Nr. 3V DK fcurtDenbattcr" werben bem ,Sbt|eif^ oterms wöchattUch bttgeUgt Dr «helU K tun tri «oftetar »onaMch etamM Samstag, 4. Februav 1905 Giehener Anzeiger 155. Jahrg. en* tefog bar ®tibfel*n ÜRWttfteAööretees. K, San©®, fhefcat Rrdakttov. QgpeMiton eu^narfetei: BchrMr.^ les. Kr. 6L leUgt^Äbt,! Ua-etg« G»«tzab Teneral-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Parlamentarische Berhandlungen. Kachdruä ohve Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 13 2. Sitzung vom 3. Februar. 1 Uhr. Das Haus ist schwach besetzt. Am Bundcsratstisch: Graf Posadowsky u. a. Die zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern wird beim Titel „Gehalt des Staatssekretärs" fort- «esetzt. Hierzu liegen eine Anzahl Resolutionen vor. Eine Resolution des ALg. Frhr. Hehl zu Herrnsheim '(nat.-lib.) verlangt eine Untersuchung der Verhältnisse des Bergbaus durch eine a r b e i t s st a t i st i s ch e Kommission, während eine Resolution Auer u. Gen. (Soz.) die sieben Hauptforderungen der Bergarbeiter (gesetzliche Festlegung der Schichtdauer, Verbot des Nullens, Grubenkontrolleure usw.) in dre Gewerbeordnung einbezogen wissen lvill. Eine Resolution des Abg. G o t h e i n (freis. Vgg.), die auch von einigen Zentrumsmitgliedern unterschrieben ist, fordert eine Novelle zur Gewerbeordnung mit folgenden Bestimmungen: 1. Zusatz zum § 115, Regelung des Miets- rechts für die von den Arbeite rgebern gemieteten Arbeiterwohnungen. 2. Embeziehung des Bergbaus in die Gewerbeordnung. 3. Verbot des Wagennullens. 4. Einrichtung ständiger Arbeiterausschüsse in allen Fabriken und Bergwerken, in denen mmdestens 100 Arbeiter beschäftigt sind, und Wahl von Arbeiter kontrolleuren durch die Arbeiterausschüsse in allen Betrieben, welche mit einer besonderen Gefahr verbunden sind. Eventuelle Kosten müssen von den Arbeitern getragen werden. . Abg. Gothein (freis. Vgg.): Ehe ich mich der Begründung meiner Resolution zuwende, mutz ich auf den Fall eingehen, den der sächsische Bundcsratsbevollmächtigte am Mittwoch anführte. Als der Abg. Sachse am 2 Dezember hier erzählte, datz Bergarbeiter bestraft seien, weil sie anstatt 20 nur 19 Wagen gefördert hatten, da sagte ich mir: Das kann gar nicht sein. Nun hat. aber der sächsische Bevollmächtigte im Grunde genommen alles bestätigt, was Herr Sachse am 2. Dezember gesagt hat. Eine derartige Bestimmung aber die Arbeiter so bestraft, darf gar nicht bestehen. Im Ruhrrevier wäre sie ganz unmöglich, so etwas erlaubt man sich nur in Sachsen. Diese Bestimmung ist so ungeheuerlich, datz es dasselbe bedeuten würde, wenn ein Lehrer sagte: Alle Schüler, die nicht auf der ersten Dank sitzen, werden täglich geprügelt. Denn auch im Bergbau gibt es tüchtige und minder tüchtige Arbeiter, ein so bestimmtes Quantum lätzt sich gar nicht vorschreiben. Trotz der Versprechungen des Ministers Möller können wir unsere Resolution nickst zurückziehen. Die Verbesserungen im Bergbau müssen im ganzen Reiche eingeführt werden, denn sonst kann es vorkommen, datz in Preutzen Verbesserungen gemacht werden, in Sachsen aber nicht. Die Gefahr, datz die guten Absichten des Ministers nicht ibre volle Verwirklichuna finden, ist in Preutzen viel größer, als im Reich. Und auch, daß eine Gesetzgebung ab irato geschaffen wird ist wahrscheinlicher im preußischen Landtage, wo eine starke Verstimmung wegen der Hibernia-Affäre vorhanden ist. Außerdem müssen die Arbeiter bei dieser Gesetzgebung selbst mitwirken. Und im Landtag sitzen keine Arbeiter, abgesehen von der einen Zentrums-Schwalbe, die keinen Sommer macht. Die Arbeiterpartei ist sa im Landtage bekanntlich nur „Objekt der Ge- setzgebung", nicht Subjekt. Eigenartig ist es, datz die National- Liberalen durch den Hevlfcken Antrag die guten Absichten des Ministers durchkreuze wollen. Wir wollen eine Gesetzgebung, die eine Mitwirkung der Arbeiter einbegreift. Man soll sich nickst auf die Einsicht der Unternehmer verlassen Diese haben bis fetzt sich stets auf den Herren- standpun'kt gestellt und die Arbeiterschaft nie als gleichberechtigten Faktor anerkannt. Man soll daher sich jetzt nicht mehr auf „Fakultatives" einlassen, sondern zwingende Bestimmungen treffen. Zuerst verlangen wir folgenden Zusatz zu § Ho: „Im Falle der Auflösung des Arebitsverhältnisses mutz dem Arbeitnehmer aus fein Verlangen die ihm vom Arbeitgeber überlaßene Wohnung, bis zum Schlüsse des der Kündigung folgenden Monats gegen Erstattung der bisherigen Miete belassen werden. Entgegenstehende Verabredungen sind rechtsunwirksam." Eß ist in der Tat ein Zustand schlimmster Hörigkeit, wenn der Arbeiter zugleich mit dem Aufhören des Arbeitsverhältnisses aus seiner Wohnung herausgeworfen wird Dem muß unter allen Umständen ein Ende gemacht werden. Auch das Verbot von Arbeitsordnungs-Bestimmungen, „welche die Nichtanrechnung eines für eine ausbedungene Arbeitsleistung verdienten Lohnes (Nullen) aussprechen", muß unbedingt dem Reich übertragen können. In Preußen hätte das Oberbergamt oder das Ministerium dies Verbot schon längst aussprechen können. Warum hat es das nicht getan? Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, daß dies aus dem Grunde geschah, weil auch auf den fiskalischen Gruben dieselbe Praris herrscht. Und aus diesem Grunde muß das zur Reichssache gemacht werden. Die wichtigste Bestimmung, die wir beantragen, betrifft die Errichtung von Arbeiterausschüssen. Der § 134h der Gewerbeordnung soll wie folgt gefaßt werden: „Für Fabriken und Bergwerke, in welchen mindestens 100 Arbeiter beschäftigt sind, muß ein st ä n d i g e r Arbeiter- a u s s ch u ß von wenigstens 3 Köpfen durch geheime Wahl sämtlicher großjähriger Arbeiter bestellt werden. Wählbar ist jeder großjährige Arbeitnehmer des betreffenden Betriebes, sofern er sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet. Ter Arbeiterausschuß vertritt die Arbeitnehmer in allen das Arbeitsverhältnis betreffenden gemeinsamen Fragen; insbesondere ist er befugt, für die Gesamtheit der Arbeitnehmer Erklärungen über Kündigung oder Wiederaufnahme der Arbeit abzugeben; das Recht des einzelnen Arbeiters, eine hiervon abweichende Erklärung über die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses abzugeben, wird dadurch nicht berührt. In Betrieben, welche mit einer besonderen Gefahr für Leben und Gesundheit der Arbeiter verbunden sind, ist der Ausschuß berechtigt, aus der Zahl der Arbeiter des betreffenden Betriebes Delegierte (Arbeiterkontrolleure) zur Heber* wachung des Betriebes im Interesse von Leben und Gesundheit der Arbeiter zu bestellen. Diese Delegierten sind nicht berech- tigt, selbständige Anordnungen zu treffen, sondern haben lediglich Vorgefundene Mängel oder Verstöße gegen gesetzliche und polizeiliche Bestimmungen oder gegen die Vorschriften der Arbeitsordnung dem Betriebsleiter und im Falle durch diesen keine Abhilfe erfolgt, dem staatlichen Aufsichtsbeamten m i t z u t e i l e n. Welche Betriebe als gefährliche anzusehen sind, entscheidet die höhere Verwaltungsbehörde. Ter Bundes- rat kann allgemein alle Betriebe einer Art als gefährlich erklären. Tie Delegierten können bei Ueberschreitung ihrer Befugnisse durch die staatliche Aufsichtsbehörde aus ihrem Amte entfernt werden. Gegen deren Entscheidung ist die Berufung cm die höhere Verwaltungsbehörde zulässig Wird einem Delegierten die Aufsichtsbefugnis entzogen, oder verliert er sie durch Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis, so hat die Aufsichtsbehörde den Arbeiterausschutz aufzufordern, eine Ersatzwahl vorzunehmen. Die Mitglieder der Arbeiterausschüsse und die Delegierten versehen ihr Amt unentgeltlich; notwendige Auslagen und in Wahrnehmung ihrer Obliegenheiten ihnen entgangener Arbeits verdienst sind ihnen zu ersehen. Die Kosten werden von allen wahlberechtigten Arbeitern durch Umlage entweder nach Köpfen oder durch prozentualen Zuschlag zum verdienten Lohn aufgebracht. Heber die Höhe der Umlage beschließt die Versammlung der wahlberechtigten Arbeitnehmer. Die Werksverwaltung bat auf Verlangen des Arbeiterausschustes die beschlossene Umlage von der Löhnung in Abzug zu bringen und an den Arbeiterausschutz abzufübren. Die näheren Bestimmungen über die Wahl und Funktionsdauer der Arbeiterausschüsie sind von der höheren Verwaltungsbehörde für alle gleichartigen Betriebe ihres Bezirks einheitlich zu treffen. Spätestens alle zwei Jahre mutz eine Neuwahl des Ar- beiterai'sk-stnsies stattfinden." Natürlich dürfen die Arbeiterausschüsse nicht irgend welche politischen Tendenzen verfolgen oder im Dienste einer politischen Partei stehen. Was die sozialdemokratischen Anträac über die unsrigen hinaus brinaen, ist teils zu weitaebend, teils ohne besondere Bedeutung für die Besserstellung der Arbeiter. Wenn unsere Anträge zur Annahme gelanaen. so bat der Reichstag seine Pflicht getan. Es ist aber auch die höchste Zeit. „Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich nun endlich Taten sehen!" (Beifall links.) Abg. Dr. Svalin (Zentr ): Auf die vorliegenden Anträge können Kompetenzbedenken nicht einaewandt werden. Bei den Anträgen Gotbein ist zweifellos die ReichSgesetzgebnng zuständig; denn sie betreffen nicht a^ein berarechtliche Fragen, sondern sie verlangen eine Ausdehnung der Reichs-Gewerbeordnung. Und was den Antrag Hevbl betrifft so ist es feine Frage, daß in einer Sache, die das ganze Reich in seinen Lebensinteressen berührt, das Reich auch Erbebimaen veranstalten kann. Gefreut habe ich mich, daß der Staatssekretär nach dem Telegramm eines hiesigen Blattes so offen und präzise anerkannt, daß die Gesetzgebung bei solch einem Ereignis in die Notlage gebracht werden kann, schnell und entschieden einzugreifen. Wäre Herr Dr. Semler Preuße, so hätte er sich die Belehrung, die in dieser Darlegung des Staatssekretärs liegt,, ersparen können. Tann hätte er aus den 1892er Vorkommnissen bereits die aenüaende Lehre gezogen. Heberflüssig war es, daß der Abg. Sachse neulich eine politische Rede hielt und auch meine Freunde aufs schärfste angriff. Doch waren diese Angriffe durchaus ungerechtfertigt. Denn all das, was die sozialdemokratische Resolution will, hat das Zentrum schon 1892 bei dem Berggesetz beantragt. Die Hauptsache ist, daß so schnell wie möglich etwas geschieht. Wir werden daher im preußischen Abgeordnetenhause für die Novelle zum Berggesetz stimmen, trenn wir auch eine reichsgesetzliche Regelung lieber sehen würden. Herr Sachse hätte also daher lieber seine Angriffe auf uns und auch aut Herr" Magus auf Neurode unterlassen sollen, jeder, der ibn kennt, weiß, daß dieser ein durchaus humaner, arbeiterfreund, kicher Mann ist. Auf Zeche Neurode hat man alles getan, um den Arbeitern entgegenzukommen; man hat auch die Arbeiterausschüsie gehört. Der Streik ist nur wegen einer Mehrforderung von 20 Pf. ausgebrochen, die nicht gewährt werden konnte, weil die Grube an und für sich schon unrentabel ist. Die gesetzliche Regelung des Heberschichtenwefens ist unbedingt notwendig. Schon gegen den Arbeiter selbst, der af(?u sehr geneigt ist, mit feiner Arbeitskraft Raubbau zu treiben und dadurch unser nationales Vermögen schädigt. Heber das Nullen brauche ich nicht mehr viel Worte zu verlieren. Ter Geheimrat Meißner bat noch kürzlich das Nullen als die „gerechteste Strafe" bezeichnet. Was würde er wohl dazu sagen, wenn der Handelsminister anordnen würde, daß jed-s Konzept, das er oder ein anderer Geheimrat io angefertigt bat, daß es korrigiert werden muß, genullt wird (Heiterkeit). und daß ohne Rücksicht auf die Größe der Korrekturen Vs des Tagelohnes abgezogen wird? Man braucht nur das Nullen nur einmal sich auf andere Kategorien übertragen zu denken, um die ganze Widersinnigkeit dieses „Spstems" sofort emzufehen. Gegen Schlun d"r Rede wird Redner zunehmend unverständlich, so daß er im Zusammenhang nicht wiedergegeben werden kann. Man darf nickst lange fackeln. Wir Tonnen nicht warten, bis alles feinen gemächlichen Weg gegangen ist. Ter Staatssekretär kennt einen anderen Gesetzentwurf, der verfassungsmäßig durch sämtliche preußischen Ministerien gelaufen ist und in 3 bis 4 Tagen fertig geworden ist. (Sehr gut!) Was damals ging, sollte heute erst recht möglich fein. Ich w'll nochmals bemerken: der Abg. Sachse hat kein Reckst, uns mit Mißtrauen zu betrachten! Wir ziehen in dieser Frage am selben Strange und wir haben keinen Anlaß, einander feindlich gegenüber zu stehen. Wir wollen beide darauf binmirfen, daß der angekündigte Entwurf so bald als irgend möglich Gesetz wird. (Beifall.) Sächs. Bevollmächtiger Dr. Fischer: Der?lbg. Gothein hat die Aeußerung getan: „Eine solche Bestimmung würde man im Ruhrrevier nickt wagen; so etwas kann nur in Sachsen geschehen." Man kann im Zweifel darüber fein, ob jene Bestimmung richtig angewandt war. Hnd ich bedauere es, daß der Arbeiter von feinem Recht, zu appellieren, nicht Gebrauch gemacht hat. Aber die lieber» treibungen, die der Abg. Sachse bei Besprechung jener Bestimmung sich hat zu schulden kommen taffen, schaden nur der von ihm vertretenen Sacke. Hnd nur jenen Hebertreibungen habe ich mich veranlaßt gesehen, in der letzten Sitzung entgegenzutreten. Ter Abg. Dr. Gothein sollte sich solche Hebertreibungen, wie sie sonst nur von sozialdemokratischer Seite praktiziert werden, nicht zu eigen machen. ?lbg. Frhr. von RickHwsen (Tons.): Wir haben nur wenig zu sagen, und ich werde nur wenig sagen. Wir werden gegen alle Resolutionen stimmen. Gefehlt ist auf allen Seiten, sowohl auf Seiten der Arbeiter, als auch auf Seiten der Arbeitgeber, selbst in den Parlamenten hätte man mit weniger Leidenschaft vorgehen sollen. Ein Bergarbeiterstreik ist eine ernste Sacke, er kann ein Land wehrlos macken, wie wir in einem Nachbarlande gesehen haben. Ick hofte, daß untere Arbeiter nickt io unpatriotisch handeln werden, ick halte sie jedenfalls nicht dafür. Die Führer der Arbeiter sind aber keine Arbeiter, sie sind nur Beamte der Organisation und dienen nur politischen Zwecken. Wir wollen Gerechtigkeit nach beiden Seiten. Zu den vorliegenden Anträgen habe ich folgendes zu bemerken: Der Abg. Gothem scheint zu glauben: Die Gelegenheit ist günstig, um gewisse allgemeine Aenderungen der Gewerbeordnung durchzudrücken. Wir sind aber der Ansicht: Soll die Gewerbeordnung revidiert werden, so muß vor allem ein Schutz der Arbeitswilligen hinein! (Hört! hört!) Ich muß mich gegen den Antrag Gothein ebenso erklären, wie gegen den Antrag Auer. Die ganze Regelung der Bergmaterie gehört vor das preußische Abgeordnetenhaus. Ick verstehe es, daß die Herren von der äußersten Linken, die dort nicht vertreten sind, sie vor dieses Forum ziehen wollen. Aber es liegt kein Anlaß vor, diesem Verlangen stattzugeben. ?lbg. Dr. Mugdan (frei?. Vvt.): Meine Freunde sind der Ansicht, daß eine landesgesetzliche Regelung dieser Materie, zumal gerade jetzt, ein Fehler schlimmster Art wäre. Es kann keine Frage sein, daß die Frage des Bergrechts, zum Teil wenigstens, unter die Kompetenz des Reiches fällt. Ich bedauere es, daß der führende' Staat des Deutschen Reiches hier partikularistischen Neigungen Vor», sckub leistet. Das sollte er doch den kleinen Staaten überlassen. Auch sonst ist es bedauerlich, datz diese Sache gerade im preußischen' Landtag entschieden werden soll. Wer bürgt denn dem Minister dafür, daß seine Absichten dort nickt durchkreuzt werden? Nach der. heutigen Rede des Herrn von Rickthofen scheint dies doch sehr wahrscheinlich. Die Heberweisung dieser Sacke an Preußen muß bei den Arbeitern Mißtrauen erregen; sie können nicht glauben, daß in einem Parlament, in dem die konservative Partei regiert, etwas' für den Bergarbeiterschutz herauskommt. Die Hauptschuldigen an diesem Streik sind die verbündeten deutschen Negierungen. Man kann doch wirklich nicht tagen, daß die Katastrophe überraschend kam. Hnzählige Male sind die Dinge hier im Reichstag zur Sprache gebracht worden Aber die verbündeten Regierungen rührten sich nicht.' Noch eine andere Hnterlassungssünde haben die Regierungen begangen. Sie hätten zeigen sollen, daß das Wort vom sozialen Königtum eine Wahrheit ist, daß die ewigen Behauptungen der Abgg. Bebel und Wurm: zwischen dem Bürgertum und den Arbeitern sei eine unüberbrückbare Kluft, falsch seien. Diesmal haben die Abgg., Sachse-und Hue ja selbst den Arbeitern zugerufen: Ihr seid auf die Hilfe des Bürgertums angewiesen! Hnd in der Tat genießen die, streikenden Arbeiter diesmal die größten Sympathien in den weitestem Kreisen des Bürgertums. Die Regierung hat es aber verabsäumt, rechtzeitig einzugreifen. Die Aktion, die im preußischen Abgeordnetenhause cinarFcitet wird, hat für den gegenwärtigen Streik gar. keinen Wert. '(Sehr richtig!) Wenn die Regierungen dem Reichs- taa einen Entwurf vorlegen wollten, der einen Teil der in ben~ Anträgen niederaelegten Forderungen enthält: in drei Tagen könnte das Gesetz fertig und der Streik beendigt fein. Herr Reichskanzler, der Reichstag hat das Seinige getan, — tun Sie das Jhre!^ (Beifall.) Abg. Korfanty (Pole): Nach den Erfahrungen, die die Arbeiter mit der preußischen Regierung gemacht haben, können sie kein Vertrau-n zu ihr haben. Noch viel weniger zum preußischen Landtag. De' wird sckon sicher alles, was in der beabsichtigten Novelle Gutes enthalten sollte, herauseskamotieren. Meine Freunde werden sowohl, für die Anträge Auer, wie für die Anträge Gothein stimmen. Namentlich Arbeiterausschüffe sind nötig, die Arbeiter müssen um so mehr eine Vertretung haben, als die Polizei jetzt den Hrtpmebmern in Oberscklesien Handlangerdienste leistet. Charakteristisch ist es, daß auf den oberscklesischeu Staats- aruben zuerst der Streik ausgebrocken ist, die Staatsgruben, besonders die „Königin Quifengrube", sind keine Musteranstalten, nur sehr niedrige Löhne werden da gezahlt, Maßregelungen, durch die Obersteiger sind an der Tagesordnung. Möge, der Staatssekretär dafür sorgen, daß die Staatsbetriebe endlich Musteranstalten werden. Abg. von Tiedemann (Rp.): Meine politischen Freunde haben sich bisher an der Debatte nicht beteiligt, weil sie meinen, daß die- Sache zur Kompetenz der Einzelstaaten gehört.. Auch glauben sie, datz die Debatten hier nickt dazu beitragen, die Gemüter zu be-: ruhigen, sondern sie im Gegenteil beunruhigen. Für eine Beschränkung der Reckte der Arbeitgeber sind wir nur bann zu haben, wenn auch zugleich eine Garantie dafür geboten wird, datz die Sir»; beitswilligen genügend geschützt werden. Meine politischen Freunde' werden daher in ihrer überwiegenden Mehrheit sämtliche Resolutionen ablehnen. Abg. Dr. Burckhardt (Wirtsch. Vgg.) wünscht, daß das Preu-' ßiscke Berggesetz auch im Sinne einer gesunden Bodenreform refor* miert, und dem Svekulationsunwesen ein Ende gemacht werde. Jetzt sei das ganze Gebiet in den Händen einiger Spekulanten, die' Kohlenwucker trieben. Die Zeckenbesitzer im Ruhrgebiet seien meistens National-Liberale, da müßte die national-liberale Partei dock auf sie einwirken, den Arbeitern enttzegenzukommen und den Streik zu beenden. Leider schienen die National-Liberalen ja Gegner der Arbeiterorganisationen zu sein. Abg. Frhr. Hevl zu Herrnsheim snl.): Der Vorredner hat eS so dargestellt, als ob meine politischen Freunde Gegner des Zu- fammewckluffes der Arbeiter seien. Dieser Vorwurf ist aber ganz ungerechtfertigt. Ich weise nur daraus hin, daß es gerade meine: Freunde gewesen sind, welche die Arbeitskammern aufs lebhafteste befürwortet haben, d. h. die Errichtung von Kammern, in denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten sind. 23ernt wir solche Arbeitskammern schon früher gehabt hätten, so wäre moglicbertoeife. durch die Verhandlungen dieser Kammern der Streik vermieden worden. Meine politischen Freunde sind keineswegs Freihändler; diese sind auf die äußerste Linke gerückt. Gegen Spndikate sind hrir nur, soweit sie einen monopolistischen Charakter tragen. Wir sind' für ein Reicksberggesetz; aber wir sind nickt für die Aufnahme von Bestimmungen zum Schutz der Arbeitswilligen zu haben. Wir halten es indessen für untunlick und unmöglich, die Bergarbeiter- sacke in die Gewerbeordnung hrneinzuziehen. Sie muß durch ein besonderes Gesetz geregelt werden, dem eine gründliche Untersuchung der einschlägigen Verhältnisse voraufzugehen hat. Auch die Herren von dieser Seite (nach links) Wünschen, übrigens keine llcbereilung in diesem Punkte. Sie wären zufrieden, wenn es im Laufe dieser Session zu einem solchen Gesetz käme. Freilich muß bann die preußische Regierung andere Bahnen einschlagen, at3 bisher. Am preirtziscken Abgeordnetenhause liegt es nicht: Die Herren (zu den Soz.), die immer den Klassenstandpunkt vertreten und vom Junkervarlament sprechen, sind nicht berechtigt, daS vreußische ?lbgeordneteuhaus zu kritisieren. (Lacken bei den Soz.) Das preußische Abgeordnetenhaus ist das Rückgrat des deutschen Parlamentarismus; die Art, wie es vorgeht, ist vorbildlich für die anderen Parlamente. (Lacken bei den Soz.) In der Bergarbeiterfrage hat nicht das preußische Abgeordnetenhaus versagt, sondern die preußische Regierung. Sie hat zu lanae gezögert, ehe, sie etwas getan hat; vor ganz kurzer Zett hat noch Berg rat Meißner das Nullen verteidigt. Deshalb mutz jetzt das Reick cmt’-ctcn, und ich empfehle Ihnen meine Resolution aufs dringendste. Die Art, wie die Zeckenbesiher vorgegangen sind, finde ich auch nickt schön. Aeußerst bedauerlich finde ich aber bad Vorgehen der sozialdemokratischen Presse, die in maßloser Weise recht erhalteii gu lassen. . „ Geheimrat 5)c c i 6 it c r bestreitet, biiü _an| Zeche .vcrrulc^ unb tinbcrrouTt» die Untersuchung einseitig geführt und die Arbeiter- delegiertcm behindert worden feien, ihr gesamtes iVi-atcrial vor- unter das Kapitalvermögen auch die Schulden sielen, das Legreife er mit seinem beschränkten Untertanenverstande nicht. Herr Sekretär Meesmann berichtete über den neuen Gesetzentwurf. Was die Steuerbefreiung anlange, so sei klargestellt, welche Gebäude hierunter fielen, bezüglich der Dienstwohnungen herrsche keine Klarheit. Herr Ministerialrat Becker erwiderte, daß die Dienstwohnungen nicht militärischen Zwecken dienten, mithin unter die Besteuerung fielen. Die Handelskammer Worms beantragte, Herr | alle Kammern für eine baldige Entscheidung der Regierung. Zum Vororte wurde wieder Mainz gewählt. Zum Schlüsse wurde Herrn Geheimrat Michel für seine Vom Geldmarkt. Die austergewöhnlliche Geldflüssigkert yuu, ,ruvx, .vuv — An der Berliner Börse ist Geld mit 2 Proz. mw darunter angebot eit worden. Der Bedarf halt sich jedoch fortgesetzt in sehr engen Grenzen. Die Preußische Zentral- genofsenschaftsLasse offeriert Geld bis Ende März mit 2 Pro-. D-er Privatdiskont hält sich am Berliner Platz fortgesetzt aus schieden darauf bestehen, daß die Schulden abgezogen lver- den und nur daS wirkliche Vermögen herangezogen wird. Herr Feistmann-Offenbach beantragte, daß als Maximalgrenze die Steuer vom Kapitalvermögen den Betrag von 1 pro Mille nicht übersteigen dürse. Herr Ministerialrat Becker bemerkte, daß der Abzug der Schulden theoretisch sehr richtig sei, aber damit werde man bei den gesetzgebenden Faktoren keine Gegenliebe finden, weil die Schulden beim Grundbesitz und Gewerbe nicht in 'Slbzug kämen. Es entspreche auch nicht der Billig- Kandel und SerKeyr. •£oU»u>in|d)aft. Gelsenkirchener B e r gw e r k s g e s e l l s cb a ft. Wie der Telegraph mitteilt, fjat der Aufsichtsrat der Gesellschaft be- fort in Hast genommen, während eß der Frau gelang, zu flüchten. • Stürme. Dem in der Provinz Sachsen mederge- gangenen außergewöhnlich schweren Schneesturm sind sieben Personen zum Opfer gefallen. Im Harz wurden ganze Distrikte vom Wirbelsturme sortrasiert. 'Auch im südlichen Thüringen und nördlichen Franken hat der Orkan an Gebäuden und Wäldern großen Schaden angerichtet. In Sonnefeld (Sachfen-Coburg) wurde der Güterschuppen des Bahnhofs weggejegt. * Die Ausstattung der künftigen deutschen Kronprinzessin ist größtenteils bereits hergestellt und wie Eingeweihte zu berichten wissen, sehr kostbar und geschmackvoll ausgefallen. Viele Stücke davon sind im Auslande, namentlich in Paris, gearbeitet und auch eine irische Spitzenfabrik ist zur Zeit noch mit der Erledigung eines bedeutenden Auftrages beschäftigt. Drei Hauptstädte, Berlin, Paris und London wetteifern in der Herstellung der Toiletten, von denen mehr als ein Dutzend vollenden sind, vom einfachen Hauskleide bis zur elegantesten Cour-Robe. An einigen Höfen, z. B. am bayrischen, ist e§ üblich, den Trousseau der Prinzessinnen kurz vor ihrer Hochzeit auszustellen und dem Publikum die Besichtigung zu gestatten, doch ist leider dieser sehr hübsche Brauch weder in Meklenburg noch in Preußen Tradition. Dagegen ist, wie bestimmt verlautet, eine öffentliche Ausstellung der Geschenke, die dem Kronprinzen dargebracht worden sein werden, nach der Vermählung geplant. * Eine köstliche Verwechselung passierte in einer niederbayerischen Ortschaft bei Markt Waldkirchen. Ein Bauer brachte fernen jüngsten Sprößling zur Taufe. „Das Kind ist aber groß," meinte der Pfarrer. Da staunte auch der Bauer, kratzte sich hinter dem Ohr und sagte: „O sacra! Iätzt hob i d'n Jährling dawischt!" • Die Unschuld vom Lande. Der „A. Hbg. Ztg.» wird aus ihrem Leserkreise geschrieben: Frau Meyer hatte so manche bittere Erfahrung mit ihren Dienstboten gemacht; ihre Freude war daher groß, als ihr ein nach jeder Richtung hin zuverlässiges und sauberes Mädchen direkt vom Lande empfohlen wurde, dem die Unerträglichkeiten der städtischen Kultur noch nicht anhasteten. Anneliese stellte sich pünktlich ein, machte einen außerordentlich guten Eindruck und als erstes servierte sie am nächsten Morgen den Kaffee tadellos. Wer beschreibt aber die Bestürzung der ob ihrer neuen sauberen Holden überglücklichen Hausfrau, als die ländliche Unschuld am Nachmittag die Kaffeetassen in ganz demselben Zustande hineinbringt, iuic sie sie am Morgen hinausgetragen hat. „Aber Anneliese!" sagt die Hausfrau außer sich vor Aufregung, „Sie wollen doch nicht, daß wir au§ diesen schmutzigen Tassen trinken sollen?" — Anneliese sieht sie ganz erstaunt an und erwidert hieraus treuherzig: „Awers Madam! Jü hebt jo eers hünt morgen selwer toletztdorut ! lappt." * Goethe und — der Straßendamm. Aus der „Weimar. Ztg." sei folgender neue Goethe-Vers aus Flrm Athen, für Gießener Verhältnisse passend, abgedruckr: lieber alle Straßen läuft Schlamm — Von Pflaster auf Fußweg und Damm Auch nicht ein Hauch. Leis quietschend versinket der Schuh. Warte nur, balde Versinkst auch Du. daß Besteuerung nicht nach dem gemeinen Wert des gesamten Vermögens, sondern auf Grund des Ertragsweries nach einem Kataster ftfalge. Herr Ministerialrat Becker 7 T Kranke. Warme, geschützte Lage BH Winterkur für am Südabbang des Taunus. Bohafr H säköä «Tä BMa lieh eingerichtete kleine Anstalt kfl W £ä M Hjel 1 ■ halle und Corridore. Sorpamo ■ aa W W m u wir ■ ■ Verpflegung. (Döpendance für ■ Minderbemittelte). Prospecte franco. _____ un Dr. M. ScbuUe-KAhlcya*. Nervenarzt. RMMi Sanatorium Hofheim im Taunus. rWWffllnMMB vubrrngcu. . v. . . „ . Adg. Bebel (Soz.) wendet ftd’ gegen biejemgen Redner der Rechten, die hier wiederum wie 1899 bei der Zuchthausvorlage so leidensckaftliw einen Schutz der Arbeitswilligen forderten. Tatsächlich uieu solche besondere Schutzbestimmungen nicl)t nötig. Ausständige, die sich an Arbeitswilligen vergriffen, sei es ouci) ■rau in geringfügiger Weise, würden fefam jetzt hart bestraft. Sei ein Schutz nötig, so sei dies ein solcher von Streikenden ^gen die Arbeitswilligen, die sich vieles gegen die Ausständigen erlauben zu dürfen glaubten. Redner polemisiert weiter gegen den Reichskanzler und den Minister Möller und beleuchtet auch nochmals die Ursache des Streiks. Die Arbeiterfiihrer hätten nicht gehetzt, sondern seit 1897 unablässig vom Streik abgeraten. Die Regierung habe nichts getan. Die kaiserlichen Erlasse von 1890 seien von den Ministern mit Füßen getreten worden. (Präsident Graf Ballestrem ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung.) Seien doch selbst auch im fiskalischen Saarrevier den Arbeitern alle Grundrechte: Vereinsfreiheit, Versammlungs- 2 Proent. Markte. Gießen, 4. Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,80—O.bO Mk^ Hühnereier 1 St. 8—9 Vfg. 2 Stck. 15—00 Psg., Gänfeeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg«, ^a>e pr. Stck. 6—8 Pf., Siä)cmnttc 3 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Blg«, Linserrpr. Liter 32 Psg., Taubenpr. Paar0,80 — 0,90All., Hühner pi.^u 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten pr. öUia 1,80-2,20 Alk., Gänse vr. Pfd. 55-65 Pfg., Ochsensteisch pr. Pnmd 70—80 Pfg., Kuh-und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Psg., Schweine«> fleisch pr. Pfund 60-72 Pfg., Sck)wemefteisch, gesatzen, pr. P unv 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., pammelfteifch pr. Pfund 50-74 Pfg. 5iartosfeln pr. 100 Ra. 6,00^-6,50^., Zwiebeln pr. Ztr 8,00-10,00 Ml., Milch per Liter 18 Pjg., Aepfel.perZentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00-00 Pfg. Russe 100 St. 00-00 Pfg. ! Zivetjchen per Zentner 0.00- 0.00 tiJif. Birnen per Zentner 6 bis I 0.00 Alk. Weißkraut 0.10—0.15. Alarktzeit 8-^2Zchr. Man verlange ausdrücklich die Originalmarke „Dr. Hommel’s“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht autreden. i)T/t «Teilen die Unternehmer hebt. So hat der „Vorwärts" in einem Artikel viele lügenhafte Behauptungen über meine Pcrsoii auf- «rufgcstellt. Gerade jetzt, wo die bürgerlichen Parteien so viel Svml^kbie für die Streikenden zeigen, ist eine derartige Haltung jdvvpelt iniangebracht. Du-.- jetzige Verhalten der streikenden Ar beiter verdient durchaus Anerkennung. Ich kann aber nicht zu Heben, daß die Bemerkung des Grasen Posadowskl) richtig ist, daß überhaupt keine Aueic!n.eitungcn vorgekommen intb; nacl; MW tcinnig, die mir gemacht sind, sind in der Tat viele Angriffe ■gegen Arbeitswillige erfolgt. Ich meine: wir sollen uns nicht verwirren lassen, sondern streng an t>cni Rechtsstandpnnkt feistli-alten. "Wir hoffen, diiß es der Regieruna gelingen wird, in kürzester 'Frist den Frieden herbei^uführen. (Bestall.) „T Staatssekretär Graf Posadowskl) stellt noch gegenüber' einer Aeußerung des Vorredners fest, er habe hier eine Reihe Aktenstücke, denen zufolge zwar verschiedentlich Anzeigen erfolgt 1'eieu ivegen Belästigung Arbeitswilliger durch Streikende, über iüe Umorjuchung liabe ergeben, daß diese Angaben nicht wahr- heitsgemätz waren. Die Regierung roerde stets für Aufrechterhaltung der Ordmmg eintreten, aber so lange, wie es der Fall ist, die Masse der Streikenden sich ruhig und besonnen verhält, solange sti es besser, ein Einschreiten der Exekutive zu vermeiden und die Ruhe und Ordnung durck die Organe der Arbeiter selbst auf- feit. , . , Herr Geheimrat Michel hält es für ein sprachliches Unding, daß Schulden als Vermögen angesehen werden, könnten. Er müsse entschieden darauf bestehen, daß die Schulden beim Kapitalvermögen in Abzug kommen. Herr Kommerzienrat Baruch-Wornks hält es für am richtigsten, wenn es bei der seitherigen Kapitalrentensteuer mit Sck)uldenabzug verbliebe. Nachdem noch Herr Kommerzienrat Heichelheim- Gießen für den Abzug der Schulden eingetreten, wurde der Antrag Mainz und der von Offenbach mit der Maximalgrenze einstimmig angenommen. Herr Wolf-Alzey wimschte, daß die Eisenbahnen nicht von der Einkommensteuer befreit würden. Herr Ministerialrat Becker wies nach, daß der Ertrag der Einkommensteuer der Eisenbahn nur sehr minimal sei. Im ganzen Lande, bei 356 Gemeinden, habe diese Steuer für die Eisenbahn im vorletzten Jahre nur 6269 Mk. betragen, das falle nicht ins Gewicht. Die städtischen Straßenbahnen zahlten auch keine Einkommensteuer, es verbleibe ja die Grundsteuer. Bei Artikel 35 beantragte Mainz die Grenze zur Be- freiung von Einkommensteuer nicht auf 900, sondern auf uOO Mk. festzusetzen. Der Antrag wurde mit 5 gegen 2 Stimmen angenommen. Nach einigen unwesentlichen Debatten war damit die Beratung des Kommunalsteuergesetzes beendet. Die Beschlüsse sollen der Regierung und den Ständekammern mitgeteilt werden. lieber die Schif sahrtsabgaben aus den n a t ür lich e n W as s e r st r a ß e n berichtete Herr Geheimen Eltern mit wtun^. ^uu,^ujcu, . rat Miche lundwird er der Volksversammlung des deut-1 weiheit, Wahlfreiheü, Preßfreiheit genommen von staatlichen Be scheu Handelstags, der am lo. und 16. Februar m Berlin tagt, mehrere Resolutionen Vorschlägen, die sich entichieden Staatssekretär Graf Posadowsky fiih-rt aus, daß, wenn gegen die Abgabe richten. Der Handelskammertag ist ein-! allen Resolutionen, die im Reichstage während seiner amtlichen ^mmig damit einverstanden. Tätigkeit vorgelegt wurden, Folge gegeben worden wäre, die Einzel- ^crr Tr ier- Tarmgadt fragt bei dieser Gelegenheit stamm ganz hinter den Reichstag Zurückgetreten sein würden und Qn mie cid) öie Regierung zu der Abgabefreiheit stelle, gleichsam zu P^vinzialverwaltungen herab gesunken waren. Preutzeu ' £lerr H-hmmrat Braun erwiderte, daß die Regierung gb&ÄÄT I it" baB ’ie ab6€[im tob Ulb bCTn tmu6t,d,eTie »TeÄX to^rtiner ^nbeßlammer, ' Nach ^weiterer Debatte werden die Resolutionen Auer und „gerichtlicher Zwangsvergleich außerhalb d^s Konkurses" Gorheru angenommen.^ ist pie Versammlung einverstanden. Morgen 1 Uhr: Toleranzantrag des Zentrums. Schluß 7vJ yu ben jetzt veröffentlichten Ha n de l§ vertrügen sprach Herr Syndikus Schloß mache r-Offenbach. Er würde, Aelftfifier ^linde^Llimmertaa wenn er dem Reichstag angehöre, gegen die Annahme der- Ke^jlyer Kanoe.sllammerrag. felben stimmen. Es fei für die Industrie weniger geschehen, »ch y-ch—«- Wünsche anläßlich seines 25jährigen Präsidenten-Jubiläums wirte würden nach 1- Zähren wieder froh sein, wenn sie der hiesigen Handelskammer besten Tank aus. Wegen der zollfrei beziehen dürften, freudigen Erergnisse, die vorgestern das Herrscherhaus ge- Herr Kommerzienrat Koch-Gießen kann nicht begreifen, feiert, wolle er namens des Handelskcunmertages tele- im Bundesrat die süddeutschen Regierungen zu Gunsten graphisch dem Großherzogpaar die ehrerbietigsten y^-arier für die Handelsverträge emgetreten seien, wünsche übermitteln. Aus den Großherzog wurde ein drei- £cn; Kommerzienrat Baruch-Worms sand, daß die «faches Hoch ausgebracht, der ^eSierung Vorredner zu schwach sehen, wir hätten früher auch erschienen dw Herren Geheimrat Braun, hie '-tl- LiqrQuöUc gehabt und feien dabei nicht verhungert. Herr nt1^§ »«be in ”e Scramng beS Gesetzentwurfs betr. die Schloßmacher erwiderte, daß ein Land w>e Deutfchlanb, Gemeindeumlagen eingetreten. Herr Geheimrat das sorlgefetzt Getreide hmzukausen müße, zu Grunde gehen Michel meinte, daß in dem neuen Entwurf zahlreichen müsse. Herr Kommerzienrat Koch erblickt in den t)ot)cn Zn-1 B crü cksia) tigimg "der "du rch den' Ärdeiterausstand ge- Wünschen des letzten Hcmdelskammertages entsprochen wor-I dustriezöllen große Gefahr, fic werden die Gewerbebetriebe Lage nur 10 statt 11 Pro. Dividende zu o er teilen, den, doch sei es bedcnllich, daß bei der Kapitalsteuer die herunterdrücken und zum Schaden der Landwirtschaft die jyie in AuSsiast genommen worden war und auch im vergangenen Schulden nicht in Abzug gebracht werden sollten. fnllj£rQitigc Fabrikbevolkerung vermindern. Der Lorsitzendc UZalu bezahlt wurde. Tabes• fmi?> bi^ ----- ... -'rann die Ansicht des Herrn Schlohmacher nicht billigen, weil damit ein Zollkrieg hervorgcrusen wurde, der ungeheuer ^n dieser Depesche so überrascht, daß sie ganz plötzlich schaden werde. Man nüiffc schließlich doch in den sehr sauren mit üyctr Aufwärtsbewegung der Kvhlenaktien mnehielt. tioch Apfel beißen, n>a§ auch der Reichstag ^6^) tue. 6m. W MÄK wütig wurde den größten Befurchtungeti Ausdruck verliehen. - anderen Kohlenwerte, die anfangs sehr test emsetzten. Wegen Bevorzugung der landwirtschaftlichen Genoßen- gtngen um i—ii/2 Proz. zurück. Diese Haltung mutz umiomehr schäften durch die Gesetzgebung und der Landwirte durch die ausiallen, da cs doch jedenfalls vom Amssichtsrat der Geyen- Proviantämter würbe ausgesprochen, daß diese Ungleichheit auf hören wüffe. Zukunft zu sorgen. . Zu den Arbeiterreyen zur Besichtigung der ständigen Deuts cy e Reichsbank. Ter neuefte Reichsbcmkausweis «'■•x k f- u k -vr i Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt m Ehurlottenburg sprach zeigte trotz des flüssigen Geldstandes der in dem überaus niedrigen erklärte, daß em solches Verfahren das schlechteste Steuer- ' E« st»ipn dort nickt allem Üllaschmen Privatdistont Zeinen Ausdruck fmdet, eme klemc Anspannung, system sei und das ganze Gesetz auf den Kopf stelle. Mit perr Geheimrat Braun. Es snm dort nerbliche Abnahme haben die Giroeinnahmen erfahren. Sie allen gegen die Stimme von Worms wurde dieser Antrag mit den neuesten Unsallverhutungsvorrichtungen zu sehen, fon- -in0 uni 94 ö Mul. Mk. (i. V. 36 4 Mikl. Mk.) zurückgegangen ab g e le yn t. Herr K o ch-Neu-Zseuburg versteht nicht, datz dern auch Wohlfahrtsemrichtungen mr weitesten Sinne für ^ar zum ^erhoblickien Teil mstlge der Zuruckziehung von Aerzte und Anwälte keine Gewerbesteuern zahlen sollen, die Arbeiter ausgestellt. So die Bekampsung der Bolts- Der^ Rechtsanwalt halte sich ^Hilfen, mie jeder andere krankheit, der Tuberkulose, und des ^^Qrfen ^lfo^Ol9enll^fe§. anf‘278 929 000 in bcr S8orrood)€ heälV< Gewerbetreibende auch. Herr Schloßmacher bemerkte. Sündige Ausstellungen feien jetzt auch in Frankfurt und Vorn Geldmarkt. Die außergewöhnlliche Geldslüssigkeit daß die Handelskammer Offenbach nicht aus dem Stand- Karlsruhe eingerichtet, und empfehle es sich, auch eine solche ltodj wie vor an. " "" " " punkte des Vorredners stehe, dann könnten alle freie Be- . Verbindung mit derJnvaliditätsversicherung ein-' ' - — rufe, Künstler und Schriftsteller, mit demselben Rechte zur " Gewerbesteu« herangezogm werben So lang« ber «rzt und letzteren Vorschlag Rechtsanwalt nur seinen Beruf ausube, könne er nicht be- ycrL .. < • en bnm B-tnebsk^t°l aus Herr gegenüber, er könne di- stand,g- Ausstellung in Hessen W auT ^ctn Standpunkt, baß bie ^sürworten seien wir doch sonst auch Docbtlblid). - -Schulden abzuzreheu |eren. Dagegen sprachen sich dre oqurrooiun, jucn / ' Cff(inh\x hpn p:fnnh, Herren Geheimrat Michel, Kommerzienrat Melchers, Nachdem noch Konunerzienrat Stroh-Off ch Schloßmacher und Schmäht aus, dafür die Handels- Punkt des Herrn Doerr warm begrüßt und die Handelskammer Friedberg. Der Antrag wurde gegen die Stim-1 kammern Friedberg und Alainz sich dafür aussprachen, stnd men von Darmstadt und Friedberg abgelehnt. 5 " 103 Fröhlich-Worms beantragte, daß beim Betriebskapital bei der Versteuerung der Ertrag berücksichtigt werde. Der 7_||e ___ z Kntrag würbe gegen Worms unb Friedberg abgelehnt. Leitung der Dank der Versammlung ausgesprochen.! Antrag Lssenbach, dnyber Artikel 1t> nach dem Eiug-urg: Ein Essen im Gutcnberakasino bildete am Nachnuttag ,Gememdeu, auf welche die Städteordnung Anwenüung , r11 ö findet", wurde mit 4 gegen 3 Stimmen eingeschaltet: „und I solche mit starker industrieller Entwicklung". Bei Artikel----—--... 18, der besagt, daß die im Besitze der §kirchen befindlichen DcrmtlCPtS*« Klöster steuerfrei sind, wünschte Herr Schmahl, datz alle * Messina, 3. Febr. Ein furchtbares Verbrechen Klöster besteuert werden. ist hier ausgedeckt worden. Junge Leute sanden auf einem Der Ä^ret 19 handelt vom Kapitalvermögen und dem ^stlcgenen Acker das Skelett eines jungen Mannes, welcher 'SÄ Äm »tmWn taZffpe lan9cc 3«it »erschwundm tft Be. der nun cingcleiteten ä rftert bott nui Grund- unb Gew:rbest:ucrn orhoben wer- Unteriuchung hat der Vater nach kurzem Verhör cmgcstanben, oen Gea-n das Prinzip der Kapitalsteuern habe die Sxin« l'etnen Sohn vor 14 Jahren unter Mutschuld ferner Frau delSiammer Mainr nielstI cinznwendcu, sie müsse aber ent-slebendig begraben zu haben. Der Man» wurde so- 7 LWA ul Mmor-MOie Ang. Gabriel jr., Giessen Telephon Nr. 84. Kattwerke Abendsteru. C88/* H. Schön, Wtrti Telephon 410. Heyer. B25/1 auf weitere sehr geeignet, 4 3 Buchen- 13 1 4 88 Müller. 516 833 0 n 758 63 zerkleinert 621 208 32 v-/. im bad. Schwarzwald. Das ganze Jalir 57 74 45 1 15 17 17 660 1070 15 6 32,5 34 24,5 Jagdverpachtung. ^Montag den 6. Februar d. Fs., nachmittags 2 ll.hr, soll die hiesige Gemeindejagd, 273 Hektar Feld, einschließlich einiger kleiner Waldparzellen, welch letztere zum Anstand von Eichen-Stämme, Eichen- v Jagd Verpachtung. Freitag, 10. Februar, mittags 1 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Jagd, bestehend in ca. 600 Hektar Wald u. Feld, auf weitere 6 Jahre auf un- seremBureau verpachtet werden. Das Jagdgebiet kann von der Station Freienseen, der Bahn Mücke-Laubach in 20 > Minuten erreicht werden. Sellnrod, 23. Januar 1905. Gr. Bürgermeisterei Sellnrod. holz Hainbuchen-Scheitholz ^ichen°Scheitholz Buchen-Klüippecholz Hamduch.-Knüppecholz Eichen-Lnüppelholz Kirch-Göns, entfernt. Gambach, den 25. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gcnnbach. Reuhl. eingeladen werden. Hattenrod, den 1. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. geschützter Lage, unmittelbar an Tannenwaldungen. Mildes, fast gleichmässiges Klima. Zivile Preise. 40 Zimmer. 3 Aerzte. Hl. Prospekte gratis. Dr- Hetlinger. Feinste Ban- und Düngekalke itt Stücken und gemahlen. 511 Prima Hartbrand-Ziegelsieine DNF M-, Nitz- M Brmhalj-NeHeigemig der Fürstlich Solms-BraunselZIchen Obersörsterer Hungen in dem Distrikt Thiergarten bei Hungen. E-s sollen versteigert werden: Dienstag den 7. Februar d. Js., Holz-Versteigerung. Es werden versteigert: Dienstag den 7. Februar aus den Abteilungen Töpserkaute 15, Rehhecke 18, Schinders- kops 16,22, Rabenpfuhl 49, Altgehegt 20 und Jrcmzenwald Abteilung Hasenkopf: Scheiter: 11 rm Eichen. Knüppel: 8 rm Buche, 43 rm Eiche, 20 rm Kiefern, 4 rm Fichten. Reifigwellen: 210 Buche, 4780 Eiche, 3120 Kiefern, 4630 Fichten, 950 Aspe. Stöcke: 84 rm Eiche, 34 rm Kiefern, 25 rm Fichten. Das im Franzenwald Abteilung Hasenkopf sitzende Holz wird nicht vorgezeigt, es kommt am Schluß der Versteigerung in Abteilung Altgehegt 20 zum Ausgebot. Steigliebhaber, die das Holz vor der Versteigerung einsehen wollen, belieben sich am Tag der Versteigerung vormittags 9 Uhr aus der Rehschneise an Abteilung Rehloch einzufinden, von wo aus ihnen das Holz vorgezeigt werden wird. Zusammenkunft vormittags IO1/» Uhr in Abt. Schinderskopf 16 an der Alt- gehegtschneise. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Menges, Großenlinden. Gießen, den 24. Januar 1905. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Rmtr. Fichten-Bohnenstangen. . . Die Zusammenkunft ist bei dem Häuschen im Thiergarten. Hungen, den 31. Januar 190o. Fürstliche Obersörsterer.b1 /., Iagdverpachtung. Dreustag den 7. Februar l. Js., vormitt. lll/2 Nhr, wird im Hotel Trapp zu Friedberg die Jagd in dem 368 Hektar großen Rockenberger — Oppershosener Martwalde auf eine weitere 12jährige Bestcmdzeit verpachtet. Nähere Auskunft erteilt der Unterzeichnete. [230 Friedberg, den 7. Jan. 1905.1 4*™* Namens des Martvorstandes:! Spieler, Großh. Forstmeister. Arbeitsvergebmrg^ Die bei Erbauung eines 61.38 Mtr. langen, 17 und 15 Mtr. breiten Full- und Lagerhauses an der Station Löhnberg, und bei Herstellung eines Bahnanschlusses daselbst vorkommenden Erd- und Maurer-, Stemhauer- (Lung- stein) Zimmer-, Spengler-, Dachdecker-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser-, Weißbinder- und Anstreicher-Arbeiten, sowie Lieferung von 40 000 Kg. Träger und 16 gußeiserne Säulen | sollen im Submisstonswege getrennt oder zusammen (an einen Uebernehmer) vergeben werden. Offerten beliebe man franco bis zum 13« d. Mts. abends 7 Uhr em unseren Vorsitzenden des Aufstchts- rates, Herrn Bankier I. Grünewald in Gietzen gelangen zu lassen, bet welchem auch Voranschlag, Bedingungen und Zeichnungen während dessen Bureaustunden zur Einsicht vormittags 10 Uhr an: 5—9 Mtr. lang, 46—56 Etm. Durch-! mester = 5,61 Fstm. 1. Klasse 4—8 Mtr. lang, 28—50 Etm. Durchmesser = 2,33 Fstm. 2. Klasse vorzügliches Glaserholz 5—9 Mtr. lang, 36—62 Etm. Durchmesser = 13,44 Fstm. 13 Mtr. lang, 12 Etm. Durchmesser =5 0,15 Fstm. 3—5 Mtr. lang, 16—29 Etm. Durchbrunnen, Steinrutsche und Lache versteigert: B'i71 56 Rm. Buchen-L>cheltholz Hainbuchen-Rundscheit- Holz-Versteigerung. Montag den 6. Februar 1905 soll an Ort und Stelle aus der Kreisstraße Kesselbach-Geilshausen-Beltersham nachverzeichnetes Werk- und Brennholz öffentlich losweise meist- bietend versteigert werden. Das Werkholz besteht aus Ebereschen, Kastanien und Linden im Durchmesser von 22-80 Ctm m.t einem Gesamtquantum von rund 22 Fstm., das Brennholz besteht vus 45 Hausen. , , Die Zusammenkunft ist beim Kilometerstein 10,00 und Steinbruch der Preußisch-Hessischen Basaltwerke des vormittags 8V2 Uhr. Grünberg, den 25. Januar 1900. k I. A.: Förster, Kreisstraßenmeister. offen liegen. Löhnberg, den 1. Februar 1905. Selters-Sprudel „Augufta-Bittoria". Die Direktion: Neid hart. Haust. garantiert rem 7, Flasche 55 Psg. ohne Glas. Gebrüder Adami 14 MäuSburg 11. 82023 24 50 133 82 212 49 357 64 446 92 «anast 08 [1501 134 41 44 82 257 90 843 Psostenholz. Die Gebote sind getrennt nach Sortiment und Holzart und der Kaufpreis ist für Fichtenstangen pro Festmeter und für die Nutzholzknüppel pro Raummeter anzugeben. Die Gebote sind schriftlich mit passender Aufschrift versehen bis zum Donnerstag den 9. Februar 199o, nachmittags 1 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Hattenrod einzureichen. . Die Eröffnung findet an demselben -tage nachmittags i2 Uhr auf hiesigem Rathaus statt, wozu die Interessenten X Tief bohrnngen X Wasser, Kohlensäure, Kohle, Erze, Oel nnd andere Mineralien. ’ Lieferung von Tiefbohrwerkzeugen jeden Systems für Hand- und Dampfbohrnugen. u i Ferner: Bergwerksmaschinen jeder Art. Wilh. Böhme, Maschinenfabrik, Dortmund. Fichten- , Eschen- „ 800 949 5ö048 93 214 58 318 91 99 457 507 39 78 623 58 «8 997 98 09010 52 137 471 541 51 58 626 62 83 722 97 8b. 43 51 01 909 .7 97009 15 37 89 128 379 96 414 15 17 36 56 «) M3 54 606 [150] 95 708 40 817 21 98000 9 54 99 167 80 87 91 219 48 /2 98 97 311 480 74 79 565 84 018 29 716 23 59 99085 38 383 405 50 o45 601 9 4t> Vöö Nächste Ziehung: 4. Februar 1905. 899 9^ 92 505 8 47 93 600 2 706 $$ 97 010^6 28 46 99 176 420 74 75 552 74 79 647 53 707 9 966 62007 64 on oi 101 17 °0 44 91 (2001 93 212 42 61 66 [1501 362 99 454 60 75 51t 56 M 58 ^5M2Ä^^926 3963021 io/55302 M®««» 804 76 93 907 64017 20 79 110 207 36 467 70 /ö öuö so ss Iagdverpachtung Dienstag den 7. Februar, nachmittags 2 Nhr, soll auf hiesigem Rathaus die Jagd der Gemarkung Gambach 1981 Hektar — 4324 Morgen Feld und 326 Hektar — 1304 Morgen Wald auf 9 Jahre verpachtet werden. Garnbach ist Station der Butzbach—Lrcher Bahn und hegt' der Wald nur 5 Minuten von der Main-Weser-Bahn, Station Wellen Buchen-Reisig _ u Hainbuchen-Reisig 180 „ Eichen-Reisig Die Zusammenkunft ist^auf der sicher Straße an der 8. Schneise. Gleßeri, den 30. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Eurschmanu. V. Kessisch°Thüringische Staatsiotterie Ziehung III. We- d- Tag.) 3. r-bruar 1905. ' Alle Niimmern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 134 Mark gezogen. lOhne Gewähr.) 30 32 60 111 17 32 64 74 254 307 [150] 23 34 70 433 M2 627 51 53. ßd QRn äs Qi. 1010 27 49 100 266 79 80 32o 41 401 33 57 97 obl oo । ltd 816 949 86 2031 154 74 224 25 32 69 78 92 99 354,411 44 91 574. 00 614 55 62 80 (1501 753 57 65 804 60 909 18 43 68 85 3046 51 98 627 1705 53196 (150} 091 OQ7 xq ft07t Q5 172 86 204 5411501 83 315 462 81 504 7o2 841 44 64 904 29 42 [150] 9008 86 96 112 428 586 638 68 707 19 26 37 90 806 13 74 85 1003087 186 20620 52 58 68 88 33183 417 67 51478 79 688 93 753816 96 34 Zö [1501 46 74 989 90 11031 116 o4 86 216 40 53 31o 17 4-9 78 qa fcni 46 758 857 81 96 974 12033 60 73 90 12o 228 49 3% 98 400 22 40 41 86 504 5 7 35 630 56 704 10 20 53 73 836 83 930 rn qc aq oqn 01 gg 337 441 52 80 90 510 610 14 24 59 799 820 47 58 972 14054 72 97 181 82 419 521 [150] 27 59 600 828 939 [1501 59 1^01 217 59 410 19 38 514 676 748 81 814 15 913 14 94 16066 105 51 °31 851 423 [1501 55 518 83 665 69 808 54 17016 21 [150] 30123 £2 oä criFxF. 1 qq /in nn 9Q5 308 22 37 472 77 556 633 52 < iu oUi Uv 904 22 29 36032 39 76 129 48 ^5 [IS«] 227 309 16 4£[ 62^3^9 455 74. 460 BÄ'io? 26 '87 204 66 90 326 ^84 437 97 564 62 W5^ 735 ESBrSd 701 80450i?39774M98212239l764 99 334 F150] 52 407^2 90 [150] M8 78 TO 6| S47^77^i^1ÄÄ^ÄfH| 5 L llTÄ Ä Sl 69 86 90 627 63K7no5ll8l773125776 230 55 97 303 45 98 466 504 642 43 47 82'87 98 Mää K?.1««?«äf.«»" 800 46575059871491[4l020l W E 81 [150] 99 508 64 611 715 M 67 99 812 23643 953 95 5 6158 202 6 13 83 301 9 37 88 410 4° 69 öS4 7S7 [15M 014 QQ 41 908 87 5 7066 132 260 99 311 65 77 606 8 14 30 74 93 7to 66 907 22 42 [150] 43 5 8009 40 76 77 116 29 34 39 254 304 42 80 40| 69 564 663 771 842 74 59167 231 358 405 531 616 47 93 711 73 85 86 Beachten Sie und fragen bei Bedarf an Balth.Häuser,(6flrbcnicid) empfiehlt D7/i Mtkr-u.WlMmBne» milchzentrifagen I ferner: (äintlidje laudwrrt- g; ichastttchcn Maschine« und - Geräte nur anerkannt best- L bewährte Fabrikate. 9 Jahre verpachtet werden. Llndenstruth, 23. Jan. 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Lmdenstruth. Scheid. 448 Hostversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, «. Februar 1905, vormittags 9l/2 Uhr beginnend werden un Gießener Stadlivald m den Distrikten Försters- ». Neuester dicbsssichersr Timrsperrer für Tag und Nacht. Kein Auibrechen der Thür möglich, selbst bei Sprengung des Schlosses Für Ladengeschäste, Kontors, Schlafzimmer u. s. w. D. R. G. M. Nr. 175119. 68 H» ;vklkMs durch Submiffion aUs dem rvald der Gemeinde Hattenrod 392 Fichten-Derbstangen, 8—11 Ctin. mittl. Durchm. und bis zu 13 Mtr. Länge = 25,88 Fstm., 833 Fichten-Reisstangen bis 10 Mtr. Länge = 17,74 Fstm., 17,5 Rm. Kiefern-Nutzholzknüppel, 3,5 Aitr. Länge, HeilänstaH für lungenkranke Bekannte, modern eingerichtete Privatanstal- mit nachweisbar günstigen Heilerfolgen. In völlig iWI Ul y VII geschützter Lage, unmittelbar an Tannenwald- messer — 0,62 Fstm. Eschen-Derbstangen. 10-14 Elm. Durchm. = 0,39 gftm. 196 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 67 Rmtr. 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Februar 1905, abends 51/* Uhr < im grossen Saale des Gesellschafts-Vereins Herr Dr. Otto Neitzel, Pianist (Cöln) Programm 1. a) Du bist die Ruh’, op. 59 No. 3 . . . b) Kl&rchens Lied, Nachlass Lief. 30 . . . o) Erster Verlust, op. ä No. 4 . . . d) Die Sterne, op. 9r> No. 1 . . . » . e) An die Nachtigall, op. 98 No. 1 . . . 2. a) Toccata . b) Sonate, op. 31 No. 2 in D-moll . , . Z. a) Der Knabe und das Immlein (Möricke) . . b) Frühling über’s Jahr (Goethe) .... c) Elfenlied (Möricke1 d) Frage und Antwort (Möricke) .... e) Nimmersatte Liebe (Möiicke) .... 4. a) »Feai folletsu, Etüde b) Au clair de la laue ..... c) Ballade, op. 23 in G-moIl .... b. Lieder im Volkston a> Heimlicher Liebe Pein, op. 64 No. 3 . • b) Arme Minnesänger, op. 25 No 3 . . c) Liebesgruss aus der Ferne, op. 64 No. 6 . d) Schwäbisches Tanzlied Fintrittskarten kür Nichtmitglieder zu Mk. 3.— , Sperrsitz Mk. 3.50 sind in der Musikalienhandlung von Ausschank von hiesigem hellem sowie Pilsener, Augustiner- und Berliner Weissbier Beingehaltene ff. Weine und Liköre. Glessen. Kaplansgasse 18. Gleichzeitig mache ich auf mein schön gelegenes und gut eingerichtetes Cafe-Lokal aufmerksam. Warme und kalte Getränke. Konditorei und Wiener Cafd empfiehlt seine reichhaltige Auswahl nur aus bestem Material hergestellter ü. Torten, Kuchen, Eis, Creme-Speisen Aufmerksame Bedienung. — Sorgfältiger Versandt nach auswärts. ““v6 Willi. 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