Erstes Blatt Montag 31. Oktober 1904 tu. Die Heutige Wummer umfaßt 10 Seiten hiergegen *e ■ fit »80 wozu lode, un - Der 184. Jahrgang ►w ■ 5 # s ' L Die Ruffen in Vigo erklären dos Gerücht, sie hätten einen Dampfer an der dänischen Küste beschaffen, auf das bestimmteste als unwahr. ► * 1 e ^ur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen argu- ehers geant Airts In Tanger sind, nach neuesten Meldungen (vgl. die heutige Wochenschau) gegenwärtig 2russischeGeschwader- d.ivisionen, zu denen 21 Schiffe gehören, darunter zehn Panzerschiffe, vier Kreuzer und sieben Torpedoboote, unter dem Kommando der Admirale Folkersohn und Enkwist vereinigt. Nach Meldungen aus Kiel ließ Admiral Roschdjest- wenski auf der Fahrt durch den Großen Belt zwei idiug, inrA öhner hnns schloffen sind. Die Einwendungen sind schriftlich (Papier in Aktengröße) abzusaffen und zu begründen. Büdingen, den 26. Oktober 1904. Der Großherzogliche Feldbereinigungskornmissär: Schnittspahn, Negierungsasseffor. scharfe Schüsse auf einen nordwärts gehenden, bekannt gebliebenen Dampfer abseuern. Dampfer, der nicht getroffen wurde, entkam. — Tie Kunst des Jahres. Deutsche Kunst-Ausstellungen 190 4 nennt sich ein bei der Verlagsanftalt Fr. Bruckrnann A.-G. in München erschienener ftattlicbcr Ouartbmrd, der eine rechte Augenweide für jeden Kunstfreund darstellt. . Es ist erstaunlich, was darin um den Preis von 5 Mk. geboten wird: 250 «schön gedruckte Abbildungen, die eine Auslese der Gemälde und Skulpturen darstellen, die auf den heurigen deutschen Ausstellungen vorgeführt wurden. So gibt das Merk einmal einen Gradmesser für den momentanen Stand der Kunst in allen Kulturländern, dann aber auch einen Ueberblick über- die fortschreitende Entwicklung des lebten Jahres. Und auch, darin liegt, wie wir meinen, ein Vorzug dieser Publikation, daß sie nur die Kunstwerke selber zum Beschauer sprechen läßt und somit zur Bildung eines selbständigen Urteil zwingt. Alle, die den Anblick der Originale entbehren mußten, werden in dem Bande einen Ersatz dafür erblicken dürfen. furt a. M. einige Lieder und die Arie der Gräfin ans „Figaros Hochzeit" zum Vortrag. Ich Haffe leider bis jetzt noch nicht das.Vergnügen gehabt, Frau Hensel-Schweitzer in der Oper, ihrem eigensten Gebiet, singen zu hören; ich will mich deshalb eines Urteils enthalten und vom heutigen Tage nur als Chronist berichten, daß die Künstlerin die Arie aus Figaros Hochzeit, die übrigens meiner Ansicht nach wie alle Torsi aus Opern nicht in den Konzertsaal gehört, mit einer vorzüglichen Aussprache und gilt geschulter Stimme von bisweilen fast zu starkem Ton für unfern Konzertsaal, mit reiner, klarer Intonation zu Gehör brachte, daß sie ferner drei Lieder, „Das' erste «Veilchien" von Mendelssohn, dies so anspruchslose Lied, für meinen Geschmack mit etwas z'u viel Pathos, ferner ..Ich liebe Dich" von Sekles und die „Widmung" von SchrnnNnn, ansprechend', letzteres sogar sehr schön, sang und vom Publikum' zu einer Zugabe, Don Hildach, wenn ich nicht irre, veranlaßt wurde, und in der sie ihr Bestes gab. Die Klavierbegleitung führte Herr Trantmann wie immer vollendet auSi Alles in allem: ein schöner Mend, der eine gute Vor» ffcdentnng für die kommenden sein mag. -n- deutsches Reich. Berlin, 30. Oft. Gestern unternahm der Kaiser einen Ausritt und hörte später die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamts und des Chefs deS Militär- kabinets. Die Kaiserin, Herzogin Cecilie zu Mecklenburg rmd der Kronprinz fuhren mit Sonderzug nach Berlin, von wo die Herzogin sich auf einige Tage nach Serrahn L M. begab. — Als späterer ständiger Sommeraufenthalt be5 Kronprinzlichen Paares ist Schloß Babelsberg bestimmt. rrigz S* i)ter, hter i'nibt Wom Kriegsschauplätze. Petersburg, 30. Okt. Ein Telegramm des Generaladjutanten Kuropatkin vom 29. Oktober an den Kaiser besagt: Am 29. Oktober liefen keine Me düngen über Kämpfe ein. Bei einer gewaltsamen Rekognoszierung, die eine Kavallerieabteilung am 28. Oktober unternahm, wurde nach einem Gefecht der abgesessenen Kavallerie, wobei auch Artillerie mitwirkte, das Dorf Tschiantanhean von uns besetzt. Ter Gegner verließ Sandepu. Am 28. Oktober versuchten die Japaner, unsere Freiwilligen aus einem eine Werst _ von Tschanliapu gelegenen Dorfe zu vertreiben. Der Feind beschoß wähvend des ganzen Tages das Dorf mit heftigem Artilterie- findet daselbst statt: Dienstag, den 15. November 1904, vormittags von 9 y2 bis 10 */, Nhr, ich die beteiligten Grundbesitzer mit dem Ansügen ein- daß die Nichtecscheinenden mit Einwendungen ausge- chpd W um W Äin 11 des Kekmnttmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Borsdorf; hier den allgemeinen Meliorationsplan. In der Zeit vom 1. November bis einschließlich 14. November 1904 liegen auf dein Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Vorsdorf die Arbeiten des I. Abschnittes obiger Feldbereinigung, nämlich: der allgemeine Meliorationsplan nebst Erlänterungsbericht und Prüfungsprotokoll linde« iann= iWt die Nachricht vom Auslaufen der britischen Flotte veranlaßten, daß man sich herffeilieK einen Bericht einzufordern. Die englische Regierung hat die Entschädigungssumme auf 20000 00 Rtiffek festgesetzt. Der Brud er des Zaren, Großfürst Michael, soll (!?) sich persönlich nach London begeben, um König Eduard die Entschuldigung des Zaren zu übermitteln. — Am 30. Oktober empfing der Zar in längerer Audienz den englischen Botschafter Charles Hardinge. Wie aus guter Quelle verlautet, hat gleich 'nach dem Eintreffen der Nachricht des Zwischenfalles ein Mitglied der Königlich englischenFamilie seinem Bankier den Auftrag ^gegeben, sofort alle seine Wertpapiere zu verkaufen. Jetzt hat dasselbe Mitglied de« Auftrag zum Rückkauf erteilt. Die englische und die russische Negierung verhandeln jetzt mit mehreren Mächten einschließlich Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und Italiens über die Zusammensetzung der internationalen Untersuchungs- komMission. Es verlautet, daß das Tribunal sich hauptsächlich mit folgenden Fragen zu beschäftigen haben wird: ob irgend etwas geschah, was das Feuern rechtfertigte; ob die britische Fischerflotte etwas tat, was zum Feuern berechtigte; ob Grund für die Behauptung vorhanden ist, daß japanische Torpedoboote in jener Gegend waren. Nach Petersburger Depeschen wird zunächst in Vigo eine vorläufige Untersuchung gehalten werden, und die beschuldigten Offiziere werden vorläufig dort bleiben. Der dortige Marinekommandant erhielt von der spanischen Regierung die Anweisung, daß das ruffische Geschwader zum Verbleib in Vigo ermächtigt sei. Der Kommandant des englischen Kreuzers „Lancaster" ist am 29. Oktober in Vigo eingetroffen. Er hatte eine Besprechung mit dem russischen Admiral Noschdjestwensky und setzte noch am Abend seine Reise fort. Fünf andere englische Fahrzeuge kreuzen vor den Ciesinseln. Beethoven, ja auch Brahms stehenden Künstler, „die Verschmelzung deutscher Geisteselemente mit dem natürlichen Klanggesühl des Italieners", zeigt auch das Trio. Unschwer verständlich im Aufbau und der Entwicklung seiner Thema des Einleitungssatzes an bis zu dem Prestoso, von Thema des Emleitungssatzes an bis zu dem" Prestosa, von einem sprudelnden Humor in dem Scherzo, ist es durchaus originell gehalten, wenn man auch manchmal, so namentlich in den Rhythmen, cm Schumannsche Werke erinnert wird. Sehr geschickt ist die Behandlung der Instrumente, deren Klangfarbe wunderbar zur Geltung kommt; ich erinnere namentlich an das schöne Thema für die Geige auf der G-Seite. Am wenigsten gelungen scheint mir, soweit man nach einmaligem Hören ohne Kenntnis der Partitur urteilen kann, der Schlußsatz; er fällt für meinen Geschmack nach dem prächtigen Scherzo ab'. Jedenfalls ist es ein dankenswertes Verdienst der Künstler, uns mit dem Werke bekannt gemacht zu haben, das es wagen darf, auf einem Programm mit Brahms und Beethoven zusammen zu stehen. Die Violoncellsonate von Brahms war ein Genuß für jeden Verehrer Brahmsscher Kunst. Das gegenüber dcml Bossischen Trio fast herbe, aber so tief innerliche, zu Herzen gehende Werk bot Herrn Hcgar eine dankbare Aufgabe, die er in gewohnter vornehmer, technisch einwandfreier! Weise löste. Den Klavierpart führte Herr Trautmann aus; das sagt wohl alles. Ten Schluß des instrumentalen Teils wie des ganzen Konzertes bildete Beethovens herrliches „Harfempiartett" op. 74, gespielt von den Herren R e b n e r, Lorenz, N a t - ter er und He gar. lieber das Werk, dessen Schönheiten nicht auszuschöpsen sind, bedarf es keiner Worte, die Wiedergabe namentlich des wunderbaren Lldagios und des Schlußsatzes waren vorzüglich, während mir das Zusammenspiel in den beiden anderen Sätzen, namentlich dem Eiu- leitungssaü, des rechten Klangs imb der Wärme zu entbehren schien. Zv'ifckr i! diesen drei Pfeilern de§ Konzerts brachte die Opern säug in Frau Hensel-Schweitzer aus Frank- -Aus- milie, Trin chter, iÖlöig den lisa- dcm geb. ftarl eine es- jckm «Pi. Konzert des Kießener Konzertvereins. Gieß en, 31. Okt. Der Konzertverein eröffnete gestern die musikalische Saison mit einem Kammermusikabend vor leidlich besetztem Hause. Ob als Ouvertüre zu der int Rahmen der zehn Konzerte verheißenen Darbietungen der neuen Konzertvereinigung ein Orchesterkonzert nicht geeigneter gewesen wäre, darüber mag man verschiedener Meinung, fein, -"ach der musikstillen Sommerzeit gleich mit so fernen Lecker- isbsen zu kommen, wie ihn dieses Programm bot, ohne vorher beim Publikum durch ein Orchesterkonzert die musikalische Aufnahmefähigkeit und Stimmung geweckt zu haben, setzt jedenfalls musikalisch gut geschulte Hörer voraus; wenn der Verein von dieser Voraussetzung ausgehen durste, ist es 'das Verdienst der T r a u t m a n n s ch e n Kammer- musi t'v e r ein i gun g nicht zum kleinsten Teile, die in mehrjähriger treuer Arbeit den Boden beackert und das Verständnis und die Freude an diesem schönsten Ztvetg der Musik, der Kammermusik, mächtig gefördert hat. Von diesem Gesichtspunkt ans gebührte ihr wohl auch der erste Tag. ,,, Tas Programm des Abends führte von Bossi über Brahms zu Beethoven. Enrico Bossi, von den Neuitalie- nern, Bussini, Mertucci u. a., Namen, die der italienischen Musilkunst wieder einen ehrenvollen Platz verschafft und guten Klang haben, wohl einer der bedeutendsten, ift in Deutschland'noch toeni bekanngt. Einige seiner Chorwerke sind mit gutem Erfolg mifgesührt worden; der „Kunstwart" hat warm für ihn geworben; das große Publikum kennt ihn kaum. Daß er es verdient, gekannt zu sein, hat wohl die von dem uns Gießenern liebgewohnten Trio Rebner-Hegar- Traut mann vollendet, mit sichtbarer Freude gespielte Wiedergabe seines Klaviertrios op. 107 bewiesen. Die von seinem Chorwerke gerühmten Vorzüge, die sinnliche Klangfülle der Melodienreichtum, namentlich aber, bei dem auf den Schultern unserer deutschen Meister Schumann, Nr. 5856 außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamillen« Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der BrÜhl'schen Untverl^Bucb-u. Steindruckerei. 8t Lang«. Redaktion, TrvedMom und Druckerei: Gchukyraße 7, Adreffe für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. bl. ogen lahme r und : freie ictiicb „San- Die Zwischenfälle in der Wordsee. Wegen des deutschen Dampfers „Sonntag", der bekanntlich von der russischen Flotte beschossen wurde, ist seitens der deutschen Negierung die Untersuchung eingeleitet worden. Ein Bericht des Kapitäns liegt der zuständigen Stelle zurzieit noch nicht vor. Sein JUHalt wird die Unterlage flir die zu ergreifenden diplomatischen^ Maßnahmen sein, die — so wird jetzt endlich halb- offiziös' verkündet — sicherlich den deutschen JUteressew gerecht, sich "aber sonst, wie schon der im Vergleich zü Hulk viel leichtere "Fall bedingt, in ruhigen Bahnen bewegen! werden. Wie vorauszusehen war, sind die englischen Chauvinisten enttäuscht über das englisch-russische Ueber- einkommen.' „Standard" und die „Moruing Post" greifen Balfour und die Regierung deswegen an und erklären es für eine Demütigung Englands, daß es von seiner Forderung, der sofortigen Bestrafung der schuldigen Offiziere, zurMgegangen und die eigenhändige summarische Mstrafung aus der Hand gegeben habe. Hiernach erscheine der von England erhobene Lärm und das enorme Aufgebot von Machtmitteln lächerlich. Die oppositionellen Blätter Londons drücken ihre Befriedigung darüber aus, daß der Mobilmachungsbefehl noch nicht zurückgezogen ist. Diejenigen russischen Schiffe, welche an der Beschießung der Fischerflotte beteiligt sind, wurden bis jetzt noch nicht namhaft, gemacht. Das „Echo de Paris" Meldet a!us Peter sbur g : Wir waren tatsächlich zwei Finger breit vom Kriege ; wir haben die Katastrophe nur dank der Entschlossenheit Lambsdorffs, den der Zar unterstützte, und dem geschickten Eingreifen Frankreichs vermieden. Drei Tage lang hatte man auf der Admiralität Lambsdorff nicht nur Älus- kunft verweigert, sondern auch abgelehnt, um Auskunft m drahten. Erst ein bestimmter Befehl des Kaisers und O «smsST ve»rrgOpret»r V Pw ’&y monatlich7LP^ viertel» GiehenerAilzelger« «enerol-lndger " Amts- und »nzeigeblatt für den Kreis Gietzen W-Z ________ ___________________ zeiyenteil: Hans Beck. feuer. Die Freiwilligen behaupteten jedoch unter unbedeutenden. Verlusten das Dorf. Eine feindliche Abteilung, die aus zwei Kompagnien mit zwei Maschinengewehren und zwei Eska- drons bestand, versuchte unsere Vorhutabteilung aus dem Dorfe Tain, sechs Werft südlich vom Uaßfulinpaß, zu verdrängen, wurde aber zurückgefchlagen. In der Nacht zum 29. Oktober unternahmen die Freiwilligen eine • Rekognoszierung nach dem Berge mit dem Götzentempel, zwei Werft südlich von Jansintuu. Die Freiwilligen besetzten die untere Schanzenreihe, wurden aber durch ein starkes Gewehrfeuer aus den oberen Schanzen befckwssen. Die ganze Abteilung zog sich, indem sie das Feuer erwiderte, auf ihre Stellungen zurück. Freiwillige, die das Dorf Fynsin, eine Werst südlich von Liuziatun besetzt hielten, wurden in der Nacht von überlege-nen feindlichen Streitkräften angegriffen und zogen sich nach Liudziatun zurück. Bei Tagesanbruch gingen die^ Freiwilligen zum Angriff über und be* setzten das Dorf Fynsin wiederum, das von den Japanern eingeäschert war. Port Arthur. Shanghai, 29. Okt. Nach Meldungen, die hier aus Tokis eingetroffen sind, wollen die Javaner anfangs November einen starken Sturm auf Port Arthur versuchen, um die Festung dem Mikado als Geburtstagsgeschenk zu präsentieren. Tokio, 29. Okt. Aus Daln vhier eingelaufene Berichte besagen, daß die Beschießung Port Arthurs am 26. l. M. in der Stadt großen Schaden angerichtet hat; zahlreiche Häuser seien ein Raub der Flammen getvorden. Die Geschütze aus dem von den Russen besetzten Fort Kikiwan wurden von den Japanern um Schweigen gebracht. Das dortige Pulvermagazin wurde durch japanische Granaten zur Explosion gebracht. Neber die russische Mobilmachung im Westen des Reiches wird berichtet: Die für Ostasien bestimmten Reservisten aus Rrffisch-Polen sind in Czentvchau zusammen gezogen. Ihre Zahl »eträgt gegen 60 0 0 0. Bei dieser Massenzusammenziehung von Menschen steigen die Preise von Lebensmitteln außerordentlich. Ein Pftmd Brot kostet bereits 15 Kopeken. Die Kasemements und Logis reichen nicht aus, die Re«servisten zir beherbergen, weshalb eine große Anzahl aNabcndlich nach Haüse fährt, um am nächsten Morgen wieder zu erscheinen. Die Warschau-Wiener Bahn rnuß den Leutm freie Fahrt gewähren. In Czentochau find, seit die RegimeMer dort eingezogen sind, die Destillen geschlossen. Vielen der Leute wurde ihr Sold vorenthalten. Der „N. Fr. Pr." wird aus Lemberg vom 30. d. M. gemeldet: Gestern sind in Brodt), Tamopol, Podwolochska, Lubaczow, Buczacz und in anderen westlichen galizischen Grenzorten zahlreiche russische Militär flüchtlinge em getroffen. Inj Buczacz hat der Vezirkshauptmann den russischen Deserteuren aufgetragen, binnen 48 Stunden die Stadt zu verlassen. Petersburg, 30. Okt. Die Abreise des Kaisers zur Besichtigung der mobilisierten Truppen ist für Ende dieser Woche in Aussicht genommen. Dem Vernehmen nach passiert der Kaffer Anfang November alten Stils Tschugujew im Gouvernement Charkow, wo die für die zweite Mandschureiarmee bestimmte 10. valleriedivision steht. General Baron Kaulbars, Chef des Mffitärbezirks Odessa, soll, wie verlautet, zum Chef der ersten Mandschurei- a r m e e ernant werden. verhält sich reserviert. bald (?) übel b estellt sein. Kaisers dem Präsidenten Loubet ein Gemälde Verräter an. — Der russische Gesandte überreichte im Namen alle Vorbereitungen. Wien, 30. Okt. In der Angelegenheit des Abschlusses oes Handels- und Zollvertrages mit Deutsch, land trat heute unter dem Vorsitze deS Ministers Grasen Goluchowsky eine gemeinsame Ministerkonferenz zusammen, an der die Ministerpräsideuten von Körber und Graf Tisza ein Vogel sei, gewöhnlich fliegen sie nur in den Frühlingstagen umher. Dieses Jahr hats aber bei den Frühlingsboten eine Verwirrung gegeben: vorgestern ein blühendes Veilchen, heute ein Maikäfer. Er ist, wie man uns versichert, in der Nähe des Philosophenwaldes ganz munter mnher- geflogen, wahrscheinlich heroorgelockt von den warmen Sonnenstrahlen des gestrigen Sonntags. Wir haben das ! Wundertierchen unserem Redaktions-Museum einverleibt. Ausland. Paris, 30. Okt. Die heutigen Blätter veröffentlichen den Wortlaut der Regierungsvorlage betreffend die Trennung zwischen Kirche und Staat. Nach diesem Projekt findet eine vollständige Abschaffung sämtlicher öffentlicher Ausgaben für Kulten statt. Die Vorlage setzt Pensionen für Priester je nach. Alter und den Jahren ihrer Tätigkeit fest. Tie Kultusgebaude liehen den religiösen Vereinigungen bis zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes unentgeltlich zur Verfügung. Nach dieser Zeit werden diese Bauten den einzelnen Kulten auf 10 Jahre verpachtet. Der Preis für die Verpachtung darf ein Zehntel des Einkommens der betreffenden kirchlichen Gemeinde nicht übersleigen. Die Einnahme wird aus Grund strenger lieber» | wachungssysteme kontrolliert, Prozessionen und andere religiösen Kundgebungen dürfen nicht auf öffentlichen Plätzen oder anderen öffentlichen Orten stattfinden. Auch ist es streng untersagt, an öffentlichen Gebäuden und Plätzen irgendwelche religiösen Embleme anzubringen oder aufzurichten. — Die Blätter kommentieren die letzte Kammersitzung. ,Matin" sagt: Der Sturm der Entrüstung hat all die Schande, die Infamie und die Falschheit, welche eine Hand voll Spitzel, die aus Versehen die Uniform französischer Offiziere tragen, langsam aber sicher in den Bureaus des Kriegsministeriums gesammelt hatte, weggefegt. Es bleibt jetzt nur noch zuzusehen, daß nichts aus den Trümmern gerettet wird, denn dann würde ein neuer Sturm wegfegen, was gut gemacht wurde. — „Pctite Rcpublique" schreibt: Andrs wird seine Pflicht erkennen, die auf einen Staatsstreich gerichteten Bestrebungen niederzukämpfen, er möge sich dabei nicht beeinfluffen laffen, sondern kräftig gegen den Feind vorgehen. — „L'Action" meint: Ministerien vergehen, aber die Freimaurerei bleibt bestehen; ihre Existenz ist mit derjenigen der Republick eng verbunden. Also, Freunde der Freimaurerei, fahret fort, die Klerikalen zu kontrolieren, weil dies ihnen unlieb ist. — „Echo de Paris" sagt, man könne behaupten, daß der Kriegsminister tätlich getroffen hervorgegangen ist. Die Verantwortlichkeit für das monströse Werk, dessen Opfer die Armee geworden, falle auf den Mi- Aus Stadl uud Land. Gießen, 31. Oktober 1904. •• R efo rmati onstag. Heute ist der Erinnerungstag des Beginns der Reformation. Am 31. Oktober 1517 schlug Luther die Thesen an die Schloßkirche 51t Wittenberg. ** Gießener S t a d t t h e a t e r. Der gestrige Sonntag war der heiteren Muse gewidmet. Earl Laufs „Toller Einfall" birgt in seinen vier Men keine anderen originellen Scherze als den einzigen, auf welchen der ganze Schwank auf geb mit ist. Ein lustiger Student der Medizin vermietet in Abwesenheit seiner .Verwandten, bei denen er seine „Bude" aufgeschlagen hat, deren geräumige möblierte Wohnung, die ihm von seinem Onkel zur Verwaltung und Neberwachung anvertraut worden ist, an allerlei merkwürdige Kostgänger: einen von Schuldnern, Schwiegermutter und seiner ausgegebenen Braut gehetzten und viel gesuchten, schwindelhaften jungen Nichtstuer, einen alten, höchst nervösen „Komponisten", ferner an eine Operettensängerin und endlich an die famose Familie Bender, bestehend aus Vater, Mutter und Tochter, mit deren häuslichem Leben viel Spiel getrieben wird. Die kleine Tochter flüchtet natürlich dem jungen Mediziner in die Arme, der sich schließlich, sowohl als Heiratskandidat wie als Vermieter, in ein ganzes Netz von Anforderungen verstrickt sieht und die Stunde verwünscht, da der Wichsier seines Korps ihm den verhängnisvollen Einfall unterbreitete und sogleich als Mädchen für alles seinen Dienst anttat. Laufs zeigt in diesem Schwank eine schon aus „Pension Schöller" bekannte merkwürdige Vorliebe für Mreife und Wiederkehr, viel bewohnte Häuser, verrammelte Türen u. dgl., und man könnte, wenn man schon einmal den „tollen Einfall" als Basis für einen Schwant'oder eine Posse ausersehen wollte, sicher- 1 lich etwas mehr originellen Witz und weniger so oft Dagewesenes entwickeln. Gelacht wurde gestern sehr viel in dem fast bis auf den letzten Platz besetzten Hause. Die Darstellung war im allgemeinen zufriedenstellend; dem Studenten, der von Herrn Andreas gespielt wurde, hat der Verfasser deS Schwanks im Grunde wenig Humor mitgegeben; für Heiterkeit sorgten in erster Linie das „Mädchen für alles", Wichsier Birnstiel (Herr Lippert), der sonderbare Musikdirektor (§crr de Giorgi) und das Ehepaar Bender, das von Herrn E 0 n r a bX und Frau Fischer würdig vertteten war. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. -ch. Frankenvaey am Dlwsverg, zy. an. Mr unser« am 13. September d. IS. durch ein Gewitter, verbunden mit Wirbelwind, schwer geschädigten Mitbürger hat der Magistrat von Biedenkopf eine Spende von 100 Mark der hiesigen Gemeinde zur Verteilung überwiesen. X Aus dem Biebertal, 29. Okt. Der Vorstand des für Rodheim und Umgegend begründeten Lokal» Gewerbe Vereins hat sich in einer Eingabe an die Handwerkerkammer sWiesbaden gewandt, um für den südlichen Teil unseres Kreises eine besondere PrüfungSkommiffion für die Gesellen- und Meisterprüfungen einzurichten. R.-B. Darmstadt, 31. Okt. (Eigener Drahtbericht.) Auf der Weltausstellung in St. Louis hat die Hess. Weinbaudomänenverwaltung einen schönen Erfolg erzielt. Es wurde ihr für ihre dort ausgestellten Domanial- wcine die goldene Medaille verliehen. — Der Fabrikbesitzer O. Recke in Rheydt hat vorgestern vor der Technischen Hochschule seine Prüfung zum Doktor-Ingenieur mit Auszeichnung bestanden. Worms, 31. Okt. Gestern nachmittag wurde die erste Tagung der deutschen Synodalen, zu welcher gegen 500 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands eingetroffen 'ind, durch einen Festgottesdienst in der Dreisaltigkeitskirche eierlich eingeleitet. Pfarrer Walter-Worms hielt den Altar- üenft, während Pfarrer Veesenmeyer-Wiesbaden die Festpredigt hielt. Nachdem sodann um halb 7 Uhr nachmittags eine Sitzung des erweiterten Arbeitsausschusses stattgefunden hatte, folgte abends 8 Uhr die Begrüßungsversammlung im Zivil- kasino. — Der Vorsitzende des Frankfurter Arbeitsausschusses Generaldirektor H. Dietze-Franksurt a. M. hieß die zahlreich erschienenen Synodalen im Namen des Arbeitsausschusses herzlich willkommen und erörterte kurz die Zwecke und Ziele der Tagung. Sodann bewillkommnete Oberbürgermeister Köhler-Worms die Versammlung namens der Stadt und der evangelischen Einwohnerschaft. Eine Reihe weiterer An- spr-.chen folgten u. a. von Dekan Bennemann-WormS und üoh Professor Marx-Frankfurt a. M. Frankfurt, 30. Okt. Groß und Stafsorst. DaS Schicksal der beiden Raubmörder ist immer noch nicht entschieden. Wie wir hören, haben die Verwandten deS Stafforst neuerdings ein Gnadengesuch an den Kaiser eingereicht mit dem Hinweis darauf, daß, wenn Stafforst hingerichtet würde, auch das Ansehen und das weitere Fortkommen seiner Verwandten darunter leiden müßte. Sie bitten aus diesen Grunde um Begnadigung. Es ist möglich, daß die Verzögerung in der Entscheidung über das Schicksal der beiden Verbrecher mit diesem Gnadengesuch in Zusammenhang steht. fc. Frankfurt a. M., 30. Okt. Heute wurde im „Storch" dahier die General-Versammlung des Hessischen Landesrechnerverbandes in Anwesenheit von 80 Gemeinderechnern au§ allen Provinzen des Großherzogtums abgehalten. Punkt 11V, Uhr eröffnete der Vorsitzende, Rendant Wolfschmitt-Schotten die Generalversammlung und man trat sofort in die Tagesordnung ein. Der Vorsitzende berichtete über die Tätigkeit des Verbands-Ausschußes seit der letzten General-Versammlung. An den Bericht schloß sich eine längere Diskussion an. Schlüchtern, 30. Okt. Nachdem Landrat Geh. Reg.» Nat Roth in den Ruhestand getreten und die Landrats- anttsstelle zur Erledigung gekommen ist, beschloß der Kreistag auf sein Vorschlagsrecht zur Wiederbesetzung dieser Stelle zu Gunsten deS bisherigen kommiffarischen LandratS Re- gienlngS-Affefsors Grafen zu SolmS-Laubach zu verzichten. In einer Eingabe an den Regierungspräsidenten soll dieser gebeten werden, den Grafen zu SolmS-Laubach a(8 Landrat deS Kreises Schlüchtern höheren OrteS in Vorschlag zu bringen. Kleine Mitteilungen ans Reffen und den Nachbarstaaten. In Wieseck gründete sich vor einigen Tagen ein Bürgerverein. — Einer der ältesten Aerzte in Darmstadt ist verschieden: Geh. Medizinalrat Dr. Orth. Er hat ein Alter von 83 Jahren erreicht. Der in weiten Kreisen hochangesehene alte Herr konnte bereits im Jahre 1892 unter lebhafter Anteilnahme seiner Berussgenossen sein 50 jährigeS Doktorjubiläum feiern.— Die vakante Lehrerstelle in Lollar wurde dem Lehrer Fehtt aus Ruttershausen übettragen. Kerichtssaal. R. S. Leipzig, 29. Okt. Wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen in Jdealkonkurren- mit Betrug im Rückfalle wurde der Dachdecker Georg Wilhelm P a n z in Gießen am 20. Sept. b. I. vom Landgericht Gießen zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren sowie zu 450 Mk. Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte ging nach Verbüßung einer Freiheitsstrafe zu einem Gießener Dachdeckermeister in Stellung, da er aber fern Freund von regelmäßiger Arbeit ist, gab er diese bald wieder auf. Mittlerweile sollte er eine größere Kostenrechnung bezahlen^ m die er in dem Ehescheidungsprozesse gegen seine Frau als schuldiger Teil verurteilt worden war. Er fälschte nun einen Brief mit der Unterschrift seines Vaters an einen Bekannten desselben, den Gartenaufseher Dörmer in Gießen, worin stand, Panz fcn. bitte seinen alten Freuick, ihm 25 Mk. bis zum 1. September zu leihen, dann bekomme er sie von der dann fälligen Pension zurück. Er brauche das Geld, um damit die Genchtskoften feines Sohnes zu bezahlen, dem er die Schande nicht antun wolle, daß seine neuen ,guten Möbel ab geholt würden. 45 Mk. habe er selbst dazu. Dörmer gab dem Angellagten, der den Brief gelöst überl-rächte, den gewünschten Betrag: eine Quittung darüber mit der gleichfalls gefälschten Unterschrift seines Vaters lag bei. — Svöt" arbeitete er bei dem Dachdeckermeister Lapp und lernte. die ,Leipz. Volksztg habe, sei haltlos. Das „N. Montagsbl." habe diesen Vorwurf ohne die notwendige sorgfältige Prüfung des Sachverhalts erhoben, und das fei eine illoyale Handlungsweise, Die auf das schärfste verurteilt werden muffe. Andererseits habe die „Leipz. Volksztg.« die EaUchuldigung, die sie gegenüber dem Parteitage wegen der ^üdekum-Notiz ausgesprochen habe, nachträglich als ein bloßes taktisches Manöver hingestellt. Wenn es Sitte würde, zu unzweideutigen Erklärungen nachträglich solche Kommentare zu geben, so würde e§ mit Treu und Glauben in der Partei * Kleine Tageschronik. Die Mitglieder der „Gemeinschaft der Eigenen" (Homosexuelle) haben gegen den Pastor P i l i p p s in Plötzensee wegen Beleidigung und Verleumdung, begangen auf der Kölner Sittlichkeitskonferenz, Strafantrag gestellt. — Der Herrenreiter und Reitlehrer der Eauitationsanstalt Ulanenmajor Frhr. Max v. R e d w i tz in München stürzte bei der Fuchsjagd der Eguttationsanstatt. Er erlitt einen dopvelten Schlüsselbeinbruch, drei Ripvenbrüche und eine starke Brustquetschung. — In Römhild (Thüringen) wurde der hiesige Sparkaffeuverwalter Tebuner von einem italienischen Arbeiter überfallen, mtt einer Hacke niebergef(fragen und einer Summe von 2200 Mark beraubt. Teubner ist schwer verletzt. Der Täter ist entflohen. — In den braunschweigischen! Dorfe Siersse durchschnitt ein Arbeiter seinem Kinde die Zunge. Das Kind starb an der Verletzung. Ter Täter ist verhaftet. — In einem heftigen Streit mit seiner Frau schlug ihr der Landwirt Ließling in Soisdorf (Thüringen) mit einem Beil auf den Kops und z er tr ti m m e rt e ihr den Schädel. Die Frau liegt im Sterben. Kießling selbst durchschnitt sich mit einem Rasiermesser beide Halsschlagadern und starb. — regr 0 im amerikanischen Staate Colorado fand in einem Kohlenbergwerk eine entsetzliche Explosion statt. 60 Mann, fast lauter Ungarn, waren in der Grube beschäftigt und smd sehr wahrscheinlich um gekommen, da das Bergwerk brennt. ff-bftrett soll noch einem Vor-1 sowie die österreichischen und ungnrischen Handels-, Finanz- — Den ^lvr c-iirstcnschicdSoericht unter und Ackerbauminister, außerdem Botschafter von Szocgyeny. schlag de§ Rc.chSkon.lers cm Manch teilnahmen. Die Konferenz unterzog die Verband. Vorsitz de« t» - 1 mcibct: Im Anschluß an lungSrnaterien, insbesondere die Vorschläge S" einer gemem- „V^/^i'e der Reichskanzler kürzlich mit dem saincn Zoll- und Handelskonferenz einer Beratung und die -e'wre'chi ge , «otschaster v. Szoegneny-Marich faßte nach gegenseitigem Einvernehmen die zur Fortsetzung österreichgchStaatssekretär Graf Posadowsky der Vertragsverhandlungen mit Deutschland erforderlichen gehabt "kch Wien begeben, um die Handels- Beschlüße. „ . rlraasN- handlUNgen zwischen Deutschland und Sofia, 30. Okt. Der König von Serbien ist um v°)tragS--"hano g g Ubr morgens hier ««getroffen. Zum Empfange hatten Lesterre'ch-Ungarn^^^ Interpellation, sich am Bahnhof Fürst Ferdinand mit den Munstern w. betreffend Abänderung deSNamens der Stadt Jnowrazlaw cingefundcn. Die Begrüßung war sehrhcrzUch. Aach gegc■ m Lohensalza in, Abgeordnetenhause angekündigt. seitigen Vorstellungen fuhren der Fürst. und fern Gast durch (£ e Verdoppelung der Landessteuer steht, die Stadt, von nner zahlreichen Menschenmenge lebhaft be- FÄı f «7* » wird sich der in Kurzem zu Malchin znsannnentretendc meeklen- des ch o ss c n den englischen Danipscr «Her u c i StrSlnS'eit*6^«aanbtrg,0fo bem I Ii°gend° Französisch/Panzer'schVSinais- geht mit dem werden Wdb^U1' . Verdoppelung französischen Konsul nach Larachc. Daselbst sindct eine Kon- oei -nnowiitut Qnmcnbnna -ur ftiilmina seines d e Ausländer in das engli che Kon ulctt fluchten mußten. ^.Sh°?tÄ^’X Ärt Sifte ?geS deren Newport, 29. Oft. Attentate gegen im Ban t J .,o qAn Ann Mk anacaeben wird. begriffene Kriegsschiffe nehmen zu. Den imaufge- —*’. sozialdemokratische Parteivorstand klärten Connecticut-Fällen folgen jetzt Brandstiftungs- oeröffentlickt im Vorwärts" eine längere Erklärung, in der Versuche auf den Werften von Philadelphia, wohl tn <)( RnfiHnft ührr den ihm unterbreiteten Streitfall der offenkundigen Absicht, den Kreuzer St. £ouu zu zer- 5,„film. ns™. W*-« $1-1*.»»®«« «- t AW m ’ - hnrlc.it Tas Ergebnis lang es, den Brand rasch zu bewältigen. — Die vom dcntschen beide Var^ien Der Vorwurf, daß Kaiser geschenkt- Statrw Friedrichs des Großen, ,st eine Rüge b, ‘ ^^.opten gearbeitet die hier die Duelle mannigfachen Verdrusses bildet, wird Das N Montaasbl." habe diesen Vor- jetzt streng überwacht, nachdem die BundeSpolizei daS Be- " " ' - h- > stehen eines Komplottes von Fanatikern, deren Ziel die Zerstörung der Statue ist, aufgedeckt hat. Die Parteien beschuldigen Roosevelt des VerfasstingSbrucheS, weil im Distrikt Columbia, in dessen Hauptstadt Washington die Statue ausgestellt werden soll, nicht er, sondern ausschließlich der Kongreß dieses Verfügungsrecht habe. Selbst die loyale Presse der **GabetsbergerStcnographie. Gestern tagte im Hotel Einhorn die diesjährige Herbstvertteterversamtn- des tung des Bezirks Oberhessen im Verbände Gabelsbergerscher von Stenographen des Main-Rheingaues und von Hessen- Tkatzenko, welches die Einkunft der Kaiseryacht Standart in Nassau. Die s'ehr gut befuchte Versammlung hatte sich Dünkirchen darstellt, auf der im Jahre 1900 das Zarenpaar a- ^ranfreich einen Beiueh abaeftnitrf hat beiden Verbände „Hessen-Waldeck" und „Main-Rheingau und m k x' 5)essen-Nassau" zu beschäftigen, die im wesentlichen die Ver Madrid, 30. Okt. Om Parlamentskonflikt, den die! beiber Verbände zu einem und die Einteilung Jmmunitatssrage der Abgeordneten hervorgerufen ^^^rbezirke: Worms,Darmstadt,Mainz,Wiesbaden, hat, nahm scharfe Formen an. Im Lause der letzten Nacht- Frankfurt a. M., Hanau, Gießen, Fukda, bezweckte. Der sitzung der Kammer brachte die Opposition Antrag auf Bezirk Oberhessen, an und für sich einer der an Mitglieder- Antrag ein, begründete sie und verlangte namentliche Ab- zahl kleinsten im Verbände, hat erfreulicherweise seit Anfang itimmung. Tie Majorität hielt an der Aufrechthaltung des dieses Jahres um 59 Mitglieder, wovon die größte Anzahl Quorum fest. Bei den darauf entstandenen Tumulten wurde auf die beiden Gießener Vereine und den neugegründeten der Präsident mit Stöcken bedroht, so daß die Sekre- Verein Heuchelheim entfällt, zugenommen.. Ju den Vereinen täre und Saaldiener ihn schützen mußten. Das Kruzifix !?u^n^m ganzen 114 Personeni in Alnfänger- und 77 m über dem Platz- d.- ^d- mit Stackichlacz-n dl- Gi°L- b^unt-rg-fchlasien, und de auf dem Präsidentcnüsche ^ne Familienzusammcuklmft im „Einhorn" vercm- beyndlichen Gegenstände nut Tinte bejubelt. Tie Kammer gattet, die sich ebenfalls eines guten Besuches zu erfreuen erklätte sich in Permanenz. batte und auch die auswärtigen Herren noch lange mit ihren Mailand, 30. Okt. (Sortiere della Sera behauptet Gießener Kunstgenossen zusammenhielt. neuerdings, daß eine Zusammenklinst des deutschen^ ** Jeder weiß ja, was so ein Mai-Käfer für Kaisers mit dem Könige von Italien in Livorno stattfinden werde. Das bortige deutsche Konsulat trifft bereits Auf die morgige Abonnementsvorstellung von Laubes „Karls- schüler" sei noch besonders hingewiesen. In der Freitags- , aufführung hatte das Werk bekanntlich einen großen Erfolg, nisterpräsidenten zurück. — Es wird behauptet, daß Doku- an bcm erster Linie die Herren Lüttjohann als Schiller mente von der Loge Großer Orient für 20000 Frs. er- unb Herr Linzen als Herzog partizipierten. worben worden sind. Man gab sogar die Namen der ...... - * ' ‘ LL KE I. A.: RGVZT OberlandesgErichtsrafs Max Scril Tendenz: fest. 128.40 47.80 3Va% 30/n SV.o/o 3°/o SVaö/n . 101.20 . 89.25 . 101.10 . 89.15 . 99.90 '. 101*90 3% Mexikaner . . 41/2o/o Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Lanrahfltte . . . . Bochum . « . . Harpener . .. . Schatzscheine . . . Reichsanleihe do. Konsols . do. . . Hessen 103.80 63.00 62.25 3Ve % Oberhessen . 4% Oesterr. Goldrente . 29.90 . 89.80 . 120.00 . 107 45 . 212.00 . 192.00 . 142.70 . 154.20 . 161.60 . 141.60 . 18.50 . 188.50 . 250.00 . 216.75 . 216.70 pferbige Mercedes-Boot Mister W. K. Vanberbilt die 186 Seemeilen lange Rennstrecke in 5 Stbn., 10 Min. 16 Sek. zurück und überschritt mit einer Sekunden-Geschwindigkeit vor 26,9 Knoten den bisherigen Welt-Rekord erheblich' Paris, 31. Oft. Das Echo de Paris meldet aus Mailand: Der deutsche Konsul sei informiert worden, daß eine Zusammenkunft zwischen dem deutschen Kaiser und dem Könige von Italien demnächst bei Genua stattfinden werde. Der Kaiser trifft an Bord der Hohenzollern ein, auf welcher dann auch die Zusammenkunft auf der Höhe von Genua stattfinden werde. Die Zwischenfälle in der Nordsee. L 0 rient, 30. Oft. (Privat-Telegramm.) Dem Pariser „Petit Journal" wird mitgeteilt: I. Hansen, der Kapitän' der dänischen Migg „Anny M'oyen", die von der Ostsee hier ein getroffen ist, hat erklärt, er sei genötigt gewesen,, an der englischen Küste anzulaufen, und habe dort englische Dampfschaluppen gesehen, welche Japaner transportierten und für diese Spreng material verluden. Die Engländer hätten keinerlei Vorsichtsmaßregeln getroffen, um ihr Tun zu verheimlichen. und viele Fremde hätten das'mitangesehew Gibraltar, 31. Oft. Ein englischer .Kreuzer und zwer Torpedoboote sind gestern nach der Bai von Arosa abgegangen. Die M 0 bilm a ch un g s ar beit en wurden eingestellt, woraus man den Schluß zieht, daß jede Gefahr eines Konfliktes geschwunden ist. Petersburg,^. Oft. Bezüglich der Kommission erfährt die offiziöse Delegr.-Ag., daß die Grenze der Kompetenz der Kommission auf Grund der Hadger Konvention festgestellt werde. Was die Datails der Kommissionstätig- keit anlangt- so wird dies' in weiteren Unterhandlungen beider Regierungen entschieden. Wahrscheinlich 'wird H a a g zum Sitz der Kommission gewählt. Als Vertreter des Ma- rine-Ministeriums wird Generaladfutant Kosnakow in der Kommifiion fungieren, wovon der Zar den englischen Botschafter in einer Audienz persönlich in Kenntnis' setzte. —। Gerüchtweise verlautet, Roschdjestwensky sei in Vigo an Land gegangen und werbe dort krankheitshalber verbleiben. London, 31. Oft. Das .Handels-Departement hat den Admiral Bridge und den königlichen Rat A s p i n d I. beauftragt, eine Untersuchung über den Zwischenfall in der Nordsee zu eröffnen und den Bericht über den entstandenen Schaden auszuarbeiten. „ __ Vigo, 31. Oft. Admiral R 0 s chd 1 estw en s ky erklärt in einer Unterredung, er wisse noch nicht, wann er den Hafen verlassen werde, da er von Petersburg noch Instruktionen erwarte. Ueber den Hüller Zwischenfall äußerte er: „Jcb versichere nochmals, daß wir von japanischen Torpedobootes angegriffen worden sind: ich weiß nicht, von wie vielen, glaube aber, daß es zwei waren. Alle gegenteiligen Nachrichten sind „erfunden. Was ich gesagt habe, entspricht genau der Wahr- $ Paris, 31i Oft. Mehrere Korrespondenten französischer Blätter deuten an, daß bei Hüll das rufsis che Geschwad er vielleicht seine eigenen Torpedoboote für japa- nische gehalten und beschossen habe. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 31. Oktober. 4l/6% Oesterr. Silberrente 100.25 4% Ungar. Goldrente . . 100.10 40/c Italien. Rente , . 41/9 % Portugieser . . R0/r Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl, 41/1% äussere Argentiner die Diskussion über die Verstaatlichung der preuHMeri Bergwerke geht los. Man sieht, die Angelegenheit bleibt ün Fluß und wir glauben fast, daß sie noch' nicht erledigt ist, wenn die Schwalben wfeber kommen. _ Neue Russische Anleihe. Daß eine neue russische Anleihe in Sicht ist, lassen sich die großen Zeitungen nicht abstreiten und wenn die Dementis auch noch so amtlich lauten. So meldet jetzt der „Dailv Telegraph", daß der Erlös für eine neue russische Anleihe in Deutschland bleibt, und der Deutschen Industrie zu gute kommen wird. — Erst wollen wir den russischen Anleiheprospekt ehen, dann wird man sehen was aus der Anleihe wird. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 31. Oft. lOrig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Nrilchtmarktvreis e. Weizen Mk. 18.00—00.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Mata Mk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.75—14.00, Gerste iWetterauer) Mk. 17.25—17.75, Franken- selderMk. 18,00-18.75,HaferMk.14.50—15.50,MaisMk.12.25—12.50, Weizenmehl 0 Mk. ' 26.75—27.25. 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roaqenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.00, Weizenkleie Mk. 9.50 bis Mk. 9.75, Roggenkleie Mk. 10.00-00.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.OO—0O.0O. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M.. 31. Oft. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 489 Ochsen, 191 aus Oestreich, 63 Bullen, 11 aus Oestreich, 783 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 254 Kälber, 416 Schafe und Hämmel, 1677 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht • Ochsen 1. Qualität 71—73 Mk., 2. Qual. 67—69 Mk., 3. Qual. 60—64Mk.; Bullen l.Qual. 62 bis 64 Mk., 2. Qual. 58—60 Mk.: Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 63—65 Mk., 3. Qual. 53—55 Mk, 4. Qual. 44—46 Mk., 5. Qual. 00-OOMk. Kälber: l.Qual. 81—85Psg., Lebendgewicht 43—47 Pf., 2. Qual. 74—78 Pfg., Lebendgewicht 43—47 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 57—61 Pfg., Schafe: 1. Qual. 67-68 2. Qual. 58-60 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.: Schweine 1. Qual. 60—61 Pfg., Lebendgew. 48 Pfg., 2. Qual. 58-59 Pfg., Lebendgewicht 47—00 Pfg., 3. Qual. 53—56 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand bedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. fc. Frankfurt a. M., 30. Okt. Kartoffelmarkt. Man notierte: Mk. 6—6.50 ver 100 Kilo. mw-xx QfMmen kennen ,bei dem ct Reparaturen zu machen W «RtiÄe, schrieb eine Rechnung aus über ein» Betrag Bon etwas über 32 Mk. und der gefälschten Unterschrift.des Lapp, worin Mtgeteckt wurde, er, Lapp chrauche notwendig Geld; wenn er es gleich seinem Gesellen (bem Angeklagten^ mitgebe ,woMe -w 'hm den 30 Mk. Übersteigenden Betrag nachlassen. Fey aab rhm^a^-0 Mk., die der Angeklagte in eigenem Nutzen, verrauchte. Endlich Uetz er ich noch von einer Witwe Baller em Darlehen von 10 Mr. geben, der er vorspiegelte, sein Meister Lapp werde es ^hr zurück- Een — Die Revision des Angeklagten, dre sich nur auf An- arisfe gegen die tatsächliche Beweiswürdrgung des erstm Richters beschränkte, wrrrde nach bem ersten Antrag des Rerchsanwalt^ vom ersten Strafsenat kostenpflichtig ^erworfem aebört die Retourmarke? Bei Offerten kommt es bekanntlich sehr oft vor, datz der Absender für die Frankierung des"^ erforderlichen Antivortschreibens eine Retourmar e /mlegt. pxr Frage, wem nun diese Retourniarke gehört, ist letzt ein interessantes Urteil ergangen. In der Klagesacke war .emaud, per eine 20 Pfennigmarke, die einem Bewerbungsschreiben an- gefuat war, nicht für diesen Zweck benutzt, sondern für sich verwandt batte, wegen Unterschlagung tu drei agen Ge- fäugnis verurtksilt worden. Die Berufungsinstanz war aber anderer Ansicht, indem sie den Augellaaten kostenlos des ihm zur Last gelegten Vergebens freisprach und dem Klager anheimstellte, auf dem Wege der Schadenersatzklage sem Recht zu erstreiten. , Ein Toast auf den lieben Gott. Well sie Pin dreifaches Hoch auf den Herrgott ausgebracht, wurde in Blankenburg eine Frau aus Holzerode zu 1.0 M k Geldstrafe verurteilt Sie hatte beim Grastanzfest die Ansprache zu halten und glaubte nun, die Rede, in der sie Gott für den Erntesegen dankte, nicht wirksamer schließen zu können als durch em kräftiges „Drum stimmt ein mit mir in dett Ruf: unser Herrgotti er lebe hoch, und abermals hoch, und zum drittenmale hoch! Das Schöffengericht nahm an, die Frau habe mcht deabfich.igt, die Religion zu verspotten, und es sei ihr mit dem Ruf völlig ernst aewesen, aber die unpassende Wendung habe doch aill nmnctyen Zuhörer verstimmend gewirkt, und darum sei auf eme Strafe von 10 Mk. zu erkennen. r „ K . Der Oberiäger Persecke von- Fagerbataillln Nr 5 tn ch nehme die Beleidigung xS gegen Richard Kling, welche ich ausgesprochen haben soll, zurück. Smil Beil. [06515 vchumzer Pelz berget Straße bis Ludivigstraße. Geg. Belohn. abzugeben Riegelpfad 37, I. Dameuuhr mit Mette von Heuchelheim (Kruse) nach Grabenstr. verloren. Abzug, geg. Belohn. Grabenstraße 6. [06520 Rauhhaariger Jagdhund, auf den Namen .Rollo" hörend, entlaufen. Auf dem Halsband ist mein Name angebracht. Wiederbringer Belohmmg. 8185 A. SiröH, Seltersweg 12. ttl-falni Zum Einhorn, is^CBIU Dienstag dL 1. November. Diner ä 70 Pfg.: Grünkern-Suppe, Franz.Hammel- Ragout mit KaNoffeln ober: Spinat mü Schweinebraten und Kartoffeln. Diner ä Mk. L— (im Abonnement 85 Pfg. ohne Dessert): Grünkern-Suppe, Franz.Hammel- Ragout mit Kartoffeln, Spinat mit Schweinebraten und Kartoffeln. Dessert. Diner ä Mk. 1.50 (im Abonnement Mk. 1.30): Gri"mkern-Suppe,Franz.Hammel- Ragout mit Kartoffeln, Spinat mit Ei, Schweinebraten mit Salat und Kartoffeln. Dessert. 06533 Stadt-Theater Gietzen. Direktion: H. tsiein^oetter und F. A. Steiiigoetter. Dienstag den 1. Nov. 1904; Vierte Dienstag- Abonnement-Vorstellung. Sie KarlWIer. Schauspiel in 5 Akten von Hemrich Laube.