Erstes Blatt 155, Jahrgang FreitagS. Juni 1905 Gchalpratze 1. tttrefle für Depeichen: Anzeiger (Stetzen. ffkentprechantchluhNr 61. Ve^antwo^U'ch ji*t den poltt und U,e« u teil P. Wtttlo: für .Stadt und Land" und .GettchtSfaal^. August Goetz- für den An* netaenteil: HanS Beck^ GietzenerAmeiaer General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen monatliches KU oiertel» jährlich Mk. 8.20: durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 66 durch die Post Mk. 2.—viertel* jührl. auSschl. Bestellg. Annahme van Lnzel'E in die Ix «rm-tr.iet -8 DO ^niltiql J Nr. 1L8 außer SonntagL. Gießener Anzeiger werden ,m Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Stetzener Hamtlien« RLNer viermal In der Woche beigelegL Rotationsdruck tt Der* ing der Brü h l schien Unweich-Buch-n. Bietrw druckeret. S_ Bonge. Ale ö-uttge Dummer umfaßt IO Seiten. Ate Miedersage der Mussen, toiios weitere Aerich'e. Heute liegen die weiteren Berichte Togos, deS genialen /«panischen Seehelden, vor. Wir können sie leider wegen unseres beschränkten Raumes nur auszugsweise mitteilen. 3l1e dem 5. und 6. Bericht, die am Nachmittag des SO. Mai in Tokio eintrafen, heißt eS u. a.: Der japanische Torp"doboots-erstörer Sadzanami nahm gegen Abend des 27. Mai südlich von der Insel Urleung den russischen Torpedobootszerstörer Bjedowy, aus welchem sich Admiral Rosch- djcftweuSki, schwer verwundet, und 80 Russen, einschließlich der Offiziere vom Stab des Flaggschiffes Kn'äs Ssuworow, das am 27. Mai gesunken war, befanden und sämtlich zu Gefangenen gemacht wurden. Nach den verschiedenen bisher uns zugegangenen Berichten und nach den Angaben von Gefangenen ist das N e s u l t a t der Schlacht vom 27. bis zum 28. Mai folgendes: Knjäs Ssuwo, row, Imperator Alerander III., Borodino, Dmitri Donskoi, Admiral Nachimow, Wladimir Monomach, Shemtschug, Mmiral Usckzakow, ein Hilfskreuzer und zwei Torpcdobootszerstörer gesunken, und, Imperator Nikolai I., Orel, General-Admiral Apraxin, Admiral Ssenjawin und der Torpedobootsz-rrstörer Viedowy genommen. Nack Berichten von Gefangenen ist die Osljaba ungefähr um 3 Uhr nachmittags am 27. Mai gesunken: ferner ist der Nawar'N aesunken und Almas am 27. Mai iu aefcchtsunsähsgem Zustande gesehen werden. (Von dem Almas wurde bekanntlich bisher berichtet daß er in Wladiwostok als einziger geretteter russischer Kreuzer eingctrosfen fei. D. Red.) Tie vollen Einzelheiten betreffend die an unseren Schissen angerichteten Schäden liegen mir noch nicht vor. Mer, soweit ich feststellen konnte, ist keines davon ernstlich beschädigt, alle sind noch in Tätigkeit. Noch sind nicht alle Berluste festgestellt. Die Verluste der ersten Division werden aus etwas über 400 Mann geschätzt. Prinz Yorihito ist bei bestem Wohlsein. Der amtliche Bericht ülxn: die russischen Verluste, soweit dieselben bisher ermittelt sind, lautet: Folgende sechs Schlachtschiffe sind gesunken: Knjaes Ssuworow, Imperator SUermtbcr III., Borodino, Ofljaba, Ss'ssor Mcliki, Nawarin. — Folternde Streng g^s'-nken: Admiral Nachimow, Dmitri Donskoi. Wlu wußte die Pouzeipräsertur, d-aß fünf Individuen ein Attentat gegen König planten: drei Spanier und cin Engländer wnrden am 2^. Mai feftgeuommen; dem fünfen gelang es, zn enck^mmm. Die vipr verhafteter: Anarckiß'en Peden unter ix*y Wrfiage her Mitschuld an dem Attentat: b'r fünfte, der den Behörden wohl bekannt ist, gilt als der eigentliche Täter. , Die französische Polizei war bereits vor. einiger Zelt von Madrid verständigt worden, daß der spanische Anarchist Avila über Davila sich nach Paris begeben und mehrere Bomben mstgei-ommen l ck>e. Dieser Anarchist wurde, kürzlich in Paris verhaftet und in seiner Wohnung alle von ihm mitgebrachten Bomben bis auf eine vorgefunden. Man glaubt, daß diese zur Ausführung des Anschlags gebient hat. lieber die Art, wie der Anschlag verübt wurde, liegen ver- /chiedene Darstellungen vor. Nach einem Bericht durchbrach der uebeltäter den Polizeikordon, durch welchen die Menge auf dem Bürgersteig zurückgehalten wurde, und schleuderte die Bombe, welche knapp hinter den rückwärtigen Nädern des Wagens zu Boden fiel, und explodierte. Nach anderen Berichten wurde die Bombe mitten aus der Menge von einem Burschen geschleudert, welchem ein auf dem Vorsprunge eines Arkadenpfeilers stehend'r Komplize beim Heraunahen des Wagen- -uges ein Zeichen gegeben hatte. Ein Polizist, der durch ein Pferd umgeworsen wurde, brach ein Bein. Die Schuld der beiden Verhafteten ließ sich noch nicht feststellen. Eine als Zeugin vernommene Frau sagt aus, sie habe gesehen, wie drei Personen, die Bombe im Portal des Louvre angezündet, und einer sie dann in der Richtung nach dem königlichen Wagen geworfen hat. Nach anderer Darstellung soll die Bombe von einem benachbarten Hause aus geschleudert word?n sein, wo noch Nachforschungen ongestellt werden. Der eine der beiden Verhafteten war wie ein Arbeiter gekleidet: sein Name ist unbekannt: er hat eine Verletzung am rechten Auge, man weiß aber nicht, ob sie von der Explosion herrührt oder ob sie ihm von her Volksmenge bei gebracht wurde. Er verweigert die Aussage. Anscheinend ist er einige zwanzig Jahre alt. Die aufgefundenen Vombenstückc sind dem Direktor d^s städtischen -Laboratoriums zugesandt worden, der sie zusanimensetzte. Die Bombe kam auf der ftantc des Bürgersteiges zur Explosion und verwundete den auf dieser Seite reitenden .Hauptmann Schneider. Man bemerkte bei der Erplusson eine gelbe Flamme, wie sie ein grünes Pulver von siH gibt. Die Bombe war aus Gußeisen gefertigt. Das Pferd des Hauptmanns Schneider wurde so schwer verwundet, daß es auf der Stelle getötet werden mußte. Hauptmann Grauier, der auf der anderen Seite ritt, wurde leichter verwundet. Der König und Loubet blieben glücklicherweise unverletzt. Der König erkundigte sich beim Hauptmann Schneider sofort nach seinem Befinden. Derselbe antwortete, trotzdem er von Blut überströmt war, daß er keine Schmerzen habe. Ter König zeigte nicht die geringste Aufregung. Als er an der Statue der Jungfrau von Orleans vorüberfuhr, erhob er sich im Wagen und grüßte militärisch, wobei ihm Die Menge lebhafte Ovationen darbrachte. Der König telephonierte dann sofort an seine Mutter, um sie -u beruhigen. Die Feuerwehr suchte mit Fackeln die Erploflonsstelle ab, um die Stücke der Bombe zusammenzusuchen. Es ergab sich, daß sie mit Nägeln, anderen Eiscnstücken und Glassplitt^m gefüllt gewesen war. Ein Verdächtiger rmrtr von dw Menge beinahe gelyncht und mußte von der Polizei befreit werden. Der Richter L e y d e t wurde mit d r U n t e r s u ch u n g der Angelegenheit der beiden verhafteten Personen beauftragt, die eine wurde sreigelassen, die andere ins Gefängnis gesetzt: als belastend gegen sie lag nur vor, daß sie sich offen zu anarchistischen Lehren bekannte. Die Untersuchung ergab, daß die Bombe nicht aus dem Fenster eines Hauses geworfen worden war. Die Zahl der Verwundeten wird jetzt auf 15 angegeben, herunter befindet sich ein mexikanischer Deputierter namens Fernando Nubio, der eine Verätzung am Schenkel erhalten hat: er besand sich im Augenblick des Anschlages an einem Fenster des Hotels du Louvre. , 3n der Rue des Pvramides, einer Seitenstraße der Rue de Rivoli wurde gleichfalls eine Bombe gefunden. Nachdem der König in das Palais am Quai d'Orsay zurückgelehrt war, unterhielt er sich uoch in heiterer Stimmung mit seinem G folge. Gestern morgen wohnte der Könia der Messe in der Kirche St. Clotilde bei und fuhr um" 8V2 Uhr mit Loubet und dem Kriegsminister Aenderungen be§ GerichSverfassungsgesetzes und der Zivilprozeßordnung zu. Ebenso fanden die Gesetzentwürfe für Elsaß-Lothringen über das öffentliche Vereins- und Versamm- liingsrecht und über die Synodalordnung für die reformierte Kirche in den Reichtzlanden Annahme. — Das Abgeordnetenhaus hat den Gesetzentwurf betreffend die Kosten der Prüfung überwachungsbedürftiger Anlagen nach den Beschlüssen des Herrenhauses erledigt und bei dem Gesetz über die Verwaltung gemeinschaftlicher Jagdbezirke die Herrenbaussaffung wiederum unigeändert, sodaß der Entwurf nochmals an das Herrenhaus zurückgehen muß. Dann wurden noch Petitionen erledigt. Hamburg, 31. Mai. Heute mittag ging der Truppentransport dampf er „Eduard Woermann" mit 35 Offizieren, 4 Unteroffizieren mit Portepee und 523 Mann sowie 360 Pferden nach Deutsch-Südwestafrika ab. Generalmajor v. Versen verabschiedete sich von den Truppen mit einer Ansprache, die mit einem Hoch auf den Kaiser chloß, worauf Major Traager ebenfalls mit einer mit einem Kaiserhoch endenden Rede antwortete. Die Musikkapelle be§ Regiments „Hamburg" spielte bie Nationalhymne. Die Kolonne bc§ roten Kreuzes verteilte Liebesgaben beS Senats. Mit ben Klängen bet Musik „Deutschlanb, Deutschlanb über alles" verließ ber Dampfer unter Kunbgebungen bes Publikums ben Hafen. Ausland. Christiania, 31. Mai. Die Abreise der norwegischen Staatsratsabteilung aus Stockholm ist mit Genehmigung des Königs erfolgt. Die Behauptung. daß die Abreise den Abbruch der diplomatischen Verbindung bedeuten solle, ist aus der Luft gegriffen. Der Aufenthalt der Abteilung Hierselbst wird nur ein zeitweiliger sein. (Dennoch scheint die völlige Lostrennung Norwegens von Schweden und die Proklamierung einer „Republik Norwegen" bevorzustehen. D. Red.) London, 31. Mai. Im Oberhause erklärte Landsdowne, er glaube, daß die Grundlagen für den Abschluß eines dentsch-englischen Handelsvertrags vorhanden seien. Fez, 31. Mai. Die zunehmende Häufigkeit der Fälle, daß Kuriere angehalten und beraubt werden, macht ben Verkehr unsicher. Vor zwei Tagen würbe ein Kurier, ber an ben auf ber Reise hierher befindlichen britischen Gesandten Lowther abgeschickt worden war, aufgehalten. Die Depeschen, bie er bei sich führte, würben ihm abgenommen unb vernichtet. — Graf Tattenbach und die der Sondergesandtschaft ungeteilten Offiziere wurden vom Sultan in Privat- Audienz empfangen. Der Sultan unterhielt sich fast eine Stunde auf das liebenswürdigste mit ben Herren, bie sämtlich bie Begabung unb das rege Interesse des jungen Herrschers für alle Fragen rühmen. Tanger, 1.Juni. Der Sultan teilte dem französischen Gesandten Ren6 be Taillanbier mit, baß er bie Vorschläge Frankreichs nicht annehmen könne. El Torres wirb bies ben Mächten in einem amtlichen Runb- schreiben mitteilcn. — Hier verlautet, ber Sultan wünsche, baß irgenbwelehe Reformen nur mit Zustimmung ber Mächte eingeiührt werben, unb bie Mächte um ihre Ansicht bezüglich der Abhaltung einer Konferenz über biefen Gegenstand zu befragen. Newyork, 31. Mai. Präsident Roosevelt sagte gelegentlich der Entbüllung des Denkmals für die bei der Katastrophe des Dampfers „General Slocunt" Umqekommenen in Brooklm, bie neuesten asiatischen Ereignisse lehrten, baß eine starke, noch so kostspielige Flotte bie billigste Garantie für bic Wohlfahrt bes Volkes sei. and in Sturm und Drang Auf ben Polizeipristaw von Riga, Jaretzki, wurde in der Nacht cin Attentat verübt. Als Jaretzki baS Polizeigebäube verließ, explobierte vor seinen Füßen eine Sprengbombe kleineren Kalibers, beten Splitter ihn an Kopf unb Händen schwer verletzten. Von dem Täter fehlt jebe Spur. In Lodz fand vor dem Spital cin großer Arbeitcr- tumult statt. Die Arbeiter verlangten bie Herausgabe ber Leiche eines Genossen. Das Militär gab Feuer, woburch acht Personen verwunbet würben. Der Ausstanb nimmt an Umfang zu. In ber Stabt herrscht Fleijchnot. Aus Stadt und Kund. Gießen, 2. Juni 1905. Auszeichnungen. S. K. H. ber Großherzog haben bem Gräflich Solms-Röbelheimschcn Förster Stein- brenn er zu Forsthaus Beinharbs bas Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. — Dem Oberbürgermeister Dr. Gaßner in Mainz würbe vom Kaiser ber rote Ablcrorben 2. Klasse unb bem Bauinspektor Wilenz in Mainz ber rote Ablcrorben 4. Klasse verliehen unb zwar anläßlich bes Vertragsabschlusses ber Auflassung ber Norbwcstfront in Mainz. Dem zum Ehrenbürger ber Stabt Mainz ernannten bisherigen Beigeorbneten Geh. Kommerzienrat Ne in ach würbe vom Großherzog bas Ehrenkreuz bes Verbicnstorbens Philipp bes Großmütigen verliehen. •’ Sitzung bes Provinzial-Ausschusses. AIS erster Gegenstanb ber Tagesorbnung beschäftigte ben Provinzialausschuß bas Gesuch bes Philipp Kreiling XL zu Wieseck um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Der Gesuchsteller beabsichtigt in seinem neuerbauten Hause an der Gießenerstraße Gastwirtschaft zu treiben. Der Ge- meinberat hatte bas bcz. Gesuch einstimmig befürwortet. Der Kreisausschuß bes Kreises Gießen versagte jeboch bem Gesuch mangels Nachweises eines Bebürfnisscs seine Genehmigung. Ter gegen bicse Entschcibung eingelegte Rekurs blieb erfolglos, ba ber Provinzialausschuß in seiner heutigen Sitzung sich bem Kreisausschuß-Urteil gnschloß. — Hierouf würbe über bie Bureaukosten bes Bürgermeisters zu Okarben verhanbelt. Das Großh. Kreisamt Friedberg hatte der Gemeinde Okarben mit Rücksicht ans ben Arbeitsumfang ber Bürgermeistcrcigeschäste usw. bie Erhöhung bet Bureaukosten- üergütung bc§ Bürgermeisters um 200 Mk. angesonnen. Da ber ©emeinberat sich weigerte, biesern Ansinnen zu entsprechen, verurteilte ber Kreisausschuß bc§ Kreises Friebberg, ber in erster Instanz rcchtzusprechen hatte, bie Gemeinbe Okarben zur Zahlung bes erhöhten Betrags. Der Gemeinderat ver- olgte hiergegen Rekurs an ben Provinzial-Ausschuß. Dieser verhanbelte heute in ber Sache, setzte jeboch bie Entschcibung zur Anstellung weiter erforberlicher Ermittelungen aus. — In nichtöffentlicher Sitzung würben fobann bie Voranschläge bet Provinzialkasse unb bet Ptovinzialanstalten beraten. ** Am gestrigen HimmelfahrtStag war aus der Stadt Gießen in bie nahe unb weitere Umgebung eine wahre Auswanbernng erfolgt. Nach allen Richtungen hin würbe bie Eisenbahn benutzt. Jin schönen Lahntal, in Wetzlar, Braunfels unb Weilburg traf man, besonbers wo man sich 0 recht nach Bequemlichkeit nieberlassen konnte, eine große Menge Gießener. Tie stubentischen Korporationen waren in erster Linie bemerkbar. Ein Spaß, ben sich ein Gießener Stubent in Braunfels mit ber sogenannten Ernstbahn leistete, inbem er neben bem in voller Fahrt befinblichen Zug het- lies unb sich an ihm festhielt, hätte für ben Wettläufer beinahe sehr üble Folgen gehabt. Er strauchelte, stürzte zu Boben unb würbe ein Stück auf bet staubigen Landstraße geschleift. Glücklicherweise hat er, neben beschmutzten Kleidern unb ber Zwangslage, seinen Weg allein unb zu Fuß fortzusetzen, keinen ernsten Schaben erlitten. Die Eisenbahn hat im allgemeinen ben cmßetotbentlichen Verkehr fehr gut bewältigt. Der hiesige Männer-Turnverein unb ber Eisenbahn- vetem hatte Marburg und dessen Umgegend besucht, der Turnverein hatte einen Turngang nach dem HohenrodSkopf veranstaltet. •• Professor Wilhelm Trübner, bem Vorzüge lichen Maler unb Direktor bet Akabenne der Künste in Karlsruhe, ist bie Großh. Hess, golbene Verbienstrnebcnlle für Kunst unb Wissenschaft verliehen worben. ••3um Schneiberstreik. Die Lage zwischen Arbeit» gebern unb Gehilfen hat sich noch nicht vecanbert. Der Vorsitzende beS hiesigen ArbeitgeberverbanbeS, Schneiberrneister Hanbrich, unb ber zweite Schriftführer beS VerbanbeS, Hr. Schuster von ber Firma H. Schuster u. Co., sind nach dreitägigem Aufenthalt in München, wo sie dem Zentral- oorftanb über die Gießener Streitsache persönlich ausführlichen Bericht erstattet haben, heute nacht wieder hierher zurück- gekehrt. Es sind jetzt lediglich Machtfragen, die von Seiten ber Arbeitnebiner im ganzen Reich hervorgekehrt werden. ES bandelt sich, so teilt man uns mit, überhaupt nicht mehr um Lohnerhöhungen, sondern um bad Verlangen der Gehilfen nach Abschaffung der Heimarbeit und Einführung des Stundenlohnes anstatt der Stückarbeit. Ferner ist bie Forderung ber Gehilfen aufgetreten, baß bet Arbeiternachweis nur butch sie allein geschehen solle, woburch sie natürlich nur organisierte Gesellen in Positionen unterbringen unb Arbeitswillige, die ihrer Organisation nicht angehören, davon ausschließen würden. Die Arbeitgeber erklären, baß sie auf diese Forderungen keinesfalls eingehen könnten, deren Gewährung nur den Ruin des Schncibergewerbes herbeisühren würbe. •• Turnverein Gießen. Der für gestrigen Himmelfahrtstag vorgesehene Turngang bes Turnvereins Gießen verlief, so schreibt man uns, in schönster, echt turnerischer Weise. Von Laubach aus würbe unter zahlreicher Begleitung bet Turner von Hungen, Laubach unb Lich ber Matsch nach bem wunberschön gelegenen HohenrodSkopf unternommen, wo bie Ausflügler von ben von allen Seiten hetbeigeeilten Turnern bet Nachbarvetcine begrüßt würben. Inzwischen waren auch bie von Schotten unb Mücke über Ultichsiein nach bem Obcrwalb gekommenen Gießener auf bem Plateau ein* getroffen unb e§ entspann sich cin munteres Treiben, ba§ leibet zu früh abgebrochen werben mußte. Auf bem Rückweg nach Schotten würbe noch bas Lchtetheirn, sowie der Altenbutgskopf besucht unb bann ging cs unter bet Führung ber ebenfalls zahlreich erschienenen Turnschwestern unb Turnet von Schotten beten herrlichem Heimatstäbtchen zu, wo man bis zum Abgang bes Zuges sich aufs belle unterhielt. R.-B. Darm stabt, 2. Juni. (Eigener Draht- bericht.) II. KK. HH. ber Großhetzog und bie Großherzogin begaben sich heute nachmittag um 1.24 Uhr mittels Sonbctzuges zu ben Vetmählungsfeietlich- feiten nach Berlin, wo bie Ankunft um 1/,11 Uhr abends erfolgte. In ber Begleitung bet hohen Herrschaften befinben sich bic Hailshosmeisterin Freiin v. Graney unb bie Hofbame Frei in v. Notsmann, sowie Gencralabjutant Generalmajor 0. Wachter, Flügelabjutant Rittmeister Krämer unb Ober* feutimnt ftrbr. v. Masscnbach. Es siebt jekt feft daß das Kunst und Wissenschaft. — Sigrid Arnoldsou , die urcriWi'Wc bv bekenn klick bei uns in Glesien in u'ckt besonders gutem Andenken siebt, wurde, wie "ns aus Weimar cieschrieb-en wird während der Travi-ata-Vorffeklung- nm Hoftheater zu Weimar zur Grosth. Sachs. K'ammersängcrin ernannt. M ü n ch e n, 31. Mai. Die Versammlung der deutschen w e - selbschäft für Volksbäd^r wurde "durck Professor Lassar eröffnet. Der R e i ck s k a n 5 l c r sandte folgende Depesche: „In sieter reger Anteilnahme an den Besireln-ngen dr deutschen Gesellschaft für Volksbäder begleite ick die diesjährige Hauptver- sammlung mit den aufrichligsien Wünschen für die weiwre Entwicklung ibrer dankenswerten Tätigkeit". — Die silberne Ehren- Medaille d^r Gesellschaft erhielt der Erbauer des Müllbades, Professor H 0 ch e d e r - Münckcn. — Der Aachener Verein zur Förderung der Arbeitsamkeit bewilligte 50000 Mark für das neue Institut für Eisenhüttenkunde an der technischen .Hochschule, ferner auf drei Jahre ie. 20 000 Mark zur Unterstützung der Handarbeit treibenden Klassen mit Lebensmitteln und Feuerungsmaterial. , Graz, 1. Juni. Gestern begannen die auf fünf Tage an- berauutten Veranstastt'naen der ^onlünstlcrversammlung des Allgemeinen Deutschen Mnsikvereins. lauter d<-n Gästen befinden fick Rickard Straus;, Max Schillings und Marsop. Während einer gestern nfrmb zu Ehren der Gäste gegebenen Theatervorstellung erhielt R i ch a r d S t r a u s; ein Telegramm aus München mit der Meldung, das; sein Vater gestorben sn. Strauß reiste sofort nach München ab. München, 1. Juni. D.e 9. Internationale Kunstau s st e l l u n g im Glaspalast, und die Lcnbach -Ausstellung im Knnstaussiellungsgebäude am Königsplatz wurden heute durch den Prinzreg^nten in 5'ogcnwart aller Mitglieder des kömg- lichen Hauses feierlich eröffnet. Kiristticke INackiri^ten. Evangelische Gemeinde. Sonntag E rau di, den 4. Juni: Kollekte für die evangelischen Glaubensgenossen im Ausland. (Änttfsbffitn. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Plärrer I>. Schlosser. Zu gleich Christenlehre für die Nenkonfirmierten der Matthälis-- gemeinde. Vormittags SV, Uhr: Psarrassistent Schulz. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Diarkusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Am zweiten Pfingstseiertag findet im Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus» und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Iohanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrasststent Sattler. Zugleich Christenlehre für die Netckonfirinierten aus der Johannesgenwinde. Vormittag? 9V, Uhr: Repetent Waas. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeucke Pfarrassistent S ch u l z. 9lm ersten Pfingstseiertag Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Hauvtgottesdienst. An- ineldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 3. Juni 1 905: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 4. Juni 1 905, 6. Sonntag n a ch O st e r n: Vormittags von 6‘/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. Vormittags um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Vormittags um 9 1, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2l/j Uhr: Christenlehre; darauf Altdacht. Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt! M ü l h e i m a. d. Ruhr, 31. Mai 1905. Der Kohlenkuxenmarkt lag auch heute äußerst still. Die Umsätze waren sehr geringfügig und Mc Kurse neigten werter z-ur Schwäche. Besonders tovren es Konstantin der Große, Ewald imb Graf Schwerin, welche niedriger angk-boten wurden. Behauptet lagen Mont Cenis, Lothringen, Königin Elisabeth imb Helene und Amalie. Von mittleren Werten blieben Johann Deimelsberg, Heinrich imb Gottessegen gesucht. — Der Kalikuxenmarkt zeigte geaen gestern ein15 größere Festigkeit und namentlich für schwere W rtt, worin ansehnliche Umsätze zu zum Teil wesentlich erhöhten Kursen getätigt wurden. Besonders hervorzubeben sind Wintershall. Wilhelmshall. Durbach, Karlsfund, Justus I., Habenzollern, Hedwigsburg und Mexandershall. Die kleinen Werte dagegen waren fast unverändert — Van Erz kur en nur Klöser- weide güuckt. Der übr-g- Markt blieb unverändert. hörig, und „Diana", Eigentum der Jalutt-Geseslschaft. Und ge- sirandet. Eine Barkasse der Landesverwaltung ist gesunken. — Heber die auf den anderen Inseln angerickteten Verheerungen wurden Einzelheitm noch nicht e-meldet. — Nack einem tm Kapu- zinerkloster zu Königshofen lElsaß) eingetrostenm Telegramm wurde durch den Taifun auf Pouape die ganze Kavuziner- niederlassung zerstört. Die Missionare sind alle mvt dem Leben davon gekommen. . * K l e i n e T a g e s ck r 0 n i k. Der Offiziersbnrsche S'-'uber' vom Jnfanterieremment in Mühlhausen lElsassi wurde tot aus einem Abtaufkanal gezogen. Der Sckädel war emaescklagen und der Rücken wies Sticke etzt fest, daß die ersten Angaben der Frau Lotz, sic habe Den Mord an der Rosa Lückert in Gemeinschaft mit ihrem Bruder Augulst Brückner aus Ludwigshafen begangen, erdichtet waren und daß ihr spateres Geständnis, das Verbrechen allein verübt zu haben, auf Richtigkeit beruhte. Der Bruder hat sich nämlich selbst der Polizei in Ludwigshafen gestellt und dort nachgewiesen, daß er sowohl am 27. Mai wie auch am 28., dem Tage des Mordes, in verschiedenen Orten der Pfalz herumgezogen ist, wo er Verpflegung erhalten hat, und seine Angaben sind von den Verpsleaestationen bestätigt worden. — Tie Frage, was die Frau Lotz zu ihrer ftirchtbaren Tat, die sie sorgfältig vorbereitet hatte, veranlaßt haben mag, scheint sich jetzt ebenfalls aufzuklären. Die Mörderin hat aller Wahrscheinlichkeit nach ein un eh eliches Kind, das sie irgendwo in Pflege gegeben hat und für das sie allmonatlich einen Betrag. zahlen mußte. Um das Geld dafür aufzubringen, sah sie sich genötigt, nach und nach eine Reihe von Gegenständen, darunter sogar ihren Ehering, zu versetzen oder zu verkaufen; auch ist es nachgewiesen, daß sie bei Einkäufen auf dem Markt oder in Frankfurt, die sie für andere besorgte, kleine Preisaufschläge machte. Um nun mit einem Schlage eine größere Geldsumme in die Hände zu bekommen, hat sie offenbar den Mordplan entworfen, und sie rechnete damit, die gesamte Einkassierungssumme von etwa 500 Mark zu erbeuten. Daß sie nur 87 Mark bei ihrem Opfer vorsand, lag daran, daß Rosa Lückert die Goldstücke, die sie eingenommen hatte, stets ihrem unten auf der Straße wartenden Onkel einhändiate. Mainz, 1. Juni. Eine hier stattgehabte Vorstauds- fitzung der Kollekteure der hessischen Lotterie beschloß eine Eingabe an die Landstände um wesentliche Erhöhung der in oem Lotterievertrage zwischen Hessen und Preußen vorgesehenen Entschädigungssumme von 500 000Mk. Frankfurt, 1. Juni. Gestern abend hielten hier die Schweinernetzger eine sehr stark besuchte V.rsarnrnliaiq zur Aussprache über die gegenwärtige Geschäftslage. Die Sckwetue- preise sind in den letzten Monaten wieder a^nz austerordenttich in die Höhe gegangen. Von 117 Mark per 100 Kilo im Dezember sind sie mif 136 Mark im Monat Mai, also um fast 20 Mark gestiegen. Dabei erfolgt in der Reg-l b's ^um H^bst eine weitere Steigerung, so daß in diesem Jahre die höchsten jemals b-a gerne jenen Schweinepreise erwartet werden. Man sah sich in- fofgebeffen gezwungen, diePreise auch für S ch w e i n e f l e r sch um fünf Pfg. zu erhöhen, ebenso für Wurstwaren dementsprechend. Allgemein hiwrschi die Ansicht var. daß unter allen Umständen auch auf die Abschaffung des Zehnpfennig-Verkaufs hiugewirkt werden müsse, wenn die gewerblichen Verhältnisse eine Besserung erfahren sollen. Israelitische NeligionSgesellschaft. (fcoftf'-.bknff. Sabbath^eieram 3. Juni 1905. Freitag abend 8.00. Samstag vormittag 8.00. Nachmittags 4.00. Sabbathausgang 9.30. — Wachengottesdienst: morgens 6.30, abends 9.30 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. ?ro-anssichtliche Witternna in Rosien für Samstag' den 3. Juni 1905: Teils trüb, vielfach Gewitterregen, am Tage kühler und windig. Näheres bureb die Giesiener Wetterkarte. Märkte. ke. Frankfurt a. M., 2. Juni. lTetear. Oria.-Bericht des „Gieß. Anz."O Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- v reife. Zum Verkaufe standen: 29 Ockfen, 0 aus Oesterreich 0 Butten, 00 aus Oesterreich, 37 Kühe, Ferfen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 634 Kälber, 7.3 Schafe u. .sck'mmel, 702 Schweine. Bezahlt wurde für lOOPsd.Schlachtaewickt: Ockfen 1.Qualität 72 bis 74 Mk., 2. Qual. 66—68 V!k, 3. Qual. 60—64 Ml.; Büsten 1. Qual. 6.3—63, 2. Qual. 00—00 • Kühe 1. Qualität 68-70 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 50—52 Mk., 4. Qual. 42—44 Mk., 5. Qual. 00—00 Btt. Kälber 1. Qual. 83—85 Pfg., Lebendaewicht 49—51 Pfg., 2. Qualität 77—82 Pfg., Kebendaewickt 46-48 Pfg., Schlackigem. 60—60 Pfg.: Schafe: 1. Qual. 72—75 Pfg., 2. Qual. 6—70 Pfg. Gefchäft: mittelmäßig, Ueberstand u'ibedentend: bei chweineu gedrückt, kein Ueberstand, bei Kälber gut, kein Ueberstand. fc. Frankfurt a. M., 31. Mai. Heu- und Strohmarkt. Heu kostete heute Mk. 3.00-3.40, Stroh Mk. 2.4O bi« ^f. 2.65. Astes per 50 Kilo. Tendenz: in Heu sehr flau, in Stroh fest. Limburg a. b. 5., 31. Mai. Frncktm a r k t. Durch fchnittsvreife pro Psalter. Roter A^ei^en 15.30 Mk., weißer Wetten 00.00 Mk., Korn Mk. 12.20, Gerste 00.00 Mk., Hafer 8.00 Mk, Saathafer 0.00 Mk., Erb len OOP R'k.. Kavtaüeln 0.00 Mk. Petersburg, 2. Juni. Hier zirkuliert das Gerücht, daß in Zarskoje-Selo ein Militär-Putsch ausge- brachen sei. Der Kosaken-General K0wale w, der wegen Mißhandlting eines Regimentsarztes vor ein Kriegsgericht gestestt werden sollte, Hat sich erschossen. Warschau, 2. Juni. In Lodz dauern die anar» chisiiscken Zi,stände an. Ein Arbeiterhausen versuchte einen Genossen zu befreien. Das Militär gab eine Salve ab, wobei 70 Personen verwundet wurden. In der Fabrik von Scheibler wird der Besitzer mit dem Beamtenpersonal von Arbeitern belagert. Das Attentat in Paris. Bari?, 1. J^ni. D^r Leiter des ^tpstivinstituteZ Mvquül erklärte einem Berichterstatter: „Wir kennen ffanz bestimmt den Urheber des Attentates. Das Verbrechen ist in jeder Weise spanischen Ursprunges. Ich erhielt am 26. Mai die Aufgabe, fünf Anarchisten zu verhaften. Vier wurden festgenommen, und zwar der Spanier VaNino, Navarro und Pallaeios und der Engländer Harvey, der fünfte entwischte. Ich habe seit heute morgen den Beweis, daß der letztere der Attentäter ist und daß die vier Verhafteten die Helfershelfer sind. Vallino, der kürzlich in Spanien in contumaciam zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, legte ein umfassendes Geständnis ab. Wir haben Ursache zu glauben, daß noch andereMitschuldige existieren." Der größte Teil der Bombenladung drang dem getöteten Pferde des Wrassters in den Bauch; diesem Umstande verdanken zweifellos zahllose Personen ihr Leben. — König Alfons und Loubet trafen bald nach 6 Uhr wieder ein; sie wurden von dem Ministerpräsidenten Rouvier und den Ministern Bienvenu, Martin und Etienne am Bahnhofe empfangen. Auf dem ganzen Wege nach dem Ministerium des Auswärtigen wurden dem Könige und dem Präsidenten Kundgebungen Weitet. Paris, 2. Juni. Die erste Glückwunschadresse erhielt König Alfons von Kaiser Wilhelm. Der König telegraplsterte dies sofort nach Madrid seiner Mutter. Glückwunschtelegramme der Minister, des diplomatischen Korps' und der Stadtvertrettmg folgten. Der König beantwortete einen Glückwunsch mit den Worten: „Meine Feuertaufe habe ich mir allerdings anders gedacht. Bedauere, daß Personen verletzt wurden." — Mit besonderer Schärfe wird die unglaubliche Fahrlässigkeit der Polizei verurteilt, die, obschon gewarnt und übet die Anwesenheit der anarchistischen Meuchelmörder unterrichtet, nicht umfassende Vorsichtsmaßregeln zum Schutze der Sicherheit des Königs getroffen \)at. Die Verletzten sind Carlier, Redakteur der stenographischen Kammerberichte, zwei ganz junge Mädchen, die an den Beinen verwundet wurden, ferner der Fleischer Lucien, der eine schwere Ve^ letzung davontrug, ein Kürassier und zwei Polizisten. Die Seeschlacht. Petersburg, 2. Juni. General Line mit sch telegra^ phiert vom 30. Mai: Wie General Kasbek unter dem 30. Mar 10 Uhr vormittags berichtet, isi der Torpedoboatszerstörer Grozny nachdem er während des Kampfes in der Nacht vom Geschwader getrennt wurde in Wladiwostok eingetroffen. Der Kommandant bericktet: „Grozntz und das Torpedoboot Bjedowy, auf dem sich Admiral Roschdjeslweuski mit seinem Stabe befand, nahmen den Kurs nordwärts. Nördlich von der Insel Dayelette stteßen unsere Torpedoboote auf zwei große japanische Torvedojäger, die sofort den Kamps begannen; während desselben sah man den Bjedowy infolge einer Explosion sinken. Den G r 0 z n Y selbst brachten die japanischen Torpedojäger zum Sinken." (Diese Nachricht rst unklar.) Tokio, 1. Juwi. Ta die Notwendigkeit, die früheren japanischen Verluste zu verheimlichen, nicht mehr besteht, gibt die Admiralität den Verlust des Sckchachtsckiffes Jaschima vor Port Arthur im Mai 1904 sowie die übrigen bisher zurückgehaltenen Verluste bekannt. Die Liste ist folgende: Die Jaschima ist auf eine Mine am 15 Mai 1004 bei der Dlokade vor Port Arthur geraten, der TorpedobootsKersivrer Akatsuki gleichfalls vor Pott Arthur am 17. Mai, das Kanonenboot Aschima gesunken infolge eines Zusammenstoßes, als er mit dw Landarmee vor Liautung zusammerrwirkte, nm 17. Mai: der Torpedobootsz-erslürer Hvatori stieß auf eine Mine und sank arp 3. September während der Blokade vor Port Arthur: das Kanonenboot Atajo stieß auf einen Felsen und sank am 6. Nov. bei der Blokade vor Pott Attuhr; der Kreuz-er Takasago stieß auf eine Mine und sank am 12. Dez gleichfalls vor Port Arthur. Schwächliche Kinder 11. Erwachsene» denen man sofort ansieht, daß ihre Entwicklung gestört ist, werden, wenn sie sick eutfckließen, eine Zeitlang das bhitbilbenbe Nähr- imd Kräftigungsmittel Biofon zri trinken, sehr rafck den wohltätigen Einfluß im Allgemeinbefinden und im WuSfehen wahrnehmen. Es enthält wie fein anderes Präparat in bester komentrirtester und leicht verdaulickster Form die wichtigsten LebenS- und Aufbaustoffe und darf nicht mit Haferpräparaten, Hämatogenen u. f. w. verweckst elt werden. 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