Q B a f ev. * M * w, Ml c»ne(< LOCH A ier rxct*w *er Bieter. IC seolade agier k Co., Mainz, ixbeti des Gro«herz--ö ■rt: Tmchlaucht Prmjejim .* 4& hbach. tner eAen iGebravdi y&SSÖ Kssr 155. Jahrgang Erstes Blatt. Nt> Zur Hochzeit utiicrcs Srotzherzo-r ” General-Anzeiger " Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Gchulstratze 7, Adresse für Depeschen: Anzeiger Gtetze^ ^ernsprechanschlußNr.bl. Mittwoch 1. Februar 1905 Ve,ugSpre1»r MA monatllch7bP^ viertel- v jährlich Mk. 2.20; durch A Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch M M M M IMV d.ePost Mt.2.-viertel- S 8Ä M jährl. ausschl. Bestellg. ® M M Annahme von Anzeigen RN. 'ir die Tr 2sr" immer 's vo-mittags x) 'U»r. Nr. S7 er,»eiet <«««» außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mtl dem hessischen Landwirt die Gießener Familien. (Hättet viermal in der Woche bergelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unweri.-Buch-u.Stem- druckerei. R. Lange, ^ohflftwn. Ervedltion Zc'Vemrreis: ok"U12^ auswärts '<> j’y betont rooitl'd) sine den polit und Q.;e*iu Teil: P. Wittko: für ^Stadt und Lcmd^ und „ Gerichtss aal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. vgy^svSer 2. Februar 1905 ist ein vaterländischer Festtag. 5. K k). der Groß- Herzog Lrnst Ludwig schließt morgen seinen Ehebund mit I. D. der Prinzessin Eleonore von Solms-Lich. Damit hebt ein neuer Abschnitt der Geschichte des Großherzoglich hessischen Hauses an. Die Freude über die Hochzeit unseres Großherzogs ist allenthalben von warmer Herzlichkeit. Die Bewohner der Hauptstadt verstehen es und würdigen es, daß es keine besonders großartigen Festlichkeiten gibt. Ls werden trotzdem die Feierlichkeiten Hunderte nach Darmstadt locken, die mit eigenen Augen teilhaftig werden wollen des immerhin bedeutenden Prunkes und der Pracht, die mit dabei sein wollen, wenn der geliebte Landesherr seiner Auserwählten an geweihter Stätte seinen Ereueschwur leistet. Die Zeiten sind jedoch für Festlichkeiten von besonderer Kostbarkeit nicht angetan, weiß man doch, mit welcher starken Liebe der hohe Bräutigam an seinen beiden Schwestern bängt, die aus Rußlands Fürstenthronen sitzen und denen ein widriges Geschick jetzt besonders schwere und unheilvolle Lage beschieden hat. Und seines kaiserlichen Vetters zweiter Sohn, seines dritten Schwagers, des Preußenprinzen Heinrich Neffe ist von einer heimtückischen Krankheit befallen, die von Lage zu Lage sich zu verschlimmern und das junge, verheißungsvolle, hoffnungsreiche Leben des talentvollen Kaisersohnes zu bedrohen scheint. Im Reiche aber ist des deutschen Volkes wie seiner Fürsten Blick gespannt gerichtet auf das Gespenst der Not, das vom Ruhrkohlenrevier aus sich auszumachen droht auch nach anderen'deutschen Landesteilen und weiten Kreisen der deutschen Bevölkerung Besorgnis einflößt. Trotzdem freuen sich die Hessen von ganzem Herzen, besonders aber unsere Oberhessen, über das gütige Geschick, das der schönen und liebenswerten, stattlichen und eleganten Sprossin eines hessischen, eines oberhessisck>en rNagnatenaeschlechtes beschieden ist, den hessischen Thron zu besteigen. Jlan kennt und schätzt in Hessen längst die hervorragenden Eigenschaften des Licher Jetzt, da zahllose Hände sich rüsten, um den Hochzeitstag Seiner König- lichen Hoheit des Großhcrzog; würdig zu begehen, wo so viel innige wünsche für des Landesfürsten und seiner hohen Gemahlin glückliche Zutuns! zum Himmel emporsteigen, da dringt auch ein Heller Klang längst vergangener Zeilen in die Gegenwart hinein, um zu erinnern an die viel gerühmt- hessen- treue, wie sie war, wie sie ist und wie sie bleiben wird. Zn diesen Tagen, da Hessens fünfter Großherzog zum Jubel des Landes ein- h-fsifch- Fürfientochter zum Altar führt, sind 128 Zabre vergangen, s-it Hessens erster Großherzog das Gleiche tat. Am fy. Februar V*7 vermählte sich der damalige Prinz Ludwig, der nachmalige Landgraf Ludwig X. und seit J806 Großherzog Ludwig I mit Luise Karoline Henriette, der Tochter des Landgrafen Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt, einer geistvollen und durch ihre große Liebenswürdigkeit verehrten Fürstin. Und dem Großherzog Ludwig I. hat Hessen viel zu danken, vor allem sein- Verfassung. K-m Wunder daher, wenn er in seiner qojährigen Regierungszeit sich dis Herzen aller Landeskinder eroberte. Ihm war es vergönnt, das Fest der goldenen Hochzeit am fy. Februar f827 zu feiern, und sein ganzes Land feierte mit ihm. wie schlicht und einsach sind di- Worte, welche die damalige „Großh. Fürstenhauses in d-n meisten seiner Mitglieder und kann mit Recht die schönsten Erwartungen auf di- junge Landesmutter setzen. Dem hochzeitsfest wird der Glanz fürstlicher Besuche von auswärts nicht völlig fehlen. Freilick, hält den deutschen Kaiser die Sorg- um seinen erkrankten Sohn fern von den Darmstädter Feierlichkeiten. Und das Zaren- paar wie das Großfürstenpaar Sergius sind durch di- inneren russischen wirren an der Teilnahine an jeder Festlichkeit außer Landes verhindert. Das hessische Volk bringt dem hoben paare zu seinem Hochzeitstage die herzlichsten Glückwünsche dar. Es blickt voll innigen vertrauens in di- Zukunft, es b-gleitet das hohe paar mit Augen der Liebe und Treue auf feinem nun gemeinsamen Lebenswege und setzt seine besten Hoffnungen voller Zuversicht auf das neuvermählte paar. Es weiß, daß es fest vertrauen darf auf das stark- Verantwortungsgefühl seines geliebten Monarchen und es zweifelt nicht, daß auch feine Großherzogin die schwierige Aufgabe, eine für- sorgende umsichtig- Land-smuttcr ihrem Volke zu werden, nach besten Kräften zu erfüllen trachten wird. Unser Land hat trotz seiner vielfachen mustergiltigen gemeinnützigen Einrichtungen, trotz feiner allen anderen deutfchen Landen zum Teil weit vorausgeschrittcnen sozialen Gesetzgebung, trotz seiner geographisch besonders begünstigten Lage inmitten eines stark erblühten Kulturreiches, doch noch mancherlei aufzubauen und einzurichten, daß es eines weisen und weit- schausndcn herrschcrpaares bedarf, soll es in seinem inneren Ausbau nicht gestört werden, soll es in seinem wirtschaftlichen Aufstieg- kein Hemmnis erfahren. Daß das von der Liebe seine; Volkes getragene, für alles Schöne und Gut-, Edle und hoh- begeisterte, allem Bedeutenden, Klugen und Zielsicheren wohlgeneigte hessische Großherwgspaar stets nach besten Kräften das Wohl seines Landes in jeglicher Weiss zu fördern beflissen sein wird, des sind wir gewiß. fyff. Ztg." dem frohen Ereignis widmete, aber welche tiefe Wirkung mußten sie Hervorrufen. In Nr. 43 jener Zeitung lesen wir: Darmstadt, am 19. Februar, was wenigen Ländern in naher und ferner Vergangenheit beschieden war, ist unserem Vaterlande zu teil geworden. Hessen feiert heute ein goldenes Fest: ein halbes Jahrhundert endigt heute, seit das beglückende Band geknüpft wurde, welches sein geliebtes Fürftenpaar vereinigt. Inbrünsttges Danhgebet steigt heute aus der Brust jedes Hessen zum Himmel empor, und jeder Hesse fleht um lange Erhaltung zweier kostbarer Leben. Darum zeichnen wir diesen großen Tag in die Jahrbücher der vaterländischen beschichte ein, damit die späteste Nachwelt es wisse, wann Hessen am glücklichsten war. Können wir nicht beute jene Worte wiederholen und in sie unsere Wünsche einschließen, um sie zusammenklingen zu lassen in den Ruf: „heil unserem Großherzoglichen Paare!"? Ja, wir dürfen und können es, und indem wir unseren Blick in die ferne Zukunft schweifen lassen, dürfen wir ein Gedicht vom 19. Februar 1827 mitteilen, unter dessen Auspizien sich nun auch der Lebensweg des jungen Paares vollziehen soll. Als Verfasserin ist „Auguste Pauline" genannt. Die Gedanken des ganzen Landes spiegeln sich in den Versen wieder, welche die Form eines Zwiegespräches zwischen der Siamm= Wiuttcr des hessischen Hauses und dem Genius des Landes haben. Die Stamm-Mutter des hessischen Hauses, „welche Töne hort' ich zu mir schweben? Was ruft niich aus Edens sel'ger Flur Noch einmal zum niedern Erdenleben Auf der StaubgeboTnen Freudenspur? Was ist das? Welch fteudiges (befummel Waltet hier, wem prangt der Festaltar? Jubelnd dringt ein Segensruf zum Himmel: heil, o heil dem teuren Fürftenpaar!" Der Genius der Landes. „Edle Mutter tapferer Geschlechter, Einer deiner Enkel waltet hier; Ludwig ist's, ein weiser, ein gerechter, Guter Fürst, des Thrones schöne Zier. Fünfzig llahre sind's, daß am flltarc . (Er Luisen seinen Schwur gebracht, Und durch fünfzig hochbeglückte Iahre haben Sie nur Glückliche gemacht. Zur Zeier des V). Februar „(Eigen ist Ihm jede Fürstentugend, Held und Rat ist Lr dem Vaterland. Selbst als Greis noch mit der Kraft der Jugend Führt das Steuer (Er mit starker Hand. Gern bereit, das Unglück zu beschützen, hat Er Trost und Hilfe stets vereint, Und in Seiner Fürstenkrone blitzen Tränen, die die Dankbarkeit geweint. Und die Fürstin, Sie, die Milde, holde, Der so gerne jedes Herz sich weiht, Schöner, denn im Schmuck von edelm Golde Glänzet Sie im Schmuck der Weiblichkeit. 0) wie freudig stillt Sie Harm, und Klagen, Bis der Weinende sein Leid vergißt, Und der Zungfrau'n Mütter hört man sagen: Werdet so, wie eure Fürstin ist!" „Mehr als Kron’ und Würde hoher Nhnen Ehrt dies paar das Lhrenmonument, Das im Herzen treuer Untertanen Nur in Lieb' und Dankbarkeit entbrennt Ihrer Taten Glanz wird nie verschwinden, Wird der fernen Nachwelt offenbart, Ia der Vater wird dem Sohn sie künden, Daß der Sohn dem Enkel sie bewahrt." „heil dem Paar auf dem erhabnen Throne, Das so heiß für alles Schöne glüht, Das im Sohne und im Enkelsohne Uns zu neuen Hoffnungen erblüht. Daß der Huldgott stets Ihr Glück vermehret, Fleht zum Himmel diese treue Stadt: fjeil den Fürsten, die man so verehret, heil dem Land, das solche Fürsten hat! Air Lochjeitsflsttage in Darmstadt. K.-B. Darmstadt, 31. Januar. 1 Mit dem feierlichen Einzug der Prinzessin- 9raut haben heute nachmittag die Festlichkeiten zur Vermählung unseres Großherzogs ihren offiziellen Anfang genommen. Die Stadt prangt in herrlichstem Festgewand, die Hauptstraßen und vor allem die breite Rheinstraße sind mit Fahnenmasten, Guirlanden, Draperien in den Reichs- und LandeSsarben so außerordentlich reich geschmückt, wie noch nie zuvor. Den Tag über herrschte ungünstiges, regnerisches Wetter, aber trotzdem begannen die Straßen sich schon um die Mittagsstunde mit Menschen zu füllen, und um 3 Uhr waren Rheinstraße, Landgraf Philipp-Anlage und der Bahnhofsplatz dicht besetzt. Vor dem reich dekorierten Main-Neckar- Bahnhof hatte eine Schwadron des 23. Lelbdragoner-Regi- ments unter dem Kommando des Rittmeisters v. Westerweller- Anthony Aufstellung genommen, auf bem Bahnhof neben dem Fürstenzimmer stand die Ehrenkompagnie des 117.Jnf.-Regt§. aus Mainz (Großherzogin von Hessen) mit der Regimentskapelle unter dem Kommando des Hauptmanns v. Stülpnagel. Als der Sonderzug mit der Prinzessin Eleonore und ihren nächsten Anverwandten punkt 4 Uhr in den Bahnhof einfuhr, erwies die Ehrentruppe die üblichen Ehren. Der Groß- herzog. in deffen Begleitung sich Prinzessin Heinrich, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, Staatsminister Rothe, der Hofstaat und die Generalität befanden, begrüßte die dem Salonwagen zuerst entstiegene Prinzessin-Braut mit herzlicher Umarmung und hieß dann auch den Fürsten und die Fürstin von Soluis-Lich, die jüngere Schwester der Braut und die übrigen Herrschaften freundlichst willkommen. Der Großherzog hatte Generalsuniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens angelegt, Prinzessin Eleonore trug ein hellgraues, eng anliegendes Tuchkostüm mit weißer Pelzboa und hellgrauen, weichen Filzhut mit weißer Feder. Ihre anmutige Erscheinung und die leutselige, herzgewinnende Art, in der sie jedermann begrüßte, entzückten allgemein. Als nach Besichtigung der Ehrenkompagnie und deren Parademarsch das fürstliche Paar den Bahnhof verließ und den vien'pännischen offenen Galawagen mit Spitzenreitern bestieg, brach das vieltausendköpfige Publikum in stürmische, aus freudigstem Herzen kommende Hurrarufe aus, die sich auf der ganzen Fahrt bis zum alten Palais mit unverminderter Herzlichkeit sortsetzten. Den zweiten Wagen bestiegen Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, im dritten nahmen die Prinzessin Heinrich von Preußen, die jüngste Schwester der Braut und eine ältere Dame Platz. Beim Eingang in die Rheinstraße, dem künstlerisch sein geschmückten Rheintor, angelangt, wo auf einer Tribüne die gesamte Stadtvertretung Aufstellung genommen hatte, hielt Oberbürgermeister Morneweg an das hohe Festpaar folgende Ansprache: „Zu heiligem Lebensbundc geleiten Ew. ftönigl Hoheit heute Ew. Turcvlaucht in die Haupt- und Residenzstadt. Freude, Jubel, und Begeisterung erfüllen das Hessenllmd in dem Glücke, eine hohe Landestochter als mildewaltende, sorgende Landesmutler zu empfangen. Bor allem freudig und sesckich gestimmt ist die Stadt Darmstadt, zu deren unveräußerlichen Rechten es gehört, Leid -mw Frrud des Großherzig licl?en Hauses in erster Linie zu teilen. Ehrfurchtsvoll entbietet Ew. König l. Hoheit und Ew. Durchlaucht der Stadtvorstand die innigsten Wünsche der Stadt und insbesondere Ew. Durchlaucht, gnäbigföe Prinzessin, herzlichsten Willkommens- grüß der neuen Heimat. Mögen Ew. Durchlaucht in unseren Mauern, gemeinsam mit Sr. Zlönigl. Hoheit, im vollsten Maße Las ungetrübte Glück finden, das die Liebe und Verehrung der -treuen Berölkerm^ aus Allerhöchftdicselben herabslehen. Gesegnet sei der heutige Tag des Einzugs, auf daß an ihn sich reihe eine lange glückliche Zeil für Ew. Königl. Hoheit und Ew. Durchlaucht, für das hohe Großherzogliche Haus, für unser geliebtes Hessenland und seine Hauptstadt. Tas walte Gott!" Nach dieser Begrüßung nahm mit sichtlicher Bewegung Der Großherzog das Wort und dankte herzlich für die schöne Huldigung und Begrüßung, sowie für den warmen Empfang der Darmstädter Bevölkerung. Er sei überzeugt, daß auch seine Braut, die zukünftige Großherzogin, sich hier wohl und glücklich fühlen werde. Unter stürmischen Hurrarufen der begeisterten Volksmenge setzte darauf das fürstliche Brauhpaur die Triumphfahrt durch die Rheinstraße fort. Es darf als ein bemerkenswert günstiges Omen für xinfer Fürstenhaus bezeichnet werden, daß ^as düstere Regenwetter der letzten Tage, das mit kurzen llnkerbrech- ■ungen bis heute nachmittag anhielt, kaum ein halbes Stündchen vor dem Eintreffen der Prinzessin-Braut plötzlich einem heiteren klaren Himmel das F^rd räumte und die ganze Fahrt mit hellem Sonnenschein beleuchtete. Das gute Wetter hielt auch am Abend an und förderte sehr wesentlich die großartige Illumination, die wiederum viele Tausende auf die Beine brackM und einen äußerst imposanten Eindruck machte. Um 7 Uhr unternahm das hohe Brautpaar eine Rundfahrt $ur Besichtigung der sich durch alle Sttaßen erstreckenden Illumination und nach -1i/2stündiger Fahrt begab sich das hohe Paar ins neue Palais, wo Familientasel für alle bisher einge- ttosfenen Hochzeitsgäste stattsand. Heber den Abschied der Prinzessin Eleonore von Lich wird uns von dort geschrieben: Am Montag abend wurde Bürgermeister Heller ins fürstliche Schloß beschieden, wo ihm im Auftrage des Großherzogs das ihm verliehene Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüttgen überreicht wurde. Denselben Orden erhielt auch Stationsvorsteher Burg von hier. Gestern, Dienstag, um 1 Uhr nachmittags versammelten sich die hiesigen Vereine, Korporationen und Schulen mit etwa 50 weißgekleideten Ehrenjungfrauen am Bahnhof, wo sich ein überaus zahlreiches Publikum angesammelt hatte. Alles erglänzte in den fürstlichen Farben, und diese Abschiedsovation bewies, welche große Teilnahme die Licher Einwohnerschaft an der Vermählung der Prinzessin Eleonore nimmt. Stiftsdechant Klingel- Höffer hielt eine kleine Abschiedsrede, worin er die hohe Braut des Großherzogs hochleben ließ. Dann überreichten die Jungfrauen durch Frl. Elise Schmidt ein prachtvolles. Bukett mit dem Vortrag eines selbstverfaßten Gedichtes. Prinzessin Eleonore dankte bewegt. Die Fahrt zur Bahn hatte sich folgendermaßen gestaltet: Fürst Karl und Prinzessin Eleonore fuhren im Viere-rwagen voran, dann folgten im zweiten Wagen die Fürstin, deren Schwester Prinzessin Marie n.nd Prinzessin Dorothea. Um 1.48 Uhr fuhr der tzxttazug al Prinzessin Eleonore bankte für die stürmische Begrüßung des 'publuunw noch un fahrenden Wagen durch freundliches Winken mit ihrem Tuch. Mainz, 31. Fan. Tie heuige Stadtverord- nekenveriammlung hatte 89 vO Mb. als Anteil her Stadt Mainz zu einem Ho chzeit s ge scheu k für den' Großherzog zu bewilligen. Dabei kam es heute zu einer lebhaften Auseinandersetzung. Die Vertreter der s ozialbern akratisch err Partei beantragten, das Geld für die Armen und gemeinnützige Ztvecke zu benutzen. Wenn- sie auch für die Person des Großherzogs Hochachtung hegten, so könnten sie sich doch nicht mit dem (beschenk einverstanden erklären. Die Versammlung bewilligte jedoch den Bettag, worauf der Oberbürgermeister und ein Stadtverordneter zusammen 2000 Mk. aus ihnen überwiesenen Mitteln zu wohltätigen Zwecken anssetzten, um am Hochzeitstage des Großherzogs unter die Armen verteilt zu werden. Anläßlich der Vermählungsfeier ist eine silberne Erinnerungsmedaille au gefertigt worden. Sie zeigt ans der Vorderseite in sehr origineller Illnrahrnnng das Doppelmonogramm des hohen Brautpaares mit Krone, auf der Rückseite die Inschrift: „2. Februar 1905." Sie ist von. Professor Habich enttvorsen, jedoch nicht verkäuflich, son- derri wird nur an die Hochzeitsteilnehmer verliehen und am rotweihen Bande getrageri. pie Ncrgarbeiterötwtgung. Zur Vorgeschichte des neuen Bergbaugesetzes wird uns geschrieben: „Tie Geschichte des großen Streiks im Ruhrgebiet ist noch nickst geschrieben, wir möchten dazu beitragen, die ersten Stadien der Bewegung festzuhalten und dte Rolle der leitenden Persönlichkeiten unseres Staatswesens dabei zu charakterisieren. — EH war etwa vier Wochen vor dem Beginn des Arbetterausstandes, als Graf Bülow dem Minister Möller vprstellte, nach Berichten, die ihm zugegangen seien, stehe ein Gencra >lstreik i m: R u h r- revier unmittelbar bevor. Wir wissen zur Stunde nicht, wer dem Kanzler diese völlig zutreffenden Informationen gegeben hat, sicher ist jedoch, daß Minister Möller erklärte, ein Streik wäre nicht zu befürchten, sollte sich jedoch die Gefahr eines solchen zeigen, so könnte er sie durch sein vorzügliches Einvernehmen mit den Bechenbesitzern jederzeit leicht beseitigen. Von dieser Ansicht ausgehend, Ivar der Minister auch nickst bereitzufinden, dem Vorschlag des Grasen Bülow gemäß, die längst in Arbeit befindliche 'Novelle zum Bergbaugesetz beschleunigt einzubringen. Der Kanzler erhoffte von der sofortigen Bor^ legung des Gesetzes die Beseittgung der Ausstandsgefahr, den Minister mögen sreundschastlick)e Gefühle für die ihm nahe bekannten Bechenbesitzer abgehalten haben, den diesen an sich so unsympathischen Gesetzeszusatz sogar in noch schnellerem Tempo als üblich ellizubringen. Die Ereignisse haben den Berichterstattern des Grafen Bülow reckst gegeben, — und dem Kanzler selbst insofern- auch, als Die Ausführung seines Vorschlages wohl geeignet gewesen märe, die Bewegung der Arbeiter heilsam zu beeinflussen. Minister Möller hatte aber außerdem seinen Einfluß auf die Bechenbesitzer wesen tlich überschätzt, denn es gelang ihm nickst, durch freundschaftliche Vermittlung bei den Allmächtigen im Ruhr gebiet, den Generalstteik aufzuhalten. Vielmehr wandten sich diese offenbar von ihm ab unb gingen, zum Schaden des gesamten Volkswohlstandes, ihrie eigenen Wege. Das Verhältnis zwischen dem Kanzler und Möller war infolge dieser Geschehnisse nickst sonderlich herzlicher geworden. Gras Bülow stützte aber dennoch Möller, dessen Stellung stark ins Wanken geraten war und zwar, weil Möller anerkannte, daß der Blick des Reichskanzlers weiter gereicht hatte als der feine, und er nun versprach, denselben Strang mit ihm zu ziehen. Hierzu hatten die Bechenbesitzer wesentlich beigetragen, indem sie die Abgesandten ihres Freundes Möller unverrichteter Dinge zurückschickten. — Der Kanzler stand aufseiten derArbeiter, und seine Erklärung im Parlament wäre wärmer für die Aus ständischen ausgefallen, wenn nicht gerade in diesen Tagen mehrfach Belästigungen Arbeitswilliger durch Streikende vorgekommen wären. Es ist bekannt, daß Kaiser Wilhelm IL seine Sympathie prinzipiell denjenigen ver sagt, die andere zum Streik zwingen. Man mag die wenigen Vorkommnisse dieser Art, als man sie ihm dar stellte, etwas $u sehr verallgemeinert haben, jedenfalls glaubte der leitende Staatsmann, sich nicht ini Gegensatz zu der Auffassung des Monarchen setzen zu dürfen. Daher blieb ein Teil seiner bereits fertigen Rede ungehalten. Ter Entschluß mag ihm'ein um so schwerer geworden sein, als er erkannt hatte, daß hier eine außerordentlich günstige Gelegenheit geboten war, der Regierung die Sympathien der arbeitenden Bevölkerung zu gewinnen, und daß die Anhängerschaft von 200 000 Bergleuten mindestens so wertvoll für den Staat sein muß, als die von einem halben Dutzend Grubeneigentümern. War doch der Kanzler, im Interesse des Friedens, sogar in direkten Briefwechsel mit den ihm bekannten Kohlenmagnaten getreten, ohne daß sein persönlicher Einfluß diese zu einer Aenderung ihrer Taktik vermocht hatte. Nachdem dann die Möllerkrisis als erledigt angesehen werden konnte, galt es, dem jetzt vorliegenden Gesetzentwurf alle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Kaiser Wilhelm bekundete sein Interesse an der Neuregelung der slaatlichen Befugnisse gegenüber dem Bergbau, indem er, wie bekannt, am Samstag der 1i/2stündigen Sitzung des Staatsministeriums beiwohnte. Wir glauben zu wissen, daß im Staatsministerium völlige lleberein- ftimmung in der arbeiterfreundlichen Tendenz herrscht; der Kaiser selbst wünscht die gesetzlichen Regelungen in dieser Richtung geleitet zu sehen, und ist auch von Iber Notwendigkeit einer Erweiterung bes Einflusses der Regierung ans ben Bergbaubetrieb überzeugt. Inwieweit außer der Hiberniaverstaatlichung noch andere ähnliche Pläne bestehen — davon zu sprechen wäre allerdings der Augenblick zu früh gewählt. Augenblicklich ist Möller jedenfalls aufs eifrigste bestrebt, im Sinne des Reichskanzlers zum Gelingen der Bergbaunovelle beizutragen. Einmal aus sachlichen Gründen, dann aber vielleicht auch ein wenig von dem begreiflichen Wunsche geleitet, sich an seinen Freunden für die ihm zu Teil gewordene Behandlung vollwertig zu revanchieren. — So ist denn das berühmte „ausgezeichnete Einvernehmen" zwischen Gras Bülow und Herrn Möller tatsächlich — nachträglich — zu ftanbe gekommen. Tie „Nat.-Ztg." meldet, der Minister des Innern gedenke sich am Tonnerstag in das Stteikgebiet zu begeben, um die dort getroffenen Sicherheitsmaßregeln zu inspizieren und mit den Ducrprufibeiuen der Provinzen Westfalen und Rheinland, sowie mit den Landraten und den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte Ku konferieren. Die neue Berggesetznovelle wirkt nun doch ungünstig aus die Kursgestaltung der Bergwerksaktien, da befürchtet wird, daß das Gesetz die Kohlenförderung ganz wesentlich verteuert und dadurch jedenfalls die Aktionärs geschädigt werden. In diesem Sinne, überlMipt scharf pessimistisch, hat sich auch August Thyssen ausgesprochen. Er hält, im Gegensatz zu der Regierung, das Berggesetz für ein Unglück unb im Zusammenhang damit eine Erhö h u n g d e r Kohlenpreise notwendig, wenn das Gesetz in Kraft tritt, unb daran ist nun ganz und gar nicht zu zweifeln, denn nicht nur Kaiser und Regierung, sondern auch der prußische Landtag ist antikohlensyndikatlich gesinnt. Ter „Köln. Ztg." wird aus Berlin telegraphiert: Der erste Entwurf der Novelle zum Berggesetz wird in allernächster Zeit den nach Berlin berufenen fünf preußischen Aerghauptleuten zur Begutachtung vorgelegt werden. Aber auch bei größter Beschleunigung aller noch erforderlichen Verhandlungen wird es doch noch eines Zeitraums von reichlich vierzehn Tagen bedürfen, ehe die Novelle den gesetzgeberischen Körperschaften zur Beratung zugeht. Trier, 31. Jan. Wegen Kohlenmangels legten die Wendelschen Eisenwerke in Havingen den Betrieb still. 1000 Arbeiter sind dadurch brotlos. Zur Lage im Nuhrrevier. Bochum, 31. ^>an. ^ie West-stujaicn Stahlwerke gewähren den Arbeitern, die gezwungen sind zu feiern, täglich 2 Mark liir den verheirateten und 1 Mark für den unverheirateten Arbeiter. In den 18 Bergrevieren des Oberbergamtsbezirkes Dortmund fuhren am Dienstag von der Gesamtbelegschaft der stteikenden Zechen unter und über Tage öl 917 ein. Es fehlten 194 045 Mann gegen 195 015 Mann in der gestrigen Schicht. Aus der Hardelschen Zeche Rheinpreußen haben die dem alten Bergarbeiterverband angehörenden Bergleute beschlossen, wiederum in den Streik emzutteten. Tie Mitglieder des christlichen Verbandes arbeiten weiter. Verhandlungen in Langendreer wohnte Stinnes bei. Es erfolgte eine Einigung dahin, daß die Seilfahtt auf Zeche Bruch- sttaße wie früher gehandhabt werden solle. Tie Beseitigung der bestehenden Mißstände wurde besprochen. Ueber die Frage des Minimallohnes wurde keine Einigung erziell. Tie Eisenbahudirektion Essen macht bekannt: Namens der beteiligten Verwaltungen, und um die durch den Ausstand der Bergarbeiter im 'Ruhrgebiete entstandene Kohlennot zu lindern, und um zu verhüten, daß zahlreiwe Arbefter anderer Industrien beichäftigungslos werden, wird mit Giltigkeit vom 1. Februar bis einschließlich 28. Februar 1905 für Steinkohlen, Steinkohlenkoks und Steinkohlenbrlletts in Wagenladungen zu mindestens 10 Tonnen beim Versande von den deutsck-en Nordseehafenstationen und der Station Kiel nach Stationen im Geltungsbereiche der Staatsbahngütettarife links der Elbe auf Entfernungen über 120 Kilometer die Fracht des Spezialtarifes III um 25 Pro-, ermäßigt. Der ermäßigte Frachtsatz für 121 Km. wird auf die vorgelegenen Stationen übertragen, soweit die vollen Frachtsätze des Spezialtarifes III höher sind. Zu Schleftea und Belgien. Breslau, 31. Jan. Auf der Kan Georg Viktor-Grub^ bei Gottesberg streiken 30 Prozent der Belegschaft. Die Zahl der Ausständigen auf der staatlichen Steinkohlen- grübe Königin Luise bei Zabrze in Obers chlesi en hat zugenommen und betrug am Dienstag 947 Mann bei einer unterirdischen Belegschaft der Tagesschicht von 2966 Mann. Aus Mons wird gemeldet: Da die Gr ubenleitungen es abgelehnt haben, die von den Bergarbeitern geforderte Lohnerhöhung von 25 Proz. zu bewilligen, so ist der Ausstand von heute abend als erklärt anzusehen. Man erwartet für morgen den allgemeinen Ausstand im ganzen Becken des Vorinage. In den meisten Gruben haben die Arbeiter heute nachmittag ihre Werkzeuge mit zu Tage gebracht___________ TeutjcheS Reich. Berlin, 31. Jan. Ter Kaiser traf heute nachmittag 2 Uhr 30 Min. in Po tsdam ein und fuhr nach dem Stadtfchlosse, mo die Kaiserin auch eingetroffen war. Um 4 Uhr kehrte der Kaiser nach Berlin zurück. — Prinz Eitel Friedrich hat heute einen ziemlich guten Tag verbracht. Atemnot und Schmerzen geringer. Temperattir 37.4. — Wie verlautet, wird der Reichskanzler heuil persönlich die Handelsverträge im Reichstage einbringen und bei dieser Gelegenheit seine Handelspolitik darlegen. — Der B unoesrat hat in seiner heutigen Sitzung unter dem Vorsitze des Grasen Posadowsky sämtliche sieben Handelsverträge einstimmig angenommen. — In einem neuen Flugblatt schreibt Graf Pückler: „Wir müssen das Hinausschmeißen der Juden jetzt betreiben nach ganz bestimmten Statuten." Er forderet auf, die jüdischen Rechtsanwälte in die Spree zu werfen, die jüdischen Aerzte mit Stockschlägen zu regalieren, die Laternen von Berlin mit Juden zu „garnieren", die jüdischen Professoren mit Backpfeifen und Fußtritten zu „erfreue n" und „Lärm, Tumult unidi Radau zu machen, daß die Sttaßen in Berlin in den Grundvesten erzittern." Äuöiano. London, 31. Jan. Die Blätter berichten von einer bevorstehenden Vermählung der Prinzessin Clementine von Belgien mit dem Prinzen Viktor Napoleon. Die Ehe soll gegen den Willen König Leopolds geschlossen werden und der Prinz soll für die Angelegenheit bereits die Exkaiserin Eugenie, deren Erbe er ist, und seine Verwandten interessiert haben, die die Verbindung l-bhaft billigen. Die Prinzessin ist entschlossen, den Prinzen Viktor ohne Zustimmung ihres Vaters in Frankreich oder Italien zu heiraten. London, 31. Jan. Die zweite Tochter des Königs, Prinzessin Viktoria, mußte sich heute wegen einer Blinddarm-Entzündung einer Operation unterziehen. Am sterdam, 31. Jan. Das „Handelsblad" berichtet aus Batavia: Die holländischen Truppen überfielen nach einem Eilmarsch den Sultan-Prätendenten von 9ltschin; dieser wurde nebst zweien seiner Häuptlinge getötet. Paris, 31. Jan. Der Senat setzte die Beratung des Militärgesetzes fort. KriegSmini st er Berteaux tritt für die zweijährige Dienstzeit ein. Eine aus wirklich ausgebildeten Leuten von zwei Dienstjahren bestehende Armee habe mindestens denselben Wert, wie die jetzige Armee, und es werde dadurch verhindert werden, daß sich Ereignisse wiederholen, die weder die einen, noch die anderen vergessen hätten. Der vom General Billot befürwortete und vom Kriegsminister Berteaux bekämpfte Antrag Rtesißres, ein Gutachten des obersten Kriegsrates einznholen, wird mit 191 gegen 88 Stimmen abgelehnt. Nom, 31. Jan. Kammer. In Erwiderung auf die Anfrage Santinis, ivas an dem Gerücht wahr sei, daß ein ausländisches Komitee Geld zum Zwecke der Ausgrabungen bei Herlnlanum sammle, und wie der Unterrichtsminister darüber denke, erklärt letzterer, im April v. Js. habe ihm Prost Wald stein einen Plan zur Ausgrabung vo.» Hertt.- : - V ' y°rtmimb e-* ifhlrt ltteitaiben i 194 045 alte» nncbeum aRl|tlt^n Ver, v.TtOu^öL^ Es ■'■■. Sruch, ;-'^Sung der - UIt fUtni gesorbes gen. so ist fr *. Mau v -- »Cligtll tbtifC :t Arbeiter HM -y. I-' txutf nachmiüq fu$r nadj bau warfen /vor. Um M tmtn Vur mb ÄchMi'Mp me Handels Mutigen Sitzmz sämtliche reinig ange« H:af Pückler: her ^ubeii ieyl »n" Er joroeü m die Spree e mit Stod» flternen von n>- bte jübi* len und y* n Tumult M» 'Reum in den Attn von einet . Clementine gpolton. 8«op»l»g ■ ' nj feine ' ' .'ur. libhaß cD* .,n Littol - Liten ju König! ßtgtn & beb jujr ouS o- Bad-Nauheim, 31. Ian. Ein Fest schönster Ars feierte am 28. ds. Mts. die hiesige israelitische Ge-I mein de. Eine von Herrn Hermann Rosenthal-Newyork gestiftete Gesetzesrolle wurde eingeweiht. Provinzial-Nabbiner Dr. Hirschseld, den man zu diesem Zwecke geladen hatte,, hielt die Festpredigt. Er gedachte auch des Wiegenfestes unseres Kaisers und dabei des kranken kaiserlichen Prinzen, sowie der demnächstigen Vermählung unseres Landessürsten und betete für deren Heil und Wohlergehen. Nach der Predigt dankte der Vorstand namens der Gemeinde. -i- Friedberg, 31. Jan. Der verstorbene Geheime Kirchenrat D. Diegel hat der Kleinkinderschule 300 Mk. testamentarisch vermacht. — Die Stadt hat um Anschluß an das vom Staate für Bad-Nauheim geplante Wasserwerk zu Lauter bei Gcünberg nachgesucht. gr. Romrod, 1. Febr. S. K. H. der Großherzog wird sich mit hoher Braut am Tage der Vermählung direkt hierher begeben. Unser Ort wird es sich daher nicht nehnien lassen, dem hohen Paare einen herzlichen Empfang zu bereiten. Es werden Ehrenpforten errichtet und die Straße bis zum Schloß mit Fahnen und Guirlanden geschmückt. Das Töchterchen des Verwalters Schiermann wird den Neuvermählten ein in hessischen Farben gebundenes Bouquet bei der Einfahrt in die Stadt überreichen. Die Schuljugend steht Spalier. Das Schloß selbst ist aufs beste hergerichtet. Das Hoflager wird voraussichtlich auf 14 Tage hierher verlegt iverden. lanmn vorgelegt; er sei über diefe Initiative erfreut gewesen, verhehle sich aber die großen Schwierigkeiten ihrer Verwirklichung nicht; ein endgiltiger Entwurf sei ihm nicht vorgelegt. Die Regierung freue sich über den Tribut, den die internationale Wissenschaft der ruhmvollen Vergangenheit Italiens zolle, aber er beabsichtige in keiner Weise, die Rechte des Landes aus die Ausgrabungen, welche nach den italienischen Gesetzen ohne Aufgeben oder Beschränkung und Verletzung der nationalen Würde vorgenommen werden, aufzugeben. (Beifall.) Budapest, 31. Ian. Der ehemalige Ministerpräsident Baron Ban ff y erklärte Folgendes über den deutsch- österreichischen Handelsvertrag: Der unter der Hand abgeschlossene Vertrag Oesterreichs mit Deutschland kann nicht einmal formell als Vertrag anerkannt werden, weil ein solcher von der Legislative angenommen sein muß. Es sei geradezu undenkbar, daß sich im Parlament eine Majorität finden werde, welche die Selbstständigkeit Ungarns aus diesem Gebiet preisgibt und sich bis zum Jahre 1917 binden ließe. Das Parlament werde sich nicht damit zufrieden geben, daß auf Umwegen und mit Benutzung von Schleichwegen die Nation gezwungen werde, entgegen ihrem Willen das selbstherrliche Vorgehen der Regierung zu sanktionieren. Das Parlament werde auf keinen Fall das von Tisza getroffene Abkommen annehmen. Der Vertrag bilde überdies eine eine größere bundesstaat- des Handelsverkehrs, stattfinden müsse. Kein freies Philadelphia, 31. hielt bei einem Festessen im Rede, in der er betonte, daß liche Beaufsichtigung speziell der Eisenbahnen Volk werde auf die Dauer dulden, daß eine gewaltige Machtstellung, geschaffen durch gewaltige Kapitalansammlung, sich in einer gesellschaftlichen Form vereinigt, die nicht irgendwie in der Regierung basiert. Der Präsident hob die Notwendigkeit hervor, die Befugnisse der bundesstaatlichen Regierung zu erweitern, um die großen Verkehrswege des Handels unter angemessenen und billigen Bedingungen für alle gleich offen zu halten, wobei er sich andererseits gegen em übereiltes und feindseliges Vorgehen aussprach. Die Machtvollkommenheit über die Tarife, speziell über die Refaktien, müsie in einer gemäßigten, fest bestimmten Form einem Gerichtshöfe zugeteilt werden, um die Eisenbahnen und die Schiffahrt gleichmäßig zu beschützen, indem man die großen und die kleinen Verletzung des Gesetzes vom Jahre 1899, denn die Regierung habe ohne jede Ermächtigung sich die Freiheit genommen, einen Handelsvertrag mit Deutschland abzuschließen. Für eine solche Gesetzes-Verletzung müsse nicht nur Tisza, sondern auch dec Minister des Aeußeren Gras Goluchowski in den An klage zu stand versetzt werden. Er werde einen diesbezüglichen Antrag im Abgeordnetenhause stellen. " ' ' ' Jan. Präsident Roosevelt Union Leggue Klub eine Alis piM niiü Km»-. Gießen, den 1. Februar 1905. ** Beförderungen im Beurlaubten st ander Zu Lts. der Res.: Die Vizeseldwebel bezw. Vizewachtmeister: Cast ring ins (Soest), des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Heff.) Nr. 116, Koehler (Deutz), Marmier (Frankfurt a. M.), des 1. Gr. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Ngts. Nr. 115, Wittich (Deutz), May (Erbach), des Jnf.-Leib- Rgts. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Nr. 117, Steinkopss (Deutz), Blümers (Mainz), des 1. Gr. Hess. Feldart.-Ngts. Nr. 25 (Gr. Art.-Korps), Nie hm (Mainz), des 2. Bad. Gren.-Rgts. Kaiser Wilhelm I. Nr. 110, v. Helmolt (Friedberg), des Dcag.-Rgts. Freiherr v. Manteuffel (Rhein.) Nr. 5, Andreae (Frankfurt a. M.), des 2. Gr. Heff. Drag.- Ngts. (Leib-Drag.-Rgts. Nr. 24, Arens (Mainz), de§ Feldart.-Rgts. Nr. 71 Groß-Komtur, Wertheimber (Frankfurt a. M.), des Großh. Hess. Train-Bats. Nr. 18; — zu Oberlts.: die Lts. dec Res.: Welt des Jnf.-Leib- Rgts. Großherzogin (3. Gr. Hess.) Nr. 117 (II Berlin), Sehrt desselben Ngts. (I Darmstadt), Draudt des 1. Gr. Hess. Jnf.-(Leibgardc-)Rgts. Nr. 115 (I Darmstadt), Hirsch des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelni (2. Gr. Heff.) Nr. 116 (Erbach), Weber des 4. Gr. Hess. Jnf.-Rgts. (Prinz Karl) Nr. 118 (Gießen), Dyckerh off (Otto) des 1. Gr. Hess. Drag.-Rgts. (Garde-Drag.-Rgtß.) Nr. 23 (Mainz); die Lts. der Landw.-Jns. 1. Aufgebots: Hellwig (1 Darmstadt), Lindenstruth (Erbach), Nie s, Volp(Friedberg), Wenzel, Oswald (Gießen), M ichel (Mainz), Schwörer (Gießen), Lt. der Landw.-Pioniere 1. Aufgebots; — zum Hauptmann: Eller, Oberlt. der Res. des 1. Nassau.Jns.-RgtS. Nr. 87 (Mainz). ** Beförderung. Assistenzarzt Dr. Schaaf in der Schutztruppe für Südwest-Afrika (früher Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm) wurde zum Oberarzt befördert. ** Konzert-Verein. Dr. Otto Neitzel, der neben Frau Emilie Herzog im Konzert am nächsten Sonntag mitwirken wird, ist ein bedeutender Pianist. Nicht aber, so schreibt man uns, in dem Sinne, daß die Steinweg's, Bech- slein'L und Jbach's vor ihm zittern, sondern ein hochgebildeter Musiker zugleich, der seine wissenschaftliche Bildung aus seine Kunst zu übertragen versteht. Trotzdem ist seine Technik nicht weniger glänzend, als die seiner kraftstrotzenden Rivalen, ihm gilt aber denn doch ein feinsinniger Vortrag mehr. Alles für das Werk, nichts für den Vortragenden, das ist die Devise Otto Neitzels. Zwei solche Künstlernaturen vereint inusizieren hören zu können, muß daher als hoher musikalischer Genuß bezeichnet werden. ** Silberne Hochzeit feiern heute der Werkführer Ph. Eise und Gattin. "Besitzwechsel. Die alte Post in der Walltorstraße, welche von den seitherigen Besitzern Stein und Mayer zu einer Wirtschaft atlsgebaut wurde, ist an den Gastwirt Simeth aus Wiesbaden für 102 500 Mk. verkauft worden. — Heinrich Sch mall verkaufte sein Großer Steinweg 13 gelegenes Haus für 20000 Mk. an Pflastermeister Nickel. — Polizeiwachtmeister Kasper erwarb das, dem Post- assistenten Andre in Grünbcrg gehörige Besitztum, Grünbergerstraße 35, für 16 000 Mk. ** Der Kasfeehannes. Aus dem Kreise Heppenheim schreibt man. Einzig in seiner Art dürste wohl der in unsereln Kreis überall unter dem Namen Kaffeehannes bekannte Johannes Allmann aus Albersbach dastehen. Hannes ist ein großer Trinker von dem Herrn, aber nicht un Alkohol — dessen größter Feind er ist — sondern in Kaffee. Seit früher Jugend hat er sich dem braunen Trank ergeben und es allmählich dazu gebracht, daß er jetzt im Alter riesige Mengen Kaffee vertilgt. Wenn er es haben kann, sind ihm die Vertilgung von fünfzehn und mehr Liter täglich eine Kleinigkeit. Die Bohnen brauchen dabei durchaus nicht erster Qualität zu sein, vor allem aber muß der Trank eine hübsche braune Farbe haben, das Ueb- rige tut die Einbildung. Andere Nahrung braucht Hannes nur wenig. Arbeiten konnte dec Mann in seinem ganzen Leben soviel wie garmchts, denn, wie er selbst zu sagen pflegt, ist die .Kaffeckraft" zum Arbeiten nicht geeignet. Unsre Erde hat doch allerhand Kostgänger. i. Klein-Linden, 31. Jan. Staatsanwalt HooL wellte' gestern den ganzen Nachmittag znr Untersuchung in Sachen deö Brandes hier. Viele Zeugen wurden verk- Grünberg, 31. Jan. Em fast Hundechcchrigcr, Herr Stern-Jökel, wurde heute unter großer Beteiligung der Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Der Ver» , storbene konnte Ende Dezember seinen 99. Geburtstag feiern. zeug erkennen ließen. Tas Admiralsschiff sowohl wie die anderen Schiffe eröffneten sofort das Feuer; ein zweites Torpedoboot wurde darauf in einer Entfernung von 15 Kabellängen entdeckt, wie auch einige Fischerboote. Man gab Befehl, auf die Torpedoboote zu schießen, aber dabei zu vermeiden, daß Fischerboote getroffen würden. Tie letzteren jedoch veränderten fortwährend ihren Kurs. Die beiden Torpedoboote verschwanden hintereinander, während man auf das erstere vier Minuten, auf das zweite 10 Minuten lang feuerte. In der Nachmittagssitzung wurde der Schifssleutnant Ellis vom Panzerschiff Imperator Alexander" und der Schiffsleutnant Schramtschenko vom Panzerschiff „Borodino" vernommen. Ellis erklärte: Am 21. Oktober gegen Mitternacht seien alle Vorkehrungen für ein mögliches Gefecht getroffen worden; rechts vom Bug seines Schiffes habe er ein Torpedoboot wahrgenommen, das mit großer Schnelligkeit aus das vorderste Schiff des russischen Geschwaders zufuhr. Er habe darauf Feuer kommandiert und sah Geschosse rings um das Torpedoboot einschlagen, das wahrscheinlich beschädigt worden sei und sich nach links ent- ernt habe. Er habe dann mehrere Fischerboote gesehen; eines derselben habe sich neben dem „Suworow" befunden und kein Licht gezeigt. Er hatte den Eindruck, daß dasselbe Schaden gelitten habe. Leutnant Schramtschenko habe während der Fahrt ein geheimes Telegramm erhalten, in dem ihm die A n w e s e n e r t feindlicher Schiffe ange zeigt und er ausgefordert wurde, gegen einen Angriff auf der Hut zu sein. In der Nallit vom 21. Oktober sei er durch ein Trompetensignal geweckt worden, welches einen Angriff meldete. Er sah dann auf Steuerbordseite auf 15 Kaoellängen ein Fahrzeug, das er für ein Torpedoboot hielt, ferner sah er rechts vom Bug einen kleinen Dampfer, der sich in der Feuerlinie befand; Menschen erblickte er an Bord desselben nicht. Auch sah er vom Bord seines Schiffes auf 12 Kabellängen ein anderes Torpedoboot von der gleichen Große wie das erste, welches aber bald seinen Blicken entschwand. Wie lange das Feuer gedauert hat, kann der Zeuge nicht angeben, er meint aber, es werde 9 Minuten gedauert habm. Anrversttäts-Nachrichten. — Dem Prrvatdozenten für Mineralogie an der Technische^ Hochschule und Kustos der mineralogisch-geologischen Abteilung am Großh. Naturalienkabinett zu Karlsruhe Dr. phil. Max Schwarzmann ist der Titel „außerordentl. Professor" verliehen worden. 1896 war er Assistent am mineralogischen Institut der Universität Gießen. Hier promovierte er. 1899 bestand er das chemische Verbandsexamen und 1900 das Examen für, das höhere Lehramt. In demselben Jahre habilitierte er sich in Gießen für das Fach der Mineralogie. Seit 1900 ist er Assistent am Großh. Naturalienkabinett in Karlsruhe. — Der Deutsche Universitätskalender, begründet von Prof. Dr. Ascherson, nach des Verfassers Tod mit amtlicher Unterstützung herausgegeben von Dr. Th. 'Scheffer und Tr G. Zieler. 1. Band: Tie reichsdeutschen Universitäten, 1,50 Mark. Verlag von K. G. Th. Scheffer tn Leipzig. Ter Deutsche Universitätskalender weist in seiner neuen Ausgabe eine Reihe beachtenswerter Neuerungen auf. Mit Dank ist die Vermehrung der statistischen Tabellen zu begrüßen. Die Uebersicht über die innerhalb des verflossenen Semesters erfolgten Habilitationen! und Todesfälle ist eine wertvolle Bereicherung des Kalenders.- An kleinen Neuerungen sei nod) erwähnt, daß diesmal die Privatdozenten, die den Professortitel führen, besonders kenntlich gemacht sind, ferner daß die Abkürzung der Vornamen letzt nach einem System erfolgt ist, das eine Mehrdeutigkeit ausschlreßt. Auch die Revision und Vermehrung der Geburtsdaten ist hervor zuheben. Revidiert und nach einem einheitlichen Schema gestalt^ find auch die jeder Universität voran geschickten Vorbemer bmgen. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Akademischen Vereinigungen nicht mehr hinter jeder Universität gesondert angeführt, sondern am Schlüsse der beiden Verbände insgesamt vereinigt sind. __( Kandel und SerKeyr. AMswirrschast. Reichsbank. Wechsel aut Neu-Earsdorf bezw. Carsdorß bei Pegau werden von jetzt ab von der Reichsbank angekaust oder zum Einzug übernommen. Sie sind an die Reichsbanknebenstelle zu Pegau zu girieren. Desgleichen werden von jetzt ab Wechsel auf Bingerbrück angekaust; dieselben sind an die Reichsbantneüen- stelle in Bingen zu girieren. — Handelsverträge und die Börse. Dre Börse verhielt sich bis gestern gegenüber den Handelsverträgen ziemlich reserviert. Gestern aber wurde deren Bedeutung und Wirkung aus verschiedene wichtige Zweige unserer Industrie, namentlich für die Eisen-- und Textilindustrie, doch mehr in Betracht gezogen. Man befürchtete, daß die Erschwerung der Eiseneinfuhr nach Rußland für die oberschlesische Eisenindustrie voll nachteiligen Folgen sein werde. Infolgedessen trat am Effektenmarkt speziell für die ober- schlesischell Werte, eine Abschwächung ein. Auf dem Produkten- markt war die Zurückhaltung nod) größer, zumal soweit dabei Getreide in Betracht kommt. Die Ursache liegt darin, daß die Frist, die bis zur Einführung der neuen Tarife vorgesehen ist, als ausreick)elld für die Versorgung der Konkurrenz mit Getreide angesehen wird. Trotz alledem ist aber auch eine gewiße Befriedigung darüber gu beobachten, daß die Verträge nun doch znm Abschluß gebracht und damit stabile Zustände für eine Reihe von Jahren geschaffen sind. ____________ Kisenvayn-Zeituug. D i e neue Fundordnung für das preußisch-hessischL Staatsbahngebiet ist jetzt erlaffen, Danach werden im Ganzen neun Fmldbureaus eingerick)tet, n. a. eines in Frankfurt a. Al. für die Bezirke Frarlkfurt a. AI, Kaffel und Mainz. Die Statlonen versuchen, den Eigentümer sofort zll ermitteln. Gelurgt das mcht, so werden die gefundenen Gegeilställde in halbmonatlichen Zwischenräumen, je am 20. und 5. d. Al. an das Fundbureau geschickt. Geld über 50 Mark und geldwerte Papiere übernimmt eine besonders bezeichnete Kasse. Lebensmittel ohne besonderen Wert sind an den Abliefernden zurück zu geben. Leicht verderbliche Gegenstände werden verkauft, ebenso Tiere, deren Verderben zll besorgen ist. Auf allen Stationen sind Atusler für Verlust-Anzelgen un- entgeltkd) zur Verfügung zll stellen. Die gefundenen Gegenstände »oerden gegen 50 Pfg. Gebühr nachgejchickt. Zllr Unterwelsunz des Publikums wird eine Belehrung in den Warteraumen und Vorhallen angeschlagen. z . _. — Tic Grvtzh. Handels!. Darmstadt beffirwortet m einer Ern- gäbe an die 2. Hess. Kammer den Antrag der Llbgg. Häusel und Genossen betr. die Erbauung einer normalspungen Rebeiwahn von Höchst i. O. im Anschluß an die H^uwarow 1agte aus, daß er gegen 1 Uhr morgens am 22. Oktober em Schiff bemerkte, welches die Scheinwerfer als Torpedo fahr- Grosse Prämien-Verteilung! BV Fabrikant: L. Lettermann.Elberfeld Kinderwagen Ludwigftraße 55. 79 Rollen *e © •ä Fest meter 1 801 ,205 1 120 90,60 120 - 6 8 50 45 10 15 33 3117 11® 0 b tut Iddant A Itt Ml izt Seltersweg 2 2 Seltersweg Neu! Neu! Änserligung 566 Eichen-Stangen 3. Kl. 15 Eichenstämme mit 7,98 ftn Fichten^ 50 , , 2. M. 17 9tm. Schichtnutzholz (Scheit) > Mx. lang 141 , , (Knüppel) \ ' 78 DV D«A ‘sser als jedes andere Meiall-Pnlzmillel. 85 25 90 GO 2490 Nadelwellen, 520 Buchenwellen. 35 435 245 240 20 3 26 34 921 8 5 86 39 Buchen-Scheitholz, Kiesern-Knüppel, K 'S £ l Bajaltgrus, Usakies (Grubenkies), Laurenburger PochtieS, 6 201 18 6 3m lang I.Kl. von M.1000 an von M. 400 1 an c Q s m I Z II. 650 III. 345 IV. 140 V. 50 FBüggel Pianlnos 25 60 Empfang genommen werden. Wiffenbach (Dill), 26. Januar 1905. Der Bürgermeister: Weimar. e 5 Nach Vollendung meines Neubaues habe ich mein grosses Instrumentenlager, ganz besonders aber das Lager in Hügeln noch bedeutend erweitert und empfehle nun in selten schöner Auswahl: SL S 3 |JS D 1. Kl. 2. Kl. 3. Kl. Hören * Mmm * $ptiid)t Warcn Grötzte Auswahl! Staunend billige Preise! 172 Kiefern r , 48,46 453 Fichten , „ 190,28 46 Eichen-Stangen 1. Kl. 50 . , 2. Kl. zur öffentlichen Versteigerung. t Y Auszüge können aus vorherige Bestellung durch Herrn FSriter Tillmann zu Forsthaus Wissenbach im Termine in -^schlossen. üfruycu# den 31. Januar 1905. GroßherzErme .r Tage gehend vorzügliche Werte, von 20 Mart an. von Renarbeiteu und Reparaturen in eigener Werkstätte zu den billigsten greifen. 0496 Für jede bei mir gekaufte Uhr 4 Jahre schriftliche Garautrc! Gemeinde Lich u) Borderwald b) Hinterwald c) Grotzhäuserberg Langsdorf Hungen Rieder-Bessingen auch Harmoniums. Monatl. Mietpreise: 2—12 Mk. jede Reparatur an Pianos und Harmoniums wird in dg. Werkstätte fachgemäss u. vollendet ausgeführt. Klavierstimmen. Aufpolieren von Pianos. WILH. RUDOLPH, SS Filiale in MARBURG, Eiisabethstrasso 4. Mein «euer Kursus beginnt wieder Wonlag den 6. Ieöruar 1905. Gest. Anmeldungen erbitte nröglichst vorher in meiner Wohnung, Souuenstraße 5, zu machen. Privat-Uuterricht erteile zu jeder Tageszert. Joseph MohZ, Ifliijlclircr. Ein Deckbett mit 1 Pfd gut gereinigten Federn gefüllt Mk. 11.50, 14.70, 16.50, 22.— etc. Kissen mit 2 Pfund Federn gefüllt Mk. 3.20, 3.60, 4.40, 6.20 etc. Zusendung nach ausserhalb franko gegen Nachnahme. a4/i Umtausch gegen andere Qualität gestattet. Gebr- Wei! Neustadt 10. Giessen. Neustadt 10. Schlitzer Bier. 6mpfcl)le das bestens bekannte Bier au8 bet Gräflich Görtz' chc» Brauerei zu Schlitz, dell unb dunkel m Laichen. '/. Flasche 20 Psg., V, Flasche 1» W fr« lnä ^us- Fried. Kühnhold, Bekanntmachung. Mu5 Anlaß der Bennäblung Seiner Königlichen Hoheit deS G-oßder-ogS bleiben die stüdtischcu Bureauü am Donnerstag den 2. Februar d. Fs. Holzversteigernng. Dienstag den 7. Februar, vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in den Waldungen der Gemeinde Gonterskirchen nachstehende Holzarten versteigert werden: I. Distrikt Eselskopf 2 und Gemeindewald 19 an dem Pflanzgarten, 1,5 Mm. von der Bahnstation Laubacherwald entfernt. Buche 12,6 Rm. Scheitholz, 1,72 Rm. Knüppel, 73 Rm. Reiserknüppel und 40 Rm. Stöcke. II. Distrikt Gebrandeberg 2 und 4. Buche Scheitholz 61 Rm., Buche Stammknüppel (ältere Durchforstung) 550 Rm., 1140 Rm. Reiserknüppel und 22 Rm. Buche Stoekholz. Zusammenkunft vornüttags 10 Uhr im Distrikt Eselskopf in der Nähe des PflanzgartenS bei Nr. 2. Gonterskirchen, den 30. Januar 1905. 554 Großherzogliche Bürgermeisterei Gonterskirchen. Lind. M WdkiihchHnßligkmg. Samstag den 4. Februar l. I., vormittags 10 Uhr, gelangt im hiesigen alten Schulsaal das im Gemeindewald Wissenbach, Distrikten Weideseld, EibertShain, Ramchen, Hardt und Grebeborn geschlagene Nutzholz, bestehend aus: Harmomaamis m Phonola zu m. sso Pianola zu m. 1200 ==200 Instrumente stets vorrätig. ===== Jede Zahlungserleichterung — Höchster Barrabatt. 10jährige Garantie. - Freie Lieferung. Gespielte Pianos. Pianos zu vermieten J. Bnrgmayer Bamstock Nacht. hithographiidie Kunit • Hnitalt Carl Kramer, Gieren Stein[traf$e 47a, pari. Atelier für künftlerlfche entwürfe PrlvaMilthographle für merkantil u.ehromo Butographle • Kartographie • Photographie MC* Plakate • Diplome - Etiketten Spezialität: Zlgarrenklffdien-Ausffattungen Poltkarten :: n HUe Arbeiten für Wlflenläiaft, Snddtrle, mit Hnliditen K2J Bandel u. Gewerbe, Behörden u. Vereine Submissions - Verkauf Geräte gefällten Das nachstehende, im lausenden WiMer gefällte Bau- und Mtzholz soll aus dem Wege der Submission zerkaust werden "nd 'sind Gebote in verschlossenen und porlofteren^chrerbeumttder «tiHAi-ift Öoiitsubmlssion" bis spätestens den 1— e'ihruat ivvo hei der unterzeichneten Grostb. Bürgermeisterei ~id) cmzureichen. Später eingereichte Gebote bleiben ""derucfstchtlgt. rAln-nhpn Die Eäffnung der eingelansenen Schrerben eno gt am iolgende d. b. am lä. Februar 190o, vormittags 10 /, tthr, aus oem -Bürgermelslerei-Büreau in Lich, in Gegenwart der ettva erschie- sind getrennt nach Waldeigentümer, Bezirk Holzart Sortiment pro Raummeter und Festmeter euizureichen und ^r o^si jeden Vorbehalt. Die aUgemeuieii Verkautshedmgungen ienen sich die Käufer stillschweigend zu unter-werfen haben, stnd bet den betreffenden Waldeigentümern einzusehen. Jede Gemeinde beb alt sich vor, die Gebote so auszusuchen, rote ihr jur §^elung öcr höchsten Gesamteinnahmc und der groszlmoglrchslen Sicherheit kür Eingang des Kaufpreises am gtinfUgsten erscheint. Das Holz wird auf Wunsch nn Walde vorgezeigt nach vor- Wenger Lchmeldung bei den angeführten gleichnamige,i Grostherzog- .lichen Bürgermeistereien. Das Holz ist entrindet gemessen._______ Hotzvcrsteigerung. Freitag den 3. Februar 1905, vormittags 10 Uhr, foll in dem Rädgener Gemeindewald Distrikt Bergwald, Altenfeld nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Kiesernstämme von 12—28 Etm. Durchmesser, Fichtenslämme , 13—21 , » (13,66 Fstm.), Fichten-Derbstangen mit 88,20 Mm. (dieselben eignen sich zu Sparren und Weißbinderstangen), Rm. Kiefern-Schertholz, 16 Rm. Stockholz, Gothaer Lebenöverficherungsbant aus Gegenseitigkeit. größte Auüalt ihrer Art in Europa. ^3eftönb cm eigenttichen Lebensversicherungen über 860 Mill. Mark Bisher ausgezahlte Versicherungssummen über 440 „ „ Die stets hohe« Ueberschüsse kommen unverkürzt den Berstcheruugsuehmeru zugute, bisher wurden ihnen 217 Millionen Mark zurückgewährt. Lehr günstige Berstcherungobedlnguugeu: AuverfaLVarLett sofort, Hlnaasechröarkett u.Wettpoltce nach 2 Jahren Prospekte und Auskunft kostenfrei durch die Vertretungen der Bank Heinrich Hochreutber (Inh.: H. Hochreuther und W. Jull- mann), Afseturanzgeschäst, Steinstrabe 90; Smit Willems in Grimberg; Rentmeister Bohn m Laubach; LouiS Dörmer m L,ch. 9 Haben Sie schon | rt Itab- ntfXt/ Extrakt mit Bär C1/, versucht? Bor Eintreffen meiner Neuheiten verkaufe ich den noch vorhandenen Reslbestand m Kinder- end Sportwagen o lange bev Vorrat reicht, auLnahmsmeise zu ben seitherigen billigen Preise» - 10% Rabatt. Meine 501 Kinderwagen-Neuheiten für 1905 treffen in Waggotiladungen Etide Februar eim Zrltkrsweg 19. Äug. gCiibiuges’. VI. 140 „ Ouarzit-Klcinschlag. jjie ßteferungSbebingungen können auf bem Bureau bes Unterzeichneten, Badehaus IV, eingesehen werben Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Ausschrist «ersehen spätestens bis zum 13. Februar d. I., vor- mittags 11 Uhr, auf genanntem Büreau abzugeben, wo- leibst m, Beisein etwa erschienener Submittenten die Oeffnung der Angebote stattfindet. Bad-Nauheon, den 23. Januar 1905. u /i Dr. Weber, Forstassessor. Lahnkall- uui Marmr-Zuiu-ric A An«. Gabriel jr., tiie#sen Kalkwerke Abendstern. Telephon 64* feinste Bau- und Düngekalke o in Stücken und gemahlen. 511 Prima Kartbrand-ZiegelsieineDNF Holzversteigernng in der fürstlichen Obersörsterei Lich. Moutaa den 6. Februar, von vormittags 91/, Uhr cm im Distrttt Meilbach: Scheuer: 90 Rm. Buchen (dabei 2 Rm. Werk- fcheiter) 6 Rin. Kiefern (ruiibk Knüppel: 172 Rm. Buchen meistens Stammknüppel), 114 Rm. Eichen, 6 Rm. Nadelho z; etöac- 32 Rm. Buchen, 17 Rm. Eichen, 20 Rm. Nadelholz; Weilen- 3950 Buchen (dabei 2200 Forstwellen), 5000 Eichen (dabei 4200 Forstwellen), 200 Nadelhott. — 4 Kiefern-Schnittholz (86 bis 42 Etm. Durchm.) -- 5,87 Fstm., 25 Mefernbanholz gleich 24 58 Fstm., 09 Eichengrubeuholz = 17,11 Fstm. (Wagiterholz, Pfostenholz re.), ca. 200 Fichteu-Dcrbstangen = 10,11 Fstm., ca. 400 Fichteu-Reisstange» --- 3,80 Fstm. . Die Zusammenkunft ist aus dem neu angelegten Weg m der Nähe der alten Feuerstelle. Dienstag, den 7. Februar, von vormittags 97, uyr an । in den Distrikten Kellersberg und HSler: Knüppel: 29 Rm. ! Buchert, 52 Rm. Eichen, 11 Rm. Birken: Stöcke: 1 Rm. Elchen, 3 Rm. Birken; Wellen: 4880 Buchen (dabei 4400 Forstwellen nabe der Hauptschneise), 1480 Elchen (dabei 500 Forstwellen), 300 Pmt- laubholz, 900 Fichten. — 1207 Fichten-Derbstaugeu * 40; Fstm. (alle Sortimente Derbstangen-Prtnzenslück), 405 Alchteu Neisstangen --- 7,02 Fstm. Tie Zusammenkunft ist auf bem Schnittpunkt des 45icmai iveges Lich—Garbenletch und der Waldstraße Koliibausen yaier.^ Submission. Folgende Materialien kommen durch Großh. Kurverwaltung zur Vergebung: I. 500 cbm Maiusand, Bafalt-Kleinschlag, 85 18 r Buchen-Knüppel, Zusammenkunft am Kirschenberg. Rödgen, den 31. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Stein, Jagd-Verpacht«ng. Mittwoch dert 15. Februar 1005, vormittags um 10V2 Uhr, soll die der Gemeinde BernSseld zustehende Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre unter den vor Beginn der Verpachtung bekannt zu gebenden Bedingungen auf dem I Bürgermeisterei-Büreau verpachtet werden. Bemerkt wird noch, daß die Jagd sehr gut ist und Kilometer von der Bahnstation Nieder-Ohmen entfernt ist. BernSseld, den 24. Januar 1905. Grohherzogliche Bürgermeisterei BernSseld. Nicklas. 463 Fichten-, q § Q ? -S 'S c Ä C W Henesler diebessicherer »sperret für Tag und Nacht. Kein Aulbrechen ber Thur rnogUch, selbst bei Sprengung beS Schlosses Rüt Labenaeschüste, Kontors, Schlalzirnrner n. s. w. D. R. G. Ai. Nr. 176119. 68 rcleph-n 410. H. SdChÖH, Wssttkj. Auf baß unter 1 bezeichnete Gehölz kann getrennt a uiib werden; bei Ordm-Nr. 3 S;chten-Terbstangau 35 Fstm. ^Durchmeffer 8—14 Ltnu, darunter 3 tjftm. Ftchten-stamme. Lick^ den 28. Januar 1905. Großherzoglrche Burgermersterer. Heller.____________ Firma PUTZ- Mad$S ÜTtHuht. BSr 'ö ’T 4’J —--- Erchen- iS Namen der J. S z Z • c Waldeigenttimer H . „n MD 'S «d 2 ■Q (O S