Nr. 125 Grschetrrt tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, hlätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Äebaftton, Trveditio« und Druckerei: Schulflratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprrchanschluß Nr. bl. Erstes Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 31. Mai 1904 Gietzener Anzeiger K*' General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen ve-ug»Pret»r monatlich7b Pf^ viertel- iäbrlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk.2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zellenpreis: lokal 12 Pf* auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den potll. und augem. Tell: P. Witiko- für .Stadt und ßanb* und .Gerichtssaal*: August Goetz; für den An- zeigentell: HanS Beck. Ker Oroßherzog von Meckleuöurg-Strelih Der Grobherzog, der an einem Blasenleiden litt, ivar schon viele Monate bettlägerig. Am 29. d. M., nachmittags, verschlimmerte sich plötzlich der Zustand und rapider Kräfteverfall trat ein. Von ungefähr 7 Uhr abends an war der Großherzog bewußtlos. Von 9 Uhr bis zum Eintreten des Todes verließ das Erbgroßherzogspaar das Sterbezimmer nicht mehr. Montag vormittag 11 Uhr erfolgte die Vereidigung der Truppen auf den neuen Landesherrn. Großherzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz war der älteste der deutschen Bundesfürsten und der zweitälteste der Monarchen überhaupt; nur der König von Dänemark ist älter. Der Verstorbene folgte 1860 seinem Vater in der Regierung. Er war preußischer General der Kavallerie und Doktor des bürgerlichen Rechts der Universität Oxford. Seit 1843 war er mit Augusta Karolina, Prinzessin von Großbritanien, vermählt. Der nunmehrige Nachfolger, der einzige Sohn des Verstorbenen, bisheriger Erbgroßherzog Adolf Friedrich, steht im 56. Lebensjahre; er ist, wie wir bereits berichteten, mit Elisabeth Prinzessin von Anhalt vermählt. Der Erb- großherzog, jetzige Großherzog, war ein alljährlich wiederkehrender Kurgast Wiesbadens und weilte zuletzt im April dss. Js. einige Wochen dort; infolge andauernder Kränklichkeit seines Vaters, der schon seit anderthalb Jahren das Bett nicht mehr verlassen konnte, lag die Regierung in letzter Zeit schon größtenteils in den Händen des jetzt succedierten Großherzogs. Die verwitwete Großherzogin, die sich in London aufhält, wurde vom Tode ihres Gemahls benachrichtigt; sie wird am 31. ds. M. nach Deutschland abreisen. Die geistes- und willensstarke Frau macht den Eindruck einer Sechzigerin und läßt kaum ahnen, daß sie schon der Krönung des Vorgängers der Königin Viktoria auf dem englischen Thron beigewohnt, in jungen Jahren den interessanten Gesprächen eines Talleyrand, als ihres Tischnachbarn, gelauscht hat und ihren Zweitgeborenen von Wellington über die Taufe halten ließ. Adolf Friedrich traf am gestrigen Montag um 10*/, Uhr vormittags von Potsdam in Neu-Strelitz ein. Die Leiche des Großherzogs wurde einbalsamiert und vorläufig im Erkerzimmer des Schlosses aufgebahrt, wo abends eine Familienandacht stattfand. Den Ehrendienst bei der Leiche des Großherzogs vergehen Freiherr v. Grote und Kammerherr v. d. Wense. Ueber die Todesursache wird noch bekannt, daß zu dem Blasenleiden des Großherzogs Lungenentzündung mit heftigem Fieber hinzugetreten ist. Der „Reichsanzeiger" widmet dem Großherzog folgenden Nachruf: „Mit aufrichtiger Teilnahme gedenken wir beim Heim- gaoge des ehrwürdigen Fürsten der durch sein Hinscheiden in Trauer versetzten Großherzoglichen Familie und der ihr verwandten Fürstenhäuser, wie der Bevölkerung von Mecklen- burg-Strelitz, die den Verlust des geliebten Landesvaters beklagt. Die Sympathien weiter deutscher Kreise sind dem verewigten Großherzog noch vor nicht langer Zeit bekundet worden, als eS ihm am 28. Juni vor. Js. vergönnt war, mit seiner erlauchten Gemahlin die seltene Feier des 60jährigen Ehejubiläums zu begehen. Wie an jenem festlichen Tage erinnern wir uns heute an der Bahre des greisen Bundesfürsten seiner vortrefflichen Eigenschaften, die während seiner langen Regierung seinem Lande und Volke zum Segen gereicht haben." ______________ Ker Krieg zwischen Japan und Zrußland. Der Fall Port Arthurs. Man zweifelt jetzt nicht mehr daran, daß der Fall Port Arthurs in nicht allzu ferner Zukunft sicher ist, und die nächste Folge dürfte dann sein, daß die ganze dritte Armee, die jetzt von den Operationen auf der Kwantung- Halbinsel in Anspruch genommen wird, zu der ersten und zweiten Armee unter General Kuroki stoßen kann, um das Hauptheer der Russen unter Kuropatkin mit überwältigender llebermacht anzugreifen. Das sind allerdings Spekulationen, deren Wert vor der Hand noch ein sehr zweifelhafter ist, aber es kann doch nicht abgeleugnet werden, daß der Fortschritt der Japaner in den letzten Tagen ganz außerordentlich gewesen ist. Bericht des Generals Oku. Dem „Daily Telegraph" wird aus Tokio der Bericht des Generals Oku über die letzten Kämpfe auf der Liautunghalbinsel in folgender ausführlicherer Fassung gemeldet: Wir beendeten, berichtet der General, die Vorbereitungen zum Angriff am 25. Mai und begannen um Mitternacht desselben Tages vorzugehen. Das Wetter war stürmisch und tiefe Dunkelheit herrschte. Trotzdem unternahm ein Teil der Streitmacht den Angriff auf Kintsch au, das bald eingenommen wurde. Der Angriff auf Rausch a n sollte um 4 Uhr 40 Min. früh beginnen. Infolge des herrschenden Nebels sing keines der Geschütze, die dem Befehl des Generals Utschijama-unterstanden, zu feuern an- Erst von 6 Uhr Morgens an erhielten wir Unterstützung von vier unserer Kriegsschiffe von der Kintschanbucht- Der Feind erwiderte dieses Feuer mit sämtlichen Geschützen. Ein heftiger Kampf entspann sich. Nach drei Stunden ließ das Feuer der russischen Infanterie nach- Darauf rückte unsere Infanterie vor- Auf der Höhe von Dalny lag ein Dampfer, auf den die Russen Geschütze gebracht hatten. Diese begannen auf unsere dritte Division zu feuern- Um 10 Uhr vormittags versuchte der Feind bei der Luangdutubai aus fünf dicht besetzten Booten Truppen zu landen. Ms diese unsere Mannschaften vorrücken sahen, zogen sie sich zurück. Bei Tadufangduschen und im Süden von Hauhau hatten die Russen vier Geschütze ausgestellt, welche aus einer Entfernung von 7000 Metern bis 7 Uhr abends auf unsere dritte Division schossen und unser Feuer unwirksam^ machten. Unsere Geschütze taten ihr äußerstes, aber die russische Infanterie verteidigte sich hartnäckig und es konnte bis 5 Uhr abends keine Bresche für einen Vorstoß unserer Infanterie gelegt werden- Während des weiteren Kampfes drang unsere Division so weit vor, daß sie vom Feinde ganz umzingelt wurde. Die Russen verstärkten ihre Infanterie zu unserer Linken- Zwei russische Batterien beteiligten sich bei N a u k w a n g lin g an dem Gegenangriff, der sich gegen unsere dritte Division richtete. Der Schießvorrat unserer Batterien wurde knapp; die Geschütze waren beinahe zurückgezogen. Daher entschlossen wir uns zu einer letzten großen Anstrengung mit gesammelter Macht- Unsere Batterien gaben schärfstes Feuer und die Infanterie unserer ersten Division ging mit unglaublicher Tapferkeit vor; sie erlitt durch das feindliche Feuer schwere Verluste und wurde aufgehalten, ehe sie die vorderste Stellung gewinnen konnte. Glücklicherweise begannen unsere Schiffe wieder auf die linke Flanke zu feuern, unterstützt durch unser viertes Mtillerieregiment- Unsere vierte Division griff mit gewaltiger Anstrengung die Russen auf dem linken Flügel an und gewann die Höhen mit einem mächtigen Ausbruch der Begeisterung. Darauf nahmen die Truppen der ersten und dritten Division, die über die Leichen ihrer Kameraden fortstürmten, die -russischen Laufgräben und Forts im Kampfe Mann gegen Mann, der mit Schwert, Pistole und Bajonett ausgesuchten wurde, und vertrieben den Feind in wirrer Flucht von den letzten Verteidigungslinien. Ein Teil unserer Truppen verfolgte den F-eind, und unsere Geschütze sandten ihm Feuer nach- Die Truppen feierten das Ende des stolzen Tagewerkes mit Jubelrufen. Dann schliefen sie auf dem Schlachtfelde. Mr machten eine Anzahl Offiziere und Mannschaften zu Gefangenen; ferner fielen in unsere Hände eine Lokomotive, drei Scheinwerfer, ein Dynamo, fünfzig Minen, zahlreiche Gewehre, viel Schießvorrat und anderes Kriegsmaterial Berichte russischer Offiziere. In T o k i o sind Briefe mit Mitteilungen russischer Offiziere von Port Arthur eingetroffen, die vom japanischen Geschwader an Bord einer chinesischen Dschunke gefangen genommen wurden. Daraus geht hervor, daß mindestens zwei russische Torpedobootszerstörer vor Port Arthur durch Minen zerstört wurden. Ueber den Untergang des Kreuzers Joschino sagen diese Mitteilungen folgendes: Der große Verlust an Menschenleben war die Folge einer Reihe besonderer Umstände. Nach dem Zusammenstoß wurden auf dem „Jo- schino" Kollisionsmatten in Anwendung gebracht, und über die entstandene Oefsnung gelegt; doch war die Beschädigung des Schiffskörpers so bedeutend, daß dem gewaltigen Eindringen der Fluten kein Einhalt getan werden konnte. Das Schiff legte sich nach Steuerbord über und begann rasch zu sinken- Der auf der Backbordseite ausgesetzte Rest erreichte den Kreuzer „Kassuga", der um diese Zeit 600 Meter von dem „Joschino"" entfernt lag- Es herrschte so dichter Nebel, daß der Scheinwerfer des „Kassuga" nur schwach bemerkbar war- Der „Kassuga" sandte sofort drei Boote aus, doch wurde keine Spur von dem „Joschino" oder seiner Bemannung entdeckt- Der „Joschino" war bei dem Zusammenstoß von dem „Kassuga"" auf der Backborb- seite in der Nähe der Maschinen getroffen worden- Durch den Stoß waren die Dynamos zerstört und dadurch das ganze Schiff in Dunkelheit versetzt worden- Kuropatkin und der Vormarsch der Japaner. Ein Telegramm des Generaladjutanten Kuropatkins an den Kaiser vom 29- Mai besagt: Am 27. Mai näherte sich eine japanische, 150 Mann starke Kavallerieabteilung der Station Wagangou bis auf etwa acht Werst von Süd osten aus, stieß aber auf Abteilungen der Grenzwache und zog sich rasche zurück. Am 26. Mai hörte eine russische Streifwache in der Richtung von Kintschau her eine starke Kanonade- — Me ein Telegramm Kuropatkins an den Kriegsminister von heute meldet, traf die Meldung über den Vormarsch der japanischen Truppen von Kuandiansian nach Saimadsa ein- Die Trnppenzahl ist noch bicht festgestellt- Rückzug der Ruffen. General Oku meldet, die Russen verließen Ehe n ken s- tempu, Mangolian und Lishutun (Talienwan). Oestlich von Chenkenstempu wurden keine Russen gemerkt- Ein Detachement und General Nakamura besetzte Freitag Talienwan und eroberte vier Geschütze. — General Kuroki meldet: Japanischs Truppenabteilungen griffen am Samstag bei Aiyang-Piemönn, nordöstlich von Föngwangtschöng, 2000 Kosaken an und schlugen sie in die Flucht. Der Kampf begann um IOV2 Uhr vormittags und endete nach einer Stunde. Die Japaner hatten vier Tote und 28 Verwundete. Die Verluste der Russen sind nicht bekannt- General Kuroki berichtet ferner über eine Reihe kleiner Scharmützel zwischen den beiderseitigen Vorposten, wobei acht Rusten gefangen genommen wurden- Der Kontreadmiral Fürst Uchtomski, früher in Port Arthur, ist in Petersburg eingetroffcn. Er war wegen Nervenüberreizung abberufen und durch den Admiral Mthöft ersetzt worden. Alle daran geknüpften Gerüchte, die den Fürsten mit einer Verratsafräre in Verbindung brachten, sind hinfällig- Politische Tagesschau. Fürst Herbert Bismarck. Das Herannahen der Kieler Woche bringt eine Begegnung in Gcinnerung, die vor einigen Jahren bei derselben Gelegenheit ftattfano und in der politischen Welt Au fleh en erregte: das Zusammentreffen Kaiser Wilhelms mit dem Fürsten Herbert Bismarck. Man glaubte damals allgemein, dem Sohne des Altreichskanzlers werde wieder ein hohes Regierungsamt oder ein Botschafterposten übertragen werden. Diese Annahme hat sich als irrig erwiesen, und beute rechnet wohl niemand meyr mit einer Rückkehr des Fürsten Bismarck in den Regierungsdienst. Er gehört zwar noch dem Reichstage an, hält sich aber auch dort im Hintergrund- Bei der letzten Etatsberatung verzichtete er soaar auf die übliche Rede über die auswärtige Politik, in oer er diese letztere mit dem Mäßstab der Traditionen der Aera Bismarck zu messen pflegt. Das führte ihn frühev einmal zu einem scharfen Wortgefecht mit dem Grafen Bülow, von dem eine leichte Spannung zurückgeblieben zu sein scheint- Bemerkenswert ist auch, daß Fürst Bismarck jetzt ein seltener Gast bei Hofe ist- Ob hier eine Verstimmung obwaltet, läßt sich nicht entscheiden, an erkennbarer Veranlassung dazu fehlt es jedenfalls- Schvlantrag in Preußen. Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei für den Regierungsbezirk Wiesbaden tagke am 30. Mai in Wiesbaden. Die Sitzung war aus allen Teilen Nassaus sehr gut besucht, sämtliche NationalliberalL Abgeordnete Nassaus, sowie auch der Ada- Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Friedberg-Berlin, ncchmen daran teil. Den weitaus größten Teil der Beratungen nahm der bekannte Schulantrag ein- Nach eingehender, lebhafter Besprechung desselben wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die heutige Versammlung des Landesausschusses der nationalliberalen Partei für den Regierungsbezirk Wiesbaden spricht die Erwartung aus, daß die nationallÄerale Fraktion des Hauses der Abgeordnete nur einem solchen Schulunterhaltungsgesetzentwurf zustimmen wird, welcher die bestehende Gesetzgebung bezüglich der Simultanschulen, insbesondere in der Provinz Hessen-Nassau, und ganz besonders die einschlagende Gesetzgebung Nassaus unverändert aufrecht erhält und ote Neuerrichtung von Simultanschulen in anderen Landesteilen ermöglicht." Aus Mannheim wird gemeldet, daß der Reichsverband jungliberaler Vereine auf den 19. Juni eine außerordentlicbe Delegiertenver- sammluna beruft. Der einzige Punkt der Tagesordnung betrifft den Nationalliberal-konservativen Schulantrag in Preußen- Hauptversammlung de8 Vereins Deutscher Chemiker. Die Tagung in Mannheim vom 25. bis 28. Mai begann mit der gleichzeitigen Besichtigung zweier Fabriken, der Deutschen Steinzeugwarenfabrik Frievrichsfeld und der Portland-Zementfabvik Leimen bei Heidelberg. Bei ersterer Besichtiguna hielt Dr. Buchner einen Vortrag über eine neue keramische Masse, es spracht Begrüßungs- und Dank- reden die Herren Bankier Bent, RegierungMaurat Blum und Dr. Raschig. Im Anschluß an die Besichtigung in Leimen sprachen Professor Dr- Lunge und Direktor Schott- Nachmittags trafen sich sämtliche Teilnehmer in Herdelberg, wo Geheimrat Curtius einen hochinteressanten Vortrag über das Wesen des Stickstoffes hielt, der als Muttersubstanz unentbehrlicher Düngerstoffe für die Landwirstchast von größter Bedeutung ist, und 'um besten Erforschung der Vortragende sich hervorragende Verdienste erworben hat. Der Vortrag wurde durch eine große Anzahl Experimente illustriert- Als zweiter Redner sprach Professor Kassel über neuere Fortschritte der Eiweiß- chemi'e; er führte aus, daß in diesem Gebiete durch die neueren Forschungen eine bedeutende Klarheit eingdrungn sei- Zum Schluß hielt Dr. Raschig einen interessanten experimentellen Vortrag übtzr die Theorie des Blei- kammerprozesses, bei dem er verschiedene neue Gesichtspunkte zur Erklärung dieses Versahrens aufdeckte. An den Vorträgen schloß sich ein gemeinsames Esten in der Stadthalle an. Dann wurde ein Aussiug nach der Stiftsmühle unternommen; eine prachtvolle Beleuchtung des Schlosses und der Schloßanlagen bildeten den Abschluß des Tages- Deutsches Reich. Potsdam, 30. Mai Der Kaiser begrüßte heute morgen um 8 Uhr auf der Mopke beim Neuen Palais das Regiment Gardes du Corps und übergab ihm nach einer Ansprache neue Behänge zu den Kesselpauken. Der Kaiser ritt hierauf an der Spitze des Regiments durch Sanssouci nach Potsdam, wo um 9 Uhr im Lustgarten die Parade über die gesamten in Potsdam garni* sanierenden Truppen begann. Den Befehl über die Truppen führte Generalleutnant v. Löwenfeld. Die Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise und die hier anwesenden Prinzessinnen sahen dem Schauspiele von den Fenstern des Stadtschlosses aus zu. Der Kronprinz nahm an der Parade als Kompagniechef teil. Nach der Parade nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen. Sodann fand im Marmorsaale des Stadtschlosses Paradesrühstück bei den Majestäten statt. Nach dem Frühstück begaben sich der Kaiser zu Pferde, die Kaiserin zu Wagen nach dem Neuen Palais, vom Pirblikum lebhaft begrüßt. — Die „Kreuzzeitung"" meldet: General der Kavallerie z. D. v. Krosigk, Ritter des schwarzen Adlerordens, ist gestern in Bischofferode bei Ellricö am Harz gestorben. Gmunden, 30. Mai. Prinzessin M arie von Hannover ist an Blinddarmentzündung erkrankt. Am Nachmittag wurde auf operativem Wege die Entfernung des erkrankten Darmteiles vorgenommen. Die Operation ist unter Chloroformnarkose günstigst verlaufen. ort icu tjnjrun tm,, möglich. Am Sonntag den Sommer im Schoße der Regierungen ausgetragen werden. wirtschaft von höchster Blüte. Kreisamtmann Welcker verspricht dem Unternehmen tunlichste Förderung durch seine Behörde, empfiehlt aber vor allem äußerste Regsamkeit, wie solche das Komitee für Erbauung der Bensheim-Lindenfelser Bahn gezeigt habe, welches durchgesetzt hat, daß die Bahn Ausflugsverkehr, während die bestehende Personenpost sich als ganz unzureichend erweise und oft in geradezu gefährlicher Art überfüllt sei. Das Tal besitze eine ganz vorzügliche Land- Sa1? Beit'Tom10 "bä 13.VÄStaber, M ber heutige bedeutungsvolle Abschnitt Ihrer öffentlichen ^rmscwua m vcl o« Tätigkeit kein Anlaß für Sie ftin möge Stetere ewwtäranhn Aervand der Kunstfreunde in deu Ländern am Rhein. R. B. Darmstadt, 30. Mai. Der Gesamtvorstand des neuen „Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" ist heute nachmittag im hiepgen Alten Palais zu seiner ersten Beratung zusammengetreten. Ihr wohnten der Regierungspräsident a. D. Dr. zur Redden- Koblenz, als Vorsitzender, Bürgermeister Laue-Köln als dmen Stellvertreter, Bankdirektor Konsul Lucan-Düsseldors, Schatzmeister, Schriftsteller Wilh. Schäfer-Düsseldorf, Schriftsührer und die weiteren Vorstandsmitglieder Prof. ,Dr. Paul Clemen-Bonn, Provinzialkonservator der Rheinprovinz, Dr. F. Fries, Direktor des Museums Elberfeld, Dr. Fritz Koegel, Fabrikdirektor Düsseldorf, Prof. Dr. Erich Liesegang-Wiesbaden, Karl Erntt Osthaus, Direktor des Folkwangmuseums Hagen i. W. und Geh. Kavi- nettsrat Römheld-Darmstadt bei, ebenso die Mitglieder der Kun!t- kommissionen, für Darmstadt bie Sbciren: Oberst v. Depl ^Vorsitzender', Prof. Habich, Prof. Olbrich, Maler Adolf Beyer, Maler I. V. Cissarz, für Stuttgart: Flügeladjutant Oberlt v. Bieber, Prof. Robert Haug, Prof. Carlos Goethe, (die beiden weiteren Mitglieder Prof. Graf Kalkreuth und Prof. Paukok waren nicht erschienen^, für Karlsruhe: Ministerialrat Dr. Böhm, Prof.^Hans Thoma, Prof. Gustav Schönleber, Prof. Franz Hein, für p-ranl- furt: Dr. Paul Rüdiger. Pros. Ferd. Brütt, Pros. W. Trubner, Prof. W. Steinhaufen, W. Koworzik und endlich für ^ufieldors. Prof. Peter Behrens, Pros. v. Bochmann, Prof. Claus Mayer, Maler A. Deussor und G. Klingelhöfer. . Der heutigen fünfstündigen Beratung wohnte auch der Grotz- herzog bei, der auch au den hauptsächlich der Organiia- tion des neuen Verbandes gewidmeten Diski.nionen durch L.ar- I legung seiner eigenen Anschauungen sich beteiligte. Maler Schäfer I erörterte zunächst die Ziele und Wege des Verbandes, als Kor- JnnSbruck, 30. Mai. Nach dem Beschlüsse, welchen bie I möge, zum Segen des Sessenlattdes, zum Segen auch des Kreises zweifellos einer oberen ^eromoung mn flfinbiae Deputation des deutschen Juristentages zu Pfingsten in Gießen. Und hieraus ergibt sich von selbst ein weiterer Wunsch, unb die ist nur auf einer guten Straße mi Eisenach faßte, wird der 27. deutsche Iuristentag in den i/' ^hnen heute recht warm ans Herz legen mochte, uamlich Rieder-Modau, 30. Mai. 2 - - - • ‘ .......— - U- k.6 ... ............... 29. Mai fand hier eine außerordentlich stark besuchte Der. - ■■■■ Ausscheiden aus dem .Kreisausschusse. Wir wünschen und sammlung statt, berufen vom Komitee für Erbauung einer hoffen zuversichtlich, unser hochverehrtes ältestes Mitglied auch Bahn Ober-Ramstadt—Lindenfels-Furth. Burger* ferner in unserer Mitte zu sehen, und rntt biesern Wunsche, hoch-Roßmann begrüßte die Erschienenen, darunter Kreis- Der deutsche Lehrertag und die Lehrerbesold- zuverehrender Herr Justtzrat, habe ich die Ehre, Ihnen unfere Welcker als Vertreter des zuständigen Großherzogl. üngsfraqe. Die zu Pfingsirn m Königsberg versammelt ge- herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum heutigen -rage aus- amimann Leierer ais -otricu upr wAene deuttche Lehrerversammlung hat auch zu der Lehrerbesold- zusprechen. f .. Kreisamts Dieburg, ferner dte Landtagabgg. Schönberger ungssrage Stellung genommen, indem sie sich in einer Sonder- Provinzialdirektor Dr. Br ei d er t beglückwünschte hier-! (Groß-Bieberau) und Ulrich (Offenbach), sowie den Geh. sitzung einstimmig für die vom Landlehrerverein Königsberg zur ^ach Justizrat Dr. Gutfleisch auch seinerseits und über- Ober-Bergrat Professor Chelius, den Stadtverordn. Schupp S?: SS ÄT Ä«’S Lehrer der°Monarchie ist' berechtigt 'a Alle Lehrer haben gleiche danU^berUich ^fü/ die^ihi/gewordene^Ueber! Wegzug mehrere Mitglieder verloren hat. Geh. Ober-Bergrat Vorbildung genossen und gleiche Kosten für fie gehabt, b) Alle Dr- Gutflerfch M Akt reihten Chelius erklärt, daß er als Vertreter des gemeinnützigen NL8Ld üt « Ä die Verend- Vereins für K-- in^ Lan^enchatte erschienen sei und be- der Verfassung legt dein Lehrer die Rechte und Pflichten der lungen des Kreisausschusses, woran sich ein zu Ehren des sprach die Notwendigkeit und Nützlichkeit des fraglichen Bahn- Staatsbeamten bei; damit sind die Richtlinien für die Besoldung Jubilars veranstaltetes Festmahl im Hotel Viktoria an- baueS für Handel und Wandel, insbesondere auch für den der Lehrer gegeben. 2. Die Gleichstellung aller Lehrer der Mon- schloß, an welchem die Mitglieder des Kreis-'' ~ r---------ri r:jc archie ist notwendig, a) weil durch ungleiche Besoldung bie I Esckusses und die sämtlichen Mitglieder der Provin- Schule in ihremi Wesen als. ^zi^ungsmstalt aeschädigtwrrh zialdivektton und des Großh. Kreisamts Gießen, sowie der 1) rnsofern durch den häufigen Stellenwechsel der Zehrer bie fpifnah-motT Hierbei aedacbte Land- Autorität des Erziehers sich nicht genügend entfalten kann, 2) m- chulmspektor tettnahmen. H Meise^der^ Verdienste sofern der Lehrer zum Spielball der Parteien und Umtriebe inner- gerichtsrat Dr. Schäfer in bereoter V.eife oer ^erorenfie halb der Gemeinden wird, 3) insofern die Berufsfähigkeit des des Justizrats Dr. Gutflersch als „Kollege , wahrend Pro- Lehrers leidet, und die Landbevölkerung in unterrichtlicher Be- vinzialdirektor Dr- Brerdert den Jubilar als wahren ziehung durch den Lehrermangel auf dem Lande leidet und der Menschenfreund und Förderer aller guten, edlen Bestrebseßhafte Landlehrer als Lehrer zweiter Klasse angesehen wird, unaen feierte mit dem auf Dr- Gutfleisch bezogenen Schluß- 3. Die gehaltliche Gleichstellung aller Lehrer der: Monarchie ist ^^rt „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Justizrat möglich unter der Voraussetzung, daß die Schullasten aus brettereI Gutfleisch sprach seinen Dank für die Ehrung aus, Schultern gelegt werden." auf die er nie einen Anspruch erhoben habe- Die Feier wirklich gebaut wird, to. Frankfurt a. M., 30. Mai. 4 junge Leute fuhren —. —, - . .. r, .gestern nachmitttag in einem Nachen auf dem Main. In- (dekerreicK-'Anaarn Mat die Teilnehmer bis zum Abend in fröhlichster Stimmung L f ihres übermütigen Schaukelns kippte der Kahn UM, M k ..Usammcnsebaltm. , unb alte vier fielen ins Wasser. Dreien gelang es, S ee»soÄeiuml01*$an°sich durch Festhalten am Nachen zu retten Der Vierte ein wünschten, daß die Monarchie stark, selbstbewußt und maßgebend UllU ^UHV. 16jähriger junger Mensch Namens Treutel aus Kelsterbach, sei, und seien für eine starke Wehrmacht Wenn sie aber^gegen Gießen, den 31. Mai 1904. ertrank. die Heeresforderungen stimmten, so geschehe dies nicht aus tfeuw= I w «RaS ö'i-Pitinnrh 30 Mai Der 52 Mittel» schäft gegen die Armee, sondern aus wiederhott erörterten poli- "Der Kölner Raubmörder, der das Dienst- . ' 8 "J’ ’ / ,, ‘ (r fönmfifnn ->ine tischen Gründen und weil die -Kriegsvenvaltung immer iwch nicht Mädchen Margarete Kurth dort umgebracht hat, ist in Mainz rheinische Aerztetag brachte föni am Samstag em genügend auf die Schonung des ftchechifchen Nationalttatsgefuhls, seftaenommen worden Der Taalöhner Karl Kauerz, geboren Anzahl von Aerzten aus dem Veremsgebiete m unser Bad, auf die Gleichberechtigung aller Nationen und deren berechttgte r iRTft’in Nemickeid Kreis Solinaen ist mehr- denen gestern vormittag eine noch größere Zahl medizmischer Wünsche Rücksicht nehme. - Tie Delegation nahm das H e e r e s- den 9. Oktober 1878 in Remscheid, Kreis «Lotmgen, M wehr- » ' Zy derselben versammelten sich, während ordinarium an. Auf verschiedene im Laufe der Debatte fach wegen Diebstahls bestraft und erst seit einigen Monaten ^sle fotgie. irSiftFpitpn hr, gemachte Aeußerungen eingehend, verwies Reichskriegsminister nieder auf freiem Fuße. Die am Tatorte zurückgelaffene die übrigen steh die Stadt und deren Sehenswürdigkeiten b v. Pitteich auf seinen bezüglich der Nattonalitätenfrage m der ~ , jf. s^in Eiaentum erkannt worden. Er ist seit Pfingst- trachteten, zum Frühschoppen m der Bellevue. Um 12 Uhr lebten Session entwickelten Standpunkt, worauf er unentwegt Host ist V, fÄreibt man berfammcltcn sich die auswärtigen und hiesigen Aerzte, ins- verharre. Der Minister wiederholte, es wäre höchste Zeit, das montag von Köln verschwunden «auerz, so schreibt man ' ' > Kurhaussaale zur Anhörung der Wehrgesetz einer Revision zu unterziehen. Tas neue Wehrgeietz aus Köln, ist 1,63 Meter groß, hat rötlichblondes Haar und gesamt über «u' Herren im Murnausiaaie 8 c 9 h J wäre im Einvernehmen zwischen den militärischen Ministern be- ejnen Anflug von blondem Schnurrbart. Er trug zuletzt programmgemäßen wissenschaftlichen Vortrag . reits ausgearbeitet. Tie Angelegenheit würde hoffentlich rm f(fnoarÄen eine braune, abgetragene Joppe, eine gesehenen 16 Reden wurden 8 gehalten und zwar sprachen. -Einer im -ckor,. do. rorrbtn. ä geflreiffe, fast neue Has/ und eine hoch- Geh. SanitatSrat Dr. Erlemneyer-Bendorf: Zur Behandlmrg ----------------Sammer schließende Weste ans demselben Stoffe. Dieses Ausschreiben d» hemstegischen Sprachstörungen; Geh. s-n.tätsrat Dr ^laitent^e jammer. ) c-pflnQt.me ;n Wainx bewirkt. Er dürste im Gesicht I Heusner-Barmen: Demonstrationen aus dem Gebiet der Der Ministerpräsident G i olitti crllärte am 30. d. M. Kraßwunden haben Die beiden Orthopädie; Dr. Pfanne nst i e l - Gießen : Zur klinischen in Enoiderung auf die Anftagen der Abgeordneten Mozza und und an den Händen noch Kratzwunden haben. Die b e i 1 Retrodeviationen; Professor Brauer-Heidelberg: Guerei wegen der Protestnote des Papstes, daß die Mainzer Polizisten sagten ihm auf den Kopf zu, daß er ber oei ^reowmanonen, W fienftofieS- Note natürlich nicht Italien mitgeteilt worden sei. Immerhin Gesuchte sei, worauf er es auch nach anfänglichem Leugnen Dw diagnostische Bedeutung des diastolischen Herzs ß , müffe er sich mit einer in ihr enthaltenen Stelle beschäftigen, h Gestern, also Montag, abend hat er, wie uns ein Professor Dr. Flesch-Frankfurt: Neber die Behandlung der die den König von Italien angehe und der Regierung einer be- ° «- . ' ■ mpIi.pt DDr cP;nem Weatransvort durch Gonorrhoe veranlaßten Sterilität und die dabei er- fteundeten Nation Gelegenheit zu Erllärungen gegeben habe, bie Drahtbericht aus Mcupz meldet, vor ftmem ^eglransport - Eriolae- Vroseffor Dr Vulpius-Heidelberg: Die Be- man niemals von ihr gehört habe und die für sich allein schon nach Köln dem ihn begleitenden Kölner Kriminalkommissar Mten Orsolge , Wtepor »r. xsuipn» y g genügten, jede Erinnerung an vergangene Mrßhelligketten zu das Zugeständnis gemacht, daß er den Ra ub m ord Handlung der fpmalen Kinderlähmung, • 0- verwischen. (Lebhafter anhaltender Beifall ftn ganzen Hause.) verübt und die Tat allein ausqeführt habe. — Zur Frankfurt: UeberBlutungen aus den Harnwegen, Dr. Jsserlin- Giolitti bemerkt noch, die Note sei eine Wiederholung der , . st mörd^rs Schreibt uns nocki ein Vad Soden: Zur Behandlung der beginnenden Herzschwäche Protesterklärungen, die sich seit 34 Jahren immer wieder ver- Verhaftung des Raubmörders tchrewt uns noch em Gegen halb 4 Uhr waren bie mit großem nehmen ließen. Jedoch habe Italien keinerlei Ursache, seine Mainzer Mitarbeiter: K. kam am Samstag abend mit der oei 459191115. ^gen > Volitik infolge der Note zu ändern. Italien, das nichts zu Prostituierten Anna Iw an off, die aus Genthin (Preußen) Interesse angehorttn und mtt Beifall genommen fürchten habe, könne mit Ruhe der Ankunft d erf r em de n stimmt, von Frankfurt hierher und die beiden trieben sich die trage 3" Ende. Bei dem um 4 Uhr beginnenden ost g Kongreganisten entgegensehen. Wenn sie indessen Italien ' .» ' herum. Am Sonntag morgen Festmahl erfolgte eine ganze Reche kurzer Tischreden, u. a. Verlegenheit bereiten oder die Gefühle der Italiener ->cacyl uoer m oer ^mage yc.rum. g JL haftete Prof. Dr. Wo rs ius-Gießen au den mittel» beleidigen sollten, so würde die Regierung ihre Pflicht tun wurden fie dort von einigen Spaziergängern beobachte , wo- oöie«■ ö und sie Kraft des Gesetzes aus weisem bei ihr auffallendes Benehmen auffiel. Die I. schlief auf emer ryeinstchen ^^rzlelag. .. n h hpn W-ttlauf ftavzSstscher Soldaten. Sem ^4“ 6 a f e % ei ÄÄÄÄÄl» S'aÄ ^^ttmbSr20 Wiebe.-Der Wer in behörde veranstaltet worden war und an dem 2000 Soldaten rit rp qpu r;^ aufhielten Inzwischen waren Mainz wurde wegen Unterschlagung von Briefen m Unterteilnahmen. sind zahlreiche Unfälle infolge von Sonnen- dann längereZeit sich a fh> . I z sch suchungshaft genommen. Er hat gewöhnliche Briefe an sich stich und Ueberansttenyungen vorgckommen. Eini Korporal starb Depeschen von de-Kölner und^ranffurter roenn er Briefmarken darin ver- abends im Krankenhauie, em anderer Soldat soll m einem Nach- an die hiesige Polizei emgetroffen, worin die Personalien des 19 1 ; innixi rtn „pnpm ber Wunsch auf barorte gestorben sein. Das Befinden einer Anzahl voni Teil- Raubmörders genau angegeben waren. Am Montag früh 'nutete. - In Mainz taucht von neuem der Wunsch aus, nehrnern wird alls befriedigend bezeichnet. Verschiedene Blatter f f ?. mprt.nctuna Die Dirne hatte den Mörder bie Terrasse der Stadthalle mit einer Glashalle zu versehen, greifen den Kriegsrninifter in schärfster Weise an weil er seine gelang darauf die Verhaftung> bei schlechter Witterung vollständig geschlossen werden Erlaubnis zu dem Wettmarsch, der lediglich zu Rcklamezwecken verlaßen, anscheinend weil das geraubte Geld alle geworden Die Kosten hierfür betragen 125 000 Mk., die der vom „Malin" veranstaltet war, erteilt habe. Oberst Roußet (llb. war. Die I. sollte durch einen Knminalschutzmann gestern - verzinsen Weiter soll in die Republikaner, legte in der Kam wer sitzung am 30J J. in Frankfurt verhaftet werden. Auf dem Wege zmn Sadchallewirt bereit ist, zu ve^nfen. ler ou n Verwahrung gegen den geittigen Wettmarsch von Soldaten » . u i ■ ctecauena;mmer auf die nach Stadthalle elektrisches Licht emgefuhrt und die unhaltbaren ein, der den Tod von vier Soldaten gehabt habe. Er bedauert h h ? F 3 si-'svfvrt fest Garderobeverhältnisse verbessert werden. — Ein furchtbares den Marsch, der nur Rellamezwecken gedient habe. Kriegs- der Beschreibung die J. sem konnte. Er nahm sie sofort fest, > '' Suaden verursachte, ging in einer der Minister dlndre erwidert, wenn der Marsch unheilvolle Folgen und es ergab sich die Richtigkeit ferner Vermutung. Gestern V.. , 5 <■ » sstdsicku>n Odenwalde^ gehabt habe, beklage er sie und bedauere zu dem Marsche feine nachmittag wurden die Verhafteten in das Provinzialarrest» letzten Nachte über die Gebirge des übl chen Od-nwalde. Zustimmung gegeben zu haben. 25 Teilnehmer fanden Auf- verbracht Geaen Abend kam ein Kriminalkommissar weder. Unter Donner und Blitz regnete es von 9 Uhr abend- nahme im Krankenhaus: von diesen sei einer gestorben, Haus verbracht Ge^en Äveno ram em «rnmnmromrnig« 2 Uhr unaufhörlich in Strömen. Leider find im Lohr- sechs ernstlich erkrankt: von 42 Teilnehmern am mit zwei Beamten hierher und überführten den K. und die Gorrheimer- und Steinachtal die Verwüstungen sehr Wettmarsche habe man k e i n e N a ch r i ch t. Der Minister schließt I. nach Köln. Von der Belohnung, die tn Höhe von 1000 ^9 h -ntwurrelt Holr und Stämme fort* mit der Erklärung, er werde keinen derartigen Wettmarsch mehr auf die Ergreifung des Raubmörders ausgesetzt wurden, große. Bäume wurden entwurzelt, H z ' < b°ib°n Schutzleute, bie den K. verhafteten, .hren »mmt, Mneken^und W^tv.ul de« Felders der Krie^inffl» M ^in°erst°nden erWr. hatte. ---^nt-.l bekomme^ ^us Besitztum des R-stuuruteurs stnnte das Vieh nur unter ^«esahr gerettet °«b.n «°s-n. 25jähriges Iuviläum des Justizrats Ir. Kuifleisch Christian Medenbach, Gasthas .Zur Stadt Gießen" hier, n-^^ wurden d'- O^e Lahrbach Kall wd . Unter ch, als Mitglied des Kreisauslchuffes. wurde gestern für 36 000 Mk. an Wilhelm Baege, Kaufmann Trösel, Flackenbach nnd Ga^he.m he,„.gesucht. .. . . ' . ^ H°^ünd°Ü°S0.'Mai. Gestern abend sand im öffe^tI?^Ste1Äba Ä hieben ^uXfaat eine -urGrün d um greine s welcher eine schöne Feier vorausging. Justizrat Dr. .Gut- Kriegervereins statt. Ncuh emem Vortrag des Bezirts- ffeisch feierte sein 25jähriges Jnviläum als Mitglied des I Vorsitzenden, Kammerdirektor Korell aus Büdingen, über den Kreisausschusses. Aus diesem Anlaß war, wie wir schon Zweck und die Ziele der Kriegervereine wurde zur Gründung kurz berichteten, der Platz desselben reich 'mit Blumen ge- l geschritten, und es traten dem jungen Verein sofort 44 Mit- schmückt- Beim Eintritt des Jubilars hielt der Vorsitzende gsteder bei. des Kreisausschusses, Regierungsrat Dr. Wagner, fot- ,Darmstadt, 30. Mai. Die heffische Regierung will gende Ansprache: in dem alten, prächtigen, gut erhaltenen Schloß in Lichten- Am h°Mik-n°T°ge°"sind e6se25 MrTftit Sie dem Kreis- berg im Odenwald -in Hotel errichten, -in Entschluß, der ausschuß als Mitglied angchören. An ihren hervorragenden und I aus verschiedenen Gründen freudig zu begrüßen ist. In erster allerseits anerkannten Verdiensten auf allen Gebieten Ihrer viel- Linie wird dadurch der herrliche Punkt einem weit zahl- seitigen öffentlichen Tätigkeit hat auch der Kreisausschuß feinen reid)eren und Erholung suchenden Publikum als seither zu*' ganäm MSlaüb^'unb Wit’üta deff-n Grenzen hfn-ÜsVch- gänzlich gemacht, und sodann wird damit auch eine, für die angesehene und verehrte Persönlichkeit zu seinen Mitgliedern Entwickelung des Fremdenverkehrs im Odenwald drmgend zu zählen. Wir danken Ihnen heute aufrichtig imd herzlich für notwendige Hotel- bezw. Gasthofsreform angebahnt. Ihre überaus schätzenswerte Mitwirkung, für die gar nicht tiorf) I <ßon ^en verschiedensten Seiten werden eben große An- Jhre7ei^5ßLL streuguugen gemacht um den ^nchenverkehr im Odenwald Ihre ungewöhnliche und ausgebreitete Gesetzeskenntnis, Ihren zu heben; aber diese Bestrebungen fH^rn einfach an den milden versöhnlichen, auf die Ausgleichung von Gegensätzen be- jUm Teil noch recht primittven und dem Publikum nicht mehr duckten Sinn und durch Ihre liebenswürdige Kollegialität 25 .uraaenben footel» und Gasthof-Einrichtungen, namentlich auch ÄGL hmsichtlich des gebotenen Wens HoffenMch wird nun auch unseres Kollegs trotz Ihrer außerordentlich starken beruflichen und in allernächster Zeit die Straße von Groß-Bieberau nach außerberuflichen Inanspruchnahme. Aber nicht nur unserem Danke, Lichtenberg in einen fahrbaren Zustand gebracht. Jedenfalls auch unseren Wünschen möchten wir heute Ausdruck geben und I ^ckst damit gewartet werden, bis das so vielver- s I sp-°ch-nd- Schloßhotel eröffnet wird: denn das Hotel bedarf ]m Behandlung Sanitätsrat Dr. cm Gebiet der : Zur klinischen mer«Heidelberg: hen Herzstoßes: Aehandlung der । die dabei er« lberg: Die Be« Dr. F. Arons- en; Dr. Jßerlin« >en Herzschwäche ie mit großem ommenen Vor- inben ossiziellw Mrdm, u. 0' v\x\ den mittel« c,en gelang es, Der Vierte, ein rus Kelsterbach, 52. Mittel. Samstag eine in unser Bad, hl medizinischer n sich, während oiirdigkeiten be« - Um 12 Uhr ien Aerzte, ins« : Anhörung der . Von den vor- zwar sprachen: ' . Ein furcht^- ging in *k iDbenm«^': » s'°dSo, . Verwüstungen ,nd Stä'nme M $elbl‘ t werden. ■ÖC'U isen und ben in-Linden hat m* zugesellt. K fträger Faust w Briefen in Unter« he Briese an W rken darin ver- der Wunsch nus, 4s. oit k“*» W,*Obt- ®gn ß6S»bob" ®tr-8«tgrat "n,!ei und besuchen Bahn, tür den b"p°'t sich als »u gefährlicher VcheLand. ^elcker ver- 'g durch sej^ Wegsamkeit, mie "N'Lindenselser b(|6 die Bahn le Leute fuhren "Main. Zn. "er Kahn um, .alle zu versehen, eschloßen werden ÖO Mk., die de: | Weiter soll in du - die unhaltbar .. 30. W °?d'erKuE:. ^.y;\ im fi» honttag 'w ’ 7 Dr., }U .g btr" mö-Koln J15 tkv 'L.K.L h der v dnckA Manoes' rererent trat 'Pros. Dtemyauien aus. Punrr 2, vte ^trnetr in den Kunstkommissionen, wurde von den Professoren Trübner und v. Bochmonn näher behandelt, lieber die Verbandszeitschrift „Die Rheinland e" referierten Prof. Clemen und W. Schäfer, während zu Punkt 4, Erwerbungen und Zuwendungen die Vertreter der einzelnen Kunstkommissionen in lebhafter Weise ihre Gedanken austauschten. Der Verband bezweckt, wie auch in den Satzungen bestimmt wurde, die Förderung von Kunst und Künstlern in Baden, Württemberg, Elsaß-Lothringen, Rheinpfalz, Dessen, Rheinprovinz, Westfalen, Waldeck und Hessen-Nassau. Die Förderung von bildenden Künstlern soll wesentlich darin bestehen, daß starke Talente in die Lage gesetzt werden, sich frei von Sorgen ihrer künstlerischen Tätigkeit hingeben zu können. Je nach der Besonderheit der einzelnen Fälle kann die Förderung bestehen in der Anweisung von Jahreshonoraren oder auch in der Bestellung resp. dem Ankauf von Kunstwerken. Rach § 3 der Satzungen sollen im übrigen die Ziele des Verbandes erreicht werden durch Verlosung von Kunstwerken unter die Mitglieder, durch jährliche Verteilung von künstlerischen Verbandsgaben (z. B. Original-Lithographien, Mappen oder Wandbildern), ferner durch Ausstell- Jing von Kunstwerken und durch Lieferung der Kunstzeitschrist „Die Rheinlande". Sitz und Geschäftsstelle des Verbandes ist Düsseldorf. Der Verband besteht aus Stiftern, die einen einmaligen Beitrag von 1OOO Mark mindestens zahlen, aus Patronen, die jährlich mindestens 100 Mark zahlen und aus Mitgliedern mit 16 Mark Jahresbeittag. Dem Vorstand stehen zur Erledigung der künstlerischen Angelegenheiten die Kunstkommissionen zur Seite, von deren 5 Mitgliedern 3 Maler sein müssen. Sie haben die Ziele des Verbandes in ihrem Wirkungskreis zu fördern und besonders dem Vorstande die zu fördernden Künstler vorzuschlagen. An der Abendtafel beim Großherzog im Residenzschloß nahmen sämtliche Vorstandsmitglieder teil. Kunst und Wissenschaft. Swk. fDeibelberg. 30. Mai. Geheimrat Tr. Quincke von der hiesigen Universität wird sich auf Einladung des Kaisers an einer Nordlandsreis e beteiligen, die vom 2. bis 15. Juni d. I. an Bord des Kaiser!. Pacht „Meteor" ausgesührt wird. Dr. Quincke ist Mitglied des Kuratoriums der Physikal. > Technischen Reichsanstalt zu Berlin. Swk. Düsseldorf, 29. Mai. Hier starb beute der Land- schastsnraler Wilhelm Hadert (ein gebomer Braunschweiger), Schüler von Heinrich Brande? und Gude, im 74 Lebensjahr. Spirlplan drr vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 1. Juni geschlossen. Donnerstag den 2. Juni'): „Tannhäuser". Freitag den 3. Juni, abends halb 8 Uhr: „Der Zigeunerbaron." Samstag den 4. Juni: „Test." Sonntag den o. Juni: „Die Jüdin." Montag den 6. Juni: „Der Freischütz." Dienstag den 7. Juni: „Josef und seine Brüder." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Arveiteröervegung. © t e c I e, 30. Mai. Die 9. Generalversammlung deutscher christlicher Bergarbeiter nahm nach längerer Erörterung den Anttag an, das Sterbegeld von 50 Mark auf 60 Mark zu erhöhen, ferner einen Anttag, Rechtsschutz nur denen zuteil werden zu lassen, die für 2 Monate Beittag gezahlt haben. Wien, 30. Mai. Heute nachmittag haben die B a u Handwerker in neun Versammlungen die Vereinbarungen, welche in der gestrigen Konferenz unter Vorsitz des Handelsministers Baron v. Call beschlossen wurden, unter der Voraussetzung angenommen, daß diesen Vorschlägen auch die Meisterversammlung zustimmt. In diesem Falle würde die Arbeit am 1. Juni wieder ausgenommen. Kerichtssaat. Kiel, 31. Mai. Das Kriegsgericht der ersten Marineinspektion verurteilte den Kapitän Breithaupt wegen Anstiftung Untergebener zu gefährlicher Körperverletzung und Mißbrauchs der Dienstgewalt zu 5 Tagen Ge fäng- u i s , den Obermatrosen S a m l a n d und den Mattosen R i ch a u wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Tagen Gefängnis Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. (h.) Mühlheim-Ruhr, 29. Mai. Auf dem Kohlenkuxenmarkt schließt die Woche in bisheriger ruhiger Haltung. Dte Dttmmung, vesonvers sllr schwere Lverre tn ais eine feste anzufprechen. Die Kursveränderungen sind außerordentlich gering: die Umsätze daher ohne besonderen Umfang. Eine Kirrs- erhöhung erfuhren von schweren Werten nur König Ludwig, Augusta Viktoria, Königin Elisabeth und Helene und Amalie. Von leichten Werten waren Charlotte, Altendorf und Alte Haase etwas fester. Märkte. Gießen, '31. Mai. Marktbericht. Aus heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0.80—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Psg. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Psg., Käse vr.Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,30—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück 77,1—2,20 Mk., Gänse vr. Pid. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00—00 Psg. Marktzeit 7—1 Uhr. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Mittwoch, den 1. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.- Donnerstag, den 2. Juni. Frohuleichuamsfest. Vormittags von 6 7? Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. ■ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. „ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Andacht mit Segen.______________ Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 1. Juni 1904: Zeitweise windig, zeitweise wolkig, zunächst wärmer, dann kühler, vielfach Gewitterregen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Temperatur der Lahn und der Luft am 31. Mai 1904. NachMeaurnur gemeßen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 157-°, Luft 18°. Albert Rübsam e n. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. sd. Darmstadt, 31. Mai. (Eigener Drahtbericht). In der in Anwesenheit des Großherzogs im Residenzschloß stattgehabten 2. Sitzung des Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern amRhein wurde eine Vereinigung zum Zwecke der Abhaltung von Ausstellungen ohne Statuten, sowie die Abhaltung einer kleinen Ausstellung im Dezember d. Js. in Darmstadt, die zugleich als Wanderausstellung dienen soll, beschlossen. Im nächsten Jahr wird alsdann eine neue große Au sstellung, voraussichtlich ebenfalls in Darmstadt, stattfinden. Wiesbaden, 31. Mai. Das Großfeuer, welches gestern abend südlich von den Bahnhöfen in der Schlacht- haussttaße neben dem Geleise der Taunus-Bahn auf dem Terrain der Farbenfabrik von Reichwein ausbrach, wurde morgens 4 Uhr nach anstreUgender Tätigkeit der Feuerwehr auf seinen Herd beschränkt- Das Feuer griff auch auf andere Gebäulichkeiten über und .vernichtete diese teilweise- Der Schaden ist sehr bedeutend- London, 31. Mai. Nach Meldungen aus Liaoyang haben sich zahlreiche verkleidete Soldaten .des Generals Ma nach Mukden und Charbin begeben. Sie verteilen dort Waffen unter die chinesische Bevölkerung, damit diese, wenn die Japaner die Plätze angreifen, gegen die Ruffen Stellung nehmen. Brüssel, 31. Mai. Rach dem nunmehrigen, defini- tiüen Wahlergebnis beträgt die Mehrheit ber Katholiken in der Kammer 20 Stimmen statt der bisherigen 26. Im Senate betrug die alte katholische Mehrheit 16 Stimmen, die neue beläuft sich auf 11. Paris, 31. Mai. Einer „Journal"-Meldung zufolge befindet sich in der Festung Mont Valerien unter der Beschuldigung, allein oder mit Genossen 25000 Francs dem militärischen Geheimfonds entwendet zu haben, ein Archiv-Beamter des Großen Generalstavs. Die Veruntteuungen sollen mit gewissen vom früheren Generalstabe für den Treyfus Prozeß bestellten Zeugenaussagen im Jahre 1899 zusammenhängen. Paris, 31. Mai. Ter „Matin" berichtet aus Peters« bürg: Vier Regimenter Pioniere sind damit beschäftigt, Befestigungswerke bei Kronstadt zu errichten. Man versichert, daß, wenn Port Arthur wirklich in die Hände der Japaner fallen sollte, diese eine Demonstration in den russischen Gewässern vornehmen könnten, um die russische öffentliche Meinung aufzustacheln. Rom, 31. Mai. Das Familien-Archiv des Hauses Orsini, welches gestern im Palazzo Orsini verweigert werden sollte, wurde, als schon zahlreiche Liebhaber erschienen waren, plötzlich von der Behörde versiegelt. Der Staatsanwalt legte Protest gegen die Versteigerung ein, um das Archiv, welches Tausende der wichtigsten historischen Dokumente birgt, für Italien zu erhalten. Wie verlautet, beabsichtigt nunmehr die Stadt Rom das Archiv anzukaufen. Petersburg, 31. Mai. Rach Meldungen aus Mukden wütet unter den russischen Soldaten die Ruhr noch immer heftig. Die Erkrankungen belaufen sich für die einzelnen Regimenter auf 10 Proz. Petersburg, 31. Mai. Gerüchtweise verlautet, Kuropa tkin sei mit 80000 Mann aufge'vrochen, um Port Arthur zu entsetzen. Er hinterließ bei Liaoyang genügende Streitkräfte, um die Japaner in Schach zu halten, damit diese ihm nicht in den Rücken fallen können. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 33.. 31. Mai. 37e% Reioheanleihe . . 101.90 3o/o do. ... 89.70 3V,o/o Konsole .... 101.65 3O/o do......89.80 372% Hessen .... 99.85 37»% Oberhessen . . . —.— 456 Oesterr. Goldrente . . 100.80 476% Oesterr. Silberrente 99.90 456 Ungar. Goldrente . . 99.30 40/0 Italien. Rente , . . 103.30 4VS% Portugieser , . . 60.50 30/0 Portugiesen.....59.35 1% C. Türken .... — Türkenlose......129.20 4% Griech. Monopol.-Anl. 47.30 47,% äussere Argentiner —.— 30/g Mexikaner .... 26.20 4V8O/o Chinesen .... 86.95 Electric. Sohuckert . . . 106.20 Nordd. Lloyd . . . . 102.45 Kreditaktien . . . , , 201.60 Diskonto-Komm andit. . . 187.10 Darmstädter Bank . , . 186.50 Dresdener Bank .... 151.80 Berliner Handelsges. . . 152.80 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.70 Lombarden ..... 13.30 Gotthardbahn.....191.00 Laurahütte......241.50 Bochum . ...... 192.00 Harpener......192.80 Tendenz: fest. Praktisch, bequem unentbehrlich für Gebirg, Jagd, Sport, Reise, sowie * (mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser m Ausführung von Mk. 17.— in 110 cm Länge aufwärts. JuBius Fischer, Schulstrasse 6. Verantwortlich für die gesamte Redaktion: I. V.: August Goetz. für die See sind meine wasserdichten, wetterfesten Echt steirischen Loden-Fabrikate. Wasserdichte Wett er kragen Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend Mittwoch den 1. Juni, im Jmpflokale — Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Uhr, abge° halten werden. Jmpspflichtig irrt laufenden Kalenderjahr sind die im porigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf feine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Sttafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder muffen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau m^mals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur au einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 28. Mai 1904. 4761 Großherzoplicbe Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Curschmann. AWcrger'. Wir eröffnen am Donnerstag den 2. Juni 1904, abends 9 Uhr, in unserem Unterrichtslokal, „Frankfurter Hof" einen 4756 llnterrichts-KlirB für Babelsberger LteaagraMe. Honorar 6 Mk. — Anmeldung vor Beginn des Kursus ist nicht forderlich. $ec «orstaxd. Wsllrstm Karlsruhe Marburgerlandsttatze herrlich. Aussichtspunkt, neu erbaut empfiehlt zum Besuche (4563s Karl Dorfeld. Fechtverband Gießen-Lahr Wohltätigkeitsverein. Sonntag den 5. Juni 1994, nachmittags 3 Uhr Grosses 5ommerfest auf der Schönen Aussicht. 4741 Mnderspiele mit Kreisverterlung. Aaruffel • Sehietzbude e Feuerwerk re. Eintritt 20 Pfg., Militär 10 Pfg., Mitglieder frei. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Borstand. Restaurant Royal. Morgen, Mittwoch abend: Gross« Garten-Konzert ausgeführt von der Militärkapelle. Anfang 8 Uhr. Eintritt 20 Pfg. 03091 H. Elges. IHhompson’s] Seifenpulver c>M»aAhe SchujcLru ist sparsamen Rausfrauen unentbehrlin). — Schmidt's — Patent-Waschmaschinen D. R. P. mit Doppelboden und Metalldeckel sind allen voran —125000 Stück im Gebrauch = Jedes einschlägige Geschäft führt diese Maschinen. Generalvertrieb: C. KOCH, BERLEBURG. Die für bauliche Herstellungen im norm. Hause Bourgeois, Kirchenplatz 18, erforderlichen Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker-, Schreiner-, Schloffer- u. Weißbinderarbeiten sollen Samstag den 4. Juni d. I., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden auf unserer Schreibstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens zu obengenanntem Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfcist 14 Tage. Gießen, den 28. Mai 1904. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. [4745 Lmmchrchll Mitesser, Blütchen, Pusteln verunzieren jedes Gesicht, darum wasche man sich täglich mit „Jsma"-Lilicnmilchseife. Stück 50 Pfg. Allein echt: Ph. Schwager Wwe., Drogerie Markt 8. [4022 Wich frische Milch Dilkmilch im Aas AM frische Waffeln. I Wie neu wird Zeder gl mit ßechtel's SalmiabSallsrife ge-1 waschene Stoff jed. Gewebes,! oorrät. in Pak. zu 40 Pfg. bei H Gust. Walter, JHiraebnrg 13, Tkl.3861 war, ist und ■ IO ÖÄ.«1 bleibt ba§ befte Schutzmittel geg.Motten. 20Pfg. Adler-Drogerie Seltersweg 39, Otto Schaaf. 2796 Schirme fabrizieren wir extra solid. 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Gießen, 0 Groß! vialä T iL/abak u N dni Heinen ru |S=t Qbencn WJNnt x<&- ■ 2en ha,le bei V* -5'? A meist ueser ift'>1 t “ 91 Eine Wirku Bonis, öieöis/ Erwartungen sich bereits veme Wettbewerbs un Eine Liverpooler scheu Schissahrts in nebelhafte F Trusts hat sich kürzester Zeit sei die englische Cm ung der London 'n der Lage, fi Eise auszustelb der ungarischen 'Auswanderer zu' Otto Rathschlag Grosser Inventur-Ausverkauf mit 15% Rabatt. Wäsche- und 9 Ausstattungs-Geschäft. | 7 Zimmer | Ludwigstrasse 42 7-Zimmer-Wohnung, neu hergerichtet, mit Gasleitung, Trockenboden, Garten pp. per 1. Juli, auch für bald, zu uerm. [3610 L. Reitz, West-Anlage 27. Der von Herrn Pros. Dr. Pfeiffer bewohnte 2. Stock unseres Hanfes ist per 1. Juli l. Js. anderweitig zn verm. 4154| Gebrüder Schwan. 6 Zimmer Bieichstrasse 32. Schöne 6-Zimmcr-Wohnung, 1. Etage, neu hergerichtet, reicht. 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