Nr. 306 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Donnerstag 39. Dezember 1904 • tlOttet «»glich oufoet Sonntag*. fcem siebener Anzeiger werden im Wecbiel mit dem Hessischen Landwirt die Gtehener Kamillen- VlüNei viermal m bet Woche beigelegL fltolaltonÄbrud u. Verlag bet Brühl schen Nnwers.-vuch-a. Stetn- bruderei, 8t ?anjt ÄÄMfttzm, Ernedmo« and Trudet et. Gchalgrabe I. ßldresie tfii 4eveichen: Auzeige, «tehen. (^frniDrrd)an1d)hiR 'Jh 61 General-Anzeiger . .Iv . 1 -*k> , MD I H Amts- und Anzeigeblatl für den Kreis Gießen Ve»og«pret-i monaluch7b Ps^ otertel* jährlich MI. 8.20; durch Ab ho le- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch dtePoft Mk.2.— wt eitel» jährt ausscht. Bestellst. Annahme von Anzeige« iür bte TageSnummer bis vormittags 10 Uhr, Zeilenprei» lokal 12 «uSroärtÄ 20 Psg. Verantwortlich tüt den poltt und allstem, le»! V. Wittko. füt ,etabt und 2önb* und GerichlSjaaf: August Goetz. tüt den An* zeigenteil- Hans Beck. Die Keutige Kummer umlaßt 8 Seiten Ktlranntmachimg. Der Landespferdeznchtverein im Großherzogtum Hessen beabsichtigt mit den im Frühjahr und Herbst 1905 in Darmstadt abzuhaltenden Pferde-- und,. Fohlenmärkten eine Verlosung von Pferden, Fohlen, Pferdegeschirren und anderen den Zwecken der Pferdebesitzer und Landwirte dienlichen Geräten, sowie sonstigen Gegenständen zu verbinden. Großb. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 50 000 Lose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und einschließlich der Reichsstempelabgabe mindestens 70 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet. Gießen, den 28. Dezember 1904. Großh. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr Wagner. Bekanntmachung. Im Staatsverlag ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zum Preise von 50 Psq. zu beziehen: Gesetz, die Gesinde-Ordnung betreffend, oom 28. April 1877, in der Fassung der Bekanntmachungen vorn 3. August 1899 und vom 23. Juli 1902, nebst der zur Ausführung der Gesinde-Ordnung erlassenen Bekanntmachung vom 11. Juni 1877, mit Erläuterun g en und einem Sachregister. Amtliche Handausgabe 3 Bogen 8° in Umschlag broschiert. Gießen, den 28. Dezember 1904. Großyerzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Gießen, den 28. Dezember 1904. Betr.: Die Gesinde-Ordnung. Das Großkierzoalicke Kreisamt Gießen an Grotzherzogliches Polizeiamt Gießen und die Grotzherzogl. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen acht Tagen angeben, wie viel Exemplare dec in der vorstehenden Bekanntmachung erwähnten amtlichen Handausgabe, welche für Ihren Dienstgebrauch kaum entbehrlich ist, Sie wünschen. F. V - Dr Wagner._________ Bekanntmachung. Qur VerkMunci von Ruhestörungen und Unqlückssällen während der Ncnjahrsnacht und nm Reujahrstaqe bringen wir in Erinnerung, daff das Schicken, sowie das Abbrennen von Feucrwerkskörpern innerhalb der Stratzen und Hosraitcn der Stadt verboten ist. Zuwiderhandlungen sind in § 367 und § 388 des Reichs- Straf.AcsehbucheS mit Geld- oder Haftstrafe bedroht. Auch tritt Wegnabme der Schußwaffe ein. Gleichzeitig machen wir die Händler mit explosiven Stoffen, Fenerwerkskörpern re. darauf aufmerksam, daß das Abgeben solcher Stoffe an Personen, von welchen ein Mißbrauch zu befürchten ist, insbesondere au alle Personen unter 16 Jahren verboten ist (Verordnung für das Großherzogtum Heffen, betr. den Verkehr mit Sprengstoffen, vom 21. Dezember 1893, § 26) und daß Zuwiderhandlungen gegen diele Vorschrift nach § 367 des Reichs- Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 100 Äl> vder Haft bestraft werden. Gießen, den 27. Dezember 1904. _ Großberzvg! ' «' usi'iaint Gießen. Herberg. __________ Volkstümliche Kunstausstellung in Deu-Alenöura. Am Morgen des ersten Weihnachtssei-rtages Een die Fahnen vom Stadthanse Nen-Jsenbura und lud n zum B^nch einer volkstümlichen Ausstellung für bildende Kunst em. ^em Rhein-Mainisckien Verband für Dolksvorlesnngen war es ge- hingen, hier in kurzer Zeit etwas zusammenzustellen, das jicl) vor einem kunstverständigen Publikum sehen lassen kann Treten wir in den Sitzungssaal im ersten Stockwerke em, so fallen uns hier einige Origmalwerke auf bte der ^Märtner Begas zur Verfügung gestellt hat. Besonders das Selbstbildm^ seines Großvaters Karl Vegas, ein frisc^s, lebentngesOel- gemätbe aus den 40 er Jahren des vorigen Jah^underts ist em guter Vertreter der Kunst jener Tage. Mer noch andere Ongi- uale treten cm§ dem Nahmen des Ganzen hervor ^r allem die luteres anten Skulpturen und Kleiuplasstken des Mitgliedes der Darmstädter .Kiinstlerkolouie Dr. Daniel Greiner. Tie Düste ein-r asten Frau, „Resignation" genannt, und das muntere Knabenköpfchen ilw gegenüber legen Zeugnis von )?^m Können ob. Außerdem sind eine Reihe von Plaketten dieses Künstlers, so die gut ausgeführte auf den kürzlich gefeierten 400 Ge- wirt^tag' Philipps des Großmütigen und die beiden aus diesem Anlässe nei'r"gtcn Gedenkmünzen in dem Raume zu leiyeii Tas Werk Greiners führt uns zu dem Hauptgegenstand der Ausstellung, den Kunstblättern. Seine bunten^.oder ge.bnten Halzschnitte die Gegenstände aus der deutschen sage darstellen, find wilbrc Volkskunst unb sprechen dnrch ehre tief empfundene Dstanntmachnng. Als allgemeiner Amtstag, sowie als ordentlicher Gerichtstag gemäß Z.-P.-O. tz 500 ist wöchentlich der Donnerstag, vormittags 8—12 Ntrr und nachmittags 2—5 Uhr festgesetzt. Zur Aufnahme von Im Mobiliarverträgen, sowie zur Entgegennahme mündlicher Anträge und Erklärungen in Grundbuchssachen ist ausschließlich für jede Woche der Dienstag, vormittags 8'/^—12 Uhr, und nachmittags 2—5 Uhr bestimmt. An den übrigen Werktagen ist für die Nechtssuchenden die Geri chtsschreiberei während der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags geöffnet. Dringliche Anträge und Erklärungen werden auch zu anderer Zeit entgegen genommen. Lich, den 17. Dezember 1904. Großherzoglickies Amtsgericht. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereimgung in der Gemarkung Langsdorf. In der Zeit vom 4. bis einschließlich 7. Januar k. I. liegen auf dem Gemeindehaus zu Langsdorf folgende Akten und Karten zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. Die Entscheidungen des Schiedsgerichts vom 5. Dezember l. Js. über die gegen die Arbeiten des II. Abschnittes erhobenen Einwendungen, 2. diejenigen Bonitierungskarten, in welchen nach schiedsgerichtlicher Entscheidung eine Aenderung der Bonitierung eingetreten ist. Diese Offenlegung ersetzt zugleich die besondere Zustellung der Entscheidungen des Schiedsgerichts an diejenigen von den Entscheidungen betroffenen Beteiligten, insbesondere auch an solche, welche gegen die Arbeiten des IL Abschnittes nicht reklamiert haben. Friedberg, den 24. Dezember 1904. Der Großh. Feldbereinigungskommissär. S p a m e r , Kreisamtmann. Aer Fartettag der pr^uß. Sozialdemokratie. Berlin, 28. Dez. Im Gewerkschaftshause begannen heute vormittag die Verhandlungen des Parteitages. Es sind etwa 150 Delegierte und Delegiertinnen erschienen. B e L e l ist auf dem Parteitage nicht erschienen, vielmehr zu seiner Tochter nach St. Gallen gereist. Z u b eil-Berlin eröffnete im Namen des Berliner Lokalkomitees den Parteitag, indem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß der Parteitag nicht blos für die Arbeiter Preußens, sondern für die Arbeiter Deutschlands, ja der ganzen zivilisierten Welt reiche Früchte tragen werde, öierauf begrüßte Singer den Parteit-ag im Nanren des Parteivorstandes. Durch Zuruf wurden alsdann Singer- Berlin und Schütz-Breslau zu Vorsitzenden, Dr. Erdmann-Köln, Dr. Adler-Kiel, Leopold-Zeitz, Hoch-Berlin, Welz-Prenzlau und Frau Schulz-Frankfurt a. M. zu Schriftführern gewählt. Schrader-Hannover schlug vor, die Organisation der Sozialdemokratie Preußens noch auf die Tagesordnung zu setzen. ADg. Pfannkuch ersuchte, den Antrag abzulehnen. Die Organisation der deutschen Sozialdemokratie habe die Einberufung von Parteitagen in Preußen vorgesehen, eine Organisation der Sozialdemokratie Preußens sei daher vollständig überflüssig. Der Antrag Schrader wird darauf fast einstimmig abgelehnt. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildet der Wohnungs-Gesetzentwurf. Der Berichterstatter Stadtv. Buchhändler H. Heimann-Berlin kritisierte die Verhandlungen des Wohnungskongresses und entwarf ein Bild von den Wohnungsverhältnissen in den großen Städten. Der Redner erörterte darauf die einzelnen Bestimmungen des Wohnungs-Gesetzentwurfes und unterbreitete einen sehr langen, ins einzelne gehenden Antrag. In der Diskussion wies Frau Dr. Wevl-Berlin auf die große Kinder sterblichkeit hin, die in den weitaus meisten Fällen eine Folge der schlechten Wohnungsverhältnisse sei. Eine unumgängliche Forderung sei, die Poesie an. Sie eignen sich vor allem auch durch ihre Billigkeit zum Zimmerschmuck weiter Kreise. In hervorragendem Maße gilt dies auch bon den nach Künstler-Steinzeick'irungen hergestellten Original-Litlwgraphieen. Der pflügende Bauer" von Walther Georgi, dem Zeichner des diesjährigen künstlerischen Wandkalenders der Brübl'schen Druckerei in Gießen, ist ein Prachtwerk kräftiger deutscher Malerei. Wie er mit den beiden Tieren in der Herbstlandschaft seiner schweren Arbeit nachgeht, das muß jeden ergreifen, der sich den Sinn für die Schönheit des Lebens in der Natur bewahrt hat. Daneben Bilder wie das , Wogende Kornfeld" und „Die Sonn' erwacht von Hans v. Volkmann, das „Vergland int Schnee" von Gustav Kampmann, die „Sonntagsstille" von Otto Leiber und anoere zeigen, mit wie geringen Mitteln man große künstlerische Wirkungen aus den Motiven deutscher Landschaft erzielen kann. — Auf einem Tische" sind hessische Tonwaren ausgestellt, auch echte Volkskunst, die schöne Form mit praktischen Zwecken verbindet. , c In den Räumen des oberen Stockwerks sind werter eme große Reihe hervorragender Lithographien zu selten, neben Blat- tem der Schwarz-Weiß-Kunst, vielfach Reproduktionen nach den besten Werken vergangener Zeiten die jetzt der ,.Kunstwort für weite Verbreitung herstellt. Wir möchten besonders auf die eindrucksvollen Blätter aus der ,.D ü r e r m a v P e" und die Nachbildungen R e m b r a n d t'scher Radierungen hier Hinweisen. Auch einige ergreifende Ho-schnitte aus der Rethel'schen Sotcntan.V folge hingen dort. Silber wird jeder mit angenehmen Eindrücken und mancherlei künstlerischer Anregung diese Räume verlassen, die noch bis 1. Januar geöffnet bleiben. *$• E. J-rauen zur Wohnungsinspektion hcranzuziehen. — Stadtv. Bo g th er-Stettin bemerkte, ein wirksames gutes Wohn- ungsgesetz werde nicht früher geschaffen werden, bis die besitzenden Klassen durch eine K'rankheitskatastrophe iut eigenen Interesse dazu gezwungen werden. Schließlich wurde die Resolution einstimmig angenommen. In dieser werden als politische Vorbedingungen zur Bekämpfung der Wohnungsnot von der Regierung der! Erlaß eines umfassenden Reichswohnun-gsgesetzes, die Schaffung eines Reichswohnungsamtes, Einführung des allgemeinen Wahlrechtes für alle Einwohner der Gemeinde und völlige Selbstverwaltung der Gemeinden verlangt. Der nächste Punkt der Tagesordnung war das Schulkompromiß, Leo Arons gab ein zweistündiges Referat über die Schulsrage, dessen Tendenz die folgende Resolution! erkennen läßt, die er dem Parteitage vorgelegt hatte: Der Parteitag fordert als Mindestmaß zur Hebung des Volksschulwesens in Preußen: 1. die Trenn ung der Schule von der Kirche, d. h. die gänzliche^ Beseitigung des Einflusses der Geistlichkeit in der Schule und der Ausscheidung jedes religiösen Unterrichts aus dem Lehrstoff der Schule; 2. die Einheitsschule für alle der Schulpflicht unterworfenen Schüler, neben der! Unentgeltlichkeit des Unterrichts auch die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel, Beschränkung der Schülerzahl auf ein Maß, das dem Lehrer die volle Unterweisurrgj seiner Schüler ermöglicht. Bessere Ausbildung und Besoldung der Lehrerschaft; 3. Schaffung von Schulräurnent und Lehrmitteln, die den Anforderungen der Hygiene und der vorgeschrittensten Pädagogik entsprechen; 4. Ernährung und Bekleidung aller hilfsbedürftigen Schüler., Tie Resolution hat außerdem eine Einleitung, in der Mängel des heutigen Volksschulwesens auf die Jnter- efsenpolitik der besitzenden Klassen zurückgeführt werdens und das Schulkompromiß als ein Akt namenloses Feigheit einer sich liberal nennenden Bourgeoisie bezeichnet wird. Bei seiner Schilderung der Mißstände wandte sich Dr. Arons besonders scharf gegen die Ueberfüll- ung der ländlichen Schulem. Der König vo^ Preußen, so führte er aus, hat vor einiger Zeit gesagt/ daß der Unterricht von 70 Kindern durch einen Lehrer Menschenquälerei sei. Ich bin neugierig, wann der König! von Preußen Ernst machen wird mit der Bekämpfung der Menschenquälerei. Für die Ueberfüllung nur eins Beispiel: In Koschneien unterrichtet ein Lehrer 200 polnische Kinder. Er hat aber auch eine gewisse Uebung darin, denn er steht im 54. Tienstjahr. (Hort, hört!) Ich erwähne das, um die infame Heuchelei zu brandmarken, die mit der Germanisierungspolitik in den Osd- marken getrieben wird. (Stürmische Zustimmung.) Arons erörterte weiter die s ch l e ch t e L a g e d e r Le h r e den rückständigen Geist, der sich in allen möglichen Verordnungen der Schulverwaltung äußere, imb1 ging in diesem! Zusammenhang besonders auf die Raumerschen Regulative von 1854 ein, die zwar seit 1872 aufgehoben seien, aber' heute noch nachwirken, und jedenfalls dem Geiste auch der gegenwärtigen Schulverwaltung entfprechen. Ueber die Stellung der Sozialdemokraten zu den Lieberalen in dieser Frage äußerte sich Arons folgendermaßen: Die fortgeschrittensten Liberalen vertreten zwar in der Schulfrage ganz vortreffliche Forderungen. Die Sozialdemokratie könne sich aber nicht auf die Unterstützung dieser Forderungen!, beschränken, sondern müsse eine eigene Mion unternehmen/ da die Liberalen und unter ihnen selbst Männer wie Naumann nicht wagten, die völlige Trennung von Kirche und- Schule und damit die Entfernung des ReligionsunterrichtL aus der Schule zu verlangen. Naumantt vertage diese Forderung auf eine bessere Zukunft. Die Sozialdemokratie inüsse sie aber mit aller Entschiedenheit für die Gegenwart stellen. In der Diskussion, die sich anschloß, beantragte Heine, daß nicht lediglich die Beseitigung des Religionsunterrichts, sondern seine Ersetzung durch Unterricht in Religionsgeschichte, Moral und Kunstpflege gefordert werden solle. Er begründete diesen Antrag in einer Rede, in der! er seinen Parteigenossen den Unterschied von Kirchenlehre und Religion klar zu machen suchte. Ter Parteitag hörte; diese Ausführungen mit eisigem Schweigen an4 Morgen wird die Diskussion fortgesetzt. IM-MW 'JfMM—lll IM NI I'J WltliWMi—8M— Berlin, 29. Dez. Zu Ehren von Prof. Ludwig P i e t s ctz fand gestern abend ein Bankett statt, an dem Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein, die Minister Frhr. v. Rheinbaben, Graf Posodowsky und Moller sowie zahlreiche MnUer usw. teilnahmen. Herzog Ernst Günther feierte Pietsch als Journalisten, Menschen und Künstler und brachte ein Kaiserhoch aus. Pietsch wurde zum Ehrenmitgliede des Vereins Berliner Künstler ernannt. R. B. Darmstadt, 28. Dez. Im H 0 f t h e a t e r erzielte die Novität „Alma Mater" von Viktor Stephan y trotz der iubelreichen Atlfnahme der Urvremiere in Hamburg heut abend nur einen mäßigen Erfolg. T>ie Handlung des „Studentenstückes", wie.es der Autor in weiser Voraussicht selber nennt, ist so dürftig wie nur deukluir. findet aber einigermaßen Erfolg durch das ziemlich glückliw durchgesührte Beheben, das studentische Leben und Treiben in Urwüchsigkeit unb Ertsche auf die Bühne zu bringen. Tie Herzeilsgeschicbte der „Sun , bte sich als simple Kellnerin offenbart und durch ihr rntrigitrnhaftrS Spiel zwischen ihrem Verlobten und ihrem wirkliäien Liebhaber den eigentlichen Konftikt veranlaßt der bann ztt einem „falschen Ehrenwort" und schließlich zum Untergang Susis utid des wirklich Geliebten führt, interessiert ben Zuhörer herzlich Ivemg Von der Regie waren die Effefts-enen her musikalische Frühschoppen sämtlicher Eorv^ die Antrittsknet'pe der „Helvetia" unb die näcbt- siche l ' ■ ; g arbeitet. In knecklenburgischen uno o''öcitb!,.rgifu,.’ii Provinzßabtchen mag daä- Stück toirmi, nicht aber bei uns. Aus Südwestafrika Alis £ihiM und Lmch. Buren dankten Lord Milner für diesen Vorschlag, haben ifa-t aber nicht endgültig angenommen. Die Konferenz verlief ergebnislos, aber es fällt auf, daß die Beziehungen zwischen beiden Teilen weniger förmlich und kalt sind als bisher. uvavu.vvu» Ferner wurde die Bill betreffend die 3 u sah ft euer und andere finanzielle Maßnahmen angenommen. — Tie japanische Regierung stimmte der Berband* luitg betr. den Schiedsgerichtsvertrag mit den Bert Gießen, den 29. Dezember 1904. ** Die kaufmännischen Angestellten, welche auf Einladung des Kaufmännischen Vereins gestern im Vcreinshause tagten, einigten sich für dieWahl zu m Kauf- manns geeicht auf folgende Vorschlagsliste: Hugo Engel, H. W. Horst, Karl Ho sch und Hermann Will. Der Wahlvorschlag ka.n unter Mitwirkung der Gehilfenverbände zustande. Diese treten also für den Stimmzettel ein. Diese Einmütigkeit der kaufmännischen Angestellten ist freitbig zu einigten Staaten z u. Dem baltischen Geschwader entgegen. Hongkong, 28. Tez. (Reuter.) Ein großer , japanischer Kreuzer ist gestern in Amon eingetrosfen. Zwei ta^nhche Kreuzer wurden heute auf der Höbe von Hongkong gesichtet. Neutralität. Politische Cagesschmi. Sozialreform und Tabakmonopol nnrrbcn in einem Leitartikel des „Berl. Tagcbl." seltsam verquickt. Auf Chnnb von ZustimmZustellungeu verschiedener ZeikungSäußerungen mit brr bckannteii Reichstaasrede des Grafen Posadorvsky über Staatshilfe und Selbsthilfe wurde die Vermutung fonftruicrt, die Regierung wolle audeuten, baß die Fortführung der Sozialreforin abhängig von der Erschließung neuer Einnahmequellen durch das Tabak- mouopol sei. Du heutzut-age alles geglmibt wirb, was schtnarz auf weiß in die Wett geht, wollen wir nicht unter- lassen, mitzuteilen, daß nach den Erkundigungen des „Hamb. Korresp." an den vermuteten oder behalkpteten Zusammenhängen auch nicht ein wahres Wort ist. tzstaf Posa- bonH5!n stebt weder mit jenen Zeitungsartikeln in irgend einer Verbindung, noch denkt irgend jemand überhaupt an bas T ibakinoiiopol. Der ungarische WeiLstag. Budapest, 28. Tez. begrüßen. ** Neujahrs nacht. Wir machen auf die an bev Spitze unseres heutigen ersten Blattes veröffentlichte Polizei „Zesarewitsch" und „Askold". London, 29. Dez. „Daily Mail" meldet ans Tokio: Die Zeitung „Assaki" erfährt aus Kiantschan, daß 4 Offiziere des russischen Kriegsschiffes „Zesarewrtscw ent- Haag, 28. Tez. Zur Aufrechterhaltimg der PbuiralM von Nicderlandisch-Jndieii sind in Sabaug zwei ^mienlchiffe, liche Bekanntmachung aufnurksani. ** Was als Neujahrsgruß z u l ä s s i g i st. Zrim Neujahrsbriefverkehr sei auf die wichtigsteii Bestimmungen für Versendung von Postkarten iind Trucksacheii aufmerksam gemacht. Formulare.zu Postkarten, die von Privaten her- gestellt sind, dürfen in Große, Papierstärke und FoniH nicht wesentlich von den Formulareu der Post abweicheir. Als wesentliche Abweichungen gelten für die Größe mehr als 5 Millimeter in einer Richtung, für die Stärke eine Ueberschreitmig des doppelten Gewichtes oder 6 Gramm der amtlichen Formulare. Richt zulässig sind gegen die Postkartentaxe Postkarten mit erheblich abgerundeten Eckens Postkarten aus Büttenpapier, deren Ränder stark von der I geraden Linie abweichen, Postkarten mit ausgestanzten Oefp "Schanghai, 28. Tez. Meuter.), Ter hiesige Tavtai er. teilte dem Hafenmeister von Schanghai und den K^^gsschiffeu vor Wufung gemesscucii Befehl, jeden Fluchtversuch des „u^kold und des „Grosovoi" zu verhindern. Es sollen noch mehr chinesische .Kreuzer hier ein treffen. Weihnachten in der Mandschurei. Petersburg, 28. Tez. Wie General Ssachcrrow dem Generalstab unterm 27. Tez. meldet, wurden bei dem Schar - in ü bei, das eine Kavallerie-Streifwache auf dem rechten Ufer des Hunho beim Dorfe Beitsiagu am 25'. ds. hatte 17 Za- pauer getötet. Auf russischer Sette wurde ein° Offizier getötet und einer verwundet, fünf Manu getötet-und fünf verwundet. — Am 25. Dez. stieß auf dem rechten russischen Flügel eine russische Streifwache in einem Doru auf eine berittene japanische Patrouille von 22 Mann., Es kam zum Handgemenge: die I a p a ne r wurden teils g e t ö t e t, teils fluchteten sie. An demselben Tage fand im Dorfe L in s chi u P u em Kampf um die Trümmer einiger Häuser statt, die in der aa)t zum Kirche und schule. — Schulstatistisches ans Hessen. DaS Groß- herzogtmn zählte im Frühjahr 1904 9 8 7 Volksschulen, i ron denen nach dem Bekenntnis 900 gemeinsam (Simultan- : schulen), 44 evangelisch und 43 katholisch waren. Besondere israelitische Schalen gibt e§ in Hessen nicht. Ausschließlich Simultanschnlen befinden sich in den Kreisen Darm- stabt, Gießen, Alsfelb, Bübingen und Schotten. Die Zahl der getrennten Schulen ist in allen brei Provinzen bei beiben Konfessionen fast gleich: Starkenburg hat neben 322 Simultanschulen 25 evangelische und 23 katholische Schulen; Oberhessen neben 406 Simultanschnlen 3 evangelische nnb 4 katholische, Rheinhessen neben 172 Simultanschnlen je 16 evangelische unb katholische. Nach bem Geschlecht ber Schuler georbnet sinb 902 Schnlen ganz gemischte, 62 znm Teil gemischte unb 23 ganz getrennte; 468 sinb einklassig, 244 zwei- klassig, 110 breiklassig, 81 vierklassig unb 84 mehrklassig. In 723 wirb kein Sckmlgelb erhoben. Die Zahl ber Lehrkräfte betrug im Frühjahr 2994, barunter 317 weibliche; die Zahl ber Schulkinber 178 078 (88 112 männliche unb 89 966 weibliche; 119 699 evangelische, 55 726 katholische, 1861 israelitische und 792 sonstige). Auf 1000 Einwohner kommen darnach 151,2 Schüler unb auf eine Lehrkraft 59,5 Schüler. — Von ben sieben größeren Stäbten Hessens besitzt Mainz 168 Lehrkräfte unb 8739 Schulkinber, sobaß also auf eine Lehrkraft 52,0 Schüler entfallen; Darmstabt 115 Lehrkräfte unb 5042 Schüler (53,8); Offenbach 110 Lehrkräfte, 6240 Schüler (56,7); WormS 109 Lehrkräfte, 6096 Schüler (55,9); Gießen 45 unb 2239 (49,7); Kastel 18 unb 1214 (67,4); Bingen 17 unb 985(57,9). Dabei ist aber zu beachten, baß in Darmstabt, Offenbach unb Gießen erweiterte Volksschulen bestehen, unb zwar unterrichten an bieten: in Darmstabt 56 Lehrkräfte 2131 Schüler, burch- schnittlich also eine Lehrkraft 38,1 Schüler; in Offenbach 32 Lehrkräfte 1450 Schüler (45,3); in Gießen 9 Lehrkräfte 245 Schüler (27,2). Berücksichtigt man biese Zahlen, so kommen auf je eine Lehrkraft in Darmstabt, bas weitaus am günstigsten bastelst, nur 41,9, in Gießen 46,0, Offenbach 47*1, Mainz 52,0, WormS 55,9, Kastel 67,4 Schüler. In ben 731 Fortbildungsschulen des Landes, deren Besuch für Knaben obligatorisch ist, nehmen 23 280 Schüler am Unterricht teil. In den vorhandenen 4 0 Privat- lehranstalten werden insgesamt 4056 Schüler (darunter 2928 Mädchen) von 192 Lehrkräften unterrichtet. Ausfallend ist der starke Anteil der katholischen Kinder an den Privatlehranstalten; ihre Zahl beträgt 2071, die der evangelischen dagegen nur 1637, obwohl die Zahl der Katholiken HeffenS zu derjenigen der Protestanten sich wie 1: 2 verhält. Auch die jüdischen Privatlehranstatten sind relativ sehr stark, nämlich von 316 Schülern besucht. — Die Realgymnasialkurse für Mädchen in Frankfurt a. M. eröffnen Ostern eine neue fünfte Klasse (Obertertia) unb führen bie bestehenben Klassen als vierte (Unterfekunba), britte (Obersekimba), zweite (Unterprima) nnb erste (Oberprima) weiter. Die Ausnahme in bie unterste Kwffe ist burch eine Prüfung bebingt, in welcher sich bie Schülerin barüber auszuweisen hat, baß sie sich ben^Lehr- stoss ber höheren Mabchenschule angeeignet hat. TaS Schuljahr beainnt am Dienstag nach ber Osterwoche. Die Au- inelbungen haben bis zum 31. Januar 1905 zu erfolgen und werben von bem Leiter bet Kurse, Herrn Oberlehrer Tc. Mann, im Schullokal, Nene Mainzerstraße 76, I., Montags unb Donnerstags von 10—11 Uhr, ober auch schriftlich entgegengenommen. Port Arthur. - , ,r, Tokio, 28. Tez. (Reuter.) Nach einffcgangencn Nachrichten i machen die Japaner mit dem Bau von S au f g r a ben gegen Westen nun gute Fortschritte Auch der rechte Flügel der BelagerungSarmee geht erfolgreich gegen die iüd- lichen Stellungen vor. Tie Vorarbeiten für den neuen Angrin sind fertiggestellt und ber Angriff f 3° cc Osten gleichzeitig erfolgen, um auf btefe Werse den Widerstand der Verteidiger zu schwachen. . London, 28. Tez. Reuter meldet ans Tsclnsu: Immer wieder tauchen Gerüchte auf, daß verschiedene russische Zerst" rer auf Port Arthar n a ch W l a d i w o ft o k entko m- m cn s nd. Tie Offiziere des Tamyfers „Eldamy", der am 28. ^ezemd-r von Wladiwost.l in Tsclnfu eiutras, bezeichnen diese ^ei-ochte als unzutreffend, sie ernaren aber, daß dre ruf- fifrfvrn ü-reiner in Wladiwostok in nut cm Zustand seien. Es wird berietet, daß die Javaner 28 Zcntimctcr-G.schüfe auf den 203 Meterhügel in Steuung gebracht haben. Nach einer Meldung General v. Trothas vom 27. Dezember mürben durch Patrouillen am 11. Tez. südwestlich von Otjihangwe und am 22. Tez. in den Bergen östlich von Brakwater Hererobanden überfallen. Mehrere Hereros fielen; zwei Gewehre würben erbeutet. Am 22. n '“‘v 1,1 » < Tez. griff Oberleutnant Streitwolf mit Leutnant v. Usedom Ltoei geschützte und ein ungeschützter Kreuzer, sowie vier Torpedo- nnd 12 Mann eine H er er o wer f t b e i O ka t ji v i7 o an. hoote stationiert: außerdem im Archipel drei Linienschiffe. Ter Feind eröffnete das Feuer. Tie Werft wurde darauf Im Hafen von Nicuwediep werden zwei Kreuzer segelfertig gemacyr, erstürmt, Nwbei 16 Herero fielen. I die das Geschwader in Indien verstärken sollen. Nach einem Telegramm aus Windhuk ift an Typhus Russische Reservistenunrnheu. gestorben: Reiter Ernst Esser. — Im Gefecht bei Koes Wie polnische Blätter aus Lodz berichteii, tttzur ^ e r- am 15. Tez. aefallen: Gefreiter Mois Ke ml er. - binberuna vo « M. l - t ° r - Transv orte n die E i s e«. Im Gefecht am Schuch amt 21. Tez. gefallen: Reiter bab»brücke bei T»biamce u5^b'cn LSuri& Die Ferdinand Gnstus. - Verwundet: Reiter Ferdinand d,ekr Mmmrp^ad^-rt^^e Mine Mehr mann. — Rc ter Jol'ann Lettner totrb )ttt bem rinfm güI)Itlviirtcr rechtzeitig entdeckt unb unicbäNi* 17. Tez. in Okosondusu vermtßt. ... mmacht Die ganze Eiseichabnstrecke wirb von Militär besetzt. Hauptmann Franke, der Befrmer lion Lmarnru, ist I' bcr ^xhe ber Heiligkreuzkirche in Lobz erplobi-rte telegraphisch vom Kaiser zur Audienz für heute eine Bombe und eine weitere wurde gefunden Rach .Rew- (TolmerStag) nach Berlin berusen worden. uugen aus Czenftochau wurde dort auf das ^enkmat o - Zaren eine Bombe gLzchleudert, welche den Sockel Keer und Alotte. „Ein fideles Gefängnis." Unter dieser Ueber- schrist veröffentlicht die sozialdemokratische „Leigz. Volksztg." einen Artikel, der wie ein Aprilscherz klingt. Dem Artikel vorangestellt ist ein Bild, da§, wie das Blatt behauptet, die genaue Wiedergabe einer Photographie ist, die sich im Besitz eines rheinischen Sozialdemokraten befinde. Die Aufnahme sei gemacht im Zimmer eines Gefängnisses aus der Festung Ehrend reiten st ein, unb zwar um 12'/z Uhr nachts. Das Bilb zeigt brei Gefangene, bie sich bei gefüllten Gläsern hinter einer Batterie geleerter Flaschen wohl sein lassen. Am wohlsten von ben Dreien ift es einem Jüngling, der, wie die „Leipz. Bolksztg." behauptet, der Fähnrich Hüssener ist, der Ostern 1903 wegen Nicht- grüßens ein-n Einjährigfreiwilligen nieberslach, zuerst zu 4 Jahren Gefängnis unb Degrabation, bann in ber Berufungsinstanz zu 2 Jahren Festung ohne Degrabation verurteilt wurde. Die „Lcipz. VolkSztg." behauptet, daß Hüssener als Festungsgefangener in einem Eoblenzer Hotel in der Nabe deS Bahnhofs als sonntäglicher Frühschoppengast bekannt ist unb gegenwärtig wieber seit Wochen sich auf Urlaub be- finbet. TaS auf bem Vilbe roicber§egcbene Weingelage hat in einem Zimmer ftottgefimben, baS mit Palmen unb einem Bilde geschmückt ist, sicherlich nicht ben Einbruck eines Ge- fingnisseS hervorruft unb schon beshalb ben Verbacht einer Mystifikation erweckt. Kolouialpost. (5apstabt, 28. Tez. Weiner. Wie versichert wirb, hat Lorb Milner bei der Konferenz der Btircm'ührer nach derB-ffehung des Präsidenten Krüger eine repräfentative Regierung in Vorschlag gebracht, für welche 25 Mitglieder gewählt und 12 ernannt werben sollen. Tie Vertreter der ' • zertrümmerte. ÖHM Die Petersburger Liberalen. A Petersburg, 28. Tez. Tie hiesigen Liberalen veranstal- Schlimme Nachrichten auS Port Arthur. teten gestern abend ein Bankett, das bis 3 Uhr morgens an- Tokio 28 Tez. (Reuter.) Meldungen aus gtaubhastei dauerte und eine Protc ftv ersammlun g ^egenden Quelle bestätigen die Nachricht vom Tode des Generals Krieg war. Fast 1000 Perwuen nalpnen ‘^u^bug »unb’et ift1“™ t,at Wb bQ6 ®e"elaI emirU°rt’ 8 E11 «n W Cbe?$rof^rlbeS $crflinrtot5 SuVu^n WuVstabt- Tokio 28 Tez (Reuter) Nachrichten aus Port Arthur rat Kedrin vor, zur Fassung einer Reiolittion besagen, da^ die'Besatzung der Zuversicht ist, daß En t s atz v o r aus zwei Punkten " DcätcnA cC§ntoor^t dem 1. Marz eintreffen wird. Ungeachtet der schweren Verluste den .Krieg, der ohne den: W ttlen. de» B o l k c s begönne wow bei den Gefechten am 203 Meterhügel vom 26. November iftMet und für dieies den völligen Ruin^.b^ntte da dke G a r n i s o n f e st e n t s ck l o s s e n , d e u K a m v f bis auf seinen Interessen absolut entgeglngesctzl sei. öwettens der Aorb den lebten Mann fortzuführen. Es heißt, die Armee ung, daß es dem Volke überlassen bleiben solle, ans der habe ausreichende Vorräte bis zum 1 Februar und fteheridcn schwierigen Lage selbst heranszukommen durch Tret L Me Marine Ue Frortant für einen M onat. Wahl seiner Vertreter DeRewlutton Petersburg, 28. Tez. Im Norden und Nordosten von genommen und mit den Uuttrickrttten famtlicher AweTen^ Port Arthur stnb nach einer Tepefche aus Tschifu bie Fort« 3 versehen. Tiefe tragen rotweifte Schier en w°s 'rrerhett und 12 gänzlich Zerstört. Sie wurden während des Friede'( bedeuten soll. Die Versammlung wurde durch reinen Kampfes wiederholt von den Japanern erobert und von den, voli-'-tttcheit Elugrttt 'Klloit Russen zurückgewonnen, bis sie schließlich von keiner Partei mehr besetzt wurden. Admiral Wiren ist stets in der Forut, um persönlich zur Förderting der Verteidiaungsarbeiten beizusteuern. Tas Feuer auf der Südweftfront verlstndert die Javaner andauernd, auf den früher genommenen Höhen groß-kalibrige Geschütze auf« zupflanzen. Augenblicklich istStille eingetreten, die dem Mangel an Munition und dem großen Menfchenverlust auf japanischer Seite zuZufchreiben ist. Täglich sollen bis zu 60 Wagcu mit Verwundeten nach'Talny befördert werden. Tie moralische Haltung der Japaner ist sehr gesunken. Viele Falle von Auflehnung sind vorgekommen. Einige Dutzend japanische Soldaten mürben deswegen erschossen, 3 Obersten wurden vom Dienst entfernt. Tokio, 28. Tez. Tic Militärbchorde veröffentlichte heule abend eine weitere Verlustliste, nach welcher 18 Offiziere gefallen und 86 verwundet sind, vermutlich vor Tie heutige letzte Sitzung des Abgeordnetenhauses uahm einen resultatlosen Verlauf. Tie Er- bitt er ung der Parteien gegeneinander war womi>qltcy noch gesteigert. Die Sitzung begann mit der Verlesung des königlichen Handschreibens. Unter riesigem Larm erhob sich Graf Tisza, um die Opposition nochmals zu ersuchen, zur Vornahme der Wahlen ein kurzfristiges Budget- Provisorium zu bewilligen, um die Gefahren des Exlex- Zustandes, der dem Lande fdiou so viel geschadet, zu ver- mcibcu. Tie Aufforderung Tiszas Wurde von der Opposition mit dem Rufe: „Ihnen uicmals! beantwortet.„batiken £ne ^ruinmcr einiger d“«ii‘ vlv -l“ WV4' •'™** °r”* Sie ab!" Nach kurzer Tebatte erklärte Graf ^lsza, baß, 23 bon bcll Russen in die Luft getrennt joorben ba weitere Reden unnütz wären, die nächste Sitzung am mn‘rcn Unter heftigem Kreuzfeuer gelang es ben Russen, die 3. Januar stattfinde, nur zum Zivecke der Eutgegeuuahme Häuserrefte zu besetzen. Ein Offizier unb zwei Mann wurden der Bestimmungen über die Auslösung des Hauses und der verwundet. — Nach völlig glaubivürdigeu Nachrichten, gibt es Feststellung des Termins der Anhörung der Auflösungsthron- unter den japanischen Truppen, die dem lmken rupifchenRingel L Auf der Oppositionsseite erschallen Rufe: ,,F ü l sch - gegeuüberftehen, organisierte Ehu n ch ns e n B an b en bie bon una! ftönifllifh£r ^^br-u ch!^, stücken^ unb Notizbüchern,^ die bei den im'Kampfe am Taipinling- applaudicrt. Gras ^isza schließt Uiit den Worten. „ n gefallenen Ehunchnsen gefunden wurden, geht hervor, daß aiideres Mittel bleibt nicht mehr. Das ^-and muß ent- , Chunchusen in javanischen Tiensten standen, und zwar er- scheiden!" . hielten: Der Szotnien-Kornmandeur 200 Rubel, der Wachtmeister Graf Julius Andr assy erklärt daun in längerer ^0 Rubel, der Unteroffizier 18 Rubel unü der Gememe l3Rube) Rede, ein Teil des Landes sei überzeugt, die Politik Tiszas monatlich. f f . schade der Tyuastte, Tisz-a möge, wenn er wirklich zu Petersburg, 28. Tez. Ww l^neral Kaul har s dem Opfern bereit sei die Konsequenzen ziehen, worauf Tisza Kaiser uuterm 27. Dezember meldet, beendete er r<ÄiI"ert man möqc nicht »nailsgcsetzt die Krone in die eine Besichtigung der Borhntstellunge» der br.tten Armee, und der Opposition, daß der Entwurf einer Hausorduung, wel-1 ^,^^^ichnet. Die Leute scl>en frisch und gesund chen ihm Andrassy Vorgelcat habe, unbrauchbar war. au$. Nahrung sei gut mW die Erdhütten genügend warm. Im weiteren Verlauf der Sitzung ergingen sich die London, 28 Tez. S ch w e r e K ä m p f e haben neuerdings oppositioiicllen Redner in den heftigsten Ausfällen gegen in t>eT Rahe von Mukdcn stattgefunden. Hier vorliegende Meld- die Regierung. Am ilngeberdigsten benahm sich der klerikale langen wollen wissen, daß die Russen aus ihrer geschützten Rakoväzkn .der Tisza zurief, er treibe das Land mit seiner Position zwischen Saimatsi und Kaoliymg am Unken Ufer des Politik auf dm Wcq der Revolution. Tem Abg. Taitse-Flusscs b i n a u 3 g c l r i eb c n worden .und Tre Zahl Eoetvoes imrrdc bad "Wort entzogen. Die Majorität be- ber Toten unb Verwimbeten auf beiben Seiten ist noch rcht fest, schloß fobann, bie nächste Sitzung am 3. Januar abzu- m.thtid]t,n ou8 «alian halten. Zrum Schlüsse gab cS noch «ne erregte De- Togo wirb heute in batte über die Art, tote ^mMo nar^h e‘Begleitung Admiral Kami mura3 unb anberer Offiziere in Neujahrsgratulationen uberrerch-t werben sollen. crlDaTftt kfir kommt voraussichtlich am F-rertag morgen Die Opposition beantragte, die Glückwünsche durch eine \na^ Xofio, um die Glückwünsche und den Dank des Teputatron zu entbieten oder protokollarisch zum ^lilsoruck I r $ entgegenzunehmen. — Tas Haus ber Pairs nahm zu bringen, keinesfalls dieselben jedoch Uffe bisher bura> I [jeute einstimmig das Kriegsbubgel an, wie es ursprüng- bas Präsidium des HanseS überreichen zu lassen, da das Uch aufgestellt wurde, sowie das übrige Budget, wie es vom Ab- ^räsidium mit Perezjcl an der Spitze sich hierzu gcordnetenhause abgeäubcrt wurde, f--■ unwürdig erwiesen habe. Tie Majorität beschloß jedoch, ‘*"^**k °«***fc bei der letzteren Form zu bleiben. nun gen, mit Buchstaben, die mittelst Durchlochung hergestellt sind und darauf mit Fäden ausgestickt sind, mit Schutzdecken, aufgeklebten Geldstücken, Postkarten aus Metall oder Holz, sowie in Kästchenform (mit Quietschvorrichtung), ferner Postkarten, in die mit Ansichten versehene Drehscheiben eingefügt sind, Bilderschmuck und Ausklebungen auf der Rückseite der Formulare sind nur zulässig, wenn die aufgeklebten Zettel usw. der ganzen Fläche nach befestigt sind. Andere Postkarten unterliegen dem Briefporto. Ganz ungeeignet zur offenen Versendung sind Karten mit aufgeklebtem Mineralstaub, Glimmer, Glassplitterchen, Glaskügelchen, Sand, Metallteilchen, Postkarten mit Ausschnitten, mit angehängten Siegeln aus Staniol, sowie Postkarten in Form von Biergläsern, Fischen usw. Diese Gegenstände müssen stets unter Briefumschlag versendet werden. Aus Neujahrskarten gegen Drucksachentaxe kann eine Widmung geschrieben werden, nicht aber handschriftliche Zusätze wie „mit herzlichem Gruft" usw. Auf gedruckten Visitenkarten, nicht aber auf Ansichtskarten usw. dürfen Glückwünsche, Danksagungen und andere Höflichkeitsformen bis zu fünf Worten ausgeschrieben oder abgekürzt hinzugefügt werden. Dies muß aber in allgemein verständlichen Schriftzieichen geschehen, z. B. nicht stenographisch C. Ein falscher Pater. Unter dem Namen Pater Gern Harbin us zieht gegenwärtig ein Betrüger umher und brandschatzt die Städte und Klöster, indem er auf Grund gefälschter Papiere angeblich für die Mission in Egypten Gelder sammelt, um sie für sich zu verwenden. In Köln und Düsseldorf arbeitete er mit großem Erfolg, seine Kenntnis verschiedener Sprachen erleichtert ihm das Geschäft. Der Betrüger, vor dem gewarnt wird, ist von magerer kleiner Figur, hat schwarzes Haar und Vollbart, gelbes eingefallenes Gesicht und Stirnfalten. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Auf die am Freitag stattfindenbe 7. Abonementsvorstellung sei ganz besonders aufmerksam gemacht, da sie Hauptmanns „Diebskomödie" Biberpelz in der Wiederholung bringt. Die jüngste Aufführung dieses Werkes mit Herrn Giorgi als Wehrhahn und Frau Jenny als Frau Wolff hatte bekanntlich einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen. ** Die Wei hnachtsfeier des evang. Arbeitervereins in der Turnhalle gestaltete sich zu einem schönen Familien- und Kinderfest. Nach einem Musik-Vortrag des Iugendorchesters sprach Pfarrer Euler kurz und fesselnd über die sittlichen, religiösen und sozialen Verhältnisse in Deutschland gegen das Ende der Römerzeit, sowie über das erste Eindringen und die Entwickelung christlicher Kultur bei den Germanen. Es folgten sodann nach einheitlichem Weihnachts- progranun reizende Volks- und Kinderlieber, Deklamationen und Musikstücke, dargeboten von dem gemischten Chor, vom Kinderchor und dem Jugendorchester, zusammen 120 Personen, unter Leitung des Dirigenten, Musiklehrer Gernhardt, dessen großes Geschick für derartige schöne Aufführungen bekannt ist und das neue Anerkennung fand. te. Mainz, 29. Dez. (Tel. d. Gieß. Anz.) Eine Liebestragödie hat sich hier abgespielt. Der beim 111. Infanterieregiment in Rastatt stehende Musketier Mann von hier, der hier auf Urlaub weilte, holte gestern abend die Verkäuferin Lina Schmidt, seine frühere Geliebte, aus dem Iourdan'schen Schuhgeschäft ab. Er begleitete sie nach ihrer Wohnung zu und machte ihr unterwegs heftige Vorwürfe darüber, daß sie das Verhältnis zu ihm gelöst wissen wolle. Sie blieb indes bei ihrem Vorsatze. Mann zog in seiner Wut einen Revolver hervor und schoß auf sie dreimal, zunächst in die linke Hand und dann zweimal in den Kopf. Dann eilte er in die Wohnung seines Bruders an der Goethestraße, wo er sich erschoß. Das Mädchen liegt sehr schwer verletzt im Rochushospital. Ihr Ableben ist stündlich zu erwarten. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der in Offenbach wohnhafte Aff.- Chirurg Fr. Schmidt hat in Frankfurt bei einem an Leuchtgas vergifteten Scheintoten Wiederbelebungs- foersuche durch künstliche Atmung gemacht, die von Er- olg gewesen sind. Am heiligen Abend erhielt er von der Negierung eine Prämie von 30 Mk. für sein erfolgreiches Enteisen ort Scheintoten. Es ist dies das dritte Mat, daß Schmidt auf diese Weise eine Prämie erhalten hat. — Zwischen Wallernhausen und Nidda wurde der Taglöhner Luft von Wallernhausen erfroren aufgefunden. Luft war ein notorischer Trinker. — Die dunkelsten Städte in Deutschland sind nach einem statistischen Ausweise über das Beleuchtungswesen deutscher Städte Mainz und Breslau. In Mainz scheint man den Wert dieses „Vorzuges" richtig einzuschätzen, denn man geht dort mit der Absicht um, die Stadt mit mehr Licht zu beglücken. Wenn es aber erst einmal in Mainz „hell" ist, werden wohl auch Breslau und die anderen Städte, wo Licht not tut, dem dortigen Beispiel folgen. Bekanntmachung Für zwei Klassen der Vorschule be§ Realgymnasiums und der Oberrealschule werden geeignete Räume zum 1. Avril 1905 zu mieten gesucht. Dieselben müssen etwa 8,50 m lang und 4,50 m tief, hell und luftig sein; ausreichende Bedürfnisanstalten und em Spiel- platz erforderlich. Lage in der Nähe der Schule erwünscht, aber nicht Bedingung. , , . . f. ~ , Für etwa erforderliche Umbauten kann eine einmalige Entschädigung gewährt werden. . v , Gefällige Angebote sofort schriftlich oder mündlich nach Zimmer 15 der Bürgermeisterei erbeten. Gießen, den 27. Dezember 1904. , " / Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________ Mecum.___ Bynkssparkase Gschen. Freitag den 30. l. Mts. wird bei unserer Kaffe Geschäftstag abgehalten. Gießen, den 27. Dezember 1904. D /« Bezirkssparkasse Gießen. W i en er. Preussische Pfandbrief-Bank. Die am 2. Jariiar 1905 fälligen Zinsscheinc unserer Hypotheken - Pfandbriefe, Kleinbahnen - Obligationen un Kommunal - Obligationen werden vom 15. Dezember ab an unserer Kasse und bei der Mehrzahl der deutschen Banken und Bankfirmen kostenfrei ein^clöst. Daselbst sind obige Papiere zur Kapitalsanlago und ausführliche Prospekte zur Information erhältlich l8« /» l*rca#*iNche Pfandbrief-Bank. Vermischtes. ♦ Zürich, 28. Dez. (Abends 11 Uhr.) Das ganze alte Neumühlenareal, die ehemaligen Gebäude der Maschinenfabrik Escher, Wyß u. Co. umfassend, steht gegenwärtig in Hellen Flammen. Davon werden betroffen über 40 Werkstätten, die chemische Prodnktenanftalt, die Fahrradfabrik, zwei Buchdruckereien, die Guttaperchafabrik und mehrere mechanische Tischlereien und Drechslereien. * Kleine Tag eschronik. Im Dorfe Tornowski (Westpr.) wurden die Scheune und Stallungen des Besitzers Grabow eingeäschert. Bei den dlufräumungsarbeiten wurde die verkohlte Leiche der Frau Grabow gefunden. Der Ehemann hatte sie erschlagen, die Leiche in bic Scheune geschleppt und diese zur Verdeckung der Tat angezündet. Vor der Verhaftung erhängte sich Grabow. — Wie die Berliner Morgcn- blätter aus Berlin berichten, stürzten sich in der Fischer'schen Menagerie, die. in einem Vorstadtetablissement Vorstellungen gab, plötzlich zwei Bä Ten auf den den Käfig betretenden Dompteur und zerfleischten ihn an Armen und Beinen. Fischer hielt den Kampf mit den Bestien aus, bis die Wärter herbeieilten und einen Bären töteten. Fischer ist schwer verletzt, jedoch nicht lebensgefährlich. — In Deveny Ujfalu int Poszonyer Komitat (Ungarn) gerieten etwa 80 Bauern in einem Wirtshause in Streit. Zwei Gendarmen wurden durch Steinwürfe verletzt. Als die Menge immer drohender wurde, schossen die Gendarmen, wodurch zwei Bauern getötet und einer schwer verwundet wurde. — Leopold Wölffling, früher Erzherzog Leopold, der seit zwei Jahren zurückgezogen am Zuger See lebt, will nun schweizer Bürger werden und hat deshalb in Bern Unterhandlimgen angeknüpft, die wahrscheinlich zum Ziele führen. — Auf einem Ausfluge ins Selantinatal (Kanton Tessin) ist Sonntag ein Zögling der Tessiner Kantonsschule, Ernst Gürtler aus Basel, über eine schwer zugängliche Felswand tödlicb abaestürzt. Kunst und Wissenschaft. — Zum Heidelberger Theaterskandal. Im Jn- ieratenteile der „Heidelb. Ztg." erläßt der Er st chargierte der „S u e v i a" folgende Erklärung: „Gegenüber der Erklärung des Tageblattredakteurs und -Theaterreferenten in Nr. 302 des hiesigen „Tageblatts" stelle ich hiermit fest: Tie Beiden haben im „Tageblatt" einen Theatervorgang, an dem einige wenige meiner Korpsbrüder beteiligt waren, stark übertrieben, das Korps in die Angelegenheit hiucingczogen und statt Rügenswertes in angemessener Form zu rügen, sich in Beschimpfungen ergangen. Auf eine sehr ruhig und entgegenkommend gehaltene Erllärung eines alten Herrn meines Korps haben sie die Beschimpfung als zutreffend bezeichnet. Meine Anfrage, ob sie hierfür persönlich einstehen würden, haben sie schriftlich bejaht, um gleich darauf sich unter Entstellung der Tatsachen in öffentlicher Erklärung auf den „gesetzlichen Boden" zu begeben, den sie zuerst durch Verübung strafbarer Beleidigung verlassen hatten. Auch ich überlasse das Urteil über das Verhalten dieser Sittenrichter dem gesund und logisch denkmden Publikum. Eingesandt. Dem Schreiber des gestrigen „Eingesandt" bett, den Bauplatz an der Johanneskirche, und denen, die etwa dadurch beunruhigt worden sein sollten, sei zur Beruhigung mitgeteilt: 1. Nicht nur der Gesamtkirchenvorstand, sondern auch die Gesamtgemeindevertretung, also Körperschaften, die wohl ungefähr wissen, was sie tun, haben den Verkauf beschlossen. 2. Dieser Verkauf ist von allem Anfang an beabsichttgt gewesen, und zu diesem Zweck ist der für die Freiheit der Johannes- kirche entbehrliche Teil alsbald eingezäunt worden. Er wurde bisher nur um deswillen abgelehnt, well die gebotenen Preise zu gering waren. 3. Tie dem Käufer gestellten Bedingungen sichern der Kirche eine zu ihr paffende Nachbarschaft. 4. Daß der jetzige Garten und die Baracken dahinter keine der Kirche würdige Umrahmung bilden, und daß ein schönes villenartiges Gebäude einen wohl besseren Abschluß bilden wer- den, ist jedem Banverständiarn zweifellos. S. Sport. Paris, 28. Dez. Die Spottkonnniffion des französischen Automobilllubs wählte einen Umtteis in den Ardennen für das Gordon Bennett-Rennen und beschloß, daß gleichzeitig mit dem Rennen ein großes internattonales Fahren ftatt» finden sott, zu welchem die Beteillauna jedermann freisteht. Kandel und WerKessr. Volkswirtschaft. Hotelgründung in Wiesbaden. Tas Hotel Nassau e r H o f ist mit Wirkung vom 1. Januar ab in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Das Attienkapital beträgt rund 5 800 000 Mark und wurde von einem Bankkonsortium in Frankfurt a. M. übernommen. Märkte. Limburg a. d. L., 28. Dez. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.00 Mk., weißer Weizen 14.80 Mk., Korn Mk. 10.50, Gerste 10.00 Mk., Hafer 7.10 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. fc. Frankfurt a. M., 29. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vieblnarkd preise. Zirm Verkaufe standen: 9 Ochsen, 0 aus Oesterreich, 1 Bullen, 00 aus Oesterreich, 49 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oesterreich, 834 Kälber, 207 Schafe und Hämmel. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 70 bis 72 Mk., 2. Qiral. 68—70 Mk., 3. Qual. 59—63 Mk.; Bullen 1. Qual. 61—63, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 67-69 Mk., 2. Qual. 64-66 Mk., 3. Qual. 54—56 Alk., 4. Qual. 45—47 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 75—80 Pfg., Lebendgewicht 45—48 Pfg., 2. Qualität 59—62 Pfg., Lebendgewicht 43-45 Pfg., Schlachtgew. 57—61 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 68—70 Pfg., 2. Qual. 62—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh und bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 30. Dezember 1904: Trüb, milder und allenthalben Tauwetterwindig, geringer Regen besonders in Oberhefsen. Näheres durch die Giekener Wetterkarte. Urncllr ülclinuiiirii. Originaldrahtwekdnngen des Gießener -lnzeigerS. Berlin, 29. Dez. Der „V orwä rts" erklärt heute, daß er guten Grund dafür habe, eine Auseinandersetzung gegenüber den ehrenrührigen Beschimpfungen durch Franz Mehring in der „Leipz. Volksztg." ab zu lehnen. Die Angelegenheit selbst sei damit nicht erledigt, sie beschäftige zunächst den Parteivorstand und die Berliner Preß-i Kommission. Frankfurt a. M., 29. Dez. In einer Versammlung der Fleischer-Innung erfolgte die Konstituierung der Frankfurter Viehmarktbank als Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 300 000 Mk. Die Begründung erfolgte einstimmig. Stuttgart, 29. Dez. Der Kaiser, der Großherzog, die Großherzogin und der Erbgroßherzog von Baden, sowie Herzog Philipp von Württemberg sind dem schwäbischen Schillerverein als Stifter beigetreten. Paris, 29. Dez. Wie von dem „Gaulois" behaupte? wird, soll der mit Syveton besieundete Advokat uni)' Vertrauensmann der Vaterlandsliga Noilman bestättßtj haben, daß Syveton am Tage vor seinem Prozesse bte Mitteilung erhalten habe, der Stacttsianwatt werde im' Falle eines Freispruches ankündigen, daß er gegen Syveton die strafrechtliche Verfolgung wegen eines gemeinen Verbrechens einleiten werde; falls Syvettm vor der Verhandlung verschwinde-, würde jedoch jede Ani- spielung aus sein Familienleben unterlassen werden umdj man würde sich damit begnügen, ihn tu contumaciam Mj verurteilen, ihn jedoch, wenn er nach Frankreich zurückkehre^' nicht weiter behelligen. Einige Stunden später habe sich Syveton das Leben genommen. Man hatte blotz seine Flucht gewünscht. Der Friedensrichter fand in: beif Wohnung Syvetons ein Testament, in dem Syveton seine Frau zur Universalerbin eingesetzt hat. Dies Testaments hatte Syveton kurz vor seinem Duell mit .bem RtttnueishM de Gatzl abgefaßt. t _x Vom Kriege. London, 28. Te-z^ „Daily Telegtap^ meldet anA. Shanghai: Die japanische Flotte verfugt über fünf Unterseeboote. >—1 Die Russen haben bei demj Kampfe um den 203 Meterhügel 5000 ManH eingebüßt, sind aber zum Kampfe bis zmn autzersteNf entschlossen. Die Armeevorräte in Port Arthur reichen! angeblich bis z,um Februar. — „Daily Mail" meldet aud; Tokio: Seit einem Monat ist keine Dschunke inj Tschifu aus Port Arthur mehr angekommen. Dep russische Widerstand ist in der letzten Zeit stark erlahmt und macht sich nur in den Forts Erlungtschanj und Santsuschan kräfttger bemerkbar. Ruffische Gefangenkl sagten aus: Die Russen hätten sich nach der Eroberrmtzj^ des 203 Meterhügels nach Jtzuschan zurückgezogen Dort ständen zwei Kompagnien, die nur zwei Offiziere, hätten. Eine Kompagnie sei nur 30 Mann stark. Das Fort; Jtzuschcm sei im Besitze von 18 Geschützen, welche mih Ausnahme von fünf Feldgeschützen schwere Geschütze sind.. Das Fort habe nur 200 Granaten pro Geschütz. Die &ute hätten nur 200 .Patronen und fünf Handgranaten. Tas seii der Rest der Munitton. Der Sturm der Japaner auf JtzUf--, schan habe mehr als 1000 Russeü aus dem secht gesetzt. Von einem Batttillon, das 48Q Mann stark aus Munittonsmangel dem Feinde mit bentf Bajonett entgegen gegangen sei, seien nur 243 Ma»^ zur ückge kehrt. Paris, 29. Dez. Aus Petersburg wird berichtet: Diei transsibirische Bahn hat seit Beginn des Krieges 537000 Mann, 10 800 Offiziere und 118 000 Pferde sowie 15 Millionen Pud Waren aller Att ttansportiert. Rom, 29. Dez. Einem hier eürgetrvffenen Telegramm zu^ folge leidet Kuropatkin nach 'einer Mitteilung Oymnas arff Lungenentzündung. Telephonischer Kursbericht. 3Ve°/o Reiehsanleihe • . 30/1 do. . . . 8Vt% Konsols . . . . 3% do...... 8Vg% Hessen . . . . 3l/,% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 4xI6% Oesterr. Silberrento 4% Ungar. Goldrente , , 40/. Italien. Rente , . . 41,,% Portugieser » . • SO/ Portugiesen» » « . . 1% 0, Türken . . » . Türkenlose 4% Griech. Monopol -Anl. 4l/,% äussere Argontiner F nnkfnrt a. ffl«, 29. Dezember. 101.65 90.00 101.70 90.10 100.10 98.50 101.70 100.55 99.80 104.70 64.70 63.45 48*15 3O/o Mexikaner , . 4,/sn/n Chinesen . . Electric. Seh ackert . Nordd, Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden • ♦ ♦ Gottbardbahn . , . Laurahütte . • , » Bochum . . « . . Harpener . . . * Schatzscheine . . . . 32.40 . 92.00 . 124.85' . 102.80 . 212.75. . 193.75- . 148.20 . 158.40 . 165.25 . 139.75 . 17.40 . 193.50 . 259.00 . 233.70 . 214.80 Tendenz: fest. Prämiierung von Dienstboten. Diejenigen Dienstboten, welche sich zur Bewilligung einer Prämie gemeldet haben, können vom 27. l. Mts. ab, soweit sie berücksichtigt werden konnten, die bewilligten Beträge bei, unferer Kaffe in Empfang nehmen. Zugleich iverden die vorgelegten Papiere zurückgegeben. ß24/12 Gießen, am 23. Dezember 1904. Der Direktor der Bezirkssparkasse Gießen. _____Wiener.__________________ Gberförsterei Strupbach. Montag den 9. Januar 1905, vormittags 11 Uhr, werden in der Dörr'jchen Wirtschaft zu Erda aus den Distrikten Thalberg und Lamniert versteigert: Eichen: 12Ö Stämme mit 98,36 im, 26 rm Schichtnutzholz II. Kl. (Grubenholz), 48 rm Scheit und Knüppel, 151 rm Reiser III. Kl. und 88 rm Stockholz. Buchen: 2 Stämme mit 1,95 fm, 45 rm Knüppel und 415 rm Reiser III. Kl. Nadelholz: 14 Stämme mit 9,27 fm, 3 Stangen I. Kl. und 1 rm Knüppelholz. Das Brennholz wird zuerst versteigert. Der Verkauf des Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. D29/l3 MtiiiM.-EcktkÜM EMte Etikfklschmrk feinste Qualität bet 7655 Dose 50 Pfg. 8675 Emil Fischbach. Adler-Drogerie Otto S^aaf. Enthebung nölt Nenjahrszinckmnschkil durch Besuche nnb Karten. Neujahr 1905. Nachbenannte Herren und Damen haben zu dem bezeichneten^ Zweck unserer Kleinkinder - Bewahraustalt bis jetzt Gaben gespendet: 1. Rentner C. Schwan. 2. Kommerzienrat Heichelheim. 3. Schlachthosdirektor Dr. Liebe. 4. Prokurist Käser und Familie. 5. fDL Wörner und Frau. 6. Direktor Pascoe. 7. Geh. Hofrat Prof. Dr. Naumann. 8. Beigeordneter Curschmann. 9. Wein» Händler Küchel. 10. Metzgermeister Möhl und Frau. 11. Direktor Bergen. 12. Kaufmann Benner & Krumm. 13. Lehrer Trautmann. 14. Bautechniker Altvater und Frau. 15. Regierungsrat Bähr. 16. Ingenieur Schiele. 17. Kaufmann Albert Heichelheim und Frau. 18. Fabrikant F. G. Bender sen. 19. Zahnarzt G. W. Koch L Allen Gebern und Geberinnen sprechen wir für diese besonderen Zuwendungen an die Kleiilkinder-Bewahranstalt unseren herzlichsten Dank aus. Ferner danken wir auch besonders der hiesigen Freimaurerloge, der Begründerin rmserer Anstalt, filc das Neuiahrsgeschenk von 50 Mark, das von Mitgliedenr derselbrN unserer Anstalt übergeben wurde. Die Namen weiterer Spender werden morgen und morgen veröffentlicht werden. Gießen, den 29. Dezember 1904. Der Vorstand der Kleinkiuder--Yewahra«stalt. Dr. N a u in a n n. t”/m Gaskoks Mitimckl ausrangierte, überfeitbc, so lange waggonweise und in kleineren Partien billig abzugeben. C2"/12 Stadt. Gaswerk, Dillenburg. 1 Vorrat reicht, gegen Nachnalnne ä All. 3.00, 4.50 und 6.00. (8348 F. Sv. Kinkel, Main-. Hrch. Geißler VII Lollar [07635 tann euiueien Ülrönter Grünbergerstr Kmzenhach, Heuchelheim, den 28. Dezember 1904. 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Die rnu Ablauf des 31. Dezember l. Js. fällig werdenden Renten können von da an gegen Uebergabe der nut Ledens- beslätigung des Mitglieds und mit Quittung versehenen Coupons ohne jeglichen Abzug bei den unterzeichneten Vertretern der Anstalt erhoben werden. sa1*/,, Soweit ein Tividendenanspruch besteht, entfallen auf je eine volle Mark Rente 8 P'ennig Dividende. Beitrittserklärungen werden jederzeit entgegengenommen. Hauptagenuir J. Löbermann in Gießen, Westanlage 64, so,vie die Generalvertretung für Hessen, Hessen-Nassau und die Pi atz Au^umt Berben ich in Darmstadt, Waldstraße 20. 4 Schreiner auf Sauarbeit sucht sosorl l”m Goldene Damcuuhr mit kleiner Kette verloren. Gegen gute Be- lohnuug abzug. ?lsierw. 32. 1°™" Adler-Drogerie, Selters weg 39. 8693 Otto Schaaf. hampagner llkberzikher pi«ni)cn, 7™ die Jnseratgebühren in Empfang flcnomm. werden Walltorstr. 6,111. 07612 CarnevaS - Gesellschaft« Sonntag den 1. Januar 1905 Konzert u. Tanzvergnügen auf Lony's Bierkeller. 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Dezember 1904, nachmittags 2 Uhr, in Kinzenbach statt. 07630 Ketsch geschossene u762U — xiusen = Krau Nlotz, MäuSburg 17. TodeS-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß gestern abend 7 Uhr unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohlt, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Hm Jacob Knorlz Lchrcirrcrmeifter sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. ! Adolf Aieler I Diktoria-Drogerle Marktstraße 5. garantiert rein Flasche 55 Psg. ohne Glas. Gebrüder Adami 14 «duiburg 14. 8967 Pcrkeo. A.-B^G. 07177 Pilsner Hahnheimer Ausschank 25 Ptg. MöaEtNtt 'llnpjiintr&rflu. Reichhaltigste : — Abendkarte. UhllHiliit Ult. US, im Abonnement 00 Pfg. Erstklassigstes Restaurant Lenrlings-Gesuch. Ein Sohu achtbarer Eltern ftlidct gute Lehre bei 18557 Otto Heger, Bandagist, Marttstraße 16. Braver Junge al» Lehrling soiort gesucht. 07617 Waldschmidt, Schuhmacheriiistr. Em sauberes Dienstmädchen, 15 bis 16 Jahre alt, Nir bald ges. 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