toiiA, ,?^d bh , J? Ei. ""Blnigj. ilfdiafl, M ?r. Q®beni »r ' %Den L*1 ben tf v e,n- , 'ur bte fielen S^ung «Men. 1e,'iaft "f Warnten ,lQOfnfran(. ?,n98n de; feiner Art. Pn Siegels 's ns und 'ueael di? tneitpu^ 1 bie oer- Rt.fr- Ämberturt« ^rjant '2"ung übet gesell. rdvbungbeS ' beute ew- ante Men- v ShQionen. ■'■ dem ersten b'lnrrog, nicht 1 wiederholte, ^geschlagen ötbtmia ver- 2utb bie ns* 'dritten dem 'cö i'fritaat- föl,3ü03terf 18 Millionen de mehrseitig ’ti ieitr ti vsr-n K*4t- WÄ> 6 ad) bei te 3 emsjoN5 91 eitle« gtfteai. flflwbno in chcm in rnetti et 4i mdbil ? boT« mir .Affhnniv jJfcU Nr. LOS e*1»er Krieg zwischen Japan und Iiußtand. Die Schlacht von Liaujang. Die russischen Kriegsberichte kennt man nachher ade: ein endloses Gerede von der Kriegsbegeistrerung und der Siegeszuversicht der Truppen, von gloriosen Taten der Artillerie, von den ehernen Mauern der Bataillone, an denen sich die Wogen des feindlichen Anpralls wie an einem Felsen brechen — ein Gerede, das nur gemacht wird, um die Tatsache zu verschleiern, daß die Japaner Schritt für Schritt Vordringen, und daß sich Schritt für Schritt das Schicksal des Kuropatkinscken Heeres erfüllt, wie das Schicksal in der antiken Tragödie. In den gestrigen Berichten des Generals Ssacharow über die Kampfe um Liaujang mußte man zwischen den Zeilen lesen, um sich ein Bud von dem Stande der Dinge zu machen. Jetzt steht es außer Zweifel, die große Schlacht von Liaujang war für die Japaner siegreich. Es liegen heute noch folgende Meldungen vor: Liaujang, 29. Aug. (Reuter.) Die russische Armee steht vor Liaujang, too die Züge der Artillerie in guter Ordnung ein getroffen sind. Die Schlacht dauerte vier Tage. Das japanische Heer rückte mit der größten Entschlossenheit vor, ohne Opfer zu scheuen. So verlor ein Bataillon am 28. August abends bei einem Angriff auf Siaolingtse sämtliche Offiziere. Der Troß der vier Armeekorps zog sich über die Ebene unter dem Schutze der Truppen zurück, die in ihren Stellungen blieben, bis der letzte Gepäckwagen verschouichen war. Die russische Artillerie schoß andauernd mit sämtlichen Geschützen. DaS Schauspiel machte einen tiefen Eindruck. Trotz des regelmäßigen Vorrückens der Japaner, die mit g oßer Präzision vorgingen, feuerten die Russen aus ihren Geschützen mit vollkommener Kaltblütigkeit. Die Verbindungen sind nicht unterbrochen. Pe tersburg, 29. Aug. Eine Mitteilung des Generalstabes besagt: Am 28. August besetzten die Japaner den Vormarsch auf der Front zwischen AnschantschaN und Lian- diansan fort. In den Nachhutgefechten beim Rückzüge unserer Truppen wurden Generalmajor Rutkowski und Oberstleutnant v. Raaben getötet. Die Zahl der aus der Front Ausgeschiedenen ist noch nicht festgestE. Den Verbandplatz passierten gegen 400 Verwundete. Die Verluste des Gegners sind bedeutend. Auf den übrigen Punkten herrscht Ruhe. Petersburg, 29. Aug. Am 27. August nahmen die I a- paner an der O stfront den weiteren Angriff auf, nachdem in der Nacht vorher dem Korps Iwanow der Befehl zugegangen war langsam auf Liaujang zurückzugehen, weil das 10. Armeekorps Hörschelmann auf dem äußersten linken Flügel sich nur unter großen Verlusten halten konnte. Ter Süd-Armee ging ebenfalls der Befehl zum Rückzug zu. General Kuropatkin soll ausgezeichneter Stimmung sein. Er hat für jeden ver- rvundeten Offizier und Soldaten ein tröstendes Scherzwort. Tschifu, 29. Aug. .In Voraussicht der Entscheidungsschlacht, welche in der Gegend von Liaujang stattfinden soll, haben dir Japaner 10 006 Särge bestellt, sowie 800 Säcke Chlorkalk. Petersburg, 29. Aug. Aus Liaujang wird von dem letzten schweren Artilleriekampf noch berichtet, das 10. Armeekorps, besonders die Division Hörschelmann, hatte bedeutenden Verlust an Offizieren erlitten. Die Wege sind durch andauernden Regen saß unpassierbar gemacht, alle Transporte aufs äußerste erschwert. Der Rückzug der Ostabteilung gestaltete sich besonders schwierig, da ein Bergfluß sowie Engpässe zu überwinden waren. Der Feind nutzte diese Situation aber nicht aus, da er selbst vollkommen erschöpft war. In den Kämpfen am 24. und 25. d. M. haben die Japan er über 2000 Mann verloren. Ruffischerseits zeichneten sich besonders das TamboNische, das OAowsche und das Brijanski-Regi- ment aus. Der Rückzug wurde durch die kaukasische Brigade gedeckt, wobei Ober stEharamow durch vier Kugeln verwundet wurde. — Die russische Armee konzentriert sich jetzt auf engem Raum: die Japaner rücken aus der ganzen Front vor. Aus Liaujang bringen die Chinesen ihre Frauen und Kinder fort. Port Arthur. Rom, 29. Aug. Hiesige maßgebende Militärkreise haben aus Tokio die vertrmrsiche Nachricht erhalten, daß alle An griffe der Japaner auf Port ylrthur unter s chwerem Verluste für diese zurückgeschlagen worden seien. Die Japaner? hätten nicht ein einziges wichtiges Fort erobert. Die Verluste der Japaner feien foJ chwer, daß die japanische Heerjesleitung zögere, sie bekannt zu geben. London, 29. Aug. Die großen Erfolge der Japaner in Liaujang sollen in Tokio, wo aller Augen auf Port Arthur gerichtet sind, bisher nur geringen Eindruck gemacht haben. Depeschen von dort zufolge ist man sehr en tt auscht über Marschall Oh ama trotz der Aufopferung von etwa 18000 Mann mißlungenen Sturm auf Port Arthur und betrachtet seine Versetzung in die Mandschurische Armee als Ausdruck kaiserlicher Unzufriedenheit. Andererseits steht man in Tokio ein, daß man in Bezug auf die Einnahme der Festung allzu vertrauensselig gewesen ist. Die allerorts inszenierten Fe ftv orb ereit- ungen zur Feier des Falles von Port Arthur sind abgebrochen worden. Petersburg, 29. Aug. Der in der Festung mtt ein* geschossene Gen« r al Fock hat an seine Mutter die Meldung gelangen lassen, Port Arthur ergebe sich nicht und besitze noch große Vorräte. Petersburg, 29. Aug. Die Artillerbe von Port Ar- chur hat jetzt mit Erfolg alle Belagern ngSgeschütze der Japaner, die sie en eichen, zum Schweigen gebracht — Aus offizieller Quelle wird berichtet, daß die japanischen Truppen der erfolglosen Angriffe auf Por! Arthur nt übe, augenblicklich darauf ver- zechten, s i ch der Festung zu bemächtigen. Die Japaner haben ihren Kriegsplan geändert und werden den größten Ttzil der Streitkräfte vor Port Arthur nunmehr gegen Kuropatkin dirigieren. — General Stössel, Kommandant von Port Mhur. hat beschlossen;, (?) sich mit seiner Garnison in zwei uneinnehmbare Forts von Pont Arthur zurückAutziehen. London, 29. Aua. Mrs dem Hauptquartier Kurokis drahtet der (sehr unzuverlässige!) Kriegsberichterstatter des „Daily Ehronicle" vom 24. August: Der Fall von Port Arth ur ist bevorstehend. Die Japaner sind nunmehr innerhalb der Hauptwerke und ihre Kanonen beherrschen die Stadt. Verzweifelte Kämpfe finden Tag und Nacht statt. Die beiderseitigen Verluste sind riesig. Die Russen machen ungestüme Gegenangriffe, aber die Japaner behaupten die gewonnenen Stellungen. Korvettenkapitän Hopman. Berlin, 29. Aug. Der letzthin auf Befehl des Kaisers aus Port Arthur abberufene Korvetten-Kapitän Hopman kehrt nach Ber lin zurück, um wieder beim Admiral stabe Dienst zu tun. Russische Opferwilligkeit. Petersburg, 29. Aug. Auf Wunsch der Regierung haben alle Beamten 5 Proz. ihres Jahres-Einkommens für bie Truppen gegeben. Die zwingenden Japaner. Mukden, 29. Aua. Nach chinesischen Aussagen werden Koreaner und Chinesen von den Japanern gezwungen, in die Armee einzutreten. DoS baltische Geschwader. London, 29. Aug. „Daily Telegraph" meldet aus Kopenhagen, daß trotz des Dementis das baltische Geschwader a b g e h e n wird. Die Behörden sind benachrichtigt worden, daß das Geschwader die dänischen Gewässer in 8 bis 10 Tagen passieren werde. Admiral Roschdcstiwenski hat Kronstadt angeblich verlassen. Weiter wird berichtet, daß das Baltische Geschwader in zwei Mteilungen in See stechen wird. Die erste Abteilung wird bestehen aus 19 Schiffen, die zweite aus einer Torpedoflotille. Japanischer Heroismus. Petersburg, 29. Aug. Als ein Beispiel des Fanatismus der Japaner wird berichtet, daß ein japanischer Offizier, der in Gefangenschaft geraten war, Selbstmord verübte, indem er sich den Kopf auf einem Stein zerschmetterte. Es wird behauptet, die japanische Heeresleitung habe den Soldaten mitgeteilt, niemand, der sich gefangen nehmen lasse, dürfe nach Japan zurückkehren.___________________________________________________ Deutsches Deich. Berlin, 29. Aug. Anläßlich des Aufenthalts des Kaiserpaares in Altona findet im Schloß der Frau Etatsrättn Donner, der Schwiegermutter des Kriegsministers Bronsart v. Schellendorf, zu Neumühlen ein Mahl statt, an welchem der Kaiser und die Kaiserin sowie der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin teilnehmen. — Die Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern, eine geborene spanische Prinzessin de la Paz, hat bekanntlich an einer öffentlichen Versammlung des Regensburger Katholikentages teilgenommen, was namentlich in Bayern großes Aufsehen erregt hat. Der „Fränk. Kur." will bestimmt wißen, daß die Sache dem Prinzregenten Luitpold, der absolut keine Ahnung von dem Vorhaben der Prinzessin gehabt hatte, „sehr spanisch vorgekommen" sei. ES seien sofort Anordnungen getroffen worden, um eine Wiederholung derartiger Vorkommnisse zu vermeiden. — Die „Nationallib. Korresp/ schreibt: „Unlängst wurde angedeutet, daß eine Aenderung des Fleischbeschaugesetzes in Aussicht genommen sei. Zurzeit ist davon durchaus keineRede. Möglicherweise liegt eine Verwechslung mit dem Viehseuchengesetz vor. Eine Abänderung einiger Bestimmungen desselben ist bereits seit einiger Zeit in Erwägung gezogen worden. — Die „Nat.-Ztg." schließt einen Artikel über die Ablehnung der Hibernia-Verstaatlichung wie folgt: Eine etwaige Vorlage der Regierung, diejenigen Hibernia- Aktien, die sich im Besitz der Dresdner Bank befinden, für den Staat zu erwerben, dürfte für derartige Anträge und Debatten die beste Gelegenheit bieten. Daß die Regierung bei ihrem Vorgehen die Mehrheit des preußischen Landtages hinter sich hat, wird auch den Gegnern der Verstaatlichung klar sein. Die Rechte und das Zentrum werden zweifellos für die Vorlage stimmen und wir sind in der Lage, festzustellen, daß angesehene nationalliberale Politiker einen anderen Standpunkt haben, als derjenige ist, den die Herren Schmieding und von Gynern in der Oeffentlichkeit zum Ausdruck gebracht haben. Es unterliegt nach Ansicht unserer Gewährsmänner gar keinem Zweifel, daß die überwiegende Mehrheit der nationalliberalen Partei ebenfalls der Vorlage des Handelsministeriums zustimmen wird. Norderney, 29. Aug. Der Reichskanzler ist heute nach Berlin abgeroist. Breslau, 29. Aug. Die Sozialdemokraten feierten bereits am Sonntag den auf Mittwoch fallenden 40. Todestag von Lassa lle durch Niederlegunq von Kränzen an seinem Grabe aus dem Kleinbürger jüdischen Friedhose und einem großen Gartenfest. Die Polizei beschlagnahmte eine große rote Kranzschleife wegen der Aufschrift: „Dem erstell kühnen Rebellen von den Breslauer Vaterlands- losen Gesellen*. 5er Aufstand in Aeutsch-Südwestafrika. An bem Herero Heinrich ober Egbert, Schul- ntetfter und Evangelist, der wegen Teilnahme an der Ermordung des Farmers Kvßarski und Spionage feldgerichtlich zum Tode verurteilt worden war, ist am 2. Aug. das Urteil in Swakopmund durch den Strang vollzogen worden. Die Nachricht, daß Gen eralstabschief Oberstleutnant von Beaulieu krankheitshalber aus Südwestafrika nach Deutschland zurückkehre, war zuerst vom „Berl. Lokalanz." gebracht worden. Dazu bemerkt die „Nationalztg.": „Es muß als geradezu skandalös bezeichnet werden, daß nicht einmal solche Nachrichten durch amtliche Meldung, son-, dern auf dem Wege eines „Privattelegramms" in die Oeffentlichkeit gelangen! Der Fall Beaulieu erinnert an den Fall Dürr. Oberst Dürr, der frühere Kommandeur des! Marme-Expeditionskorips, war bekanntlich bereits wieder auf deutschem Boden an gelangt — da erfuhr man allmählich, daß er — ebenfalls wegen ,Herzleidens" — in die Heimat zurückkehren müsse. Wie lange soll sich das deutsche Volk! eine derartige un glaubliche Behandlung bezüg-^ lich des südwestafrikanischen Nachrichten- dienstes noch gefallen lassen?!" Keer und Alotte. Berlin, 29. Aug. Vor einiger Zeit war gemeldet Word , daß das Offizierkorps des Garde-Füsilier-4 Regiments gegen den Grafen Baudissin Klage erhoben habe, weil es sich durch dessen Roman „E rst - klassige Menschen" beleidigt fühle. Wie das Generalkommando des Gardekorps den „Berl. N. N." mitteilt, beruht diese Nachricht durchweg nicht auf Wahrheit. Das Regiment hat weder gegen G-ärf Baudissin Klage erhoben, noch beabsichtigt es, dies zu tun, da es keine Veranlassung hat, sich durch die Schilderungen des genannten RomanS in irgend einer Weise getroffen zu fühlen. — Wie der „N. Fy. Presse" aus Pest gemeldet wird, ist die Beteiligung an der „Antiduelliga" auch den nicht- aktiven Landwehroffizieren und den nichtaktiven Lan dwehrkad etten seitens der befoen Landesverteidigung sministerien gestattet worden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 30. August 1904. LU Die Direktion der medizinischen Klinik wurde dem' Privatdozenten Dr. Volhard vertretungsweise' übertragen. ** D as AmtsblattdesGroßh. Ministeriums der Justiz Nr. 16 vom 22. August enthält ein Mls- schreiben an sämtliche Justizbehörden, insbesondere an die Vorsteher der Strafanstalten und die Untersuchungsrichter, betreffend das Verfahren bei Aufnahme krimineller Irren in das Großh. Landes-Hospital Hofheim oder die Grvßh. Landes-Irrenanstalt bei Heppenheim. ** Der Vorsitzende deSOberHess. Viehhändler^ Vereins schreibt uns kurz und bündig: „Der Beschluß der am 18. Juli d. I. zu Gießen stattgehabien Viehhändlerverfammlung, denGießenerViehmarkt weder zum Ankauf noch zum Verkauf zu besuchen, solange Die Polizeiverordnung betr. das Ausmelken der Kühe vor dem Austrieb in Geltung ist, tritt am 1. September d. I. in Kratt." )' Unsittliche Attentate sind in der vergangenen Woche mehrfach in WiSmar auSgeübt und zwar gegen vier Gießener Fra uen, welche dort im Walde Brombeeren suchten, ferner gegen ein Kind und eine Frau aus WiSmar. Die Gendarmerie hat den Täter in Haft genommen. ** DaS Kirchweihfest in Klein-Linden erfreute sich eines so starken Besuches durch Gießener, wie kaum in einem Vorjahre. Die Frankfutter- und Wetzlarerstraße glichen einem einzigen Menschenstrom. Mit Sack und Pack, Kind und Kegel zogen ganze Familien nach Klein-Linden, wie nach einem gelobten Lande. Andere Eltern schloffen ihre Kinder in ihrer Wohnung ein und pilgerten zur Kirmes, selbst solche) die erst vor Kurzem Familienzuwachs oder durch Krankheiten nächster Angehöriger re. schwere Heimsuchungen erfahren hatten: Die KirmeLwirtschasten, die die größten Vorbereitungen zur? Unterkunft ihrer Gäste getroffen hatten, waren überfüllt, Witte und Geschäftsleute dürften voll auf ihre Rechnung gekommen sein. Der Verlauf der KirmeS war trotz der sehr gemischten Gesellschaft, unter der sich auch in Gießen und Großen-Lindcn beschäftigte Italiener und Kroaten befanden, sehr ruhig. Ausschreitungen, Schlägereien u. dergl. sind nicht vorgekommen. [] Gladenbach, 29. Aug. Nachdem gestern bereits hier in der Vallbrachtschen Wirtschaft ein landwirtschaftliches Fest abgehalten worden ivar, fand heute daselbst auf der! direkt hinter dem Restaurant befindlichen Wiese eine von der Herdbuchgesellschaft deS KreiseS Biedenkopf zur Züchtung, des Vogelsberger Schlages veranstaltete Tierscha u statt. Etwa 20 Gemeinden, deren Mittelpunkt Gladenbach bildet, batten ihre besten Vogelsberger Kühe, Rinder und Bullen auS^ gestellt und konnte man sehen, daß auch im sog. vS3bei* aericht* die Viehzucht immer beste re Fortschritte macht. An Prämien gelangten 1000 Mk. zur Verteilung. Frankfurt a M., 29. Aug. Gestern fand vier eine sein- Wirrung- - und bin mn?«wkle Feier von (knetbrfl? Geburt 51 n -i Ml Am Vormittage versammelten sich im reich geschmückten Goethehanjc Xommerktenixit Andrea übergab in einer wohlgeUuigciiM Wbe, die Marianne- Verbreitung unzüchtiger Schriften überstürzen sich holten werden. wurde. Von den fünf Insassen ertranken drei, die übrigen fahckSgckellschaft erbaute Dampfer „BaSra* geriet auf einer Fahrt in der Eckernsörder Bucht mit einem Segelboot in Kollision, wobei der Hintere Teil des Bootes zertrümmert Unglück verschuldet oder vergrößert haben. • Antwerpen, 29. Aug. Das Feuer in Ooboken konnten gerettet werden. • Kopenhagen, 29. Aug. Gegen den Führer deS untergegangenen Dampfers „9?or g e* und gegen die Leitung der Vereinigten Dampfschiffgesellschaft ist heute die gerichtliche Verfolgung eingeleitet worden, damit durch das Urteil deS See- und Handelsgerichts entschieden werde, ob die Genannten durch Vernachlässigung ihrer Pflicht daS Dcrmifcbtct* Kiel, 29. Aug. Der hier für eine tückische Schiff zur Regelung dieser Fragen eintreffen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und ben | Nachbarstaaten. In Nidda findet die Hauptversammlung! des LandeSgewerbevereinS am 25. September statt. Mit der Versammlung ist eine Ausstellung der gewerblichen UnterrichtSanstalten DberheffenS verbunden. — In Nieder- Ramstadt wollte der Landwirt Wilhelm Geibel abends um 10 Uhr Heu vom Heuboden holen, stürzte ab und brach daS Genick. Er war sofort tot. — In Rödelheim wurden auS einem Hofe heraus zwei Schüffe abgegeben. Die Kugeln drangen dem zweijährigen Kinde deS Arbeiters Peter Hornung, daS von seiner Mutter auf dem Arme vorübergetragen wurde, in den Hinterkopf. Wer die Schüffe abgegeben, konnte bisher nicht ermittelt werden. Das Leichrnbegängvis des Hey. Aals Arof. Siegel. Gießen, 30. August. Unter außerordentlich großer Beteiligung, insbesondere öer Universität, der Spitzen der Behörden, des Offizier ko rps, ferner vieler Leidtragenden von auswärts, früheren Schülern unb Assistenten des Geheimrats Riegel, fand heute vormittag auf dem neuen Friedhöfe dessen Beerdigung statt. Eine Leichenfeier vollzog sich zunächst in der Kapelle. Pfarrer um zu arbeiten. „ „ , , ..... Die Lücke, die Riegel bintcrWtf. kann fo leimt nicht wieder au.^gefüllt werden. Von seinem arbcibSreidxm und aesegneten Leben ruht er nun aus Als üusteren Ausdruck unserer Tcklnohmc lege td> nn Namen der Universität diesen Kranz hier Nieder. Ruhe in Fcketen, Franz Riegel. Pros. Dr. Poppert sprach sodann als Dekan der medizinischen Fakultät. Er gedachte der großen Verdienste deS Verstorbenen um die medizinische Wissenschaft und führte auS, wie dank seiner unermüdlichen erfolgreichen Tätigke:t als Ge- lehtter und Akzt er der Fakultät unserer LaiideSiiniversttät weit über die Kreise iinserer engeren Heiniat hinaus zu Ruf darf, getrunken wurde. • Wien, 29. Aug. Vom Admonter Reichstein ist gestern der Beamte Julius Löber onß Wien abgestürzt vor einem Jähre ihren Mann, den Grafen OSkar Haller, verlaffen hat, seitens der Behörden recherchiert. Die Gräfin soll zurzeit irgendwo unter dem Namen Szereday als Schauspielerin wirken. * Ajaecio, 29. Aug. Die Waldbrände an der Nordküste Korsikas verursachten einen Schaden von 5 Millionen Francs. • St. Louis, 29. Aug. Gestern hat die Wettfahrt der lenkbaren Luftschiffe stattgesimden. ES unternahmen nur zwei Konkurrenten den Ausstieg. Wer zuerst in der Nähe Washingtons landet, erhält den ausgesetzten Preis. Der Wind war für die Lilftschiffer ungünstig. Sie verschwanden in östlicher Richtung. • Blutige Exzesse in Riga. Am 28. dsS. MtS. fanden in der russischen Stadt Riga große Unruhen statt. Eine große Menschenmenge versammelte sich vor dem Gefängnis, aus deren Mitte Schüsse fielen, als die Polizei sie ermahnte, auSeinanderzugehen. Der Gehilfe des Polizei- meisterS, dieser selbst und zwei Polizisten wurden ver- iv n n bet. * Prinz Heinrich von Preußen hat sich nach den .Münch. N. N/ in daS Goldene Buch der Weltausstellung von St. LouiS eingeschrieben. Die Eintragung in großer, etwas hintenüber fallender Schrift lautet: ,$cr Wille ist die Seele der Tat! Heinrich, Prinz von Preußen, Admiral und Ehef der Marinestation der Ostsee. Gingesandt. (Für Form und Inhalt Hier unter bi'»er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) an fc w seiner früheren Assistenten, umbrnuft von dem freu» ,-rryn Zuruf feiner Schüler sein 25 jälnigkS Jubiläum als Lrdi- itü-3 ter Ludoviriano feiern konnte, und heute sind wir in - wt Trauer versammelt, chm die letzte Ehre -u erweisen. Im . - >*rn l-r-.rer Festtag, -s war ihm noch vergönnt, die Fülle ' -j itm 'N, den sich in einem Leben rastloser Arbeit Leben^aang und ihre Beziehungen zu Goethe behandelte, die von der Familie pietätvoll gqtiftetc und von eines guten SRnftvrtf xxmb ncfctHiffenc Marmorbüste dem Vorstande: die Büfti- stellt Marianne in ihren jüngeren Jahren dar, und simd allgemeinen Beifall. AlSdanu fand die eigentliche Feier tnr großen Vortragssaale deS Freien Deutschen Hoch- stiftS statt Professor std'inlwld Steig aus Berlin hielt die Festrede über ..Goethe in Bettinens Darstellung". Ter Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ter Oberbürgermeister Dr AdickeS und der kommandierende O^cnertil' waren auch erschienen. Alle folgten mit gespanntem Interesse den Ausführungen deS Vortragenden, der imtcr Benutzmig eines reichen, bisher nicht bekannten Materials fein Thema behandelte. ök'fnng Goethescher Lieder eröffnete und schloß die Feier, für die die Ninivesenden mit reichem Vorfall lohnten. ~ Frankfurt cu M., 29. Aug. Dem Vernehmen nach hat die heutige internationale Dampfer konseren z zu einer Einigung nicht geführt. Ein Teil der Delegierten reist heute ab; zwischen den Zurückbleibenden finden morgen alten Kliniken und dem Hospital waren schon länast als uuzu- reichend erkannt wrten, aber noch bedurfte cS 10 Jahre emsiger Arbett, ehe die neue medizinöscte Klinik aüf dem >selterKberg bezogen iwrben konnte. M - Die Organisation der neuen mediz. Klinik ist Riegels Weck, und der Ruhm der Klinik und ihres Direktors verkündete weit hinaus den Ruhm ter Universität, an ter sic errichtet war. Bei der Eimveilmng der neuen mediz. Klinik tnt Jahre 1890 erhielt Rii'gel den Charakter alS Geheimer Medizmalrat, später daS Komturkrcuz 2. Kl. des PhilipvSordenS und an seinem Jubiläum die Krone dazu. , „ r ., x An äußeren Zeichen der Anerkennung tat es ihm so nicht gefehlt und hoch verehrt von hoch und niedrig ist er durch das Leben gegangen, aber unbekümmert darum, ob er Anerkennung fand oder nid't, ging er den Weg. den er filr den richtigen Inelt. Trotzdem die Sorge um die ihm anvertrauten kranken und die Verwaltung b?r neuen Kliniken die ArteitSkroft eines rüstigen Mannas voll in Anspnich nehmen konnte, nahm er an der all- gemeinen Vcrimiltuuo ter Universität alS langjälmaes Mitglied der Akadem. ?ldministr. Kommiffion und der Kranke,ikasse-Kom- miffion regen Anteil, Ruhe gönnte er sich nur selten und meist, Eine Nachsicht ohnegleichen wird in diesem Nordostwinkel geübt, fast als ob die ganze Stadt mit Aktien am Saalbail beteiligt wäre. Alkoholgenuß abgestimmtes Dokalkonzert anschließt? Da stünde doch zur Erwägung, ob diese, r a u s ch e n d e n F e st e nicht einigermaßen auch aus andere Lokalitäten vor-' teilt werden könnten, und ob es durchaus notwendig ist, daß sich an die musikalischen Hochornüsse auch iwch jedesmal ein, nicht mit der Stimmgabel, Wohl ater durch den veckchiedenen Nkoholgennß abgeftimmtes Vokalkonzert ntiWiefct? Wenn jeder Privatmann sich von 11 Uhr otendS oder schon von 10 Uhr ab seiner Hdribencn Dianoklänge enthalten must, dann scheint e« doch der Gerechtigkeit zu widersprechen, daß ein ganzes Stadtviertel drei Fünftel aller Näclite — im Semester — 'o außfekratzt crlhilten werden darf, gls ob eS sich um den Po- s zum jüngsten Gericht handelte. Wie glücllich nxircn hnr Umwohner M SnawnueS» wenn Anklagen zu verhandeln und, wie Rechtsanwalt Tr. noch sieben Anklagen gleickxr Art. Ter Verteidiger nennt die Skizzen der ,„W. a. M." cttvaS keck, alxr keineswegs unzüäitig In dem ersten der An- Nagefülle handelte es sich um ein Gedicht: ,,Der Naturant Tet StaatSanu'alt beantragte gegen den Verfasier und Redakteur je 100 Mk. Oleldstrafe. Ter Gerichtshof erkannte auf Fr-isprechung. In dem -ivciten Falle stand eine Erzählung: „Ein Wiederiehen unter Anklage. Darin wurde geschildert, wie zwe, Freundinnen von der Jugnldzeit her, die sich nach vielen Jahren wieder begegneten. nun sich gegenseitig ihre inzwischen gemachten l^fadr- unaen mitteilten. In diesem Attikel erblickte der Gerichtshoi eine unsittliche Tendenz und verurteilte den Angellagten Ludnna zu 300 Mark Geldstrafe. und tot geblieben. i > - . • Budapest, 29. Aug. Auf Veranlassung deS Ministe- LUJ3 riumS deS Innern wird nach der Gräsin Haller, welche» Aiischließend an daS ..Eingesandt vom 26. Augrist bckr, die Morgenmusik der Militärkapellen in der Moltke- ftraße. m5d»te ich mir erlauben, den Einsender zu bitten, einmal nach der Walltorstraße (jetzige „Musikantengape') zu kmnmeii. Welche Fülle von mufiMneben „Genüssen" ist oa den gequälten Anwohnern vom frühen Morgen bis in bie frätejKamt beschert. Ist unser Viettel schon recht zahlreich mit Wrttschatten gesegnet, so hat auch noch zum lleberlluß fast jede ^irtsa^alt so ein fürchterlich obrenbetäub.'ndes musikalisches Folterinstru- ment. Und mit uncn'dnlttcrlidier Kraft bimmelt's den ganzen Tag bi- in die Nacht hinein: „Mag der Himmel Euch vergeben . Dieses (Yeklimper und Geklingel kann und wird der Himmel dem Besitzer nie und nimmer vergeben, selbst dann ntdrt, wenn das Gebimmel elektrisch beleuchtet wird. Wenn wenigstens der .Wt noch die Fenster schließen und nur seinen zahlreichen Gästen den wiliidervollen Genuß bieten würde, so hätte frtn xk einet) etwas dagegen. Als vor mehreren Jahren W der Dichter unb Schauspieler I f f l a n d in einem GasthauS an der Walltorftratze । über den großen Radau bestlvverte, ahnte er gewiß mckt, datz I der Radau sich aus so unseltge Art bis inS Jahr 1904 verstärken imd auSdehuen würde Diese an Ruhestöriing grenzende Belästignng dürste von Rechtswegen überhaupt nidit geduldet werden. Loftantuch genügen diese Zeilen, daS rnusikalisäv Restaurant zil veranlassen, )*nne auSgczeidmeten tönenden und klingeüid^k.^?^^ungen mehr bm.ed immer n°ch an. Jeden Augenblick befürchtet man, H c^b ?"n st - daß ein weitere» Reservoir explodiert. Zwei weitere Leichen I u^lEcn. wurden heute ausgesunden, so daß die Zahl der OpferlViele musikalisd-e und unmusikalische unwohner bereits auf zwölf gestiegen ist. Mehrere Personen! der Wallt orstratze. werden noch vermißt. E» heißt, die geschädigte Firma * Eiffe werde einen Prozeß anstrengen gegen die American Petroleum Company und die Belgisch-Holländische Petroleum- itire. Unb btt geehrte Redaktion Gesellschaft. Die Firma Eiffe forbere 8 Millionen Franc?, A Mte ihm weil bie betreffenben beiben Gesellschaften an dem Brande die Gltickliche'Bewatyler der Moltkcstraße und Nachharsibast! Wie Schuld trügen. ungleich sind doch die Güter dieser, Erde verteilt! Ihr könnt (n$ ' Bern, 29. Aug. Im Schloß der Grästu Ryant inUh^srü^„SaalbaueS", St. Maurice )Kanton WalliS) wurde m der vorigen Nacht I Steins ober Wenzels Okrrten, was sollen wtr anfangen, leingebrochen. ES sind Juwelen und andere Wettgegen- äbcr^upt nur jode dritte Nackt im Jahr — vielleicht? — stände im Wecke von 50 000 Franks gestohlen worden. I einmal Ru^ haben vor Konzert-, Komm erS-, Iubi- • Kien, 29. Aug. Die Malerm und Schriftstellerin | g^," 7mal inTr" “et b«/ mit o^tbWnt hatte fm 15 Ptai 1879 hat Riegel die Tircftirm der medizinischen r»'-mmen, und bald drang ehr Ruf weit über die wnrr ini' - , VxnCiFti hmavs, R^gel ward der gesuchteste Arzt tu der ödtm Umgebung. Die Räume in dem Gebäude bet Dr. Naumann gedachte am Sarge des Verstorbenen alsi^. ,r r. rr»rs nrt»r I wtunren r u—•■*, ><<>>*-»> "vvvL ***" »,nea unaewöbnlÄen üherraae'rtbcn Mensel, n unb her cr m 10nc üon Preus ch en ift von der Düsse ld orferl ^^gen, Pauken, Ccmbeln und Trompeten lnS 12 Uhr nachts — [anaen fAroerot tieibenSArit be^ TatowrJn«iten Ter 6ü11e im Crtlergebirge abgestürzt, wobei sie sich d>c ,„,^dam, beainnt, wenn nickt Walzer, Schottisch unb Mazurka-e. S ^Wiche schö^S? ^T?°ste^IKniescheibe zerschmetterte. ÄÄ Der unter einer Fülle von Blumenspenden verschwur- e Wien, 29.Aug. Die Zunahme plötzlicher Fälle DOn|aötm Marktgefährte nnteraehen 1 oende Sarg wurde alsdann von den beiden Schloiegersöhnen Bauchtyphus ist besorgniserregend. Während sonst um Uttl) diesem furchtbaren Ohrenschmaus läßt niemals ein । und den letzten Dsscstenten des Verstorbenen unter den diese Zeit in ganz Wien in der Woche zehn bis fünfzehn Schutzmann, Nachtwächter oder Polizist sein Silentium erschallen, st längen eines Chorals nach der Gruft gettagen. Nach TyphuSsälle vorqekommen sind, sind in der Vorwoche in den'«'- ^?^°st Meuer @p,tä(crn mct)r n(5 100 Typhuskranke ausgenommen ^5nn,?^ lifb -rbabl unb iwrbm D.ck nie vergessen, »ab erheben bie Vertreter der St-Lt gegen diesen Vorschlag der ' 'jr RUter v. Tabora. der Älteste klinische Assistent Stadt gegenüber auf ihrem Sckiein beitehen will, darf herzttchen LankeS. - A tnan auf die Entscheidung der Regierung gespannt sein. I Im Namen der Schuler deS Ent'chlafenen sprach cana. (g.) Ortenberg, 29. Aug. Ein seltener Genuß wurde med. Ba umann. Verwalter Keller legte im Namen der den hiesigen Musikfreunden gestern zuteil. Die Kapelle Beamten, der Schwestern und deS Peckonal« der neuen des Art.-Reg1s. „Frankfurt" konzertierte im Mcfigen einen Kranz nieder, deSgl. ein Deckreter deS ärztlichen Mauergarten. Das Konzert war sehr gut besucht. e Vereins Wetzlar. (g.) Bösgesäß, 26. Aug. Seit ca. 100 Jahren besteht Zahlreiche prachtvolle Kranzspenden, darunter ein solcher 6wffchen den Orten Preuß. un^Hofs. Bosgei aß cvve h. ^cm Großherzog, von auSwäckigen Fakul- puptet hier, der Fimt habe dies in der Absicht getan, | von dem Grabe, daS noch spatere Generationen m Ehren Den ganzen Gemeindeverband zu sprengen, um sich von den großen Lasten, ^er bezahlt den größten Teil der Gemeindeumlagen >, zu befreien. Ein anderes Lokal ist sehr schwer zu beschaffen. Die Preuß. Behörde beab- sichtt'gt, die Kinder von Preuß. Dösgesaß nach einem benachbarten Preuß. Orte einzuschuten. Die hiesigen Einwohner sind jedo/b sehr dagegen. Eine Kommission der Schulbehörden von Gelnhausen und Büdingen wird heute hier wkr mir 4—5mÄ wöchentlich MS 5 ITTyr früh schlafen könnten! Dann möchte innnerh-in bei uns die Militärmusik mit der Reveille eirtsetzen! Ein schlafberaubter Umwohner des „Saalbaues" für sehr Viele! Ein „Eingesandt" in der SonntagsNummer beschäftigt sich mit der Ungehörigkeit der Militärkapelle, morgens vor 7 Uhr schon ihre Marschweisen ertönen zu lassen. Dieses „Eingesandt" hat den Unwillen der Anwohner der Grünbergerstraße hervorgerufen. Wir freuen uns nur, wenn wir nach einem gesunden Schlaf durch fröhliche Musikweisen ins neue Tagwerk eingeführt werden. . Biele Bewohner Gießens. Wie man sieht, gehen hier die Ansichten und Empfindungen der Bürgerschaft auseinander. Dieses „Eingesandt, das wir nur zum kleineren Teile zum Abdruck bringen, weil es sich in mehreren Sätzen in ungerechtfertigten heftigen Ausfällen gegen den ersten Einsender, B., ergeht, trägt ats Unterschrift 11 Namen. Ferner liegt uns noch ein „Eingesandt" in gleichem Sinne vor, auf dessen AMruck wir hiernach verzichten können. Tie gestrige Zuschrift aber und mehrere weitere aus der Bürgerschaft nehmen durchaus den Standpunkt des Herrn B. ein, dem sich auch die Redaktion vollkommen anschließt. Heute früh übrigens zogen durch Mdltkestraße, Oftanlage usw. Militärabteilungen ohne Musik zur Genugtuimg aller derer, die Herrn B. zusammen. Und damit Schluß! Weiteren Einsendungen in dieser Angelegenheit müßten wir den Abdruck versagen. D. Red, des Gieß. Anz. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. Gieße«, 30. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wockienmarkt Lasteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 7—0Psg. 2 Stck. 13-00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 6—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsenpr.Liter 32 Pfg., Taubenpr.PaarO,8Ö-0,90Mk„ Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—8,00 Mk., Weißkraut per Stück 30—40 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 00 bis 00 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Kirschen per Pfd. 00 —00 Pfg. Marktzeit 7—1 Uhr. Familien-Uachrichten. Geboren: Dem Herrn Moritz Hirsch und Frau, Anna geb. Heymann, Worms, eine Tochter. Verlobte: Paula Metzger, Butzbach, Max Rosenbaum, Hamburg. Gestorben: Herr Ludwig Wolf IV., Darmstadt. Fräulein Luise Becker, Worms. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boransfichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 31. August: Vorübergehend zeitweise wolkig und stellenweise (besonders im Westen) leichte Gewitter, dann wieder Aufheiterung, bei erheblich wärmerer Nacht tagsüber ein wenig kühler. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Berlin, 30. Aug. (Amtlich.) Unteroffizier Hermann Gustav Helmrich, geboren in Goldberg, stationiert bei der Signalabteilung, ist am 26. August am Typhus gestorben. Berlin, 30. Aug. Der vorläufige Entwurf einer Brau st euer - Novelle unterliegt nach der „Natio- nallib. Korresp." vor seiner endgültigen Feststellung der Begutachtung der Einzel-Regierungen. Diese ziehen, soweit Veranlassung vorliegt, auch Vertreter der in Betracht kommenden Gewerbebetriebe in vertrauliche Beratungen. — Wie die „Bert. Polit. Nachr." hören, hat der Minister der öffentlichen Arbeiten vorgeschrieben, daß ihm künftig in den Berichten der Betriebs-Inspektionen über Unfälle usw. Angaben darüber gemacht werden, was bezüglich der schuldigen Beamten angeordnet ist. Oldenburg, 30. Aug. Der neugewählteLand- tag hat nach dem jetzt festgestellten Ergebnis der Wahl folgende Zusammensetzung: 8 Anhänger des Bundes der Landwirte, 8 Nationalliberale, 8 Anhänger des Zentrums, 2 National-Soziale, 10 Mitglieder der freisinniges Volks- parvek, 4 SozkalDemoTraten. Gegen die früheren Pcrrterverst ältnisse gewann der Sund der Landwirte 5, die National-Sozialen 2 Sitze. Die Nationalliberalen verlieren 3, die freisinnige Volkspartei 2, die Sozialdemokraten 2 Mandate. Wien, 30. Aug. In Meidling ist der ehemalige Leibjäger des Kronprinzen Rudolf, der letzte noch lebende Zeuge derTragödie von Meyerling, namens Rieder, gestorben. — Der Schnellzug der Nordwestbahn ist vor der Einfahrt in die Station Znaim mit knapper Not einer schweren Katastrophe entgangen. An einer gefährlichen Stelle in der Granitz-Schlucht wurden von verbrecherischer Hand zwei große zirka 60 Kilo schwere Steine aus die Schienen gewälzt. Der in rasendem Tempo herankommende Zug schleuderte die Steine bei Seite, wobei die Maschine erheblich beschädigt wurde und auf der nächsten Station ausgewechselt werden mußte. Die Paflagiere kamen mit dem Schrecken davon. Zwei der Tat verdächtige Individuen wurden festgenommen. ♦ Bom Kriege. London, 30. Aug. Nach hier aus Port Arthur eingetroffenen Depeschen ist alles beim alten. Nichtsdestoweniger soll General Stösse l eine Anzahl Offiziere bestimmt haben, welche auf ein gegebenes Zeichen den Rest der Kriegsschiffe sowie gewisse Forts und Stadtteile in die Luft zu sprengen haben. Petersburg, 30. Aug. General Kuropatkin teilte dem General Stössel mit, er möge sich in Port Arthur noch einen Monat halten, er werde ihm alsdann mit 500000 Mann zu Hilfe kommen. Ein Brief aus Port Arthur vom 25. ds. besagt, daß die Japaner die Taubenbai besetzt haben, sich aber dort ebensowenig halten konnten wie die Russen. — Ein Telegramm aus Tschifu meldet, daß die Japaner am 27. ds. von Port Arthur wieder zurückgeschlagen worden sind. Durch die japanischen Ballons, welche über Porft Arthur Explosivstoffe zur Entzündung brachten, wurde bis jetzt kein Schaden angerichtet. Aus Port Arthur wird gemeldet, daß die Russen die Geschütze von ihren Schiffen entfernt und auf den Forts aufgestellt haben. Ter Geist der Garnison ist ein sehr guter. — Nach Berichten aus Liaujang hat die japanische Artillerie gestern morgen 10 Uhr ihr Feuer wieder aufgenomimen. Dasselbe war jedoch weniger schrecklich als an den vorher gegangenen Tagen. Die russische Artillerie ist auf Liaujang zurückgegangen und hat sich dort gut verschanzt. — Hier geht das Gerücht, daß es zwei japanischen Divisionen gelungen ist, sich in die Linie Liaujang-Mukden zu schieben und hierdurch dem General Kuropatkin den Rückzug abzuschneiden. — Es bestätigt sich, daß die Manöver des baltischen Geschwaders von mehreren Unfälle n begleitet gewesen sind. Zwei Schiffe erlitten große Besch ädigu ngen, und auf einem dritten erfolgte eine Explosion, wodurch derKommandantund 3 0 Ma - trosen getötet wurden. London, 30. Aug. Nach Meldungen aus Tokio nahmen die Japaner in unaufhaltsamem Vordringen An- ping und Tang Hoven ein. Die Ruffen gaben Anping ohne Widerstand auf und ließen dort bedeutende Vorräte zurück. Paris, 30. Aug. Ein mangelhafter Sicherheitsdienst verursachte die schweren Verluste der letzten Staffel der Armee Kuropatkins auf ihrem Rückzüge nach Liaujang. Die Japaner machten zahlreiche Gefangene. — An einigen Schiffen der russischen O stsecflotte sollen nach einer Schießübung erhebliche Beschädigungen konstatiert worden sein. Paris, 30. Aug. Die im Detachement des Generals Rustkowski ausgebrochene Panik war nach einer Meldung aus Liaujang durch die ungeahnte furchtbareWirk- un g der neuartigen mit dem Explosivstoff Mimose ge fülltenG es ch o s s e veranlaßt. Die Japaner reservierten diese Geschäfte für ihr erstes Treffen mit der europäischen Artillerie. Sie wußten, daß General Iwanow über ausgezeichnete neue Geschütze verfügt. Trotz der allgemeinen Bestürzung tat auch die russische Artillerie ihre Schuldigkeit. Man glaubt nicht, daß die Japaner mehrere Kanonen erbeuteten. Petersburg, 30. Aug. Nach Erzählungen von Chinesen umkreisen Chungusen auf Dschunken Port Arthur, um Geftrngene zu machen, die sie den Japanern gegen Hobes Lösegeld ausliefern. Ein russischer Offizier wurde Oj'rr £ $3’€lfe von den Piraten gefangen. Derselbe verübte Selbstmord, um der Auslieferung an den Feind zu entgehen. ö u _, Dem „Standard" wird aus nto^erTC^et: Wtcrn erfolgte die Abrüstung des russrschen Torpedobootszerstörers „Growwoi". Die Abrüst- ung des Kreuzers „Askold" ist auf heute festgesetzt. Nach einer Depesche der „Morning Post" ist der „Askola" bereits' gestern ab gerüstet worden. London,30. Aug. „Daily Telegraph" meldete aus Tschifu: Nach zuverlässigen Nachrichten wurde ein allgemeiner Angriff der Japaner auf Port Arthur mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Tie Japaner eroberten nur zwei kleine Forts, wahrscheinlich die 2V2 Kilometer nordöstlich von der Stadt liegenden Forts 10 und 14. Man glaubt, daß. die Japaner dieselben unter dem Feuer der anderen Forts nicht werden halten können. Die Hoffnung der Japaner, die Festung jetzt sofort zu erobern, soll erschüttert sein. Es wird gemeldet, daß die Verteidigungsanlagen vorzüglich seien. Die Verluste der Angreifer seien außerordentlich schwer. General Stöffel zeige eine sehr ruhige Haltung. London, ,30. Aua. Der „Standard" meldet aus San Sebastian: Der Kommandant des russischen Kreuzers „Dou" antwortete dm Behörden von Vigo, als sie ihn aufforderten, den Hafen innerhalb 24 Stunden zu verlassen, sein Schiff habe eine Maschinenreparatur und müsse fünf Tage im Hafen bleibm. Tie Behörden haben telegraplhft fv Weisung von Madrid erbeten. Ter „Dou" hat 17 Geschütze und 400 Mann Besatzung. London, 29. Aug. Die Mitteilung der Admiralität betr. die Aufsuchung der russischen Hilfskreuzer „Smolensk" und „Petersburg lautet: Da die russische Regierung die britische bat, Maßnahmm zu treffen, um an die gegenwärtig in den südafrikanischen Gewässern befindlichen Schiffe der rnssischm Freiwilligm- ftotte „Smolensk" und „Petersburg" dringende Botschastm gelangen zu lassen, hat der Kommandant der Kapstation am 26. August die Seychellen auf dem Kriegssthisf „Crescent" verlaffen und mit den Kreuzern „Forte" und „Perle" Kurs nach Süden genommen, um mit dm russischen Schiffen in Verbindung zu treten. Die Kriegsschiffe „Barrosa" und „Partridge", von deneK ersteres sich zwischen der Waffischbai und den Bmguelainseln, das letztere sich zwischen der Walftschbai und der Simoresbai aufhält »erhielten ebenfalls Befehl, nach dm russischen Schiffen zu suchm. Um dm Wunsch der russischen Regierung zu erfüllen, erging die gleiche Weisung an den Kommandanten der südafrikanischen Station bezügl. der Schiffe „Saint George" und „Brillant", die gegenwärtig in der Nähe des Kap Pincmt liegen. Telephonischer Kursbericht. Frnnkfnrt a. 31., 30. August. 8V«o/o Reichsanleihe . . 102.25 3% do. ... 89.65 3Vt°/o Konsole .... 102.05 3^/n do.....89.85 3V?% Hessen .... 100.15 3Va % Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 101.80 4l/6% Oesterr. Silberrente 100.50 4% Ungar. Goldrente . . 100.15 40/h Italien. Rente , . . 104.55 4Vt % Portugieser . . . 65.00 3°/ Portugiesen.....61.40 1% C. Türken .... —.— Türkenlose......129.00 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 47.70 4V9% äussere Argentiner —.— 30/0 Mexikaner .... 27.30 4V»',/n Chinesen .... 90.10' Electric. Sohnckert . . . 117.50 Nördd. Lloyd . . . . 102.90 Kreditaktien . . c . 204 30 Diskonto-Kommandit, , . 190.40 Darmstädter Bank . . 143.00 Dresdener Bank .... 155.10 Berliner Handelsges. . . 159.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.40 Lombarden.....18.80 Gotthardbahn.....189.50 Laurahütte......251.00 Bochum . ..... . 208.50 Harpener......217*70 Tendenz: fest. Gewerbeschule Wdda. Unter Staatsaufsicht stehende Zklassige gewerbliche Fachschule für alle Berufszweige, insbesondere für Bauhandwerker. Beginn des Unterrichts Ende Oktober. Anmeldungen find bis zum 15. Oktober d. I. an den unterzeichneten Hauptlehrer zu richten, welcher auch nähere Auskünfte erteilt. Dir g Für den Auffichtsrat: Die Schulleitung: C. Ringshausen, Höhn, Vorsitzender. Großh. 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