154, Jahrgang Donnerstag 3L. März 1904 Zweites Blatt M. 77 Giehener Anzeiger Sr-fcheinl tSgNch mit Ausnahme deS Sonntag«. :ikn General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Au8 dem japanischen Landtage. en und großen Fleiß und tüchtige G& , dessen Alter ihm ober eigentlich - fl >» ZflfljliiLl «Z Me ..Giehener §amllienbl8tte^ werden dem /Inzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -hesstiche Landwtrtt' erscheint monatlich einmal. t*______ Die yeuiige Mmmer umfaßt 14 Seiten RotationSdrnck und Verlag der Brühl'schar UntoerfttütSdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, ExpedUion u. Druckerei: EchulsK.?. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. nur eine sehr beschrankte Tängkeit zuweist, da die Jahre doch schon an ihm zu bröckeln anfangen, und Herr Sam dors, der stattliche erste Held und Liebhaber, dessen Tomäne das klassische, getragene Drama ist, während er im Salon feine besonders günstige, entweder unbeholfene oder apathische Figur zu machen pflegt und sich auch nicht sonderlich behaglich darin zu suhlen scheint, und der sein gar so dunkles, hohlklingendes Organ nicht recht zu behandeln versteht. »■um— i'i— Naturburschen hinausspielte — usw. Es bleiben uns im wesentlichen die Damen Frl. Hellberg, eine liebliche ,tu'e Tcmabril Soeben w । >h gestützt auj gmh len, unter btidjtiir- verweilen Rontom> men unter 9h. Kn "d. d. Zlg. erbtitr. lästiger, braut: 'v uüchl biegtblofitm httgen Sleiiitt L ögbchst Kost wo l »uje. Cfiratn eite» r. 3028 an die In,, vier Reiter verlor. Rittmeister Kurukawa und elf Retter wurden verwundet. Nach dem Gefechte wurden zwei Russen tot auf dem Felde gefunden. Außerdem sollten noch sieben oder acht gefallene Russen sich in der Stadt befinden. Während des Gefechtes wurde beobachtet, wie die Russen mit großer Geschicklichkeit die Verwundeten und Toten auf Pferden oder in Ambulanzen TawM Nieder-RmDlM Lordenitij yi M vnmanu- mb '**-'!■ Rainen, iorovt wwi tiii/L und obtrt W 'eoranl'mÜeiL W liunfl I. ipirantt«. Wäsche- to. angttwnimtit äninueigeiliwi!/ -Mehrere Wtt IjK finden gute tpensionfr I Oauflen a-N-^ LeiifiönatlurFg, I* chrempiol)^*t Sentimentale, die freilich anfangs mehr versprach, als sie später hielt, aber nach ihrer bofsentlich recht baldiges Genesung mit neuen Äräftcn an oem Ausbau ihres schönen Talentes arbeiten wird; die sehr sympathische, zurück haltende, immer in ihrer schlichten und zarten, wohl« tuenden Art angenehme Frau Kellermann, der würdige Herr Linzsn, dessen großen Fleiß und tüchtige Qte* (Innung wir hochschuhen, dessen Alter ihm aber eigentlich 2 .'. ^.ndschju beseht hatten. Es gelang, die russisch TDuPpeu aus ihren Stellungen zu Wersen u t m. j i a b t zu besetzen. Auf Seiten der Japaner sind g tju. £en ein Offizier und vier Gemeine, ver- u )u;:et zwei Offiziere und zehn Gemeine. Man schätzt megführten. Awei Russen, anscheinend Offiziere, wurden vom Schlachtselde getragen. General K'uropatkin telegraphierte an den Kaiser folgende Meldung des Generals Mischtschenko vom 29. März: Nach Erzählungen von Einwohnern der Stadt Tschoengdschu hatten die Japaner in dem Gefecht, das am 28. Marz sich bei dieser Stadt ereignete, über 100 lichen Station. Tote; 100 Verwundete seien durch 500 koreanische Träger nach Andschu gebracht. Auch an Pferden hatten die Japaner große Verluste. Ter bei Tschoengdschu verwundete russische Stabskapitän Stephanow ist seinen Wunden erlegen. Ter Kapitän, ein Mann der Besatzung und ein Passagier des japanischen Küstendampfers „H a n y e t", die in Tschoengdschu angekommen sind, berichten, daß die russische Flotte am Morgen des 27. März nahe den Miautan- Jnfeln die ,Hanyei" zum Sinken brachte. Ter Rest der Besatzung und der Passagiere, teils Chinesen, teils Japaner, im ganzen 17, wurde zu Gefangenen gemacht. ßin Wealer-MckblM. i. P. W. Gießen, 31. März 1904. D<*r Theaterverein hat an dieser Stelle bereits Bericht - f :d über seine Tätigkeit in der verflossenen Spielzeit. EL'S .ienbt noch übrig, einen Rückblick zu werfen auf die Gi faUleifhtngen unseres Theaters unter dem neuen Regime. trr neue Direktor Hermann Steingötter ist ein Tl Iciter, wie man ihn sich nur wünschen kann. Was ihn'.-..:; i'. hervorragend geeignet macht, das ist, außer seiner ri x.c)en praktischen Theaterkenntnis, eine weitgreifende all Igu? ne Bildung, die er sich in einem Leben voll scharfer Ze M ißlungen und kühler Gedanken angeeignet hat, sein nie itl.ten betätigtes Gefühl auch für feinere Eigentümlich- leitisUetr Dichtung, seine cheoalereSke, gesellschaftlich zurück- -hallte, dabei offenbar nie deS praktischen Zieles entbehrende Ar! Verkehrs mit jedem, mit dem er zu tun hat. Als Bühnen- i mli zeigte sich Herr Steingötter nur selten. Der Grundzug son'^ercirstellerischen Charakters ift eine von Takt, Geschmack uni:: ij);xcrn Spielinstinkt getragene Natürlichkeit, die allen s.im.,rLGestalten gleichmäßig eigen war. Auf dem glatten a.Jin iöcS eleganten Salonhelden strömt die Haupt- und b-M°dter seiner Kunst. Für liebenswürdiges Schwerenöter- lüii I, fern es sich in den Grenzen des guten LustspieltoneS 1 i :t, icxn es East und Kraft besitzt und kernige Gesundheit, sofe'Lis; sich frei hält von allem Possenhaften oder Maliziösen, bc(. J öeurr Steingoetter in seiner Individualität einen Aus- druiHder: voller Wirkung zumeist sicher sein darf. Obwohl Hcr littinngoetier noch gar sehr weit von dem Alter entfernt ih, n .arm man verzichtet, hat er sich doch, wie er uns vnf iulftt, entschlossen, fortan darstellerisch sich nicht mehr zu Ili i.gen. Er mag die Empfindung haben, daß sein i .-; «nincht die Kraft besitzt, sich in weiteren Sphären zu höh.AA: Flügen zu erheben. Er beabsichtigt das Fach der BonMimtS, für das bereits in dieser Spielzeit Herr Pichler der strengen Beaufsichtigung der Japaner im Küstengebiete und in der Mandschurei einige Koreaner dorthin als Spione und Kundschafter absandte. Tie Aufsicht über die Koreaner ist daher verschärft worden. Tie Russen ließen berder japanischen Regierung durch den französisck)jen Gesandten Ein sprach gegen die während des vierten Angriffes auf Port Arthur erfolgte Zerstörung der Quarantänestation auf der Insel Sanschantau erheben. Ter Einspruch stützt sich auf den Artikel 25 der Haager Konvention. Ter Minister des Auswärtigen, Baron Komura, sagte in Beantwortung der Protestnote zum französischen Gesandten, er hätte keine Nachricht vom Admiral Togo Uber die Aerstörung der ftag- lleberdies komme der angezogene Artikel der Konvention einzig für Landschkachten in Betracht, denn die Konvention lasse die Frage der Beschießung von Seeseite Tokio, 99. Mürz. Um 9 Uhr abends schloff der außerordentliche Landtag seine Beratung mit der end- ailtigen Annahme der von der Regierung vorgelegten Kriegssteuer und anderen Finanrmaßnahmen. Die formelle Vertagung des Landtages wird morgen erfolgen. Tie Resolution, welche wimt Schlüsse angenommen wurde, lautet: Tie kaiserliche Kriegserklärung gegen Rußland ist gerecht und ehrenhaft und entspricht dem Wunsche seiner Majestät, den Frieden in O(tasien auf sicherer Unterlage zu begründen. Kein Unter- than wird es unterlassen, sich bis zum Aeußersten anzu- strengen und seine Pflicht zu tun. In Erfüllung des kaiserlichen Millens und in Uebereinstimmung mit des Volkes patriotischen Gefühlen beschloß das Haus, die von der Regierung gewünschten Mittel zu bewilligen, sodaß der Bedarf für den Krieg gesichert ist. Wenn auch große Erfolge durch unsere Marine bereits e tt tun gen sind, so darf nickt außer Acht gelassen werden, daß der Krieg kaum an gefangen hat, und die Zeil Allen KV kannten S - mit W W.t1 Aus Frankfurt a. M. wird geschrieben: In den ver- gangenen Jahren hatten die SDtitglieoer der Franksurler Theater schon einige male durch Veranstaltungen mit Ball, Tombola, Blumenvcrkaui re. materiell große Erfolge für Vie PenstonSanstalt erzielt, und auch die Teilnehmer haben sich in der Regel gut amüsiert. Diesmal ivollle man einmal etwa- neues dielen und veranstaltete einen Herrenabend. Ein .Herrenabend", da- stellte eme Stimmung in Aussicht, wie sie im Rauchzimmer nach einem reichlichen Tiner im intimen Kreise entsteht, wo die gewagte Anekdote, die gepfefferte und geivürzte Schnurre und auch die Zote, im Flüstertöne vorgelragen, verständnisinnigem Lächeln begegnen. Für den großen Saal des .SaalvaucS" und die zahlreiche 53er- sainmtung war niiseres Erachtens das Programm nicht ganz geeignet. Man laßt ja einmal eine Viertelstunde lang auch Zoten über sich ergehen, aber stundenlang, das ist ein bischen viel. Dabei wollen wir gern die ieils huniorvollen, teile derbkomischen Vorträge der Bühnemnilglieder, die izengchen Darbietungen (,Jn einem ischauspielhauje" von 'Adolf Holtze, ivober besonders Herr Tiegelmann als Franlsurter imo Herr Schivarz m der Maske deS Jntendanien Elaae viel Enolg halten, sowie der Scher-„Beim Zahnarzt", dargestcUt von den Herren Hauck und Fricke, und Herr Reimann als Bauernmädchen) nach Verdienst würdigen. Auch die nicht abzusehen ist, wo derJriede in Ost asien wieder hergestellt ift Tas HauS ist daher fest entschlossen, auch alle weiteren Mittel zuck Fortführung des Krieges zu bewilligen. Indem das Haus die Resolution als Träger des Volkswillens beschließt, wünsckt es, den Staatsministern ans Herz zu legen, daß sie die kaiserliche Politik hockhalten und der Wiederherstellung des Friedens dadurch Vorschub leisten, daß sie auf alle Möglichkeiten gefaßt sind und bei Zeiten Maßregeln treffen, die geeignet erscheinen, die borgeftred^ ten Ziele baldigst zu erreichen. Tie vom Landtage angenommenen finanziellen! Gesetzentwürfe umfassen fast das ganze vom Kabinett borgelegte Programm, obwohl mehrere Aenderungen borge«* nontmen wurden. Ter jähr lick mittels besonderer Steuern zu erhebende Betrag wurde von 68 auf 62 Millionen Yen herabgesetzt Tie Regierung schlägt vor, das hierdurch gegenüber dem Voranschlag entstehende Tefizit durch Herabsetzung der Verwaltungsausgaben zu decken. Eine weitere Programmänderung ist die Lveigerung, ein Salzmonopol zu schaffen. Ein die Finanzgesetzgebung angebendev Punkt ift die Annahme eines Gesetzes, das die Banken ermächtigt, eine Art Losobligationen im Gesamte betrage von 30 Millionen Pen zu emittieren, und zwar wäbrend eines Jahres. Tie Zolltarisänderungen sollen nach sechs Monaten in Kraft treten. Tas Tabak- mo n o p o l wird angenommen. Ten Fabrikanten wird eine Entschädigungssumme gezahlt, die dem Ertrage aus dem Verkaufe dreier Jahre entspricht. verpflichtet war, der sich indes nur für eine ganz besondere Art von Salonfiguren, die der eikzapfigen, frostigen jungen Streber von trockenem Ton und trockenen Gedanken, eignete, an einen neu zu engagierenden Künstler abzugeben und sich im wesentlichen der Regietätigkeit zu widmen. Diese hat Herr St. bereits im verflossenen Winter mit großer Hingabe und außerordentlichem Geschick außgeübt. Für ein Theater kann es nun freilich zur Sicherung des Erfolges nichts Rationelleres geben, als ein gut eingespieltes Ensemble beisammen zu halten. Tie Arbeit des Ein studierens neuer Stücke wird mit den an einander gewöhnten Schauspielern viel leichter vor sich gehen, es wird dadurch viel Zeit und Aerger erspart. Tas Publikum, das mit der Eigenart der einzelnen Künstler vertraut ist, wird viel eher geneigt fein, dem einen oder dem andern ein Fehlgreifen in der Rolle, eine minder gute Leistung nachzuscyen. Auf jeden Fall hat das ganze Institut von der Eryaltung erprobter Kräfte nur Vorteil. Ten Theater-Bund von Gießen, Atarburg und Nauheim haben wir seit vier Jahren an dieser Stelle immer wieder empfohlen, auch aus der Erwägung heraus, daß uns dann ein möglickst ständiges Künstlerensemble be- schieden sein könnte. Nun treiben aber die unglückseligen Bühnen- und Garderobenverhältnisse, bas Fehlen jeden Schnürbodens und andere, im wesentlichen rein äußere Umstände die meisten gerade der von unS geschätzten Künstler wieder von dannen. ES scheiden, um nur die bemerkenswerteren zu nennen, Irl. Hohl, eine Künstlerin von Intelligenz und Grazie, von geläutertem Geschmacksurteil und Zartgefühl, dazu eine Tarne von feiner Lebensart und eleganter Haltung und Erscheinung; die prächtige fesche Soubrette Frl. Lembach; Herr Haag, ein umsichtiger Regisseur und famoser, sehr vielseitig verwendbarer Chargenspieler; Herr Tamke, ein jugendlicher niederdeutscher Spezialkomiker; Herr Telekh, ein diskreter Eharakterdariieller, der wohl nie eine Rolle ganz verfehlte; der im Salon-Lustspiel freilich unmögliche, tüchtige Komiker Herr Conradi; Her Achterberg, ein jugendlicher Sprudelkopf, der leider nur alles auf den Die Sperrversuche vor Port Arthur. Ter Bericht des japanischen Generals Togo erwähnt zunächst die Art und Weise, in der die am 27. ds. entsandten Tampser zur Sperrung Port Arthurs dem Eingang des HafenS sich näherten, wie sie von den Russen versenkt wurden oder von der Besatzung zum Sinken gebracht wurden. Sodann heißt es in dem Berichte, es sei indessen bedauerlich, daß infolge eines gewissen Zwischenraumes, der zwischen den beiden Tampfern „Äahikomaru" und ,,^)oueyama- maru" geblieben sei, die S p e r r u n g n i ch t v o l l st ä n d i g sei. Tie Verluste sind folgenoe: Kommandant Hirose und drei Unteroffiziere tot, ein Leutnant tätlich verletzt, ein Leutnant, ein Ingenieur und 6 Unteroffiziere und Seeleute leicht verwundet. Alle Verwundeten und die Besatzungen wurden von unseren Booten aufgenommen. Hirose und der zweite Maschinist (Bugine, die bei der Aktion getötet wurden, gaben einen Beweis bewunderungswürdigen Heldenmutes. Unsere Tor- pedobootsslottille tat ihr bestes, um die Sperrdampser zu schützen und ihren Besatzungen unter heftigem feindlichen Feuer Hilfe zu bringen. Tie Torpedobootsjäger „Lusaka" und „Teubame" gingen u. cl bis ungefähr auf eine Seemeile an die Hafeneinfahrt heran, trasen dort aus einen feindlichen Lorpedobootsjäger und griffen ihn an. Sie fügten demselben beträchtlichen Schaden zu. ES scheint, als ob seine Maschine havariert ist. Er zog sich infolgedessen zurück. Unsere Leute sahen, als sie den Hafen verließen, unterhalb des goldenen Berges ein feindliches Fahrzeug liegen, das vollkommen gefechts- un fähig schien. Ungeachtet sehr heftigen feindlichen Feuers erlitt die Flottille keine einzige Havarie. Weiteres vom Kriegsschauplätze. Admiral Matarow, der Kommandant des russischen Geschwaders in Port Arthur, gab betannt, daß alle Knegs- und Handelsschiffe, die in der Operalionszone bei Nacht ohne Licht und am Tage ohne Flagge einlaufen, als feindlich angesehen würden, wenn sie nicht auf einen blinden Schuß halten. Tie japanische Avantgarde beseüte am 27. März Haidschu, einen Seehafen südwestlich von And- schu. Ter in Wladiwostok erscheinende „WostotschnY Westnik" meldet unterm 29. März: Aus Tschifu eingegangenen Nachrichten zufolge ist es der koreanische Prinz Pak, der mit den Japanern sympathisiert und wegen räalein;$= , ludjt eni|prcd)tnn lentuell würden Slic rbeuen Qiigenonrntt fi. mit. 01613 o. d. b iit ..i f | e n d e r l u ft e auf dieselbe Höhe. maßgebender Seite werden von Tokio aus noch fol- g esx Einzelheiten berichtet: Ter Angriff der jabanifdjen M ÄclL’iie* und Jnfanlerieabteilung erfolgte in oer Nähe d. eH »südlichen Tores von Tschöngdschu. Ten Japanern gi die Kavallerie den Oberleutnant Kano und offen. Aus Petersburg wird gemeldet: General Ma, BesihlS- haber der chinesischen Truppen an der mcmdschiurischen Grenze, hat eine Zusammenkunft mit Kuropatkin! abgelehnt. — Fünf neue Unterseeboote sind fertiggestellt und sollen baldigst nach Ostasien abgehen. SM Karfreitag. „.Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der»Welt Sünde h' gt", mit diesem Worte hat nach dem Bericht deS vierten (t vgelüims einst Johannes der Täufer den Beruf be- stchmet, den Jesus hatte. Tiefes Karfreitagswort drückt ui l- er Tat das aus, was in der Hauptsache die Lebens- «rbe.it Jesu war. Wir haben andere Bezeichnungen der h.tutung, die das Leben und Sterben Jesu t)atte. Gr tor die Zuflucht der Mühseligen und Beladenen, der König in sDahrheitsuchenden, das Licht der Welt, das geistliche irol der Hungernden. Alles das ist zutreffend. Ader inne dieser Bezeichnungen trifft so sehr das Herz deö bdenStocrfeS Jesu als diese: „Gottes Lamm, toel- tzks der Welt Sünde trägt." Tas ift das beste m ! er Liebe, darin zeigt sich ihre innerste Natur, daß der Siclumbe an die Stelle des Geliebten tritt und kjien Angelegenheiten betreibt, als wenn es seine eigenen r: dl Vater uno Mutter fühlen ihres Sohnes Schuld und ti mbe als ihre eigene Schuld und Schande, und tragen !-ü fl Preisen ab. — Auf dem Schweinemarkt waren nur meistens^ vorhanden bei starker Nachfrage nach mittleren un I Tieren. Das Geschäft in Ferkeln ging schleppend und bw käufer mußten, um ihren Vorrat los zu werden, otuige als bei den letzten Märkten. Trotzdem erklären die Kau r- magere Schweine und Ferkel immer noch zu teuer I . hältnis dazu, wie fette Schweine bezahlt werden, müd" Handelsleute klagen, daß bet dem hohen Einkauf der van lohnend sei. - Es wurden bezahlt für das Stück tragende Kühe 1. Qualität 425—500 SDlf-, 2. D-ual.l . . & fnifite? 3. Qual. 260-325 Mk., ?lbmelkkühe 200-240 Mk. , der Zentner Schlachtgewicht: Fette Rüider 1. Qua. (über: 2. Quak. 63-65 Mk., fette Kühe 49-53 Mk., Kalber 50 Pfund wiegend) 74-78 Mk., ganz schwere Ware c * gorla 2. Sorte (zwischen 40 und 50 Pfund schwer) (leichtere Tiere) 62-66 Mk. Gangvieh wurde daS paar bifi ; 1. Sorte 850-925 Mk., 2. Sorte 750-820 Mk., 8. fi|n. , 725 Alk., zweieinhalb- bis dreijährige Fahrstrere wa en , Markt. Junge Ferkel, bis 10 Wochen alt, Men __ . 30-40 Aik., bis 20 Wochen alte zu 45-60 Mk. av- aui- t Markttage am 19. und 20. April, am zweiten ^«anu 9 Frisch eingetroffen: Alle Sorten Wild und zahmes Gefl g Carl Schwaab, HofdeUkatessenb^j T.lanliAH 265. o24 Handel und Verkehr. Nallibwütschast. — NeichHschatzfckcine. Es wird gemeldet, daß von den 40 Millioiien 4 Prozent. Reichsschatzscheinen, die am 1. April, refp 1. Juki fällig flnd, und bei denen die Konvertierung um 3M angeboten wurde, ein verhältnismäßig großer Betrag nicht kon- vertiert worden ist. - Einer späteren Meldung zufolge sind etwa 27 Mill. Mk. konvertiert und der Rett von ca. 13 Mill. Mk. gelangt zu den Verfallterminen 1. Avril bezw. 1. Juli d. I. }ur Heimzahlung. — Rentenwerte und Diskont. Für die rrissischen Renten herrscht schoii seit einiger Zeit ausgezeichnete Stimmung. Für alle anderen aber, mit Ausnahme der Argentinier ist Abschwächmia eingetreten. Die letztgenannten stiegen auf sehr günstige En,tc° berichte. Im allgemeinen aber wirb, da Geld schon wieder leichter zu haben ist, im Monat April aus eine erneute Besserung der Tendenz gerechnet. In informierten Kreisen hüll man es nicht für möglich, daß die Reichsbank im kommenden Monat mit einer Diskontermäßigunq vorangeht, wenn dies auch wohl nicht In der ersten Hälfte des April der Fall sein dürfte. — Kleine Finanzchrouik. DieSpinnereiVorwärttz i n B i e l e f e l d hat für 1903 wieder einen Verlust von 10.828 Mk der aus dem Spezialfonds zu decken sein wird. 1902 war ein Verlust von 37.453 Mk. entstanden, der ebenfalls auS der Spezial- reserve gedeckt wurde; dadurch ist diese vollständig aufgezebn. - Für die preußisch-hessischenStaatsbahnen sind 622 Lokomotiven in Bestellung gegeben worden und zwar 572 für hie bestehenden Bahnen und 50 für neu zu bauende Linien. - Tie Deutsche Effekten- und Wechfeldank in Frank- f urt a. M. har eine große Liegenschaft an der Ecke der Kaiser, straße für 975 000 Mk. gekauft, um darauf einen großen Bank, neubau für ihren Betrieb zu errichten. — Tas Siegerländer Eifen st einfyndikat erhöhte die Förderungseinschränkung ab 1. April d. I. von 15 auf 30 pEt. Dresden, 30. März. Die Generalversammlung der Fabrik photographischer Apparate auf Aktien vormals R. Huettig und Sohn setzte die Genehmigung der Jahresrechnunq für 1903 bis zur nächsten auf-erordeni- lichen Generalversammlung aus, um den Bericht der Pe- Visionskommission abzuwarten. Der bisherige Ausiichts. rat legte sein Amt nieder. In den hierauf neu gebildeten Aussichtsrat wurden Bankdirektor Oswald (Dresdener M- liale der Deutschen Bank), Bankdirektor von Roy (Mge- meine Deutsche Kreditanstalt,, Wteilung Dresdens Kauf, mann Ahlbelm. Rechtsanwalt Roehl, Rittmeister a.T.Aroß- Dresden, Bankier Ephraim und C. Sä-roeder-Berlin ge. wählt. Dieser Aufsichtsrat soll zugleich die Funktionen der Revisionskommission übernehr.-en und einer später ein. zuberufenden Generalversammlung greifbare Sanier* ungsvorschläge machen. Vorläufig gibt die TreSde* . per Filiale der Deutschen Bank sowie die Mgemeine Deutsche Kreditanstalt, Abteilung Dresden, auf Grund der von der Treuhandgesellschaft Berlin vorgenommenen Sie, t Vision der Huettiggesellschast die nötigen Barmittel. Märkte. gesanglichen Leistungen waren sehr hübsch, zündend wirkte besonders Herr Forchhammer, der erst im Opernhause den etegmunb in der „Walküre" gesungen hatte, mit dem Vortrage von „Nur für Natur", auch die Herren Hensel, Adler, Schramm, Reich und Brinkmann hatten dröhnenden Beisall. Im Ganzen aber war es uns des Kecken und Dentlichen zu viel. Freilich haben nur bte Tänze des Herrn Arthur Meyer als Miß Duncan nnb eine Parodie der .Madame Sans ©enefl nicht mehr abgewartet. Das wundervolle Goethesche „Tagebuch", das eine so moralische Tendenz »mt so unverhlillt freier Darstellung vereinigt, wurde von Herrn Ontncke sehr schön rezitiert, fügte sich aber in die Stimmung des Abends nicht recht ein. Sehr Hübsches bot der Letter des Abends, Herr Oskar Klein (Berlin) mit seinen improvisier^ t gereimten Kritiken feder einzelnen Nummer. Aber, bitte, lasten oie doch das nächste mal lieber wieder die Damen zu! Prag, 30. März. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat die ketzte Nummer des Simplizifsimus konfisziert wegen des Bildes: „Die wilden Tschechen". Dresden, 80. März. Hier konstituierte sich heute der Bund Heimatschutz" im Beisein vieler Vertreter deutscher Staaten, Städte, akademischer Hochschulen und Vereine. Zum Vorsitzenden wurde Profestor Schultze-Naumburg gewählt. Die Geschäftsstelle ist Eharlottenburg. _Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns: Die April- Ausstellung im Kunstsalon HermeS weist eine Sonder-AnssteNnng von 20 Gemälden des Norwegers Ph.Holmboe auf. Eine Anzahl neuer Einzelwerke von F. A. v. Kaulbach, Hans Thoma, F v Lenbach, Franz Stuck, Ed. Grützner, Ad. Hengeler, Defregger u. anderen vervollständigt die reichhaltige Ausstellung. Besonders zu erwähnen ist noch das bekannte Gemälde von G. Segantin, „Das Mädchen auf dem Balkon" (1892). München, 30. März. Ter Dichter Profestor K a r l Z e 11 e 1 ist hier q e ft o r b e n. Zettel, ein geborener Münchener, ist 73 Jahre alt geworden. Er ist als Essayist und Lyriker hervorgeireten. Sehr verbreitet sind die von ihm heraiisgegebenen Anthologien „Edel" weiß" und „Heideröslein". Von fernen eigenen Werken sind die „Dichtungen", die kleine epische Dichtung „Gela" und die Sammlung „In zarte Frauenhand" zu erwähne»:. * Berlin, 30. Marz. Tret in einer hiesigen Weißgerberei beschäftigte Arbeiter sind unter dem Verdacht der Erlankung an Milzbrand in das Krankenhaus geschafft worden. Sie haben fick die Ansteckung wahrschemlrch bei der Gerbung von Schaffellen zugezogen. * Breslau, 30. März. Der bei der Neguliemmg des Biele-Flusses beschäftigte Arbeiter 5Mek ist zwischen Zle- aenhals und Niälasdorf ermordet aufgefunden worden Seine Taschenuhr fehlte. Zwei verdächtige Arberter sind verhaftet worden. , . . * Metz, 30. März. Leutnant Bilse wird am 2. April aus dem Garnison-Gefängnis entlassen werden. Er begibt sich mit seinem Rechtsbeistand nach Nancy, um dort gegen den unberechtigten Uebersetzer seines Romans „Aus einer kleinen Garnison" klagbar zu werden. Bilse verlangt 15 000 Francs Schadenersatz. . * Zürich, 30. März. In der französischen Schwerz wurden gestern wieder heftige Erdstöße verspürt, sodaß in zahlreichen Ortschaften die Bewohner für ihre M'ün chen, 30. Mäm. Die , Korrespondenz Hoffmann" schreibt: Nach einem Berickt der Münchener Mlg. Ztg. über die Ber nfungs der Handlung gegen den ehemaligen Ciniähriqfreiwilligen Eras nahm der 2lbg. Dr. P i ch l e r auf einen ähnlichen Fall Bezug, tu welchem ihm ein Brief hurückgegeben wurde, unt dem Bemerken, daß eventuett für den Betreffenden eine Strafverfolgung eintreten würde. Hierzu ist festzustelten daß der Fall insofern völlig verschieden war, als es sich um den Brief eines preußischen Soldaten mit Klagen über seine p reußi scheu Vorgesetzter» lmudelte, also nicht, um Untergebene des bayerischen Kriegsministers .m Sinne des 8 147 des Militärstrafgesetzbuches. Pichler wurde damals mitgeteilt, das bayerische Kriegsministerium könne in der Sacke nichts anderes tun, als den Brief an das p- eußische Kriegsministerium weiter zu geben. Als darauf die von Dr. Pichler gestellte Frage, ob der Betreffende eventuell eine Strafe zu gewärtigen habe, bejaht wurde, mit - ’ .Sicher, wenn die Angaben unwahr sind , bat e sofort um Rückgabe des Briefes, zu deren 1914 A. Grünebaum Bahnhofstr. 35 GiCSSett Bahnhofstr.$ Vorteilhafteste Bezugsquelle fürMöbel und Wohnungseinrichtung M w Jetzt haben wir die reichste Auswahl W In ■ für Kinder, Damen und Herren. Best« and billigst« Bezugsquelle fär Schuhwaren. 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I., nachmittags von itllhr ab, im Saale des Wtrts Wil h. Am end Hierselbst, .Zriin grünen Baum^, öffentlich meistbietend verpachtet werden. • Düngungen und Karten können vom 1. April d. I. ab !C eingesehen, auch sonst Näheres erfahren werden. Zn den Gemarkungen Reiskirchen und Groß-Rechtenbach :üc bisher guter Rehbestand. iNächste Eisenbahnhaltestellen sind Wetzlar etwa 6 km, jtiggönS etwa 7 km entfernt. Groß-RechtenbacL. Kreis Wetzlar, den 24. März 1904. __Das Bürgermeisteramt. 3nr gkliill gen liruditiiiig! :5k atrefirtcn Kunhcu werben barnnf mifmerffflin ge- i< iaö uni ©rniib einer Kttisauits-Bcknutmchung m lk.Mrz 1004 hie gesGstlicheTätigkeit her Sarbitre n) grijeure an hen Sonntagen nur bis nachmittags lllljr gestattet ist. An hen hrei ersten Feiertagen im Wie hat sie überhaupt zu unterbleiben. 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Wenn BisMi vornehmste Viahn Gedanten leuchten und Kraflbcwußtsi klare und unzwei Mahnung Gehör । die tytyfanbemon mutige iSeruiteüuni ümb gejunben, i[t . einig in der deutsch Schönheit und die nnmn weiter um si mehr wie einst, tüti zu bewerten und « wertige heimische li demokratischen Aei zielbewußte und bei die Unterdrückung deutschen Parteien, demokraten zu tai Bismarck war es in das Volk legte, deutsche flagge en Mchc geworden, Erbc dec Welt zu hier ist jtaifer 2 öet Bahnbrec^r ei Begonnenen. Als der Bundestc hatten wohl ein po einen großen Vat, klaren durfte, es --[teere so a .beherrschende Namlcit. Tas ^smarck mit da wurde toe unt L61! ^kkmacht JtJW toegen 3toÄ!