. Tatsächlich ist man in fachmännischen Kreisen zu der Ueberzeugung gelangt, daß bei der großen Ausbreitung der Seuche und den oben erörterten Umstünden auck die strengsten veterinärpolizeilichen Maßnahmen nicht mehr zum Ziele führen würden, und daß, da auch die seither versuchsweise an dem Hauptbahnhofe beim Ausladen von Postwertstücken eine Kaselic mit 1800 Mk. Inhalt gestohlen worden. Bei den fofort vorgenommenen Haussuchungen land sich die erbrochene Kaieile im K'chlenkeller eines Postboten vor. Auch das Geld wurde bis nur 10 Alk. gesunden. Der Beamte wurde verhaltet. — Die Frau dec- Möbelpolierers Nehring m Rummelsburg bei Berlin Hal s i ch unb ihre Kinder erhängt, lieber das Motiv zur Tal verlautet, daß die Frau das Cp'er ihr eignen ehelichen Untreue geworden sei. — In Karlsruhe wurde ein junges Mädchen unter dem Verdacht des Mordes in Untersuchungshast gr- nommen. Hlmvcrfltäls-Pachrichtkn. — Für ein Allgemeines studentisches Ehrengericht an jeder Hochschule macht die Freie Studentenschaft Propaganda. Dasselbe soll sich auf einen Allgemeinen Studentenausschuß aufbauen, der ohne Ausschluß irgend welcher Gruppen die gesamte Studentenschaft vertritt. G-i soll nicht mehr, wie das Ehrengericht einer Korporation^ darüber entscheiden, ob die Gegner sich auf Pistolen oder auf Säbel ober sonstwie zu schlagen haben, sondern über Recht und Unrecht entscheiden und den Schuldigen zu einer mit seinen lieber- zeugungen zu vereinbarenden Genugtuung verurteilen, die auch in einer bloßen AbbiUe vor dem Ehrengericht bestehen kann. Es wird dabei betont, daß zu einer solchen oft mehr moralischer Mut gehöre, als dazu, sich mit der Waste in der Hand dem Gegner zu stellen. Aufs Nachdrücklichste wendet sich die Freie Studentenschaft gegen das gesellschaftliche Konventionell der „unbedingten Satisfaktion mit der 23affe". Vor dem Allgemeinen Ehrengericht will f'-0 iedein, mag er sich nun zum Duell bekennen, ober es verwerfen, |crn Recht werben lassen. Kopenhagen, 4. Nov. Der ehemalige Professor der Nationalökonomie, N. E. Frederiksen, ist gestorben. Jena, 5.9100. Eine Versammlung deutscher Studenten nahm zur Ausländerfrage Stellung. Nach heftigen Angriffen namentlich gegen bie r u s s i s ch - j ü d i s ch e n S t n d e n t e n winde er- klärt, daß rechtlich die deutschen Studenten den Vorrang vor den Ausländern haben müssen. Marburg, 3. Nov. Nächsten Samslag wird sich in der philosophischen Fakultät bet Universität Dr. phil. PH. Lorenz als P r rv a t b 0 z e n t habilitieren mit einer Antrittsvorlesung (mit Lichtbildern) über „die Entstehung der Alpen im Lichte der modernen Theorien alviner Gebirgsbildung". Vorher itrb ^rrßcl r, •Foh’Uwirtfrfhith Diskonterhöhung der Deutsch en R e i ch s baut. Zum sechstenmal in diesem Jahr hat der offizielle Zinssatz eine Veränderung erfahren. Bis zum 10. Januar stand er auf ol „ Von da ab sank er aus 4% am 11. Februar auf 3720/0 und om 25. Februar auf 3°/0 herab. Am 11. September wurde der Tiv- kontfatz von 37» aus 4% erhöht. Am 3. Oktober folgte bann eine Diskonterhöhung auf 5%, bie seitens des Reichsbankpräsidenlen hauptsächlich mit der Tatsache begründet wurde, daß die Anlagen der Reichsbank eine Höhe erreicht hätten, wie noch nie seit Bestehen des Institutes. Am 4. November kam dann die Erhöhung ani 5'/2°/0 mit dem Bemerken, daß es leicht zu 6", kommen kann, wenn eine weitere Verstelsimg des Geldes eintreten sollte. — Dresdener Bank. Gestern meldete der Telegraph, bau zwischen dieser Bank und dem Bankhaus I. P. Morgan u. Eo. in Newy 0 rk eine intime Verbindung hergestellt sei. Die Börse nahm die Nachricht ziemlich kühl auf, beim die Aktien der Dresdener Bank stiegen mir 0,30 Proz. Man mag dabei der Ansicht sei, daß eine Verbindung mit Morgan nach den Erfahrungen stets für diese Firma besonders erfolgreich ist, während der partizipierende Teil weniger Nutzen daraus zieht. Aber Amerika soll nun nach dem Ratschluß der Großbanken gehegt, die amerikanischen Papiere in reicher Auswahl nach Deutschland verpflanzt unb bav beutsche Kapitalistenpublikum noch mehr — interessiert werden. To nun bie Deutsche Bank mit bem Hanse Speyer u. Co. in Newyorl liiert ist, bie Diskonto - Gesellschaft mit Fulm-Loeb u. Eo., die Darmstädter Bank und die Berliner Handelsgesellschaft nw Hallgarten u. Co., so mußte doch die Dresdener Bank auä ihre Verbindung haben. Sie wird bei Emissionsgeschäften dc-. Hauses I. P. Morgan für Deutschland und die Schweiz Mitwirken. — Weiter will die Dresdener Bank im Verein mit dem A. Schaasi- hausen'schen Bankverein eine Auslandsbank mit dem Sitze in Berlin und eine Niederlassung in Buenos Aires gründen. Spielpla« der vereinigten Frankfurter ßtadttheater. Opernhaus. Dienstag den 7. November'): „Die Hugenotten." Mittwoch den 8. November: „Frühlingsluft." Donnerstag den 9. Novembers „Ter Bajazzo." Hierauf: .Cavalleria rneticana.“ Freitag den 10. November geschlossen. Samstag den 11. November: „Margarethe." Sonntag den 12. November, nachmittags halb 4 Uhr: ,Tas Schwalbennest." Abends 7 Uhr: „Iphigenie auf Tauris.' Schauspielhaus. Dienstag den 7. November'): „Stein unter Steinen.' Mittwoch 8. November: „Was ihr wollt." Donnerstag den 9, Nov. abends halb 8Uhr: „Tie Journalisten.' Freitag den 10. November: Zu Schillers Geburtstag: „Maria Stuart." Samstag b* 11. November: „Zapfenstreich." Sonntag den 12. November nachmittags halb 4 Uhr: „Telepbon-Geheimniffe." Abends 7 Uhr „Wilhelm Tell/ Montag den 13. November: „Was ihr wollt. Dienstag den 14. November: Zum ersten Male: „Dal schwache Geschlecht/ •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Bei der Entwöhnung der Säuglinge von der Mutte», bru st empfiehlt sich, zur Ueberleitunq zur Kuhmilch und zur gemifchtcl Kost, der Zusatz von Kufekes Kindermebl zur Milch, welche dadurch im Blagen des Kindes feinflockig, der Muttermilch ähnlich, gerinn: und so leichter verdaulich wird. Man gibt diese Mischung als G-' tränk ober man kocht auch eine Suppe ans Kufekes Kindermebl mit Milch oder Fleischbrühe, besonders au§ Kalbsknochen. Kufekes Kmdermehl, welches sehr wohlschmeckend ist, kann man für größere Säuglinge auch mit etwas Kakao mischen: es ist sehr ausgiebl^, daher billig und kann demnach in jeder Familie ohne große Stollen gebraucht werden. hv*/u Todes-Anzeige Herr Hermann Spanier Hüttendirektor a. D In tiefer Trauer: Giessen (Wllhelmstrasse 19), Wetzlar, Godesberg, Göttingen, Mülheim am Rhein, Darmstadt, Marburg, den 6. November 1905. Die Beerdigung findet Donnerstag den 9. November, vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes in Giessen aus statt. 5711 Um stille Teilnahme bittet Giessen (Krofdorfer Strasse 12), den 6. November 1905. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. d. Mts., nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Wieseck, den 6. November 1905. 5716 Statt Karten. 07554 Giessen, Bleichstr. 12. 1A-. w 68 Hermine Spanier, geb. Vomhof Hermine Kellner, geb. Spanier Gerichtsassessor Karl Spanier Una Völker, geb. Spamer Clärchen Ploch^ geb. Spamer Bankherr Otto Kellner Ingenieur Max van der Straeten Else Spamer, geb. Scheuch Fabrikdirektor Wilhelm Völker Dr. med. Karl Ploch und 8 Enkelkinder. K Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber, guter Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn Schwager uud Onkel D6/u In vergangener Nacht entschlief sanft nach langem Leiden mein geliebter Mann, unser teurer Vater, Grossvater, Bruder und Schwager Emilie Reis Sally Lehmann Verlobte Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louüse T^eppinger- geb. Bernhardt. Offenburg, Baden. Bekanntmachung Aus der Stiftung der Ludwig Theodor Felsmg Eheleute zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen und zwar: 171.43 Mk. an zehn in Gießen geborene würdige Arme und 34.29 Mk. an fünf würdige Witwen zu gleichen Teilen zu vergeben. Anmeldungen hierzu sind bis zum 30. November 1905 auf dem Armenamt, Neuen Baue 25, Zimmer Nr. 2, einzureichcn. Ans den Zinsen der Stiftung der Elisabeth«: Schmidt sind Gaben von je 17 Mk. an vier bedürftige, unbescholtene, ledige Dienstmädchen im Alter über 50 Jahren und zehn arme Witwen aus Gießen zu verteilen. Meldungen sind unter Beifügung der erforderlichen 'Nachweise bis zum 1. Dezember dS. Js. in unseren Geschäftsräumen, Neuen Bäue 25, einzureichen. Die Zinsen der Friedrich Heyer von Rosenleldschen Stiftung mit 67,20 Mk. sind am 21. Dezember an solche evangelische, würdige Stadt- arme zu verteilen, die selbst, deren Eltern und Großeltern in Gießen geboren find und das Bürgerrecht hier besitzen oder besaßen. Meldungen nimmt das Armenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, bis 20. d. Mts. während der Geschäftsstunden entgegen. Gießen, den 3. November 1905. B*/u ' 'L'ürgermci’terci Gießen. Curschmann, Beigeordneter. Bekanntmachung. Dienstag, 7. November, nachmittags 3 Nhr, sollen am Wetzlarer Weg 12 Posten Ab fallHolz, darunter 11 kleinere Stämme, sodanit um 4 Uhr (ruf dem Lut herberg 25 Posten Abfallhotz, darunter 4 kleinere Stämme, meistbietend versteigert werden. Tie Zusammenkunft ift um 3 Uhr auf der Kreuzung der Wetzlarer Weges mit der Friedrichstraße und um 4 Uhr aus des Lieh er Straße am Lutherberg. Gießen, den 4. November 1905. Großherzogliche v i icinretjlcrci Gießen. Mecum. Möiincr-lmiivercin Kikßkn. Todes-Anzeige. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langjährigen Mitgliedes lv®/u Kerrn Hermann Treppinger in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. d§. Mts., uachiu. 3 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Der Borstand. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste unserer lieben, guten Tochter und Schwester Karoline und die liebevolle Pflege der evangelischen Schwester, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hellwig sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Schäfer. Utschen 'St c i'?'/?.■ t der delle Mrv. Januar stand er sV Februar auf 3‘/.% i»e , Sevtember wurde bet t , 3. Oktober Mflte bom S bei Reicksbanlvm^- ibet rourbe, dasi die v -: (en, wie noch nie seil rc’iu am dann die Srhöbrnu e f)t zu 6°, kommen kann, w: nntreten sollte. tu meldete derTelegiapd,,. aus I. P. Morgan s inbunq hergestellt sei. • iihl auf, denn die Mn >1, Tlnn mag dabei bet • iorqan nach de» ie Spronn.6«. I"®* H ^ereinrnitöemU-.n .Hank nut dem^'ye ireiarünben. — .. Herr Hermann Treppinger im Alter von 68 Jahren am Samstag abend 11 Uhr an einem Herzschlag verschieden ist. Couverts mit Hirma billigst vrübl'jche Universitäts-Druä..e!. Sieben. Ifc9 i I1?« 4 M 1 braches? l\b,e "i-ilinuto* " I der,®all **" 6s t W'ch das J2Cxi0ici,e' I verhaslet ?.ubIb'5ti|| »chrich-n7^ fe*» V 31 bcr ol,11c AiM'I l ern rn«nicfin,t °°rlri.t.W emer Korporation, öqv?» ?? ■ iHo len ober anj Gäbt E lei» »der Reckt und U- f " i» einer mit seinen Urte I lS& ?e?.Urlcilen- bic Ql1»' I ucht bestehen kann. | '»ehr moralischer MnlM ! der Sand dem (Segnet", | "m die Freie clubenienitr F 'iicd der »unbebingUrl e. Bor dem StllqemeiD' i« nun zum Duell bekenn, t lassen. ehemalige Proscssor (e i e n, ist gestorben. nq deutscher ctiibenlen Mk heftigen Angriffen nnineiiöii * n o t u b e n t e n winde c ] identen den Vorrang vor it Samslag wird sich inte rfität Dr. phil. PH. Loru en mit einer Anlriltsvorle« mfj der Sllpeit im Lich» Ibiinq'. ts. Tlilhr- * SS*«*”* 5)on»e^A yiotjemi' a Stuart- Jg mj :onnto4 oibeuds', Schein''"^ das ihr -- MS»Ls *il,s***a4 SM a GelegenheitskauS ostttm-ttöck regulärer Wert bis 16 Mk S 7 RTOX ■ \ Ö719 Erste 3 l'ttN! durch den Hof. 5706 Dieser fassfreie kostet in Spielzeiten: ,7 Uhr abends Der Ehren-Ausschuss. Der Fest-Ausschuss. Carl Nowack Modewarenhans. Jean Kirch. Seit 30 Jahren als beste u. profitlichste Marke bewährt! 5615 Bedeutendstes Werk dieser Branche in Mitteldeutschland. BW. Gießen, den 3. November 1905. B4/ii Großhcrzo«- > ’crci Gießen. 3. 23.: Curschmann. Chem.Wascha nsta It Gebr. Rover. Fä rberei. Zu haben fn oflen eln-^ fdildgigen LelMdilea 3n Bord und Sld.ln Oh und Welt 6111 • Kavalier • nur alt das Brill v m o So □ <13 E/2 CD SO beliebten Gratiszugaben ! -v zn Cafe IS bei Dienstag, den 7. November ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦*♦♦ ooo-^o ♦♦♦! Montag, den 6. November in Steins Saalbau allgemeine Vorstellung, allgemeine Vorstellung. Vorstellung für Schüler, allgemeine Vorstellung. Cheviot ',,7 Uhr abends 1/a3 Uhr nachm. V,7 Uhr abends 1,7 Uhr abends 1/,3 Uhr nachm. */,? Uhr abends blau und schwarz Grösse 42—50 ■arfctplati 18 GfiGSSGIl Marktplatz 18 aus Elberfeld. Neues vorzügliches Personal! Amüsantes Programm! WermzHk Mimik ;u W-da. Der Kriegervcrein zu Ridda bringt vom 12. bis 17. t>. Mts. das weithin bekannte und berühmte KriegSfestspi e l Der dectsch-französische Krieg 1878,71 in 31 lebenden Bildern mit verbindender Dichtung und Musik, dargestellt durch ca. 100 Personen, zur Aufführung. Festspiel-Ordnung bringen Flugblatt und Plakate. in prima doppelseitigen Stoffen, kleine Karos, engl. Geschmack jetzt Mk. g.£0 Eletztttt Etartiit E. $ Montag, den 6. November 1905 abends 8V2 Uhr pünktlich im Hotel „Großherzog von Hessen" Hen erat-Versammlung. Ta geS-Ordnung: 1. Geschäfts- u. Kassenbericht. 2. Vorstands' wähl. 3. Verschiedenes. v»/ Bekanntmachung. Die unteren 25. Oktober 1905 angeordnete Sperre des MarktplaheS zwischen Kirchenplatz und Schulstraße wirb hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. November 1905. Großh. Nolizeiamt Gießen. Herberg. Zu 65, 70, 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. per Paket überall käuflich. des Komikers am Klavier: O. Lamhorg Klavier-, Gesangs» u. Dektamationshumorist ans Wien (Programme an der Saalkasse) Eintritt: Res. Sitz Wit. 1,-, Richtres. 50 Pfg., für Studierende 75 M. Kartenverkauf in der Musikalienhandlung Ernst (Spanier (Rudolph's Nacht.) und a. d. Saalkasse. 5605 <>oo^<>*****.oooo*^**** Nestanrant Landgraf Landgraf Philipp-Platz. Täglich bis 1. Dezember 1905, von abends 8 Nhr an: Großes Preis - Billardspiel I. Praias £?ne pcldene Herrenuhr Preiskarte ä 50 Pfg. 568? wozu ergebenst etnladet Karl Vo-gt. V,3 Uhr nachm. fürAuswärtige (nicht s.Schüler) i, 7iikr & allgemeine Vorstellung. allgemeine Vorstellung. Vorstellung für Schüler. Verein Freundinnen junger Maischen ladet Stützen, Laden- und Kinderfräulein zu einem Thoe-Abend auf Sonntag, den 12. November, freundlichst ein. Anfang V,8 Uhr. Ende 10 Uhr. Dereinszimmer: .staiserhof, Sonnenstraße, I. Stock, Eingang Die vorstehenden Spielzeiten find allein maßgebend. Abweichungen in dem Plakat find nicht zu berücksichtigen. Sperrsitz 1.50^, 1. Platz 1 Jl. 2. Platz 50^, Gallerie 30-$. Schüler hob. Schulen 50 Volksschüler 30 H. Vorverkauf bei Herren Rapvolt, TrebeS, Jost, Schwalm, K. Ferro und Rechner Ringühausen in Nidda. ID6/U Brennholz kurzgeschnittenes, trockenes Brennholz kann zu jeder Tageszeit abgeholt oder geliefert werden. Mia Zentner Mk. 1.20. Zimmergeschäft Helfenbcin, Schottstrabe 19 Telephon 577. Kartoffel ma^nuni bonum, prima Qualität und Salatkartoffeln empfiehlt zu den billiasten Preisen •S. 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Detmold, 4. - envoared isi : aasenden versamn ' mm Vereine bitt tz Rathause durch s! n dankte. Dan Uidmzschlosse. Im rammelte Landt i.r. Händen des Sic tnuyqtn und verlas Vm Ui M lverösseniM, M bis zu Ibv Ma erlassen werde der erbliche Frei Karlsruh neuen badischen Richter 10, Pros, liche 4, Gemeinde meister und 1 R, kanten 3, Handtv beiter 3, sonstige: Reutlinge lung erstattete $ er,i». Sejiiqtid 'alsungSresor m», daß diese Ges M ebenso wie die baden, ob sie ba§ Keine s fttß für sie sei Machterweite raleu Kreise volts-xirtei und 5 Regierung ei verhindern mr Sonntag, 12. Nov. * 12. , Dienstag, 14. Nov, Mittwoch, 15. Nov. , 15. , Donnerst., 16. Nov. Freitag, 17. Nov. , 17. „ Bekanntmachuntz HerbstkontroNversammlunfl. Es haben auS der Stadt Kiesten auf dem Hofe bet alteu Kaserne am Landgraf Philipp-Platz z« erscheinen: 1) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve. (Kleiner Dienstanzog). 2) Die Mannschaften der Reserve, sowie die zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden Entlassenen aller Waffen. 3) Diejenigen der Landwehr 1. Aufgebots angehöriger. Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl 5um Erscheinen bei der Herbstkontrollversammlung zugebk. Die Ersatz-Reservisten haben bei der Herbftkonttoll» Versammlung nicht zu erscheinen. ___Am 8. November, 9 Uhr vormittags die Jahrgänge 1898, 1899, 1900 der Infanterie, sowie die oben unter Nr. 1 Äul- gefuhrten aller Jahrgänge und Waffen (der Reserve), (Offiziere) rc. 8. November, 2 Uhr nachmittags die Jahrgänge 1901 und 1902 der Infanterie. 9. November, 9 Uhr vormittags die Jahrgänge 1903, 1904 1905 der Infanterie. 9. November, 2 Uhr nachmittags sämtliche Jahrgänge der Reserve der Garde. Jäger, Kavallerie, Feldartillerie, Futzarttllerie, Pioniere und Verkehrstruvven. 10. November, 8V, Uhr vormittags sämtliche Jahrgänge der Reserve des Trains, Sanitätspersonals, Veterinärversonals, sonstige Mannschaften und Marine, sowie die zur Disposition der Truppen* teile und Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen und die oben unter Nr. 3 Aufgeführten. (Landwehr I. Aufgebots, denen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Komrolb Versammlung zugeht). Es wird folgendes erinnert: 1. Befreiuna^esuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Hauvtmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeistereien bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt fein. n fjjnnen nux jn den dringendsten Fällen staünnden. 2. Jeder Kontrollpflichttge ersteht die Jahrcsklassc, zu der er o dem Deckel seines Militärpaffes. 3. Die Ntttttarpaffe mit eingeklebter gelber Kriegsbeorderung . uni? Führungszeugnis find mitzubriuaen. §!1^^^daben m bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, etotfe, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorher weg- zulegen. 5. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Z?nttolltages bis emschließlich Mitternacht unter dem Milttürgesetz. Demgemäß werden auch Unvünttlichkeit und Versäumnis der Konttollversammlung besttaft. ■■r- Vorzüglichhe lie6ers)utz Crölue ■ ■ ■ avalier kein fofllidies ZchuliftuhüWsklkk L. Vöiiifl idincfri'1 * Du* Helfe ffifs fieddr?- Giefien, den 1. November 1905. KostOm-Rorö Man achte [ /■< aoi die ■ wfi Fabrik: trnfon Hugsburg a’/i V4