Donnerstag 6t April 19(Ki INrstes Blatt 'gl II ■abatt ihränke age bei teriweg 36 155t Jahrgang 5 4 von 1000 an von kl. 400 an von .30 an .. 1200 z mein «das 'n Ufl in Deutsches Reich. Berlin, 5. April. Ter Kaiser hat nach der „N. Pol. Korr." die Witwenpension der Frau Minister v. Hammer st ein verdoppelt. — Der Vertreter der preußischen Regierung bei der Andersen-Feier in Odensen auf Fünen, Reg.-Rat Matthias, erhielt vom Reichskanzler folgendes Telegramm: „Bitte begrüßen Sie das Andersen-Komitee auch in meinem Namen. In aufrichtiger Verehrung für den dänischen Dichter, d.er mit seinen Werken voll tiefen Gemüts und sonnigen Humors auch in Deutschland bei Groß und Klein kein Fremder ist, nehme ich an der Hundertjahrfeier herzlichen Anteil. Der Bürgermeister antwortete mit einem Telegramm, indem er erklärte, daß es für die Odenser eine Freude gewesen sei, den Vertreter der Regierung empfangen zu können, und daß das Telegramm des Reichskanzlers dem Festtage besonderen Glanz verliehen habe. — Die Gesetzgebung der Vereinigten Staaten von Amerika betreffend die Personenbeförderung nach dem amerikanischen Staatsgebiete, hot durch ein am 9. Februar 1905 vollzogenes Gesetz eine Abänderung erfahren. Dies Gesetz, welches am 1. Juli 1905 in Kraft treten soll, bestimmt, daß jeder Schiffskapitän den Zollbeamten eine genaue, beschworene Passagierliste vorzulegen hat. Der Sekretär für Handel und Gewerbe soll befugt sein, von Zeit zu Zeit Vorschriften über die Angaben, welche diese Liste zu enthalten hat, zu machen. Allgemein soll sie Alter und Geschlecht, sowie eine Anzeige darüber enthalten, ob der Passagier verheiratet und Bürger der Vereinigten Staaten ist, wieviel Gepäckstücke er hat, und welche Kabine er bei der lieberfahrt hatte. Auch Passagiere, die auf der Reise gestorben sind, sollen aufgeführt werden. Deutlch-Südwcstafrika. Ein Telegramm aus Windlmk vom 26. März meldet: Im Gefecht b e l G r o ß - H e u f i § gefallen: Leutnant der Reserve Elsner, früher im Husarenregiment Nr. 16 ; Reiter Karl Schimmel, geboren am 25. Aug. 1883 zu Besse, früher Füsilier- Regiment Nr. 39. Am 26. März bei Kranzplatz nördlich von (Aibeon gefallen: Gefreiter Gustav Hermann, geboren am 20. März 1881 zu Norm, früher Feldartillerie Regiment Nr. 56; Steiler Max Anderseck, geboren am 18. Juli 1878 zu Polsnitz, früber Feld urtillerie-Regiment Nr. 21. Die enormen Rotten, die der Aufstand dein Reiche ver- iirsacbt, lasseii es dem Oberrechnungshof in Po'tsdam wünfcheiiswerl erscheinen, zwei Beamte Ende Avril nach Afrika zu entsenden. VoMilche Tagesschau. Zur Marokkosrage. Unser Berliner -N-Mitarbeiter schreibt uns, es sei nicht unwahrscheinlich, daß dem Reichstag ein Weißbuch über die Marokkofrage zugeht. Es ergiebt sich an- gesichts der fortgesetzten Entstellungen des Sachverhaltes durch die von Delcassö informierten Pariser Blätter immer mehr die Notwendigkeit, aktenmäßig den wirklichen Hergang zu schildern. DelcassL, der in seinen Erwiderungen immer das umgeht, woraus es ankommt, nämlich die volle Unabhängigkeit Marokkos nach jeder Richtung hin, anzuerkennen, wird denn wohl endlich präziser sich ausdrücken oder — schweigen müssen. Die „Norddeutsche" schreibt heute: Der „T e m p s" behandelt in einem neuen Artikel zur marokkanischen Frage die Aeußerungeu des Deutschen Kaisers in Tanger als ein „fait nouvel“ und regt sich über die it n f r e u n b (i ch e Haltung der deutschen Politik auf. Wir lehnen es ab, im gleichen Tone zu erwidern und beschränken »ms darauf, fest- -usteüen: Die Ansprache des Kaisers deckt sich mit der Erklärung, die der Reichskanzler Graf B ü l o w am 29. März im Reichstage abgab. Deutschland e r st r e b t die w irisch aftl'iche Gleichberechtigung aller in Marokko vertretenen Länder im Geiste der 1880 in Madrid abgeschlossenen Konvention. Frankreich beansprucht dagegen nach den Worten Delcassä's eine singuläre Stellung, deren Vereinbarung mit dem Grundsätze der offenen Tür Zweifeln »mter- liegen muß. Der W i d e r s p r u ch, der zlvischen der Anerkennung der Souveränität des Sultans und der Unabhängigkeit Marokkos einerseits und dem Anspruch auf eine Konirolle der innerer» Verwaltung des Landes andererseits besteht, ist bisher unaufgeklärt geblieben. Ebenso hat der „Temps" es unterlasseir, die vor» ihin 'selbst der französischen Politik in Fez zugeichriebene Rolle eines Mandatars vor» Europa in Uebereinstimmung nüt der Tntsache zu setzen, daß Deutschland keinerlei Mandat erteilt hat. Flottenverein und Marinevorlage. Der Deutsche Flottenverein , der mit seiner Agitation wenig Anerkennung beim Reichstag findet, hat je Kartoffel. •*, Milch, uchenpjaimnr Nr. 82 erlittet täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gtehrner Familien' Hättet viermal m der Woche bergelegt. Kotationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Untvers.-Buch-u. Stein- drucke«» 8t Lange. Redaktion, ErvedMon und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gietzen. FernfvrechanlchlußNr 51. MW .OP.S. o Jerborn* Grund, auch mit der Regieru ng unzufrieden zu sein. Denn wenn die „Eisenztg." rech, unterrichtet ist, wird die neue Flottenvorlage im wesentlichen das umfassen, was die Marineverwaltung vor fünf Jahren als Bedarf an Auslandsschiffen bezeichnete. Nämlich sechs g ro ß e-S ch i f f e, ür die der Tvp der Panzerkreuzer gewählt werden dürfte, und sieben Torpedobootsdivisionen, an deren Stelle aus Zweckmäßigkeitsgründen vielleicht sieben kleine Kreuzer treten. was in Bezug auf die Kosten keinen nennenswerten Unterschied macht. Alles in allem würde sich die Regierungsforderung ans 163 Millionen Mark belaufen. Das sind 208 Millionen Mark weniger, als in dem bekannten Dresdener Programm des Flottenvereins gefordert worden war. Der Flottenverein will als Autorität gelten, aber die Marinevcrwaltung will es auch, und die Mehrheit der Bevölkerung dürfte mit dem Reichstag der Marineverwaltung das größere Maß von Autorität zuerk^nnen, zum mindesten eine llrt Fähigkeit, die neben den Ansprüchen der Seewehr auch 'die finanzielle Leistungsfähigkeit des Reiches in Rücksicht zieht. Der Flottenverein ist der Verpflichtung überhoben, mit dem Reicbsschatzfckretär über die finanzielle Tragweite einer Forderungen sich verständigen zu müssen. Er kann in der Theorie alles fordern, und versuchen — wie es in der Hauptversammlung des vorigen Jahres hieß — einen Druck auf die Marineverwaltrmg auszuüben. Es ist aber auch nicht zu verwundern, wenn in der Oeffentlichkeit der Gegendruck sich geltend macht. Der Kaiser hat in, Bremen erklärt, daß Deutsch- land mit einer „öden Weltpvlitik" nichts zu tun hat. Die Marineverwaltung wird also wissen, wie weit sie gehen darf, um den Schutz der deutschen Seeinteressen dem Rahmen einer begrenzten Außenpolitik anzilpassen. Mit darüber hinausgrcifenden Forderungen würde sie schon beim Bundesrat kein Glück haben. Denn was hätten die Einzelstaaten von der „großen" Finanzreform, wenn auf der anderen Seite durch neue und unverhältnismäßig große Ausgaben das Reich dock' wieder in die Lage kommt, die finanzielle Hilfe der Einzels atm zu brauchen?_______________ is*S ar felweiß '33 r S lld. London, 5. AP il. Wie uoii zuständiger Seite Niit- qeteiU wird, ist die Zusammenkunft König Eduards und des Präsidenten Lou b et endgütig f ir morgen vereinbart Loubet wird den königlichen Zug in Pierrefitte besteigen und den König bis zum Lyoner Bahnhof in Paris begleiten. - Die Prinzessin von Wales sieht in nicht ferner Zeit einem freudigen Familienereignis entgegen. = Ms irdin I ‘führt ar. JEN, teg 91. »e 4. Paris, 5. April. Tie Polizei nahm heute nacht in einer Verschwörungsangelegenheit mehrere Haussuchungen vor, deren Ergebnis dem „Temps" zufolge die Sache ernst erscheinen läßt. Es wurde zunächst festgestellt, daß die jüngst in der Wohnung des beurlaubten Hauptmanns Tamburins beschlagnahmten 500 Jnfanterieuniformen keineswegs für die Milizsoldaten eines privaten Kolonialunternehmens bestimmt waren. Ferner wurden in dem Vorort Puteaur in dem Hause eines angeblichen Lumpensammlers Namens Meyer an 80 00 Gewehrpatronen beschlagnahmt. Meyer wurde verhaftet. Die Polizei kennt den Ort, wo sich die hierzu gehörigen Gewehre befinden. HauptmannTamburini wurde in Haft genommen und einem eingehenden Verhör unterzogen. Die Behauptung Tamburinis, daß er die 500 Uniformen bei Trödlern gekauft habe, um einem Verwaltungsoffizier, welcher für die aus seinem Magazin verschwundenen Uniformstücke verantwortlich gemacht wurde, zu Hilfe zu kommen, wird für unglaubwürdig gehalten. Ueb- rigens weigert sich Tamburini, den Namen dieses Ver- waltungsoffiziers zu nennen, angeblich, um ihn nicht bloßzustellen. Der Schwiegervater Tamburinis, der ehemalige Unteroffizier Vrinat, wurde gleichfalls verhaftet. Der „Temps" sagt, die Polizei glaube, daß es sich um eine: militärische Verschwörung handle, die derjenigen, gleiche, welche General Malet im Jahre 1812 zum Sturze- des Kaiserreichs angezettelt hatte. Rom, 5. April. Die Konferenz zur Schaffung eines internationalen landwirtschaftlichen Instituts wird über folgende Leitsätze zu beraten haben: 1. Bildung und Organisation des Instituts. 2. Aufgaben des Instituts, nämlich: periodische Veröffentlichung von Nachrichten über landwirtschaftliche Produktion, Arbeitskräfte, Pflanzen- und Viehkrankheiten, Förderung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens,, des landwirtschaftlichen V e r s i ch e r u n g s - und Kreditwesens; in internationaler Beziehung: Vorschläge über internationale Maßregeln und Einrichtungen zum Schutze der den Landwirten aller Länder gemeinsamen Interessen unter Berücksichtigung der von den internationalen Landwirtschaftskongressen gefaßten Beschlüsse; Ausübung von Funktionen, die schon zu den Aufgaben der großen landwirtschaftlichen Vereinigungen gehören, die aber das Institut unabhängig von der Tätigkeit der verschiedenen Regierungen, übernehmen könnte. 3. Finanzielle Mittel des Instituts. Das Generalkomitee, das die Vorbereitungen für die Konferenz zur Schaffung des internationalen landwirtschaftlichen Jnstttuts treffen soll, hielt heute eine Sitzung, in welcher der Präsidenti mitteilte, daß die fremden Negierungen für den 28. Mast zu einer Konferenz eingeladen seien. Nom, 5. April. Der Abg. Macola zeigte in einen* Briefe an den Präsidenten seinen Austritt aus ben Kammer an, weil das gestrige Verhalten der äußersten! Linken das Maß der Verfolgung vollgemacht habe., (Deuj konservative Abg. Macola hatte vor Jahren Eavallotti int! Duell getötet. Als er gestern zum erstenmal feit diesem' Vorgang eine Rede hielt, verließ die äußerste Linke den! Saal.) Seer und Flotte. _ Die Verwendung der Funkentelegraphie in der deutschen Armee macht weitere Fortschritte. Man beabsichtigt jetzt eine Anzahl Festungen mit Stationen auszurüsten. Zwei Probestationen nach dem System „Telefunken* gelangten bereits zur Ablieferung. Die Marine hat der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie nach dem System Telefunken neuerdings Auftrag aus eine Station für den Lotsendampfer „Jade" sowie aus 7 Kriegsschiffstationen erteilt. 5t trfp und chute, __ Der Papst gibt seinem Bedauern und seinem Schmerz über den Absa 11 von österreichischen Studenten von der kathosischen Kirche Ausdruck und fordert zu ungeschwächtem Kampfe wider die Abfalibeweaung aus Rußland in Sturm und Drang Pobjedonoszew geht. Aus Petersburg berichtet ein Telegramm: „Nusskoje Slowo" meldet: Der Oberprokurator Pobje». d o n o s z e w hat fein Entlassungsgesuch eingereicht. Informierte Kreise bringen bieten Entschluß des Oberprokureurs in Verbindung mit der neuen Strömung unter den Vertretern der Kirche, die in letzter Zeit laut gegen die gegen Kirchenrecht und Tradition verstoßende K n e ch t u n g der Kirche durch die weltliche Gewalt p r o t e ft i e r e n. — Dasselbe Blatt verzeichnet das Gerücht, der Ackerbauminister P e r m o l o w werde eine anderweitige Verwendung finden und durch den früheren Vrösidenlen des Moskauer Landwirtschaftlichen Vereins, Fürsten S ch e r b a t o w ersetzt werben. An diesen Abschied knüpfen sich in Rußland die größten Hoffnungen. Ein Teil der Petersburger Presse tritt offen für die Trennung von Kirche und Staat ein. Bemerkens^ wert ist, daß in der geistlichen Akademie der Direktor BorgiuL eine Rede hielt, in welcher er erklärte, die russische Kirche stehe am Vorabend ihrer Befreiung von b er Staatskontrolle und werde ihre Freiheit baldigst wieder erlangen. Daß es in Rußland doch immer noch solche Optimisten, gibt! Wenn auch Pobjedonoszew, der ärgste Reaktionär, geht, so wird doch wohl fein System bleiben. Er war der Erzieher des Zaren und der Zar ist ein Anhänger der religiösen und politischen Richtung seines Lehrers. Darum ist eine Weiidung der Dinge kaum glaiiblich. 91 ii8 dem Reiche. Nach einem Privattelegramm aus Petersburg dauert die Obstruktion im dortigen Konservatorium fort. Der Direktor Bernhardt reichte feine Demission ein, während Professor Rimski-Korffakow, ein bedeutender Komponist, seine Entlassung erhielt, eine Tatsache, die in der Petersburger Mustkwelt das größte Aussehen erregt. In Baku nimmt die Unsicherheit weiter zu. Auf den Oberreviervorsteher Maiuedbeketow wurden 8 Revolverschüsse abgefeuert, die jedoch alle ihr Ziel verfehlten. Der- selbe führte gerade zwei verdächtige Individuen ab, als deren Komplizen auf ihn feuerten. Zwei von ihnen wurden sest- genomiuen, wobei einer getötet, der andere schwer verwundet wurde. Sämtliche Angreifer sind Armenier. In der Stadt herrscht andailernd große Unruhe. Warschau, 5. April. (Pet. Telegr.-Ag.) Gestern ur> W M mo*alhcb75 ^.D^rteU 6iefjener2lmcigcr " General-Anzeiger ” ** v den poltt und Q u Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen MWZ ” ” zeigenteil: Hans Beck Pie ijeutige Kummer umfaßt 8 Seiten. Kaiser Wilhelm in Weapel. Neapel, 5. April. Don Port Mahon begleitete ein spanischer Kreuzer ein gutes Stück das Kaiserschiff, um sich dann mit Salut zu verabschieden. Auf malerischen Sonnenuntergang folgte ein warmer Abend. Die Venus, der Abend st ern, erstrahlte in höchstem Glanze. Im Heckwasser der „Hamburg" war das Meereslei'.chten besonders intensiv. Der Kaiser verweilte am späten Abend auf dem Achterdeck. Gestern war ein Regentag. Die Fahrt ging an der Westküste von Sardinien hinaus durch die Straße von Bonifacio. Zwei italienische Torpedoboote geleiteten das Kaiserschiff durch die Meeres- enge. Der Kaiser hörte die Vorträge des Kckbinettschess und den Vertreter des Auswärtigen Amtes. Am Nachmittag nahm der Kaiser selbst die Verteilung der für die Verwaltungs-Beamten der Hamburg-Amerika- Linie, die für die Offiziere der „Hamburg und für die Mannschaften bestimmten Orden, Ehrenzeichen und Ehrengeschenke vor. Der Kaiser war in fröhlicher Stimmung; er zeichnete jeden durch eine Anrede aus und machte zu den Mannschaften viele launige Bemerkungen. Direktor Kapitän v. Grumme erhielt die Porträtbüste des Kaisers, Kapitän Kämpf die Photographie im Rahmen. Heute sandte der Kaiser ein Telegramm an die Direktion der Hamburg-Amerika-Linie, in welchem er seine vollste Befriedigung über seine Reise auf der „Hamburg ausspricht. Dem Generaldirektor Ballin wurde der Stern zum Kronenorden zweiter Klasse, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Tietgens der Kronenorden zweiter Klasse verliehen. Gestern abend fand ein Abschiedsessen an Bord d e r „H a m b u r g" statt, bei dem Oberjägermeister Freiherr v. Heintze den Dank der Gäste an den Kaiser in poetischer Form ausdrückte. Der Kaiser blieb mit seinen Gästen, welche heute die Rückreise antraten, lange in fröhlicher Stimmung vereint. Heute morgen 9Vs Uhr kam Neapel litt Sicht. Bei gutem Wetter fuhr der Kaiser auf der „Hamburg" mit dem Kreuzer „Friedricy^ Karl" um 10 Uhr vormittags in den Golf von Neapel ein. D-er Gipfel des rauchenden Vesuv war von tiefhängenden Wolken umkränzt. Die deutsche Kolonie fuhr dem Kaiser in einem bewimpelten Dampfer entgegen. Das italienische Geschwader lag in Parade und gab Salut ab. Die Mannschaften brachten ein Hurra aus. Der „Friedrich Karl" erwiderte den Salut. Die „Hamburg" machte an der Mole im Militärhafen fest. Zahlreiche Ruderboote umkreisten die „Hamburg". An Bord der „Hamburg" meldeten sich beim Kaiser die Herren der deutschen Botschaft in Rom und die Spitzen der italienischen Behörden. Bald darauf kam Prinz Adalbert von der „Herthu" an Bord der „Hamburg" und meldete sich zunächst dienstlich beim Kaiser, der dann seinen Sohn willkommen hieß. Die Frühstückstasel sand noch an Bord der „Hamburg" statt. Zur kaiserlichen Tafel waren geladen Prinz Adalbert, Botschafter Graf Monts, Oberstleutnant Ehelius und der Adjutant des Prinzen, Schimmelmann. Um 2 Uhr ging der Kaiser an Bord der „H o h e n z o l l e r n", welche unter dem Salut der Kriegsschiffe die Kaiserstandarte hißte. Er begab sich am Nachmittag in Begleitung des Prinzen Adalbert zu Wagen nach der Wohnung des Generalkonsuls. Das Publikum bereitete dem Kaiser lebhafte Ovationen. Alle öffentlichen und viele Privatgebäude haben in deutschen und italienischen Farben geflaggt. D^ie Blätter bringen Begrüßungsatikel. Der Aufenthalt ist hier bis zum 7. April vorgesehen. heute nacht wurden 77 Personen in den Vorstädten verhaftet. Bei ihnen wurden viele Aufru se undNevolver gefunden. Warschau, 5. April. Als gestern im Hofe der in Grazy- dow gelegenen Kaserne einem Soldaten das Urteil vorgelesen wurde, wodurch er wegen Ungehorsam mit zwei Iohren Zwangsarbeit bestraft wurde, stürzte sich der Soldat auf den Oberst und verwundete ihn tätlich mit seinem Bajonett. Der Krieq. Vom Kriegsschauplätze. Tokio, 5. April. (Amtlich.) Ein Teil der japanischen Besatzung von Tschantschnn vertrieb die Russen, die Tsuluschu, 2 Meilen nödlich von Tschantschun, und Sumientscheng, 9 Meilen westlich von Tsuluschu, besetzt hielten. Beide Orte wurden am Montag besetzt. Nachdem die Japaner dann den Feind aus der Nachbarschaft von Sn- miaotsv, 6 Meilen südöstlich von Tsuluschu, vertrieben hatten, kamen sie Dienstag mittag in die Nahe von Scmtaokn und eröffneten ein heftiges Feuer gegen ungefähr fünfhundert russische Kavalleristen, die sich nach Norden der Eisenbahn entlang zurückzogen und schließlich zersprengt wurden. Russische Verwundete. Petersburg, 5. April. (Petersb. Tet.-Ag.) General Lin je witsch telegraphiert dem Kriegsminister: Aus Mukden ist der Vertreter des russischen Roten Kreuzes Gouchkoff mit neun barmherzigen Schwellern, 26 hoben ärztlichen Beamten und 65 Krankenpflegern im Hauptquartier eingetroffen. Sie wurden von den Japanern unseren Kosaken entgegenqesandt. Gouchkoff berichtete mir, von Cbefoo seien 200 Sanitäts- personen, 20 barmherzige Schwestern, 30 Aerzte und 150 Krankenpfleger nach Rußland gesandt worden. Gouchkoff erstattete mir ferner Meldung, daß er Ge-"ral Gannen- feld, 36 Offiziere, einen Arzt und 1 6 4 9 Soldaten in Mukden verwundet zurückgelassen habe. Be» der Räumung Mukdens ließen wir in den Spitälern des Roten Kreuzes 460 unserer Soldaten krank oder verwundet zurück, außerdem 406 Japaner, die ebenfalls krank oder verwandet waren. Untere anderen Verwundeten, General Gannenfeld, 36 Offiziere und 1189 Soloaten kamen nach der Räumung von Mukden in die dortigen Spitäler. Tie im Felde Verwundeten wurden durch unsere Krankenpfleger und durch Japaner dorthin gebracht. Gouchkoff berichtet, daß die Japaner unsere Verwundeten, die Aerzte und Krankenschwestern gut behandelten und dieselben weder beleidigten noch belästigten. DermiidXes. • Au s der R e i ch s b a u p t n a d t liegen heute nicht weniger als drei U n g lü cks b o tscha ft en vor. An den Folgen einer im Duell erhaltenen Wunde verstarb im Paul- Gerhardtstift der 2 5jährige Former Emil Zipplitt, aus Rostock gebürtig, em Großgrundbesitzer in Teutsch-Süd- wcstafrika, zuletzt in Schönebera bei Berlin wohnhaft. Sein Gegner war der 24jäbrige russische Ingenieur Franz von Kobylinski, der in der Borügschen Maschinenfabrik tätig war. Tas Duell hatte in der Jungsernbeide slattgefunden. Ursache war eine Skandalszene im Vorraum eines Restaurants, wo Zipplitt durch seinen Gegner tätlich angegriffen worden war. Der Verstorbene betrieb auf seiner Farm Moordorf bei Grootfontein den Aubail von Agaven- und Oelfriichtkilltiiren mit vielversprechendem Erfolg. Tas Vertrauen der Ansiedlerschaft des Distrikts Grootfontein genoß er in solchem Maße, daß er .311111 Vertreter dieses Distrikts in der Entschädigungsfrage erwählt wurde. In dieser Eigenschaft kam er im Mai 1904 nach Deutschland. Er war der Verfasser der Eingabe an den Reichskanzler, in der die Notwendigkeit energischer und beschleunigter Maßnahmen für das heimgesuchte Schutzgebiet betont wurde. Durch ein tragisches Geschick ist der Mann jetzt das Ovfer eines DuNls geworden. Beim ersten Kugelwechsel erhielt er den tödlichen Schuß in die Leber. Kobylinski wurde in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Er hatte mit mehreren Damen und Herren eine Weinstube besucht. Zu vorgerückter Stunde glaubte er wahr- zunehmen, daß die Blicke des an einem Ncbentisch sitzenden Z. ständig auf ihn gerichtet seien. Daraufhin bat v. K. Herrn Z. in den nahegelegenen Korridor zu einer Aussprache. Hier versetzte K. seinem Gegenüber mit einer brüsken Bemerkung über „unartiges Fixieren" einen Rippenstoß. Weitere Tätlichkeiten wurden durch die Umstehenden verhindert Es erfolgte Kartenaustausch und am nächsten Morgen ließ Z. den v. K. auf Pistolen fordern. Das Duell fand in der Jungfernheide statt. Bedingung war gleichzeitiger einmaliger Kugelwechsel. Z. schoß daneben, Herrn v. K 's Kugel drang seinem Gegner in den Leib, sodaß er sofort bewußtlos zusammenbrach. — Einen Mord und Selbstmordversuch verübte heute nachmittag der 45jährige Arbeiter Bastian, indem er die 49 Jahre alte verwitwete Produktenhändlerin Auguste Jrrgang mit einem Revolver erschoß und sich dann selbst zu töten versuchte. Die Frau verstarb bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus. Bastian, der sich durch einen Schuß in den Kopf schwer verletzt batte, wurde als Polizeigefangener in die Charitö ausgenommen. — Heute wurde in dem Hause Treskowstraße 45 der Geldbriesträger Ulm auf seinem Bestetlgange von dem Bäckergesellen Pieper überfallen. Er versuchte, dem Briefträger die Geldtasche zu entreißen und brachte ihm, als dieser sich widersetzte, mit einer spitzen Feile einen tiefen Stich in. die Schulter bei. Auf die Hilferufe des Verletzten entfloh der Täter, konnte aber schließlich in einem Nachbarhause, wo er sich zu verbergen suchte, festgenommen werden. * Madrid, 5. April. Aus Vunta de la Agata auf den Azoren wird berichtet, daß dort das Motorboot „Gregor", aus Newyork kommend, nach 17tägiger Fahrt eingetroffen ist. Es ist dies der erste Versuch, den Ozean mit einem Motorboot zu durchqu eren. Das Boot setzt heute seine Fahrt nach Gibraltar und Frankreich fort. * Das Erdbeben in Indien ist laut Zeittmgs- meldungen aus Lahore das schrecklichste seit Menschengedenken. Tie Städte Amritsar, Jul undur, Fe- rozepore, Multai und Rawalpindi s.nd schwer Betroffen. Große Verluste an Menschenleben und andere Schäden werden aus Kaschmir, Dalhousie, Parala und Maler-Kvtla gemeldet. Auch aus anderen Orten treffen Unglücksbotschaften ein. Der ganze Umfang des Unglücks ist wegen der Störungen in den Telegraphenlinien noch nicht zu übersehen. In Dharmsaleh ist das Eingeborenen- viertel durch das Erdbeben wie vom Erdboden verschwunden. Die meisten Häuser im europäischen Viertel sind vollständig zerstört. Neun Personen wurden getötet. Die Verwüstung ist unbeschreiblich. Tie Menschen schlafen im Freien an den Hügelabbängen. * K l e i n e T a g es ch r 0 n i f. Die Gemahlin des herzoglich Cumberländischen Geheimrats Freiherrn von der T e n z e wurde bei einer A u t 0 m 0 b i l i a h r t in der Nähe von G ni u n d e n iiüolge Versagens der Bremse aus dem Automobil aus den Bür° gersteig ge'chlendert und schwer v e r l e 1z t. Aus URÖ IlUliL Gießen, 6. Avril 1905. * * Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Kreisdiener bei dem Kreisamt Heppenheim, Ost bei in, die Silberne Medaille des Ludewigs-Ordens verliehen. — Uebertragen wurde dem Schulverweser Spehnkuch zu Wenigumstadt (Boyern) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim im Kreise Offenbach. — Der Pfandmeister Pons zu Langen wurde unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. * * Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 4, enthält: Bekanntmachung, Vorarbeiten für eine Nebenbahn von Hanau nach Büdingen betreffend. Bekanntmachung, Vorarbeiten für eine vollspnrige Nebenbahn von Butzbach nach Wetzlar betreffend. Bekanntmachung, Vorarbeiten für eine Nebenbahn von Alsfeld nach Glieder au la und von Niederjossa nach Schlitz betreffend. * * Vortragsabend z u V 0 l t s Vorstellungspreisen. Der Erfolg, den die Mitglieder unseres Stadt- theaters am Dienstag abend mit ihrer VeranstaUung gehabt haben, hat sie ermuntert, morgen, Freitag abend, nochmals einen Vortragsabend zu Volksvorstellungsprcisen zu veranstalten. Herr Direktor Stein gö tter Bat, wie man uns mit teilt, wiederum in liebenswürdiger Weise seine Erlaubnis dazu erteilt und durch Neberlassung der Dekorationen die Unternehmung möglich gemacht. Der morgige Abend verspricht wiederum unterhaltend zu werden. • * Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 50 000 Mk. auf Nr. 42203, ein Gewinn von 20 000 Mk. auf 9?r. 17186, ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 39870, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 941 1024 1930 8124 11682 16585 16944 20166 22836 32352 33734 40890 43555 46665 48943 49772 58004 59048 60712 68228 69592 71458 83289 90493 92571 94908. (Ohne Gewähr.) * * Schwerer Schne e.st u rm wurde gestern aus dem Ostseegebiet gemeldet. Heute früh lag auch über unserer ganzen Stadt eine leichte Schneedecke und im Lause des Vormittags gab es wiederholt ziemlich starkes Schneegestöber. Es scheint also nicht ausgeschlossen, daß wir in diesem Jahre iveiße Ostern haben trotz spätesten Festtermines. * * Ei n schwere r U n gl ü cksf a l l ereignete sich gestern abend 6 Uhr, kurz vor Feierabend, am Neubau der chirurgischen Klinik an der Frankfurterstraße. Ein bei Jäger und Rumpf beschäftigter hiesiger verheirateter 9lrbeitcr stürzte vom dritten Stockwerke zur Erde, wo er blutüberströmt und bewußtlos liegen blieb. Er wurde sofort nach der alten Klinik verbracht. Außer schweren äußeren Verletzungen, einem Beinbruch, hat er anscheinend schwere innere Erschütterungen erlitten. * * Besteuerung der Konsum- und Produktionsgenossenschaften. Den beiden hessischen Kammern der Stände ist ein Gesuch des Rabatt-Sparvereins „Mognntia" in Mainz zugegangen, worin es heißt: In den letzten Jahren haben sich, wie anderwärts, so auch in Mainz, die K 0 n s u in v e r e i 11 e immer mehr ausgebreitet und sind zu einer Konkurrenz für den 65 e w e r b e st a nd geworden, welche dielen in der bedenklichsten Weise zu schädigen geeignet ist. Wenn wir uns nun als Handels- und (Gewerbetreibende vertrauensvoll an die Kammer, Regierung, soivie die Abgeordneten ivenden und dieselben um ihre Unterstützung ersuchen so liegt es uns vollständig fern, eine Ausnahmegesetzgebung zu verlangen. Wir bitten nur darum, f r a g l. K 0 n s u m v e r e i 11 e mit der gleichen B e st e u e ru n g zu belasten, zu welcher der G e w e r b e st a n d herangezogen wird, und diese Besteuerung auch auf die B e a m t e n - K 0 n s u m v e r e i n e auszudehnen. t Bad-Nauheim, 5. April. Die Stadrverord- n e t e n v e 1 s o m m l u n g genehmigte gestern einen Vertrag mit dem Fiskus auf die Dauer von 15 Jahren, wonach die Stadt Elektrizität aus dem staatlichen Werk bezieht. Tie Staat Bad-Nauheim wird somit am 1. April 1906 mit elektrischem Licht versehen sein. Marburg, 4. April. Heute morgen wurde in einem von Katt-l fommmben Personen-Ug ein F^moer mit einer schweren Schußverletzung, die er sich unterwegs beigebrackst batte, gefunden. Er wurde in die Klinik geschafft. Der Verletzte soll aus Baden fein. fc. Sandhosen, 5. April. Die Ehefrau d->s Maurers Joh. Schnell flüchtete sich am Montag vor ihrem Ga tten, der sie bedrohte, zu ihren Eltern. Schnell eilte ihr mit einem Hammer bewaffnet nach. Am Hause seiner Schwiegereltern angekommen, trat ihm der Brude r seiner Frau entgegen und feuerre drei Revolver schlisse auf ihn ob, die in den Kovs trafen. Schwer verletzt wurde Scynelt ins Krankenhaus gebracht. * * Kleine M i 1t" i ' ’i "n au s H 7 sse n und den N a ch b a r st a a t e n. Am 1. Mai soll der Motoromnibus- b e l r i e b L i n d e n f e l s - B e n s h e i m eröffnet werden. — Tas Ministerium hat dem Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung in Bl ainz, die Wahlen zu dem Gewerbegerichte an einem Sonntag abzuhalten, die Zustimmung versagt. — In Queckborn Nl P f a r r e 1 Ludwig Franz im Alter von nahezu 70 fahren gestorben. Er bat über 20 Jahre dort gewirkt — Spurlos verschwunden ill ui Offenbart) seit letzten Samstag ein etwa 30 jähriger vei> heirateter Fischer. Er halte sich mit seinem Vater, der gleichfalls Mischer ist, für Samstag nacht zu einem Fischzug verabredet und war uach dem Hafen, wo sich die Geräte befanden, voransgcgangen. Als der Vater nachkam, fand er seinen Sohu nicht vor. Es wird besürchtet, dan dieser in der Dunkelheit in das Hafenbaslin gestürzt ist. — Ter in Oslheun fintiomcrte Jagdaufseher des G r a f e 11 Crioln zu Büdesheim, der 27 jährige verheiratete Hilisjäger Karl Tülier, hat sich am Eiugang des Waldes bei Rommelhausen erschossen. Ter allseitig geachtete junge Beamte hat in einem An'alle geistiger Umnachtung Öand an sich gelegt. Der neue Nuhstrat-Prozesr. Oldenburg, 5. April. In der heutigm Verhandung begründete Smotsanwalt Dr. Fimmcn d'"e gegen Rcdatteur Biermann erhvb^ne Anklage: Ter heutige Prozeß stehl im engsten Zusammenhang mit dem Prozeß gegen Redakteur Vchweynert vom NczMnzooirn. Urteil gegen Schwehncrt ist rechtskräftig^geworden, und es mutz daher jetzt auch gegen den Leiter d-es glattes, den eigentlichrn Inpirator der ganzen Affäre, vorgegangen werden, rem nister Ruhftrat wird vorgeworfen, daß er im Biermann-Ries- Prozeß einen Meineid geschworen hat. Merkwürdigerweise zieht ich jetzt der Angeklagte darauf zurück, daß er lagt, Minuten Rnhstrat habe nicht ttwas Falsches gesagt, sondern er habe wissentlich etwas verschwiegen. Die Beweisaufnahme der letzten zwei Tage habe keinen Wweis dasür erbringen können daß m deni Viermann-Ries-Prvzeß die allgemeine Spielleiden schaff des Ml- nisters zur Anklage gestanden habe. Alle Mtci-unb Beteiligter haben das Gegenteil bekundet. Es habe 11$ ergeben, baV> bei Minister gesagt habe, er habe gespielt, auch mit einer gewißen Leidenschaft gespielt und auch die Bank^gehalten. , Er habe es nur nicht mehr getan, als jeder andere Spieler, Verteidigung wie auch Dr. Sprenger erblicken nun den Memeid dev Ministers darin, .daß er etwas verschwiegen habe. Um einen Meineid nach dieser Richtung zu konstruieren, i)t es notwendig, daß der Zeuge Tatsachen nicht erwähnt, die er zu erwähnen verpflichtet wäre, und daß er ne wider besseres Wissen verschweigt Während Staatsanwalt und Nebenkläger auf dem Ltandymikt standen, daß zur Verhandlung nur die Frage stehe, ob der Minister Mitspieler begünstigt und bevorz-nat habe, mmben die Verteidiger den von den verschiedensten Seiten Bedenken über die Prosperität und die Zweckmäßigkeit einer derartigen Genossenschaft ausgesprochen, und selbst weitblickendere Landwirte blieben dem Unternehmen fern, weil ihnen, besonders von kaufmännifcher Seite, die Gefahren für ein derartiges Unternehmen als recht groß bezeichnet wurden. Es traten infolgedessen am Anfang nur 54 Landwirte bei. Heute, also kaum nach einem Jahre, zählt die Gcnoiscnschaft über 300 Mitglieder, und der Umsatz, den sie seit der Inbetriebsetzung gemacht hat, dürfte nicht weit von 1/2 Million Mark getragen. Unsere Landwirte haben sehr bald die großen Vorteile des Lagerhauses für ihren Betrieb erTnnnt und nutzen t^n für ft chaus. Es ift nickt nur das Getreide, wclckcS bAr Genossen schüft zur Vertvertuna übergeben wird, fnnb-em vor allem sind es die landw. Hilfsüofs^: . KünMcke Düngemittel. Krastsuttermittel. Saatgut usw., welckes die Landwirte aus d"m Ltnrndaus beziehen. Das Kornbaus, nach kauf- mänuisckeu Grundsätzen und Ersabrunnen gleitet, ersetzt dem einzelnen Landwirte sonack rum Teile die eigene kaufmänniscke Tatipfn-if Ilt1s. mnr^t ibm de Erfahrung des aeschulten Kaufmannes für s-'inen Betrieb nutzbar. Der Grundsatz d"r Verwaltung: Beste Ware zu billigsten Preisen zu liefern, gibt dem einzelnen Landwirt die Sjckeickcit in seinem Betriebe, solche Hilssstofse anzuwendeu. Er steigert daher d^ren Benutzung, und der gan^e Betrieb wird inf^lg^ssen intensiver. Das Kornbaus erhöbt hoher nicht nur die Einnahme, sondern nützt in tzertzorragendem Masse b»r Landwirtschaft im allaemein"n. Es sind also vor allem tue groben Vorteile, w"lcke iwsere Landwirte veranlastt haben und 'weiterhin veranlassen w"rden, dem Kornhauie beiz-utretcn. ie wir hören, sieht sick die V"rwaltung infolge dieser unerwarteten Bete-'lwung veranlasst, sckon in diestm Sommer Erweiterungsbauten vorzunehrnen, und ebenso soll am Bahnhöfe Handel und Verkehr. Valkümirtschast. 3i/e vroz. deutsche R e i ck s a n l e i h e. Der Prospekt ist neu erschienen und in seinen Hauptpunkten reckt ausführlich und übersichtlich. Neues wäre eigentlich Nichts hinznzufügen: es dürsten nur ewige Bemerkungen interessieren, die die „F. Z." mackt. Das Blatt me-'nt: Dem Kavitaljsten, der zwischen 3 und 3'' vroz. Tit^n zu wählen hat, h’-'ten die 3 vroz. wegen ihres N''ech.-'am Breisstandes natürlich ariE'"re Kurschancen nach ob"n. a Schwierigkeiten an, denen die italienischen Unterhändler begegneten wegen der agrarisch-schutzzöstnerischen Strömung in Deutschland und führt aus, es seien die bestmöglichen Resultate erzielt unter wirksamer Wahrung der wichtigsten Interessen Italiens. Befürchtmigen wegen der Meistbegünstigunasklausel seien ungercchtlertigt. Ter Handelsvertrag werde ans 12 Jahre eine friedliche, ruhige Tätigkeit Italiens auf einem der Hauptmärkte der Welt sichern. N c a v eB 5. Ariüt. ^er d"utscke Ka i s e r nahm heute nach^ rni"ag den Tee mtf d«>r Terrys' der auf dem Demero gelc^-men V'Ka d°s deujl'ck-'n v. Reknwski. Lur Ab"nd-- ♦afet cruf d"r , KwhenMllcr"" incrrcn it. n. gelod^n' Prinz Adalbert von Preusten, der Erzabt MonO (Scfiirtn, snwie die Herren b-'r ITr'^nTjiruA i-nd b"s Die italienischen und die b""^'^'"n Kr^<7?''^ilOimtni-rt. Kischinew, 5. April. In der letzten nackt verübte ein Unbekannter einen Llnscklag gegen den Gehilfen des Vo- lizeikommissars, Kirligki, in der Nähe des Stadtwalles, ohne ihn zu verletzen. Ter Täter ist entkommen. Heute wurde am Tatorte ein finnländifckes Messer gesunden, das wahrscheinlich dem Angreifer gehört. Tiflis, 5. April. sPeter-kb. Tel.-Aa.') Llus zahlreichen fckwere Anssckreitunaep der Bauern g'uv'b't, bv sick besond'^s ^egm d'e E"is^kckkci.t und d'e 0^'^^ Gutsbesitzer richteten. D'e Rub"9yrcr vlündci-ten, verübten Bra-nbstif^i'niicn, ''ckor Ib'Rsen . . . 100.55 3tz, 96 Oherhesflon . . . 99.00 4 96 Onsterr. Go’drerte . 10° 35 4* „ 96 OoRterr. Sitherrenfe 101.50 496 Un?ar. ^oblr°nte . . 100 40 4°/ Haben Renk- , . . 105.70 3°-6 Portn. ^dnekert . . . 133 80 Xord.l TJoyd . . . . 123.70 ’< rnilifiikfien . . 209.30 niskonto-Kommandii:. . 188 70 Darrr.Rfndtor Bank . , 144 75 l>rpRdener Bank .... 15820 Ber'iner TTnndelseres . . 171 90 OpRterr StaatHbahn . . . 141 70 Lnmharder......17 65 Goffhardbahn ..... —.— Laura1'ütte.....27’.00 Bnehnm ..... 247 40 H nrn^npr . ..... 21260 Staatschatzscheine . . . 100.45 Tendenz : lest. 1624 Grosse Auswahl in Konfi r m ati o nsf/esc h en keil vom biUiasien bis zum feinste» Genre empfiehlt Juwelier Brück Kreuzplatz 8 Bekanntmachung. In der Generalversammlung des Vorschuß- und Credit- vereins, c. G. m. u. H., in Hungen, wurde am 26. März 1905, nachdem Georg Heinrich Weck von Hungen ans dem Vorstand freiw'llig ausgeschieden war, Heinrich Gustav Schmidt dalelbst zum Vorstandsmitglied gewählt. Eintrag im Genossenschaftsregister bat stattgefunden. b’/4 Hungen, den 3. April 1905. Arbeitsvevaelmng. Dic nackstebenden Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer höheren Mädckensclurle von Kcllerfußboden aufwärts sollen SamStaq den 15. April d. IS., vormittags 10 Uhr, äffentlich vergeben werden. 1) Erd- nnd Maurerarbeit: darunter ca. 434 cbm Bruchsteinmauerwerk „ 4016 „ Backsteiumauerwerk A Materialtiefernng: a.) 466 cbm Hardtbruchsteiue b) 63000 Stück Niuaofensteine e) 1585000 Stück Feldbraudsteine dl 251500 kgf gehrgnnter Kalk. Zeichnungen, ?lrbeitsbefckreibung i»nd Bedingungen liegen während der ?lmt?stnnden bei uns zur Eiufickt offen. Angebote auf Vordruck, der dgfelbst erhältlich, sind bis zum geuannten Zeitpunkt ein uns einzureickelr. — Zuschlagssrist 3 Wochem Gießen, ben 5. Avril 1905. Städtisckes Hockbauamt ___6z erbe l.________________________ Die Llusübuna des Jagdrechts in der Gemarkung Hochelheim, mit Ausnahme in den Walddistrikten 3 — 17, einen Flächeninhalt von etwa 521 ha enthaltend, darunter ca. 13 ha Wald, soll Montag ben 17. April, nachmittags 5 Uhr, an Saale des Wirtes Amend hierselbst auf 6 Jahre öffent- stch vergeben werden. B6/i Groß-Rechtenbach den 4. April 1905. ________________Der Bürgermeister. Bntrbach —Licher Eiseubahn» Am Montag dem 10. April er. erfolgt die Verpgchtung der 65rn?nuintnq an den Böschungen der Butzbach-Licher Eisenbahn wie folgt: auf Bahnho^ Lick vorm. 886 km 17,0 bis Bahnhof Lich einschl. „ „ Hof°u.Don-Güll „ 9^ „ 13,0 km 17,0 „ „ Mufckenbeint „ 10’® „ 11,5 , „ 13,5 „ „ Trais-Münzenberg „ 11 „ K5 „ n 11,5 , r Münzenberg „ 11M „ R-h , „ 9,5 , n Qber-Horgern „12 p 7,0 „ „ 8,5 , „ Ggnibacb uachm. 12" „ 4.5 „ „ 7,0 , , Griedel-M. „ 1^ „ 2,0 , „ 4,5 „ „ Bustback-Ost , 3 „ 0,7 „ w 2,0 Tie Verpachtung erfolgt auf 5 Jahre unter den im Termin bekannt zu machendeu Bediuguugen. Tie einzeluen Bahnabschnitte sind durch Kilcunetertgfeln, welche die volleu Kilometer und durch Anschriften an den Schienen, welche die Einteilung nach 100 Metern zeigen, keuullich gemacht. Vl4 Die Dabnverwaltuug. Alpers. Oeffeutliche Verdiu^nng der Cu vauung eines Hochbehälters von 110 cbm Inhalt. Donucrstag den 20. April d. I., vormittags 11 Uhr, sosten bei dein Unterzeichneten die Ueberuabnzsangebote auf Arbeiten und Lieferungen bei Herstellung eines Hocbbebälters von 110 cbm Inhalt für das Doinanialgnt Konradsdorf, Station Selters der Qberhess. Nebenbahn Stockheim —Gedern, entgegengenoinmen und eröffnet werden. Pläne und Bedingungen können bei mir, letztere gitch guf Großb. Qbcrförsterei Konrgdsdorf eingesehen werden. Angebotsvordrucke sind gegen Bgreiusendung von 1,50 Mark nur von mir zu beziehen. Angebote lind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zu obigem Termin bei dein Unterzeichneten, Steinstraße 371, einzureicken. Eröffnung in Gegenwart von Anbietern. Freie ?luswahl bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Darmstadt, den 5. April 1905. D6/4 Mangold. Wirklich ausgezeichnet schmecken 0®/4 iMAGGf 'inWürfe/n. ^Schutzmarki ;KreuzlSiert für 2 gute Teller Suppe. Ich empfehle dieselben jebermegm auf das cingelegentlickste. Adel' Geisse, Scltcrsweg 2, Ecke am Kreuz. Cahliau Schellfisch Mittwoch, Donnerstag und Freitag lebendsrisch eintreffend, mit und ohne Kopf, in alle,: Größen. BebrMee* Becdlwx BaHnHofstrab- 27. Lindcnplatz 12. Pflauzenverkauf aus dem akademischen Forstgarten bei Gießen. Fichten, teils verschult, 6-jhr.: 7000 Stck., teils Saat 4-jhr.: 1800 Stck. Weißtanne, Saat, teils 4-jhr.: 200 Stck., teils 6-jhr.: 400 Stck. Lärchen, 4-jhr. Saat: 400 Stck. Eichen, 4-jhr. Saat: 200 Stck. Rotbuchen, 4-jbr. Saat: 250 Stck. Amerikanische Eschen, vcr'chult, teils 6-jhr.: 600 Stck., teils 3-jhr.: 1500 Stck. Kaufliebhaber wollen sich direkt an den Forstgarten- aufseher Därmer im Forstgarten wenden. Gießen, den 4. Avril 1905. Die Gr. Direktion des akademischen Forstinstituts. Dr. Heß. n8^ Nutzholz-Versteigerung. Oberförsterei Obersckeld zu Wittenburg. Montag, den 17. April, vorm. 10 Uhr beginnend in Oberscheld im A. Mäbns'schen Saale aus sämtlichen Schiltzhezirken des Reviers. Ei-tzen: 65 Stämme 15,63 Fm., 1 Stg. I., Buchen 10 St. 7,36 Fm., Nadelholz (Fickten, Kiefern und etwas Lärcken) 1163 St. 386,10 Fm., 230 Stg. L, 222 II., 681 III., 3,10 Hdt. TV., 3,60 Hdt. V., 8 Nm. Nutzscheit, 14 Nm. Nutzknüppet, 8 Erlenst. 2,07 Fm., 7 Nm. Birk ennutzscheit, 1 Nm. Knüppel. B’/4 Auszüge aits den Tabellen bei Forst-Sekretär Kirchheim zu Dillenburg. Nähere Angaben nach Distrikten erteilt die Oberförsterei. Das 2lusgebot erfolgt in großen Loosen. Zu Ostern empfehle Ejs g in allen Gröszen, große Auswahl leer u. mit Inhalt Hasen. Gummibälle Votan ster- und BrotLüchkn Arül-flückskörOchcn und -Haschen Rucks^c^ce Carteiigcrätt, Reise - Ametterliiigskiisieil u. -Netze die neuesten Sommerspiele für Knaben u. Mädchen zu billigsten Preisen. J. H. Fuhr Sonnenstrasse 25. 1891 MÄMtmachung. Die alte Gießener Straße ist vom 7. bis einschl. 10. d. Mts. auf der Strecke von der Krof- b off er Eisenbahnübcrfühnmg bis zum Weaweiser ^am Straß- weg" für Flihrwerke gesperrt. Krofdorf, den 5. April 1905. Die Polizei-Verwaltung. | fiüss. Cremefarbe z. Cremen v. Ggrdincn :c. [°238* Gnst. Walter MäuSbura 1.3 Sonnenstr. 5 2 2 V V 5 Zimmer Kster-Ausstellung 1820 für dauernd suchen Gebrüder Kahl. 4 Plockftraße 4. 4 Plockftraße 4. Spezial-Niederlage in Schokolade, Kakao, Desserts, Bonbons, Tee re. 1843 straße 54 pari. Jung. Hausbursche 1865 per sofort gesucht. F. Pfeffer, Marktplatz. 1853 Drei schöne große Reparatur- sowie Alles staunend billig. vermieten. Näheres 1863 Maassarbeit in eigener Werkstatt. Ein ge° Gnfa LU verbrauchtes kaufen. Seltersweg 58 I | Läden etc.. 022171 l 4.05 7 Uhr. 8W. Gr. 9. Brill IGr. v/. 2 Zimmer Sonnenstr. 5 1762 Ein neuer, grauer iliuif-OMtuijc WM Stell Ilerlchiedones Vereine ZU verkaufen Mietgekuche Möbl. Zimmer | 02225] Möbliertes Zimmer zu vermieten. Wetzlarer Wea 41. 01930, Möbliertes Zimmer zu vermieten. Bruchstraße 9. In Steuersachenf ert. Auskunft, fert. Berufung. „Burean Universal“ Inhaber Karl Wenzel, Neuen Baue 9III Das. Sckrbleürlg.ges. g.Bergütg. Wem Fischhans 30 Souneustratze 30 Lahnfische in allen Größen, Schellfische, Eabliau, Rotzungen, Schollen usw. in best. Eispack. eingetr. zu L.billigst.Breis, a. hieß Platze. I09*80 Brav. Laufmädchen oder unabhängige Frau zum 1. April oder spater gesucht. [1727 Liebigstraße 33, 1 Treppe. 1904] 2-Zimmerwohnung (Mansarde) an rrchige Leute per 1. Mai zu vermieten. Bahnhofstr. 58. mit separatem Eingang zu vermieten. Schottstraße 10. Offiziersmantel (Baradetuch) ist billig zu verkaufen. Näh. zu erfahren Brandgasie 6^ p. S. Loeb, Bahnhofstraße 44. Telefon 436. Ltttbslliiitt jMgn Mann für Buchhaltung und Versicherungswesen gesucht. Offerten unter Nr. 1848 an die Expedition d. Bl. erbeten. 1909 Conditorei Hettler 5-Zimmerwohnnng (zweite Etage) per sofort zu vermieten. Zu erfragen Goethe- 5-Zimmcrwohnnng (Veranda Bleiche Garten) Erednerstraße 14 part. sofort zu verinieten. 1402 Zu erfragen daselbst III. St. Tüchtiges Mädchen zur Aushilfe ob. für beständig sofort gesucht. Steinstr. 10II."9"' Zu erfragen 2 Tr. hoch. 02809 022291 Junger Mann sucht möbl. 102247] Anstäud. Frau auf einige Zimmer. Nähe Stadtpost. Offert. Tage zu einer Wöchnerm sofort mit Preis postlagernd K. 101). gesucht. Metz, Weserstr. l<ä. Wiederholung des Vortrags-Absuds Charlotte Gartner, Marga Ruf, Max Andreas, Otto Conradi, Reinh. Lüttjohaun, Carl Ve Giorgi. Preise der Plätze: 02241 Loge «um- Mk. 1.00, Saalplatz uichtnum.40 Pfg., Gallerie20 Pfg. Billets bei Herrn Ehallier, Neuenweg. Gesncht: dnctWt Waschfrau, welche monatlich regelmäßig über 2—3 Tage verfügen kann. 1895 Frau Bichler, Hardt I. Die Eröffnung unserer mit vielen Neuheiten reich versehenen Obst!! Iwetsche» p. Pfd. 15, 30, 40 und 50 Pfg. ,, ohn. Stein p. Pf. 50 Vtrue«, neue, p. VW. 20, 55 und 65 Kranzfeigen, neue, P-^. 25 Datteln, neue, p. Pfd. 28 Aepfel, neue amerik. p. Pfd. 30 imd 40 Aprikosen, caL, p. Pfd. 55 Pfirsiche, neue, , 60 Brünetten, „ „ „ 65 Mischobst, seine Mischung, p. Vfd. 48 Ostanlage 4 ist die Beletage von 8 Zimmern mit allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen und Gartenanteil per 1. Juli zu vermieten. Näh. Ostanlage 4, part. 1902 Frankfurterstratze 3 ist die I. Etage (8 Zimmer unb Zubehör) zum 1. Juli 1905 zu vermieten. Näh. Parterre. "" Zigmevsabrik bie in Kur- und Oberhessen gut eingeführt ist, sucht einen tüchtigen Reisenden, der in genanntem Rayon selbst gut eingeführt sein mutz. Gest. Offerten unter Nr. 1860 an die Exped. b. Bl. Hauslmrsche gesucht. 1548 Marktplatz 17. Wer Artem'M kaust, verlange erst Spezial-Offerte von hv4/* Fritz Mack, Humurelftetrr-Nürnberg. QO Konkurrenzlos. Ein antiker Schreibsekretär, zwei gut erhaltene, verschließbare Miueralieuschränke, auch zu anberen Sammlungen geeignet, Schränke, Tische, Konsole unb eine Anrichte für Küche zu verkaufen 1845] Bergstr. 17, Part. Freitag, den 7. April, abends pünktlich 81/, Uhr Hebung: *3»® des 1. Löschzuges. B/< Das Kommando. Vttliillfem ^m^Pensior^per sof. Offerten unter L. G. 100 hauptpostlagernd. 02246 fiO mnn 02219 Ein Häuschen UV Brennholz,Nutz- Alleinbewohnen, 3 Zimmer, holz und Treppen aus der Hand schöner Keller, Speicher, abgegeben werden.02248 Waschküchen. Gartenanteilvin-avis MUiSlÄ 1Eine Sommerwohnung io»« ? ■ ? Sonnenstr, 5 9 9 Geschäfts-Empfehlung. Meinen werten Kunden und Gönnern zur gefl. Nachricht, daß ich mit dem Heutigen ein grosses Schuhwaren-Lager ^Zweiggeschäft) Sonnenstratze 31 (Ecke Kreuzplatz) eröffnet habe. Es bittet um geneigten Zuspruch 1868 Heinrich Äff. LStdühäus«, Reuen Baue 17. 361 Qt elter. Mädchen,kath.,welch.eins. ** bürgerl. kochen kann, Haus-u. Feldarb. verst., sucht Stelle f. sof. ob. später. Vermietb. Sonnstr. 3. 3000 Mark auf I. oder n. Hypothek zu ber^ leihen. Offert, u. 02145 a. d. Erv. Widerruf. Die Beleidigung, welche ich gegen Heinrich Kreiling am 29. März ausgesprochen habe, nehme ich hiermit als unwahr unter Bebauern zurück. 102218 Wieseck, 5. April Heinr. Weller Häßlich find alle Hautuureiuigkeiten u. HautauSschläge» wie Mitesser, Finnen, Gesichtspickel, Hautröte, Pusteln, Blütchen rc. Daher gebrauche man nur Radebeuler Karbil-TeersWesel-Seife nur echt m. Schutzmarke Steckenpferd, ä 50 Pfg., bei Adolf Bieler Marktstratze 5. 1259 Ein junger Bursche für leichte Arbeit gesucht. 02194 Carl Stückrath, Möbelfabrik. Ein jüug. Laufbursche zum alsbaldigen Eintritt gesucht. 0,100 Fr. Heimer, Bleichstr. 2. Kcknia!MM - Geschäft verbunden mit Obst u. Gemüse in guter Geschäftslage von [hv6/4 Frankfurt a. M. Verhältniffehalber vom Hauseigentümer abzugeben, Off. unter J. 3874 an Haasenstein Vogler A. G. Frankfurt a. M. ' 9 ? In meinem Hause Ederstr. 16 ist der 3. Stock sofort, der 2. Stock per 1. Juli mit je 4 Zimmer und allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zu vermieten. 1741 Gg. Pfaff, Vlockstr. 12. | 3 Zimmer | Junger Mann, Berechtigung z. einj.-freiw.Dienst, der schon 1 Jahr s. k. Lehrzeit in gr. Baumat.-Geschäft hinter sich hat, Maschinenschreiber, prima Zeugn., sucht weg. Versetzung s. V. nach Gießen od.nächst. Umgebung Stellung. Gefl. Offert, unt. 02169 an die Epped. ds. Bl.. 02227] Bess.Mädchen, das bürgerl. koch.kann,suchtStell. i.kl.ruh Haushalt. Teufelslustgärtchen 26. in Osterhasen, Oster-Eieru, gefüllten Körbchen und Nestern Attrapen, Bonbonnieren, Defferts rc. beehret: wir uns ergebenst anzuzeigen. 1900 Geschw. Altenpohl Sektion Giessen D. &. Oe. A.-V. 4. Vttcks- Alissliiß Sonntag, den 9. April 1905: Niederweunar—Damm-Mühle— Ellnhäuser Grund — Rimberg — Marburg. v6/4 Abfahrt 8" vorm. Sonntagskarte Marburg. — Marschzeit 6 St. 89 Seltersweg 89. Sauberen, fleißigen 02223] Möbl. Wohn- u.Schlafzim. I। f(an$bur$che u. ein eins. möbl. Zimmer m. Pens, zuverlässig und ordnungsliebend, zu vermiet. Grünberger Str. 34 für geschäftliche Arbeiten, bei Einfach möbliertes Zimmer zu gutem Lohn gesucht. Kost und verm. Asterweq 12 NI. |02133 Wohnung im Hause. Eintritt 02152] 2 anft. ülrb.tönn. lloqiä ertü Per °ftevn- Stellung e°. dauernd, eventl. a. m. Kost. Bahnhofstr.20I., H« F* NaSSQUer ■ ■ • 1__02190] Sch.3'Zimmerwohnnug Ein IClCnteS 4 icrü, nebst allem Zubehör per 1. Juli treu u. fligfeft, ,u vertäuten. (•”” *" Bfrm- mg(l- Vrucdstr^H Großen-Lindeu, BahnhoMr. 35. Stallung MÄ.*“ W JifnhMen mW 02205 C. Rübsamen. 102216 Nord-Anlage 13. Zubehör von kinderl. Familie b" Dienstmädchen! llesucht. «Ug-n,-inik flXin Korb m. Servietten gefim- den, abznhol. Neustadt 30 [1898 Dachhammer I verloren. Abzugeb. Bleichstr.il süchtige Schneiderin wird aus -t» 10 — 14 Tage z. Aushelfen ges. Off, lint. 02211 an die Erp, d. Bl. Ein älteres Mädchen, das gut bürgerlich kochen kann u. etwas Hausarbeit zu verrichten hat, für einen Herrn gesucht. Off. m. Gehaltsansprüchen unt. 02195 an die Exped. erbeten. _________ Ein braves, kräftiges 1878 Mädchen vom Lande für Haus- u. Gartenarbeit gesucht. Evanqel. Schwesternhaus, Johannesstraße 7. nebst 2 Lagerräumen sofort ober Whnlcher-Lehrling päter zu vermieten. 1815 gesucht. Gerh. Rohrbach, Seltersweg 67. 1763 Lollar. 02139) Altes Tafelklavier zu kaufen ges. Wetzlarer Weg 61, pt. Gutgehende Wirtschaft zu kaufen gesucht. Preis foroie nähere Angaben erbitte unter 02157 an bie Expedition b. Bl. Abgeschnittene sowie anBgetämmte Haara 603 kauft H. Tichh, Seltersweg 43. Cafe Leib Freitag den 7. April, abends 8 Uhr, Brunes Dienstmhlhen für Haus- u. etwas leichte Gartenarbeit per 1. Mai gesucht. Frau Dora Nassauer, 1807_______Neuenweg 15. 1781] Fleißiges, reinliches Dienstmädchen in fleinen Haushalt mit einem Kind ges. Näh, in derErpeb.d.Bl. 1759] Ein reinliches, zuverlässiges und nicht unerfahrenes Dienstmädchen zu einem jungen Ehepaar in Gießen gesucht. Eintritt 15. April. Auskunft Moltkestraße 5. 02224] 5-Zünmerwohnung part. mit allem Zubehör, Bleichplatz ist per 1. Juli 1905, auch etwas früher zu vermieten Zu erfragen Ebelstraße 3 ob. Lupwigsvlatz 14. Wae 5-ZimmrioshllW mit Zubehör per 1. Juli zu vermieten. 1717 Seltersweg 71. [ 6 Zimmer | WssenbcM Weil 21 schöne Wohnung, 6 Zimmer mit Zubehör unb Gartenanteil per 1. Juli zu vermieten. 1905 _____L. Wolff. Hofmannstrasse 7 Beletage, 6 Zimmer, sofort zu vermieten. Näheres part. ]1885 3-Ziimner-WohnllNM m. all. Zubehör per 1. Juli bs. I. zu vermieten. Hiervon ist eine eventl. schon früher zu besetzen. __________Gebrüder Zntt. Ludwigstr., Nähe Ludwigsplatz jdjfine 5-Zimer-MnW parterre per 15. April billigst zu Acht. Mritiftr findet dauernde Beschäftigung. C' Th. Waldschmidt, [1876 Herren-Garderobe, Wetzlar. Mn-Wli- Carl Reh, Westanlage 25. 02214] Tüchtiger, selbständiger Installateur für Gas- und Wasseranlagen gesucht. Fritz Eccarius, Markt 7. AWer i gesucht._______Carl Wigandt. Ein Geselle und ein Lehrling gesucht. Kaspar Jung, Schreinermcister Klein-Linden. 1569 1893] Schöne 2-Zimmerwohnung per 1. Mai zu vermieten. _______________Steinstraße 76. Ecke Neustadt 12 im 3. Stock Wiie L-Amtr-WohnW mit allem Zubehör an ruhige Leute per 1. Mai zu vermieten. Näheres im Laden.______1844 Bel-Etage, 2 Zimmer nebst Küche zu vermieten. 1629 Gärtnerei, Grünbergerstraße 11. Mee ■ ■ o I demBernhardtshäuserHofzi»Klein° obei. I Lindensof.z.verm. H.Bernhardt. ~ . ,,, 1842] Zwei schöne Wohnungen, Fortzuqshalber eimge überflüssige, I z Zimmer mit Bleichplatz und fast neue Möbel sehr billig zu verk. I Qßctn Zubehör sof. ob. später zu Ost-Anlage 30, Unterhaus. vermieten. Zii erfr. Steinstr. 49. IS Break I I. Bogel, Lackierermeister. ]°*^' W. Ferber, Kirchenplatz 11 N. §mgttl>elein Gießen. Freitag, den 7. April L I., abends 8l/2 Uhr in der Restauration Otto, Frankfurterstraße Mtzlieiikk-DkksMiiilll«-. Tages-Orduungr 1. Subrnisstonswesen. 2. Rathaus-Neubau. 3. Verschiedenes. Wir laden unsere Mitglieder zum Besuche dieser Versammlung freundlichst ein. Der Borffand. 2 schöne Mansardenzimer an einzelnes Fräulein zu oer- mieten. Näheres 16691 Alieesiraße 16 IT. Verschiedene H 1. Etaiie, 5-6 Zimmer, neu hergerichtet (mit Leucht- und Kochgas) für fofort oder später zu vermieten. 1364 Sanitätsrat Dr. Haupt, Asterweg 29. Durch Versetzung des Herrn Verkehrsinspektor Nordmaiin ist in unserem Hause Westaulage 5 die Beletage per 1. Juli, event. früher, zii vermieten. 11001 TribuS & Suudheim. Zu vermieten per 1. Juli 1905:1 Smöne ruhig gelegene 4-Zimmerwohnung mit Zubehör 1. Stock West' Anlage 19, desgleichen eine solche 1. Stock Schulstraße 11, sowie eine 5-Zimmerwohnung mit Garten, Bleichplatz re. — versetzungshalber sof. beziehbar — Parterre Erednerstr. 14, schöne freie Lage in der Nähe des Bahnhofes. 1857 Näheres Bangeschäft Winn. Tchönkl-5-Zimmkrmohiillng mit Zubehör per 1. Juli zu vermieten. Näheres 1858 __________Löbcrstratze 26 p. Alicestratze 19 1. Stock per 1. Juli zu vermieten. Näheres Alicestr. 19 Compt. ob. \ Alwestr. 31 part.___________1877 02239] Abg. 3—4--Z.-W. m.Gas u. Wasserleit. z. verm. Südanlage 7. Äröfdorfer Straße 3. Ave 3-ZimmcrmolMllil mit 2 Bodenkammern, 1901 kille 2-ZimmtiMhnuW per 1. Mai zu vermieten. Näheres ___________ Neuen Bäue 23. 1894] ZweiMansardenwohnungen sof. zu vermieten. Bahnhofstr. 62. Kleine Maussriitllmsdllllnn, 1 Zimmer, Kabinet und Küche an ruhige Leute zu vermieten. 1880 Frankfurter Str. 11. 1773] Kl. Logis an kl. Fam. zu vermieten. Schiffenberger Weg 16. 02221] Stube zu vermieten. Hinter der Westanlage 9. Ein Pferdeknecht, sowie in die Sandgrube ein wldilil Sofort gesucht. 1864 Karl Kreiling, __Wieseck.______ Tüchtigen soliden, verheirateten Pferdeknecht 02170] Möbliertes Zimmer zu Neuenweg 15. (1806 vermieten.__________Ederstr. 4, 02078) Junger ordentl. Haus- 02158] Schön möbl. Zimmer zu | burfche gesucht. Ludwigstr. 20. vermieten. Bahnhofstr. 13. |g » wzw A 02171] Mehrere möbl. Zimmer I JllIlgeBÄnSOlirSCnC zu vermieten. Marktplatz 2. gesucht. Marburger Str. 25. 02173] Möbl. Zimmer zu ver- 02244] Suche br. Hausburschett. mieten. Wolkengasse 27 N. Möbelmagazin Äug. Oßmann, BllGinder-Lchrlillil UT35 mahl. m „ nhntl Paul Richter, Ti-senwe« 19. Pens, z. verm. Bismarckstr. 17. ^g^pjjQg . 02220 1 Phil.Klotz, Schuhmachermeister. J Großen'Linden. 02228] Laden per 1. Mai bill. z. ------------------ ------— verm. I. Gerhard, Lindenplatz. Nil0 gegen Verguttmg m ” —7 dieLehregesucht;auch LAflßRl • 7lc^AcrCl femn derselbe Kost und Logis er- halten. Georg Dahmer, aucy Wirtlchakt mit abgegeben 1 Soenfllermflt.u.^nflnnateur. werden, in gut. Lage zu verm. [•«" ---——-----'' --- Näheres in der Exped. yi, tzlll KllllfllMNs-LkhrlW (Ötfffll) Pu? ein hiesiges Bureau auf P . „ÄM gesucht. Demselben Laden m ob Ä Ä ‘ft Gelegenheit geboten, sich in ber ament. Buchhaltung, sowie nung, -venth a s Bureauraume Qnen Kontorarbeiten auszu- 'N neuem Eckhaus- btL zu d rm. bi(ben- Offerten unter 1854 an Nah, m der Exv. ds. Bl. 118401 b b§, $[ 8mllvl.5-Zilnmrll>l>hllllNli nebst Zubehör per 1. Juli zu vermieten. 1814 ______________Seltersweg 67. | 4 Zimmer | Möllel-ZilliMnvOunffell mit Gas- und Wasserleitung, Neubau Rodheimer Straße per 1. Juli zu vermieten. 1903 ____________________F. Cosi. 1899] Wohnung, 4 Zimmer im 3. Stock per 1. Juli an ruhige Mieter. Seltersweg 91.