Nr. 1 ’♦ Jahrgang Amts- uttb Anzeizeblatt für den Kreis Sietzen Iie öeutige Kummer umfaßt 8 Seiten. oniihjfd nn V 11 -hlucrcrl'! ctcu |1.\ n \ vom 31. Dezember: Gestern attiiui Freiwillige die japanische Feld- dem Torfe Tschanlimpu an; mehrere Japaner wurden getötet und einer gefangen. •onpawr Der Zar, ct? «2- Dezember in Birsula weilte, empfing nach seiner Ankunft Abordnungen des Adels und der Semstwos des Bezirkes und fuhr dann zum Militärübungsplatz, wo er Parade über < Kriegsschauplatz besti mmten Trstpp-N abhielt und an einzelne Regimenter Gottesbilder verteilen lief Juf die Worte des Kaisers, die Brigade möge neuen Ruhm! e^ngen, aittworteten die Truvven mit begeisterten Zurufs anbei Sonntags. Dem Gießener Anzeiger Werben im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Siebener Familien« Hättet viermal in bet Woche beigelegL Rotationsdruck u. Verlag der VrÜhl 'scheu Univert.-Buck-u. Stein- druckerei. 9L Langan Ferner verbreitet „Reuter" die Meldung, daß am 1. Januar die Japaner das Fort „£)" und ein neues Fort von Paulnngscban, sowie die Höhen im Süden von Honsanyantao genommen haben. Heranziehung tüchtiger Spezialisten zur Mitarbeit in einzelnen I-ragen entschieden werden. In der Gouvernements s em st wo Tambo kamen die vor einigen Tagen gegen die Deputierten ver- ubten tätlichen Beleidigungen zur Sprache. Letztere behaupteten, daß die Ausschreitungen zu einem ganz bestimmten Zwecke vorbereitet worden seien, die Polizei aber untätig zugcsehen habe. Der Vorgang sei das Resultat davon, daß die Polizei das für die erste Sitzung der Semstwo zu gelassene Publikrim ausgewählt habe. Es wurde sodann einstimmig der Beschluß gefaßt, an den Minister des Innern ein Telegramm zu senden, in welchem die Untätigkeit der Polizei betont und darauf hingewiesen wird, daß bei dieser Lage die Semstwo nicht imstande sei, seine Ausgabe zu erfüllen. Der Minister wird weiter ersucht, Maßnahmen zur Sicherung der Deputierten gegen das Pu- blikilm, sowie eine gerichtliche Untersuchung über die Haltung der Polizei anzuordnen. Ueber die Ausnahme der neuen russischen Anleihe an der Berliner Börse wird gemeldet: Von den Bankhäusern Meu.delsfohn u. Co. und S. Blcichröder, der Diskontogesellschaft und der Berliner 5^andelsgesellschaft sst nunmehr offiziell beantragt worden, 500 Mlt. Mark russische steuerfreie Staatsanleihe von 1505 zur Berliner Börse zuzulassen und zwar zunächst die von den Antragstellern ausgefcrtigten Interims scheine, bis 1917 nicht verlosbar und bis dahin seitens der russischen Regierung nicht kündbar. Den Inhabern steht das Kündigungsrecht für ihre Stücke an folgenden Terminen zu: Am 1. Januar 1911 n. St. zur Rückzahlung al pari per 1. Juli 1911; am 1. Januar 1914 zur Rückzahlung al pari per 1. Juli 1914. japaussg'e Ab!cü.l!Ng. welche flcnen da, O' tätig ist, zerstörte Snnölag Abend bm der alten Umwallung. In der Mand^rluirci. Berlin, 1. Jan. ^Amtliche Meldung.) An Typhus sind gestorben: Unteroffizier Adam Wildert, geboren den 28. Mürz 1881 zu Aachen, früher Tragonerregimenk Nr. 24, am 29. Dez. im Lazarett zu Windbuk. An Typhus und Malaria gestorben: Unteroffizier August Gerber geboren den 29. Dezember 1881 M Rofenow, früher Feldartillerie-Regiment Nr. 63, am 29. Dez. im Lazarett zu Waterberg. München, 1. Jan. Der Prinzregent ernannte mittelst Handschreiben von heute an den Generalobersten der Kavallerie Prinzen Leopold zum Generalfeldmarschall. — Unter den Strafgefangen, welchen anläßlich des Weihnachtsfestes der Rest ihrer Strafe im Gnaden- wege erlassen wurde, befindet sich der Fabrikant und ehemalige Landtags- und Reichstags-Abgeordnete für den Wahl- kreis^ Eschwege-Schmalkalden, Leonhard Seyboth, der am 2. Januar 1904 von der Strafkammer des Landgerichts München wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde. — Wie die „Münch. Post^ meldet, hat die sächsische Sta^atsanwaltschaft gegen den „Simplicissimus" das Stra f v erf a h ren wegen Beleidigung des Königs! von Sachsen durch das Titelbild derFamiliennummer oom | 6. Dezember beantragt. Tas Bild stellt die frühere Kron- j Prinzessin dar, wie sie auf der Schwelle des Schlosses um Einlaß bittet. „203 Meter-Hügels^ werde den Verlust Port Arthurs unvermeidlich machen, wie stark auch der Festungsgürtel sei. Die neue Stadt liege der Wirkung der japanischen Artillerie offen. Die alte Stadt allein könne noch verteidigt werden. Zweidrittel der Kämpfer des „203 Meter-Hügels" seien zu Grunde gegangen. Die „Sewastopol" fei' verloren, ihre Schäden seien nicht auszubessern. Es fehle an Brennstoffen. Ein Verkehr durch dratlose Telegraphie mit der Außenwelt sei unmöglich gemacht. Unmöglich sei cS auch den Vlockade- ~ Paris, 1. Jan. Jeantran, der Hausbesorger des 'ei unmöglich gemacht. Unmöglich sei cS auch den Vlockade- b v e t o n ' sch en W o h n h a u se s , Besitzer einiger Liebesbriefe, Brechern, Munition zu bringen. Der Dampfer „King Arthur" -m Menmd ihm in ihrer Mdchmzeit umaudant*S fatn» erklärt, die Fahr- Ernennung des Frei Herrn Kautsch "u m M^in'ister-!°zbe hatten Port Ar hur ucrlasicn. weil es nach der Einna'ime Präsidenten gestern mittag in einer Audienz, $it der der Metcrhu els durch die Japaner für die ruffischen Schiffe Hailer ihn berufen hatte, ohne daß Gautsch vorher von der unmöglich geworden fei, im Hafen 11t bleiben. Absicht des Monarchen unterrichtet war. Der Kaiser ließ zugleich 1 durch den neuernannten Ministerpräsidenten die M i n i st e r d e s Kabinet tsKörber auffordern, auf ihren Posten zu verbleiben. jährlich Mk. 2.20; durch “öt)ole» u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post fahrt auSlcht Bestellg. Annahme von Anzeige, lür die TageSnummer bis oormutagfl 10 Uhr, Zeilenpreisi lokal IZP^ vam Fort gelegenen Höh n, während br linier t''N durch die Erplofion aufgeiüorfcacn festa-st ssf. ^ie Mark 16.30 angegeben werden. Gießen, den 31. Dezember 1904. Großherzvosick ü Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. . In dem nett erösf. 1 in der Oiheüiftrafif Mternacht bte große bereits brittemaf Unser Großherzog weilte bei Beginn des neuen Jahres bei seiner fürstliche« Braut im Schlosse zu Lich. Bei dem Gottesdienste, der in dem kleinen Städtchen alljährlich um 8 Uhr Sylvesterabends beginnt, empfingen, wie uns dort berichtet wird, nach beendigter Predigt Fürst, Fürstin, Prinzessin-Braut und Groß Herzog, dann die übrigen Herrschaften das heilige Abendmahl. Um J/912 Uhr sang der Gesang- Verein „Cäeilia" auf besonderen Wunsch einige Lieder im Schloß. Mit dem Glockenschlag 12 hatte sich die ganze D i c n e rschaft des Großherzogs und der hiesigert Herrschaften oben im Saal auf Geheiß versammelt, wo bei brennendem Weihnacht§baum die Prinzessin-Braut einen Choral vorspielte, in welchen sämtliche anwesenden Herrsehasten und das Personal emftiimnten, worauf gegenseitig ein fröhliches „Prosit Neujahr" gewünscht wurde. Im übrigen Lich verlief der Abend ruhig. In der hessischen Residenz dem achttägigen Bestehen des Eafös. Man ttnrb die cntmrrtn in D «chöu möbliert. Zimmers vermieten. MäuSburg 10. Ö7241| Schön mobl. Zim. mtl od^ ohne Pens^znv. Blsmarckstr. 17. Giessener Konzert-Verein. Sonntag den 8. Januar 1905, abends 51/t Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins fliiilez Konzert * Zweiter XBnstler-Abend Wohnung 6 Zunm. Mil Zubehör per April zu vermieten. Zu er- fragen Löberstraße 6. ______17 LahnhofMe äl, 111, 3-Zimmenvohnung per April zu vermieten. 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