Nr. 2KG Zweites Mrrtt 154. Jahrgang Erscheint tLgllch mit Ausnahme des Sonntags. ernst, Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. i Anzeiger Gießen. Die „Siebener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -Heffifchs Landwirt" erscheint monatlich einmal. Montag 31. Oktober 1904 A.* Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schm UniversttätsdruckereU R. Lange, Gießen. c^er Aing. Krimmal-Noman von O. Elster. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) .Sind Sie nun überzeugt, £>crr Rat", sagte Ferdinand i?l mußt habe. Diesen Gegenstand bald verlassend, ging er dann dazu über, die Kirchenbautätigkeit des Oberhofmeisters zu verherrlichen. Die Rechte begleitete diese Lobsprüche mit Beifall. In der der Interpellation folgenden Besprechung kennzeichnete der Abg. Fischbeck die laue Haltung deS Ministers in dieser Angelegenheit. Herr v. Hammerstein fand es hierauf geraten, sich in Schweigen zu hüllen, seine Verteidigung einigen Rednern der konservativen Partei überlassend. Es muß als sonderbar bezeichnet werden, wenn Freiherr v. Mirbach jetzt als die verfolgte Unschuld hingestellt wird und'wenn man glaubt, durch eine stark betonte Anerkennung seiner Verdienste um den Kirchenbau über den Krebsschaden, der seinem „System" anhastet, hinwegtäuschen zu können. Die freisinnige Interpellation hat diese Versuche durch ihre zu enge Fassung und vorsichtige Behandlung erleichtert. Aus Rücksicht ist man an Dingen vorbeigegangen, die im Mittelpunkt der parlamentarischen Auseinandersetzungen standen, vor allem des Ordens- und Titelsegens und der Angelegenheit des Konto K., Dinge, die in diesem Zusammenhänge wohl hätten behandelt werden können. So aber entsteht möglicher Weise noch der Eindruck, als ob Frhr. v. Mirbach unrechtmäßig angegriffen worden sei und persönliche Gehässigkeit der Anlaß zu der Anklage gewesen sei, wie von seinem Anhänge wahrheitswidrig behauptet wird. gifte sinische Verschwörung? Das Hofgerich t zuAbo tagt augenblicklich 'm denk Landesverrat sprozesse gegen den ehemaligen Senator und Generalleutnant Schaumann, den Vater des Mörders des G-eneralgouverneurs Bobrikow. Die Anklage gegen ihn gipfelt darin, daß während der Haussuchung Schriften gesunden wurden, worin gegen die Russifizierung des Landes Protest erhoben wird. Der Verteidiger Schaumanns wünscht im Interesse seines Klienten, eine ganze Menge Zeugen vorzuladen, und bittet außerdem, Schaumann, dessen Gesundheit in der Untersuchungshaft bedeutend gelitten hat, vom Arrest zu befteien. Dieser Antrag wurde abgelehnt, dagegen der Prozeß ustn zwei Wochen hinausgeschoben, damit die von der ^Verteidigung benannten Zeugen gehört werden können. Aus Petersburg meldet vom 30. Oft. die offiziöse Russische Telegr.-Ag.: Ter Hochverratsprozeß gegen den früheren fadem* dischen Senator, ehemaligen General der russischen Armee, Schaumann, Vater des Mörders des Generalgoeuv^rueurs Bobrikow, hat ein deutliches Licht auf die Absichten der schwedisch gesinnten Finlünder geworfen. Tie Ergebnisse der erstell Sitzung des höchsten Gerichts in Abo in Finland enthalten ein formelles Tementi gegenüber den irrtümlichen Ansichten, die in Europa von finländischen Agitawren verbreitet werden, und in denen sie als Opfer einer ungerechtfertigten Unterdrückung hingestellt werden. Gin Tokument, das unter den Papieren des Vaters des Schaumarm gefunden wurde, bildet das Hauptstück der Anklage. Es enthält den Entwurf zurOrganisationvongeheimenSchützen- Vereinen mit dem Zweckeder Befreiung Finlands. Es sollte danach eingestandenermaßen in Finland eine Erhebung mit b ewaffneter Hand vorbereitet werden. Jeder waffenfähige Finländer sollte sich im Schießen üben. In jedem Ort, in jedem Industriezentrum sollten sich Vereine bilden, die von besonderen Instruktoren geleitet werden sollten. Diese Jn- sttuktoren sollten alten Soldaten entnommen werden, die in Den aufgelösten finischen Regimentern gedient hatten. Diese Vereine sollten, um keinen Verdacht zu erregen, untereinander nur durch Vermittelung von gemeinsamen delegierten verbunden sein, die ihrerseits mit zwei Telegiettcn in jedem Gouvernement in Verbindung stehen sollten. Diese ganze Organisation sollte von einem Zentralkomitee von fünf Mitgliedern mit einem besonderen Vorsitzenden geleitet werden. In dem Entwurf wird auch die Frage der Beschaffung von M a u s erg e we hren behandelt. Die vom Anwalt des höchsten Gerickfts in Finland verfaßte Anklageakte basiert darauf, daß daS Projekt des Vaters Schaumann schon in Durchführung begriffen und von dem Dr. phil. Lulu weiter- entwickelt war, der sich in Berlin im Jahre 1903 erschossen hatte, als er hörte, daß seine Papiere in Wiborg von der Polizei beschlagnahmt waren. Nach einem Rundschreiben und nach den von dem Doktor gegebenen Instruktionen gab es Wanderlehrer, die den Männern und Frauen aus dem Lande den Gebrauch der Gewehre beibringen sollten, indem sie jedem einzelnen Unterricht erteilten. Tie Gewehre sollten Niausergewehre sein. Ein besonderes Licht wird dadurch auf die Ermordung Bobrikows geworfen, daß der Sohn Schaumann gerade Mitglied eines Schützenvereins gewesen war, der Politische Wochenschau. Gießen, 31. Oktober. Monatelang hatten die Vorbereitungen gedauert, die 6ie russische Flotte in der Ostsee dazu benötigte, um kriegsmäßig in See stechen zu können, und als endlich diese Schiffe, die maritime Hoffnung Rußlands, nachdem das russische Geschwader in Ostasien von den Japanern vernichtet worden ist, ausliefen, bedeckten sie sich gleich Anfang ihrer Fahrt mit Schmach, zugleich dem Fluche der Lächerlichkeit anheimsallend. Die Kanonade, die auf Befehl des kommandierenden Admirals Roschdjest- wensky auf harmlose Fischerfahrzeuge englischer, finischer, norwegischer und auch deutscher Nationalität, unter denen man japanische Torpedoboote vermutete, in der Nacht zum 22. d. M. in der Nordsee eröffnet wurde, wirst ein bezeichnendes Licht auf die Maximen, nach denen der Dienst in der russischen Marine gehandhabt wird. Ohne viel Federlesens wird lustig darauf losgefeuert, ohne sich aus die möglichen Folgen seiner Handlungsweise, die wie hier eine schwerste Verletzung des Völkerrechts bedeutete, erst groß Gedanken zu machen. Um ihrem Verhalten dann noch die Krone auszusetzen- fuhr die russische Flotte nach vollbrachter Heldentat schleunigst davon, ohne sich um die Opfer ihrer unbegreiflichen Kopflosigkeit zu kümmern. Der Erfolg dieses ungeheuerlichen Vorkommnisses in dem am schwersten provozierten England ließ denn auch nicht lange auf sich warten. In einmütiger Entrüstung standen hier alle Stände und Parteien) Volk und Regierung zusammen, um vollste Genugtuung zu verlangen. Zugleich ordnete man, um den diplomatischen Vorstellungen auch den gehörigen Nachdruck zu verleihen, eine schleunige Instandsetzung der einheimischen Flotte sowie eine Konzentration des englischen Mittelmeergeschwaderc/ an. Es findet denn auch zurzeit noch in allen englischen und den überseeischen Flotten ft ationen eine ununterbrochene Mobilmachung der gesamt eie eng lischen Flotte statt. In Plymouths und Devon- shire wird ununterbrochen an der Z-ertigstellung und Ausrüstung der Ftotte gearbeitet. In Eardisf sind fast sämtliche Kohlenlager von der englischen Admiralität in Anspruch genommen. Im spanischen Hafen Vigo, wo sich zurzeit der größere Teil des baltischen Geschwaders besindet, während sechs andere russische Ostseeschifse im Hafen von Tanger Kohlen einnehmen, ist am gefangen Sonntag eine ganze Reihe von englischen Kriegsschiffen ein getroffen. Doch inzwischen hüpfte Dame La Franee mit bekannter Grazie dazwischen, um dem dräuenden Welt- ungewttter vorzubeugen. Mit sanfter Hand glättete sie die wilden Wogen des Unheils aus der herbstlich stürmenden Nordsee und präsentierte mit lieblichem Friedenslächeln ein Schiedsgericht. Und die Regierungen zu London und zu Petersburg gaben alsobald ihre Bereitwilligkeit kund im Prinzip den Vorschlag anzunehmen, daß die strittigen Punkte wenn auch nicht einem Schiedsgericht, so doch einer Untersuchungskommission überwiesen werden und die russ. Schiffe unterdessen in Vigo Verb le,iben. Dagegen hat zwar am letzten Samstag der japanische Gesandte in Madrid beim spanischen Minister des Auswärtigen Protest erhoben, aber natürlich ohne Erfolg. Die Artikel 9, 10 und 32 der Haager Konvention dürsten eine befriedigende Grundlage für das einzuschlagende Verfahren bieten. Die Kommission hat nach der Haager Konvention keine schiedsrichterlichen Befugnisse, ist vielmehr eine gewöhnliche Enquetekommission. Wenn aus ihrer Untersuchung nachher eine Differenz ent steht, die aus diplomatischem Wege nicht zu lösen ist, kann die Sache immer noch vor den Schiedsgerichtshof gebracht werden. Der englische Admiral Fremantle meint noch heute, es ginge zu weite, heute schon den Zwischenfall für geschlossen zu erklären. Immerhin kann die russische Regierung mit der Bereitwilligkeit Englands sehr zufrieden sein. England hat mit diesem Entschlüsse den, Russen eine goldene Brücke für den Rückzug aus der sehr schwierigen Lage gebaut, in die der russische Admiral durch feine wahnwitzige Tat sein Land gebracht hat. Es wäre sehr erfreulich, wenn die deutsche Regierung in dem Falle des Dampfers „Sonntag", der nunmehr akrenmäßig sestgelegt ist, dieselbe Kraft und Entschiedenheit entwickeln würde wie die englische Regierung. Doch ver- „daß ich die Wahrheit sprach?" Ter Gerichtsrat hatte seine Geistesgegenwart nnedergewonnen. Er war zu lange praktischer Jurist gewesen,, um sich durch eine Ueberrafchung lange gefangen nehmen zu lassen. Er wußte, wie oft eine Anklage auf falschen Voraussetzungen beruhte; er wußte, wie oft ein Irrtum, ein Mißverständnis bei einer Anklage verwaltete, und daß eine Anklage noch nicht der Beweis der Schuld war. , „ „Sie haben mir Aufklärung versprochen", jagte er ruhiger. „Treten wir in mein Zimmer, dort bitte ich Sie, nur ^hre beschichte mitzuteilen. Sind Sie bereit dazu?" „Ja, ich bin bereit." ... , Tie beiden Herren traten in das kleine Zimmer. Mit ö1“0™5’ 6er Hand zündete der Amtsgerichtsrat die Lampe an und wies dann auf einen Stuhl. ,/Nehmen Sie Platz und erzählen Sie." Ferdinand setzte sich, der Amtsgerichtsrat nahm ihm gegen- über Platz, legte die Arme auf den Tisch, wie er als Untersuchungsrichter dem Angeklagten und Zeugen gegenüber zu tun pflegte, sah Ferdinand erst an und sagte: „Ich bitte zu beginnen." Und Ferdinand begann zu erzählen von seinem harmlosen, arbeitsreichen Leben auf Wendessen, von feinem Bruder, von Bertha Wüllbrandt, von Käthe Vollmar, und von dem Verbrechen, befan. Opfer sein Bruder geworden. Und dann erzählte er von seiner Entdeckung des Ringes, von den anderen Anzeichen der Schuko und von dem wahnsinnigen Verdacht gegen Käthe Vollmar, den Neugebaur in ihm erweckt und der ihn in die weite Welt hinausgetrieben. Ferdinand war aufgesprungen und ging erregt in dem Zimmer auf und ab. Ter Amtsgerichtsrat folgte ihm mit den Blicken. „Sie sind fest von der Schuld Bertha Wüllbrandts überzeugt?* fragte er. „So fest wie von meiner eigenen Schuldlosigkeit!" „Tas ist ein fester Glauben. Und dennoch könnten Sie irren." „Wie wäre das möglich?" lachte Ferdinand auf. „Sie selbst hat uns ja jetzt den Beweis geliefert." „Ter strengste, gewissenhafteste Richter auf Erden hat sick schon geirrt", entgegnete der alte Jurist ernst. „Nur ein Richter irrt sich nicht — der, welcher in den Herzen der Menschen lieft, wie in einem aufgeschlagenen Buch — aber dieser Rfttfter lebt nicht auf Erden — er trügt kein irdisches Gewand." Bettoffen f(baute Ferdinand den alten Mann an. „Aber wie wollen Sie erklären —?" „Ich vermag es nicht zu erklären. Aber ebenso fest wie Sie von der Schuld Berthas überzeugt sind, bin ich von ihrer Schuldlosigkeit überzeugt." „Ich bin neugierig, wie Sie diese Schuldlosigkeit beweisen wollen." „Tas vermag ich nicht, das vermag nur der Richter aller Richter. Aber lassen Sie sich die weiteren Schicksale Berthas erzählen. Sie war das Opfer der eigenen und der Leidenschaft Ihres Bruders geworden. Wem bei diesem Fehltritt die größere Schuld zuzumessen, mögen Sie selbst entscheiden — Sie haben Ihren Bruder gekannt, ich nicht. Ter Vater des Kindes, welchi's sie unter dem Herzen trug, hatte sie betragen, sie verlassen. Daß er erschlagen war, wußte ich nicht. Marie ober vielmehr Bertha sagte mir nur, daß ihr Geliebter sie verlassen, daß er jetzt aber tot sei. Ich bin fest überzeugt, daß die Treulosigkeit des Mannes mit seinem gewaltsamen Tode zusammenhängt. Doch lassen wir das. Nun — das verlassene, einsam dastehende Mädchen, von Scham, Reue, Furcht und Verzweiflung getrieben, irrte ziel- und planlos in der Welt umher. Eine Zeit lang arbeitet sic in Ta legte der Amtsgerichtsrat die Hand auf seinen Arm. „Einen Augenblick — wie nannten Sie den Detektiv?" „Er hieß Kaspar Neugebaur — übrigen^ traf ich ihn hier wieder. Er scheint Ihnen bekannt zu sein." Der alte ^err lachte bitter auf. „Ja, ja, ich kenne ihn! Also den haben meine lieben Verwandten mir auf die perlen gesetzt? Er hat Ihnen auch wohl von Marie erzählt?" ^Hatten ihn beauftragt, Marie zu beobachten?" „Nein. Er weiß nicht, daß Marie und Bertha WUlbrandt ein und dieselbe Persvn ist. Ich mag den Mann nicht mehr in mein Vertrauen ziehen. Ter Zufall brachte mich hierher, der Zufall ließ mich Bertha Wüllbrandt sehen. Ich zweifle noch, um mir Gewißheit zu versclmffen, sandte ich ihr den Ring ... Sie sehen, welä)e Wirkung dieser kleine Ring gehabt hat . . . Tas böse Gewissen hat Bertha Wullbrandt fortgetrieben, sie sah sich verraten, sie sah sich der sttafendcn Gerechtigkeit überwiesen — sie ist abermals entflohen, und ich tnuß den Verdacht weiter mit mir schleppen, den Verdacht, der mein Glück, mein Leben, meine Liebe zerstört hat." „ r . M „Nicht der Verdacht", sagte der Rat ernst, „sondern Ihr eigenes mißtrauisches Gemüt gegen ein schuldloses Wesen." „Sie nennen Bertha Wüllbrandt schuldlos?!" „Von ihr sprach ich nickt, sondern von Käthe Vollmar." Ferdinand legte die Hand über die Augen und blieb so eine Weile sck-weigeud sitzen. „Sie können recht haben", sagte er dann mit einem Seufzer. „Ich habe es mir in den letzten Jahren sckwn selbst gesagt, aber nachdem ich einmal davor geflohen war, naclsidem ich icnes Mädchen mit jenem ungerechten Verdachte beleidigt hatte, wagte ich nicht, zurüeznkehreil, wagte ich nicht mein eigenes Unrecht einzw gestehen Ich wollte, den Beweis — den vollen Beweis meiner und ihrer Schuldlosigkeit haben, den konnte nur Bertha Wüllbrandt geben. suchte sie — vergebens! Ick gab es auf, sie zu finden, — da führt ein Zufall sie mir entgegen . . . und jetzt ist sie dock wieder entflohen!" lautet immer noch nichts davon, man scheint vielmehr in Berlin über die Anbahnung einer englisch-russischen Verständigung dermaßen froh zu sein, daß man die eigenen Interessen ganz und gar vergißt. Die reichsofsi- ziöse „Nordd. Altg. Ztg." schreibt narnlich in ihrer neuesten Nummer: „Mit großer Befriedigung wird man in ganz Deutschland die Kunde aufnehiuen, daß es der Weisheit der Regierungen Englands und Rußlands gelungen ist, eine Verständigung über die Beilegung des Streitfalles herbeizuführen und den Frieden Europas vor großen Erschütterungen zu bewahren. Wenn, von den beiden unmittelbar beteiligten Mächten abgesehen, ein Staat Anlaß hat, diesen Ausgang zu begrüßen, ist es Deutschland, kefan Staatskunst seit einem Menschenalter auf die Erhaltung des Friedens gerichtet ist, welche die notwendige Voraussetzung bildet für die Entfaltung und Festigung der Wohlfahrt unseres Volkes." Wie in Pariser diplomatischen Kreisen verlautet, wird die Kommission bereits Anfang dieser Woche zusammen- treren. Sie wird aus Mitgliedern der nicht militärstaat- tichen Delegierten beim Haager Schiedsgericht, wahrscheinlich aus 2 H o l l ä n d e r rr, 2 Belgiern und 2 schweizerischen Herren zusammengesetzt sein. — Der unvermutet eingettetene Zwischenfall in der Nordsee hat die allgemeine Aufmerksamkeit so ausschließlich in Anspruch genommen, daß man den übrigens ziemlich unbedeutenden Meldungen vom oft asiatischen Kriegsschauplatz nur geringe Beachtung geschenkt hat. Nach den furchtbaren Kämpfen der letzten Zeit ist in der nördlichen Diandfchurei vorübergehend Ruhe eingetreten, die nur durch kleinere Vorpostengefechte gestört wird. Der bedeutendste Sieg der im fernen Osten dieser Tage erfochten worden ist, war der, den General Kuropatkin über Statthalter Alexejew davongetragen hat. Ersterer wurde, was er in dec Tatsache schon längst war, offiziell zum Oberbefehlshaber dec gesamten russischen Streitkräfte in Ostasien ernannt. Dadurch ist erreicht worden, daß fortan die militärische Leitung einheitlich sein wird, was sie bis dahin, eben wegen der Stellung Alexejews, nicht war. Jetzt gewinnt auch die Annahme einen ziemlich hohen Grad von Wahrscheinlichkeit, der zufolge nicht Kuro- palkiu, sondern Alexejew dec Urheber der bewußten Proklamation vom 2. Oktober, welche den russischen Versuch einer Durchbrechung dec japanischen Linien ankündigte, gewesen ist. 9tachdein inzwischen diese Operation kläglich gescheitert ist, war die militärische Rolle'Alexejews endgültig ausgespielt, sodaß seine Sid Ufte nun g mit Notwendigkeit erfolgen mußte. Alexejew und fein gesamter Stab verließen am letzten Samstag Chardin und dürften am 14. November in Peterburg eintreffen. Der russische Konsul in Tschifu erklärte, die Abberufung Alexejews sei daraus zurückzusühren, daß sein Rat für die Ausarbeitung neuer Pläne zzi dem Feldzuge in dec Mandschurei gebraucht werde. Das ist aber wohl nur eine Annahme dieses Herrn Konsuls oder der Versuch einer Beschönigung des unrühmlichen Abgangs Seiner Exzellenz. Sim vergangenen Dienstag stand im preußischen Ab- geordnelenhause die Interpellation in der Zlngelegenheit Mirbach zur Verhandlung. Der greise Abg. Alb. Tra e g e r, der zur Begründung der Interpellation vorgeschickt worden war, legte m seiner Rede den Hauptnachdcuck auf den Umstand, daß der ganze Apparat dec politischen Behörden für die bewußte Sammlung von einer Art Nebencegierimg aufgeboten sei, deren Existenz aber zum Ruin des Verwaltungswesens führen müsse. Die 9lntwort des interpellierten Ministers v. Ha mm er stein ergab, daß er mehr, als bisher bekannt war, an der Sammeltätigkeit des unternehmenden Oberhosmeislers beteiligt gewesen ist. Schon am 13. Llpril 1903 hatte Frhr. v. Hammerstein von dem Schreiben Mirbachs an die preuß. Oberpcäsidenten Kenntnis erhalten, ohne einzuschceiten. Erst kurz vor der am 30. Juni dieses Jahres angesetzten Interpellation forderte er telegraphisch die Akten von den Oberpräsidenten ein, verschwieg aber, inwieweit ihm diese Dinge bekannt waren, sondern kam erst am letzten Dienstag, also nach fast viermonatlichec Pause dazu, dem Abgeordnetenhanse davon Kenntnis zu geben, in welchem Maße er von dem Eingriff des Freiherrn v. Mirbach ge- n FaUaMcNtarljches. künde hielt am 28. d. M. ihre diesjährige sapungsgeniüße 1 ci Um einen genauen Ueberblick über das Wasser zu gewinnen, müssen m jährlichen Perioden Untersuchungen angestellt werden. Hierbei ergab es sich, daß die Hochwasserbehälter, welche mindestens eine Wasjermasse gleich 50 Prozent des täglichen Bedarfs fassen müssen, zu klein waren, und daß diesem bald abgeholjen werden mußte. So sei man schließlich zu der Ansicht gelangt, daß der Säckelgraben genügende Wassermengen liefern könne. Näher auf die eigentliche Deckung des Wasserbedarfs eingehend, führte Redner die Unzulänglichkeiten deS eigentlichen Wasserwerkes, wie sie schon in diesem Sommer zu tage getreten seien, aus. Soll nun einem Wassermangel und sonnt einer Schädigung unseres Bades vorgebeugt werden, so handelt es sich, eine Anlage zu schaffen, die ein Versagen Hauptversammlung ab. Ter Vorsitzende, Pros. Tr. Sievers, Anspruch aus Invalidenrente von der ^tichalidenverstcyer- gaü einen Rechnungs- und Geschäftsbericht über das ver-unüSaustutt Gr. Hessen z^ Darmsttcht deshE Lurückg^w^ep. politische Tagesschau. Entschuldung des bäuerlichen Grundbesitzes. Ucbcr die Entschuldung des bäuerlichen Grundbesitzes in Preußen machten die /Bert. Pol. Nachr.", wie nur Le» reits am Samstag kurz mitteilten, einige offiziöse ■‘DiitteiUimjcn. Es wird hervorgehoben, daß die Selbsthilfe dabel die erste und entjcherdenste Rolle spielen müsse, die durch eine Hilfsaktion öffentlicher Körperschaften nur unterstützt werden dürfte und daß diese Unterstützimg auch nicht in erster Linie Sache des Staates, sondern bei provinzial-öffentlichen Körperschaften sei. Der Staat könne sich nur m begrenzter, übersehbarer Verpflichtung an der Hilfsaktion beteiligen. So heißt es: Bevor indessen daran gegangen werbe» konnte, solche Grundsätze in die Dar umzusetzen, war es erforderlich, zunächst den Umfang der Verschuldung der bäuerlichen Besitzungen ituö insbesondere die gegebenen Falls für die EnljchulDung in Frage kommen können, genau- keimen zu lernen. Erst wenn so die finanzielle Tragweite des Ganzen zu übersehen sein würde, könnte über die Einzelheiten auf sicherer Grundlage ein Beschluß gefaßt werden. Tie demziifolge veranstalteten Erhebllugeli finb nunmehr für einige Provinzen zum Abschluß gelangt. Tie Staatsregierung ist auf Grund der Erhebungsergebnisse 311 der Aiufajsuug gekommen, daß es sich empfiehlt, ohne den Abschluß der Ermittelungen für die übrigen Provinzen abzuwarten, schon jetzt an die Lösung der großen Aufgabe heranzulreten. Es wird daher der Versuch unternommen werden, unter finanzieller Mitwirkung Des Staates die nötigen provinziellen Einrichtungen zu treffen imö den Bauern unter billigen Bedingungen Abstoßung der sie am schwersten bc- anscheinend nach den E^sicküspunkten dcS Vaters Schaumann gebildet war daß er ferner fein Terrain zur Ausübung der Jagd besaß und sich ausschließlich im Kugelschießen, nicht im Schrvt- schietzen übte. Ferner besänftigte sich der Mörder Bobrikows damit, für die geheimen Schützenvereine R e p e ti er g e w eh re und eine Art Uniform zu beschaffen. Zu diesem Zweck unterhielt er einen Briefwechsel mit einigen Personen in Stockholm. Schließlich findet man in den Papieren, die bei anderen Söhnen des früheren Senators Schaumann beschlagnahmt wurden, ost die Frage, der Organisation zur Erhebung Finlands behandelt. — In 1 enter Erwiderung auf diese Anschuldigungen gab Schaumann Vater in der Sitzung des höchsten Gerichts an, daß das fragliche, gegen ihn geltend gcnuWe Schriftstück tatsächlich von ihm geschrieben sei, ferner, daß die in Dem Schriftstück dar- gelegtcn Absichten verbrecherische seien, daß er aber das Projekt nur zum Zeitvertreib ausgearbeitet habe, aber niemals an eine praktische Verwirklichung desselben dachte. Tie in der Sitzung des höchsten Gerichts in Abo zutage geförderten Tatsachen werden in hohen Re- gierun gs kreisen als besonders ernst angesehen. Zn den zuständigen russischen Kreisen konnte man über Die Freisprechung Schaumanns nicht erstaunt sein, da nach dem Gesetze die einfache Absicht nicht strafbar i|t, wenn bei Angeschuldigte nichts getan hat, um sein Vorhaben auszufuhren. Im Falle eine Freispruchs könnte daher die bona Udes der fm ländischen Richter nicht angezweifelt werden. AicdtSdesio.veuiger würde mit diesem Prozeß der beabsichtigte Zwea doch erreich: sein, weil er eine niederschmetternde Anklage gegen die schwedisch gesinnten Agitatoren bedeutet, -wenn die russische Regierung nicht strenge Maßregeln zur Aufrechter Ha ltung der Ordnung ergriffen und die hauptsächliü ,ccii Anstifter angewiesen hätte, so hätte die ganze sindländische Bevölkerung die Heimat verlassen müssen. Ter Prozeß Schauinann ist ein Guaven- swß, der den sinländisären Oppositionsparteien verletzt wird: erläßt deren so gerühmte Lovalität in ihrem wahren Lichte erscheinen. Uns will es scheinen, als ob auch hier die Herren Russen m blinder Flnlünderfurcht, wie der berüchtigte Admiral Roschdjestwensky in blinder Japanersurcht, eine ziemlich harmlose Sache furchtbar tragisch genommen hätten. Tiefe ganze offiziöse russische Tarsrellung deutet an, daß diese Schaumann-Tragödie nicht viel unterschieden ist von der Sud ermann sch en Komödie vom r u r m g e s e l l e n Sokrates". Eine Handvoll biederer alter Herren haben ein bischen Schützenverein gespielt und zu ihrem eigenen Ergötzen dazu eine Reihe „hochverräterischer" Ak tenstücke fabriziert, die den Vereinsulk vollkommen machten. Kein Vernünftiger unter ihnen hat, nach eigenem Geständ- nis, je daran gedacht, diesen Mersp-aß ernst zu nehmen. Ter junge Schaumann war ein blutrünstiger Fanatiker, darüber besteht, nach seinem politischen Attentat, kein Zweifel. Ter alte Schaumann dagegen hat, wie es scheint, alle Züge des Sudermann'schen Zahnarztes Hartmeyer, der sich und seinen Freunden eine kleine Revolutionslomödie vor- mimt. Im Grunde aber ist er, wie der Sudermannsche Zahndoktor, ein harmloser alter Sprudellops, der keinem Menschen was zu Leide tut, sich im Gegenteil herzlich freut, wenn ihm niemand etwas anhat. Also die ganze „s i 11 i f cf) e Verschwörung" ist wohl nichts anderes als eine Komödie, die die russische Regierung ganz unnützerweise tragisch nimmt. Tabei unterliegt eS freilich keinem Zweifel, daß die russische Regierung gut täte, die F-inläuder zu schonen statt sie zu brutalisieren, um sie so zu wahrhaft treuen Volksgenossen zu machen. Durch barbarische Gewaltmaßregeln erobert man nicht die Herzen eines aus seine Ehre haltenden Volkes. einer Fabrik in Dresden, ihr Zustano wird bemerkt, der Fabrikleiter entläßt sie, sie liegt auf der Straße. Sie denkt an den Tod — sie will sich in Den Fluß stürzen, der Gedanke an ihr Kind hält sie zurück. Für ihr Kino will sie leben, wenn auch in äußerster Bedürftigkeit, in tiefster Einsamkeit. Sie flieht in das Gebirge, sie findet ab unö zu noch einige Arbeit, Hann vermag sie nicht mehr zu arbeiten, niemand gibt ihr Arbeit mehr, niemand nimmt sie auf — \u bettelt — sie bettelt, um wenigstens ihr ^eben so lange zu fristen, bis sie ihrem Kinde das Leben gegeben — dann will sie sterben, mitleidige Menschen werden sich ihres unschuldigen Kindes erbarmen — sie will für sich kein Erbarmen." (Fortsetzung folgt.) — Graf Baudissin (alias Frhr. 0. Schlicht), der Verfasser des Offiziers-Romans „Erstklassige Menschen", der jüngst wegen dieses Werkes vom Berliner (Gericht benirleilt wurde, hat sich bei diesem Urteil nicht beruhigt. Wie das „B. T." mitteilt, bat er Revision angemelbet. — Zn Frankfurt hielt Gras v. Baudissin am Samstag einen Vortrag über seinen Roman, dessen Tendenz er verteidigte. — BjörnsonsneuesSchauspiel „Tagland" (Verlag von A. Langen in München- wurde im Deutschen Theater zu Berlin am Samstag beifällig aufgenommen. Tas Drama behandelt den Konflikt zwischen autoritätsgläubigem Alter und forlsck>rittlich gesinnter Zugend, einen Konflikt, den Liebe löst. Tie dramatischen Vorgänge find an sich einfach, die Versöhnung zwischen dem Vater und den Kindern wiro dadurch herbeigeführt, daß Die älteste Tochter einer schweren Gefahr, in die sie sich trotzig begeben, glücklich entrinnt. Sv erklimmt, von harten Worten oes Vaters gepeitscht. Die schwinolige Höhe eines ewigen Schneeberges und g,-langt HZ! zurück. Zn die einsachen Vorgänge aber hat Björnson viel hineiugeheimnist unD damit das ohnehin nicht starke dra- rnati'<' Leben seines Stückes beeinträchtigt. — B lumc.irhals „Toter Löw e" (Verlag von Fontane a. Eo in . 1 te Lei der ersten Ausführung im „Deutschen Volkstheater" zu Wien guten, nach den beiden ersten Akten sogar starken Erfolg. inende» Schulden zu ermöglichen und eS dürfte voraussichtlich l flossene Vereinsjayr, baS nicht ungünstty adlchllefZT. Derk cbon nächstjährige Etat die Gelegenheit bieten, sich mit dieser Rechner wurde Entlastung erteilt. Tas Programm' des Frage iin Landtage zu befaffen. begonnenen Winbersemesters wurde alsdann sestgestektt. L__'________ _______ -----— Noch firn Laufe des November werden Pie Herren Tr. W>eaener Der ilUtlUnö in Deulsch-Südrvestasrika. über „Tibet" und Dr. Huth über die „Mandschurei^ in ™ -Tr , nm 29 Oktober ans der Aula des Kollegiengebäudes .Vorträge halten, denen Genetal v. Trotha m loct * am 1. Dezember ein Vortrag der Frau von Mormvetz Windhuk, 6 Uhr 10 Mtn. abendS: Arn 20. Oktober vertrieb ^^land" anschließt. Im Januar wird voraussichtlich die Patrouille von Krüger eine Abteilung Witbois von ^carib. Jj Tove-Jena über „Teutschsüdwest-Afrika" sprechen und Der Feind verlor zwei Tote, sowie Pferde und Vieh. Bei Kornemann-Tübingen über „Nordafrika" berichten. Der Station Gibeon wurden 1O0 Pferde geraubt. Die meist aktuellen Themata werden sicher nicht verfehlen, Patroiiille Steffen trieb in der Gegend von Rorntsas per Gesellschaft neue Freunde zu werben. Ter Mitglieder- OOO Stück Kleinvieh zusammen; ein Wilboi ivurde stand hält sich seither auf annähernd gleicher Höhe. Der Ach offen. Die Station Kleinpenz ist unbeschädigt und wird Vorstaiid wurde durch Zuruf wiedergewahlt und Pro. Dr. von ,ehn Slnfieblcm und Soldaten besetzt. Ain 23. Oktober Hansen neu rn den Vorstand ausgenommen Die ermr Revi- wurden die Wagen der Patrouille Steffen vier Stunden o°,^kgf'a»Ä Romtsas überfallen. Ein Reiter iind zwei Gmgeborene ^ouanmeldungen sind an die Schriftführer der Gesellschaft, diesseits gefallen. Am 26. Oktober stieß Die Patroiiille ^erren q Kindt oder A. Töpelmann zu richten. Der auf dem Wege von SUil) nach Pforte bei Packriem aus den Zahresbeitrag (Oktober—Oktober) betrügt 4 Mark. FlU Feind, der auf 60 Gewehre geschätzt ivird. Die zweite Ersatz- Studierende sind besondere Jahresabonuemettts zu 1.50 kompagnie ging am 27. Oktober mittags gegen Packriem vor. Mark eingerichtet. Lengerte ist nut einer Konipagnie und einer Batterie noch in th. Dorf - Gill, 30. Okt. Heute nachniittag wurdv Keetniannshopp. Eine Kompagnie ift in Warnibad. Iunser neues Schulhaus eingeweiht und seiner Be- Vom 3 0. Oktober liegt folgende Meldung des Gene- stirnrniing übergeben. Der Bau liegt an der Ecke der rals vor: Siach der Aussage von Gefangenen haben die Gießener Straße unö der Straße nach Grüningen und ent- H'ereros alles Vieh verloren. Die Kapitäne feien hält im Parterre 2 Klassenrärnne und im 1 Stock zwei ge- c‘ad) Britisch - Betach uenaland geflohen. Das räurnige Lehrerwohnungen. Ein recht geräumiger Hof, welcher lolf, halb verhungert und halb verdurstet, beginnt der Jugend als Spielplatz dient, ist vorhanden, hinter scheinbar ans dem Sandfeld nach dem Westen zurück- welchem sich für die beiden Lehrer, welche im Schulhause zuströnieii. Bei Elvare und Okmvaruniende haben mehrere ihre Wohnimg erhalten, Gärten befinden. Trupps, teilweise mit Gewehren, einen Psad in westlicher Bad-Nauheim, 29. Okt. Gestern vormittag 10 Uhr Richtung gekreuzt. Ans den Posten in Okatieknrl wurde am fand eine öffentliche Sitzung der Stadtverordneten 26. Oktober geschossen. Mühlensels ist angeiviksen, durch statt. Den einzigen Punkt der Tagesordnung bildete der Streifzüge die Gegend zu säubern. Umbau des städtischen Wasserwerks. Der Bürger- ■ - - ..............I niciftcr erteilt dem Direktor Lempelius-Barmen das Wott, Kecr unO welcher in seinem Referat über den jetzigen Zustand des - Wie die „Irls. Ztg/ vernimmt, wird im nächsten Wasserwerks und der Neuanlage der Pumpstation im Säckel- Herbst das 11. und 18. Arniee ko rps Ka ise rnia nö ve r graben zuiiächst aus die Frage der Erlangung eines guten haben. Hierzu sollen auch zwei bayerifche Korps hinzugezogen Trinkwassers, ohne die Heilquellen zu schädigen, emgeht. Bet werden dem früheren Proiekt des Staates ist es nicht klar gestellt, woher der Wasserbedarf bei den großen Ansorderungen her- genommen werden solle. Die vorn Staate nach allen Rich- hingen angestellten Erhebungen seien ziemlich ergebnislos verlausen, so daß der Staat jetzt weitere Untersuchungen aufgegeben habe. Bei der Stadt schieden diese Untersuchungen aus, da sich die auf den Säckelgraben erstreckten als günstig erwiesen haben- Ten besten Beweis habe der vergangene Sornnier gegeben, in dem der Grundwafferstand nur ganz minimal zurückgegangen sei, dieses beweise, daß man es mit einem Grundwasser zu tun habe, das kaum erschöpft würde. ** T er 1. Ausschuß Der 2. hessischen Kammer beantragt, den (in unserer letzten Nummer vesprock)enen) Antrag Der Abg. Schönberger unD 22 Genossen, betreffend Die lieber» nähme sämtlicher V-v l k s s chu 11 a st e n auf den Staat, ebenso Die Anträge Der Abgg. virschet und K ö h l e r , - betressend Die Erbauung einer Eisenbahn von G r ü n b e r g ,n a ch L i ch, sowie Den Antrag des Abg. Z o u tz und die Vorstellung des Bürgermeisters Z i in m e r zu Grunberg uit> 6 Genossen in gleichem Betreff; ferner auch den dringlichen Antrag des Abg. Breimer, betresiend die B e st e u c r u n g der auf hessischem Gebiet in Rhein und Main gebaggerten Baumaterialien, und Den Antrag Des Abg. Köhler, betreffenD Das B r a u n l o h l e n b e r g w e r k b e i M u n st e r un Sirene Gießen, sämtlich für erledigt erklären. Zu diesem letzteren Anträge äußerte sich Die Grotzh. Regierung dahin, daß mit Rücksicht auf das erhobene sachver- stänDige Gutachten nrcht die Absicht besiehe, das Brauniohlen- üergivert für den Staat zu erwerben, daß aber die zuständigen Behörden angewiesen luorDcii seien, die Grubenbesitzer zu Versuch S d v h r u u g e n in den in Betrat >t kommenden Gruben- lelDcm zu veranlassen. In der Kammersitzung am 4. März 1903 nahm Abg. Häusel Veranlassung, den mangelhasteu Betrieb und die geringe Ausbeutung der lonzessionierten BergwerkSfilder im allgemeinen zur Sprache zu bringen und bei der Großh. Regierung a115urcg.ii, u. a. die Ursachen des Wicht betreibens der schon vor Zayrziyni.n verliehenen Bergwerke festzustellen. Wurde doch kon- Äsern« ,«b»??«r.e'ä ***■*• ii-r Die w.itschasllick-e Entwickelung der betreffenden erzreick-eu wertes sei man jedenfalls nut der Ansicht umgegangen, ganz ivcgeiiDcn, j.i für das ganze Land, von nicht zu unterschviveuDem \m der Nähe Wasser zu schöpfen, daher sei seine Lage zu Wau teil in. Tenn es ilt nnbesirüten, daß zu den wichtigsten r . I^ach Versagen deS nächstliegenden Grundwassers Ä I» Ä Se man )L°hen und hi-- sei schicDcnü.'n Einslnß auf die gewerbliche Zndusirie und die Land- schon das Verfehlte der Anlage ausgetreten, daß man daS wirtschaft ausüben. Und noch erhebliche Mengen dieser P^pwerk „icht Dort errichtet hatte. Mit genauen Vor- Miucralschätze liegen unbeachtet im schoße un- .-^läaen konnte der Redner heute noch nicht hervortreten, das * man- not, geprüft werden- errät den M-dtvervrd. als eine wesentliche Urfache die Unzulänglichkeit des Berggesetzes, ueten, sich die Sache noch einmal zu überlegen und dann tu Das 5. B. hinsichtlil des ^Zettiebsumfapgcs dem Bergwcrlseigeiu Tagen über das Nähere endgülig zu beschließen. tümer einen so großen Spielraum lätzt, daß einem wirksamen ' ^eftenbacb, 27. Okt. Bei einem Dienstgang trafen Eingreisen seitens des Staates nicht uncrheolie Lchwrertgleiten i . b* %'Srffpr pin nerbäcBtin aus- sich entgegenslellen. Daß nun diese dem Bergwerksbesitzer über- zwei grafilch Meerholzsche Förster em verdächtig aus- lassene gewisse Willkür zu schweren Schädigungen der angesessenen sehendes Individuum tut Walde, das em Jagdgewehr Bevölkerung führen kann, beweist gerade die Eingabe ber (&> halb verborgen unterm Rock trug und beim Erscheinen der meinde Münster, deren Bewohner, wie auch anderorts, z. B ui ^ou.-l[cute entfliehen suchte. Er wurde jedoch festgehalten s» <*» m »#.«"•»*».«»-* und sich in Städten Arbeit zu suchen gezwungen wurden. Auch abgenommen und seine Personalien festgestellt. Er gab an Der Spekulationssucht wird durch das bestehende Gesetz Weber zu heißen und aus Gelnhausen gebürtig zu sein. Bet Vorschub geleistet, denn der Erwerbung größerer Grubenkomplexe bcn Nachforschungen in Gelnhausen ergab es sich jedoch, daß Ätahcn -in W-bc- dort gar nicht existiert Man -enrmtet daß es zu bezeichnen, wenn Die Mitteldeutsch^ Kreditbank das Anerbieten enter der Wilderer gewesen sei, die tn letzter Zett Ote um- Der „Gesellschaft Elifenbur 9" zu Berlin, das angeblich hegenden Wälder unsicher machen. aus Gründen der Aetriebsunmöglichkcit wegen Wchsorzudrangs . Burkhardsfelden, 29. Okt. Einen seltenen Fang 5—>1«m. «.««, e« »»ch». »-fch-» b" werben, ablehnte und 60 000 Mk. dafür forderte. Aehnliche Hunger m das Dors getrieben hatte, wollte sich am Hellen Fälle sanden in anderen Grubengebieten statt, sodaß nicht selten Tag einen saftigen Gänsebraten holen, wurde jedoch von bettiebSlustige Unternehmer vor der Erwerbung selchet^Bergwerke ^„jaen Bauern bemerkt, und obwohl er sich durch Schwimmen zurückschrecken. Als geeignetes Mittel, nin den beregtcn Mitzstaiiden, verfuckte ereilte ibn dennoch sein Geschick. Die ohne eine Aendcrung des Berggesetzes vom Januar 1876 vorzu- Z" retten vci)iici)ie, eicuic tyn oennoa) juh nehmen, wirtiam enigcgenzutrcten, hält der Ausschuß die Ein- Bauern verkauslen das Fell und erzielten einen Preis von sührung einer FeldeSabgabe, d. i. eine Besteuerung „„x 1 Mark. des GruöenfeldcS nach der Fläche und un wesintlichen Darmstadt, 30. Okt. Am 13. November wird die **■ «-* -* *»<** »~**i Was die Erbauung einer Eisenbahn von Lich nach tag des Landgrasen Philipp festlich begehen.^ Am Grünberg betrifft, so ist die 'Regierung bereit zur Be- Morgen hält der historische Verein einen Festakt ab, für den wilhgung des üblichen St a a ts zuschu sses, sobald die Fman- Herrmann die Festrede übernommen hat, und am Abend im °C wird im städtischen Saalbau eine mehr volkstümlich- Feie: Ter ‘2. Ausschuß beantragt die Anna h m e der Regierungs- statlsinden, deren Mittelpunkt daS von Dr. Rich. Weitbrecht Vorlage, betressend den Entwurf eines Gefetzes, die Verwahr- eigens für den Tag gedichtete Festspiel: »In Treuen ung von Verfügungen von Todeswegen betreffend. Silben soll. Die einleitende Ansprache hat Prälat - ------ .....— -------- D. Walz übernommen. Unter dem Vorsitz von Prof. Knoll SitnÖt UllD hat sich ein vorbereitender Festausschuß gebildet, der sich in- . T. , 1OA4 sonderheit große Verdienste um das Zustandekommen deS Gießen, den 31. Oktober 1904. von Darmstädter Damen und Herren darzustellenden Fest- "Empfänge. S. K. H. der Großherzog empfingen erworben hat. Etwa 75 Mitwirkende waren in der am 29. Oktober u. a. den Kammersänger Biisf-Gießen au§ h^tert Probe tätig. Auch anderwärts im Hessenland wird, Dresden. lvie wir hören, daS Festspiel zur Aufführung gelangen. " Auszeichnung. Dem Bremser Eckhardt von __ Klein-Linden ist uon St. Majestät dem Kaiser das Allgemeine ‘ ed)icsg(lc..i(flt fiir Arbeiterversichcrung. Ehrenzeichen verliehen worden. „. . r SlM 1OAl « Tie Geicllschaft für Erd- und Völker. G.eßen, den 31 Oktober 1904. Der Kellner Johannes Vöhl zu Nidda war mit feinem ievers, Anspruch auf Invalidenrente Don der Jnchalidenversicher- norden, weil nach dem Gutachten Gr. Kreis'gefundheitsäntts Büdingen Erwerbsunfähigkeit int Sinne des J>n^.-Gers.-G. nicht vorliege. Das Schiedsgericht kam jedoch auf Grund! eines von Gr. Kreisarzt Tw. Wniger zu Schotten ein- geholten Gutachtens, das im wesentlichen mit dem des> behandelnden Arztes überein stimmt, zu anderer Mrsicht und' verurteilte die Beklagte zur Zahlung der Invalidenrente in gesetzlicher Höhe vom 1. Januar 1904 ab'. — Die Landes- versicherungsänstalt Hessen-Nassau zu Kassel hatte die dem Konrad Kirchner II. zu Langenbergheim gewährt gewesene Invalidenrente eingestellt, da nach dem kreisärztlichen Gutachten Erwerbsunfähigkeit nicht mehr vorhanden sei. Auf die hiergegen eingelegte Berufung 'wurde dem Kirchner mangels Vorliegens der Voraussetzung des § 47 Abs. 1 JInv.-Mrs.-G. die Invalidenrente wieder zuerkannt. — Die seitens des Heinrich Müller zu Metzlos gegen den ihm eine Rente versagenden Bescheid der Invaliden Versicherungsanstalt Gr. Hessen verfolgte Berufung hatte keinen Erfolg, da nach dem Gutachten zweier beamteten Aerzte Invalidität im Sinne des Gesetzes als vorliegend nicht angenommen werden konnte. — ^Ebenso erging es der aus gleichem Anlaß von dem Christian Kircher zu Wolferborn eingelegten Berufung. — Den von der Marie Schrumpf Witwe zu Ms- feld wiederholt geltend gemachten Anspruch auf Invalidenrente hatte die Versicherungsanstalt in Darmstadt unter Hinweis auf die in derselben Sache unterm 25. Juni 1903 ergangene Entscheidung des Schiedsgerichts abgelehnt, da für die zweijährige Frist Pom 21. Dez. 1898 bis 21. Dez. 1900 anstatt 20 nur 8 Beitragswochen nachgewiesen feiert, somit die Anwartschaft auf Rente nach § 46 Jnv.-Vers.-Ges. erloschen sei. Ein Wiederaufleben der erloschenen Anwartschaft durch erneutes Zurücklegen der Wartezeit von 200 Wochen habe bis zum Eintritt der Invalidität nicht stattgefunden. Die vom Schiedsgericht auf die eingelegte Bie- rusung hin vorgenommene Prüfung der Sachlage führte zu keinem günstigen Resultat für die Klägerin. Der Erlaß des angefochtenen Bescheids konnte daher als ungerechtfertigt nicht erachtet werden. — Wegen einer Beinverletzung bezog der Knecht Reinhold Voigt zu Friedberg seit zwei Jahren eine Rente von 70 Prozent, die jedoch die Sektion 6 der Lagereiberufsgenossenschaft zu Mainz auf 60 Prozent herabgesetzt hatte. Das Schiedsgericht verurteilte die Be- russgenossenschaft mangels Vorliegens einer wesentlichen Besserung in dem Gesamtzustande nnÄ der darauf beruhenden Erwervsfähig^it des Voigt Attr Weiterzahlung der 70prozentigen Rente. — Dem Zimmergesellen Heinrich Schäfer zu Salz war für die Folgen eines am 31. Mai 1888 erlittenen Unfalls (Bruch der Schädelbasis mit Zerstörung fast sämtlicher linksseitiger Hirnnerven) von der Hess.-Nass. Bergwerksberufsgenossenschaft zu Frankfurt die gesetzliche Wollrente bewilligt worden. Am 12. Juli 1904 starb Schäfer an den Folgen eines Lungenleidens. Die Witwe des Verstorbenen stellte nun Antrag aus Gewährung der Hinterbliebenenrente. Die Berufsgenosseuschaft wies den Antrag zurück, da nach dem Gutachten des behandelnden Arztes ein Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem Lungenleiden nicht bestehe. Der hiergegen verfolgte^ Berufung wurde aus gleichen Gründen der Erfolg versagt. — Die dem Heinrich Ey zu Dudenrod gewährt gewesene Rente von 75 Prozent hatte die Sektion 1 der Hess.-Nass. Bau- gewerksberufsgenossenschaft zu Frcurkfurt aus 40 Prozent herabgesetzt, womit sich Ey nicht zufrieden gab. Das Schiedsgericht kam zwar ebenfalls zu der Ueberzeugung, daß in der Erwerbsfähigkeit des Verletzten eine Besserung eingetreten sei, es schätzte jedoch den Grad der noch bestehenden Erwerbsunfähigkeit aus 50 Proz, Demgemäß wurde die Beklagte zur Zahlung einer 50prozentigen Rente für verpflichtet erklärt. — Für die Folgen eines am 7. Sept. 1901 erlittenen Unfalles hatte die Zuckerberufsgenossenschaft zu Magdeburg dem Peter Heinrich Gerlach zu Stockheim bis einschl. 30. Juni 1904 die gesetzliche Wollrente gewährt. Eine RentengeWährung nach dem 1. Juli 1904 lehnte die Berufsgenossenschast ab, weshalb sich Gerlach an das Schiedsgericht wandte. Dieses sprach ihm nach Anhörung des Kreisarztes Dr. Königer zu Schotten eine Rente von 20 Prozent zu. i— Auf Gtrund der §§ 88, 90 Gewerbeunfallversicherungsgesetzes hatte die Tiesbauberussgenoffenschaft zu Berlin beim Schiedsgericht Antrag auf Herabsetzung der dem Steinbrecher Louis Eckhardt zu Unter-Schmitten gewährten Rente von 331/3 Proz. aus 20 Proz, beantragt. Der Antrag wurde als unbegründet zurückgewiesen, da nach dem Gutachten Gr. Kreisgesundheitsamts Büdingen eine wesentliche Besserung in dem Zustand des Eckhardt nicht eingetreten ist. — Dieselbe Berussgenossenschaft hatte die Rente des Georg Hofmann zu Bernmtshain von 25 Proz, auf 15 Proz. herabgesetzt. Das Schiedsgericht erachtete die Reduzierung der Rente nicht für gerechtfertigt und verurteilte die Berussgenossenschaft zur Weiterzahlung der 25prozentigen Rente. — Die dem Friedrich Fett zu Nieder- Weisel üoit der Ziegeleiberufsgenossenschast zu Wiesbaden gezahlte Rente wurde auf Antrag der Berussgenossenschaft gemäß § 88 Gesetzes vom Schiedsgericht eingestellt, da eine im wirtschaftlichen Leben meßbare Erwerbsunfähigkeit nicht mehr besteht. Dermifdyte*« • Das Jubiläam der „Vossischen Zeitung". Die Jubiläumsfeier des 200jährigen Bestehens der „Voss. Ztg." am Salustag war ein neuer Beweis, welches hohen Ansehens sich das Blatt weit über das Weichbild der Reichs- Hauptstadt erfreut. Die Feier begann mit Ansprachen des Chefredakteurs und des Vertreters der Expedition an die Eigentümer der Zeitung, deren Chefredakteur Bachmann ein kunstvoll ausgeführtes Album mit den Bildnissen aller jetzigen Redakteure uiid Mitarbeiter des Blattes überreichte. Die Glückwünsche der Berliner Handelskammer überbrachte Geh. Rat Herz, dec von sich sagen konnte, daß er seit 1842 Leser der „Voss. Ztg." ist. Raniens des Aeltestenkollegiums gratulierte Geh. Rat Helfft, namens des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller, soivie des Zentralausschusses der Berliner kailfiliännischen, gewerblichen und industriellen Vereine Kommerzienrat Jakob, namens der Freisinnigen Volkspartei Abg. Dr. Müller-Sagan, namens der Landtagsfraktion der Freisinnigen Volkspartei der Abg. Cassel. Zahlreiche telegraphische und briefliche Glückwünsche wurden verlesen. Glückwünsche lagen u. a. vor von dem Polizeipräsidenten, der Direktion der Reichsdruckerei, Dem Schweriner Geh. und Haliptarchiv und vielen Zeitungen, Vereinen und Behörden. Auch eine Reihe von Banken unb zahlreiche Freunde der Zeitung hatten gratuliert und zum Teil kostbare Blumenspenden übersandt. Eine Abordnung der Redaktion legte am Leisnig-Denkmal im Tiergarten einen Kranz nieder, dessen Wwmungsschlelfe die Worte trug: „Dem geistigen Führer durch die Jahrhunderte". * Ein Konfustonsrat. Der kürzlich verstorbene Bologneser Dichter und Politiker Panzanhi war bekannt wegen seiner unglaublichen Zerstreutheit. Wo er gratulieren mußte, schickte er Kondolenzbriefe und umgekehtt. Jstn Theater vergaß er seine Frau, ging zu Diners, wo man ihn nicht eingeladen hatte, während der gute Freund, bei dem er speisen sollte, ihn vergeblich bei einem für ihn hergerichteten lukullischen Mahle ermattete. Eines Tages begegnete Panzanhi in Ferrara einem Freund, der sich erst wenige'Tage vorher verheiratet hatte, und schlägt ihm freundschaftlich auf die Schulter mit den Worten: „Bravo, bravo, alter Junge, immer vergnügt, intmer jung, immer Junggeselle. Daß Du mir niemals die Eselei begehst, Dich zu verheiraten!" Der Freund startte ihn fassungslos an, denn Panzhani war als Trauzeuge eingeladen gewesen und hatte sich, da er verreisen mußte, vettreten lassen. . . . * Ein dreijährige s Mädchen von einem Frettchen erwürgt. In Nanterre haben unlängst Eltern auf ganz seltsame Art und Weise ein dreijähttges Töchterchen verloren. Das Kind lag in der Wiege und schlief, während die Mutter das Zimmer für kurze Zeit verlassen hatte. Als sie zurückkehrte, bot sich ihr ein schrecklicher Anblick. Kiffen und Bettzeug waren über und über mit Blut besudelt. Der Arzt konnte der trostlosen Mutter nur die Mitteilung von dem Tode des Kindes machen. An der Kehle und hinter dem Ohr entdeckte er zwei Bißwunden, aus denen das Blu geflossen war, und die den Tod des Kindes herbeigefühtt hatten. Der Arzt und die Eltern standen vor einem Rätsel und konnten sich nicht erklären, wer dem Kinde die Verletzungen hatte beibringen können. Schließlich fand der Vater in einer Ecke des Zimmers ein eingeschlafenes Frettchen, das Maul voller Blut. Es war kein Zweifel, daß das Tier, das einem Nachbar gehörte, durch die offen stehende Tür sich eingeschlichen und das schlafende Mädchen erwürgt hatte. * Vierlinge. Im letzten Dreivietteljahrhundert sind in Berlin dreimal Geburten von Vierlingen vorgekommen oeer je einmal auf etwa 650 000 Geburten. Untersuchungen haben bewiesen, daß die Gebutt von Zwillingen am wahrscheinlichsten ist, wenn sich die Mutter im Alter von 25 bis 29 Jahren befindet, während sich Drillinge am häufigsten bei 30—34 einstellen; außerdem ist ermittett worden, daß die Neigung zu Mehrfachgebutten mit der Zahl der Geburten überhaupt zunimmt, die eine Frau bereits hinter sich hat. Drillinge kommen meist bei Frauen vor, die schon 6 Kinder oder mehr zur Welt gebracht haben. Ueberhaupt stehi die Zahl der Mehrfachgebutten in geradem Verhältnis zur allgemeinen Fruchtbarkeit der Frau, so daß die Häufigkeit von Drillingen in einem Lande in Uebereinstimmung mit der Häupgkett der Zwillingsgebutten sein wird. In Rußland, wo schon auf 18 Geburten eine von Zwillingen trifft, entfällt eine Drillingsgeburt auf 4000 Geburten, während in Frankreich Zwillinge nur in einem von 99, Drillinge in einem von 8000 Fällen zur Welt kommen. Bei Vierlingen ist es gewöhnlicher, Kinder von verschiedenem als solche von gleichem Geschlecht zu finden, doch kommen sie überhaupt nur selten lebend zu Tage. Bei einem jüngst vorgekommenen Fall wogen die vier Kinder zusammen nur 5V2 Pfund; dagegen ist eine Vierlingsgeburt bekannt, bei der das Gewicht etwa 19 Pfund betrug. * Die amerikanischen Krösusse. Nach den jüngsten Steuerveranlagungen in den Vereinigten Staaten ist, wie aus Newyork berichtet wird, der Grundeigentumswert der größten Steuerzahler im ganzen Lande: M. Field, Chicago ... 40 000 000 Dollars, I. I. Astor, Newyork . . 35 300 000 W. Weightman, Philadelphia 30 000 000 Wm. W. Astor, Newyork . 27 500 000 L. Z. Leiter, Chicago . . 13 000 000 Otto Poung, Chicago . . H. C. Frick, Pittsburg . . F. White, Baltimore . . . W. Cheßmann, Denver . . 10 350 000 10 000 000 8 000 000 6 000 000 h u If w I. M. Sears, Boston . . 4 500 000 Von diesen zehn reichsten Grundbesitzern ist Weightman in Philadelphia kürzlich gestorben und hat seine einzige Tochter zur Universalerbin eingesetzt. Fields Reichtum ist natürlich ebensowenig wie der der übrigen Großgrundbesitzer durch die Ziffern der Steuerbehörde erschöpft; man schätzt vielmehr sein Gesamtvermögen, das zum Teil in Werten der Pulman Car Co. angelegt ist, auf etwa 250000000 bis 300000 000 Dollars. Unter den Steuerzahlern, die mit beweglichem Vermögen hoch eingeschätzt sind, stehen obenan Carnegie mit 5 000000 Dollars Einkommen, John D. Rockefeller mit 2 500 000 Dollars und Ruffel Saye, der bekannte New- yorker Geizhals, mit 2 000 000 Dollars. Die Vereinigten Staaten kennen bisher keine Steuergesetze, die es gestatten, die Reichen ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend heranzu- ziehen. Haupteinnahmequelle ist und bleibt vorläufig der Einfuhrzoll; eine Einkommensteuer befürworten nur die Radikalen. * Kleine Tageschronik. In Ober-Glottertal int Breisgau geriet durch Explosion einer Petroleumlampe in dem Hause des Arbeiters Rieder ein Bett in Brand, in welchem ein Kind schlief. Dieses erlitt so sckMere Brand- wunden, daß es nach kurzer Zett v erstarb. — Aus Veranlassung einer Preßfehde drana der Verleger der „Bernburger Ztg." Schwarzenberger in die Redaktion des „Anhalter Kurier" ein und ohrfeigte den Redakteur Zweck, welcher eine Pistolen- f 0 r d e r u n g a b l e h n t e und im „Kurier" Schwarzenberger als satisfaktionsunfähig bezeichnet hatte. — Der 24 Jahre alte Student der Chemie Richard Blümmer aus Zürich stürzte in der Nacht beim Nachhausekommen die Treppe seiner Wohnung hinab und brach das Genick. Er wurde am andern Morgen tot aufgefunden. Blümmer ist der Sohn eines Professors in Züttch. — Nach einer Meldung aus Gevelsberg (Rheinl.) wurde der 25jähttge Schlosser Battenberg, der auf Re- klamation vom Militärdienst fteigekommen, aber dann, als er seinen Verpflichtungen seiner alten Mutter gegenüber nicht nacfc kam, nach Mörchingen eingezogen. Tort hat er den Leutnant Toujours erstochen und dann ficty selbst den Hals durchschnitten. — Der seit August vermißte Professor Feller aus Zittau wurde am Fuße des Padaun erlog els (Tirol) als verweste Leiche gefunden. Er schttnt durch Absturz verunglückt zu sein. — In Albersweiler (Pfalz) versuchte der Fabrikarbeiter Heß das zweijährige Kind seiner Geliebten, der ledigen Fabrikarbeiterin Katharine Schuhmacher von Albersweiler, zu erschießen. Er drang in angetrunkeneni Zustande mit einem mit sechs Kugeln geladenen Revolver bewaffnet in die Wohnung derselben und feuerte sechs Schüße auf das Mini) ab, ohne es jedoch zu treffen. Tie Großmutter des Kindes wollte das Kind vor dem Angriff des Heß schützen, wurde aber, von verschiedenen Kugelschüssen an dem linken Oberarm a* heblich verletzt. Heß wurde verhaftet. Landwirtschaft. □ Marburg, 30. Oft Eine gestern mittag im Nestau, rant Schultz hier abgehaltene stark besuchte Versammlung des landwirtschaftlichen Kreisvereins besprach u. a. auch die im nächsten Jahre in unserer Nachbarstadt Frankenberg stattfindende Generalversammlung der Kasseler Landwirtschaftskammer und die damit verbundene große Viehausstellung. Um einen Ueberblick über das aus dem hiesigen Kreise sich zur Ausstellung eignende Vieh zu gewinnen, soll einige Wochen vorher in Verbindung mit dem 50jähttgen Stiftungsfest des landwittschaftlichen Kreisvereins eine von der Simmentaler und Vogelsberger Zuchstgenossenschast gemeinsam arrangierte Viehausstellung mit Prämiierung flott- finden. Kisenbahn-Zeitung. Ter Vize-Landmarschall von Mecklenburg-Schwerin, Freiherr von Maltzahn, brachte beim Amtskonvent den Antrag ein, die ^Regierung zu ersuchen, mit Preußen wegen des Abschlusses edier Eisenbahngemeinschaft in Verhandlungen zu treten. Der Antrag wurde angenommen und kommt auf dem. diesjährigen Landtage zur Verhandlung. ! j 1 | Spielptm: der orreimgten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 1. November *): „Hoffmanns Erzählungen.^ Mittwoch den 2. November: 2. Abonnements-Konzert. Donnerstag den 3. November: „Ter fliegende Holländer." Frettag den 4. Nov. geschlossen. Samstag den 5. November: »Das goldene Kreuz." Hierauf: „Tanzbilder." Sonntag den 6. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Das Veilchenmädel." Abends 7 Uhr: „Tannhäuser"^ und „Der Sängerkrieg .aus Wartburg." Montag den 7. Novbr- geschlossen. Schauspielhaus. Dienstag den 1. November*): „Im grünen Baum zur Nachtigall." Mittwoch den 2. November: „Uttel Skofta/' Donnerstag den 3. November: Gastspiel der Frau Sarah Bernhard mit ihrer französischen Gesellschaft: Zum ersten Male: „L'Aiglon." Freitag den 4. November: Gastsplel der Frau SarahBernhard mit ihrer ftanzösischen Gesellschaft: „La Dame aux Eamelias." Samstag den 5. November: „Nora." Sonntag den 6. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Traumulus." Abends 7 Uhr: Neu einstudiert: „Die Logenbrüder." Montag den 7. Nov»: „Der Pfarrer von Kirchseld." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Elngesan-t. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubttk stehenden ArtiLl übernimmt die Redattion dem Publikum gegenüber keinerlei^ Verantwortung.) Geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie einem Steuerzahler, daß er die öffenlliche Auf- merksamkeit auf einen Uebelstand richtet, der in wetten Kreisen als sehr unangenehm empfunden wird. Die Bezirkskasse hat — anders wie die Gemeindekaffe — nur an 4 Wochentagen Zahlstunden. Außerdem aber ist die Kaffe in den ErhebungS- monaten auch noch am 11., 12., 13., 26. und 27. geschlossen. Das hat zur Folge, daß z. B. in diesem Jahr die Kasse im Februar an 14 von 25 Wochentagen (also wett mehr als die Hälfte), im April und Juni an 10 von 26, im August an 15 (!) von 27, im Oktober an 12 von 26 Tagen geschlossen war. Im Februar und August trat sogar der Fall ein, daß die Kasse an 5 Wochentagen hinter einander dem Publikum nicht geöffnet war, so daß, wer z. B. Dienstag, den 9. August, an der Zahlung verhindert war, erst Dienstag, den 16. August, die Kasse roteber offen fand. Im Februar wie im August war die Kasse an zwei von 4 Samstagen, den erfahrungsgemäß beliebtesten Zahltagen, geschlossen. Diese Einttchtung mag ja für die Beamten sehr angenehm sein; für das Publttum ist sie jedenfalls unerfreulich: denn zu der Verminderung der Zahltage kommt der vermehrte Andrang an den übrigen Tagen, der oft ein halbstündiges Warten oder gar darüber hinaus zur Folge hat. Hier sollte dttngend Abhülse geschaffen werden. r. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, Bibel stunde^ im Konsir-mandensaal der Lukasgemeinde, Liebigsttaße 56.' Offb. Joh. 2, 8—11. Psarrer Euler. Summa: 47 (22) 32 (17) 10 (1) 5 (4) An m.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komineir. Mouatlichk liebrrficht drr Todesfälle in Gieße«. Monat September 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann MttttärH Sterblichkeitsziffer: 20,51 nach Abzug von 22 Ortsfremden: 10,91 °/oo. Kinder Schiffsliachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl L 0 0 S, Kirchenplah. Brennen, 26. Okt. (Per transatlantischen Telegraph.) Dee Doppelschrauben-Postdanipser „Neckar", Kapitän A. Harrassowitz, vonr Oiorddeutschen Lloyd m Bremen, ist heute 2 Uhr morge»iS wohlbehalten in Newyork angekommen. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensiahr: 2.-15. Jc Dyphthette 1(1) — — Kl) Keuchhusten Tuberkillose der 2 — 1 1 Lungen 5(2) 5(2) — — Lungenentzüiidung 2 (1) 1 — 1(1) Schlagfluß 1(D KD —- Herzkrankheiten 2 2 — — Darmkatarrh 1 —— 1 —— Atrophie 2 •— 2 — Lebensschwäche 2 -— 2 ■— Neubildungen 8(4) 8(4) — — Altersschwäche 2(1) 2(1) — — anderen Krankheiten 10 (6) 6(5) 4(1) — Verunglückung 6(6) 4(4) 2(2) Selbstmord 3 3 — Zamttien Nachrichten. Gestorben. Frau Acgine Moreau, geb. Nathan in Mainz. — Frau Mma Strauß, geb. Dernburg m Dieburg. Die Kindergedeihen vorzüglich dabei & leiden nicht* an Vordauungs Störung. hervorragend bewährt bei Brechdurchfall, Darmkatarrh, Diarrhoe etc. v Bekanntmachung. ____ Die von der Mrztokamnter ftir DraiidÄwura-Berutt Emgesetzte Kommission zur Bekämpfung der Kurpfuscherei hat die nachstehende beherzigenswerte Warnung vor Kurpfuschern deräffenblicht: / 4 „Während die vom Staate geprüften und approbierten ÄfetÄte bie öffentliche Anpreisuna Lhrer Leisritngen o!5 stanocSlmtvürdig ver schmähen, suchen Zahlreiche Personen ohne gründliche Kenntnisse das leidenoe Publikltm durch Zeitungsinserate, auf den Straßen verteilte Reklamen oder von Agenten kolportierte wertlose Bücher mrzulocken, svvbei sie sich trügerische Titel beilegen, unerfüllbare Versprechungen machen oder gefälschte, erkaufte oder erschwuidelte Tanksagungen veröffentlichen." „Tre Unsummen, die für diese Reklamen gezahlt werden müssen, beweisen, wie gewinnbringend dieses Geschäft ist. AuS dem Erlasse des Herrn Kultusministers vom 6. März- 1899 ergibt sich andererseits, daß üt den acht Jahren 1890 bis 1897 in Preußen nicht weniger als 177 Verurteilungen nicht approbierter Heilkünstler ivegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung zu insgesamt 63 Jahren^ 3 Monaten, 1 Tag Gefängnis erfolgt sind. DaS zkurier- verbot für nicht approbierte Personen ist 1869 vom Norddeutschen Bundestage aufgehoben worden, weil die Mehrheit der Volksvertreter annahm, daß das Publikum bereits aufgeklärt genug sei, sich vor schwindelhaften Spekulationen auf die Leichtgläubigkeit Kranker selbst zu schützen." „Möge demnach das Publikum die Vorsicht, die cs im geschäftlichen Per kehr zu. üben gewohnt ist, auch da anwenden, wo es sich um feine Gesundheit und sein Leben handelt. Nur der Titel Arzt garantiert dafür, daß der Staat den Besitzer dieses Titels geprüft hat. Alle anderen Titel betrachte man mit Mßtrauen. Alle Heilungsver- sprechen sind wertlos, denn wenn sie nicht erfüllt werden, kann die Schuld immer den Leidenden zugcschoben werden. Allen veröffentlichten Tanksagungen mißtraue man, ivenn man die Tanksagenden nicht als Hrenwerte Personen kenm und feöft befragt hat." ' 1 Gießen, den 27. Oktober 1904. . _LJ Großherzogliches Polrzeiamt Gießen. ________________Herberg._________________ Bekanntmachung. Der unter dem 12. November 1897 bezügna) der Berbin- -uugHstraßc zwischen Frankfurtcrstratze und dem Bahnübergang der Lbcrhcffifchcrr Eisenbahn genehmigte Fluchtlinteuplau soll insofern eine '.aenbenmg erfahren, als nun durch Beschluß der Stadwerordneten-Bersammtung vom 20. Oktober 1904 die Straße ohne Vorgärten zur Durchführung gebracht werden soll. Der Entwurf des neuen Fluchttunenplans liegt bis zum 16. November ds. J4. auf unserem Diefbauaint offen. Einwendungen gegen denselben sind binnen der gleichen Frist bei Meldung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Bw/10 Gießen, den 27. Oktober 1904. Großherovgliche Bürgermeisterei Gießen Mecum. Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung zu Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde drei llnterstützungslegate von jährlich 500 Mk. an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswiffenschaft aus den Provinzen Starkenburg und Oberhessen zu vergeben. Bewerbungen um diese Legate sind binnen vier Wochen bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Darmstadt, den 27. Oktober 1904. Dsi/io Großherzogliches Ministerium der Finanzen Abteilung für Finanzwiffenschast und Eisenbahnwesen. Emmerling. Wimmenauer. Bersteigerrmg. Dienstaa de« 1. November d. versteigere ich gegen Barzahlung: 1. Neustadt 55 dahier nachmitt. 2 Uhr: ca. 30 Mille Zigarren, 1 Billard, 1 Schwein, 100 Sack dement, ea. 60 Psd. Kaffee, 1 Fahrrad, 1 Nähmaschine, 2 Biersäulen, 6 Handelswagen mit Schalen, Plüsch u. andere Möbel. 2. Nordaulage 111mHofraum nachmitt. 6 Uhr: 70 Gerüst- Öen, 20 Dielen, 1 neuer wagen, 8 Speißkasten und 6 Bütten. Die Versteigerung zu 2 findet bestimmt, zu 1 teilweise statt. 8172s Born, GerichtSvollziel)er. Mtmch ökll2.M. I.J., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale, Sleuftobt 65: L 1 Kann? Leinöl, 1 gr. Faß Deckweitz, 1 Fatz OelgrÜn, 1 Katz Ocker. IL 2 Zugpferde, 1 Wagen mit eisernen Rungen, 1 Pianino, 1 eich. Sekretär, 2 Fahrräder, 1 Tafelwaae mit Marmorteller, 1 Theke mit Marmor- platte, 6 Mille Zigarren, Sosas, Kommoden, Kleiderschränke u. a. m. Die Versteigerung snb I indet bestimmt statt. 8187s Geiler, DonchtHvoklzieber. Reisszeuge Reissbretter Schienen Winkel in bester Qualität bei 7792 Ernst Balser MauSburg UL Kaufen Sie bald Ihren Winterbedars in neuen Konserven da alles sehr knapp ist. Bekanntmachung. Betreffend . Wassergenossenschast Inheiden. Donnerstag den 17. November d. I., nachmittags 8 Uhr, findet eine General - Versammlung der rubr. Waffergenoffenschast bei Wirt Eichelmann dahier mit folgender Tages-Ordnung statt: 1. Neuwahl des Genoffenschaftsvorstehers. 2. Neuwahl der vier Beisitzer und zweier Stellvertreter. So lange Vorrat, offeriere ich: Erbsen, billigste, l»Pfd.«Dose25H 2 , , 40, Bohnen , . . 1 , , 23, 2 . , 80, Suppcnspargel 2 , , 55 „ Brech-Spargel 1 „ , 46 „ mit Köpfen 2 , , 80 „ Slaugensparget 1 , , 60„ 2 , , 105, Carottcn . . 2 , , 85, Inheiden, am 30. Oktober 1904. Der Vorsteher der Wassergenoffenschaft. Reitz. 8183 Lieh. Mobiliar-Versteigerung. Mittwoch den 2. November l. I., von vormittags 9 Uhr au, sollen in der Hosraite des Büryenueisters Heller zu Lich nachfolgende tiegenftänbe öffentlich meistbietend versteigert werden: 4 vollständige Letten mit Matratzen, 6 Bettkolter, 3 Küchenschränke mit Aufsätzen, 1 runder Tisch, mehrere kleine Tische, Sessel, gepolsterte und Rohrstühle, 1 neuer amerit. Füllofen bester Konstruktion, Küchengeschirr und sonstige Hausgeräte, Metzgerei-Utensilien (Fleischhack- und Füllmaschine), mehrere kleine und 1 große Waschbütte, verschiedene Altertümer, darunter eine reich eingelegte, geschweifte Kommode, ein selten schönes Nippschränkchen, llupsersachen, Zinn, Leuchter, Spinnräder u. dergl. mehr. 8184 AWch jiit W- null Mkerknnde. Erster Vortrag ¥-V10 Donnerstag den 3. November 1904, abends 8*/4 Uhr in der großen Aula der Univerfität (stollegiengebände). Herr 0re Georg Wegener (Berlin): „Ueber Tibet" (mit Lichtbildern). Iermittelungssteüe für den Au- und Verkauf von Zuchtvieh im Anschluß an die Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberheffen Alsfcld. Pfifferlinge . 2,Psd..Dose65H Steinpilze . . 2 , , HO , Mirabellen . l.Psd.»Dose42^ 2 72 Kirschen ... 1 * *, 45 * 2 u „ 80, Bei größeren Aufträgen Extra-Rabatt. L. Steinhäuser Neuen Bäue 17. 18182 JwTi zum Geburtstage scheinen. Brrparnls an Zelt, Seite and Brennmaterial ca. 76 Prozent. 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