9ir. 1Ä4 Seneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen Die heutige Yummer umfaßt 10 Seiten Wstes W öonälig. f HM *e ! Hipfnei «ßrch " Mkontag 30. Mat 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fch« Universitätsdruckerei. ÖL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. i Anzeiger Gießen. MM Mil msttit* ich ongtltgeniliftfi Erscheint tSgNch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener KamilienblStter- weiten dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der hessische Landwirt' erscheint monatlich einmal. Keer und Motte. — Die Kretschmanschen Kriegsbriefe. „Wir haben schon in einem früheren Artikel nachgewiesen" — schreibt der „Hessische Kamerad" —, „daß trotz aller gegnerischen Behauptungen die obengenannten Kriegsbriefe als Quellen der Geschichtskenntnis keinen Wert haben können, da der Verfasser vielfach sich auf Mitteilungen stützte, deren Glaubwürdigkeit er nicht geprüft hat. Daß dies der Fall in den Briefen über die Plünderung von Sens durch die Hessen, gibt nun auch die Herausgeberin, Frau Lily Braun, selbst zu, wenn auch nur bedingt, denn sie behält sich ihre persönliche Ueberzeugung von der Wahrheit auch jener Vor- gänge vor, insofern als sie nur einige Verwechselung der genannten Truppenteile als Möglichkeit unterlegt. Ja warum veröffentlicht denn die Dame die Briefe auch noch in 2. und 3. Auflage, wenn sie selbst zugeben muß, daß Verwechselungen oorgekommen sein können? Sie sagt, gegen die anderen, ost ebenso ungeheuerlichen Behauptungen seien keine Proteste erhoben worden; sie seien also wahr. Wir bestreiten das entschieden. Denn einerseits mögen den betreffenden Herren die Beschuldigungen des Herrn v. Kretschman gar nicht zu Gesicht gekommen sein, andererseits mögen sie selbst längst unter dec Erde ruhen, oder es sind die Zeugen, mit deren Hilfe ^iierarbcueu 102940 "Ml! r. V. Aosse, Kranl- ---4669 ’Mwtt werden Mmstraße 5, g. § Wctanln>. bl-- NU **• ttob>--'^'v O-- deutlich geworden. Die antiklerikalen Elemente werden sich einstweilen mit dem Erreichten begnügen. Das ist eine Bescheidenheit nicht prinzipieller Art, sondern aus Oppor- tunitätSgrunden. Das jetzige Parlament ist für die Trennung von Staat und Kirchss noch nicht reis. Man verlangt daher vom Ministerium nicht, eine Forderung zu stellen, über die es notwendig zu Falle kommen müßte. Auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz regt es sich wieder eüvas mehr. Ist die Japaner ist wieder Leben gekommen. Durch die Einnahme Kintschous sind die Russen gezwungen, sich nach Port Arthur zurückzuziehen. Zu Wasser und zu Lande dringen die Japaner aus Port Arthur hartnäckig vor. Der militärische Mitarbeiter der „Südd. Reichskorresp." saßt die Nachrichten über den japanischen Vormarsch und die Absichten der obersten Heeresleitung zurzeit dahin zusammen, daß drei getrennt marschierende Armeen sich konzentrisch gegen das bei Liaojang vereinte russische Heer vorbewegen. Hierbei ist der ersten Armee, die sich mit Auszeichnung am 2)alu geschlagen hat, der rechte Flügel, der zweiten Armee, die bei Takuschan und Pitzewo gelandet wurde, das Zentrum und der dritten Armee, deren Ausschiffung bei Jnkou und Kaitchou beab- ichtigt zu sein scheint, der linke Flügel zugedacht. Ist eine Offensive in solchem Maßstabe und bei derartigen Raumverhältnissen schon an sich ein außerordentlich gewagtes Unternehmen, so werden in diesem Fall die Schwierigkeiten noch dadurch erhöht, daß das japanische Operationsheer die starke Festung Port Arthur im Rücken hat, und daß der rechte Flügel der drei Angriffskolonnen, der mit dem Feinde bereits in naher Fühlung ist, jedes ernste Gefecht vermeiden muß, um dem linken Flügel, dec an- cheinend den entscheidenden Stoß führen soll, Zeit zur Ausführung seiner umgehenden Bewegungen zu lassen. Ob den Japanern ihr großes Vorhaben gelingen wird und die aus mehr als 200 Kilometer durch zum Teil sehr schwer gangbares Gelände getrennten Heeres teile zu einheitlichem Kamps rechtzeitig eingesetzt werden können, läßt sich natürlich nicht Voraussagen. Nur auf Grund der Tatsache, daß alle Maßnahmen, die die japanische Kriegsleitung bisher getroffen hat, mit Vorbedacht eingeleitet und durchgeführt worden sind, kann man zu der Folgerung kommen, daß auch der Eiitschluß, die Russen bLi Liaujang in der vorangegebenen Weise anzugreifen, wohl vorbereitet und durchdacht sein wird. das Gegenteil zu beweisen war, nicht mehr zu finden oder gestorben. Daß wir gerade im Falle Sens in der Lage sind, die beiden allein in betracht kommenden Offiziere noch als lebende Zeugen gegen Herrn v. Kretschman aufzurufen, ist ein glücklicher Zufall — nach 34 Jahren. Viele mag auch das Gefühl der „Wurschtigkeit" gegen solche Anschuldigungen zum Schweigen bestimmt haben. Doch mag dem sein, wie rhm wolle, wir haben in einem ganz bestimmten, noch dazu recht häßlich dargestellten Falle di? Unglaubwürdigkeit des Herrn v. Kretschman dargetan, gezeigt, wie dieser Herr schwere Anschuldigungen nach Hause geschrieben, lediglich auf unglaubwürdige Erzählungen hin, von deren Wahrheit er sich an Ort und Stelle zu überzeugen in der Lage gewesen, denn er war unmittelbar darauf 2 Tage in Sens. Aber auch eine Verwechselung ist völlig ausgeschlossen. Denn wir haben ja kürzlich durch den Aufsatz des französischen Leutnant Welter erfahren, daß die folgenden Lauenburger Jäger nur Heeres- bedürfnisfe requiriert haben, im Werte von 56 000 Frs., worüber Requisitionsscheine über ca. 48000 Frs. abgegeben wurden, und wovon nur ca. 8000 Frs. durch solche nicht gedeckt waren. Ob die ca. 8000 Frs. aber, die nach Friedenschluß angefordert worden, auch nachgewiesen worden sind, agt uns auch Herr Leutnant Welter nicht, die Rechnungen dafür weisen aber nur Heeresbedürfnisse auf. Was ist das aber nun, selbst die volle Summe für richtig angenommen, für eine wohlhabende Stadt von ca. 12 000 Einwohnern I Ist das totale Ausplünderung? Und das Niedcrschießen des Quartierwirts, die Wegnahme des Pferdes sind ja ganz erfunden! Ein preußischer Generalstabsoffizier macht doch so keine Weltgeschichte? Wir behaupten deshalb, daß Herr von Kretschman auch gar nicht ivollte, daß seine Kr'.egsbriese dafür angesehen werden sollten, er hat eben Klatsch nach Hause geschrieben in dem Fall Sens und so auch in anderen Fällen." Allgemeiner deutscher Kealschulmänner-Verein. R. B. Darmstadt, 29. Mai. Der allgemeine deutsche Realschulmänner-Verein hielt seine diesjährige Delegiertenversammlung hier irn Kaisersaal ab; es nahmen über 100 Vertreter aus den verfchie- densten Teilen des Reiches daran teil. Mr bemerkten na. die Reichstagsabgg. Dr. Beumer-Düsseldorf, Pros. Dr. Eickhofs-Remscheid, den Vizepräsidenten der basischen zweiten Kammer, Pros. Dr. Heimburger-Karlsruhe, Direktor Dr. Treutlein-Karlsruhe, Schulrat Pros. Dr. Meyer-Kob- lenz, Direktor Dr. Hiuzmann-Elberfeld und Delegierte aus Aachen, Barmen, Berlin, Gera, Haneburg, Halberstadt, Leipzig, Schwerin, Tilsit rc. Aus Hessen waren Alsfeld, Alzey, Groß-Umstadt, Mainz, Offenbach- Oppenheim und Darmstadt vertreten. In dec ersten Sitzung am Samstag abend, die unter dem Vorsitz des Direktors Dr. Steinbarl-Duisburg stattfand, begrüßte Geh. Baurat Pros. Landsberg -Darmstadt die Versammlung mit herzlichssn Worten, wobei er sein Bedauern darüber aussprach, daß sich so viele Bundesstaaten, auch Hessen, noch nicht dem Vorgehen Preußens hinsichtlich dec Gleickcherechtigunas- srage angeschlossen hätten. Als erster Präsident für die Verhandlungen wurde Direktor Dr. Neuß-Aach^n, als zweiter Dr. Steinbart gewählt. Letzterer erstattete auch den Jahresbericht und legte dar, daß auch im verflossenen Jahre die meisten Erfolge in Preußen erzielt wurden, auch Württemberg habe gute Resultate aufzuweisen. Nach dem dann von Pros. Becker-Duisburg erstatteten Kassenbericht beläust sich das Vermögen aus 2852 Mk., die Mitgliederzahl der gesamten Vereine ist von 2541 aus 2467 zurückgegangen, trotzdem sich die Zahl der Vereine vermehrt hat. Es folgten für reisende l Damen IO hwesternhans, , johannesstr. I 500.- ■ geg. k Sichechtt l zahlu.'gru leche; mon°tl.Wen.tz 'j 000 Bark injejen an 2- ®leJ em Mahler al p gesucht. Angebot Weißen und einiger Farbigen auf der Neu Guinea Compagnie- Station in Peterhafen, ferner auf der French-Knselgruppe, wozu Mißhandlung uno Weiberverkehr eines dritten Weißen, der lewer entkam, den direkten Anlaß gegeben haben soll. Im allgemnnen machen die Eingeborenen keinen feindseligen Eindruck und Uebersälle, wie die obigen, sollen meist du rch unrichtige oder ungerechte Behandlung provoziert worden sein, wie z. B. auch die neuliche Ermordung auf den St. Matthias-Inseln eines n o r d d e u t s ch e n Millionärs, der diese Gruppen auf einer Vergnügungs- und Erforschungsreise besuchte: Um Platz für sein Zeltlager zu machen, soll er gleich nach der Landung mitFällen einer Anzahl Kokosnußbäume begonnen haben! Daß der Eingeborene das Abhauen seines nützlichsten Baumes, dessen Frucht sein einzigster Erwerbs- und Exportartikel ist, nicht als einen freundlichen Akt betrachtet und dafür mit der Ernwrdung und Verzehrung des Eindringlings und mehrerer feiner Umgebung erwiderte, ist nicht überraschend. Das deutsche Reich hat dann die K o st e n solcher Unkenntnis oder Nichtbeachtung der Eingeborenen-Gebräuche und Lokalverhältnisse in Form einer Strafexpedition zu tragen, wodurch dem Insulaner, die Stranddörfer zerstört und viele seiner besten Krieger getötet werden und wonach es Jahre lang dauern muß, um das Verhältnis des Eingeborenen zum Weißen wieder freundlich zu gestalten und ihn zu überzeugen, daß letzterer als Träger der Zivilifation, nicht aber als Räuber und Mörder tommt! (Fortsetzung folgt.) — M ü n ch e n e r F e st s p i e l e 1 9 0 4. Für die diesjährigen Richard Wagner-Festspiele im Prinzregenten-Theater (12. August bis 11 September) und die M o z a r t - F e st s p l e l e 1.1. bis 11. August) in den beiden königlichen Theatern sind u. a. folgende Künstler und Künstlerinnen bis jetzt verpflichtet worden: Tie Damen: Sofie David (Köln), Olive Frem- stad (London), Emilie Herzog (Berlin-, Charlotte Huhn, Fritzi Schesf (Londoir). Milka Ternia (Rem-York). Die Herren: Fritz Feinhals, Anion Fuchs München), Hermann Gura (Schwerin), Edgar Oberslölter (Wiesbaden), Julius Pntlitz (Rostock), Albert Reiß 'London), R. umi Rooy iRem-York), Dr. Raoul Walter (München , Tesider Zador (Prag). Als Dirigenten werden, General- Musikdireklor Felix Ai o t l l, Hofkapellmeister Franz Fischer (München), Professor Arthur Niki sch (Leipzig , Hofkapellmeister Felix Wei li gärtner (Berlin), Hoftapellineijler Hugo Röhr und Hofkapellmeister Hugo Reichenberger fungieren. und Arbeitstier des Mannes in diesen Tropenaewässern ist. Die Männer flanieren beschmückt und bemalt, rauchend oder Betel kauend durchs Dorf und betrachten nur das gelegentlühe Bekriegen eines Nachbarstammes als eine, ihrer würdige Beschäftigung. Ein Lendentuch („laiva lawa" genannt) oder em einfacher Schamgurt aus Baumrinde bildet ihre Bekleidung, während die Frauen teils bunte Katunröcke und Jäckchen tragen, teils nur einen, aus Kokosfasern geflochtenen kurzen Rock. Besonders schöne kräftige Gestalten auf eu-Pommern sind die, mit einem roten Lawa hawa bekleideten Eingeborenen, Polizeisoldaten, die eine Kakischirmmütze mit schwarzweißroter Kokarde tragen und mit einem Levergurt, dessen stoppel die Worte „Gott mit uns" trügt, das Seitengewehr um die Hüfte geschnallt haben. Wir hatten Gelegenheit, eine für die von M. S. „Eondor" vorzunehmende Strafexpeditton angeworbene Polizeitruppe von 60 Eingeborenen einrücken zu sehen, die das zkriegsschiff nach den Admiralitätsinseln begleiten sollte. Da die Eingeborenen auf ihrer eigenen Insel nicht arbeiten wollen, so müssen von den anderen Inselgruppen, speziell den Salomons-Jnseln, Arbeiter angeworben werden, zu welchem Zwecke jede größere Plantagenfirma ein Rekrutierungsschiff unterhält, das nach Ablauf der meist dreijährigen Anwerbefrist die Leute in ihre Heimat zuruckbefordert und gleichzettig neue mitbrmgt. Der Monatslohn für einen solchen Insulaner beträgt ca. 10 Mark und wird ihnen meist in Lauschgegenständen ausgezahlt. Hochinteressant war eine Rundfahrt durch die Plantage der Firma Kolbe-Forsayth, und noch mehr ein Eingeborenen» Tanz, den diese Firma den Passagieren des „Prinz Sigismund" abends vor dem „Hotel Bismarck" durch ihre zahlreichen Plantagenarbetter vorführen ließ. Etwa 200—250 schwarzbraune Landsleute trugen unter Fackelbeleuchtung die Belustigungs- und Kriegstänze ihrer verschiedenen Stämme vor, begleitet von dem eintönigen Schlage der, aus Baumstämmen ausgeschnisten Trommeln. Nach dem Tanz der Insulaner erfolgte im geräumigen Saale des Hotels noch em Walzer für Europäer, der unseren Damen ttotz der schwulen Nacht nicht unwillkommen, schien. , ,. Zahlreich sind die verschiedenen -stamme des Bismarck-Archipels, die in Sprachen, Gewohnheiten und Aussehen nicht unwesentlich variieren und sich häufig befehden. Sie sind fast alle Kannibalen und vergreifen sich noch gar zu ost an Europäern, ihre neuesten Schandtaten wurden uns brühwarm berichtet, so der Ueberfall einer weißen Frau aus Herbertshöhe; die Ermordung und Verzehrung zweier Politische Wochenschau. Gießen, 30. Mai 1904. Kirche und Schule stehen in dieser Woche im Vorder- Kb des Interesses. Haden in Königsberg die 6000 chen Lehrer in der Schulaussichtsfrage in großer Majorität unumwunden sich fiir die Loslösung von der geistlichen Schulaufsicht und dagegen für die fachmännische lleberwachung des Schuldienstes ausgesprochen, so werden jetzt in der deutschen Presse, merkwürdigerweise saft ganz ohne Bezugnahme auf diese doch gewiß weittragenden Kundgebungen eifrige Erörterungen angestellt über den Abänderungsantrag betreffend die Schulunter Haltungspflicht. Der Hauptsatz, um den es sich hierbei bandelt — der im Abgeordnetenhause angenommen woroen ist, und zwar unter der Mitwirkung der Nationalliberalen und der Freisinnigen Vereinigung — ist Sidney-Singapore via Aeutsch-Ueu-Huiiiea. Reise-Notizen von E. T. (1904). (Fortsetzung.) Herbertshöhe, mitten in prachtvollen Kokosbaum-Pflanzungen gelegen macht den Eindruck einer vielverjprechenden Kolonie W?iw) die blühendsten Küstenstriche meist Monopolbesitz einiaer weniger Großfirmen, tote Neu Guinea Compagnie^, Kolbe-Forsayth, Hernsheim u. So., E. Mouton u. a während das Innere teilweise noch unerforscht oder für Weißte unbewohnbar ist. Die Kokospalme, wohl die wertvollste aller Palmen, blldet den Haupterwerbszweig von Herbertshöhe' sie ist am erträglichsten zwischen dem 10. und 20. Sre trägt das ganze Jahr hindurch und liefert oft zwanzig ärSe ner Monat. Aus letzteren wird die Kopra gewonnen, "qr°b-n Erp°rt-Artik-l der Süd,---Inseln bildet und deren Del Sie' verbreitetste Verwendung in den Seifen- und Par- «linerie-Fabriken findet. Für den Eingeborenen ist die Kokov- &me insofem unschätzbar, als er deren Blätter zur Bedeckung feiner aus Bambusstäben erbauten Hütte benutzt, ferner zm Herstellung von Körben, Matten usw. Die. unreife Kokosfrucht Enthält l-U/2 Liter Kokosmilch die dem Eingeborenen em er- fiischends Getränk ist, das Fleisch dient zum Essen und die leere Nuß als Wasserbehälter, wahrend die Fasern.her Schale, welche die Nuß umschließt, zu Flechtarbeiten, Stricken, Msch- uetzen usw verwandt werden. Neben der Kokospalme wachst auf Herbertshöhe der Kapokbaum, dessen kapselartige Frucht eine leidige aber nicht verspinnbare Wolle enthalt, die daher nur Ium Füllen der Polster, Kissen usw exportiert wird. Ist kleinem ^Naße wird auch Kaffee Mhoiert Die Eingeborenen nähren sich oon Taro Dams, Bananen und Kokosnüssen. Aaro ist eine Stärkemehl haltige Knollenfrucht, die als Kartoffel verweist wird, ober zur Bereitung von Mehl zum Brotbacken und Kochen dient. Auch 8bie Yamswurzel enthält nahrhaftes Stärkemehl und besteht aus einem 50 bis 80 Zentimeter langen Stengel mit Wurzel- ^E§i'e Anzahl der Weißen im Bismarck-Archipel wurde nur mit 100—120 angegeben, sie wohnen in offenen, luftigen, AnM^lieg?^ gastlichen Gouverneurs,Trrn Dr. Hahl, eines verdienstvollen, sehr tüchtigen und beliebten Berwaltungsbeainten, dessen Liebenswürdigkeit ich manche mtcr- effante Information über unfern Kolonialbesitz zu verdanken habe. Die Eingeborenen-Manner in Neu Pommern arbeiten aur ihrer Insel selbst nicht, wie denn überhaupt die Frau das Last- , * Mi: ÄR f$S; ungefähr der, daß in der Regel die Schüler einer Schule derselben Konfession awgehören und von Lehrern ihrer Konfession unterrichtet werden sollen. Ausnahmen sollen aus besonderen Gründen zulässig sein. Da man in vielen nationalliberalen Kreisen diesem Schulkompromiß recht un- günsttg gesinnt ist, unternahm es im Nationalliberalen Verein in Berlin der Abg. Pros. Dr. Friedberg, in einer langen Rede den Entwurf, den er selbst für eine leidige Notwendigkeit hält, zu verteidigen. Wer die Proteste dagegen, in Versammlungen sowohl wie in einem Teil der Presse, sind nicht verstummt. Dre Verfechter des Kompromisses meinen, die Schulunterhaltungspflicht harre der Regelung; sie sei eine dringende Notwendigkeit der inneren Politik. Diese Unterhaitungspflicht stelle sich dar als ein Kompromiß zwischen Staat und Gemeinde; also habe auch die letztere mitzureden. Nun sei aber klar, daß man den Gemeinden nicht ohne weiteres Lasten für die Schulen aufbürden könne und ihnen dabei einfach ein Schulprinzip dogmatisch aufoktroiere. Aus dieser Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse sei die Vorlage entftanden. Diese Polittk der praktischen Schachzüge findet aber auf der anderen Seite keine Gegenliebe, und unseres Erachtens mit Recht. Man wünscht in der Schulpolitik so oder so reine Verhältnisse und klare Bahn. Und so ist es im Grunde doch recht bedauerlich, daß der so volkstümliche Gedanke eines Zusammengehens aller liberalen Gruppen gerade in Schulfragen einen so herben Stoß empfangen mußte. Das Zentrum ist natürlich über das chm gewordene Zugeständnis erfreut, und die „Köln. Volksztg." behauptet inj »hrer letzten Nummer frisch drauf los, es handle sich in der Schulfrage nur um den Kamps zweier Weltanschauungen, um den Kampf zwischen Christentum und Atheismus. Wie befreiend wehen uns dagegen die Kundgebungen der Schulsachwränner, unserer deutschen Lehrer, entgegen, die auf ihrem Lehpertag so mannhaft für die innere nationale Einheit unseres Volkes,, für einheitliche, wahre Volksbildung, eingetreten sind! In Frankreich ist zwischen Staat und Kirche ebenfalls ein Gefecht entschieden worden, wobei die päpstliche Politik eine gründliche Niederlage erhalten hat. Die französische Kammer hat der Regierung zu der, wie Delcasse ausführte, im Interesse der Würde des Landes erfolgten Mbernfung des Botschafters in Rom ihr volles Ernver- ständnis ausgesprochen. Von besonderer Bedeutung sind die Worte, die Ministerpräsident Combes gesprochen hat, daß er „endlich mit den Ansprüchen der überlebten weltlichen Herrschaft des Papstes habe „auf. räumen7' wollen. Wenn auch Anträge, betr. die Trenn- una von Staat und Kirche einstweilen noch vertagt worden sind so sind doch durch die weiteren Worte des dNinifter- präsidenten die Msichten der französischen Regierung sehr Zweites Blatt. 154. Jahrgang Gießener Anzeiger Arbeit preis- i Belitz rüßbindergeWt, He 65, pt, n Wolle, Baum- volle und Daunen angefertigt sowie et. 03052 , Eberstr. 14, Hl. M |{{. und Küchenzettel die Exped. d, Bl. Feier der erste Rede Öberkonsistoriums über Ps. 65, 10, die Weiherede Pfarrer Wissig über Offenb. Joy. 21, 3. In den Grundstein wurden außer der verlesenen Urkunde eingelegt: Das Programm der Feier, eine Photographie des Schaubildes, die letzte Nummer der Kurliste, je eine Nummer der beiden hiesigen Zeitungen. — Bekanntlich sind in dem Testament des irrt Fahre 1901 gestorbenen Rentners Heinrich Schuckert 100000 Mk. zur Herstellung eines künstlerisch ausgestatteten Brunnens auf dem Alicenplatz bestimmt worden. Die Auszahlung des Betrages soll jedoch nach dem Willen des Erblassers erst nach Ablauf längerer Jahre erfolgen. Nun haben jedoch die Erben den Entschluß gefaßt, das Kapital bereits früher zur Auszahlung zu bringen. Danach kann das Werk, welches wesentlich zur Verschönerung unserer Stadt beitragen soll, unverzüglich in Angriff genommen werden, und es besteht die Absicht, den Geh. Oberbaurat Hofmann zu Darmstadt um seine Mitwirkung anzugehen. R. B. Auerbach, 29. Mai. Heute mittag fand hier im Gasthaus zur Bergstraße die 12. ordentliche Generalversammlung der freien Vereinigung von Kranken - lassen im Großherzogtum Hessen statt. Den Hauptpunkt der Beratung bildete Punkt 2 ,',Die Forderung der Aerzte und die Krankenkassen." Der Referent, Ed. Gräf, Vorsitzender der Ortskrankenkasse Frankfurt, wandte sich in seinen Ausführungen natürlich gegen die Beschlüsse der verschiedenen Aerzteversammlungen und empfahl folgende, von der Versammlung auch akzeptierte Resolution: „Die Jahresversammlung der Vereinigung der Krankenkassen im Großherzogtum Hessen protestiert ganz entschieden gegen das Vorgehen der deutschen Aerzte- chaft, den Krankenkassen die freie Arztwahl, Einzelleistungen, hohe Honorare rc. sogar unter Unterdrückung des Selbstverwaltungsrechts, aufzuzwingen. Die Versammlung stellt sich voll und ganz auf den von dem großen Krankenkassenkongreß zu Leipzig am 25. Januar d. I. vertretenen Standpunkt in der Aerztefrage und erkennt ausdrückliche an, daß es Sache jeder einzelnen Kasse sein und bleiben muß, sich ein Arztsystem zu wählen, welches ihren Mitgliedern am geeignetsten erscheint. Durch das Vorgehen bep Aerzte, wie in Köln, Solingen ic. kann aber unmöglich ein friedliches Verhältnis zwischen Aerzten und Krankenkassen, welches im Interesse beider Teile dringend nötig erscheint, gefördert werden. Pflicht der Aufsichtsbehörde rc. ist es aber, sich in diesem Kampf der Aerzte gegen die Krankenkassen vollständig neutral zu verhalten und nicht, wie dies leider geschehen ist, einseitig unter Beseitigung des Selbstverwaltungsrechts, zu Gunsten der Aerztegruppe einfach freie Arztwahl und hohe Honorare für die Krankenkassen festzusetzen." Fabrikant S ch euri g-Lllzey besprach noch die näheren dortigen Verhältnisse, und die Versammlung nahm einen Antrag an: Das Ministerium möge auf ein Gesetz oder eine Verordnung hinwirken, daß, falls aus irgend einem Grunde Krankenkassen vorübergehend ohne ärztliche Hilfe oder ohne genügende ärztliche Hilfe sind, die Verwaltungsbehörden verpflichtet sein sollen, die ihnen unterstehenden Krankenhäuser und ähnlichen Anstalten der Kasse zur Verfügung zu stellen; desgleichen sollen die Medizinalbeamten verpflichtet sein, den Versicherten ärztlichen Beistand zu gewähren, bis die Krankenkasse für hinreichende ärztliche Behandlung gesorgt hat. Ferner wurde auf Antrag Strab-Offenbach beschlossen: Der geschäftssührende Ausschuß wird beauftragt, mit dem Vorstand des ärztlichen Landesvereins zwecks Ausarbeitung einer Anleitung zur ökonomischen Verordnungsweise in Verbindung zu treten und diese, im Druck hergestellt, zum Selbstkostenpreise an die Kassen abzugeben. Die Aerzte sind vertragsmäßig anzuhalten, nach dieser Anleitung zu verordnen/' Es wurde in der Versammlung mit Befriedigung konstatiert, daß mit Ausnahme des Falles in Alzey in den Krankenkassen das Bestreben vorherrschend sei, den berechtigten Wünschen der Aerzte entgegenzukommen. •• Stenographischer Unterrichtskursus. Die Stenographische Gesellschaft „Gabelsberger" eröffnet am 2. Juni einen Lehrgang für Anfänger, welcher allen denen, die mit Schreibwerk" belastet sind, günstige Gelegenheit gibt, in kurzer Zeit sich diese nützliche Fertigkeit anzueignen. •* Die Nachfeier zum Sängerfest des Maschinenbauer- Gesangvereins gestern war spärlich besucht. In der Festhalle konzertierte ein Teil der Regimentskapelle und auf dem Platze vergnügten sich einzelne Paare, namentlich auch oberhessische Tänzerinnen im kurzen Nock mit ihren Herzallerliebsten, au dem Tanzboden. Der Juxplatz, wo das große Damnfkarrouffel in Betrieb war, war lebhafter besucht. Bad-Nauheim, 29. Mai. Folgende Unterhaltungen sinden in dieser Woche statt: Dienstag den 31. Mai, nachmitags und abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung .Liebesmanöver." Mittwoch den 1. Juni, nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung „Biberpelz." Donnerstag den 2. Juni, nachmittag und abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Freitag den 3. Juni, abends von 8—10 Uhr auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle mit Einlagen des Cornet- L-Piston-Virtuosen Großh. Hess. Hofmusikers L. Kümmel- Darmstadt. Wohltätigkeits-Konzert zu Gunsten^ des Roten Kreuzes. Nachmittag von 4—6V, Uhr im ^Saale Elite- Konzert, ausgeführt von der Kurkapelle unter pe'rsönl. Leitung von Kapellmeister W. Bruch und unter solistischer Mitwirkung der Konzertsängerin Greta Oske-Fröhlich aus Berlin und des Eornet-^-Piston-Virtuosen Großh. Hofmusikers L. Kümmel- Darmstadt. Abends von 8—10 Uhr im Saale Ball, in den oberen Räumen musikalische Soiree von Solisten der Aus Stadt und Land. Gießen, den 30. Mai 1904. • * Hoftrauer. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog geruhten wegen des Ablebens Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Johann Georg von Sachsen eine Hoftrauer vom 24. bis einschließlich 31. Mai bis. Js. anzuordnen. * * Empfänge. Se. 'Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen am 28. Mai u. a. den Geh. Medizinalrat Pro- feffor Dr. Riegel von Gießen und den Sanitätsrat Dr. Becker von Friedberg. • • Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog z)aben dem Vorstand der Registratur des Ministeriums der Finanzen, Regierungsrat Robert Schaffnit, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Juni ab in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Ernannt wurden: der Rentamtmann i. P. Adolf Abrie zu Darmstadt unter Verleihung deS Charakters als Regierungsrat zum Vorstand der Ministerialregistratur des Ministeriums der Finanzen, die Regierungsassessoren Karl Lony aus Gießen und Christian Weisel aus Laubach zu Steuerkontrolleuren, der Steuerkontrolleur Regierungsaffessor Karl Klingelhöffer zu Groß-Gerau zum Steucrkommissariats- assistenten bei dem Steuerkommissariat Worms, der ©teuer» tontrolleur Regierungsassessor Adam Metz zu Nidda vom Tage seines Dienstantritts an zum Steuerkommissariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Bingen, der Bezirkskasseassistent bei der Bezirkskaffe Mainz I Wilhelm Georg zu Mainz zum Bezirkskassier der Bezirkskasse Lampertheim und der Ministerialrevisor bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen Regierungsassessor Heinrich Lohnes zu Darmstadt zum Bezirkskassier der Bezirkskasse Wald- Michelbach. • • Warnung vor Kurpfuschern. Die in Washington ansässige M. A. Winter Company vertreibt eine Patentmedizin „Natürlicher Gesundheitshersteller". Da sie in Washington selbst wenig oder gar keine Geschäfte macht, wendet sie sich fast ausschließlich ans Ausland. Insbesondere scheint sie Deutschland planmäßig für den Absatz ihrer Heilmittel gewinnen zu wollen. Dabei handelt es sich um den Verkauf einer Universal-Arznei, welche nur ein unschuldiges Abführmittel für hohen Preis darstellt und keineswegs das leisten kann, was die Firma verspricht. Das ganze Unternehmen läuft auf eine Ausbeutung des deutschen Publikums hinaus, vor welcher auch im gesundheitlichen Jntereffe, besonders aber zu Gunsten der wirklich Kranken, die durch die schwindelhaften Anpreisungen getäuscht werden könnten, gewarnt werden muß. kirche fand am Donnerstag abend statt. Die hielt Oberkonsistorialrat Petersen als Vertreter des Großh. Kurkapelle. Samstag den 4. Juni, nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung „Im weißen Rößl". Sonntag den 5. Juni Konzert der Kapelle des Artillerie-Regiments „Frankfurt" aus Frankfurt a. M. Abends von 8—9*/, Uhr im Saale Symphonie-Konzert der Kurkapelle. Freitag den J.O. Juni Beginn der Operetten - Vorstellungen. — Die Grundsteinlegung für unsere evangelische Dankes Obermeyers Herba Seife. sicherste Mil tel gegen Pickeln, Mitesser, Sommersprossen u. Hautunreinigkeiten St. 50 Pf. u. 1 Mk. z. h. i. all. Apoth., Drog. u. Parfüm. 3176 Hauptversammlung des Kogelsberger Köhenklubs (c.) Alsfeld, 29. Mai. Heute fand hier in den Räumen der Kasino-Gesellschaft „Concordia" die 20. Hauptversammlung des Vogels- beraer Höhenklubs statt. Prächtiger Maiensonnenschein lächelte über unserem gastfreundlichen Städtchen, als sich in Morgenstunden die Vertreter der einzelnen Zweigvereine nach und nach im schattigen Kasinoparke sammelten, wo ihnen von den zahlreichen Genossen des festgebenden Vereins ein freundlicher Willkomm wurde. Kurz nach 11 Uhr begannen die Verhandlungen. Forstmeister Diefenbach-Schotten eröffnete ne und gab als Vorsitzender des Gesamtvereins dem Wunsche Ausdruck, daß die Beratungen einen erfreulichen und gedeihlichen Verlauf nehmen möchten. Hierauf begrüßte der Vorsitzende des Zweigvereins Alsfeld die zahlreich Erschienenen, der .Hoffnung Ausdruck gebend, daß sie neben den Stunden ernster Verhandlungen auch solche echter Gemütlichkeit in Alsfelds gastfreien Mauern verleben möchten. Hierauf wurde in die Erledigung der sehr umfangreichen Tagesordnung eingetreten und zunächst mit der Feststellung des Stimmenverhältnisses der einzelnen Zweigvereine begonnen. Sie ergab die Anwesenheit der Vertreter von 14 Vereinen mit 783 Stimmen, während drei allerdings recht weit vom Versammlungsorte entfernt wohnende Vereine keine Vertretung entsandt hatten. Aus dem ausführlichen Jahresberichte ist hervorzuheben, daß der Gesamtverein auch im abgelaufenen Vereinsjahre in reger Betätigung an der Erreichung seiner Bestrebungen gearbeitet und durch den Anschluß der beiden Zweigvereine Alsfeld und Altenstadt einen bedeutenden Zuwachs erfahren hat. Für die einheitliche Gestaltung der Wegmarkierungen wurde eine besondere Kommission gewählt, die in Zukunft nicht nur die Wünsche der Zweigvereine prüfen, sondern auch selbsttätig in dieser Angelegenheit vorgehen soll. Von der sofortigen Errichtung eines Aussichtsgerüstes auf der Herchenhainer Höhe wurde vorerst wegen der geringen hierzu vorhandenen Mittel Abstand genommen; auäi soll erwogen werden, ob es sich nicht empfehlen dürste, anstelle eines Holzgerüstes einen Steinturm zu erbauen. Für die Ausführung des B i s m a r ck t u r m e s a uf dem Taufst ein, lag ein Projekt des Architekten Hofmann-Herborn vor, dessen Kostew Voranschlag sich auf rund 17 000 Mark beläuft. Da die Sammlungen bis jetzt jedoch erst einen Fonds von über 7000 Mark ergeben haben, wird der Ausschuß für die Errichtung des Bismarckturmes ersucht, nachdrücklich auf den Abschluß der Sammlungen bei den Zweigvereinen hinzuwirken und so bald als möglich geeignete weitere Vorschläge zu machen. Tas Ver^ zeilbnis für Sommerwohnungen im Vogelsberg wird, da die alte vorjährige Ausgabe nahezu vergriffen ist, demnächst in Neu-Auflage erscheinen und aus Wunsch jedem Interessenten zugestellt. Der Verschönerungsverein Salzschlirf wird einstimmig m den Gesamtverein ausgenommen; die Anträge des Gesamtvorstandes betreffend das Klubhaus auf, dem H o h en r o d s k o p s werden ebenfalls einmütig gutgeheißen. Als Ort für die nächstjährige Hauptversammlung wird auf Einladung des Sroetg» vereins „Taufstein" Gießen gewähll. Zum Schlüsse wurde dem Rechner Entlastung erteilt und ihm wie dem Schriftführer für ihre Mühewaltung der Tank der Versammlung ausgesprochen An die Verhandlungen schloß sich ein Festessen, an dem über 90 Personen teilnahmen. Neben den heiteren Weisen der Fuldaer Arttlleriekapette sorgten kernige Ansprachen verscine- dener Herren für Unterhaltung. Mit einem Besuche des Als selber Museums und einem unter äußerst zahlreicher Beteiligung ausgeführten Ausfluge nach Altenburg schloß der offizielle -tci- des Festprogramms. Nicht unerwähnt lassen wollen wir noch, dal mit der Hauptversammlung — einer Anregung des Zweigveretne Ulrichstein folgend — zum erstenmale eine Ausstellung der 0.r zeugnisse (insbesondere Schnitzereien) der 35 op e 1 b c r g e t Volks! un st verbunden war, die in ihrer Mannigfaltigkeli allseitig Anerkennung gefunden hat und zur weiteren Förderung dieses Arbeitsgebietes Veranlassung gegeben haben durste. nun die Berichte der Zweigvereine. Namens des hessischen Vereins betonte Dr. Kalbfleisch-Darmstadt, daß der Verein ca. 250 Mitglieder zähle und hob' u. a. hervor, daß in den hessischen Realgymnasien mehr Lateinstunden gegeben wur- den, als in Preußen, das Zahlenverhältnis sei 55:49. E» folgte darauf noch die Wiederwahl des seitherigen Vorstandestals Ort der nächsten Delegiertenversannnlung wurde München in Aussicht genommen. Der heutigen Sitzung, die um 11 Uhr begann, wohnten Oberschulrat Scheuermann vom Ministerium, Oberbürgermeister Morneweg u. a. bei. Ueber das Hauptthema: „Beratung bezüglich der Durchführung der preußischen Schulreform in ganz Deutschland", referierte Direktor Dr. Steinbart. Er führte aus: Wie die in den verschiedenen Staaten mit den Bildnissen ihrer Fürsten geprägten Münzen, so müßten auch die Reifezeugnisse aller deutschen neunklassigen Schulen den gleichen Wert in ganz Deutschland haben. Preußen sei auf diesem Gebiete rn dankenswerter Weise vorangegangen, und seine Schulreform habe gute Früchte gezeitigt: da würden auch die anberen Staaten folgen müssen. Tas medizinische Studium bereite dem Realschulabiturienten nicht die geringsten Schwierigkeiten, und man müsse verlangen, daß auch das juristische Studium ihm freigegeben werde. Der gegenwärtige Zustand sei unhaltbar. Die Zulassung der Abiturienten zum juristischen Stiidium sei nicht ein „Sprung ins Dunkle", sondern ein Schritt aus der dumpfen Enge des Bureaus hinaus in die frische Frühlingsnatur. Eine große Anzahl von Männern mit Realschulbildung — der Redner nannte von den Anwesenden 17 — hätten den Beweis erbracht, daß sie in leitender Stellung sich vorzüglich bewährten. Rach längerer Diskussion, an der sich u. a. Hofrat Prof. Dr. Reidelbach-München, Abg. Dr. Beumer u. a. beteiligten, wurden folgende, vom Referenten vorgeschlagenen 5 Leitsätze angenommen: 1. Die Versammlung spricht allen denen, die in letzter Zeit für die Ausdehnung der Berechtigungen der Realanstalten in Volks- und Gemeindevertretungen gefoirtt hckben, ihren Dank aus. 2. Die Versammlung bedauert, daß mehrfach in öffentlichen Verhandlungen über die Realanstalten ungünstige Urteile ausgesprochen worden sind, die auf nicht genügender Kenntnis ihrer Lehrpläne und Einrichtungen beruhen. 3. Die Versammlung spricht den Wunsch aus, daß, ,oweit es noch nicht geschehen sei, von den beteiligten .Kreisen die Schulbehörden zu einer baldigen Lösung der Berechtigungsfrage im Sinne des Vereins angeregt werden. 4. Die Versammlung empfiehlt, in den Volksvertretungen der nichtpreußischen Staaten im Sinne des in der badischen zweiten Kammer gestellten Antrages vom Dezember v. I. (in welchem die Regierung um Erweiterung des Zulassungsrechts der Realschulabiturienten ersucht wird), erneute Anträge auf Gleichberechtigung der höheren Lehranstalten einzubringen. 5. Die Versammlung beauftragt den Vorstand, an den Reichskanzler die Bitte zu richten, int Bundesrate für die Zulassung der Oberrealschulabiturienten zum Studium der Medizin einzutreten. Hauptversammlung des Hberyesstschen Höüöauvereins. § Friedberg, 29. Mai. Die diesjährige Hauptversammlung des Oberhessischen ObfT- bauvereins tagte heute nachmittag von 3 Uhr ab unter dem Vorsitze des Grasen Oriola aus Büdesheim int Hotel „Drei Schwerter". Als Gast wohnte der Versammlung Landesökonomierat Mütter-Darmstadt bei. Unter den ca. 200 Teilnehmern befanden sich auch Kreisrat Fey-Friedberg, die Vertteter der Kreisämter Gießen, Kreisamtmann Hechler, und Büdingen und der Direktor der Obstbauschule zu Friedberg, Dr. v. Peter. Dieser verlas den Rechenschaftsbericht für 1903/04 Wir entnehmen daraus folgendes: die Mitgliederzahl ist von 4720 auf 4848 also um ca. 130 gestiegen, welche sich verteilen auf die Kreise Friedberg 1543, Gießen 943, Büdingen 885, Alsfeld 544, Schotten 402 und Lauterbach 389. Die Vereinszeitschrift erscheint in ca. 6200 Eremplaren und wird auch in Erbach, Darmstadt und Hanau gelesen. Ter Baumbestand in Oberhessen hat sich wiederum gebessert; die Sorten werden stets nach Lage, Boden und Klima ausgewählt. Das Kalken und Remigen der Baume und das Anlegen der Fanggürtel geschieht fast überall. Die Blutläuse haben sehr abgenommen, und nur die Mistel müßte gründlicher ausgerottet werden. Tie Gemeinden sollten noch mehr Baumwärter ausbilden lassen. Sehr bedauert wird der Rückgang der Nußbäume. Ter Jahresbericht hebt noch ganz besonders den guten Zustand der Baumpflanzungen an den Kreisstraßen des K r e i s e s G i e ß e n hervor: in diesem Kreis und in Schotten schreitet der Obstbau erfreulich fort. Als geradezu muftergiltig sind die Verhältnisse inj Lich anzusehen, dort wird ein Baumregister über Kosten und Erträge geführt. Bezogen wurden ca. 4550 Bäume und ca. 60000 Edelreiser. Vorträge wurden gehalten: im Kreise Gießen 62, Alsfeld 44, Büdingen 50, Friedberg 56 und Schotten 28. Obstbautechniker Wiesner weilte 47 Tage im Kreise Gießen. , . In den Kreisen Alsfeld und Lauterbach bleibt leitens der Bevölkerung noch viel jux Pflege be$ Obstbaues z u wünschen übrig, namentlich findet man ost enc schlechte Sorten- und Platzwahl- Auffallend ist das häufige Auftreten des Krebses im Kreise Lauterbach. Gras Oriola bedauert die massenhafte Ausrottung der Maulwürfe, deren Fette zu Pelzwaren benutzt werden. Bezüglich der Neuanpflanzungen soll durch die Kreisämter eine Umfrag" in den Gemeinden stattfinden. Mit den Obstbauvereinen der anderen zwei Provinzen wird ein Zusammenschluß beabsichtigt, um bei den geplanten Landwirt- schastskammern auch einen Vertreter des Obstbaues zu erhalten. Nach der Nechnungsablage 1903 04 betrug der Kassenvorrat 2707 Mark, Mitgliederbeiträge 4800 Mark, der Staatszuschuß 2850 Mark, ferner von Kreisen usw. 1500 Mark: verausgabt wurden für Vorträge 2553 Mark. Versuchsgärten 1618 Mark, Verlosungen 519 Mark und Gehalte der Techniker 2490 Mk. Kreisamtmann Hechler-Gießen stellt bezüglich der Pflanzweite der Obftbäume, besonders der Zweftchenbäume, eine Anfrage. Professor Reichelt beantwortet sie dahin, daß bei einer zu gehäuften Stellung der Zwetschenbäume, die außerdem vielfach Wurzelschößlinge seien, nur geringe, kleine und fuchsige Ware erzielt würde. Bei einer rationellen Zucht fei auf eine bestimmte Entfernung zu halten. Professor Reichelt referiert über Obstbaumpflege und betont die Wichtigkeit des Kalkens und des Klebgürtels und besonders der Meisen und anderer Singvögel, die im Frühjahr und Winter die Bäume nach Insekten absuchen. Im Interesse Pes Obstbaus liegt es deshalb, den Singvögeln, namentlich Meisen, bessere Nistgelegenheiten zu schaffen. (Bei den Versammlungen sollen in Zukunst Meisenkästen verlost werden.) Die drei Ver- suchspslanziingen zu Alsfeld, Büdingen und Schotten zeigen einen guten Stand. Die Obstausstellung gelegentlich der landwi.'tschaft- lichen Ausstellung in Gießen war vorzüglich und galt als einet der Glanzpunkte der Gesamtausstellung: der Obstbauverein erhielt die erste Staatsmedaille. Tie Beschickung der Obstausstellung in Düsseldorf vom 16. bis 18. Oktober wird beschlossen; es sollen jedoch zwei Vorausstellungen in Friedberg und Büdingen vorausgehen. Landtagsabgeordneter Bär regt an, daß den einzelnen Ausstellern mehr Rechnung getragen werden solle. Gras Oriola verteilt hiernach die D i p l o m e an die neu ernannten Vereinsbaumwärter: Graßmück-Eckartshausen, Löschhorn-Bad-Nauheim und Merle-Liederbach. Hierauf erfolgt die Neuwahl des Ausschusses. Die ausscheidenden Herren: Kammerrat Dem, Prof. Wamser-Butzbach, Forsttat Müller, Reitz- Echzell, Bürgermeister Feldmann-Lauter werden wieder und Cel- larius-Schotten neugewählt. Der erste Vorsitzende. Graf Oriola, wurde durch Zuruf wiedergewählt, ebenso als Stellvertreter Kreisrat Fey und als Geschäftsleiter Dr. v.. Peter. Mit der Mahnung zu gemeinsamem Streben und zahlreicher Beschickung der Ausstellungen schloß der Vorsitzende gegen 6 Uhr die Versammlung. Eine Versammlung der Baumwärter hatte vormittags statt- geftinden. ’a, Ä meitib ! I SZH WsS i» Öl? I **«4 ’jAÄta NieÄ I a^s B™ »«ttiinbö I Jinjen foitb e-n I *" SontaJ, I S f «Mkn. ! 'H[' vttausqabt *" 1648 fl fj >ker 2490 Mk .beglich dki, ^enboume, eint ' n- M bei einet | ? ^Berbern viel. ' Lund fuchsige I lei auf eint |. Eege und betont ’ und befonbete ; !" -Mhtahi unb ' v'ntereffe de- - deutlich Meisen, 1 Versammlungen 1 Die drei Vn- । ’tten zeigen einen £ Oer lanblvi.'tschast. [ nd galt als einet ! ibftbauticrein ei- : der EbftauM- I- ' nnrb beschlossene j riebberg unb i ■ter Bär regt an. I getragen Werber. tonte an die net' nüik-Eckartshausen । Binaus erfolgt1 en Herren: Km> . at Müller, Rch I i wieder unb Gei ■ ’nbe. Gras Criolt tellvertreln Kreis Mit bn Mahnwc ! chickung her die Versammlung vormittags statt- ■ lrKoöenöiuös Ab, 29. Mai. kasim-AcseWafk l des Vogels- j sKMomeMem Lj i)m, als sich w | Zmngvnetne not en, wo ihnen var ä den Vereins m I . Uhr begannen btt I )tlcn eröffnete r.: ;| bem WuM Tutt unb ncbeibltms | ber Vorsitzende beij nen, ber S* ( !N ernster Verhau Alsfelds gatttretr in die Grlebtg® ■ treten unb M°c. sses ber etnselnn iwefenhett ber «c während brei j | entfernt Nwhnen. Aus bem ausM j ber WV Setötigung imb durch den Altenstadt einen &s*e । S'O -SSS SfAt Cr'Ä ber w 1 Ä Das machen- s",t« w*: M I» ttadunnA,- rot? ben' zgti^ i estefseN' heite,rcn pfri£ Wipcscxz ... ■ ■ ..t.x,: . :: jc: . :: zz=» ------- M M Die Reinigung von Zimmer-Ausstattungc.i. Wollene und seidene Vorhänge, Porti\^, Teppiche, F<2<, ebenfalls Gardinen und Decken etc. sind sehr aufnahmefähig für feine Staubteilchen und alle Arten von Mikroben und Bazillen. Wenn auch durch Ausklopfen und Bürsten die Unreinlichkeiten zum Teil wieder entfernt werden, so bleiben doch immer feine Schmutzteilchen in den angeführten Gegenständen haften, die, jemehr diese unsauberen Körper sich einnisten, zerstörend für Farbe und Stoff sowohl, als auch gesundheitsschädlich wirken. | Zu entfernen sind derartige Schmutzteilchen nur gründlich durch ein Lösungs-Verfahren und zwar liegt es im Interesse der Sachen, ein solches zu benutzen, welches auf Farbe, Appretur und Stoff-Faser neutral wirkt. Ein solches Verfahren ist unsere chemische Reinigung. Dass bei dieser Reinigung eine Desinfektion vorgenommen wird, ist noch ein besonderer Vorzug. Unsere chemische Reinigung empfiehlt sich daher bei Zimmer-Ausstattungen aus folgenden Gründen: 1. Weil sie für Stoff und Farbe ohne Nachteil ist. 4747 2. Weil die Gegenstände viel länger in gutem gebrauchsfähigem Zustande bleiben. 3. Weil dadurch dem Ordnungssinn, dem Geschmack und dem persönlichen Wohlbehagen Rechnung getragen wird. Färberei Gebr. Rover .• -= ehern. Wasch-Anstalt ■ - - Bedeutendstes Etablissement dieser Branche in Mitteldeutschland. Marktplatz 18 Giessen Marktplatz 18 WlBc T--r——X”........---------- Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend Mittwoch den 1. Juni, im Jmpslokale — Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Uhr, nbge= halten werden. Jrnpkpflichtig im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben oorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfling feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse aus feine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Janriar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gefetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im lausenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müsseu in dem 6 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur au einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 28. Mai 1904. 4761 GroßyerzoglrMe Bürgermeisterei Gießen. I. 93.: Eurschmann. Kras- und Klee-Iersteigerung der Stadt Gießen. Mtttwoa, den 1. Juni, nachmittags 6 Uhr, wird die Graö- und Klee-Ernte von verschiedenen Grundstücken am Wetzlarer Weg zwischen dem Güterbahnhof und der Margarethenhülle (8—10 Morgen) an Ort und Stelle zur sofortigen Abernlung meistbietend versteigert. — Die Zusammenkunft ist am Wetzlarer- Weg, an der Eifenbahnbrücke. Gießen, den 28. Mai 1904. 4729 Grollherzogllrye -oiuyermeifterei Gießen. _____Mecum._______________ Ard eitsv ergebung. Die nachoerzeichneten Unterhaltungsarbeiten in der Gemeinde Londorf sollen Dienstag den 7. Juni l. Js., vormittags 10 Uhr aus Gr. Bürgermeisterei Londorf öffentlich in Accord vergeben werden als: 1. Pflasterarbeiten im Betrage von rd. Mk. 436.— 2. Deckmaterialienlieferung „ „ „ „ 54.— 3. Zementröhrenlieferung „ „ „ „ 19.80 4. Zementröhrenverlegung und Gestückarbeiten im Betrage von- rd. Mk. 44.50 5. Kleinschlaglieferung „ „ „ „ „ 20.— Die Verdingungsunterlagen liegen bis zu obigem Termine zur Einsicht der Interessenten offen. 4671 Londorf, den 26. Mai 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Londorf. Aumann. Iergebung von Wauaröeitm. Die zur Kanalisierung der Brunnengaffe in Allen- dorf a. Lda. erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, bestehend in Erdarbeiten veranschlagt zu 938.80 Mk. Betonarbeiten „ 411.40 , Rohrlegarbeiten , 405.90 „ Materiallieferungen „ 2800.— „ sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote, die sich sowohl auf sämtliche, als auch auf einzelne der vorgenannten Arbeiten beziehen können, sind bis Dienstag den 7. Juni l. I., nachmittags 4 Uhr, auf der Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. abzugeben, wo alsdann die Eröffnung derselben slaltsindet. Voranschlag, Pläne und Bedingungen liegen im Büreau des Unterzeichneten (Brandplatz 9, Zimmer Nr. 20) zur Einsicht offen. Gießen, den 24. Mai 1904. 4648 'Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. D i e h m, Baurat. Aezrrkssparkasse Kietzen (vorher Spar- und Leiykasse Hießen). Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Verkauf der Marken unserer Pfennigsparkasse am hiesigen Platze an folgenden Stellen slattsindet: 1) Christoph Biecker, Neustadt 55. 2) Carl Eichmann, Ederstraße 1. 3) Julius Hoos, Bahnhofstraße 41. 4) Ottmar Köhler Wwe., Lindenplatz 5. 5) Wilhelm Klee, Marktstraße 2. 6) Friedrich Kühnhold, Ludwigstraße 55. 7) Adolf Lenhard, Klinikstraße 22. 8) Wilhelm Möser, Seltersweg 63. 9) Rudolf Schlabach Nachf., Ludwigsplatz 4. Gießen, am 21. Mai 1904. Der Direktor der Bezirkssparkaffe Gießen. Wiener. ^603 AmMheWeWst MMerger. Wir eröffnen am Donnerstag den 2. Juni 1904, abends 9 Uhr, in unserem Unterrichtslokal, „Frankfurter Hof" einen 4756 UckttiD-jiiWs für WMcrger ZtemMhie. Honorar 6 Mk. — Anmeldung vor Begum des Kursus ist nicht _________________________________D°- «orfta,.-. F&’eäbafiuiis. I Prim PsttiMscl Stier fleisch 45 Pfg. 47651 ftaubtrei, Ctr. inkl. Sack Alk. 3.50, Gesalz. Lchseufleisch 40 Pfg. 1 oss. Kmzeubacher Mühle. (4589 Aboaiflnrob-Xoflzertt Die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm^' (2. Großh. Hess.) Nr. 116 erlaubt sich zu einem Cyklus von Abonnements-Konzerten einzuladen. Die Konzerte finden im Neuen Saalbau (norm. Steins Garten) statt. — Dieselben werden nut Militärmusik ausgeführt, wozu ein musik- und kunstliebendes Publikum eingeladen wird. Der Abonnementspreis für 6 Konzerte beträgt: Familienbillet bis zu 4 Personen 7.— Mk. 0 U U 3 v 6. „ Personenbillet. 2.20 „ Kassenpreis ..... 0.50 „ Die Liste zirkuliert. Der Anfang der Konzerte wird im „Gießener Anzeiger" bekannt gegeben. C. Strausse, Großh. Musikdirektor. Karten im Vorverkauf sind bei Herrn Ernst Challier, Neuenweg, zu haben. 4756 Kübsamen'sche Aade- und Schwimmanstalt. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß die Anstalt in allen Abteilungen eröffnet ist, und lade ich zum Abonnement höflichst ein. Die Liste liegt in der Anstalt zum Einzeichnen offen, und bitte ich, nähere Bedingungen daselbst zu erfragen. Für Familien Preisermäßigung; Lemestertarten für die Herren Studierenden 4 Mk. Abonnements von 3 Mart an. Die Badestunden für die Schuljugend sind vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr. In diesen Stunden wird gute, gewissenhafte Aufsicht geübt, sodaß die geehrten Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Schwimmunterricht in den gleichen Stunden. Die Anstalt ist geöffnet von morgens 6 Uhr bis 1 Uhr mittags und von 3 Uhr mittags bis 8 Uhr abends. 475? Albert Rübsamen- w 'M Mehrere Stallungen getrennt oder zusammen W“ zu vermieten nebst Surfdientammern, Futterräurnen, Remise usw. Riegelpfad Nr. 30 — Gießen. 4435 Nähere Auskunft bei Herrn I. Wagner, Schiffenbergerweg 60. Napsspreu WeizensPren Haferspreu abzugeben. 4449 Puth, Marburgerstraße 24. Feinen Himbeersaft ä Flafehe Mark 1.25, emvsiehlt Adolf Löcher, Herborn. Zu haben bei Fritz Schreiner, Gießen, Lindenplatz 4. [4015 zu ganz enorm billigen Preisen. Günstigste Einkaufs-Gelegenheit für Brautleute. 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