Nr. 55 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Montag 8. März 11)05 BezngspretAr Amts- und Anzeigeblütt für den Kreis Gietzen monatlich 75 Pt, viertel- jährlich Mk. 2.20; durch i FtpH^n 1 jährlich, . .. , Avhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger " Erschein« tügrlch außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Familien« -lütter vrermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B r ü h l'schen Untvers-Buch-u. Stein- btudctet 9L Lange. Redaktion, Ervedtttoa und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Deveschen: Anzeiger Gietzcu. tzernsprechanschluß Nr. hl. jährl. ausschl. Bestellg.! Annahme von Auzei'ttl! ir die Tc iswamner s vo-antttagS 4 'eine, Zc 'envreis: .ok-'uZZP^ autzwärtS *0 Ä'I. Verantwortlich den poltt. und tajeid, Seil; P. Wtttko: für „Stadt und Land" und „Gerichtssaal"'. August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.' Die Seutige Kummer umfaßt 1V Seiten. Die Schlacht bei Mukden. Petersburg, 5. März. 4:ie „Petersb. Tebegr.-Ag." veröffentlicht nachfolgende Depesche aus Mukden vom 4. März, 6 Uhr morgens: Gestern setzten die Japaner den Sturm auf unsere Stellungen westlich von Mulden fori. Im Zentrum fand bis zum Abend nur ein Artilleriegefecht statt. Dann stürmten die Japaner Sachepu, gelangten! bis zu den Drahthindernissen, wurden aber zurück geschlagen. Unfern linken Flügel bei Kandalifan stürmte Sie japanische Garde. Heute früh um 4 Uhr wurde ihr zehnter Sturm abgeschlagen. Die Japaner erlitten ü b er allj sta rte V erlu ste. Heute tobt ein Artilleriegefecht auf dem rechten Flügel. Petersburg, 5. März. Die „Petersb. Telegr.-Ag." meldet weiter; Um 7 Uhr morgens begann der Kampf von neuem auf den Stellungen bet Mukden gegen bie Division des Generals Nvgii. Unsere Artilleriesalven waren weit stärker als gestern. Auf unseren Stellungen am Schahv ist keine Veränderung eingetreten. Auf der linken Flanke rmternahmen die Japaner bei Tage keinen Angriff. 'Der letzte Angriffs der dreizehnte am Kutulin- paß, wurde mm 8 Uhr morgens zürückgeschlagen. Der Putilowhügel wurde den ganzen Tag von Belagerungsgeschützen beschossen. Rechts von der Eisenbahn griffen die Japaner Liantschaupu an, das unsere Vorposten nach hartnäckigem Kampfe verließen. Petersburg, 5. März. Die „Petersb. Telegr.-Ag." meldet aus Mukden unterm 5. März: Seit dem frühen Morgen dauert der Mtilleriekampf westlich vonj Mtukoen an. Die Linie der japanischen Vorposten dehnt sich bis 9 Kilometer von' Mukden parallel zur Eisenbahn aus. Die japanischen Geschjosse explodieren etwa 4 Kilometer von den Kaisergräbern entfernt. Vorzugsweise werden die ausgedehnten chinesischen Dörfer beschossen, welche fast den einzigen Stützpunkt in dieser ungedeckten Ebene bilden. Den ganzen Tag wetteifern unsere Feldbatterien energijA mit den japanischen' und überschütten einander mit Schrapnells. Zeitweise ist der ganze Horizont infolge der explodierten Schrapnells von Rauchwolken bedeckt. 'Das Wetter ist klar. Petersburg, 6. März. Generaladjutant Kur o - Palkin telegraphiert am 4. März: An der Front westlich von Mukden ist die Nacht ruhig verlaufen. Gestern begegnete eine russische Abteilung auf der Straße von Mukden nach IHsinmintun, 5 Werft nordwestlich von Taschi- tschao, einer von Westen anmarschierenden feindlichen Abteilung; unsere Abteilung ließ sich auf ein Gefecht mit dem Gegner ein. Von der rechten Flanke unserer Armeen sind keine Berichte eingegangen. Seit heute früh ist Geschütz- feuer aus der Richtung von Suchudsiapu vernehmbar. Vor unserer mittleren Stellung ist es ruhig. Nur gegen die bei Sachepu stehende Abteilung führten die Japaner abends, einen Aügriff aus, wobei sie bis an die Drahthindernisse unserer Befestigungen herankrochen und Handgranaten warfen. Sie wurde:: bald durch unser Geschütz- feuer zurückgeschlagen, ohne daß es ihnen gelungen war, die Drahtzäune zu beschädigen. Auf unserer rechten Flanke hat die japanische Garde gestern abend und nachts die heftigen Angriffe gegen unsere Stellung bei Kando- lissan fortgesetzt; oer letzte Angriff, der zehnte, wurde um 4 Uhr früh zurückig es ch lag en. In unseren Schanzen sind Leichen von Japanern aufgehäuft. Die Angriffe gegen den Kutulin-Paß stellte der Gegner gestern nachmittag ein; jedoch wurden für den Abend erneute Angriffe erwartet. Bei den Detachements auf der linken Flanke der russischen Armee hörte gestern abend das Gefecht auf, wobei gegenüber den Stellungen von Kudiapu ein Rückzug der japanischen Truppen bemerkt wurde. Unter den gestern Verwundeten befanden sich Generalmajor Schatiloff und Oberstleutnant Gur ko. Hcjute wurde die Vorhut des unsere rechte Flanke umgehenden Gegners zwischen der Hsinrnintun§traße und, dem Hunho, etwa 8 Werst von der Station Mukden, bemerkt. Bei Tagesanbruch des 4. März nahmen die Japaner Suchudsziapu ein, rückten aber nickt weiter vor. Nach, einem hestrgen Kampfe nahmen die Japaner Lan- schanpu. Ihr Anrücken gegen unsere Stellung bei Sachepu, das morgens um 5 Uhr begann, wurde aufgehalten. Der Gegner tmrrde durch die Salven der Vorhut zurück- geworfen. Den Putilowhügel griffen die Japaner gestern abend um 11 und nachts um 1 Uhr an: sie wurden aber jedesmal zurückgeschlagen. Gegen unsere Stellungen im Kandolisanbezirk wiederholte der Gegner die Anariffe bis gegen den Morgen. Um 8 Uhr morgens wurde der Feind mit großen Verlusten zurückgeschlagen. Der letzte Angriff war der dreizehnte. Tagsüber wurden die Angriffe "eingestellt. Gegen den Kutulinpaß unternähmen gestern um 2 Uhr nachts die Gegner zwei Angriffe, die beide zurück- geschlagen wurden. Auf unserer äußersten linken Flanke vergingen die Nacht und die folgenden Tage verhältnismäßig ruhig. Der bei Kudiadzu befindliche Truppenteil führte in der Nacht einen partiellen Vormarsch aus. Eine Privatmeldung, die mit Vorsicht aufzu- aehmen ist, lautet: Petersburg, 4. März. Gestern war ein historisch denkwürdiger, aber auch surchtbarerTag für Rußland. 11ml 7 Uhr abends traf eine chiffrierte Depesche Kuropatkins ein, daß 260 000 Japaner den russischen Flügel durchbrochen und von der übrigen Armee ab schnitt en. Um 10 Uhr abends kam eine -weite Depesche Kuropatkins, welch" lautet: „Tie Japaner in ar schier en auf Mukden. Meine Lage ist ä u ß e r st g e f ä h t (i ch". Im Laufe der Nacht trafen weitere Nachrichten ein, deren Inhalt noch unbekannt ist. Heute wird M Regierungskveistn angenommen, daß Kurovatkin Völlig geschlagen, seine Armee zersprengt sei, ja daß event die Bahn nördlich von Mukden abgeschnitten ist. ♦ Petersburg, 5. März. Eine vom Stadthaupt, geführte Mordnung des Stadtrats überreichte General Stössel eine Adresse. Irkutsk, 5. März. In den Tungusentundren hinter Turn- chansk ist unter den Renntieren eine Seuche ausgebrochen, welcher 20000 Tiere zum Opfer fielen. Mehrere Tungu-sen, die das Fleisch der erkranktm Renntiere genossen, starben. Friede in Sicht? Hamburg, 4. März. Die Rückgängigmachung desVerkaufsderDampferderHamburg-Ami- rika-Linie an Rußland hängt anscheinend mit Frie- densverhandlungen zusammen, die im Gange sein sollen. Es ist offenbar, daß die Hamburg-Amerika-Linie bei dieser Wendung der Transaktion ihren Vorteil davon trägt. 'Die schon angemusterten Mannschaften erkalten Abstoppgelder. Gerüchtweise verlautet freilich, daß oie Schiffe vorläufig noch Mr Verfügung der russischen Regierung bleiben. Auch auf der „Phoenicia", die in ein Werkstattschiff tmmgebaut werden sollte, wurde diese Arbeit eilt» gestellt. Außwrrd in Sturm und Drang. Da? letzte kaiserliche Manifest an den Minister des Innern, in dem diesem die Bildung einer Konferenz zur Einberufung einer Volksvertretung übertragen wird, wird auf sehr ungünstige Nachrichten aus der Mandschurei zurückgesührt. Jndeß kürzeren auch andere Deutungen, von denen m unserer heutigen ,Polit. Wochenschau^ die Rede ist. Die Lage m Polen lieber Unruhen in der Fabrik Posnansky in Lodz werden unterm 4. ds. Mts. folgende Einzelheiten gemeldet: Arbeiter, welche vor den Kosaken flohen, sielen in einen Teich, wobei 24 Frauen ertranken. Vier Arbeiter wurden getötet. Heute mittag kollidierte in dem bei dem Fabrikkomptoir gelegenen Bierausschank eine Dynamit- bombe. Der Besitzer wurde getötet und die Schank- wirtschasi zerstört. Drei Det'ektivs wurden ermordet. Die Polizei fand in der Portierloge der Fabrik Posnansky noch zwei Sprengbomben, Revolver und viele kompromittirende Briefe. Man vermutet, daß der Portier selbst es war, der die Explosion verursachte. ✓ Die Anarchie im KMkasus. Ein Kaufmann in Bau, der die Schreckensszenen der vergangenen Woche alle miterlebt hat, schreibt der ^Neuen Fr. Pr.^, es seien die Greuel von Kischinew weit übertroffen, es sei so schrecklich, so haarsträubend grausam, daß es jeder Beschreibung spotte. Mehr als 1000 Mensch en sind hingemetzelt worden: erschossen, erstochen, lebendi'g verbrannt, auf die grausamste Weise verstümmelt, die Augen ausgestochen — darunter Greisen, Frauen und Kindern! Ganze Familien sind im Feuer umgekommen, so im Hause des Balerbek Lajajeff mehr als 40. Die, welche sich herausretten wollten, stürzten in die Mesier und Dolche der Belagerer, und alles geschah unter den Augen des Gouverneurs Fürsten Nakaschidso, der Polizei, mehrerer tausend Kosaken und des Saljanschen-Regiments. Die Tartaren, die alle gut bewaffnet waren, griffen in allen Teilen der Stadt dte Armenier an. Die Kosaken mischten sich nur dann in den Streit, wenn die Armenier die Oberhand bekamen, und nur um Geld retteten die Soldaten einzelnereiche Armenier. Mancher omie Armenier lief den Soldaten in die Hände, um den Tataren zu entkommen, und wurde so mißhandelt, daß er aus Verzweiflung zu den Tataren zurücklief und hin und her flog wie ein Spielball, bis ihn Bewußtlosigkeit und Tod erlösten. In Eriwan fanden am 5. ds. Mts. Zusammenstößen zwischen Muhamedanern und Armeniern statt, wobei einige Personen getötet wurden. Are feierlich Kinfükrunff des Mräsidenten Woosevelt in die zweite Amtsperiode wurde am 4. d. M. zu Washington mit dem üblichen Zeremoniell begangen. Nachdem' Failbanks in sein Amt als Vizepräsident des Senates eingesiihrt war, begab sick die ganze Versammlung auf die große Rampe vor dem Kapiwl, wo dem Präsidenten in Gegenwart einer großen M-enschenmenge der Eid abgenommen wurde. Roosevelt verlas sodann eine an das gesamte amerikanische Volk gerichtete Adresse, in welcher er ausführte, kein Volk der Erde hätte mehr Grund zur Dankbarkeit gegen Gott, als das amerikanische, da es vor allen in die Lage versetzt war, seiner Wohlfahrt und seinem Glücke leben zu können. Amerika habe es nickt nötig gehabt, für seine Existenz gegen eine fremde Rasse zu kämpfen, aber dock habe das Leben Kraft und Anstrengungen, ohire die die Mannestugenden dahinsckwinden, h-'rausgefordert. D-er Erfolg, den das amerikanisch^ Volk in der Vergangenheit hatte und voraussichtlich auch in Zuftmst haben werde, 'sollte kein Gefühl eitlen Ruhmes erwecken, sondern das der Verantwortlichkeit und der Entschlossenheit, zu zeigen, daß unter einer freien Regierung ein mächtiges Volk am besten gedeihen kann. — In der Botschaft heißt es dann weiter: , Wir sind eine große Natron geworden und muffen uns benehmen, wie es einem Volke mit so großen Verpftichttmgen geziemt. Gegen alle anderen Natiionen, große wie kleine, muß unsere Haltung die einer herzlichen und aufrichtigen Freundschaft sein. Während wir stets darauf bedacht sind, an derer: fein' Unrecht zuzufügen, müssen wir nicht weniger darauf bestehen, daß uns selbst kein llnrocht geschieht. Wir nrünfck>en der: Frieden der Gerechtigkeit und wir wünschen ihn, weil wir es für richtig halten. Keme schwache Nation, die mannhaft und gerecht handelt, würde jemals' Gruckd haben, uns zu fürchten. Keine starke Mackt würde jemals fähige sein, uns sich auszusuchen als Gegenstand eines siechen Angriffes. Wichtiger! noch als unsere Beziehungen zu den übrigen Mächten sind unsere! Beziehungen unter uns selbst. T-ie Bedingungen, die zu unserer wunderbaren materiellen Wohlfahrt beigetragew haben, haben aber auch die Sorge mit sich gebracht, die int* trennbar ist von der Anhäufung großer Reichtümer in J»-i dustriezentren. Wir haben daher eine große VerantwvrMchLeiL! uns selbst, der heutigen Welt inrd den kommenden Geschlechterw. gegenüber. Wir brauchen die Zukunft nicht zu fürchtens dürfen uns aber den Ernst der unserer harrenden Probleme; nickt verhehlen. Dazu müfsen wir die Eigenschaften v r a k t i s ch e r: Klugheit, des Mutes, der Kühnheit und der Ans-i dauer zeigen und vor allem Ergebenheit für die erhabenem Ideale, die die Gründer mrd Erhalter unserer Republik groß' machten. Leider ging dieser mnerikanifche Feiertag nicht ohne einen, schweren Unglücksfall vorüber. In Clifton bei TittsbuiF stießen zwei Son erzügde der „Pittsburg and Fortwayne» Bahn", welche vierhundert Passagiere zur Jnaugurationsseier nach Washington bringen sollten, aufeinander. Vierzehn Schlaf» tragen wurden zertrümmert und fingen Feuer. Viele Men-i schen tvurden nnter den Trümmern bei lebendigem Leib« vor den Augen der Zuschauer geröstet, welche trotz fast über-, menfchlicker Anstrengungen die schweren Trümmerstücke von den' Verunglückten nickt entfernen konnten. Die Totenzahl beträgt zwischen zwölf und dreißig. Zwanzig Personen sind schwer verletzt.. Tie Ursache des Unglücks ist die Fahrsäffigkeit des Personals des? ersten Zuaes, welches die Anbringung der Gefahrsigna'te versäumte,, als der Zug wegen eines heißgewordenen Achsenlagers ftillstehw mußte. In Washington waren mehrere hunderttausend Besucher tut* getroffen. Tie Hotelbesitzer nahmen Niesenpreise. Tie GouldZ, Vanderbilts und sonstige Millionärs-Familien zahlten 1500 Dolll oder mehr für ihre drei oder vier Hotelzimmer. Bei der auguration wurde das größte militärische Geprängej entfaltet, welches jemals in der Birndesbauvtstadt zu sehen war^ UaMische Tagesschau. Die Hochzeit dis Kronprinzen, deren Termin nach den letzten Dispositionen für Mitte Mar, festgesetzt war, wird nnnmehr erst im ersten Drittel des I u wr stattfinden. Nachträglich wird bekannt, daß in der amerikanischen Preffe Gerüchte verbreitet worden sind, die von einem Zerwürfnisse erzählten, das in Florenz zwischen dem Kron* orinzen und seiner Braut stattgefunden habe und so ernster Natur gewesen fei, baß die „Gefahr einer Aufhebung der Verlobung" bestände. Der Berliner Vertreter der „Affoz. Preffe" hat über den Ursprung dieses Geredes folgenden Bericht an die anglo-amerikanische Presse auf Grund des angeblichen Berichtes eines Vertrauten des Kronprinzen! Wilhelm gesandt: Als der Kronprinz zuerst den Wunsch, der Herzogin Ceeilie irgendwo im Süden einen Besuch zu machen,, äußerte, stellte Kaiser Wilhelm die Bedingung, daß die^ Herzogin sich in der Begleitung ihrer Mlltter befinden müßte. Die Großherzogin-Mutter Anastasia war ungehalten, weil der Kaiser nicht gestattete, daß die Zusammenkunft in Cannes stattsinden sollte, sich aber schließlich mit Florenz einverstanden erklärt hatte. Als nun der Tag der Abreise kam, verschab sie diese und ließ die Herzogin Ceeilie allein abreffen, mit dem Versprechen, daß sie selbst in einigen Tagen folgen würde. Angesichts der unangenehmen Situation, die daS Fernbleiben der Mutter seiner Braut und die Verzögerung ihrer Ankunft herbeiführen mußten, ersuchte der Kronprinz den Kaiser um Rat. Der Kaiser depeschierte: ^Schicke Ceeilie ihrer Mutter, Du kommst sofort zurück". Obwohl der Zwischenfall selbstverständlich zwischen den beiden Familien eine gewisse Spannung hervorgerufen hat, erhält der Korrespondent der „Affoz. Presse" von der höchsten Autorität die Versicherung, daß die Verlobung nicht aufgehoben sei. Die Herrscherfamilie von Mecklenburg-Schwerin befinde sich offenbar in hochgradiger Erregung über die Angelegenheit. Die Herzogin Alexandrine (ältere und mit dem Prinzen Christian von Dänemark verrnählte Schwester! der Herzogin Ceeilie) sei am 18. Februar plötzlich in Berlin eingetroffen und habe beim Kaffer eine Privatemdienz von einer Stunde Dauer gehabt, worauf sie wieder die Heimreff^ antrat. Nach der „Preuß. Korr." hat anch die „einzig ständige Stelle" in Potsdam die Meldung der arnerikanffchen Presse für „Erfindung" und „müßiges Geschwätz" erklärt und zum Beweis des Gegenteils u. a. angeführt, daß der Kaiser die Plätte zur Ausschmückung Potsdams anläßlich des Einzuges der Neuvermählten genehmigt hätte, ferner, daß alle Vorbereitungen zur Hochzeit ihren ununterbrochenen Fortgang nehmen. * Die akademische Freiheit. Ein Argument, auf das die preuß. Regierung bei ihrem Vorgehen gegen die Studentenschaft sich stützen konnte, war der Hinweis auf die bedenklichen Konsequenzen, die Einmischungen in die Verhältnisse anderer Staaten hervorzurufen geeignet sind, noch dazti, wenn sie nicht als Kundgebungen vereinzelter Personen, sondern, wie es geplant war, als. Demonstration der gesamten detlffchen Studentenschaft in drei Erseheimmg treten sollten. Es ist nicht zu verkennen, daßj sehr wohl prinzipiell die Frage aufgeworfen werden kam::. Soll mein derartige Kundgebungen deshalb, weil sie np vielen Fällen verkehrt oder tmangemeffen sein können, vom Standpunkte der politischen Moral oder Klugheit allgemein verwerfen? In der neuesten Nlmnner der Nation gibt bei Metzger m ei st ern Herr Skalizky beabsichtigt, im Pensionsbaus für Sommergäste in der freien Natur seine Gesund- Samstag mittag der Fuhrknccht und mehrere Werk- Schube. Leder usw. Posten Schäfte, der mit vielen wertvollen Maschinen intakt der Schaden sebr groß, da das Bureau statten ausgebrannt sind; viel Werkzeug, sind vernichtet worden, auch ein großer erst gestern angekommen war. (0. ß.) Frankfurt, 4. März. Von den Pfeiffer und Genossen ist den städtischen Bebörden folgende Eingabe zugcgangen: „Der Mitteldeutsche Viebbändler-Verein bat beschlossen, daß seine Mitglieder bei Me'.dung einer Konventionalstrafe verpflichtet sind, Schlachtvieh nur unter Ausschluß der Haftung für gesetzliche Fehler (Hauptmängeln zu verkaufen. In diesem Beschluß erblickt die in den Saal der Wirtschaft zum Storch einberufene öffentliche Versannnlung Frankfurter Metzgermeister eine Ge- fäbrdung des Gemeinwohls. Sie ist der Ueberzcugung. daß durch die Ausführung jenes Beschlusses dem Bestreben, krankes Vieh auf den hiesigen Markt zu bringen, Vorschub geleistet wird, und beauftragt ihren in der Versammlung gewählten Vorstand, bestehend aus den Herren Jean Borzner, Hugo Heß, Julius Schwämmlein, Wilh. Pfeiffer und Georg Faßbauer, den Magistrat biesiger Stadtgemeinde als Eigentümerin des Schlacht- und Viehbofs sowie die Stadtverordneten- versanunlung zu ersuchen, den Mitgliedern deS Mitteldeutschen Viebbändlervereins den Eintrieb von Vieh, zwecks Verkauf an die hiesigen Metzger, nur dann zu gestatten, wenn jener Beschluß aufgehoben wird." Kleine M i t t e i1 n r» n e n ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Bad-Naucheim wurde bag Hotel de l'Europe, Frau C. Meisingev Wwe. gehörig, an Ib'te Bankfirma Kahn u. Eo. in Frankfurt a. M. für 4^0 000 Mk. verkauft. — Mit einer Schußwunde in der Brust wurde in Frankfurt der 25jährige Otto Schmidt aus der Gegend von Marburg, in der Gärtnerei am Großen Hasenvfad besinnungslos aufgefundcn und in seine Wohn- img gebracht. Es liegt ein Selbstnrordversuch vor. — Dte- Stadtverordnetenversammlung in Offenbach faßte mit großer Mehrheit entgegen der Stimme des Oberbürgermeisters Dr. Brinck den Beschluß, ab 1. April das Oktroi, aus Schweine, »Schweinefleisch und Wurst>' waren aufzuheben. Der 'Ausfall im Budget soll durch Erhöhung der Umlagen hereingebracht werden. — Dom- probst Malzt von Worms, der wegen Sittlichkeitsver-, gehen seit 10 Tagen in M ainzin Untersuchungshaft war, ist gegen Stellung von 10000 Mk. Kaution aus der .Haft entlassen worden. — In letzter Stunde bat sich in Mainz noch ein Komitee gebildet, das mit Hilfe der! vereinigten Garden die bereits abgesagte Kappenfahrt mit humoristischen Gruppen am Fastnachts-Montag nachmittags halb 3 Uhr zur ^kusfühuurg bringen wird. — IN der Strohs stoff-Fabrik Rhein-Dürkheim explodierte ein Sodat-t ofcn. Ein Mbeiter wurde durch das herumfliegende Gestein verschüttet und erlitt so schwere Brandwunden, daß er alsbald starb. ...» ............ ............ — Alis AtarN und La»d. Gießen, den 6. März 1905. ** I» I» K. K. H. H. der Großherzog und die Großherzogin befinden sich nach den jüngsten aus Moskau eingelaufenen Nachrichten in erwünschtem Wohlsein. Die hohen Herrschaften bewohnen das kaiserliche Palais im Bezirke des Kreml, in welches nunmehr auch Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin Sergius übergesiedelt ist. Das Aussehen der Stadt zeigt, wie die Nachrichten versichern, die gewöhnliche Physiognomie. ** Personalien. den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft verriMcvtss. Mannheim, 4. März. Dem 22 Jahre alten Dienstmädchen SusannaSenges aus Hemstadt ist heute während die Dienstherrin, die verwitwete Privatiere Hirsch, in der Synagoge weilte, in dem Salon der Wohnung von einem noch Unbekannten der Schädel e i n g e s ch l a g e n worden. Drei junge Burschen sind als der Tat verdächtig verhaftet worden. Da nichts geraubt ist, scheint es sich um eine Liebesaffäre zu handeln. * Vergiftung einer amerikanischen Mil-» lrar darin. Eine der reichsten Frauen der Welt Mirs.! Jane Leland Stanford aus San Francisco, Witwe des Eisenbahn- und Minenmagnaten Senator Stanford, ist nach Meldungen Newyorker Blätter im Monala-Hotel in Hono- lulu vergiftet worden. Vor ihrer Abreise aus Son Francisco, Mitte Januar, war schon ein Versuch gemacht worden, sie mit Mineralwasser, das Strychnin enthielt, zu vergiften, ein Brechmittel rettete sie damals. Bei ihrem jetzigen Aufenthalt in Honolulu nahm sie etwas Natron, das sie aus Francisco mitgebracht hatte, und starb bald darauf an Vergiftungserscheinungen. Der Täter und der Grund! des Verbrechens sind unbekannt. Die Verstorbene schenkte bei ihren Lebzeiten 120 Millionen Mark an die von ihrem Gatten gegründete Stanford-Universität, die jetzt das gesamte Vermögen erbt. — Nach den neuesten Nachrichten aus! Honolulu wurde in dem Natron genug Strychnin gesunden, um 600 Menschen zu töten. Der Verdacht richtet sich, aus ihre chinesische Dienerschaft, die in ihrem Palais irtl San Francisco verhaftet wurde. * Ein Bergsturz vom Fiedcoberg in Südtirol zerstörte die Straße Riva-Gampi. Auch im Fumotale versperrte ein starker Bergsturz den Taleingang. Ju vielen anderen Teilen Südtirols, wo jetzt der Föhn weht, sindl zahlreiche! Lawinen und Felsstürze, weil der neun an den früheren Inhaber Herrn Rath, verkauft, bayerischen Hochgebirge ein einzurichten und hofft, dort heit wieder zu stärken. ** Unfall. Als am er bewußtlos zur Erde fiel und nach der Klinik gefahren werden mußte. Die Verletzung soll nicht lebensgefährlich sein. •» Uebler Unfug. In der Nacht vom 3. auf den 4. ds. Mts. wurde ein Student dabei betroffen, als er eine Fensterscheibe an einem Wohn Hause in der Kaplansgasse entzweiwarf. — Am Samstag wurde von einem Studenten aus einem Wagen heraus beim Durchfahren der Alice- straße mit einer Champagnerflasche ein Fenster entzwei- geworfen. ♦* Unfug aus Schönheitsrücksichten. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag waren wieder, wie dies fast jede Nacht geschieht, mehrere junge Leute mit dem, wenn auch nicht ganz unverdienstvollen, so doch unberechtigten Abbruch der sog. Kracheburg beschäftigt. Einer der Abbruchsmeister wurde erwischt und muß sich demnächst wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung verantworten. •• „Die Wanderer", G. N.-G., hielten am Samstag abend im Neuen Saalbau ihr hiesiges Winterfest ab. Nach den ersten Musikstücken eröffnete ein wohlgelungener, von 5 Mitgliedern des Vereins ausgeführter Reigen die Darbietungen des Abends. Sodann wechselten in bunter Reihenfolge Gesangsstücke, komische Vorträge und Violin-Soli. Die Mitglieder des Gießener Männergesangvereins trugen wesentlich zur Verschönerung des Abends bei. Einige Kouplets, von Mitgliedern des Vereins vorgetragen, fanden den Beifall der Zuhörer. Namentlich rief Herr „Schnakenvertilgungskommissar Meerrettig" mit seinen derb-humoristischen Ausführungen Heiterkeit hervor. Den Glanzpunkt des Abends bildete der von den 8 Mitgliedern ausgeführte Kostümreigen. Nach Ablauf des Programms folgte der übliche Ball. Auch der Gau 9 von Frankfurt hatte seine Vertreter entsandt. Am gestrigen Sonntag fand noch ein hübscher Ausflug nach dem Windhof statt, wobei noch einige Stunden getanzt wurde. •* Lahntal.Sängerbund. Bei dem am Sonntag hier im „Schipkapaß" stattgehabten Sängertag des Lahntal- Sängerbundes wurde nach der Erstattung des Geschäftsberichts der Gesangverein Kirchhain bei Marburg in den Bund aufgenommen. Sodann erfolgte die Verleihung von Diplomen für'25jährige aktive Mitgliedschaft an drei Bundesmitglieder; es sind dies die Herren Karl Schneider und Aug. Stuhl vorn Liederkranz Weilburg und Gustav Richard vom Ge- l sangverein Grünberg. Bei dem im Jahre 1906 in Gießen eilenden Feuerwehr gelang es, eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhüten, sodaß die nördliche Hälfte des Hauses blieb. Trotzdem ist abzuhaltenden Bundesfest sollen folgende Gesamtchörc zum' Vortrag kommen: 1) Hymne von Herzog Ernst, 2) das deutsche Lied von Gernhardt (beide Chöre mit Orchester- begleitung), 3) Weihe des Gesanges von Mozart (mit Rück- sicht auf den 150. Geburtstag des Meisters), 4) Das Schifferlied von Eckhart und 5) Der Soldat, von Fr. Silcher. § Gedern, 4. März. In der Hofmann'chen Wollspinnerei wurde dem Arbeiter Lorenz Becker ein Arm bis zum Ellenbogen von einer Maschine abgerissen. Nach 91 n=* legen eines Notverbandes wurde der Schwerverletzte in die Gießener Klinik verbracht. § 93 o m unteren Vogelsberge, 4. März. Seit einer Reihe von Jahren war der Schneefall nicht so bedeutend als in diesem Jahr. Auf mehreren Kreisstraßen muß die Fahrbahn stets aufgeschippt werden, so daß nach und nach förmliche Schneehohlwege, wie z. B. bei Herchenhain, entstehen. In diesem höchst geleaenen Dorfe haben sich stockwerkhohe Schneemassen aufgetürmt. Das Pfarrhaiis ist von zwei mächtigen Schneewällen umgeben. Fremde Ski- fahrer kommen fast jeden Sonntag in unsere Berge. fc. Weilburg, 5. März. Im Ahäuser Wäldchen entstand gestern ein Waldbrand, der so schnell um sich griff, daß er die ganze Schonung zum größten Teil vernichtete. Mit Mühe gelang es, Herr des Brandes zu werden und weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhüten. Ein 13- jähriger Schüler ist verdächtig, den Waldbrand verursacht zu haben. Offenbach, 4. März. Großfeuer brach heute früh */., 5 Uhr in der Schuhfabrik von Hartmann, Noll u. C o. aus, die in dem dreistöckigen seitlichen Hofgebäude des Hauses Domstraße 75 gelegen ist. Der schnell herbei- Horn zu Lengfeld und der Wagenwürter in der Hesi.- Preuß. Eisenbahngemeinschaft Frickel zu Frankfurt a. M. — Dem Portier in der Heff.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft, Blüml er zu Babenhausen wurde aus Anlaß seines Ausscheidens aus dem Staatseisenbahndienst das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Dienste" verliehen. ** Aus dem Bureau des St adt tb e a ters. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß am nächsten Mittwoch ausnahmsweise eine Abonnementvorstellung stattfinden muß, und zwar ist die 15. Dienstags-Aufführung auf diesen Tag verlegt worden. Zur Aufführung gelangt Kadelburgs „Familientag", der bei der Premiöre einen so schönen Erfolg errungen hat. Mittwoch nachmittag wird für die Kleinen nochmals „Max und Moritz" wiederholt. •• Die Orts- u n d Polizeidiener der Provinz .Oberhessen batten gestern nachmittag im Saale des Lenzschen Felsenkellers hier eine Versammlung, die sehr stark besticht war; der Saal war bis auf den letztem Platz gefüllt. Der Zweck der Versammlung war, zu beraten, wie am besten eine Aufbesserung der Gehälter der Orts- und Polizeidiener erstrebt werden könne. Die Landtagsabgeordneten Köhler und Leun waren anwesend. Nachdem unter dem Borsitz des Polizeidieners M a y e r von Lich die Versammlung eröffnet worden war, referierte Abgeordneter Köhler über bo§ Resultat der bereits von verschiedenen Seiten in der Sache an die Negierung eingegangenen Gesuche. Diese hätten erreicht, daß die Negierung demnächst ein Gesetz zur Vorlage bringen werde, wodurch die Gehälter aller Gemeindebeamten geregelt werden sollen. Bis jetzt sei dies nicht geschehen, und es sei deshalb Sache der beteiligten Beamten, insbesondere aber der Polizeidiener, mit Nachdruck dies Gesetz zu fordern. Er empfahl die Gründung eines Orts- und | Polizeid'enervereins und einheitliches Vorgehen. Abgeordnete Leun stimmte dem Vorredner zu, empfahl aber, alsbald eine Eingabe an die Regierung zu machen und einen Staatszuschuß für die Polizeidiener zu fordern. Da in den Städten mit militärisch organisierter Schutzmannschaft der Staat 10 Prozent der Poliznkosten trägt, so sollten diese 10 Prozent auch für die übrigen Gemeinden gefordert werden und den Polizeidienern direkt zukommen für diejenigen Arbeiten, welche sie für den Staat leisten, ohne bis jetzt auch mir das Geringste dafür zu beziehen. Abg. Leun glaubt, daß diese Förderung, die für das ganze Land etwa 50 000 Mk. betrage, genehmigt werde bis das Gemeindebeamtengesetz zu Stande gekommen sein wird. Auch empfahl Abg. Leun den Orts- uitb Polizeidienern, dafür Sorge zu tragen, daß sie in der höchsten Klasse der Jnvalidenkasse Aufnahme finden und daß auch ihre Familienangehörigen sich versichern. Er verweist sie insbesondere auf die zulässige Selbstversicherung. Sodann wurde ein Vereinsstatut kurz beraten und einstimmig angenommen, in dem zur Deckung der Kosten 50 Pfennig jährlicher Beitrag festgesetzt wurde. Alle anwesenden Ortsund Polizeidiener traten alsbald dem Verein bei. Wir wünschen dem Verein guten Erfolg, da die Forderungen der Orts- und Polizeidiener mir zu berechtigt sind. Die Gehälter dieser Leute sind so gering, daß sie sämtlich auf einen anderen Erwerb angewiesen sind und der Polizeidienst mir als Nebenerwerb zu betrachten ist. Für die öffentliche Sicherheit in den Landorten dürste schon etwas geschehen. bekannte Göttinger Staatsrechtslehrer Proseffor von Var hieraus folgende Antwort: „AengAiche Gtanütrr werben geneigt sein, die Frage zu bejahen. Aber- absolutes Zurrlähalten der freie? Memungsaußer- una üfar 7 Pcrhältmsic, ine unser- >>ntcrcss^ nicht berührcn ist keineswegs allgemein empsebbmswert. An v m "bildet sich die öffentliche Moral, und ohne freie Meinungsäußerung muß sie notwendigerweise verkümmere Man soll iÄ über alles und ie^des aburtellen: aber es gibt Dinge, über die man sich eine Meinung bilden kann und soll, undüber hie man sich unter Umständen auch xu. äußerrI hat. w^nn nmn den Anspruch erbeben will, nicht em.absoluter Egoist vielmehr- an d-er Kultur der Memcbhert nut zuarbeit em Die Grenze frier zu ziehen, ist Sack^ des Taktes, defien Hand- babuna dem einzelnen überladen bleiben mutz. Sv sind also Kundgebungen über Verhalt Nisse Auslandes keineswegs allgemein zu ve r da m- L.V und sie sind cs umso-weniger, als rufrttgcrtocifc von Sn Regierungen das Prinzip der Mchtinterventron in innere Angelegenheiten eines anderen Staats, lelbft m der Form eines sreunds^stlichen Rates, in unserer Zeit fast ausnalstnslos befolgt wird. Zollte man jene Kundgebungen, die gewiß nicht allzu Mufia ^folgen — da man gewöhnlich im eigenen Lande genug zu beachten und zu erwägen hat -.völlig ausschlleßen, so wurden Sanierungen und Völker unpartemche Urteile über ihr Verhalten Regierungen und Völlker unparteiische Urteile über tfrr Verhalten nicht erfahren — zu ihrem eigenen Nachteil. Eine Vermehrung der Einnahmen des Reiches aus der Tab.iksteuer ist in der von Herrn von Stengel für den Herbst cmge- kündigten „großen" Reichsfinanzreformvorlage nicht in Aussicht genommen. So wird übereinstimmend in offiziösen Blättern versichert. Dagegen soll nach der Münchener All- gem. Ztg. ein neues Biersteuergesetz für das ganze Reich geplant fein. Auch dieser Behauptung steht entgegen eine Erklärung, die ein deutscher Unterhändler bei den Handelsvertragsverhandlungen gemacht hat und die nach einer der Deutschen Tabakzeitung von parlamentarischer Seite zugegangenen Information folgenden Wortlaut gehabt haben soll: „Wir denken heute weder an eine neue Belastung des Tabaks noch aii eine B r a u st e u e r n o v e l l e, wir haben, wie die Oesterreicher einen ^lrtikel 14, im Notfälle, wenn alle Stricke reißen — Matrikularumlagen". Was ist also Wahrheit? ♦ Lehrverträge in der Zigarrenindustne. Ende vorigen Jahres hat die Badische Fabrikinspektion eine Bekanntmachung erlaffen des Inhalts, daß die in vielen Zigarrenfabriken üblichen Lehrverträge den Bestimmungen der Gewerbeordnung nicht entsprächen und insoweit rechtsiingültig seien, daß aber, abgesehen hiervon, auch in dem Wesen der Zigarrenindustrie eine Grundlage für den Abschluß von Lehrverträgen überhaupt nicht dagegen sei. Die Handelskammer zu Heidelberg nahm Veranlassung, sich ein Rechtsgut- achten über den Sachverhalt einzuholen und sich demnächst mit der Fabrikinspektion in Verbindung zu setzen. Das Ergebnis war eine von der Handelskammer einberufene Versammlung, an der die Vertreter der Zigarrenindustrie und eine größere Anzahl von Zigarrenarbeitern sowie der Vorstand der Fabrikinspektion teilnahmen. Die Fabrikanten akzeptierten den von den Arbeitervertretern gemachten Vorschlag, wonach mit Wickelmachern ein Arbeitsvertrag von längerer Tauer überhaupt nicht, mit Sortierern ein solcher von zwei Jahren abzuschließen sei. Hinsichtlich der Arbeitsverträge mit jungen Zigarrenmachern (Rollern), entspann sich eine längere Debatte. Der Vorschlag der Handelskammer ging dahin, mit diesen einen Arbeitsvertrag von zweijähriger Dauer abzuschließen und während der Vertragsdauer eine gegenseitige zwölfwöchige Kündigung vorzubehalten. Der Vorschlag der Arbeiter ging auf einen Arbeitsvertrag von halbjähriger Tauer. Durch Entgegenkommen „ von beiden Seiten wurde die Dauer des Arbeitsvertrages für Roller aus ein Jahr festgesetzt. deutsches Reich. Berlin, 5. März. T-er Kaiser begab, sich gestern nach Potsdam, .um dort ben Offiziersreitb^sich'tignngen der Kavallerieregimenter beizuwvfrnen. _ „ „ — Ter deutsche Reichskommissar für die Weltausitellung in St. Louis Tr. Lewald hatte dem deutsch-amerikanischen Pvlititer Edward L. Preetorius, Herausgeber der „Westlich e n P o st" in St. Louis mitgeteilt, daß ihm der Kaper den Roten Adlerorden verliehen habe. Preetorius hat den Orden mit der Erklärung abgelehnt, daß er zwar die Ehre zu schätzen wisse, aber als grundsatztreuer Republikaner fernen Orden annehmen könne. . . . , — Der Entwurf eine-: Novelle zum R e i chs vieh- s euch e n g e s e tz ist, wie die Regierungen in der Petitionskommission des Reichstages erklären ließen, fertig ausgearbeitet, lieber seinen Inhalt besteht unter den zunächst beteiligten Stetten bis auf einige wenige Punkte, über die noch Verhandlungen schweben, Uebereinstimmung. Ter Entwurf wird demnächst dem Bundesrat und dem Reichstage vorgeleat werden. Ties dürste — sof^n nicht unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten — spätestens bei Beginn der nächstjährigen Tagung geschehen. ~ Tie Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche findet im Entwun sorgsamste Beachtung. Infolge dieser Auskunft ging die Kommffsion über die auf Abänderung des Viehseuchengefetzes von 1880—1884 gerichteten Petitionen zur Tagesordnung über. — Ein jüdischerFrauenbund soll demnächst ins Leben treten. Er bezweckt den Zusammenschluß aller jüdischen Frauenvereine und der die Interessen von Frauen und Kindern vertretenden Organisationen zu gemeinsamer sozialer Hilfstätigkeit. Köln, 4. März. Zwischen dem Arbeitgeberschutzverband der Tischlermeister und Holzindustriellen und dem Arbeitgeberbund des Baugewerbes ist eine Vereinigung geschlossen worden, um bei Aus ständen einheit- l i ch vorzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Man will weiter erstreben, daß sich die versckfiedenen anderen Gewerbe gleichfalls anschtteßen und alsdann einen Vorstand erwählen, der sich aus den verschiedenen Handwerksgruppen zusammensetzt. Ter Zu- sammenschlns'. ist hauptsächlich bedingt durch die auf Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit hinauslaufenden Forderungen der versch'et>'n^''n Kölns. * Befitzwechsel.-v Der Inhaber des Wiener Cafe Skalitzky hat fein Unternehmen aus Gesundheitsrücksichten ~ ' des Hippodroms in Frankfurt, einer hiesigen Firma beim Anhalten in der Neustadt die Zugkette des einen Pferdes aushängen wollte, schlug das Tier aus und traf den Knecht so unglücklich an den Kopf, daß ■ ■ die nttdj Der uTöfer nrnrHc Telephonischer KMS*sber6Clitt« in im 40. Lebensjahre. en' Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fastnacht Fastnacht ai Wieseck) den 6» März 1905. Ecke Süd-Anlage — Frankfurter Strasse. 1219 105.50 68.10 68.40 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Die tieftranernde Gattin und Kinder. 7. März, statt. 8°/o Mexikaner 41/o%i Chinesen . Electric. Seb ackert Nordd. Lloyd . • Kreditaktien . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber’iner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . GottharTt ivtfi iirfv mit Spt hnrftAr -iKptt föerfw» Trrvth hnS PfiPTs I Wnfbptr iirTHrfiitopfrtnfrPTt ftrpfifp • pt f rfii Y ir rr f i p irrt " Kleine Tagesckroni.k. Der Lütteninspertor D r U n a e r von der Paulshütte m R o s d z i n (Oberscklefien) ist auf dem Wege zur Hütte von dem entlaßenen Arbeiter Wadowski überfallen und durch Messerstiche sehr s ckwe r v e r l e tz t worden. Tsdes-Anzciae. Heute morgen 8 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein geliebter Gatte, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Scrr Philipp Bohrbach Vorräte. Tokio, 5. März. Amtlich. Marschall O Y a m a meldet, daß in der Gegend von Hsinking eine javanische Mteilung vor. einigen Tagen die Russen auf ihre Stellungen 15 Meilen- udöstlick von Fushan und 15 Meilen südlich davon zurück- warf und daß dort ein Gefecht jetzt im Gange ist. ^Jn der Gegend am Schaho wiederholten sick die Angriffe der Russen in der Nacht vom 3. März; sie wurden sämtlich zurück g e s chl a g e n. In dem westlich der Eisenbahn gelegenen1 Teile des Kriegsschauplatzes fahren die Japaner mit ihren heftigen Angriffen fort. Sie haben gegenwärtig das Gebiet besetzt/ welckes sich von dem fünf Meilen westlich von Schahopu gelegenen^ Wutschentzing bis zu dem ackt Meilen nordwestlich von letzterem gelegenen Sufiiyrl erstreckt. Aul dem reckten Hunhmifer rüdten, unsere Truvven, nachdem sie den Feind allmählich zurückgedrängt hatten, nordwärts vor und durchbrachen die Verteidigungslinie des Feindes, 'bie sich von Tschantan nach H s u f a n g t i i erstreckte. Darauf wurde die Verfolgung des Feindes fortgesetzt. Tieselbe erreicht bereits die Linie, welche sich von Wotzuvu, 15 Meilen südwestlich von Mukden, nach Tatzupu, 13 Meilen westlich von Muldm und Lamuho, drei Meilen^nörd- lick von Tatzupu erstreckt. Tre Verlustedes Feindes wahrend der letzten Tage sind beträcktlicb, ebenso unsere Beute. Beides ist jedoch noch nicht festzustellen gewesen. In unsere Hände ist unter anderem das feindliche Bekleidungsmagazin gefallen. Mukden. 5. März. Hier trafen jetzt Flüchtlinge von Hsin- mintmg und der Gegend nvrdlick vom Hmrho ein. Tie Java n e r. die gestern am Schlüsse der Schlacht auf dem Westhügel gefangen genommen wurden, waren so er», schöpft, daß sie nickt mehr gehen und sich nicht mehr wach halten konnten. Sie liegen unter ihrer Bewachung da wie Tote. Ihr Zustand ist ein beredtes Zeugnis für die entsetzliche Anstteng-- img, denen die japanischen Truppen durch Nogis außerordentliches, Vorrückerr unterworfen wurden. Man glaubt, daß eine feindliche Truppenmacht von furchtbarer Stärke auf Tie l in g marschiert imd daß möglicherweise die Verbindung^ mit China ab geschnitten wird. Hier in Mukden herrscht überall lebhafte Bewegung. * London, 5. März. Earl ob Eaw'dov wurde zunt ersten Lord der 'Admiralität ernannt. — Ein Sonntagsblatt will erfahren haben, daß König Eduard seine Reisen a ch dem Kontinent aufgegeben habe. Tas hänge möglicherweise mit hem drohenden Minister- wechsel zusammen. Tie fetzige Regierung wünsche noch den" Vertrag m i t D e u t s ch l a n d fertigzustellen. Ron:, 5. März. Heute wurde eine noch von dem zu-^ ruckgetretenen Ministerpräsidenten Giolitti unterzeichnete Verfügung veröffentlicht, nach der ein Bureau errichtet wird, das alle mit der Gründung des internationalen Landwirts chafts in stitutes zusammenhängenden Angelegenheiten bearbeiten soll. Gleichzeitig wird ein Generalkomitee eingesetzt, welches dem Minister Vorschläge für das Programm in dieser Angelegenheit, der für den Mai geplanten Konferenz, machen und die Regierung bei den vorbereitenden Arbeiten für die Konferenz unterstützen soll. Heute den ganzen Tag“ stets frische Konditorei H, Kettler Schwarza Seiden der neuen garantiert soliden Pari-Färbung. Reiche Auswahl. Verlangen Sie Muster. C’7/a Seiden-Grieder-Zürich 37,% 4% Oestorr. Goldrente . 102.40 4X!=% Oesterr. Silberrento 101.40 ' ~ . 100.40 (KeriBtslaal. th. Gießen, 3. März. Eine für das Ga stwirt gew e rb c interessante Entscheidung fällte gestern die Gießen er Strafkammer. Ein Gastwirt in Alsfeld hatte während des vom Kreisamt feftgesttztcn sonntäglichen Ladenschlusses her, Kaufleute eine Flasche Bier über die Straße verkauft und war deswegen wegen Vergehens gegen die Gewerbeordnung und gegen die Bestimmungen wegen der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe mit einem Strafbefehl bedacht word-en, wogegen er die schöffengericktliche Entscheidung anrief. Tas Alsfelder Schöffengericht hob den Strafbefehl auf und erkannte auf kostenlose Freisprechung des Wirtes, mit der Begründung, daß die Abgabe einer oder mehrerer Flaschen Bier über die Straße zum alsbaldigen -Genuß als Ausübung des dem Wirt gestatteten Schankgewerbes anzusehen sei und daher, da das Gastwirtsgewerbe nicht unter -die Bestimmungen über die Sonntagsruhe falle, nider Korrespondent des Reuterscken Bureaus in dem Hauptguartiec des Generals Kuroki meldet vom 4. März: Tie Japaner unterhalten gegen die befestigten Stellungen des linken russisckm Flügels eine furchtbare Beschießung mit schweren Belagerungsgeschützen: es scbemt unmöglich, daß die Befestigungen den gewaltigen Geschossen lange widerstehen können. — Eine, zweite Depesche meldet: .Die Japaner errangen jenseits den Hun ho einen bemerkenswerten Sieg, indem sie zwei kürzlich aus Europa eingetroffene Tivisionen des sechzehnten Korps in einzelnen Stellungen schlugen. .Bei dem Kampfe kam es zu großen Verlusten. Tie Japaner erbeuteten erheblichen ^N iVtl dnv a n g, 5. März. (Reuter.) T-er F a l l M u k d e n s wird hier als nahe bevorstehend angesehen. Gestern gelang es Nogi, eine aus vier Sotnien Kosaken und 26 Ge- ien vnd M m Wtte bvs x vHvügi» ifyrct (t M D Mde in bet w to Schmidts tnem am NoM -b in ferne» :rsuch vor. nbad) faßte ß des OberbuP lotil dos Oktrci ÜSSSJS erwarten, daß sich mit der vorlica ttden Sache noch das Ober-«Mukden zurückzugelangen strebte; er scklug sie und zwang sie landesgerickst beschäftigen würde; damit würde dann wenigstens I zum Rückzug nack Tieling. Andere vorgeschobene Abteil- für das Großherzogtum Hessen in der Frage ein einheitliches Reckt geschaffen w-rdm wo?, i-rckt wünschen sei. nett f; Jitwe d° - in e-" !co und wie die schönen Mädchen, • J 9 affe heißen, verdanken ihren, schönen Teint nur der an Milde MvrrhnlinSflifß. . 7 , und Feinheit unerreichten 1 UVUUöViiü« v/1 -"M ! Kirck licke Dackrickten« Cvangelifche Gemeinde. Montag den 6. 9)!ärz, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal der Lukasgemein d e, LiebiMraße 56. Text: Epbef. 2, 1 ff. Pfarrer Euler. Eingesandt. Gießen, 6. März 1905. Es ist kaum glaublich, daß es in Gießen Hausbesitzer geben soll, die der zur Vertilgung der Schnaken abgeordnetem bereits seit mehreren Tagen eifrig tätigen Komllsion den Eintritt in ibreKeller verweigern. Sollte sich dies bewahrheiten, so wäre es höchste Zeit zum Erlaß einer Polizeiverordnung, welche die Widerstrebenden zu dem zwingt, was sie im öffentlichen Interesse nicht freiwillig gestatten. Ein alter Gießener. mit rJ1 .”05 "S r- Tni^ N. - ,l« Slrih , i i0 k- c:b26^'u»b 2 ' rd>e«bain haben 5 15 ?arthoit§ (R tWmbe 'tc'Sc. c ®ä(Mltn eil(. flriff, 'nl »ernicfjtete wndk» llnil ll,'n- ®in 13 = ,nb °m>chch, j, M beute fnit) ■/manu, J1O([ liieu Sofgcbüiibt ' fcH (jerbej. Ausdehnung des 'älfte d-s Hausitz 'b. Trotzdem isj 5 mehrere Werk- )nbe, Leder ufro. W Schäfte, der ’W Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit uni) bei der Beerdigung unserer innigst geliebten Gattin, Tochter, Schwiegertochter, Schwester uni> Schwägerin Frau Margarethe Müller, geb. Riihelm sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hellwig sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Müller. Wieseck, den 6. März 1905. 01343 Todes-Anzeige. HZ hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere innigst geliebte, gute, unvergeßliche Tochter und Schwester ^aHechen im Alter von 14 Jahren nach schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzuruien, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten ttefbetrübt mitteilen. Die trauernden Eltern und Geschwister: Kmi'it Konrad Graulich. Gießen (Schiffenbergerweg 58), den 6. März 1905. Die Beerdigung findet Mittwoch den 8. d. 2JL, nachmittags 41/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1224 Bekanntmachung. Am 18. ds. Mts. werden im Hospital, Settersweg 11, von nachmittags 3 Uhr ab die im Jahre 1904 gefundenen, beim hiesigen Polizeiantte abgelieferten Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, einige Regenschirme, 1 Herrenüberzieher, 2 Vierde- ^nniche usw. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung oerfteigert. Gießen, den 4. Alärz 1905. B7» Die Armen-Deputatio« der Stadt Gießen. Curschmann. Bekannwrachnng. Anmeldungen zum Bezüge der Schott'schen SttftungSzinsen »B*/8_____________Daß Bürgermeister-Amt._________________ Bekanntmachung. Da§ Hebregister der Wassergenossenschaft Inheiden pro /l. Halbjahr 1905 liegt vom 8. März an 8 Tage lang auf dem Bureau des Vorstehers zur Ginsicht der Genoffen offen. Inheiden, 4. März 1905. /12O9 Reitz, Vorsteher. Muß- und Mennhotz-Ierkauf ans dem Urriverfitätswalde bei Caldern. ^Station der Marburg—Creuzthaler Eisenbahn.) Mittwoch, den 15. März 1905, (böR morgens IO1/, Uhr an, sollen in der Siegfried'schen Wirtschaft zu Caldern und zwar aus den Forstorten: 1, 2, /4b, 5a, 7a, 7b, 8b, 8c, 9a, 9b, 10, 11b, — Läuseküppel, Weinberg, Knochendelle, Franzosenbrücke, Steinmetzeiche, Hungert, Am Stedefeld, Steterain, Feuselsberg — verkauft werden: 'Eichen: 76 Stämme bis zu 10 Mir. Länge, 63 Ctm. Durchm. — 2,83 Fstm., 27 Rm. Schichtnutzscheit, 44 Rm Schichtnutzknüppel, 2 Rm. Scheit, 10 Rm. Stammknüppel, 85 Rm. Reis 3. Kl. Mchten: 24 Stämme bis 12 Mtr. Länge, 20 Ctm. Durchmesser = 34 Fstm., 55 Stangen 1. bis 3. Kl., 350 Stangen 4. bis 8. Kl. Buchen: 29 Rm. Scheit, 149 Rm. Stammknüppel, 445 Rm. Reis 2. Kl., 1425 Rm. Reis 3. Kl., 200 Rm. Reis 4. Kl., 10 Rm. Stockholz 1. Kl. Aspen: 5 Rm. Stammknüppel, 40 Rm. Reis 3. Kl. Der Jperr Förster Keller in Caldern erteilt auf Ausstichen nähere Auskunft über die Hölzer. Die Abfuhrwege Md gut D6/3 Marburg den 4. März 1905. Königliche Universitäts-Kasse. 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